Arbeit & Bildung Essen GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hartmut Kütemann-Busch seit 18.2.2014 | Geschäftsführer |
Manfred Zimmermann seit 25.11.2009 | Prokura |
Claudia Radmacher seit 25.11.2009 | Prokura |
Harald Hoffmann seit 25.11.2009 | Prokura |
Ulrich Lorch seit 18.4.2001 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PerTransfer Essen GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht zum Geschäftsjahr 2014Grundlagen des Unternehmens Die PerTransfer Essen GmbH (PTG) berät und unterstützt Firmen bei der Durchführung ihrer betrieblichen Personalanpassungsprozesse. Sie übernimmt im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen (auf der Grundlage sog. Transfersozialpläne) Arbeitnehmerinnen der von der PTG beratenen Betriebe in eigene sozialversicherungspflichtige befristete Arbeitsverhältnisse. Die Transferberater der PTG organisieren während der Dauer dieser Arbeitsverhältnisse die berufliche und persönliche Weiterbildung der Arbeitnehmerinnen mit dem Ziel der Orientierung auf neue Arbeitsfelder, unterstützen die Vermittlung in andere Arbeitsplätze und fördern im Einzelfall Existenzgründungsvorhaben. Sie finanziert sich aus Mitteln der abgebenden Unternehmen im Rahmen eines Transfersozialplanes, der Arbeitsverwaltung und ggfls. aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Alternativ bzw. vorlaufend zu Transfergesellschaften führt die PTG Transferagenturen mit dem Ziel einer "Job-to-job"-Vermittlung durch. Die PTG ist der Erfüllung ihres Gesellschaftszwecks in verschiedenen Projekten 2014 nachgekommen und stimmt ihre Maßnahmen mit den Zielen und Möglichkeiten ihrer Gesellschafterin und der Stadt Essen ab; somit hat die PTG die öffentliche Zwecksetzung im Sinne des § 108 der Gemeindeordnung NRW erreicht. Wirtschaftsbericht Mit dem einstimmigen Ratsbeschluss vom 28.02.2001 wurde die Gründung der PTG beschlossen. Alleinige Gesellschafterin ist die Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH. Die Einlage der Gesellschafterin beträgt EUR 25.000. Nach Gesellschaftsvertrag verfügt die Gesellschaft über drei Organe: Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung. Der Rat der Stadt Essen hat am 2. Juli 2014 beschlossen, dass der Aufsichtsrat der PTG aufgelöst wird. Die Aufgaben wurden auf den Aufsichtsrat der Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH übertragen. Das operative Geschäft der PTG wurde mit verschiedenen Projekten nach §§ 110 bis 111 SGB III fortgesetzt. Die aktive Beratungs- und Vermittlungsarbeit der am 1. Februar 2014 begonnenen beiden Transfergesellschaften (TG) wurde jeweils am 31. Januar 2015 beendet. Neben diesen Tätigkeiten hat sich die PTG in 2014 auf der Grundlage der Geschäftsbesorgung mit der Schwestergesellschaft Arbeit & Bildung Essen GmbH (ABEG) mit ihren Kompetenzen in der Job-to-Job-Vermittlung in das Modellprojekt Ergänzer eingebracht. Dieses Modellprojekt richtete sich an ausgewählte Kunden des JobCenter Essen (JCE), die einer Erwerbstätigkeit nachgehen und ergänzende Transferleistungen erhalten. Dieser Personengruppe wurde ein Aktivierungs- und Beratungsangebot zur freiwilligen Teilnahme gemacht mit dem Ziel, den Bezug der ergänzenden Leistungen für die Bedarfsgemeinschaft (BG) durch eine verbesserte Einkommenssituation überflüssig zu machen. Das neunmonatige Modellprojekt wurde vom 1. Mai 2014 bis 31. Januar 2015 durchgeführt. Das Personalentwicklungszentrum (PEZ) unterbreitete auf Basis der sich abzeichnenden Entwicklung beim Fachkräftebedarf Angebote für die Stadt Essen und die Beteiligungsunternehmen. In Zusammenarbeit mit weiteren Gesellschaften der EABG-Gruppe wurden die Konzerngesellschaften und Fachbereiche gezielt unterstützt und gleichzeitig Perspektiven für Arbeitssuchende aufgezeigt. In 2014 gab es Kooperationen zwischen dem PEZ und der ABEG auf der einen Seite und Konzernarbeitgebern wie Grün und Gruga Essen (GGE), Sport und Bäderbetriebe Essen (SBE), Essener Verkehrs AG (EVAG) und der Stadt Essen auf der anderen Seite. Wirtschaftliche Auswirkungen ergaben sich nur im Zusammenhang mit anderen Unternehmen der EABG-Gruppe, sodass das personelle Engagement sehr begrenzt werden konnte. Das Wirtschaftsjahr 2014 sollte nach den Daten des Wirtschaftsplans bei einem Erlösvolumen von rd. TEUR 1.900, sonstigen betrieblichen Erträgen von rd. TEUR 900, bei Personalkosten von rd. TEUR 2.400 und Kosten für Sonstige Betriebliche Aufwendungen von rd. TEUR 370 mit einem ausgeglichenen Ergebnis abschließen. Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit bis zum 31. Dezember 2014 zeigte wegen der beschriebenen niedrigen Auslastung in den Transferprojekten einen negativen Verlauf. In der zweiten Jahreshälfte 2014 hat die Erledigung der Aufgaben im Modellprojekt Ergänzer zu einer deutlich verbesserten Erlössituation beigetragen. Der Jahresfehlbetrag (das Jahresergebnis ist ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft) für das Jahr 2014 liegt deshalb bei rd. TEUR -15, nach noch rd. TEUR -274 in 2013. Die Gesamtleistung zum 31. Dezember 2014 liegt mit rd. TEUR 2.078 aber noch unter der Wirtschaftsplanung (TEUR 2.800). Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 33,1 % nach noch 40,7 % zum Vergleichsstichtag des Vorjahres. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über einen Finanzmittelfonds von TEUR 355, hierin enthalten sind Forderungen aus dem Cash-Pooling i.H.v. rd. TEUR 109. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Derzeit sind keine Anzeichen ersichtlich, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Weitere Informationen zur Vermögens- und Finanz- und Ertragslage enthält der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014. Im Jahresabschluss wurde allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Nachtragsbericht Mit dem JobCenter Essen wurde zwischenzeitlich eine Fortsetzung des Ergänzer-Programms vereinbart. Mittels Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) soll Interessenten der Zugang zu den zertifizierten Beratungsangeboten einer "Job-to-Job"-Vermittlung ermöglicht werden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Insbesondere sind keine weiteren Transfergesellschafen bzw. Transferagenturen entstanden. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die Entwicklung der Binnenkonjunktur und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt ist von erheblicher Bedeutung für den Geschäftserfolg im Beschäftigtentransfer der PTG. Derzeit deuten einige Erwartungsindikatoren darauf hin, dass sich die Konjunktur im Jahresverlauf 2015 weiter stabilisieren könnte. Die Besserung am Arbeitsmarkt setzt sich nach den verfügbaren aktuellsten Daten fort. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nehmen saisonbereinigt weiter zu. Der Arbeitsmarkt ist also robust, wird aber den steilen Aufwärtstrend nicht fortsetzen. Dies würde aber die Nachfrage nach Transfergesellschaften weiterhin auf niedrigem Niveau halten. Frühzeitige Transferangebote sind angesichts der aktuellen beschäftigungspolitischen Herausforderungen Deutschlands - Stichworte sind hier: Fachkräftemangel, lebenslanges Lernen, Potentialentwicklung in der Arbeitsgesellschaft, Verringerung von drop-outs - ein unverzichtbares und weiter zu entwickelndes Instrument einer aktivierenden Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderungspolitik. Die von der Bundesregierung verabschiedete und zum 1. April 2012 wirksam gewordene Instrumentenreform sichert in den §§ 110 bis 111 SGB III jedem Unternehmen zu, zur Entlassung anstehenden Mitarbeitenden eine (freiwillige) Transferlösung anzubieten. Dabei erfolgen große Teile der Finanzierung durch das abgebende Unternehmen. Auch deshalb ist der Transfer bei solchen Interventionslagen die im Vergleich zu anderen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten weitaus effektivste und effizienteste Lösung. Für die Durchführung von Projekten im Wuppertaler Raum sind weiter entsprechende Büroräume in zentraler Lage angemietet. Hier ergeben sich aufgrund der industriellen Struktur in der Region absehbar die größten Chancen, Transferdienstleistungen anbieten zu können. Die PTG hat ihre branchenübergreifenden Erfahrungen in ihr Konzept "Personalentwicklungszentrum - PEZ" einfließen lassen. Damit werden Angebote für eine Umsetzung von Personalentwicklungsstrategien unter Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen innerhalb des Konzerns Stadt Essen und auch für die Kernverwaltung formuliert. Kurzfristig sind hier allerdings keine durchschlagenden wirtschaftlichen Erträge für die PTG zu erwarten. Den Herausforderungen eines stärkeren Wettbewerbes wird sich die PTG durch permanente Überprüfung ihrer Geschäftsprozesse stellen. Die PTG ist seit März 2006 gemäß den §§ 84 ff SGB III in Verbindung mit der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZAV) als Bildungsträger zertifiziert. Die Rezertifizierung ist erfolgreich verlaufen. Mit der Rezertifizierung sind auch die Instrumente für das Risikomanagement-system der Firmengruppe neu überprüft worden. Sie haben sich als tragfähig erwiesen. Die unterschiedlichen Risiken können so nach ihrer Bedeutung klassifiziert, bewertet und kommuniziert werden. Gegensteuernde Maßnahmen werden damit bei Bedarf zeitnah initiiert. Das Wirtschaftsjahr 2015 soll bei einem geplanten Erlösvolumen von rd. TEUR 1.900, sonstigen betrieblichen Erträgen von rd. TEUR 900, bei geplanten Kosten für Personal von rd. TEUR 2.400 und für Sonstige Betriebliche Aufwendungen von rd. TEUR 370 mit einem Jahresergebnis von rd. TEUR 2 (vor Steuern) abschließen. Es ist nach dem Verlauf des ersten Quartals noch nicht sicher zu prognostizieren, ob das Ziel des Wirtschaftsplanes erreicht werden kann. Gesicherte Erkenntnisse werden erst nach Anlauf des "Ergänzer-Programms" mittels AVGS möglich sein. Die aktuelle Liquiditätsplanung für das Jahr 2015 zeigt, dass der Finanzbedarf durch die vertragsgemäß geleisteten Zahlungen der Vertragspartner gedeckt werden kann. Die Geschäftsführung wird zur nächsten Sitzung des Aufsichtsrates der Beschlusslage entsprechend einen Nachtragswirtschaftsplan für die PTG für das Wirtschaftsjahr 2015 vorlegen. Zu diesem Zeitpunkt werden erste gesicherte Erkenntnisse zum weiteren Geschäftsverlauf erkennbar sein. Abhängig davon beabsichtigt die Geschäftsführung wiederum, Vorschläge zur zukünftigen Struktur der Aufgabenwahrnehmung und der gesellschaftsrechtlichen Ausgestaltung dem Aufsichtsrat der Firmengruppe EABG zur Beratung vorzulegen. Das Szenario einer Verschmelzung der PTG auf eine andere Gesellschaft der EABG-Gruppe nach dem Umwandlungsgesetz wird dabei vorrangig geprüft.
Essen, den 15. April 2015 Ulrich Lorch, Vorsitzender der Geschäftsführung Hartmut Kütemann-Busch, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
ANHANG
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2014 | Vorjahr | |
| Angestellte | ||
| - Stamm | 33 | 10 |
| - im Beschäftigtentransfer | 18 | 16 |
| Gesamtsumme | 51 | 26 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von (TEUR 341; Vorjahr: TEUR 1.004) beinhalten vor allem Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung durch verbundene Unternehmen (TEUR 143; Vorjahr: TEUR 764), Mieten und deren Nebenkosten (TEUR 37; Vorjahr: TEUR 36) sowie Reparaturen und Instandhaltungen von Betriebs- und Geschäftsausstattungen (TEUR 64; Vorjahr: TEUR 48).
IV. Ergänzende Angaben
1. Organe der Gesellschaft
| • |
Herr Ulrich Lorch, Essen (Vorsitzender), Bereich Personal, Finanzen und Organisation |
| • |
Herr Harmut Kütemann-Busch, Essen, Bereich berufliche Weiterbildung |
Entgelte wurden an die Geschäftsführung nicht gezahlt, da die Dienstverträge mit der Muttergesellschaft Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH, Essen, bestehen. Die PTG wurde im Rahmen der bestehenden Geschäftsbesorgungsverträge mit TEUR 5 für Herrn Lorch und TEUR 3 für Herrn Kütemann-Busch von der EAGB belastet.
Der Aufsichtsrat bestand im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 aus folgenden Mitgliedern:
| Bezüge | ||
| EUR | ||
| Uwe Kutzner (Vorsitzender) | (Betriebswirt) | 883,33 |
| Udo Bayer (beratendes Mitgl. o. Stimm.) | (Ratsherr) | 783,33 |
| Heiko Biecker | (Arbeitnehmervertreter) | 883,33 |
| Gabriele Giesecke (beratendes Mitgl. o. Stimm.) | (Ratsfrau) | 783,33 |
| Dr. Elisabeth van Heesch-Orgaß | (Ratsfrau) | 883,33 |
| Ingolf Homberger (ber. Mitgl. o. Stimm.) | (Ratsherr) | 683,33 |
| Dirk Kalweit | (Ratsherr) | 683,33 |
| Bruno Neumann | (Mitglied Gewerkschaft) | 783,33 |
| Dirk Heidenblut | (Ratsherr) | 883,33 |
| Ingo Vogel | (Ratsherr) | 783,33 |
| Vera Winnemund | (Mitglied Gewerkschaft) | 783,33 |
2. Angaben zum Gesamthonorar
Die innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassten Honorare für den Abschlussprüfer des Jahresabschlusses enthalten Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen von TEUR 6.
3. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
| Umsatzerlöse aus Projekten | Erbringung von Dienstleistungen | Bezug von Dienstleistungen | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| 1. Mutter- u. Schwesterunternehmen | 0 | 179 | 143 |
| 2. Stadt Essen und Tochtergesellschaften der Stadt Essen | 0 | 778 | 0 |
4. Ergebnisverwendung:
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2014 in Höhe von 15.162,39 EUR durch Entnahme aus den Gewinnrücklagen auszugleichen.
Essen, den 15. April 2015
PerTransfer Essen GmbH
Ulrich Lorch, Geschäftsführer (Vors.)
Hartmut Kütemann-Busch, Geschäftsführer
Feststellung des Jahresabschlusses 2014
Beschluss:
| 1. |
das Jahresergebnis wird mit - 15.162,39 € festgestellt; |
| 2. |
der Jahresfehlbetrag wird durch eine Entnahme in gleicher Höhe aus der Gewinnrücklage ausgeglichen. |
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