Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 12345
Vorher
HOESCH Metals and Alloys GmbH
Eingetragen
7.1.2002
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Das Recycling, die Verhüttung, die Be- und Verarbeitung von Metallen, deren Abfälle und Rückstände sowie der Handel mit solchen Gegenständen und Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Reiner Dr. Ing. Bauer
seit 23.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Dr. Ing. Reiner BauerHOESCH Metallurgie GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
150.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HOESCH Granules GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31.12.2022

Gewinn- und Verlustrechnung 2022

Anhang zum 31.12.2022

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Lagebericht

Bilanz zum 31.12.2022

Aktiva

2022 2022 Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.059.700,00 € 1.122.834,00 €
2. Techn. Anlagen & Maschinen 366.271,00 € 426.653,00 €
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.390,00 € 150.841,00 €
4. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 27.653,24 € 1.611.014,24 € 0,00 €
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 € 1,00 €
Anlagevermögen 1.611.015,24 € 1.700.329,00 €
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.764.840,14 € 1.523.109,00 €
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 471.722,14 € 3.236.562,28 € 219.491,50 €
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.093.697,12 € 811.660,74 €
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 524.734,51 € 1.613.803,45 €
3. Sonstige Vermögensgegenstände 742.124,43 € 2.360.556,06 € 213.641,22 €
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 21.269,79 € 80.186,58 €
Umlaufvermögen 5.618.388,13 € 4.461.892,49 €
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Rechnungsabgrenzung 12.880,59 € 15.002,00 €
Aktiva 7.242.283,96 € 6.177.223,49 €

Passiva

2022 2022 Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 € 150.000,00 €
II. Kapitalrücklage 2.400.000,00 € 2.400.000,00 €
III. Gewinn-/Verlustvortrag 89.119,74 € 2.639.119,74 € 89.119,74 €
Eigenkapital 2.639.119,74 € 2.639.119,74 €
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 208.113,00 € 309.949,00 €
Rückstellungen 208.113,00 € 309.949,00 €
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 500.105,93 € 0,00 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.268.370,37 € 1.181.077,14 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.825.419,84 € 1.401.945,83 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 801.155,08 € 4.395.051,22 € 645.131,78 €
Verbindlichkeiten 4.395.051,22 € 3.228.154,75 €
Passiva 7.242.283,96 € 6.177.223,49 €

Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2022 bis 31.12.2022

2022 2022 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 24.813.235,28 € 20.762.281,25 €
2. Vermind./Erhöh. Fertigerzeugnisse 252.230,64 € -237.100,16 €
3. Sonstige betriebliche Erträge 141.806,40 € 175.524,31 €
4. Materialaufwand 14.645.848,20 € 10.639.194,14 €
5. Personalaufwand
5.1 Löhne und Gehälter 2.475.861,09 € 2.328.967,47 €
5.2 Soziale Abgaben & Aufwend. für Altersvers. & Unterstützung 491.768,93 € 2.967.630,02 € 430.037,15 €
6. Abschreibungen 294.773,93 € 292.442,20 €
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.441.723,87 € 5.777.000,98 €
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 44.802,98 € 18.000,33 €
9. Ergebnis nach Steuern 812.493,32 € 1.215.063,13 €
10. Sonstige Steuern 13.216,27 € 13.329,52 €
11. Aufwendungen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages -799.277,05 € -1.201.733,61 €
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 € 0,00 €

ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2022

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft wurde mit notariellem Vertrag vom 27.12.2001 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Neuss und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Neuss unter der Nummer HRB 12345 eingetragen. Zum Bilanzstichtag weist sie die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 150.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss der HOESCH Granules GmbH wird auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften werden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht ausgewiesen.

Von den größenabhängigen Befreiungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 Sätze 2 und 3 HGB wird Gebrauch gemacht. Ferner wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2022 planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die Absetzung für Abnutzung der Gebäude wird gemäß § 7 Abs. 4 Nr. 1 EStG vorgenommen. Beim übrigen Sachanlagevermögen werden die planmäßigen Abschreibungen in der Regel nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich die in den amtlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung festgesetzten Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Bei beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens (Geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Jahr der Anschaffung einheitlich die Bewertungsvereinfachungen des § 6 Abs. 2 oder 2a EStG angewendet.

Bei der Bestimmung, ob geleaste Wirtschaftsgüter gemäß § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB wirtschaftlich der Gesellschaft als Leasingnehmer zuzurechnen sind, werden die Kriterien der steuerlichen Leasingerlasse angewendet.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungsoder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind und mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet werden.

Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf in fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Geschäftsjahr 2022 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Dort sind auch die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres in einer der Gliederung des Anlagevermögens entsprechenden Aufgliederung angegeben.

Innerhalb der Bilanz wird unter der Position Sachanlagen ein Festwert für Maschinenersatzteile in Höhe von EUR 62.300,00 ausgewiesen.

Unter den Finanzanlagen wird ein Anteil von 5 % an den Gesellschaftsanteilen der HOESCH Middle-East W.L.L., Bahrain, ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag 2022 weist die HOESCH Middle-East W.L.L. ein Eigenkapital in Höhe von EUR 62.063,60 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 5.432,26 aus.

Zum Bilanzstichtag werden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 524.734,51 (Vorjahr: EUR 1.462.203,45) unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen offene Urlaubsansprüche, ergebnisabhängige Lohn- und Gehaltsaufwendungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, ausstehende Rechnungen, unterlasse Instandhaltung und voraussichtliche Aufwendungen für Abfallbeseitigung sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Im Juli 2021 wurde die bisherige Konsortialfinanzierung der deutschen HOESCH-Gruppe im Rahmen einer Neufinanzierung der Commerzbank abgelöst. Die Neufinanzierung besteht u.a. aus einer Borrowing-Base-Finanzierung. Die Konzernmutter erhielt zusätzlich ein Festzinsdarlehen. Die HOESCH Granules GmbH haftet zusammen mit der HOESCH Metallurgie GmbH und der HOESCH Metals and Alloys GmbH gesamtschuldnerisch für den gesamten Kreditrahmen der Borrowing-Base-Finanzierung sowie für das Festzinsdarlehen der Konzernmutter.

Zum Bilanzstichtag werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.825.419,84 (Vorjahr: EUR 1.360.949,33) unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 100.090,78 (Vorjahr: EUR 99.908,92) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 4.962,18 (Vorjahr EUR 4.050,93) ausgewiesen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Personalaufwand des Geschäftsjahres sind in den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung EUR 24.228,62 (Vorjahr: EUR 21.750,80) für Altersversorgung enthalten.

Im Posten Sonstige betriebliche Erträge sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 407,17 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten. Im Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 467,54 € (Vorjahr: EUR 193,72) enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

Der Abschluss der Hoesch Granules GmbH wird in den Konzernabschluss per 31.12.2022 des Mutterunternehmens HOESCH Metallurgie GmbH, Düren, einbezogen.

Die Gesellschaft beschäftigt durchschnittlich:

2022 2021
Gesamte Arbeitnehmer 54 56
davon im kaufmännischen Bereich 11 13
davon im gewerblichen Bereich 43 43

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag:

Mietverträge bis 31.12.2033 EUR 2.761.371,36
Bürgschafts-Garantien bei der Commerzbank AG EUR 40.000,00
Leasingverträge EUR 298.344,96.

Die HOESCH Granules GmbH, die HOESCH Metals and Alloys GmbH und die HOESCH Metallurgie GmbH haften gegenüber der Commerzbank AG gesamtschuldnerisch für Ansprüche der Commerzbank AG aus dem gemeinsamen Vertrag über einen Borrowing-Base-Kreditrahmen und dem Vertrag über ein Festzinsdarlehen der HOESCH Metallurgie GmbH. Zum Bilanzstichtag 2022 bestand aus Sicht der Gesellschaft kein Risiko aus dieser Gesamtschuld in Anspruch genommen zu werden.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt EUR 20.000,00 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Mit der HOESCH Metallurgie GmbH als herrschendem Unternehmen ist am 25.11.2008 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen worden, der am 30.12.2008 ins Handelsregister der Gesellschaft eingetragen wurde.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch:

 

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing Reiner Bauer

 

Dipl.-Ing. Dipl.-Betr. Wirt (FH) Michael Wolf

 

Düren, den 15. Juni 2023

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing Reiner Bauer, CEO (Chief Executive Officer)

Dipl.-Ing. Dipl.-Betr. Wirt (FH) Michael Wolf, COO (Chief Operating Officer)

Verbindlichkeitkeitenspiegel per 31.12.2022

Art der Verbindlichkeit Höhe mit einer Restlaufzeit von Sicherheiten
bis zu 1 Jahr bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 500.105,93 € 0,00 € 500.105,93 € 0,00 € Besicherung des Festsatzdarlehens (2,0 Mio Tilgungsdarlehen) Sicherungsübereignung Sachanlagegüter der Darlehensnehmer. Verpfändung des Patentes "Dursalit" (eingetragen unter dem Kennzeichen DE 10 2007 025 602.9 durch die HOESCH Metallurgie GmbH).
Vorjahr 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.268.370,37 € 1.268.370,37 € 0,00 € 0,00 € Besicherung des Borrowing Base Kreditrahmens 37,5 Mio) Sicherungsübereignung sämtlicher Gegenstände des Umlaufvermögens (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse nebst Verpackungsmaterialien, somit das gesamte Warenlager) der Kreditnehmer nach örtlichen Recht. (Derzeit Deutschland und Niederlande).
Vorjahr 1.181.077,14 € 1.181.077,14 € 0,00 € 0,00 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.825.419,84 € 1.825.419,84 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 1.401.945,83 € 1.401.945,83 € 0,00 € 0,00 € Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen alle Drittschuldner A-Z der Kreditnehmer, sofern diese nicht unter den mit der Commerzfactoring abgeschlossenen Factoringg-Abtretung von Forderungen der Kreditnehmer gegen andere Gesellschaften der Gruppe.
davon gegenüber Gesellschaftern 1.825.419,84 € 1.525.419,84 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 1.360.949,33 € 1.360.949,33 € 0,00 € 0,00 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 801.155,08 € 801.155,08 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 645.131,78 € 645.131,78 € 0,00 € 0,00 €
davon aus Steuern 100.090,78 € 100.090,78 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 99.808,92 € 99.808,92 € 0,00 € 0,00 €
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.962,18 € 4.962,18 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 4.050,93 € 4.050,93 € 0,00 € 0,00 €
Gesamt 4.395.051,22 € 3.894.945,29 € 500.105,93 € 0,00 €
Gesamt Vorjahr 3.228.154,75 € 3.228.154,75 € 0,00 € 0,00 €

Anlagenspiegel 2022

Bezeichnung Anschaffungs/ Herstellungs- Kosten Beginn GJ Anschaffungs/ Herstellungs- Kosten Zugänge Anschaffungs/ Herstellungs- Kosten Abgänge Anschaffungs/ Herstellungs- Kosten Ende GJ Abschreibung (kumuliert)
A Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 8.755,30 € 0,00 € 0,00 € 8.755,30 € 8.755,30 €
B Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.104.588,05 € 0,00 € 0,00 € 2.104.588,05 € 1.044.888,05 €
2. Technische Anlagen & Maschinen 7.638.723,92 € 89.348,82 € 0,00 € 7.728.072,74 € 7.361.801,74 €
3. Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung 1.254.108,26 € 88.458,11 € 10.075,94 € 1.332.490,43 € 1.175.100,43 €
4. Anlagen im Bau 0,00 € 27.653,24 € 0,00 € 27.653,24 € 0,00 €
C Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.458,95 € 0,00 € 0,00 € 5.458,95 € 5.457,95 €
Summe Anlagevermögen 11.011.634,48 € 205.460,17 € 10.075,94 € 11.207.018,71 € 9.596.003,47 €
Bezeichnung Buchwert 31.12.2022 Buchwert Vorjahr
A Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 0,00 € 0,00 €
B Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.059.700,00 € 1.122.834,00 €
2. Technische Anlagen & Maschinen 366.271,00 € 426.653,00 €
3. Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung 157.390,00 € 150.841,00 €
4. Anlagen im Bau 27.653,24 € 0,00 €
C Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 € 1,00 €
Summe Anlagevermögen 1.611.015,24 € 1.700.329,00 €
Bezeichnung Abschreibung Beginn GJ Abschreibung Zugänge Abschreibung Abgänge Abschreibung Ende GJ Abschreibung GJ
2022 2022 2022 2022 2022
A Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 8.755,30 € 0,00 € 0,00 € 8.755,30 € 0,00 €
B Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 981.754,05 € 63.134,00 € 0,00 € 1.044.888,05 € 63.134,00 €
2. Technische Anlagen & Maschinen 7.212.070,92 € 149.730,82 € 0,00 € 7.361.801,74 € 149.730,82 €
3. Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung 1.103.267,26 € 81.909,11 € -10.075,94 € 1.175.100,43 € 81.909,11 €
C. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.457,95 € 0,00 € 0,00 € 5.457,95 € 0,00 €
Summe Anlagevermögen 9.311.305,48 € 294.773,93 € -10.075,94 € 9.596.003,47 € 294.773,93 €

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Geschäftstätigkeit

HOESCH Granules GmbH produziert und verkauft Aluminiumgrießprodukte, anorganische Schmelz- und Raffinationssalze sowie verschiedene Metallpulver. Bei den Aluminiumgrießprodukten handelt es sich um Foliengrieß, Sprühgrieß, Spänegrieß und Mahlgrieß. Diese Produkte unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Rohstoffbasis und das Herstellungsverfahren. Die Salze und Metallpulver werden in diversen Verfahrensstufen entsprechend den Kundenanforderungen aufbereitet.

Die Kundenstruktur ist vielfältig, die wichtigsten Branchen sind Zivile Sprengstoffe, Metallurgische Erzeugnisse, Exotherme Speiser (Gießerei-Zulieferindustrie) und feuerfeste Produkte.

2. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war im Jahr 2022 geprägt durch die Einflüsse des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und den auch daraus resultierenden Turbulenzen auf den Energiemärkten. Aufgrund des in den vergangenen Jahren immer stärker ausgebauten internationalen Kundenstamms und die differenzierte Kundenbasis mit ihren verschiedenen Branchenzugehörigkeiten konnte die HOESCH Granules GmbH daraus resultierende regionale Negativeinflüsse erfolgreich kompensieren.

Für 2023 sieht die IWF-Frühjahresprognose eine neuerliche Verflachung des Weltwirtschaftswachstums bedingt durch den Fortgang des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und die anhaltend hohe Inflation voraus. Als weitere Belastung für die konjunkturelle Entwicklung hat sich die Leitzinspolitik vieler Zentralbanken herausgestellt, wo nach Jahren der Null-Zins-Politik Unternehmensinvestitionen und die Bauwirtschaft belastet werden. Global wird nur noch von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,8% ausgegangen, nachdem in 2022 das Wachstum noch 3,4% betragen hat. Für die westlichen Industriestaaten wird aufgrund der Inflationsentwicklung mit einem verminderten Wachstumsfaktor der Volkswirtschaften um 1,3% gerechnet - für den EURO Raum sogar nur 0,8%.

Gemäß der letzten Prognose wird ein nachlassendes Wachstum für einen Großteil der wichtigsten Absatzländer der HOESCH Granules erwartet. Da die Erholung dabei sehr heterogen zwischen einzelnen Branchen ausfällt, trifft diese Entwicklung Industrieunternehmen mit unterschiedlicher Ausprägung. Insgesamt sehen wir für unseren Kundenkreis eine weitgehend stabile Entwicklung.

Die Geschäfts- und Marktbedingungen waren in weiten Teilen des Berichtsjahres 2022 geprägt durch eine gute Kapazitätsauslastung der HOESCH Granules GmbH. Die Geschäftsentwicklung der HOESCH Granules GmbH verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt gut.

B. Ertragslage

1. Darstellung der Geschäftsergebnisse

Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2022 um 19,5% gegenüber dem Vorjahr preisbedingt gestiegen. Beim Absatz gaben die Verkaufsmenge in den beiden Hauptproduktbereichen Aluminiumgrieß (minus 11,7%) und Potassium-aluminiumfluroid (PAF) (minus 12,8%) in einem vergleichbaren Größenverhältnis nach. Den größten Preisanstieg erlebte die Gesellschaft im Bereich Sprühgrieß (plus 54%), was auf die gestiegene LME Notierung im Jahresverlauf zurückzuführen ist. Die Wirkung war entsprechend ausgeprägt, da die LME Notierung speziell zum Abschlusszeitpunkt vieler langfristiger Kontrakte ihren Höchststand erreichte. Da sich der Materialaufwand mit 37,7% überproportional zur Umsatzentwicklung erhöhte, verbesserte sich das Rohergebnis leicht unterproportional zur Umsatzentwicklung auf 10.420 TEUR. Dies entspricht einer Steigerung von 5,4% gegenüber dem Vorjahreswert (plus 0,5 Mio. €).

2022 2021 2020
Umsatz 24.813 20.762 16.847
Bestandsveränderung 252 -237 19
Materialaufwand 14.646 10.639 8.012
Rohergebnis (Umsatz + Bestandsveränderung - Materialaufwand) 10.420 9.886 8.854

Die Kosten stiegen in allen Bereichen im Geschäftsjahr 2022 an. Die größten Kostenzunahmen entstanden dabei bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (plus 664 T€) und beim Personalaufwand (plus 209 T€). Ein unverändertes Niveau bei den Abschreibungen durch Neuinvestitionen außerhalb von Anschaffungen über Leasing und in Folge dessen auch ansteigende Finanzierungskosten (minus 149%), führten insgesamt zu einer Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Geschäftsjahr 2021. Der Rückgang - gemessen am EBT - lag bei 33,4%.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Wir sind mit ganzer Kraft am Markt aktiv und arbeiten an der Festigung und dem Ausbau unserer weltweiten Kundenbeziehungen. Dabei fokussieren wir uns auf ein breiteres Kundenspektrum und eine weiter fortschreitende Internationalisierung des Geschäfts. Bei der Produktdiversifizierung ist die Konzentration auf das Aluminiumgriessgeschäft mit einem Anteil von 83,5% weiterhin unverändert hoch.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr änderte sich mit der konjunkturellen Erholung auch die Bedarfsdisposition der Kunden. Dadurch konnte ein stabiles Preisniveau gehalten werden - trotz gegenläufiger Entwicklung an der LME. Die Absatzsituation und der Auftragsvorlauf haben sich zusätzlich dadurch stabilisiert, dass nach den Erfahrungen der Vorjahre aus externen Schocks und der Abriss ganzer Lieferketten die Kunden wieder zu einer sicheren Versorgung übergegangen sind.

Die sich bietenden Wachstumschancen im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden von uns auf allen Märkten wahrgenommen. Aufgrund der globalen Konjunkturerholung konnte der Umsatz entsprechend erfolgreich gesteigert werden. Das Umsatzwachstum war dabei preisbedingt.

3. Personal- und Sozialbereich

Der ausgewiesene Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr 2021 mit 7,6% wieder deutlich an. Hintergründe sind einzelne Übernahmen von Leiharbeitskräften in Festanstellungen. Hinzu kommen die Personalkosten für einen leitenden Mitarbeiter, die im Geschäftsjahr 2022 erstmalig ganzjährig anfielen. In Summe bezifferte sich der Zuwachs beim Personalaufwand auf 209 T€.

Für 2023 rechnen wir mit einer moderaten Kostensteigerung unterhalb allgemeiner Lohnsteigerungen.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Ausgaben für sonstige betriebliche Aufwendungen erhöhten sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Prozentsatz von 11,5% leicht unterproportional zur Umsatzentwicklung. Die Zunahme konzentrierte sich unter anderem auf die Bereiche Fremdpersonal (plus 143 T€), Strom (plus 283 T€), Entsorgung (plus 320 T€), Ausgangsfrachten (plus 132 T€), Stickstoff (plus 72 T€), Kalk (plus 35 T€), Versicherungen (plus 35 T€) und Treibstoffe (plus 31 T€). Bei den Ausgangsfrachten geht die Entwicklung auf die generelle Steigerung der Frachtkonditionen zurück. Gleichzeitig hat eine leichte Absatzverlagerung in Länder mit hohem Frachtaufwand stattgefunden (z.B. Peru, Südafrika). Die Zunahme der Aufwendungen für Fremdpersonal geht auf die fortgesetzt schwierige Personalsituation im Raum Neuss/Düsseldorf zurück. Hier fällt es zunehmend schwer, geeignetes Personal für den Produktionsbereich zu finden. Die Kostensteigerungen bei Strom, Stickstoff und Treibstoffen gehen auf die generell gestiegenen Energiekosten in 2022 zurück. Bezogen auf den Strom konnte hier eine höhere Kostensteigerung durch die langfristige Absicherung an der Leipziger Strombörse verhindert werden. Der höhere Entsorgungsaufwand resultiert aus immer strengeren Auflagen zur Entsorgung des bei der Pyrolyse anfallenden C-Staubes. Durch eine Verengung möglicher Entsorgungswege kam und kommt es hier zu einer erhöhten Kostenbelastung. Bei der Entwicklung der Versicherungskosten setzt sich der Trend der Vorjahre fort, der speziell durch die Kosten für Sachversicherung getrieben wird.

Den genannten Ausgabensteigerungen standen rückläufige Ausgaben für Reparaturen (minus 366), Leasing (minus 96 T€), Beratungskosten (minus 43 T€) und sonstige Betriebskosten (minus 27 T€) gegenüber. Beim Leasing ist dies begründet im Auslaufen einer Finanzierungsmaßnahme für ein Großgerät im Produktionsbereich. Auf der Reparaturseite und bei den sonstigen Betriebskosten haben die Aufwendungen des Vorjahres - verbunden mit einer moderaten Ausbringungsminderung - zu rückläufigem Aufwand geführt. Auf der Beratungsseite sind einmalige Kosten aus dem Geschäftsjahr 2021 im Zusammenhang mit Zertifizierungsprozessen und einer Dokumentation über Nachhaltigkeitsaspekte bei der Verarbeitung und dem Einsatz von Sekundäraluminium nicht erneut angefallen.

Unsere Abschreibungen blieben in 2022 aufgrund der Realisierung von geplanten Neu- und Ersatzinvestitionen im Rahmen der Innenfinanzierung stabil und legten um 2 T€ zu. Ein stärkeres Anwachsen der Abschreibungsaufwendungen wird durch die Finanzierung weiterer Anschaffungen im Rahmen von Leasing verhindert. Der Zinsaufwand entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr aufsteigend (plus 27 T€), was an der generell gestiegenen Inanspruchnahme von Fremdmitteln lag.

C. Finanzlage

1. Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme lag per 31. Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahresabschluss auf einem höheren Niveau (plus 1,1 Mio. €). Das Eigenkapital blieb durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der HOESCH Metallurgie GmbH in der Höhe unverändert. Durch die Bilanzverlängerung verminderte sich die Eigenkapitalquote auf 36,4% (minus 6,3%).

Aufgrund der guten Ergebnissituation in 2022 sind auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen unverändert hoch ausgefallen (plus 424 T€). Für den Sprung über den Vorjahreswert war dabei eine konzerninterne Ausleihung entscheidend. Durch den hohen Finanzierungsanteil im Unternehmensverbund konnten die Bankverbindlichkeiten auf einem niedrigen Niveau gehalten werden (plus 500 T€), da sich die Gesellschaft zum Geschäftsjahresende in weiten Teilen aus den Innenfinanzierungsmitteln finanzieren konnte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vorjahresvergleich ebenfalls erhöht (plus 87 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 156 T€ gegenüber dem Wert im Jahr 2021 aufgrund fehlender abzugrenzender Belege für Mieten und Strom.

Am 31. Dezember 2022 finanzierten wir uns zu 36,4% aus Eigenkapital - die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machten einen Finanzierungsanteil von 6,9% aus. Der Finanzierungsanteil über verbundene Unternehmen nahm im Vorjahresvergleich zu und lag bei 25,2%, was auf die jährliche Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft und die beschriebene Ausleihung zurückgeht.

2. Finanzmanagement

Wichtigstes Ziel unseres Finanzmanagements ist es, die Finanzkraft der HOESCH Granules GmbH langfristig zu sichern. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, den Finanzbedarf des operativen Geschäfts sowie den Finanzbedarf für Investitionen in ausreichender Form zu decken.

Die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit gegeben. Durch die zur Mitte des Geschäftsjahres 2021 erfolgte Neustrukturierung der Passivseite konnte die Finanzierungsbasis für das Anlage- und Umlaufvermögen in 2022 nochmals verbessert werden. Auch anhand der hohen Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist die Finanzkraft der Gesellschaft ablesbar. Liquiditätsengpässe erwarten wir im laufenden Jahr planerisch nicht.

Durch die neue Finanzierungsstruktur kommt der Forderungsabsicherung durch die Warenkreditversicherung eine gesteigerte Bedeutung bei. Hier hat sich der Anbieterwechsel zum Ende Q1 2021 als äußerst positiv erwiesen. Mit den verbesserten Absicherungslimiten wurde eine wesentliche Voraussetzung für die Neustrukturierung der Passivseite geschaffen. Die Absicherungsquote unserer Forderungen konnte in 2022 trotz des starken Umsatzanstieges sogar gesteigert werden.

Zur Einhaltung der kreditvertraglich festgesetzten Kennzahlvorgaben ist das enge Monitoring des Umlaufvermögens von besonderer Bedeutung. Dazu werden unsere Debitoren mit einem effizienten Mahnwesen überwacht. Das Vorratsvermögen wird kontinuierlich auf die Optimierung der Kapitalbindung hin untersucht. Die Gewinne werden jährlich im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages an die HOESCH Metallurgie GmbH abgeführt.

D. Vermögenslage

1. Vermögensstruktur

Neben dem niedrigeren Anlagevermögen (minus 89 T€) reduzierten sich vor allem die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen deutlich (minus 1,1 Mio. €). Den Rückgängen bei den letztgenannten Forderungen und dem Anlagevermögen steht ein deutlicher Zuwachs bei den Vorräten gegenüber (plus 1,5 Mio. €). Neben den Vorräten kam es zum Bilanzstichtag zum Ausweis höherer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt (plus 0,3 Mio. €). Der insgesamt zweitgrößte Zuwachs auf der Aktivseite der Bilanz konnte bei den sonstigen Vermögensgegenständen verzeichnet werden (plus 528 T€). Hier war ausschlaggebend, dass im Rahmen der genannten Anlagenüberholung Anzahlungen geleistet wurden, die erst nach finaler Abnahme in 2023 ins Anlagevermögen bzw. in eine externe Finanzierung überführt wurden.

Die Anlagenintensität war in 2022 weiter rückläufig und beläuft sich nun auf 22,2% unseres Gesamtvermögens. Der Rückgang um 5,3% gegenüber dem Vorjahr geht auf das rückläufige Anlagevermögen zurück. Die leichte Steigerung der Bilanzsumme führt dazu, dass der anteilige Rückgang stärker ausfällt als im Vorjahr. Die abflachende Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre und die Finanzierung vieler Investitionen über Leasing schlug sich - wie in den vorangegangenen Perioden - grundsätzlich in einem Rückgang des Anlagevermögens nieder. Für 2023 sehen wir einen Trendwechsel im Verhältnis zu den vergangenen Jahren, da eine Reihe von betrieblichen Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen geplant wurden. Wir planen 2023 mit einem in der Höhe wieder ansteigenden Anlagevermögen.

Unsere Vorräte schwanken stichtagsbedingt und entwickelten sich durch gezielte Bestandspolitik zur kontinuierlichen Versorgung der Produktion in einem engen Korridor. Der Bestandswert 2022 liegt mit 3,2 Mio. € nun erstmalig seit Jahren deutlich über dem Mittel der letzten 5 Jahre (plus 76,6%). Die Hintergründe für diese Entwicklung sind dabei vielschichtig. Ein Treiber dieser Entwicklung ist die in 2022 konstant hohe LME Notierung für Aluminium, was sich aufgrund der Konstanz sowohl auf die Bewertung von Folienschrotten als auch von fremd zugekauften Aluminiumgrießprodukten stichtagsbezogen stärker auswirkte. Zusätzlich geht die abweichende Vorratsentwicklung sowohl auf die Versorgungsabsicherung aufgrund einer Anlagenüberholung mit entsprechendem Anlagenstillstand in Q4 2022 als auch auf die generelle Versorgungsabsicherung mit Aluminiumgrießprodukten zurück. Letztgenannter Punkt sichert dabei auch die geringere Ausbringung aus der Eigenproduktion bei gleichzeitigem Schutz vor Ausfällen auf der Beschaffungsseite ab.

Zur unveränderten Aufrechterhaltung unserer Lieferbereitschaft und Sicherstellung einer kontinuierlichen Versorgung unserer Produktion haben wir unsere Vorräte im Laufe des Geschäftsjahres 2022 damit auf ein höheres bedarfsgerechtes Niveau angepasst. Die Vorratshaltung machte am 31. Dezember 2022 44,7% unseres Vermögens aus. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände standen für 32,6% unseres Betriebsvermögens.

Unsere Debitoren bestehen aus einer Vielzahl von Kundenbeziehungen. Wir versichern unseren Forderungsbestand grundsätzlich über einen Kreditversicherer, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Im vorangegangenen Geschäftsjahr gab es per 31.3.21 einen Anbieterwechsel. Der zum 31.3.23 auslaufende Vertrag wurde frühzeitig aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit für weitere 2 Jahre verlängert. Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu einem Forderungsausfall im sehr niedrigen vierstelligen Niveau. Wertberichtigungen wurden in entsprechender Höhe vorgenommen.

2. Investitionen

Unsere Betriebsstätten sind zeitgemäß eingerichtet. Ersatzinvestitionen erfolgen regelmäßig. 2023 wird hierein deutlich höheres Niveau an Investitionen vorgenommen als in den vorangegangenen Jahren. Hier ist auch von Bedeutung, dass sich aufgrund von Lieferverzögerung und der Verfügbarkeit von entsprechenden Dienstleistern viele Projekte verschoben haben. Rationalisierungsinvestitionen werden dabei unverändert priorisiert.

Kurz- bis mittelfristig werden am Standort Neuss durch die in den Vorjahren realisierte Vergrößerung der angemieteten Fläche bauliche Infrastrukturmaßnahmen in zusätzliche Lager- und Fertigungsflächen durchgeführt.

3. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Im Juli 2021 konnte eine Umfinanzierung der Unternehmensgruppe erfolgreich realisiert werden. Wir konnten bestehende konsortiale Strukturen auflösen und eine Vereinfachung, Ausweitung der Kreditlinien und eine Kostenoptimierung realisieren. Im Rahmen unserer bestehenden kreditvertraglichen Konditionen erzielten wir Mitte 2022 eine weitere Ausweitung der Kreditlinien, um bei entsprechender Marktdynamik im aktuellen Geschäftsmodell stets handlungsfähig zu bleiben. Im Geschäftsjahr 2022 profitierten wir von diesem Umstand, der die Gesellschaft - und die ganze Unternehmensgruppe - erst in die Lage versetzt hat, in die dargestellten Umsatzdimensionen vorzustoßen und die angepasste Vorratshaltung zu finanzieren.

Wir haben nach unseren bisherigen Erkenntnissen keinen zusätzlichen Kapitalbedarf und planen keine weiteren gesonderten Finanzierungsmaßnahmen. Wie in 2022 können wir auch für 2023 planerisch alle Investitionen über den operativen Cash-Flow sowie über Leasingkontrakte finanzieren.

E. Chancen- und Risikobericht

1. Interne Organisation und Entscheidungsfindung

Wesentliche Entscheidungen der HOESCH Granules GmbH werden von der Geschäftsführung in enger Abstimmung mit der Konzernmutter getroffen. So sind langfristige Planungen und sofortige Reaktionen gewährleistet. Mehrere Organisationsebenen bestehen in unserer Gesellschaft nicht.

Mit dem unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystem wird folgerichtig reagiert, wie unsere bisherige Ergebnisentwicklung zeigt.

2. Chancen und wirtschaftliche Gefährdungspotentiale

Im Zuge einer Projektierung wurde der Betriebszweck für den Standort Neuss erweitert, was für die Zukunft zu einer komplexeren Nutzung im Konzern führen wird und den logistisch attraktiven Standort weiter entwickeln soll. Alle hierzu notwendigen Genehmigungen wurden erteilt.

In einer weiter fortgeschrittenen Projektierungsphase ist zudem der Engpassfaktor Pyrolyse mit beschränktem Investitionsaufwand auszuschalten, um mittelfristig weiteres Umsatzwachstum generieren zu können. Hierdurch kann für die Eigenfertigung eine größere Rohstoffbasis erschlossen werden, ohne dass es zu einem Mehrbedarf an fossilen Energiestoffen für einen thermischen Prozess kommt.

Nach erfolgreicher Qualifizierungsphase für Neukundengeschäft ist hier der kommerzielle Absatz in 2022 erfolgreich angelaufen. Einzelne Länder weisen hier den größten Einzelzuwachs des vergangenen Jahres auf. Eine weitere Intensivierung der Geschäftskontakte ist über eine Besuchsreise in der zweiten Hälfte 2023 vorgesehen. Eine ähnliche Entwicklung ist auch für Südafrika zu verzeichnen, wo erste Qualifizierungsprozesse bei Neukunden angestoßen wurden. Hier sind in 2023 erste kommerzielle Lieferungen vorgesehen.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat diverse verschärfende Sanktionen von Seiten der EU ausgelöst, die unsere Beschaffungswege für aus Russland bezogenen Aluminiumgrieß beeinträchtigen. Bis heute sind sowohl das Produkt als auch die Lieferanten keinen Sanktionen unterworfen, so dass es sich im Augenblick schwerpunktmäßig auf ein logistisches Problem auf der Beschaffungsseite begrenzt. Ein Andauern der Sanktionen kann jedoch auch zu einer Rohstoffverknappung führen, da Vorprodukte für die Lieferanten nicht mehr oder nur in eingeschränktem Maße bezogen werden können. An alternativen Bezugsquellen wird aktuell gearbeitet. Als weitere Maßnahme wurden die Sicherheitsbestände angepasst, was zu einer dargestellten höheren Kapitalbindung geführt hat.

Der sich immer weiter verknappende Arbeitsmarkt für Fachkräfte stellt für die HOESCH Granules GmbH schon heute ein erhebliches Risiko dar. Da der Raum Neuss/Düsseldorf aufgrund seiner Wirtschaftskraft eine hohe Beschäftigung bei gleichzeitig hohem Pro-Kopf-Einkommen aufweist, ist es schwer, freiwerdende Stellen in der Produktion und Verwaltung adäquat neu zu besetzen. Eine verminderte Eigenfertigungsmenge in 2022 kann als Vorbote dieser Entwicklung gesehen werden. Die Personalbeschaffung wird dabei ein immer aufwendigerer Prozess, um die Prozessqualität und -Sicherheit aufrecht zu erhalten.

Weitere Kostensteigerungen erwarten wir bei Fremdpersonal-, Energie-, Entsorgungs- und Versicherungskosten. Höhere Kapitalmarktkosten werden uns aufgrund der sehr niedrigen Fremdkapitalaufnahme nur begrenzt treffen. Ein weiteres Kostenrisiko setzt bei den Energiekosten an. Bei den Stromkosten ist eine Absicherung über die Leipziger Strombörse möglich und bislang erfolgreich praktiziert worden. Aufgrund der zuletzt wieder deutlich rückläufigen Angebotspreise scheinen hier die Kosten wieder auf ein Niveau vor Beginn des russischen Angriffskrieges zurückzufallen. Bei den übrigen Energiekosten ist die staatlich eingerichtete Preisbremse sicherlich ein hilfreiches Instrument, um die Lasten der Industrie aufzufangen. Eine genaue Beobachtung der Entwicklung ist hier für die zukünftige Absicherung von großer Bedeutung.

Uns sind derzeit keine Ausfall-, Liquiditätsrisiken oder Zahlungsstromschwankungen bekannt. Technologierisiken oder Risikokonzentrationen sind uns ebenfalls nicht bekannt. Möglichen Umweltrisiken wird durch eine ständige Erweiterung unserer Entsorgungsalternativen entgegengewirkt.

Die HOESCH Granules GmbH verfügt über ein Kennzahlenwesen, welches der Geschäftsleitung zeitnah und systematisch Steuerungsinstrumente an die Hand gibt. Die Erkenntnisse daraus fließen in unsere Unternehmensplanung ein. Die Bonität unserer Kunden werden wir kritisch beobachten, um rechtzeitig Sicherungsmaßnahmen zu treffen und Forderungsausfällen vorzubeugen.

3. Rechtliche Risiken

Von Seiten der öffentlichen Stellen wird der betriebene Recyclingprozess stets durch behördliche Auflagen kontrolliert und beeinflusst. Dies schlägt sich beispielsweise in der Reglementierung von Entsorgungswegen für anfallende Reststoffe nieder. Hinzu kommen regelmäßig Ausgaben für Beratung, da die geforderten Analysen und regulatorischen Anforderungen nicht allein durch eigene Mitarbeiter geleistet werden können.

Eine politische Änderung der bisherigen Regelung für energieintensive Betriebe kann zu Wettbewerbsnachteilen führen, wenn diese Regelungen nicht europaweit einheitlich umgesetzt werden und damit für europäische und internationale Wettbewerber Vorteile gegenüber dem Fertigungsstandort Deutschland entstehen.

F. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung

Wir gehen trotz der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten von einer stabilen einzelgesellschaftlichen Entwicklung aus, die sich auch in den ersten vier Monaten 2023 bestätigt. Bei unserem Umsatz gingen wir für das Geschäftsjahr 2023 planerisch von einem Rückgang im Verhältnis zum Vorjahreswert aus. Der Rückgang war dabei auf die Preis- und Absatzentwicklung der Hauptprodukte projiziert.

In den ersten 4 Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden unsere Planannahmen bislang bestätigt. Die Absatzmenge bei den Grießprodukten hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht reduziert (minus 3,7%). Beim PAF ist es im laufenden Jahre zu einem stärkeren Absatzrückgang im Vergleich zum Aluminium gekommen. Vergleich man hier die ersten vier Monate der jeweiligen Geschäftsjahre, so fiel der Absatzrückgang mit 22,3% deutlicher aus. Der Umsatz im Bereich Aluminiumgrieß stieg im gleichen Zeitraum um 12,1% an, womit der Preiseffekt den Absatzrückgang überkompensierte. Im Salzbereich konnte ein Preiseffekt den Absatzschwund nur leicht abmildern. Hier konnte ein Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht vermieden werden (minus 16,7%).

Insgesamt führt die Absatz- und Preisentwicklung speziell im Bereich Aluminiumgrieß zu einer Verbesserung des Gesamtumsatzes um 2,3% (plus 0,2 Mio. €). Da die Eigenfertigung einen höheren Beitrag zur Gesamtleistung beigetragen hat, hat sich die Materialeinsatzquote im Verhältnis zur Leistungsentwicklung verringert. Im Ergebnis führte dies YTD April 2023 zu einem verbesserten Rohertrag i.H.v. 279 T€, was einer prozentualen Verbesserung um 7,5% entspricht.

Der Ertragssteigerung standen insbesondere höhere Kosten für Gas, Entsorgung, Fremdpersonal und Reparaturen gegenüber, so dass sich das EBIT um 49,9% gegenüber dem Stand 2022 verringert hat. Der Rückgang betrug insgesamt 248 T€ in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2023. Da sich zusätzlich die Finanzierungskosten gegenüber dem Vorjahr erhöht haben, liegt das EBT mit 210 T€ um 283 T€ unter dem Vorjahreswert.

Wir gehen für das laufende Geschäftsjahr von einem guten Ergebnis aus, welches unter dem Niveau der letzten drei sehr erfolgreichen Jahre liegen soll. Die Zinsaufwendungen liegen über dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund von guten Kennzahlen und konstantem Cash-Flow werden die Finanzierungskosten in 2023 auf dem bisher gesehen Niveau bleiben.

Sollte es zu einem Markteinbruch kommen, werden wir aufgrund unserer vorgenommenen Rationalisierungsinvestitionen auch nachteilige Geschäftsentwicklungen temporär tragen können.

Allenfalls bisher nicht zu prognostizierende Sondereinflüsse infolge des Ukraine Krieges oder durch politische Einflussnahme in wesentlichen Lieferantenländern, die die Konjunkturerholung stören und zu einer tieferen und länger andauernden Rezession führen würden oder im allgemeinen Unternehmerrisiko liegen, könnten unsere Ertragslage beeinflussen. Insgesamt gehen wir von einem guten Ergebnis in 2023 aus.

Die Gefahr von Vermögensverlusten sehen wir derzeit nicht. Unsere wirtschaftliche Flexibilität und unser nachhaltiges Kostenmanagement begründen unsere finanzwirtschaftliche Stabilität.

2. Vorjahresprognosen

Unsere Einschätzungen im Lagebericht des Vorjahres sind weitestgehend eingetreten. Ertrags- und Kostenentwicklungen wurden überwiegend zutreffend prognostiziert.

3. Geschäftspolitik

Es wird unverändert an der Strategie zur Erweiterung des Produktspektrums gearbeitet. Einzelne weitere Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen des Geschäftsbetriebs werden voraussichtlich in 2023 realisiert.

Im bestehenden Kerngeschäft der Aluminiumgrieße wird die Erschließung neuer Märkte zur Kundendiversifikation fortgesetzt. Ein Erfolg ist die deutliche Umsatzsteigerung in den zuletzt neu erschlossenen Märkten.

Im Produktionsbereich werden die Investitionen zur Effizienzsteigerung weiter verstärkt. Dies schließt den Punkt Ressourcenschonung ein, um ein nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen. Ziel ist die Erhöhung der Eigenfertigungsmengen, was zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Materialeinsatzquote führen soll.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Die Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft stellt sich für die ersten vier Monate 2023 durchgängig positiv dar. Die Ertragssituation hat sich dabei im gleichen Zeitraum - wie geplant - stabil entwickelt, was bei allen negativen Einflüssen auf der Kostenseite einen Erfolg darstellt.

Mit den bisherigen Ergebnissen liegen wir YTD April 2023 klar unter dem Niveau des Vorjahres, aber leicht über den Planwerten für das Geschäftsjahr 2023. Im Verhältnis zum Vorjahr konnte das Rohergebnis nochmals gesteigert werden. Dem stehen im gleichen Betrachtungszeitraum im Jahr 2023 allerdings höhere Kosten bei Gas, Entsorgung, Fremdpersonal und Reparaturen gegenüber, was insgesamt zu einer Verminderung des Betriebsergebnis geführt hat (minus 49,9%). Da sich die Kosten für die Finanzierung des Unternehmens im gleichen Zeitraum negativ entwickelt haben, liegt der vorläufige Jahresüberschuss nach den ersten vier Monaten 2023 um 283 T€ unter dem entsprechenden Vorjahreswert, was kostenbedingt zu einer deutlichen Profitabilitätsverschlechterung gegenüber 2022 führt. Im Rahmen der Planung wurde die Kostenseite damit bislang zutreffend prognostiziert.

Wir rechnen mit steigender Wettbewerbsintensität in den nächsten Jahren aufgrund steigender Konzentration auf der Kundenseite.

Durch stabile Finanzstrukturen und weiter verbesserte Konditionen in den Finanzierungsverträgen verfügt das Unternehmen über eine solide Kapitalbasis für weiteres profitables Unternehmenswachstum.

 

Düren, den 15. Juni 2023

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing Reiner Bauer, CEO (Chief Executive Officer)

Dipl.-Ing. Dipl.-Betr. Wirt (FH) Michael Wolf, COO (Chief Operating Officer)

E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem abschließenden Ergebnis meiner Prüfung habe ich dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 der HOESCH Granules GmbH, Neuss, unter dem Datum vom 15. Juli 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

An die HOESCH Granules GmbH, Neuss

"Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der HOESCH Granules GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der HOESCH Granules GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung fest- steile."

Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

Die Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf meiner vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Düren, den 15. Juli 2023

Dipl.-Kfm. Axel Utecht, Wirtschaftsprüfer

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