mebino Rettungsdienstschule Bremen GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Cinque seit 5.6.2015 | Geschäftsführer |
Barbara Rudolph seit 13.12.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AREVA ENERGIES RENOUVELABLES SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AREVA Renewables GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2014der AREVA Renewables GmbH, BremenI. Grundlagen1.) Gesellschaftsrechtliche Veränderungen Seit dem Geschäftsjahr 2014 ist die AREVA Energies Renouvelables SAS neue Alleingesellschafterin der Gesellschaft. 2.) Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Die Ziele AREVA's sind: Eine Schlüsselrolle in der Energiewende einzunehmen Die Zukunft der Nuklearenergie zu stärken, mit einem noch weiter erhöhten Maß an Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Eine Vorreiterrolle für die Erneuerbaren Energien in Europa einzunehmen. Pierre Blayau, Aufsichtsratsvorsitzender von AREVA bis Ende 2014 ist davon überzeugt, das Atomenergie und Erneuerbare Energien eine wesentliche, nicht zu ignorierende Rolle in einem ausgewogenen Energiemix spielen. Die Erneuerbaren Energien werden von AREVA als essentiell für die Energiewende gesehen. AREVA wird daher die eigene Wettbewerbsfähigkeit in diesem Sektor permanent überprüfen und wo notwendig Anpassungen vornehmen. Um sich den technologischen und industriellen Herausforderungen zu stellen, wird AREVA wo immer es als erforderlich gesehen wird, strategische Partnerschaften entwickeln. So zum Beispiel aktuell im Bereich Offshore Wind, für den AREVA und GAMESA am 09.03.2015 bekanntgegeben haben, dass die Verhandlungen über das gemeinsame 50/50 Joint Venture Adwen abgeschlossen sind und die abschließende Vereinbarung unterzeichnet ist. AREVA sieht sich im Renewables Sektor als Anbieter erstklassiger Technologien, welche die Anforderungen der Kunden im Hinblick auf Grundlastkapazitäten und Energiespitzen bedienen. Der Fokus der Erneuerbaren Energien umfasst: - Design und Herstellung von Offshore Windturbinen - Errichtung von Bioenergie-Anlagen - Solarkraftwerke zur Energie- und industriellen Dampferzeugung - Lösungen zur Energiespeicherung und Stromversorgung basierend auf Wasserstofftechnologien Fester Bestandteil des Bereichs Erneuerbare Energien sowie ein wesentlicher Beitrag für Neuerungen im Bereich Bioenergie, ist die in 2012 getätigte Investition in die Torrefaction Technologie, für die die Alleingesellschafterin der Gesellschaft, die AREVA Energies Renouvelables SAS, in 2014 nennenswerte Fortschritte erzielt hat (siehe dazu auch unter V. Chancen- und Risikobericht). Die AREVA Renewables GmbH selbst entwickelt, konstruiert, vermarktet und baut auf Kundenwünsche zugeschnittene, schlüsselfertige Bioenergieanlagen im europäischen Markt. Die Anlagengrößen bewegen sich dabei zwischen 5 MWel und 100 MWel im Biomassebereich (Verbrennung), sowie von 1 MWel bis 5 MWel im Biogasbereich (Vergärung). Im stark wachsenden Markt der Erneuerbaren Energien hat sich die Gesellschaft im Segment Bioenergie als feste Größe im europäischen Wettbewerb etabliert und positioniert. Die Gesellschaft entwickelt sich vom reinen EPC-Anbieter (Engineering, Procurement and Construction) hin zu einem integrierten Lösungsanbieter für komplexe anspruchsvolle Anforderungen, sowohl für traditionelle Biomasse wie z.B. Holz als auch für komplexere Biomasse wie z.B. Stroh. Dabei unterstützt die AREVA Renewables GmbH die Kunden neben der Projektentwicklung (Brennstoffanalyse, technisches Konzept) bei Bedarf auch bei der Projektfinanzierung (Wirtschaftlichkeitsberechnung, Herstellen des Kontaktes zu potentiellen Investoren). Mittlere und größere Biomasse-Anlagen mit einer Kapazität von 10 MWel und mehr, werden von der AREVA Renewables GmbH in der Regel als Partner eines Konsortiums angeboten. Der konsortiale Ansatz wird häufig gewählt, um allen Projektbeteiligten mehr Sicherheit für die Projektabwicklung zu garantieren. Partner im Konsortium sind ausschließlich fachlich qualifizierte Unternehmen mit langjähriger Geschäftserfahrung und entsprechenden Referenzen. Biomasse Kraftwerke im Bereich zwischen 5 MWel und 10 MWel (sowie gelegentlich darüber hinausgehend) wickelt die Gesellschaft als EPC Turnkey-Verträge ab. Für Biomasseanlagen unter 7 MWel entwickelt die AREVA Renewables GmbH einen Produktansatz um den Kunden standardisierte Lösungen anzubieten. 3.) Forschung und Entwicklung Das in 2012 begonnene Projekt zur Entwicklung einer modularen Standard-/Kompakt-Bioenergieanlage, wurde von der AREVA Renewables GmbH in 2014 weiter vorangetrieben. Ziel des bis Mitte 2015 geplanten Projektes ist, die Wettbewerbsfähigkeit für den Markt für kleinere Leistungsgrößen (4 - 7 MWel) bei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Europa deutlich zu verbessern, durch z.B. geringere Kapitalbindung, kürzere Lieferzeiten und reduzierte Kosten beim Betrieb der Anlage. An diesem Projekt beteiligen sich neben der AREVA Renewables GmbH weitere externe Partner. Dieses Projekt wird im Rahmen des Fördermittelprogramms der European Institute of Innovation & Technology (EIT) abgewickelt. Die Projektabwicklung befindet sich im vorgegebenen und mit EIT vereinbarten Zeit- und Kostenrahmen. Für 2015 ist geplant das sogenannte "Basic Design" der Anlage an einem Pilotprojekt mit externen Kunden abzuschließen. Im Geschäftsjahr 2014 erhielt die Gesellschaft Förderzahlungen für die Projekt-Ausgaben des Jahres 2013. Die Fördermittel werden anschaffungskostenmindernd im Rahmen der Aktivierung der Entwicklungskosten für die modularen Standard-/Kompaktanlage erfasst. Die Gesellschaft betreibt keine Forschungsaktivitäten. II. Wirtschaftsbericht1.) Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenIm Herbstgutachten der EU erwarten Experten für 2014 ein Wirtschaftswachstum in Höhe von lediglich 1,1% (Vj. 0,0%) in der Europäischen Union (EU) und 0,8% (Vj. -0,5%) im Euroraum. Nach der Stagnation bzw. rückläufigen Konjunktur in 2013, zeigt dies zwar eine deutliche Besserung gegenüber Vorjahr, weltwirtschaftliche Krisen und die nur schleppende Erholung im Euroraum verhinderten jedoch höhere Wachstumsraten. Experten sehen vor allem die nach wie vor schwache Binnennachfrage und die mangelnde Investitionsbereitschaft als Ursache für den weiterhin schwerfälligen europäischen Wachstumsmotor. Die Inflation verbleibt in 2014 auf extrem niedrigem Niveau. Nach Einschätzung der Europäischen Kommission im Herbstgutachten beträgt die Inflation, aufgrund der geringen Rohstoffpreise und der schwachen Konjunktur, in der EU 0,6% (Vj. 1,5%) und im Euroraum gar nur 0,5% (Vj. 1,4%). 2.) Branchenbezogene RahmenbedingungenDer Anteil der Erneuerbaren Energien am Brutto-Energieverbrauch ist einer der wesentlichen Indikatoren der europäischen 2020 Strategie. Die vom Europäischen Parlament beschlossene, verbindliche Richtlinie 2009/28/EG gibt vor, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Brutto-Energieverbrauch der EU von 8,5% im Jahr 2005 auf 20% bis zum Jahr 2020 zu erhöhen und gleichzeitig der Ausstoß gefährlicher Treibhausgase im Vergleich zu 1990 um 20 Prozent zu reduzieren ist. Im Hinblick auf die 20%-Regelung sind obligatorische nationale Ziele vorgegeben, zu deren Erreichung überwiegend länderspezifische Förderregelungen implementiert wurden. Nachstehende, im aktuellen statistischen Report "europeAn bioenergy outlook 2014" der European Biomass Association (AEBIOM) veröffentlichte Darstellung, zeigt den in 2012 erreichten Anteil der Erneuerbaren Energien des Brutto-Energieverbrauchs der EU, gemessen an den nationalen Vorgaben für 2020 (Anmerkung: neuere Daten liegen zur Erstellung des Jahresabschlussberichtes noch nicht vor). Innerhalb der EU gibt es zwar deutliche Unterschiede in der Zielerreichung, insgesamt scheint die Europäische Union jedoch das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Brutto-Energieverbrauch der EU auf 20% bis zum Jahr 2020 zu erhöhen, sicher zu erreichen.
Bereits im Januar 2014 hat die EU Kommission die Debatte um das Energie- und Klimapaket für die Zeit nach der 2020 Richtlinie begonnen. Im Oktober 2014 haben die Staats- und Regierungschefs der EU dann das neue Energie- und Klimapaket für 2030 beschlossen. Demnach ist als verbindliches Ziel festgelegt, dass die EU ihren Anteil an Erneuerbaren Energien bis 2030 auf 27% erhöht und den Ausstoß der Treibhausgase um 40% senkt. Da vor allem keine verbindlichen Ziele für die Mitgliedstaaten festgelegt wurden, blieb das vereinbarte Paket deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Im Interesse des Klimaschutzes, des Wachstums der europäischen Wirtschaft und der Versorgungssicherheit hatten Experten auf ehrgeizigere Ziele gesetzt. Diese wurden aber offensichtlich durch die Lobby der konventionellen Energieträger gebremst. Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfeldes bleiben die Erneuerbaren Energien in Europa weiterhin auf Wachstumskurs. Laut dem Politiknetzwerk REN21 (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century), stellen die Erneuerbaren Energien in 2013 mit 72% zum sechsten Mal in Folge den mit Abstand größten Anteil der neuen Kapazitäten zur Stromerzeugung in der EU. Die Zahl wirkt ums so beeindruckender, wenn man bedenkt das es vor 10 Jahren noch die konventionelle fossile Generation war, die sich für 80% der neuen Kapazitäten zur Elektrizitätserzeugung in der EU, plus Norwegen und der Schweiz, verantwortlich zeichneten. Diese Zahlen werden auch durch den aktuellen statistischen Report "europeAn bioenergy outlook 2014" der European Biomass Association (AEBIOM) unterstützt. Demnach repräsentieren die Erneuerbaren Energien nach den letzten vorliegenden Daten von 2012 ca. 24,2% (=798,7 TWh) der Bruttostromerzeugung in der EU. Vor ca. 10 Jahren lag der vergleichbare Prozentsatz noch bei ca. 14 %. Die Steigerung beträgt demnach rd. 70%. Der Biomasse Anteil an der Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien in der EU liegt gemäß AEBIOM bei ca. 19%. Die nachfolgende, im AEBIOM Report veröffentliche Tabelle zeigt, dass die Anteile der Erneuerbaren Energien an der gesamten Bruttostromerzeugung in der EU, aber auch die Verteilung auf die einzelnen Bereiche der Erneuerbaren je nach Land sehr stark variieren.
Source: Eurostat, April 2014 Die herausragende Bedeutung der Bioenergie in Europa wird deutlicher wenn man statt der Daten zur Stromerzeugung, die Anteile am gesamten Energieverbrauch betrachtet. In den AEBIOM Statistiken für 2012 haben die Erneuerbaren Energien einen Anteil von ca. 15% (+9% gg. Vj.) am gesamten Energieverbrauch der EU, davon entfallen 62% auf die Biomasse, was nahezu eine Verdopplung seit dem Jahr 2000 bedeutet und wiederum einem Anteil von ca. 9% am gesamten EU Energieverbrauch entspricht, wie nachfolgende Tabelle (Quelle Eurostat) des AEBIOM Report eindrucksvoll zeigt. Auch hier zeigen sich länderspezifisch relativ große Unterschiede. Erwartungsgemäß ist der Anteil der Bioenergie in den skandinavischen Ländern am höchsten.
1.) Geschäftsverlauf 2014 Der Geschäftsverlauf der AREVA Renewables GmbH war im Jahr 2014 stark geprägt von Verzögerungen im Portfolio der Projekte in den französisch-sprachigen Märkten sowie eine, in der Endphase aber noch vor Vertragsunterzeichnung, erhaltene Annullierung eines großen EPC-Projektes in UK. Der letztendlich für 2014 zu berichtende Auftragseingang beläuft sich daher lediglich auf 1,9 MEUR (Vj. 37,1 MEUR) und setzt sich überwiegend aus Nachträgen für die in der Auftragsvorlage befindlichen Projekte zusammen. Die Auftragsvorlage bewegt sich zum 31.12.2014 mit einem Volumen von 46,3 MEUR auf dem Niveau des Vorjahres (45,9 MEUR). Neben den konzentrierten Aktivitäten auf die sich im Portfolio der Gesellschaft befindlichen EPC Projekte, fokussierte sich die vertriebliche Arbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr im Wesentlichen auf die Marktvorbereitungen für die Akquisition einer ersten Pilotanlage des Entwicklungsprojektes sowie für die kommerzielle Vermarktung der Torrefaction Technologie. Aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaft ausschließlich langfristige Auftragsfertigung über mehrere Perioden durchführt und die sich im Berichtsjahr in der Auftragsvorlage enthaltenen Projekte durchweg in der Abwicklungsphase befinden und die Verträge darüber hinaus keine Teilabnahmen vorsehen, beläuft sich der Umsatz im aktuellen Geschäftsjahr 2014 lediglich auf 1,4 MEUR. Ein Vergleich zum Vorjahr, in welchem die Umsatzerlöse die Abrechnung der 49,9 MWel Biomasse Anlage in den Niederlanden in Höhe von 51 MEUR enthielten, ist daher wenig aussagekräftig. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber Vorjahr nur geringfügig verändert. Nach dem Ausscheiden zweier Mitarbeiter aus dem operativen Bereich in 2014 beschäftigt die Gesellschaft zum 31.12.2014 insgesamt 21 Mitarbeiter (Vj. 23). Neben der Weiterentwicklung der Torrefaction Technologie in 2014, war für AREVA im Bereich Bioenergie direkt zu Beginn des Jahres die offizielle Einweihung der in 2013, mit der AREVA Renewables GmbH als Konsortialführer, fertiggestellten Bio Golden Rand Biomasseanlage (49,9 MWel) für den Kunden ENECO in den Niederlanden, ein weiteres wichtiges Ereignis. 2.) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Folgende Erläuterungen zur Vermögenslage der AREVA Renewables GmbH zum 31.12.2014: Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 6.226 TEUR (Vj. 6.134 TEUR). Der leichte Zuwachs in 2014 resultiert aus dem Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände, die zum 31.12.2014 in Höhe von 559 TEUR (Vj. 291 TEUR) ausgewiesen werden. Der Grund hierfür ist die weitere Aktivierung von Kosten im Rahmen des Entwicklungsprojektes. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenständen wird teilweise durch die, aufgrund der regulären Gebäudeabschreibung, reduzierten Sachanlagen, in Höhe von 5.667 TEUR (Vj. 5.843 TEUR), kompensiert. Die Vorräte ermitteln sich aus den Beständen an unfertigen Erzeugnissen, welche projektbezogen gegen erhaltene Anzahlungen saldiert ausgewiesen werden (für die nicht saldierten Werte wird auf den Anhang verwiesen) sowie den geleisteten Anzahlungen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Vorräte zum 31.12.2014 mit einem Wert von 4.446 TEUR (Vj. 4.510 TEUR) annähernd konstant zum Vorjahr. Innerhalb der Vorräte sind die Bestände an unfertigen Erzeugnissen auf 594 TEUR (Vj. 1.812 TEUR) gesunken. Die geleisteten Anzahlungen sind auf 3.853 TEUR (Vj. 2.698 TEUR) gestiegen. Der Anstieg resultiert aus der Entwicklung der sich in der Auftragsvorlage befindlichen Projekte zum Geschäftsjahresende. Die Entwicklung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, werden zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch die Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der sonstigen Vermögensgegenstände bestimmt. Insgesamt werden die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zum 31.12.2014 in Höhe von 6.849 TEUR (Vj. 15.365 TEUR) berichtet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fremden mit 870 TEUR (Vj. 374 TEUR) sind dabei nur leicht gestiegen. Deutlich rückläufig sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3.245 TEUR (Vj. 14.782 TEUR). Hierin enthalten sind Forderungen in Höhe von 62 TEUR (Vj. 236 TEUR) gegen die Schwestergesellschaft AREVA Blades GmbH, Stade und Finanzforderungen gegen die Konzern-Gesellschafterin AREVA S.A., Paris / Frankreich, in Höhe von 3.183 TEUR (Vj. 14.454 TEUR), wobei die Finanzforderung aus dem Cash-Pool-Servicevertrag im Rahmen des weltweiten AREVA Managements resultiert. Die Position Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.734 (Vj. TEUR 208) ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und enthält im Wesentlichen in- und ausländische Steuerforderungen in Höhe von TEUR 855 (Vj. TEUR 7) sowie übrige sonstige operative Forderungen in Höhe von TEUR 1.876 (Vj. TEUR 201). Zum 31.12.2014 weist die Gesellschaft ein Bankguthaben in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 41) aus. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 20 (Vj. 17) sind Zahlungen für Versicherungsleistungen enthalten, die bereits in 2014 für das 1. Quartal 2015 ausgeführt wurden. Das gezeichnete Kapital der AREVA Renewables GmbH beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 4.025 TEUR. Durch den Jahresfehlbetrag 2014 verringert sich das Eigenkapital zum 31.12.2014 auf 920 TEUR (Vj. 6.287 TEUR). Die Rückstellungen sind im Verlauf des Berichtsjahres rückläufig. Zum Stichtag werden Rückstellungen in Höhe von 3.651 TEUR (Vj. 5.842 TEUR) ausgewiesen. Die kaum veränderten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in einem Volumen von 2.357 TEUR (Vj. 2.349 TEUR) umfassen die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche aller Mitarbeiter und Pensionäre sowie die Sterbegeldverpflichtungen. Für die in den Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen für Pensionen und Jubiläen wurden versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Der vorliegende Jahresabschluss enthält keine Steuerrückstellungen (Vj. 312 TEUR). Die rückläufigen sonstigen Rückstellungenin Höhe von 1.294 TEUR (Vj. 3.180 TEUR) umfassen unter anderem Rückstellungen für noch anfallende Aufwendungen für abgerechnete Umsätze in Höhe von 902 TEUR (Vj. 2.775 TEUR), Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von 262 TEUR (Vj. 273 TEUR), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 30 TEUR (Vj. 30 TEUR) sowie Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten von 100 TEUR (Vj. 102 TEUR). Die zum Bilanzstichtag berichteten Verbindlichkeiten in Höhe von 12.984 TEUR (Vj. 13.938 TEUR) sind in Summe im Vergleich zum Vorjahr nur wenig reduziert. Die hierin enthaltenen einzelnen Positionen weisen unterjährig jedoch deutliche Veränderungen aus. Die Erhaltenen Anzahlungen, die offen von den Vorräten abgesetzt werden und daher in dieser Bilanzposition lediglich der über die Vorräte hinausgehende Wert berichtet wird, sind zum 31.12.2014 auftragsabwicklungsbedingt auf 10.007 TEUR (Vj. 6.288 TEUR) angestiegen. Wohingegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fremden, die zum Bilanzstichtag mit 1.805 TEUR (Vj. 3.428 TEUR) ausgewiesen werden, gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Ähnlich ist die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber den Verbundenen Unternehmen, die sich zum Ende des Berichtsjahres auf 1.106 TEUR (Vj. 3.903 TEUR) belaufen. Der in dieser Position für 2014 berichtete Wert setzt sich zusammen aus, im Vergleich zu 2013 deutlich reduzierten, dienstleistungsbezogenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 611 TEUR (Vj. 3.504 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber anderen Verbundenen Unternehmen in Höhe von 494 TEUR (Vj. 399). Die Bilanz weist keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber der alten Gesellschafterin aus. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten hauptsächlich personalbezogene Verbindlichkeiten und Abgrenzungen für Steuerverbindlichkeiten im In- und Ausland, insgesamt belaufen sie sich zum 31.12.2014 auf 66 TEUR (Vj. 320 TEUR). Folgende Erläuterungen zur Finanzlage der AREVA Renewables GmbH in 2014: Das Unternehmen war im Geschäftsjahr 2014 weiterhin an den Cash Pool der obersten Konzernmutter, der AREVA S.A., Paris / Frankreich, mit einem entsprechenden Servicevertrag angeschlossen. Zum Bilanzstichtag berichtet die Gesellschaft demnach Finanzforderungen gegen AREVA S.A. aus dem Cash-Pool-Servicevertrag im Rahmen des weltweiten AREVA Cash Managements in Höhe von 3.183 TEUR (Vj. 14.454 TEUR). Die Entwicklung der Finanzforderungen in 2014 ist maßgeblich durch in Abwicklung befindliche Projekte beeinflusst sowie dem Ausgleich von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die langfristige Auftragsfertigung der Gesellschaft finanzierte sich auch im aktuellen Geschäftsjahr im Wesentlichen durch erhaltenen Anzahlungen für die betreffenden sich im Bau befindlichen Biomasseanlagen. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr 2014 stets in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zur Sicherstellung der Finanzierung der Gesellschaft hat die AREVA Renewables GmbH mit der AREVA S.A. am 16. Februar 2015 einen bis zum 31. Dezember 2016 laufenden Kreditvertrag abgeschlossen. Der von der AREVA S.A. zur Verfügung gestellte Kreditrahmen beläuft sich auf 11 MEUR. Auf der Grundlage des Kreditvertrages, geht die Geschäftsleitung davon aus, dass es keinen wichtigen Grund dafür gibt, dass die Fortführung des Unternehmens gefährdet ist. Die Liquidität des Unternehmens ist durch den Kreditvertrag im Prognosezeitraum jederzeit gesichert. Eine positive Prognose für die Fortführung des Unternehmens ist damit gegeben. Folgende Erläuterungen zur Ertragslage der AREVA Renewables GmbH in 2014: Mit Blick auf die Ertragslage der AREVA Renewables GmbH sind zum Geschäftsjahresende deutlich reduzierte Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr zu berichten. Ein Vergleich zum Vorjahr ist allerdings, aufgrund der von der Gesellschaft durchgeführten, langfristigen Auftragsfertigung, wenig aussagefähig. Die Umsatzerlöse. betragen zum Bilanzstichtag 1.436 TEUR (Vj. 51.794 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus nachlaufenden Abrechnungen von, in zurückliegenden Perioden abgewickelten, Aufträgen. Analog zu den geringen Umsatzerlösen verläuft die Entwicklung der Ergebnissituation im aktuellen Berichtsjahr. Für das Geschäftsjahr 2014 weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -5.367 TEUR (Vj. -1.225 TEUR). Wie bereits vorstehend erwähnt führt die Gesellschaft langfristige Auftragsfertigungen über mehrere Perioden durch, dies führt dazu, dass die Jahresabschlüsse nur bei Übernahme der Projekte durch den Auftraggeber entsprechende Umsätze ausweisen. Der vorliegende Jahresabschluss 2014 ist maßgeblich geprägt durch die Tatsache, dass sich die in der Auftragsvorlage enthaltenen Projekte in der Abwicklungsphase befinden, die Verträge keine Teilabnahmen vorsehen und damit die korrespondierenden Umsätze erst mit der Übernahme der Aufträge in den Folgeperioden ausgewiesen werden können. Bei Anwendung der Teilgewinnrealisierung hätte die Gesellschaft im Geschäftsjahr Umsatzerlöse von 21.388 TEUR realisiert (Vj. 34.248 TEUR). Die Gesellschaft hätte dabei einen Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -3.601 TEUR (Vj. -4.221 TEUR) erwirtschaftet. Die wichtigsten Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind: Auftragseingang, Umsatz, Ertrag und Cash Flow. III. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Wirkung vom 17.02.2015 wurde Sam Shakir zum neuen Geschäftsführer der AREVA Renewables GmbH bestellt. Gleichzeitig ist Marc Laur als Geschäftsführer ausgeschieden. Mit Gesellschafterbeschluss vom 16.04.2015 wurde David Cinque zum alleinigen Geschäftsführer der AREVA Renewables GmbH bestellt. Gleichzeitig wurde die Bestellung von Sam Shakir widerrufen. Des Weiteren verweisen wir auf unsere Ausführungen zum abgeschlossenen Kreditvertrag unter Punkt II.4. IV. Prognosebericht - Voraussichtliche Entwicklung in 2015 Die AREVA Renewables GmbH stellt sich den Anforderungen an die Wettbewerbsfähigkeit der Bioenergie. Das kommende Jahr wird für die Gesellschaft vor allem ein Übergangsjahr mit weiteren wesentlichen Entwicklungsschritten vom EPC Anbieter hin zum Anbieter mit technologisch anspruchsvollen Lösungen. Im Rahmen des an anderer Stelle des Lageberichts ausführlicher beschriebenen Entwicklungsprojektes wird erwartet, dass die Gesellschaft die in den vergangenen Jahren erarbeiteten Erkenntnisse in ein erstes konkretes Pilotprojekt mit einer kleineren Leistungsgröße von ca. 5 MWel umsetzt. Für den EPC Markt der Biomasseanlagen mit größeren Kapazitäten (>10 MWel) erwartet die Gesellschaft für 2015 ein weiteres schwieriges Jahr. Das Vertriebs-Portfolio der Gesellschaft umfasst zwar zahlreiche Projekte, aber die Projektentwicklungszeiten bis hin zum in Kraft treten des EPC Vertrages bleiben anfällig und sind häufig mit Verzögerungen behaftet. Die aktuelle ecoprog Studie sieht Frankreich und UK als die größten Märkte für Biomasse in Europa, wenn nicht sogar weltweit. Vor allem in Frankreich wachsen mit jeder Auktion die Professionalität in den Ausschreibungen und die Anzahl der vergebenen Projekte. Der in 2011 eingeführte Einspeisetarif hat den Markt zusätzliche belebt. Konsequenterweise bildet vor allem Frankreich auch im kommenden Jahr den regionalen Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten der Gesellschaft. Weitere Projekte werden insbesondere in UK und in den noch jungen EU Staaten verfolgt. Die vertriebliche Ausrichtung der AREVA Renewables GmbH spiegelt sich auch im Business Plan der Gesellschaft wieder. Mit einem Mix aus EPC- und Technologie-Projekten werden im Planungszeitraum bis 2017 deutliche Zuwächse im Auftragseingang (in 2017 ca. 50 Mio. EUR) erwartet. Der für 2015 geplante Auftragseingang liegt bei ca. 25 Mio. EUR. Der Umsatz bleibt geprägt durch die langfristige Auftragsfertigung über mehrere Perioden. Dies führt dazu, dass die Jahresabschlüsse nur bei Abnahme der Projekte durch den Auftraggeber signifikante Umsatzerlöse ausweisen. In 2015 wird sich der Umsatz aus den sich in der Auftragsvorlage befindlichen Projekte generieren und ist in Höhe von rd. 35 Mio. EUR mit einem ausgeglichenen Ergebnis geplant. V. Chancen und Risikobericht 1) ChancenberichtAuf dem Gebiet der Bioenergie wird AREVA den Markt intensiv beobachten, neue Strategien, sinnvolle Kooperationen, Portfolioveränderungen, etc. sind jederzeit möglich, was durchaus auch als Chance für die AREVA Renewables GmbH zu werten ist. Bereits heute eröffnen sowohl das vorangeschrittene Projekt zur Entwicklung einer modularen Standard-/Kompakt-Bioenergieanlage als auch die in 2014 erzielten Fortschritte in der Torrefaction Technologie der Gesellschaft neue Marktsegmente, die es weiter zu intensivieren gilt da sie das Angebotsspektrum erweitern und damit die Wettbewerbsfähigkeit, des bisher hauptsächlich auf EPC Projekte fokussierten Unternehmens, im sich wandelnden Bioenergiemarkt, erhöhen. Die Torrefaction Technologie, d.h. die Umwandlung von Holzhackschnitzel in Bio-Kohle, wobei die Hackschnitzel hierbei mittels eines thermischen Reaktors, unter Luftabschluss bei 240°C, in Bio-Kohle verwandelt werden, eröffnet AREVA weltweit neue Möglichkeiten insbesondere dadurch, dass die Bio-Kohle die herkömmliche Kohle als Brennstoff in Kraftwerken ersetzen bzw. ergänzen kann. Eine Zufeuerung von 5-10% in traditionellen Kohlekraftwerken ist nach heutigen Erkenntnissen ohne wesentliche technische Anpassung möglich. Um die gesetzten politischen Ziele (20% Anteil erneuerbare Energien in 2020 bzw. 27% bis 2030 und parallel Reduzierung des CO2 Ausstoß) zu erreichen, wird angestrebt einen nennenswerten Anteil an Bio-Kohle mit zu verfeuern. In 2014 hat die AREVA Energies Renouvelables SAS nur 18 Monate nach Start der Prototyp Anlage in Frankreich die Inbetriebnahme erfolgreich abgeschlossen. Dabei konnten der Torrefaction Prozess und Umfang bestätigt werden sowie mehrere hundert Tonnen Bio-Kohle in der gewünschten Qualität erzeugt werden. AREVA Energies Renouvelables SAS hat den Prototypen auch genutzt um technologische Anpassungen vorzunehmen, so wurde z.B. ein neues Austragssystem entwickelt, in dem Prototyp eingesetzt und mit Erfolg getestet. Die produktspezifische Eignung der Technologie wurde damit definitiv unter Beweis gestellt. AREVA Energies Renouvelables SAS hat im zurückliegenden Jahr Patente zur Torrefaction Technologie eingereicht. Für 2015 ist im 2. Quartal das "Design Freeze" der Technologie geplant. Nachdem der Vertrag für die Prototyp Anlage in 2014 endete sind aktuell Verhandlungen im Gange, um die begleitenden Aktivitäten von AREVA Energies Renouvelables SAS auf der Prototyp-Anlage fortzusetzen. Parallel dazu wird die Akquisition für weitere Anlagen in 2015 intensiviert. Die AREVA Renewables GmbH ist dazu bereits mit mehreren Interessenten, unter anderem in UK in Kontakt. Des Weiteren evaluiert die Gesellschaft zusätzliche Anwendungsgebiete für die Bio-Kohle, wie z.B. im Bereich MDF-Platten. Im Bereich EPC-Anlagen profitiert die Gesellschaft von der langen und umfangreichen Erfahrung sowie dem hochqualifizierten Personal. Die AREVA Renewables GmbH ist hier in der Lage, Turnkey Anlagen komponentenunabhängig für nahezu alle unterschiedlichen Bioenergieinputstoffe (Holz, Stroh, etc.) anzubieten, was dem Unternehmen sicherlich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft, welche häufig ihr eigenes Produkt vermarktet, wie z.B. mitkonkurrierende Boiler Hersteller. Das EPC Konzept ist auch für viele Errichter/Betreiber von Biomasseanlagen von besonderer Bedeutung, da vor allem die potentiellen Investoren einen EPC Contractor, wegen der Möglichkeit das Errichtungs-/Performancerisiko auf diesen zu verlagern, favorisieren. Auch die Bioenergie Industrie selbst muss Beiträge zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität gegenüber anderen Resourcen der Erneuerbaren Energien leisten. Die politischen Rahmenbedingungen sowie die sich von anderen Erneuerbaren Energien unterscheidenden einzigartigen Merkmale der Bionergie (wie Kohleersatz, Grundlast) bilden zwar beste Voraussetzungen für die Zukunft der Bioenergie in Europa, allerdings muss die Bioenergie vor allem kostengünstiger werden und in effizientere Wertschöpfungsketten investieren. Um den Anforderungen des Marktes Rechnung zu tragen, hat die AREVA Renewables GmbH ihren Fokus insbesondere auf die Verbesserung der Kosteneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit gerichtet. Neben den erzielten Fortschritten zur Torrefaction Technologie hat die Gesellschaft gerade in der jüngeren Vergangenheit in die Kosteneffizienz investiert. Ein Augenmerk liegt hier in dem mehrfach an anderer Stelle im Lagebericht bereits genannten Entwicklungsprojekt, was zum Ziel hat eine modulare Standard-/Kompakt-Bioenergieanlage für kleinere Leistungsgrößen zu erschaffen, daneben hat das Unternehmen im zurückliegenden Geschäftsjahr mit der Schwestereinheit in AREVA Indien eine Initiative gestartet, um die dort vorhanden Engineering/Design/Sourcing Kapazitäten und das entsprechende Knowhow besser für den europäischen Markt zu nutzen. 2) Risikobericht Allerdings bleibt der Markt für die Erneuerbaren Energien und damit auch für die Bioenergie ein nach wie vor schwieriger Markt, dies hat die Gesellschaft gerade im zurückliegenden Geschäftsjahr erfahren. Komplizierte Genehmigungsverfahren, Abhängigkeiten von staatlichen Fördermitteln, lange - teilweise über Jahre - andauernde Registrierungs- und Planungsverfahren sowie hohe Kapitalkosten gefährden immer wieder die Wirtschaftlichkeit und Realisierung von Projekten. Im EPC Geschäft sieht sich die Gesellschaft bei jedem neuen Projekt mit den klassischen Risiken des EPC Anlagengeschäftes, wie z.B. den vertraglichen Risiken für Lieferverzug oder Nicht-Erreichung der zugesicherten Anlagenperformance, Insolvenzen wesentlicher Lieferanten, Qualitätsprobleme bei zugekauften Bauteilen oder auch Zahlungsausfällen von Kunden konfrontiert. Diese Risiken versucht die AREVA Renewables GmbH durch ein ausgeprägtes und im Kapitel VI. näher beschriebenes Risikomangement weitestgehend einzugrenzen bzw. zu limitieren. Ein kompletter Ausschluss der zuvor benannten Risiken und damit auch mögliche negative Auswirkungen auf die Marge der Projekte ist aber selbst durch ein sorgfältiges Risikomanagement nicht möglich. Aktuell ist die Gesellschaft in ein Schiedsgerichtsverfahren für Alt-Projekte involviert. VI. RisikomanagementRisikominimierung und -vermeidung sind im AREVA Konzern von immenser Wichtigkeit und finden insbesondere in folgenden Prozessen einen entsprechenden Niederschlag. Internes Kontrollsystem Das interne Kontrollsystem (IKS) der Gesellschaft hat die Einhaltung der für das Unternehmen anzuwendenden Gesetze und sonstigen Vorschriften zu gewährleisten und die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sicherzustellen. Des Weiteren hat das IKS die Einhaltung der von der Geschäftsführung im Unternehmen eingesetzten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen) zu überprüfen, die der organisatorischen Umsetzung von Entscheidungen dienen. Dabei gelten Aufbau- und Ablauforganisation, elektronische Datenverarbeitung und Rechnungswesen, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten, Personalwesen und Planung/Steuerung als wichtige Teilbereiche des IKS. Das IKS der Gesellschaft entspricht in allen betrieblichen Teilbereichen den gesetzlichen Anforderungen. Dazu werden unter anderem Prozesse und Beschreibungen sowie Unterschriftsregelungen regelmäßig durch externe Audits und interne Werkzeuge überprüft und entsprechend angepasst. Die Überprüfung und die Unterstützung AREVA intern, erfolgt mittels nachfolgender Systeme: Self-Audit Assessment Internal Audit AREVA Werte Charta AREVA Anweisungen. Basierend auf dem jährlich durchzuführenden Self-Audit Assessment (Selbsteinschätzung zu implementierten Abläufen und Prozessen in allen relevanten Unternehmensbereichen durch das Management der Gesellschaft), wird in regelmäßigen Abständen ein internes Audit durch das AREVA Headquarter durchgeführt. Als Ergebnis aus Assessment und ggf. Audit leiten sich Empfehlungen und Maßnahmenpläne ab, die zur permanenten Verbesserung der Organisation und Prozesse des Unternehmens beitragen. Projektmanagement Die Gesellschaft hat für die Angebots- und Auftragsabwicklung neben einer sorgfältigen und ausführlichen Projektkalkulation ein Risikomanagement implementiert, welches Informationen zur detaillierten projektbezogenen Risikobeurteilung einfordert. Jedes Angebot und jeder Auftrag unterliegt den größen- und risikoabhängigen Genehmigungsregularien der Gesellschaft und des AREVA Konzerns. Alle Aufträge unterliegen einer monatlichen Berichterstattung und einer regelmäßigen ausführlichen Projektfortschrittskontrolle (Project Review). Je nach Projektgröße und/oder Projektrisiko wird dieser Projekt Review entweder auf Gesellschaftsebene oder unter Einbindung der Managementebenen des AREVA Konzerns durchgeführt. Preis- und Währungsrisiken werden durch sorgfältige Angebots- und Vertragsgestaltung eingegrenzt und falls erforderlich besichert. Ebenso werden, sofern vorhanden, alle wesentlichen Fremdwährungsgeschäfte (Lieferungen und Bezüge) kursgesichert. Die Absicherung erfolgt zentral über die AREVA Corporate Finanzabteilung. Sonstiges Risikomanagement Allen Mitarbeitern der Gesellschaft wird die AREVA Werte-Charta ausgehändigt, in der die Unternehmensgrundsätze des AREVA Konzerns niedergelegt sind. Alle Mitarbeiter sind regelmäßig aufgefordert die Nichteinhaltung der Werte Charta zu berichten. Regelmäßige Personalgespräche mit Erstellung eines individuellen Trainings- und Entwicklungsplanes für jeden einzelnen Mitarbeiter sind fester Bestandteil der Unternehmensprozesse. Daneben führt die AREVA Renewables GmbH Maßnahmen und Aktionen in den Bereichen Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umweltschutz durch, um präventiv die Arbeitssicherheit und Gesunderhaltung der Mitarbeiter zu fördern. Im zurückliegenden Jahr 2014 hat die AREVA Renewables GmbH einen sogenannten Safety Day durchgeführt, mit den Schwerpunktthemen Einführung Umweltschutzmanagementsystem, Sicherheit auf Baustellen mit Praxisfällen hauptsächlich zur Bedienung/Handhabung von Maschinen, Vorsorgeuntersuchungen für Bildschirmarbeitsplätze, Einweisung und Bedienung eines Defibrillators sowie ergonomische Sitzhaltung am Arbeitsplatz. Die Investitionen in die Arbeitssicherheit und Gesunderhaltung machen sich unter anderem durch eine deutlich unter dem statistischen Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen liegende Krankenquote bezahlt. Die Gesellschaft partizipiert in den Bereichen Haftpflicht, Transport und Allgefahren an dem Versicherungsprogramm des AREVA Konzerns. Dieses Versicherungsprogramm deckt die Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben, ausreichend ab. Zusätzlich hat die AREVA Renewables GmbH für ihre Mitarbeiter lokale Versicherungen abgeschlossen, welche im Wesentlichen die Risiken während Dienstreisen decken. VII. Kompetenz in der Projektabwicklung Das Engagement im Bereich Umweltschutz hat sich in der AREVA Renewables GmbH in 2014 auch im Managementsystem für Qualität, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umweltschutz (QHSE) niedergeschlagen. Neben dem hohen Stellenwert des Umweltschutzes bei der Reduzierung von CO2 für die von der Gesellschaft errichteten Anlagen, liegt der Fokus auf weiteren wesentlichen Umweltaspekten, wie dem Einsatz von umweltfreundlichen Verbrauchsmitteln bzw. der Reduzierung von Abfällen sowie dem möglichen Ersatz von Gefahrstoffen und dem Einsatz energiesparender Komponenten. Das Umweltschutzmanagementsystem wurde in die bestehenden Managementsysteme für Qualität und Arbeitssicherheit/Gesundheitsschutz integriert. Seit Oktober 2014 ist die Gesellschaft durch die unabhängige Institution Bureau Veritas nun auch für den Umweltschutz nach ISO 14001:2009 zertifiziert. Die Zertifizierung fand parallel zu den Zertifizierungen für Qualität nach ISO 9001:2008 und Arbeitssicherheit/Gesundheitsschutz nach OHSAS 18001:2007 statt. Für das Audit nach ISO 9001:2008 und nach OHSAS 18001:2007 wurden alle Dokumente im Unternehmen auf Aktualität sowie auf Konformität mit den gesetzlichen Anforderungen geprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich wurden erstmals mehrere Unterstützungsprozesse als Hauptprozess in das QHSE Managementsystem implementiert. Alle drei Zertifizierungen nach ISO 14001:2009, ISO 9001:2008 und OHSAS 18001:2007 erfolgten ohne Abweichungen. Gemeinsam mit dem externen Auditor wurden lediglich einige Punkte zur kontinuierlichen Verbesserung des bestehenden Systems lokalisiert. Neben den gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit im Unternehmen und den hohen Ansprüchen von AREVA an QHSE, wie 0 Unfälle und keine Ausfalltage durch Unfälle weder bei eigenen Mitarbeitern noch bei Fremdmitarbeitern/Lieferanten, stellt die Gesellschaft an sich selbst zusätzliche Anforderungen für die QHSE-Standards. Seit 2014 werden auch die Kennzahlen der Konsortialpartner erfasst. Demnach verzeichnet das Unternehmen für die eigenen Mitarbeiter seit 3.635 Tagen bzw. für die Fremdmitarbeiter/Lieferanten seit 1.721 Tagen sowie für die Konsortialpartner seit 431 Tagen keine meldepflichtigen Unfälle. Diese bemerkenswerten Zahlen unterstreichen einmal mehr den hohen Stellenwert der Qualität, Gesundheit, Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes im Unternehmen. Die AREVA Renewables GmbH trägt mit ihrer hervorragenden Performance wesentlich zur Verbesserung der QHSE Kennzahlen des AREVA Konzerns bei. Wesentliche Bestandteile der Projektabwicklung bilden neben dem Prozess zur Bewertung der CE-Konformität auch die Integration der Erfahrungen aus bereits abgewickelten Projekten. Die Erfahrungen aus der Abwicklung zurückliegender Projekte werden durch sogenannte REX Sessions (Return of Experience) erfasst, bewertet und zu kontinuierlichen Prozess-Verbesserungen genutzt. Darüber hinaus fließen die Erkenntnisse der bereits abgewickelten Projekte in die Erstellung standardisierter QHSE Master Pläne sowie standardisierter Project Quality Management Pläne für zukünftige neue Aufträge ein. Ein hervorzuhebendes Ereignis des Unternehmens im kommenden Geschäftsjahr wird das zehnte (10) unfallfreie Jahr für die eigenen Mitarbeiter sein (Anmerkung: dieses einmalige und wirklich erwähnenswerte Resultat wurde am 10.01.2015 erreicht!). Um den hohen Standard im QHSE Management System zu halten werden auch in 2015 die Prozesse kontinuierlich überwacht und wo erforderlich angepasst. Dazu sind in 2015 interne Audits und der Safety Day geplant. Der Safety Day wird voraussichtlich im Juni 2015 stattfinden, mit dem Fokus auf einige wesentliche QHSE Themen. VIII. Erklärung zur Unternehmensfortführung Zur Unternehmensfortführung verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Finanzlage und den neu abgeschlossenen Kreditvertrag. Dennoch möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Gesellschaft von den Umstrukturierungsmaßnahmen des AREVA Konzerns in 2015 betroffen sein wird. Konkrete Entscheidungen hierzu sind im Laufe des Geschäftsjahres 2015 zu erwarten.
Bremen, 16. April 2015 AREVA Renewables GmbH David Cinque Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01.01.2014 bis 31.12.2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 ist unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Der vorliegende Jahresabschluss der AREVA Renewables GmbH, Bremen, betrifft das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014. Die AREVA Renewables GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB i. V. m. § 267 Abs. 4 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft führt langfristige Auftragsfertigungen über mehrere Perioden durch. Dies führt dazu, dass die Jahresabschlüsse nur bei Abnahme der Projekte durch den Auftraggeber Umsatzerlöse ausweisen. Um ein genaueres Bild der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft zu geben, werden noch folgende Angaben gemacht. Bei Anwendung der Teilgewinnrealisierung hätte die Gesellschaft im Geschäftsjahr Umsatzerlöse von TEUR 21.338 realisiert (Vj. TEUR 34.248). Die Gesellschaft hätte dabei einen Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -3.601 (Vj. TEUR -4.220) erwirtschaftet. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit diese entgeltlich von Dritten erworben werden, zu Anschaffungskosten aktiviert und über die planmäßige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag erfolgen bei Wertminderungen, die als voraussichtlich dauerhaft angesehen werden. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Nutzungsdauer der Sachanlagen
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2010 bilanziert die Gesellschaft als geringwertige Wirtschaftsgüter, alle Wirtschaftsgüter mit einem Nettowert zwischen 150 und 410 Euro und schreibt diese im Jahr der Anschaffung sofort ab. 2. Umlaufvermögen In den Vorräten sind ausschließlich unfertige Erzeugnisse und geleistete Anzahlungen zu Anschaffungskosten bzw. Nominalwerten oder zu den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die unfertigen Erzeugnisse werden Einzelkosten und angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit es sich um Anzahlungen auf Vorräte handelt, gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Darüber hinausgehende erhaltene Anzahlungen werden als Passivposten in der Bilanz ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen werden ausgewiesen, wenn die Lieferung oder Leistung erfolgt ist und der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Bei langfristigen Verträgen werden Forderungen bilanziert, wenn der Vertrag erfüllt ist oder abgrenzbare Teilleistungen bzw. -lieferungen an den Kunden übergeben sind. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden kundenindividuell, entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls oder pauschaliert bei Überfälligkeit, gebildet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Die Liquiden Mittel werden zum Nominalwert ausgewiesen. 3. Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für Aufwendungen künftiger Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. 4. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind durch versicherungsmathematische Gutachten nachgewiesen. Die Berechnung erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode). Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3,0 %, sowie die jährliche Rentenanpassung mit 1,7 % entsprechend berücksichtigt. Für das Finanzierungsalter wurde die frühestmögliche Inanspruchnahme der gesetzlichen Rente (üblicherweise 63 Jahre) angenommen. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 7 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 4,62 %. Es wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem und ausreichendem Umfang ab und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen langfristigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Gesellschaft entwickelt seit dem Geschäftsjahr 2012 mit Unterstützung ihrer Gesellschafterin, der AREVA Energies Renouvelables SAS, modulare Standard-/Kompakt-Bioenergieanlagen. Die Gesellschaft hat in diesem Zusammenhang vom Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und im Geschäftsjahr 2014 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 270 aktiviert. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht in Höhe des selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes eine Ausschüttungssperre. In den Sachanlagen weist die Gesellschaft im Wesentlichen von einer Schwestergesellschaft genutzte Grundstücke und Gebäude in Höhe von TEUR 5.642 (Vj. TEUR 5.821) aus. Die Veränderung gegenüber Vorjahr ist abschreibungsbedingt. Alle weiteren Positionen des Anlagevermögens sowie deren Entwicklung sind im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. 2. Vorräte Im Vergleich zum Vorjahr sind die Vorräte in Höhe von TEUR 4.446 (Vj. TEUR 4.510) annähernd konstant. Innerhalb der Vorräte sind die Bestände an unfertigen Erzeugnissen auf 594 TEUR (Vj. 1.812 TEUR) gesunken. Die geleisteten Anzahlungen sind auf 3.853 TEUR (Vj. 2.698 TEUR) gestiegen. Der Anstieg resultiert aus der Entwicklung der sich in der Auftragsvorlage befindlichen Projekte zum Geschäftsjahresende. Die Gesellschaft saldiert die unfertigen Erzeugnisse projektbezogen gegen erhaltene Anzahlungen. Nachstehende Tabelle erläutert die Entwicklung der unsaldierten Werte der unfertigen Erzeugnisse und der erhaltenen Anzahlungen sowie den Effekt der vorgenommen Saldierung jeweils zu den Bilanzstichtagen des aktuellen Berichtsjahres und des Vorjahres.
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Veränderung in den Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände die zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 6.849 (Vj. TEUR 15.365) berichtet werden, wird maßgeblich durch die Entwicklung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 3.245 (Vj. TEUR 14.782) beeinflusst. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschaft AREVA Blades GmbH, Stade, in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 236) sowie Finanzforderungen gegen die Konzern-Gesellschafterin AREVA S.A., Paris/Frankreich, in Höhe von TEUR 3.183 (Vj. TEUR 14.454) aus dem Cash-Pool-Servicevertrag im Rahmen des weltweiten AREVA Managements. In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 2.734 (Vj. TEUR 208) sind im Wesentlichen aus- und inländische Steuerforderungen aus Vor- und Ertragssteuern in Höhe von TEUR 855 (Vj. TEUR 7) ausgewiesen sowie übrige sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 1.876 (Vj. TEUR 201). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine erwartete Restlaufzeit von unter einem Jahr. Zum 31. Dezember 2014 weist die Gesellschaft ein Bankguthaben in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 41) aus. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 20 (Vj. 17) sind Zahlungen für Versicherungsleistungen enthalten, die bereits in 2014 für das 1. Quartal 2015 ausgeführt wurden. 4. Eigenkapital Die Anteile der AREVA Renewables GmbH werden zu 100 % von der AREVA Energies Renouvelables SAS gehalten, die im Geschäftsjahr 2014 die AREVA Renouvelables S.A.S. als alleinige Gesellschafterin abgelöst hat. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 4.025 und ist vollständig erbracht. 5. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.357 (Vj. TEUR 2.349) umfassen die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche aller Mitarbeiter und Pensionäre sowie die Sterbegeldverpflichtung. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2014 keine Steuerrückstellungen gebildet (Vj. TEUR 312). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.294 (Vj. TEUR 3.180) umfassen unter anderem Rückstellungen für noch anfallende Aufwendungen für abgerechnete Umsätze in Höhe von TEUR 902 (Vj. TEUR 2.775), Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 262 (Vj. TEUR 273), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 30 (Vj. TEUR 30) sowie Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten von TEUR 100 (Vj. TEUR 102). Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen für Personalaufwendungen beinhalten hauptsächlich Verpflichtungen aus variablen Einkommensbestandteilen, Urlaub und Jubiläen. Für die Verpflichtungen aus Pensionen und Jubiläen wurden versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Die sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten betreffen auftragsbezogene Risiken. 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar (Vorjahresbeträge sind in Klammern vermerkt):
Die Erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 10.007 (Vj. TEUR 6.288)werden wie bereits unter 2. Vorräte erwähnt, gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt, so das an dieser Stelle lediglich die darüber hinausgehenden erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 494 (Vj. TEUR 399) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber der neuen Gesellschafterin in Höhe von TEUR 611 (Vj. 3.504) beinhalten Verbindlichkeiten für Dienstleistungen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der alten Gesellschafterin AREVA Renouvelables S.A.S. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 66 (Vj. TEUR 320) enthalten im Wesentlichen personalbezogene Verbindlichkeiten und periodenbezogene Steuerabgrenzungen. 7. Währungsrisiken Fremdwährungsforderungen sowie die Fremdwährungsguthaben bei Kreditinstituten werden gemäß § 256a HGB umgerechnet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden dabei mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit ein Jahr und länger beträgt, wurden unverändert unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- sowie des Realisations- und Imparitätsprinzips umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Währungsabsicherungen/-risiken. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.436 (Vj. TEUR 51.794) erzielt. 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Die Herstellungskosten betragen TEUR -1.594 (Vj. TEUR -50.017). 3. Forschungs- und Entwicklungskosten Zu den in 2012 begonnen Entwicklungsaktivitäten siehe Punkt C. 1. Anlagevermögen sowie in dem zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel. 4. Materialaufwand (nach Gesamtkostenverfahren)
5. Personalaufwand (nach Gesamtkostenverfahren)
6. Finanzergebnis Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -353 (Vj. TEUR -48) enthält sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von TEUR 14 (Vj. TEUR 14) und Zinsen und ähnliche Aufwendungen von TEUR -368 (Vj. TEUR -62). Von den Zinserträgen betreffen verbundene Unternehmen TEUR 13 (Vj. 12 TEUR). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten unter anderem Avalgebühren in Höhe von TEUR -165 (Vj. TEUR -53) sowie Aufwendungen aus Abzinsung für langfristige Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR -201 (Vj. TEUR 3-). 7. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 690 (Vj. TEUR 629)beinhalten Mieterlöse in Höhe von TEUR 581 (Vj. TEUR 581) und sonstige Erträge in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 0) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 76 (Vj. TEUR 33). Sowie die Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung um TEUR 31 (Vj. Herabsetzung TEUR 15). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR -1.279 (Vj. TEUR -179) ergeben sich aus der Abschreibung für Gebäude TEUR -179 (Vj. TEUR -179) und Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR -1.100. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand in Höhe von TEUR -249 (Vj. Steuerertrag TEUR 75) resultiert im Wesentlichen aus Nachzahlungen der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer für Vorjahre. E. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 23 Mitarbeiter (Vj. 23) beschäftigt. davon 16 im operativen Bereich. 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Gesellschaft bestehen Vertragserfüllungs-, Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften/-garantien, die von Kreditinstituten bzw. als Parent Company Guarantee von AREVA ausgestellt wurden. Soweit Bankbürgschaften/-garantien ausgereicht werden, sind diese durch eine Patronatserklärung der AREVA S.A., Paris / Frankreich, besichert. Aufgrund der Branchenüblichkeit der oben bezeichneten Haftungsverhältnisse wird auf die Angabe der Höhe verzichtet. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Garantien wird grundsätzlich als eher gering angesehen. Die Erfahrung jedoch zeigt, dass Kunden vor strittigen Inanspruchnahmen nicht zurückschrecken. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
3. Geschäftsführung Herr Henri-François Prat (Ingenieur), ist zum 25. Juni 2014 als Geschäftsführer ausgeschieden, gleichzeitig wurde Herr Marc Laur (Ingenieur), Le Chesnay / Frankreich, zum neuen Geschäftsführer bestellt. Nach dem Bilanzstichtag haben sich folgende Änderungen in der Geschäftsführung der AREVA Renewables GmbH ergeben: - Mit Wirkung vom 17. Februar 2015 wurde Sam Shakir zum neuen Geschäftsführer der AREVA Renewables GmbH bestellt. Gleichzeitig ist Marc Laur als Geschäftsführer ausgeschieden. - Mit Wirkung vom 16. April 2015 wurde David Cinque zum neuen Geschäftsführer der AREVA Renewables GmbH bestellt. Gleichzeitig wurde die Bestellung von Sam Shakir als Geschäftsführer widerrufen. Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sind in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. 4. Mutterunternehmen Seit dem Geschäftsjahr 2014 ist die AREVA Renewables GmbH ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der AREVA Energies Renouvelables SAS, Paris / Frankreich, welche wiederum Tochterunternehmen der AREVA S.A., Paris / Frankreich, ist. Die AREVA S.A. erstellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis, die AREVA Energies Renouvelables SAS für den Teilkonzern der AREVA R-Gesellschaften (kleinster Konsolidierungskreis). Die AREVA Renewables GmbH ist somit verbundenes Unternehmen zur AREVA S.A. und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Abschlüsse der AREVA S.A. sind am Sitz der Gesellschaft in Paris / Frankreich oder unter www.infogreffe.fr erhältlich.
Bremen, den 16. April 2015 AREVA Renewables GmbH Der Geschäftsführer David Cinque Entwicklung des Anlagevermögens zum Geschäftsjahr 2014
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AREVA Renewables GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschlusss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 16. April 2015 MAZARS
GmbH
Fournier, Wirtschaftsprüfer Singer, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschlussdurch die Gesellschafterin der AREVA Renewables GmbH mit dem Sitz in BremenWir, die AREVA ENERGIES RENOUVELABLES SAS, Paris, sind die Alleingesellschafterin der AREVA Renewables GmbH, Bremen. Unter Verzicht auf alle gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften fassen wir hiermit folgenden Gesellschafterbeschluss: 1. Der von der Geschäftsführung der AREVA Renewables GmbH aufgestellte Abschluss des Geschäftsjahres 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 ist von der MAZARS GmbH geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Wir stimmen diesem Jahresabschluss zu. Der Abschluss des Geschäftsjahres der AREVA Renewables GmbH zum 31. Dezember 2014 ist hiermit festgestellt Das Geschäftsjahr 2014 der Gesellschaft schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -5.366.680,77 ab. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. 2. Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2014 Entlastung erteilt. Auf Ersatzansprüche seitens der Gesellschaft gegen die in dieser Zeit eingesetzten Geschäftsführer wird verzichtet. 3. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 wird die MAZARS GmbH bestellt.
Paris, 15.07.2015 AREVA ENERGIES RENOUVELABLES SAS Luis-Francois Durret |
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