MobilCom Multimedia GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robin John Andes Harries seit 16.9.2025 | Geschäftsführer |
Alexander Borgwardt seit 16.9.2025 | Prokura |
Rickmann von Platen seit 16.9.2025 | Geschäftsführer |
Patrick Gehl seit 23.5.2022 | Prokura |
Matthias Ganz seit 10.4.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
klarmobil GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENSGESCHÄFTSMODELL UND ORGANISATIONSSTRUKTUR Die klarmobil GmbH, Hamburg ("klarmobil" oder "Gesellschaft"), eingetragen am Amtsgericht Hamburg unter HRB 119203, bietet ihren Kunden ein umfassendes Portfolio an Dienstleistungen und Produkten, insbesondere aus dem Bereich mobiler Sprach- und Datendienste. Als Mobilfunk-Serviceprovider verfügt die klarmobil über keine eigene Netzinfrastruktur; vielmehr vermarktet sie unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung Mobilfunkdienstleistungen der Mobilfunk-Netzbetreiber. Als Vertriebskanäle dienen beispielsweise eine exklusive Vertriebsvereinbarung der Gesellschafterin freenet DLS GmbH, Büdelsdorf (im Folgenden "freenet DLS" oder "Gesellschafterin" genannt) mit der Media-Saturn-Deutschland GmbH, Ingolstadt, sowie der Online- und Direktvertrieb. Der Vermarktungsschwerpunkt liegt dabei im Wesentlichen auf den Endkundengeschäft mit Privathaushalten in Deutschland. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft ein Online-Portal www.klarmobil.de. Mit den Marken "klarmobil" und "freenetMobile" ist die Gesellschaft am Markt bekannt. Die Produkte sind über das Internet, via Hotline oder im Einzelhandel erhältlich. Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger mit der callmobile GmbH (callmobile) als übertragender Gesellschaft mit Sitz in Hamburg, eingetragen am Amtsgericht Hamburg unter HRB 119202 verschmolzen. Die Verschmelzung der callmobile auf die Gesellschaft erfolgte rückwirkend zum 01.01.2023. Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg erfolgte am 04.08.2023. Die Gesellschaft wird, die in der Schlussbilanz der übertragenden Gesellschaft angesetzten Werte der übergehenden Aktiva und Passiva zu Buchwerten fortführen. Die Gesellschaft forciert weiterhin den Ausbau des digitalen Kundendialogs. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Anteil der freenet Mobilfunkkunden (mit Laufzeitverträgen), die über einen Zugang zum Self-Service-Portal "mein Konto" verfügen, auf 66% (Vorjahr: 61%) gesteigert werden. Gleichzeitig stieg der Anteil der freenet Vertragskunden, die über einen Zugang zur Kunden-App "freenet Mobilfunk" verfügen, auf 34% (Vorjahr: 29%). Der Funktionsumfang innerhalb des Self-Service-Portals "mein Klarmobil" hat in den letzten Jahren deutlich an Reifegrad gewonnen, so dass unsere Kunden in diesem Portal unter anderem die Möglichkeit haben, verbrauchtes Datenvolumen einzusehen, neues Datenvolumen zu buchen, Drittanbietersperren zu setzen, Stammdatenänderungen durchzuführen, Rechnungen einzusehen oder eine SIM-Karte zum Beispiel aufgrund von Diebstahl oder Verlust sperren zu lassen. Im Jahr 2023 lag der Fokus daher nicht auf dem Ausbau weiterer Funktionen, sondern vielmehr in der Nutzungssteigerung des digitalen Angebots durch Kunden. Im Jahr 2024 soll die Automatisierungsquote durch eine verstärkte Nutzung der digitalen Self-Service Angebote weiter gesteigert und das Kundenkontaktvolumen durch Vereinfachung von Geschäftsprozessen und Verbesserung in der Kundenkommunikation weiter reduziert werden. Im Dezember 2023 lag die Automatisierungsquote der Marke freenet bei insgesamt 49,3% und konnte im Vergleich zum Dezember des Vorjahres um fünf Prozentpunkte gesteigert werden. Der klarmobil-Kundenservice ist nicht nur auf den virtuellen Bereich beschränkt, sondern auch im stationären Handel fest etabliert. Neben Hilfestellung bei der Aktivierung und Sperrung von SIM-Karten, bietet klarmobil in den Ladengeschäften der freenet bspw. auch die Ausgabe von Ersatz-SIM-Karten an. Mit einer klaren Organisationsstruktur, eindeutig zugeordneten Verantwortungen sowie der Ausrichtung an den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens und Wertorientierung soll das Geschäft der klarmobil weiterentwickelt werden. UNTERNEHMENSSTEUERUNG Für die klarmobil sind die Beziehungen zu den Kunden sowie zu den Handelspartnern und Netzbetreibern von besonderer Bedeutung. Weiterhin stehen daher die stabilen Beziehungen zu unseren Partnern sowie die Steigerung von Kunden- und Händlerzufriedenheit im Fokus unserer Geschäftstätigkeit. Die Steuerung der Gesellschaft ist eng mit der des freenet Konzerns, insbesondere der freenet DLS verzahnt. Zur Umsetzung der strategischen Zielsetzungen und Messung der operativen Leistung verwendet die Unternehmensleitung ein konzernweit einheitliches und bewährtes Steuerungssystem. Die Erfolgsmessung knüpft sowohl an finanzielle als auch an nichtfinanzielle Leistungsindikatoren an. Sofern künftig ein Anpassungsbedarf identifiziert wird, behält sich die Gesellschaft entsprechende Anpassung des Steuerungssystems vor. Als steuerungsrelevant sind hierunter insbesondere die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zu verstehen. Die Leistungsindikatoren der klarmobil sind Bestandteil des Segments Mobilfunk der freenet Group. Daraus folgt, dass wir im Folgenden die Leistungsindikatoren aus dem freenet Konzernabschluss, der gemäß den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wird, beschreiben. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Um den finanziellen Unternehmenserfolg nachvollziehbar zu messen und darzustellen, verwenden wir folgende finanzielle Leistungsindikatoren:
UMSATZ Der Umsatz entspricht der Bruttowertschöpfung aus der betrieblichen Tätigkeit und ist somit eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. Der Umsatz im Segment Mobilfunk ist abhängig vom Verkauf von Produkten und Dienstleistungen rund um Mobilfunk und Internet. Die Erschließung zusätzlicher Erlösquellen, komplementär zum Geschäftsfeld Mobilfunk, ist im strategischen Interesse der Geschäftsleitung. Hierzu zählen unter anderem die Geschäftsaktivitäten im Bereich Digital-Lifestyle. Der Erfolg der Absatzbemühungen spiegelt sich primär in der künftigen Umsatzentwicklung wider. EBITDA Das EBITDA bildet die operative Unternehmensleistung ab und gilt allgemein als ein wesentlicher Indikator für die Beurteilung der Entwicklung im Zeitablauf sowie von Unternehmen im gleichen Marktsegment. Das steuerungsrelevante EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen. Das EBITDA bezieht auch Sondereinflüsse ein, wodurch ein ganzheitlicher Blick auf Erträge und Aufwendungen gegeben wird. Eine Vergleichbarkeit mit Vorjahren ist dadurch allerdings nur eingeschränkt möglich. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden keine Sondereffekte berücksichtigt. POSTPAID-ARPU Der Postpaid-ARPU bezeichnet den monatlichen Durchschnittsumsatz (vor Mehrwertsteuer) je Postpaid-Kunde im Segment Mobilfunk. Er dient als Gradmesser für die Bereitschaft von Kunden, für die jeweilige Mobilfunkleistung entsprechende monatliche Entgelte zu zahlen, und umgekehrt für den Vertriebserfolg bei der Vermarktung hochwertiger Mobilfunktarife. Folglich ist der Postpaid-ARPU ein Indikator für die Qualität des Kundenstamms, deren Sicherung im strategischen Interesse des Vorstands liegt. Veränderungen der Markt- und Wettbewerbssituation in Deutschland können bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Leistungsindikators nehmen. Auch regulatorische Änderungen und höhere Gewalt (z. B. Einschränkung von Reisetätigkeiten) können die Höhe des Postpaid-ARPU beeinflussen. Die Ermittlung des Postpaid-ARPU erfolgt ohne Berücksichtigung von in der Grundgebühr enthaltenen Subventionsanteilen für mitgelieferte Hardware. Die Entwicklung der Postpaid-Serviceumsätze leitet sich demnach direkt aus der Entwicklung des Postpaid-ARPU und der Postpaid-Kundenzahlen ab. NICHTFINANZIELLER LEISTUNGSINDIKATOR Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA ist eng mit der Entwicklung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren der relevanten Kundengruppen verbunden. Der Postpaid-Kundenbestand dient als Leistungsindikator für das Segment Mobilfunk. Kundengewinnung, -bindung und -management sind für die erfolgreiche Entwicklung von essenziell. Der Postpaid-Kundenbestand, in dem die strategisch wichtigen Mobilfunkkunden zusammengefasst werden, sichert aufgrund der Laufzeitverträge die mittelfristige Ertrags- und Liquiditätskraft der Gesellschaft und ist zentral für die Unternehmenssteuerung. POSTPAID-KUNDENBESTAND Der Postpaid-Kundenbestand, in dem die strategisch wichtigen Mobilfunkkunden zusammengefasst werden, sichert aufgrund der Laufzeitverträge die mittelfristige Ertrags- und Liquiditätskraft von freenet und ist damit zentral für die Unternehmenssteuerung. Im Geschäftsfeld Mobilfunk stellt die relevante Steuerungsgröße in Verbindung mit dem durchschnittlich generierten Umsatz pro Vertragskunde (Postpaid-ARPU) einen wesentlichen Gradmesser für das mittel- und langfristige Ertrags- und Liquiditätspotential des Mobilfunkgeschäfts dar. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG IN DEUTSCHLAND Im Laufe des Jahres 2023 erlebte die deutsche Wirtschaft eine Phase der wirtschaftlichen Stagnation (BIP 2023: -0,1%; BIP 2022: 1,8%), begleitet von einer hohen Inflationsrate (2023: 6,1%; 2022: 8,7%), die jedoch einen abnehmenden Trend aufwies. Diese Entwicklung, welche hinter den ursprünglichen Prognosen zum Jahresbeginn zurückblieb, lässt sich hauptsächlich auf die anhaltenden Auswirkungen von erheblichen Einbußen in der privaten Kaufkraft zurückführen, die durch die Krise in den Energiepreisen hervorgerufen wurden und somit den privaten Konsum beeinträchtigten. Auch gestiegene Zinsen in Folge von Leitzinserhöhungen führten zu einer Verteuerung des Lebensstandards von Verbrauchern, ebenso wie zur Erhöhung der Finanzierungskosten für Unternehmen. 1 Die Stimmung unter den Verbrauchern zeigte sich erst zum Jahresende hin verbessert, angetrieben durch eine abnehmende Inflationsrate und eine Erholung der Realeinkommen, was sich in einer erhöhten Bereitschaft zum Konsum und einer Abnahme der Sparneigung widerspiegelte. Neben der Entwicklung des privaten Konsums sorgte auch die verminderte globale Wachstumsdynamik sowie die negativen Einflüsse geopolitischer Spannungen und Konflikte für ein schwächelndes Wirtschaftswachstum in Deutschland über das Gesamtjahr hinweg. 2 BRANCHENBEZOGENE ENTWICKLUNG - MOBILFUNKMARKT Mobilfunkmarkt in Deutschland Der Mobilfunkmarkt in Deutschland stand auch im Jahr 2023 im Zeichen des technologischen Fortschritts. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat im Jahr 2022 die Vergabe der 5G-Frequenzen abgeschlossen und dabei strenge Ausbauauflagen für die Netzbetreiber festgelegt, wie z. B. die Verpflichtung, bis Ende 2024 mindestens 98% der Haushalte mit 5G zu versorgen, sowie die Sicherstellung eines hohen Niveaus an Netzwerksicherheit und -resilienz. Dementsprechend arbeiteten die Netzbetreiber im abgelaufenen Jahr an der Umsetzung der vorgegebenen Ziele. Zum Ende des Jahres 2023 lag die flächenbezogene 5G-Netzabdeckung bei 92 % (2022: 88%). 3 Die vorgegebenen Auflagen erfordern Investitionen und Anstrengungen von den Netzbetreibern, die ihre Investitionskosten gleichermaßen auf ihren Eigenvertrieb als auch auf die Vorleistungskonditionen netzunabhängiger Mobilfunkanbieter umlegen. Für die Zukunft gilt es, den Wettbewerb auf dem Markt und letztendlich den Kunden zu schützen. Dementsprechend gibt es einen fortlaufenden Diskurs, unter welchen Rahmenbedingungen Mobilfunkfrequenzen den Netzbetreibern für eine temporäre Nutzung überlassen werden sollten. 4 Angesichts der Entwicklungen rund um den Markteintritt von 1&1 als vierter Netzbetreiber schlug die BNetzA im September 2023 vor, vorerst auf eine erneute Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen zu verzichten. Nach dem Vorschlag der BNetzA würden die Ende 2025 auslaufenden Frequenznutzungsrechte um fünf Jahre verlängert werden. Damit ginge die BNetzA einen deutlichen Schritt auf die etablierten Netzbetreiber zu. Auch eine Förderung des Dienstewettbewerbs, welche für Service Provider (u.a. freenet) einen fairen Wettbewerb auf dem Mobilfunkvorleistungsmarkt gewährleisten würde, ist ebenfalls Gegenstand der Debatte. Eine Entscheidung der BNetzA wird im ersten Halbjahr 2024 erwartet. 5 Marktanteile Mobilfunkmarkt Deutschland (gem. Serviceumsatzerlöse)
Die Verteilung der Serviceumsätze im Mobilfunk ist ein valider Indikator für die Marktanteile der jeweiligen Anbieter. Die Deutsche Telekom ist mit einem Marktanteil von 30,6% (Vorjahr: 30,6%) der umsatzstärkste Anbieter, gefolgt von Telefónica Deutschland mit 27,4% (Vorjahr: 27,3%) und Vodafone mit 24,1% (Vorjahr: 24,4%). Die drei etablierten Netzbetreiber vereinen damit nach wie vor über 80% der Marktanteile auf sich. 1&1 und freenet weisen mit 8,5% (Vorjahr: 8,6 %) bzw. 8,0 % (Vorjahr: 7,7 %) Marktanteile in einer vergleichbaren Größenordnung auf. Der verbleibende Marktanteil von 1,4% (Vorjahr: 1,4%) entfällt auf sonstige Anbieter. 6 GESCHÄFTSVERLAUF ENTWICKLUNG FINANZIELLER UND NICHTFINANZIELLER LEISTUNGSINDIKATOREN FÜR DAS KONZERN-SEGMENT MOBILFUNK Die Geschäftsleitung der klarmobil bewertet das Geschäftsjahr 2023 als positiv und konstatiert es als wichtigen Teilerfolg zur Erreichung der finanziellen Ambition 2025. Das Kerngeschäft Mobilfunk entwickelt sich von äußeren Umständen unbeeindruckt solide und berechenbar. Die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres unterstreichen die konsequent erfolgreiche Arbeit im Mobilfunkgeschäft. Das Unternehmen fokussiert weiter seine Kernkompetenzen im Vertrieb von Abo-Modellen bei Produkten (Telekommunikation, Internet, TV-Entertainment), die für Privathaushalte gemeinhin Güter, die kurz- und mittelfristig nicht austauschbar oder verzichtbar sind. Die derzeitig vorherrschenden externen Unwägbarkeiten (Konsumzurückhaltung, hohe Energiepreise, hohe Finanzierungskosten) zeigten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf. Mit "Assisted Personalized Shopping" (APS) konzipierte freenet im abgelaufenen Jahr ein komplett neues Shop-Konzept. Die Grenzen zwischen den freenet-Shops und dem Online-Shop werden nun weiter aufgehoben. Nach dem Verzicht auf Bargeld zum Jahresbeginn 2023 wird es zukünftig eine weitere Digitalisierung des stationären Vertriebs am "Point of Sale" (PoS) geben. Mit diesem innovativen Ansatz will freenet seine Position als führender Anbieter von Digital Lifestyle-Produkten weiter ausbauen und eine noch stärkere Kundenidentifikation mit der Marke "freenet" schaffen. Im Online-Shop profitieren die Kunden von den gleichen Preisen und Konditionen wie im stationären Handel. Das Buchungssystem und Angebot ist in beiden Kanälen identisch und ermöglicht eine nahtlose Abwicklung. Die klarmobil-Produkte und der klarmobil-Onlineshop sind in dieses Konzept integriert. Die Ziele sind eine höhere Kundenzufriedenheit, eine bessere Beratungsqualität und eine effizientere Prozessgestaltung. Ab 2024 wird das Konzept sukzessive auf die freenet-Shops ausgerollt. POSTPAID-KUNDENBESTAND Kundenentwicklung Segment "Mobilfunk"
Die Zahl der Postpaid-Kunden ist seit dem Vorjahresende (7,27 Mio.) moderat um 2,0% auf 7,42 Mio. gewachsen. Insgesamt profitierte freenet weiter von dem anhaltenden Trend der Kundenbewegung von Prepaid- hin zu flexiblen Postpaid-Verträgen sowie dem Wunsch nach unabhängiger Beratung. POSTPAID-ARPU UND SERVICEUMSÄTZE Kunden- und Umsatzentwicklung "Segment Mobilfunk"
Als in Relation zu den Vorjahren und den Wettbewerbern stabil erwies sich der Postpaid-ARPU mit 18,0 EUR (Vorjahr: 17,9 EUR). Die monatlich wiederkehrenden Serviceumsatzerlöse stiegen um 2,5% auf 1.707,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1.665,9 Mio. EUR) und stehen weiterhin für den wesentlichen Teil der Segmentumsatzerlöse. Produkte und Dienstleistungen, die sich am Digital-Lifestyle (DLS) der Kunden ausrichten und das bestehende Mobilfunkangebot von freenet ergänzen, insbesondere Smartphone-Versicherungen und -Zubehör sowie Antivirus-Software bilden seit Jahren eine weitere konstante Erlösquelle. Im Geschäftsjahr 2023 steuerte das Geschäftsfeld 234,7 Mio. EUR zu den Segment-Umsatzerlösen bei (Vorjahr: 207,2 Mio. EUR). Insgesamt erzielte das Segment Mobilfunk Umsatzerlöse in Höhe von 2.282,7 Mio. EUR und damit 1,4% mehr als im Vorjahr (2.251,3 Mio. EUR). EBITDA Das Segment-EBITDA beträgt 417,4 Mio. EUR (Vorjahr: 402,7 Mio. EUR). Damit wird die Prognose einer moderaten Entwicklung im Segment Mobilfunk getroffen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Ausführungen zur Ertragslage. Die Gesellschaft wird auf Segmentebene gesteuert. Im Folgenden werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA aus dem Segment "Mobilfunk" von IFRS nach HGB übergeleitet. Die Darstellungen beziehen sich im Gegensatz zu den vorgenannten Erläuterungen auf die Entwicklung der klarmobil, welche vollständig in das Segment Mobilfunk einbezogen wurde.
ERTRAGSLAGE Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 473.583 (Vorjahr: TEUR 470.678) werden im Wesentlichen durch Mobilfunkgebühren (TEUR 316.691; Vorjahr: TEUR 294.635), Provisionen (TEUR 139.880; Vorjahr: TEUR 161.616) sowie Hardwareverkäufe (TEUR 15.181; Vorjahr: TEUR 12.461) erzielt. Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse nahezu ausschließlich im Inland. Die sonstigen betrieblichen Erträge In Höhe von TEUR 9.175 (Vorjahr: TEUR 3.354) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Der im Geschäftsjahr entstandene Materialaufwand beträgt TEUR 376.299 (Vorjahr: TEUR 372.563). Als Aufwendungen für bezogene Waren werden insgesamt TEUR 22.049 (Vorjahr: TEUR 18.270) größtenteils für den Bezug von Mobiltelefonen und SIM-Karten ausgewiesen. Für bezogene Leistungen sind TEUR 354.250 (Vorjahr: TEUR 354.293) aufgewendet worden. Davon betreffen TEUR 289.720 (Vorjahr: TEUR 278.643) direkte Netzbetreiberkosten und TEUR 64.450 (Vorjahr: TEUR 75.563) Händlervergütung. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr ein positives Betriebsergebnis von TEUR 81.643 (Vorjahr: TEUR 76.053). Der Personalaufwand i. H. v. TEUR 830 (Vorjahr: TEUR 1.665) ist deutlich geringer als im Vorjahr, weil im Rahmen der effizienten Gestaltung von Verantwortlichkeiten im Konzern zum 1. Juli 2023 alle Beschäftigten der klarmobil in die freenet DLS wechselten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 23.986 auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 23.750). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen zum großen Teil auf konzerninterne Aufwendungen sowie die Wertberichtigungen auf Endkundenforderungen. Im Berichtsjahr wurden keine Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr: TEUR 1). Infolgedessen beträgt das EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) auf der Ebene der klarmobil TEUR 81.643 (Vorjahr: TEUR 76.054). Das positive Finanzergebnis in Höhe von TEUR -1.214 (Vorjahr: TEUR 1.371) ist durch die deutlich höheren Zinserträge von TEUR 3.054 (Vorjahr: TEUR 213) geprägt, welche die Zinsaufwendungen von TEUR 1.840 (Vorjahr: TEUR 1.584) auf den Ergebnisabführungsbetrag überkompensiert haben. Diese Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Forderungen aus Hardwareoptionen und der Verzinsung der Cashkonten im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements. ERGEBNIS VOR ERGEBNISABFÜHRUNG Im Geschäftsjahr 2023 lag das Ergebnis vor Ergebnisabführung bei TEUR 82.853 (Vorjahr: TEUR 74.677). ERGEBNISVERWENDUNG Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der klarmobil und der freenet DLS wird der im Geschäftsjahr 2023 erzielte handelsrechtliche Gewinn von TEUR 82.853 vollständig abgeführt. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Bilanzsumme der Gesellschaft lag bei TEUR 133.032 (Vorjahr: TEUR 126.864). Das Vorratsvermögen von TEUR 1.297 (Vorjahr: TEUR 1.160) beinhaltet im Wesentlichen SIM-Karten. Der reduzierte Sicherheitsbestand wegen den Lieferengpässen und längeren Lieferzeiten aus den Vorjahren wurde fortgeführt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich auf TEUR 31.221 (Vorjahr: TEUR 42.768). Aufgrund einer gegenüber dem Vorjahr geringeren Vertriebsleistung ist die Reduzierung im Wesentlichen auf geringere Forderungen gegenüber den Netzbetreibern aus Aktivierungsprämien zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen einen Stand von TEUR 99.657 (Vorjahr: TEUR 80.014) aus. Forderungen aus dem konzerninternen Cashmanagement bestehen in Höhe von TEUR 75.000 (Vorjahr: TEUR 56.500), während Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 24.656 (Vorjahr: TEUR 23.514) betragen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft betrugen TEUR 766 (Vorjahr: TEUR 2.189). Die Liquidität zum Bilanzstichtag ist grundsätzlich vom Cashpooling mit der freenet DLS abhängig. Der Saldo der liquiden Mittel resultiert aus Zu- und Abflüssen nach der Abführung der Liquidität in den Pool. Das Eigenkapital der klarmobil beträgt TEUR 6.719 (Vorjahr: TEUR 74), was einem Anteil an der Bilanzsumme von 5,1 Prozent (Vorjahr: 0,1 Prozent) entspricht. Diese Veränderung ist auf die Verschmelzung mit der callmobile zurückzuführen und bezieht sich in Höhe von TEUR 6.645 auf die Kapitalrücklage der verschmolzenen Gesellschaft. Die sonstigen Rückstellungen betrugen insgesamt zum Stichtag TEUR 10.225 (Vorjahr: TEUR 14.422). Zum Stichtag betragen die noch ausstehenden Rechnungen der Netzbetreiber lediglich TEUR 3.279 (Vorjahr: TEUR 7.150). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 107.061 (Vorjahr: TEUR 96.815) bestehen im Wesentlichen aus Verpflichtungen zur Gewinnabführung i. H. v. TEUR 82.853 (Vorjahr: TEUR 74.677) und gegenüber der freenet DLS i. H. v. TEUR 13.472 (Vorjahr: TEUR 11.731) aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.329 (Vorjahr: TEUR 11.870) sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten ggü. Netzbetreibern und Vertriebspartnern zum Abschlussstichtag. INVESTITIONSTÄTIGKEIT Es wurden 2023 wie im Vorjahr keine Investitionen getätigt. MITARBEITER Die klarmobil beschäftigte im Jahresdurchschnitt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahresdurchschnitt 33). Mit Beginn des zweiten Halbjahres 2023 wechselten alle Beschäftigten der klarmobil in die freenet DSL. Zum 31.12.2023 beschäftigt die klarmobil deshalb keine Mitarbeiter mehr. RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHTDas Risikomanagementsystem der klarmobil ist in das Risikomanagement der freenet eingebunden. Risikomanagement Zur Gewährleistung des langfristigen Fortbestands eines Unternehmens wird einem effizienten Risikomanagementsystem eine maßgebliche Bedeutung beigemessen. Aus diesem Grund hat der Vorstand der freenet AG innerhalb des Konzerns ein umfangreiches Risikomanagement-, Überwachungs- und Steuerungssystem eingerichtet, in welches grundsätzlich alle Konzerngesellschaften eingebunden sind. Das Risikomanagementsystem umfasst auch das Risikofrüherkennungssystem und wird ausschließlich auf Risiken, nicht aber auf Chancen angewendet. Das Risikomanagementsystem soll sicherstellen, dass Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig erkannt und in systematischer, nachvollziehbarer Weise an die zuständigen Entscheidungsträger im Konzern berichtet werden. Durch die rechtzeitige Kommunikation von Risiken an die verantwortlichen Entscheidungsträger soll gewährleistet werden, dass angemessene Maßnahmen zum Umgang mit den erkannten Risiken ergriffen werden, um negative Auswirkungen vom Unternehmen, den Mitarbeitern und Kunden abzuwenden. In der vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagementleitlinie hat freenet die Rahmenbedingungen für das konzernweite Risikomanagementsystem festgelegt. Diese legt die Risikostrategie sowie die Verantwortlichkeiten fest und regelt die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Ferner erhöht sie das Risikobewusstsein und schafft den Rahmen für eine einheitliche Risikokultur. Die Systeme und Methoden des Risikomanagements sind integrativer Bestandteil der generellen Aufbau- und Ablauforganisation. Identifikation, Bewertung und Berichterstattung von Risiken erfolgen auf Ebene der Gesellschaften bzw. Unternehmensbereiche, die auch für die Steuerung der identifizierten Risiken verantwortlich sind (operatives Risikomanagement). Für das konzernweite Risikomanagement wird eine marktübliche Risikomanagementsoftware eingesetzt. Über definierte Berichterstattungsprozesse werden übergeordnete Einheiten - hier vor allem das zentrale Risikomanagement und der Finanzvorstand - in die Bewertung einbezogen. Finanzvorstand und Risikomanager informieren regelmäßig den Vorstand sowie den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der freenet AG über die Risikolage. Neben dem Risikomanagementsystem hat der Vorstand zur Steuerung und Überwachung des laufenden Geschäfts ein umfangreiches monatliches Berichtswesen aufgebaut, das sowohl die finanziellen als auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren umfasst. In regelmäßigen Besprechungsterminen mit allen relevanten Gesellschaften, Unternehmensbereichen und dem Konzerncontrolling informiert sich der Vorstand zeitnah über die operativen Entwicklungen. Zusätzlich werden in diesen Terminen aktuelle Themen diskutiert und zukünftige Maßnahmen besprochen. Die Methoden und Systeme des Risikomanagements werden überprüft, weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst. Die Konzernrevision prüft darüber hinaus regelmäßig die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Das interne Kontrollsystem (IKS) trägt ebenfalls zur weiteren Unterstützung bei, da Risiken auch mit institutionalisierten Kontrollen begegnet wird. Im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss der freenet AG wird durch den Abschlussprüfer geprüft, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Aufbau- und Ablauforganisation des Risikomanagementsystems von freenet
Unter einem Risiko wird die Möglichkeit eines Eintretens von Ereignissen oder Entwicklungen verstanden, die sich ungünstig auf die Fähigkeit von klarmobil auswirken könnten, strategische und operative Ziele zu erreichen, die sowohl finanzieller als auch nichtfinanzieller Art sein können. Mindestens halbjährlich erfassen bzw. aktualisieren die einzelnen Gesellschaften und Unternehmensbereiche in standardisierten Risikoberichten bestehende und etwaige neue Risiken, die eine definierte Wesentlichkeitsgrenze übersteigen. Darin werden die spezifischen Risiken beschrieben und auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihre finanziellen und sonstigen Auswirkungen auf das Unternehmen anhand standardisierter Kriterien untersucht. Für die Risikobewertung ist mindestens ein Betrachtungshorizont von zwölf Monaten zugrunde zu legen. Potenzielle Auswirkungen von Risiken sind für die betreffenden Geschäftsjahre grundsätzlich zu quantifizieren. Die Bewertung des Risikoportfolios (inklusive Interdependenz und Tragfähigkeit) erfolgt bei freenet nach dem Nettoprinzip, bei dem Risiken unter Berücksichtigung der Wirkung etablierter Risikobewältigungsmaßnahmen betrachtet werden. Für die Bewertung der Risiken werden die Kriterien "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "erwartetes Schadensausmaß", insbesondere bezogen auf die finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA sowie den Free Cashflow, herangezogen. Es werden Risiken mit sehr geringer (bis zu 10 Prozent), geringer (mehr als 10 und bis zu 30 Prozent), moderater (mehr als 30 und bis zu 50 Prozent), hoher (mehr als 50 und bis zu 70 Prozent) und signifikanter Eintrittswahrscheinlichkeit (mehr als 70 Prozent) systematisch voneinander unterschieden und kategorisiert. Hinsichtlich der Höhe des erwarteten Schadensausmaßes wird zwischen sehr geringem (bis zu 1,0 Millionen Euro), geringem (mehr als 1,0 und bis zu 5,0 Millionen Euro), moderatem (mehr als 5,0 und bis zu 12,5 Millionen Euro), hohem (mehr als 12,5 und bis zu 20,0 Millionen Euro) und signifikantem (mehr als 20,0 Millionen Euro) erwarteten Schadensausmaß unterschieden. Aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und Höhe des erwarteten Schadensausmaßes auf die prognostizierten Leistungskennzahlen ergibt sich, wie nachfolgend dargestellt, die Einteilung hinsichtlich der Bedeutung der Risiken in die Kategorien "gering", "mittel" und "hoch". Risikomatrix von freenet
Basierend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation und -bewertung werden verschiedene Handlungsalternativen im Rahmen der allgemeinen Unternehmenssteuerung ergriffen, um angemessen auf die identifizierten Risiken reagieren zu können. Maßnahmen zur Risikobewältigung werden in den Risikoberichten ebenfalls beschrieben. Auch zwischen den Standard-Meldezeitpunkten werden Risiken direkt nach ihrer Identifikation erfasst, analysiert, bewertet und gesteuert sowie bei entsprechender Größenordnung unmittelbar an die Geschäftsführung der klarmobil berichtet. Die Risiken der klarmobil entsprechen aufgrund der operativen Zusammenhänge und strukturellen Beziehungen im Wesentlichen den Risiken des Konzerns. RISIKOBERICHT In diesem Abschnitt werden Risiken dargestellt, welche die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage von klarmobil beeinflussen könnten. Es erfolgt eine Einteilung in die Kategorien:
Etwaige ESG-Risiken werden ebenfalls diesen Kategorien zugeordnet. Das Segment "Mobilfunk" ist sowohl umsatz- als auch ergebnisbezogen das Kernsegment von freenet. Entsprechend resultieren auch die maßgeblichen Marktrisiken aus diesem Bereich und werden im Folgenden vorwiegend auf dieses Segment bezogen dargestellt. Wesentliche Unterschiede zwischen den Segmenten in Bezug auf die Risikoeinschätzung werden als solche gesondert genannt. Rahmenbedingungen der Risikoidentifikation und -bewertung Geopolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen Angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikte, darunter u. a. die Lage in der Ukraine, im Nahen Osten und am Roten Meer, ist eine signifikante Verbesserung der Rahmenbedingungen ausgeblieben. Die Gesellschaft prognostiziert eine nachlassende globale Wirtschaftsdynamik und erwartet speziell für Deutschland ein schwächelndes Wirtschaftswachstum. Ein hohes Inflationsniveau sowie hohe Zinsen belasten weiterhin Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen. Zum Ende des Vorjahres hat sich eine leichte Erholung des Konsumklimas aufgrund gesunkener Verbraucherpreise und einer Erhöhung der Realeinkommen eingestellt. freenet geht grundsätzlich für das Jahr 2024 weiterhin von einer Beeinträchtigung des privaten Konsums aus. Eine Erhöhung der Leitzinsen wird nicht erwartet. Soweit kalkulierbar wurden diese Aspekte in der Unternehmensplanung sowie in der Bewertung der Risiken zum 31. Dezember 2023 berücksichtigt. Neue Risiken im Vergleich zum Vorjahr, die unmittelbar auf die geopolitischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen sind, wurden nicht identifiziert. Sämtliche Risiken wurden ohne pandemiebedingte Sondereinflüsse bewertet. Wettbewerbsintensive Märkte Eine Steigerung des Wettbewerbs im Telekommunikationsmarkt könnte zu Einbußen bei den Serviceumsätzen und zum Verlust von Marktanteilen führen. Darüber hinaus könnte dies den Margendruck in den jeweiligen Geschäftsbereichen erhöhen und / oder den Gewinn von Marktanteilen erschweren. Eine Folge erhöhten Wettbewerbs könnten höhere Aufwendungen für die Gewinnung neuer bzw. die Bindung bestehender Kunden bei gleichzeitig sinkenden Erlösen und einer kundenseitig höheren Wechselbereitschaft - vor allem aufgrund der Reduzierung von Laufzeiten und Kündigungsfristen infolge der TKG-Novelle 2021 - sein. Verstärkt werden könnte dies z. B. durch eine höhere Preissensitivität und zunehmende Kaufzurückhaltung der Kunden. Hierdurch könnten sich die prognostizierte Teilnehmerentwicklung sowie die umsatzbasierten Kennzahlen, Ergebnisgrößen und der Free Cashflow möglicherweise nicht wie geplant entwickeln. Um sich gegenüber den Wettbewerbern zu behaupten, muss freenet Produkte und Services weiterhin attraktiv gestalten und diese erfolgreich vermarkten sowie möglichst passgenaue Kundenbindungsmaßnahmen durchführen. Ferner muss freenet agil auf die Geschäftsentwicklung der Konkurrenz reagieren und neue Kundenbedürfnisse antizipieren. Vertrieb Eine Grundvoraussetzung für den Erfolg und das Wachstum von klarmobil stellt das breite und stabile Vertriebsnetz dar. Als Gegenmaßnahme zum möglichen Verlust von Vertriebsstärke schließen die Tochtergesellschaften mit ihren wichtigen Vertriebspartnern langfristige Verträge und bieten ihnen attraktive Anreizsysteme (z. B. Airtime-Modelle). Eine zusätzliche Möglichkeit zum Erhalt der Vertriebsstärke liegt in der konsequenten Prüfung neuer Partnerschaften in Handel, Distribution und Kooperation sowie in der Gewinnung weiterer Franchisepartner. Das Risiko des Verlusts von Vertriebslinien wird seitens klarmobil als gering eingestuft. Netzbetreiber Bonuszahlungen und Provisionen seitens der Netzbetreiber sind zentrale Bestandteile der Ertragskraft im Bereich Mobilfunk. Eine Reduzierung kann die Marge verringern und die Vermarktung erschweren. Dies versucht klarmobil dadurch zu minimieren, dass flexible Einkaufskonditionen verhandelt werden sowie ein laufendes Monitoring der Erreichung zielabhängiger Zahlungen der Netzbetreiber durchgeführt und ggf. nachverhandelt wird. Dies stellt aktuell ein geringes Risiko für klarmobil dar. Die Margen im Segment Mobilfunk sind wesentlich durch die Netzbetreiber und deren Gestaltung der Tarifmodelle bedingt. Hierdurch werden, beispielsweise durch Tarifwechselbeschränkungen, die Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Tarifmodelle eingeschränkt. Dennoch findet eine laufende Prüfung der Einkaufsmodelle statt, um auf Markteffekte möglichst flexibel reagieren zu können. Das Risiko wird seitens klarmobil als gering eingestuft. Die Netzbetreiber sind bestrebt, ihre Produkte zunehmend selbst zu vertreiben, um Marktanteile zu gewinnen (shift to direct). Hinzu kommt, dass die Netzbetreiber aufgrund ihrer Geschäftsstruktur im Vertrieb zum Teil bessere Konditionen bieten können als Service-Provider. Dies könnte wiederum zum Verlust von Vertriebswegen und Kunden führen. Dieser Umstand stellt für klarmobil ein geringes Risiko dar. Die Netzbetreiberrisiken, allein oder in Wechselwirkung mit den Wettbewerbs- und Vertriebsrisiken, könnten sich auf die prognostizierten Ergebnisgrößen sowie den Free Cashflow negativer als erwartet auswirken. Gesetze und Regulierung Aufgrund von gesetzlichen Änderungen, Eingriffen von Regulierungsbehörden oder durch gerichtliche Grundsatzentscheidungen, insbesondere auch aufgrund von Klagen von Verbraucherschutzorganisationen, könnten sich Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle von klarmobil und die Möglichkeit der Kundengewinnung und -bindung sowie der Durchsetzung von Kundenforderungen ergeben. Dies könnte sich negativ auf die Höhe der prognostizierten Umsatzerlöse und auf die Höhe des Free Cashflow auswirken. Die Auswirkungen von einzelnen Entscheidungen oder rechtlichen Änderungen können für sich genommen nicht wesentlich sein, sodass das Risiko insgesamt als gering eingestuft werden kann. klarmobil begegnet dem Risiko durch ein regelmäßiges Monitoring der Entwicklungen seitens der Regulierungsbehörden bzw. durch das Verfolgen des Ausgangs gerichtlicher Entscheidungen. Aufgrund neuer und komplexerer Gesetzgebungen zum Datenschutz, insbesondere der 2018 in Kraft getretenen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), existieren neue, weitergehende Anforderungen an den Umgang u. a. mit personenbezogenen Daten. Dies könnte zur Folge haben, dass Geschäftsprozesse nicht mehr wie in der Vergangenheit ausgeführt werden können und / oder klarmobil hohe Bußgelder auferlegt werden. Das Risiko wird von klarmobil als gering eingestuft. IT-Risiken Systemausfälle/-fehler Reibungslose Geschäftsprozesse sind in hohem Maße von einer leistungsstarken IT-Infrastruktur abhängig. Schwerwiegende Ausfälle etwa der Rechenzentren, des Abrechnungssystems oder der Point-of-Sale-Systeme könnten ggf. zu einem Kundenverlust führen. Dies betrifft neben dem Mobilfunksegment auch das Segment TV und Medien, in dem es zu Störungen in der Übertragung von TV- und Radiosignalen, z. B. infolge von Naturkatastrophen, kommen könnte. Neben dem Rückgang der Umsatzerlöse bei einem Verlust von Kunden könnte zeitweise keine Leistung seitens klarmobil erbracht und damit auch kein Umsatz erzielt bzw. kein positiver Beitrag zum erwarteten Ergebnis sowie Free Cashflow geleistet werden. Um Ausfallrisiken zu vermeiden, werden technische Betriebsüberwachungssysteme eingesetzt. Redundanzen und aktuelle Softwareupdates halten die Sicherheitsvorkehrungen stets auf dem aktuellen Stand. Daten werden fortlaufend gesichert. Darüber hinaus besteht ein Versicherungsschutz für Beeinträchtigungen der betrieblichen Leistungserstellung. Das Risiko wird insgesamt als gering eingestuft. Cyber-Attacken und Datendiebstahl Erfolgreiche Angriffe durch Schadsoftware oder durch Cyber-Attacken könnten IT-Systeme kompromittieren, verschlüsseln oder zu einem Entwenden von Kunden- und / oder Mitarbeiterdaten führen. Eine erfolgreiche Cyber-Attacke auf IT-Systeme könnte der Auslöser für eine schadhafte Datenmanipulation sein, die im Extremfall dazu führen könnte, dass Kunden- und Vertriebsportale, Apps oder sogar Infrastruktur ausfallen. Die Gefährdungslage im Cyber-Raum ist weiterhin sehr hoch und wird zukünftig voraussichtlich weiter an Dynamik gewinnen. Dies führt dazu, dass implementierte Schutzmaßnahmen laufend überprüft und angepasst werden. Darüber hinaus sind für einen etwaigen Schadensfall Informationssicherheits- bzw. Cyber-Risikoversicherungen abgeschlossen worden. Das verbleibende Risiko wird seitens klarmobil fortan als mittel eingestuft. Steuerliche Risiken Für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es grundsätzlich zu Änderungen kommen, aus denen Steuernachzahlungen oder Veränderungen der Verlustvorträge resultieren, sofern die Finanzbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen des jeweiligen zugrunde liegenden Sachverhalts kommen. Gleiches gilt für Abgabenarten, die zum Teil noch nicht geprüft wurden, insbesondere weil sie üblicherweise keiner steuerlichen Außenprüfung unterliegen. Das Risiko abweichender Sachverhaltsauslegungen und -bewertungen gilt insbesondere für gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen. Insgesamt wird dies als ein geringes Risiko angesehen. Finanzielle Risiken Forderungsausfälle Bei der Betrachtung des Forderungsausfallrisikos stehen bei klarmobil insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Endkunden im Fokus. Für wesentliche Vertragskundenbereiche werden vor Vertragsabschluss Bonitätsprüfungen der Kunden durchgeführt. Im laufenden Vertragsverhältnis sind die Durchführung eines regelmäßigen Mahn- und Inkassoprozesses mit mehreren Inkassounternehmen im Benchmarking und einer Langzeitinkassoüberwachung sowie das High-Spender-Monitoring wesentliche Maßnahmen zur Minimierung des Ausfallrisikos. Ferner trägt eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen den Risiken Rechnung. Auch im Bereich der Forderungen gegen Händler und Franchisepartner sowie sonstiger Geschäftskunden finden ausführliche Bonitätsprüfungsprozesse mit der Festlegung von Kreditlimits und schadensbegrenzenden Vorauszahlungsmodalitäten bei kritischen Lieferanten statt. Im Falle eines Zahlungsverzugs kommen Mahn- und Inkassoprozesse zur Anwendung. Wesentliche Forderungsausfallrisiken von Großkunden (Händler und Distributoren) sind zusätzlich über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Die Risiken bei nicht versicherten Händlern und Distributoren sind im Allgemeinen durch ein internes Limitsystem begrenzt - in der Regel müssen Kunden mit schlechter Bonität Vorauskasse leisten oder die Geschäftsbeziehung kommt nicht zustande. Wesentliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen regelmäßig im Segment Mobilfunk gegen die Mobilfunknetzbetreiber. Der Forderungsbestand der klarmobil wird regelmäßig bewertet und die Eintreibung dieser Forderungen wird ebenfalls laufend überwacht. Basierend auf Erfahrungswerten resultiert insgesamt ein geringes Forderungsausfallrisiko. Liquidität Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit umfangreiche Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken des Weiteren durch das Halten angemessener Bankguthaben, Kreditlinien bei Banken sowie durch eine laufende Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows. Auf Basis mehrerer bestehender konzerninterner Cash-Pooling-Vereinbarungen, an denen die wesentlichen Gesellschaften von freenet teilnehmen, werden Bedarf und Anlage von liquiden Mitteln im Konzern zentral gesteuert. Operative Risiken Hardwareverfügbarkeit Lieferengpässen / -ausfällen bei den Herstellern von Endgeräten und Zubehör können vielfältige Faktoren zugrunde liegen - denkbar wären Produktionsstopps durch klimatische Faktoren, der Verlust von Produktionsstätten oder Logistikzentren sowie Störungen der Lieferketten. Sollten über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend Geräte zur Verfügung stehen, könnte dies den Vertrieb von Telekommunikationsleistungen beeinträchtigen (z. B. fehlende Hardware für das Bundle-Geschäft), mit negativen Auswirkungen für die Neukundenakquisition, die Umsatzerlöse, das EBITDA und den Free Cashflow. klarmobil begegnet diesem geringen Risiko durch eine mögliche Ausweitung der Lagerreichweiten, die Nutzung alternativer Bezugsquellen sowie mit einer auf Geräteknappheit angepassten Vermarktungsstrategie. Durch den implementierten Risikomanagementprozess sowie das monatliche Berichtswesen hat der Vorstand einen Überblick über die vorgestellte Risikosituation. Zum 31. Dezember 2023 wurden verschiedene Markt-, IT-, steuerliche, finanzielle, strategische und operative Risiken identifiziert. Wesentliche Risiken wurden nicht identifiziert. Die potenziellen Auswirkungen auf die allgemeine zukünftige Entwicklung von klarmobil sowie die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden von der Geschäftsführung insgesamt als gering qualifiziert. Die Geschäftsführung erwartet, dass die im Ausblick prognostizierte, positive Entwicklung der klarmobil durch die aufgezeigten Risiken nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Risiken keine Auswirkungen auf den Fortbestand der klarmobil haben. CHANCENBERICHT Die klarmobil strebt danach, ihren Kunden in allen Geschäftsbereichen innovative, qualitativ hochwertige und preislich attraktive Produkte, verbunden mit einem positiven Kundenerlebnis (Customer Experience), anzubieten. Das bestehende Geschäftsmodell soll dadurch gesichert und Möglichkeiten für weiteres Wachstum geschaffen werden. Externe Chancen werden insbesondere in den folgenden Marktentwicklungen gesehen:
Mit der Etablierung des vierten Netzbetreibers könnte es zu einer Intensivierung des Wettbewerbs unter den Vorleistungsgebern kommen. Dies könnte sich für klarmobil in einer besseren Verhandlungsposition gegenüber den Netzbetreibern niederschlagen. Kurzfristig werden die Auswirkungen auf die prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren als gering eingeschätzt, da sich das Netz weiterhin im Aufbau befindet. Die kontinuierlich zunehmende mobile Datennutzung im Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung des privaten und öffentlichen Lebens sowie die damit verbundene Nutzung immer leistungsfähigerer mobiler Endgeräte könnte zu einem beschleunigten Wachstum in allen Geschäftsbereichen führen. Interne Chancen für klarmobil könnten sich vor allem ergeben aus:
Aus der Prüfung und Implementierung strategischer Optionen in den Bereichen Mobilfunk, Internet, Digital-Lifestyle sowie TV und Medien, der Vermarktung zusätzlicher Produkte sowie dem Ausbau der eigenen Vertriebsstärke (u. a. im Discountsegment mit eigenen E-Commerce-Stores) könnte ein positiver Effekt auf die Entwicklung der zugrunde gelegten finanziellen Leistungsindikatoren resultieren und interne Erwartungen mithin übertreffen. Gleichsam könnten eine Stärkung der Vertriebsaktivitäten und eine höhere Kundenzufriedenheit dazu führen, dass sich der Kundenbestand positiver entwickelt als prognostiziert. Durch die Einführung von Assisted Personalized Shopping könnte die Vertriebsleistung in den freenet Shops gesteigert sowie das Kundenerlebnis hinsichtlich konsistenter Angebote, Personalisierung, Produktauswahl, Verlässlichkeit und Service weiter verbessert werden. Dies könnte bereits im Jahr 2024 zu einer stärkeren Kundenbindung sowie höheren Ergebnisbeiträgen und Free Cashflows führen als geplant. Unternehmenseigene Innovationen, leistungsstarke Kooperationen in sämtlichen Geschäftsbereichen sowie exklusiv über eine App buchbare Produkte bieten auch zukünftig Chancen zur weiteren Marktdurchdringung. Die konsequente Markenführung von freenet als Dach- und Consumer-Marke führt zu einer Bündelung der Aktivitäten im Produktportfolio sowie zu einer höheren Sichtbarkeit und Vertrautheit am Markt. Sollte die Marke freenet infolgedessen deutlich stärker als erwartet an Attraktivität für Kunden und Geschäftspartner gewinnen, könnte dies zu höheren Ergebnisbeiträgen und einem höheren Free Cashflow führen. Das strategische Zusammenwirken von Mobilfunkdienstleistungen und Digital-Lifestyle-Anwendungen wird weiter forciert. Diese Ausrichtung wird konsequent verfolgt, da der Trend zur Digitalisierung und Vernetzung von Produkten und Dienstleistungen weiter anhalten wird. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Bereich weiterhin Wachstumschancen, Synergiepotenziale sowie Chancen für neue strategische Partnerschaften gesehen. Durch die fortschreitende Digitalisierung von Geschäftsprozessen und dem Einsatz von KI könnten Arbeitsabläufe stärker als erwartet vereinfacht werden (z. B. Reduktion vermeidbarer Kontakte im Kundenservice). Sollten die aus kontinuierlichen Prozess- und Qualitätsverbesserungen resultierenden Maßnahmen und Effizienzsteigerungen zur Senkung der Kostenstrukturen positiver ausfallen als erwartet, könnte sich dies in den kommenden Jahren positiv auf die Höhe des EBITDA der klarmobil auswirken. GESAMTWÜRDIGUNG DER CHANCENLAGE Es wurden sowohl externe als auch interne Chancen identifiziert. Die Auswirkungen der Chancen auf die prognostizierten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren und somit auf die Entwicklung von klarmobil werden insgesamt als gering eingestuft. Die Geschäftsleitung erwartet die im Prognosebericht dargelegte Entwicklung des Geschäftsverlaufs. PROGNOSEBERICHT GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG In den nächsten Jahren sollte sich die deutsche Wirtschaft schrittweise erholen, wenngleich mit einiger Verzögerung. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) sollte kalenderbereinigt um 0,4% zu legen, nach einem leichten Rückgang um 0,1% im Jahr 2023. Derzeit wird das Wirtschaftswachstum hauptsächlich durch die nachlassende Nachfrage aus dem Ausland, die Zurückhaltung der privaten Verbraucher und die gestiegenen Finanzierungskosten aufgrund der restriktiven Geldpolitik gebremst. Ab dem Jahr 2024 ist jedoch mit einer Rückkehr zu Wachstumstendenzen zu rechnen, wobei die Wirtschaft allmählich an Dynamik gewinnen wird. Der Anstieg der Exporte wird durch die Erholung der internationalen Märkte begünstigt, und die Verbraucher werden ihre Ausgaben steigern, angetrieben durch merklich wachsende reale Einkommen, die auf einen robusten Arbeitsmarkt, kräftige Lohnsteigerungen und eine abklingende Inflation zurückzuführen sind. Die Sparquote der privaten Haushalte sollte im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr zurückgehen aufgrund von nachlassenden Vorsichtsmotiven (insb. Energienachzahlungen). Es wird eine deutliche Abflachung der Preisanstiege bei Energieprodukten erwartet, und auch bei Lebensmitteln sind rückläufige Preistrends zu beobachten. Die Inflation wird im Jahr 2024 bei 2,7% erwartet (2023: 6,1%). Auch wenn die privaten Haushalte vorerst noch vorsichtig bei ihren Ausgaben sein mögen, ist zu erwarten, dass sie schrittweise ihren tatsächlichen Konsum erhöhen werden. Das Zinsumfeld sollte, wie bereits zum Ende des abgelaufenen Jahres eingetreten, stabil bleiben mit der Tendenz zu sinkenden Leitzinsen. Insgesamt ist ein leichter Aufwärtstrend bei allen wirtschaftlichen Indikatoren gegenüber dem vergangenen Jahr zu erwarten. 7 Mobilfunkmarkt Der Index für das Geschäftsklima in der Digitalbranche (Bitkom-ifo-Digitalindex) hat sich über das Jahr 2023 hinweg eingetrübt, liegt mit +9,8 Punkten jedoch deutlich über dem Index der Gesamtwirtschaft (ifo Geschäftsklima) mit -11,2 Punkten. 8 Die Umsatzerlöse für TK-Dienste werden mit einer Zunahme von 1,0% nahezu unverändert hoch erwartet. Darin spiegelt sich die Erwartung der in den Vorjahren beobachteten Tendenz zur gleichbleibend hohen Nutzung digitaler Kommunikationsdienstleistungen wider. Für die Entwicklung der Umsatzerlöse mit diesen Diensten wird mit einem Wachstum in Höhe von +1,6% gegenüber dem Vorjahr gerechnet. 9 Anlass zu einem optimistischen Ausblick für 2024 gibt die anhaltend hohe Investitionsbereitschaft in Telekommunikationsinfrastruktur. Im abgelaufenen Jahr wurden 13,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 13,1 Mrd. EUR) in Deutschland investiert (u.a. in den Ausbau von Glasfaser- und 5G-Netzen) und die flächendeckende Verfügbarkeit von 5G im Bundesgebiet erneut gesteigert (2023: 92%; Vorjahr: 88%). Damit sind die Voraussetzungen für eine stärkere Inanspruchnahme von Telekommunikationsdienstleistungen und ein anhaltendes Wachstum gewährleistet. Auch die ungebrochene Zunahme der Nutzung von Datentransfers über Mobilfunknetze schließt eine reduzierte Nachfrage von Mobilfunkdienstleistungen nahezu aus. 10 Eine allgemeine Konsumzurückhaltung (z.B. infolge weiterhin hoher Zinsen) sollte auch im Jahr 2024 kein wesentliches Umsatzproblem für die Branche darstellen. Mobilfunk gehört zu den Grundbedürfnissen der Bevölkerung. In den letzten Jahren, wie auch im Jahr 2023, ist der Verbraucherpreisindex (VPI) für Mobilfunkdienstleistungen nicht gestiegen. Zusammen mit den im Markt erkennbaren steigenden Datenvolumina je Tarif erhielt der Kunde mehr Leistung für nahezu den gleichen Preis. 11 Daraus lässt sich schließen, dass die Motivation zum Wechsel des Anbieters aufgrund von zu hoch empfundenen Preisen gering ist. Der Markteintritt von 1&1 als vierter Netzbetreiber in Deutschland mit einem vollständigem virtuellen 5G-Netz wurde zum Jahresende vollzogen, wobei der Zeitpunkt einer flächendeckenden Versorgung im gesamten Bundesgebiet erst in den nächsten Jahren abzuschätzen ist. Bis dahin wird 1&1 offensichtlich nur noch bis zum Jahresende 2025 das National Roaming von seinem bisherigen Partner Telefónica Deutschland nutzen. Ab Mitte dieses Jahrzehnts sollen 1&1-Mobilfunkkunden das Netz (inkl. 5G) von Vodafone nutzen, sofern das 1&1-Mobilfunknetz am entsprechenden Standort nicht verfügbar ist. Dies betrifft zum aktuellen Zeitpunkt rund 11 Mio. 1&1-Mobilfunkkunden. 12 Es ist zu erwarten, dass sich diese Migration infolge der technisch anspruchsvollen Umsetzung sukzessive vollziehen wird. Dementsprechend sind keine massiven Verschiebungen von Netzanteilen im nächsten Jahr zu erwarten. Dennoch ist festzuhalten, dass in den nächsten Jahren ein Großteil der 1&1-Mobilfunkkunden insbesondere das Netz von Vodafone nutzen werden. Das Netz von Telefónica Deutschland wird infolgedessen an Auslastung verlieren. Es ist zu erwarten, dass Telefónica Deutschland mittelfristig versuchen wird, die entstehende Überkapazität über bestehende oder neue Partner zu kompensieren, um etwaige Ergebnisauswirkungen durch den Wegfall von 1&1 abzumildern. Die im Jahr 2023 von einigen Marktteilnehmern angekündigten Preiserhöhungen materialisieren sich bisher augenscheinlich nicht (s. Wirtschaftsbericht). Sobald 1&1 als vierter Netzbetreiber über eine flächendeckende Versorgung im gesamten Bundesgebiet verfügt, ist in den nächsten Jahren vorzugsweise mit einem intensiveren Wettbewerb um Neukunden zu rechnen. 13 Infolgedessen ist auch im Jahr 2024 mit einem stabilen Preisgefüge im deutschen Markt zu rechnen und nicht von wesentlichen Preiserhöhungen auszugehen. Dementsprechend ist weiterhin ein rationaler und berechenbarer Mobilfunkmarkt in Deutschland anzunehmen. Gesamtprognose In den nächsten Jahren sollte sich die deutsche Wirtschaft schrittweise erholen, wenngleich mit einiger Verzögerung. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) sollte kalenderbereinigt um 0,4% zu legen, nach einem leichten Rückgang um 0,1% im Jahr 2023. Derzeit wird das Wirtschaftswachstum hauptsächlich durch die nachlassende Nachfrage aus dem Ausland, die Zurückhaltung der privaten Verbraucher und die gestiegenen Finanzierungskosten aufgrund der restriktiven Geldpolitik gebremst. Ab dem Jahr 2024 ist jedoch mit einer Rückkehr zu Wachstumstendenzen zu rechnen, wobei die Wirtschaft allmählich an Dynamik gewinnen wird. Der Anstieg der Exporte wird durch die Erholung der internationalen Märkte begünstigt, und die Verbraucher werden ihre Ausgaben steigern, angetrieben durch merklich wachsende reale Einkommen, die auf einen robusten Arbeitsmarkt, kräftige Lohnsteigerungen und eine abklingende Inflation zurückzuführen sind. Die Sparquote der privaten Haushalte sollte im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr zurückgehen aufgrund von nachlassenden Vorsichtsmotiven (insb. Energienachzahlungen). Es wird eine deutliche Abflachung der Preisanstiege bei Energieprodukten erwartet, und auch bei Lebensmitteln sind rückläufige Preistrends zu beobachten. Die Inflation wird im Jahr 2024 bei 2,7% erwartet (2023: 6,1%). Auch wenn die privaten Haushalte vorerst noch vorsichtig bei ihren Ausgaben sein mögen, ist zu erwarten, dass sie schrittweise ihren tatsächlichen Konsum erhöhen werden. Das Zinsumfeld sollte, wie bereits zum Ende des abgelaufenen Jahres eingetreten, stabil bleiben mit der Tendenz zu sinkenden Leitzinsen. Insgesamt ist ein leichter Aufwärtstrend bei allen wirtschaftlichen Indikatoren gegenüber dem vergangenen Jahr zu erwarten. 14 Der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 liegen die beschriebenen Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschafts- und Branchenentwicklung zugrunde. Darunter sind die Annahmen:
Aus den prognostizierten Entwicklungen ergeben sich grundsätzlich keine Anhaltspunkte für Veränderungen, die signifikante Auswirkungen auf das gegenwärtigen Geschäftsmodell der klarmobil haben. Die Auswirkungen, die sich aufgrund der Inflation auf die Geschäftstätigkeit der klarmobil künftig ergeben können, werden kontinuierlich beobachtet. Etwaige kalkulierbare Effekte sind in die Unternehmensplanung bzw. Prognose einbezogen worden. Nur bei einer wesentlichen Verschlechterung der Rahmenbedingungen können darüber hinaus weitere Risiken eintreten. Diese Risiken sind im Risikoinventar entsprechend berücksichtigt (vgl. "Chancen- und Risikobericht"). Weitere Annahmen, die für die Ableitung der Prognose der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren als wesentlich angesehen werden, sind:
Für das Geschäftsjahr 2024 wird im Vergleich zum Vorjahr kein wesentliches finanzielles Wachstum unterstellt. Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 werden im Folgenden dargestellt. Alle Aussagen sind in Relation zum Vorjahr formuliert. Für die qualitativ-komparativen Prognosen gilt folgende Abstufung: moderat abnehmend, merklich abnehmend, deutlich abnehmend, stabil, moderat wachsend, solide wachsend, deutlich wachsend. Für die finanziellen Leistungsindikatoren im Segment "Mobilfunk" wird folgende Entwicklung erwartet:
Für die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird folgende Entwicklung erwartet:
Da die Steuerung der klarmobil anhand der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren des Segments "Mobilfunk" erfolgt, steht auch die Prognose für die Gesellschaft im Einklang mit der zuvor beschriebenen Segmentprognose. Insgesamt basiert die Prognose auf den zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannten Erkenntnissen zur möglichen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland sowie den genannten Annahmen zur Branchenentwicklung. Sollte es zu einer konjunkturell schlechteren Entwicklung, zu Ereignissen mit weltwirtschaftlicher Tragweite oder zu unvorhergesehenen staatlichen bzw. regulatorischen Eingriffen kommen, könnte sich dies auf die abgegebene Prognose für die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren auswirken.
Hamburg, den 22. Februar 2024 Die Geschäftsführung Antonius Fromme Alexander Borgwardt
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BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der klarmobil GmbH (klarmobil), Hamburg, eingetragen am Amtsgericht Hamburg unter HRB 119203, wurde nach den Vorschriften §§ 238ff. und der §§ 264ff. des HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die klarmobil ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Durch die Wahl des Zahlenformates (TEUR oder Mio. EUR) kann es zu Abweichungen von den tatsächlich gebuchten Beträgen bzw. zu rundungsbedingten Differenzen bei der Berechnung von Zwischen- und Endsummen kommen. Zwischen der freenet DLS GmbH, Büdelsdorf, (fn GmbH) als herrschender Gesellschaft und der klarmobil als beherrschter Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 25.07.2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der Gesellschafterversammlungen der beteiligten Rechtsträger vom selben Tage mit der callmobile GmbH (callmobile) als übertragender Gesellschaft mit Sitz in Hamburg (Amtsgericht Hamburg HRB 119202) verschmolzen. Die Verschmelzung der callmobile auf die Gesellschaft erfolgte rückwirkend zum 01.01.2023 (Verschmelzungsstichtag). Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg erfolgte am 04.08.2023. Die Gesellschaft wird, die in der Schlussbilanz der übertragenden Gesellschaft angesetzten Werte der übergehenden Aktiva und Passiva in ihrer handelsrechtlichen Rechnungslegung fortführen (Buchwertfortführung). Die Verschmelzung erfolgt steuerlich gemäß § 11 Abs. 2 UmwStG i. V. m. § 12 UmwStG zu Buchwerten. B. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenVorräte Das Vorratsvermögen besteht im Wesentlichen aus SIM-Karten. Sie werden mit dem sogenannten Standardpreis (durchschnittliche Anschaffungskosten abzgl. kaufpreismindernde Bonuszahlungen der Hardware-Hersteller) unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Sie unterlegen keinem Wertverlust, daher erfolgt keine zusätzliche Abwertung nach Reichweite. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen werden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennwerten abzüglich pauschalierter Einzelwertberichtigungen angesetzt, die in Anlehnung an Erfahrungswerten aus der Vergangenheit gebildet wurden. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen entsprechend Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen große Netzbetreibergesellschaften wurden aufgrund bestehender Aufrechnungslage mit den Verbindlichkeiten gegenüber diesen Gesellschaften saldiert. Bestimmte Endkundenverträge sind Mehrkomponentenverträge. Sie bestehen aus einer Hardware-Komponente, in der Regel einem Mobilfunkgerät, und diversen Dienstleistungskomponenten, die zumeist aus der Erbringung von Telekommunikations- und Servicedienstleistungen bestehen. Der Preis für das gesamte Mehrkomponentengeschäft wird auf der Grundlage der anteiligen beizulegenden Zeitwerte auf die verschiedenen Elemente aufgeteilt. Die Höhe des zu realisierenden Umsatzes für die bereits gelieferten Elemente ist auf die Höhe der Umsätze beschränkt, die nicht von noch zukünftig zu erbringenden Leistungen abhängig sind (sog. Cash-Restriction). Die im Geschäftsjahr bilanzierten Forderungen aus der Hardware-Option wurden mit Zinssätzen zwischen 0,96 % und 6,19 % diskontiert. Der Diskontierungssatz setzt sich aus einem risikolosen Geldmarktzinssatz und dem internen Risikozins zusammen, welcher sich an Erfahrungswerten der kundengruppen-spezifischen Ausfallwahrscheinlichkeiten orientiert. Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Sämtliche Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aktiviert, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag passiviert, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber großen Netzbetreibergesellschaften wurden aufgrund bestehender Aufrechnungslage mit den Forderungen gegen diese Gesellschaften verrechnet. Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. C. Erläuterungen zur Bilanz1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. 99,7 Mio. EUR (Vorjahr 80,0 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus dem konzerninternen Liquiditätsmanagement i. H. v. 75,0 Mio. EUR (Vorjahr 56,5 Mio. EUR) und Lieferungen und Leistungen i. H. v. 24,7 Mio. EUR (Vorjahr 23,5 Mio. EUR). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb des nächsten Jahres fällig. 2. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten In dieser Position sind Giroguthaben i. H. v. 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR) enthalten. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der klarmobil beträgt unverändert 25 TEUR und ist voll erbracht. Die Kapitalrücklage erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 6,7 Mio. EUR (Vorjahr 49 TEUR). Der Anstieg ergibt sich aus der im Geschäftsjahr erfolgten Verschmelzung. Die Kapitalrücklage der callmobile wurde im Zuge der Verschmelzung auf die klarmobil übertragen 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen zeigen folgende Einzelposten:
5. Verbindlichkeiten
Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung i. H. v. 82,9 Mio. EUR (Vorjahr 74,7 Mio. EUR), umsatzsteuerlicher Organschaft i. H. v. 13,5 Mio. EUR (Vorjahr 11,7 Mio. EUR) und Lieferungen und Leistungen i. H. v. 10,8 Mio. EUR (Vorjahr 10,4 Mio. EUR). 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige nicht in der Bilanz ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen i. H. v. 5,6 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR). Der Betrag gliedert sich entsprechend der jeweiligen Restlaufzeiten wie folgt auf:
Die Abnahmeverpflichtungen aus Bestellungen bestehen i. H. v. 0,4 Mio. EUR und sind innerhalb eines Jahres fällig. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung7. Umsatzerlöse
Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse nahezu ausschließlich im Inland. 8. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge i. H. v. 7,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,7 Mio. EUR) resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen und sind anderen Geschäftsjahren zuzuordnen. 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Werbungs- und Vertriebskosten i. H. v. 8,0 Mio. EUR (Vorjahr 8,9 Mio. EUR), konzerninterne Aufwendungen i. H. v. 7,2 Mio. EUR (Vorjahr 7,3 Mio. EUR), Kosten der Callcenter i. H. v. 4,5 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR) sowie die Wertberichtigungen auf Forderungen i. H. v. 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,9 Mio. EUR). E. Sonstige Angaben10. Geschäftsführung und Mitarbeiter Als Geschäftsführer waren bestellt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt (ohne Geschäftsführung) 15 Angestellte (Vorjahr 33) bei der klarmobil beschäftigt. Zudem befand sich 1 Mitarbeiter in der Berufsausbildung (Vorjahr 1). Im Rahmen der effizienten Gestaltung von Verantwortlichkeiten im Konzern wechselten alle Beschäftigten der klarmobil in die freenet DLS GmbH. 11. Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss Die freenet DLS GmbH ist die Muttergesellschaft der klarmobil (kleinster Konsolidierungskreis und stellt keinen Konzernabschluss auf). Der Jahresabschluss der klarmobil wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft freenet AG, Büdelsdorf (größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Dieser ist nach § 325 HGB beim Betreiber des Unternehmensregisters einzureichen und bekannt zu machen. Der Konzernabschluss der freenet AG ist am Sitz der Gesellschaft, Hollerstraße 126, 24782 Büdelsdorf erhältlich. 12. Angabe zu § 285 Nr. 30a HGB Die Gesellschaft fällt als Teil des Freenet-Konzerns in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen des Pillar Two. Die Pillar Two-Gesetzgebung wurde in Deutschland, wo die Gesellschaft sowie die oberste Muttergesellschaft/Gruppenträgerin (freenet AG) ansässig ist, am 27. Dezember 2023 mit dem Mindeststeuergesetz (MinStG) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat ab dem 1. Januar 2024 in Kraft. Die Pillar Two-Regeln gelten für multinationale Unternehmen, die in mindestens zwei der letzten vier Jahre einen konsolidierten Umsatz von mindestens 750 Mio. EUR erzielt haben. Gemäß der Gesetzgebung muss der Konzern je Land eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem nach den Regeln des MinStG ermittelten Effektivsteuersatz und dem Mindestsatz von 15% zahlen. Auf die klarmobil wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die klarmobil verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. In Bezug auf die in Deutschland ansässigen Gesellschaften des Konzerns erfüllt die freenet AG derzeit die Voraussetzungen für die Übergangsregelung für untergeordnete internationale Tätigkeit gemäß § 83 MinStG und ist demgemäß, bei Beibehaltung dieser Voraussetzungen, in den ersten fünf Jahren (2024 bis 2028) von der Mindeststeuer befreit. Die hierfür zu erfüllenden Voraussetzungen beinhalten, dass der Konzern zum einen Gesellschaften in höchstens sechs Steuerhoheitsgebieten haben darf und zum anderen der Gesamtwert der materiellen Vermögenswerte aller Geschäftseinheiten, die in allen Steuerhoheitsgebieten (hier derzeit: USA und Schweden) mit Ausnahme des Referenzsteuerhoheitsgebiets (hier: Deutschland) den Betrag von 50 Mio. EUR nicht übersteigt. Für die Zeit nach Auslaufen der jeweiligen zeitlich befristeten Übergangsregelung ist die Gesellschaft derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der Auswirkungen von Pillar Two zu treffen." 13. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wird verzichtet, weil diese Information im Konzernabschluss der freenet AG enthalten ist. 14. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung ergeben.
Hamburg, den 22. Februar 2024 klarmobil GmbH Antonius Fromme Alexander Borgwardt BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die klarmobil GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der klarmobil GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der klarmobil GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 5. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer Harald van Voorst, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 24. April 2024 festgestellt. |
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