Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 1200
Vorher
MKB Mittelrheinische Bank Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
29.4.1976
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsBeteiligungsgesellschaftenKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben von Bankgeschäften jeglicher Art sowie die Durchführung aller damit im Zusammenhang stehenden Hilfsgeschäfte und Dienstleistungen mit Ausnahme von: Anschaffung und Veräußerung von Wertpapieren für andere (Effektengeschäft) gem. § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 4 KWG; Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren für andere (Depotgeschäft) gem. § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 5 KWG; den in § 1 des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften bezeichneten Geschäften (Investmentgeschäft) gem. § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 6 KWG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Hommen
seit 24.1.2025
Prokura
Florian Wickert
seit 24.1.2025
Prokura
Jasmin Rausch
seit 24.1.2025
Prokura
Kay Kalter
seit 24.1.2025
Prokura
Sören Reither
seit 24.1.2025
Prokura
Thomas Nickenig
seit 9.4.2014
Prokura
Henning Lung
seit 10.2.2011
Prokura
Jörg Schröder
seit 6.9.2010
Geschäftsführer
Thomas Hiermeier
seit 24.1.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landesbank Baden-Württemberg
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Landesbank Baden-Württemberg
Germany
20.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MMV Bank GmbH

Koblenz

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2023

In die Unternehmensgruppe (MMV Gruppe) sind neben der MMV Bank GmbH (MMV Bank) die nachfolgenden Gesellschaften einbezogen: MMV Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung (MMV Leasing), MMV-Mobilien Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH (MMV Mobilien) und MMV Versicherungsdienst GmbH.

Die MMV Gruppe ist ein spezialisierter Anbieter von Investitionsfinanzierungen. Sie finanziert über die Vergabe von Krediten (MMV Bank) sowie über den Abschluss von Leasing- und Mietkaufverträgen (MMV Leasing / MMV Mobilien) mobile Investitionsgüter.

Dabei haben die Gesellschaften der MMV Gruppe die folgenden Geschäftsschwerpunkte:

• Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der MMV Bank liegt in der Gewährung von gewerblichen Investitionskrediten für mobile Wirtschaftsgüter und der Finanzierung von Leasinggeschäften durch den Ankauf von Leasing- und Mietkaufforderungen der 100%igen Tochtergesellschaft MMV Leasing. Weiterhin betreibt die MMV Bank das Einlagengeschäft und bietet standardisierte Geldanlageprodukte in Form von Sparbriefen, Sparkonten und Festgeldern für Privat- und Firmenkunden sowie institutionelle Anleger an.

• Die MMV Leasing und die MMV Mobilien betreiben das Mobilien-Leasing. Bei der Geschäftsanbahnung wird nach den Vertriebswegen Kundengeschäft, über Lieferanten eingereichtes Geschäft (Vendorengeschäft) sowie Vermittlergeschäft differenziert. Die MMV Mobilien fungiert im Rahmen des mit der MMV Leasing praktizierten Doppelstockmodells schwerpunktmäßig als Besitzgesellschaft und Refinanzierer.

Der Vertrieb der Kredit- und Leasinggeschäfte erfolgt über angestellte Firmenkundenbetreuer der jeweiligen Vertriebsniederlassungen flächendeckend in der gesamten Bundesrepublik. Die Kunden sind überwiegend Unternehmen des deutschen Mittelstandes.

Sämtliche Gesellschaften der MMV Gruppe führen aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen ihr jeweiliges Ergebnis (un)mittelbar an die MMV Bank ab.

Zur Abwicklung ihres Geschäfts verfügt die MMV Gruppe gesellschaftsübergreifend über eine einheitliche Aufbau- und Ablauforganisation. Die Geschäfte der Gesellschaften der MMV Gruppe werden einheitlich durch die Mitarbeiter der MMV Bank geführt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Das Jahr 2023 ist gekennzeichnet durch einen wirtschaftlichen Abschwung. Die Konjunktur kühlte seit Jahresbeginn spürbar ab und die für die zweite Jahreshälfte erwartete Erholung blieb aus. Insgesamt wird für das Jahr 2023 ein Rückgang des BIP von 0,3& 1 (ifo-lnstitut) bzw. 0,4% 2 (Sachverständigenrat und Bundesregierung) erwartet. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten ein Minus von 0,6% 2.

1 Vgl. Ifo Konjunkturprognose Winter 2023

Die Hauptursache liegt in den drastisch gestiegenen Energiepreisen nach Ausbruch des Ukrainekrieges im Vorjahr, der hieraus entstandenen Inflation, dem daraus folgenden Kaufkraftverlust der privaten Haushalte sowie den geldpolitischen Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung. Auch der Export konnte bei schwächelnder Weltkonjunktur keine positiven Impulse liefern. 2

Die Geldpolitik der ersten neun Monate des Jahres 2023 war gekennzeichnet durch Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung. Der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde zuletzt im September auf 4,5% erhöht und übertraf den prognostizierten Anstieg (4,0% 3 ). Der für die Kreditvergabe relevantere Einlagesatz wurde zeitgleich auf 4,0% angepasst. 4 Die Maßnahmen haben das Ziel, über den geldpolitischen Zins- aber auch Kreditkanal die Kreditvergabe und mit ihr die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu senken. Die Inflation bewegte sich als Folge dieser Maßnahmen zwar unter den Spitzenwerten des Vorjahres (8,8%), blieb jedoch bis August über 6%, bevor ab dem Herbst ein spürbarer Rückgang (3,8% im Oktober) zu verzeichnen war. 5 Die positiven Effekte aus im Jahresverlauf wieder rückläufigen Energiepreisen wurden von dieser Entwicklung überlagert.

Die Entwicklung der Unternehmens- bzw. Ausrüstungsinvestitionen wurde ebenfalls von gegenläufigen Effekten geprägt. Im ersten Halbjahr entwickelte sich das Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen besser als die Gesamtwirtschaft. Getragen wurde diese Entwicklung von wieder rückläufigen Energiepreisen im Jahr 2023, aber auch dem schrumpfenden Auftragsbestand. In der zweiten Jahreshälfte wirkte sich - dem entgegenstehend - das Finanzierungsumfeld in Form des Zinsanstiegs als Folge der hohen Inflation aber auch die zunehmend restriktive Kreditvergabe der Banken dämpfend aus. Für das Gesamtjahr 2023 wird für die Ausrüstungsinvestition ein Wachstum zwischen 2,8% (führende Wirtschaftsforschungsinstitute) und 3,8% (Bundesregierung) erwartet (Prognose 3,6% 6 ). 2

Geschäftsverlauf

Die Entwicklung im Geschäftsjahr der MMV Gruppe bzw. der MMV Bank stellt sich wie folgt dar:

Der allgemeine wirtschaftliche Verlauf spiegelt sich auch im Geschäftsverlauf der MMV Gruppe wider. Die Neugeschäftsleistung (Neugeschäftsvolumen zzgl. Veränderungen des Auftragsbestandes) wurde um 0,54% auf 709,7 Mio. EUR gesteigert (Vorjahr 705,9 Mio. EUR). Der Auftragsbestand sank dabei im Geschäftsjahr um 32,6 Mio. EUR (Vorjahr: + 8,0 Mio. EUR). Das abgerechnete Neugeschäftsvolumen (abgerechnete Verträge und Vorfinanzierungen) stieg um 6,36% von 697,9 Mio. Euro auf 742,3 Mio. Euro.

2 Vgl. Univ.-Prof. Dr. Thomas Hartmann-Wendels, Konjunktur-Kompass Ausrüstungsinvestitionen KKA III 2023, Anlage 1 zum Rundschreiben 64/23 des Bankenfachverbandes v. 1.12.23
3 Vgl. Ifo Konjunkturprognose Winter 2022
4 Vgl. BDL-Rundschreiben 7-08-23 v. 17.11.23 (Anlage)
5 Vgl. o.V., Verbraucherpreisindex Deutschland, Statistisches Bundesamt (Destatis), https://www-genesis.destatis.de/genesis//online?operation=table&code=61111-0002&bypass=true&levelindex=0&levelid=1704277661349#abreadcrumb, Abrufdatum 3.1.24
6 Vgl. Univ.-Prof. Dr. Thomas Hartmann-Wendels, Konjunktur-Kompass Ausrüstungsinvestitionen KKA II 2022, Anlage 1 zum Rundschreiben 46/22 des Bankenfachverbandes vom 30.November 2022

Das kontrahierte Neugeschäftsvolumen der MMV Leasing erreichte mit 522,6 Mio. Euro nahezu unverändert das Vorjahresniveau (522,8 Mio. Euro, -0,03%). Die Steigerung des abgerechneten Neugeschäfts um 40,1 Mio. Euro auf 552,2 Mio. Euro (+7,82%) bewegt sich im Rahmen unserer Erwartungen oberhalb der Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen. Allerdings stehen dem auch Veränderungen des Auftragsbestandes um -29,6 Mio. Euro entgegen.

Die Neugeschäftsleistung der MMV Bank entwickelte sich besser als die des MMV Konzerns und stieg von 183,1 Mio. Euro um 2,15% (Vorjahr: 5,98%) auf 187,1 Mio. Euro bzw. das abgerechnete Neugeschäftsvolumen von 185,8 Mio. Euro auf 190,1 Mio. Euro (+2,35%).

Unsere Prognose, mit der MMV Gruppe in 2023 ein Wachstum der Neugeschäftsleistung oberhalb der Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen zu erzielen, konnte nicht erreicht werden.

Ähnlich wie in den Vorjahren entwickelte sich das Neugeschäft zu Beginn des Jahres entsprechend der Prognosen der Bundesregierung und des Sachverständigenrates erfreulich, während ab der zweiten Jahreshälfte überwiegend negative allgemeinwirtschaftliche Faktoren die Neugeschäftsentwicklung beeinflussten. Hauptursachen sind die nachlassende Nachfrage in Folge der durch die geldpolitischen Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung deutlich gebremsten Konjunktur. Die Leitzinsen wurden dabei auf den höchsten Wert seit 23 Jahren angehoben. Trotz des schwierigen Umfeldes konnten die gestiegenen Refinanzierungskosten verstärkt in die Vertragszinssätze eingepreist werden. Unsere Prognose einer leichten Erhöhung der Neugeschäftsmargen wurde dabei - sowohl im Konzern als auch in der MMV Bank - erfüllt.

Der Bestand an Kundeneinlagen der MMV Bank liegt bei unterschiedlichen Entwicklungen der einzelnen von der MMV Bank angebotenen Produkte (Spareinlagen, -briefe, -konten, Termin- und Tagesgelder) mit 150,7 Mio. Euro um 8,8% unter dem Vorjahreswert (165,2 Mio. Euro).

Die Quote des zahlungsgestörten Volumens im Kredit-, Leasing- und Mietkaufgeschäft der MMV Gruppe - definiert als Anteil des zahlungsgestörten Bruttovolumens (bereits fällige Forderungen zzgl. kumulierter Barwerte dieser Engagements) an den kumulierten Barwerten - liegt mit 1,59% in 2023 - entsprechend unseren Erwartungen - deutlich über dem Vorjahreswert (1,28%).

Weiterhin wurde im Geschäftsjahr erstmals eine Vorsorge für erwartete, aber noch nicht konkretisierte Risiken kapitalintensiver Wirtschaftszweige mit erhöhtem Verschuldungsgrad in Höhe von 4,7 Mio. EUR auf Ebene der MMV-Gruppe gebildet, die mit 2,5 Mio. EUR dem Risikoergebnis und mit 2,2 Mio. EUR den außerplanmäßigen Abschreibungen zuzuordnen ist. Das Risikoergebnis hat sich per Saldo um 2,0 Mio. EUR verschlechtert.

Die Vorsorge für Risiken kapitalintensiver Wirtschaftszweige mit erhöhtem Verschuldungsgrad auf Ebene der MMV Bank beträgt 1,7 Mio. EUR und hat das Risikoergebnis belastet. Das Risikoergebnis der MMV Bank hat sich um 0,9 Mio. EUR verschlechtert.

Auf Ebene der MMV-Gruppe führte die Vorsorge für Risiken aufgrund der unsicheren Entwicklung auf den Geld- und Kapitalmärkten sowie der konjunkturellen Entwicklung zu einer um TEUR 1.651 höheren Pauschalwertberichtigung. Insgesamt ist damit die Prognose einer deutlich gestiegenen Risikovorsorge der MMV Gruppe - ohne Effekte aus der Zuführung zur Vorsorge für allgemeine Bankrisiken - eingetroffen.

Auf Ebene der MMV Bank ist die Prognose einer über Vorjahresniveau liegenden Risikovorsorge eingetroffen. Dies resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Zuführungen bei Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, sowie einer Zuführung zur Vorsorge für allgemeine Bankrisiken.

Die MMV Gruppe und die MMV Bank blicken unter Berücksichtigung einer hohen Inflationsrate, dem gestiegenen Kapitalmarktniveau und den Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine sowie den daraus resultierenden, weiterhin bestehenden Unsicherheiten in der Energieversorgungslage auf ein gutes Geschäftsjahr zurück.

Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

- Ertragslage

Wesentliche Ergebniskomponenten der MMV Gruppe

(Mio. EUR) 31.12.2023 31.12.2022 Δ
Zinsüberschuss 11,3 14,6 -21,6%
Leasingergebnis * 70,4 61,1 15,5%
Ergebnis aus dem Kredit- und Leasinggeschäft 81,7 75,7 7,9%
Verwaltungsaufwendungen *** -39,6 -37,1 7,3%
Zuführung/Auflösung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen **** -3,1 -8,0 -61,3%
Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken ** -7,9 -5,7 35,1%
Zuführung/Auflösung Fonds für allg. Bankrisiken 0,0 -4,0 -100,0%
Ergebnis vor Steuern 30,5 19,5 56,4%
Latente Steuern -8,9 -7,0 -100,0%
Laufende Ertragssteuern -0,7 0,0 >100,0%
Jahresüberschuss 20,9 12,5 138,4%

* Das Leasingergebnis setzt sich aus den unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Erträgen aus dem Leasinggeschäft sowie den unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Leasingaufwendungen und den Abschreibungen auf das Leasingvermögen sowie dem Provisionsergebnis zusammen.
** Die Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken beinhaltet Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft und die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Leasingvermögen für Bonitätsrisiken incl. Zuführung gem. § 340f HGB
*** Ohne Effekte aus der Altersvorsorge
**** Setzt sich zusammen aus Aufwendungen -/- Erträge, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem allgemeinen Verwaltungsaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen werden

Die Ertragslage der MMV Gruppe in 2023 war geprägt von einem gestiegenen Ergebnis aus dem Kredit- und Leasinggeschäft, einer erhöhten Risikovorsorge und deutlich reduzierten Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Der rückläufige Zinsüberschuss resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Refinanzierungskosten. Dem stehen jedoch die an anderer Stelle der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen gestiegenen Erträge aus dem Leasinggeschäft gegenüber.

Die Steigerung im Ergebnis aus dem Leasinggeschäft setzt sich im Wesentlichen aus einem um 14,3 Mio. EUR verbesserten Ergebnis aus dem laufenden Leasinggeschäft (Erträge abzgl. Abschreibungen auf das Leasingvermögen) sowie einem um 5,0 Mio. EUR schwächeren Verwertungsergebnis zusammen.

Der Verwaltungsaufwand (ohne Aufwendungen für Altersversorgung) ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio. EUR gestiegen. Die Steigerung resultiert neben inflationsbedingten Effekten im Wesentlichen aus den Kosten für Instandsetzungsmaßnahmen am Verwaltungsgebäude sowie den gestiegenen Kosten zur Digitalisierung des Kreditprozesses.

Die Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Mio. EUR gemindert. Ursächlich sind im Wesentlichen Anpassungen der Annahmen zur künftigen Preis- und Kostenentwicklung bei der Altersversorgung infolge der Inflationsdynamik im Vorjahr. Weiterhin wirkte ein Anstieg des zugrunde gelegten Diskontierungssatzes gegenüber dem Vorjahr um 4 Basispunkte aufwandsmindernd.

Die Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken hat sich entsprechend unserer Erwartungen im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mio. EUR verschlechtert, was insbesondere auf eine erhöhte Zuführung zu Einzelwertwertberichtigungen bei gleichzeitig geringeren Auflösungen von Einzelwertberichtigungen aus Vorjahren bei annähernd identischen Eingängen auf abgeschriebenen Forderungen zurückzuführen ist. Darüber hinaus beeinflusste die Bildung weiterer Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken das Risikoergebnis. Aufgrund der aktuell unsicheren Entwicklung der Geld- und Kapitalmärkte sowie der Konjunktur wurde im Geschäftsjahr eine Vorsorge für erwartete, aber noch nicht konkretisierte Risiken kapitalintensiver Wirtschaftszweige i H. v. 4,7 Mio. EUR gebildet.

Der Sonderposten Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB besteht unverändert (Zuführung Vorjahr 4,0 Mio. EUR).

Wesentliche Ergebniskomponenten der MMV Bank

(Mio. EUR) 31.12.2023 31.12.2022 Δ
Zinsüberschuss 16,4 14,3 14,7%
Verwaltungsaufwendungen -31,3 -29,8 5,7%
Zuführung/Auflösung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen * -3,1 -8,0 -61,3%
Beteiligungserträge 28,7 18,2 57,7%
Sonst. Betriebliches Ergebnis ** 25,3 28,1 -10,0%
Risikovorsorge -4,4 -3,5 25,7%
Ertragssteuern -0,7 0,0 >100,0%-
Jahresüberschuss 29,7 19,1 55,5%

* Setzt sich zusammen aus Aufwendungen -/- Erträge welche unter dem allgemeinen Verwaltungsaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen werden
** das Sonstige betriebliche Ergebnis setzt sich aus den sonstigen übrigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen zusammen, die nicht auf das Leasinggeschäft entfallen, insbesondere aus der Änderung der Parameter zur Berechnung der Pensionsrückstellung.

Der Anstieg beim Zinsüberschuss der MMV Bank ist im Wesentlichen beeinflusst durch erhöhte Aktivkonditionen, die die gestiegenen Refinanzierungskosten überkompensiert haben.

Die Beteiligungserträge haben sich aufgrund eines deutlich verbesserten Ergebnisses der MMV Leasing um 10,5 Mio. EUR erhöht.

Die Effekte zur Entwicklung der Risikovorsorge, der Aufwendungen für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen und den gestiegenen Verwaltungsaufwendungen der MMV Bank wurden bereits bei der MMV Gruppe erläutert.

Die durch Verlustverrechnung aus Vorjahren geminderte Belastung mit Steuern vom Einkommen und Ertrag (2,2 Mio. EUR, Vj. 0 Mio. EUR) wurde durch im Wege des Verlustrücktrags entstandene Steuererstattungsansprüche betreffend Vorjahre im Wesentlichen kompensiert.

Aufgrund der vorgenannten Effekte liegen die Ergebnisse vor Steuern der MMV Bank als auch des MMV Konzerns nach HGB deutlich über dem Vorjahresniveau.

Das IFRS Ergebnis vor Steuern (ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator der MMV Gruppe) liegt mit 25,0 Mio. EUR (Vj. 22,2 Mio. EUR) deutlich oberhalb unserer Erwartungen. Die Planabweichung ergibt sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Zinsergebnis.

- Finanz- und Liquiditätslage

Die Verbindlichkeiten der MMV Gruppe und der MMV Bank setzen sich aus festverzinslichen Darlehen von Kreditinstituten sowie aus Kundeneinlagen zusammen.

Im Geschäftsjahr gab es bei einem vergleichbaren Bestandsvolumen nur Verschiebungen innerhalb der Refinanzierungsinstrumente der MMV Gruppe. Dabei stehen einem Zugang beim Forderungsverkauf von Leasingverträgen (Zunahme des passiven Rechnungsabgrenzungspostens) Rückgänge bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Kunden gegenüber. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich nur unwesentlich vermindert.

Hinsichtlich der Fälligkeitsstruktur dieser Mittel verweisen wir auf die Restlaufzeitengliederung der Verbindlichkeiten im Anhang. Im Rahmen ihrer Refinanzierung verkauft die MMV Gruppe zudem regelmäßig zukünftige Leasingraten an Drittbanken.

Zum Bilanzstichtag stehen der MMV Gruppe Refinanzierungslinien bei inländischen Kreditinstituten in Höhe von 1.621,2 Mio. EUR zur Verfügung, die grundsätzlich sowohl von der MMV Bank als auch von der MMV Leasing und der MMV Mobilien in Anspruch genommen werden können. Die Linien können in Form von Darlehen sowie in Form des Forderungsverkaufs über das Doppelstockmodell genutzt werden. Die Auslastung dieser Linien liegt zum Bilanzstichtag bei 56,7%.

Mit den im Jahresvergleich nur geringfügig niedrigeren Refinanzierungslinien von 1.621,2 Mio. EUR (Vj. 1.624,4 Mio. EUR) bei leicht erhöhter Auslastung der Linien von 56,7%

(Vj. 55,6%) verfügen die MMV Bank sowie der MMV Gruppe unverändert über eine tragfähige Finanzierungsstruktur. Die Zahlungsfähigkeit der MMV Bank und der MMV Gruppe war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

- Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten der MMV Gruppe

(Mio. EUR) 31.12.2023 31.12.2022 Δ
Bilanzsumme 1.348,4 1.329,3 1,4%
Forderungen an Kunden 481,8 472,2 2,0%
Leasingvermögen 818,9 788,9 3,8%
Aktive Latente Steuern 31,3 40,3 -22,3%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 658,2 670,6 -1,8%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 150,7 165,3 -8,8%
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 311,7 286,4 8,8%

Die Bilanzsumme der MMV Gruppe stieg gegenüber dem Vorjahresstichtag um 19,1 Mio. EUR auf 1.348,4 Mio. EUR. Dies resultiert überwiegend aus dem Anstieg des Leasingvermögens um 30,0 Mio. EUR sowie der Position Forderungen an Kunden um 9,6 Mio. EUR. Dem gegenüber verminderten sich die Sonstigen Vermögensgegenstände um 11,9 Mio. EUR und die aktiven latenten Steuern um 8,9 Mio. EUR.

Das Leasingvermögen hat sich im Geschäftsjahr um 3,8% erhöht. Ausgehend von einem Leasingvermögen zum 01.01.2023 in Höhe von 788,9 Mio. EUR stehen den Zugängen zum Leasingvermögen (inkl. Geleisteter Anzahlungen) von 414,6 Mio. EUR (Vj. 377,7 Mio. EUR) erhöhte Abgänge zu Restbuchwerten von 120,8 Mio. EUR (Vj. 113,1 Mio. EUR) sowie niedrigere Abschreibungen im Geschäftsjahr von 263,8 Mio. EUR (Vj. 281,1 Mio. EUR) gegenüber.

Die Zunahme der Forderungen an Kunden resultiert aus der Zunahme der Forderungen aus Mietkaufverträgen, Darlehen sowie Vorfinanzierungen.

Die Investitionen in immaterielle Anlagewerte in Höhe von 59 TEUR betrafen im Wesentlichen die Fortführung der Entwicklung der ERP-Software LeaProS.

Aufgrund der steuerlich nicht anerkannten degressiven Abschreibung, der teilweise steuerlich nicht anerkannten außerplanmäßigen Abschreibung zur verlustfreien Abwicklung des Leasingvermögens bei den Tochtergesellschaften und der Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen wird die MMV Bank als Organträgerin durch zeitlich vorgezogene Steuerzahlungen (temporäre Differenzen) belastet. Zur besseren Transparenz des wirtschaftlichen Erfolgs der MMV Gruppe wurde deshalb im Konzernabschluss vom Aktivierungswahlrecht für latente Steuern gem. §§ 274 und 306 HGB Gebrauch gemacht.

Wesentliche Bilanzposten der MMV Bank

(Mio. EUR) 31.12.2023 31.12.2022 Δ
Bilanzsumme 538,7 545,0 -1,2
Forderungen an Kunden 516,2 511,1 1,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 243,8 266,4 -8,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 150,7 165,2 -8,8

Die Bilanz der MMV Bank ist insbesondere geprägt durch die Forderungen an Kunden sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Die Forderungen an Kunden der MMV Bank sind, im Wesentlichen bedingt durch die Zunahme der Darlehen sowie des Verrechnungsverkehrs innerhalb der MMV Gruppe, gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Mio. EUR gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 22,6 Mio. EUR, weiterhin sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 14,5 Mio. EUR. Im Wesentlichen ist dies bedingt durch einen niedrigeren Finanzierungsbedarf aufgrund der verbesserten Kapitalbasis sowie den zahlungswirksam eingegangenen Steuererstattungsansprüchen aus dem Vorjahr.

Personalbereich

Der Erfolg der MMV Gruppe beruht insbesondere auf ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihr Engagement und ihre Kompetenz sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Wettbewerb um eine hohe Geschäftspartnerzufriedenheit. Auch durch Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter und Führungskräfte unterstützt, ihr fachliches und persönliches Potenzial weiterzuentwickeln.

Bei der MMV Bank waren im Jahresdurchschnitt 2023 einschließlich Auszubildende 383 Mitarbeiter (Vj. 390) angestellt. Die Mitarbeiter nehmen vielfach in Personalunion Aufgaben innerhalb der Unternehmen der MMV Gruppe wahr. Die MMV Bank belastet den Tochterunternehmen hierfür anteilmäßige Personalkosten.

Zum Bilanzstichtag hat die MMV Bank 9 Auszubildende (Vj. 10) in der beruflichen Erstausbildung beschäftigt, die teilweise zusätzlich ein berufsbegleitendes Studium absolvieren. Damit unterstreicht die MMV Gruppe ihre Strategie, den Personalbedarf auch zukünftig möglichst aus dem eigenen Nachwuchs decken zu können. Darüber hinaus ist die Personalstruktur durch eine weiterhin geringe ungeplante Fluktuation und daraus resultierende vergleichsweise lange Betriebszugehörigkeit gekennzeichnet.

Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese haben erneut zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr der MMV Gruppe beigetragen. Mit dem Betriebsrat haben wir, wie bisher, vertrauensvoll und sachlich zusammengearbeitet.

Chancen- und Risikobericht

Allgemeine Ausführungen

Aufgrund der einheitlichen Steuerung sowie der gleichartigen Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der MMV Gruppe bestehen für die Gesellschaften der MMV Gruppe die gleichen Chancen und Risiken. Für die Betrachtung der Chancen und Risiken wird ein Prognosezeitraum von einem Jahr zu Grunde gelegt.

Risiken für die künftige Entwicklung der MMV Gruppe sowie der MMV Bank bestehen im Wesentlichen darin, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland unterhalb der Erwartungen der Wirtschaftsforschungsinstitute liegt und deshalb Neugeschäft nicht in dem geplanten Umfang oder nur zu ungünstigeren Konditionen geschlossen werden kann. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass vermehrt Kunden nicht mehr in der Lage sind, ihren Zahlungsverpflichtungen aus den Darlehens-, Leasing- und Mietkaufverträgen vollständig und zeitgerecht nachzukommen und die MMV Gruppe bzw. die MMV Bank in der Folge überplanmäßig Risikovorsorgepositionen bilden muss. Des Weiteren besteht das Risiko, dass die MMV Gruppe und die MMV Bank einen weiter steigenden Marktzins nicht vollumfänglich an ihre Kunden weiterreichen können und sich die Vertragsmargen damit nicht erwartungsgemäß entwickeln können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der dargestellten Risiken wird aufgrund der als verlässlich eingeschätzten Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute, die für die Prognose der Geschäftsentwicklung der MMV Gruppe zu Grunde gelegt wurden, als mittel eingeschätzt.

Chancen, die über die im Rahmen der Prognose berücksichtigten Annahmen hinausgehen, bestehen in einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, die insbesondere auf einer nachhaltigen Erholung von den andauernden Wirtschaftshemmnissen (Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, hohe Energiekosten, Zinsbelastung) beruht. Dies würde sich in einer steigenden Investitionstätigkeit der Unternehmen niederschlagen, die es der MMV Gruppe ermöglichen würde, überplanmäßig zu wachsen.

Risikomanagement

- Organisation des Risikomanagements

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung der MMV Gruppe, der Finanzierung mobiler Wirtschaftsgüter für gewerbliche Kunden in Form von Investitionskrediten bzw. Leasing- und Mietkaufverträgen, bestehen für die Unternehmen der MMV Gruppe einheitliche Geschäfts- und Risikostrategien. Entsprechend und als Konsequenz der Verflechtungen der MMV Gruppe im Sinne von Ergebnisabführungen an die MMV Bank sowie einheitlichen Risikomanagementstandards bestehen einheitliche Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse. Die in diesem Zusammenhang erforderlichen Maßnahmen zur Steuerung der Risiken werden in Personalunion durch Mitarbeiter der MMV Bank durchgeführt. Der gesamte Risikomanagementprozess, einschließlich der Umsetzung und Überwachung erforderlicher Maßnahmen, liegt in der Verantwortung der Geschäftsführer der MMV Bank, die zugleich Geschäftsführer sämtlicher Gesellschaften der MMV Gruppe sind.

Die MMV Gruppe identifiziert, bewertet, steuert und kommuniziert ihre Risiken über angemessene interne Prozesse zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit (Internal Capital Adequacy Assessment Process: ICAAP) und zur Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsausstattung (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process: ILAAP).

Zur Koordination des Risikomanagements besteht ein Lenkungsausschuss, in dem als Mitglieder neben der Geschäftsführung, dem Generalbevollmächtigten und den Direktoren der Bereiche Markt und Marktfolge alle zur Risikosteuerung und -überwachung relevanten Abteilungsleiter vertreten sind. Daneben werden im Rahmen des Risikomanagements die wesentlichen Risiken laufend überwacht und entsprechend gesteuert.

Risikokonzentrationen, insbesondere im Adressenausfallrisiko, hier u.a. bezüglich Branchen, Größen- und Risikoklassen, werden von der Risikocontrolling-Funktion laufend überwacht und unterliegen einer Limitierung. Regelmäßige Stresstests und ein Frühwarnsystem ergänzen das Risikomanagement und liefern Steuerungsimpulse.

Im Berichtsjahr lag der Fokus im Risikomanagement u.a. auf der Begrenzung von Risiken und der Vorsorgebildung für potenzielle Schäden aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der Reaktion auf die Zinsentwicklung sowie der Behandlung von Nachhaltigkeitsrisiken.

Risikoarten

- Adressenausfallrisiken im Darlehens-, Leasing- und Mietkaufgeschäft

Die MMV Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit als Investitionsfinanzierer im Wesentlichen dem Risiko der Verschlechterung der Bonität ihrer Kunden ausgesetzt.

Adressenausfallrisiken bestehen bei der MMV Gruppe innerhalb des von der MMV Bank betriebenen Geschäftsfeldes "Gewerbliche Investitionskredite" und dem Leasing- bzw. Mietkaufgeschäft der Leasingtochtergesellschaften.

Die Steuerung der Risiken setzt bei der MMV Gruppe bereits beim Neugeschäftsprozess im Rahmen der Bonitätsprüfung der Endkunden an. Die weitgehend standardisierte Vorgehensweise bei der Bonitätsprüfung ist in Richtlinien und Arbeitsanweisungen schriftlich fixiert. Die Gewährung von Neuherauslagen ist mittels Kompetenzstufen geregelt. Für die Bearbeitung von Anträgen im kleinvolumigen Mengengeschäft wird ein Scoring-System genutzt.

Zur Begrenzung von Konzentrationsrisiken wurden u.a. Limite hinsichtlich der Größe der Kreditengagements für Kreditnehmereinheiten, des Anteils der Engagements mit Kreditexposures über 500 TEUR am Gesamtportfolio sowie des Anteils einzelner Branchen am Gesamtportfolio festgelegt.

Die Überwachung des Kredit-, Leasing- und Mietkaufportfolios erfolgt u.a. mittels Auswertungen hinsichtlich der nach Ratingklassen bewerteten Portfolioqualität, Größenklassengliederungen, Branchenverteilungen sowie der Darstellung wesentlicher Einzelengagements.

Die Kreditrisiken (unerwarteter Verlust) werden auf Basis eines VaR-Modells quantifiziert. Die MMV Gruppe verfügt über ein Limitsystem zur Begrenzung der Kreditrisiken sowie über Stresstests und Eskalationsmechanismen zur laufenden Überwachung.

Die Einhaltung der mit den Kunden vereinbarten Zahlungen wird durch automatisierte Mahnverfahren überwacht. Notleidende Forderungen werden von der Abteilung Intensivbetreuung der MMV Gruppe bearbeitet.

Um eine unbeabsichtigte übermäßige Ausweitung der in den Konjunkturhemmnissen begründeten Bonitätsrisiken zu vermeiden, werden bei der Neuherauslage im Kredit- und Leasinggeschäft zur Verbesserung der Risikosteuerung zusätzliche Maßnahmen berücksichtigt.

So werden im Rahmen der Bonitätsanalyse bspw. Die Auswirkungen der Kostensteigerungen, der Rohstoffknappheit in Verbindung mit ggf. gestörten Lieferketten sowie des inflationsgetriebenen Zinsanstieges identifiziert.

Für die Ermittlung der Risikovorsorge ordnet die MMV Gruppe ihre Engagements einer von vier Risikoklassen zu. Der Risikoklasse I werden Engagements zugeordnet, die ordnungsgemäß bedient werden und keinerlei Auffälligkeiten aufweisen. Es bestehen latente Adressenausfallrisiken. Die Engagements der Risikoklasse II bis IV weisen Merkmale erhöhter bzw. akuter Adressenausfallrisiken auf. Der Risikoklasse II werden Engagements mit angespannten und/oder unbefriedigenden wirtschaftlichen Verhältnissen ohne Zahlungsstörungen zugeordnet. Für diese Engagements wird eine etwaige Risikovorsorge einzelfallbezogen ermittelt. Die Risikoklasse III enthält Engagements mit Zahlungsstörungen. Bei zahlungsgestörten Engagements wird bei einer Engagementhöhe bis 250 TEUR eine pauschalierte Risikovorsorge ermittelt, darüber hinaus wird die Risikovorsorge einzelfallbezogen festgelegt. In die Risikoklasse IV fallen alle Engagements, die infolge von Kündigung oder eines anhängigen Insolvenzverfahrens ausgefallen sind. Für diese Engagements wird eine einzelfallbezogene Risikovorsorge in Höhe des Blankoanteils gebildet.

Die MMV Gruppe bildet Risikovorsorge für akute Adressenausfallrisiken in Form von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Leasingobjekte. Bei der Bildung der Risikovorsorge sind u.a. Annahmen über die erwarteten Zahlungsströme aus der Kapitaldienstfähigkeit des Kreditnehmers oder der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten bzw. des Leasingobjektes erforderlich. Die MMV Gruppe stellt bei den Engagements der Risikoklassen II bis IV aufgrund ihrer Tätigkeit als Investitionsfinanzierer im Wesentlichen auf die Zahlungsströme aus der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten bzw. des Leasingobjektes ab. Bei der Bewertung von dinglichen Sicherheiten und Leasingobjekten werden interne Bewertungen auf Basis von historisierten eigenen Verwertungstransaktionen abgeleitet oder es wird auf aktuelle Wertindikationen von Gutachtern für gebrauchte Objekte zurückgegriffen. Angewandte interne Bewertungsparameter für die vorhandenen Sicherheiten sowie Wertberichtigungsquoten bei der pauschalierten Risikovorsorge werden einer regelmäßigen Validierung (jährlich) unterzogen. Verwendete Wertindikationen und die Gutachten externer Sachverständiger werden regelmäßig den tatsächlich erzielten Verwertungserlösen gegenübergestellt sowie aktuelle technische Entwicklungen und Trends berücksichtigt. Im Rahmen dieses internen Gutachter-Panels werden die Kompetenz, Zuverlässigkeit und Objektivität der externen Dienstleister beurteilt und bei Bedarf Zweitgutachten herangezogen.

Die Engagements der Risikoklassen I bis III unterliegen einer regelmäßigen Überwachung durch die verantwortlichen Fachabteilungen unter Zuhilfenahme der IT-Systeme. Neben der laufenden Überwachung von eventuellen Zahlungsstörungen werden Engagements der Risikoklasse I ab einer Größe von 500 TEUR im Rahmen einer jährlichen Überprüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kunden überwacht. Für Engagements der Risikoklassen II und III erfolgt die Überwachung in einem engeren Turnus. Bei Engagements der Risikoklasse IV wird die Risikovorsorge nach Verwertung der vorhandenen Sicherheiten automatisch auf 100% des verbliebenen Obligos aufgestockt.

Latenten Risiken aus dem Kredit-, Leasing- und Mietkaufgeschäft wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die pauschale Bewertung vorhersehbarer, aber noch nicht bei einzelnen Engagements konkretisierter, Adressenausfallrisiken basiert sowohl bei der Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen als auch bei der Kalkulation außerplanmäßiger Abschreibungen auf das Leasingvermögen auf einem Modell zur Ermittlung erwarteter Verluste (zukunftsorientierte Betrachtungsweise). Darüber hinaus wird für bestimmte Kundengruppen zur Antizipation aktueller und zukünftiger Entwicklungen zusätzliche Risikovorsorge gebildet, die auf einen höheren erwarteten Verlust abgestellt ist. Die Risikovorsorge umfasst sowohl erwartete, aber noch nicht konkretisierte Risiken kapitalintensiver Wirtschaftszweige mit erhöhtem Verschuldungsgrad, Kunden in - nach Einschätzung der MMV Gruppe - besonders von Hochwasserrisiken betroffenen Gebieten sowie energieintensive bzw. energiekostensensitive Kundengruppen.

Des Weiteren hat die MMV Gruppe nach den Vorschriften des § 340f HGB zusätzliche Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken gebildet.

Durch die nahezu ausschließliche Geschäftstätigkeit der MMV Gruppe mit inländischen Kunden ist im Darlehens-, Leasing- und Mietkaufgeschäft den Länderrisiken keine Bedeutung beizumessen.

Im Leasinggeschäft schließt die MMV Gruppe nur solche Verträge ab, bei denen über die Leasingraten, etwaig vertraglich vereinbarte Andienungsrechte, Restwertgarantien durch Dritte oder Abschlusszahlungen bei kündbaren Verträgen die Vollamortisation gewährleistet ist. Sofern durch das Auseinanderfallen von Vertragslaufzeit und betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer, über welche die Leasingobjekte abgeschrieben werden, bilanzielle Restbuchwertrisiken entstehen, werden diese durch Risikovorsorge in Form von zusätzlichen Abschreibungen auf das Leasingvermögen abgedeckt.

- Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken der MMV Gruppe bestehen in Form des Liquiditätsrisikos im engeren Sinne (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) sowie dem Refinanzierungsrisiko (Risiko, dass Refinanzierungsmittel nicht im ausreichenden Maße bzw. zu ungünstigen Konditionen verfügbar sind).

Das Liquiditätsmanagement im weiteren Sinne wird zentral wahrgenommen. Hierzu gehören insbesondere die Festlegung einer gruppenweit anzuwendenden Liquiditätsstrategie, die Zusammenfassung der Liquiditätspositionen der einzelnen Gesellschaften auf Gruppenebene, die Analyse der Liquiditätspositionen auf Gruppenebene sowie das Berichtswesen. Die mittel- und langfristige Liquiditätssteuerung obliegt unmittelbar der Geschäftsführung, die dabei vom Finanz- und Risikocontrolling anhand verschiedener Auswertungen sowie anhand der über das Management-Informations-System (MIS) verfügbaren Daten unterstützt wird. Kernelemente des Liquiditätsmanagements sind die Aufnahme mittel- und langfristiger Mittel zur weitgehend fristenkongruenten Refinanzierung des Neugeschäfts sowie die Aufrechterhaltung eines Mindestbestands von freien Kreditlinien in Höhe von 200 Mio. EUR.

Die MMV Gruppe greift zur Refinanzierung ihres Aktivgeschäftes auf Kreditlinien des Mutterunternehmens LBBW, einer größeren Anzahl von öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten, weiteren Banken deutschlandweit und auf Kundeneinlagen zurück. Zum Bilanzstichtag bestehen Geschäftsbeziehungen aus Refinanzierungsgeschäften zu insgesamt 19 Sparkassen, Landesbanken und anderen inländischen Kreditinstituten. Aufgrund der Anzahl der Refinanzierungspartner und der unterschiedlichen Finanzierungsquellen wird die Refinanzierung als diversifiziert eingestuft. Die MMV Gruppe verfügt gemessen an den bestehenden laufenden Zahlungsverpflichtungen sowie dem erwarteten Finanzierungsbedarf aus dem geplanten Neugeschäft über ausreichend freie Kreditlinien, um den Liquiditätsbedarf zu decken.

Die Überwachung der Ausnutzung der Kreditlinien bzw. die Beantragung neuer und Prolongation bestehender Kreditlinien wie auch die mittel- und langfristige Liquiditätssteuerung wird unmittelbar von der Geschäftsführung vorgenommen.

Zum Bilanzstichtag waren die Kreditlinien der MMV Gruppe zu 57% (Vj. 56%) in Anspruch genommen. Freie Kreditlinien bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 702 Mio. EUR.

Wesentliche Auswirkungen auf die Liquiditätssituation der MMV Gruppe bzw. der MMV Bank aufgrund der konjunkturellen Lage waren nicht zu verzeichnen. In 2023 entstand keine nennenswerte Liquiditätsbelastung durch ausgefallene oder gestundeten Leistungsraten. Im Einlagengeschäft der Bank wurde als Reaktion auf die Zinsentwicklung am Markt und die eigene Konditionsgestaltung eine Umschichtung von kurz- in mittelfristige Anlagen sowie ein Rückgang im Einlagenbestand beobachtet. Die Refinanzierungslinien bei unseren Bankpartnern standen uns ohne Einschränkung zur Verfügung.

- Refinanzierungsrisiken

Die Messung des Refinanzierungsrisikos im Rahmen des Risikomanagements erfolgt in Form der Ermittlung der Auswirkungen von Spreadausweitungen auf die im Rahmen einer Liquiditätsablaufbilanz ermittelten Liquiditätslücken. Die Spreadausweitungen werden dabei anhand historisch beobachteter Preisaufschläge abgeleitet. Die Erstellung der Liquiditätsablaufbilanz erfolgt auf Basis der vertraglich vereinbarten Tilgungspläne aus dem Aktiv- und Passivgeschäft sowie Schätzungen auf Basis historischer Beobachtungen zu Kreditausfällen und Abflüssen von Spareinlagen.

Zur Sicherstellung der mittel- und langfristigen Liquidität werden neben der bankenaufsichtsrechtlichen Steuerungsgröße NSFR (Net Stable Funding Ratio) auch interne Refinanzierungskennzahlen im Rahmen einer mehrjährigen Refinanzierungsplanung überwacht und limitiert.

- Zahlungsunfähigkeitsrisiken

Die kurzfristige Liquiditätssteuerung erfolgt auf Basis einer täglichen, gruppenweiten Überwachung der erwarteten Zahlungseingänge und -ausgänge. Als Ergebnis dieser täglichen Überwachung und Planung wird über die Aufnahme oder Rückführung von kurzfristigen Finanzierungsmitteln für die Gruppenunternehmen entschieden.

Zur Sicherstellung der kurzfristigen Liquidität stehen der MMV Gruppe ausreichend freie Kreditlinien zur Verfügung. Hinsichtlich des Volumens freier Kreditlinien wurden Untergrenzen definiert und ein Frühwarnsystem installiert.

Die Quantifizierung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt durch Untersuchung der Effekte idiosynkratischer, marktweiter und kombinierter Szenarien insbesondere auf die Entwicklung der Spareinlagen sowie der freien Kreditlinien auf die Liquiditätsablaufbilanz und das Liquiditätsdeckungspotential.

Darüber hinaus wird aufgrund eines Extremszenarios (Wegfall sämtlicher freier Linien bis auf diejenige der Muttergesellschaft LBBW) ein Überlebenshorizont auf Basis der kumulierten Liquiditätsablaufbilanz ermittelt.

Zur jederzeitigen Einhaltung der normativen Mindestanforderungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) werden von der MMV Bank täglich verfügbare Zahlungsmittel gehalten. Im Rahmen einer normativen Steuerungsperspektive wird die LCR täglich ermittelt und die Einhaltung eines internen Limits überwacht. Die LCR der MMV Bank beträgt zum Bilanzstichtag 230,03% (bei einer aufsichtsrechtlichen Mindestquote von 100%).

- Marktpreisrisiken im Anlagebuch

Bei sämtlichen von der MMV Gruppe betriebenen Kredit-, Leasing- und Mietkaufgeschäften handelt es sich um Festzinsprodukte, die mit einer bestimmten Laufzeit vereinbart werden und im Leasinggeschäft keine offenen Restwerte beinhalten. Die Risikostrategie zielt bei den Zinsänderungsrisiken auf eine weitgehend laufzeitkongruente Refinanzierung dieser Aktivgeschäfte ab. Marktpreisrisiken im Anlagebuch bestehen daher auf Ebene der MMV Gruppe in Form des Zinsänderungsrisikos, welches aus Aktiv- oder Passivüberhängen der Zinsbindungsbilanz resultiert.

Zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken und zu Zwecken der Refinanzierung werden die dem Leasinggeschäft der MMV Gruppe zu Grunde liegenden Forderungen zum Teil im Rahmen des Doppelstockmodells an inländische Kreditinstitute verkauft. Ein weiterer Teil der Leasing- und Mietkaufgeschäfte wird konzernintern an die MMV Bank verkauft, die diese sowie ihr Darlehensgeschäft durch die nahezu fristenkongruente Aufnahme von Bankkrediten bzw. durch Kundeneinlagen refinanziert. Darüber hinaus werden Einzelgeschäfte direkt an inländische Kreditinstitute regresslos verkauft. Der verbleibende Teil des Leasing- und Mietkaufgeschäfts wird weitgehend fristenkongruent durch Aufnahme von Bankkrediten durch die MMV Leasing refinanziert.

Das Zinsänderungsrisiko wird in der MMV Gruppe in seinen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie barwertig betrachtet. Die periodische Messung basiert auf der Auswertung verschiedener Risikoszenarien für die Zinsentwicklung bezüglich ihrer Auswirkungen auf das zukünftige Zinsergebnis in einem rollierenden Jahreshorizont auf der Basis monatlicher Planbilanzen für das Zinsbuch. In der barwertigen Messung werden die Auswirkungen verschiedener (interner und regulatorischer) Adhoc-Szenarien der Zinskurve auf den Zinsbuchbarwert auf Basis margenbereinigter Zahlungsflüsse untersucht.

Die MMV Gruppe schließt und wickelt ihre Geschäfte im Anlagebuch ausschließlich in Euro ab, sodass keine Währungsrisiken bestehen.

Die Unternehmen der MMV Gruppe tätigen keine Eigengeschäfte in Wertpapieren oder Finanzderivaten. Insofern bestehen diesbezüglich auch keine Marktpreisrisiken.

Zur Steuerung des Risikos sinkender Zinsmargen werden die Margenentwicklungen monatlich überwacht sowie vierteljährlich in Form einer Gesamtzinsspannenrechnung untersucht. Zur Begrenzung nachteiliger Effekte der im Geschäftsjahr beobachteten massiven Zinssteigerungen wurden neben der intensiven Beobachtung der Zinsmargen die Konditionstableaus regelmäßig adjustiert, kontinuierlich Zinssätze im Auftragsbestand angepasst und sich vorausschauend mit Refinanzierungsmitteln eingedeckt.

- Operationelle Risiken

Die MMV Gruppe definiert operationelle Risiken als die Gefahr von Verlusten infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Einflüsse. In jeder dieser genannten Risikokategorien können Rechtsrisiken zu Verlusten führen.

Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden die operationellen Risiken erhoben und bewertet. Die Bewertung erfolgt anhand Expertenschätzung hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Schadenshöhe. Bei der Erstellung der Expertenschätzung wird auch auf historische Erfahrungen zurückgegriffen.

Die MMV Gruppe hat u.a. das nachfolgend beschriebene Maßnahmenbündel ergriffen, um die bestehenden operationellen Risiken zu reduzieren. Die Maßnahmen sind dabei präventiv zur Vermeidung von Risiken oder verlustmindernd im Schadenfall.

Rechtliche Risiken können zum einen aus der einzelvertraglichen Beziehung zu Kunden und Refinanzierungspartnern entstehen und sich zum anderen aus veränderten Rahmenbedingungen ergeben. Hinsichtlich der Beziehungen zu Kunden und Refinanzierungspartnern verwendet die MMV Gruppe standardisierte und von ihrem Justiziariat geprüfte Verträge.

Die für die MMV Gruppe wesentlichen technischen Risiken bestehen hinsichtlich der Verfügbarkeit der eingesetzten IT-Systeme sowie der Informationssicherheit. Den Verfügbarkeitsrisiken wird u.a. durch die Implementierung von Backup-Systemen sowie der räumlichen Trennung von redundant ausgelegten Rechenzentren Rechnung getragen. Die Informationssicherheitsrisiken steigen aufgrund der anwachsenden Professionalisierung und Quantität von Cyber-Angriffen stetig an. Insbesondere durch das mobile Arbeiten sowie verschiedener Effizienzsteigerungsprojekte erhöht sich der Grad der Digitalisierung in den Geschäftsprozessen der MMV Gruppe, sodass die potenziellen Auswirkungen von Cyber-Angriffen sukzessive zunehmen könnten. Zur Gewährleistung der Datensicherheit und Vermeidung von unberechtigten Zugriffen umfasst das Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) der MMV Gruppe diverse Maßnahmen in den Bereichen Technik und Organisation, Infrastruktur, Personal sowie Compliance und Governance.

Zum Schutz vor Fehlern oder dolosen Handlungen des Personals werden unterschiedliche Maßnahmen im Rahmen des internen Kontrollsystems unterhalten. Diese Maßnahmen beinhalten bspw. Die Einhaltung des 4-Augen-Prinzips, regelmäßige in- und externe Abstimmungen von Kundensalden, die Vergabe von Kompetenzen und Vollmachten in den unterschiedlichen Geschäftsbereichen sowie Prüfungen der Internen Revision im Rahmen des Revisionsplans.

Die MMV Gruppe führt eine Schadenfalldatenbank. Diese weist für 2023 36 Schäden aus operationellen Risiken mit einem Gesamtvolumen von 152 TEUR aus.

Die Messung des operationellen Risikos erfolgt auf Basis von Simulationsrechnungen, welche auf den Erhebungen der Schadenszenarien im Risikoinventurprozess basieren.

- Pensionsrisiko

Die MMV Bank hat per 31.12.2021 im Zuge eines Wechsels des Durchführungsweges einen Großteil der Pensionsverpflichtungen auf einen rechtlich unabhängigen Pensionsfonds übertragen (nicht versicherungsförmige Versorgungsleistung). Seitdem legt der Pensionsfonds das bereitgestellte Deckungsvermögen auf Rechnung und Risiko der MMV Bank in gängigen Anlageinstrumenten (Aktien, Anleihen) an. Für nicht ausgelagerte, unmittelbare Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Aus den Pensionsverpflichtungen sowie dem Planvermögen im Pensionsfonds resultieren Pensionsrisiken, die sowohl ertragsorientiert, als auch wertorientiert quantifiziert werden.

Das ertragsorientierte Pensionsrückstellungsrisiko beziffert potenzielle, durch unerwartete Zinsänderungen begründete Wertschwankungen der Pensionsverpflichtungen (unmittelbare Direktzusagen), die Zuführungen zur Pensionsrückstellung zur Folge haben könnten. Hierzu werden die Auswirkungen verschiedener Zinsszenarien auf den Barwert der erwarteten Zahlungsflüsse ermittelt.

Das ertragsorientierte Pensionsfondsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass der Wert des Vermögens im Pensionsfonds unter eine prospektiv ermittelte Mindestdeckungsrückstellung für laufende Leistungen fällt. Wird dieser aufsichtsrechtliche Grenzwert unterschritten, sind von der MMV unmittelbar erfolgswirksam Nachschüsse an den Pensionsfonds zu leisten. Die Nachschussrisiken werden regelmäßig und über einen langfristigen Zeithorizont simuliert. Auch in Stressphasen sind nach den Simulationsrechnungen Nachschüsse aufgrund einer hohen Überdeckung unwahrscheinlich.

Das wertorientierte Pensionsrisiko setzt sich zusammen aus barwertigen Risiken der Pensionsverpflichtungen sowie aus ökonomischen Risiken des Planvermögens im Pensionsfonds, konkret in Form von Marktpreisrisiken (Zins, Spreads, Aktien) und Emittentenausfallrisiken der Kapitalanlage. Zur Quantifizierung dieser wertorientierten Risiken werden VaR-Modelle eingesetzt.

Das Pensionsrisiko wird durch strenge Managementvorgaben begrenzt, u.a. durch Kapitalanlagevereinbarungen, Frühwarnindikatoren und ein Limitsystem. Das Reporting über die Pensionsrisiken erfolgt monatlich.

- Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation der MMV Gruppe (einschließlich der MMV Bank) haben können. Diese ESG-Risiken werden als Querschnittsthema eingestuft, da die verschiedenen ESG-Risikotreiber (z.B. physische Klimarisiken) über Transmissionskanäle auf die wesentlichen Risikoarten, insbesondere auf das Adressenausfallrisiko, wirken.

Das strategische Ziel des Nachhaltigkeitsrisikomanagements der MMV Gruppe bestand im Geschäftsjahr primär darin, Transparenz in Bezug auf ESG-Risikotreiber und deren Wirkungskanäle herzustellen, die Portfoliozusammensetzung zu bewerten (u.a. ESG-Score) sowie das Eingehen von durch ESG-Faktoren begründeten Adressenausfallrisiken zu vermeiden. Im Kreditvergabeprozess werden hinsichtlich der Behandlung von ESG-Risiken qualitative Aspekte berücksichtigt, wie beispielsweise die Vermeidung von Konzentrationen in von ESG-Risiken besonders betroffenen Regionen und Branchen sowie die Einbeziehung von kurz-, mittel- und langfristigen Nachhaltigkeitsfaktoren bei der Beurteilung des Geschäftsmodells des Kunden. Die MMV Gruppe entwickelt ihren Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken stetig weiter.

Risikotragfähigkeit

Die MMV Gruppe hat Prozesse zur Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung (ICAAP) eingerichtet. Die Steuerung der Kapitaladäquanz erfolgt aus den Perspektiven ökonomisch, normativ und intern ertragsorientiert. In der ökonomischen Perspektive wird die Risikotragfähigkeit auf Ebene der MMV Gruppe überprüft, indem mittels barwertnaher Verfahren die eingegangenen Risiken der internen Risikodeckungsmasse gegenübergestellt werden. Andererseits wird in der normativen Perspektive die Einhaltung der aufsichtlichen Kapitalanforderungen auf Ebene der MMV Bank sichergestellt. Zusätzlich erfolgt auf Ebene der MMV Gruppe eine Messung und Steuerung der GuV-orientierten Risiken in der intern ertragsorientierten Perspektive. Die drei Steuerungsperspektiven dienen dem Ziel, die langfristige Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis eigener Substanz und Ertragskraft sicherzustellen.

In der ökonomischen Perspektive werden bei der wertorientierten Ermittlung des Risikodeckungspotenzials bilanzielle Eigenkapitalpositionen (insb. Stammkapital, Gewinnrücklagen, Sonderposten nach § 340g HGB) um stille Reserven ergänzt (Substanzwert der MMV Leasing) und, soweit vorhanden, um stille Lasten (aus Pensionsverpflichtungen) vermindert. Die Berechnung der Risikobeträge erfolgt barwertnah und orientiert sich an dem vorgegebenen Konfidenzniveau von 99,9%. Für jede wesentliche Risikoart wurde eine Obergrenze definiert, deren Einhaltung regelmäßig überprüft wird. Vom Risikodeckungspotenzial i. H. v. 288 Mio. EUR (Vj. 264 Mio. EUR) wird den Risikoarten maximal eine Risikodeckungsmasse i. H. v. 220 Mio. EUR (Vj. 220 Mio. EUR) zugewiesen. Die Auslastung der Risikodeckungsmasse wird limitiert und regelmäßig überwacht. Per 31.12.2023 wurde die Risikodeckungsmasse zu 59,94% (Vj. 56,06%) ausgelastet.

In der normativen Perspektive werden die auf Basis von bankenaufsichtsrechtlichen Standardverfahren ermittelten Risikobeträge dem regulatorischen Kapital gegenübergestellt. Die aufsichtliche Mindestkapitalanforderung an die MMV Bank von derzeit 11,25% (Gesamtkapitalquote, Vj. 10,5%) wird deutlich erfüllt und lag per 31.12.2023 bei 20,37% (Vj. 16,18%).

Ziel der internen ertragsorientierten Perspektive ist es, potenziell nachteilige Auswirkungen auf das Periodenergebnis in einem 12-Monats-Horizont rollierend zu quantifizieren und zu limitieren. Die Quantifizierung orientiert sich an einem Konfidenzniveau von 95%. Das Gesamtlimit beträgt 30 Mio. EUR und wird wie folgt ausgelastet:

Risikobeträge 12-Monatsbetrachtung zum 31.12.2023 12-Monatsbetrachtung zum 31.12.2022
in TEUR
Adressenausfallrisiko 12.986 11.672
Marktpreisrisiko (Zinsrisiko) 938 761
Refinanzierungsrisiko 891 789
Operationelles Risiko 2.605 1.901
Pensionsrisiko 672 567
Summe 18.092 15.690
Auslastung Gesamtlimit 60,31% 52,30%

Die Risikotragfähigkeit der MMV Gruppe war im Rahmen der quartalsweisen Ermittlungen im Geschäftsjahr in allen Perspektiven sowohl für das Standardszenario als auch für die im Rahmen der Risikoberichterstattung betrachteten Stressszenarien, einschließlich dem sog. Worst-Case-Szenario, gegeben.

Die Risikotragfähigkeitsrechnungen werden ergänzt durch eine Kapitalbedarfsplanung über einen Zeitraum von drei Jahren.

Insgesamt stellt sich die Risikolage der MMV Gruppe 2023 im Vergleich zum Vorjahr gemessen an der Auslastung der Risikodeckungsmasse weiterhin stabil dar. Chancen und Risiken der MMV Gruppe sind unverändert eng verknüpft mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland sowie der Investitionstätigkeit der Unternehmen.

Prognosebericht

Hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung macht sich vorsichtiger Optimismus breit. Erstmals seit April 2023 drehten sich im November die ZEW-Konjunkturerwartungen nach einer spürbaren Verbesserung um 10,9 Punkte in den positiven Bereich. Ebenso ist der ifo-Index der Konjunkturerwartungen zum dritten Mal in Folge gestiegen, liegt aber mit einem Wert von 85,2 immer noch deutlich unter dem Basiswert. 2 Gestützt werden die Erwartungshaltungen durch eine nachlassende Inflation und ein nicht weiter steigendes Zinsniveau sowie die überwiegend positiven Aussichten in den global wichtigsten Wirtschaftsregionen. 2 Dabei wird für das Bruttoinlandsprodukt ein geringes Wirtschaftswachstum in der Bandbreite von 0,7% - 0,9% (Sachverständigenrat, EU-Kommission, IWF) erwartet, während die Bundesregierung sowie die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein BIP-Wachstum von 1,3% prognostizieren. 2 Einheitlich stimmen Bundesregierung, Sachverständigenrat und führende Wirtschaftsforschungsinstitute darin überein, dass für 2024 mit einem Abflauen der Teuerungsrate auf 2,6% zu rechnen ist. 2

Bei den Ausrüstungsinvestitionen wird gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang des Wachstums in einer Bandbreite von 1,4% (führende Wirtschaftsforschungsinstitute), über 1,7% (Sachverständigenrat) bis 2,9% (Bundesregierung) erwartet, wobei hierin bereits Ausgabensteigerungen des Staates für Waffensysteme berücksichtigt sind. 2

Aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur verfassungswidrigen Umwidmung des Corona-Sondervermögens zeichnen sich zahlreiche Maßnahmen der Bundesregierung ab, die sich negativ auf das Investitionsverhalten auswirken können. Der BDL erwartet eine Verschlechterung der Aussichten aufgrund der entstehenden Planungsunsicherheiten, bei unveränderter Bereitschaft zur Finanzierung des Transformationsprozesses. 7

Die Planung der zukünftigen Geschäftsentwicklung erfolgt gesellschaftsübergreifend auf Ebene der MMV Gruppe.

Bei konsequenter Fortführung der bewährten ertrags- und risikoorientierten Geschäftspolitik der MMV Gruppe gehen wir für das kommende Geschäftsjahr von einem oberhalb der erwarteten Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen wachsenden Neugeschäft aus. Hierzu sollen sowohl verstärkte Vertriebsaktivitäten in allen Vertriebsbereichen (Kunde, Vendor, Mittler) als auch die verstärkte Nutzung von vertriebsunterstützenden digitalen Medien beitragen.

Angesichts der unverändert hohen Wettbewerbsintensität bei gleichzeitig stabilen bis leicht sinkenden Kapitalmarktzinsen rechnen wir mit leicht steigenden Vertragsmargen im Neugeschäft. Unter Berücksichtigung der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir von einem Anstieg der zahlungsgestörten Verträge und in der Folge von einem Anstieg des hierauf entfallenden Risikovorsorgebedarfs aus. Diese Entwicklung wurde in Teilen durch die Anpassung der pauschalen Risikovorsorge und die Einstellung in die Vorsorgereserven nach § 340f HGB bereits in 2023 antizipiert.

7 BDL, o.V., 28.11.23 in "Newsroom", https://bdl.leasingverband.de/newsroom/aktuelles/einzelansicht/ifo-geschaeftsklima-signalisiert-weiter-milde-rezession, Abrufdatum 28.12.23

Insgesamt wird aufgrund der vorgenannten Aspekte auf Ebene der MMV-Gruppe als auch der Bank mit einem moderat steigenden Konzernergebnis, sowohl vor Steuern nach HGB als auch nach IFRS gerechnet.

In Folge der derzeit noch nicht abschließend zu beurteilenden Unsicherheiten und deren möglicher negativer Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für das Jahr 2024 ist ein negativer Einfluss auf das Jahresergebnis vor Steuern bzw. Konzernergebnis vor Steuern nach HGB und IFRS nicht auszuschließen.

 

Koblenz, den 31. Januar 2024

MMV Bank GmbH

Die Geschäftsführung

Maximilian Meggle

Jörg Schröder

Dr. Thomas Söhlke

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der MMV Bank GmbH, Koblenz

Aktivseite

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 0,00 0,00
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken darunter:
bei der Deutschen Bundesbank EUR 10.911.898,97 (Vj.: EUR 9.477.061,56) 10.911.898,97 10.911.898,97 9.477.061,56
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 0,00 25.026,77
3. Forderungen an Kunden 516.237.058,56 511.103.236,78
darunter: Forderungen an verbundene Unternehmen EUR 42.456.867,03 (Vj.: EUR 32.378.995,33)
darunter: Kommunalkredite EUR 2.117.068,35 (Vj.: EUR 3.096.617,34)
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.526.000,00 10.526.000,00
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 10.500.000,00 (Vj.: EUR 10.500.000,00)
5. Immaterielle Anlagewerte
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 266.685,91 467.935,57
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 526.852,77 823.107,42
c) geleistete Anzahlungen 0,00 793.538,68 0,00
6. Sachanlagen 214.326,15 261.580,54
7. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 12.075.900,37
8. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 228.910,03
Summe Aktiva 538.682.822,36 544.988.759,04

Passivseite

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 3.568.291,59 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 240.230.705,20 243.798.996,79 266.352.856,38
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlage
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 56.244.930,31 82.978.068,40
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 15.305.918,83 71.550.849,14 1.616.474,38
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 11.017.554,34 12.299.288,06
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 68.130.827,39 79.148.381,73 150.699.230,87 68.265.293,07
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.919.608,61 1.340.861,84
4. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 29.968.837,00 26.919.606,00
b) Steuerrückstellungen 1.934.000,00 0,00
c) andere Rückstellungen 3.844.279,74 35.747.116,74 3.481.951,85
5. Fonds für allgemeine Bankrisiken 21.300.000,00 21.300.000,00
6. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
b) Kapitalrücklage 8.819.784,95 8.819.784,95
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 26.130.215,05 11.930.215,05
d) Bilanzgewinn 30.267.869,35 85.217.869,35 19.684.359,06
Summe Passiva 538.682.822,36 544.988.759,04
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
1.Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 38.562.326,35 48.472.010,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Aufwendungen

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Zinsaufwendungen 5.514.981,42 1.682.370,69
abzgl. negative Zinsen aus Geldmarktgeschäften 0,00 5.514.981,42 -6.611,30
2. Provisionsaufwendungen 513.061,39 367.472,53
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 22.872.511,59 22.957.668,78
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
darunter: für Altersversorgung
EUR 2.963.428,87 (Vj.: EUR 7.082.276,87) 6.971.930,94 29.844.442,53 11.054.042,97
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.362.828,54 34.207.271,07 2.870.937,12
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 545.725,69 782.039,90
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 172.835,35 950.013,01
darunter: Zinsen und ähnliche Aufwendungen
EUR 172.818,00 (Vj.: EUR 950.012,00)
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.436.902,53 3.514.767,83
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme 761,49 664,61
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 659.030,41 -9.734,93
9. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 5 ausgewiesen 187.607,27 26.580,53
10. Jahresüberschuss 29.683.510,29 19.094.536,79
Summe der Aufwendungen 75.921.686,91 63.284.748,53

Erträge

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 21.906.803,83 16.004.036,99
abzgl. negative Zinsen aus Geldmarktgeschäften 0,00 21.906.803,83 0,00
2. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 28.703.172,72 18.158.650,06
3. Provisionserträge 46.430,20 46.034,46
4. Sonstige betriebliche Erträge 25.265.280,16 29.076.027,02
Summe der Erträge 75.921.686,91 63.284.748,53
2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 29.683.510,29 19.094.536,79
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 14.784.359,06 589.822,27
3. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -14.200.000,00 0,00
4. Bilanzgewinn 30.267.869,35 19.684.359,06

Konzernbilanz zum 31.12.2023

der MMV Bank GmbH, Koblenz

Aktivseite

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 7.507,54 6.112,27
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 10.911.898,97 10.919.406,51 9.477.061,56
darunter: bei der Deutschen Bundesbank
EUR 10.911.898,97 (Vj.: TEUR 9.477)
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 505.474,81 614.040,05
3. Forderungen an Kunden 481.765.922,50 472.189.084,26
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert EUR 0,00 (Vj.: TEUR 0)
darunter: Kommunalkredite EUR 705.820,52 (Vj.: TEUR 1.020)
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.000,00 26.000,00
5. Leasingvermögen 818.940.652,27 788.913.832,96
6. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 574.724,88 945.558,96
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 735.904,85 1.223.385,33
c) geleistete Anzahlungen 0,00 1.310.629,73 0,00
7. Sachanlagen 2.040.241,59 1.905.870,45
8. Sonstige Vermögensgegenstände 1.539.856,66 13.444.898,65
9. Rechnungsabgrenzungsposten 61.200,00 277.042,10
10. Aktive Latente Steuern 31.316.256,27 40.258.078,69
Summe der Aktiva 1.348.425.640,34 1.329.280.965,28

Passivseite

EUR EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 55.875.285,63 54.309.928,94
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 602.312.261,48 658.187.547,11 616.317.765,03
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 56.244.930,31 82.978.068,40
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 15.305.918,83 71.550.849,14 1.616.474,38
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 11.044.226,12 12.327.056,72
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 68.130.827,39 79.175.053,51 150.725.902,65 68.265.293,07
3. Sonstige Verbindlichkeiten 18.483.370,02 18.802.222,84
4. Rechnungsabgrenzungsposten 311.663.852,08 286.383.340,20
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 29.968.837,00 26.919.606,00
b) Steuerrückstellungen 1.934.000,00 0,00
c) andere Rückstellungen 6.774.584,45 38.677.421,45 6.649.991,94
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken 46.400.000,00 46.400.000,00
7. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 0,00 20.000.000,00 0,00
b) Kapitalrücklage 8.819.784,95 8.819.784,95
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 36.630.215,05 22.430.215,05
d) Bilanzgewinn 58.837.547,03 124.287.547,03 57.061.217,76
Summe der Passiva 1.348.425.640,34 1.329.280.965,28
Vorjahr
EUR EUR
1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen 0,00 0,00
2. Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 38.562.326,35 48.472.010,50

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Aufwendungen Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Zinsaufwendungen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 12.644.547,59 3.217.378,38
abzgl. positive Zinsaufwendungen aus Geldmarktgeschäften 0,00 12.644.547,59 -33.130,19
2. Provisionsaufwendungen 3.253.408,72 2.947.301,13
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 22.872.511,59 22.957.668,78
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.971.930,94 29.844.442,53 11.054.042,97
darunter: für Altersversorgung
EUR 2.963.428,87 (Vj.: TEUR 7.082)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 12.704.692,04 42.549.134,57 10.124.521,95
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 265.462.275,79 283.062.764,73
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 256.260.972,58 251.785.084,17
darunter: Zinsen und ähnliche Aufwendungen
EUR 172.818,00 (Vj.: TEUR 950)
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 7.915.926,21 5.869.630,66
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme 761,49 664,61
8. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 3.950.000,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.600.852,83 6.981.278,07
10. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 5 ausgewiesen 219.963,56 56.985,82
11. Konzernüberschuss 20.876.329,27 12.530.415,88
Summe der Aufwendungen 618.784.172,61 614.504.606,96

Erträge

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 24.201.089,35 18.021.825,43
abzgl. negative Zinserträge aus Geldmarktgeschäften 0,00 24.201.089,35 0,00
2. Provisionserträge 493.149,09 472.977,17
3. Sonstige betriebliche Erträge 594.089.934,17 596.009.804,36
4. Außerordentliche Erträge 0,00 0,00
Summe der Erträge 618.784.172,61 614.504.606,96
Vorjahr
EUR EUR
1. Konzernüberschuss 20.876.329,27 12.530.415,88
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 52.161.217,76 44.530.801,88
3. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -14.200.000,00 0,00
4. Bilanzgewinn 58.837.547,03 57.061.217,76

Anhang und Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Die MMV Bank GmbH (MMV Bank), eingetragen im Handelsregister, Amtsgericht Koblenz, HRB 1200, ist ein Kreditinstitut gem. § 1 Abs. 1 KWG.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der MMV Bank werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) sowie den einschlägigen Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Beide Abschlüsse werden in diesem zusammengefassten Anhang erläutert. Sofern Angaben nicht für beide Abschlüsse gelten, ist dies gesondert vermerkt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der MMV Bank als Mutterunternehmen die Jahresabschlüsse folgender Konzernunternehmen einbezogen:

Gesellschaft, eingetragen im Handelsregister Gesellschaftskapital Anteile der Bank (direkt und indirekt) %
nom. Mio. EUR nom. Mio. EUR
a) MMV Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Koblenz (MMV Leasing) Amtsgericht Koblenz, HRB 1192 10,500 10,500 100
b) MMV-Mobilien Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH, Koblenz (MMV Mobilien) Amtsgericht Koblenz, HRB 1968 0,026 0,026 100
c) MMV Versicherungsdienst GmbH, Koblenz Amtsgericht Koblenz, HRB 2254 0,026 0,026 100

Die MMV Mittelrheinische Leasing GmbH, Koblenz, wurde wegen ihrer untergeordneten Bedeutung gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 hat die MMV Bank einen Großteil ihrer unmittelbaren Pensionsverpflichtungen in einen nicht versicherungsförmigen Pensionsfonds nach deutschem Recht zusammen mit den entsprechenden Finanzierungsmitteln übertragen. Die übertragenen Versorgungsverpflichtungen sowie die zur Erfüllung der Verpflichtung zugeordneten Deckungsmittel qualifizieren sich grundsätzlich als Tochter-Zweckgesellschaft der MMV Bank nach § 340i Abs. 2 Satz 1 i. V. m. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB, da der MMV Bank die Mehrheit der Chancen und Risiken aus dem Pensionsfondsvertrag zusteht. Auf eine Einbeziehung in den Konzernabschluss hat die MMV Bank unter Berücksichtigung des nach § 298 Abs. 1 i.V.m. §§ 246 Abs. 2, 253 Abs. 1 HGB auch für den Konzernabschluss geltenden Verrechnungsgebots sowie unter Anwendung des DRS 19.47, wonach eine Konsolidierung den externen Durchführungsweg der Altersversorgung nicht ändert, verzichtet.

Der Stichtag des Konzernabschlusses zum 31.12.2023 ist identisch mit den Stichtagen der Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen.

Mit der unter a) aufgeführten 100%igen Tochtergesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die unter b) aufgeführte 100%ige Tochtergesellschaft der MMV Leasing hat mit dieser ebenfalls einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Zwischen der Gesellschaft c) und der MMV Bank besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Der Konzernabschluss der MMV Bank wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Die MMV Bank sowie die in den Konzernabschluss der MMV Bank einbezogenen Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Mainz (Mutterunternehmen der MMV Bank) einbezogen. Die Landesbank Baden-Württemberg stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde aus dem Jahresabschluss der MMV Bank zum 31.12.2023 als Mutterunternehmen sowie aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften abgeleitet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt im Einklang mit Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F.; die Verrechnung der Anteile erfolgte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.

Da die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen dem jeweiligen Kapital entsprechen, ergeben sich keine Unterschiedsbeträge gem. § 301 Abs. 3 HGB.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die aus dem gegenseitigen Geschäftsverkehr zwischen den Konzernunternehmen stammen, werden eliminiert. Bei den Bilanzvermerken wird sinngemäß verfahren.

Einnahmen der MMV Mobilien aus dem Verkauf zukünftig fälliger Leasingraten der MMV Leasing aus dem Doppelstockmodell werden auf Ebene des Konzernabschlusses über den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Der aus dem im Innenverhältnis zwischen der MMV Leasing und der MMV Mobilien resultierenden künftigen Zahlungsverpflichtung der MMV Leasing an die Forderungsankäufer stehen Einnahmen aus dem von der MMV Leasing mit dem Kunden geschlossenen Untermietvertrag in gleicher Höhe gegenüber. Aus diesem Grund erfolgt für Zwecke des Konzernabschlusses keine Umwidmung der abgegrenzten Einnahmen aus dem Forderungsverkauf in eine aus der Zahlungsverpflichtung der MMV Leasing resultierende Verbindlichkeit.

In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung wurden die gegenseitigen Aufwendungen und Erträge aufgerechnet. Zwischenergebnisse resultieren aus dem konzerninternen Forderungsverkauf und werden gem. § 304 HGB eliminiert.

4. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Aufgrund der aktuell unsicheren Entwicklung auf den Geld- und Kapitalmärkten wurde im Geschäftsjahr die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode zur Risikovorsorge angepasst. Erstmals wurde eine pauschale Vorsorge für erwartete, aber noch nicht konkretisierte Risiken für kapitalintensive Wirtschaftszweige mit erhöhtem Verschuldungsgrad gebildet. Die in den Vorjahren gebildete Risikovorsorge für durch die Covid-Pandemie besonders betroffene Wirtschaftszweige wurde hingegen im Geschäftsjahr aufgelöst.

Die weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert maßgebend:

Die Forderungen an Kunden aus dem Darlehens- sowie Mietkaufgeschäft sind mit ihrem Barwert, die Barreserve, die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Bei der MMV Bank sind in den Forderungen an Kunden Forderungen aus dem Forderungsankauf von Leasinggeschäften enthalten. Diese werden ebenfalls mit dem Barwert angesetzt.

Ausfallrisiken bei den Forderungen an Kunden werden durch angemessene Risikovorsorge Rechnung getragen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie im Konzern bei Leasingverträgen unter Berücksichtigung des damit erhöhten Verwertungsrisikos durch außerplanmäßige Abschreibungen).

Der Konzern sowie die MMV Bank bilden Pauschalwertberichtigungen für Forderungen an Kunden mit latenten Risiken. Die Pauschalwertberichtigung bemisst sich in Abhängigkeit der Ausfallwahrscheinlichkeit nach der Höhe des zu erwarteten Verlustes. Die kalkulierte Pauschalwertberichtigung beträgt im Konzern 5.569 TEUR (Vj. 2.457 TEUR) sowie bei der MMV Bank 2.263 TEUR (Vj. 1.078 TEUR).

Darüber hinaus wird für bestimmte Wirtschaftszweige zur Antizipation aktueller und zukünftiger Entwicklungen zusätzliche Risikovorsorge gebildet bzw. ein höherer erwarteter Verlust berücksichtigt. Die Risikovorsorge umfasst sowohl risikobehaftete kapitalintensive Wirtschaftszweige mit erhöhtem Verschuldungsgrad in Höhe von 4.719 TEUR (Bank 2.068 TEUR), Kunden in - nach Einschätzung des Konzerns bzw. des MMV Bank - besonders betroffenen Hochwassergebieten in Höhe von 1.732 TEUR (Vj. 4.344 TEUR) (Bank 916 TEUR (Vj. 1.787 TEUR)) sowie energieintensive bzw. energiekostensensitive Kundengruppen in Höhe von 3.706 TEUR (Vj. 3.589 TEUR) (Bank 1.351 TEUR (Vj. 1.397 TEUR)). Die in den Vorjahren gebildete Risikovorsorge für durch die Covid-Pandemie besonders betroffene Wirtschaftszweige in Höhe von 3.505 TEUR (Bank 1.549 TEUR) wurde hingegen im Geschäftsjahr aufgelöst.

Die im Konzern gebildete zusätzliche Risikovorsorge entfällt mit 5.042 TEUR (Vj. 2.573 TEUR) auf zusätzliche Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden sowie mit 5.116 TEUR (Vj. 3.023 TEUR) der zusätzlichen Risikovorsorge entfallen zur Berücksichtigung des erhöhten Verwertungsrisikos auf außerplanmäßige Abschreibungen. Die auf Ebene der MMV Bank gebildete zusätzliche Risikovorsorge entfällt mit TEUR 4.336 (Vj. TEUR 3.900 ) auf zusätzliche Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten oder - falls erforderlich - mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die selbst geschaffenen immateriellen Anlagewerte werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (zwischen 48 und 60 Monate) linear abgeschrieben. Hierbei handelt es sich um selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte, die von einem externen Dienstleister im Auftrag der MMV Bank bzw. MMV Leasing entwickelt und programmiert werden, für die jedoch die MMV Bank bzw. MMV Leasing das Entwicklungsrisiko tragen (Dienstvertrag). Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten des Geschäftsjahres entsprach den Zugängen zu den selbst geschaffenen immateriellen Anlagewerten und betrug in der MMV Bank 0 TEUR und im Konzern 59 TEUR.

Die MMV Bank weist selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte von 267 TEUR (Konzern 575 TEUR) in der Bilanz aus. Da die MMV Bank zum 31.12.2023 über ausreichend frei verfügbare Rücklagen verfügt, besteht keine Ausschüttungssperre.

Das Leasingvermögen im Konzern wird zu den Anschaffungskosten aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Wirtschaftsgüter des Leasingvermögens werden grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei gebraucht zugegangenen Wirtschaftsgütern erfolgt die Abschreibung degressiv pro rata temporis mit einem Abschreibungssatz von 35%, wobei die im Rahmen des Doppelstockmodells durch die MMV Mobilien erworbenen Leasinggegenstände als gebraucht gelten. Bei IT-Hardware erfolgt die Abschreibung degressiv mit einem Abschreibungssatz von 40%. Im Jahr nach dem Zugang erfolgt die Umstellung von degressiver auf lineare Abschreibung.

Zur verlustfreien Abwicklung des Leasingbestandes hat der Konzern bei den Leasingobjekten, bei denen voraussichtlich Abgangsverluste am Ende der Leasingvertragslaufzeit entstehen werden, eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibung entspricht der Differenz zwischen Restbuchwert zum Bilanzstichtag und den zukünftigen Erträgen aus dem Leasingvertrag.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in der Konzernbilanz beinhaltet im Geschäftsjahr geleistete Zahlungen für Leistungen, die erst im Folgejahr erbracht werden.

Im Konzernabschluss werden aktive latente Steuern i. H. von 31.316 TEUR (Vj. 40.258 TEUR) gem. §§ 274 und 306 HGB aktiviert. Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2023 31.12.2022
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Anlagevermögen 985 5.333
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.988 6.573
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 18.680 19.446
Sonstige Rückstellungen 166 116
Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge 3.497 8.790
31.316 40.258

Bei der Ermittlung wurde der Steuersatz der Organträgerin i. H. von 30,74% (Vj. 30,88%) zugrunde gelegt. Steuerliche Verlustvorträge können in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich vollständig mit steuerlichem Einkommen verrechnet werden.

Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme der abgezinsten Sparbriefe, mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Zusätzlich sind im Konzern die abgegrenzten Einnahmen aus Forderungsverkäufen aus Leasingverträgen, Abgrenzungen aus nicht linearen Ratenplänen und Mietsonderzahlungen sowie für die Abwicklung von forfaitierten Mietkaufverträgen einbehaltene Servicekosten enthalten.

Die Abgrenzungen aus nicht linearen Ratenplänen betreffen Leasingverträge, bei denen der vertraglich vereinbarte Ratenverlauf nicht der im Zeitablauf gleichbleibenden Nutzungsüberlassung des Leasingvermögens entspricht. Die Höhe des Abgrenzungspostens entspricht der Differenz zwischen den vom Leasingnehmer gezahlten Leasingraten und dem bei linearem Ratenverlauf zu zahlenden Entgelt. Abgrenzungen für Mietsonderzahlungen entfallen auf vom Kunden vor Nutzungsbeginn geleistete Zahlungen, welche auf die Leasingrate angerechnet werden. Die Abgrenzung über den Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt ab Nutzungsbeginn. Der Abgrenzungsposten wird linear über die Mietdauer des Leasingobjektes aufgelöst. Die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt für die Einnahmen aus Forderungsverkäufen aus Leasingverträgen linear über die Dauer des Vertrages. Einnahmen aus dem Verkauf von Restwerten werden über die Vertragslaufzeit linear aufgezinst. Die abgegrenzten Servicekosten für forfaitierte Mietkaufraten werden annuitätisch über die Vertragslaufzeit aufgelöst.

Mit Wirkung zum 31.12.2021 hat die MMV Bank einen Großteil ihrer unmittelbaren Pensionsverpflichtungen in einen nicht versicherungsförmigen Pensionsfonds nach deutschem Recht zusammen mit den entsprechenden Finanzierungsmitteln übertragen.

Für die Erfüllung der in den Pensionsfonds überführten Verpflichtungen haftet die MMV Bank weiterhin subsidiär nach § 1 Abs. 1 S. 3 BetrAVG. Eine Unterdeckung aufgrund Nichtpassivierung von mittelbaren Verpflichtungen i. S. d. Art 28 Abs. 1 S. 2 EGHGB (Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch) liegt für den Pensionsfonds zum 31.12.2023 i. H. von 18,1 Mio. EUR vor.

Der Erfüllungsbetrag für die weiterhin bestehenden unmittelbaren Pensionsverpflichtungen sowie für die mittelbaren Verpflichtungen ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des § 253 HGB und der Heubeck-Richttafeln 2018 G, Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln, bewertet. Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method) verwendet. Grundlegend für die Bewertung ist die periodengerechte Zuordnung von Versorgungsleistungen während des Dienstverhältnisses und die versicherungsmathematischen Annahmen. Der für die Diskontierung der Pensionsrückstellungen verwendete zehnjährige Durchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs.2 HGB liegt bei 1,83%, wohingegen der siebenjährige Durchschnittszinssatz bei 1,76% liegt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zum 31.12.2023 beträgt 568 TEUR. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen liegen bei 2,15%, zuzüglich eines Karrieretrends von 0,5%, der bis zu einem Alter von 50 Jahren zugrunde gelegt wird. Weiterhin werden eine künftige jährliche Rentensteigerung von 1,0 bzw. 2,0% sowie eine unternehmensspezifische Fluktuation von durchschnittlich 4,0% unterstellt.

Die Steuer- und anderen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden bei einer Laufzeit von über einem Jahr mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Zum Stichtag 31.12.2023 hat die MMV Bank eine Berechnung in Übereinstimmung mit den Anforderungen des IDW RS BFA 3 n. F. unter Anwendung der barwertigen Methode durchgeführt. Risiko- und Verwaltungskosten werden in dieser Berechnung auf Basis von pauschalen Annahmen, jedoch unter gleichzeitiger, tendenzieller "Überschätzung" berücksichtigt. Gemäß dieser Berechnung liegt zum 31.12.2023 kein Rückstellungsbedarf vor.

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung waren am Abschlussstichtag nicht vorhanden.

5. Erläuterungen der Bilanzen

Die nach der RechKredV geforderte Aufteilung von Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten oder Kündigungsfristen ist den nachstehenden Tabellen zu entnehmen:

MMV Bank

Restlaufzeit
Bilanzposten bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre unbestimmte Laufzeit
TEUR
Forderungen an Kunden 108.306 130.240 266.783 10.909 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
• mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 20.231 66.108 153.892 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
• Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten 28 3.521 11.757 0 0
• andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.270 28.309 33.104 4.448 0

Konzern

Restlaufzeit
Bilanzposten bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre unbestimmte Laufzeit
TEUR
Forderungen an Kunden 70.886 122.647 274.595 13.638 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
• mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 62.651 172.324 362.372 4.965 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
• Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten 28 3.521 11.757 0 0
• andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.270 28.309 33.104 4.448 0

Von den "Forderungen an Kunden" des Konzerns entfallen 259.709 TEUR (Vj. 254.410 TEUR) auf das Leasinggeschäft.

"Forderungen an Kunden" an verbundene Unternehmen bestehen bei der MMV Bank in Höhe von 42.457 TEUR (Vj. 32.379 TEUR) und betreffen in 2023 im Wesentlichen den laufenden Verrechnungsverkehr mit der MMV Leasing.

Entwicklung des Anlagevermögens der MMV Bank

EUR I. Finanzanlagen II. Immaterielle Anlagewerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 10.526.000,00 2.530.046,338 1.426.274,12 0,00 3.956.320,45
Zugänge 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 10.526.000,00 2.530.046,33 1.426.274,12 0,00 3.956.320,45
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 0,00 2.062.110,76 603.166,70 0,00 2.665.277,46
Zugänge 0,00 201.249,66 296.254,65 0,00 497.504,31
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 0,00 2.263.360,42 899.421,35 0,00 3.162.781,77
Buchwert 31.12.2023 10.526.000,00 266.685,91 526.852,77 0,00 793.538,68
Buchwert 31.12.2022 10.526.000,00 467.935,57 823.107,42 0,00 1.291.042,99
EUR III. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 10.689.010,17 871.344,44 0,00 11.560.354,61
Zugänge 0,00 1.561,99 0,00 1.561,99
Abgänge 0,00 595,00 0,00 595,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 10.689.010,17 872.311,43 0,00 11.561.321,60
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 10.669.804,37 628.969,70 0,00 11.298.774,07
Zugänge 959,04 47.262,34 0,00 48.221,38
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 10.670.763,41 676.232,04 0,00 11.346.995,45
Buchwert 31.12.2023 18.246,76 196.079,39 0,00 214.326,15
Buchwert 31.12.2022 19.205,80 242.374,74 0,00 261.580,54

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

EUR I. Finanzanlagen II. Leasingvermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1. Vermietete Anlagen 2. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 26.000,00 1.614.506.399,79 1.969.345,88 1.616.475.745,67
Zugänge 0,00 411.388.244,10 3.252.281,40 414.640.525,50
Abgänge 0,00 441.765.250,85 0,00 441.765.250,85
Umbuchungen 0,00 1.969.345,88 -1.969.345,88 0,00
Stand 31.12.2023 26.000,00 1.586.098.738,92 3.252.281,40 1.589.351.020,32
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 0,00 827.561.912,71 0,00 827.561.912,71
Zugänge 0,00 263.845.777,02 0,00 263.845.777,02
Abgänge 0,00 320.997.321,68 0,00 320.997.321,68
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 0,00 770.410.368,05 0,00 770.410.368,05
Buchwert 31.12.2023 26.000,00 815.688.370,87 3.252.281,40 818.940.652,27
Buchwert 31.12.2022 26.000,00 786.944.487,08 1.969.345,88 788.913.832,96
EUR III. Immaterielle Anlagewerte
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 9.140.920,57 3.899.290,31 0,00 13.040.210,88
Zugänge 59.369,55 22.955,84 0,00 82.325,39
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 9.200.290,12 3.922.246,15 0,00 13.122.536,27
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 8.195.361,61 2.675.904,98 0,00 10.871.266,59
Zugänge 430.203,63 510.436,32 0,00 940.639,95
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 8.625.565,24 3.186.341,30 0,00 11.811.906,54
Buchwert 31.12.2023 574.724,88 735.904,85 0,00 1.310.629,73
Buchwert 31.12.2022 945.558,96 1.223.385,33 0,00 2.168.944,29
EUR IV. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3. geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 10.689.010,17 6.115.845,42 0,00 16.804.855,59
Zugänge 0,00 899.391,67 0,00 899.391,67
Abgänge 0,00 797.059,26 0,00 797.059,26
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 10.689.010,17 6.218.177,83 0,00 16.907.188,00
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 10.669.804,37 4.229.180,77 0,00 14.898.985,14
Zugänge 959,04 674.899,78 0,00 675.858,82
Abgänge 0,00 707.897,55 0,00 707.897,55
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 10.670.763,41 4.196.183,00 0,00 14.866.946,41
Buchwert 31.12.2023 18.246,76 2.021.994,83 0,00 2.040.241,59
Buchwert 31.12.2022 19.205,80 1.886.664,65 0,00 1.905.870,45

Bei den unter den Sachanlagen ausgewiesenen Grundstücke und Bauten handelt es sich um das von der MMV Bank bzw. dem Konzern im Rahmen ihrer Tätigkeit genutzte Verwaltungsgebäude.

Für Bonitäts- und Restbuchwertrisiken bestehen im Konzern außerplanmäßige Abschreibungen auf Leasingobjekte i. H. von 109.037 TEUR (Vj. 113.365 TEUR). Die bei der MMV Bank gebildete Risikovorsorge für angekaufte zukünftige Leasingforderungen wurde im Rahmen der Konsolidierung vom Leasingvermögen abgesetzt.

Die Position "Sonstige Vermögensgegenstände" im Konzernabschluss beinhaltet abgegrenzte, noch nicht fällige Leasingforderungen in Höhe von 1.027 TEUR sowie noch nicht deklarierte Vorsteuerbeträge in Höhe von 388 TEUR. Die den Vorjahresansatz der MMV Bank prägenden Ertragssteuerforderungen (12.043 TEUR) bestehen am Abschlussstichtag nicht mehr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft beim Konzern i. H. von 61 TEUR (Vj. 277 TEUR) im Geschäftsjahr geleistete Zahlungen für Leistungen, die erst im Folgejahr erbracht werden.

Unter den "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" der MMV Bank sind 131.642 TEUR (Vj. 126.693 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Davon entfallen 131.642 TEUR (Vj. 126.693 TEUR) auf die Gesellschafterin. Im Konzern belaufen sich die in den "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 255.971 TEUR (Vj. 247.118 TEUR), wobei 255.971 TEUR (Vj. 247.118 TEUR) auf die Gesellschafterin entfallen.

Unter den "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" sind bei der MMV Bank 158 TEUR (Vj. 66 TEUR) und im Konzern 498 TEUR (Vj. 149 TEUR) antizipative Zinsen enthalten. Im Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kunden" der MMV Bank und des Konzerns betragen die antizipativen Zinsen 284 TEUR (Vj. 39 TEUR).

In den "Sonstigen Verbindlichkeiten" des Konzerns sind im Wesentlichen 15.456 TEUR (Vj. 15.948 TEUR) Zahlungseingänge von Leasingnehmern vor Nutzungsbeginn und Überzahlungen aus dem Leasinggeschäft enthalten. Bei der MMV Bank entfallen von den insgesamt TEUR 1.920 (Vj. 1.341 TEUR) TEUR 1.468 (Vj. 644 TEUR) auf stichtagsbezogene Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer sowie Lohn- und Kapitalertragsteuer.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern betrifft mit 311.664 TEUR (Vj. 286.383 TEUR) das Leasinggeschäft und beinhaltet die Abgrenzungen bei dem Verkauf von zukünftigen Leasingraten und Mietkaufforderungen sowie Abgrenzungen aus nicht linearen Ratenplänen und Mietsonderzahlungen.

Die Position andere Rückstellungen betrifft im Konzern im Wesentlichen die gebildete Risikovorsorge zur Abdeckung potenzieller Risiken im Zusammenhang mit Serviceleistungen i.H.v. TEUR 1.710 (Vj. TEUR 1.870).

Im Rahmen des Geschäftsmodells gehen die MMV Bank sowie der Konzern regelmäßig unwiderrufliche Kreditzusagen ein. Diese betreffen insbesondere Kreditzusagen an Kunden für die Finanzierung von Anzahlungen, die im Zeitraum der Herstellung zukünftiger Leasing- und Mietkaufkaufobjekte an den Hersteller zu leisten sind. Die hieraus resultierenden potenziellen Zahlungen aus unwiderruflichen Kreditzusagen betragen für die MMV Bank sowie den Konzern 38.562 TEUR (Vj. 48.472 TEUR).

Anteilsbesitz der MMV Bank

Die nachstehende Aufstellung enthält den Anteilsbesitz gemäß § 285 Ziff. 11 HGB. Erfasst wurde der jeweils letzte vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaften.

Nr. Name/Sitz Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis
v. H. Mio. EUR Mio. EUR
1. MMV Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Koblenz 100 21,000 -,-
2. MMV Mittelrheinische Leasing GmbH, Koblenz 100 0,026 -,-

Mit den oben aufgeführten Gesellschaften besteht jeweils ein Ergebnisabführungsvertrag.

6. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die "Provisionsaufwendungen" im Konzern entfallen mit 2.911 TEUR (Vj. 2.576 TEUR) auf das Darlehens-, Leasing- und Mietkaufgeschäft.

Im Konzern sind in den "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen" Abschreibungen für das Leasinggeschäft i. H. von 263.846 TEUR (Vj. 281.048 TEUR) enthalten. Davon entfallen -4.327 TEUR (Vj. 2.750 TEUR (Zuführung)) auf außerplanmäßige Abschreibungen.

Im Konzern sowie in der Bank ist die Veränderung der Position "Allgemeine Verwaltungsaufwendungen" im Wesentlichen auf Aufwendungen infolge angepasster Annahmen zukünftiger Preis- und Kostenentwicklungen bei Altersversorgungsverpflichtungen im Vorjahr zurückzuführen, welche unter den Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesen sind. Der Anstieg bei den anderen Verwaltungsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus Instandhaltungsarbeiten im Verwaltungsgebäude und gestiegenen Aufwendungen zur Digitalisierung des Kreditprozesses.

In den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" der MMV Bank sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen und der Effekt aus der Änderung des Diskontierungszinses für die Rückstellungen für Pensionen i. H. von 173 TEUR (Vj. 950 TEUR) enthalten. Im Konzern beinhaltet dieser Posten zusätzlich Aufwendungen für das Leasinggeschäft i. H. von 256.029 TEUR (Vj. 250.829 TEUR). Die im Vorjahr unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesene Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde in den Posten Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken umgegliedert.

Wie bereits im Vorjahr sind aufgrund der Ausübung eines steuerlichen Wahlrechts zur Sofortabschreibung auf digitale Wirtschaftsgüter im laufenden Geschäftsjahr nur verringerte Ertragssteueraufwendungen auf Ebene der MMV Bank entstanden. Im Konzern führte diese Ausübung des Wahlrechts zur Auflösung aktiver latenter Steuern. Dadurch verringert sich die Position der "Aktiven latenten Steuern" um 8.941 TEUR (Vj. 6.991 TEUR)

In den "Zinserträgen" des Konzerns sind Zinserträge aus Mietkaufverträgen i. H. von 14.504 TEUR (Vj. 11.253 TEUR) enthalten.

Die "Sonstigen betrieblichen Erträge" der MMV Bank beinhalten im Wesentlichen mit 24.332 TEUR (Vj. 28.108 TEUR) die an die MMV Leasing und die MMV Versicherungsdienst GmbH weiterbelasteten Personalaufwendungen.

Bei den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" des Konzerns handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus dem Leasinggeschäft i. H. von 592.859 TEUR (Vj. 595.321 TEUR).

Erträge, die einem anderen Konzerngeschäftsjahr zuzurechnen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind, ergeben sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus dem Zahlungseingang auf abgeschriebene Forderungen mit insgesamt 1.823 TEUR (Vj. 1.817 TEUR). Davon entfallen auf die MMV Bank 89 TEUR (Vj. 99 TEUR). Des Weiteren ergaben sich sonstige Auflösungen von Rückstellungen mit 668 TEUR (Vj. 441 TEUR). Für die MMV Bank ergaben sich 283 TEUR (Vj. 301 TEUR) Auflösungen von Rückstellungen.

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt auf Konzernebene für die Abschlussprüfungsleistung 679 TEUR (Vj. 615 TEUR). Für andere Bestätigungsleistungen beträgt das Honorar 6 TEUR (Vj. 37 TEUR).

Die im Geschäftsjahr erbrachten Leistungen des Abschlussprüfers betreffen:

a)

Abschlussprüfungsleistungen:

die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der MMV Bank und der MMV Leasing und des Jahresabschlusses der MMV Mobilien sowie die Prüfung des Jahresabschlusses der MMV Versicherungsdienst GmbH,

die prüferische Durchsicht des Berichtspakets nach IFRS zum 30.06. sowie des Berichtspakets nach IFRS zum 31.12. für Zwecke des Konzernabschlusses der Landesbank Baden- Württemberg;

b)

Andere Bestätigungsleistungen:

die Prüfung der Substanzwertrechnung des MMV Leasing-Konzerns,

die Prüfung der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems der MMV Bank und der MMV Leasing.

7. Sonstige Pflichtangaben

Die Kapitalrendite der Bank gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme beträgt 5,51% (Vj. 3,5%).

Der Konzern hat zur Refinanzierung noch nicht fällige Leasingraten seiner Kunden verkauft. Für die verkauften Forderungen bestehen regelmäßig Veritätsrisiken für den Konzern. Als Sicherheit sind den forderungsankaufenden Banken Leasingobjekte mit Restbuchwerten am Bilanzstichtag i. H. von 302.218. TEUR (Vj. 271.927 TEUR) (davon verbundene Unternehmen 6.878. TEUR (Vj. 26.192 TEUR) sicherungsübereignet. Der erhaltene Kaufpreis für die noch nicht fälligen Leasingraten wurde entsprechend der gesetzlichen Vorschriften in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Vor dem Hintergrund der eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Prüfung der Bonität der Leasingnehmer, wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering angesehen.

Die Entwicklung der zukünftigen finanziellen Verpflichtungen im Konzern aus den Mietverträgen über die Räume der Niederlassungen und Büros stellen sich wie folgt dar:

2023 Folgejahre
1.088 TEUR 2.295 TEUR

Darüber hinaus bestehen ungekündigte Verträge über die bei der MMV Bank und im Konzern eingesetzte EDV sowie über dafür zu erbringende Dienstleistungen. Die Höhe der finanziellen Belastungen ist abhängig von dem Umfang der in Anspruch genommenen Leistungen. In 2023 wurden für den Bezug dieser Leistungen bei der MMV Bank 1.276 TEUR und beim Konzern 2.818 TEUR aufgewendet.

Die Vertragslaufzeiten für Raummietverträge und die EDV-Dienstleistungsverträge betragen bis zu 96 Monate. Der Konzern erwartet künftig eine gleichbleibende Belastung aus diesen Verträgen.

Im Konzern bestehen Verpflichtungen aus bestellten Leasingobjekten auf Basis von Vertragszusagen an Kunden i. H. von 137.501 TEUR.

Als Finanzmittelfonds des Konzerns werden der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten definiert. Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus der Barreserve, den täglich fälligen Forderungen an Kreditinstituten und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist, deren Restlaufzeit zum Erwerbszeitpunkt maximal drei Monate beträgt.

Die Überleitung zu den Bilanzpositionen der Konzernbilanz stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023
TEUR
Barreserve 10.919
Forderungen an Kreditinstitute (täglich fällig) 505
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.424

Geschäftsführung:

Maximilian Meggle, Bereich Markt

Bad Reichenhall

Sprecher der Geschäftsführung

Jörg Schröder, Bereich Marktfolge

Neuwied

Mitglied der Geschäftsführung

Dr. Thomas Söhlke, Bereich Markt (seit. 1.November 2023)

Hamburg

Mitglied der Geschäftsführung

Herr Meggle, Herr Schröder und Herr Dr. Söhlke sind Geschäftsführer der Gesellschaften der MMV Gruppe

Aufsichtsrat:

Karl Manfred Lochner, Vorsitzender (bis 31. Dezember 2023)

Vorstandsmitglied der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

Joachim Erdle (ab 1. Januar 2024 ; Vorsitzender ab 10. Januar 2024)

Vorstandsmitglied der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

Anastasios Agathagelidis, stellvertretender Vorsitzender

Vorstandsmitglied der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

Peter Hähner

Regionalvorstand der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

- Bezüge der Organe

Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung erfolgt aus datenschutzrechtlichen Gründen gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine Vergütung.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern der MMV Bank und ihrer Hinterbliebenen bestanden nach Übertragung auf den Pensionsfonds zum 31.12.2023 Rückstellungen in Höhe von 0 TEUR (Vj. 0 TEUR); die laufenden Bezüge betrugen 0 TEUR.

- Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Vollzeitbeschäftigte 270
Teilzeitbeschäftigte 102
372

Alle Mitarbeiter der MMV Gruppe sind Angestellte der MMV Bank; sie nehmen teilweise und auch ausschließlich Aufgaben bei unseren Tochtergesellschaften in Personalunion wahr.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der MMV Bank schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn der Bank zum 31.12.2023 in Höhe von 30.268 TEUR einen Teilbetrag von 15.900 TEUR auszuschütten, einen weiteren Teilbetrag von 13.700 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Koblenz, den 31. Januar 2024

MMV Bank GmbH

Die Geschäftsführung

Maximilian Meggle

Jörg Schröder

Dr. Thomas Söhlke

Konzern-Kapitalflussrechnung der MMV Bank GmbH, Koblenz für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft gibt folgende Kapitalflussrechnung wieder : 1

Angaben in EUR

Vorjahr
1. Periodenergebnis vor Abführung 20.876.329,27 12.530.415,88
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Leasingvermögens 263.845.777,02 281.048.305,80
3. - Auszahlungen für Zugänge zum Leasingvermögen -414.640.525,50 -377.689.843,09
4. + Einzahlungen aus Abgängen des Leasingvermögens 68.097.200,62 65.512.047,81
5. -/+ Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Leasingvermögen 52.670.728,55 47.570.085,66
6. Abschreibungen und Veränderung des Leasingvermögens -30.026.819,31 16.440.596,18
7. + Erhaltene Zinsen 24.201.089,35 18.021.825,43
8. -/+ Erträge aus Zuschreibungen/Abschreibungen auf Forderungen an Kunden 7.915.926,21 5.869.630,66
9. +/- Abnahme/Zunahme der Mietkaufforderungen -3.975.345,12 -2.763.559,20
10. +/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Kreditgeschäft -6.028.385,65 -21.730.073,24
11. +/- Abnahme/Zunahme der Forderungen an Kunden (ohne Mietkauf, ohne Kreditgeschäft) 426.892,53 -2.047.342,12
12. Veränderung Mietkauf, Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegestände 22.540.177,32 -2.649.518,47
13. - Gezahlte Zinsen -12.644.547,59 -3.184.248,19
14. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -12.440.146,86 -5.531.301,76
15. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -14.460.989,92 4.251.914,75
16. +/- Zunahme/Abnahme passiver Rechnungsabrechnungsposten 25.280.511,88 -9.370.040,84
17. Veränderung Refinanzierung Leasing und Mietkauf -14.265.172,49 -13.833.676,04
18. -/+ Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagevermögen -198.187,96 -90.477,34
19. +/- Abnahme/Zunahme der sonstigen Vermögensgegestände 21.062.706,51 -314.700,69
20. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -11.556.541,76 -14.837.577,24
21. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 5.107.823,51 7.639.792,30
22. +/- Zunahme/Abnahme sontige Verbindlichkeiten -318.852,82 4.509.525,65
23. + Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.616.498,77 2.014.458,93
24. +/- Zunahme/Abnahme Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 3.950.000,00
25. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 9.600.852,83 6.981.278,07
26. +/- Ertragsteuerzahlungen 13.156.374,07 -7.487.227,91
27. +/- Sonstige Anpassungen (Saldo) -30.673.153,11 -5.363.680,82
28. Veränderung sonstiger Posten 7.797.520,04 -2.998.609,05
29. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.922.034,83 9.489.208,50
30. + Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
31. + Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 287.349,67 155.261,77
32. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -899.391,67 -601.905,32
33. + Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 0,00 0,00
34. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -82.325,39 -712.626,18
35. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -694.367,39 -1.159.269,73
36. - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -4.900.000,00 -10.000.000,00
37. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.900.000,00 -10.000.000,00
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 29. + 35. + 37. 1.327.667,44 -1.670.061,23
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.097.213,88 11.767.275,11
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.424.881,32 10.097.213,88

1 Die Struktur der Kapitalflussrechnung wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Leasinggeschäftes an die Vorgaben des DRS 21 angepasst.

Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 31. Dezember 2022 bis 31. Dezember 2023

MMV Bank GmbH, Koblenz

Stand 31.12.2022 Einstellung in/ Entnahme aus (-) Ausschüttung Konzernjahresüberschuss 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
Rücklagen
Kapitalrücklage
Kapitalrücklage (nach § 272 Abs. 2, Nr. 1-3 HGB) 8.819.784,95 8.819.784,95
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 22.430.215,05 14.200.000,00 36.630.215,05
Gewinnvortrag 44.530.801,88 - 6.569.584,12 37.961.217,76
Konzernjahresüberschuss 12.530.415,88 - 7.630.415,88 - 4.900.000,00 20.876.329,27 20.876.329,27
Konzerneigenkapital 108.311.217,76 0,00 -4.900.000,00 20.876.329,27 124.287.547,03
Stand 31.12.2021 Einstellung in/ Entnahme aus (-) Ausschüttung Konzernjahresüberschuss 2022 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
Rücklagen
Kapitalrücklage
Kapitalrücklage (nach § 272 Abs. 2, Nr. 1-3 HGB) 8.819.784,95 8.819.784,95
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 22.430.215,05 22.430.215,05
Gewinnvortrag 48.226.558,31 - 3.695.756,43 44.530.801,88
Konzernjahresüberschuss 6.304.243,57 3.695.756,43 - 10.000.000,00 12.530.415,88 12.530.415,88
Konzerneigenkapital 105.780.801,88 0,00 -10.000.000,00 12.530.415,88 108.311.217,76

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MMV Bank GmbH, Koblenz

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MMV Bank GmbH, Koblenz, - bestehend aus der Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem mit dem Konzernanhang zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der MMV Bank GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Den Abschnitt "Personalbereich'' des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des Abschnitts "Personalbereich".

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir mit der Bewertung von Forderungen an Kunden bei notleidenden Verträgen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

a)

Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht) und

b)

Prüferisches Vorgehen.

Bewertung von Forderungen an Kunden bei notleidenden Verträgen

a) Der Jahresabschluss der MMV Bank GmbH, Koblenz, weist zum 31. Dezember 2023 Forderungen an Kunden (nach Abzug von Wertberichtigungen) in Höhe von Mio. EUR 516,2 aus, d.s. 95,8 % der Bilanzsumme. Die Bewertung der betreffenden Forderungen erfordert regelmäßig ermessensbehaftete Schätzungen der gesetzlichen Vertreter. Dies gilt in besonderem Maße bei Forderungen aus notleidenden Verträgen, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Mittelzuflüsse der Kunden und die Bewertung der gewährten Sicherheiten. Daraus ergibt sich ein erhöhtes Risiko, dass die Höhe der gegebenenfalls erforderlichen Risikovorsorge nicht angemessen ist und die Forderungen damit überbewertet sind. Da die Werthaltigkeit dieser Forderungen folglich mit Unsicherheiten behaftet ist, war der Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zur Bewertung von Forderungen an Kunden bei notleidenden Verträgen sind unter Abschnitt Nr. 4 "Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung" im zusammengefassten Anhang sowie in den Abschnitten "Geschäftsverlauf" und "Adressenausfallrisiken" im "Chancen- und Risikobericht" des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der Bewertungsverfahren des Instituts für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen von Forderungen bei notleidenden Verträgen untersucht. Dabei haben wir, unter Berücksichtigung der entsprechenden Geschäftsorganisation und der relevanten IT-Systeme, die Angemessenheit der für die Bewertung von Forderungen bei notleidenden Verträgen relevanten Prozesse und Kontrollen sowie die Wirksamkeit dieser Kontrollen beurteilt. Hierbei haben wir Spezialisten aus dem Bereich Risk Advisory hinzugezogen. Unsere Prüfung bezog sich insbesondere auf die Prozesse und Kontrollen des Instituts zur Identifizierung von Engagements mit akuten Ausfallsrisiken, zur Bewertung der Kreditsicherheiten, zur Ermittlung der einzelfallbezogenen Einzelwertberichtigungen bei notleidenden Verträgen sowie zur Buchung dieser Einzelwertberichtigungen.

Hierauf aufbauend haben wir auf Grundlage von repräsentativen und nicht-repräsentativen Stichproben untersucht, ob die für diese Engagements gebildete Risikovorsorge periodengerecht gebildet und angemessen dotiert wurde. Dabei haben wir bei ausgewählten Kundenengagements eine Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer vorgenommen und unsere Ergebnisse mit den Analysen des Instituts verglichen, Annahmen über die noch zu erwartenden vertraglichen Zahlungsströme und/oder die erwarteten Zahlungsströme aus der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten gewürdigt sowie die ordnungsgemäße Bestellung der Sicherheiten sowie deren Existenz und Wertansätze beurteilt, soweit auf diese in der Bewertung abgestellt wird. Für die ausgewählten Engagements haben wir zudem die rechnerische Ermittlung der zu buchenden Einzelwertberichtigung nachvollzogen. Ferner haben wir die Angaben im zusammengefassten Anhang auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen

den Abschnitt "Personalbereich" des zusammengefassten Lageberichts,

den Bericht des Aufsichtsrats,

alle übrigen Teile des Geschäftsberichts, welcher uns voraussichtlich erst nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird,

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Teile im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Jahresabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 22. Februar 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. September/12. Oktober 2023 von der Geschäftsführung im Auftrag vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der MMV Bank GmbH, Koblenz, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Marijan Nemet.

 

Frankfurt am Main, den 8. Februar 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Marijan Nemet, Wirtschaftsprüfer

Dr. Sascha Schmitz, Wirtschaftsprüfer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MMV Bank GmbH, Koblenz

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MMV Bank GmbH, Koblenz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem mit dem Anhang des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der MMV Bank GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Den Abschnitt "Personalbereich" des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des Abschnitts "Personalbereich".

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir mit der Bewertung von Forderungen an Kunden und des Leasingvermögens bei notleidenden Verträgen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

a)

Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht) sowie

b)

Prüferisches Vorgehen.

Bewertung von Forderungen an Kunden und Leasingvermögen bei notleidenden Verträgen

a) Der Konzernabschluss der MMV Bank GmbH, Koblenz, weist zum 31. Dezember 2023 Forderungen an Kunden in Höhe von Mio. EUR 481,7 sowie ein Leasingvermögen in Höhe von Mio. EUR 818,9 aus, d.s. 35,7 % bzw. 60,7 % der Bilanzsumme. Die Bewertung der betreffenden Forderungen und des Leasingvermögens bei notleidenden Verträgen erfordert regelmäßig ermessensbehaftete Schätzungen der gesetzlichen Vertreter, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Mittelzuflüsse der Kunden und die Bewertung der gewährten Sicherheiten. Daraus ergibt sich ein erhöhtes Risiko, dass die Höhe der gegebenenfalls erforderlichen Risikovorsorge nicht angemessen ist. Da die Gewährung von Krediten an Kunden und das Verleasen von Vermögensgegenständen die Kerngeschäftstätigkeit des Konzerns ausmachen sowie die Werthaltigkeit dieser Vermögensgegenstände folglich mit Unsicherheiten behaftet ist, war der Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zur Bewertung von Forderungen an Kunden und des Leasingvermögens bei notleidenden Verträgen sind unter Abschnitt Nr. 4 "Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung" im zusammengefassten Anhang dargestellt. Ergänzende Ausführungen befinden sich in den Abschnitten "Geschäftsverlauf" und "Adressenausfallrisiken" im "Chancen- und Risikobericht" des zusammengefassten Lageberichts.

b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der Bewertungsverfahren der Bank für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen von Forderungen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Leasingvermögen bei notleidenden Verträgen untersucht. Dabei haben wir, unter Berücksichtigung der entsprechenden Geschäftsorganisation und der relevanten IT-Systeme, die Angemessenheit der für die Bewertung von Forderungen und Leasingvermögen bei notleidenden Verträgen relevanten Prozesse und Kontrollen sowie die Wirksamkeit dieser Kontrollen beurteilt. Hierbei haben wir Spezialisten aus dem Bereich Risk Advisory hinzugezogen. Unsere Prüfung bezog sich insbesondere auf die Prozesse und Kontrollen der Bank zur Identifizierung von Engagements mit akuten Ausfallsrisiken, zur Bewertung der Kreditsicherheiten bzw. der Leasingobjekte, zur Ermittlung der einzelfallbezogenen Einzelwertberichtigungen bzw. der außerplanmäßigen Abschreibungen bei notleidenden Verträgen sowie zur Buchung dieser Einzelwertberichtigungen und außerplanmäßigen Abschreibungen.

Hierauf aufbauend haben wir auf Grundlage von repräsentativen und nicht-repräsentativen Stichproben untersucht, ob die für diese Engagements gebildete Risikovorsorge periodengerecht gebildet und angemessen dotiert wurde. Dabei haben wir bei ausgewählten Kundenengagements eine Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer vorgenommen und unsere Ergebnisse mit den Analysen der Bank verglichen, Annahmen über die noch zu erwartenden vertraglichen Zahlungsströme und/oder die erwarteten Zahlungsströme aus der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten bzw. der Leasingobjekte gewürdigt sowie die ordnungsgemäße Bestellung der Sicherheiten sowie deren Existenz und Wertansätze beurteilt, soweit auf diese in der Bewertung abgestellt wird. Für die ausgewählten Engagements haben wir zudem die rechnerische Ermittlung der zu buchenden Einzelwertberichtigung nachvollzogen. Ferner haben wir die Angaben im zusammengefassten Anhang auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen

den Abschnitt "Personalbereich" des zusammengefassten Lageberichts,

den Bericht des Aufsichtsrats,

alle übrigen Teile des Geschäftsberichts, welcher uns voraussichtlich erst nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird.

aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Teile im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 22. Februar 2023 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. September/12. Oktober 2023 von der Geschäftsführung im Auftrag des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Konzernabschlussprüfer der MMV Bank GmbH, Koblenz, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Marijan Nemet.

 

Frankfurt am Main, den 8. Februar 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Marijan Nemet, Wirtschaftsprüfer

Dr. Sascha Schmitz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der MMV Bank GmbH nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften kontinuierlich überwacht und beraten; die vorgelegten zustimmungsbedürftigen Vorgänge und Geschäfte wurden entschieden.

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat laufend, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, der Strategie, der Ertrags- und Risikolage, zum Risikomanagement und -controlling sowie zur Personalentwicklung informiert. So wird der Aufsichtsrat monatlich über die Neugeschäfts-, Risiko- und Ertragsentwicklung schriftlich unterrichtet. Darüber hinaus erhält der Aufsichtsrat die Risikoberichte der MMV Gruppe nach MaRisk, die in den Aufsichtsratssitzungen vertiefend besprochen wurden. Von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig überzeugt.

Im stetigen Dialog zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung wurde über aktuelle operative Themen informiert und strategische Überlegungen wurden vorbereitend erörtert.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen, im regelmäßigen Austausch mit der Geschäftsführung sowie durch regelmäßige Berichte und Erörterung der Strategien kam der Aufsichtsrat im Jahr 2023 seinen gesetzlichen Pflichten und Vorgaben nach.

Inhalte der Aufsichtsratssitzungen

Im Berichtsjahr 2023 fanden drei turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt; am 22. Februar, am 23. September sowie am 7. Dezember.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung am 22. Februar 2023 waren der Jahres- und Konzernabschluss 2022 sowie die diesbezügliche Jahresabschlussprüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Hierzu wurden dem Aufsichtsrat im Vorfeld der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht zur Verfügung gestellt. An den Tagesordnungspunkten zur Jahresabschlussprüfung nahm der Abschlussprüfer teil, berichtete umfassend über die Prüfungsergebnisse und beantwortete die Fragen des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung der Abschlüsse keine Einwände erhoben. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Erörterung des Risikoberichtes nach MaRisk, des Jahresberichtes der Internen Revision der MMV Gruppe und Kenntnisnahme des Prüfungsplans für 2023. Weiterhin hat der Aufsichtsrat die Neufassung der Suitability-Richtlinie der MMV Bank zur Eignungsbewertung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat beschlossen.

In seiner Sitzung am 23. September 2023 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Geschäfts- und Ertragsverlauf des laufenden Jahres und nahm die Berichterstattung der Geschäftsführung über die Abarbeitung von Feststellungen und Empfehlungen des Abschlussprüfers zur Kenntnis. Entsprechend der Vorgaben von § 25d KWG erfolgte die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats bzw. des Beirats der MMV Leasing sowie die Erörterung von Fragen zur Bildung von Ausschüssen und Fortbildungsmaßnahmen der Aufsichtsratsmitglieder. Weiterhin hat der Aufsichtsrat die Gesellschafterversammlung gebeten, bei einer potenziellen Neubesetzung von Mitgliedern des Aufsichtsrates, die Besetzung durch geeignete Kandidaten des unterrepräsentierten Geschlechts zu erwägen. Hinsichtlich der individuellen und kollektiven Eignungsbewertung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung wurde festgestellt, dass nach beiden Aspekten jeweils die notwendige Eignung vorliegt. Im Rahmen des Planungsprozesses im LBBW-Konzern wurden die Planungsprämissen für die von der MMV Gruppe zu erstellenden Planung diskutiert. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Risikobericht nach MaRisk zum 30.06.2023, der Weiterentwicklung der Vergütungssysteme im Vertrieb der MMV Gruppe, einer Änderung des Geschäftsverteilungsplans für die Geschäftsführung und nahm die Berichterstattung der Geschäftsführung zum Status der Informationssicherheit bei der MMV zur Kenntnis.

In der Sitzung des Aufsichtsrates am 7. Dezember 2023 wurden die Geschäfts- und Risikostrategie der MMV Gruppe für das Jahr 2024 intensiv erörtert und zur Kenntnis genommen. Weitere Schwerpunkte waren die Ergebnisentwicklung des laufenden Geschäftsjahres und die Vorstellung des Risikoberichtes nach MaRisk zum 30.09.2023. Außerdem wurde die Mittelfristplanung 2024 bis 2028 erörtert und verabschiedet. Die Geschäftsführung erläuterte die Ergebnisse der auf den Stichtag 30.09.2023 von Deloitte durchgeführten Kreditprüfung. Darüber hinaus erfolgte durch die Geschäftsführung die turnusgemäße Information des Aufsichtsrats über die Vergütungssysteme der MMV im Zusammenhang mit der Institutsvergütungsverordnung. Weiterhin informierte die Geschäftsführung über bereits genehmigte Nichtprüfungsdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Abschlussprüferreformgesetz und Abschlussprüferaufsichtsreformgesetz und über den Prüfungsplan der Internen Revision der MMV Gruppe für das Jahr 2024.

Jahres- und Konzernabschluss

Den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zu einem Bericht zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 hat die von der Gesellschafterversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, Frankfurt, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

 

"[...] Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat. [...]"

An der Sitzung des Aufsichtsrates am 22.02.2024 nahm der Abschlussprüfer teil. Er erläuterte dem Aufsichtsrat die Ergebnisse seiner Prüfung und erörterte sie im Einzelnen mit den Mitgliedern.

Nach Beratung im Plenum und dem Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben. In der Sitzung am 22.02.2024 billigte der Aufsichtsrat den Konzernlagebericht, den Konzernjahresabschluss, den Lagebericht sowie den Jahresabschluss der Bank zum 31.12.2023, der damit festgestellt ist.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Der Aufsichtsrat hat, entsprechend dem Vorschlag der Geschäftsführung, der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn TEUR 15.900 an den Gesellschafter auszuschütten und TEUR 13.700 den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung der Bank für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und spricht ihr sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank seinen Dank und seine Anerkennung für die im Jahre 2023 geleistete Arbeit aus.

 

Stuttgart, 22. Februar 2024

Für den Aufsichtsrat

Joachim Erdle, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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