Chemex Foundry Solutions GmbH

Maschstraße 16, 31073 Delligsen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hildesheim HRB 205813
Eingetragen
20.6.2018
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Gießereibedarf, insbesondere die Herstellung von Speisereinsätzen, Filtern, Kernen und Masken für Gießereien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Kevin Taschenberger
seit 2.11.2023
Prokura
Philip Deubner
seit 9.6.2023
Prokura
Stephan Rudolph
seit 29.12.2022
Prokura
Lars Zumbusch
seit 29.7.2020
Geschäftsführer
Karl Thomas Pfeiffer
seit 30.8.2019
Prokura
Guido Brieger
seit 11.7.2018
Prokura
Heiko Schirmer
seit 11.7.2018
Prokura
Martin Lauter
seit 11.7.2018
Geschäftsführer
Jörn Dr. Küper
seit 20.6.2018
Prokura
Wolfgang Nill-Rücker
seit 20.6.2018
Prokura
Constanze Panitzki
seit 20.6.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Geschichte von HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke GmbH (HA, HA GmbH oder HÜTTENES-ALBERTUS) reicht mehr als 100 Jahre zurück. Heute ist HÜTTENES-ALBERTUS in über 30 Ländern auf 6 Kontinenten mit seinen Tochtergesellschaften, Joint Ventures und anderen Partnern vertreten und rund 1.770 engagierte Mitarbeiter stehen unseren Kunden in den HA-Gesellschaften und Joint Ventures weltweit mit Rat und Tat zur Seite. Mit zunehmender Internationalisierung wächst auch die kulturelle Vielfalt. Ein traditionsreiches Unternehmen wie HÜTTENES-ALBERTUS sieht in den Fähigkeiten, dem Engagement, und dem individuellen Erfahrungsschatz aller Mitarbeiter seine große Stärke.

HÜTTENES-ALBERTUS ist ein international führender Hersteller von Spezialchemie-Produkten für die Gießereiindustrie. HÜTTENES-ALBERTUS beliefert seine Kunden mit gießereitechnischen Produkten für alle gängigen Kern- und Formherstellungsverfahren. In enger Zusammenarbeit mit den Gießereien werden die Produkte konsequent auf die Anwendungs- und Praxistauglichkeit ausgerichtet. Hierbei werden bewährte Produkte konsequent weiterentwickelt sowie vorausschauend in die Zukunft entwickelt. Erklärtes Ziel bei jeder Neuentwicklung ist der höchstmögliche Qualitätsstandard in Verbindung mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Das über viele Jahre erworbene Spezialwissen in der Gießereichemie wird mit neuen Forschungsansätzen verbunden, um noch effizientere und umweltfreundlichere Gießereiprozesse zu gestalten. In diesem Bewusstsein richten wir unser Handeln konsequent auf den verantwortungsvollen Umgang mit den Menschen und natürlichen Ressourcen aus.

Das Gießen ist seit vielen Jahrhunderten und auch in der Zukunft vor allem eines: ein innovativer Prozess. Die HÜTTENES-ALBERTUS-Gruppe hat es sich als Ziel gesetzt, den Gießereien als zuverlässiger und ideenreicher Partner zur Seite zu stehen - auf der ganzen Welt und mit allen Produkten und Dienstleistungen, die Gießereien für fortschrittliche und effiziente Gießprozesse benötigen.

Innovation ist das wichtigste Markenversprechen von HÜTTENES-ALBERTUS. Die derzeit größte Herausforderung ist die Vereinbarkeit von hoher Produktivität mit umweltfreundlichen Einsatzstoffen und "grünen" Gießprozessen. HÜTTENES-ALBERTUS stellt sich dieser Herausforderung und legt den Forschungsschwerpunkt seit vielen Jahren auf die Vermeidung nachteiliger Umweltauswirkungen durch die Reduzierung unerwünschter Emissionen sowie die Einsparung von Energie und knappen Ressourcen.

Insgesamt beschäftigen wir derzeit gruppenweit rund 1.770 Mitarbeiter. Zu unseren Hauptabnehmern gehören Kunden der Automobilhersteller sowie deren Zulieferindustrie. Weitere wichtige Endabnehmer kommen aus den Bereichen des Maschinenbaus, der Schwerindustrie, der Windkraft sowie dem Markt für Feingussprodukte. Im Automobilbereich werden Gussteile für den Antriebsstrang von Fahrzeugen mit Elektromotoren, Hybridantrieben als auch Verbrennermotoren sowie für Fahrwerke und Strukturteile hergestellt.

Die Führungsgesellschaft der Hüttenes-Albertus-Gruppe ist die Hüttenes Albertus Chemische Werke GmbH in Düsseldorf, wo sich auch der Hauptsitz des Konzerns befindet. Der Konzern unterhält seinen größten Produktionsstandort in Hannover sowie wesentliche Produktionsstandorte in Italien, Spanien und Polen sowie der Türkei. Weitere bedeutende Produktionsstätten außerhalb Europas werden in den USA, Indien, China und Korea unterhalten. Die übrigen Gesellschaften sind im Wesentlichen Vertriebsgesellschaften, die über geringfügige Produktionseinrichtungen für den eigenen Markt verfügen.

Die Hüttenes-Albertus-Gruppe umfasst zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 insgesamt 25 Gesellschaften, wovon 21 vollkonsolidiert und 4 "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Beteiligung an der UCP HA wird ab dem 01.10.2022 "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen aufgrund einer Verschiebung der Kontroll- und Durchgriffsrechte.

Die Gesellschafter der Hüttenes Albertus Chemische Werke GmbH sind die Gebr. Hüttenes GmbH & Co. KG, Düsseldorf, sowie die Albertuswerke GmbH, Isernhagen.

Der HA-Konzern gliedert sich geographisch in die Bereiche Europa, Nordamerika, Südamerika, Asien, Afrika und Australien. Zusätzlich zu der regionalen Struktur werden die Konzernaktivitäten auch über global aufgestellte Produktlinien gesteuert. Die vorgenannte regionale Präsenz sowie die weltweiten Aktivitäten unserer Produktlinien machen uns zu einem global führenden Anbieter von chemischen Hilfsstoffen, metallurgischen Produkten und Dienstleistungen für die Gießereiindustrie.

1.2. Forschung und Entwicklung

HÜTTENES-ALBERTUS legt großen Wert darauf, dass seine Bindemittel und Gießereihilfsstoffe nicht nur stets auf dem aktuellen Stand der Technik sind, sondern dass auch vorausschauend "in die Zukunft entwickelt" wird. Unsere F&E-Mannschaft betreibt in eigenen Laboratorien Grundlagenforschung und gezielte Weiterentwicklungen.

HÜTTENES-ALBERTUS hat im Laufe des Jahres 2017 ein neues Forschungs- und Entwicklungslabor am Standort Hannover gebaut und die in Deutschland angesiedelten Forschungsaktivitäten dort konzentriert. Die Steuerung der globalen Forschungsaktivitäten erfolgt des Weiteren am Standort Hannover. Dieses wird durch das Center of Competence (CoC) am Standort Baddeckenstedt ergänzt.

HÜTTENES-ALBERTUS forscht und entwickelt kontinuierlich an neuen Produkten, Werkstoffen und Technologien, um ihren Kunden einen Mehrwert zu bieten. Ziel ist es, neueste Technologien, ausgezeichnete Qualität, herausragende Produkteigenschaften, optimale Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung zu vereinen. Durch dieses Engagement soll die eigene Wettbewerbsposition gestärkt und das Produktportfolio erweitert werden. Zukunftstrends spielen dabei stets eine entscheidende Rolle. Der Hauptstandort für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten befindet sich bei der HA GmbH in Hannover. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Jahr 2022 beliefen sich bei der HA GmbH auf insgesamt T€ 8.898 (Vorjahr: T€ 7.108) und betragen 4,36 % vom Umsatz.

Wirtschaftsbericht

1.3. Allgemeine Wirtschaftslage

Weltwirtschaft

Im Jahr 2022 war die Weltwirtschaft durch mehrere zeitgleiche und ineinander verschachtelte Krisen geprägt. Neben dem Kampf der Zentralbanken gegen die Inflation und dem Wiederaufflammen der Covid-Pandemie in China hat vor allem der Krieg in der Ukraine durch steigende Energiepreise und weitere Störungen der Lieferketten die Wachstumschancen reduziert. Nachdem die globale Wirtschaftsleistung in 2021 von niedriger Basis noch um 6,2 % gestiegen ist, wird im aktuellen Forecast (IWF, World Economic Outlook, Januar 2023) für 2022 ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr von 3,4 % erwartet.

Chinas BIP ist 2022 wegen der Pandemie nur mit 3 % gewachsen. Auch die USA haben sich mit einem Plus von 2 % schlechter erholt als die Eurozone mit 3,5 %. Deutschland ist mit 1,9 % gewachsen, Indien hat mit 6,8 % nach Saudi-Arabien das beste Wachstum im Bereich der großen Volkswirtschaften erzielt.

Im Jahresverlauf 2022 wertete der EUR zwar gegenüber dem USD in einer sehr volatilen Entwicklung per Saldo um 6 % ab, konnte sich aber nach starken Verlusten in den ersten 9 Monaten zum Jahresende wieder gut erholen. GBP und JPY verloren kontinuierlich. Gegenüber dem CNY gewann der EUR nach hohen Kursschwankungen 2 %. Bei der türkischen Lira setzte sich die Schwäche der Währung gemindert fort. Sie verlor gegenüber dem EUR 31 %.

Ausblick

Für das Jahr 2023 rechnet der Internationale Währungsfonds mit einem Weltwirtschaftswachstum von nur noch 2,9 %. Das ist deutlich unterhalb des historischen (2000-2019) Durchschnitts von 3,8 % aber 0,2 %-Punkte höher als noch im letzten Forecast vom Oktober 2022 erwartet. Das Wachstum wird durch steigende Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges begrenzt. Die globale Inflation wird voraussichtlich von 8,8 % im Jahr 2022 auf 6,6 % im Jahr 2023 und 4,3 % im Jahr 2024 sinken.

Regional werden Wachstumsimpulse vor allem aus den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet (+4 % in 2023). Für China wird ein Plus von 5,2 % für 2023 erwartet, für die indische Volkswirtschaft ein deutliches Wachstum von 6,1 %.

Für die entwickelten Volkswirtschaften wird ein Wachstum von nur 1,2 % für 2023 vorhergesagt.

Für die USA wird für 2023 ein Wachstum von 1,4 % prognostiziert, für die Eurozone nur 0,7 % und für Deutschland wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um lediglich 0,1 % erwartet.

Die Unsicherheiten im Forecast sind weiterhin hoch und hängen vor allem vom weiteren Verlauf des Krieges in der Ukraine, der Pandemie in China und von weiteren geopolitischen Spannungen ab. Die immer noch hohe Inflation erschwert den Zentralbanken den Spagat zwischen Eindämmung des Preisdrucks einerseits und Sicherung des Wachstums andererseits.

In Bezug auf die für die HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke GmbH wichtigsten Währungen erwarten wir für das Jahr 2023 weiterhin volatile Wechselkursrelationen. Dies stützen wir vor allem auf die ungewissen Entwicklungen der Rohstoffpreise und der Inflation, den Folgen der Covid-19-Pandemie in China und der ungewissen Entwicklung des Krieges in der Ukraine.

1.4. Branchenentwicklung

Gießereien

Geprägt von Herausforderungen in der Produktionsplanung, die auch im Jahr 2022 durch coronabedingte Störungen der internationalen Handelswege und teilweise erhebliche Preisexplosionen durch den Krieg in der Ukraine anhielten, registrierten die Eisen- und Stahlgießereien im Jahr 2022 einen Produktionsrückgang um 1,2 % auf 3.119 Mio. t. Die NE- Metallgießereien verzeichneten mit einer Tonnage von 0,79 Mio. t einen Rückgang um 1,8 %.

Die Gießereiindustrie erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von EUR 7,6 Mrd. auf der FE-Seite und EUR 6,2 Mrd. auf der NE-Metall-Seite. Insgesamt verzeichneten die Gießereien ein Umsatzwachstum von 19 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Kapazitätsauslastung lag Mitte des Jahres 2022 im Durchschnitt bei 88,9 % und damit über dem Niveau des Jahres 2021 von 86,8 %.

Im Jahr 2022 sank die Fertigung bei den Eisen- und Stahlgießereien mit 3,1 Mio. t um 1,2 %. Für den Fahrzeugbau wurden mit 1,7 Mio. t um 1,2 % weniger Komponenten produziert. Die Unternehmen, welche Teile für den Maschinenbau abgießen, fertigten mit 0,82 Mio. t rund 1,2 % weniger als im Vergleichszeitraum 2021. Die Fertigung sonstiger Gusskomponenten (inklusive Bau Guss, Rohren und Stahlwerksbedarf) lag mit 0,58 Mio. t 1,2 % unter dem Vorjahr.

Im Jahr 2022 schlossen die Eisen- und Stahlgießereien mit einem niedrigeren Nachfragevolumen als im Jahr 2021 ab (2,98 Mio. t = - 16 %). Die Kunden aus dem Straßenfahrzeugbau fragten mit 1,66 Mio. t um 18,4 % weniger Komponenten nach. Das Bestellinteresse aus dem Maschinenbau lag mit 0,79 Mio. t um 13,4 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Bestellungen von sonstigen Gusskomponenten fielen um 12,2 % schwächer aus als im Vorjahr. Das Volumen erreichte 0,54 Mio. t.

Die Exportquote beträgt 41,4 %. Insgesamt wurden 1,29 Mio. t, entsprechend einem Zuwachs von 2,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, ausgeführt. Gegenüber Ende Dezember 2021 lag der Auftragsbestand Ende Dezember 2022 mit 1,5 Mio. t um 2,3 % höher.

Die deutschen NE-Metallgießereien produzierten im Berichtsjahr 2022 mit 0,79 Mio. t um 1,8 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Fertigung in den Aluminiumgießereien stieg dabei mit 0,7 Mio. t um 0,3 %. Der Abguss von Magnesiumlegierungen lag im selben Zeitraum mit 13.500 t um 14,9 % unter dem Niveau des Vorjahrs. Die Produktion von Komponenten aus Kupfer und Kupferlegierungen fiel mit 46.600 t um 3,7 % niedriger aus. Der Abguss von Komponenten aus Zinklegierungen sank gegenüber dem Vorjahr um 30 % auf 28.700 t.

Im Jahr 2022 verbuchten die NE-Metallgießereien mit 0,8 Mio. t ein um 2,4 % niedrigeres Nachfrageniveau als im Vorjahr. Der Straßenfahrzeugbau fragte mit 0,61 Mio. t um 0,5 % mehr Komponenten nach. Das Bestellinteresse aus dem Maschinenbau, traditionell ein eher geringes Volumen, lag mit 9.300 t um 0,7 % unter dem Vergleichswert von 2021. Die Bestellungen von sonstigen Gusskomponenten sanken mit 0,18 Mio. t um 11,4 % unter das Niveau des Vorjahres. Die direkten Exporte liegen mit 105.9001 rund 5,4 % unter dem Niveau von 2021.

Die Orderreserven lagen Ende Dezember 2022 bei 0,178 Mio. t, ein Rückgang von 1,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt.

Fahrzeugbau (PKW und leichte Nutzfahrzeuge bis 6t)

Der weltweite Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (Light Vehicles) lag im Jahr 2022 mit 71,2 Mio. verkauften Fahrzeugen in etwa auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres bzw. 29 % unter dem Vorkrisenjahr 2019. Die internationalen Automobilmärkte litten unter anhaltenden Störungen der Lieferketten, dem Krieg in der Ukraine und einer geringeren Nachfrage aufgrund steigender Fahrzeugpreise.

Lediglich in China und Indien konnten aufgrund des Nachholbedarfs und der niedrigen Basis deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden, wobei in China der Absatz zusätzlich durch steuerliche Anreize in der zweiten Jahreshälfte angekurbelt wurde. Die Pkw-Märkte in Europa (EU27+EFTA+UK) sind gegenüber 2021 um 4 % auf 11,3 Millionen Fahrzeuge geschrumpft, während der US-Markt mit -8 % auf 13,7 Millionen verkaufte Fahrzeuge zurückging.

Für Deutschland meldete das Kraftfahrt-Bundesamt 2,65 Mio. Neuzulassungen im Jahr 2022, ein Plus von 1 % oder rund 29.000 Fahrzeugen gegenüber 2021. In den letzten fünf Monaten des Jahres stiegen die Zulassungen im Vergleich zu den Vorjahresmonaten teilweise um mehr als 30 %, was aber vor allem auf die sehr niedrige Basis zurückzuführen ist. Ausschlaggebend für die niedrigen Zulassungszahlen ist vor allem die geringe Verfügbarkeit von Neufahrzeugen aufgrund der anhaltenden Knappheit von Halbleitern, aber auch steigende Preise für Neufahrzeuge drücken auf die Erschwinglichkeit, während die Konsumentenstimmung aufgrund des wirtschaftlichen Gegenwinds schlecht ist.

Reine Verbrennungsmotoren machten 2022 ca. 51 % des Zulassungs-Volumens aus, Hybridfahrzeuge 31 % und reine Elektroautos etwa 18 %.

Im Jahr 2022 wurden weltweit rund 82 Mio. Light Vehicles produziert, das sind 4,8 Mio. Fahrzeuge oder 6 % mehr als im Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 mit circa 89 Mio. Einheiten sind das rund 7 Mio. Fahrzeuge oder 8 % weniger.

In den USA stieg die Produktion im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um ca. 10 % auf ca. 9,8 Mio. Fahrzeuge. In Europa hingegen ging das Produktionsvolumen um rund 1 % auf rund 15,7 Mio. Einheiten zurück. Deutschland verzeichnete mit rund 3,6 Mio. Light Vehicles ein Wachstum von über 370.000 Fahrzeugen bzw. 12 % gegenüber 2021. Der chinesische Markt verzeichnete mit einem Plus von 6 % einen Anstieg auf 26,3 Millionen Fahrzeuge und erreichte damit in etwa das Niveau von 2018. (IHS Engine Forecast 02/2023).

Für das laufende Jahr 2023 wird nach dem Prognosestand von Anfang Februar 2023 eine Erholung der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um rund 4 % bzw. 3 Mio. Fahrzeuge auf rund 85 Mio. Einheiten erwartet. Die Rückkehr zum historischen Höchststand von 95,1 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2017 wird erst für das Jahr 2028 erwartet.

Nutzfahrzeuge

Die internationalen Märkte für Nutzfahrzeuge über 6 t haben sich im Jahr 2022 uneinheitlich entwickelt. Die meisten Märkte verzeichneten ein Absatzplus. In China, dem mit Abstand größten Lkw-Markt der Welt, brach der Absatz jedoch um 51 % gegenüber dem Vorjahr ein. Mit einem Rekordabsatz trotz Pandemie im Jahr 2020 und einem starken Jahr 2021 war die Ausgangslage in der Volksrepublik jedoch anders als in den anderen Märkten. In Europa (EU, EFTA & UK) stiegen die Neuzulassungen um 3 %. In den USA wurden 2022 3 % mehr Lkw verkauft als 2021.

Für das Jahr 2023 wird ein Anstieg der weltweiten Produktion von LKW erwartet. Nachdem die Absatzmengen seit Mitte 2021 vor allem von einer Knappheit im Angebot bestimmt wurden, wird für 2023 eine Verbesserung der Liefersituation erwartet, die jedoch auch aufgrund steigender Preise auf eine sinkende Nachfrage trifft.

Maschinenbau

Nach vorläufigen Angaben des VDMA hat die Produktion im Maschinenbau in den ersten 11 Monaten des Jahres 2022 das Vorjahresniveau halten können. Im ersten Halbjahr lag die Herstellung von Maschinen und Anlagen noch 1,2 % unter dem Level des Vorjahres. Der hohe Auftragsbestand (Auftragsreichweite im Oktober etwa 12 Monate) konnte wegen zahlreicher Engpässe nicht zügiger abgearbeitet werden. Es mangelte vor allem an Zulieferungen und an Arbeitskräften. In den letzten Monaten des Jahres drehte die Produktion dank einer leichten Entspannung bei den Zulieferungen ins Plus. Für 2023 prognostizieren die VDMA-Volkswirte ein Minus der Produktion von real 2 %.

International entwickelte sich die Maschinenindustrie im Jahr 2022 in einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld insgesamt solide. Das dritte Quartal brachte vielerorts sogar höhere Zuwächse als erwartet, da sich die Engpass-Situation bei einigen Vorprodukten entspannte.

Global dürfte der Maschinenumsatz im Jahr 2022 um preisbereinigt 3 % zugelegt haben. Das ist mehr als im September 2021 vorhergesagt wurde.

Für das Jahr 2023 wird ein geringeres Wachstum erwartet. Die Zentralbanken haben den Weg einer strafferen Geldpolitik eingeschlagen und werden diesen zur Inflationsbekämpfung fortsetzen. Die erhöhten Kreditkosten dürften die Investitionsgüternachfrage dämpfen.

Der Maschinenbau am Standort China wuchs im Jahr 2022 voraussichtlich schwächer als der Weltmaschinenbau. Die Prognose für das Jahr 2023 könnte sich angesichts der aktuellen Covid-19-Situation in China als zu ambitioniert erweisen.

Bauwirtschaft

Der Ordereingang im Bauhauptgewerbe belief sich im ersten Halbjahr 2022 auf ca. 51 Mrd. Euro. Dies entspricht einem nominalen Zuwachs um ca. 12 %, real bedeutet es einen Rückgang um 3 %. Für die Monate Januar-November notierte das Bauhauptgewerbe etwa 98 Mrd. Euro Umsatz. Dieses nominale Plus von 11 % bedeutet real einen Rückgang um 5 %. Die Nachfrage nach Bauleistungen hat sich im Jahresverlauf also erkennbar abgeschwächt. Der Hochbau schnitt in diesem Zeitraum derweil mit 0,8 % höherem Auftragseingangsvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich schlechter ab als der Tiefbau mit 13,6 %.

Mit Blick auf die Order- und Umsatzentwicklung ist festzustellen, dass die Baukonjunktur insgesamt an Fahrt verloren hat. Der Mix aus steigenden Lebenshaltungskosten, Preissteigerungen und Lieferengpässen bei Baumaterialien, Zinserhöhungen und verschlechterten Fördermöglichkeiten scheint die Baukonjunktur zunehmend negativ zu beeinflussen.

Stahlindustrie

Die Weltstahlorganisation Worldsteel meldet für das Jahr 2022 eine globale Rohstahlproduktion (= geschätzte Nachfrage) von 1.832 Mio. t. Dies entspricht einem Minus von 4,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Produzenten in der EU meldeten ein rückläufiges Niveau von etwa 137 Mio. t Rohstahl (-10,5 %). Auf Deutschland entfielen knapp 37 Mio. t (-8,4 %). Im gleichen Zeitraum nahm die Rohstahlproduktion in Asien gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % auf 1.351 Mio. t ab. Insgesamt entfallen ca. 55 % der globalen Stahlfertigung auf China. Die nordamerikanischen Rohstahlproduzenten konnten im Jahr 2022 mit etwa 111 Mio. t das Volumen des Vorjahres nicht halten (-5,5 %). Allein die USA wiesen einen Fertigungsrückgang von 5,9 % auf 80,7 Mio. t aus.

In den CIS-Ländern wurden ca. 85 Mio. t Rohstahl hergestellt. Damit wurde das Niveau des Vorjahres um 20 % unterschritten.

1.5. Geschäftsverlauf

Absatz- und Umsatzentwicklung

Das Umsatzvolumen der HA-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2022 um 25,3 % oder 168,4 Mio. EUR von 666,2 Mio. EUR auf 834,6 Mio. EUR gestiegen.

Signifikante Umsatzveränderungen verzeichneten die folgenden Gesellschaften:

in Mio. EUR
HA International 36.036
HA GmbH 31.029
HA Italia 20.939
Gargi HA 19.709
HA Mexico 13.276
HA llarduya 11.328
Metko HA 9.183
HA Korea 8.002
Chemex 7.208

Insbesondere aufgrund der Rohstoffkostenexplosion, die zu Preisanpassungen bei unseren Kunden geführt hat, steigen die Konzernumsätze im Berichtsjahr spürbar.

Die im Geschäftsjahr 2022 erzielten Umsätze des HA-Konzern i. H. v. 834,6 Mio. EUR verteilen sich regional wie folgt:

Der Umsatz in Deutschland wurde in Höhe von 158,8 Mio. EUR durch die HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke GmbH und in Höhe von 39,5 Mio. EUR durch die Chemex GmbH erzielt.

Die in der Region Europa erzielten Umsätze verteilen sich über eine Vielzahl von Ländern, wobei die Hauptumsätze durch die Konzerngesellschaften HA Italia (110,0 Mio. EUR), HA llarduya (50,8 Mio. EUR), Metko HA (41,1 Mio. EUR) und HA France (30,4 Mio. EUR) erzielt werden.

Des Weiteren sind die größten Umsatztreiber die Märkte USA und Mexiko mit HA International und HA Mexico (156,2 Mio. EUR) sowie in Asien mit Gargi HA (78,5 Mio. EUR), HA China (50,9 Mio. EUR) und HA Korea (42,1 Mio. EUR).

Ergebnisentwicklung

Das Konzernbetriebsergebnis 2022 (inklusive sonstiger Steuern) ist von 31,4 Mio. EUR um +3,6 Mio. EUR auf 35,0 Mio. EUR gestiegen. Maßgeblich hierfür ist der Rohergebnisanstieg (ohne sonstige betriebliche Erträge) um +35,3 Mio. EUR, der insbesondere auf die Preisanpassungen infolge der starken Rohstoffkostenerhöhungen zurückzuführen ist. Belastend auf das Konzern-Betriebsergebnis wirkten die höheren Personalaufwendungen (+12,4 Mio. EUR) sowie gestiegene Betriebsaufwendungen (saldiert mit Betriebserträgen) in Höhe von +20,0 Mio. EUR.

Die für 2022 prognostizierte deutliche Konzernumsatzsteigerung konnte bestätigt werden. Während im Jahr 2021 ein Konzernumsatz in Höhe von 666,2 Mio. EUR erzielt werden konnte, belief sich der Konzernumsatz in 2022 auf 834,6 Mio. EUR und liegt mit 25,3 % deutlich über dem Vorjahr.

Das Geschäftsjahr 2022 ist für die HA-Gruppe durch eine Rohstoffpreisexplosion gekennzeichnet, die sich in einer Erhöhung der Materialeinsatzquote auf 69,3 % der Betriebsleistung (2021: 67,0 %) widerspiegelt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Materialeinsatzquote somit um 2,3 %-Punkte. Der Rohertrag (ohne sonstige betriebliche Erträge) hat sich im Berichtszeitraum von 222,0 Mio. EUR um +35,3 Mio. EUR auf 257,3 Mio. EUR erhöht. Hierbei tragen deutlich gestiegene Umsätze in 2022 positiv zum Ergebnis bei, während die gestiegene Materialeinsatzquote den Rohertrag gegenläufig schwächt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 4,9 Mio. EUR im Berichtsjahr vermindert, was insbesondere auf den letztjährigen Verkaufserlös aus dem Abgang der Anteile an der Sl-Gruppe zurückzuführen ist.

Der Konzernpersonalaufwand ist gegenüber der Vorperiode um 12,4 Mio. EUR angestiegen. Hauptsächlich hierfür sind personelle und strukturelle Änderungen sowie höhere Zuführungen zur Pensionsrückstellung.

Die Abschreibungen verzeichnen im Geschäftsjahr 2022 einen Rückgang in Höhe von insgesamt -0,9 Mio. EUR, der maßgeblich durch die Entwicklung der Gargi HA und der HA International geprägt ist. Im Rahmen der Kaufpreisallokation nach den Anteilsaufstockungen in Indien und den USA wurden in Vorjahren stille Reserven in den immateriellen Vermögensgegenständen aufgedeckt, die im Geschäftsjahr 2022 zum Teil vollständig abgeschrieben sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 15,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Grund hierfür sind insbesondere Aufwendungen, die in Relation zur erhöhten Geschäftstätigkeit stehen und global im Berichtsjahr gestiegen sind, z. B. Frachten und Lizenzen sowie Fremdpersonalaufwendungen. Zusätzlich erhöhten sich die Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Das Konzern-EBITDA (exklusive sonstige Steuern) beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf 61,7 Mio. EUR und erfüllt somit die Prognose eines weiter steigenden EBITDA im Vergleich zum Vorjahr (2021: 58,8 Mio. EUR).

Das negative Konzernfinanzergebnis in Höhe von 3,3 Mio. EUR hat sich um +2,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verbessert. Gesunkene Zinsaufwendungen sowie erhöhte Erträge aus assoziierten Unternehmen tragen maßgeblich zur Entwicklung bei. Der verringerte Zinsaufwand ist hierbei im Wesentlichen auf niedrigere Zinsen aus der Pensionsrückstellung bei der HA GmbH zurückzuführen. Die Erträge aus assoziierten Unternehmen steigen im Berichtsjahr infolge der erstmaligen Bilanzierung der UCP HA nach der At-Equity-Methode mit Beginn des 4. Quartals 2022.

Das verbesserte Betriebs- und Finanzergebnis bei gleichzeitig ergebnisbedingt gestiegenen Steueraufwendungen führt zu einem Ergebnis nach Ertragssteuern und sonstigen Steuern von 24,1 Mio. EUR, das mit +5,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (2021: 19,1 Mio. EUR) liegt. Die Umsatzrendite (vor Steuern) für die HÜTTENES-ALBERTUS-Gruppe verblieb im Berichtszeitraum auf dem Vorjahresniveau von 3,9 %.

Insgesamt ergibt sich ein Konzernergebnis für 2022 in Höhe von 22,0 Mio. EUR, das aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen, über dem Vorjahr (2021: 19,0 Mio. EUR) liegt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens verwendet HA hauptsächlich Steuerungsgrößen, die sich aus operativen Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, EBITDA) herleiten.

Ertragslage

2022 %
Betriebsleistung T€ 838.541 100,0 %
Betriebsaufwand in T€ -803.556 -95,8 %
Betriebsergebnis in T€ 34.985 4,2 %
Finanzergebnis in T€ -3.290 -0,4 %
Ergebnis vor Ertragsteuern in T€ 31.695 3,8 %
Ergebnis nach Ertragsteuern in T€ 24.050 2,9 %
Konzernergebnis in T€ 21.979 2,6 %
2021 % 2020 %
Betriebsleistung T€ 672.576 100,0 % 503.463 100,0 %
Betriebsaufwand in T€ -641.155 -95,3 % -502.716 -99,9 %
Betriebsergebnis in T€ 31.421 4,7 % 747 0,1 %
Finanzergebnis in T€ -5.906 -0,9 % -6.031 -1,2 %
Ergebnis vor Ertragsteuern in T€ 25.515 3,8 % -5.284 -1,0 %
Ergebnis nach Ertragsteuern in T€ 19.094 2,8 % -6.090 -1,2 %
Konzernergebnis in T€ 19.014 2,8 % -6.122 -1,2 %

Betriebsleistung = Umsatz + Bestandsveränderung + andere aktivierte Eigenleistungen Betriebsaufwand = Materialaufwand + Personalaufwand + Abschreibungen + sonstige betriebliche Aufwendungen + sonstige Steuern - sonstige betriebliche Erträge Betriebsergebnis = Betriebsleistung - Betriebsaufwand

Finanzergebnis = Ergebnis aus assoziierten Unternehmen + Erträge aus Beteiligungen + Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens + sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Kennzahlen zur Ertragslage

2022 2021 2020
Konzern-Umsatz in T€ 834.620 666.196 504.614
Konzern-EBITDA in T€ 61.690 58.830 38.535

Das EBITDA ergibt sich aus dem Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen, Erträge aus assoziierten Unternehmen sowie Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.

Finanz- und Vermögenslage

Cashflow

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist einen Betrag in Höhe von 21,4 Mio. EUR auf und ist insbesondere auf ein höheres Vorratsvermögen sowie gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2022 zurückzuführen. Aus dem Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert ein Mittelabfluss in Höhe von 23,2 Mio. EUR, der durch die Veränderungen im Sachanlagevermögen und den immateriellen Vermögensgegenstände geprägt ist.

Für den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Liquiditätsabfluss in Höhe von -0,8 Mio. EUR, der insbesondere auf die Ausschüttung an die Anteilseigner der HA Chemische Werke GmbH in Höhe von 12 Mio. EUR zurückzuführen ist. Gegenläufig beeinflusst die Aufnahme von Finanzkrediten die Entwicklung des Finanzierungs-Cash-Flows.

Kapitalflussrechnung 2022 2021
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Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.168 72.623
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 21.445 2.554
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -23.164 -14.962
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -754 -33.403
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.473 -45.811
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.966 -1.644
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -1.475 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 23.186 25.168
Zusammensetzung Finanzmittelfonds 2022 2021
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Liquide Mittel 24.826 27.271
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten -1.640 -2.103
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 23.186 25.168

Vermögensstruktur

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme um 31,1 Mio. EUR von 476,2 Mio. EUR auf 507,3 Mio. EUR gestiegen. Dieser Anstieg resultiert maßgeblich aus der Zunahme des kurzfristig gebundenen Vermögens (+27,2 Mio. EUR) und verzeichnet hierbei den größten Anstieg bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (+22,8 Mio. EUR). Infolge der insbesondere preisgetriebenen Umsatzentwicklung im Jahr 2022, erhöhen sich die Forderungsbestände im Berichtsjahr.

2022
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Langfristige Vermögenswerte 186.571 36,8 %
davon: immateriell 35.487 7,0 %
davon: Sachanlagen 130.046 25,6 %
davon: Finanzanlagen 21.038 4,1 %
Kurzfristige Vermögenswerte 320.700 63,2 %
davon: Vorräte 92.780 18,3 %
davon: Forderungen/sonstige Vermögensgegenstände 182.739 4,1 %
davon: Wertpapiere und Liquidität 26.574 5,2 %
davon: Rechnungsabgrenzung 787 0,2 %
davon: aktive latente Steuern 17.307 3,4 %
davon: Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 513 0,1 %
Gesamtvermögen 507.271 100,0 %
2021 2020
AKTIVA T€ T€ T€
Langfristige Vermögenswerte 182.616 38,4 % 179.325 39,7 %
davon: immateriell 43.118 9,1 % 52.039 11,5 %
davon: Sachanlagen 134.961 28,3 % 118.222 26,2 %
davon: Finanzanlagen 4.537 1,0 % 9.064 2,0 %
Kurzfristige Vermögenswerte 293.530 61,6 % 272.849 60,3 %
davon: Vorräte 87.030 18,3 % 58.904 13,0 %
davon: Forderungen/sonstige Vermögensgegenstände 159.911 33,6 % 123.180 27,3 %
davon: Wertpapiere und Liquidität 27.286 5,7 % 73.649 16,3 %
davon: Rechnungsabgrenzung 2.635 0,5 % 1.969 0,4 %
davon: aktive latente Steuern 16.022 3,4 % 14.554 3,2 %
davon: Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 646 0,1 % 593 0,1 %
Gesamtvermögen 476.146 100,0 % 452.174 100,0 %

Kapitalstruktur

PASSIVA 2022
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Eigenkapital 207.168 40,8 %
davon: Gezeichnetes Kapital 30.000 5,9 %
davon: Bilanzgewinn 160.431 31,6 %
davon: Sonstiges Eigenkapital 16.737 3,3 %
Langfristiges Fremdkapital 161.080 31,8 %
davon: Pensionen 70.939 14,0 %
davon: Verbindlichkeiten 90.141 17,8 %
Kurzfristiges Fremdkapital 139.023 27,4 %
davon: kurzfristige Verbindlichkeiten 100.817 19,9 %
davon: Steuerrückstellungen 4.299 0,8 %
davon: Sonstige Rückstellungen 21.692 4,3 %
davon: RAP/passive latente Steuern 12.215 2,4 %
Gesamtkapital 507.271 100,0 %
PASSIVA 2021 2020
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Eigenkapital 193.760 40,7 % 182.684 40,4 %
davon: Gezeichnetes Kapital 30.000 6,3 % 30.000 6,6 %
davon: Bilanzgewinn 147.729 31,0 % 135.006 29,9 %
davon: Sonstiges Eigenkapital 16.031 3,4 % 17.678 3,9 %
Langfristiges Fremdkapital 131.705 27,7 % 150.180 33,2 %
davon: Pensionen 67.194 14,1 % 63.936 14,1 %
davon: Verbindlichkeiten 64.511 13,6 % 86.244 19,1 %
Kurzfristiges Fremdkapital 150.681 31,6 % 119.310 26,4 %
davon: kurzfristige Verbindlichkeiten 110.836 23,3 % 81.473 18,0 %
davon: Steuerrückstellungen 2.173 0,5 % 2.687 0,6 %
davon: Sonstige Rückstellungen 23.721 5,0 % 19.287 4,3 %
davon: RAP/passive latente Steuern 13.951 2,9 % 15.863 3,5 %
Gesamtkapital 476.146 100,0 % 452.174 100,0 %

Die Kapitalstruktur der HÜTTENES-ALBERTUS-Gruppe ist weiterhin sehr solide. Das Konzern-Eigenkapital ist in 2022 um 13,4 Mio. EUR auf 207,2 Mio. EUR gestiegen (2021: 193,8 Mio. EUR). Maßgeblich hierfür ist der Rückgang der Währungsdifferenzen (-4,2 Mio. EUR), ein verbessertes Jahresergebnis (+3,0 Mio. EUR) sowie eine Ausschüttung von -12,0 Mio. EUR an die Anteilseigner der HA GmbH. Die Eigenkapitalquote verbleibt im Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau (2022: 40,8 %, 2021: 40,7 %). Durch die Aufnahme von Finanzkrediten hat sich das langfristige Fremdkapital insgesamt erhöht. Die Verringerung des kurzfristigen Fremdkapitals ist insbesondere auf rückläufige Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel (-5,8 Mio. EUR) zurückzuführen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nicht nur finanzielle Kennzahlen, sondern auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind maßgeblich für die Entwicklung des HA-Unternehmenswertes. Sie betreffen hauptsächlich die Beziehung des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern sowie die Technologieposition.

Ein wesentliches Ziel ist, dass HA als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich bindet. Für unsere Kunden müssen Produkte entwickelt werden, die auch zukünftig deren Anforderungen entsprechen und neuesten Umweltstandards entsprechen. Das Produkt- und Serviceangebot ist stetig zu verbessern, um den Kundennutzen zu steigern.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Wachstum der globalen Wirtschaft hat sich im Jahr 2022, aufgrund von Inflation, Wiederaufflammen der Covid-Pandemie in China sowie durch steigende Energiepreise und weitere Störungen der Lieferketten im Zuge des Kriegs in der Ukraine, wieder abgeschwächt. Trotz der schwierigen, gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten die Umsatzvolumina sowie das Ergebnis der HÜTTENES-ALBERTUS-Gruppe sehr deutlich gesteigert werden. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist zufriedenstellend. Die in den vergangenen Jahren eingeschlagene Strategie, die konservative Finanzpolitik und solide Finanzposition sowie die durchgeführten Kostensparprogramme haben zur Verbesserung der Geschäfts- und Ertragsentwicklung beigetragen.

Im Zuge der Rohstoffexplosion, die zu Preisanpassungen bei unseren Kunden geführt hat, ist das Geschäftsvolumen sehr deutlich um 168,4 Mio. EUR bzw. 25,3 % gestiegen und die Materialeinsatzquote hat sich um 2,3 %-Punkte auf 69,3 % der Betriebsleistung (2021: 67,0 %) erhöht. Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern liegt - trotz der Sondereffekte aus den Portfoliobereinigungen im Vorjahr (Verkauf der Anteile an der SI-Gruppe sowie HA Romania) - um +6,3 Mio. EUR deutlich über Vorjahr. Maßgeblich hierfür ist der kräftige Rohergebnisanstieg, der die höheren Personal- und Betriebsaufwendungen (saldiert mit Betriebserträgen) überkompensiert hat, und zu einem Anstieg des Konzernbetriebsergebnisses (inklusive sonstiger Steuern) um +3,6 Mio. EUR geführt hat. Bereinigt um die Sondereffekte (8,1 Mio. EUR) aus den vorjährigen Portfoliobereinigungen liegt das Konzernbetriebsergebnis (inklusive sonstiger Steuern) um +11,7 Mio. EUR über Vorjahr. Infolge der deutlichen Gewinnsteigerung haben sich auch die finanzwirtschaftlichen Kennzahlen im Geschäftsjahr 2022 weiter verbessert. Die insgesamt zufriedenstellende Geschäfts- und Ertragsentwicklung stärkt unsere Kapitalausstattung und verbessert unsere Innenfinanzierungskraft für weitere Investitionen in das Sach- und Finanzanlagevermögen sowie das Unternehmenswachstum. Das Konzern-Eigenkapital ist im Geschäftsjahr 2022 um 13,4 Mio. EUR gestiegen und die Eigenkapitalausstattung ist mit einer Eigenkapitalquote von 40,8 % (Vorjahr: 40,7 %) weiterhin sehr solide.

In den vergangenen Jahren hat sich die HÜTTENES-ALBERTUS-Gruppe durch gezielte Akquisitionen bzw. Neugründungen in USA, Mexiko, Italien, Indien und Südostasien, sowie organischem Wachstum in Märkten außerhalb Europas regional deutlich diversifiziert - damit ist die HÜTTENES-ALBERTUS-Gruppe deutlich krisenresilienter als noch vor 10 Jahren. Die Entwicklung neuer Produkte und Technologien zur Erschließung neuer Geschäftschancen in den Gießereien, eine weitere regionale Diversifizierung unseres Geschäftsmodells, insbesondere in den Wachstumsmärkten in Asien, die durchgeführten Portfoliobereinigungen, die strategischen Partnerschaften, die Fortsetzung des Projektes "GoGlobal" (weltweite SAP-Implementierung im HA-Konzern) und die durchgeführten Performance- und Margenverbesserungsprogramme werden einen wichtigen strategischen Beitrag leisten und helfen unsere Wettbewerbsposition zukünftig noch weiter auszubauen.

2. Prognosebericht

2022 war ein vielschichtiges Jahr. Während sich im Q.1 noch eine Entspannung, Engpässe und Preisexplosionen abzeichneten, wurden diese im Q.2 jäh durch die Folgen des Ukrainekonflikts abgebrochen. Eine Fortsetzung und Verschärfung der Komplikationen im Beschaffungsmarkt, insbesondere durch ansteigende Energiekosten weltweit, verkomplizierten die Prozesse. Unmittelbare proaktive Bezugsstopps von Waren russischen Ursprungs unsererseits störten kurzzeitig die der Lieferketten. Ab Q3 erholten sich sowohl Petrochemikalien als auch Mineralien und Sande nachhaltig, ausgenommen Energiekostenzuschläge und einzelne Engpässe für Produkte aus sehr energieintensiven Produktionen. Ab Q4 war ein Großteil der Märkte von ihren Allzeithoch entfernt, aber auch noch bei weitem nicht auf den gewohnten Niveaus. Die Energieversorgung der Gruppe war und ist durch langfristige Kontrakte gesichert.

Für 2023 erwarten wir im 1.Halbjahr eine Fortsetzung der Entspannung in den Beschaffungskosten. Ab dem 2.Halbjahr erwarten wir die Bodenbildung und leichte Anstiege bedingt durch ansteigende Rohstoffnachfragen weltweit und insbesondere in China. Die globale Einkaufsstrategie fokussiert sich weiter auf eine Nutzung der globalen Position von HA sowie Verbesserung der Beschaffung durch Kontrakte, alternative Produkte und Mehrlieferantenstrategien. Nachhaltigkeit ist dabei ein aktiver Bestandteil.

In Bezug auf die für unsere Gesellschaft wichtigsten Währungen erwarten wir für 2023 weiterhin stark schwankende Wechselkurse. Dabei rechnen wir im Jahresverlauf im Durchschnitt mit folgenden Kursrelationen: €/USD: 1,11; €/CNY: 7,37; €/JPY: 138,00; €/GBP: 0,87.

Die Unternehmensplanung 2023 des Konzerns basiert grundsätzlich auf den volkswirtschaftlichen und branchenspezifischen Konjunkturaussichten. Aufgrund der Einschätzungen durch unsere Kunden, Abstimmungen mit den Bereichen Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung ergeben sich folgende Planprämissen für 2023.

Nach der weiteren Ertragserholung im Jahr 2022, trotz der konjunkturellen Abschwächung und Rohstoffkostenexplosion, zeigt sich im 1. Quartal 2023 eine deutliche Verbesserung der Geschäfts- und Ertragsentwicklung bei der HÜTTENES-ALBERTUS-Gruppe. Die Umsatzerlöse liegen leicht über dem Vorjahresquartal, und das Rohergebnis sowie das EBITDA liegen im 1. Quartal 2023 aufgrund des proaktiven Margenmanagements in Verbindung mit sinkenden Rohstoffpreisen deutlich über dem Vorjahresquartal. Für 2023 wird im Zuge der Entspannung bei den Rohstoffpreisen eine kräftige Verbesserung der Ertragsentwicklung erwartet, allerdings sind die steigenden Lohnkosten und die anhaltend hohe Inflation, die volatilen Wechselkursrelationen sowie die allgemeinen geopolitischen Risiken, insbesondere die Folgen des Krieges in der Ukraine, weiterhin erhebliche Unsicherheitsfaktoren, die zu einer Eintrübung der aktuell positiven Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr 2023 führen könnten. Trotz dieser Risiken und Unwägbarkeiten wird ein moderater Umsatzanstieg sowie ein deutlicher Anstieg des Konzern- EBITDA bzw. des Konzernergebnisses der HÜTTENES-ALBERTUS-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 erwartet.

3. Risiko- und Chancenbericht

Unsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei angemessene Risiken und Chancen zu steuern und unangemessene Risiken zu vermeiden. Das implementierte Risikomanagementsystem der Gesellschaft ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Ziel ist die rechtzeitige und systematische Identifizierung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken, um das Erreichen der Unternehmensziele abzusichern und das Risikobewusstsein in der Gesellschaft zu erhöhen. Das Chancenmanagementsystem ist an das Risikomanagementsystem angelehnt und hat die Aufgabe, durch frühzeitiges Ergreifen von Chancen geplante Ziele abzusichern oder zu übertreffen.

Die Strategie der HA Gruppe wird in einem revolvierenden Prozess laufend überprüft und an neue Rahmenbedingungen angepasst. So wurde die 2018 verabschiedete Strategie überprüft und weiterentwickelt und als Strategie 2030+ im August 2022 gemeinsam mit den Anteilseignern verabschiedet.

Anpassungen werden einerseits aus den permanenten Veränderungen in den Kundensegmenten der Gießereien, wie beispielsweise die Elektrifizierung von Antriebssträngen im Bereich Automotive, getrieben anderseits aus der regional sehr unterschiedlichen Entwicklung der Gießereitechnologie und der Kundennachfrage.

Oberste strategische Ziele sind für uns profitables Wachstum und die technologische Führerschaft im Weltmarkt. Die einzelnen Wachstumsziele werden konkret auf die Erfordernisse der jeweiligen regionalen Märkte angepasst.

Unsere Wachstumsstrategie verfolgen wir einerseits über organisches Wachstum und den weltweiten Ausbau unseres Produktportfolios andererseits durch gezielte Akquisitionen.

Unterstützt wird die Umsetzung der strategischen Ziele durch eine konsequent umgesetzte Digitalisierungsstrategie und den fortwährenden strategischen Austausch zwischen dem Management der HA Gruppe und den jeweils regional verantwortlichen Managern und Führungskräften.

Neben den Bedürfnissen unserer Kunden aus der globalen Gießereiindustrie nach immer kosteneffizienteren Gesamtlösungen stehen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein im Vordergrund unserer Produktentwicklung. Die permanente Optimierung unserer Prozesse und unseres weltweiten Produktions-Netzwerkes ist ebenfalls ein zentrales Element unserer Strategie.

Der Krieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen auf das Russlandgeschäft und die globalen Lieferketten sowie weitere ineinandergreifende Krisen wie der weltweite Kampf gegen die Inflation, massiv gestiegene Energiepreise und eine beginnende Deglobalisierung haben erneut gezeigt, wie wichtig eine solide Kapital- und Liquiditätsausstattung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist. Deshalb ist und bleibt ein unumstößlicher wichtiger Grundpfeiler unserer Geschäftspolitik, die seit Jahrzehnten von HA praktizierte, konservative Finanzpolitik, die auf den Erhalt einer soliden Eigenkapitalbasis und das Vorhalten einer robusten Liquiditätsreserve in Form von Bankbeständen und fest zugesagten Kreditlinien abzielt. Mit dieser finanziellen Ausrichtung stellen wir sicher, unsere strategischen Unternehmensziele und wichtigen Investitionsprojekte auch in Krisenzeiten konsequent umsetzen zu können.

3.1. Volkswirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Insgesamt sind volkswirtschaftliche Risiken weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Global Economic Policy Uncertainty Index, der das Maß der wirtschaftspolitischen Unsicherheit regelmäßig unter anderem aus der Streubreite verschiedener ökonomischer Forecasts und der Auswertung von Medienberichten bestimmt, war im Laufe des Jahres 2021 vom pandemiebedingten historischen Höchststand 2020 auf moderatere Werte zurückgegangen ist aber seit dem Beginn des Ukrainekrieges wieder deutlich angestiegen und liegt aktuell um den Faktor 2,3 über dem langfristigen Mittelwert (2000-2022).

In die aktuellen Vorhersagen zur konjunkturellen Entwicklung ist eine Vielzahl von Risiken bereits eingeflossen. Die größten Risiken aktuell sind die Weiterentwicklung des Kriegs in der Ukraine sowie die geopolitische Gesamtsituation, weiterhin auch die Entwicklung von COVID-19 in China, die anhaltende Störung der globalen Lieferketten und Knappheit von Vorprodukten, steigende Energiepreise sowie die anhaltende Inflation. Mittelfristig sind die größten globalen Risiken, auch für die Weltwirtschaft, der Klimawandel im allgemeinen und einzelne extreme Wetterereignisse.

Im direkten finanzwirtschaftlichen Bereich hat sich die sehr hohe weltweite Verschuldung durch den Ukraine-Krieg und die Corona Krise noch weiter verschärft. Weitere bedeutende Risiken betreffend der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen sind Cyber-Kriminalität und Datendiebstahl bzw. Datenbetrug. Außerdem sind allgemein Überbewertungen in Märkten und eine weitere Zunahme des weltweiten wirtschaftlichen Ungleichgewichtes zu nennen.

Die weltweite Gussproduktion wird 2023 im Zuge der erwarteten leichten Erholung in den Hauptkundensegmenten der Gießereiindustrie gegenüber 2022 voraussichtlich nur leicht steigen, wobei die Risiken einer schlechteren Entwicklung erheblich sind. Mittelfristig erwarten wir in der globalen Gussproduktion eine Seitwärtstendenz bzw. ein geringes Wachstum, werkstoffseitig vor allem getrieben aus dem Bereich Aluminiumguss, regional aus Asien, insbesondere Indien.

3.2. Strategische Risiken

Die weltweiten Märkte für unsere Produkte und Lösungen sind hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Produktentwicklungs- und Einführungszeiten, Kundenservice und Finanzierungsbedingungen, disruptiven Technologien sowie Verschiebungen beim Marktbedarf hochgradig wettbewerbsintensiv. Wir sind mit starken bestehenden Wettbewerbern konfrontiert, unter anderem mit Wettbewerbern aus Schwellenländern, die eine günstigere Kostenstruktur aufweisen könnten als wir. Wir adressieren dieses Risiko mit verschiedenen Maßnahmen, wie beispielsweise strategischen Initiativen, Vertriebsinitiativen, der Umsetzung von Produktivitätsmaßnahmen und Projekten zur Erreichung der Zielkosten, Anpassungen bei Fertigungseinrichtungen, dem Export aus Niedrigkostenländern in preissensitive Märkte und der Optimierung unseres Produktportfolios.

Wir befinden uns in einem fortwährenden Prozess strategischer Anpassungen und befassen uns laufend mit Kostensenkungsinitiativen. Diese können Kapazitätsanpassungsmaßnahmen sowie Initiativen zu strukturellen Verbesserungen beinhalten. Zusammenlegungen von Geschäftsaktivitäten und Fertigungsanlagen sowie Konsolidierungen in unserem Produktportfolio sind ebenfalls Bestandteil solcher Kostenoptimierungsinitiativen. Diese Maßnahmen könnten nicht wie geplant umgesetzt werden, ihr Nutzen könnte geringer sein als ursprünglich abgeschätzt, sie könnten später wirken als angenommen, oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jede künftige Wirkung aus diesen Programmen auf unsere Profitabilität wird beeinflusst durch die tatsächlich erzielten Erfolge und unsere Fähigkeit, diese fortlaufenden Bemühungen nachhaltig umzusetzen. Wir kontrollieren, überwachen und steuern diese Projekte fortlaufend.

Für die HA-Gruppe ist besonders die Entwicklung der globalen Automobilindustrie relevant. Hierbei geht es unter anderem um die weiterhin vieldiskutierte Entwicklung bei Antriebskonzepten, mit Entwicklungen innerhalb des Portfolios der Verbrennungsmotoren über in unterschiedlichem Ausmaß elektrifizierte Antriebskonzepte (Hybride) bis hin zu elektrischen Antriebskonzepten (Batterie oder Brennstoffzelle). Dadurch kommt es zu einer Veränderung der Produktstruktur der Gießereien und es entstehen neue Anwendungen für den Einsatz von Gussteilen, z. B. im Bereich der elektrischen Antriebe oder der Fahrzeugstruktur.

Die Entwicklung der relevanten regionalen Märkte wird hier aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen im Bereich der Umwelt- und Energiepolitik sowie der technischen Rahmenbedingungen und des jeweiligen Verbraucherverhaltens sehr unterschiedlich sein und ist aktuell aufgrund der noch im Aufbau befindlichen Infrastruktur für Elektrofahrzeuge und die laufenden technischen Entwicklungen in ihrer Dynamik am ehesten über Szenario-Analysen einzuschätzen.

Die Entwicklung der Nachfrage wird im Wesentlichen von gesetzlichen Rahmenbedingungen, staatlichen Fördermaßnahmen und der weiteren technischen Entwicklung abhängen. Bei den reinen Verbrennungsmotoren sind weiterhin Marktbewegungen weg von Dieselmotoren hin zu Benzinmotoren und die Weiterentwicklung von Leichtbaukonzepten und Downsizing zu beobachten. Weiterhin sind auch andere wesentliche Trends wie regionale Verschiebungen automobiler Produktionskapazitäten, Konzentration und Kooperation bei Autoherstellern und Entwicklungen im Bereich alternativer Mobilitätskonzepte sowie autonomer Fahrzeuge im Fokus unserer Analysen. Im Automobilbereich werden neben Antrieben für PKW und Nutzfahrzeuge viele weitere Teile, wie Fahrwerke und Strukturteile, gegossen.

Wir halten langfristige, strategisch bedeutsame Entwicklungen permanent und strukturiert im Blick, analysieren die potenziellen Auswirkungen auf unser Geschäft und passen unsere Strategie in den Regionen laufend an die veränderten Rahmenbedingungen an.

Der Automobilbereich ist nur ein Kundensegment der weltweiten Gießereiindustrie. Die weiteren und mengenmäßig deutlich größeren Segmente in Summe sind Maschinenbau, Transport (z. B. Schiene, Schiffsbau), Energie, Landwirtschaft und Infrastruktur.

3.3. Operative Risiken

Unsere Wertschöpfungskette umfasst alle Stufen von Forschung und Entwicklung über die Steuerung der Versorgungskette (Supply Chain Management) und der Produktion bis hin zu Marketing, Vertrieb und Dienstleistungen. Operative Störungen in unserer Wertschöpfungskette könnten zu Qualitätsproblemen sowie zu potenziellen Produkt-, Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken führen.

Im Rahmen unseres zertifizierten integrierten Managementsystems (IMS) auf Basis der Normen ISO 9001, ISO 14001 und ISO 50001 für die Bereiche Qualität, Umwelt und Energie werden Strukturen und Prozessabläufe vorgehalten, die dafür ausgelegt sind, Risiken zu vermeiden bzw. zu mindern. Aus dem Bestreben für ein allgemeines Prozessverständnis innerhalb der Organisation folgt eine erhöhte Transparenz, die wiederum die Ursachenanalyse und die Vorbeugung unter Einsatz moderner Managementtools unterstützt. Das etablierte IMS unterliegt der regelmäßigen Überwachung durch einen akkreditieren Zertifizierer.

3.4. Beschaffungsmarktrisiken

Die Risiken für den Konzern ergeben sich insbesondere aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie. Daneben existieren ebenfalls Risiken aus der Abhängigkeit von bestimmten Materialien sowie aus Kapazitätsengpässen durch den Ausfall von Lieferanten.

Kapazitätsbeschränkungen und Lieferengpässe, die auf ein ineffektives Management der Versorgungskette zurückzuführen sind, könnten zu Zeitverzögerungen und zusätzlichen Kosten führen. Insgesamt ist das Ausmaß der Risiken in Bezug auf den Beschaffungsmarkt als leicht geringer als in den Vorjahren anzusehen. Bezogen auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß hat sich an der Risikosituation gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert. Durch die mehrjährige Notwendigkeit alternative Quellen und Produkte zu approbieren sind wir resilienter geworden. Ebenso ist der Automatisierungsgrad der Prozesse erhöht worden. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um versorgungsbezogene Probleme zu vermeiden. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass wir in Zukunft nicht in Versorgungsschwierigkeiten geraten. Engpässe oder Verzögerungen könnten unsere Geschäftsaktivitäten erheblich schädigen. Unerwartete Preissteigerungen von Rohmaterialien aufgrund von Marktengpässen oder aus anderen Gründen könnten sich ebenfalls negativ auf unsere Leistung und Profitabilität auswirken.

Der Umgang mit den geopolitischen Risiken bestimmt uns stärker als in der Vergangenheit. Neben einer klaren Transparenz der Herkunftsländer und einer aktiven Steuerung der Einhaltung der Sanktionsmaßnahmen werden als Resilienzmaßnahmen konsequent alternative Lieferanten aus alternativen Regionen qualifiziert.

Ausgehend von den makroökonomischen Rahmenbedingungen erwarten wir in naher Zukunft weiterhin Preisschwankungen. Deutlichen Einfluss auf die Rohstoffmärkte haben politische Krisen und Zölle sowie die steigenden Energiekosten und Personalverfügbarkeiten.

Der Weitergabe der Rohstoff- und Materialverteuerungen über höhere Verkaufspreise sind aufgrund der ausgeprägten Wettbewerbssituation Grenzen gesetzt. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit einem gezielten Material- und Lieferantenrisikomanagement und hoher interner Vernetzung. Mit einem zeitlichen Verzug wird durch Materialteuerungszuschläge, Preisgleitklauseln sowie Preisverhandlungen das Risiko minimiert.

Neben anderen Maßnahmen reduziert HA das Risiko der weltweit schwankenden Rohmaterialpreise mit verschiedenen Sicherungsinstrumenten; aufgrund der hohen Eigenkapitalquote, starken Cash-Flows und damit verbundener ausreichender Liquiditätsreserve erscheinen mögliche Einbußen bei Ergebnis und Liquiditätszufluss infolge konjunktureller Schwankungen oder überhitzter Beschaffungsmärkte für die Unternehmensgruppe insgesamt verkraftbar.

3.5. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aus der internationalen Ausrichtung der HA-Geschäftstätigkeiten folgt, dass mit dem operativen Geschäft sowie den finanziellen Transaktionen Risiken und Chancen aus Wechselkursschwankungen verbunden sind. Ein gegenüber anderen Währungen schwächer werdender Euro kann für HA grundsätzlich höhere Ausgaben im Beschaffungs- und Investitionsbereich erzeugen, wobei gleichzeitig Finanzerträge aus Gewinn- und Zinsansprüchen zu vergleichsweise höheren Einnahmen führen können. Das für HA wesentliche Risiko entsteht dabei aus ungeplanten Schwankungen des Euro gegenüber dem US-Dollar. Zur Begrenzung des Risikos aus dem Tausch von Fremdwährungszahlungen (Transaktionsrisiko) schließt HA teilweise Devisentermingeschäfte, im Einzelfall Devisenoptionen mit externen Bankpartnern ab.

Entwicklungen auf den Geld- und Kapitalmärkten und Änderungen in der Politik der Zentralbanken können zudem das Zinsergebnis der HA beeinflussen. Das Risiko steigender variabler Geldmarktzinsen kann für HA zu höheren Ausgaben für Kreditzinsen führen, wohingegen Einnahmen aus variabel verzinslichen Krediten an verbundene Unternehmen das Zinsergebnis verbessern können. HA beobachtet das Risiko für Zinszahlungen an Dritte kontinuierlich, um ggf. Sicherungsmaßnahmen zu treffen (z.B. Zinsswaps oder Festzinsvereinbarungen).

Aus der Anlage von vorübergehend nicht benötigten Finanzmitteln und den Derivategeschäften ergeben sich Kontrahentenrisiken. Bei den Entscheidungen zum Geschäftsabschluss wird auf die Bonität des Schuldners sowie eine ausgewogene Risikodiversifikation besonders Wert gelegt.

Die von der Gesellschaft begebenen Garantien betreffen zwei im Mehrheitsbesitz befindliche Beteiligungen. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen ist unserer Einschätzung nach gering.

Mit dem Ziel in wirtschaftlich unruhigen Zeiten Flexibilität für die Finanzierung des Geschäftsbetriebes zu besitzen, sind insbesondere feste Kreditvereinbarungen mit unseren Kernbanken in Form von Kreditlinien geschlossen.

Financial Covenants oder Sicherheitenstellungen sind nicht Bestandteil der Kreditvereinbarungen mit unseren Hausbanken. Wir schätzen unsere Liquiditätslage abschließend als sehr robust ein.

Im Zuge der zahlreichen Krisen innerhalb der letzten Jahre (Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Inflation, Energiekostenexplosion) kann es zu einem erhöhten Risiko im Hinblick auf das Zahlungsausfallrisiko unserer Kunden kommen. Entsprechende Vorsichtmaßnahmen und ein aktives Forderungsmanagement minimieren dieses Risiko. Die Krisen haben weder in Vorjahren noch bis zum heutigen Zeitpunkt zu materiellen Auswirkungen auf die Werthaltigkeit der Forderungen geführt.

Die Werthaltigkeit von Finanzanlagen kann des Weiteren im Rahmen von Pandemie- und Krisenzeiten zusätzlich beeinträchtigt sein. Aufgrund positiver Ertragsaussichten der HA Tochtergesellschaften ist die Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte in 2022 gegeben und HÜTTENES-ALBERTUS hat keine Abschreibungen auf Finanzanlagen vornehmen müssen.

3.6. Personalrisiken

Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter ist in den Branchen und Regionen, in denen HA tätig ist, weiterhin intensiv. Der wirtschaftliche Erfolg von HA hängt maßgeblich davon ab, dauerhaft geeignete Führungskräfte, Ingenieure, Chemiker und weiteres Fachpersonal zu identifizieren, zu rekrutieren, weiterzuentwickeln und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. In den Branchen und Regionen, in denen HA tätig ist, zeigt sich der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte als sehr stark ausgeprägt. Als eines der führenden Technologieunternehmen auf dem Weltmarkt für Spezialprodukte der Gießereiindustrie, ist es für HA von entscheidender Bedeutung, die Kompetenz und das Know-how seiner Belegschaft nicht nur zu sichern, sondern auch stetig zu erweitern.

Wir begegnen diesem Risiko, als Traditionsunternehmen mit einer über 100-jährigen Geschichte, zum Beispiel mit einer strukturierten Nachfolgeplanung, einer Verbesserung der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber sowie Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -entwicklung.

Zufriedene Mitarbeiter und eine wertschätzende Arbeitsatmosphäre stärken den Zusammenhalt und fördern die Unternehmenskultur.

Durch regelmäßige Mitarbeitergespräche werden Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten identifiziert, die die Basis für die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter und Führungskräfte bilden. Hierbei nimmt die Befähigung im Rahmen agiler und zunehmend digitaler Arbeitswelten einen wichtigen Stellenwert ein. Nachhaltige und langfristige Entwicklungsziele sowie zukunftsfähige HR-Prozesse und Tools sichern eine erfolgreiche Personalarbeit. Die Tatsache, dass die Ausbildung bei HA einen hohen Stellenwert hat und regelmäßig neue Berufsbilder in das Portfolio aufgenommen werden, bspw. im Bereich der IT, ist dabei ein wesentlicher Pfeiler.

3.7. Chancenbericht

HÜTTENES-ALBERTUS forscht und entwickelt kontinuierlich an neuen Produkten, Werkstoffen und Technologien, um ihren Kunden einen Mehrwert zu bieten. Ziel ist es, neueste Technologien, ausgezeichnete Qualität, herausragende Produkteigenschaften, optimale Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung zu vereinen. Durch dieses Engagement soll die eigene Wettbewerbsposition gestärkt und das Produktportfolio erweitert werden. Auch in der Krise hat die HA Gruppe weiter in Forschung und Entwicklung investiert, um unsere Marktposition durch innovative Alleinstellungsmerkmale und technologische Kompetenz weiter auszubauen. In unserem modernen Laborneubau in Hannover aber auch gemeinsam mit den besten Forschern und Entwicklern in den Landesgesellschaften wird unsere Produktpalette stets nachhaltig weiterentwickelt.

Insbesondere der globale Trend zu mehr Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen Handeln stellt eine große Chance für HA dar. In diesem Bereich ist HA mit Produkten und Technologien sehr gut aufgestellt und durch intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit im neuen Laborgebäude in Hannover sowie im neuen Kompetenzzentrum in Baddeckenstedt haben wir die besten Voraussetzungen diese Stellung weiter auszubauen. Unter anderem arbeiten wir an Produkten für alternative Antriebssysteme und den 3D-Druck. Neben der Ökonomie, also der Verbesserung der Produktionseffizienz bei unseren Kunden, steht dabei auch die Ökologie im Fokus und viele unserer neuen Produkte bringen Beiträge zu einer umweltschonenden Produktion und einer Verbesserung der CO 2 -Bilanz. Auch batterieelektrische Fahrzeuge enthalten Gussteile, für die wir Produkte in unserem Portfolio bereithalten.

Die HA Gruppe hat sich in den letzten Jahren regional deutlich diversifiziert und ist heute durch starkes organisches und anorganisches Wachstum in den Regionen Amerika und Asien deutlich weniger abhängig von den Märkten in Deutschland und dem Rest Europas. In Asien wurde durch Akquisitionen und auch die Neugründung der HA ASEAN eine sehr gute Basis geschaffen, um am erwarteten überproportionalen Wachstum dieser regionalen Märkte teilzuhaben.

Bereits heute liefern wir auch Spezialchemie an Kunden außerhalb der Gießereiindustrie. Zukünftig soll dieser Bereich mit vorhandenem Know-how und Technologien ausgebaut werden.

Unsere Finanzkraft bietet uns eine gute Basis für Investitionen und die stetige strategische Weiterentwicklung der HA Gruppe.

3.8. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Risikosituation für die HÜTTENES-ALBERTUS Gruppe kontinuierlich aktualisiert und bewertet. Die Risikolandschaft für den HA-Konzern hat sich aufgrund der deutlichen Erholung im Jahr 2022 weiter verbessert. Die Überprüfung der Gesamtrisikolage für den HA-Konzern im Geschäftsjahr 2022 ließ keine Risiken erkennen, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen könnten oder gar den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden. Derartige Risiken sind weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung ersichtlich. Auch vor dem Hintergrund des schwierig abzuschätzenden Konjunkturverlaufs, insbesondere des weiteren Verlaufs des Krieges in der Ukraine, der Inflationsentwicklung, der Rohstoff- und Energiepreise, der Entwicklung in den weltweiten Lieferketten und der weiteren geopolitischen Spannungen, stufen wir die Gesamtrisikolage unseres Unternehmens weiterhin als stabil ein. Alle erfassten Risiken sind weiterhin begrenzt und beherrschbar, allerdings kann es jedoch aufgrund der bestehenden gesamtwirtschaftlichen und branchenbedingten Risiken zu Rückschlägen auf dem Pfad zur nachhaltigen Realisierung der geplanten Wachstums- und Renditeziele kommen. Gleichzeitig stellen die genannten Chancen Herausforderungen dar, die mit gezielter Ausrichtung des Produktprogramms sowie begleitenden Vertriebsaktivitäten dazu genutzt werden können, die Zielsetzungen und Planungen der HA-Geschäftsfelder abzusichern oder zu übertreffen. Insbesondere der globale Trend zu mehr Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen Handeln stellt eine große Chance für den HA-Konzern dar. In diesem Bereich ist der HA-Konzern mit Produkten und Technologien sehr gut aufgestellt und durch intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit im state-of-the-art Laborgebäude in Hannover sowie im einzigartigen Kompetenzzentrum in Baddeckenstedt haben wir die besten Voraussetzungen diese Stellung weiter auszubauen. Das etablierte Risiko- und Chancenmanagement wird kontinuierlich weiterentwickelt, d. h. organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und unverzüglich mit geeigneten Gegenmaßnahmen gegenzusteuern und Chancen rechtzeitig ergreifen zu können. Wir sind überzeugt, dass wir die Herausforderungen, die sich aus den beschriebenen Risiken ergeben, weiterhin erfolgreich meistern können.

 

Düsseldorf, den 24. Mai 2023

gez. Franz Friedrich Butz, Geschäftsführer

gez. Christoph Koch, Geschäftsführer

Konzernbilanz

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.176.443,60 41.326.898,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 132.193,03 166.971,32
3. Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 51.108,68 141.521,31
4. Geleistete Anzahlungen 2.127.205,62 1.482.861,07
35.486.950,93 43.118.252,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 77.822.113,31 64.105.642,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.931.473,48 32.868.178,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.099.009,68 9.106.417,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.192.956,04 28.880.071,58
130.045.552,51 134.960.310,41
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 20.208.879,32 3.770.598,83
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 11.568,69
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.970,01 1.970,01
4. Sonstige Ausleihungen 826.917,60 752.800,75
21.037.766,93 4.536.938,28
186.570.270,37 182.615.501,01
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 43.744.155,38 40.736.919,79
2. Unfertige Erzeugnisse 3.621.631,33 3.285.683,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 43.721.210,58 39.348.788,83
4. Geleistete Anzahlungen 1.693.294,19 3.658.929,63
92.780.291,48 87.030.321,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 169.396.519,87 149.554.325,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 207,23 6.518,72
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 407.445,15 492.850,16
4. Sonstige Vermögensgegenstände 12.934.717,59 9.856.586,22
182.738.889,84 159.910.280,33
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 1.748.708,33 15.225,77
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 24.825.584,45 27.270.931,73
302.093.474,10 274.226.759,08
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 786.679,64 2.635.087,67
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 17.307.096,30 16.022.270,65
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 513.406,60 646.251,00
507.270.927,01 476.145.869,41

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 30.000.000,00 30.000.000,00
II. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -6.716.915,57 -10.915.624,42
III. Konzerngewinnvortrag 145.168.905,91 139.630.014,34
IV. Konzerngewinn 21.978.953,60 19.014.237,61
V. Nicht beherrschende Anteile 16.736.566,62 15.961.113,37
207.167.510,56 193.689.740,90
B. UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG 0,00 69.858,24
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 70.938.752,04 67.194.072,83
2. Steuerrückstellungen 4.298.885,44 2.173.410,88
3. Sonstige Rückstellungen 21.692.379,15 23.720.853,99
96.930.016,63 93.088.337,70
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 101.328.396,10 86.189.359,53
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 243.081,02 208.911,86
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 70.734.268,40 68.928.130,54
4. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 65.927,83 5.870.515,31
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 141.699,75
6. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 1.331,00 3.157,00
7. Sonstige Verbindlichkeiten 18.586.187,94 14.005.322,25
- davon aus Steuern TEUR 5.333 (Vorjahr: TEUR 4.359)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 1.518 (Vorjahr: TEUR 1.540)
190.959.192,29 175.347.096,24
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 12.192.247,11 13.933.982,16
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.960,42 16.854,17
507.270.927,01 476.145.869,41

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 834.619.870,28 666.196.254,59
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.287.974,17 6.112.866,34
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 633.161,74 266.549,33
4. Sonstige betriebliche Erträge 15.641.256,73 20.545.283,08
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -537.955.011,03 -412.307.785,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -43.266.067,98 -38.225.872,62
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -88.388.156,56 -82.523.991,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -23.085.607,16 -16.531.934,43
- davon für Altersversorgung TEUR 5.771 (Vorjahr: TEUR 1.041)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -25.772.491,44 -26.628.658,99
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -99.797.642,08 -84.701.701,18
9. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 1.657.939,75 -92.704,26
10. Erträge aus Beteiligungen 0,00 500.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 18.205,64 19.839,87
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 886.790,06 1.420.734,64
13. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -98.852,40 -4.361,36
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.753.887,78 -7.749.023,68
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.645.926,07 -6.420.883,79
16. Ergebnis nach Steuern 24.981.555,87 19.874.610,00
17. Sonstige Steuern -931.985,08 -780.683,06
18. Konzern-Jahresüberschuss 24.049.570,79 19.093.926,94
19. Nicht beherrschende Anteile -2.070.617,19 -79.689,33
20. Konzerngewinn 21.978.953,60 19.014.237,61

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

AMTSGERICHT DÜSSELDORF, HRB 11916

A. Allgemeine Angaben

I. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde entsprechend den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 11916. Die HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Neben der HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurden 1 inländische und 19 ausländische Unternehmen konsolidiert.

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag der Muttergesellschaft aufgestellt. Der Konsolidierung wurden die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 zugrunde gelegt. Die Gargi Hüttenes-Albertus Pvt. Ltd., Mumbai, Indien (Gargi HA), hat für Zwecke der Konsolidierung einen Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2022 aufgestellt, da ihr Geschäftsjahr zum 31. März eines jeden Jahres endet.

Methode der Vollkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Zugänge bis zum Geschäftsjahr 2009 nach der Buchwertmethode. Die auf Grundlage dieser Methode erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen wurden nicht auf den Zeitpunkt des Erwerbs, sondern auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis nach der Buchwertmethode konsolidiert. Für Zugänge im Beteiligungskreis ab dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach den derzeit geltenden Vorschriften des § 301 HGB auf Grundlage der Neubewertungsmethode.

Im Rahmen einer Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen (Transaktionen ohne Kontrollwechsel) wird der Erwerbsvorgang als Kapitalvorgang abgebildet. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Fall einer Aufstockung nicht neu bewertet. Die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital werden zum Zeitpunkt des Erwerbs dieser Anteile verrechnet. Sofern ein Unterschiedsbetrag verbleibt, wird dieser erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet.

Die auf der Passivseite ausgewiesenen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung entstanden im Zusammenhang mit Akquisitionsangelegenheiten zu Konditionen, bei denen der Kaufpreis für die Anteile unter dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens lag.

Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben, die auf Basis von erwarteten Geschäftsbeziehungen zu Kunden sowie Lebenszyklen der Produkte ermittelt wurden. Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert.

Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird in der Konzernbilanz ein Ausgleichsposten für die Anteile der anderen Gesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital unter dem Posten "nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der im Jahresergebnis enthaltene, anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn und der auf sie entfallende Verlust nach dem Posten "Jahresüberschuss" unter dem Posten "nicht beherrschende Anteile" gesondert ausgewiesen.

Konsolidierungskreis

Als Tochterunternehmen der HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke GmbH, Düsseldorf, werden folgende Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

Anteil am Kapital
- Chemex Foundry Solutions GmbH, Delligsen (Chemex GmbH) 100 %
- Hüttenes-Albertus Belgium N. V., Diest, Belgien (HA Belgium) 90 %
- Hüttenes-Albertus France S.á r.L, Pont-Sainte-Maxence, Frankreich (HA France) 100 %
- Hüttenes-Albertus UK Ltd., Wolverhampton, Großbritannien (HA UK) 100 %
- HA-USA Inc., Westmont, Illinois, USA (HA USA) 100 %
- Hüttenes-Albertus Nederland B.V., Veenendaal, Niederlande (HA Nederland) 90 %
- Hüttenes-Albertus Polska Sp. z o.o., Lublin, Polen (HA Polska) 100 %
- Hüttenes-Albertus CZ s.r.o., Decin, Tschechische Republik (HA CZ) 100 %
- HA llarduya S.L.U., Amorebieta, Spanien (HA llarduya) 100 %
- HA China (Hongkong) Co. Ltd., Hongkong, China (HA China) 100 %
- HA Foundry Materials (China) Co. Ltd., Nantong, China (HA Foundry Materials China) 100 %
- Shanghai HA International Trading Co. Ltd., Shanghai, China (Shanghai HA) 100 %
- Metko-Hüttenes Albertus Kimya Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei (Metko HA) 75 %
- HA Korea Co. Ltd., Seoul, Südkorea (HA Korea) 89 %
- HAbrinol-Decin s.r.o., Decin, Tschechische Republik (HAbrinol) 100 %
- HA Italia S.p.A. (vormals: Satef Hüttenes-Albertus S.p.A.), Vicenza, Italien (Satef HA) 100 %
- HA International LLC, Westmont, Illinois, USA (HAI) 100 %
- Gargi Hüttenes-Albertus Pvt. Ltd., Mumbai, Indien (Gargi HA) 74 %
- HA Quimica de Mexico S.A. de C.V., Santa Catarina, Mexico (HAMEX) (mittelbarer Anteilsbesitz 49 %) 51 %
- HA ASEAN Sdn. Bhd., Petaling Jaya, Selangor, Malaysia 76 %

II. Quotenkonsolidierung

Folgende Beteiligung wurde bis zum 30. September 2022 aufgrund der Beteiligungsquote im Wege der Quotenkonsolidierung nach § 310 HGB in den Konzernabschluss einbezogen:

Beteiligungsquote
OOO Uralchimplast Hüttenes-Albertus, Nizhny Tagil, Russland (UCP-HA ) - bis zum 30. September 2022 50 %

Die Beteiligung an der UCP-HA wurde im Geschäftsjahr 2012 erstmals quotenkonsolidiert. Mit Wirkung zum 01. Oktober 2022 wird die Gesellschaft aufgrund einer Verschiebung der Kontroll- und Durchgriffsrechte nicht mehr quotal in den Konzernabschluss einbezogen, sondern nach der At-Equity-Methode bilanziert. Hierdurch ergibt sich eine wesentliche Änderung des Konsolidierungskreises. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit in der Konzernbilanz und Konzern-GuV werden nachfolgend die Bilanzwerte (in Mio. €) dargestellt, die sich für das Geschäftsjahr 2022 ergeben hätten, wenn der in 2022 durchgeführte Konsolidierungsmethodenwechsel von UCP-HA nicht stattgefunden hätte (Pro-Forma-Rechnung).

Bilanz Ausgewiesen 31.12.2022 Pro-Forma 31.12.2022
Anlagevermögen 186,6 202,0
Vorratsvermögen 92,8 93,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 184,5 186,6
Liquide Mittel 24,8 31,2
Sonstige Aktiva 18,6 17,3
Rückstellungen 96,9 97,0
Verbindlichkeiten 191,0 201,7
Sonstige Passiva 12,2 12,4
GuV Ausgewiesen 31.12.2022 Pro-Forma 31.12.2022
Gesamtleistung 838,5 843,9
Materialaufwand 581,2 584,5
Sonstige betriebliche Erträge 15,6 16,0
Personalaufwand 111,5 111,7
Abschreibungen 25,8 25,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 99,8 100,2
Finanzergebnis -3,3 -3,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern 8,6 8,9

Die Gesamtsumme der kurzfristigen Vermögensgegenstände für die quotal einbezogene Gesellschaft UCP-HA betrug im Vorjahr T€ 10.841, während sich die Gesamtsumme der langfristigen Vermögensgegenstände auf T€ 9.325 belief. Die kurzfristigen Schulden betrugen T€ 1.566 und die langfristigen Schulden T€ 18.600 in 2021. Insgesamt wurden im Rahmen der Quotenkonsolidierung Erträge in Höhe von T€ 16.407 und demgegenüber stehende Aufwendungen in Höhe von T€ 14.723 berücksichtigt.

III. Equitykonsolidierung

Die Equitykonsolidierung wird bei Minderheitsbeteiligungen angewandt, auf welche ein maßgeblicher Einfluss nach § 311 HGB ausgeübt wird.

Die assoziierten Unternehmen verwenden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach lokalen handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften.

Folgende Beteiligungen sind im Wege der Equitykonsolidierung nach §312 HGB in den Konzernabschluss einzubeziehen:

Beteiligungsquote
- Okazaki Hüttenes-Albertus Chemicals & Co. Ltd., Osaka, Japan 49 %
- Egyptian and Spanish Company for Metal Technology PLC, 6th of October City, Ägypten 50 %
- DHI2015 S.L., Vitoria-Gasteiz, Spanien 45 %
- OOO Uralchimplast Hüttenes-Albertus, Nizhny Tagil Russland (UCP-HA) 50 %

Vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Krieges und der Verschiebung Kontroll- und Durchgriffsrechte wurde beschlossen, mit Wirkung zum 01. Oktober 2022 die 50 %-ige Beteiligung an der OOO Uralchimplast Hüttenes-Albertus, Nizhny Tagil, Russland, von einem quotenkonsolidierten Gemeinschaftsunternehmen auf eine Bewertung nach der Equity-Methode umzustellen. Die Konsolidierung wurde entsprechend umgestellt.

Der Ansatz der Beteiligung erfolgt mit dem Buchwert der Beteiligung nach § 312 Abs. 1 HGB. Als Zeitpunkt der Ermittlung des Wertansatzes und des Unterschiedsbetrages wird der 31. Dezember 1998 oder der spätere Zeitpunkt, an dem die Beteiligung assoziiertes Unternehmen geworden ist, gewählt. Hierbei handelt es sich um den Stichtag der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Die Erstkonsolidierung im Rahmen der Equity-Bewertung erfolgt nach der Buchwertmethode durch Verrechnung des Buchwerts der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Eine Anpassung der Bewertung in den Abschlüssen der assoziierten Unternehmen an die einheitlichen Bilanzierungsvorschriften des Konzerns erfolgt aus Wesentlichkeitsgründen nicht. Aus der Erstkonsolidierung der UCP-HA zum 01. Oktober 2022 ergibt sich im Rahmen der Equity-Bewertung eine übrige Veränderung im Konzerngewinnvortag von T€ -1.475 im Wesentlichen resultierend aus dem kumulierten Ergebnis der UCP-HA für die ersten neun Monate des Jahres 2022.

Bei der Verrechnung des Buchwertes der Beteiligungen mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaften entstehende aktivische und passivische Unterschiedsbeträge werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben, die auf Basis von erwarteten Geschäftsbeziehungen zu Kunden sowie Lebenszyklen der Produkte ermittelt wurden. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen wird nach Abzug von Ertragssteuern ausgewiesen.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
OOO Uralchimplast Hüttenes-Albertus 16.352 0
Okazaki HA 3.414 3.479
HA Minerals GmbH 161 161
DHI2015 S.L. 95 19
ESCOMT 187 112
20.209 3.771

IV. Währungsumrechnung

Die Bilanzen von Jahresabschlüssen in ausländischer Währung werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wird, zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsunterschiede werden ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die für den Konzern relevanten Wechselkurse haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

2022 2021
Währung 31.12.2022 Durchschnitt 31.12.2021 Durchschnitt
USD 1,07 1,05 1,13 1,18
GBP 0,89 0,85 0,84 0,86
BRL 5,64 5,44 6,32 6,38
CNY 7,36 7,08 7,22 7,64
CZK 24,12 24,57 24,86 25,65
INR 88,17 82,69 84,05 87,48
JPY 140,66 138,03 130,56 129,86
KRW 1.344,09 1.358,07 1.346,40 1.353,95
PLN 4,68 4,69 4,60 4,57
TRY 19,96 17,41 15,23 10,47
MXN 20,86 21,19 23,28 23,99
MYR 4,70 4,63 4,72 4,90

B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu Grunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums aktiviert.

Die als immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesenen Konzessionen und ähnliche Werte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und nach ihren voraussichtlichen Nutzungsmöglichkeiten abgeschrieben. Die derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten bilanziert, gemindert um lineare Abschreibungen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen werden - bei entsprechender Nutzungsdauer - nach der degressiven Methode vorgenommen. Bei Vermögensgegenständen mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von bis zu € 1.000,00 kamen bei inländischen Gesellschaften Vereinfachungsregeln (Poolabschreibung) zur Anwendung.

Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:

Anlagenposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer in Jahren
Software linear 3 bis 5
Geschäfts- oder Firmenwerte linear 3 bis 10
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten sowie Bauten auf fremden Grundstücken linear 25 bis 40
Technische Anlagen und Maschinen degressiv/linear 3 bis 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung degressiv/linear 3 bis 15

Die Finanzanlagen werden bis auf die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen mit den Anschaffungskosten abzüglich eventuell notwendiger außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den effektiven Einstandswerten bzw. dem gewogenen Durchschnittswert bewertet, und zwar unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Der Festwert bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird alle drei Jahre durch eine körperliche Bestandsaufnahme ermittelt. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Vermögensgegenstände, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für den Konzern von nachrangiger Bedeutung ist. Ebenso handelt es sich hierbei um eine in etwa gleichbleibende Menge, die mit einem gleichbleibenden Wert angesetzt wird. Die Zusammensetzung des Festwertes unterliegt nur geringen Veränderungen.

Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sowie fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkten Fertigungs- und Materialkosten anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten angesetzt. Der niedrigere beizulegende Wert wurde vom Verkaufspreis abzüglich Erlösschmälerungen ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerreichweite bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung Rechnung getragen.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, dem niedrigeren Marktpreis/ dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage gleitender Durchschnittspreise. Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerreichweite bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung Rechnung getragen.

Zinsen für Fremdkapital sind bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen. Forderungen und geleistete Anzahlungen in fremder Währung wurden nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3,5 % auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Bestände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet.

Die angesetzten latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen der Handels- und Steuerbilanz. Latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden aus Vorsichtsgründen nicht angesetzt. Sich ergebende Steuerbelastungen und -entlastungen aus den Jahresabschlüssen der Tochtergesellschaften werden in der Konzernbilanz nach § 274 HGB teilweise verrechnet angesetzt. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Posten werden nach § 306 S. 6 HGB zusammengefasst.

Die Ermittlung aktiver und passiver latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt auf Basis eines durchschnittlichen Steuersatzes des Konzerns.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen, wurden mit beizulegenden Zeitwert angesetzt und mit diesen Schulden verrechnet.

Der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Vermögensgegenstände übersteigt den Betrag der Schulden, somit wurde ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gebildet.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Method" bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet. Die Pensonsrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und abgezinst. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurden Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Der Rechnungszins basiert auf einer pauschal angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Effekte aus Änderungen des Rechnungszinses werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der Bewertung lagen folgende Annahmen zugrunde:

Faktoren p.a. 31.12.2022 31.12.2021
Rechnungszins aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren 1,79 % 1,87 %
Anwartschaftstrend 2,00 % 2,00 %
BBG-Trend 2,00 % 2,00 %
Rententrend 2,00 % 1,50 %
Fluktuation Bereichsspezifisch Bereichsspezifisch

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag T€ 3.535 (Vorjahr: T€ 5.161).

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Preis- und Kostensteigerungen wurden soweit erforderlich angesetzt und hatten keinen wesentlichen Einfluss auf den Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Bei dem Ansatz der latenten Steuern werden die sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz ergebenden Differenzen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen von ca. 28 % bis 34 % bewertet.

Zinserträge und Zinsaufwendungen aus der Abzinsung bzw. Aufzinsung der Rückstellungen sind in den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" und "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer mit der Geschäftsführung abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. Sofern notwendig, erfolgt eine entsprechende bilanzielle Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken.

C. Angaben zur Konzernbilanz und Konzerngewinn- und verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

Die einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt:

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01. Jan. 2022 Verschiebungen Kursdifferenz Zugänge Veränderung Konzernkreis
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.631.332,48 6.283.463,79 257.739,16 -602,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 33.218.580,49 552.036,98 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 85.665.867,34 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 1.482.861,07 0,00 1.415.256,01 0,00
244.998.641,38 6.835.500,77 1.672.995,17 -602,40
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.409.017,46 414.906,11 2.353.960,77 -1.197.130,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 140.266.266,39 443.018,56 3.511.163,56 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.615.518,12 221.168,68 4.004.280,21 -505.818,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.888.074,51 3.489.630,47 14.997.079,81 -17.574.004,59
354.178.876,48 4.568.723,82 24.866.484,35 -19.276.953,13
Summe immaterielle VG / Sachanlagen 599.177.517,86 11.404.224,59 26.539.479,52 -19.277.555,53
III. FINANZANLAGEN:
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 5.425.314,38 0,00 1.512.949,34 14.925.331,15
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 11.568,69 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.970,01 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.913.868,99 25,45 416.076,17 0,00
Summe Finanzanlagen 7.352.722,07 25,45 1.929.025,51 14.925.331,15
Summe Anlagevermögen 606.530.239,93 11.404.250,04 28.468.505,03 -4.352.224,38
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Abgänge Umbuchungen 31. Dez. 2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 190.358,13 579.925,72 131.561.500,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 33.770.617,47
3. Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 0,00 85.665.867,34
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 -770.911,46 2.127.205,62
190.358,13 -190.985,74 253.125.191,05
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.834.754,71 15.732.204,57 128.878.203,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.219.943,51 4.774.440,77 146.774.945,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.027.126,27 1.292.164,56 70.600.187,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -21.607.824,16 8.192.956,04
10.081.824,49 190.985,74 354.446.292,77
Summe immaterielle VG / Sachanlagen 10.272.182,62 0,00 607.571.483,82
III. FINANZANLAGEN:
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 21.863.594,87
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 11.568,69 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 1.970,01
4. Sonstige Ausleihungen 345.078,01 0,00 1.984.892,60
Summe Finanzanlagen 356.646,70 0,00 23.850.457,48
Summe Anlagevermögen 10.628.829,32 0,00 631.421.941,30
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01. Jan. 2022 Verschiebungen Zugänge Veränderung Konzernkreis
Kursdifferenz
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.304.433,86 4.337.105,31 10.934.359,39 -483,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 33.051.609,17 559.770,25 27.045,02 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 85.524.346,03 0,00 90.412,63 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
201.880.389,06 4.896.875,56 11.051.817,04 -483,41
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.303.375,28 250.754,68 3.512.491,16 -205.016,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 107.398.087,68 412.974,38 7.036.079,01 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.509.100,18 207.555,74 4.172.104,23 -401.115,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.002,93 0,00 0,00 0,00
219.218.566,07 871.284,80 14.720.674,40 -606.132,16
Summe immaterielle VG / Sachanlagen 421.098.955,13 5.768.160,36 25.772.491,44 -606.615,57
III. FINANZANLAGEN:
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.654.715,55 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.161.068,24 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.815.783,79 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 423.914.738,92 5.768.160,36 25.772.491,44 -606.615,57
25.772.491,44
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Abgänge Umbuchungen 31. Dez. 2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 190.358,13 0,00 98.385.057,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 33.638.424,44
3. Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 0,00 85.614.758,66
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
190.358,13 0,00 217.638.240,12
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.805.513,89 0,00 51.056.090,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.995.665,81 -8.002,97 112.843.472,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.002.473,15 16.005,90 60.501.177,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -8.002,93 0,00
9.803.652,85 0,00 224.400.740,26
Summe immaterielle VG / Sachanlagen 9.994.010,98 0,00 442.038.980,38
III. FINANZANLAGEN:
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 1.654.715,55
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 3.093,24 0,00 1.157.975,00
Summe Finanzanlagen 3.093,24 0,00 2.812.690,55
Summe Anlagevermögen 9.997.104,22 0,00 444.851.670,93
NETTOBUCHWERTE
2022 2021
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.176.443,60 41.326.898,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 132.193,03 166.971,32
3. Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 51.108,68 141.521,31
4. Geleistete Anzahlungen 2.127.205,62 1.482.861,07
35.486.950,93 43.118.252,32
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 77.822.113,31 64.105.642,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.931.473,48 32.868.178,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.099.009,68 9.106.417,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.192.956,04 28.880.071,58
130.045.552,51 134.960.310,41
Summe immaterielle VG / Sachanlagen 165.532.503,44 178.078.562,73
III. FINANZANLAGEN:
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 20.208.879,32 3.770.598,83
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 11.568,69
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.970,01 1.970,01
4. Sonstige Ausleihungen 826.917,60 752.800,75
Summe Finanzanlagen 21.037.766,93 4.536.938,28
Summe Anlagevermögen 186.570.270,37 182.615.501,01

Der Unterschiedsbetrag zwischen den Buchwerten der assoziierten Unternehmen und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 11.944 (Vorjahr: T€ 2.472).

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt T€ 182.739 (Vorjahr: T€ 159.910) hat ein Betrag in Höhe von T€ 1.868 (Vorjahr: T€ 202) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Davon betreffen T€ 176 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und T€ 1.692 sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind - wie im Vorjahr - allesamt Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
Position Grund T€ T€
Pensionsrückstellungen Abzinsung / Trendannahmen 10.871 9.778
Firmenwert und übriges Anlagevermögen Unterschied AFA-Sätze / AFA-Methode 1.371 1.303
Sonstige Rückstellungen Unterschiedlicher Wertansatz 696 511
Forderungen Unterschiedliche Wertberichtigung 2.321 2.315
Vorratsvermögen Unterschiedliche Wertberichtigung 294 325
Altersteilzeitrückstellung Abzinsung / notwendiger Erfüllungsbetrag 24 1
Drohverlustrückstellung Steuerliches Abzugsverbot 61 177
Karenzentschädigungsrückstellung Abzinsung / notwendiger Erfüllungsbetrag 21 36
Jubiläumsrückstellung Abzinsung / notwendiger Erfüllungsbetrag 27 25
Sonstige Vermögensgegenstände Wertberichtigung 20 313
Sterbegeld Abzinsung / Trendannahmen 3 3
Fremdwährung Verbindlichkeiten unrealisierte Währungsgewinne 0 -154
Devisenbankbestände unrealisierte Währungsgewinne 360 112
Fremdwährung Forderungen unrealisierte Währungsgewinne 157 24
Bankdarlehen USD unrealisierte Währungsgewinne 0 33
Zwischenergebniseliminierung auf Umlaufvermögen Konsolidierungsbuchung 828 715
Sonstiges Unterschiedliche Bewertung 253 505
17.307 16.022

Es wurde ein individueller Steuersatz der Konzerngesellschaften verwendet, der zwischen 28 % und 34 % liegt.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der Verrechnung der Altersteilzeitverpflichtungen mit den verpfändeten Wertpapieren liegen folgende Werte zugrunde:

31.12.2022 31.12.2021
Verrechnete Wertpapiere T€ T€
Anschaffungskosten 713 713
beizulegender Zeitwert (Börsenwert) 591 690
Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitrückstellung 78 44

Mangels Erträgen erfolgt keine Aufrechnung von Aufwendungen und Erträgen.

Passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Infolge des 100 %-igen Anteilkaufs der HA Italia (ehemals: Satef HA) an der F.lli Mazzon S.p.A, Schio, Italien, im Juni 2018 ergab sich ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 559. Dieser weist Eigenkapitalcharakter auf und wird über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände planmäßig über 4 Jahre abgeschrieben. Für das Geschäftsjahr 2022 ergibt sich hieraus ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von T€ 70 (Vorjahr: T€ 140) bei der HA Italia infolge der Verschmelzung. Zum Bilanzstichtag ist der passivische Unterschiedsbetrag vollständig aufgelöst.

Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Karenzentschädigungen der HA GmbH, gewinnabhängiger Aufwand, Abfindungen, Sanierung und Sicherheit und sonstige Personalrückstellungen enthalten. Diese Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken in angemessenem Umfang.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind wie folgt (Vorjahreszahlen in Klammern):

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit Mehr als 1 Jahr Restlaufzeit davon mehr als 5 Jahre Gesamt
Position T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.637 89.692 0 101.329
(25.249) (60.941) (0) (86.190)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 243 0 0 243
(209) (0) (0) (209)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 70.734 0 0 70.734
(68.889) (39) (2) (68.928)
4. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 66 0 0 66
(5.870) (0) (0) (5.870)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(142) (0) (0) (142)
6. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 1 0 0 1
(3) (0) (0) (3)
7. Sonstige Verbindlichkeiten 18.137 449 0 18.586
(10.474) (3.531) (0) (14.005)
100.818 90.141 0 190.959
(110.836) (64.511) (2) (175.347)

Sofern Sicherheiten vorliegen, bestehen diese in Form von üblichen Eigentumsvorbehalten bei Warenlieferungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen sind allesamt Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
Position Grund T€ T€
Aufdeckung stiller Reserven Unterschiedlicher Wertansatz 11.293 13.258
Sonderposten mit Rücklageanteil Ansatzverbot 105 114
Anlagevermögen Unterschied AFA-Sätze / AFA-Methode 323 369
Forderungen Bewertung 353 12
Sonstige Verbindlichkeiten Ansatz 50 62
Sonstiges Sonstiges 68 119
12.192 13.934

Die sonstigen passiven latenten Steuern resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Wertansätzen des Anlagevermögens, der Forderungen und sonstigen Verbindlichkeiten.

Es wurde ein individueller Steuersatz der Konzerngesellschaften verwendet, der zwischen 28 % und 34 % liegt.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtkostenverfahren

Die bisherige Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren ist beibehalten worden.

Grundlagen für die Umrechnung in Euro

Bei Import- sowie Exportgeschäften in fremder Währung wird zum jeweiligen Tageskurs des Erfüllungsgeschäftes umgerechnet.

Die Umsatzerlöse lassen sich nach Regionen wie folgt gliedern:

2022 2021
T€ T€
Deutschland 182.935 149.380
Europa 308.836 249.090
Restliches Ausland 342.849 267.726
834.620 666.196

Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung

Aus dem Verkauf der Anteile an der HA Rumänien und der hieraus resultierenden Entkonsolidierung ergab sich im Vorjahr ein Gesamtaufwand in Höhe von T€ 162, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurde. Aus dem Verkauf der Anteile an der Sl-Gruppe resultierte auf Konzernebene ein Ertrag in Höhe von € 8,1 Mio., der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurde. Der letztgenannte, periodenfremde Ertrag stellte einen Ertrag von außergewöhnlicher Größenordnung dar.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen der HA GmbH waren in 2021 des Weiteren Kursaufwendungen in Höhe von € 0,7 Mio. ausgewiesen, die aus der Auflösung von USD- Hedges resultierten. In 2022 belaufen sich diese auf € 1,3 Mio.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 990 aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: T€ 5.090).

Des Weiteren resultieren bei der HA GmbH Erträge von insgesamt T€ 141 aus Erstattungen für Strom- und Energiesteuer, IHK-Beiträge sowie Leasingzahlungen.

Im Vorjahr ergaben sich Erträge von insgesamt T€ 117 aus Erstattungen für Strom- und Energiesteuer, Grundsteuer, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Leasingzahlungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Vorjahr periodenfremden Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 181. Im Berichtsjahr belaufen sich diese auf T€ 194.

Währungsumrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 11.397 (Vorjahr: T€ 9.249) ausgewiesen. Die entsprechenden Aufwendungen, die als "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen werden, belaufen sich auf T€ 14.407 (Vorjahr: T€ 8.813).

Aufwendungen aus Aufzinsungen

Aus der Aufzinsung von Rückstellungen ergeben sich Aufwendungen in Höhe von T€ 1.966 (Vorjahr: T€ 5.210), die unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen werden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind Erträge aus aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.285 (Vorjahr: Ertrag T€ 1.263) sowie Erträge aus passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.742 (Vorjahr: Aufwand T€ 2.054) enthalten.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Zahlungsmittel 24.826 27.271
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten -1.640 -2.103
23.186 25.168

Im Finanzmittelfonds im Vorjahr waren Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 6.082 aus quotal konsolidierten Unternehmen inbegriffen (2022: T€ 0).

Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Nach § 9 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages des Mutterunternehmens ist aus einem Jahresüberschuss mindestens ein Teilbetrag von T€ 1.800 an die Gesellschafter auszuschütten.

Eine weitere Gewinnausschüttung bleibt der Gesellschafterversammlung vorbehalten.

Der zur Ausschüttung zur Verfügung stehende Betrag beläuft sich auf T€ 220.888 (Vorjahr: T€ 209.998), wovon ein Betrag in Höhe von T€ 14.967 (Vorjahr: T€ 13.403) der Ausschüttungssperre unterliegt.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. des § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, betragen insgesamt T€ 6.511 (Vorjahr: T€ 5.759) und beinhalten Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen sowie sonstigen Verträgen.

Haftungsverhältnisse/ Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Eventualverbindlichkeiten:

Garantie Metko-Hüttenes Albertus Kimya Sanayi ve Ticaret Ltd. T€ 64
(Vorjahr: T€ 49)
Garantie Gargi Hüttenes-Albertus Pvt. Ltd T€ 550
(Vorjahr: T€ 0)

Von einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen wird unter Berücksichtigung der individuellen Risikosituation des jeweiligen Haftungsverhältnisses derzeit nicht ausgegangen.

Derivative Finanzinstrumente

Um Risiken aus Wechselkursschwankungen auszugleichen, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Einen Überblick über die eingesetzten derivaten Finanzinstrumente und ihre Nominal- bzw. Marktwerte zum 31. Dezember 2022 zeigt folgende Tabelle:

Derivative Finanzinstumente

Nominalwert Marktwert
T€ T€
Devisentermingeschäfte 12.182 -959

Der Nominalwert bestimmt sich aus der Summe der den einzelnen Geschäften zugrundeliegenden absoluten Beträge. Als Marktwerte werden die saldierten, nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Positionen je Geschäftsart ausgewiesen.

Die Marktwerte (market-to-market-Methode) wurden von den entsprechenden Banken zur Verfügung gestellt, mit denen die Sicherungsgeschäfte ursprünglich abgeschlossen wurden.

Zum Bilanzstichtag wurde in folgenden Fällen das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten in Form von Mikro Hedges ausgeübt:

Um das Währungsrisiko abzusichern, bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Volumen von € 10,3 Mio. (Marktwert T€ -863), die mit zukünftigen USD-Eingängen zu Bewertungseinheiten zusammengefasst sind.

Die als Bewertungseinheiten erfassten Geschäfte enden im Kalenderjahr 2023 und werden im Wege der Einfrierungsmethode buchhalterisch erfasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird mit der Critical-Term-Match Methode gemessen. Es wird ein Wertausgleich von 100 % erwartet.

Zum Bilanzstichtag waren zudem zu Sicherungszwecken kurzfristige PLN-Devisenswaps im Volumen von € 1,9 Mio. ausstehend, die einen negativen Marktwert aufwiesen, weshalb eine Drohverlustrückstellung gebildet wurde (T€ 96).

Anzahl der Beschäftigten

2022 2021
Angestellte 828 840
Gewerbliche Arbeitnehmer 940 895
1.768 1.735

Im Vorjahr sind 45 Beschäftigte von Unternehmen enthalten, die im Wege der Quotenkonsolidierung einbezogen werden.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 201 (Vorjahr: T€216). Darin enthalten 154 T€ für Abschlussprüfungsleistungen (Vorjahr: T€ 171), T€41 für Steuerberatungsleistungen (Vorjahr: T€ 39) sowie 6 T€ für sonstige Leistungen (Vorjahr: T€ 6).

Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Franz Friedrich Butz, Hildesheim - Ingenieur
Christoph Koch, Lohmar - Kaufmann

Mitglieder des Verwaltungsrats

Mitglieder des Verwaltungsrats waren im Geschäftsjahr:

 

Dr. Wilfried Dolkemeyer, Bonn, Chemiker

 

Thorsten Foltin, Wunstorf, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender)

 

Dr. Wilhelm Heilmann, Herten, Kaufmann (Vorsitzender)

 

Rainer Hüttenes, Düsseldorf, Kaufmann

 

Dr. Carsten Kuhlgatz, Winsen/Aller, Ingenieur

Veröffentlichung

Für 2022 wird die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB für die nachstehende Gesellschaft in Anspruch genommen:

 

Chemex Foundry Solutions GmbH, Delligsen

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag sind nicht eingetreten.

 

Düsseldorf, den 24. Mai 2023

gez. Franz Friedrich Butz, Geschäftsführer

gez. Christoph Koch, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf.

EINGESCHRÄNKTES PRÜFUNGSURTEIL ZUM KONZERNABSCHLUSS UND PRÜFUNGSURTEIL ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Wir haben den Konzernabschluss der HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HÜTTENES-ALBERTUS Chemische Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DAS EINGESCHRÄNKTE PRÜFUNGSURTEIL ZUM KONZERNABSCHLUSS UND FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) bis c) HGB wurden im Konzernanhang keine Angaben zu Gesamtbezügen und Vorschüssen an Mitglieder der Geschäftsführung und des Verwaltungsrats sowie zu Gesamtbezügen früherer Mitglieder der Geschäftsführung gemacht.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES VERWALTUNGSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende

 

wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

 

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

 

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

 

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

 

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

 

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzern Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

 

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

 

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 24. Mai 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Winkler, Wirtschaftsprüfer

gez. Dirks, Wirtschaftsprüfer

Konzerneigenkapitalspiegel

Gesellschafter des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Konzernergebnisvortrag Konzerngewinn Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€ T€ T€ T€
Stand 1.1.2021 30.000 155.122 -6.122 -13.995
Ausschüttungen 0 -9.400 0 0
Umbuchung des verbleibenden Konzernjahresergebnisses Vorjahr 0 -6.122 6.122 0
Eigenkapitalveränderungen
Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung erfolgsneutral 0 0 0 3.088
Übrige Veränderungen 0 30 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 -8
Konzernjahresergebnis 0 0 19.014 0
Stand 31.12.2021/Stand 1.1.2022 30.000 139.630 19.014 -10.915
Ausschüttungen 0 -12.000 0 0
Umbuchung des verbleibenden Konzernjahresergebnisses Vorjahr 0 19.014 -19.014 0
Eigenkapitalveränderungen
Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung erfolgsneutral 0 0 0 4.208
Übrige Veränderungen 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 -1.475 0 -10
Konzernjahresergebnis 0 0 21.979 0
Stand 31.12.2022 30.000 145.169 21.979 -6.717
Gesellschafter des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
Gesamt Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenzen aus Wähungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne/ Verluste Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
Stand 1.1.2021 165.005 22.160 -4.721 32 17.470
Ausschüttungen -9.400 -1.095 0 0 -1.095
Umbuchung des verbleibenden Konzernjahresergebnisses Vorjahr 0 32 0 -32 0
Eigenkapitalveränderungen
Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung erfolgsneutral 3.088 0 -414 0 -415
Übrige Veränderungen 30 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises -8 -79 0 0 -79
Konzernjahresergebnis 19.014 0 0 80 80
Stand 31.12.2021/Stand 1.1.2022 177.729 21.018 -5.135 80 15.961
Ausschüttungen -12.000 -567 0 0 -567
Umbuchung des verbleibenden Konzernjahresergebnisses Vorjahr 0 80 0 -80 0
Eigenkapitalveränderungen
Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung erfolgsneutral 4.208 0 -728 0 -728
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises -1.485 0 0 0 0
Konzernjahresergebnis 21.979 0 0 2.071 2.071
Stand 31.12.2022 190.431 20.531 -5.863 2.071 16.737
Gesamt
T€
Stand 1.1.2021 182.475
Ausschüttungen -10.495
Umbuchung des verbleibenden Konzernjahresergebnisses Vorjahr 0
Eigenkapitalveränderungen
Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung erfolgsneutral 2.673
Übrige Veränderungen 30
Änderung des Konsolidierungskreises -87
Konzernjahresergebnis 19.094
Stand 31.12.2021/Stand 1.1.2022 193.690
Ausschüttungen -12.567
Umbuchung des verbleibenden Konzernjahresergebnisses Vorjahr 0
Eigenkapitalveränderungen
Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung erfolgsneutral 3.480
Übrige Veränderungen 0
Änderung des Konsolidierungskreises -1.485
Konzernjahresergebnis 24.050
Stand 31.12.2022 207.168

Konzernkapitalflussrechnung

2022 2021
EUR EUR
Konzern-Jahresüberschuss 24.049.570,79 19.093.926,94
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 25.772.491,44 26.628.658,99
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlagenabgängen 110.153,55 -8.638.868,03
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -1.765.924,84 -279.802,12
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 4.848.892,08 6.308.449,17
Sonstige Beteiligungserträge (-)/-aufwendungen (+) -230.873,83 92.704,05
Sonstige zahlungsunwirksamen Erträge (-) / Aufwendungen (+) 28.994,15 -135.355,12
Ertragsteueraufwand (+) 7.645.926,07 6.501.365,13
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -27.702.222,33 -63.332.586,76
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.329.617,98 25.087.097,13
Ertragsteuerzahlungen (-) -6.982.415,86 -8.771.662,53
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 21.444.973,24 2.553.926,85
Investitionen in das Anlagevermögen
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände -26.684.051,03 -30.157.478,16
Finanzanlagen -2.172.868,32 -200.095,09
Umgliederung UCP-HA im Rahmen des Konsolidierungsmethodenwechsels -14.925.331,15 0,00
Einzahlungen aus
dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen 312.708,59 544.290,63
dem Abgang von Finanzanlagen 584.401,84 12.964.392,30
Umgliederung UCP-HA im Rahmen des Konsolidierungsmethodenwechsels 18.670.820,97 0,00
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0,00 266.939,75
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis abzüglich erworbener Zahlungsmittel 0,00 -68.772,69
Erhaltene Zinsen 904.995,70 1.440.574,51
Erhaltene Dividenden 144.990,41 248.219,34
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -23.164.332,99 -14.961.929,41
Aufnahme von Bankdarlehen 364.832.839,58 322.770.112,01
Tilgung von Bankdarlehen -349.231.105,25 -343.118.849,25
Gezahlte Zinsen -3.788.061,38 -2.543.535,44
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -12.000.000,00 -9.400.000,00
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -567.148,99 -1.110.508,07
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -753.476,04 -33.402.780,75
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.472.835,79 -45.810.783,31
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 1.965.532,31 -1.644.098,95
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -1.475.346,04 0,00
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.168.336,25 72.623.218,51
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 23.185.686,73 25.168.336,25

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