Volksbank eGLiquidiert

Syke

Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode GnR 110010
Eingetragen
22.1.1907
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen. j) der Erwerb sowie gegebenenfalls die Erschließung, die Bebauung, die Belastung und die Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten.

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank eG

Syke

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Volksbank eG, Syke

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur Wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Volksbank eG, Syke, ist Mitglied im Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V., Frankfurt am Main, sowie im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Berlin.

Als genossenschaftliches Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden unsere Kernaufgabe. Aus der persönlichen Nähe gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft definiert. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit unterhalten wir keine Zweigniederlassungen.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i.V.m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

a) Konjunktur in Deutschland

Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands wurde 2022 spürbar durch die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine belastet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %. Damit expandierte die Wirtschaftsleistung deutlich schwächer als 2021 (+2,6 %), trotz der auch 2022 noch andauernden Erholung vom Coronakrisenjahr 2020.

Zu Jahresbeginn war die Wirtschaftsleistung noch kräftig gestiegen, befördert insbesondere durch die voranschreitende Erholung der kontaktintensiven Dienstleistungsbereiche vom pandemiebedingten Einbruch 2020. Im weiteren Jahresverlauf verschlechterte sich die Konjunktur aber deutlich. Hauptgrund für die Verschlechterung waren die wirtschaftlichen Begleiterscheinungen des Ende Februar einsetzenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, wie nochmals steigende Energie- und Rohstoffpreise, länger bestehende Lieferkettenstörungen und enorme Unsicherheiten, nicht zuletzt über die Gasversorgung.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte haben, nach einem geringfügigen Zuwachs im Vorjahr (+0,4 %), preisbereinigt um deutliche 4,3 % zulegen können und mit soliden 2,1 Prozentpunkten zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beigetragen. Die Konsumausgaben des Staates sind erneut gestiegen. Der Zuwachs des Staatsverbrauchs fiel aber mit 1,2 % schwächer aus als im Vorjahr (+3,8 %), das stärker durch pandemiebedingte Sonderausgaben geprägt war.

Die Gemengelage aus enormen Preiserhöhungen, andauernden Personal- und Materialengpässen, eingetrübten Ertragsaussichten, weniger günstigen Finanzierungsbedingungen sowie hohen Unsicherheiten belastete das Investitionsklima spürbar. In Fahrzeuge, Maschinen und andere Ausrüstungen wurde angesichts der voranschreitenden Digitalisierung und der zunehmenden Bestrebungen zur Erhöhung der Energieeffizienz (Modernisierung) mehr investiert (+3,3 %). Die Bauinvestitionen insgesamt gaben hingegen um 1,7 % nach, da nahezu unveränderten öffentlichen Investitionen spürbare Rückgänge im Wohnungs- und Wirtschaftsbau gegenüberstanden.

Der Außenhandel erholte sich weiter vom pandemiebedingten Konjunktureinbruch des ersten Halbjahres 2020. Die Exporte (+2,9 %) und Importe (+6,0 %) legten zu, wenngleich weniger dynamisch als im Vorjahr (+9,7 % beziehungsweise +9,0 %). Dämpfend wirkten nicht zuletzt die anhaltenden Materialknappheiten der deutschen Industrie, die aufgrund des Ukrainekrieges verhängten Sanktionen und die generell schwächere Weltkonjunktur.

Die Lage der öffentlichen Finanzen blieb angespannt. Unter anderem wegen verschiedener Einmalzahlungen zur Abfederung der hohen Energiekosten übertrafen die Ausgaben erneut deutlich die Einnahmen. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit ist aber gegenüber dem Vorjahr auf erhöhtem Niveau zurückgegangen, von 134,3 auf rund 101,3 Mrd. Euro. Die Defizitquote, die den Finanzierungssaldo ins Verhältnis zum kräftig gestiegenen nominalen Bruttoinlandsprodukt setzt, sank von 3,7 % auf 2,6 %.

Die Zahl der amtlich registrierten Arbeitslosen ging weiter zurück. Trotz eines zeitweisen Anstiegs, im Zuge der erstmaligen Erfassung ukrainischer Flüchtlinge, gab die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt um etwa 200.000 auf rund 2,4 Mio. nach. Die Arbeitslosenquote sank nochmals, von 5,7 % im Vorjahr auf 5,3 %. Die Erwerbstätigenzahl erhöhte sich 2022 um knapp 600.000 auf rund 45,6 Mio. Menschen und erreichte einen neuen Höchststand.

Die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, lag mit 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 erheblich über ihrem Vorjahreswert von 3,1 %. Einen noch höheren Anstieg der Preise für die Lebenshaltung hatte es in der Bundesrepublik zuletzt 1973 mit 7,1 % gegeben. Maßgeblich für die enorme Teuerung waren die Energie- und Nahrungsmittelpreise, die um außerordentliche 29,7 % bzw. 13,4 % stiegen. Die Gesamtteuerung wäre allerdings noch höher ausgefallen, wenn der Staat nicht durch Entlastungsmaßnahmen gegengesteuert hätte. Zu nennen sind hier beispielsweise das 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt, die in den Monaten Juni bis August wirkten, sowie die einmalige Übernahme der Gas- und Wärmerechnungen im Dezember.

Im Berichtsjahr verdichteten sich die Hinweise dafür, dass der langjährige Bauboom ausläuft. Wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe und die Baugenehmigungen im Hochbau folgten im Jahresverlauf einem sichtlichen Abwärtstrend. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes sank um deutliche 2,9 % und damit stärker als im Vorjahr (-1,4 %). Hauptgründe für den merklichen Wertschöpfungsrückgang dürften die andauernden Engpässe bei Materialien, Personal und Bauland gewesen sein, die zu neuerlichen kräftigen Baukostenanstiegen führten, sowie die generell verschlechterten Finanzierungsbedingungen im Zuge der Zinswende der Europäischen Zentralbank.

Der vom Zentralverband des Deutschen Handwerks berechnete Geschäftsklimaindikator ist im dritten Quartal auf 97 Punkte gesunken, den niedrigsten Stand seit 2005. Über alle Gewerbezweige hinweg nahmen die Umsätze in den ersten drei Quartalen 2022 um kräftige 10,3 % zu. Das Wachstum war jedoch vor allem durch höhere Preise getrieben. Die Ertragslage vieler Betriebe dürfte sich wegen der teilweise drastisch gestiegenen Energie- und Materialkosten, die nur bedingt an die Kunden weitergereicht werden konnten, deutlich verschlechtert haben. Das Umsatzplus fiel bei den Handwerken für den privaten Bedarf (+16,8 %) am stärksten aus. Im deutlich geringeren Umfang nahm der Umsatz in den Kraftfahrzeug- (+5,1 %) und den Gesundheitshandwerken (+4,1 %) zu.

Angesichts des starken Anstiegs der Verbraucherpreise und der fortbestehenden Lieferkettenprobleme konnte der Einzelhandel 2022 nicht an das Wachstum der Vorjahre anknüpfen. Der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz verminderte sich um 0,6 %, nachdem er 2021 noch um 0,8 % zugelegt hatte. Anders als in den Jahren 2020 und 2021 nahm der Absatz im Versand- und Interneteinzelhandel nicht weiter zu, sondern ging um deutliche 8,5 % zurück. Der Einzelhandel in Verkaufsräumen konnte hingegen von dem Auslaufen der Infektionsschutzmaßnahmen profitieren und seinen Umsatz um 1,3 % steigern.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Dienstleistungssektor legte um 2,9 % zu und damit stärker als im Vorjahr (+2,4 %). Innerhalb des Sektors wiesen die Bereiche sonstige Dienstleister (z.B. Theater- und Konzertveranstalter sowie Vergnügungs- und Themenparks; +6,1 %) und Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+4,0 %) die stärksten Zuwächse auf. Kräftig fiel das Wachstum auch bei den Informations- und Kommunikationsdienstleistern (+3,5 %) aus, deren Geschäfte unter anderem durch neue Lösungen für die Überwachung und Optimierung von Lieferketten angeregt wurden. Demgegenüber etwas schwächer verlief die Wertschöpfungsentwicklung in den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleister (+2,2 %) und Grundstücks- und Wohnungswesen (+1,1 %).

Für die Agrarwirtschaft war 2022 erneut ein sehr herausforderndes Jahr. Zwar stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte allgemein deutlich an, diesen standen jedoch erheblich höhere Kosten für Energie-, Dünger- und Futtermittel gegenüber. In der Landwirtschaft hat sich die Ertragslage unterm Strich aber verbessert. Gemäß Angaben des Deutschen Bauernverbandes stieg das betriebswirtschaftliche Ergebnis je Haupterwerbsbetrieb im Wirtschaftsjahr 2021/22 gegenüber dem Vorjahr um 26.200 Euro auf 79.700 Euro. Damit konnte der Rückgang vom Wirtschaftsjahr 2020/21 mehr als ausgeglichen werden.

b) Finanzmärkte

Das Jahr 2022 wurde auch an den Finanzmärkten vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine geprägt. Der Krieg führte zu steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, die sich wiederum global in den höchsten Verbraucherpreisinflationsraten seit mehreren Jahrzehnten niederschlugen. Dabei traf die kriegsbedingte Energie- und Nahrungsmittelinflation auf eine bereits hohe Kerninflation, die den Preisauftrieb ohne diese beiden Faktoren misst. Diese hatte im Euroraum im Dezember 2021 bereits bei annualisiert 2,6 % gelegen. 2022 stieg die Kernrate weiter und erreichte 5,2 %.

Weltweit reagierten Notenbanken auf die hohe Inflation mit Zinserhöhungen, also einer restriktiveren Geldpolitik. Während Schwellenländer ihre Leitzinsen teils schon 2021 erhöht hatten, folgten die Industriestaaten erst 2022. Die US-Notenbank Fed erhöhte ihren Leitzins erstmals im März 2022. Die Europäische Zentralbank (EZB) begann im Juli 2022.

Die US-Notenbank Fed straffte ihren geldpolitischen Kurs 2022 deutlich und erhöhte den Leitzins im Jahresverlauf um 425 Basispunkte. Beginnend mit dem 27. Juli erhöhte die EZB dann auch ihren Leitzins erstmals seit dem Jahr 2011. In fünf Monaten stieg er um 250 Basispunkte auf 2,5 %. Zum Jahresende kündigten EZB-Präsidiumsmitglieder weitere Zinsschritte für das Jahr 2023 an, um die Inflation auf den Zielwert von 2 % zurückzuführen.

Das vergangene Jahr war auch für die internationalen Anleihemärkte außergewöhnlich. Sorgte Russlands Angriff auf die Ukraine unmittelbar noch für einen Rückgang der Anleiherenditen und damit eine Kurserholung, stiegen die Renditen im weiteren Jahresverlauf deutlich. Die zunehmend straffen Zinsschritte weltweit wichtiger Notenbanken, insbesondere aber in den Industrieländern, bewirkten einen deutlichen Kursverfall. Entsprechend deutlich stiegen die Renditen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe war am 4. März 2022 zum letzten Mal negativ, bei -0,10 %. Sie stieg auf 2,56 % zum Jahresende. Damit lag die Rendite 274 Basispunkte höher als zum Jahresanfang.

Die europäische Gemeinschaftswährung schwächte sich im Jahresverlauf - ausgehend von einem Kurs zum Jahresauftakt von 1,14 Dollar - gegenüber dem Dollar deutlich ab. Insbesondere in den ersten drei Quartalen 2022 wirkten sich die schnelleren Zinserhöhungen der Fed und die erwarteten schweren konjunkturellen Folgen der Energiekrise für Europa durch Russlands Angriffskrieg negativ auf den Wechselkurs des Euro aus. Im 4. Quartal konnte sich der Euro dann jedoch wieder etwas erholen. In diesem Zeitraum nahmen die Schätzungen für die weiteren Zinsschritte der Fed leicht ab, während die für den Euroraum stiegen. Der Euro beendete das Jahr 2022 mit einem Gegenwert von 1,07 Dollar, immer noch ein Rückgang von 6,1 % zum Vorjahresendwert.

An den Aktienmärkten begann der DAX das Jahr mit leichten Verlusten, die sich nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine schnell ausweiteten. Am 29. September erreichte der DAX seinen Jahrestiefstand mit 11.975,55 Punkten, ein Rückgang um 24,6 % zum Stand vom Jahresanfang. Der ungewöhnlich warme Winter des 4. Quartals 2022 entschärfte die Negativszenarien aus Konjunktur und Energieversorgung. Der DAX konnte sich zum Jahresende auf 13.923,59 Punkte erholen. Auf das Gesamtjahr gerechnet, verlor der DAX allerdings 12,3 % und zeichnete sich wie die globalen Aktien- und Anleihenmärkte durch deutlich gestiegene Volatilität aus.

c) Regionale Entwicklung

Nachdem der starke wirtschaftliche Einbruch im Jahr 2020 infolge der Corona-Pandemie bereits bei der niedersächsischen Wirtschaft tiefe Spuren hinterlassen hat und die Folgen noch nicht überwunden sind, steht die Wirtschaft mit dem russischen Angriffskrieg und den tiefgreifenden Auswirkungen vor der nächsten Herausforderung. Zudem prägten die anhaltenden Störungen in den Lieferketten und Preissteigerungen sowie der sich weiter verstärkende Fachkräftemangel das sonst gute Konjunkturbild zum Jahresende.

Die Erwartungen der Unternehmen haben sich auf Grundlage einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen verbessert, wenn auch auf niedrigem Niveau. Die aktuelle Geschäftslage wird - trotz der angespannten Lage - noch als zufriedenstellend beurteilt.

Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene wurden umfassende Konjunktur- und Zukunftspakete beschlossen, welche Anreize für Investitionen setzen, der digitalen und ökologischen Transformation der Wirtschaft einen Schub geben und die Kommunen stützen sollen.

Nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen im Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um ca. 19.600 gestiegen, die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,5 % auf 5,5 %. Diese Entwicklung ist auch für den Landkreis Diepholz festzustellen. Hier erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um ca. 400 auf eine Quote von 4,2 % zu 3,9 % im Vorjahr.

Die Anzahl der Betriebsgründungen in Niedersachsen ist laut Statistischem Monatsheft Februar 2023 im Dezember 2022 Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4% zurückgegangen. Die Anzahl der Betriebsaufgaben hat in diesen 12 Monaten um 6,7 % zugenommen und die Unternehmensinsolvenzen sind um 8,7 % gestiegen.

d) Entwicklung der Genossenschaftsbanken 2022

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 737 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2022 erneut ausweiten. Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken stieg im Jahr 2022 um 30 Milliarden Euro oder 2,7 % auf 1.175 Milliarden Euro.

Größere Zuwächse lassen sich im Kreditbereich der Genossenschaftsbanken per Ende 2022 in allen drei Laufzeitbändern feststellen. Die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken stiegen im Vorjahresvergleich um 46 Milliarden Euro auf 757 Milliarden Euro (+6,5 %). Die kurzfristigen Forderungen wuchsen auf 33 Milliarden Euro (+11,5 %), die mittelfristigen Forderungen auf 45 Milliarden Euro (+8,7 %). Die langfristigen Forderungen nahmen um 6,2 % auf 679 Milliarden Euro zu. Die Kredite an Privatkunden insgesamt wuchsen per Ende 2022 um 5,0 % auf 358 Milliarden Euro. Gut neun Zehntel der Kredite an Privatkunden waren Wohnbaukredite (320 Milliarden Euro, +6,0 %). Die Firmenkundenkredite stiegen um 7,9 % auf 399 Milliarden Euro.

Nachdem während den coronabedingten Konsumeinschränkungen in hohem Maß zusätzliche Ersparnisse in Sichteinlagen gebildet wurden, normalisiert sich die Einlagenbildung im kurzfristigen Bereich weiter. Angesichts der weiterhin sehr hohen Inflation ist von einer Sparquote von etwas über 11 % für das zurückliegende Jahr auszugehen. Die Genossenschaftsbanken steigerten ihre Kundeneinlagen um 28 Milliarden Euro (+3,4 %) auf 861 Milliarden Euro per Ende 2022. Wesentlicher Treiber dieses absoluten Zuwachses waren die Sichteinlagen, die um 20 Milliarden Euro (+3,3 %) auf 626 Milliarden Euro stiegen.

Im zurückliegenden Jahr konnten die Genossenschaftsbanken gut 270.000 neue Mitglieder gewinnen (Bruttozugänge). Nach vielen Jahren deutlicher Mitgliederzuwächse seit der Finanzmarktkrise konnten die Genossenschaftsbanken im Jahr 2022 netto keinen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Aktuell beträgt die Zahl der Mitglieder 17,9 Millionen (Vorjahr 18,2 Millionen, Netto-Rückgang von -231.000, -1,3 %).

Den Genossenschaftsbanken ist es im Jahr 2022 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital auf 62 Milliarden Euro (+5,2 %) zu steigern. Die Rücklagen legten um 3,3 % auf 45,8 Milliarden Euro zu und die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 10,7 % auf 16,5 Milliarden Euro. Mit dieser Eigenkapitalausstattung können die Genossenschaftsbanken die Kreditwünsche der Privatkunden sowie gleichermaßen auch der Firmenkunden auch in Zukunft erfüllen.

Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr in einem leicht verringerten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2022 bei 737 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 35 Institute (-4,5 %) im Vergleich zum Vorjahr.

Die Anzahl der dem Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. angeschlossenen Kreditgenossenschaften in Niedersachsen und Bremen ist zum Jahresende 2022 mit 39 um eine geringer als im Vorjahr. Zum 31.12.2022 beträgt die durchschnittliche Bilanzsumme dieser Kreditgenossenschaften 1.583 Mio. Euro (Vorjahr 1.478 Mio. Euro).

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Finanzieller Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank ist das Betriebsergebnis vor Bewertung.

Als finanzieller Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite ist ein Indikator für die Generierung von Erträgen im aktuellen Zinsumfeld. Wir streben ein strategisches Einlagenwachstum von 2,0 % und ein Kreditwachstum von 3,0 % an.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote gemäß CRR.

Daneben haben wir die Produktnutzungsquote als nichtfinanziellen Leistungsindikator für die Kundenzufriedenheit mit dem Ziel einer positiven Entwicklung der Produktnutzungsquote festgelegt.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Wesentlichen Einfluss im Verlauf des Geschäftsjahres hatten das sehr stark gestiegene Zinsniveau und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Zinsergebnis und das Bewertungsergebnis.

Die Entwicklung der von uns definierten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2022 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung verbesserte sich von 9,3 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2022 bei 61,2 % (Vorjahr: 61,8 %), bei einem Zielwert von unter 65,0 %. Im Wesentlichen ist die Verringerung auf die im Vergleich zum Vorjahr wesentlich geringeren sonstigen Aufwendungen zurückzuführen. Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 15,1 % gegenüber 13,9 % im Vorjahr und lag damit um 1,0 %-Punkte über unserer Prognose. Die Erhöhung der Quote ist auf die geringeren Eigenkapitalanforderungen aus dem Kundenkreditgeschäft sowie die höheren Eigenmittel zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt 0,9 Mio. Euro über unserem Plan für 2022 von 8,9 Mio. Euro und damit über dem strategischen Zielwert von mindestens 8,0 Mio. Euro.

Die Produktnutzungsquote ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Quote wird monatlich durch die Auswertung der Produktsegmente je Kunde ermittelt. Durch den Zinsanstieg werden die Produkte im Bereich der Termineinlagen mehr nachgefragt. Das Ziel einer positiven Entwicklung der Produktnutzungsquote wurde damit erfüllt. Mit der Entwicklung im Jahr 2022 sind wir zufrieden.

Entwicklung der Volksbank eG

Berichtsjahr 2021 Veränderung zu 2021
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 1.079.140 1.085.801 -6.660 -0,6
Außerbilanzielle Geschäfte *) 71.088 82.354 -11.266 -13,7

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte -ohne gedeckte Devisentermingeschäfte-.

Ursächlich für den Rückgang der Bilanzsumme war die Rückführung einer gezielten längerfristigen Refinanzierung bei der EZB (GLRG III) in Höhe von 30,0 Mio. Euro, die durch den weiter anhaltenden Anstieg der Kundeneinlagen nicht ausgeglichen wurde.

Die außerbilanziellen Geschäfte liegen unter dem Vorjahresniveau, da die Zusagen im Kundenkreditgeschäft durch Kreditauszahlungen stark zurückgegangen sind. Im Bereich der Eigenanlagefonds sind die Zusagen leicht gesunken. Der Abschluss eines Zinsswaps in Höhe von 20,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022 steht diesen Rückgängen gegenüber.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2021 Veränderung zu 2021
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 584.854 579.575 5.280 0,9
Wertpapieranlagen 343.934 325.177 18.757 5,8
Forderungen an Kreditinstitute 111.567 143.011 -31.444 -22,0

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft um 5,3 Mio. Euro oder 0,9 % ausgebaut werden. Diese Steigerung liegt 2,1 %-Punkte unter unserem geplanten Volumenzuwachs von 3,0 %.

Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt mit 53,0 % im Bereich der Privatkunden, insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen, die rund 42,8 % des gesamten Kreditgeschäftes ausmachen.

Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands.

Die Wertpapieranlagen machen 31,9 % (Vorjahr 29,9 %) der Bilanzsumme aus und dienen der Anlage liquider Mittel aus dem Kundeneinlagengeschäft. Die Volumensteigerungen bei den Wertpapieranlagen resultieren im Wesentlichen aus Gegenanlagen, die aus dem Einlagenwachstum resultieren. Die Veränderung der Wertpapieranlagen ist geprägt durch Zugänge bei den Schuldverschreibungen von Kreditinstituten und den Eigenanlagefonds.

Im Bereich der Forderungen an Kreditinstitute ist der Rückgang von 31,4 Mio. Euro im Wesentlichen auf die Rückführung von gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften der EZB (GLRG III) zurückzuführen.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2021 Veränderung zu 2021
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 141.640 179.398 -37.758 -21,0
Spareinlagen 175.214 177.866 -2.652 -1,5
andere Einlagen 648.064 616.682 31.382 5,1

Die Bankverbindlichkeiten entfallen mit 118,8 Mio. Euro auf Programmkredite (Vorjahr 126,7 Mio. Euro), die an Kunden weitergeleitet wurden, mit 3,0 Mio. Euro auf Globaldarlehen (Vorjahr 3,0 Mio. Euro) und mit 19,9 Mio. Euro (Vorjahr 49,7 Mio. Euro) auf die Aufnahme von gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften bei der EZB ("GLRG III").

Im Geschäftsjahr 2022 hatten wir einen hohen Zufluss von Kundengeldern zu verzeichnen, welcher mit 35,4 Mio. Euro auf täglich fällige Einlagen entfällt. Demgegenüber stehen um 2,7 Mio. Euro geringere Spareinlagen und um 4,0 Mio. Euro geringere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist. Unser erwartetes Wachstum im Einlagengeschäft mit Kunden in Höhe von 3,0 % wurde leicht überschritten (+0,6 %-Punkte).

Die Struktur der Kundeneinlagen verschiebt sich, wie in den Vorjahren, weiter in den Bereich der täglich fälligen Einlagen, deren Anteil an der Bilanzsumme nun 59,1 % (Vorjahr 55,5 %) beträgt.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2021 Veränderung zu 2021
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 704 1.004 -300 -29,9
Vermittlungserträge 2.809 3.022 -214 -7,1
Erträge aus Zahlungsverkehr 3.604 3.294 311 9,4

Der Provisionsüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. Euro geringer ausgefallen. Die Entwicklung beim Provisionsüberschuss lag um 0,2 Mio. Euro unter unserer Erwartung in Höhe von 7,5 Mio. Euro.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2021 Veränderung zu 2021
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 15.930 15.838 92 0,6
Provisionsüberschuss 2) 7.336 7.500 -164 -2,2
Verwaltungsaufwendungen 13.650 13.651 -1 -0,0
a) Personalaufwendungen 8.841 9.051 -210 -2,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.810 4.600 210 4,6
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 9.782 9.289 494 5,3
Bewertungsergebnis 4) -4.879 -1.147 -3.732 325,2
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.903 8.141 -3.238 -39,8
Steueraufwand 2.951 2.920 31 1,1
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.000 4.300 -3.300 -76,7
Jahresüberschuss 953 922 31 3,4

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Unser Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtsjahr um 3,2 Mio. Euro auf 4,9 Mio. Euro verringert. Unser Planwert betrug 7,7 Mio. Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das deutlich gestiegene Zinsniveau und den damit verbundenen Abschreibungsbedarf auf unsere verzinslichen Anleihen zurückzuführen.

Das höhere Zinsniveau führte auf Jahressicht zu einem um 0,1 Mio. Euro höheren Zinsüberschuss, der um 0,1 Mio. Euro besser ausgefallen ist als für 2022 erwartet (15,8 Mio. Euro).

Der Provisionsüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. Euro geringer ausgefallen. Während die Erträge aus der Kontoführung und dem Zahlungsverkehr ausgebaut werden konnten, haben sich die Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft und aus dem Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern rückläufig entwickelt.

Die Verwaltungsaufwendungen insgesamt liegen auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den Personalaufwendungen verzeichneten wir um 0,2 Mio. Euro geringere Aufwendungen. Die Erhöhung des Personalaufwands auf Grund der Anpassung der Tarifgehälter wurde durch einen niedrigeren Mitarbeiterstand kompensiert, zudem ist im Wert für 2021 eine Corona-Sonderzahlung an die Mitarbeiter enthalten. Der geplante Betrag in Höhe von 9,0 Mio. Euro für die Personalaufwendungen wurde um 0,2 Mio. Euro unterschritten.

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen konnten die Kostensteigerungen im Bereich der Beiträge und der Instandhaltungen durch geringere Kosten in anderen Bereichen nicht kompensiert werden. Die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen im Jahresvergleich um 0,2 Mio. Euro höher und der geplante Betrag (4,8 Mio. Euro) wurde um 0,1 Mio. Euro überschritten.

Das Bewertungsergebnis ist durch positive Ergebnisse aus dem Kreditgeschäft (0,5 Mio. Euro) und negative Ergebnisse aus der Bewertung des Wertpapierbestandes (5,4 Mio. Euro) gekennzeichnet. Das Bewertungsergebnis insgesamt weicht um -3,6 Mio. Euro vom Planwert (-1,3 Mio. Euro) ab.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der Bank setzt sich aus den Geschäftsguthaben unserer Mitglieder in Höhe von 12,1 Mio. Euro (Vorjahr 9,6 Mio. Euro) sowie der Kapitalrücklage in unveränderter Höhe von 8,7 Mio. Euro, den Ergebnisrücklagen über 22,2 Mio. Euro (Vorjahr 21,5 Mio. Euro) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,9 Mio. Euro) zusammen.

Die Eigenmittel machen zusammen mit dem Fonds für allgemeine Bankrisiken (Passivposten 11 und 12) einen Anteil von 9,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr 8,8 %) aus.

Investitionen

Im Bereich der Sachanlagen (Grundstücke und Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung) beschränkten sich die Investitionen auf Ersatzbeschaffungen.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine weitgehende Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 124 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die LCR bei 133 %.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva und ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert. Wir gehen in den kommenden Jahren von einer gleichbleibenden Liquiditätslage aus. Beeinträchtigungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Kapital sind nicht erkennbar.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung von 0,8 Mio. Euro zu den Rücklagen und in Höhe von 1,0 Mio. Euro zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich um 2,5 Mio. Euro erhöht.

Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kernkapital.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR zu den Eigenmitteln wurden eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,09 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2021 Veränderung zu 2021
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 99.563 95.218 4.346 4,6
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 96.339 90.159 6.180 6,9
Harte Kernkapitalquote 15,1 % 13,8 %
Kernkapitalquote 15,1 % 13,8 %
Gesamtkapitalquote 15,1 % 13,9 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Gesamtkapitalquote liegt über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Zum 31.12.2022 ergibt sich ein Kernkapital von 96,3 Mio. Euro (Vorjahr 89,5 Mio. Euro).

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 137.315 39.044 98.271 251,7
Liquiditätsreserve 206.619 286.133 -79.514 -27,8

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 79,9 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 20,1 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6). Dem Anlagevermögen sind 39,9 % der Wertpapieranlagen zugeordnet. Die anderen Wertpapieranlagen sind der Liquiditätsreserve zugeordnet, die nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet werden.

Im Wertpapierbestand sind zu 58,9 % festverzinsliche und zu 21,0 % variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) von Emittenten innerhalb des Investmentgrade enthalten. Davon entfallen 12,1 Mio. Euro auf öffentliche Emittenten, 230,7 Mio. Euro auf Kreditinstitute und 32,1 Mio. Euro auf Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf Euro. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben.

Der Aktivposten 6 beinhaltet Anteile an Investmentfonds, welche der Liquiditätsreserve zugeordnet sind. Das Volumen bei den Eigenanlagefonds erhöhte sich im Geschäftsjahr um 6,7 Mio. Euro (10,8 %).

Überschüssige Liquidität sowie durch Fälligkeiten im Wertpapierportfolio frei gewordene Mittel wurden überwiegend für Wertpapieranlagen eingesetzt. Bei Anlagen in Wertpapieren wurde auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet.

Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von 137,3 Mio. Euro wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Abschreibungen auf diesen Teilbestand wurden in Höhe von 18,1 Mio. Euro vermieden.

Die Eigenanlagen der Bank sind entsprechend der Eigenanlagenstrategie eher konservativ ausgerichtet. Neugeschäfte mit Emittenten mit Rating schlechter als BBB- (Standard & Poor ́s, Fitch) bzw. Baa3 (Moody ́s) werden nicht vorgenommen. Zur Begrenzung der Ausfallrisiken bestehen Einzel- und Strukturlimite.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr unter den gegebenen Umständen des Russland-Ukraine-Konflikts und des sehr stark ansteigenden Zinsniveaus nach dem Ende der Niedrigzinsphase als gut, da sich das Betriebsergebnis vor Bewertung und die CIR im Berichtsjahr verbessert haben. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich fort. Die Wachstumsannahmen konnten im Kreditgeschäft nicht erreicht werden und wurden im Einlagengeschäft leicht übertroffen.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Geschäftsjahr eingehalten wurden. Die für akute Ausfallrisiken in den Kundenforderungen gebildeten Wertberichtigungen decken die Blankoanteile ab. Für latente Risiken in den Kundenforderungen besteht zusätzliches Deckungspotenzial im Fonds für allgemeine Bankrisiken sowie durch Pauschalwertberichtigungen.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Vor dem Hintergrund des stark gesunkenen Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit hat sich die Ertragslage der Bank im Geschäftsjahr 2022 verschlechtert. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist um 2,8 Mio. Euro geringer ausgefallen als der Planwert in Höhe von 7,7 Mio. Euro. Damit ist die Ertragslage des Berichtsjahres, unter Berücksichtigung des starken Anstiegs des Zinsniveaus und der damit verbundenen Kurswertabschreibungen, unseres Erachtens noch zufriedenstellend.

Unsere Geschäftspolitik haben wir im Jahr 2022 fortgesetzt und führen diese auch weiterhin fort. Die derzeit mit den installierten Instrumenten zur Risikomessung, -steuerung und -überwachung erkennbaren Risiken übersteigen die Budgets nicht. Alle Risikobudgets werden am 31.03.2023 eingehalten.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt. Es besteht ein jährlich revolvierender Planungsprozess unter Beteiligung von Vorstand und Führungskräften. Es werden Geschäftsjahresziele entwickelt und operative Maßnahmen festgelegt, die zur Erreichung der Jahresziele dienen.

In der Geschäftsstrategie haben wir folgende Ziele bzw. Kernaussagen festgelegt:

- Erhöhung der Kundenzufriedenheit (Überprüfung anhand der Produktnutzungsquote).

- Das Betriebsergebnis vor Bewertung soll nachhaltig über 8,0 Mio. EUR liegen.

- Die Gesamtkapitalquote gemäß CRR soll mindestens gehalten werden.

- Die Cost-Income-Ratio (CIR) liegt nachhaltig unter 65 %.

Die Zuständigkeiten für das Risikomanagement sind eindeutig geregelt. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement und beschließt die anzuwendenden Methoden und Verfahren zur Risikomessung, -steuerung, und -überwachung.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken mit einem angemessenen Chancen-Risiko-Profil.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit.

Die Umstellung auf die barwertnahe Ermittlung der Risikotragfähigkeit gemäß ICAAP-Leitfaden der BaFin erfolgte zum 01.01.2023.

Unser Risikotragfähigkeitskonzept basiert auf einer barwertnahen Ableitung des Risikodeckungspotenzials aus der Geschäftsstrategie und dem Kapitalplanungsprozess, bei dem auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtliche Kapitalgrößen aufgesetzt wird. Die Werte werden um stille Lasten und Reserven aus der ökonomischen Sicht korrigiert.

Die Risikomessung erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe entsprechend eingerichtet und erfüllen die Anforderungen der MaRisk und werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Risiken

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko stellt das Risiko des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen oder anderen schuldrechtlichen Instrumenten dar. Es beinhaltet das Kreditrisiko, das Emittentenrisiko und das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich des Länderrisikos).

Das Kreditrisiko reflektiert die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Maß übersteigen.

Das Adressenausfallrisiko stufen wir auf Grundlage der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, da hier hohe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen können.

Zur Steuerung des Adressenausfallrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitige Maßnahmen einleiten. Die Ermittlung der Kreditrisiken im Kundengeschäft (erwarteter und unerwarteter Verlust) basiert bei 98 % der Kreditnehmer auf dem VR-Ratingverfahren. Für die restlichen Kreditnehmer wird aufgrund von sogenannten Ratinglücken das BVR I-Rating angewandt. Die Einstufungen werden regelmäßig überprüft.

Wir ermitteln monatlich mit Hilfe des Moduls Kreditportfoliomodell für Kundengeschäfte (KPM-KG) unter VR-Control einen erwarteten und einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die aggregierten Blankoanteile in den Risikoklassen bzw. -gruppen des Forderungsbestandes als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Branchenparameter zugrunde liegen. Der unerwartete Verlust wird dem Limit für das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft gegenübergestellt. Die VR-Ratingverfahren und das Kreditportfoliomodell werden jährlich validiert.

Neben dem Risikolimit haben wir Einzel- und Strukturlimite nach Risikoquantil (erwarteter und unerwarteter Verlust) definiert. Mit den Limiten für den größten Risikotreiber, die zehn größten Risikotreiber und Branchen werden Risikokonzentrationen begrenzt.

Unsere Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kundenkreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Bonitätsklassen.

Neben der laufenden Bonitätsüberwachung besteht ein Risikofrüherkennungssystem, mit dem sich abzeichnende Risiken frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden können. Des Weiteren werden Ausfallrisiken im Kundengeschäft durch die Hereinnahme von Sicherheiten mit ausreichenden Sicherheitsabschlägen begrenzt.

Die Risikovorsorge wird bei ausfallgefährdeten Kreditnehmern auf Basis des Netto-Blankovolumen (Inanspruchnahme) gebildet. Besondere Einzelrisiken im Kundenkreditgeschäft sind nicht erkennbar.

Das Adressenausfallrisiko bei Eigenanlagen ermitteln wir im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG). Die Berechnungen basieren auf verschiedenen Marktpartnersegmenten, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen.

Der berechnete erwartete Verlust aus den Eigenanlagen wird bei der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials berücksichtigt. Der unerwartete Verlust wird dem Limit für das Adressenausfallrisiko der Eigenanlagen gegenübergestellt. Das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte wird regelmäßig validiert.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Die Risikoentwicklungen werden im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Neben dem Risikolimit nutzen wir ein Limitsystem für Eigenanlagen (Emittenten- und Strukturlimite). Die Länderrisiken werden überwacht und analysiert.

Aufgrund der Zugehörigkeit der DZ BANK AG zum Sicherungssystem der genossenschaftlichen Finanz-Gruppe berücksichtigen wir bei der DZ BANK AG kein Kontrahentenrisiko.

Bei den Eigenanlagen erwarten wir keinen Ausfall eines Emittenten im Jahr 2023, da aktuell kein Rating schlechter ist als BBB-.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko umfasst das Risiko aus nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oder Marktparametern (Zinsstrukturkurve, Devisenkurse), in deren Folge sich Abweichungen vom geplanten Ergebnis ergeben. Dabei wird ausschließlich auf die Erfolgswirkung abgestellt.

Im Rahmen des Risikomanagements wird das Marktpreisrisiko unterschieden nach den Risikoarten Zinsspannenrisiko, Kursänderungsrisiko für Wertpapiere und Fondspreisrisiko.

Das Zinsänderungsrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, da hier mögliche hohe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen können.

Im Rahmen der GuV-orientierten Steuerung (Umstellung auf barwertnahe Risikotragfähigkeit erfolgte zum 01.01.2023) des Zinsspannenrisikos wurden monatlich die Veränderung des Zinsergebnisses rollierend für 12 Monate unter Berücksichtigung verschiedener Zinsszenarien simuliert. Grundlage der Berechnung sind eigene statistisch ermittelte Zinselastizitäten bei geplanter Geschäftsstruktur. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Seit dem 01.01.2023 wird für die Beurteilung des strategischen Zinsbuches das Barwertkonzept eingesetzt. Für die wesentlichen variablen Positionen haben wir Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Die Risiken werden nach der Veränderung des Barwertes des Zinsbuches mit dem Value-at-Risk-Ansatz gemessen. Der Value-at-Risk für das strategische Zinsbuch basiert auf der historischen Simulation mit einem Beobachtungszeitraum von 2.500 Tagen. Das Konfidenzniveau ist mit 99,9 % bei einer Haltedauer von 250 Tagen festgelegt.

Die Vereinbarung von Zinsswaps mit der DZ BANK AG dienen Absicherungs- und Steuerungszwecken im Bilanzstrukturmanagement. Der neu abgeschlossene Festzinszahlerswap dient als Absicherung gegen steigende Zinsen.

Beim Rückstellungstest gemäß IDW RS BFA 3 bestehen Nettoreserven des Zinsbuches. Eine Rückstellung zum 31.12.2022 ist daher nicht erforderlich.

Für die Devisenkassa- und Devisentermingeschäfte mit unseren Kunden bestehen jeweils entsprechende Gegengeschäfte mit der Zentralbank.

Die Entwicklung des Geld- und Kapitalmarktes wird laufend beobachtet, um möglichen negativen Auswirkungen des Marktpreisrisikos entgegenwirken zu können.

Der EBA-Frühwarnindikator gemäß § 25a Abs. 1 S. 1 KWG für Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch wird auf Grundlage barwertiger Veränderungen ermittelt. Dabei werden alle Positionen des Anlagebuches einbezogen. Die bestehenden Kündigungsoptionen im Kunden- und Eigengeschäft werden bei der Berechnung berücksichtigt. Zum 31.12.2022 betrug die Verminderung des Barwertes gemessen am regulatorischen Kernkapital bei einer Parallelverschiebung um +200 Basispunkte 9,1 % (Vorjahr 15,3 %).

Für die Risikomessung bei den Eigenanlagefonds nutzen wir die Ex-ante-Value-at-Risk Risikokennzahlen der Fondsgesellschaften mit einer Haltedauer von 250 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99 %. Die Messgröße für des Fondsrisiko ist die Veränderung des Bewertungsergebnisses unter Berücksichtigung stiller Reserven.

Im Jahr 2022 gab es keine Überschreitung der Limite für Marktpreisrisiken.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungsrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests führen wir anhand institutseigener, marktweiter und kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt. Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert. Die Auswirkungen des kombinierten Stresstests auf den festgelegten Überlebenshorizont (mindestens 6 Monate, Warnwert 12 Monate) werden regelmäßig betrachtet. Der Überlebenshorizont per 31.12.2022 beträgt 36 Monate.

Für die aufsichtsrechtliche Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) haben wir eine Mindestliquiditätskennziffer von 110 % festgelegt. Die LCR-Quote lag das gesamte Jahr 2022 über 110 %.

Für die Net Stable Funding Ratio (kurz: NSFR) wurde eine Mindestkennziffer von 108 % festgelegt. Die Mindestkennziffer wurde im Jahr 2022 nicht unterschritten.

Es zeigt sich, dass die vom Interbankengeschäft weitgehend unabhängige Refinanzierungsstruktur, welche überwiegend aus den Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden resultiert, vorteilhaft ist. Sie stellt die Basis der Liquiditätsausstattung dar. Unplanmäßigen Entwicklungen bei dem Abruf von Einlagen begegnen wir durch die Anlage in hochliquiden Wertpapieren (HQLA).

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts. Durch bestehende Liquiditätsreserven und die grundsätzlich mögliche Refinanzierung über die DZ Bank ist die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben. Ein Notfallplan für Liquiditätsengpässe liegt vor. Die Liquiditäts-, Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiken werden daher als gering angesehen.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien festgelegt.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Versicherbare Gefahrenpotenziale, z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge risikoorientiert abgeschirmt. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Für den Ausfall technischer Einrichtungen und für unvorhergesehene Personalausfälle besteht eine Notfallplanung.

Vierteljährlich wird überprüft, ob der in der Risikotragfähigkeit berücksichtigte Abzugsposten unter verschiedenen Annahmen ausreichend ist. Die möglichen operationellen Risiken werden nach unserer Einschätzung nicht steigen und die zukünftige Entwicklung unserer Volksbank nicht beeinträchtigen. Für operationelle Risiken werden angemessene Beträge in der Berechnung der Risikotragfähigkeit berücksichtigt.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde vom IT-Dienstleister eingehalten.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Anhand der Risikoinventur stufen wir die operationellen Risiken aufsichtsrechtlich als wesentlich und betriebswirtschaftlich als geringes Risiko ein.

Sonstige Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Reputationsrisiko und dem Vertriebsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in den von uns simulierten Risiko- und Stressszenarien gegeben. Die Analyse der einzelnen Risiken und der Gesamtrisikosituation zum 31.12.2022 zeigt, dass aktuell und in den kommenden zwei Geschäftsjahren keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Zum Jahresultimo 2022 beträgt die Auslastung des Gesamtbanklimits im Risikoszenario 44,6 % und im Stressszenario 34,9 %. Die Risikosteuerung unserer Volksbank halten wir für angemessen. Die geplante Geschäftsentwicklung bietet uns für alle bestehenden und zukünftigen Risiken eine ausreichende Kapitalbasis.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Jahr 2023 nach der Umstellung auf die barwertnahe Ermittlung gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Durch den hohen Zinsanstieg ist zukünftig ein deutlich höherer Zinsüberschuss zu erwarten. Allerdings bleibt zu berücksichtigen, dass auf Grund der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts ein Anstieg der Kreditausfallrisiken in den kommenden Jahren möglich ist. Wir beobachten und analysieren laufend die Risiken mit unseren institutsindividuellen Risikoindikatoren und den Stresstests auf Veränderungen.

Die langfristig zur Verfügung stehenden aufsichtsrechtlichen Eigenmittel gewährleisten die Risikotragfähigkeit.

Ertragschancen bestehen langfristig bei einem steigenden Zinsniveau.

D. Prognosebericht

Die Risiken in der ökonomischen Perspektive werden rollierend über einen einheitlich langen künftigen Zeitraum von einem Jahr ermittelt. Ziel der ökonomischen Risikomessung ist es, Risikowerte zu ermitteln, die dem zur Verfügung gestellten Risikodeckungspotential gegenübergestellt werden.

Bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotentials erfolgt eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtliche Kapitalgrößen (Risikodeckungsmasse aus Eigenmitteln) aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert. Unter Berücksichtigung aller Parameter beträgt das Konfidenzniveau 99,9%.

Unsere Eckwertplanung (aktualisiert per 31.03.2023) basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen: Wachstum im Kundenkreditgeschäft in 2023 um 2 % und ab 2024 um 3 %, bei den Kundeneinlagen planen wir für 2023 kein Wachstum und ab 2024 mit 2 % Wachstum. Wir berücksichtigen bei unserer Planung die Volumenerhöhung bei den Eigenanlagefonds aus den offenen Kapitalabrufen sowie Umschichtungen von Geldmarkteinlagen in Termineinlagen.

Für 2023 erwarten wir ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 10,4 Mio. Euro und liegen damit über dem strategischen Ziel von 9,0 Mio. Euro.

Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung (Stand 31.03.2023) rechnen wir mit einem um 0,6 Mio. Euro höheren Betriebsergebnis vor Bewertung im Vergleich zum Vorjahr.

Der Zinsüberschuss von 18,4 Mio. Euro wird unter der Prämisse eines konstanten Zinsniveaus und des geplanten Wachstums im Kreditgeschäft bei ansonsten unveränderter Geschäftsstruktur berechnet. Nach der Vorschaurechnung zum 31.03.2023 liegen wir im Plan.

Daneben sehen wir einen leicht sinkenden Provisionsüberschuss von 0,1 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro vor.

Im Jahr 2023 erwarten wir eine starke Steigerung des Personalaufwands bei konstanten Mitarbeiterkapazitäten. Die Steigerung resultiert aus der regulären Tariferhöhung und einer ergebnisabhängigen Sonderzahlung an die Mitarbeitenden.

Für die Entwicklung der Sachaufwendungen berücksichtigen wir jährliche Kostensteigerungen auf Grundlage der von uns erwarteten jährlichen Inflationsraten. Nach der Ergebnisvorschaurechnung zum 31.03.2023 liegen wir auf Höhe der für 2023 als Sachaufwand geplanten 5,5 Mio. Euro.

Wir erwarten für 2023 ein negatives Bewertungsergebnis aus dem Kundenkreditgeschäft von 0,15 % der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Im Eigengeschäft gehen wir für 2023 von einem positiven Wertpapier-Bewertungsergebnis aus. Dieses beträgt nach unserer Vorschaurechnung per 31.03.2023 2,0 Mio. Euro.

Für 2023 erwarten wir eine Cost-Income-Ratio (CIR) von 60,6 %.

Wir planen für 2023 mit einer Gesamtkapitalquote von 15,2 %.

Aus der Kapitalplanung ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei haben wir die zum 01.02.2023 eingetretene Erhöhung des inländischen antizyklischen Kapitalpuffers von 0,0 % auf 0,75 % sowie die Anordnung eines Kapitalpuffers für systemische Risiken in Höhe von 2,0 % auf im Inland belegene Risikopositionen, die durch Grundpfandrechte auf Wohnimmobilien besichert sind, auch für Folgeperioden berücksichtigt.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir eine gleichbleibende Kundenzufriedenheit. Hierbei haben wir eine Verschiebung zwischen den Produktsegmenten berücksichtigt. Im Ergebnis wird sich die Produktnutzungsquote kaum verändern.

Der Russland-Ukraine-Konflikt hat wirtschaftliche Auswirkungen auf sämtliche Marktteilnehmer. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zu Grunde liegen, nicht als vollumfänglich zutreffend erweisen. Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen auf die Bank und werden unsere Prognosen anpassen, soweit dies erforderlich ist.

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nach dem Schluss des Berichtszeitraums wie folgt eingetreten:

Die Volksbank eG, Syke, plant die Verschmelzung mit der Volksbank Niedersachsen-Mitte eG, Hoya, auf den 1. Januar 2024. Es ist geplant, die erforderlichen Beschlüsse von den Vertretern beider Banken im Rahmen von außerordentlichen Vertreterversammlungen im November 2023 einzuholen. Bei positiver Beschlussfassung durch die Vertreter soll anschließend der rechtliche Vollzug unter der Voraussetzung der Feststellung der Jahresabschlüsse 2023 beider Häuser sowie der Eintragung beim Registergericht im Jahr 2024 erfolgen. Mit der Verschmelzung wird insbesondere eine weitere Verbesserung der Stabilität und Leistungsfähigkeit im Interesse von Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitenden angestrebt.

 

Syke, 3. Mai 2023

Volksbank eG

Der Vorstand

Lüers

Meyer

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2022

Volksbank eG, Syke

Genossenschaftsregisternummer 110010 beim Amtsgericht Walsrode

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 9.556.258,39 6.901
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 1.373,37 1
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 1.373,37 (1)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 9.557.631,76 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 51.375.423,45 92.886
b) andere Forderungen 60.191.180,57 111.566.604,02 50.125
4. Forderungen an Kunden 584.854.322,70 579.575
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 200.625.643,66 (181.854)
Kommunalkredite 7.357.561,86 (6.905)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 12.083.073,63 10.118
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 12.083.073,63 (10.118)
bb) von anderen Emittenten 262.810.077,98 274.893.151,61 252.720
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 134.174.850,57 (112.167)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 274.893.151,61 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 69.040.974,53 62.339
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 13.660.849,86 13.661
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 511.850,00 14.172.699,86 512
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 499.800,00 (500)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 107.371,30 107
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 2.922.698,72 4.053
darunter: Treuhandkredite 2.922.698,72 (4.053)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.638,00 29
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 28.638,00 0
12. Sachanlagen 11.284.891,34 11.989
13. Sonstige Vermögensgegenstände 707.384,34 779
14. Rechnungsabgrenzungsposten 4.075,68 6
Summe der Aktiva 1.079.140.443,86 1.085.801

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 2
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 141.639.863,45 141.639.863,45 179.396
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 174.284.452,34 176.462
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 929.901,22 175.214.353,56 1.404
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 638.256.079,20 602.872
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 9.807.840,17 648.063.919,37 823.278.272,93 13.811
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 2.922.698,72 4.053
darunter: Treuhandkredite 2.922.698,72 (4.053)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 576.751,18 581
6. Rechnungsabgrenzungsposten 332.504,52 431
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 7.187.453,00 7.539
b) Steuerrückstellungen 591.565,00 1.211
c) andere Rückstellungen 3.047.892,30 10.826.910,30 2.821
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 55.600.000,00 54.600
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 12.129.937,79 9.566
b) Kapitalrücklage 8.674.055,75 8.674
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 12.800.000,00 12.390
cb) andere Ergebnisrücklagen 9.400.000,00 22.200.000,00 9.060
d) Bilanzgewinn 959.449,22 43.963.442,76 928
Summe der Passiva 1.079.140.443,86 1.085.801
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 11.875.890,29 14.570
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 11.875.890,29 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 39.212.088,36 39.212.088,36 67.784
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 13.909.622,43 13.825
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2.289.244,58 16.198.867,01 1.938
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 30.930,48 (111)
2. Zinsaufwendungen 1.136.495,08 15.062.371,93 1.106
darunter: erhaltene negative Zinsen 505.081,48 (557)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 492.801,75 811
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 374.927,09 370
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 867.728,84 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 13.664,54 95
5. Provisionserträge 8.017.299,10 8.127
6. Provisionsaufwendungen 680.887,13 7.336.411,97 627
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.476.663,54 1.413
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 7.054.765,82 7.389
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.786.130,81 8.840.896,63 1.662
darunter: für Altersversorgung 526.906,10 (359)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.809.579,96 13.650.476,59 4.600
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 875.090,95 898
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 448.886,80 1.009
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.718.228,66 1.098
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -4.718.228,66 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 160.892,81 49
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -160.892,81 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.903.265,01 8.141
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.904.648,02 2.871
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 45.897,14 2.950.545,16 49
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.000.000,00 4.300
25. Jahresüberschuss 952.719,85 922
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.729,37 7
959.449,22 929
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
959.449,22 929
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 959.449,22 928

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Volksbank eG, Syke

A. Allgemeine Angaben

Die Volksbank eG mit Sitz in Syke ist beim Amtsgericht Walsrode unter der Genossenschaftsregisternummer 110010 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) wird die (folgende) im Jahresabschluss 2010 angewandte Übergangsvorschrift des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:

- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Sorten befinden sich am Bilanzstichtag nicht im Bestand.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2022 erstmalig mit dem erwarteten Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften und für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen sowie Kreditzusagen. Im Hinblick auf Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich besteht zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.

Bei den AT1- und den Tier2-Anleihen der DZ BANK AG wurden mangels Börsen- oder Marktpreis die Kurswerte von der DZ BANK AG anhand eines anerkannten Bewertungsmodells (Discounted Cashflow-Methode) ermittelt.

Die im Wertpapierbestand befindlichen Credit Linked Notes wurden entsprechend IDW RS HFA 22 bilanziert.

Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt werden.

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs bestehen ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich des zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivats werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2022 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, vorgenommen.

Sonderabschreibungen nach dem Steuerrecht gemäß § 7i EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften und Altersteilzeit wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,80 % (bei Pensionen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre) bzw. 1,46 % (bei Altersteilzeit mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 348.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen wurde durch die Bildung von Rückstellung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken aus dem Kreditgeschäft Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Bilanzstichtages umgerechnet. Für die Umrechnung noch nicht abgewickelter Termingeschäfte wurde der Terminkurs des Bilanzstichtages zugrunde gelegt.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde in folgenden Fällen abgewichen:

Für die latenten Ausfallrisiken im Kreditgeschäft wurden erstmals Pauschalwertberichtigungen und Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen auf Basis der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS BFA 7 gebildet.

Gegenüber der bisherigen Berechnung nach den Grundsätzen des BMF-Schreibens vom 10. Januar 1994 ergibt sich ein zusätzlicher Aufwand in Höhe von EUR 2.672.204, der im Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft (GuV 13) berücksichtigt worden ist.

Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zukünftiger Jahre sind unbedeutend.

Im Berichtsjahr wurden Wertpapiere in Höhe von TEUR 101.623,1 aus der Liquiditätsreserve in das Anlagevermögen umgewidmet, da für diese Wertpapiere eine Dauerbesitzabsicht besteht. Aus den Wertpapieren bestehen keine Einschränkungen, die der Dauerbesitzabsicht entgegenstehen.

Diese Wertpapiere wurden zum 31.12.2022 nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Bei einer Bewertung nach dem strengen Niederstwertprinzip wären Abschreibungen in Höhe von TEUR 14.707,3 entstanden.

Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zukünftiger Jahre ergeben sich auf Grund der Dauerbesitzabsicht nicht.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.041 18.107 (a) 0 (a) 220.388
0 (b) 3.760 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 25.197.543 35.421 (a) 0 (a) 25.075.903
0 (b) 157.061 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.586.214 138.656 (a) 0 (a) 5.475.999
0 (b) 248.870 (b)
Summe a 30.989.798 192.184 (a) 0 (a) 30.772.290
0 (b) 409.691 (b)
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag
Geschäftsjahr (a) Zugängen (a) Umbuchungen (a)
Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 176.897 18.613 (a) 0 (a) 0 (a) 191.750 28.638
0 (b) 0 (b) 3.760 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 14.236.262 580.860 (a) 0 (a) 0 (a) 14.660.060 10.415.842
0 (b) 0 (b) 157.061 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.558.600 275.618 (a) 0 (a) 0 (a) 4.606.950 869.049
0 (b) 0 (b) 227.267 (b)
Summe a 18.971.759 875.091 (a) 0 (a) 0 (a) 19.458.760 11.313.529
0 (b) 0 (b) 388.088 (b)
Buchwerte zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 38.755.362 97.953.810 136.709.172
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 14.172.700 0 14.172.700
Anteile an verbundenen Unternehmen 107.371 0 107.371
Summe b 53.035.433 97.953.810 150.989.243
Summe a und b 84.025.231 162.302.772

D. Erläuterungen zur Bilanz

Barreserve

Bei der Barreserve (A 1) handelt es sich ausschließlich um Bestände in Euro, die zur Versorgung unserer Kunden gehalten werden.

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 108.473.474 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 16.213.263 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 22.317.019 fällig.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) in Höhe von nominal EUR 59.500.000 wurden der Deutschen Bundesbank als Sicherheit verpfändet, diese sind in Höhe von EUR 19.858.803 (P 1) in Anspruch genommen.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 274.893.152 252.066.089 22.827.063 131.032.525
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 84.898 0 84.898 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet. Die unterlassenen Abschreibungen betragen EUR 18.057.550.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 552.858 0 9.632.100 9.830.700

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Anlageziel: Management von Investmentfondsanteilen des Depot-A im Rahmen der bankinternen Geschäfts- und Risikostrategie Wert der Anteile (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert (Reserve)
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. Spezialfonds 936 bei der Union Investment Institutional GmbH 71.421.302 2.465.225 303.319

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen grundsätzlich nicht. Die Vertragsbedingungen enthalten ausschließlich eine Beschränkung nach § 98 Abs. 2 Satz 1 KAGB. Bei den in den Spezialfonds 936 eingebrachten Immobilienfonds kann die Rückgabe von Anteilen unter Einhaltung der Kündigungsfristen erfolgen.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2022 wie folgt:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) VOBA Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft der Volksbank Bassum-Stuhr-Syke und Weyhe mbH, Syke 100,00 2022 107 2022 0
b) VR Beteiligungsgesellschaft Norddeutschland mbH, Hannover 3,80 2022 263.432 2022 2.136
c) VRB Assets IV GmbH, Wildeshausen 50,00 2021 -467 2021 -490

Mit dem unter Buchstabe a) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 13.665 an die Genossenschaft abgeführt.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Bei den Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften bestehen keine Einzahlungsverpflichtungen.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 6.345.174 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 869.049 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2022
EUR
Provisionen aus Vermittlungsgeschäften 626.212

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 4.076 (Vorjahr EUR 5.864) enthalten.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Die passiven latenten Steuern beruhen auf der Differenz zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz im Posten Sachanlagen (A 12). Dem stehen aktive latente Steuern gegenüber, die sich im Wesentlichen aus den Posten Forderungen an Kunden (A 4) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5), Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) und Rückstellungen (P 7) ergeben. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 30,3 % zugrunde gelegt.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
4 Forderungen an Kunden 354.827 433.833
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 14.174.422 14.155.134

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 4.413.791 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 5.000.000 5.000.000 20.000.000 30.000.000
Forderungen an Kunden (A 4) 16.504.965 41.435.084 153.235.599 357.403.875

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 2.962.340 29.726.458 39.991.292 69.084.969
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0 882.938 46.963 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 9.599.540 0 203.200 5.100

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 82.904.493 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 220.107
Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Abgaben 193.085

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 332.505 (Vorjahr EUR 431.392) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 0 210.503 3.886 0

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a)) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 11.876.187
b) der ausscheidenden Mitglieder 253.451
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 300

Die Kapital- und Ergebnisrücklagen (P 12b) und c)) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Kapitalrücklage
EUR
Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2022 8.674.056 12.390.000 9.060.000
Einstellungen 0
aus Bilanzgewinn des Vorjahres 410.000 340.000
Stand 31.12.2022 8.674.056 12.800.000 9.400.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt.

Die ausgewiesenen Beträge unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 138.629.777

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 9.717.693 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind Derivatgeschäfte (Nichthandelsbestand), die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt.

Volumen im Derivatgeschäft (Nichthandelsbestand)

(Angaben in TEUR):

Nominalbetrag beizulegender Zeitwert
Restlaufzeit
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 0 20.000 20.000 0 769
Währungsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Devisentermingeschäfte 13.742 0 0 13.742 105 128

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme inkl. Stückzinsen auf den Abschlussstichtag.

Der mit der DZ BANK AG abgeschlossene Zinsswap dient im Rahmen der Aktiv-/Passivsteuerung als Absicherung gegen steigende Zinsen.

Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt zu den entsprechenden Devisenterminkursen. Die Geschäfte wurden vollständig dem Anlagebuch zugeordnet und betreffen ausschließlich Kundengeschäfte, für die jeweils fristenkongruente Gegengeschäfte mit der Zentralbank abgeschlossen wurden.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV 1) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV 2) aus Passivgeschäften als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

In den Zinserträgen (GuV 1) sind EUR 30.930 (Vorjahr EUR 111.091) negative Zinsen aus Einlagen bei der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Aufzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per saldo um EUR -486 (Vorjahr EUR -3.685) verändert.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Wertpapieren und Investmentfonds, Bausparverträgen, Versicherungen und Krediten nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Miet- und Pachterträge 323.456
Erstattung durch Pensionskasse (VLAK) 326.688
Erträge aus frei gewordenen Pensionsrückstellungen 359.029

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 200.708
Zuweisung zur Rückstellung Archivierungskosten 150.000

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 669.706 enthalten. Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art Betrag Aufwand
EUR
Betrag Ertrag
EUR
GuV 8 - Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 531.169

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 43.055.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene belaufen sich auf EUR 197.118.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2022 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 3.215.751.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 62.440 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 14.328.547.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 348.432, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft VOBA Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft der Volksbank Bassum-Stuhr-Syke und Weyhe mbH sowie in Form einer möglichen Leistungsverpflichtung gegenüber Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 2.275.952. Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Des Weiteren besteht für Verbindlichkeiten unserer Kunden gegenüber der DZ PRIVATBANK S.A. eine unbedingte, unbegrenzte und unbefristete Globalgarantie. Die in Anspruch genommenen Valuten betrugen zum Bilanzstichtag EUR 3.598.884. Diese Valuten sind als Avale unter dem Vermerkposten 1 b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2022 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 4 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 73 55
Gewerbliche Mitarbeiter 0 6
77 61

Außerdem wurden durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2022 16.826 37.088 11.126.400
Zugang 2022 486 9.645 2.893.500
Abgang 2022 626 1.265 379.500
Ende 2022 16.686 45.468 13.640.400
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 2.546.943
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 2.514.000
Höhe des Geschäftsanteils EUR 300
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 300

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Karl-Wiechert-Allee 76 a

30625 Hannover

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Lüers, Markus, Bankleiter Marktvorstand

Meyer, Bernd, Bankleiter Marktfolgevorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Fischer, Carsten, - Vorsitzender - , Partner in der Fischer Deeken Buntrock Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB

Dr. Schwarze, Henning, - stellvertretender Vorsitzender - , Selbständiger Hals-Nasen-Ohren-Arzt

Bartels, André, Geschäftsführender Gesellschafter der Carl Cordes GmbH

Goldmann, Andrea, Geschäftsführende Gesellschafterin der Schröder GmbH & Co. KG

Jordan-Just, Martina, Unternehmerin im Bereich Wellness Fitness

Prof. Dr.-Ing. Matevska, Jasminka, Professorin für Praktische Informatik/Softwaretechnik

Nordbruch, Lars, Selbständiger Landwirt

Passade, Frank, Oberstaatsanwalt

Wittrock, Marcus, Geschäftsführender Gesellschafter der Mennen & Wittrock GmbH

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres ist folgender Vorgang von besonderer Bedeutung eingetreten:

Die Volksbank eG, Syke, befindet sich derzeit in Gesprächen mit der Volksbank Niedersachsen-Mitte eG, Hoya, mit dem Ziel einer Verschmelzung auf den 1. Januar 2024. Übernehmende Bank soll die Volksbank Niedersachsen-Mitte eG sein. In außerordentlichen Vertreterversammlungen soll im November 2023 über die Verschmelzung mittels Vorausbeschluss abgestimmt werden.

Die Absichtsanzeige gemäß § 24 Abs. 2 KWG gegenüber der BaFin ist mit Datum vom 2. Februar 2023 abgegeben worden.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 952.719,85 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 6.729,37 (Bilanzgewinn von EUR 959.449,22) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % 307.500,89
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 350.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 300.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 1.948,33
959.449,22

 

Syke, 3. Mai 2023

Volksbank eG

Der Vorstand

Lüers

Meyer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank eG, Syke

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank eG, Syke (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bewertung Kundenforderungen

2. Verändertes Marktzinsumfeld und Auswirkungen auf den Jahresabschluss

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

zu 1a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 584,9 Mio. EUR. Dies entspricht 54,2 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 11,9 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 39,2 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

zu 1b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen und die Gesamtzusage berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten analytischen Prüfungshandlungen haben wir bewusst bzw. zufällig ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

zu 1c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.

zu 2a) Sachverhalt und Problemstellung

Die im Geschäftsjahr gestiegenen Marktzinsen haben insbesondere Auswirkungen auf die künftige Zinsmarge der Genossenschaft sowie auf die Marktpreise der Wertpapiere.

Mit den Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 1.040,4 Mio. EUR bzw. 96,4 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden auf der Passivseite (insgesamt 964,9 Mio. EUR bzw. 89,4 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz sowie das zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-/Passiv-Steuerung) abgeschlossene Zinsderivat mit einem Nominalwert von 20,0 Mio. EUR zu den Finanzinstrumenten des Zinsbuchs der Bank.

Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre.

Die Wertpapierbestände (Aktivposten 5 und 6) belaufen sich auf insgesamt 343,9 Mio. EUR. Dies entspricht 31,9 % der Bilanzsumme. Davon werden 137,3 Mio. EUR (12,7 % der Bilanzsumme) im Jahresabschluss 2022 wie Anlagevermögen mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Durch die Bewertung wie Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich nicht dauernden Wertminderungen in Höhe von 18,1 Mio. EUR vermieden.

Sowohl dem Ansatz und der Folgebewertung von Rückstellungen als auch der Beurteilung einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung bei Wertpapieren des Anlagevermögens einschließlich der hierbei zugrundeliegenden Annahmen und Parameter liegen in einem hohem Ausmaß Einschätzungen und Annahmen und Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und waren aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

zu 2b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumenten und Parametern zur internen Risikosteuerung überzeugt.

Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen und plausibilisiert. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir weiter die Bestände an Wertpapieren analysiert, deren Bewertungen mit erhöhter Ermessensentscheidung behaftet sind. Wir haben uns ein Verständnis darüber verschafft, wie die gesetzlichen Vertreter die für Schätzwerte relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Annahmen und Datenquellen, identifiziert haben. Anhand ausgewählter Einzelfälle haben wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Ermessensentscheidungen und genutzten Bewertungswahlrechte risikoorientiert im Hinblick auf erhöhte Bewertungsunsicherheiten nachvollzogen. Die Zulässigkeit von Umwidmungen in das Finanzanlagevermögen haben wir unter Einbeziehung des IDW RH 1.014 beurteilt. Bei Verzicht auf Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei Wertpapieren des Anlagevermögens haben wir beurteilt, ob die Wertminderung lediglich von vorübergehender Natur ist.

zu 2c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, Forderungen und Wertpapieren sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten. Im Lagebericht sind Ausführungen insbesondere im Abschnitt "B.4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage" enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Wertpapierdienstleistungs- und Depotprüfung gemäß § 89 Abs. 1 S. 1 und 2 WpHG

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Bernd Hellwege.

 

Hannover, 30. Mai 2023

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Haimo Mader, Wirtschaftsprüfer

Bernd Hellwege, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 27.06.2023 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2022 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 952.719,85 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 6.729,37 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

Volksbank eG, Syke

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2022 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2022 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Satzungsgemäß scheiden in diesem Jahr Frau Goldmann, Frau Jordan-Just und Herr Nordbruch aus dem Aufsichtsrat aus. Frau Jordan-Just ist wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder wählbar. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Syke, 3. Mai 2023

Der Aufsichtsrat

Carsten Fischer, Vorsitzender

Volksbank eG, Syke

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2022

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank eG, Syke hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank eG, Syke besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank eG, Syke definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 TEUR 24.757.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 109,0.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 4.903.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 2.905 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank eG, Syke hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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