Buildery GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Dr. Franz seit 3.12.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FRAMOS Holding GmbHPullach i.IsartalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FRAMOS Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der FRAMOS Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FRAMOS Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 1. Juli 2024 PKF
Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH
Sichting, Wirtschaftsprüfer Kempa, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023(München / HRB 182728)AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
(München / HRB 182728)Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
München / HRB 182728Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
(München / HRB 182728)Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gruppe Der FRAMOS-Konzern fungiert als Anbieter für Hardware und Software für industrielle Bildverarbeitung. Unsere Zielmärkte in Europa, Nordamerika und Asien sind alle professionellen Bereiche der Bildverarbeitung wie industrielle Inspektion oder Logistik, allerdings auch neuartige Bereiche wie Sport- und Entertainmentanwendungen. Wir bieten unseren Kunden ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen. Von der Entwicklungsunterstützung, über Komponenten, bis zu Modulen für die direkte Integration in Anwendungen, ist das für die Kundensituation relevante Angebot in unserem Portfolio. Wir gliedern unsere Geschäftsbereiche in die Segmente Komponenten, Framos Eigenprodukte und Optiken. Für die Segmente Optiken und Komponenten beschaffen wir die Vorprodukte global am jeweiligen Standort in Ottawa, Kanada, für den nordamerikanischen und asiatischen Markt sowie in Taufkirchen, Deutschland, für den europäischen Markt. Für die Eigenprodukte des FRAMOS-Konzerns erfolgt die globale Beschaffung über unseren Entwicklungs- und Produktionsstandort in Cakovec, Kroatien. Ein wesentlicher Bestandteil in unserem Produktportfolio sind Bildsensoren, die ihren Ursprung in Japan haben und die wir über unsere Standorte für die jeweiligen Vertriebsregionen beschaffen. Weitere wichtige Komponenten für unser Produktportfolio sind u.a. Optiken und eine Vielzahl elektronischer Bauteile, die wir im Wesentlichen aus China, Japan, den USA und der EU beschaffen. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren sind unserer Ansicht nach die technische Kompetenz der Mitarbeiter, die Marktkenntnis sowie die mittlerweile über 40 Jahre aufgebaute Reputation des FRAMOS-Konzerns im internationalen Markt. Die Kundenliste umfasst namhafte Teilnehmer verschiedener Zielmärkte und spricht für die Qualität unserer Produkte. Neben langjährigen Stammkunden wie bspw. Leica, konnten wir vor allem im Bereich von Kameramodulen sowie technischen Dienstleistungen in den letzten Jahren weltweit namhafte Kunden hinzugewinnen. Neben dem hohen Anspruch an unser Know-how sowie neueste Technologien stellen wir hohe Ansprüche an unsere Qualität durch strenge Ein- und Ausgangsprüfungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent 1
*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand,
Vietnam.
Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. 2 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf des FRAMOS-Konzerns war im Jahr 2023 durch mehrere Krisen beeinflusst. Die COVID19-Pandemie nahm im Geschäftsjahr keinen direkten Einfluss mehr auf das Geschäft, wenngleich auch die Mitarbeiter weiterhin flexibel vom Büro oder Home Office arbeiten konnten. Der Krieg in der Ukraine wirkte sich in der Region EMEA im Geschäftsjahr dahingehend auf das Geschehen aus, dass wir unsere Geschäftsabläufe auf die auferlegten Sanktionen weiterhin sehr genau analysierten. Darüber hinaus haben sich keine weiteren Effekte auf den Geschäftsverlauf ergeben, da bereits im Vorjahr der ohnehin unwesentliche Anteil unseres Geschäftes mit sanktionsbelegten Ländern wie Russland und Weißrussland beendet wurde. Für die restlichen Regionen hatte der Krieg in der Ukraine keinen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Die Lieferkettenproblematik wirkte sich in allen Regionen weiterhin dahingehend aus, dass wir einerseits kundenseitig mit Abnahme- und andererseits lieferantenseitig mit Auslieferverzögerungen konfrontiert wurden. Infolge der konjunkturellen Abkühlung verzeichneten wir in allen Regionen einen rückläufigen Auftragseingang. Trotz des schwachen Auftragseingangs und geringerem Umsatz konnten wir insgesamt auf ein profitables Geschäftsjahr 2023 zurückblicken.
1 IMF World Economic Outlook Update January
2024, für 2021: IMF October 2023 Database.
Während des gesamten Jahres waren alle Geschäftsbereiche voll ausgelastet, sodass erneut an allen Standorten des FRAMOS-Konzerns auf Kurzarbeit verzichtet werden konnte. Die Umsätze lagen mit -23 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich unter den Erwartungen von - 3 Prozent, was sich in allen Geschäftsbereichen niederschlug. Insgesamt war der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 davon geprägt, dass sich sowohl Profitabilität und Liquidität im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Umsatzrückgangs rückläufig entwickelt haben. 2.1. Ertragslage Die Auftragslage entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Verglichen mit dem Vorjahr sank der Auftragseingang um 46 Prozent (Vj. -3 Prozent). Aufgrund des hohen Auftragsbestandes der Vorjahre sank der Umsatz um TEUR 19.184 bzw. 23,1 Prozent auf TEUR 63.846 und somit weniger stark als der Auftragseingang. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Märkten und Tätigkeitsbereichen bzw. Segmenten wie folgt auf:
Die Umsätze in der Region EMEA sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.727 oder 23 Prozent auf TEUR 35.811 gesunken, was im Wesentlichen daran lag, dass aufgrund der hohen Auslieferungen im Vorjahr die Läger der Kunden überdurchschnittlich befüllt waren sowie in Kombination mit einer sinkenden Nachfrage auf Kundenseite die Abrufe im laufenden Geschäftsjahr zurückgingen. Die Umsätze in der Region Nordamerika (AMER) sind um TEUR 3.906 oder 14 Prozent auf TEUR 24.772 gesunken. Hier ergibt sich ein überwiegend ähnliches Bild wie in der Region EMEA. Für 2024 erwarten wir ein leichtes Wachstum über alle Regionen hinweg. Die Umsätze im Segment Komponenten sind um TEUR 16.088 oder 26 Prozent auf TEUR 46.820 gesunken. Hier ergibt sich ein überwiegend ähnliches Bild auf Segmentebene wie regional für EMEA begründet. Die Umsätze im Segment Eigenprodukte sind um TEUR 2.773 oder 17 Prozent auf TEUR 13.131 gesunken. Der Umsatzrückgang lag mit -23 Prozent deutlich über den Erwartungen von - 3 Prozent über alle Regionen und Geschäftsbereiche hinweg. Die Materialeinsatzquote verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozentpunkte auf 72,6 Prozent (Vj. 74,2 Prozent) und der Materialaufwand verringerte sich um TEUR 15.264 auf TEUR 46.384. Der Personalaufwand verringerte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 256 auf TEUR 9.041. Im Durchschnitt wurden während des Geschäftsjahres insgesamt 160 Mitarbeiter (Vj. 164 Mitarbeiter), davon 51 Angestellte im Vertrieb, 9 im Marketing, 33 in der Produktion und 67 in der Verwaltung beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich aufgrund höherer Verwaltungskosten (i.W. durch bezogene Fremdleistungen), Reisekosten und Währungskursverluste um TEUR 131 auf TEUR 3.169 (Vj. TEUR 3.037). Das Finanz- und Beteiligungsergebnis erhöhte sich um TEUR 34 auf TEUR -139 (Vj. TEUR -105), im Wesentlichen aufgrund höherer Zinsaufwendungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3 verringerte sich zum Vorjahr um TEUR 3.347 auf TEUR 5.358 (Vj. TEUR 8.705), was im Wesentlichen aus dem volumenbedingt geringeren Rohertrag resultiert. Im Vergleich zum Vorjahr weist der Konzern einen Steueraufwand von TEUR 1.357 (Vj. TEUR 2.246) auf. Insgesamt konnte ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 4.001 (Vj. TEUR 6.460) erwirtschaftet werden. 2.2. Finanzlage, Investitionen und Liquidität Die Liquiditäts- und Finanzierungsstruktur des FRAMOS-Konzerns ist unverändert solide und ausgewogen. Im Bereich Finanzmanagement sichert die Gesellschaft die finanziellen Risiken umfänglich ab, insbesondere durch ein effizientes Mahnwesen und aktives Management von Skontoabzügen bei den Lieferantenrechnungen. Zugesagte Kreditlinien wurden zeit- und teilweise in Anspruch genommen. Durch den Umsatzrückgang sind keine Liquiditätsengpässe entstanden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um TEUR 763 gegenüber dem Vorjahr. Die derzeit in Anspruch genommenen Darlehen von Kreditinstituten bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 2.842, wovon TEUR 1.350 innerhalb des nächsten Jahres zu begleichen sind. Im Konzernanlagevermögen wurden im Geschäftsjahr 2023 reguläre Ersatzinvestitionen sowie Erweiterungsinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Ausrüstung i.H.v. TEUR 217 sowie Investitionen in Grundstücke und Gebäude i.H.v. TEUR 869 getätigt. Bei den Finanzanlagen erhöhten sich die Beteiligungen um TEUR 186 sowie verringerten sich die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht um TEUR 270. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Liquiden Mittel um TEUR 443 auf TEUR 4.838 (Vj. TEUR 5.281). 2.3. Vermögenslage Zum 31.12.2023 hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.123 auf TEUR 29.911 erhöht (Vj. TEUR 27.788), was in erster Linie auf die Erhöhung des Anlagevermögens zurückzuführen ist. Das Anlagevermögen hat sich insbesondere aufgrund der Investitionen in Sachanlagen um TEUR 1.371 auf TEUR 5.504 (Vj. TEUR 4.132) erhöht. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 654 auf TEUR 24.091 (Vj. TEUR 23.437) erhöht, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Vorräte um TEUR 816 auf TEUR 12.836 (Vj. TEUR 12.020) und der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um TEUR 281 auf TEUR 6.418 (Vj. TEUR 6.137) bei gleichzeitiger Verringerung der Liquiden Mittel um TEUR 443 auf TEUR 4.838 (Vj. TEUR 5.281) zurückzuführen ist. Die Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 803 auf TEUR 2.441 (Vj. TEUR 3.244), was im Wesentlichen an der Verringerung der Steuerrückstellungen um TEUR 630 auf TEUR 961 (Vj. TEUR 1.591) sowie der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um TEUR 164 auf TEUR 420 (Vj. TEUR 584) lag. Die Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 577 auf TEUR 5.980 (Vj. TEUR 6.557) verringert. Hier haben sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 763 auf TEUR 2.842 (Vj. TEUR 3.605) verringert. Das Eigenkapital erhöhte sich ergebnisbedingt zum Stichtag um TEUR 3.518 auf TEUR 21.464 (Vj. TEUR 17.945). In dem Zuge erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 72 Prozent (Vj. 65 Prozent). III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer Steigerung des Umsatzes von 5 - 8 Prozent aus. Die Umsatzsteigerung ist durch den bisher wieder steigenden Auftragseingang begründet. Für das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwarten wir analog zum Umsatz eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2023. Durch den Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden Sanktionen gegenüber Russland und Weißrussland gehen wir weiterhin von keiner direkten Auswirkung auf unser Geschäft aus, da wir keine Geschäftsbeziehungen zu russischen oder weißrussischen Kunden mehr halten. Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent). 4
4 IMF World Economic Outlook Update January 2024
Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wodurch mit einer robusten Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck. 5 Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. 2. Risikobericht In wöchentlichen Abteilungsleiter- sowie Geschäftsführermeetings wird die aktuelle Lage von allen Seiten des Geschäfts analysiert und bewertet sowie die notwendigen Schritte daraus abgeleitet. Unsere Controlling-Instrumente unterstützen uns hierbei in der Analyse und geben uns ein objektives Bild wieder. In Monats- und Quartalsmeetings werden zudem unsere Mittel- und Kurzfristziele (OKR) festgelegt sowie die Strategie des FRAMOS-Konzerns weiter angepasst und verfeinert. Hierbei wird insbesondere eine möglichst frühe Risikoerkennung sichergestellt.
5 Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)
In wöchentlichen Abteilungstreffen beurteilen wir regelmäßig das Kunden- und Lieferantenrisiko, um speziell auf markt- und kundenseitige Risiken reagieren zu können. Bilanzielle Risiken, soweit in der Bilanzerstellung erkennbar, wurden durch entsprechende Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt. Durch das hinterlegte Eigenkapital i.H.v. TEUR 21.464 und den Liquiditätsbestand i.H.v. TEUR 4.838 ist ein Finanzierungsrisiko für das operative Geschäft derzeit nicht gegeben. Elementarrisiken werden durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt, der unter Kostengesichtspunkten laufend optimiert wird. Für die Realisierung der strategischen Ziele ist der FRAMOS-Konzern global auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Trotz einer Entspannung der Personalsituation steht der Konzern weiterhin vor der Herausforderung, neues und gut ausgebildetes Personal zu akquirieren. Als aktiv am Markt agierende Gruppe muss der FRAMOS-Konzern typischerweise Risiken eingehen, um am Markt bestehen zu können. Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sowohl auf Lieferanten-, als auch auf Kundenseite gehen wir regelmäßig Wechselkursrisiken ein. Ebenfalls sind wir mit schnellen Entwicklungszyklen in der Halbleiterbranche und der fortwährenden technischen Innovation konfrontiert. Wir gehen nur solche Risiken ein, die wir als kontrollier- und beherrschbar ansehen. Nach unserer Einschätzung sind potenzielle Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, derzeit nicht vorhanden. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir für den FRAMOS-Konzern aufgrund der anhaltenden makroökonomischen Situation keinen Umsatzrückgang. Durch unsere Kundenstruktur sehen wir kein Risiko hinsichtlich einer möglichen Verschlechterung der Kundenbonität. Basierend auf den Erfahrungen aus 2023 rechnen wir mit geringen Auswirkungen auf unsere Lieferkette in den ersten drei Quartalen und ab dem vierten Quartal jedoch mit einer Rückkehr zur Normalität. 3. Chancenbericht Bildsensoren sind weiterhin die stärkste Produktlinie in allen Regionen des FRAMOS-Konzerns. Als weitere Produktlinien etablieren sich Schritt für Schritt zusätzliche Komponenten für Kameraentwickler und -anwender. Hier sind insbesondere unsere Kameramodule zu nennen, mit denen wir bei namhaften Kunden wiederkehrende Aufträge für Weiterentwicklungen und größere Produktionsserien erhalten. Durch die zunehmende Marktdurchdringung neu aufgenommener Linien wollen wir im Laufe der nächsten Jahre diesen Bereich steigern können. Der Bereich der technischen Dienstleistung nimmt für den FRAMOS-Konzern ebenfalls kontinuierlich zu. Weiterhin werden unsere Anwendungen vermehrt nachgefragt. Wir konnten eine Reihe von Aufträgen gewinnen und stellen mittlerweile von der Entwicklungsunterstützung bis zur Produktion von Kundenprodukten im Konzern alle Optionen bereit, die es unseren Kunden erleichtern, Bildverarbeitung produktiv einzusetzen. Durch unsere eigen entwickelten und hergestellten Produkte innerhalb des Konzerns wollen wir unsere Kundenbasis weiter ausbauen und wachsen mit diesem Produktsegment weiter. Aufgrund des geringeren Materialaufwands und der höheren Rohertragsmarge bei den Eigenprodukten soll die Rohertragsmarge insgesamt innerhalb des gesamten FRAMOS-Konzerns wachsen. IV. Forschung und Entwicklung Mit strategischen Entwicklungsinitiativen entwickeln wir Produkte für bestimmte Anwendungsfelder mit dem Ziel, Bildverarbeitungstechnologie und das Prozessieren der gewonnenen Daten schneller und kosteneffizienter in alle möglichen Lebensbereiche zu diffundieren. Der FRAMOS-Konzern verlagerte seine Entwicklungstätigkeiten bereits im Jahr 2021 vollständig auf seine Tochtergesellschaft Framos Technologies d.o.o. in Kroatien. Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 24 Mitarbeiter (Vj. 25) in der Entwicklung beschäftigt und wir investierten hierbei TEUR 1.050 (Vj. TEUR 880) für Personal und operative Aufwendungen, wovon TEUR 482 (Vj. TEUR 424) aus dem Personalaufwand aktiviert wurden.
Pullach i. Isartal, den 1. Juli 2024 FRAMOS Holding GmbH Dr. Andreas Franz (München / HRB 182728)Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Der Konzernabschluss wurde von der FRAMOS Holding GmbH, Pullach i. Isartal, Deutschland, dem obersten Mutterunternehmen des FRAMOS Konzerns, aufgestellt. Die FRAMOS Holding GmbH hat ihren Sitz in Pullach i. Isartal und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 182728 eingetragen. II. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen 7 Tochtergesellschaften einbezogen. Die Tochterunternehmen wurden nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen und sind nachfolgend aufgeführt:
Die Anteile an dem folgenden assoziierten Unternehmen sind anhand der Equity-Methode bewertet:
Das anteilige Eigenkapital sowie die Summe der in der Konzernbilanz nicht erfassten negativen Equity-Werte liegt TEUR 357 unter dem bilanzierten Buchwert. Der Wert ist aufgrund des noch nicht final erstellten Jahresabschlusses des assoziierten Unternehmens VIMOS Technologies GmbH vorläufig ermittelt. Die Auswirkung auf den Abschluss der Folgeperiode wird sich voraussichtlich auf die Anhangangabe hinsichtlich der nicht erfassten negativen Equity-Werte beschränken. III. KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wird gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die Beteiligungsbuchwerte werden mit dem neubewerteten anteiligen Eigenkapital der Unternehmen verrechnet. Die nach der Verrechnung verbleibenden Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Grundlage zur Verrechnung ist der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile nach § 301 Abs. 2 S. 1 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden entsprechend der Equity-Methode nach § 312 HGB bewertet. Der Ausweis der Änderung des Equity-Wertes erfolgt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ohne Kürzung um Ertragsteuern. Die Grundlage zur Verrechnung ist der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile nach § 312 Abs.3 S.1 HGB i.V.m. § 301 Abs. 2 S. 1 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Zwischenergebnisse sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften eliminiert. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen erfolgt gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Hierbei werden mit Ausnahme des Eigenkapitals alle Posten der Bilanzen mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet, der sich als Mittelwert aus den von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Tageskursen ergibt. Das Eigenkapital wird jeweils mit den historischen Kursen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet. IV. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die FRAMOS Holding GmbH hat ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts für Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Vom Wahlrecht der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird Gebrauch gemacht. Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über 7 und 10 Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden bemessen. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahre abgeschrieben. Im Berichtsjahr sind abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über EUR 250 bis EUR 1.000 gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben worden. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens am Bilanzstichtag dauerhaft über ihrem beizulegenden Zeitwert liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. zu Herstellungskosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1% gebildet. Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Leistungszeitraum. Die Pensionsrückstellungen werden auf Basis der Heubeck Richttafeln 2018G mit einem Rechnungszins von 1,82% p.a. nach der projected unit credit method (PUC-Methode) ermittelt. Als Bewertungsverfahren wird die Barwert-Methode angewandt. Aufgrund der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB wird der Zinssatz für die Berechnung der Pensionsrückstellungen nicht aus den vergangenen sieben, sondern zehn Jahre ermittelt. Hieraus ergibt sich ein Differenzbetrag von TEUR 3, der einer Ausschüttungssperre unterliegt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; bei Kursänderungen erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags, sofern die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt. Am 1. Januar 2023 ist Kroatien der Eurozone beigetreten und die funktionale Währung des Tochterunternehmens Framos Technologies d.o.o. Kuna (HRK) ist ab 1. Januar 2023 auf Euro umgestellt. Die Umrechnung erfolgte zu einem festgelegten Kurs von 1 Euro = 7,53450 HRK. Bei zeitlichen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen werden sich daraus ergebende steuerliche Belastungen gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Die latenten Steuern beruhen auf unterschiedlichen Bewertungsparametern bei der Pensionsrückstellung, der abweichenden Behandlung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände und der Neubewertung von Vermögenswerten im Rahmen der Erstkonsolidierung. Sie werden mit den geltenden Gewerbesteuer- und Körperschaftssteuersätzen von insgesamt rund 29,575% bewertet. Bei zeitlichen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen werden sich daraus ergebende steuerliche Entlastungen gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Die latenten Steuern beruhen auf der Aktivierung einer Marke sowie der Zwischenergebniseliminierung. Sie werden mit den geltenden Gewerbesteuer- und Körperschaftssteuersätzen von insgesamt rund 29,575% bewertet. V. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG AKTIVA Entwicklung des Anlagevermögens Dies ist im Anlagengitter am Ende dieses Anhangs dargestellt. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt TEUR 483 (Vj TEUR 880). Der davon auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände entfallende Betrag beläuft sich auf TEUR 483 (Vj TEUR 424). Unter den Anteilen an GmbH-Gesellschaften sind Anteile an GmbH-Gesellschaften unter 20 Prozent ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögengegenstände enthalten Beträge mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr i.H.v. TEUR 68 (Vj TEUR 15). PASSIVA Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 782). Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.
Die Besicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 234 ist durch eine Sicherungsübereignung der Vorräte, TEUR 145 durch eine Hypothek und TEUR 663 durch eine allgemeine Sicherungsvereinbarung über alle gegenwärtigen und zukünftigen Vermögenswerte gewährleistet. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Märkten bzw. Segmenten wie folgt auf:
VI. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG UND KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten um Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Definition Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds setzt sich wie im Vorjahr aus dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Zur Ausschüttung verfügbarer Betrag Zum 31. Dezember 2023 bestehen beim Mutter- und den Tochterunternehmen folgende in der jeweiligen Jurisdiktion gesetzlich ausschüttungsgesperrten Beträge:
VII. SONSTIGE ANGABEN Aufwendungen für Organe Gemäß § 314 Abs 3 i.V.m. § 286 Abs 4 HGB wird auf eine Angabe der Aufwendungen verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Das nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB anzugebende Honorarvolumen des Abschlussprüfers beträgt TEUR 78. Davon entfallen TEUR 70 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 8 auf sonstige Leistungen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Jahresüberschuss des Mutterunternehmens (insgesamt TEUR 712) einen Betrag in Höhe von TEUR 300 auszuschütten. Am 20. März 2024 wurde bereits eine Vorabausschüttung über TEUR 250 beschlossen, sodass weitere TEUR 50 als Vorschlag zur Ausschüttung verbleiben. Der verbleibende Jahresüberschuss des Mutterunternehmens von TEUR 412 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag des Mutterunternehmens von TEUR 2.584 als Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.996 auf neue Rechnung vorgetragen. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 99 (VJ TEUR 86) bzw. passiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 27 (VJ TEUR 39) resultieren aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Pensionsrückstellungen i.H.v. TEUR 30 (aktiv) (VJ TEUR 48), bei der Bewertung der Sachanlagen TEUR 22 (passiv) (VJ TEUR 29), steuerlichen Verlustvorträgen TEUR 19 (aktiv) (VJ TEUR 25) sowie bei der aktivierten Entwicklungskosten TEUR 50 (passiv) (VJ TEUR 56) und Zwischenergebniseliminierung TEUR 96 (aktiv) (VJ TEUR 59). Aktive und passive latenten Steuern wurden in Abhängigkeit von Steuerart und Steuerbehörde verrechnet. Personal Im Durchschnitt wurden während des Geschäftsjahres insgesamt 160 Mitarbeiter, davon 51 Angestellte im Vertrieb, 9 im Marketing, 33 in der Produktion und 67 in der Verwaltung beschäftigt. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Teile unserer Forderungen aus Lieferung und Leistungen werden zur Optimierung der Liquidität im Rahmen eines stillen echten Factorings (Volumen max. EUR 6 Mio.) verkauft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.077 (Vj TEUR 1.291). Geschäftsführung Geschäftsführer ist:
Nachtragsbericht Es ergaben sich keine Vorgänge besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres.
Pullach i. Isartal, den 1. Juli 2024 FRAMOS Holding GmbH Dr. Andreas Franz |
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