Heinz Bakery GmbHLiquidiert

84032 Altdorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 10789
Eingetragen
6.6.2017
Branche
Herstellung von Backwaren, ohne DauerbackwarenHerstellung von DauerbackwarenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Brot und Backwaren. Der Gegenstand des Unternehmens erstreckt sich auch auf alle Hilfs- und Nebengeschäfte, die mit dem Hauptzweck in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DELIFRANCE S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100 €
0.38%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heinz Bakery GmbH

Altdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021

Bilanz zum 30. Juni 2021

Aktiva

30.6.2021 30.6.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.634,00 5.632,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.864.528,00 17.867.162,00 20.656.546,00 20.662.178,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 823.839,00 765.548,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.646.614,50 1.605.237,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 161.495,00 171.431,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.582,98 2.683.531,48 45.289,08 2.587.505,08
20.550.693,48 23.249.683,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 280.273,38 210.628,78
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 445.938,72 726.212,10 422.317,79 632.946,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 660.229,31 510.566,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.215.184,12 8.285.023,41
3. Sonstige Vermögensgegenstände 502.254,79 4.377.668,22 439.142,47 9.234.732,12
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 962.226,79 173.445,57
6.066.107,11 10.041.124,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.131,16 46.277,27
26.650.931,75 33.337.084,61

Passiva

30.6.2021 30.06.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzverlust -1.723,51 -1.723,51
23.276,49 23.276,49
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 666.379,18 387.948,92
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.100.998,18 1.196.902,23
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.456.738,01 30.173.225,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.403.539,89 1.555.731,97
- davon aus Steuern EUR 117.580,88 (i. Vj. EUR 95.453,26) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.203,92 (i. Vj. EUR 4.753,04) -
25.961.276,08 32.925.859,20
26.650.931,75 33.337.084,61

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021

2020/2021 2019/2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.381.536,53 23.386.766,69
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 23.620,93 -190.907,98
3. Sonstige betriebliche Erträge 140.622,77 370.657,88
23.545.780,23 23.566.516,59
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.679.076,26 7.178.010,15
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.202.751,61 7.819.264,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.720.675,02 7.923.426,63 1.781.766,06 7.769.348,13
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.479.098,98 3.474.084,93
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.369.756,81 8.265.104,20
ERGEBNIS AUS BETRIEBSTÄTIGKEIT 94.421,55 -3.120.030,82
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.745,73 0,00
- davon von verbundenen Unternehmen EUR 2.745,73 (i. Vj. EUR 0,00) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 634.180,23 832.821,00
- davon an verbundene Unternehmen EUR 629.120,23 (i. Vj. EUR 819.692,00) -
FINANZERGEBNIS 631.434,50 832.821,00
10. Ergebnis vor Steuern -537.012,95 -3.952.851,82
11. Sonstige Steuern 2.900,00 2.857,00
12. Ergebnis vor Ergebnisübernahme -539.912,95 -3.955.708,82
13. Erträge aus Verlustübernahme 539.912,95 3.955.708,82
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020/2021

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Heinz Bakery GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Altdorf

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Landshut

Register-Nr.: HR B10789

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Angabe zur Gliederung des Jahresabschlusses

A. Allgemeine Angaben

Die Heinz Bakery GmbH wurde am 18.05.2017 gegründet. Der allgemeine Geschäftsbetrieb wurde ab 01.09.2017 mit dem Kauf des Tiefkühlbereiches der ehemaligen Bäckerei - Konditorei Heinz KG aufgenommen.

Der Jahresabschluss der Heinz Bakery GmbH zum 30. Juni 2021 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften unter Beachtung des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und § 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Heinz Bakery GmbH handelt es sich um eine "mittelgroße" Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Gesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Mit der Delifrance Deutschland GmbH besteht seit dem 4. Mai 2018 ein Ergebnisabführungsvertrag, der seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2018/2019 gültig ist.

Von dem Wahlrecht, Angaben fakultativ im Anhang oder in der Bilanz machen zu dürfen, wurde im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit für die Fristigkeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten Gebrauch gemacht.

Die Zahlen des Berichtsjahres sind mit den Vorjahresbeträgen vergleichbar.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände ohne Geschäfts- oder Firmenwert und Kundenstamm wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren) bewertet.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der aktivierte Kundenstamm wird unter Zugrundelegung einer geschätzten Nutzungsdauer von 11 Jahren abgeschrieben.

Die Nutzungsdauerschätzung des Geschäfts- oder Firmenwerts beruht auf Auswirkungen der Veränderungen der Absatzmärkte sowie der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den im Rahmen eines Asset Deals erworbenen Betrieb.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßig linear vorgenommenen Abschreibungen (bei betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von im Wesentlichen drei bis zehn Jahren) bewertet.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Im Geschäftsjahr gab es keine zweifelhaften Forderungen. Wie im Vorjahr wurde keine Pauschalwertberichtigung identifiziert.

Die flüssigen Mittel sind mit den Nennwerten bilanziert. Alle Guthaben bestehen in inländischer Währung.

Das Stammkapital in Höhe von nominal € 25.000,00 basiert auf dem notariell beglaubigten Gesellschaftsvertrag und ist vollständig eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Die Höhe der Rückstellungen orientiert sich am voraussichtlich zu erwartenden Aufwand bzw. an der Höhe und dem Umfang des Risikopotentials, das mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag bewertet wurde.

Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gemäß den HGB Vorschriften nach BilRUG durchgeführt.

IV. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die horizontale Entwicklung des Anlagevermögens ist einschließlich der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen im Bruttoanlagespiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.7.2020 Zugänge Abgänge 30.6.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.840,20 1.044,90 0,00 25.885,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.567.265,85 0,00 0,00 28.567.265,85
28.592.106,05 1.044,90 0,00 28.593.150,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.119.484,21 191.700,92 0,00 1.311.185,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.680.499,65 499.817,13 -160.817,50 3.019.499,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 506.077,90 71.927,37 -67.817,48 510.187,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.289,08 6.293,90 0,00 51.582,98
4.351.350,84 769.739,32 -228.634,98 4.892.455,18
32.943.456,89 770.784,22 -228.634,98 33.485.606,13
Kumulierte Abschreibungen
1.7.2020 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 30.6.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.208,20 4.042,90 0,00 23.251,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.910.719,85 2.792.018,00 0,00 10.702.737,85
7.929.928,05 2.796.060,90 0,00 10.725.988,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 353.936,21 133.409,92 0,00 487.346,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.075.262,65 451.736,63 -154.114,50 1.372.884,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 334.646,90 81.852,37 -67.806,48 348.692,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.763.845,76 666.998,92 -221.920,98 2.208.923,70
9.693.773,81 3.463.059,82 -221.920,98 12.934.912,65
Buchwerte
30.6.2021 30.6.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.634,00 5.632,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.864.528,00 20.656.546,00
17.867.162,00 20.662.178,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 823.839,00 765.548,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.646.614,50 1.605.238,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 161.495,00 171.430,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.582,98 45.289,08
2.683.531,48 2.587.505,08
20.550.693,48 23.249.683,08

Forderungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren T€ 2.545 (i. Vj. T€ 1.664) aus konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten auch Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.348 (i. Vj. T€ 7.268), davon betreffen T€ 1.678 (i. Vj. T€ 658) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Boni, Kundenreklamationen, Werbekosten und Personal.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind bezüglich ihrer Restlaufzeiten wie folgt strukturiert:

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr über einem Jahr über 5 Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.100.998,18 1.100.998,18 0,00 0,00
(Vorjahr) 1.196.902,23 1.196.902,23 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.456.738,01 0,00 23.456.738,01 0,00
Vorjahr 30.173.225,00 106.225,00 30.067.000,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.403.539,89 403.539,89 1.000.000,00
(Vorjahr) 1.555.731,97 465.402,68 1.090.329,29
Gesamt 25.961.276,08 1.504.538,07 24.456.738,01 0,00
(Vorjahr) 32.925.859,20 1.768.529,91 31.157.329,29 0,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen den handelsüblichen Eigentumsvorbehalten. Ansonsten sind die Verbindlichkeiten nicht besichert.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden auch Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin mit T€ 23.457 (i. Vj. T€ 30.173) ausgewiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus vertraglichen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen mit Restlaufzeiten von 12 bis 60 Monaten mit insgesamt (undiskontiert) T€ 2.016. Davon werden im Geschäftsjahr 2021/2022 fällig: T€ 506.

V. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 (2) HGB werden in Anspruch genommen.

VI. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2020/2021 waren neben dem Geschäftsführer durchschnittlich 224 Angestellte beschäftigt:

Produktion 208
Distribution 5
Sales & Marketing 1
General & Administration 10

Angabe zu den Organmitgliedern

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2020/2021 von Herrn

 

Achim Zimmermanns, Kaufmann

wahrgenommen.

Herr Zimmermanns ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Angaben der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB wird von der Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Die Heinz Bakery GmbH ist eine 100%ige Tochter der Délifrance Deutschland GmbH, diese wiederum Tochter der Délifrance S.A., Ivry sur Seine (Frankreich) und Delifrance S.A. ist ein Tochterunternehmen der NutriXo S.A., Ivry sur Seine (Frankreich). An der NutriXo S.A. wiederum ist die VIVESCIA Industries S.A., Reims (Frankreich), zu 100% beteiligt. Diese stellt auch den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister in Reims (Frankreich) hinterlegt.

Nachtragsbericht

Von staatlichen Stellen angeordnete Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) führten und führen derzeit immer noch zu umfassenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen. Diese Einschränkungen können sich in erheblichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage niederschlagen. Wir weisen in diesem Zusammenhang ergänzend auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Kapitel Prognosebericht und Risikobericht hin.

 

Altdorf, 31. August 2021

Heinz Bakery GmbH

Achim Zimmermanns

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020/2021

1. Grundlagen des Unternehmens

Wir sind als Handwerksbäcker für Brot und Brötchen international tätig.

Die Heinz Bakery GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Délifrance Deutschland GmbH, die wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der Délifrance S.A., die in den Konzernabschluss der VIVESCIA Industries S.A. einbezogen wird.

Die Heinz Bakery GmbH als Produktionsstätte betreibt selbst Entwicklung von neuen Produkten die auf Marktgängigkeit geprüft und dann in das Programm aufgenommen werden. Die Produktpolitik der Heinz Bakery - entsprechend der Delifrance-Gruppe - verfolgt das Ziel, ständig neue, hochwertige und geschmackvolle Erzeugnisse mit hohem Nährwert auf der Basis von Naturalität und Nachhaltigkeit zu entwickeln, zu verfeinern und herzustellen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auch im ersten Jahresviertel 2021 hielt die Pandemie die Weltwirtschaft fest im Griff. Neue Infektionswellen und verschärfte Eindämmungsmaßnahmen warfen die Erholung vielerorts wieder zurück. Besonders betroffen war erneut der Dienstleistungsbereich. Die zunächst noch schwungvolle Expansion der Industrie wurde zuletzt durch Angebotsknappheiten gebremst. Dies trieb auch die industriellen Erzeugerpreise nach oben. Insgesamt erholte sich die Weltwirtschaft im Winter zwar weiter, aber mit merklich gedrosseltem Tempo. Im Euroraum verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sogar um 0,6 % gegenüber dem bereits schwachen Vorquartal. Japan und das Vereinigte Königreich verzeichneten ebenfalls merkliche Aktivitätseinbußen. In den USA nahm die wirtschaftliche Erholung hingegen wieder Fahrt auf. Dort wurden viele Einschränkungen bereits im Laufe des ersten Quartals aufgehoben, und umfangreiche Konjunkturpakete stimulierten die Wirtschaft zusätzlich. In China, wo die Pandemie bereits seit Längerem eingedämmt ist, setzte sich der Konjunkturaufschwung fort, während einige andere Schwellenländer unter den wirtschaftlichen Folgen neuer Infektionswellen litten. (Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 05/2021).

"Während der vergangenen zwölf Monate haben Bäcker mehr Standorte geschlossen als eröffnet" weiß Zenai Abraha. Verbraucherstimmung und Konsumlaune trübten sich stark ein und gerade an sonst hochfrequentierten Standorten gingen die Umsätze vor allem während der Lockdowns in den Keller. Aber wir wollen in die Zukunft schauen: "Die Situation ändert sich gerade. Was vor der Pandemie geplant war, wird jetzt umgesetzt und seit Anfang 2021 werden wieder neue Pläne geschmiedet" bestätigt Abraha. "Wer die nötigen Mittel hat und sich das zutraut, kann jetzt wieder expandieren." Dazu laden auch freiwerde Ladenflächen und sinkende Mieten in den Innenstädten ein.

(Quelle: back. intern 7/2021 - Betriebswirt Zenai Abraha von Gehrke Econ).

Das Jahr 2020 war aufgrund der Corona-Pandemie in jeder Hinsicht ein Ausnahmejahr, das auch im Bäckerhandwerk Spuren hinterlassen hat. Die positive Entwicklung des deutschen Bäckerhandwerks der vergangenen Jahre konnte erstmals seit fast einem Jahrzehnt nicht fortgeführt werden: Der Umsatz der Branche brach von 15,22 auf nunmehr 14,45 Mrd. Euro ein. Das entspricht einem Verlust von 770 Millionen Euro. Der durchschnittliche Umsatz pro Betrieb ging ebenfalls leicht von 1.451.000 auf 1.419.000 Euro zurück. (Quelle: Zentralverband des Dt. Bäckerhandwerks e. V. vom 22.06.2021).

2.2 Geschäftsverlauf

Die Heinz Bakery GmbH wurde am 18.05.2017 gegründet.

In die Heinz Bakery GmbH wurde zum 01.09.2017 der Tiefkühl-Bereich der ehemaligen Bäckerei - Konditorei Heinz KG, der im Rahmen eines Asset Deals erworben wurde, eingebracht.

Die Heinz Bakery GmbH ist bis hin zum Jahresabschluss voll in den Konzern eingebunden.

2.3 Ertragslage

Der Umsatz verringert sich im Geschäftsjahr nur leicht um TEUR 5 auf TEUR 23.382 (Vorjahr: TEUR 23.387). Die Umsätze mit Drittlieferanten sanken um etwa 18 %, welche auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit teilweise verbundenen Lockdown zurückzuführen sind. Im gleichen Zuge stiegen die Umsätze im Intragroup Verbund um 16,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Intragroup Verkaufspreise.

Der von der Heinz KG erworbene Kundenstamm konnte zum größten Teil erhalten werden. Die Heinz Bakery GmbH versorgt zusätzlich die Firmen im Konzern (Intra Group = IG) mit von Hand hergestellten Backwaren (innerhalb des Konzerns sprechen wir von "artisan bread").

Das Rohergebnis (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) in Höhe von TEUR 16.867 (Vorjahr: TEUR 16.389) kann als zufriedenstellend betrachtet werden. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse beträgt dabei 28,57 % (Vorjahr: 30,69 %). Die Umsatzerlöse betragen TEUR 23.382 (Vorjahr: TEUR 23.387).

Die Personalkosten betragen TEUR 7.923, bezogen auf die Umsatzerlöse sind das 33,89 % (Vorjahr: 33,22 %). Der Anstieg ist im Vergleich zum beinahe gleichen Umsatz unwesentlich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.370 (Vorjahr: TEUR 8.265) betragen 22,97 % (Vorjahr: 35,34 %) der Umsatzerlöse. Die wesentlichsten Kosten sind Raum- und Energiekosten mit TEUR 1.385 (Vorjahr: TEUR 1.608), Fracht und Transportkosten mit 2.119 (Vorjahr: TEUR 2.609), Kosten für Leiharbeiter in Höhe von TEUR 426 (Vorjahr: TEUR 1.832) sowie Mietkosten für bewegliche Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 331 (Vorjahr: TEUR 275).

Das Ergebnis ist insgesamt stark geprägt von einer hohen Firmenwert- und Kundenstammabschreibung in Höhe von TEUR 2.792 (Vorjahr: TEUR 2.792).

Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurde keine Einzelwertberichtigung auf Forderungen durchgeführt. Im Vorjahr gab es minimale Forderungsverluste eines Kunden. Pauschalwertberichtungen von Forderungen wurden weder im Geschäfts- noch im Vorjahr eingestellt.

Das Zinsergebnis ist wie im Vorjahr geprägt von hohen Zinsaufwendungen aus Darlehen von der DLF Deutschland GmbH.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) beträgt TEUR 94 (Vorjahr: TEUR -3.120). Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2020/2021 ein Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 540 (Vorjahr: TEUR 3.956) erzielt, der aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichen worden ist. Insgesamt wurde die Prognose aus dem Vorjahr übertroffen und die Geschäftsentwicklung ist als sehr zufriedenstellend einzuschätzen.

2.4 Finanz- und Vermögenslage

Unsere Gesellschaft weist eine solide Vermögens- und Finanzlage auf. Die Gesellschaft finanziert sich ohne Inanspruchnahme von Bankkrediten. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch Darlehen der Muttergesellschaft (DLF Deutschland GmbH). Die Liquidität ist außerdem durch die Unterstützung der DLF Deutschland GmbH sichergestellt.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 23 und ist unverändert zum Vorjahr wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,13 % (Vorjahr: 3,59 %) der Bilanzsumme, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen mit 88,01 % (Vorjahr: 90,50 %) der Bilanzsumme den höchsten Passivposten dar. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.404 (Vorjahr: TEUR 1.556) entsprechen 5,27 % (Vorjahr: 4,66 %) der Bilanzsumme.

Das Anlagevermögen ist gekennzeichnet durch hohe immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 17.867 (Vorjahr: TEUR 20.662), die 67,04 % (Vorjahr: 61,97 %) der Bilanzsumme entsprechen. Auf den Geschäfts- und Firmenwert entfallen TEUR 13.227 (Vorjahr: TEUR 15.372) und TEUR 4.637 (Vorjahr: TEUR 5.285) auf den Kundenstamm. Der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der planmäßigen Abschreibung.

Das Sachanlagevermögen beträgt TEUR 2.684 (Vorjahr: TEUR 2.588) und entspricht 10,07 % (Vorjahr: 7,76 %) der Bilanzsumme. Die technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 1.647 (Vorjahr: TEUR 1.605) stellen dabei den höchsten Posten dar.

Der Vorratsbestand beträgt TEUR 726 (Vorjahr: TEUR 633). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 660 (Vorjahr: TEUR 511).

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe TEUR 3.215 zum 30. Juni 2021 sind gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 8.285 im Wesentlichen aufgrund der Teilrückzahlung des langfristigen Darlehens der Muttergesellschaft über Forderungen aus Ergebnisabführung gegenüber der Gesellschafterin gesunken.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Steuerung stützt sich die Gesellschaft auf monatliches Reporting, indem vor allem die Kennzahlen Umsatzerlöse und EBIT betrachtet werden.

Umsatzerlöse und EBIT wurden bereits in Punkt 2.3 erläutert.

2.6 Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir aktuell, trotz Corona Pandemie, als zufriedenstellend ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung entspricht der nachgebesserten Planung (Budget).

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Die Risiken sind nach ihrer Bedeutung in absteigender Reihenfolge dargestellt.

Als wesentliche Risiken sehen wir weiterhin die Folgen der Covid-19-Pandemie und damit die Unsicherheit über Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens und die damit eventuell verbundenen staatlichen Einschränkungen sind nicht absehbar und können einen erheblichen Einfluss auf Absatz und Produktion nehmen.

Die Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat sich Mitte 2021 aufgrund des Fortschritts bei der Impfung leicht verbessert. Sollte sich die Situation in der zweiten Jahreshälfte 2021 wieder verschlechtern und die Regierung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erneute Einschränkungen veranlassen, ist von einem deutlichen Umsatzeinbruch auszugehen.

Es besteht weiterhin das Risiko von Erhöhungen der Rohstoffpreise sowie der Verteuerung von Treibstoff- und Energiepreisen, welche einen direkten Einfluss auf die Logistikkosten haben. Ein möglicher Preisanstieg kann unter Umständen nicht oder nur teilweise und zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden, was zu einer Reduzierung der Profitabilität führen kann. Um diese Risiken zu mindern, versucht die Gesellschaft für einen längeren Zeitraum Lieferverträge abzuschließen.

Aufgrund der Corona-Pandemie besteht das Risiko, dass Großkunden weniger Waren bestellen könnten, bzw. Kunden aufgrund von Umsatz- und Ertragseinbrüchen in finanzielle Schwierigkeiten geraten können. Aufgrund des direkten langjährigen Kontaktes sowie einer permanenten Überwachung der Kunden und einer Kreditabsicherung schätzen wir dieses Risiko als gering ein.

Auf Grund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens und aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages sind Liquiditätsrisiken zurzeit nicht erkennbar.

Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen.

3.2 Chancenbericht

Das Marktsegment "Artisan-Brot" gewinnt weiterhin zunehmend an Bedeutung. Deshalb gehen wir davon aus, sowohl innerhalb des Konzerns (Intra-Group) als auch bei den bestehenden Kunden der Heinz Bakery, neue Geschäfte zu gewinnen.

Trotz der anhaltenden Corona Pandemie gibt es von Seiten der Kunden viele Anfragen für unsere handwerklich hergestellten Brötchen und Brote.

Aktuell liegen uns einige Ausschreibungen von verschiedenen Lebensmittel-Einzelhandelsketten (LEH) und anderen Großkunden vor. Wir sehen hier kurz- und mittelfristig einige Potentiale das Geschäft weiter auf- und auszubauen.

Dank verschiedener Innovationen aus unserem Haus, sind wir für den Handel (LEH), Großhandel (Food Service) und Bäckereien, ein gefragter Hersteller und Lieferant.

4. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Aufgrund des steigenden Impfstatus in der Bevölkerung, insbesondere in den älteren Bevölkerungsschichten, ist davon auszugehen, dass sich die epidemische Lage in Deutschland entspannt. Somit werden auch über das Winterhalbjahr deutlich geringere Einschränkungen des öffentlichen Lebens erwartet. In diesem Zusammenhang erwartet die Gesellschaft eine deutlich höhere Nachfrage als im Vorjahr und somit einen deutlichen Umsatzanstieg. Aktuell zeigt sich jedoch ein deutlicher Anstieg der Rohstoffkosten sowie der Treibstoff- und Energiekosten. Eine Erhöhung dieser Produktionskosten kann nur bedingt und zeitverzögert im Markt umgesetzt werden und wird somit nur zu einer leichten Steigerung des Rohertrages führen. Pandemiebedingte Kosteneinsparungen werden nicht mehr in voller Höhe erreicht werden können. Somit wird ein leicht verbessertes EBIT erwartet. Die Prognose beruht auf der weiter anhaltenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der Corona Pandemie.

 

Altdorf, 30. August 2021

Achim Zimmermanns

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Heinz Bakery GmbH, Altdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heinz Bakery GmbH, Altdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heinz Bakery GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 13. Oktober 2021

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rüger, Wirtschaftsprüfer

Penzkofer, Wirtschaftsprüfer

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