Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Hersfeld HRB 2153
Vorher
Blitz 06-657 GmbHPerformance Fibers GmbHDuraFiber Technologies (DFT) GmbH
Eingetragen
10.3.2006
Branche
Herstellung von Glasfasern und Waren darausHerstellung von ChemiefasernHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Polyesterfasern und anderen synthetischen Fasern

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Ströer
seit 20.6.2023
Prokura
Matthias Heß
seit 15.3.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
mertus 352. GmbHEigenbeteiligung
90.00%
10.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
mertus 352. GmbH
Germany
22.500 €
90.00%
TFF Management II UG (haftungsbeschränkt)
Germany
2.500 €
10.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

The FilamentFactory GmbH

Bad Hersfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.399,00 258.901,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.544,00 132.725,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.451.596,50 2.790.449,45
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.056.203,00 949.924,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 137.131,45 29.979,68
3.759.474,95 3.903.078,13
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.600,00 1.600,00
1.600,00 1.600,00
3.785.473,95 4.163.580,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.469.474,45 3.312.005,38
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.097.755,77 977.708,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 9.073.143,16 8.684.585,14
14.640.373,38 12.974.298,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.161.492,23 4.933.052,14
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.848.037,84 1.860.775,12
9.009.530,07 6.793.827,26
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten Kreditinstituten und Schecks 1.784.658,10 3.903.049,17
25.434.561,55 23.671.174,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 94.929,00 131.771,00
D. Aktive Latente Steuern 3.594.000,00 3.794.000,00
32.908.964,50 31.760.526,07

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 23.348.946,57 23.348.946,57
III. Verlustvortrag -12.350.143,88 -13.984.827,09
IV. Jahresüberschuss 682.339,98 1.634.683,21
11.706.142,67 11.023.802,69
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.513.707,00 8.934.696,00
2. Steuerrückstellungen 208.320,00 393.485,00
3. sonstige Rückstellungen 5.107.787,91 3.421.614,00
13.829.814,91 12.749.795,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.479.584,17 5.717.568,55
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.024.796,04 (Vorjahr: € 1.200.000,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.782.543,62 2.255.530,92
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.782.543,62 (Vorjahr: € 2.255.530,92)
3. sonstige Verbindlichkeiten 110.879,13 13.828,91
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 110.879,13 (Vorjahr: € 13.828,91 ) 7.373.006,92 7.986.928,38
- davon aus Steuern: € 105.231,85 (Vorjahr: € 0,00)
32.908.964,50 31.760.526,07

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

Vorjahr
01.01.-31.12.2022 01.01.-31.12.2021
1. Umsatzerlöse 70.194.474,00 61.539.823,26
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 508.605,79 1.398.022,35
3. andere aktivierte Eigenleistungen 21.937,50 219.706,50
4. sonstige betriebliche Erträge 9.884.315,56 2.455.143,27
- davon Erträge aus Währungsumrechnungen: € 803.447,07 (Vorjahr: € 740.153,70)
80.609.332,85 65.612.695,38
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren 30.948.361,12 25.486.368,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.535.586,32 6.245.277,39
48.483.947,44 31.731.646,30
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.804.792,82 14.430.882,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.896.783,81 3.693.355,18
- davon für Altersversorgung: -170.814,45 € (Vorjahr: 663.430,28 €)
15.701.576,63 18.124.237,75
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 935.270,09 651.417,10
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.307.124,76 12.717.832,13
- davon Verluste aus Währungsumrechnungen: € 581.297,73 (Vorjahr: € 435.303,86)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 349.346,24 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 784.684,54 392.116,25
- davon aus Abzinsungen: € 162.709,00 (Vorjahr: € 196.054,00)
10. Ergebnis vor Steuern 746.075,63 1.995.445,85
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 62.080,65 358.819,02
12. Ergebnis nach Steuern 683.994,98 1.636.626,83
13. sonstige Steuern 1.655,00 1.943,62
14. Jahresüberschuss 682.339,98 1.634.683,21

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

A. Allgemeine Angaben

Der Abschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den geltenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde vorwiegend der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Sitz der Gesellschaft ist Bad Hersfeld. Die Eintragung Im Handelsregister erfolgte beim Amtsgericht Bad Hersfeld unter der Nummer HRB 2153.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert zum Vorjahr das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände werden von einem Wert bis 150,00 EUR im Zugangsjahr voll als Betriebsausgaben abgesetzt. Wirtschaftsgüter von einem Wert zwischen 150,00 EUR und 800,00 EUR werden, den steuerlichen Vorschriften entsprechend, im Geschäftsjahr abgeschrieben. Mit der vollständigen Abschreibung werden diese geringwertigen Vermögensgegenstände im Anlagespiegel als fiktive Abgänge ausgewiesen. Der bereits bestehende Sammelposten wird weiterhin über insgesamt 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bewertungsansätzen, wurde zum Bilanzstichtag analog zum Vorjahr ausgeübt. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Method" (PUC- Methode) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Sonstige Rückstellungen wurden für alle weiteren erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang Sicherheiten.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls und zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Aktive latente Steuern

Der Ausweis der aktiven latenten Steuern beruht sowohl auf Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerlichen Bilanzansatz bei den folgenden Vermögensgegenständen und Schulden und als auch auf den körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen:

Differenzposition 2022 2021
T€ T€
Pensionsverpflichtungen 3.263 3.586
Gesamt 3.263 3.586

Hieraus ergeben sich aktive latente Steuern i.H.v. TEUR 990 (VJ: TEUR 1.088). Bei der Bewertung wurde, wie im Vorjahr, ein Steuersatz von 30,35 % zugrunde gelegt. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 (1) HGB wurde zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr ausgeübt.

Die Gesellschaft hat körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge jeweils im zweistelligen Mio. EUR Bereich, die im Rahmen der zukünftigen Verlustverrechnung berücksichtigt wurden.

Die auf Basis der vorliegenden Unternehmensplanung für die folgenden fünf Geschäftsjahre berechneten aktiven latenten Steuern auf Grund der zukünftigen Nutzung von Verlustvorträgen betragen insgesamt 2.604 TEUR (VJ.: 2.706 TEUR).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:

31.12.2022
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 1,79 %
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 0,00 %
Erwartete Rentensteigerungen 1,75 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2018G

Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass - auch wenn stets das komplette Spektrum der abgestimmten Prämissen ausgewiesen ist - der Einkommens- und BBG-Trend aufgrund der Schließung des Versorgungssystems bei den Pensionsverpflichtungen keinen Einfluss mehr hat.

Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre It. Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Auf Grundlage des durchschnittlichen Marktzinses der letzten 7 Jahre in Höhe von 1,44% ergäbe sich eine um TEUR 338 höhere Rückstellung. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten die folgenden Beträge:

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Kundenboni 270 300
Urlaub/Überstunden/sonstige Personalaufwendungen 1.082 1.335
Ausstehende Rechnungen 2.027 855
Gewährleistungen 1.478 853
Sonstige 251 79
5.108 3.422

Verbindlichkeitsspiegel

Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.480 2.025 3.455 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.783 1.783 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 111 111 0 0
7.374 3.919 3.455 0

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Rechnungszins für die Abzinsung auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen TEUR 338
Aktive latente Steuern TEUR 3.594
Gesamt TEUR 3.932

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

T€
2023 4.178
2024 3.928
2025 3.885
2026 3.719
Folgejahre 3.720
19.430

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

Bestellobligo

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen aus Investitionsvorhaben gegenüber Lieferanten (Vj. TEUR 0).

Umsatzerlöse nach Regionen

2022 2021
T€ T€
Deutschland 28.453 24.885
Sonstiges Europa 23.435 18.661
Amerika, Asien, Australien und übrige 18.306 17.994
70.194 61.540

Abschreibungen

2022 2021
T€ T€
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 935 651

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. insgesamt 9.884 TEUR bestehen im Wesentlichen aus Versicherungsentschädigungen (2.537 TEUR), Erträgen aus der Währungsumrechnung (803 TEUR), Erträgen aus dem Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP, 4.089 TEUR), Erträgen aus Weiterberechnungen an den Grundstückseigentümer (2.161 TEUR), sowie Erträgen aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen (203 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. insgesamt 14.309 TEUR setzen sich im Wesentlichen aus Mietaufwendungen (2.667 TEUR), Fremdleistungen und Betriebsbedarf (4.317 TEUR) sowie Frachtkosten (2.519 TEUR) zusammen. Weiterhin sind Reparaturen und Instandhaltung der Gebäude (1.641 TEUR), Neueinstellungen in Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (175 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (581 TEUR) enthalten. Ebenso zu erwähnen sind Vermittlungsprovisionen (249 TEUR) und Leasingkosten (301 TEUR).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind 200 TEUR Steueraufwand aus der Veränderung bilanzierter aktiver latenter Steuern enthalten. (VJ: Steuerertrag 30 TEUR). Außerdem wurde ein Steuerertrag für frühere Jahre i.H.v. 138 TEUR (VJ: Steueraufwand 180 TEUR) gebucht. Das Jahresergebnis vor Steuern ist unter 1 Mio EUR und somit steuerfrei (teilweiser Abzug des vorhandenen Verlustvortrages). Für das Vorjahresergebnis betrug der Steueraufwand 358 TEUR.

D. Sonstige Pflichtangaben

Angaben zur Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Matthias Heß ist hauptberuflich als Managing Director der The FilamentFactory GmbH, Bad Hersfeld tätig.

Florian Mitzscherlich war seit dem Jahr 2018 als Managing Director Commercial & Finance der The FilamentFactory GmbH, Bad Hersfeld tätig, schied jedoch zum 31.12.2022 aus dem Unternehmen aus.

Vergütungen der Geschäftsführer

Über die Vergütungen der Geschäftsführer erfolgen keine Angaben, da die Voraussetzungen zur Anwendung des § 286 (4) HGB vorliegen.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Angaben zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen unterbleiben in Anwendung von § 285 Nr. 21 HGB. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit unternehmensfremden Dritten üblich sind.

Gebildete Rückstellungen für Geschäftsführer

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen sind voll durch Rückstellungen abgedeckt. Auch hier findet die Schutzklausel nach § 286 (4) HGB Anwendung.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

1.1.-31.12.2022 1.1.-31.12.2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 280 308
Angestellte 46 47
Auszubildende 12 10
338 365

Off-Balance-Geschäfte

Folgende Off-Balance-Geschäfte sind zu erwähnen:

1. Offenes Factoring/ Inhouse Factoring

Seit dem 12.08.2020 besteht mit der VR-Factoring GmbH ein Vertrag bzgl. eines Offenen- Inhouse-Factoring-Verfahrens. Soweit es sich um die Sicherheitseinbehalte und die Verfügbarkeit auf verkaufte Forderungen handelt, erfolgte der Ausweis unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Die an die VR-Factoring GmbH abgetretenen Kontokorrentkonten bei der Commerzbank AG und der Volksbank Kassel-Göttingen eG wurden ebenfalls unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, da eine wirtschaftliche Verfügbarkeit ausgeschlossen ist. Der wesentliche Vorteil des Offenen Factorings ist die kurzfristige Verfügbarkeit über liquide Mittel.

2. Sale-and-Lease-Back-Vertrag:

Um die langfristige Liquidität zu sichern wurden die Betriebsgebäude in Bad Hersfeld in 2006 verkauft und vom Käufer für 20 Jahre angemietet. Die Miete beträgt, aufgrund einer Mietvertragsanpassung, aktuell 2,5 Mio. EUR p.a. mit einer jährlichen Preisanpassungsklausel.

3. Leasinggeschäfte:

Leasinggeschäfte sind im Zusammenhang mit Firmenfahrzeugen und Maschinen getätigt worden. Die Verträge sind jeweils mit einer Mindestlaufzeit von 36 Monaten abgeschlossen worden. Die Leasingkosten belaufen sich im Berichtsjahr auf ca. 464 TEUR jährlich.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt 49,4 TEUR. Hiervon entfallen 42 TEUR auf Abschlussprüfungsleistungen und 7,4 TEUR auf sonstige Leistungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der The FilamentFactory GmbH haben können, haben sich wie folgt ereignet:

Der Geschäftsführer Florian Mitzscherlich, geb. 07.12.1980, hat das Unternehmen zum 31.12.2022 verlassen. Die Austragung aus dem Handelsregister erfolgte am 21.03.2023.

Auf Grund der durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegenen Energiepreise (Strom und Gas) sowie der ebenfalls stark gestiegenen Frachtpreise (Energiezuschläge) wurde ein Bankkredit i.H.V. insgesamt 4 Mio. EUR (KfW-Sonderprogram UBR 2022 - Mittelstand) beantragt und bewilligt. Die Auszahlung dieses Kredit erfolgt Ende März / Anfang April 2023 (jeweils 50% DZ-Bank und Volksbank).

Im Geschäftsjahr 2023 gab es eine Lohnsteuerprüfung des Finanzamtes Fulda für die Jahre 2019-2022. Die Prüfung ist abgeschlossen, es liegen jedoch noch keine endgültigen Bescheide vor. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Prüfung wurden im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 berücksichtigt.

Z.Zt. läuft eine Betriebsprüfung des Finanzamtes Kassel für die Jahre 2018-2021. Diese Prüfung ist noch nicht abgeschlossen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von 682.339,98 EUR nach Steuern in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bad Hersfeld, 15. Dezember 2023

Matthias Heß, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Umbuchungen/ Umgliederungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.098.241,12 - - 838.099,50 5.260.141,62
6.098.241,12 - - 838.099,50 5.260.141,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 257.855,59 - - 10.862,68 246.992,91
2. technische Anlagen und Maschinen 11.533.185,67 75.645,97 131.281,33 1.200.241,75 10.539.871,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.732.357,17 53.242,83 245.306,78 419.145,74 1.611.761,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.979,68 483.739,88 -376.588,11 137.131,45
13.553.378,11 612.628,68 - 1.630.250,17 12.535.756,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
2. Beteiligungen 1.600,00 - - - 1.600,00
3. sonstige Ausleihungen - - - -
1.600,00 - - - 1.600,00
19.653.219,23 612.628,68 - 2.468.349,67 17.797.498,24
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.839.339,13 234.502,99 838.099,50 5.235.742,62
5.839.339,13 234.502,99 838.099,50 5.235.742,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 125.130,59 17.727,12 10.408,80 132.448,91
2. technische Anlagen und Maschinen 8.742.736,22 490.795,07 1.145.256,57 8.088.274,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 782.433,17 192.244,91 419.120,04 555.558,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - -
9.650.299,98 700.767,10 1.574.785,41 8.776.281,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
2. Beteiligungen - - - -
3. sonstige Ausleihungen - - - -
- - - -
15.489.639,11 935.270,09 2.412.884,91 14.012.024,29
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.399,00 258.901,99
24.399,00 258.901,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 114.544,00 132.725,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.451.596,50 2.790.449,45
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.056.203,00 949.924,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 137.131,45 29.979,68
3.759.474,95 3.903.078,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - -
2. Beteiligungen 1.600,00 1.600,00
3. sonstige Ausleihungen - -
1.600,00 1.600,00
3.785.473,95 4.163.580,12

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022

The FilamentFactory GmbH, Bad Hersfeld

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Allgemeines und Geschäftsmodell

The FilamentFactory GmbH ist einer der qualitativ führenden Hersteller von Polyesterfilamenten und sonstigen synthetischen Filamenten mit seinem alleinigen Standort in Bad Hersfeld. Die Gesellschaft produziert hochwertige Filamente für einen großen Kundenkreis und deren vielfältigen technischen Anwendungsgebiete.

Ziele und Strategien

Die Hauptziele der Gesellschaft sind

1.

Optimierung des Produktportfolios auf Basis strategischer und wirtschaftlicher Vorgaben

2.

Stärkung und Weiterentwicklung bestehender Kundenbeziehungen

3.

Anwendungsorientierte Entwicklung und Vertrieb von Spezialitäten

4.

Erschließung neuer Märkte und Gewinnung neuer Kunden

5.

Flexibilisierung und gezielte Erweiterung der Produktionskapazitäten

Zukunftspotentiale liegen in den Megatrends Nachhaltigkeit EcO PET sowie PLA, E-Mobilität (PPS) und Gesundheit/Medizin (FDA). Darüber hinaus werden technische Multifilamente (PEI) zunehmend als Substitute im Leichtbaubereich (Luftfahrt) eingesetzt.

TFF konzentriert sich auf Kunden und Anwendungen, die höchste Anforderungen an die Materialeigenschaften stellen.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2022 wurde konsequent der Grad der Spezialisierung weiter vorangetrieben und das Portfolio diversifiziert wie auch ausgebaut.

Ebenso erfolgte eine Ergänzung des Produktportfolios im Sinne der Nachhaltigkeit durch die Erweiterung der Produktpalette mit EcO PET sowie PLA (biologisch abbaubares Polyester).

Neben der Flexibilität des mehrstufigen Produktionsprozesses verfügt TFF durch spezielle Anlagen über die Möglichkeit verschiedene Masterbatche (Additive) in kleinen Losgrößen in den laufenden Produktionsprozess zu integrieren und somit "Funktionalität" ins Garn zu bringen.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Textil ( Quelle: Verband Textil- & Mode, Konjunkturbericht 02.2023):

Die Konjunkturzahlen des Jahres 2022 sind im Vorjahresvergleich überwiegend positiv. Allerdings haben die Coronakrise und der Ukraine-Krieg die Branche stark belastet:

Die Rohstoffpreise und die Energiekosten sind massiv gestiegen. Auch Logistik, Inflation, steigende Zinsen und Verfügbarkeiten hatten teils massive finanzielle Auswirkungen.

Zwar stiegen die Umsätze über sämtliche Teilsegmente hinweg, aber den nominalen Umsatzsteigerungen stehen die extremen Kostensteigerungen gegenüber.

Dadurch kamen die Renditen stark unter Druck, insbesondere im Textilsegment.

Die Bedeutung der Auslandsmärkte steigt weiterhin.

Die Exporte und die Umsätze mit dem Ausland haben wesentlich zu den positiven Zahlen des Jahres 2022 beigetragen. Der Ukraine-Krieg brachte weitere Verwerfungen, die die Einschätzungen und Perspektiven der Unternehmen weiter eintrübten. Die Unternehmen bauen aktuell nur zögerlich Personal auf. Allgemeinen zeigen sich die Unternehmen wieder etwas optimistischer, allerdings ist das Konjunkturklima noch nicht auf Vorkrisenniveau.

Insgesamt schließt das Jahr 2022 mit einem Umsatzplus von +8,8 % im Textilsegment "technische Textilien" ab.

Perspektiven 2023:

Die Umfrage des Gesamtverbandes Textil + Mode zum Anfang des Jahres 2023 zeigt, dass sich die Lageeinschätzung und die kurzfristigen Erwartungen verschlechtert haben.

Allerdings wurde die Vorjahresumfrage vor der Ukraine-Invasion abgeschlossen.

Dennoch kann insbesondere bei Textil nicht davon ausgegangen werden, dass die Krise bereits überwunden ist, da die Unternehmen die Situation eher etwas schlechter im Vergleich zum Vorkrisenniveau einschätzen.

Automobilzulieferer (Quelle: Pressemeldung vom Verband der Automobilindustrie - VDA):

Internationale Automobilmärkte 2022: Europa, Japan und USA mit Rückgängen.

Die internationalen Automobilmärkte waren im Jahr 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK), Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten ein besseres Ergebnis auf den internationalen Automobilmärkten. Insgesamt blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau. Es wurden 71,2 Millionen Pkw abgesetzt.

Für das Jahr 2023 geht der VDA für den Pkw-Weltmarkt von einem Plus von 4 Prozent auf 74,0 Mio. Einheiten aus. Im Jahr 2022 wurden auf dem europäischen Pkw-Markt 11,3 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit blieb auch im vergangenen Jahr die Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen der beiden Vorjahre aus. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Absatz im zurückliegenden Jahr um 29 Prozent reduziert.

Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr mehrheitlich negativ: Während die Neuzulassungen in Deutschland um 1 Prozent zulegten, reduzierte sich das Marktvolumen im Vereinigten Königreich (-2 Prozent), Spanien (-5 Prozent) und in Frankreich (-8 Prozent). In Italien reduzierte sich das Neuzulassungsvolumen gar um 10 Prozent. Im Dezember legte der europäische Pkw-Markt gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 Prozent auf 1,1 Mio. neuzugelassene Pkw zu. Das negative Jahresergebnis aber konnte auch dieser Jahresendspurt nicht verhindern.

2022 hat sich der weltweite Vormarsch der Elektromobilität bei den Pkw-Neuzulassungen fortgesetzt. Mit rund 12 Mio. global neu zugelassenen Pkw mit einem elektrischen Antrieb (BEV, PHEV oder FCEV) wurde der Vorjahresrekord von 7,5 Mio. Einheiten deutlich übertroffen. Allerdings hat sich das relative Wachstum, das 2021 noch über 100 Prozent betrug, mit +60 Prozent etwas abgeschwächt. Das ist aufgrund der nun erreichten, signifikanten Stückzahlen bei einem Hochlauf einer neuen Antriebstechnik völlig normal. Inzwischen wird bereits jeder sechste global verkaufte Pkw elektrisch angetrieben. Hiervon sind mit 8,7 Mio. Einheiten 73 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent) rein elektrische BEV-Fahrzeuge. Die Brennstoffzelle (FCEV) spielt mit unverändert 15 Tsd. Stück weiterhin keine Rolle. Der Rest entfällt auf Plug-In Hybride (PHEV). Die Transformation vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor, die in Anbetracht des ehrgeizigen UN-Klimaziels nötig ist, ist in der Automobilindustrie somit in vollem Gange. Es ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung in den verschiedenen Märkten recht heterogen ist, im Allgemeinen kann man sagen, dass es eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Beziehung zwischen Wohlstand und Durchdringung des Marktes mit Elektro-Pkw gibt. Außerdem spielen Incentives und gesetzliche Vorgaben, z.B. bzgl. CO 2 -Grenzwerten eine wichtige Rolle.

Weitere Geschäftsentwicklung

Trotz der weiterhin schwachen Automobilproduktion in Europa in 2022 (ca. 13 Mio. PKW's), welche sich zum Jahr 2021 nicht signifikant erholen konnte, hat die TFF die Umsätze im vergangenen Jahr 2022 um ca. 14,5% steigern können (TFF ist hauptsächlich im Segment der PKW Premiumhersteller vertreten).

Die TFF hat im Jahr 2022 die Portfoliobereinigung weiter vorangetrieben und sich von nicht profitablen Produkten getrennt. Dadurch konnte der Fokus noch stärker auf die Spezialitäten Garne sowie High-End Anwendungen gelegt werden. Marktanteile im Commodity Bereich wurden dadurch gezielt verringert. Mit den freigewordenen Kapazitäten wurde in globalen Nischenmärkten die Marktpräsenz weiter gefestigt und ausgebaut.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2022 waren im Unternehmen 326 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 350). Davon waren 12 Auszubildende.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung werden weiterhin die folgenden Leistungsindikatoren verfolgt: Absatzvolumen, Umsatz und Ergebnis nach Steuern. Das Kostencontrolling und die Produktkostenrechnung konnte weiter optimiert werden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltiges Wirtschaften ist fest in der Unternehmensstrategie verankert. Mit unserer Ingenieurskompetenz ermöglichen wir unseren Kunden, sich Vorteile im weltweiten Wettbewerb zu erarbeiten sowie innovative Produkte wirtschaftlich und ressourcenschonend herzustellen. Grundlage dafür ist eine verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung.

Die Themen Arbeitsschutz, Umweltschutz und Compliance sind in der Gesellschaft fest verankert und genießen höchste Priorität.

Durch regelmäßige Projekte und interne Schulungen wird das Sicherheits- und Umweltbewusstsein aller Mitarbeiter gestärkt und gefestigt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Verhinderung von Vorfällen durch konsequentes Beseitigen erkannter Gefährdungen.

Die unter dem Stichwort Compliance zusammengefasste Forderung nach Einhaltung aller Bestimmungen aus staatlichen Genehmigungen und Befolgung aller Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften ist in der Firmenpolitik gefordert; deren Umsetzung wird durch regelmäßig stattfindende interne Audits gewährleistet und durch externe Audits zertifiziert (DIN EN ISO 14001, DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 50001). Bereits im Jahr 2019 konnten wir unsere recycelte Produktlinie (R-PET) zudem erfolgreich nach den Richtlinien der Global Recycling Standard (GRS) zertifizieren.

Im Berichtsjahr ereigneten sich weder umweltrelevante Vorfälle, noch wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse von 61,5 Mio. EUR auf 70,2 Mio. EUR. Diese Erhöhung ist dadurch begründet, dass die TFF Preissteigerungen in den Bereichen Rohstoffe und Energie zum großen Teil an unsere Kunden weitergeben konnten.

Der Anstieg des Materialaufwands resultiert aus gestiegenen Beschaffungskosten im Material- und Energiebereich. Insbesondere die durch den Ukraine-Konflikt ausgelöste Energiekrise auf den Energiebeschaffungsmärkten hat den Materialaufwand signifikant belastet. Im Berichtsjahr belaufen sich die Energiebeschaffungskosten auf rd. 25% der erzielten Umsatzerlöse, gegenüber 10% im Vorjahr. Die Materialaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr entsprechend von 50,2% auf 68,6% im Berichtsjahr erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr von 2,45 Mio. EUR auf 9,88 Mio. EUR gestiegen. Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus einer Erstattung aus der Betriebsunterbrechungsversicherung (2,5 Mio. EUR) und steuerpflichtigen Zuschüssen aus dem Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP, 4,09 Mio. EUR). Erträge aus Weiterberechnungen an den Vermieter (insb. mietvertraglich festgelegte Baukostenzuschüsse beliefen sich auf 2,16 Mio. EUR). Die Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen trug mit 0,2 Mio. EUR zu den sonstigen betrieblichen Erträgen bei, die Erträge aus Währungsdifferenzen mit weiteren 0,74 Mio. EUR.

Die Personalkosten betrugen 15,7 Mio. EUR (VJ: 18,12 Mio. EUR) und sind aufgrund von Anpassungen in der Mitarbeiteranzahl sowie durch die Kurzarbeit und damit einhergehenden geringeren Produktionstätigkeiten gesunken.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Instandhaltungsverpflichtungen aus dem Mietvertrag des Betriebsgrundstücks in Höhe von 1,6 Mio. EUR zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 682 TEUR (VJ: 1,63 Mio. EUR).

Der Absatz von Fertigwaren von 17.365 Tonnen sowie der Umsatz von 70,2 Mio. EUR lag leicht über den Erwartungen, das Volumen ist absolut rückläufig gegenüber dem Vorjahr, in einzelnen Segmenten aber gestiegen. Volumen- und Umsatz konnten in den Segmenten wie textiles bauen (coated fibers and fabrics CFF) und Autosicherheitsgurt (automotive safety AS) wieder auf vor Corona Niveau gesteigert werden. Die Spezialitäten wie PPS waren der Bereich der die größten Zuwächse verzeichnen konnte.

Finanzlage / Cash Flow

Der negative Cash Flow i.H.v. -2.118 TEUR setzt sich zusammen aus dem negativen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit i.H.v. -832 TEUR, dem negativen Cash Flow aus Investitionstätigkeit i.H.v. -263 TEUR sowie dem negativen Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. -1.023 TEUR.

Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der laufenden Zahlungsverpflichtungen und die langfristige Sicherstellung der Liquidität bzw. das rechtzeitige Erkennen von Liquiditätsengpässen und deren Gegensteuerung.

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus dem Verkauf von Forderungen. Die bestehenden Kontokorrentlinien i.H. von 3,7 Mio. EUR bieten eine sehr gute finanzielle Absicherung und wurden in Höhe von 0,82 Mio. EUR in Anspruch genommen.

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen von rund 612 TEUR (VJ: 1.064) TEUR getätigt. Das Investitionsvolumen wurde im Wesentlichen für die Prozessautomatisierung und -flexibilisierung in der Produktion und neue Werkzeuge verwendet.

Die Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren fälligen Zahlungs- und Tilgungsverpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen.

Liquiditätsbeschaffung (Finanzierung)

Seit dem 01. August 2020 arbeitet die TheFilamentFactory GmbH mit der VR Factorem GmbH zusammen. Die angekauften Forderungen, abzüglich eines Sicherheitseinbehalts, werden TheFilamentFactory GmbH als Verfügbarkeit eingeräumt, gegen die die The FilamentFactory GmbH dann Liquiditäts-Abrufe tätigt. Der Sicherheitseinbehalt wird zusammen mit der verbleibenden Verfügbarkeit unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Auf Grund der insgesamt zufriedenstellenden Liquiditätslage werden bis zum Jahresende 2023 die USD- Forderungen aus dem Faktoring herausgenommen. Die EUR-Forderungen sollen auf Umsätze in Deutschland und der EU beschränkt werden.

Vermögenslage

Im Berichtszeitraum sank das Anlagevermögen um 378 TEUR und das Umlaufvermögen erhöhte sich um 1.527 TEUR.

Die Minderung des Anlagevermögens ergibt sich im Wesentlichen daraus das Neuanschaffungen für die Prozessautomatisierung und -flexibilisierung in der Produktion und neue Werkzeuge unterhalb der planmäßigen Abschreibungen lagen.

Die Veränderung im Umlaufvermögen setzt sich zusammen aus der Erhöhung des Vorratsvermögens um 1.666 TEUR aus höheren Beständen sowie Bewertung der Vorräte nach dem Niederstwertprinzip, der Minderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 772 TEUR, der Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände um 2.987 TEUR (davon 1.820 TEUR aus den EKDP sowie Forderungen an Versicherungen 500 TEUR) sowie einer Verminderung der Bank- und Kassenbestände um 2.118 TEUR.

Insgesamt erhöhte sich das Gesamtvermögen gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 um 1.148 TEUR und erreicht 32.909 TEUR zum 31. Dezember 2022.

Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 682 TEUR auf Grund des im Geschäftsjahr 2022 erzielten Jahresüberschusses.

Die Pensionsrückstellungen verminderten sich um 420 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 1.687 TEUR aufgrund von höheren Gewährleistungsrückstellungen für Kunden (+625 TEUR) sowie höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (+1.172 TEUR), insbesondere in Bezug auf Energiekosten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2022 bestehen in Höhe von 3.455 TEUR aus dem Bundesnotfallprogramm zur Unterstützung von Unternehmen in der Corona- Pandemie. Diese Darlehen wurden von der KfW vergeben und haben eine Laufzeit von 5 Jahren. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 2.025 TEUR. Kurz- bis mittelfristige Finanzierungen in Form von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 474 TEUR auf 1.783 TEUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum um 97 TEUR auf 111 TEUR.

GESAMTAUSSAGE

Die Geschäftsführung beurteilt zusammenfassend den Verlauf des Geschäftsjahres positiv und die Umsetzung der strategischen Ziele wie auch weiter vorangetriebene Portfoliobereinigung trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen wie Energiepreisexplosion und angespannten Lieferketten als gelungen. Im Prognosebericht 2021 wurde ein Jahresüberschuss vor Steuern von 1,3 - 2,4 Mio. EUR für 2022 geplant. Dieser konnte aufgrund der stark gestiegenen Beschaffungskosten für Energie in 2022 nicht erreicht werden. Der Absatz von Fertigwaren von 17.365 Tonnen sowie der Umsatz von 70,2 Mio. EUR lag leicht über den Erwartungen, das Volumen ist absolut rückläufig gegenüber dem Vorjahr, in einzelnen Segmenten aber gestiegen.

Ein hoher Wettbewerb und Preisdruck ist nach wie vor gegeben, dem stellt sich die Gesellschaft durch die ausgewiesene Nischenstrategie mit innovativen Produktentwicklungen und marktreifen Produktlösungen entgegen. Marketingstrategien wurden verfestigt und die Präsenz auf den globalen Märkten durch neue Vertriebspartner weltweit verstärkt.

PROGNOSE SOWIE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Prognose 2023 / 2024

Die Umstrukturierung des Vertriebs und Customer Service konnte in 2022 weiter verfestigt werden. Zusätzlich konnten weitere internationale Vertriebspartnerschaften gewonnen werden, wodurch das Unternehmen gut für das Jahr 2023 aufgestellt ist und den Kunden sowohl im heimischen und europäischen, wie auch im internationalen Markt eine sehr gute qualitative und auch quantitative Betreuung gewährleistet. Für das Jahr 2023 ist ein Margenanstieg von ca. 10% vs. 2022 geplant.

Der Produktmix wird weiterhin bereinigt und Neuentwicklungen in nachhaltige Polyestertypen sowie neue Hochleistungspolymere parallel vorangetrieben.

Die eingeführte Unternehmensstrategie weiterhin konsequent verfolgt und Teile der Commodity Produkte durch technische Nischenprodukte ersetzt.

Energiepreise und Verbräuche sind aktuell mehr denn je ein zentraler Einflussfaktor, der die Profitabilität signifikant beeinflussen wird. Smartes Produktmanagement ist daher unerlässlich.

Die Produktionsmengen von Produkten mit hoher spezifischer Energieintensität werden weiter zurückgefahren, das betrifft insbesondere die feinen Nähfäden (<100 Gramm/10.000m). Dadurch werden Produktionskapazitäten für lukrative Spezialitäten im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe PLA und E-Mobilität (PPS) frei. Für 2023 erwarten wir einen Absatz von 15.250 to. Für 2024 prognostizieren wir ein Absatzvolumen von 15.000 to.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Geschäftsführung einen Umsatz von ca. 60 Mio. EUR und einen Jahresüberschuss nach Steuern in einer Bandbreite zwischen 1,5 Mio. EUR und 1,7 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert die Gesellschaft aufgrund der wirtschaftlichen Situation einen Umsatz in Höhe von 57 Mio. EUR und einen Jahresüberschuss von 1,8 Mio. EUR.

Chancen und Risiken

Chancen durch Spezialprodukte:

Der weiter anhaltende globale Trend zur Elektro- wie auch Wasserstoffmobilität bietet für das Unternehmen weiterhin Chancen.

Neben den teils neu entwickelten Spezialprodukten wie PPS (sehr gute chemische und Temperaturresistenz) wurden Hochleistungspolymere wie PEI (Leichtbau und schwer entflammbar) in die Serienreife gebracht.

Der Trend Nachhaltigkeit wird durch die Erweiterung der Produktpalette mittels PLA und EcO PET (biologisch abbaubares Polyester) weiter ausgebaut.

Risiken in der Beschaffung und der Logistik:

In der Beschaffung von Hauptrohstoffen sowie Chemikalien sind die Lieferketten teilweise sehr angespannt gewesen. Durch ein sehr gutes Risikomanagement (Multisourceing-Strategie) ist es TFF trotzdem gelungen in guter Qualität lieferfähig zu sein.

Beschaffungsmarkt:

TFF sah sich 2022 und auch zukünftig in 2023 mit stark gestiegenen Rohstoffkosten und Energiepreisen konfrontiert.

Durch Preiserhöhungen außerhalb der Rohstoffklausel (Grundrohstoffe PX und MEG) wurden die gestiegenen Kosten größtenteils erfolgreich an die Kunden weitergegeben.

In den Fokus der strategischen Beschaffung rückt mehr und mehr die Frage nach Alternativen in der Strom- und Gasbeschaffung, bzw. der Focus auf eine Versorgung mit erneuerbaren Energien.

Zu beobachten bleibt die Gasversorgungssicherheit vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges. Sollte es zu Lieferengpässen, oder sogar zu einem Lieferstopp kommen, hat TFF die Voraussetzungen geschaffen, auch sehr kurzfristig von Gas- auf Ölversorgung umzustellen.

Operative Risiken:

Die Produktionskapazitäten können sich z.B. durch technische Probleme oder Lieferunterbrechungen bei Rohstoffen verringern. Daher unterliegen sämtliche Produktionsprozesse und verwendeten Materialien einer ständigen Kontrolle durch die entsprechenden Fachbereiche und es wurden mehrere Hauptlieferanten des jeweiligen Rohstofftyps freigeprüft.

Die in 2018 erarbeitete Modernisierungs- und Instandhaltungsstrategie wird weiter fortgesetzt. Der Investitionsplan sieht signifikante Investitionen in der Produktion vor, die auch in 2023 fortgesetzt werden sollen.

Produkt- und Umweltschutz:

Die Herstellung von chemischen Produkten birgt Risiken, die mit der Produktion, der Lagerung und dem Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen verbunden sind. Ein solcher Vorfall kann Personen- und Umweltschäden nach sich ziehen sowie Ausfälle in der Produktion verursachen. Produkt- und Umweltschutzrisiken begegnen wir mit entsprechenden Qualitätssicherungsmaßnahmen. So gewährleisten wir die Prozesssicherheit durch ein integriertes Qualitäts-, Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement.

Währungsrisiken:

Da die Faktura der Umsätze im Wesentlichen in EUR erfolgt bzw. die Preisfindung auf EUR- Basis erfolgt, sind keine wesentlichen Währungsrisiken vorhanden. In USD gestellte Rechnungen werden alle auf USD-Konten gezahlt. Somit gibt es auch von dieser Seite keine wesentlichen Währungsrisiken.

Finanzierungs- und Liquidität:

Etwaige Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken der Gesellschaft werden im Wesentlichen aus dem operativen Cash-Flow und der Nutzung einer Kontokorrentkreditlinie gedeckt. Weiterhin besteht ein Finanzierungsrisiko durch Rückforderungsansprüche von Teilen des Bafa Zuschusses durch die noch durchzuführende Prüfung der monatlichen EBITDA sowie der förderfähigen Kosten.

Rechtliche Bewertung:

Als international tätiges Unternehmen mit einem heterogenen Portfolio ist die TFF einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Ergebnisse von potenziellen künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben können. Um diese Risiken zu minimieren, werden alle Mitarbeiter der TFF kontinuierlich geschult. Hierbei hat neben der gezielten Vermittlung arbeitsplatzrelevanter Informationen besonders die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (Compliance) höchsten Stellenwert.

Bestandsgefährdende Risiken:

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht ersichtlich. Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht von einer sich normalisierenden Konjunktur im Geschäftsjahr 2023 aus. Diese Erwartung wurde bereits in der Geschäftsplanung berücksichtigt.

Risikomanagement

The FilamentFactory hat Prozesse und Kontrollinstrumente eingerichtet, um Risiken frühzeitig zu erkennen und um Vermögensschäden für das Unternehmen zu vermeiden. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind das Berichtswesen und der jährliche Planungs- und Budgetierungsprozess der auf dieser Ebene auch regelmäßig unterjährig überprüft wird.

Potenziellen Risiken aus gesetzlichen und sonstigen Vorgaben wird dadurch Rechnung getragen, dass Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung durch interne und externe Fachleute gestützt wird.

In regelmäßigen Konferenzen zur Geschäftsentwicklung werden neben den Ergebnissen der Geschäftstätigkeit mögliche Chancen und Risiken aufgezeigt sowie Ziele und Steuerungsmaßnahmen vereinbart.

Das Thema "Einhaltung von Vorschriften" hat im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Für The FilamentFactory GmbH gilt ein einheitlicher Code of Conduct (Verhaltenskodex). Alle Mitarbeiter wurden bzgl. eines entsprechenden gesetzmäßigen Verhaltens und Handelns geschult.

 

Bad Hersfeld, 15. Dezember 2023

Matthias Heß, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die The FilamentFactory GmbH, Bad Hersfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der The FilamentFactory GmbH, Bad Hersfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der The FilamentFactory GmbH, Bad Hersfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. Dezember 2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer

Frank Schmitt, Wirtschaftsprüfer

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