Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 743040
Eingetragen
15.11.2012
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von auswechselbaren Werkzeugen für die Metallbearbeitung a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung von Blechteilen und Prototypteilen im Automotivbereich und anderen Branchen sowie die Herstellung von Werkzeugen. Gegenstand ist weiter die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Energiespeichersystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sandra Tekeser
seit 17.1.2019
Prokura
Ute Sofia Tekeser
seit 17.1.2019
Prokura
Hans Martin Tekeser
seit 15.11.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DHST Holding GmbH & Co. KG
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Alzner Automotive GmbH

Grafenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Alzner Automotive GmbH, Grafenau

I. Grundlagen des Unternehmens

Wir sind in der Entwicklung und Fertigung von Blechteilen und Baugruppen für die Automobilindustrie tätig. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Automobilhersteller und deren Zulieferer für die wir sowohl Baugruppen aber auch Einzelteile in Groß- und Kleinserien herstellen.

In 2020 erfolgte die Gründung der Betriebsstätte Alzner Battery in Itzehoe für die Entwicklung von Hochleistungsspeicher. Der vorgesehene Markteintritt in 2023 für den Verkauf der Hochleistungsspeicher hat sich aufgrund diversen Herausforderungen in der Beschaffenheit und weiterer Anpassungen sowie Verbesserungen der Batterien nochmals verschoben.

Unsere Ziele sind eine konsequente Erschließung des bestehenden Marktes und die Expansion in weitere Branchen, Weiterentwicklung der Mitarbeiter und der Infrastruktur, Ausbau der Geschäftstätigkeit in Zukunftstechnologien und eine hohe Qualität unserer Produkte.

Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit war in 2023 die Weiterentwicklung und finale Marktreife der Hochleistungsspeicherbatterien bei der Betriebsstätte Alzner Battery in Itzehoe. Im Jahr 2023 waren 7 Mitarbeiter für die Entwicklung beschäftigt und es sind Aufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR angefallen. In 2022 erfolgte die Zertifizierung der Hochleistungsspeicher und der Markteintritt erfolgte in 2024.

II. Wirtschaftsbericht

1. Überblick über die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Berichtsjahr besser als zu Jahresbeginn erwartet und wuchs mit 2,7% zwar etwas langsamer als im Vorjahr (3%), jedoch nur leicht unter dem langfristigen Trend. Die wachstumsdämpfenden Effekte einer markanten und synchronen Straffung der Geldpolitik vieler Notenbanken wurden dabei durch positive Impulse vonseiten der Fiskalpolitik und niedrigere Energie- und Rohstoffpreise abgemildert. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen und teils auch innerhalb der einzelnen Regionen. Die unerwartete Widerstandskraft der US-Wirtschaft in Anbetracht der massiven geldpolitischen Straffung war der Hauptgrund für diese positive Entwicklung, aber auch einige große Schwellenländer wie Indien oder Brasilien konnten die Erwartungen übertreffen. Dagegen zeigten sich die Volkswirtschaften Europas und Chinas eher schwach. In diesem Umfeld verlangsamte sich auch der Welthandel und schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um rund 2%.

In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft deutlich verhaltener, obwohl die enormen Belastungen durch hohe Energiepreise gegenüber dem Vorjahr spürbar nachließen. Trotzdem blieb der Industriesektor massiv unter Druck und schrumpfte im Gesamtjahr deutlich. Der private Konsum stagnierte über weite Strecken angesichts weiterhin hoher, wenn auch rückläufiger Inflationsraten und steigender Zinsen. Die Inflation in der Eurozone lag im Jahresdurchschnitt mit 5,4% nach wie vor deutlich über dem Notenbankziel von rund 2%, sodass auch die Europäische Zentralbank an ihrem Kurs der geldpolitischen Straffung festhielt; der Leitzins stieg im Jahresverlauf um weitere 200 Basispunkte auf 4,5%. Nachdem die Wirtschaft der Eurozone im ersten Halbjahr, auch dank Aufholeffekten nach der Pandemie und nachlassender Lieferkettenstörungen, noch ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, ging die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht zurück. Im Gesamtjahr ergab sich damit lediglich ein Plus von 0,5%.

. Die oben beschriebenen Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarkts im zurückliegenden Jahr. Allerdings konnten sich die Absatzmärkte ein Stück weit von der gesamtwirtschaftlichen Verlangsamung abkoppeln. Denn vor allem die Normalisierung der weltweiten Automobilproduktion sowie die teilweise noch vorhandenen Auftragspolster aus Pandemiezeiten förderten die Absatzentwicklung im letzten Jahr. Dagegen zeichnete sich vielerorts im Jahresverlauf eine schwächer werdende Marktnachfrage von Kundenseite ab. Insgesamt bewegte sich der weltweite Pkw-Markt in diesem Umfeld deutlich über dem Vorjahresniveau.

2. Geschäftsverlauf

Die solide wirtschaftliche und finanzielle Basis der Alzner Automotive GmbH zeigt sich unter anderem an der Ertrags-, Finanz - und Vermögenslage im Jahr 2023. Die Geschäftsentwicklung hat die aufgrund der weiter gesunkenen Kundenabrufe aus den laufenden Serienaufträgen, sowie dem Auslaufen von Kundenaufträgen im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr die angepassten Erwartungen der Unternehmensleitung vollumfänglich erfüllt.

Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr signifikant um 25,7 % gesunken. Der Rückgang resultiert aus den in 2022 und 2023 ausgelaufenen Serienaufträgen und den geringeren Abrufen der Kunden aus der Automobilindustrie. Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen nach wie vor die Inlandsumsätze mit 85,2% dar. Die EU Umsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr überproportional (3,7%) zu den Inlandsumsätzen verringert.

Aufgrund des signifikanten Rückgangs der Umsatzerlöse hat sich das Rohergebnis um 7,5 Mio. EUR bzw. 17,1% verringert. Der prozentual geringere Rückgang des Rohergebnisses im Vergleich zu den Umsatzerlösen resultiert aus dem überproportionalen Rückgang der Materialaufwendungen (39,5%) aufgrund des Abbaus der Überbestände aus den Vorjahren, einer Verbesserung der Produktionsabläufe und deutlich planbareren Kundenabrufen.

Aufgrund des starken Rückgangs der Umsatzerlöse ist das Rohergebnis um 7,5 Mio. EUR gesunken. Durch die eingeleiteten Kosteneinsparungen liegt das Jahresergebnis mit 4,5 Mio. EUR dennoch auf Vorjahresniveau.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft.

a) Ertragslage

Das Rohergebnis, definiert als Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge und abzgl. Materialaufwand, verringerte sich von 43,7 Mio. € auf 36,3 Mio. €. Aufgrund des überproportionalen Rückgangs der Materialaufwendungen im Vergleich zu den Umsatzerlösen liegt der prozentuale Rückgang des Rohergebnisses unter dem der Umsatzerlöse.

Der Personalaufwand hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 6,2 % verringert. Der Rückgang resultiert aus den nicht erfolgten Verlängerungen von zeitlich befristeten Arbeitsverhältnissen. Die Mitarbeiteranzahl wurde aufgrund des Rückgangs der Kundenabrufe in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs reduziert. Des Weiteren wurde Aufgrund der Nachfragerückgänge bei den Kunden für einzelne Produktionsbereiche ab dem 2. Halbjahr Kurzarbeitergeld beantragt. Gegenläufig ergab sich eine Veränderung in der Gehaltsstruktur aufgrund der Schaffung von höher qualifizierten Arbeitsplätzen in Forschung und Entwicklung, sowie in der Produktion. Die Personalaufwandsquote inkl. den Sonderzahlungen beträgt in 2023 24,1% (Vorjahr 19,1%) aufgrund des unterproportionalen Rückgangs zu den Umsatzerlösen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr um 6,4 Mio. EUR bzw. 30,1% verringert. Der Rückgang ergibt sich überwiegend aufgrund der geringen Pachtzahlungen für den Kundenstamm, den gesunkenen umsatzbedingten Aufwendungen (Garantie, Reparaturen, Fracht, Verpackung, usw.) und den einmaligen Aufwendungen im Vorjahr für die Erstellung einer Produktions- und Marktstudie für die Batteriefertigung.

Der starke Rückgang der Umsatzerlöse konnte durch die Einsparungen bei den Aufwendungen kompensiert werden, so dass das EBIT mit 7,7 Mio. EUR (Vorjahr 7,8 Mio. EUR) nur geringfügig im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist.

Das Finanzergebnis ist wie im Vorjahr auf Grund der guten Liquiditätssituation nicht wesentlich. Durch das gestiegene Zinsniveau konnten aus der überschüssigen Liquidität entsprechende Erträge erzielt werden.

Das positive Jahresergebnis beträgt 4,5 Mio. € (Vorjahr 4,5 Mio. €).

Darstellung der Ertragslage in den letzten 2 Jahren im Überblick:

2023
Mio. €
2022
Mio. €
Rohergebnis 36,3 43,8
Betriebsergebnis (EBIT) 7,7 7,8
Finanzergebnis 0,1 0,0
Jahresüberschuss 4,5 4,5

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist weiterhin als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,0% (Vorjahr 8,4%) der Bilanzsumme und sind entsprechend den geringeren Umsatzerlösen gesunken. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die liquiden Mittel betragen 13,4 % (Vorjahr 26,9%) der Bilanzsumme. Der Rückgang resultiert aus den geringeren Kundenabrufen und den hohen Kundenausständen zum Stichtag.

Der vereinfachte CashFlow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) ist mit 4,8 Mio. EUR unverändert zum Vorjahr.

Für die Zukunft sind keine umfangreichen Investitionen geplant.

Insgesamt ist die Liquidität unseres Unternehmens gut, so dass die Gesellschaft jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr weiterhin verbessert.

Das langfristig gebundene Anlagevermögen macht mit 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) und einem Anteil von 3,3% (Vorjahr 5,0%) nur einen unwesentlichen Anteil der Bilanzsumme aus. Das Umlaufvermögen beträgt mit 17,0 Mio. EUR (Vorjahr 14,4 Mio. EUR) bzw. 96,7% (Vorjahr 95,0%) der Bilanzsumme. Der Anstieg des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus den höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1,3 Mio. EUR) bedingt durch zum Jahresende gestiegene Erlöse und der sich verschlechternden Zahlungsmoral der Kunden und den gestiegenen sonstigen Vermögensgegenständen (3,6 Mio. EUR) aufgrund der Forderungen ggü. dem Finanzamt aus den Steuerüberzahlungen im laufenden Jahr und aus dem Vorjahr. Die insbesondere für Neuinvestitionen und Konjunktureinbrüche vorgehaltenen liquiden Mittel belaufen sich auf 2,4 Mio. EUR (Vorjahr 4.1 Mio. EUR) und damit auf rund 13,4% (Vorjahr 26,9%) der Bilanzsumme.

Unser Eigenkapital beträgt 14,8 Mio. EUR (Vorjahr 10,3 Mio. EUR) bzw. 84,1% (Vorjahr 68,0%) der Bilanzsumme und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund des Jahresüberschusses im Geschäftsjahr 2023, deutlich erhöht. Das mittel- und kurzfristig zur Verfügung stehende Kapital in Form von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen liegt mit 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,9 Mio. EUR) bei 15,9% (Vorjahr 32,0%) der Bilanzsumme und hat sich gegenüber dem Vorjahr, aufgrund der Steuerzahlungen für die Vorjahre, sowie den geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Warenbezug, signifikant gemindert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrentabilität, Rohertragsquote und den vereinfachten CashFlow heran.

Die Umsatzrentabilität berechnen wir mit dem Jahresüberschuss im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, und bei der Rohertragsquote das Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen. Der vereinfachte CashFlow wird aus der Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen ermittelt.

Die Umsatzrentabilität ist im Vergleich zum Vorjahr von 6,0% auf 8,1% gestiegen. Der Anstieg der Umsatzrendite resultiert aus den eingeleiteten und umgesetzten Kosteneinsparungen und den damit erzielten überproportionalen Senkungen der Materialaufwendungen (39,5%) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (30,1%) im Vergleich zu den Umsatzerlösen (25,7%). Die im Vorjahr prognostizierte geringere Umsatzrentabilität wurde somit, aufgrund der positiven Entwicklung im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2023, vermieden.

Die Rohertragsquote hat sich von 42,4 % in 2022 auf 34,6% in 2023 wesentlich verbessert und die prognostizierte Rohertragsquote aus dem Jahr 2021 wurde somit übertroffen. Die Verringerung der Rohertragsquote resultiert aus dem geringeren Rückgang der Umsatzerlöse (25,7%) im Verhältnis zu den Materialaufwendungen (39,5%) im Vergleich zum Vorjahr.

Der vereinfachte CashFlow beträgt 4,8 Mio. EUR und hat sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig erhöht. Der prognostizierte signifikante Rückgang des vereinfachten CashFlow wurde im Vergleich zum Vorjahr verhindert. Dies resultiert insbesondere aus der bereits oben erläuterten positiven Entwicklung zum Ende des Geschäftsjahres.

Unsere wirtschaftliche Lage für das abgelaufene Geschäftsjahr kann, trotz des Umsatzeinbruches und den eingeleiteten und umgesetzten Kosteneinsparungen, weiterhin als gut bezeichnet werden.

III. Prognosebericht

Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Volkswirtschaft im vergangenen Jahr preisbereinigt um 0,2 % zurückgegangen ist, erwartet der Sachverständigenrat für dieses Jahr nur ein geringes BIP-Wachstum von 0,2 %. Allerdings ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf etwas an Fahrt gewinnt. So dürfte die Inflation zurückgehen und die Nominallöhne steigen, sodass ein anhaltendes Wachstum der Realeinkommen im Verlauf des Jahres 2024 zu einer moderaten Belebung der privaten Konsumausgaben führt.

Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich weiter verlangsamt. Vor allem die Energie- und Importpreise sind deutlich gesunken, und die Geldpolitik wirkt restriktiv auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Der Sachverständigenrat rechnet beim nationalen Verbraucherpreisindex in 2024 mit einer Steigerungsrate von 2,4 %, nachdem die Inflation im vergangenen Jahr noch bei 5,9 % lag.

Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Sollte sich der Rückgang der Inflation im Euro-Raum am aktuellen Rand verlangsamen, könnte dies die EZB veranlassen, die ersten Leitzinssenkungen zu verschieben. Gleichzeitig könnten bei der Planung der öffentlichen Haushalte zusätzliche Konsolidierungen für das Jahr 2025 notwendig sein. In beiden Fällen dürfte sich die wirtschaftliche Erholung erneut verzögern - nicht zuletzt, da ein weiterer Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit das Investitionsklima zusätzlich belasten dürfte. (Frühjahrsgutachten 2024 des Sachverständigenrat).

Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2024 wohl nur stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 bzw. 1,5% zunehmen wird. Entgegen den Erwartungen können sich Industrie- und Konsumkonjunktur nur sehr langsam aus ihrer Starre befreien. (ifo Konjunkturprognose Herbst 2024)

Das Bundesfinanzministerium erwartet für 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,8 % für den Euroraum und 0,7 % für die EU, 1,0 % (BMF-Monatsbericht November 2024).

Auf den weltweiten Automobilmärkten ist weiterhin mit einer eher schwachen Nachfrage von Kundenseite zu rechnen. Entsprechend dürfte sich der weltweite Pkw-Markt im Gesamtjahr 2024 nach aktueller Einschätzung nur auf dem Vorjahresniveau bewegen. Für Europa ist im Vergleich zum Vorjahr von einem gleichbleibenden Marktvolumen auszugehen. Der US-amerikanische Markt für Pkw und als leichte Nutzfahrzeuge zugelassene Pick-ups und SUVs sollte sich ebenfalls auf dem Vorjahresniveau bewegen. In China dürfte der Markt dagegen im Vergleich zum Vorjahr leicht wachsen. Im chinesischen Premium- und Luxussegment ist für viele ausländische Hersteller von einer schwächeren Absatzentwicklung als im Vorjahr auszugehen.

Die Prognose enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen Alzner Automotive GmbH und können von unvorhergesehenen Ereignissen beeinflusst werden. Dies kann dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen veränderter politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgenden beschriebenen Erwartungen abweicht.

Wir erwarten insgesamt, auch unter Berücksichtigung einer eventuellen Rezession, den weiteren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der Konflikte im Nahen Osten sowie der politischen Unsicherheiten in Europa und den USA, eine weiterhin zukünftig stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Versorgungssituation bleibt weiter herausfordernd, jedoch ist eine Stabilisierung erkennbar. So gehen wir im Geschäftsjahr 2024, als auch für das Geschäftsjahr 2025 von einer weiteren Stabilisierung auf dem Rohstoffmarkt aus.

Die Alzner Automotive GmbH geht auch unter anderem aufgrund der Zunahme von Energieeffizienz und der Nutzung von alternativen Energien von einer Stabilisierung der Energieversorgung aus.

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren und unser Portfolio ausbauen, um neue Branchen und zusätzlich neue Märkte zu erschließen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden sich angesichts der Zukunftsprojekte auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Der sich bereits in 2022 abzeichnende Rückgang der Umsatzerlöse, setzte sich in 2023 fort und beeinflusste die Planung für das Geschäftsjahr 2024. Die Zahlen der ersten 10 Monate des Geschäftsjahres 2024 bestätigen diese Planung. Aufgrund der eingeleiteten und umgesetzten Kosteneinsparungen insbesondere im Personalbereich in 2024, erwarten wir eine weitere Verbesserung der Umsatzrentabilität im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Gegenläufig sehen wir jedoch eine Verschlechterung der Rohertragsquote auf das Niveau des Jahres 2022 aufgrund der Sondereffekte in 2023. Aufgrund des prognostizierten geringeren Jahresergebnisses für 2024 und die nur geringfügige Erhöhung der Abschreibungen, erwarten wir einen Rückgang beim vereinfachten CashFlow im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Der sich für das Geschäftsjahr 2024 abzeichnende Rückgang bei der Geschäftsentwicklung wird sich in 2025 umkehren aufgrund des Anlaufens von neuen Serienaufträgen bzw. durch Erlöse aus den neuen Geschäftsfeldern. Es wird prognostiziert, dass sich die finanziellen Leistungsindikatoren für 2025 geringfügig über dem Niveau von 2024 befinden werden, da in 2022 und 2023 neu erhaltene Serienaufträge erst Ende 2024 bzw. in 2025 durch die Kunden abgerufen werden. Die Gesellschaft geht weiterhin von einem positiven Ergebnis für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

5. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die weiterhin bestehende hohe Inflation mit sinkenden Realeinkommen und ein damit verbundener breiter Nachfragerückgang, sowie der Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland könnten sich negativ auf das Absatzvolumen auswirken und nachteilige Preiseffekte nach sich ziehen. Höhere Energie-, Rohstoff- und Transportpreise könnten sich weiter negativ auswirken. Ein weiter andauernder Krieg in der Ukraine sowie der Nahostkonflikt könnten die Weltwirtschaft ebenfalls stark belasten.

Ein weiteres Risiko ist eine Rezession in Europa und die politische Entwicklung in den USA nach den Wahlen.

Sollten sich die Auswirkungen dieser Effekte im Jahr 2024 bzw. 2025 als weniger gravierend erweisen, könnten sich auch entsprechende Chancen für den Umsatz und das Ergebnis bieten.

Wir schätzen dieses Risiko als hoch ein.

Branchenspezifische Risiken

Ein bedeutendes Risiko für die Automobilindustrie besteht in kurzfristigen Verschärfungen von Gesetzen und Regulierungen, insbesondere in Bezug auf Emissions-, Sicherheits- und Verbraucherschutzbestimmungen sowie regionale Fahrzeugerwerbs- und -gebrauchssteuern. Auch Länder- oder branchenspezifische Handelshemmnisse können sich kurzfristig verändern. Kurzfristige Verschärfungen können deutlich erhöhte Investitionen sowie laufende Kosten nach sich ziehen oder das Kundenverhalten beeinflussen. Des Weiteren besteht das Risiko, dass durch die Konzentration der deutschen Automobilhersteller auf die Elektromobilität die damit einhergehenden Erwartungen nicht erfüllt werden, bzw. insbesondere die asiatische Konkurrenz attraktivere Modelle (bezogen auf den Preis und die Batterieleistung) anbietet. Des Weiteren sind die Margen der deutschen Automobilhersteller stark gesunken und der Abbau von Arbeitsplätzen und Schließung von Werken wird gegenwärtig diskutiert.

Die damit einhergehenden Risiken werden als hoch eingestuft.

Ertragsorientierte Risiken

Neben ökonomischen und branchenspezifischen politischen Rahmenbedingungen könnte auch eine weiter steigende Wettbewerbsintensität unter den etablierten Anbietern, aufgrund des Nachfragerückgangs der Kunden zu schwer abschätzbaren Auswirkungen führen. Ein weiteres Risiko resultiert aus den im Vorjahr angekündigten und gegenwärtig umgesetzten Sparprogrammen der deutschen Automobilhersteller und Automobilzulieferer und die damit einhergehende weitere Verschärfung der Preisverhandlungen für zukünftige Serienbelieferung, Nachverhandlung von bestehenden Lieferverträgen und weiteren Forderungen von Kosteneinsparungen durch die Kunden.

Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig bei sinkendem Absatzmarkt halten zu können und Kunden aus neuen Branchen zu akquirieren. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen damit außerordentliche Zusatzkosten in nicht unerheblicher Höhe verbunden.

Forderungen werden durch das EDV-System noch kontinuierlicher überwacht. Risiken aus Währungs-, Termin- oder Derivatgeschäften bestehen in geringem Umfang.

Der Versicherungsumfang der durch Sachversicherungen abgedeckten Risiken wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst und erweitert.

Wir schätzen dieses Risiko als mittel ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es bestehen keine Fremdfinanzierungen bei Kreditinstituten, und Engpässe sind nicht zu erwarten.

Wir schätzen dieses Risiko als gering ein.

6. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen in unseren eigenen Geschäftsräumen durch.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch langjährige Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Die Transformation der Automobilbranche zur Elektromobilität beinhaltet nicht nur Risiken, sondern auch Chancen um in neue Geschäftsfelder einzusteigen und innerhalb der Automobilbranche neue Serienaufträge zu erhalten. Wir sind gegenwärtig als Zulieferer für namhafte Automobilhersteller tätig und weisen alle dafür notwendigen Zertifizierungen vor.

Des Weiteren haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Aufträge außerhalb der Automobilindustrie erhalten und planen zukünftig weitere Aufträge aus diesen Branchen zu akquirieren.

Chancen in Bezug auf Umsatz und Ergebnis sehen wir zukünftig auch im Bereich der durch uns entwickelten Hochleistungsspeicher und dem erfolgten Markteintritt aufgrund der Zertifizierung in 2023, welcher in 2024 fokussiert wird.

7. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, den Auswirkungen von Krieg und politischen Verwerfungen, sowie den technischen Veränderungen in der Automobilbranche. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Grafenau, den 17. Dezember 2024

Alzner Automotive GmbH

Hans Martin Tekeser, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 573.300,00 765.433,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.495,00 12.195,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.495,00 12.195,00
II. Sachanlagen 550.805,00 753.238,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.792,00 12.305,00
2. technische Anlagen und Maschinen 144.817,00 159.946,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.196,00 580.987,00
B. Umlaufvermögen 17.046.489,81 14.428.658,56
I. Vorräte 4.406.647,49 4.863.429,70
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.038.041,36 2.343.922,46
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.238.571,36 1.139.125,37
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.130.034,77 1.380.381,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.271.274,99 5.472.329,82
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.034.280,90 3.786.306,07
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.236.994,09 1.686.023,75
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.737,38 2.737,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.368.567,33 4.092.899,04
Aktiva 17.619.789,81 15.194.091,56

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.819.813,40 10.335.898,62
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 9.835.898,62
III. Jahresüberschuss 4.483.914,78
IV. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 9.835.898,62
davon Gewinn-/Verlustvortrag 8.353.279,08
B. Rückstellungen 1.256.000,00 1.367.000,00
1. sonstige Rückstellungen 1.256.000,00 1.367.000,00
C. Verbindlichkeiten 1.543.976,41 3.491.192,94
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 700.639,20 1.269.082,49
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 700.639,20 1.269.082,49
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 628.912,07 183.575,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 628.912,07 183.575,48
3. sonstige Verbindlichkeiten 214.425,14 2.038.534,97
davon aus Steuern 124.607,19 1.128.419,54
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 214.425,14 2.038.534,97
Passiva 17.619.789,81 15.194.091,56

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 55.291.764,73 74.465.274,73
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 150.901,11 -705.564,81
3. sonstige betriebliche Erträge 232.358,31 176.907,93
4. Materialaufwand 19.110.472,79 31.599.498,25
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 16.345.625,13 28.007.081,37
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.764.847,66 3.592.416,88
5. Personalaufwand 13.327.593,82 14.205.961,50
a) Löhne und Gehälter 11.576.258,38 12.371.228,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.751.335,44 1.834.733,08
davon für Altersversorgung 11.192,87 11.869,30
6. Abschreibungen 280.888,91 289.440,47
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 280.888,91 289.440,47
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.957.201,04 21.403.748,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.573,77 6.448,88
davon Erträge aus Abzinsung 15.000,00 5.000,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.282.848,36 3.369.777,59
11. Ergebnis nach Steuern 4.487.768,78 4.485.770,54
12. sonstige Steuern 3.854,00 3.151,00
13. Jahresüberschuss 4.483.914,78 4.482.619,54
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.353.279,08
15. Ausschüttung 3.000.000,00
16. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 9.835.898,62

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Es gelten die Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren § 275 HGB angewendet.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Alzner Automotive GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Grafenau
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 743040

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Zur Verbesserung der Klarheit in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Vermerke und Erläuterungen weitgehend in den Anhang übernommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anhang gesondert dargestellt.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR ist entsprechend der steuerlichen Vorschriften ein Sammelposten gebildet worden, der über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird, da diese Handhabung der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegensteht. Im letzten Jahr des Abschreibungzeitraums wird ein Anlagenabgang unterstellt.

Soweit notwendig wurden Abschreibungen auf dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse und die fertigen Erzeugnisse werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, die durch Wertberichtigungen erfasst wurden, mit dem Nennwert bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufgrund von Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerlichen Wertansatz von Rückstellungen entstehen aktive latente Steuern. Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Angaben für die einzelnen Posten des Anlagevermögens erfolgen durch den Anlagenspiegel.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.185,50 17.595,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 51.185,50 17.595,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.997,16 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 195.308,65 8.154,40 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.586.786,61 63.007,51 23.655,46
Summe Sachanlagen 1.843.092,42 71.161,91 23.655,46
Summe Anlagevermögen 1.894.277,92 88.756,91 23.655,46
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 68.780,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 68.780,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 60.997,16
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 203.463,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.626.138,66
Summe Sachanlagen 0,00 1.890.598,87
Summe Anlagevermögen 0,00 1.959.379,37
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.990,50 7.295,00 0,00 0,00 46.285,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 38.990,50 7.295,00 0,00 0,00 46.285,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.692,16 6.513,00 0,00 0,00 55.205,16
2. technische Anlagen und Maschinen 35.362,65 23.283,40 0,00 0,00 58.646,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.799,61 243.797,51 23.654,46 0,00 1.225.942,66
Summe Sachanlagen 1.089.854,42 273.593,91 23.654,46 0,00 1.339.793,87
Summe Anlagevermögen 1.128.844,92 280.888,91 23.654,46 0,00 1.386.079,37
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 22.495,00 12.195,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 22.495,00 12.195,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.792,00 12.305,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 144.817,00 159.946,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 400.196,00 580.987,00
Summe Sachanlagen 0,00 550.805,00 753.238,00
Summe Anlagevermögen 0,00 573.300,00 765.433,00

Angaben zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen

Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 2.737,38 EUR (Vorjahr 2.737,38 EUR).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern § 42 Abs. 3 GmbHG

Es bestehen keine Forderungen gegenüber den Gesellschaftern.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Rückstellung für Lagerkosten Werkzeuge 575.000,00 590.000,00
Rückstellung für Gewährleistungen 330.000,00 453.000,00
Rückstellung für Personalkosten 214.000,00 187.000,00
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 80.000,00 80.000,00
Rückstellung für Aufbewahrungspflicht 57.000,00 57.000,00
Summe 1.256.000,00 1.367.000,00

Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr Betrag
EUR
Restlaufzeit 1- 5 Jahre Betrag
EUR
Restlaufzeit größer 5 Jahre Betrag
EUR
aus Lieferungen und Leistungen 700.639,20 0,00 0,00
Vorjahr 1.269.082,49 0,00 0,00
gegenüber Gesellschaftern 628.912,07 0,00 0,00
Vorjahr 183.575,48 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 214.425,14 0,00 0,00
Vorjahr 2.038.534,97 0,00 0,00
davon aus Steuern 124.607,19 0,00 0,00
Vorjahr 1.128.419,54 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00
Summe 1.543.976,41 0,00 0,00
Vorjahr 3.491.192,94 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit branchenüblichen Eigentumsvorbehalten besichert.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 628.912,07 EUR (Vorjahr 183.575,48 EUR).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Deutschland 47.096.568,57 62.952.193,98
EU 8.195.196,16 11.513.080.75
Summe 55.291.764,73 74.465.274,73

Die Umsatzerlöse enthalten sonstige Erlöse in Höhe von 1.695.865,57 EUR (Vorjahr 3.383.160,92 EUR)

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Investitionszuschüssen in Höhe von 28.566,73 EUR (Vorjahr 49.946,04 EUR) enthalten.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus der Altersversorgung in Höhe von 11.192,87 EUR (Vorjahr 11.869,30 EUR) enthalten.

Zinsen und ähnliche Erträge

Es sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 15.000 EUR (Vorjahr 5.000,00 EUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023 2022
Arbeiter 192 220
Angestellte 57 57
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 241 271

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen) bestehen in Höhe von rund 10,4 Mio. EUR p.a. (Vorjahr 12,7 Mio. EUR), davon 9,1 Mio. EUR (Vorjahr 12,6 Mio. EUR) gegenüber dem Gesellschafter aus Pachtverträgen. Aus den Miet- und Leasingverträgen (ohne Pachtverträge mit unbegrenzter Laufzeit gegenüber dem Gesellschafter) mit einer bestimmten Laufzeit ergeben sich zukünftig Verpflichtungen von rund 19,8 Mio. EUR (Vorjahr 21,4 Mio. EUR).

Gesamthonorar Abschlussprüfer

31.12.2023
EUR
31.12.2021
EUR
Abschlussprüfungsleitungen 30.450,00 30.000,00
Andere Bestätigungsleistungen 0,00 0,00
Steuerberatungsleistungen 0,00 0,00
Sonstige Leistungen 0,00 0,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführung, Vertretung Hans Martin Tekeser ausgeübter Beruf: Betriebswirt

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird angewendet.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Es bestehen Geschäfte mit nahestehende Personen in Form von Miet- und Pachtverträgen, die im Wesentlichen die Betriebsimmobilie und die Maschinen betreffen und die, mit Ausnahme einer in 2023 geleisteten Sondervergütung, zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen sind.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter vor, den Bilanzgewinn zum 31.12.2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Grafenau, den 17.12.2024

Alzner Automotive GmbH

Hans Martin Tekeser, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Grafenau, den 21.12.2024

Alzner Automotive GmbH

Hans Martin Tekeser, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Alzner Automotive GmbH, Grafenau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Alzner Automotive GmbH, Grafenau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alzner Automotive GmbH, Grafenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Sindelfingen, 20. Dezember 2024

KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Stefan Kurz, Wirtschaftsprüfer

Thomas Merkle, Wirtschaftsprüfer

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