Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 9955
Vorher
R O T E C Wassertechnik GmbHR O T E C Rohrtechnik GmbH
Eingetragen
17.11.2004
Branche
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauGas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und KlimainstallationIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Die Verlegung von Rohrleitungen und Errichtung technischer Anlagen im Bereich Gas-, Wasser- und Fernwärme sowie artverwandte Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniela Greger
seit 29.10.2019
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Matthias Kraus
Nürnberg
125.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROTEC Rohrtechnik GmbH

Erlangen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2022 bis zum 28.02.2023

Lagebericht

A Allgemeine Rahmenbedingungen

Die ROTEC Rohrtechnik GmbH, Erlangen, (ROTEC) ist ein in Bayern und angrenzenden Bundesländern tätiges mittelständisches Bauunternehmen, dessen Leistungsspektrum die Verlegung von Rohrleitungen und Errichtung technischer Anlagen im Bereich Gas, Wasser- und Fernwärme sowie artverwandte Tätigkeiten umfasst. Die ROTEC Rohrtechnik GmbH steht für grabenlose, umweltschonende Leitungsverlegung, Rohrsanierung und Industrieanlagenbau.

B Wirtschaftsbericht

B. 1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2022

Im Jahr 2022 stieg trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Auslaufen der Corona-Pandemie, Material- und Lieferengpässe, Ukraine-Krieg, steigende Preise und Fachkräftemangel) das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Jahr 2021 um 1,8 %.

Das deutsche Bauhauptgewerbe hat 2022 einen Umsatz von 160 Mrd. Euro erzielt. Dies entspricht einem nominalen Plus von 10,7 %. Der nominale Zuwachs wurde jedoch durch die starken Material-, Energie- und daraus resultierenden Baupreissteigerungen mehr als aufgezehrt. Der reale Umsatz ging im Jahr 2022 preisbereinigt um 5,1 % zurück. Der Rückgang lässt sich hauptsächlich zurückführen auf die inflationäre Entwicklung, Zinswende sowie Lieferschwierigkeiten. Die Auftragslage entwickelte sich im Jahr 2022 rückläufig. Der reale Orderrückgang betrug 9,7 %. Hinsichtlich der schwachen Auftragslage haben die Bauunternehmen ihre Investitionspläne in 2022 zurückgefahren. Im Jahr 2022 war ein Rückgang der Kapazitätsauslastung zu verzeichnen, ungeachtet dessen arbeiteten 2022 ca. 926.600 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe (+1,7 %).

Die durchschnittliche Preisentwicklung des Bauhauptgewerbes lag 2022 um 16,7 % über dem Vorjahresniveau. Auch 2022 waren regelrechte Preisexplosion bei Vorprodukten, bedingt durch Materialknappheiten und Lieferengpässen, dafür verantwortlich. Die Situation wurde durch den Krieg in der Ukraine noch verstärkt.

Die Veränderungsraten der Baupreise sind vor allem auf massive Preisschwankungen bei Baumaterialien und Energie zurückzuführen. Zu einem wesentlichen Anteil wurde der Anstieg der Baupreise durch Kostensteigerungen für Material, Lohn und Geräte mitverursacht. So stiegen die Preise für Betonstahl im Jahresverlauf um 31,6 %, für Bitumen um 38,5 %. Die Preissteigerungen für Bauunternehmer liegen 2022 mit 8,5 % deutlich über dem Niveau des Verbraucherpreisindexes.

B. 2 Geschäftsverlauf

Die Auftragslage der ROTEC war im abgelaufenen Geschäftsjahr gut. Bereits im ersten Halbjahr war aufgrund von Auftragsüberhängen aus dem Vorjahr die Auslastung gut und man konnte nach der Winterpause nahtlos mit der kompletten Belegschaft beginnen. Im zweiten Halbjahr konnte ROTEC erneut von einer guten Auslastung sprechen. Die Anzahl der Wettbewerber hat sich seit Beginn der Corona-Pandemie erhöht. Die im Wettbewerb erzielten Preise haben sich weiter verschlechtert.

Durch Auftragsüberhänge aus dem Jahr 2021 hatte die ROTEC einen guten Start ins Jahr 2022.

Die Sparte Horizontalspülbohren war über das ganze Wirtschaftsjahr nur ausreichend ausgelastet. Bei der Sparte Zementmörtelsanierung von Wasserleitungen war die Auslastung abermals nur ausreichend.

B. 3 Personal

Zum 28. Februar 2023 beschäftigte die ROTEC 100 Mitarbeiter (Vorjahr 102) und 11 Auszubildende (Vorjahr 16).

Für unsere Mitarbeiter wurden verstärkt externe und interne Schulungsmaßnahmen durchgeführt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Ausbildung von Führungskräften auf der Baustelle und Schulungen für die anstehenden Zertifizierungen. Es wurden zwei Auszubildende zum Tiefbaufacharbeiter eingestellt.

B. 4 Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der ROTEC entwickelte sich im Geschäftsjahr entgegen der Erwartung gut und konnte sich zum Vorjahr noch steigern.

Ertragslage

Die Gesamtleistung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1.990 T€ oder 11,0 % auf 20.078 T€ an (Vorjahr 18.088 T€). Im Geschäftsjahr 2022/23 stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 762 T€, gleichzeitig nahmen die Bestandsveränderungen um 1.228 T€ zu. Insgesamt war die Gesamtleistung damit besser als im Vorjahr prognostiziert. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 196 T€, insbesondere bedingt durch periodenfremde Erträge aufgrund der Ausbuchung einer Verbindlichkeit sowie höheren Erträgen aus dem Abgang von Anlagegütern und aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Materialaufwand stieg um 1.061 T€ oder 14,5 % auf 8.370 T€ (Vorjahr 7.309 T€), insbesondere aufgrund der gestiegenen Beschaffungspreise und Energiekosten. Die Personalkosten stiegen um 2,5 % auf 7.130 T€ und beruhen auf einer tariflichen Erhöhung von 2,2 % zum 1. April 2022, einer Einmalzahlung im Mai 2022 sowie gestiegenen Personalrückstellungen.

Die Abschreibungen stiegen aufgrund von nachläufigen Investitionen durch erhöhte Lieferzeiten zum Vorjahresniveau um 33 T€ oder 4,1 % auf 859 T€. Neu- und Ersatzinvestitionen wurden im angemessenen Rahmen abgewickelt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 65 T€ bzw. 4,8 %. Grund hierfür ist insbesondere die zusätzliche Anmietung von Lagerflächen.

Zudem haben Gewinne aus Arbeitsgemeinschaften in Höhe von 132 T€ das Jahresergebnis positiv beeinflusst.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen aufgrund des erhöhten Jahresergebnisses um 427 T€ auf 957 T€.

Im Geschäftsjahr ist der Jahresüberschuss von 1.346 T€ im Vorjahr auf 2.045 T€ gestiegen. Die im Vorjahr prognostizierte stabile Ergebnissituation konnte damit übertroffen und sogar eine beachtliche Steigerung erzielt werden.

Grund hierfür sind insbesondere mehr unfertige Leistungen, die im Geschäftsjahr 2022/2023 beendet wurden als geplant. Zudem sind die Rohstoff- und Materialpreise durch Materialknappheit und den Ukraine-Krieg weiterhin auf einem hohen Niveau, wodurch die Kosten der Materialbeschaffung weiter stiegen. Die erhöhten Beschaffungskosten haben sich aber entsprechend auch auf die Bestandserhöhung der unfertigen Baumaßnahmen niedergeschlagen.

Finanzlage

Die ROTEC verfügt zum 28. Februar 2023 über liquide Mittel und Wertpapiere von 7.122 T€. Damit bestehen 44,9 % (Vorjahr 49,8 %) des Vermögens aus flüssigen Mitteln und Wertpapieren. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden im Geschäftsjahr keine.

Insgesamt ist die Finanzlage als gesichert anzusehen. Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der Zahlungsfrist beglichen, Forderungen werden entsprechend des Baufortschrittes fällig gestellt und innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die erhaltenen Anzahlungen werden dabei bilanziell von den unfertigen Bauprojekten offen abgesetzt.

Vermögenslage

Die Vermögenslage ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen.

Die Bilanzsumme stieg auf 15.851 T€. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen sank leicht auf 32,3 % (Vorjahr 32,9 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen zum Stichtag um 594 T€ zu.

Hervorzuheben ist auch die ergebnisbedingte Mehrung des Eigenkapitals um 687 T€ auf 9.492 T€ trotz der im Geschäftsjahr getätigten Ausschüttungen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich trotz der gestiegenen Bilanzsumme leicht auf 59,9 % (Vorjahr 59,6 %). Die Steuerrückstellungen sind ergebnisbedingt im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 123 T€; wesentlicher Grund hierfür ist die Bildung einer Rückstellung für die tariflich zugesagte Inflationsausgleichsprämie und die Erhöhung der Rückstellung für zu erwartende Rechnungsabstriche. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen stichtagsbedingt auf 294 T€ (Vorjahr 790 T€) zurück.

Investitionen

Im Wirtschaftsjahr 2022/2023 investierte die ROTEC 1.156 T€, insbesondere in Bagger und Baggeranbaugeräte, Radlader und Lastkraftwagen.

C Chancen- und Risikobericht, Prognose

Auch im Jahr 2022 waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Baubranche zu spüren. Der Beginn des Ukraine-Krieges verschärfte die Lage zusätzlich. Die durch den Ukraine-Krieg verhängten Sanktionen gegen Russland trieben die Energiekosten in exorbitante Höhen, was eine erneute Preissteigerung bei den Baukosten auslöste. Der Druck auf die Baupreise bleibt damit hoch, jedoch wird mit einer nachlassenden Dynamik in der Preisentwicklung gerechnet, zu dem der wieder anziehende Wettbewerb um Aufträge beiträgt. Ungeachtet dessen ist die Wettbewerbssituation weiterhin sehr ausgeprägt und das Preisniveau nach wie vor nur ausreichend. Zum Beginn der Bausaison 2023 ist festzustellen, dass die Baukonjunktur an Schwung verliert und sich die Rahmenbedingungen in der Bauwirtschaft markant verschlechtern werden.

Geschäftsfeld I: Erdverlegter Rohrleitungsbau

Der erdverlegte Rohrleitungsbau umfasst Tief- und Rohrbauarbeiten für Wasser-, Gas- und Fernwärmeleitungen. Es wird jedoch weiterhin eine Konzentration auf technisch anspruchsvolle Baumaßnahmen, vor allem im innerstädtischen Gebiet, angestrebt.

Die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und der Ausbau der Automatisierung im Tiefbau werden die Marktchancen der ROTEC Rohrtechnik GmbH verbessern.

Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres sind die Aufträge für die Grundlast des Rohrleitungsbaus vorhanden.

Geschäftsfeld II: Rohrsanierung

Die Rohrsanierung umfasst die Zementmörtelauskleidung von bestehenden Wasserleitungen, Relining und Berstlining. Die Auftragslage für 2023 ist ausreichend. Die Kolonne Rohrsanierung kann, wie schon in den Vorjahren, nicht das ganze Baujahr ausgelastet werden. Die Mitarbeiter des Geschäftsbereiches werden in anderen Geschäftsfeldern eingesetzt.

Geschäftsfeld III: Anlagenbau

Strategisches Ziel ist hier weiterhin die Entwicklung vom Industrierohrleitungsbau zum Industrieanlagenbau. Das Geschäftsfeld soll nach wie vor wesentlich erweitert und ausgeweitet werden, da wir weiterhin gute Marktchancen sehen. Der Fokus liegt dabei auf der Lieferung kompletter Anlagenteile für Kraftwerke und Industriekunden.

Diesem Bereich zugeordnet sind die Installationen für Wasserwerke, Hochbehälter, Pumpwerke etc. In diesem Geschäftsfeld ist die Auftragslage 2023 gut.

Durch ein straffes Baustellenmanagement und das damit verbundene Berichtswesen sind Vorkehrungen zur zeitnahen Ermittlung wesentlicher Risiken getroffen. Die Geschäftsleitung wird damit jederzeit in die Lage versetzt, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu deren Bewältigung zu treffen.

Zudem wird eine regelmäßige Überwachung der Beschaffungsmärkte durchgeführt. Durch die Zusammenarbeit mit zuverlässigen Lieferanten und Nachunternehmern wird Risiken auf der Beschaffungsseite vorgebeugt. Auch wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten vermieden, sodass Lieferengpässe überwiegend nicht eintreten können.

Aufgrund des organisierten Mahnwesens und der Tatsache, dass die öffentliche Hand häufig Auftraggeber unserer Projekte ist, wird das Risiko wesentlicher Forderungsausfälle, trotz der aktuellen wirtschaftlichen Situation infolge der gerade erst überwundenen Corona-Pandemie und des anhaltenden Ukraine-Krieges, nach wie vor als relativ gering eingeschätzt. Die Liquiditätsausstattung zum Stichtag lässt keine Liquiditätsrisiken erwarten.

Prognose

Die Bauwirtschaft ist mit einer Schockstarre in das Jahr 2023 gestartet. Die stark gestiegenen Material- Energie- und Zinskosten sowie die daraus resultierenden Baupreissteigerungen sorgen für stark rückläufige Auftragsvergaben bei den Auftraggebern. Für das Jahr 2023 geht die BAUINDUSTRIE von einer Umsatzprognose von real minus 6 % aus.

Das Ergebnis 2023/2024 wird voraussichtlich nicht das Niveau des im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erwirtschafteten Ergebnisses erreichen und sich leicht verschlechtern. Die Geschäftsführung der ROTEC geht davon aus, dass die Gesamtleistung im kommenden Geschäftsjahr 2023/2024 leicht sinken wird. Durch die gute Auslastung zum Start ins neue Geschäftsjahr können die Folgen des Ukraine-Krieges abgefedert werden. Die weitere Entwicklung im Jahresverlauf und im Folgejahr wird jedoch stark davon abhängen, inwieweit die, durch Materialknappheit und dem Kriegsgeschehen in der Ukraine, steigenden Rohstoff- und Energiepreise an unsere Auftraggeber weitergegeben werden können. Durch die starke Wettbewerbssituation ist es weiterhin schwer, Aufträge zu auskömmlichen Preisen zu erhalten. Darüber hinaus sind Prognosen über die Entwicklung der Ertragslage aufgrund der stark witterungsabhängigen Geschäftstätigkeit schwierig zu treffen.

 

Erlangen, den 26. Juli 2023

Dipl.-Ing. / Dipl.-Wirtsch.-Ing. Matthias Kraus, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

28.2.2023
EUR
28.2.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.126.711,15 4.854.435,46
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.307,00 3.725,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.306,00 3.724,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen 5.125.404,15 4.850.710,46
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 670.922,85 670.922,85
2. technische Anlagen und Maschinen 2.950.820,13 2.674.377,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.503.661,17 1.505.335,61
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75,00
a. geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 75,00
B. Umlaufvermögen 10.474.548,85 9.679.600,17
I. Vorräte 1.233.753,56 701.522,80
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.233.753,56 701.522,80
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.782.731,00 5.206.827,00
a. Noch nicht abgerechnete Leistungen 215.689,00 599.015,00
b. In Ausführung befindliche Bauaufträge 6.567.042,00 4.607.812,00
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen aktivisch abgesetzt) 6.782.731,00 5.206.827,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.118.482,12 1.626.733,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.345.842,71 751.979,59
2. sonstige Vermögensgegenstände 772.639,41 874.754,04
III. Wertpapiere 1.162.226,00 2.224.654,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.960.087,17 5.126.689,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 249.258,54 235.906,18
Summe Aktiva 15.850.518,54 14.769.941,81

Passiva

28.2.2023
EUR
28.2.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.491.707,42 8.804.866,97
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 125.000,00 125.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 125.000,00 125.000,00
II. Gewinnvortrag 7.321.633,25 7.333.821,88
III. Jahresüberschuss 2.045.074,17 1.346.045,09
B. Rückstellungen 3.262.546,44 2.786.767,42
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.276.185,00 1.186.207,00
2. Steuerrückstellungen 910.471,30 647.601,00
3. sonstige Rückstellungen 1.075.890,14 952.959,42
C. Verbindlichkeiten 3.096.264,68 3.178.307,42
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.157.799,70 1.663.282,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 293.881,70 789.530,40
3. sonstige Verbindlichkeiten 644.583,28 725.494,81
Summe Passiva 15.850.518,54 14.769.941,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.3.2022 - 28.2.2023
EUR
1.3.2021 - 28.2.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 2.865.604,96 2.014.506,52
a) Rohergebnis 12.287.674,28 11.161.731,60
b) Personalaufwand 7.129.714,19 6.953.756,73
c) Abschreibungen 859.269,39 825.799,15
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 1.433.085,74 1.367.669,20
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 155.773,51 -120.932,80
a) Erträge aus Beteiligungen 132.245,85 0,00
b) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87.098,45 50.634,94
c) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 40.820,00 138.500,00
d) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.750,79 33.067,74
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 956.605,66 529.355,88
4. Ergebnis nach Steuern 2.064.772,81 1.364.217,84
5. sonstige Steuern 19.698,64 18.172,75
Jahresüberschuss 2.045.074,17 1.346.045,09

Anhang

A Allgemeine Angaben

Die Firma ROTEC Rohrtechnik GmbH mit Sitz in Erlangen ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Fürth unter der Nummer HRB 9955 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach § 267 Abs. 2 HGB um eine mittelgroße Gesellschaft.

Die Bilanz wurde nach den Vorschriften des § 266 HGB gegliedert. Die Darstellung ist unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Die Postenbezeichnungen des gesetzlichen Gliederungsschemas wurden bei den Vorräten zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage in "In Ausführung befindliche Bauaufträge" und "Noch nicht berechnete Bauleistungen" umbenannt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gliederungsschema des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt (Gesamtkostenverfahren). Das gesetzliche Gliederungsschema wurde, zur Verbesserung des Einblicks in die Ertragslage, um die Posten "Gewinne aus Arbeitsgemeinschaften" erweitert.

Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, wurde der Ausweis im Anhang gewählt, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern.

B Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen sind folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für den Jahresabschluss maßgebend:

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibung vermindert.

Die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibung vermindert.

Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die degressive Abschreibung wird nur dann angewendet, wenn dadurch der Werteverzehr der Wirtschaftsgüter sachgerecht dargestellt wird. Geringwertige Anlagegüter mit einem Nettowert bis 800 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01. Mrz 22
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.991,69 1.206,00 0,00 1.171,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 610.000,00 0,00 0,00 0,00
706.991,69 1.206,00 0,00 1.171,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 670.922,85 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschienen 4.905.215,69 797.647,38 0,00 416.510,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.951.050,27 357.566,70 0,00 124.120,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75,00 0,00 0,00 75,00
9.527.263,81 1.155.214,08 0,00 540.705,82
10.234.255,50 1.156.420,08 0,00 541.876,82
Kamulierte Abschreibungen
28. Feb 23
01. Mrz 22
Zugänge
Abgänge
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.026,69 93.267,69 3.623,00 1.170,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 610.000,00 609.999,00 0,00 0,00
707.026,69 703.266,69 3.623,00 1.170,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 670.922,85 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschienen 5.286.352,77 2.230.838,69 497.404,25 392.710,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.184.496,45 2.445.714,66 358.242,14 123.121,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.141.772,07 4.676.553,35 855.646,39 515.831,82
10.848.798,76 5.379.820,04 859.269,39 517.001,82
Bruchwerte
28. Feb 23
28. Feb 23
28. Feb 22
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.720,69 1.306,00 3.724,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 609.999,00 1,00 1,00
705.719,69 1.307,00 3.725,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 670.922,85 670.922,85
2. Technische Anlagen und Maschienen 2.335.532,64 2.950.820,13 2.674.377,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.680.835,28 1.503.661,17 1.505.335,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 75,00
5.016.367,92 5.125.404,15 4.850.710,46
5.722.087,61 5.126.711,15 4.854.435,46

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Höhe der handelsrechtlichen Wertuntergrenze oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Es wird vom Wahlrecht gem. § 268 Abs. 5 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, die Position erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abzusetzen.

Für die im Hilfsstofflager geführten Materialien ist ein Festwert gebildet worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Soweit erforderlich sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit den Anschaffungskosten oder einem niedrigeren Kurswert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag enthalten, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

C Erläuterungen zur Bilanz

C. 1. Die Aufgliederung der Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Berichtsjahr 2022/23 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen einen entgeltlich erworbenen Firmenwert, der zwischenzeitlich auf einen Erinnerungswert von 1,00 € abgeschrieben wurde.

C. 2. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 25.000,00 € (Vorjahr 25.000,00 €) weisen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

C. 3. Die Position Wertpapiere enthält sonstige Wertpapiere, die aus kurz- und mittelfristig fälligen Geldanlagen bestehen.

C. 4. Die Pensionsrückstellung wird unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Vorschriften mit dem kaufmännisch notwendigen Erfüllungsbetrag ermittelt. Bei der Wertermittlung wurden die Generationentafeln RT2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln, bei der Berechnung berücksichtigt. Es kam das Ansammlungsverfahren PUCM (projected unit credit method) zur Anwendung. Zum 28. Februar 2023 wurde der Barwert der erdienten Rentenansprüche bei einer angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,79 % angesetzt. Für die Einbeziehung der Fluktuation wurden branchenübliche Standardwerte verwendet. Es wurde ein Rententrend von 2,0 % (Vorjahr 1,8 %) und ein im Vergleich zum Vorjahr unveränderter Anwartschaftstrend von 2,0 % berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 49.392 € (Vorjahr 71.681 €). Dieser Unterschiedsbetrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

C. 5. Die sonstigen Rückstellungen wurden unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Vorschriften mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag ermittelt und abgezinst.

Mit den sonstigen Rückstellungen wird nach derzeitigem Kenntnisstand in ausreichendem Umfang Vorsorge für künftige Verpflichtungen und Risiken getroffen. Sie enthalten in der Hauptsache ungewisse Verbindlichkeiten für Gewährleistungsansprüche, noch auszuführende Arbeiten, ausstehende Rechnungen sowie aus dem Personalbereich.

C. 6. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.

D Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge gemäß § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von 186 T€ aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten enthalten.

E Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 92 T€.

Es bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von 423 T€ aus abgeschlossenen Mietverträgen mit Laufzeiten bis zum 28. Februar 2026 bzw. bis zum 31. Dezember 2031.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Berichtsjahres wurde die Geschäftsführung durch Herrn Dipl.Ing., Dipl. Wirtsch.Ing. Matthias Kraus, Geschäftsführer, Nürnberg, wahrgenommen.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren beschäftigt:

Geschäftsjahr 2022/23
gewerbliche Arbeitnehmer 77
Angestellte 20
Gesamt 97

 

Erlangen, den 26. Juli 2023

Dipl.-Ing. / Dipl.-Wirtsch.-Ing. Matthias Kraus, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ROTEC Rohrtechnik GmbH, Erlangen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ROTEC Rohrtechnik GmbH, Erlangen, - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROTEC Rohrtechnik GmbH, Erlangen, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 28. Februar 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 26. Juli 2023

MUNKERT & PARTNER Audit GmbH
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Dr. Geiger, Wirtschaftsprüfer

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