Stahlhandelsgesellschaft Neugersdorf mbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Friedrich Wilhelm Höttler seit 24.3.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Jordan seit 29.2.2024 | Prokura |
Timo Maximilian Grahnert seit 29.2.2024 | Geschäftsführer |
Dirk Roßmy seit 21.8.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stahlbau Oberlausitz GmbHNeugersdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht1. Die Stahlbau Oberlausitz GmbH in Zahlen
2. Wirtschaftliche Entwicklung 2.1 Rahmenbedingungen So ein Jahr wie 2020 hat es bisher nicht gegeben! Die Weltwirtschaft fiel im Zuge der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 in eine beispiellose Rezession. Nach dem massiven Rückgang im zweiten Quartal 2020 trug vor allem eine entsprechend starke positive Gegenbewegung im dritten Quartal zur raschen Erholung der globalen Konjunktur bei. Zum Schlussquartal 2020 trat allerdings aufgrund vielerorts erneut verhängter Lockdowns eine differenziertere Entwicklung ein. Während die Wirtschaftsleistung im Euroraum wieder rückläufig war (-0,7 Prozent), ging die Aufholjagd in den USA (+1,0 Prozent) und China (+2,6 Prozent) weiter.[1] Im Euroraum war dem Rückgang im vierten Quartal 2020 eine kurzfristig kräftige Erholung vorausgegangen. Der Wachstumsschub von 12,4 Prozent hatte aber den harten Einbruch zu Beginn der Corona-Krise nicht ausgleichen können. Im Gesamtjahr 2020 schrumpfte die Wirtschaft laut Schätzung des Europäischen Statistikamts Eurostat um 6,8 Prozent.[2] Das Bruttoinlandsprodukt war in Deutschland im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 5,0 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Am Ende eines Stahljahres, das in 2019 lange unter dem Vorzeichen einer großen Krise stand, zeigen die Märkte eine fulminante Aufwärtsbewegung. Stahl- und Rohstoffpreise haben inzwischen nicht nur das Vor-Corona-Niveau übertroffen, sondern langjährige oder sogar historische Höchststände erreicht. Stahl ist derzeit ein knappes Gut und die Preise steigern sich in einen regelrechten Rausch. Es ist ziemlich eindeutig, dass nicht die Rohstoffpreise die Stahlpreise treiben. Umgekehrt ziehen hohe Stahlpreise die Rohstoffe nach oben, tatkräftig unterstützt durch eine von den Zentralbanken ausgeschüttete Liquiditätsflut und spekulative Investoren.[3] Laut Bundesnetzagentur ist der Stromnetzausbau in Deutschland im Jahr 2020 gut vorangekommen. Insgesamt wurden in diesem Jahr für fast 2.000 Kilometer Stromleitungen die Korridore festgelegt. 2021 soll es in diesem Tempo weitergehen. Im Detail befanden sich von aktuell fast 7.700 Kilometer Ausbauvorhaben zum Ende des dritten Quartals 1.700 Kilometer im Raumordnungs- oder Bundesfachplanungsverfahren. 3.000 Kilometer standen vor dem oder waren bereits im Planfeststellungsverfahren und rund 1.500 Kilometer Netzausbau sind fertiggestellt.[4] 2.2 Das Unternehmen Die Stahlbau Oberlausitz GmbH (nachfolgend kurz STOL genannt) fungiert in der begründeten steuerrechtlichen Betriebsaufspaltung als Betriebsgesellschafft. Das Besitzunternehmen ist die Stahlbau Neugersdorf Handels- und Vertriebsgesellschaft mbH & Co.KG mit ihrer Komplementärin, der Stahlhandelsgesellschaft Neugersdorf mbH und den Kommanditisten Andreas Hempel und Tamara Walther, die gleichzeitig die Gesellschafter und Geschäftsführer aller vier Firmen sind. Mit der 100 %igen Tochter der STOL, der Techno-Engineering D GmbH (nachfolgend kurz TED genannt), ist die Stahlbau Oberlausitz Gruppe komplett. Zwischen Mutter und Tochter gibt es seit 2004 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und dieser begründet eine Organschaft für den Zweck der Umsatz-, Körperschaft- und Gewerbesteuer. Der Organträger ist die STOL und die Organgesellschaft die TED. Die Stahlbau Oberlausitz Gruppe ist ein kompetenter Partner, wenn es um Stahlhochbaukonstruktionen für die Energie-, Automobil- und Grundstoffindustrie, für Flughäfen und Industriebauten geht. Nicht um eine serienmäßige Stahlbau-Fertigung geht es dabei, sondern um anspruchsvolle konstruktiv-technologische Projekte mit Unikatcharakter. Engineering, Fertigung und Endmontage bekommt man von unserem 164köpfigen mittelständischen Unternehmen, stets aus einer Hand. Erfahrene und hoch motivierte Ingenieure, Techniker, Schlosser, Schweißer, Konstrukteure und Monteure sind in der Lage, jeden noch so komplizierten Kundenwunsch, der ein Volumen von 50 kg bis 1.000 t umfasst - von Konstruktions- und Tragwerksplanung über Stahlhochbau und Stahlhochbaumontagen bis hin zu Metallbau und Schlosserarbeiten - in hoher Qualität und termingetreu zu erfüllen. Die STOL ist nach den Standards für Qualität (ISO 9001), Umweltschutz (ISO 14001), werkseigene Produktionskontrolle (DIN EN 1090) und Arbeitssicherheit (Gütesiegel "Sicherheit mit System") durch den TÜV bzw. die Berufsgenossenschaft Holz und Metall zertifiziert. 2.3 Geschäftsverlauf Nach einer entspannten vierzehntägigen Weihnachtsbetriebsruhe sind wir im Januar 2020, sicherlich etwas unbekümmert, aber den bedrohlichen Nachrichten aufmerksam folgend, dennoch sehr zuversichtlich in das Wirtschaftsjahr gestartet. Mit hoher Achtsamkeit und dem erforderlichen Augenmaß haben wir die sich anbahnende Krise täglich für uns bewertet und zügig ein entsprechendes Krisenmanagement implementiert. Die stetig anwachsende Gefahr, die sich für uns prognostiziert abzeichnete in Form von: Unterbrechung von Lieferketten, angeordnete Produktionsschließung bzw. krankheitsbedingter Rückgang des Produktionsausstoßes in einem nicht abzuschätzenden Maße, blieben glücklicherweise aus. Dennoch kam das Unternehmen gleich am Anfang der Corona-Krise in nicht vorhersehbare Liquiditätsschwierigkeiten. Ausnahmslos alle Kunden stellten komplett ihre Zahlungen für 12 Wochen an uns ein. Die geringen Liquiditätsreserven, die ihre Ursachen in der Änderung der Auftragsstruktur im Jahr 2019 hatten, war zügig aufgebraucht und erforderten ein schnelles Handeln der Geschäftsleitung. Hier kamen uns die weitreichenden Hilfspakete der Bundesrepublik und die professionelle Unterstützung unserer Hausbanken zugute. Tilgungsaussetzungen, Ratenstundungen, kurzfristige Zahlungsaufschübe, die unbürokratische Anpassungen der Steuervorauszahlungen, die Aussetzung der Insolvenz-Antragspflicht sowie die schnelle Bewilligung von Kfw.-Liquiditätshilfen, brachten das Unternehmen schrittweise wieder auf Kurs. Die aus dieser Situation entstandenen Reibungsverluste sehen wir am deutlichsten in der erbrachten Gesamtleistung. Bei vollen Auftragsbüchern und keiner pandemiebedingten Betriebsunterbrechung ging diese gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zurück.
Durch das frühzeitige Einsetzen der finanziellen Probleme legte die Geschäftsleitung schon im ersten Quartal 2020 einen wirksamen Rotstift an und beschloss eine drastische Kostensenkung in allen Bereichen des Unternehmens. Ziel sollte es sein, einen Verlust in 2020 zu vermeiden. In diesem Punkt hat das Unternehmen erneut unter Beweis gestellt, dass es in der Lage ist, seine Betriebskostenstruktur dynamisch an die äußeren Begebenheiten anzupassen und schloss mit einem niedrigen Jahresüberschuss von 123 TEUR ab. 3. Darstellung der Unternehmenslage Aufgrund der durch die Bundesnetzagentur prognostizierten Zielprojekte im Stromnetzausbau und der sich abzeichnenden sehr guten Auftragslage für das Berichtsjahr hielt die Geschäftsleitung an der anspruchsvollen Planung für das Jahr 2020 fest. Im Kennzahlenbereich war die Planung eine Punktlandung. Der Rohertrag von 41 Prozent wurde erreicht und bildete eine gute Grundlage für die notwendigen Kosten und dem zu kalkulierenden Wagnis und Gewinn.
In absoluten Zahlen blieb die Gesamtleistung mit rund 2,2 Mio. € hinter der Planung zurück. Wir gehen gegenwärtig noch davon aus, dass es eine deutliche Verschiebung der Betriebsleistung nach 2021 geben wird. 3.1 Ertragslage Der Rückgang der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Mio. € ist allein auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die stark von der Pandemie beeinflusst waren, zurückzuführen. Die Ungewissheit über die Auswirkungen der Corona-Krise lähmte zeitweise unser sonst so strukturiertes, takt- und planvolles Handeln. Die notwendigen Hygienekonzepte, die den Kontakt mit anderen Menschen weitestgehend unterbinden sollten bzw. nach wie vor sollen, haben wir Step by Step umgesetzt. Es wurden die Schichten auseinandergelegt, Meetings über Videokonferenz abgehalten, die AHA Regeln gezielt angewendet, Kontaktflächen zweimal täglich gründlich desinfiziert, eines unserer wichtigsten Instrumente, das Mitarbeitergespräch ausgesetzt u.v.m. Es waren die vielen kleinen Dinge, die sich derart stark Aufsummierten, aber uns vor jeglichen Betriebsunterbrechungen und Kurzarbeit bewahrten.
Das dennoch ein Jahresüberschuss erzielt wurde, ist bemerkenswert und beruhigend zugleich. Durch die Steigerung des Rohertrags um 0,6 Prozentpunkt auf 41,4 % und die Senkung der Gesamtkosten um 640 T€, war der gering ausfallende Erfolg überhaupt möglich.
Lediglich die Personalkosten und die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Bei den Personalkosten wurde für jeden Mitarbeiter eine, von der Bundesregierung bewilligte, Steuer- und SV-Abgabenfreie Corona-Prämie ausgezahlt. In allen anderen Bereichen konnten durch ein stringentes Management die Kosten deutlich reduziert werden. Die wesentlichste Einsparung wurde im Bereich Personalleasing erzielt. Die Senkung beträgt 507 T€ und erreicht in einem Zeitraum von 10 Jahre mit 585 T€ den zweitniedrigsten Stand. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme in Höhe von 10.277 T€ ist um 2.261 T€ geringer als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote liegt unverändert bei 43 Prozent (VJ 43 Prozent).
Die wesentlichen Ursachen für die Verringerung der Bilanzsumme sind in den kurzfristen Vermögenswerten und kurzfristigen Verbindlichkeiten zu suchen. Auf der Aktivseite haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2.474 T€ reduziert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten dadurch um 1.544 T€ abgebaut werden. Durch die Aufnahme von Krediten aus dem Kfw.-Sonderprogramm "Liquiditätshilfen zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie" gab es eine deutliche Verschiebung im Fremdkapital von den kurzfristigen in die langfristigen Verbindlichkeiten. Dabei sanken die kurzfristen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.127 T€. Das Vorratsvermögen ist mit rund 6,3 Mio. € unvermindert hoch. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen lag zum Stichtag bei 906 T€ (VJ 1.106 T€). Das entspricht im Wesentlichen ca. 860 t Rohmaterial, bei einem durchschnittlich angesetztem Materialpreis. Zum Stichtag waren 108 Aufträge angearbeitet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse ergab einen Bestand von 5.424 T€, was im Verhältnis zur Bilanzsumme ein sehr hoher Wert ist.
Die halbfertigen Produkte waren zum 31.12.2020 mit 2.792 T€ angezahlt. Für diese Anzahlungen wurden die Leistungen schon vollumfänglich erbracht. Das Unternehmen kann gegenüber seinen Kunden nur nach dem jeweiligen Liefer- bzw. Bautenstand entsprechende Abschlagsrechnungen stellen. 3.3 Finanzlage Die STOL konnte ihre Liquiditätsbasis im Berichtsjahr stabilisieren und sogar ausbauen. Die von den Banken bestätigten und nicht ausgeschöpften Kreditlinien sorgen darüber hinaus für eine sehr solide Finanzmittelausstattung. Durch ein zentrales Cash Pooling werden die verfügbaren Mittel im Unternehmen effizient disponiert. Mit der vorhandenen Liquiditätsausstattung ist das Unternehmen in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Das Kapitalflussdiagramm bildet die positive Entwicklung des Cashflows in 2020 ab. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird im Wesentlichen von der Abnahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Zunahme der erhaltenen Anzahlungen geprägt. Der Saldo des Investitionscashflows beinhaltet Beteiligungserträge in Höhe von 65 T€, die die Auszahlungen für Investitionen um 23 T€ übersteigen. Die Finanztätigkeit beinhaltet Tilgung von Krediten, Aufbau von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Tilgung von Darlehen und Ausschüttungen an Anteilseigner. 4. Arbeitnehmerbelange Unsere Beschäftigten sind der Schlüssel zum Erfolg unseres Unternehmens. Dazu tragen derzeit in der STOL 136 Beschäftige bei, indem sie ihre Kompetenzen und Ideen in die Arbeitsprozesse einbringen und Impulse zu Verbesserungen geben. In Vollzeit befinden sich 112, in Teilzeit 10 und in Ausbildung 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate betrug in Berichtszeitraum 9,6 % (VJ 6,8 %). Zum Stichtag gab es nach dem Stellenplan acht nicht besetzte Ausbildungsplätze und einen unbesetzten Arbeitsplatz im Fachbereich Montage. Die Fertigung arbeitet turnusmäßig im Zweischichtsystem von Montag bis Freitag. Es werden Arbeitszeitkonten geführt, so dass flexible Arbeitszeitmodelle (z.B. Gleitzeit) möglich sind. Die betriebliche Ausbildung ist seit jeher ein Schwerpunkt der Personalentwicklung. Für eine gute Berufsausbildung unterhält das Unternehmen eine Lehrwerkstatt und beschäftigt einen hauptamtlichen Ausbilder in Vollzeit. Drei weitere Mitarbeiter haben den Ausbilderschein und sind bei der IHK in Dresden als zuständige Ansprechpartner benannt. In 2020 waren 14 junge Menschen in der Ausbildung (VJ 16), entweder zum Konstruktionsmechaniker, Fachinformatiker, technischer Systemplaner oder Industriekauffrau/-mann. Im Jahresverlauf konnten zwei Auszubildende ihren Facharbeiter erfolgreich abschließen. Neben der Berufsausbildung haben drei Mitarbeiter eine vom Unternehmen finanziell unterstützte berufsbegleitende Weiterbildung absolviert. Hierzu zählen Meister-, Techniker- und Masterstudiengänge. Aufgrund der Vielzahl von coronabedingten Schulungsabsagen konnten nur 35 Mitarbeiter an externen und internen Schulungen teilnehmen. Alle Fortbildungen haben das Ziel, die Fachkompetenz der Belegschaft auf dem hohen Niveau zu halten und weiter voran zu bringen. Digitalisierung, erweiterte Anforderung vom Marktumfeld und voranschreitende Technologien machen dem Team der Stahlbau Oberlausitz Gruppe keine Angst; es erkennt die Chancen, weiß um die Risiken und bereitet sich auf das Kommende allumfassend vor. Die Sicherheit und das Wohlbefinden unser Beschäftigen ist uns überaus wichtig. Der Slogan "wer gesund zur Arbeit kommt, soll auch gesund nach Hause gehen" ist der Grundsatz unseres Handels in den Bereichen Arbeitsschutz sowie Gesundheitsmanagement und Prävention. Die Arbeitssicherheitssysteme haben wir seit vielen Jahren aufgebaut und verbessern diese kontinuierlich. Um dem Prozess des Schutzes eine neue Reife zu geben, wollen wir das Sicherheitsbewusstsein aller Beteiligten erweitern. Als Bewertungsmethode zur Messung des Sicherheitsbewusstseins will das Unternehmen die Safety Culture Ladder (SCL) als Managementsystem implementieren und sich im Dezember 2021 auf der Stufe 3 zertifizieren lassen. Arbeitsplatznutzungsregeln und die hohe Disziplin aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dazu beigetragen, dass es zu keiner nennenswerten Verbreitung des Virus untereinander kam. Das Unternehmen belohnte das besondere Engagement mit einer Steuer- und SV-Abgabenfreien Corona-Prämie pro Mitarbeiter. Das Vergütungssystem der Belegschaft sieht eine Jahresentlohnung vor, dass in zwölf Monatsgehältern bzw. im gewerblichen Bereich als monatlicher Festlohn (zuzüglich Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschlägen) ausgezahlt wird. Als variabler Lohn- bzw. Gehaltsbestandteil bezieht jeder Mitarbeiter bis zu einer bestimmten Entlohnungsstufe eine monatlich zu bewertende Leistungszulage. Die Bewertung findet für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter individuell statt und ist an einen vorgegebenen Leistungskatalog gebunden. Die Zulage betrug in 2020 bei 100 %iger Auszahlung und 174 Arbeitsstunden pro Monat 409 €. Durchschnittlich wurden im Berichtsjahr 296 € pro Mitarbeiter und Monat ausgezahlt. Im Unternehmen vertritt ein Betriebsrat die Interessen der Beschäftigten. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung können in den viermal im Jahr stattfindenden Betriebsratssitzungen die wesentlichen Interessen beider Seiten abgestimmt und klar Ziele vereinbart werden. Der soziale Leistungskatalog beinhaltet: eine betriebliche Altersversorgung, die im Berichtsjahr von 25 € auf 50 € pro Mitarbeiter erhöht wurde, die Bezuschussungen von Bau- oder Wertpapiersparen als Vermögensbildende Leistungen, ein Rundumschutz für Unfälle im Arbeits- und Freizeitbereich, kostenlosen Kaffee am Arbeitsplatz sowie Zuschüsse zum Werksessen und zu einer Rückenmassage pro Monat. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Zwischen dem Stichtag des Wirtschaftsjahres (31. Dezember 2020) und der Fertigstellung des Berichts (30. April 2021) sind keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten. 6. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken Die Ökonomen sind sich einig: Der wohl wichtigste Faktor für die konjunkturelle Entwicklung 2021 ist der weitere Verlauf der Corona-Pandemie. Dazu steht der Brexit an und es gibt einen neuen US-Präsident, der die Weltwirtschaft maßgeblich beeinflussen kann. Nach wie vor ist die Prognoseunsicherheit hoch, da sich die Konjunktur noch immer in einer Ausnahmesituation befindet. Darüber hinaus hängt der weitere Verlauf stark vom Infektionsgeschehen und den in der Folge ergriffenen politischen Maßnahmen jedes einzelnen Landes ab.[5] Der Winter-Lockdown bremst die Erholung der deutschen Wirtschaft deutlich. Fürs erste Quartal erwartet die Bundesregierung ein Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts. Für das Gesamtjahr 2021 senkt sie deshalb ihre Prognose von 4,4 auf 3,0 Prozent ab.[6] 6.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Für uns bleibt die Hoffnung, dass sich in den nächsten Monaten möglichst viele Menschen impfen lassen, damit die Gesellschaft insgesamt zu normalen Verhältnissen zurückkehren kann. Der individuelle Schutz - Abstand wahren, Maske tragen, Hygiene beachten - wird jedenfalls noch für lange Zeit Priorität haben. Das Virus lässt sich nicht binnen Monaten besiegen. Auch 2021 wird deshalb ein Corona-Jahr, aber immerhin eines, mit Licht am Horizont.[7] Derzeit ist es uns nicht möglich, die Implikationen und Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit abschließend zu beurteilen. Das Management überwacht die Situation eng, um erforderliche Gegenmaßnahmen umsetzen zu können. Die vor uns stehende Aufgabe wird nicht weniger Anspruchsvoll wie die im letzten Jahr. Ähnlich wie in 2020 sind unsere Auftragsbücher gut gefüllt und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert. Im Unterschied zum Vorjahr kämpfen wir zusätzlich mit den drastisch ansteigenden Materialkosten. Stahl ist teurer denn je und dazu noch ein knappes Gut. Durch das zurückliegende Jahr haben neben den Stahllieferanten auch die anderen Vertragspartner ihre Preise deutlich erhöht. Inwieweit es uns gelingt, alle Preissteigerungen an unsere Kunden weiterzugeben, werden für bestehende Aufträge die Nachverhandlungen zeigen. Sollte die tatsächliche Entwicklung in den kommenden Monaten deutlich hinter unseren Erwartungen zurückbleiben, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. 6.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten Innerhalb der Geschäftstätigkeit ist es oft unumgänglich, Risiken einzugehen. Dies ist häufig eine notwendige Voraussetzung dafür, Chancen nutzen zu können. Die Geschäftsleitung muss daher möglichst sämtliche bestehenden relevanten Risiken überschauen und kontrollieren können. Aus diesem Grund ist eine vorausblickende und wirkungsvolle Risikolenkung für unser Unternehmen ein wichtiger und wertschaffender Beitrag zur Existenzsicherung des gesamten Unternehmens und der Arbeitsplätze. Zu den Risiken aus operativer Tätigkeit zählen die Beschaffungs-, Produktions-, Absatz-, Auftrags-, Informationssicherheits-, und Personalrisiken. Diese täglich im Blick zu haben, erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und ein gut funktionierendes Netzwerk. Um alle aktuellen Informationen schnell weiter geben zu können, hat sich die protokollierte Besprechungskaskade bewährt und durchgesetzt. Die Wertschöpfungsprozesse werden immer stärker digitalisiert und die Informationstechnologie durchdringt folgerichtig die Produktionstechnik. Vor diesem Hintergrund wachsen auch bei uns die Ansprüche an die eingesetzten Informationssysteme. Mit dem Einsatz moderner Hard- und Software sowie der stetigen technologischen Erneuerung unserer IT-Infrastruktur begegnen wir Risiken und gewährleisten die Verfügbarkeit und Sicherheit unserer Informationssysteme. Risiken im Arbeitsschutz und in der Anlagensicherheit werden regelmäßig ermittelt und bewertet. Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung sowie daraus abgeleitete Maßnahmen werden systematisch überprüft und die Effektivität der festgelegten Maßnahmen regelmäßig eingeschätzt. Ein Arbeitsschutzmanagementsystem definiert die Vorgehensweisen bei der Gefährdungsermittlung, der Unterweisung sowie der Unfalluntersuchung und legt die Verantwortlichkeiten fest. Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigten Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Die Liquidität der Stahlbau Oberlausitz Gruppe ist gegenwärtig gesichert, wird täglich überwacht und langfristig geplant. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, besteht ein übergreifender Cash-Pool für die Stahlbau Oberlausitz Gruppe. Das Betriebsmittelrisiko, das Versorgungsrisiko, das Risiko krimineller Handlungen sowie das Risiko aus Naturgewalten sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt, die hinsichtlich ihrer möglichen Schadenshöhe jährlich bewertet und angepasst werden. Alle erkennbaren rechtlichen Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses gab es keine offenen und anhängige Verfahren.
Ebersbach-Neugersdorf im Mai 2021 i.O. gez. Andreas Hempel, Geschäftsführer i.O. gez. Tamara Walther, Geschäftsführerin [1] https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2021/03/kapitel-2-3-weltwirtschaft.html [2] https://www.dw.com/de/wirtschaft-der-eurozone-schrumpft/a-56414980 [3] https://eurometal.net/stahlmarkt-am-jahresende-2020-wie-phoenix-aus-der-asche/ [4] https://www.energate-messenger.de/news/208330/stromnetzausbau-machte-2020-fortschritte [5] https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2021 [6] https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur [7] https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/impfen-als-hoffnung-licht-am-horizont-17127027.html BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 1) Die Stahlbau Oberlausitz GmbH hat ihren Sitz in Ebersbach-Neugersdorf und ist beim Handelsregister Dresden unter der Nummer HRB 3875 eingetragen. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 2) Der Anhang ist nach den Vorschriften der §§ 284 bis 288 HGB aufgebaut. 3) Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der Stahlbau Oberlausitz GmbH - im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt - ist unter der Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. 4) Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. 5) Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren abgefasst. 6) Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 S. 1 Nr. 11 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB sind nicht zu machen. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen konnte nach den Vorschriften der § 285 S. 1 Nr. 4 i.V.m. § 288 Abs. 2 HGB ebenfalls unterbleiben. 7) In der Bilanz und Gewinn-Verlustrechnung ist zu jedem Posten der entsprechende Wert des vorhergehenden Geschäftsjahres angegeben. 8) Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden die Posten der Aktivseite nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet. 9) Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert. 10) Dem Anlagevermögen sind nur Gegenstände zugeordnet, die dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen geeignet und bestimmt sind. 11) Die auf den Jahresabschluss angewendeten Darstellungsgrundsätze sind beibehalten worden. 12) Angaben wegen der Nichtvergleichbarkeit einzelner Positionen des Jahresabschlusses mit denen des Vorjahres wurden erläutert. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden I. Bilanzierungsmethoden 1) Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. 2) Die Bilanzierungsverbote nach § 248 Abs. 1 und 2 HGB wurden beachtet. 3) Die Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet. Die Auflösung der Rückstellungen erfolgte gemäß § 249 Abs. 2 HGB nach bestimmungsgemäßem Verbrauch. 4) Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet. 5) Soweit Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB bestehen, sind diese gemäß § 268 Abs. 7 HGB angegeben. II. Bewertungsmethoden 1) Die angewandten Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den steuerrechtlichen Bestimmungen; handelsrechtliche Bestimmungen standen dem nicht entgegen. 2) Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Lediglich für die Vergleichbarkeit und Klarheit wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die erhaltenen Anzahlungen in die entsprechenden Aktiv- und Passivposten unterteilt. 3) Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen. 4) Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln und vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. 5) Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst. 6) Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Es wurde von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Vermögensgegenstände im Einzelwert zwischen 250 EUR und 1.000 EUR wurden im Geschäftsjahr nach § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten aktiviert und entsprechend abgeschrieben. 7) Die Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. 8) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert / beizulegenden Wert angesetzt. 9) Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert / beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkten Fertigungslohn- und Materialkosten sowie Sondereinzelkosten anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. 10) Leistungsforderungen sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine 1 %-ige Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. 11) Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. 12) Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte entsprechend den Regelungen des BilMoG. Dem entsprechend wurde der Erfüllungsbetrag mit den Zeitwerten des Deckungsvermögens saldiert. Hiernach ergab sich ein Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 104.007 EUR. Den Pensionsrückstellungen in Höhe von 275.999 EUR stehen den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 380.006 EUR gegenüber. 13) Für ungewisse Verbindlichkeiten sind sonstige Rückstellungen in dem Umfang gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zur Abdeckung des allgemeinen Gewährleistungsrisikos wird darüber hinaus eine Rückstellung auf der Grundlage der garantiebehafteten Umsätze und des in der Vergangenheit angefallenen Garantieaufwandes gebildet. 14) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. C. Erläuterungen zu den Bilanzposten I. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020 einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen. II. sonstige Vermögensgegenstände Die Gesellschaft weist unter dieser Position Steuerforderungen in Höhe von 36.784 EUR aus. Des Weiteren Kleindarlehen in Höhe von 44.777 EUR. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Saldierung zwischen dem Deckungsvermögen und dem Erfüllungsbetrag im Rahmen der direkten Pensionszusage beträgt 104.007 EUR. III. Aktive latente Steuern Die Gesellschaft nimmt vom Aktivierungs-Wahlrecht gemäß § 274 HGB keinen Gebrauch. Eine sich ergebende Steuerentlastung, aufgrund Differenzen aus steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansetzen, wird nicht angesetzt. IV. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Mit der Pensionszusage vom 19.12.2011 wurde gegenüber der Gesellschafter-Geschäftsführerin Tamara Walther eine Pensions-Direktzusage erteilt. Hiernach verpflichtet sich die Gesellschaft zur Zahlung einer lebenslangen Altersrente in Höhe von monatlich 2.000 EUR. Darüber hinaus wurde eine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von monatlich 2.000 EUR sowie eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 % der Altersrente vereinbart. Zur Refinanzierung der Pensionsverpflichtung hat die Gesellschaft bei der Allianz Lebensversicherungs-AG Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Zur Sicherung der Versorgungsansprüche von Tamara Walther wurden die Versicherungsleistungen an diese mit Verpfändungsvereinbarung vom 19.12.2011 verpfändet. Zum 31.12.2020 beträgt der handelsrechtliche Erfüllungsbetrag 275.999 EUR, der Zeitwert des Deckungsvermögens erreicht einen Betrag von 380.006 EUR. Saldiert ergibt sich ein Aktivposten in Höhe von 104.007 EUR. Dieser Posten ist in den Sonstigen Vermögensgegenständen mit ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag von 275.999 EUR wurde unter Anwendung der PUC Methode unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 2,23 % ermittelt. Dieser Zinssatz entspricht dem 10-Jahresdurchschnitt. Unter Anwendung eines 7-Jahresdurchschnitt-Zinssatzes von 1,64 % würde sich ein Erfüllungsbetrag in Höhe von 318.773 EUR ergeben. Insofern ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 42.774 EUR. Steuerrückstellungen Für abschließende Zahlungen an Gewerbesteuern wurden 43,83 TEUR sowie für die Körperschaftsteuer 41,15 TEUR zurückgestellt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus folgenden Einzelbeträgen zusammen: Siemensbonus 55,6 TEUR, Berufsgenossenschaft 7,6 TEUR, Tantiemen 65,0 TEUR, Gewährleistungen 57,6 TEUR, Abschlusskosten 19 TEUR sowie für die Aufbewahrungspflicht 33,2 TEUR. V. Verbindlichkeitenspiegel
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. VI. sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen für Lohn- und Kirchensteuer 36,9 TEUR, für soziale Sicherheit 1,0 TEUR (Krankenkassen) sowie Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern mit 300 TEUR. VII. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag aus der Haftung als Mitglied der Volksbank Löbau-Zittau eG in Höhe von 2.500,00 EUR. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die GuV Posten enthalten keine erwähnenswerten Posten, die das Jahresergebnis beeinflussen. E. sonstige Pflichtangaben I. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist zu 100 % an der Techno-Engineering D GmbH, Neugersdorf beteiligt. Das gezeichnete Kapital der Techno-Engineering D GmbH beträgt 30.000 EUR. Seit dem 01. Januar 2004 besteht zwischen der Gesellschaft und der Techno-Engineering D GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. II. Geschäftsführungsorgane Die Geschäfte der Gesellschaft werden von Andreas Hempel, Dipl.-Ing. (TU), Bautzen und Tamara Walther, Dipl.-Kffr. (FH), Dresden geführt. III. Organschaft Es liegt eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerrechtliche Organschaft vor. Organträger ist jeweils die Stahlbau Oberlausitz GmbH und die Techno-Engineering D GmbH deren Organgesellschaft. Die Leistungsbeziehungen im Organkreis sind demnach nichtsteuerbare Innenumsätze. Die Forderungen und Verbindlichkeiten zur Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt sind in der Bilanz der Gesellschaft ausgewiesen. IV. Betriebsaufspaltung Steuerrechtlich liegt eine Betriebsaufspaltung vor. Die Gesellschaft ist Betriebsgesellschaft. Besitzunternehmen ist die Stahlbau Neugersdorf Handels- und Vertriebsgesellschaft mbH & Co.KG. V. sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat Kfz-Leasingraten in Höhe von 102,2 TEUR jährlich zu zahlen. Des Weiteren bestehen monatliche Mietzahlungsverpflichtungen gegenüber der Besitzgesellschaft in Höhe von 19,7 TEUR. VI. Personalstand Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich insgesamt 136 Arbeitnehmer (112 Vollzeit-, 10 Teilzeitkräfte, 14 Auszubildende) beschäftigt. F. Unterzeichnung gemäß § 245 HGB Die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit des Jahresabschlusses, wie er sich aus diesem Bericht ergibt, wird hiermit versichert.
Ebersbach-Neugersdorf im Mai 2021 i.O. gez. Andreas Hempel, Geschäftsführer i.O. gez. Tamara Walther, Geschäftsführerin [1] Kreditsicherung durch Grundschulden Zu dem Jahresabschluss haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stahlbau Oberlausitz GmbH Prüfungsurteile "Wir haben den Jahresabschluss der Stahlbau Oberlausitz GmbH, Ebersbach-Neugersdorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stahlbau Oberlausitz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse a) entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und b) vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs.3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Filderstadt, den 28. Mai 2021 i.O.
gestempelt und gezeichnet
Adelbert Hilpert, Wirtschaftsprüfer |
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