Partnerschaft Dr. med. Manfred Thomas & Dr. med. Martin Jordan Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie
Selbe AdresseArztpraxen für Allgemeinmedizin
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Hofrat Friedrich Hessing'sche orthopädische Heilanstalt in Göggingen-Augsburg öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts (Hessing Stiftung) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hessingpark-Clinic GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis: I. Grundlagen des Unternehmens 1. Beschreibung des Geschäftsmodells 2. Philosophie II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens a) Ertragslage b) Vermögenslage c) Finanzlage 3. Weitere Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage Wirtschaftsbericht III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken der zukünftigen Entwicklung 2. Chancen 3. Zusammenfassung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Beschreibung des Geschäftsmodells: Die Hessingpark-Clinic GmbH (HP-C) ist eine nach § 30 Gewerbeordnung zugelassene Privatklinik, die ihre operative Tätigkeit am 4.11.2002 aufgenommen hat. Es handelt sich hier um kein Plankrankenhaus i. S. d. Bayerischen Krankenhausgesetzes (BayKrG). Es besteht auch kein Versorgungsvertrag nach § 108 oder § 109 SGB V. Die Bundespflegesatzvereinbarung (BPfIV) oder das Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) finden unmittelbar keine Anwendung. Die Abrechnung erfolgt jedoch entsprechend den Konditionen für die Orthopädische Fachklinik der Hessing-Stiftung (Plankrankenhaus). Ein Anspruch auf Fördermittel im Rahmen der dualen Finanzierung besteht nicht. Die Hessingpark-Clinic GmbH ist ein Tochterunternehmen der Hofrat Friedrich Hessing'sche Orthopädische Heilanstalt in Göggingen-Augsburg (Hessing Stiftung). Behandlungsschwerpunkt ist die konservative und operative Versorgung von Patienten mit orthopädischen Erkrankungen inklusive der nötigen ambulanten Physio- und Trainingstherapie. Als besondere Schwerpunkte wurden die Schulter- und Kniegelenkschirurgie, die Endoprothetik an Hüfte und Knie, die Handchirurgie, die Wirbelsäulenchirurgie und die Fußchirurgie einschließlich der nötigen anästhesiologischen Versorgung am Haus etabliert. Zielgruppe sind in erster Linie voll privatversicherte Patienten, aber auch Selbstzahler und ausländische Patienten. Das Haupteinzugsgebiet liegt im Regierungsbezirk Schwaben (v.a. PLZ-Bereiche 86 und 89). Seit vielen Jahren kommen Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland zur Behandlung in die HP-C. Die ärztliche Versorgung wird über angestellte, hochspezialisierte Fachärzte organisiert. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit einer überörtlichen Gesellschaft niedergelassener Radiologen. Am Betrieb des Magnetresonanztomographen nimmt die Hessingpark-Clinic im Rahmen einer Kostenbeteiligung Anteil. Die Hessingpark-Clinic verfügt derzeit über 34 Betten, pro Jahr werden etwa 3.200 Operationen durchgeführt. 2. Philosophie: Die Behandlung aller Patienten der Hessingpark-Clinic erfolgt ganzheitlich, individuell und medizinisch auf höchstem Niveau. Ziel ist ein maßgeschneidertes Therapiekonzept, das mit individueller Betreuung und einer hochspezialisierten interdisziplinären Zusammenarbeit auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt ist. Das Konzept der Hessingpark-Clinic ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor und kann als 4-Säulen-Modell zusammengefasst werden:
II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen: Die Gesundheitswirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland mit einer Bruttowertschöpfung von insgesamt 497,7 Mrd. Euro. Das entspricht 5.939 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Im Jahr 2022 liegt der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2022 bei 12,8 %. Für das Jahr 2023 wird auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte ein leichter Rückgang der Gesundheitsausgaben auf 494,6 Milliarden Euro geschätzt. Das wären rund 3 Milliarden Euro oder 0,6 % weniger als 2022. Damit wäre das Jahr 2023 erst das zweite Jahr mit einem Rückgang der Gesundheitsausgaben seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1992. Maßgeblich hierfür ist der für das Jahr 2023 zu erwartende Rückgang der coronabedingten Ausgaben der öffentlichen Haushalte um rund 25 Milliarden Euro (-51,6 %). Der relativ geringe Rückgang der gesamten Gesundheitsausgaben resultiert aus dem Anstieg bei anderen Ausgabenträgern wie der gesetzlichen Krankenversicherung um 13,7 Milliarden Euro (+5,2 %) oder der privaten Krankenversicherung um 3,5 Milliarden Euro (+9,1 %). Die Grundlage für die hohe Wertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft bildet der Leistungsanspruch von 74,31 Mio. gesetzlich Krankenversicherten und 8,7 Mio. mit einer privaten Krankenvollversicherung. Wachstumstreiber für diese Entwicklung waren im Zeitraum von 2013 bis 2022 mit jährlich +5,0 % in erster Linie die individuell finanzierten Gesundheitsleistungen im erweiterten Bereich der Gesundheitswirtschaft (z.B. Fitness, Wellness, Gesundheitstourismus). Kollektiv finanzierte Gesundheitsleistungen im erweiterten Bereich der Gesundheitswirtschaft folgten gleichauf mit den Leistungen im Kernbereich als zweitbedeutendste Wachstumstreiber (+4,9 %). Insgesamt betragen die kollektiv finanzierten Gesundheitsleistungen 425 Mrd. EUR (Vorjahr: 384 Mrd. EUR), die individuell finanzierten Leistungen 152 Mrd. EUR (Vj: 161 Mrd. EUR). Mit über 8 Millionen Erwerbstätigen ist etwa jeder 6. Arbeitsplatz in Deutschland in der Gesundheitswirtschaft angesiedelt. Rund zwei Drittel der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft sind in der medizinischen Versorgung tätig. Seit 2013 wurden dort mehr als 1,1 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen, ein Plus von 27,3 Prozent. Auf politischer Ebene stand im Jahr 2023 die Debatte um die Krankenhausreform im Mittelpunkt. Der Entwurf des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) wurde erst im Frühjahr 2024 vorgelegt. Im Kern sieht der Entwurf die Einführung von Leistungsgruppen, die Erweiterung des DRG-Systems um die Komponente der Vorhaltefinanzierung, die Einführung von Mindestmengen pro Leistungsgruppe und Qualitätskriterien vor. Die Notwendigkeit einer Krankenhausreform wird von keinem der Akteure im Gesundheitswesen bestritten. Um Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung zu steigern, wird eine Leistungskonzentration, insbesondere bei der spezialisierten Versorgung, weitgehend für notwendig und sinnvoll erachtet. Die Kritik von Krankenhäusern, Kassen, Ärzten und der Bundesländer an dem Referentenentwurf richtet sich, neben verfassungsrechtlicher Bedenken, inhaltlich gegen die spezifischen Maßnahmen, die die Komplexität des Systems steigern, zu einem Bürokratieaufbau und zu großer Unsicherheit bei Patienten und Versorgern führen und bisher keine positiven Effekte auf die Versorgung erkennen lassen. Die im Referentenentwurf vorgesehenen Maßnahmen würden auch nur zukünftige Kostensteigerungen erfassen und die entstandene Lücke zwischen Kosten und Erlösen aus den letzten Jahren außer Acht lassen. Die nicht refinanzierten Kostensteigerungen der Jahre 2022 und 2023 haben die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser massiv verschärft. Laut Krankenhausbarometer 2023 des Deutschen Krankenhaus Instituts (DKI) erwarten die Krankenhäuser, dass der Anteil der Häuser mit negativem Jahresergebnis von 54 % im Jahr 2022, also von knapp der Hälfte aller Allgemeinkrankenhäuser ab 100 Betten, 2023 auf voraussichtlich 78 % ansteigen wird. Auch der Anteil der Häuser mit einem Jahresüberschuss wird von 35 % auf voraussichtlich 7 % sinken. Auch unabhängig von der Krankenhausgröße wird die aktuelle wirtschaftliche Lage insgesamt kritisch gesehen. In den kleinen Krankenhäusern bis 299 Betten und in großen Krankenhäusern ab 600 Betten beurteilen 80 % und 85 % der Krankenhäuser ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als eher unbefriedigend. Für 2024 erwarten 71 %, und somit fast drei Viertel der Krankenhäuser, eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, während nur 4 % der Krankenhäuser eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation erwarten; 25 % der befragten Krankenhäuser sind in dieser Hinsicht indifferent. Nach dem Krankenhaus Rating Report 2023, der gemeinsam vom RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Institute for Healthcare Business GmbH erstellt wurde, hat sich die Lage deutscher Krankenhäuser verschlechtert. Im Jahr 2023 drohte 18 % der deutschen Krankenhäuser die Insolvenz. Der Anteil an insolvenzbedrohten Krankenhäusern wird nach Berechnungen bis 2030 sogar auf 44 % steigen. 2023 erzielten 47 % der Häuser einen Jahresverlust. Die im Krankenhaussystem bestehende duale Finanzierung regelt, dass Investitionskosten durch die Bundesländer über Fördermittel finanziert werden und Betriebskosten, die Kosten für die Behandlung von Patienten, von den Krankenkassen bezahlt werden. Da die Förderquoten im Zeitablauf über die letzten Jahrzehnte permanent abgenommen haben, sind die Krankenhäuser gezwungen, verstärkt Eigenmittel einzusetzen, um zumindest den Status Quo bei der technischen und baulichen Ausstattung zu erhalten. Die Preise für die Finanzierung der Betriebskosten werden auf Basis von Verhandlungen zwischen den Krankenkassen und den Landeskrankenhausgesellschaften auf Landeseben jedes Jahr vereinbart. Dabei werden allgemeine Kostensteigerungen bei den Personal- und Sachkosten allerdings immer zeitlich versetzt berücksichtigt. Somit müssen hohe inflationsbedingte Steigerungen von den Krankenhäusern vorfinanziert werden. Die Krankenhäuser sind bei Ihrer Finanzierung gezwungen, Überschüsse aus dem Behandlungsbereich zu erwirtschaften, um Investitionen zu tätigen bzw. in Abhängigkeit von der Trägerschaft zusätzliche Finanzierungsquellen erschließen. Häufig ist die Zuführung von Liquidität durch Dritte, insbesondere durch Bankdarlehen, erschwert und bei der aktuellen Zinssituation teuer, da sich viele Banken aufgrund der Risikolage mit potenziellen Auswirkungen auf die Kapitaldienstfähigkeit von Krankenhäusern zurückhalten. Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft erhalten in diesen Fällen von ihren Gesellschaftern einen Defizitausgleich etwa in Form von Investitions- und Betriebskostenzuschüssen, Bürgschaften und zinsvergünstigten Darlehen. Freigemeinnützige und private Krankenhäuser haben hier einen Wettbewerbsnachteil. Trotz aller Herausforderungen bietet die Gesundheitswirtschaft wegen der zunehmenden Gesundheitsorientierung der Patienten und der steigenden Lebenserwartung weiterhin gute Entwicklungschancen, insbesondere auch bei den individuell finanzierten Gesundheitsdienstleistungen im erweiterten Bereich der Gesundheitswirtschaft. 2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens: Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen den Geschäftsbetrieb der Hessingpark-Clinic in Form von höheren Kosten, insbesondere höheren Sachkosten, höheren Finanzierungskosten und höheren Personalkosten. Höhere Kosten können systembedingt nicht einfach durch das Unternehmen an die Patienten weitergegeben werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Ertragslage des Unternehmens im Jahr 2023 erheblich verbessert. Ein wesentlicher Grund liegt in einem deutlichen Anstieg der Leistungskennzahlen im Vergleich zu den Vorjahren, die noch unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie standen. Lediglich die Anzahl der Patienten aus dem Ausland blieb in etwa auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Zudem ergaben sich positive Effekte über die Preiskomponente v.a. durch höhere Pflegeentgeltwerte sowie durch eine Anhebung der Preise im Heilmittelbereich. Die Kompensation von krankheitsbedingten Personalausfällen und die Besetzung von offenen Stellen in der Physiotherapie und der OP-Pflege stellte die HP-C das ganze Jahr über vor große Herausforderungen. Insbesondere in Hessingpark-Clinic Therapie und Training wirkte sich das Fehlen von Physiotherapeutinnen und -therapeuten negativ auf die Umsatzerlöse aus. Im Operationsbereich konnten die benötigten Kapazitäten durch eine hohe Flexibilität über die Fachbereiche hinweg aufrechterhalten werden. a) Ertragslage Haupteinflussfaktor für eine stabile Ertragslage im DRG-System sind hohe Fallzahlen. Die DRG-Erlöse für die Behandlung stationär untergebrachter Patienten inkl. der Wahlleistungen stellen den größten Anteil an den Umsatzerlösen. Die ambulanten und stationären Fallzahlen haben sich wie folgt entwickelt:
Die stationären Fallzahlen stiegen im Jahr 2023 um 7,4 % oder um 146 Fälle gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der ambulanten Operationen konnte um 6,2 % oder 59 Fälle auf 1.017 gesteigert werden. In Summe ergibt das eine Erhöhung um 7,0% auf 3.130 Operationen. Die Case-Mix-Punkte (ohne Pflege) betragen 2.313 Punkte (Vorjahr: 2.107). Die Umsatzerlöse in Höhe von 27.344 T€ (Vorjahr: 24.410) und die Gesamtleistung in Höhe von 27.605 T€ (Vorjahr: 24.931) liegen deutlich über Vorjahresniveau. Bedeutende Einflussfaktoren auf die Umsatzsteigerung sind die Zunahme von Patienten mit höherem Schweregrad (Case-Mix-Index) aufgrund der demographischen Entwicklung und dem Bedürfnis der Menschen nach mehr Lebensqualität im Alter sowie die oben genannten Preiseffekte inkl. höherer Basisrate. Die Umsatzerlöse konnten sowohl im stationären wie auch im ambulanten Klinikbetrieb deutlich gesteigert werden. Der Beitrag zur Gesamtleistung von Therapie und Training lag mit 3.258 T€ leicht über Vorjahresniveau.
Der Personalaufwand stieg von 14.731 T€ auf 15.897 T€. Dieser Effekt ist neben den allgemeinen Lohnsteigerungen auf höhere Beteiligungen an den GOÄ-Erlösen im ärztlichen Bereich zurückzuführen. Danach folgen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 4.896 T€ (Vorjahr: 4.420 T€). Größten Anteil haben dabei die Umlagen an die Hessing Stiftung in Höhe von insgesamt 2.723 T€ (Vorjahr: 2.490 T€). Der Materialaufwand liegt mit 2.772 T€ (Vj. 2.690 T€) durch Mehrleistung über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahr belastet der gestiegene Zinsaufwand von 778 T€ (2021: 397 T€) das Ergebnis. In Summe ist eine signifikante Verbesserung der Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, wie nachfolgende Tabelle zeigt:
Das Betriebsergebnis stieg auf 2.900 T€, das Finanzergebnis verschlechterte sich durch den hohen Zinsaufwand auf - 833 T€. Das Jahresergebnis nach Steuern liegt mit 1.322 T€ um 26,8 Prozent über Vorjahresniveau. b) Vermögenslage Das Gesamtvermögen zum Bilanzstichtag ist um 6.852 T€ auf 55.622 T€ gestiegen. Die Anlageintensität als Quotient aus Anlagevermögen und Bilanzsumme beträgt 24,0 %, der Kapitalumschlag als Quotient aus Umsatzerlöse und Bilanzsumme 49,2 %. Die Eigenkapitalquote liegt bei 52,9 %. Dies stellt auch nach konservativen Maßstäben ein sehr solides Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtkapital dar. Der Verschuldungsgrad (absolut) als Quotient aus Fremdkapital zu Eigenkapital beträgt 89,2 %. Der Bruttoausweis des Cash-Poolings mit der Gesellschafterin wirkt sich auf die Bilanzstruktur aus. Der Anstieg des kurzfristig gebundenen Vermögens und der sonstigen Passiva erklärt sich durch die einzelne Darstellung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling mit der Hessing Stiftung. Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin stiegen um 6.009 T€ auf 36.983 T€, die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin um 4.119 T€ auf 22.536 T€.
Hervorzuheben ist weiter, dass das mittel- und langfristig gebundene Kapital das zeitgleich gebundene Vermögen vollständig abdeckt. Die Fristenkongruenz zwischen Kapitalbindung und Kapitalüberlassung ist damit mehr als erfüllt. c) Finanzlage Die Hessingpark-Clinic zeichnet sich durch eine hohe Innenfinanzierungskraft aus.
Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 6.193 T€. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -1.538 T€ und aus Finanzierungstätigkeit 945 T€. Der Finanzmittelfonds stieg um 5.600 T€ auf 36.984 T€. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen durch den Neuabschluss eines Darlehens im Geschäftsjahr 2023 zur Finanzierung von Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen 947 T€ (Vorjahr: keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten). Sie betreffen im Wesentlichen die Anschaffung eines Röntgengerätes mit Digitaler Volumentomographie, neue Fitness- und Trainingsgeräte sowie die Fassadensanierung. Die übrigen Investitionen wurden aus Eigenmitteln finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten werden fristgemäß beglichen. Die Liquiditätslage lässt sich nur im Kontext des Cash-Pooling innerhalb der Hessing Stiftung beurteilen. Der Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin beträgt 14.447 T€.
Auf den Konten der Hessingpark-Clinic betragen zum Bilanzstichtag die Guthaben bei Kreditinstituten 1.513 € (Vorjahr: 410 T€). Insgesamt kann die Finanzlage der Hessingpark-Clinic GmbH durch den hohen laufenden Liquiditätsüberschuss und den geringen Verbindlichkeiten gegenüber nicht verbundenen Unternehmen als sehr stabil bezeichnet werden. 3. Weitere Leistungsindikatoren Zur Beurteilung des Geschäftsverlaufes werden verschiedene Kennzahlen herangezogen. Einige wichtige Kennzahlen werden nachfolgend dargestellt:
Die Gesamtleistung inkl. sonstiger betrieblicher Erträge beträgt im Jahr 2023 27.605 T€, die Umsatzerlöse belaufen sich auf 27.344 T€. Bei einem Betriebsergebnis von 2.900 T€ ergibt sich eine Umsatzrendite bezogen auf das Betriebsergebnis von 10,6 %. Der Anteil des Personalaufwands zur Gesamtleistung beträgt 57,6 %, die Materialkostenquote 10,0 %. Die durchschnittliche Personalstärke liegt bei 194. 4. Gesamtaussage Wirtschaftsbericht Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hessingpark-Clinic ist sehr solide. Dank des großen Engagements der Beschäftigten und der hohen Kundenbindung sowie des durchaus diversifizierten Leistungsangebots der Hessingpark-Clinic konnten die negativen Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf und auf die wirtschaftliche Lage der Hessingpark-Clinic vergleichsweise in Grenzen gehalten und ein deutlich positives Jahresergebnis erzielt werden. III. Prognosebericht Der Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts liegt im April 2024 bei 89.4 Punkten, nach 87,9 Punkten im März. Im Dienstleistungssektor hat sich die aktuelle Lage verbessert, dennoch bleiben die Unternehmen für die kommenden Monate skeptisch. Das Bruttoinlandsprodukt ist im 1. Quartal gegenüber dem 4. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gestiegen. Von Seiten der Gesundheitspolitik wird aller Voraussicht nach im Geschäftsjahr 2024 die Krankenhausreform auf den Weg gebracht. Inwieweit die geplante Reform Auswirkungen auf das Geschäftsmodell bzw. den Geschäftsverlauf haben wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen. Laut dem Positionspapier "Krankenfinanzierung auf dem Prüfstand - Auswirkungen aktueller Entwicklung auf die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser" des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) vom 6.3.2024 hat sich die Dynamik von Angebot und Nachfrage im Gesundheitswesen auf verschiedenen Ebenen geändert: Die Leistungsmengen und Bettenbelegung sind nicht auf das vorpandemische Niveau zurückgekehrt. Gleichzeitig erschwert der demografische Wandel einerseits die Gewinnung und Bindung von qualifiziertem medizinischem Personal und anderseits führt die Alterung der Bevölkerung zu einem weiter steigenden Bedarf an medizinischen und pflegerischen Leistungen. Digitalisierung und künstliche Intelligenz bieten ein großes Potenzial für das Gesundheitswesen, die Umsetzung jedoch stellt eine große Herausforderung dar. Des Weiteren besteht eine erhebliche Unterdeckung der Finanzierung von Betriebskosten, Instandsetzung und Investitionen bei Digitalisierungsvorhaben. Der Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst wird das Ergebnis der Hessingpark-Clinic im Jahr 2024 belasten. Es ist mit weiter steigenden Preisen bei Medizinprodukten, Energie und Lebensmitteln zu rechnen. Das Zinsniveau hat in den letzten Monaten ein Plateau auf im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 10 Jahre hohem Niveau ausgebildet, was die Finanzierung von geplanten Investitionen verteuert. Das Umfeld, in dem sich die Hessingpark-Clinic bewegt, bietet sowohl Chancen als auch Risiken, wie weiter unten im Detail gezeigt wird. Für das Gesamtjahr 2024 besteht nach den ersten drei Monaten Anlass zu Zuversicht. Obwohl ein ärztlicher Leistungsträger das Haus zum Jahresende 2023 verlassen hat und erst im Juli 2024 ersetzt wird, ist das 1. Quartal 2024 mit einer Gesamtleistung von 7,07 Mio. EUR das stärkste Quartal in der Unternehmensgeschichte. Zum positiven Start hat neben dem stationären und ambulanten Klinikbetrieb der Geschäftsbereich Therapie und Training beigetragen. Für das laufende Geschäftsjahr dürften sich die Umsatzerlöse in einer Bandbreite zwischen 26,5 und 27,5 Mio. Euro bewegen. Auf der Erlösseite wirkt die Einführung von Hybrid-DRGs und ein negativer Katalogeffekt voraussichtlich erlösmindernd. Auf der Kostenseite werden die oben genannten Einflussfaktoren das Ergebnis belasten, da die Kostensteigerungen nicht an die Kunden weiterverrechnet werden können. Die Personalkosten dürften je nach Leistungsentwicklung in einer Spanne zwischen 16,3 und 16,8 Mio. Euro liegen. Insgesamt rechnet die Hessingpark-Clinic GmbH für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen in etwa auf Vorjahresniveau. Die Beschäftigten der Hessingpark-Clinic werden weiterhin daran arbeiten, durch ein Höchstmaß an medizinischer Qualität, durch effiziente Prozesse, einer hohen Zuwendungsintensität sowie Anpassungsfähigkeit an sich möglicherweise verändernde Umfeldbedingungen, die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens zu stärken. IV. Chancen- und Risikobericht Die Hessingpark-Clinic definiert Risiken als mögliche Ereignisse und Entwicklungen, die sich negativ auf die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele, die Qualität und Reputation auswirken können. Analog dazu sind Chancen als mögliche Ereignisse und Entwicklungen zu verstehen, die sich positiv auswirken können. 1. Risiken der zukünftigen Entwicklung Der Risikomanagementprozess bezieht sich auf die Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von Risiken aller Art im Unternehmen. Leistungswirtschaftliche Risiken In den letzten Jahren hing das Erreichen der prognostizierten Ziele stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie ab. Im vergangenen Geschäftsjahr sind die Unsicherheitsfaktoren in diesem Kontext stark zurückgegangen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Einschränkungen des Geschäftsbetriebs oder gar einer Betriebsschließung durch das Gesundheitsamt im Falle eines lokalen Ausbruchsgeschehens ist als sehr gering einzustufen. Abgesehen von den Auswirkungen einer Pandemie sind wesentliche Einflussfaktoren auf die Zielerreichung die anhaltende Attraktivität der Hessingpark-Clinic für Patienten aus dem In- und Ausland, eine hohe Weiterempfehlungsrate und die Erstattungspolitik der Privaten Krankenversicherungen. Patientenbefragungen, Auswertungen des Social-Media-Monitorings und nicht zuletzt die hohe Loyalität der Kunden und Patienten während der Corona-Pandemie belegen eine sehr hohe Patientenzufriedenheit. Trotzdem können sich unerwünschte Folgen einer Behandlung sehr schnell, gerade auch aufgrund der Exponiertheit der HP-C, verbreiten und zu einem Einbruch bei den Patientenzahlen führen. Dieses Risiko wird durch permanente Prozessverbesserung und effiziente Fehlervermeidungsstrategien reduziert. Hier profitiert die Hessingpark-Clinic vom hohen Integrationsstand des Qualitätsmanagements, an dem Mitarbeiter aller Organisationseinheiten beteiligt sind. Auch permanente Fortbildung, sowohl auf Seiten der Ärzteschaft wie auch auf der Seite der nichtärztlichen Mitarbeiter, trägt zu einer qualitativ hohen Behandlungs- und Aufenthaltsqualität und zur hohen Reputation bei. Höchste Aufmerksamkeit wird dem Hygienemanagement beigemessen. Regelmäßige interne sowie externe Audits, die überwiegend unangemeldet stattfinden, mikrobiologische Schnelltests vor Ort, Hygienekommissionssitzungen, präoperative Screenings sowie die permanente Weiterbildung des Personals tragen zur Risikoreduktion bei. Daneben gibt es auch Risiken, die durch Gesetzesänderungen entstehen können und entweder das rechtliche Konstrukt einer Privatklinik oder das Verhältnis zwischen Privatklinik und privater Krankenversicherung betreffen. Auch geänderte Ländervorschriften wie Beihilfeverordnungen sind hier zu nennen. Auswirkungen solcher Änderungen können relevante Gruppen von Hessingpark-Clinic Patienten ausschließen oder die Behandlung durch Erstattungsausfälle so verteuern, dass eine Patientenabwanderung drohen könnte. Im schlimmsten Fall wäre auch hier eine Verfehlung der gesetzten Ziele möglich. Zur Risikoreduktion wird verstärkt auf eine detailgenaue wirtschaftliche Aufklärung des Patienten gesetzt, nach Möglichkeit wird vorab eine Kostenzusage der Kostenträger eingeholt. Personalrisiken: Aufgrund der engen Patientenbindung kann der Ausfall eines medizinischen Leistungsträgers zu Leistungseinschränkungen führen. Obwohl die starke Marke Hessingpark-Clinic hilft, sind es die jeweiligen Spezialisten ihres Fachbereichs, die gezielt von den Patienten angesteuert werden. Bis auf die Fachrichtung Handchirurgie sind alle Fachbereiche mit mindestens zwei Spezialisten besetzt. Dennoch hätte das Szenario des Ausfalls eines Leistungsträgers spürbare Auswirkungen zumindest auf die kurzfristige Leistungsentwicklung. Die Gestaltung des Generationenübergangs ist in den letzten Jahren gut vorangekommen. Es konnten neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in fast allen Fachbereichen für die Hessingpark-Clinic gewonnen werden. Dennoch bleibt die Herausforderung in den nächsten Jahren bestehen, Fachpersonal zu finden, das den Anforderungen der Hessingpark-Clinic entspricht. Die Hessingpark-Clinic verfügt auch beim nicht-ärztlichen Personal über ein hohes fachliches Niveau, das durch Fort- und Weiterbildung laufend verbessert wird. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist als wichtiger Erfolgsfaktor identifiziert und wird von allen Führungskräften angestrebt. Eine hohe Mitarbeiterbindung und Attraktivität für neue Mitarbeiter sind wichtige Faktoren im Wettbewerb um exzellente Fachkräfte. Die Auswirkungen des Fachkräftemangels in Deutschland bekommt die Hessingpark-Clinic in einigen Berufsgruppen zunehmend zu spüren. Die Hessingpark-Clinic versucht durch eine Vielzahl an Maßnahmen noch stärker als attraktive Arbeitgebermarke wahrgenommen zu werden, um negative Auswirkungen auf die Produktivität und Rentabilität zu vermeiden. Medizinische Risiken Medizinische Risiken bestehen in der konsequenten Ausrichtung der Hessingpark-Clinic als orthopädische Spezialklinik. Patienten, die wegen nicht-orthopädischen Begleiterkrankungen ernsthafte Komplikationen entwickeln, müssen in der Regel verlegt werden. Durch eine strenge präoperative Risikoselektion und Fachpersonal, das über ein hohes Qualifikationsniveau und größtenteils langjährige Berufserfahrung im Bereich Notfall- und Intensivmedizinverfügt, kann das Risiko auf ein vertretbares Niveau vermindert werden. Durch Kooperationen mit umliegenden Krankenhäusern ist die Versorgung in Notfällen sichergestellt. Ein weiteres Risiko für Patienten ergibt sich durch die auf Druck der Krankenversicherungen zunehmende Anzahl von ambulant durchzuführenden Operationen. Zwar wird größtmögliche Sorgfalt darauf verwendet, den Patienten erst dann nach Hause zu entlassen, wenn keine Probleme zu erwarten sind. Trotzdem steigt dadurch das Risiko für den Patienten im Vergleich zu einer permanenten Überwachung im stationären Bereich. Umfeld- und Branchenrisiken Der Gesundheitsmarkt ist wie eingangs erwähnt ein Wachstumsmarkt, allerdings in Teilen auch ein stark regulierter Markt. Es besteht das Risiko, dass sich die politischen Rahmenbedingungen ändern. Stärker als allgemeine Konjunkturrisiken können veränderte gesetzliche Vorschriften, neue Rechtsprechung sowie restriktive Erstattungspraktiken von Kostenträgern die ökonomische Lage stark beeinflussen. Um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren, wird das Vertragswerk der Hessingpark-Clinic durch externe Experten im Hinblick auf die aktuelle Gesetzeslage und Rechtsprechung laufend überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Vorgehensweise von Kostenträgern, die Abrechnung von Wahlleistungen so weit wie möglich einzuschränken, oder der Erlass neuer Beihilfeverordnungen, könnte das Geschäftsmodell der HP-C deutlich beeinträchtigen. Bisher konnten unmittelbare negative Folgen für die HP-C vermieden werden. Weiteres Risikopotential könnte in zukünftigen Reformen des Gesundheitswesens liegen, wie die Einführung einer Bürgerversicherung oder das aktuell diskutierte Krankenhausreformgesetz. Die Auswirkungen auf eine Privatklinik wie die Hessingpark-Clinic sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu bewerten. Es ist aber davon auszugehen, dass Anpassungsbedarf bestünde, wenn sich das Abrechnungssystem verändert. So ist z.B. noch nicht absehbar, wie sich die geplante Vorhaltefinanzierung bei nur noch teilweiser Vergütung über das Fallpauschalensystem auf die Hessingpark-Clinic auswirken wird. Wie oben erwähnt, besteht auf dem Sektor der orthopädischen Gesundheitsdienstleistungen eine hohe Wettbewerbsintensität im unmittelbaren Einzugsgebiet. Weitere Risiken bestehen in den Liefer- und Kapazitätsengpässen durch Störungen der globalen Wertschöpfungsketten. Angebotsseitige Engpässe, hohe Rohstoff- und Energiepreise haben, verstärkt durch die Ukraine-Krise, zu persistent höheren Inflationsraten geführt. Die Lohnabschlüsse setzen möglicherweise die Lohn-Preis-Spirale in Gang und führen zu einer Stagflation. Die Kostensteigerungen können im bestehenden System der Fallpauschalen nicht unmittelbar an die Kunden weitergegeben werden. Informationstechnische Risiken Aufgrund der Professionalisierung krimineller und organisierter Hackerstrukturen muss damit gerechnet werden, dass die IT-Systeme angegriffen und lahmgelegt werden. Dies kann zu hohen Einnahmeverlusten, zur Gefährdung von Patienten, Reputationsschäden sowie hohen Beseitigungs- und Wiederherstellungskosten führen. Zur Verringerung des Risikos werden im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements über den Zentralen Dienst Informationstechnologie der Hessing Stiftung die Resilienz der IT-Systeme gestärkt und die Informationssicherheit unter Einbeziehung externer Dienstleister erhöht. Regelmäßige, für alle Beschäftigten verpflichtende IT-Security Schulungen erhöhen das Bewusstsein für IT-Sicherheit. Die Lieferkettenproblematik, die zeitweise Verzögerungen bei der Lieferung von Hardware- Komponenten zur Folge hatte, hat sich in den letzten Monaten weitgehend gelöst. Als Reaktion auf diese erfreuliche Entwicklung wird die Lagerhaltung wieder zurückgefahren. Der Fachkräftemangel in der IT-Branche führt in Einzelfällen zu Projektverzögerungen. In Zukunft wird bei der Projektplanung auf größere Puffer geachtet. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Hessingpark-Clinic zeichnet sich durch eine hohe Eigenkapitalquote und eine nachhaltige Innenfinanzierungskraft aus. Zweifelhafte Forderungen werden jährlich geprüft und gegebenenfalls einzelwertberichtigt. Das damit verbundene Risiko ist daher gering. Risiken können sich für die Hessingpark-Clinic aus dem Cash-Pool Vertrag mit der Hessing Stiftung ergeben. Demnach werden die jeweiligen Tagessalden automatisch auf das Cash- Pool Konto der Hessing Stiftung als Pool-Führer übertragen. Aufgrund des Cash-Pools und der Dienstleistungsbeziehung mit der Hessing Stiftung im Bereich Finanzen und Controlling ist die Hessingpark-Clinic auf die Serviceleistungen der Stiftung angewiesen. Die laufende Überprüfung des Liquiditätsstatus sowie der Finanz- und Liquiditätsplanung der Hessing Stiftung und der Hessingpark-Clinic haben bisher zu dem Ergebnis geführt, dass der Anspruch gegen den Pool-Führer als vollwertig zu betrachten ist. Durch das erhöhte Zinsniveau wird sich die Finanzierung von geplanten Investitionsvorhaben verteuern. 2. Chancen Chancen bieten sich für die Hessingpark-Clinic durch die demographische Entwicklung, den hohen Anspruch der Bevölkerung an Lebensqualität bis ins hohe Alter, die starke Positionierung auf dem Markt, dem Potenzial an Selbstzahlern aus dem In- und Ausland sowie der hohen Mitarbeiterqualifikation. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels werden im Dienstleistungssektor gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter noch stärker zu einem Wettbewerbsvorteil. Präventive und konservative Therapiemöglichkeiten, wie sie heute schon erfolgreich von der Abteilung Therapie und Training der Hessingpark-Clinic angeboten werden, werden in Zukunft einen noch höheren Stellenwert einnehmen. Durch eine bauliche Erweiterung von Therapie und Training, die sich aktuell im Planungsstatus befindet, versucht die Hessingpark-Clinic dieses Marktpotenzial zu nutzen. Weitere Chancen könnten sich ergeben, wenn sich die Bezahlung in Zukunft stärker nach der Qualität der Dienstleistung richtet. Durch die hohe Spezialisierung, den langjährigen Erfahrungen aus dem Spitzensport und die Konzentration auf die fachlichen Kernkompetenzen hat die HP-C hier eine gute Stellung. Technische Innovationen im Zusammenhang mit der an Fahrt gewinnenden Digitalisierung des Gesundheitswesens, Telemedizin, künstliche Intelligenz werden für die zukünftige Entwicklung entscheidend sein. Die hohe Aufgeschlossenheit des Personals gegenüber Digitalisierungsthemen ermöglichen kurze Umsetzungszeiten und eine gute Vernetzung über alle Prozesse hinweg. Der direkte Austausch mit Kunden und Patienten über digitale Medien wird weiter an Bedeutung gewinnen. 3. Zusammenfassung: Die hohe Qualität der Dienstleistung, der überregional gute Ruf, die kontinuierliche Entwicklung über die letzten Jahre sowie das breite Angebot an konservativen und operativen Therapieoptionen lassen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die Risiken durch die Corona-Pandemie, die Störungen der globalen Wertschöpfungsketten sowie des schwachen Medizintourismus mit negativen Effekten auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage werden höchstwahrscheinlich in nächster Zeit weiter zurückgehen. Was bleibt ist die Herausforderung, Fachpersonal zu finden, das den Anforderungen der Hessingpark-Clinic entspricht. Die Auswirkungen des Krankenhausreformgesetzes auf die Hessingpark-Clinic sind noch nicht abzusehen. Zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung der oben beschriebenen Risiken sind standardisierte Prozesse und Strukturen in Form eines effektiven Controllings etabliert, die ein schnelles Ergreifen geeigneter Maßnahmen ermöglichen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Die Hessingpark-Clinic hat in der Vergangenheit und während der Corona-Pandemie bewiesen, dass sie sich schnell auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen kann. Sie ist personell und strategisch so aufgestellt, dass sie auch in Zukunft für die Kunden und Patienten ein gefragter Dienstleister und für die Beschäftigten ein verlässlicher Arbeitgeber sein kann. Das sind gute Voraussetzungen, um weiterhin signifikante Wertbeiträge für die Hessing Stiftung als Gesellschafterin leisten zu können.
Augsburg, 15. Mai 2024 Philipp Einwang, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Augsburg und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der Nummer HRB 18601. Die Hofrat Friedrich Hessing'sche orthopädische Heilanstalt in Göggingen-Augsburg, Augsburg, hält 100 % der Anteile an der Gesellschaft. Die Gesellschaft stellt eine "mittelgroße" Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB dar. Der Jahresabschluss wurde nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses (§ 288 Abs. 2 HGB) wurde teilweise Gebrauch gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Bei der Gesellschaft handelt es sich um kein Plankrankenhaus i. S. d. Bayerischen Krankenhausgesetzes (BayKrG). Es besteht auch kein Versorgungsvertrag nach § 108 SGB V. Das Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) und in diesem Zusammenhang die Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten von Krankenhäusern (KHBV) finden somit keine Anwendung. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme einer positiven Fortbestehensprognose. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung auf der Basis der Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und der Grundsätze der kaufmännischen Vorsicht. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden soweit abnutzbar, um planmäßige, nutzungsbedingte, betriebsgewöhnliche Abschreibung, vermindert. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Im vorliegenden Fall wird dieser spiegelbildlich dem betreffenden Kapitalkonto ermittelt. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Für die RHB-Stoffe wurde vom Bewertungsvereinfachungsverfahren mit Festwerten teilweise Gebrauch gemacht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Ausfallrisiken sind im Berichtsjahr ausreichend in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nennwerten bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Entsprechende Steuerrückstellungen wurden für Körperschaftssteuerzahlungen zzgl. Solidaritätszuschlag und für Gewerbesteuerzahlungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend den Vorschriften der RückAbzinsV mit den durch die Deutsche Bundesbank bekanntgegebenen Abzinsungssätzen abgezinst. Für die Rückstellungen aus Zeitwertkonten der Mitarbeiter erfolgte eine Verrechnung mit Vermögensgegenständen gemäß § 246 Abs. 2 S.2 HGB. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte durch ein versicherungsmathematisches Gutachten. Als Rechnungsgrundlage für die versicherungsmathematische Rückstellung für die ungewissen Verbindlichkeiten dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 1,74 % p.a. Der Rechnungszinsfuß stellt den Abzinsungszinssatz gemäß RückAbszinsV für Dezember 2023 bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren dar, basierend auf einem Jahresdurchschnitt von 7 Jahren. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. 3. Einzelangaben zur Bilanz Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Beteiligungen Die HPC ist zu 50 % an der "Gesellschaft bürgerlichen Rechts Hessingpark-Clinic GmbH und Radiologische Praxis GbR, Augsburg" beteiligt. Diese Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 154.052,42 EUR (davon Anteil HPC 75.985,96 EUR) bei einem Jahresfehlbetrag von 175.031,12 EUR (davon Anteil HPC 87.515,99 EUR) aus. Bei der GbR handelt es sich um eine reine Apparate- bzw. Kostengemeinschaft. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Auf den Forderungsbestand wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % mit 38.100,00 EUR (Vj. 37.200,00 EUR) gebildet. In den Forderungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 36.982.606,16 EUR (Vj. 30.974.205,18 EUR) enthalten (siehe auch Angaben unter 5.). In den sonstigen Forderungen sind Steuerrückforderungen in Höhe von 175.214,93 EUR (Vj. 116.925,24 EUR) enthalten. Eigenkapital Die unter dem Eigenkapital ausgewiesenen Position ",Andere Gewinnrücklagen" in Höhe von 16.289,55 EUR (Vj. 32.579,10 EUR) werden jährlich auf Grund einer Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 analog zur Steuerbilanz reduziert. Rückstellungen Unter den "Sonstigen Rückstellungen" sind folgende Rückstellungen ausgewiesen:
Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 327.376,70 EUR (Vj. 231.659,84 EUR). Davon sind 225.764,86 EUR (Vj. 190.412,00 EUR) durch Rückdeckungsversicherungen, welche verpfändet und dem Zugriff aller Gläubiger im Insolvenzfall entzogen sind, gedeckt. Der passive Überhang ist den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 554.866,10 EUR (Vj. 606.242,84 EUR) enthalten. 4. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse beinhalten Umsätze aus den allgemeinen Krankenhausleistungen sowie Wahlleistungen in Höhe von 27.344.452,28 EUR (Vj. 24.410.095,76 EUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind u.a. periodenfremde Erträge in Höhe von 177.967,01 EUR (Vj. 44.312,53 EUR) aus der Schlussabrechnung der Ärzte, Anpassung der Gewinnrücklage an die steuerlichen Werte in Höhe von 16.289,55 EUR (Vj. 16.289,55 EUR), sowie die Anpassung Restbuchwert Pavillons an steuerlichen Wert auf Grund Betriebsprüfung für 2016-2022 in Höhe von 161.503,06 EUR und Erstattung Ausfallzeit Therapie und Training 772,41 € enthalten. Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von 340.996,34 EUR (Vj. 331.559,82 EUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. Aufwendungen aus der Kostenumlage von der Gesellschafterin in Höhe von 2.723.172,93 EUR (Vj. 2.489.757,62 EUR), aus dem Ausbuchen von Forderungen in Höhe von 15.838,49 EUR (Vj. 60.487,44 EUR) sowie Aufwendungen aus nicht abziehbarer Vorsteuer in Höhe von insgesamt 139.117,46 EUR (Vj. 226.489,95 EUR) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 31.808,83 EUR (Vj. 5.627,78 EUR) beinhalten die Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3.861,10 EUR (Vj. 5.627,78 EUR), Zinserträge in Höhe von 4.408,16 EUR (Vj. 0,00 EUR) sowie Zinserträge für die Verzinsung des Cashpoolkontos in Höhe von 23.539,57 EUR (Vj. 0,00 EUR). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung der Archivierungs- und Jubiläumsrückstellung in Höhe von 793,20 EUR (Vj. 487.82 EUR) sowie Zinsen aus Gesellschafterverbindlichkeiten in Höhe von 759.191,28 EUR (Vj. 395.614,91 EUR), Zinsen u. Nebenleistungen §233 in Höhe von 2.314,36 (Vj. 0,00) und Zinsen aus Bankdarlehen in Höhe von € 15.337,57 (Vj. 0,00 EUR) enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 87.515,99 EUR (Vj. 47.166,54 EUR) betreffen den Verlustanteil der HPC am Jahresfehlbetrag der "Gesellschaft bürgerlichen Rechts Hessingpark-Clinic GmbH und Radiologische Praxis GbR, Augsburg". 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegt bei 546.888,24 EUR (Vj. 477.678,60 EUR). Davon haben 494.809,12 EUR (Vj. 423.653,31 EUR) eine Laufzeit bis zu einem Jahr, 52.079,12 EUR (Vj. 54.025,29 EUR) zwischen ein und fünf Jahre und 0,00 EUR (Vj. 0,00 EUR) eine Laufzeit über fünf Jahre. Leistungen von nahestehenden Personen An die Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr Leistungen von nahestehenden Personen (Gesellschafterin) in Höhe von 3.416.907,19 EUR (Vj. 2.830.877,03 EUR) zu marktüblichen Preisen erbracht. Es entfielen 2.085.527,22 EUR (Vj. 1.906.326,32 EUR) auf allgemeine Umlagen, 525.829,69 EUR (Vj. 495.471,46 EUR) auf Umlagen für Reinigungskosten, 111.816,02 EUR (Vj. 87.959,84 EUR) auf Umlagen für Laborkosten, 24.000,00 EUR (Vj. 24.000,00 EUR) auf Umlagen für Miete des Verwaltungsgebäudes, 590.235,93 EUR (Vj. 624.275,86 EUR) auf den Einkauf von Behandlungsmaterial und 79.498,33 EUR (Vj. -307.156,45 EUR 1 ) auf übrige Leistungen. Der Leistungsverkehr mit nahestehenden Personen wird über Verrechnungskonten erfasst. Diese wurden im Geschäftsjahr mit einem Zinssatz von 3,12 % bis 4,22 % verzinst. Personal Die Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Jahresdurchschnitt 194 (Vj. 214). Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:
* Vorjahreswert wurde angepasst.
Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung lag im Berichtsjahr bei: Philipp Einwang, Diplom-Kaufmann Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9 HGB unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Das Abschlussprüferhonorar beträgt 17.900,00 EUR für die Abschlussprüfungsleistungen. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss in Höhe von 1.321.788,78 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Augsburg, den 15. Mai 2024 P. Einwang BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hofrat Friedrich Hessing'sche orthopädische Heilanstalt in Göggingen-Augsburg, Augsburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hofrat Friedrich Hessing'sche orthopädische Heilanstalt in Göggingen-Augsburg, Augsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Krankenhausträgergesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter der Hofrat Friedrich Hessing'sche orthopädische Heilanstalt in Göggingen-Augsburg, Augsburg, sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Krankenhausträgergesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Krankenhausträgergesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Krankenhausträgergesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von Verstößen oder Irrtümern ist sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungs-urteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Erweiterung der Jahresabschlussprüfung aufgrund Art. 16 Abs. 3 BayStG Wir haben die Erhaltung des Stiftungsvermögens zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 und die satzungsgemäße Verwendung der Stiftungsmittel im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung wurden in allen wesentlichen Belangen das Stiftungsvermögen zum Bilanzstichtag 31. Dezember erhalten und die Stiftungsmittel im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 satzungsgemäß verwendet. Wir weisen darauf hin, dass die neugefasste Satzung der Hessing Stiftung vom 14. Mai 2024 die Höhe des Grundstockvermögens nicht absolut beziffert sondern sich ausschließlich auf die Vermögensübersichten zur Jahresrechnung bezieht. Im Rahmen unser Prüfung haben wir dementsprechend geprüft und festgestellt, dass das Grundstockvermögen zumindest seit dem 31.12.2019 (frühester uns vorliegender Stand) unverändert und damit erhalten ist. Wir haben unsere Prüfung aufgrund von Art. 16 Abs. 3 BayStG unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised) durchgeführt. Danach wenden wir als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Die Berufspflichten gemäß der Wirtschaftsprüferordnung und der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer einschließlich der Anforderungen an die Unabhängigkeit haben wir eingehalten. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile hierzu zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Erhaltung des Stiftungsvermögens und die satzungsgemäße Verwendung der Stiftungsmittel sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie dafür als notwendig erachtet haben. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob in allen wesentlichen Belangen das Stiftungsvermögen zum Bilanzstichtag erhalten und die Stiftungsmittel im Geschäftsjahr satzungsgemäß verwendet wurden, sowie einen Vermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile in Bezug auf die Erhaltung des Grundstockvermögen und die satzungsmäßige Verwendung der Stiftungsmittel beinhaltet. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Stuttgart, den 27. Mai 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Peter Schill, Wirtschaftsprüfer Daniela Goecke, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 Die Gesellschafterversammlung der Hessingpark-Clinic GmbH fasst am 11.06.2024 u.a. folgende Beschlüsse: Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Hessingpark-Clinic GmbH wird mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.321.788,78 € und einer Bilanzsumme in Höhe von 55.627.181,15 € festgestellt. Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.321.788,78 € wird in die Gewinnrücklagen eingestellt und auf neue Rechnung vorgetragen. |
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