CHEMA Anlagen- und Apparatebau GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Axel Goldhorn seit 23.4.2020 | Prokura |
Frank Dr. Kampmann seit 16.6.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Frank KampmannMASARIS GmbH | 89.90% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.10% |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 93.33% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CHEMA Prozeß- und Systemtechnik GmbHArnstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Angaben zur Firma Der Jahresabschluss der CHEMA Prozeß- und Systemtechnik GmbH, 99310 Arnstadt-Rudisleben, Emil-Paßburg-Straße 4 (Amtsgericht Jena, HRB 111155) wurde nach den SS 242 ff., 264 ff. des HGB und unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Tätigkeitsbereich Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Anlagen und Apparaten für die Biotechnologie, Lebensmittel- und chemische Industrie und den Umweltschutz, darunter insbesondere Apparate zur Eindampfung, Fermentationsanlagen und -apparate für Prozesse der Biotechnologie sowie Apparate zur Herstellung von Polyamid. Des Weiteren werden verfahrens-, anlagen- und apparatetechnische Lösungen zum Verdampfen, Rühren und Mischen von Produkten angeboten. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für den Jahresabschluss unserer Gesellschaft finden die Rechnungslegungsvorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften Anwendung. Die im Berichtsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze haben keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erfahren. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des rechtlichen bzw. wirtschaftlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und über die Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des rechtlichen bzw. wirtschaftlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte lineare Abschreibungen angesetzt. Die Bewertung der Herstellungskosten erfolgt unter Einbeziehung der Material- und Fertigungskosten sowie deren Gemeinkosten unter Einbeziehung anteiliger Abschreibungen und Verwaltungskosten. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die geringwertigen Sachanlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten aktiviert. Beim Umlaufvermögen wurden bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordene negative Wertänderungen durch Abschreibungen berücksichtigt. Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten nach der Verbrauchsfolge First in First out oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bewertung der zum Verkauf bestimmten unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Bewertung erfolgt unter Einbeziehung der Material- und Fertigungskosten sowie deren Gemeinkosten unter Einbeziehung anteiliger Abschreibungen und Verwaltungskosten. Für Aufträge, die voraussichtlich mit Verlust abschließen, werden entsprechende Abschläge vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden, mit ihrem Nennbetrag bewertet, offen von den Vorräten abgesetzt. Hierbei wird eine auftragsbezogene Darstellung gewählt, d. h., ein positiver Saldo zwischen dem Stand der unfertigen Erzeugnisse und der erhaltenen Anzahlungen wird aktiviert, ein negativer Saldo wird passiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Forderungen/Umsatzerlöse für Projektleistungen werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang/die Abnahme durch Auftraggeber erfolgt ist. Forderungen, deren Zahlungseingang ungewiss ist, werden angemessen wertberichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Flüssige Mittel werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive Latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden, ist eine sich daraus ergebende Steuerbelastung als passive Latente Steuern anzusetzen. Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. Die Pensionsrückstellungen wurden auf versicherungsmathematischer Basis nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck gebildet. Bei der Berechnung der Rückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 0,0 % p. a. (Vj.: 0,0 % p a.) und ein Rententrend von 2,0 % p. a. (Vj.: 2,0 % p. a.) zugrunde gelegt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages wird pauschal der von der deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der angewandte Zinssatz beträgt 1,82 % p.a. (Vj.: 1,78 % p. a.). Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, verrechnet. Die Bewertung der verpfändeten Rückdeckungsversicherung erfolgt mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag, der den Anschaffungskosten entspricht. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 9 (Vj.: TEUR 39). Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Ungewisse Verbindlichkeiten sind nach Abwägung des Risikos durch angemessene Rückstellungen erfasst. Das gesetzliche Gliederungsschema für die Bilanz wird für eine bessere Abschlussdarstellung erweitert um den Posten "Forderungen gegen nahestehende Personen" und "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen". Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das gesetzliche Gliederungsschema für die Gewinn- und Verlustrechnung wird für eine bessere Abschlussdarstellung erweitert um Davon-Vermerke betreffend "nahestehende Personen". In Ausübung der Option gemäß § 276 Satz 1 HGB wird ein Rohergebnis ausgewiesen. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen mit ihren historischen Anschaffungskosten, die für alle noch im Unternehmen befindlichen Vermögensgegenstände genau ermittelt wurden, und den kumulierten Abschreibungen sind in einem dem Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Beteiligungen, verbundene Unternehmen Die CHEMA Prozeß- und Systemtechnik GmbH ist an folgenden Kapitalgesellschaften beteiligt:
Darüber hinaus besteht eine typisch stille Gesellschaft mit der Aurus Capital GmbH, Velbert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis ein Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 195 (Vj.: TEUR 585). Die Forderungen gegen nahestehende Personen enthalten Liefer- und Leistungsforderungen in Höhe von TEUR 9 (Vj.: TEUR 0) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 560 (Vj.: TEUR 376). Die in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen noch nicht abziehbaren Vorsteuern in Höhe von TEUR 22 (Vj.: TEUR 1) entstehen rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag. Flüssige Mittel Von den flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 4.046 sind Termineinlagen in Höhe von TEUR 250 zur Sicherung der Avale verpfändet. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von DM 200.000,00 (EUR 102.258,38) ist vollständig eingezahlt. Angaben gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 9 (Vj.: TEUR 39), der sich zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung im Hinblick auf die Ermittlung des Abzinsungssatzes durch die deutsche Bundesbank für Pensionsrückstellungen ergibt, unterliegt nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre, soweit die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags nicht mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen. Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsrückstellungen werden auf versicherungsmathematischer Basis nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,82 % p. a. und unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck gebildet. Bei der Berechnung der Rückstellungen wurden ein Gehaltstrend von 0,0 % p. a. und ein Rententrend von 2,0 % p. a. zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden mit einer Rückdeckungsversicherung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag betragen EUR 72.632,84 (Vj.: EUR 68.993,61). Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum Bilanzstichtag betrug EUR 358.395,00 (Vj.: EUR 344.421,00). Zinsaufwendungen aus Aufzinsung in Höhe von EUR 7.112,00 (Vj.: EUR 21.376,00) wurden zusammen mit den Zinsaufwendungen aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von EUR 121,93 (Vj.: EUR 320,61) verrechnet und im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Verbrauch der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 17.181,32 (Vj.: EUR 16.844,43) als auch die Zuführung zur Pensionsrückstellung EUR 14.925,32 (Vj.: EUR 13.990,43) sowie der Ertrag aus der Zuführung zum Deckungsvermögen in Höhe von EUR 3.761,16 (Vj: EUR 3.761,16) wurden im Personalaufwand saldiert ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Garantieverpflichtungen (TEUR 201; Vj.: TEUR 194), für Personalverpflichtungen (TEUR 148; Vj.: TEUR 131), Jahresabschlusskosten (TEUR 40; Vj.: TEUR 36) sowie nachlaufende Kosten für abgerechnete Aufträge (TEUR 85; Vj.: TEUR 58). Die Gewährleistungsrückstellung enthält pauschal ermittelte Beträge. Diese werden in Höhe von 0,75% der gewichteten gewährleistungspflichtigen Umsatzerlöse der letzten drei Jahre gebildet. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 474 (Vj.: TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Liefer- und Leistungsverpflichtungen. C. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Für das Unternehmen bestanden am 31. Dezember 2023 folgende nicht in der Bilanz erfasste Haftungsverhältnisse: Aufgrund der Rückgriffsansprüche von Kreditinstituten sowie von Versicherungen für von diesen im Auftrag der Gesellschaft an Dritte gestellte Bürgschaften (Gewährleistungs- bzw. Vorauszahlungsbürgschaften) besteht ein Obligo der Gesellschaft in Höhe von EUR 5.396.110,80 (Vj.: EUR 5.673.847,32). Termingeldeinlagen in Höhe von TEUR 250 sind als Pfand hinterlegt. Wegen der Fortführung der Aufträge sowie auch der Bearbeitung von Gewährleistungen wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Rohergebnis Die CPS weist in Ausübung der Option gemäß § 276 Satz 1 HGB ein Rohergebnis aus und nimmt die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB i. V. m. § 285 Nr. 4 HGB in Anspruch. Erträge/Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Im Geschäftsjahr ergaben sich - wie auch im Vorjahr - keine Erträge gemäß § 285 Nr. 31 HGB. Aufwendungen ergaben sich in Höhe von TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 124) aus Wertberichtigungen auf Forderungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen berücksichtigen Betriebsaufwendungen (TEUR 870; Vj.: TEUR 712), Vertriebsaufwendungen (TEUR 146; Vj.: TEUR 113), Verwaltungsaufwendungen (TEUR 488; Vj.: TEUR 413) sowie übrige Aufwendungen (TEUR 395; Vj.: TEUR 160). Steuern vom Ertrag Die Steuern vom Ertrag enthalten im Wesentlichen den Aufwand für Körperschaftsteuer und SolZ sowie Gewerbesteuer für das Jahr 2023. E. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 82 (Vj.: TEUR 96). Latente Steuern Der nicht angesetzte Überhang aktiver Steuerlatenzen ergibt sich aus dem Bewertungsunterschied zwischen Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen und bei den Pensionsrückstellungen. Für die Bewertung der latenten Steuern käme ein Steuersatz von 30,5 % zur Anwendung. Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr war Herr Dr. Frank Kampmann, Karlstadt. Herr Dr. Kampmann ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der ausgeübte Beruf des Geschäftsführers entspricht seiner Organstellung. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge und der Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung sowie die hierfür gebildeten Pensionsrückstellungen für das Geschäftsjahr 2023 wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug:
Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angabe der Honorare für den Abschlussprüfer wurde gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB) Mit nahestehenden Personen wurden keine marktunüblichen Geschäfte nach § 285 Nr. 21 HGB durchgeführt. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Arnstadt, 16. August 2024 Dr. Frank Kampmann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. CHEMA Prozeß- und Systemtechnik Die CHEMA Prozeß- und Systemtechnik GmbH (CPS) ist als Hersteller von Apparaten und Rührmaschinen für die chemische und pharmazeutische Industrie ein weltweit anerkannter Partner von Anlagenplanern und Betreibern - mit jahrzehntelanger Tradition. 1.2 Steuerungssystem Die Verantwortung für die strategische Entwicklung und Gesamtsteuerung obliegt den Gesellschaftern. Die operative Steuerung erfolgt durch die Geschäftsleitung. Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Gesellschaft erfolgt über die von den Gesellschaftern festgelegten Rahmenvorgaben, die im Budgetprozess in konkrete, messbare Ziele umgesetzt werden. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird ergänzt durch die permanente und zeitnahe Überprüfung der Geschäftsentwicklung sowie der Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei etwaigen Planabweichungen. Ergebnisgrößen bilden die maßgeblichen wirtschaftlichen Steuerungskennzahlen in der Gesellschaft. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Rohertrag, dem Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) sowie dem Jahresergebnis. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Euroraum konnte die Steigerung der Wirtschaftsleistung aus dem Jahr 2022: +3,4 % mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung 2023: +0,4 % nicht wiederholt werden. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3 % gesunken und lag damit hinter der Erhöhung des Vorjahres mit +1,8 % deutlich zurück. Nach der Corona -Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen, der Rekordinflation, steigenden Zinsen und Lohn- und Gehaltssteigerungen fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Die deutsche Anlagen- und Maschinenbauindustrie ist nach Umsatz eine der größten Industriebranchen in Deutschland. Die Unternehmen erwirtschafteten 2023 einen Umsatz von EUR 269,3 Mrd. (Vj.: EUR 244,0 Mrd.). Die nominalen Zuwächse wurden durch starke Material- und Energiepreissteigerungen weitestgehend aufgezehrt. Der nominellen Umsatzausweitung von rd. 8,2 % steht eine reale Produktionsminderung von nur rd. -0,6 % gegenüber. Die Kapazitätsauslastung hat sich dabei gegenüber dem Vorjahr von 89,0 % auf rd. 85,9 % gemindert. "Für den Maschinenbau in Deutschland bleibt 2024 ein herausforderndes Jahr. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute, was den exportorientierten Maschinen- und Anlagenbau besonders trifft. Positiv ist, dass die Zinswende im Euro-Raum in greifbare Nähe rückt. Das lässt auf mehr Investitionen hoffen und hellt die Exportperspektiven auf. Der internationale Industriezyklus dürfte ausweislich des globalen Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes zwar die Talsohle durchschritten haben. Dem gegenüber bewegt sich die Stimmung der deutschen Industrie ausweislich des ifo-Geschäftsklimas weiterhin auf einem Niveau ähnlich tief wie nach dem Beginn des Ukraine-Krieges. Eine messbare Belebung der Konjunktur wird allgemein erst im zweiten Halbjahr 2024 erwartet, und der Maschinen- und Anlagenbau wird als Spätzykliker erst verzögert von der besseren Stimmung und Auslastung seiner Kunden profitieren. Geopolitische Konflikte, wie die Kriege in der Ukraine und Nahost sowie drohende Eskalationsspiralen sind und bleiben jedoch ein beträchtliches Abwärtsrisiko für die wirtschaftliche Erholung. Insgesamt rechnen die VDMA-Volkswirte für das laufende Jahr nach wie vor mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von vier Prozent" so Dr. Ralph Wiechers, VDMA -Chefvolkswirt. Investitionen sind ein Garant für die Wachstumspotentiale von Morgen. Die deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen investieren sowohl in Sachanlagen als auch in Forschung und Entwicklung - und dies nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland. Die aktuellen Krisen und sich verschlechternde Standortbedingungen führten zuletzt aber zu einer zunehmenden Investitionszurückhaltung der Unternehmen am Standort Deutschland. Hohe Kosten für Energie als auch für Bauvorhaben sowie bei Abgaben und Steuern bremsen Investitionsentscheidungen. Langsame Genehmigungsverfahren und eine insgesamt hohe Planungsunsicherheit durch sich ständig ändernde Bestimmungen und neuer Regulierungen wirken sich zudem als gravierendes Hemmnis für Investitionsvorhaben aus. (VCI 1. August 2023 Investitionen im Fokus). Innovationen entstehen zumeist nur in einem dynamischen Umfeld. Dynamik wiederum entsteht nur dort, wo auch an die Zukunft eines Standorts geglaubt wird und Investitionsentscheidungen zu seinen Gunsten fallen. Wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht stimmen, werden neue Anlagen bevorzugt an anderen Standorten gebaut. Der VDMA beurteilt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit wachsender Skepsis. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können die gesetzlichen Anforderungen an Risikomanagement, Dokumentation und Berichtspflicht organisatorisch und wirtschaftlich nur schwer bis gar nicht erfüllen. Mittelständler müssen sich im schlimmsten Fall aus Märkten zurückziehen, nur um rechtliche Risiken zu vermeiden, obwohl sie keinerlei Sorgfaltspflichten verletzten. Beispielhaft sei an dieser Stelle auf die (noch unbekannten) Auswirkungen des LkSG (Deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz) hingewiesen. Die CHEMA kann sich der Entwicklung der Branche in Deutschland und Europa nicht entziehen. 2.2. Darstellung des Geschäftsverlaufs Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die CHEMA Prozeß- und Systemtechnik GmbH (CPS) volatil. Das Geschäft wurde nicht, wie im Vorjahr, von Störungen im Auftragsablauf bedingt durch Engpässe bei der Materialversorgung behindert. Die inflationäre Preisentwicklung bei Energie hat die Rohmargen weiter belastet, dagegen konnten Rohstoffe, insbesondere Bleche, zu günstigeren Konditionen gegenüber dem Vorjahr bezogen werden. Die fortdauernde Investitionszurückhaltung der Chemie- und Pharmaindustrie hat sich im Auftragseingang des Geschäftsjahres 2023 niedergeschlagen. Der Auftragsbestand minderte sich von EUR 22,6 Mio. zu Beginn des Jahres auf EUR 14,8 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres. Die prognostizierten Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden nicht vollständig erreicht. Die Gesamtleistung blieb annähernd 24 % hinter den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 zurück. Dagegen konnte das Rohergebnis mit EUR 7,4 Mio. (Vj.: EUR 6,0 Mio.) sowie das EBIT mit TEUR 268 (Vj.: TEUR -36) und das Jahresergebnis mit TEUR 269 (Vj.: TEUR 10) annähernd die Planungen erfüllen. Die CPS war dank des aus dem Vorjahr übernommenen Auftragsbestands nicht von Kurzarbeit betroffen. Insgesamt erhöhte sich die Effizienz in der Auftragsabwicklung gegenüber dem Vorjahr. Die Personalaufwendungen haben sich infolge tariflicher Lohn-/Gehaltsanpassungen, trotz rückläufigem Beschäftigtenbestand, erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen infolge der allgemeinen inflationären Entwicklung und gestiegener Instandhaltungsaufwendungen sowie notwendiger Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen und gestiegener Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen über den Aufwendungen des Vorjahres. Die CPS hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 269 (Vj.: TEUR 10) abschließen können. 2.3. Lage des Unternehmens a) Ertragslage Das Rohergebnis erhöhte sich infolge einer normalisierten Materialpreisentwicklung auf TEUR 7.430 (Vj.: TEUR 5.995). Die rückläufigen Preise für Blech, eine wesentliche Komponente der Fertigung, haben dazu beigetragen. Die Personalaufwendungen bewegen sich über dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 89 (Vj.: 92) Mitarbeiter/-innen und 8 (Vj.: 8) Auszubildende beschäftigt. Die Personalaufwandsquote stieg von 31,4 % im Jahr 2022 auf 32,5 % im Jahr 2023. Die Beschäftigungslage ist als befriedigend zu bezeichnen. Beteiligungserträge von der FCT Anlagenbau GmbH konnten nicht wie im Vorjahr vereinnahmt werden. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -20 auf TEUR 28 infolge der Zinssatzsteigerungen verbessert. Das Geschäftsjahr 2023 konnte insgesamt positiv mit einem Jahresüberschuss von TEUR 269 (Vj.: TEUR 10) abgeschlossen werden. Die Ertragslage unserer Gesellschaft ist befriedigend. b) Vermögenslage Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % auf EUR 11,5 Mio. gestiegen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. Die getätigten Investitionen (TEUR 526) liegen oberhalb der Abschreibungen (TEUR 438) des Jahres 2023. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen zur Qualitätssteigerung bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Vorräte sind wegen einer Normalisierung der Materialpreise für Blech und einer weitestgehend störungsfreien Teileversorgung sowie eines deutlichen Bestandsabbaus der unfertigen Leistungen zum Bilanzstichtag gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt leicht gesunken. Die Finanzierung erfolgt primär durch Anzahlungen der Auftraggeber. Die vereinnahmten erhaltenen Anzahlungen bewegen sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote hat sich infolge der Thesaurierung des Jahresergebnisses trotz einer höheren Bilanzsumme auf 59,9 % (Vj.: 59,4 %) erhöht. Eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht in Höhe von TEUR 9 (Vj.: TEUR 39). Die hohe Eigenkapitalquote ist weiterhin Garant für eine stabile Entwicklung und Finanzierung der Gesellschaft. c) Finanzlage Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes sowie die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit der Gesellschaft sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und zu skontieren, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen sowie Kundenaufträge durch erhaltene Anzahlungen zu finanzieren. Die Bestände an flüssigen Mitteln betrugen zum Jahresende 2023 TEUR 4.046 (Vj.: TEUR 2.319). Bankverbindlichkeiten bestehen nicht und die Investitionen des Jahres 2023 wurden aus dem Cashflow finanziert. Uns eingeräumte Kreditlinien wurden unterjährig höchstens kurzfristig in Anspruch genommen. Darüber hinaus verfügen wir über deutlich höhere Aval-Linien als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Das Working Capital (kurzfristige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel saldiert mit kurzfristigen Verbindlichkeiten) unserer Gesellschaft ist positiv und hat sich von EUR 5,0 Mio. auf EUR 5,2 Mio. erhöht. Die Gesellschaft hat ihre finanziellen Verpflichtungen vollständig, fristgerecht und sofern möglich unter Ausnutzung gewährter Skonti beglichen. Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. 3. Chancen- und Risikobericht Nachfolgend werden die Chancen und Risiken dargestellt, die für die CPS im Berichtsjahr 2023 sowie im Prognosezeitraum von wesentlicher Bedeutung sind und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert. Nach unserer Einschätzung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unserer Gesellschaft in ihrer Gesamtheit gefährden. Generell verfolgt die Unternehmensführung eine konservative Risikopolitik und ein daran ausgerichtetes Management aller Risiken im Unternehmen. Konjunkturelle Chancen und Risiken Beschränkungen des freien Handels können sich negativ auf ein organisches Wachstum und die wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Die Erhebung von Zöllen, zur Absicherung des heimischen Marktes, haben global negative Auswirkungen auf die Lieferketten und die damit verbundene ausreichende Versorgung mit Rohmaterial und Halbleitern. Verstärkt wurden diese Auswirkungen mit dem Ukraine-Krieg und den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland. Mit dieser Entwicklung sind massive Störungen in der Verfügbarkeit von Materialien und Energie aufgetreten, die zu deutlichen inflationären Tendenzen geführt haben. Durch die geopolitische Entwicklung, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und den Gaza-Konflikt, besteht zusätzlich eine hohe Unsicherheit bezüglich der Entwicklung der Weltwirtschaft. Sollten gesetzliche Beschränkungen eingedämmt werden können und auch ein wirtschaftlich friedliches Miteinander Handeln wieder möglich sein, wird die sich derzeit abzeichnende Rezession mittelfristig überwunden und der Wachstumspfad wieder betreten werden können. Absatzchancen und -risiken Die politisch motivierten Wirtschaftssanktionen beeinflussen die Finanzmärkte, insbesondere das gestiegene Zinsniveau. Die hohen Energiekosten in Deutschland belasten die Deutsche Chemie- und Pharmaindustrie, damit verbunden besteht eine Investitionszurückhaltung und ein schärferer Wettbewerb der verbliebenen zu vergebenen Aufträge. Langsame Genehmigungsverfahren und eine insgesamt hohe Planungsunsicherheit durch sich ständig ändernde Bestimmungen und neuer Regulierungen wirken sich zudem als gravierendes Hemmnis auf das Investitionsverhalten unserer Kunden sowie die Nachfrage nach unseren Produkten aus. Eine generelle Ausweitung der Investitionstätigkeit und damit der Nachfrage nach Investitionsgütern ist in den CPS-Abnehmerbranchen angesichts des gesamtkonjunkturellen Umfeldes in Deutschland nicht erkennbar. Demzufolge dürfte der hohe Wettbewerbsdruck auch im Jahr 2024 anhalten. Die Unsicherheiten im Rahmen der Entwicklung der Ukraine-Kriegs und des Gaza-Konflikts haben zum Teil potenzielle Auftraggeber veranlasst, avisierte Projekte in die Zukunft zu verschieben oder gar vollständig zu stornieren. Beschaffungschancen und -risiken Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik ist darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Bei der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen traten im abgelaufenen Jahr vereinzelt Engpässe auf, die durch eine vorausschauende Einkaufspolitik begrenzt werden konnten. Die nachfolgende Fertigung wurde nur geringfügig verzögert. Im Verlauf der globalen Konflikte ist erkennbar geworden, dass beschaffungsseitig Störungen auftreten können. D. h. es können Verzögerungen in unseren Lieferketten auf der Beschaffungsseite eintreten, denen wir durch eine aktive Einkaufspolitik und alternative Lieferantensuche entgegentreten. Diese speziellen Lieferengpässe machen nicht nur viel Arbeit, sondern bremsen auch unser Wachstum. Darüber hinaus belasten steigende Preise für Materialien und Energie unsere Ertragslage, da die gestiegenen Kosten nur mit Verzögerungen weitergegeben werden können. Operative Chancen und Risiken Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, dem Fachkräftemangel und dem inflationären Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Neben den Vertriebsaktivitäten und damit der Auftragsakquisition zur angemessenen Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten besteht eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich in der Sicherstellung einer effizienten und termingerechten Fertigung der Produkte innerhalb vorgegebener Qualitätsstandards, um kundenseitige Konventionalstrafen und Regressforderungen zu vermeiden. Zwar ist ein stärkerer Wettbewerb im Bereich der Apparatebauer zu beobachten, dies gilt insbesondere für die Anbieter von Standardkomponenten, spezielles Know-how in der Verarbeitung von Sondermaterialien ist jedoch immer stärker gefragt, daher werden wir dem Wettbewerb weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die vorhandenen Fertigungskapazitäten verfügen über ausreichende Reserven. Der bestehende Maschinenpark wird durch permanente Instandhaltungsmaßnahmen und durch Modernisierungen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Das Fertigungspersonal wird durch permanente Schulungen und Zertifizierungen (Schweißprüfungen) allen möglichen Qualitätsanforderungen gerecht. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Da wir nahezu ausschließlich in Euro fakturieren und auch einkaufen gibt es keine Währungsrisiken, die unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Mit einem Großteil der Kunden bestehen langjährige auf gegenseitigem Vertrauen basierende Geschäftsbeziehungen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für Großprojekte ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldausgaben und -einnahmen vermittelt. Um die Vorfinanzierung bei den Aufträgen gering zu halten, werden entsprechend der erwarteten Ausgaben mit den Auftraggebern Abschlagszahlungen vereinbart. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäfts-beziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Forderungsausfälle bzw. Zahlungsverzögerungen infolge der Energierisiken und des Ukraine-Kriegs sehen wir wegen unserer Kundenstruktur als gering an. Sie sind aber nicht vollkommen auszuschließen. 4. Prognosebericht Basierend auf den aufgeführten Chancen und Risiken, einem zum Jahresbeginn 2024 bestehenden Auftragsbestand in Höhe von EUR 14,8 Mio., der sich bis Mitte des Jahres auf EUR 13,1 Mio. noch minderte, sowie einer ausreichenden Auslastung der Fertigungskapazitäten planen wir eine leicht positive Geschäftsentwicklung. Die in den Vorjahren durchgeführten investiven Maßnahmen sollten im Jahr 2024 zur Kostendegression beitragen. Schwerpunkte bildeten die Optimierung der Abläufe sowie die Steigerung der Produktqualität durch diverse investive Maßnahmen. Um die organische Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir verstärkt Service- und Engineering Leistungen am Markt anbieten. Für 2024 ist eine Gesamtleistung von rd. EUR 14,0 Mio. budgetiert. Sowohl Rohertrag als auch das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen sowie das Jahresergebnis werden deutlich über Vorjahreshöhe erwartet. Die in dem Geschäftsjahr 2024 berücksichtigten Prognosen unterliegen wie alle Planungen gewissen Unsicherheiten. Die wesentliche Unsicherheit des Ausblicks auf das Jahr 2024 ergibt sich aus der Preisentwicklung und Versorgungssicherheit mit Energie sowie der Planungsunsicherheit durch ständig ändernde Bestimmungen und neuer Regulierungen des Gesetzgebers auf das Investitionsverhalten der Kunden der CHEMA. Aufgrund erheblicher gesamtwirtschaftlicher Risiken sind negative Auswirkungen auf die geplante Entwicklung der Gesellschaft nicht auszuschließen. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv.
Arnstadt, 16. August 2024 Dr. Frank Kampmann, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CHEMA Prozeß- und Systemtechnik GmbH, Arnstadt PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der CHEMA Prozeß- und Systemtechnik GmbH, Arnstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CHEMA Prozeß- und Systemtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, 23. September 2024 BDO
AG
gez. Tewes, Wirtschaftsprüfer gez. Müller, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 9.11.2024 festgestellt. |
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