Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 741856
Eingetragen
5.11.2021
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Die Beratung von Unternehmen auf dem Sektor der Datenverarbeitung sowie die Entwicklung von Programmen und Systemen, der damit verbundene Vertrieb, der Vertrieb von Hard- und Software und alle sonst damit zusammenhängenden Geschäfte sowie die Ausübung von Holdingfunktionen für andere Handelsgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Britta Drange
seit 30.10.2023
Prokura
Ekkehard Dr. Rosien
seit 5.11.2021
Vorstandsmitglied
Gregor Michael Fies
seit 5.11.2021
Prokura
Vorstandsmitglied
Jörg Neddermann
seit 5.11.2021
Prokura
Hagen Förster
seit 5.11.2021
Prokura
Christoph Paul Pack
seit 5.11.2021
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schleupen SE

Ettlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 892.261,53 625.033,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
892.262,53 625.034,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.187.162,70 20.779.238,80
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.525.837,30 5.415.786,26
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.897,50 0,00
25.722.897,50 26.195.025,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 193.323,80 193.323,80
2. Beteiligungen 12.500,00 12.500,00
3. Genossenschaftsanteile 300,00 300,00
206.123,80 206.123,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 396.362,59 117.921,84
2. fertige Erzeugnisse und Waren 605.797,73 488.333,83
1.002.160,32 606.255,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.596.574,50 2.425.836,41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.900,00 51.971,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 43.523,75 0,00
4.690.998,25 2.477.807,41
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.706.291,27 791.576,76
6.397.289,52 3.269.384,17
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 558.786,52 2.133.464,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.150.025,53 825.015,44
D. Aktive latente Steuern 23.110,00 46.179,00
35.952.655,72 33.906.482,07

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.216.000,00 4.216.000,00
II. Kapitalrücklage 367.263,20 367.263,20
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 421.600,00 421.600,00
2. andere Gewinnrücklagen 155.520,80 155.520,80
577.120,80 577.120,80
IV. Bilanzgewinn 5.396.380,33 5.368.947,37
- davon Gewinnvortrag EUR 58.947,37 (EUR 120.119,98)
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 502.109,27 480.533,04
2. Steuerrückstellungen 0,00 249.586,14
3. sonstige Rückstellungen 9.170.127,68 8.197.312,21
9.672.236,95 8.927.431,39
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.519.611,80 10.671.121,76
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.689.566,04 1.716.338,10
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.331,35 24.177,83
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 562,28
5. sonstige Verbindlichkeiten 574.164,27 587.328,58
12.810.673,46 12.999.528,55
- davon aus Steuern EUR 555.415,69 (EUR 533.078,00)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.912.980,98 1.450.190,76
35.952.655,72 33.906.482,07

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 82.725.951,51 72.628.807,42
2. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 12.258,52
3. sonstige betriebliche Erträge 1.279.345,40 1.414.559,78
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.076.223,45 4.747.646,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.013.783,84 5.635.619,82
12.090.007,29 10.383.266,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 39.127.856,08 35.731.165,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.819.848,17 6.098.899,03
45.947.704,25 41.830.064,65
- davon für Altersversorgung EUR 206.962,59 (EUR 158.324,95)
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.634.823,11 2.423.071,18
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.718.547,41 11.737.733,69
8. Erträge aus Beteiligungen 200.000,00 166.773,68
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 256.521,14 11.037,68
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.250,00 (EUR 2.684,56)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 110.210,65 119.608,16
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.519.403,80 2.448.255,48
12. Ergebnis nach Steuern 5.441.121,54 5.291.437,21
13. sonstige Steuern 103.688,58 42.609,82
14. Jahresüberschuss 5.337.432,96 5.248.827,39
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 58.947,37 120.119,98
16. Bilanzgewinn 5.396.380,33 5.368.947,37

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Schleupen SE mit Sitz in Ettlingen ist unter der Nummer HRB 741856 im Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den Formvorschriften des HGB vorgenommen. Der Ansatz und die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgten nach den für alle Kaufleute geltenden Grundsätzen der §§ 238 bis 263 sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 bis 278 HGB. Die einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet.

Die im Vorjahr in der Bilanz unter der Position B.II.4. Sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesenen noch abzurechnenden Lieferungen (Vorjahr: TEUR 363) werden im Berichtsjahr unter der Position B.I.2. Fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von TEUR 475 ausgewiesen.

Die im Vorjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesene Grundsteuer (Vorjahr: TEUR 78) werden im Berichtsjahr unter der Position 13. Sonstige Steuern in Höhe von TEUR 67 ausgewiesen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Externe Aufwendungen für die Weiterentwicklung der Softwareprodukte werden, soweit sie aktivierungsfähig sind, zu Anschaffungskosten aktiviert und, sobald die Implementierung der neuen Softwaregenerationen stattgefunden hat, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten aktiviert und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 250 voll abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert über EUR 250 bis EUR 1.000 wird im Jahr der Anschaffung ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Jahren jeweils zu einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei Finanzanlagen können außerplanmäßige Abschreibungen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommen werden.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung der Material- und Fertigungseinzelkosten, der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, sowie der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Die Vorräte an Waren sind zu stichtagsnahen Einstandspreisen bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfallrisiko wird mit der Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

Das für die Pensionsverpflichtungen zweckexklusive Deckungsvermögen wurde mit dem Zeitwert angesetzt und nach § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen saldiert.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren

durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82% (im Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78%), der von der Dt. Bundesbank bekanntgemacht wurde

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Nach dem "Gesetz zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" vom 11. März 2016 ist der Rechnungszins für Pensionsverpflichtungen künftig als 10-Jahres-Durchschnitt zu berechnen und nicht mehr wie vor 2016 auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnitts. Der Entlastungseffekt in Höhe des jeweiligen Differenzbetrags ist ausschüttungsgesperrt.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Höhe der wertpapiergebundenen Altersversorgungsverpflichtungen bestimmt sich nach § 253 Abs. 1 S. 3 HGB nach dem beizulegenden Zeitwert der korrespondierenden Rückdeckungsversicherung. Die IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS HFA 30 "Handelsrechtliche Bilanzierung von Altersversorgungsverpflichtungen" zur Qualifizierung der Rückdeckungsversicherung zur Bilanzierung als wertpapiergebundene Versorgungszusage wurde beachtet. Da die aus der Rückdeckungsversicherung erfolgten Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch der Zeitpunkte deckungsgleich sind mit den Zahlungen an die Versorgungsberechtigten, liegt eine Kongruenz vor. Die Rückdeckungsversicherung stellt Deckungsvermögen i.S. des § 246 Abs. 2 HGB dar und ist gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet worden und wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den sie betreffenden Altersversorgungsverpflichtungen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremder Währung lauten, werden im Laufe des Geschäftsjahres zum Mittelkurs der Fremdwährung erfasst. Zum Bilanzstichtag bestehen ausschließlich Forderungen auf fremder Währung, die zum Devisenkassamittelkurs am 31. Dezember 2023 umgerechnet wurden.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenden kumulativen Steuerbe- und Steuerentlastungen werden verrechnet angesetzt (§ 274 Abs. 1 HGB). Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 31,3%.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagespiegel gesondert dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens:

(in EUR) Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.1 Erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 2.824.335,03 531.556,03 165.782,45 0,00 3.190.108,61
1.2 Geschäfts- oder Firmenwert 400.000,00 0,00 0,00 0,00 400.000,00
Summe 3.224.335,03 531.556,03 165.782,45 0,00 3.590.108,61
2. Sachanlagen
2.1 Grundstücke, grundstücksgl. Rechte u. Bauten, Bauten a. fremden Grundstücken 21.932.895,80 87.249,90 0,00 0,00 22.020.145,70
2.2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.433.687,13 1.821.638,76 363.310,69 0,00 13.892.015,20
2.3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 9.897,50 0,00 0,00 9.897,50
Summe 34.366.582,93 1.918.786,16 363.310,69 0,00 35.922.058,40
3. Finanzanlagen
3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen 193.323,80 0,00 0,00 0,00 193.323,80
3.2 Beteiligungen 12.500,00 0,00 0,00 0,00 12.500,00
3.3 Sonstige Ausleihungen 300,00 0,00 0,00 0,00 300,00
Summe 206.123,80 0,00 0,00 0,00 206.123,80
Gesamt 37.797.041,76 2.450.342,19 529.093,14 0,00 39.718.290,81
(in EUR) Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2023 Zuführungen Auflösungen 31.12.2023
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.1 Erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 2.199.301,70 245.773,03 147.227,65 2.297.847,08
1.2 Geschäfts- oder Firmenwert 399.999,00 0,00 0,00 399.999,00
Summe 2.599.300,70 245.773,03 147.227,65 2.697.846,08
2. Sachanlagen
2.1 Grundstücke, grundstücksgl. Rechte u. Bauten, Bauten a. fremden Grundstücken 1.153.657,00 679.326,00 0,00 1.832.983,00
2.2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.017.900,87 1.709.724,08 361.447,05 8.366.177,90
2.3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 8.171.557,87 2.389.050,08 361.447,05 10.199.160,90
3. Finanzanlagen
3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.2 Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.3 Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 10.770.858,57 2.634.823,11 508.674,70 12.897.006,98
(in EUR) Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.1 Erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 892.261,53 625.033,33
1.2 Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
Summe 892.262,53 625.034,33
2. Sachanlagen
2.1 Grundstücke, grundstücksgl. Rechte u. Bauten, Bauten a. fremden Grundstücken 20.187.162,70 20.779.238,80
2.2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.525.837,30 5.415.786,26
2.3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.897,50 0,00
Summe 25.722.897,50 26.195.025,06
3. Finanzanlagen
3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen 193.323,80 193.323,80
3.2 Beteiligungen 12.500,00 12.500,00
3.3 Sonstige Ausleihungen 300,00 300,00
Summe 206.123,80 206.123,80
Gesamt 26.821.283,83 27.026.183,19

2. Immaterielle Vermögensgegenstände

Als immaterielle Vermögensgegenstände werden Lizenzen für Software und der entgeltlich erworbene Firmenwert ausgewiesen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden externe Aufwendungen für die Weiterentwicklung der Softwareprodukte in Höhe von TEUR 248 (Vorjahr TEUR 139) aktiviert.

3. Sachanlagen

Bei den Abgängen im Sachanlagevermögen handelt es sich um im Laufe des Jahres 2023 verkaufte Betriebs- und Geschäftsausstattung.

4. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen belaufen sich auf TEUR 206.

Weitere Angaben zu den Finanzanlagen sind unter Punkt V. 4 Anteilsbesitz dargestellt.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist der Posten der Mietkautionen in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr TEUR 35) enthalten, davon TEUR 40 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Es besteht eine Darlehensforderung gegenüber der TRADUI Technologies GmbH in Höhe von TEUR 50.

6. Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB.

Die aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von saldiert TEUR 23 ergeben sich aus der Diskontierung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz.

Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 31,3 %.

Aktive Steuerlatenzen Handelsrechtlich Steuerrechtlich Differenz Latente Steuern
(in TEUR)
Firmenwert 0 20 20 6
Pensionsverpflichtungen 1.558 1.720 -162 -50
Sonstige Rückstellungen 1.569 1.353 216 67
Summe 74 23

7. Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.216.000,00 und ist eingeteilt in EUR 4.173.840,00 Namens-Stückaktien und in EUR 42.160,00 stimmrechtslose Vorzugs- Stückaktien.

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 5.369 wurden TEUR 5.310 an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Rest wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

8. Rückstellungen

Nach Saldierung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 1.558 (Vorjahr TEUR 1.705) mit dem entsprechenden zweckexklusiven Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 1.056 (Vorjahr TEUR 1.224) ergibt sich ein unter den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesener Betrag in Höhe von TEUR 502 (Vorjahr TEUR 481).

Für das abgeschlossene Geschäftsjahr gibt es keine Steuerrückstellungen (Vorjahr TEUR 250).

Die übrigen Rückstellungen beinhalten:

(in TEUR) 2023 2022
Bonusrückstellungen 3.899 3.583
Restarbeiten 1.480 1.433
Urlaubsrückstellungen 1.002 906
Gewährleistungsrückstellungen 454 79
Provisionsrückstellungen 413 214
Jubiläumsrückstellungen 310 308
Überstunden 257 214
Sonstige Personalrückstellungen 234 190
Aufsichtsrat 159 159
Ausstehende Rechnungen 60 69
Jahresabschlusskosten 52 55
Schwerbehindertenabgabe 35 31
Berufsgenossenschaft 23 17
Sonstige Rückstellungen 792 939
Summe 9.170 8.197

9. Verbindlichkeiten

(in EUR) Betrag bis 1 Jahr 2-5 Jahre > 5 Jahre
Verbindl. ggü. Kreditinstituten 9.519.611,80 1.151.509,96 3.375.794,34 4.992.307,50
Verbindl. a. Lieferungen und Leistungen 2.689.566,04 2.689.566,04 0,00 0,00
Verbindl. ggü. verbundenen Unternehmen 27.331,35 27.331,35 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 574.164,27 574.164,27 0,00 0,00
Summe 12.810.673,46 4.442.571,62 3.375.794,34 4.992.307,50

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 9.520 sind durch Grundschulden besichert.

Die Lieferantenverbindlichkeiten sind mit den üblichen Eigentumsvorbehalten gesichert.

10. Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB

Der ausschüttungsfähige Betrag setzt sich wie folgt zusammen:

(in TEUR)
Jahresüberschuss 5.337
+ Gewinnvortrag 59
./. Ausschüttungsgesperrter Betrag d. aktive latente Steuern 23
./. Unterschiedsbetrag Pensionsverpflichtung 2
= ausschüttungsfähiger Betrag 5.371

11. Haftungsverhältnisse (§ 251 HGB) und sonst, finanz. Verpflichtungen 285 Nr. 3 HGB)

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag folgende sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die Jahre:

(in TEUR) 2024 2025-2028 Ab 2029
Leasing 921 1.505 0
Miete 633 738 0
Wartung 180 0 0
Dienstleistungen 257 9 0
Sonst. finanz. Verpflichtungen 1.991 2.252 0

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen:

(in Mio. EUR) 2023 2022
Lizenzen 13,54 14,47
Wartung und Miete 31,70 29,89
Dienstleistungen 35,18 26,52
Hardware 1,88 1,43
Sonstige 0,43 0,32
Summe 82,73 72,63

Die Umsatzerlöse wurden zum größten Teil im Inland erbracht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 2) und Erträge aus Fördermitteln in Höhe von TEUR 514 (Vorjahr: EUR 0). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 488 (Vorjahr TEUR 816) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 2) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 1).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr TEUR 96).

Die Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Erträge aus der Verzinsung des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 77).

Nach Saldierung der entsprechenden Aufwendungen und Erträge nach § 246 Abs. 2 HGB ergibt sich ein im Finanzergebnis auszuweisender Betrag in Höhe von TEUR -19 (Vorjahr TEUR -18).

V. Sonstige Angaben

1. Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr die folgenden Personen bestellt:

Name, Wohnort, Funktion Berufe, sonstige Mandate
Herr Tomas Mielert, Hofheim Rechtsanwalt/Steuerberater/Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsratsmitglied der IMP Computersysteme AG, Berlin
bis 26. Mai
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Herr Dr. Andreas Lied, Ulm Unternehmensberater - Partner of Counsel der BBH-Gruppe
ab 26. Mai
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Herr Michael Schleupen, Meerbusch Geschäftsführer
Stellvertretender Vorsitzender
Herr Hans-Hermann Neddermann, Wunstorf Kaufmann
bis 26. Mai
Frau Anja Schlittke, Wunstorf Sparkassenbetriebswirtin
ab 26. Mai
Herr Arno Petzoldt, Waldbronn Kaufmann
bis 31. Januar
Herr Sean McClvmont. Frankfurt a. M. Unternehmensberater
ab 31. Januar
Herr Heinz Heineke, Salzkotten Kaufmann
Herr Markus Fischer, Köln Projektmanager

Die Aufsichtsratsvergütungen für 2023 betrugen TEUR 297 (Vorjahr TEUR 254).

Im Geschäftsjahr bestand zwischen einem Aufsichtsrat und der Gesellschaft ein Mietverhältnis mit einem Gesamtaufwand von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 31).

Beratungsleistungen der Aufsichtsratsmitglieder und Unternehmen, an denen sie beteiligt sind, wurden im Geschäftsjahr 2023 an die Gesellschaft nicht erbracht.

2. Vorstand

Zu den Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft waren im Berichtsjahr die folgenden Herren bestellt:

Name, Wohnort, Funktion Berufe, sonstige Mandate
Herr Dr. Volker Kruschinski, Marl Vorstand der Business Unit Energie- und Wasserwirtschaft
Vorsitzender des Vorstandes
Herr Dr. Ekkehard Rosien, Duisburg Vorstand Finanzen und der Business Unit Governance, Risk & Compliance

Bezugnehmend auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe über die Gesamtbezüge des Vorstandes. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 262 (Vorjahr TEUR 260).

3. Arbeitnehmeranzahl

Im Geschäftsjahr 2023 betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl 534 (Vorjahr 500). Dem Geschäftsbereich EWW sind 452 Mitarbeiter/-innen zugeordnet, dem Geschäftsbereich GRC 32 und dem Geschäftsbereich Holding 50.

4. Gesamthonorar Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgelaufene Geschäftsjahr beläuft sich auf TEUR 47 (Vorjahr TEUR 52) und gliedert sich auf in Abschlussprüfungsleistung (TEUR 35; Vorjahr TEUR 35) und Wirtschafts- bzw. Steuerberatungsleistungen (TEUR 12; Vorjahr TEUR 17).

5. Anteilsbesitz

Zum Bilanzstichtag hält das Unternehmen Anteile an folgenden Gesellschaften:

Schleupen EDV GmbH

Ettlingen, 100 %

(in EUR)
Eigenkapital zum 31.12.2022 21.663,78
Jahresfehlbetrag 2022 1.631,97

Bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Jahresabschlusses der Schleupen SE lag der Jahresabschluss 2023 der im Geschäftsjahr 2021 gegründeten Schleupen EDV GmbH noch nicht vor. Die Gesellschaft ist bis zur Umsetzung der geplanten Ausgründung der BU GRC auf diese Gesellschaft weiterhin nicht geschäftlich aktiv.

TRADUI Technologies GmbH

Frankfurt am Main, 56 %

(in EUR)
Eigenkapital zum 31.12.2023 321.937,67
Jahresüberschuss 2023 67.614,71

Optinice GmbH

Ettlingen, 50 %

(in EUR)
Eigenkapital zum 31.12.2023 667.091,35
Jahresüberschuss 2023 499.822,78

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand der Gesellschaft schlägt vor, den ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn von EUR 5.371.079,33 in Höhe von EUR 5.370.000,00 auszuschütten und EUR 1.079,33 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ettlingen, 31. Januar 2024

Der Vorstand

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Die Schleupen SE im Überblick

Die Schleupen SE geht auf das im Jahr 1970 gegründete Softwarehaus Leo Schleupen zurück. Im Jahr 2023 erwirtschaftete sie mit durchschnittlich 534 Mitarbeiter/-innen einen Umsatz von 82,7 Mio. Euro. Neben der Zentrale in Ettlingen unterhält die Schleupen SE Niederlassungen in Moers, Altenbeken, Dresden und Wunstorf.

Die Schleupen SE teilt sich in mehrere Profit Center auf. Die unternehmerische Führung des Unternehmens ist im Bereich "Holding" angesiedelt. Rechnungswesen, unternehmensweites Controlling und Risikomanagement sowie Personalwesen sind hier verankert. Die beiden Geschäftsfelder "Energie- und Wasserwirtschaft" (EWW) und "Governance, Risk & Compliance" (GRC) sind als Business Units ausgestaltet.

Der größere Geschäftsbereich "EWW" zählt mehr als 300 Unternehmen aus der Energie- und Wasserwirtschaft zu seinen Kunden. Im Segment der Energiewirtschaft ist die Schleupen SE einer der wenigen Softwareanbieter, der über eine durchgängige Komplettlösung verfügt, die von der Abrechnung über die Marktkommunikation, die Energielogistik und das Finanzwesen bis hin zur betriebswirtschaftlichen Planung aller Ressourcen im Netzbetrieb reicht. Mehr als 15.500 Anwender bzw. jedes 4. Energieversorgungsunternehmen in Deutschland arbeiten mit dieser Lösung. Zusätzlich zur Software bietet die Schleupen SE für die Branche der Energie- und Wasserwirtschaft spezialisierte IT-Infrastruktur-Lösungen an. Diese beinhalten alle wesentlichen Bestandteile für einen On-Premise-Betrieb als auch die Bereitstellung der Software als Cloud-Lösung. In den letzten Jahren hat die Schleupen SE darüber hinaus einen Software-as-a-Service (SaaS) für die Smart Meter Gateway Administration entwickelt.

Mit den GRC-Softwareprodukten bietet die Schleupen SE Lösungen für das Governance-, Risk-, Compliance- sowie Information-Security-Management an, die sowohl von mittelständischen Unternehmen als auch von börsennotierten und international agierenden Unternehmensgruppen eingesetzt werden.

Die Schleupen SE hält Anteile an der Optinice GmbH, Ettlingen (50%). Das Lösungsangebot der Optinice GmbH trägt der steigenden Bedeutung des Internets für die Geschäftsprozesse von Versorgungsunternehmen Rechnung.

Des Weiteren hält die Gesellschaft Anteile an der TRADUI Technologies GmbH, Frankfurt (56%). Für Produkte und Services im Bereich Reporting und Analytics ist die TRADUI Technologies GmbH einer der führenden Spezialisten.

Es ist weiterhin die Ausgründung des Geschäftsbereichs GRC vorgesehen. Hierfür erwarb die Schleupen SE 100% der Anteile an der Schleupen EDV GmbH, Ettlingen.

B. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

Im Berichtsjahr waren im Unternehmen durchschnittlich 534 Mitarbeiter/-innen (VJ: 500 Mitarbeiter/-innen) tätig. Ende 2023 wurden 557 Mitarbeiter/-innen (VJ: 509 Mitarbeiter/-innen) beschäftigt.

Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Umsatz der Schleupen SE 82,7 Mio. Euro und konnte damit gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Mio. Euro gesteigert werden. Das geplante Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 79,9 Mio. Euro wurde damit übertroffen.

Die EBIT-Marge beträgt für das abgelaufenen Geschäftsjahr 9,3% (VJ: 10,7%). Die im Jahresabschluss 2022 angestrebte EBIT-Marge für das "Investitionsjahr 2023" in Höhe von 7% wurde damit mehr als erreicht.

In Summe verringerte sich das EBIT um 0,1 Mio. Euro auf 7,7 Mio. Euro (VJ: 7,8 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. Euro und beläuft sich damit auf 7,9 Mio. Euro (VJ: 7,7 Mio. Euro).

Die Umsätze aus Eigen- und Fremdlizenzen verringerten sich um 1,0 Mio. Euro auf 13,5 Mio. Euro (VJ: 14,5 Mio. Euro).

Der Gesamtumsatz der Bereiche Wartungsverträge und Mieten erhöhte sich um 1,8 Mio. Euro auf 31,7 Mio. Euro (VJ: 29,9 Mio. Euro).

Die Erlöse aus den verschiedenen Dienstleistungsbereichen betrugen 35,2 Mio. Euro (VJ: 26,5 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,3 Mio. Euro (VJ: 1,4 Mio. Euro).

II. Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 stieg die Bilanzsumme um 2,1 Mio. Euro auf 36,0 Mio. Euro.

Das Anlagevermögen verringerte sich insgesamt um 0,2 Mio. Euro auf 26,8 Mio. Euro (VJ: 27,0 Mio. Euro).

Die Anlagenintensität fiel damit auf 74,6% (VJ: 79,7%).

2. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital stieg um 0,1 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro (VJ: 10,5 Mio. Euro) leicht an.

Die Eigenkapitalquote beträgt 29,4% (VJ: 31,1%). Das Eigenkapital (10,6 Mio. Euro) und das langfristige Fremdkapital (8,9 Mio. Euro) decken das langfristig gebundene Vermögen in Höhe von 26,8 Mio. Euro (VJ: 27,0 Mio. Euro) zu 72,4% ab.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 2,2 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro (VJ: 2,4 Mio. Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 50,9 Tsd. Euro (VJ: 52,0 Tsd. Euro), die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beliefen sich auf 43,5 Tsd. Euro (VJ: 0,0 Tsd. Euro).

Die Vorräte stiegen um 0,4 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro an (VJ: 0,6 Mio. Euro).

Insgesamt erhöhte sich das Umlaufvermögen auf 8,0 Mio. Euro (VJ: 6,0 Mio. Euro), was insbesondere auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich um 0,4 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro (VJ: 0,8 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,7 Mio. Euro fielen gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. Euro höher aus (VJ: 1,7 Mio. Euro).

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich auf 9,2 Mio. Euro (VJ: 8,2 Mio. Euro).

3. Finanzlage

Das Unternehmen verfügte im gesamten Geschäftsjahr über ausreichend Liquidität. Es bestand deshalb, wie bereits in den Vorjahren, kein Bedarf, die eingeräumten Kontokorrent-Kreditlinien in Anspruch zu nehmen.

Durch die vorhandenen Kreditlinien besteht weiterhin die Möglichkeit, etwa auftretende kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Zur Finanzierung von im Jahr 2015 erworbenen Büroimmobilien wurden Darlehen in Höhe von insgesamt 3,6 Mio. Euro aufgenommen. Zum Abschlussstichtag beliefen sich diese Darlehen noch auf 0,7 Mio. Euro.

Für den Neubau der Niederlassung Moers wurde im Geschäftsjahr 2020 ein KfW-Darlehen in Höhe von insgesamt 10,0 Mio. Euro abgeschlossen, das im ersten Quartal 2021 vollständig abgerufen wurde. Als Tilgungszuschuss wurde im Geschäftsjahr 2022 sowie im Geschäftsjahr 2021 jeweils 0,1 Mio. Euro gewährt. Das KfW-Darlehen beträgt damit zum Abschlussstichtag 8,8 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich per 31.12.2023 somit insgesamt auf 9,5 Mio. Euro.

Die Schleupen SE wird auch künftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

4. Ertragslage

Wesentliche Ergebnisquellen sind weiterhin die laufenden Einnahmen aus langfristigen Verträgen für Wartung und Miete von Softwarelizenzen und Hardware. Insgesamt wurden mit diesen Verträgen im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsätze in Höhe von 31,7 Mio. Euro (VJ: 29,9 Mio. Euro) erzielt. Damit beläuft sich der Anteil dieser Verträge am Gesamtumsatz des Unternehmens auf 38,3%.

Weiterhin haben die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Softwareprodukten in Höhe von 13,5 Mio. Euro (VJ: 14,5 Mio. Euro) eine hohe Bedeutung. Neben einem Anteil am Gesamtumsatz von 16,4% haben sie auch unmittelbaren Einfluss auf die Einnahmen aus Softwarewartung und Dienstleistung.

Die Dienstleistungen tragen mit 35,2 Mio. Euro (VJ: 26,5 Mio. Euro) zu 42,5% zum Unternehmensumsatz bei. Die Dienstleistungsumsätze sind maßgeblich vom Projektgeschäft geprägt. Zukünftig sollen weitere Prozesse und Tätigkeiten der Kunden in die Cloud übertragen werden, um damit verstärkt administrative und fachliche Aufgaben im Auftrag der Kunden wahrnehmen zu können. Dies wird in den nächsten Jahren den Anteil wiederkehrender Umsätze am Gesamtumsatz weiter ansteigen lassen.

Die Umsatzverteilung ist in Bezug auf die letzten Geschäftsjahre weitestgehend konstant. Ein Rückgang der Hardware-Umsätze ist seit einigen Jahren zu verzeichnen und verliert in Relation zu den anderen Segmenten planmäßig immer mehr an Bedeutung. Die Umsätze aus dem Segment SaaS (Software as a Service) sowie aus Wartungsverträgen steigen dagegen stetig an.

Der Materialaufwand stieg von 10,4 Mio. Euro auf 12,1 Mio. Euro an. Der Rohertrag beträgt damit 71,9 Mio. Euro (VJ: 63,7 Mio. Euro).

Der Personalaufwand stieg auf 45,9 Mio. Euro (VJ: 41,8 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 15,7 Mio. Euro (VJ: 11,7 Mio. Euro).

In Bezug auf das Vorjahr reduzierte sich die EBIT-Marge aufgrund des "Investitionsjahres 2023" auf 9,3% (VJ: 10,7%).

C. Bericht über gesellschaftliche Verantwortung

Die Schleupen SE übernimmt gesellschaftliche Verantwortung in ethischen, ökologischen, personalpolitischen und gemeinnützigen Belangen.

I. Ethisches Geschäftsverhalten

Die Schleupen SE misst Compliance einen hohen Stellenwert zu. Unter Compliance bzw. Regelkonformität wird im Allgemeinen die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und selbst gesetzten Richtlinien verstanden. Die Schleupen SE hat einen Verhaltenscodex entwickelt, um die Rahmenbedingungen für ethisches Verhalten im Geschäftsalltag zu schaffen. Der Verhaltenscodex ist in der Unternehmenskultur und bei den Mitarbeitern/-innen der Schleupen SE fest verankert und enthält insbesondere Vorgaben für nachfolgende Bereiche:

Menschenrechte

Arbeitsrecht und faire Arbeitsbedingungen

Datenschutz

Finanzielle Integrität und korrekte Buchführung

Gesetze über das geistige Eigentum

Gesetze zur Korruptionsbekämpfung

Handelsgesetze, Einhaltung von Import- und Exportvorschriften

Kartellrecht und Gesetze über den unlauteren Wettbewerb

Umweltschutzgesetze

Wertpapierrecht und Gesetze über Insiderhandel

II. Ökologische Verantwortung

Der Klimawandel hat eine seit Jahren zunehmende Brisanz. Aus ökologischer Sicht hat bei der Schleupen SE der schonende und nachhaltige Umgang mit Ressourcen einen hohen Stellenwert. So engagierte sich die Schleupen SE bereits in verschiedenen Umweltprojekten. Ein wichtiger Aspekt dabei war und ist, die Energiekosten standortübergreifend zu senken und sich somit aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. Bereits seit 2017 ist in der Niederlassung Ettlingen eine Photovoltaikanlage in Betrieb. Diese erbringt eine Leistung von ca. 56.000 kWh pro Jahr und deckt damit einen Teil des Strombedarfs mit sauberer Energie. Der Neubau am Standort Moers, der Ende 2021 bezogen wurde, ist energieeffizient und klimafreundlich gestaltet und entspricht dem strengen KfW-55-Standard. Wärmepumpen sorgen für die Klimatisierung des Gebäudes. Zusätzlich gibt es spezielle Klimaböden und ein automatisches Lüftungssystem mit Energierückgewinnung. Des Weiteren gibt es ein automatisches Verschattungssystem, das Jalousien bei starker Sonneneinstrahlung herunterfährt, sowie begrünte Dächer.

Die von der Schleupen SE für ihre Kunden erbrachten Leistungen erfordern ein hohes Maß an Reisetätigkeit. Seit März 2021 wurde die Firmenflotte auf "klimaneutrales Reisen" umgestellt. Zu diesem Zweck haben alle Mitarbeitenden, die einen Firmenwagen der Schleupen SE fahren, die DKV Card CLIMATE ausgehändigt bekommen. Mit dieser, auch als "grüne Karte" bezeichneten Checkkarte, können Firmenwageninhaber nicht nur bargeldlos tanken, sondern gleichzeitig wird der von den Firmenwagen verursachte CO 2 -Ausstoß vollständig neutralisiert. Für jeden mit der Karte getankten Liter Diesel bzw. Ottokraftstoff zahlt die Schleupen SE einen Betrag, der den verursachten Kosten durch den CO 2 -Ausstoß zu 100% entspricht. Die so gesammelten Beträge werden von dem Unternehmen DKV an die gemeinnützige Stiftung myclimate weitergeleitet, welche die Kompensationszahlungen in Klimaprojekte auf der ganzen Welt investiert. Zum Beispiel werden Aufforstungsprojekte zur Bindung von Treibhausgasen unterstützt, der Umstieg auf erneuerbare Energien ermöglicht oder Projekte zur Unterstützung der Energiewende oder der Erhaltung der Biodiversität gefördert.

Zudem gehören mehrere E-Fahrzeuge zum internen Fuhrpark der Schleupen SE. Die Fuhrparkregelung für die Mitarbeiter/-innen subventioniert Fahrzeuge mit alternativem Antrieb, um den Anteil von Fahrzeugen, die auf erneuerbare Energien und entsprechende Technologien setzen, sukzessive zu erhöhen.

Weiterhin besteht eine Kooperation mit der JobRad GmbH. Jede/r Mitarbeiter/-in hat dadurch die Möglichkeit, bis zu zwei (Elektro-)Fahrräder zu leasen. Die Schleupen SE will damit einen weiteren Beitrag zur verkehrspolitischen Wende leisten.

Die Schleupen SE will bei ihren Klimaschutzbemühungen noch weiter gehen. Dazu ist die Schleupen SE der "VEA-Initiative Klimafreundlicher Mittelstand" des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) beigetreten. Die Mitgliedsunternehmen der Initiative bekennen sich zu den Zielen der Energiewende und wollen auf einen klimafreundlichen Mittelstand hinarbeiten. Sie wollen Energie effizienter einsetzen, stärker auf klimafreundliche Energien setzen und Klimaschutzprojekte unterstützen.

Gemeinsam mit den Experten der Organisation wurde im Jahr 2023 erstmalig der CO 2 -Fußabdruck der Schleupen SE für das Jahr 2022 ermittelt. Dabei kam das "Greenhouse Gas Protocol" (GHG), der verbreitetste Standard zur Erstellung von Treibhausgasbilanzen, zum Einsatz. Auf dieser Basis können die weiteren Schritte exakt geplant und im Reporting dokumentiert werden. Beispielsweise befindet sich eine Nutzung von unternehmenseigenen Parkplatzflächen in Moers für eine Photovoltaik-Anlage in der Evaluierungsphase.

III. Menschenrechte und personalpolitische Verantwortung

Die Schleupen SE sieht es als selbstverständliche Pflicht an, die Menschenrechte zu achten. Dies spiegelt sich auch in den hohen Arbeitsstandards und den fairen Arbeitsbedingungen wider. Die Einhaltung der Menschenrechte und Arbeitsstandards wird auch von den Geschäftspartnern erwartet.

Die Schleupen SE legt großen Wert auf die Weiterentwicklung der persönlichen und fachlichen Kenntnisse der Mitarbeiter/-innen. Das Personalentwicklungskonzept der Schleupen SE "STEP" steht für Sicherheit, Transparenz, Erfolg und Perspektive im Berufsleben der Schleupen SE. Im Jahr 2010 wurde dieses Konzept erstmals umgesetzt, um die Qualifizierung und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu erhöhen. In diesem Rahmen werden verschiedene Kurse zur Weiterbildung angeboten. Die Themenbereiche erstrecken sich von "Onboarding" der neuen Mitarbeiter/-innen über Gesundheitsprävention bis hin zu Methodik und Wissen.

Zur Personalentwicklung zählen auch die Nachwuchsförderung und die Gewinnung junger Talente, z.B. in Form eines dualen Studiums oder einer Ausbildung.

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter/-innen ist der Schleupen SE sehr wichtig. Es existieren daher verschiedene Arbeitszeitmodelle, Mobil-Office-Lösungen und gleitende Arbeitszeit.

Die Schleupen SE betrachtet Personalführung als eigenständige Aufgabe und erwartet von ihren Führungskräften dieser Verantwortung gerecht zu werden. Eigens entwickelte Führungskräfteleitlinien und regelmäßige Führungskräfteschulungen sollen sicherstellen, dass die Führungskultur in allen Unternehmensbereichen gleich gelebt wird, die Mitarbeiter/-innen motiviert sind und sich beruflich weiterentwickeln können.

Die Schleupen SE strebt eine hohe und langfristige Mitarbeiterbindung an. Die hohe durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 10,5 Jahren ist das Ergebnis der wirksamen, personalpolitischen Bemühungen.

IV. Gemeinnützige Verantwortung

Die Schleupen SE übernimmt gesellschaftliche Verantwortung, indem sie sich z. B. an dem Programm zur Begabten- und Spitzenförderung in Zusammenarbeit mit den Hochschulen Rhein-Waal und Niederrhein beteiligt. Hierbei werden Studierende gefördert, die sich durch gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Des Weiteren unterstützt die Schleupen SE regelmäßig gemeinnützige Stiftungen und soziale Einrichtungen, wie bspw. die Tafel Deutschland e.V., die Erdbebenhilfe für die Türkei und Syrien, Fördervereine von Schulen und der Feuerwehr. Auch fördert die Schleupen SE seit 2020 den Verein "Viva con Agua de Sankt Pauli e.V." und unterstützt damit die Vision: "Wasser für alle - alle für Wasser!". Das Ziel besteht darin, allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser, Hygieneeinrichtungen und sanitärer Grundversorgung zu ermöglichen. Im abgelaufenem Geschäftsjahr nahm die Schleupen SE an der Aktion "Weihnachtswunscherfüller" des Kinderschutzbundes teil. Hier wurden Wunschzettel von Kindern aus sozial benachteiligten Familien in verschiedenen Jugendeinrichtungen, Kindertagesstätten und Grundschulen verteilt und dort von den Kindern zusammen mit den Betreuern, Erziehern oder auch Lehrern ausgefüllt. Die Mitarbeitenden der Schleupen SE sowie die Schleupen SE fungierten als Wunsch-Erfüller. Die Geschenke wurden im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier des Kinderschutzbundes an die Kinder übergeben.

D. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken

I. Chancenbericht

Dynamische Tarife, netzdienliche Steuerung von Anlagen über den CLS-Kanal, kurzfristige regulatorische Änderungen, Kostendruck - die vielfältigen Herausforderungen des Markts erfordern technologisch neue IT-Lösungen bei den Versorgungsunternehmen. Die Schleupen SE zeigt, wie sich diese vielfältigen Herausforderungen des heuten Versorgungsmarktes mit moderner IT und einem starken Partnernetzwerk bewältigen lassen. Wie bereits in den Vorjahren gehört daher weiterhin der Ausbau des Netzes an Partnern, die mit leistungsfähigen Anwendungen die Funktionalität der Plattform Schleupen.CS sinnvoll ergänzen, zur zukunftsweisenden Strategie

Regionale Produkte liegen im Trend. Vor Ort erzeugter Grünstrom bildet in der gegenwärtigen Energiekrise eine ideale Ergänzung im Portfolio der Versorger. Allerdings sind Vermarktung und Abrechnung entsprechender Regionalstromprodukte komplex. Digitale Lösungen können dabei helfen, diese Hürden zu überwinden. Um Stadtwerken den Einstieg in die Regionalstromvermarktung zu erleichtern, werden die Schleupen SE und die ENTRNCE Deutschland GmbH, ein Unternehmen der Alliander Gruppe, zukünftig zusammenarbeiten. Konkret geht es in erster Linie um die Integration der Regionalstromplattform ENTRNCE in Schleupen.CS als Abrechnungslösung. ENTRNCE ist ein digitaler Marktplatz, der unkompliziert Erzeuger, Versorgungsunternehmen und Verbraucher verbindet. Die Integration in Schleupen.CS ermöglicht die einfache Abrechnung des gelieferten Stroms.

Als weiteren Partner konnte Amazon Web Services (AWS), der weltweit führende Cloud-Anbieter, gewonnen werden. Ziel der Partnerschaft ist ein modernes SaaS-Betriebsmodell für die Plattform Schleupen.CS. Flexibilität beim Hosting, nahezu unbegrenzte Skalierbarkeit sowie maximale Sicherheit und Verfügbarkeit zeichnen das neue Angebot aus. Ein weiterer Vorteil für die Versorgungsunternehmen ist, dass sie sich nicht mehr um den Betrieb ihrer IT-Lösung kümmern müssen und stets mit der aktuellen Version von Schleupen.CS arbeiten. Die AWS-Cloud ermöglicht mit ihrer extremen Flexibilität ein elastisches Hosting der Softwareplattform Schleupen.CS. Es stehen also immer genau die Ressourcen zur Verfügung, die im Augenblick benötigt werden. Daneben bietet die AWS-Cloud maximale Sicherheit und Verfügbarkeit, beispielsweise durch die Option der Georedundanz. Dabei erfolgt die Datenhaltung verschlüsselt in drei räumlich getrennten Rechenzentren im Raum Frankfurt am Main. Durch die Datenhaltung in Deutschland und das umfangreiche Sicherheitssystem werden die Regeln der EU-DSGVO eingehalten.

Die Schleupen SE und die VIVAVIS AG, Experte für branchenübergreifende Gesamtlösungen in den Bereichen Netz, Metering und Niederspannungsnetzführung, wollen zukünftig beim Thema CLS-Management zusammenarbeiten. Smart Meter Gateways mit CLS-Schnittstelle (Controllable-Local-System) werden künftig dazu beitragen, Verbraucher und Erzeuger flexibel in den Energiemarkt einzubinden und die Energiewende voranzubringen. Während die Schleupen SE schon 130 Stadtwerke mit mehr als 3 Millionen Zählpunkten von ihrer Komplettlösung zur Gateway Administration überzeugt hat, fokussiert sich die VIVAVIS AG im Rahmen der Kooperation auf Lösungen rund um Steuerungsaufgaben in der Niederspannung. Beide Partner sehen in der Zusammenarbeit ein großes Potenzial, denn die Schwerpunkte und Kompetenzen ergänzen sich perfekt.

Die Schleupen SE und die Qivalo GmbH, ein innovativer Anbieter der digitalen Komplettlösung für die Immobilienwirtschaft, werden zukünftig kooperieren. Ziel der Kooperation ist es, Anwendern von Schleupen.CS eine effiziente Softwarelösung zur Verfügung zu stellen, mit der sie der Wohnungswirtschaft unter anderem die Heiz- und Nebenkostenabrechnung zu attraktiven Konditionen als Dienstleistung anbieten können. Die Daten werden zwischen der Qivalo Lösung und der Softwareplattform Schleupen.CS reibungslos über eine Schnittstelle ausgetauscht. Die Lösung zeichnet sich durch die vollständige Digitalisierung und weitgehende Automatisierung aller Prozessschritte sowie die einfache Bedienbarkeit aus

Die Versorgungsunternehmen stehen vor immer größeren Herausforderungen, die sich oft nur durch die Weiterentwicklung ihrer IT-Systeme bewältigen lassen. Die steigende Änderungsgeschwindigkeit der Märkte gibt dabei den Takt vor.

Die Umstellung der Marktkommunikation von E-Mail auf den verschlüsselten AS4-Standard stellt die Versorgungsunternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Mit AS4 Connect bietet die Schleupen SE eine All-inclusive-Lösung im Cloud-Betrieb, die das gesamte Anforderungsspektrum abdeckt und den fristgerechten Start in die Übergangsphase sicherstellt. Für die Services der Lösung kann Schleupen auf die umfangreiche Erfahrung mit der Smart Meter PKI zurückgreifen: Da Schleupen eine eigene Sub-CA betreibt, kann das Unternehmen alle nötigen Zertifikate selbst ausstellen und sowohl die eigenen als auch die der Marktpartner verwalten.

Durch diese Dienstleistungen können die Nutzer erheblichen Verwaltungsaufwand vermeiden. Auch auf die kostenintensive Anschaffung eines Hardware Security Moduls (HSM) kann verzichtet werden, da Schleupen ein HSM in einem Rechenzentrum betreibt. Der Cloud-Betrieb hat einen zweifachen Nutzen für den Anwender: Er profitiert nicht nur von einem sehr hohen Sicherheitslevel, sondern auch von der nahezu unbegrenzten Skalierbarkeit des Systems. Je nach Bedarf können Ressourcen zeitnah zugebucht oder abgewählt werden. So hat die Lösung immer genau den Umfang, der benötigt wird. Ferner hat sich die Schleupen SE dazu entschieden, ihre AS4-Lösung auch für die Integration in Drittsysteme wie SAP zu öffnen.

Im Bereich Governance, Risk & Compliance gibt es Neuerungen bei den Softwarelösungen R2C_GRC und R2C_SECURITY. Neben der Weiterentwicklung von R2C_SECURITY zum Business Continuity Management, das die Unterbrechung des IT-Betriebs in Notfallszenarien reduziert, wurde das Erstellen von Dashboards in der Softwarelösung optimiert. Diese liefern Unternehmen in einer benutzerfreundlichen Darstellung nicht nur wichtige Informationen und Zusammenhänge zu wertvollen Daten. In Verbindung mit etwa Key Performance Indicators (KPIs) generieren Dashboards umfassende Business Intelligence (BI), die es ermöglicht, bestimmte Unternehmensprozesse kontinuierlich zu überwachen, Geschäftsentscheidungen auf Basis zuverlässiger Daten zu treffen und den Unternehmenserfolg konsequent zu steuern.

Die Anwendungen R2C_GRC und R2C_SECURITY werden nicht nur On Premises angeboten, sondern sind auch als GRC-Cloud-Service verfügbar. Die GRC-Cloud ist immer online, immer verfügbar und voll skalierbar. So kann die volle Funktionalität der R2C-Lösungen zu einem geringen Aufwand genutzt werden. Sicherheit hat dabei oberste Priorität. Auch darum werden alle Daten in einem deutschen Rechenzentrum gehostet: Zertifiziert nach ISO 27001.

Am 01. Januar 2023 ist das Lieferkettengesetz (LkSG) in Kraft getreten. Das neue Gesetz verfolgt primär das Ziel, wesentliche Menschenrechte auch außerhalb des eigenen Betriebs entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu schützen. Ein zentraler Baustein dabei ist, das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit durchzusetzen. Das Lieferkettengesetz gilt zunächst für Unternehmen mit mindestens 3.000 Arbeitnehmern, ab Januar 2024 auch für Unternehmen mit mindestens 1.000 Beschäftigten. Mit der Softwarelösung R2C_GRC können die Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz gesetzeskonform umgesetzt werden. Die Funktion ermöglicht die Bewertung der Lieferanten anhand der kompletten Lieferkette. Die Verknüpfung von Fragebögen, Richtlinien, Beschwerden und der Risikobewertung von Lieferanten ermöglicht eine detaillierte Auswertung und Berichterstattung.

Die Prävention von unbewussten oder bewussten Regelverstößen sowie die kontinuierliche Verbesserung von Produkten, Prozessen und Serviceleistungen stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. In diesem Zusammenhang hatte die EU im Jahr 2019 die sogenannte EU-Hinweisgeber-Richtlinie (EU) 2019/1937 erlassen, deren Umsetzung der Bundestag am 16. Dezember 2022 mit dem Hinweisgeberschutzgesetz beschlossen hat und die am 02. Juli 2023 in Kraft getreten ist. Damit müssen zunächst Unternehmen und Organisationen ab 250 Mitarbeitenden über ein Hinweisgebersystem verfügen, das die vertrauliche Meldung von Compliance-Verstößen ermöglicht und die Identität hinweisgebender Personen schützt. Betriebe ab 50 Beschäftigten sind seit Dezember 2023 dazu verpflichtet, ein solches Whistleblower-System einzurichten. Das branchenoffene, digitale Hinweisgebersystem in der integrierten Softwarelösung R2C_GRC unterstützt nicht nur dabei, die weitreichenden Anforderungen des deutschen Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) vollumfänglich sowie DSGVO-konform umzusetzen, sondern dient auch der umfassenden Compliance und hilft Unternehmenspotenzial durch effektive Prävention perfekt auszuschöpfen.

Die präzise Erfüllung der Pflichten des deutschen Steuerrechts birgt zahlreiche Fallstricke, über die ein Unternehmen nicht stolpern sollte. Von der Rufschädigung bis bin zu Vorwürfen, welche ins Steuerstrafrecht fallen - ein Verstoß gegen steuerrechtliche Vorgaben zieht weitreichende Konsequenzen nach sich. Mit der Schleupen Tax Compliance Management Lösung wird das Risiko minimiert: Auf einem internen Kontrollsystem basierend, werden die jeweils relevanten steuerrechtlichen Prozesse überwacht, ausgewertet und auf ihre Effizienz geprüft. Flexibel anpassbar auf die individuellen steuerlichen Anforderungen, unterstützt die Softwarelösung einfach und nachvollziehbar bei der Abwicklung, Dokumentation und Überwachung komplexer steuerrelevanter Prozesse. So werden Arbeitsaufwand sowie potenzielle Fehlerquellen effektiv reduziert und die Sicherheit erhöht. Die Lösung R2C_Tax Compliance lässt sich optimal in eine bestehende IT-Landschaft implementieren und überzeugt vor allem durch eines - ihre User-Freundlichkeit in der täglichen Anwendung.

Die Schleupen SE sieht sich gegenüber den Kunden verpflichtet und strebt auch zukünftig das höchstmögliche Maß an Zuverlässigkeit, Automatisierung, Performance und Skalierbarkeit an. Deshalb wird die Schleupen SE auch weiterhin neben klassischen Inhouse-Systemen verstärkt auf Lösungen in der Schleupen.Cloud oder auf Software as a Service (SaaS) setzen.

Zusammenfassend sieht sich die Schleupen SE bestens für die bevorstehenden Herausforderungen in den relevanten Märkten vorbereitet.

II. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Um Chancen optimal zu nutzen und Risiken frühzeitig zu erkennen bzw. zu vermeiden, wird in der Schleupen SE die Lösung der Business Unit "Governance, Risk & Compliance" "R2C_risk to chance" eingesetzt. In den Risikomanagementprozess sind alle Führungskräfte aktiv eingebunden. Anhand einer Risikomatrix werden die einzelnen Risiken nach der Relevanz ihrer Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit dargestellt und bewertet; durch das Management-Board werden nötige Maßnahmen verabschiedet und überwacht. Der Risikobericht wird regelmäßig zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erörtert und dient als Grundlage für die Bewertung getroffener und etwaiger weiterer Entscheidungen zur Risikovermeidung und -minimierung.

Aus dem Verlauf der Konjunktur, dem Wettbewerb und den Marktpreisen sowie aus rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich allgemeine Unternehmensrisiken. Für ein Systemhaus bestehen daneben auch Technologie- und Produktrisiken. Diesen wird durch die Bereitstellung von qualifiziertem Personal und Weiterbildungsmaßnahmen, einem entsprechenden Qualitätsmanagement und intensiven Testverfahren entgegengewirkt. Gewährleistungsrisiken aus der Lieferung von Systemen werden für Hardware und Fremdlizenzen jeweils durch Herstellergarantien sowie für eigene Produkte und Dienstleistungen durch eine Haftpflichtversicherung angemessen abgedeckt.

2. Spezieller Risikobericht

Weitere Risiken ergeben sich aus dem Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Da sich die Schleupen SE in einer Branche bewegt, welche sich durch eine überwiegend hohe Bonität auszeichnet, ist erfahrungsgemäß nicht mit nennenswerten Forderungsausfällen zu rechnen. Dies belegen die niedrigen Forderungsausfälle in den vergangenen Jahren. In den abgelaufenen Geschäftsjahren konnte trotz der Coronavirus SARS-CoV-2-Pandemie sowie dem Krieg in der Ukraine kein erwähnenswerter Forderungsausfall verzeichnet werden. Sollte es entgegen den jetzigen Abschätzungen und Erwartungen zu einer territorialen Ausweitung des Ukrainekriegs oder zu einer erheblichen Verschärfung der damit einhergehenden Energiekrise kommen, wird eine Neubewertung der Situation erforderlich werden.

Der derzeitige Auftrags- und Vertragsbestand bildet eine solide Grundlage für die Erreichung der Ziele im Geschäftsjahr 2024. Zur Sicherung des Geschäftserfolges ist es von sehr großer Bedeutung, die in den einzelnen Geschäftsfeldern geplanten neuen Produkte fristgerecht fertig zu stellen und in den Kundenprojekten zeitnah einzusetzen. Aufgrund der brisanten weltpolitischen Lage bestehen weiterhin Unsicherheiten, ob die Auftragsbestände sowohl auf Seiten der Kunden als auch auf Seite der Schleupen SE vollständig in dem geplanten Umfang und Zeitrahmen realisiert werden können. Insbesondere im Bereich der Dienstleistungsumsätze kann es zu Ausfällen von Dienstleistungstagen kommen, der Auftragseingang kann sich generell zeitlich verschieben und zusätzliche Belastungen des Projektgeschäfts können auftreten. Je nach weiterer Entwicklung kann es bei Kunden und Lieferanten zum Beispiel zu einer erheblichen Investitionszurückhaltung oder zu Zahlungsausfällen kommen; dies kann auch negative Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft haben.

Aufgrund der sich weiterhin schnell verändernden und nicht ausreichend überschaubaren weltpolitischen Lage ist es weiterhin schwierig, die exakten finanziellen Auswirkungen auf das Geschäft der Schleupen SE abzuschätzen. Die Schleupen SE verfügt allerdings über eine stabile wirtschaftliche und finanzielle Geschäftsgrundlage. Des Weiteren wurden Maßnahmen für potenziell eintretende Szenarien entwickelt, die jederzeit flexibel und kurzfristig umgesetzt werden können.

III. Prognosebericht

Seit Beginn der Coronavirus SARS-CoV-2-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine ließen sich mittel- bis langfristige Auswirkungen nur schwer prognostizieren. Die Schleupen SE ist daher seit 2020 dazu übergegangen, die Auswirkungen mit regelmäßigen detaillierten Planungen abzuschätzen, um sich somit immer wieder schnell an die aktuell vorherrschenden Marktgegebenheiten anpassen zu können. Die aktuelle volatile Weltwirtschaftslage wird auch im kommenden Geschäftsjahr eine agile und flexible Anpassung an die Marktsituation erfordern. In Anbetracht dessen werden Maßnahmen, welche bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr implementiert wurden, beibehalten, weitere Kosteneinsparungen realisiert und Anpassungen des Produktportfolios vorangetrieben.

Unter den in dem Risikobericht dargelegten Vorbehalten sieht die Schleupen SE positiv in das kommende Geschäftsjahr 2024. Für die Zukunft erwartet die Schleupen SE neben einem Wachstum im Projektgeschäft weitere kontinuierliche Betreuungsaufgaben, begründet durch die wachsende Bedeutung des Cloud- und SaaS-Betriebs.

Die Erlöse aus Eigenlizenzen, aus Dienstleistungen, insbesondere im Bereich des Cloud-Computings und aus Softwarewartung sollen im folgenden Geschäftsjahr weiter gesteigert werden. Daher plant die Schleupen SE für 2024 unter den gegenwärtigen und den Planungen zugrunde gelegten künftigen Umständen mit einer Umsatzsteigerung in Höhe von ca. 10,3 Mio. Euro und dementsprechend mit einem Gesamtumsatz von 93,0 Mio. Euro.

Wie das Geschäftsjahr 2023 wird auch das kommende Geschäftsjahr als sogenanntes "Investitionsjahr" angesehen. Ziel ist es, die Softwareentwicklung personell weiter aufzustocken und mit zusätzlichen finanziellen Mitteln auszustatten, um die sich derzeit am Markt bietenden Möglichkeiten konsequent nutzen zu können. Daher wird für das "Investitionsjahr 2024" eine EBIT-Marge i.H.v. rd. 9,0% angenommen.

E. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Energiewende und damit einhergehende Regularien sowie die zunehmende Digitalisierung in der Versorgungswirtschaft bieten der Schleupen SE weiterhin sehr gute Chancen am Markt. Der Weiterentwicklung der Software-Produkte im Bereich "EWW" und der Ausbau der IT-Infrastruktur mit der Schleupen.Cloud kommen daher eine besondere Bedeutung zu. Im Geschäftsjahr 2023 wurden für den Ausbau, die Pflege und die Weiterentwicklung der Software-Produkte in den Bereichen Energie- und Wasserwirtschaft sowie Governance, Risk & Compliance 21,9 Mio. Euro (VJ: 18,4 Mio. Euro) aufgewendet.

In den kommenden Jahren plant die Schleupen SE die Markteinführung der neuen Softwaregeneration Schleupen.CS 3.0 Billing weiter voranzutreiben. Zielsetzung der neuen Produktgeneration ist es, dem Markt ein hochautomatisiertes Softwaresystem anzubieten, das die Abrechnungsprozesse hoch effizient abbildet. Im Jahr 2023 wurde die Umsetzung der neuen Abrechnungs- und Marktkommunikationslösung für Lieferanten im Bereich Gas und Wasser vorangetrieben und die Umsetzung der Sparte Strom wesentlich erweitert. Ferner wurde mit der Abrechnung für den Messstellenbetrieb begonnen, die Umsetzung erfolgte ebenfalls mit der 3.0 Plattform. Innerhalb der Marktkommunikation wurden die neuen Regeln für die Marktkommunikation (Mako 2023) umgesetzt und eingeführt. Weiterhin wurde eine Lösung für die neuen regulatorischen Vorgaben zur sicheren Marktkommunikation mittels AS4 für die Sparte Strom entwickelt.

Für das Jahr 2024 steht die weitere Realisierung der neuen Abrechnungslösung für die Lieferantenrolle im Vordergrund. Dabei sollen neben dem weiteren Ausbau der Energieart Strom auch die Energieträger Gas und Wasser wesentlich vorangetrieben werden. Die Realisierung und Markeinführung der Messstellenabrechnung, die Umsetzung der Lokationsbündelstruktur und Formatanpassungen innerhalb der Marktkommunikation werden weitere Entwicklungsschwerpunkte sein. Ferner wird eine Lösung für die Umstellung der technischen Kommunikation innerhalb der Marktkommunikationsprozesse auf die neue Technologie AS4 für die Sparte Gas entwickelt.

 

Ettlingen, 31. Januar 2024

Der Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schleupen SE:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schleupen SE Ettlingen - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie unter Beachtung ergänzender Bestimmungen der Satzung - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schleupen SE, Ettlingen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB, die Prüfung der Beachtung ergänzender Bestimmungen der Satzung nach § 317 Abs. 1 Satz 2 HGB sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Unsere nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung Internationaler Prüfungsstandards (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der Internationalen Standards (ISA) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Als Teil unserer Prüfung in Übereinstimmung mit den ISA üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren uns eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses, einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hofheim am Taunus, 15.03.2024

VOTUM AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christoph Bollhauer, Wirtschaftsprüfer

Alexander Leoff, Wirtschaftsprüfer

Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns vom 24. Mai 2024

Gemäß dem gleich lautenden Vorschlag des Aufsichtsrats und Vorstands wurde in der Hauptversammlung vom 24.05.2024 folgende Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von Euro 5.396.380,33 beschlossen:

1. Verteilung an die Aktionäre durch Ausschüttung einer Dividende von € 5.370.000,00
2. Gewinnvortrag € 26.380,33

BERICHT DES AUFSICHTSRATES an die Hauptversammlung am 24. Mai 2024 über das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023

Der Aufsichtsrat der Schleupen SE bestand im Geschäftsjahr 2023 entsprechend der Satzung der Gesellschaft aus 6 Mitgliedern. Herr Arno Petzoldt legte sein Aufsichtsratsmandat im Januar 2023 nieder. An seiner Stelle trat Herr Sean McClymont als von der Hauptversammlung gewähltes Ersatzmitglied in den Aufsichtsrat ein. Der Aufsichtsrat der Schleupen SE wurde aufgrund des turnusmäßigen Endes seiner Amtszeit in der Hauptversammlung der Gesellschaft am 26.05.2023 neu gewählt. Bis auf Herrn Tomas Mielert, der das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats innehatte, und Herrn Hans-Hermann Neddermann, die nicht für eine Wiederwahl kandidierten, wurden alle bisherigen Mitglieder des Aufsichtsrats wiedergewählt. Als neue Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Frau Anja Schlittke und Herr Dr. Andreas Lied gewählt. In der konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrats wurden Herr Dr. Andreas Lied zum Vorsitzenden und Herr Michael Schleupen erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Sowohl der bis zum 26.05.2023 als auch der ab diesem Tag amtierende Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. Hierzu hat der Aufsichtsrat 16 Präsenz- und Videositzungen (davon 15 mit Beteiligung des Vorstands) sowie 3 Ausschusssitzungen (jeweils mit Beteiligung des Vorstands) abgehalten und sich hierin vom Vorstand unterrichten lassen durch schriftliche und mündliche Berichte und ergänzend außerhalb von Sitzungen durch telefonische und persönliche Unterrichtung. Die Geschäftspolitik, die Geschäftslage, die Geschäftsentwicklung sowie die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung bildeten dabei die Schwerpunkte.

Gegenstand der regelmäßigen Berichterstattung und intensiven Erörterung waren die Vorlage und Erläuterung der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen, der Auftragseingänge und -bestände, der Umsatz- und Ergebnishochrechnungen, der jeweiligen Quartalsberichte des Vorstandes einschließlich der Risiko-, Softwareentwicklungs- und IT-Sicherheitsberichte für das Berichtsjahr sowie der Budgets für die einzelnen Geschäftsbereiche der Gesellschaft und der Gesellschaft insgesamt für das laufende Geschäftsjahr 2023 und für das Geschäftsjahr 2024.

Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit einer Anpassung des bestehenden Berichtswesens des Unternehmens an die geänderten Geschäftsmodelle, insbesondere im Hinblick auf die Ausweitung des SaaS- und des Cloudgeschäfts. Hierzu wurden in Zusammenarbeit zwischen einem hierfür gebildeten Ausschuss des Aufsichtsrats und dem Vorstand Erweiterungen des Berichtswesens erarbeitet, vom Aufsichtsrat genehmigt und vom Vorstand entsprechend umgesetzt.

Einen besonderen Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats und der Beratungen mit dem Vorstand bildete die Strategie des Unternehmens. Hierzu ließ sich der Aufsichtsrat von dem Vorstand die von ihm für das Unternehmen erarbeitete Strategie, insbesondere die der Business Unit Energie- und Wasserwirtschaft vorstellen und erläutern und beriet diese einschließlich ergänzender Analysen eingehend mit dem Vorstand. Die Beratungen zur Strategie des Unternehmens, hieraus resultierende Ableitungen sowie deren Umsetzung werden im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt.

Die Planungen des Vorstands für die künftigen Geschäftsjahre wurden entsprechend der Anforderung des Aufsichtsrats auf einen fünfjährigen Zeitraum ausgedehnt. Ein besonderer Fokus war hierbei auf Maßnahmen zur Steigerung der EBIT-Marge des Unternehmens und deren Umsetzung gerichtet.

In Verbindung mit den Planungen für die nächsten Geschäftsjahre ließ sich ein von dem Aufsichtsrat hierfür gebildeter Ausschuss von dem Vorstand das Anforderungsmanagement, die Methoden und Prozesse der Softwareentwicklung der Business Unit Energie- und Wasserwirtschaft sowie deren Produktivität vorstellen und erläutern. Auf der Grundlage des von dem Ausschuss erstatteten Berichts beriet der Aufsichtsrat die Ergebnisse und das weitere Vorgehen eingehend mit dem Vorstand. Auch diese Beratungen werden im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat laufend über wesentliche in Akquisition befindliche Aufträge, beriet diese und hiermit verbundene Chancen und Risiken eingehend mit dem Aufsichtsrat und holte erforderliche Genehmigungen des Aufsichtsrats hierzu ein.

In gleicher Weise ließ sich der Aufsichtsrat laufend über den Stand wesentlicher Projekte berichten und beriet auch hier den jeweiligen Status und das weitere Vorgehen eingehend mit dem Vorstand.

In Personalangelegenheiten umfasste die Beratung mit dem Vorstand insbesondere das altersbedingte Ausscheiden eines Mitglieds des Direktoriums einschließlich daraus resultierender personeller und organisatorischer Nachfolgeregelungen. Einen weiteren Schwerpunkt der Information und Beratung bildete die Fluktuation im Unternehmen einschließlich deren Analyse sowie der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Absenkung der Fluktuation. Die Fluktuation bei Schleupen liegt zwar immer noch deutlich unter der branchenüblichen, nahm gegenüber den Vorjahren aber auch im Unternehmen deutlich und spürbar zu. Wesentliche Ursachen für den Anstieg der Fluktuation am Arbeitsmarkt waren die Konsequenzen aus dem IT-Fachkräftemangel. Im Unternehmen wurden neben persönlichen Gründen als Hauptgründe für einen Wechsel Gehaltsvorstellung, Veränderungswille und Perspektivwechsel der Arbeitnehmer nach der Coronapandemie genannt.

Des Weiteren unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die von dem Vorstand geplanten und in Umsetzung befindlichen Personalentwicklungsmaßnahmen und insbesondere die weitere Intensivierung der Recruitingmaßnahmen. In Umsetzung dieser Maßnahmen gelang es trotz des ausgeprägten Fachkräftemangels im IT-Bereich, im Geschäftsjahr 2023 über 110 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen.

Der Aufsichtsrat hat sich wie in den Vorjahren vom Vorstand auch eingehend unterrichten lassen über den Stand, die Verfahren, Kosten und Perspektiven der Entwicklung neuer Produkte, insbesondere ausführlich - u.a. auf Grundlage der quartalsweisen Berichte des Vorstands - über CS 3.0 und den Grad der Fertigstellung des CS 3.0 Billing (Strom), die weitere Markteinführung des SMGWA-Betriebs (Smart Meter Gateway Administration), die weiteren von der Bundesnetzagentur beschlossenen umfangreichen regulatorischen Anforderungen, insbesondere der Marktkommunikation, die Energiepreisbremsen und den Ausbau des Cloudgeschäfts. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat weiterhin intensiv mit der Akzeptanz der Vielzahl der überwiegend aus gesetzlichen Anforderungen resultierenden Änderungen in den Produkten der Softwareentwicklung bei den Kunden der Gesellschaft beschäftigt und sich auch hierüber ausführlich von dem Vorstand berichten lassen und Ableitungen hieraus mit dem Vorstand eingehend beraten.

Auch im Berichtsjahr 2023 befasste sich der Aufsichtsrat wiederum intensiv mit der Business Unit Governance, Risk and Compliance (GRC). Für diesen Geschäftsbereich hat sich der Aufsichtsrat die weitere Umsetzung der von dem Vorstand geplanten und von dem Aufsichtsrat genehmigten strukturellen und technologischen Änderungen und Neuerungen, insbesondere in Bezug auf die Einführung neuer Produkte und den weiteren Ausbau der Produkte zur GRC-Suite sowie um Interne Kontroll- und Compliance-Managementsysteme, und die insbesondere auch in der Business Unit GRC neben klassischen In house-Systemen verstärkt nachgefragten und angebotenen Software as a Service-Lösungen (SaaS) und den auch hier erfolgenden weiteren Ausbau des Cloudgeschäfts sowie deren jeweilige wirtschaftliche Auswirkungen für die mittelfristige Planung detailliert darstellen lassen, diese eingehend mit dem Vorstand erörtert und sich in den Aufsichtsratssitzungen jeweils über den Stand der Umsetzung und die geplante weitere Entwicklung informieren lassen und diese eingehend mit dem Vorstand beraten.

Einen weiteren Schwerpunkt der Information durch den Vorstand und die Beratung mit dem Vorstand bezüglich der Business Unit GRC bildete die von dem Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossene Übertragung des Geschäftsbetriebs der Business Unit GRC auf eine eigenständige Gesellschaft. Insofern hat sich der Aufsichtsrat insbesondere über den Stand der für die Übertragung erforderlichen kollektivrechtlichen Vereinbarungen sowie die weiteren rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen für die Übertragung und die Möglichkeiten zu deren Umsetzung informieren lassen und diese eingehend mit dem Vorstand beraten. Die Voraussetzungen für die Übertragung konnten bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 nicht geschaffen werden, sollen aber im laufenden Geschäftsjahr weiter vorangebracht und die Übertragung nach Möglichkeit zum Abschluss gebracht werden.

Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat von dem Vorstand intensiv über die weiter gestiegenen Anforderungen in Bezug auf die IT-Sicherheit und die in diesem Zusammenhang bereits umgesetzten und zusätzlich geplanten Maßnahmen unterrichten und beriet auch diese eingehend mit dem Vorstand.

Gegenstand der ausführlichen Information und eingehenden Beratung waren wie in den Vorjahren zudem der Stand und die voraussichtliche Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften Optinice GmbH und TRADUI Technologies GmbH, bei letzterer insbesondere weiterhin der Abgleich mit den für die Akquisition verfolgten Zielen und hieraus abgeleitete Maßnahmen.

Zusätzlich zu den genannten, wurden sämtliche weiteren Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedurften, eingehend erörtert und entsprechend Beschluss gefasst.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Schleupen SE für das Geschäftsjahr 2023 ist unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichts der Gesellschaft von der VOTUM AG Steuerberatungsgesellschaft und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor.

In seiner Bilanzsitzung am 16.04.2024 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023, den Lagebericht sowie den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers erörtert und abschließend geprüft unter Einschluss des Vorschlags des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns 2023. Dabei haben sich keine Einwendungen ergeben. Aufgrund seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts ist der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung beigetreten. Der Aufsichtsrat hat dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

 

Frankfurt am Main, den 24.05.2024

Der Aufsichtsrat:

Dr. Andreas Lied, Aufsichtsratsvorsitzender

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