HEITKAMP Productions Verwaltungs GmbH

Wilhelmstraße 98, 44649 Herne, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 17015
Vorher
H & P Nummer Einhundertzweiundvierzig GmbH
Eingetragen
4.8.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Nach Änderung: Der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen aller Art an anderen Unternehmen sowie die Übernahme von Geschäftsführungstätigkeiten für andere Unternehmen und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte und Handlungen, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der HEITKAMP Productions GmbH & Co. KG, deren Gegenstand ist der Erwerb, die Unterhaltung, die Vermietung und die Verwertung von Maschinen, Werkzeugen, Fahrzeugen und sonstigen Gegenständen, insbesondere solcher für das Bau- und Ingenieurwesen und die Umwelttechnik sowie der Erwerb und die Bewirtschaftung von Betriebseigenen Immobilien der HEITKAMP-Gesellschaften. Die Gesellschaft kan alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jörg Dipl.-Ing. Kranz
seit 22.12.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Germany
6.250 €
25.00%
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6.250 €
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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DOBAU Holding GmbH

Herne

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

1 Geschäftstätigkeit

Die operative tätigen Konzernunternehmen der DOBAU Holding GmbH sind leistungsstarke Unternehmen auf den Gebieten des Infrastrukturbaus, baulichen Umweltschutzes und des Brückenbaus.

Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit sind:

der Verkehrswegebau mit der Kernkompetenz im Ausbau und der Sanierung von Bundesautobahnen, Landes- und Kreisstraßen. Neben der Kernkompetenz im Straßenbau verfügt die Gesellschaft auch im Flughafenbau (Ausbau und Sanierung von Start-/Landebahnen sowie Rollfeldern) über hervorragende Referenzen.

Ein weiteres wichtiges Standbein neben dem Verkehrswegebau ist die Sanierung von ehemaligen Industrie- und Zechenstandorten (incl. Schachtverfüllung und Schachtkopfsicherung) sowie die anschließende Erschließung der Flächen für eine Anschlussnutzung.

der Rückbau von Gebäuden und komplexen Industriekomponenten, die Sanierung von Schadstoffen aller Art (z.B.: PCB, Asbest, Schimmelpilz und sonstigen Schadstoffen), die Brandschadensanierung und die Bodensanierung

die Bereiche Brückenbau und -sanierung

Die Unternehmen verfügen darüber hinaus über ein besonderes technisches und logistisches Know-how im Bereich von Infrastruktur- oder Erschließungsmaßnahmen mit großen Massenbewegungen, sowie im Umgang und der Sanierung belasteter Böden, im Deponiebau sowie bei der Erstellung von Baugruben.

Regionaler Kernmarkt der Unternehmensgruppe ist die Region Rhein-Ruhr. Darüber hinaus hat der Konzern zwei Bürostandorte im Saarland und in Berlin.

2 Wirtschaftliches Umfeld

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat in seinem Jahresgutachten 2021/2022 für das 2. Coronajahr eine deutliche Entspannung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland festgestellt und einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von +2,8% prognostiziert.

Die Corona-Pandemie hat sich in den einzelnen Wirtschaftsbereichen höchst unterschiedlich ausgewirkt. Gastronomie, Touristik, Veranstaltungs-/Messegewerbe Handel und der Kulturbereich waren von der Pandemie am stärksten betroffen.

Die Baubranche war in den zurückliegenden Geschäftsjahren nur marginal von der Pandemie getroffen. Größere baustellenbezogene Ausfälle oder sogar Betriebsschließungen hat es in der Baubranche nur in Einzelfällen gegeben.

Die Baubranche musste sich aber auf gestörten Lieferketten auf längere Lieferzeiten bei diversen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen einstellen und höhere Kosten abfinden.

Teilweise konnten die pandemiebedingten Mehrkosten (z.B. Einsatz von zusätzlichen Fahrzeugen, für Corona-Tests, höhere Kosten für Baustelleneinrichtung und Reinigung) bei öffentlichen Aufträgen weitergegeben werden.

Der Baugewerbliche Umsatz hat in Deutschland mit +0,8 im Jahre 2021 den Rückgang des Vorjahres (-0,9 %) nahezu kompensieren können. Damit zeigt sich, dass die Bauwirtschaft sehr stabil durch die Corona-Pandemie gekommen ist.

Die Anzahl der Beschäftigten ist im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr um rd. 2,6% gestiegen (Vorjahr +3,7%).

Bundesweit sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe mit 9,4% deutlich gestiegen (Vorjahr +0,4%).

In den einzelnen Bau-Sparten stellt sich die Entwicklung wie folgt dar:

Der Wohnungsbau hatte auch im Jahr 2021 einen starken Zuwachs bei den Auftragseingängen in Höhe von 8,5%. (Vorjahr: +7,6%).

Im Wirtschaftsbau konnte der Rückgang bei den Auftragseingängen des Vorjahres mit -4,9% mit einem deutlichen Anstieg von+16,0% im Berichtsjahr mehr als kompensiert werden.

Der öffentliche Bereich verzeichnete im Hochbau einen Zuwachs von +12,7% (Vorjahr: +2,7%). Im Straßenbau waren die Auftragseingänge in 2021 mit -1,4 % erneut rückläufig (Vorjahr: -0,1%). Der öffentliche Tiefbau verzeichnete einen Auftragszuwachs von +2,8% (Vorjahr + 4,9%).

2.2 Unternehmensbezogene Darstellung des wirtschaftlichen Umfeldes

Die wirtschaftliche Entwicklung im Bauhauptgewerbe lag in Nordrhein-Westfalen noch über dem Bundesdurchschnitt. Während der baugewerbliche Umsatz bundesweit um +0,8% gegenüber dem Vorjahr zugelegt hat, lag der Zuwachs in NRW bei +3,0%.

Die Auftragseingänge lagen in Nordrhein-Westfalen zum Ende des Berichtszeitraums um 11,3% über dem Stand des Vorjahres.

Im Wohnungsbau lagen die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau (Vorjahr +12,2%) und im Wirtschaftsbau konnte ein Zuwachs von +19,6% verzeichnet werden (Vorjahr: -5,5%).

Im öffentlichen Bereich lag der Auftragszuwachs im Hochbau bei +20,7%, im Straßenbau bei +11,6% und im sonstigen Tiefbau bei +2,1%.

Der DOBAU-Konzern ist mit seiner Ausrichtung im Infrastrukturbereich, insbesondere im Straßen- und Brückenbau sehr gut positioniert, was sich durch die zufriedenstellende Unternehmensentwicklung der letzten Jahre bestätigt.

3 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2021 ist für den DOBAU-Konzern in Bezug oberhalb der Planung verlaufen.

Der Konzern hatte für das GJ 2021 mit einer wirtschaftlichen Bauleistung von rd. 111 Mio. EUR und einem Bilanzergebnis (n. St.) von 4,0 Mio. EUR geplant.

Tatsächlich hat der Konzern mit einer wirtschaftlichen Leistung von 118 Mio. EUR (+6,7 % über dem Plan) abgeschlossen und hat einen Konzernjahresüberschuss von 4,3 Mio. EUR erreicht.

3.1 Auftragseingänge, Auftragsbestand und Bauleistung

Die Auftragseingänge lagen im Konzern im Berichtsjahr bei 172,0 Mio. EUR und damit um rd. 62 % über dem Plan.

Von der erfreulichen Auftragsentwicklung haben alle Konzerngesellschaften gleichermaßen profitiert.

So konnten die HEITKAMP Erd- und Straßenbau GmbH und die HEITKAMP Brückenbau GmbH Großaufträge im Zug der Rheinquerung an der BAB A 40 in Duisburg verbuchen, während HEITKAMP Umwelttechnik GmbH einen Großauftrag mit der Sanierung und Rückbau des NA-Gebäudes an der Ruhr Universität Bochum erhalten hat.

Der Auftragsbestand liegt zum Jahresende bei 154,8 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung um 53 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2020. (Vorjahr: 101,2 Mio. EUR).

Die Bauleistung lag im Berichtsjahr mit 118,4 Mio. EUR geringfügig über dem Vorjahresniveau.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen des Konzerns beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 14,2 Mio. EUR und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um rd. 2,2 Mio. EUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistung haben sich im Geschäftsjahr 2021 um rd. 1,7 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR verringert.

Der Bankbestand belief sich im Konzern zum Jahresende auf rd. 33,7 Mio. EUR (Vorjahr: 34,8 Mio. EUR)

Überschüssige Liquidität wurde in Wertpapiere des Kapitalmarktes angelegt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr 2021 um rd. 552 TEUR auf 5,2 Mio. EUR gestiegen. Die Gesamtverbindlichkeiten liegen bei 16,3 Mio. EUR, das entspricht einer Quote von 19,6 % (Vorjahr: 19,1 %).

Das Eigenkapital ist im Berichtsjahr auf 21,7 Mio. EUR (Vorjahr: 18,7 Mio. EUR) gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um rd. 16 %. Die Eigenkapitalquote liegt bei 26,1 %.

Der Konzern ist jederzeit in der Lage seine Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Skontofrist zu erfüllen.

Damit hat sich die Vermögens- und Finanzlage insgesamt im Konzern weiter positiv entwickelt.

3.3 Ertragslage

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 eine bilanzielle Gesamtleistung von 99,7 Mio. EUR erreicht. Die Gesamtleistung ist damit gegenüber dem Vorjahr um rd. 1,1 Mio. EUR gesunken.

Der Gesamtleistung stand ein Materialaufwand von 58,9 Mio. EUR gegenüber. Davon entfielen 19,2 Mio. EUR auf die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und 39,7 Mio. EUR auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Die Personalaufwendungen lagen im Geschäftsjahr bei 27,7 Mio. EUR (Vorjahr: 26,6 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2021 mit 3,9 Mio. EUR um 2,7 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf rd. 4.285,4 TEUR (Vorjahr 4.347,9TEUR).

3.4 Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Die Entwicklung In den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich im Vorjahresvergleich betriebswirtschaftlich wie folgt dar:

Geschäftsfeld Bauleistung in 2020 Bauleistung in 2021
(in Mio. EUR) (in Mio. EUR)
Straßenbau 47,5 37,6
Sanierung 17,3 17,9
Erd- und Deponiebau 12,2 15,8
Erschließung 2,6 2,0
Flughafenbau (S/L) 1,5 0,4
Rückbau incl. Schadstoffsanierung 6,8 7,3
Bodensanierung, Erdarbeiten 12,1 18,5
Brückenbau/ Brückensanierung 17,2 18,9
Gesamt 117,2 118,4

Die Geschäftsentwicklung im Straßenbau lag im Berichtsjahr mit 37,6 Mio. EUR um rd. 9,9 Mio. EUR unter Vorjahresniveau.

Die Leistung im Geschäftsbereich Straßenbau wurde im Wesentlichen durch die Projekte Arge Straßenbau A 1 rechtsrheinisch mit 10,3 Mio. EUR, 4 streifiger Ausbau B 54 Lünen mit 3,9 Mio. EUR und Knoten L 793 Wollbecker Straße mit 3,0 Mio. EUR getragen.

Der Sanierungsbereich lag mit 17,9 Mio. EUR in etwa auf Vorjahresniveau. Wichtige Projekte waren in diesem Bereich die Sanierung Halde Geisheck (3,4 Mio. EUR), Arge Entwicklung Luisenglück (1,9 Mio. EUR) und die Grundwassersanierung Schellenbruchgraben (1,8 Mio. EURO).

Im Geschäftsbereich Erdbau konnte die Leistung im Berichtsjahr um 3,7 Mio. EUR auf 15,8 Mio. EUR gesteigert werden. Wichtige Leistungsträger waren die Projekte Hochwasserschutzanlage Hamm (2,8 Mio. EUR) und die Arbeitsgemeinschaft Neubau Depot Siemens (2,3 Mio. EUR).

Wichtige Projekte im Erschließungsbereich waren die Arbeitsgemeinschaft Wohnwerk Berlin (0,6 Mio. EUR) und die Arbeitsgemeinschaft Am Weißen Stein (0,5 Mio. EUR). Die Gesamtleistung im Erschließungsbereich belief sich auf 2,0 Mio. EUR.

Im Flughafenbereich lag die wirtschaftliche Gesamtleistung durch die Restarbeiten am Flughafen Köln /Bonn bei 0,4 Mio. EUR.

Im Geschäftsfeld Rückbau /Schadstoffsanierung hat sich die Leistung im Geschäftsjahr 2021 um rd. 6,8% auf 7,3 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 6,8 Mio. EUR).

In der Bodensanierung /Erdarbeiten ist die Leistung um 6,4 Mio. EUR auf 18,5 Mio. EUR angestiegen (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR).

Die Leistung des Brückenbaus liegt mit 18,9 Mio. EUR um rd. 1,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (17,2 Mio. EUR).

Die Auftragslage stellt sich in den Geschäftsfeldern zum Jahresende wie folgt dar:

Geschäftsfeld Auftragsbestand 31.12.2020 Auftragsbestand 31.12.2021
Straßenbau 29,6 53,1
Erd- und Deponiebau 19,4 17,9
Sanierung 21,3 27,8
Erschließung 1,4 1,0
Flughafenausbau 0,2 0,2
Abbruch, Rückbau 2,6 11,0
Bodensanierung, Erdarbeiten 5,0 10,1
Brückenbau, -sanierung 21,7 33,7
Gesamt 101,2 154,8

3.5 Investitionen

Der DOBAU Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 Sachanlage-Investitionen in Höhe von 3,2 Mio. EUR getätigt. (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR), davon entfielen 2,5 Mio. EUR auf Anschaffungen der Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft HEITKAMP Productions GmbH & Co KG.

3.6 Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewerten wir insgesamt als gut.

Der Konzern ist für die Zukunft im relevanten Markt sehr gut positioniert und die Umsatz- und Ertragsentwicklung ist zufriedenstellend.

4 Mitarbeiter/innen

Der Personalbestand im Konzern lag zum 31. Dezember 2021 bei 420 Mitarbeitern, (+ 5,8% gegenüber dem GJ 2020) davon 134 Angestellte, 16 Poliere und 270 gewerbliche Mitarbeiter. Darin enthalten sind 42 Auszubildende, sowohl im kaufmännischen als auch im gewerblichen Bereich.

5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mit der Heitkamp Productions GmbH & Co. KG hat die Gesellschaft eine Maßnahme ergriffen, die HEITKAMP als Arbeitgebermarke im hohen Maße stärkt.

Betriebsnotwendige Investitionen in das Sachanlagevermögen der Heitkamp-Unternehmensgruppe werden in dieser Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft getätigt.

Die Gesellschaft erwirtschaftet durch die Vermietung der Geräte an die Gesellschaften der Heitkamp-Gruppe Erträge. Der überwiegende Teil der erwirtschafteten Gewinne wird für Reinvestitionen genutzt.

Die Gesellschaft verspricht sich dadurch:

Verlängerung der Lebensdauer durch pfleglichen Umgang mit Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung

Stärkung der Attraktivität für potenzielle Mitarbeiter

Mitarbeiterbindung

zusätzlich Komponente zur Altersversorgung

Alleinstellungsmerkmal im Baubereich

Zur weiteren Stärkung der Arbeitgebermarke wurde in der HEITKAMP Unternehmensgruppe zum Ende des Geschäftsjahres Bike-Leasing eingeführt. Damit wird den Mitarbeitern ab 2022 die Möglichkeit geboten Fährräder und E-Bikes über die Arbeitgebergesellschaft zu leasen, um so einen zusätzlichen Umwelt- und Gesundheitsbeitrag zu unterstützen.

6 Risikobericht

Die Gesellschaften des Konzerns verfügen über ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008, welches wesentliche Risikoprüfungen sowohl in der operativen als auch in der strategischen Steuerung der Geschäftsprozesse beinhaltet.

Das Qualitätsmanagementsystem basiert in allen Geschäftsprozessen auf einem Vier-Augen-Prinzip und ist das Managementsystem der Heitkamp Unternehmensgruppe integriert. Die Einhaltung des Systems wird fortlaufend auf Basis der regelmäßigen internen und externen Audits überwacht.

Als Risiken sind alle Entwicklungen zu sehen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere aber auf den Umsatz und das Ergebnis auswirken können.

Das installierte Managementsystem ist ein lebendes System und wird laufend angepasst und bei Erkennen etwaiger Schwachstellen in den diversen Geschäftsprozessen weiter optimiert.

Im Rahmen einer Risikoanalyse sind vor allem die folgenden Entwicklungen hervorzuheben:

6.1 Absatzmarktrisiken

Die Geschäftsentwicklung des Konzerns wird in den Geschäftsbereichen Straßenbau und Brückenbau maßgeblich durch die öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur beeinflusst.

Über die Verkehrswegeplanung des Bundes ist der Konzern jederzeit über die Infrastrukturausgaben im Bereich Straßenbau in Deutschland bzw. NRW informiert. Anpassungen der öffentlichen Ausgaben gelangen so rechtzeitig zur Kenntnis, so dass die Gesellschaft rechtzeitig gegensteuern kann.

Aufgrund der soliden Haushaltslage auf Bundesebene und der Bereitschaft die Ausgaben im Infrastrukturbereich zu steigern, ist das Absatzmarktrisiko im öffentlichen Bereich überschaubar.

Weiterhin hat die Gesellschaft in den übrigen Geschäftsfeldern wie z.B. Sanierung, Erschließung, Erdbau- und Flughafenausbau sowie in den Bereichen der umweltnahen Bauwirtschaft überwiegend halb-öffentliche oder private Kunden.

Hier besteht keine unmittelbare Abhängigkeit von den öffentlichen Investitionsausgaben.

6.2 Beschaffungsmarktrisiken

Beim Einkauf von Materialien und Nachunternehmerleistungen ist der Konzern zwar auf die Beschaffungsmärkte angewiesen, konkrete Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten oder Nachunternehmern sind jedoch nicht gegeben.

Die Nachunternehmerleistungen bzw. das Material sind in ausreichender Menge am Markt verfügbar. Auf den Beschaffungsmärkten ist darüber hinaus eine überwiegend gesunde Wettbewerbssituation vorhanden.

Lediglich bei der Beschaffung von bituminösem Asphaltmischgut kann es aufgrund der technischen Versorgungsreichweite der Mischwerke und der Lage der Baustelle in Einzelfällen zu einer eingeschränkten Wettbewerbssituation kommen.

Ein besonderes Risiko in den Beschaffungsmärkten ist im ersten Quartal 2022 aufgekommen.

Der Krieg in der Ukraine hat zu einem erheblichen Preisanstieg bei vielen Produktgruppen (z.B. Kunststoffrohre, bituminöses Asphaltmischgut, Folien, Dichtungsbahnen, Zementprodukte, Betonstahl etc.) und bei den Energie- und Dieselkosten geführt.

Die Preisexplosionen konnten weder bei den bestehenden Aufträgen noch bei künftigen Vergabeverfahren sachgerecht kalkuliert werden und stellen zunächst ein unkalkulierbares Risiko für das Unternehmen dar.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie das Bundesministerium für Digitales und Verkehr sind mit ihrem Erlass vom 25.03.2022 dem Preis- und Beschaffungsmarktrisiko infolge des Ukraine-Krieges entgegengetreten.

Unter bestimmten Voraussetzungen haben die bauausführenden Unternehmen bei verschiedenen Produktgruppen und Betriebsstoffen die Möglichkeit sowohl bei laufenden Aufträgen als auch bei neuen Vergabeverfahren eine Preisgleitklausel in Anspruch zu nehmen.

Damit wird der Preisanstieg beim Einkauf diverser RHB Stoffe infolge des Ukraine Krieges von den öffentlichen Auftraggebern zumindest teilweise kompensiert.

6.3 Vertrags- und Projektrisiken

Der Konzern verfügt über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008, in dem die Kernprozesse Auftragsbeschaffung und Auftragsabwicklung integraler Bestandteil sind. Das Risikomanagementsystem setzt in der Prozesskette bereits in der Angebots- und Kalkulationsphase ein.

In der Kalkulationsabteilung erfolgt eine kontinuierliche Sichtung des Marktes und der ausgeschriebenen Projekte. Nach Anforderung geeigneter Ausschreibungs-unterlagen wird eine Sichtung der Unterlagen sowie eine Chance-/Risikobewertung der Projekte vorgenommen. Auf Basis dieser Einschätzung erfolgt in aller Regel eine detaillierte Kalkulation nur bei den Projekten, die auch eine realistische Auftragschance beinhalten.

Zur Absicherung der Angebotspreisfindung arbeitet die Kalkulationsabteilung eng mit der Einkaufsabteilung zusammen, um kostenintensive Nachunternehmer- und Materialpositionen preislich zu sichern.

Zur Absicherung der kalkulierten Eigenleistung erfolgt regelmäßig eine Rückkopplung mit dem technischen Führungspersonal.

Vertragliche Risiken spielen insbesondere im Straßenbau eine eher untergeordnete Rolle (VOB-Standardverträge). Bei Projekten für private Auftraggeber mit abweichenden Vertragsbedingungen werden die vertraglichen und finanziellen Risiken auch unter Einschaltung externer Berater bewertet und abgewogen.

Im Auftragsfall erfolgt eine Übergabe des Projektes aus der Kalkulationsphase in die Ausführungsphase im Rahmen eines Baustelleneröffnungsgespräches. Hier werden alle an einem Projekt beteiligten Mitarbeiter über sämtliche Vorüberlegungen und die bewerteten Chancen und Risiken informiert.

6.4 Finanzrisiken

Der Konzern finanziert sich selbstständig aus dem Cashflow der laufenden Aufträge. Durch die Art des Geschäftes und der damit verbundenen Kundenstruktur sind rd. 60-70 % der Kunden öffentliche Auftraggeber. Damit sind finanzielle Risiken z. B. durch Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen kaum vorhanden.

Darüber hinaus sind die privaten Auftraggeber im Regelfall Stammkunden der Gesellschaft, so dass auch hier die Bonität und das Zahlungsverhalten überwiegend bekannt und gesichert sind.

Bei Geschäften mit "privaten Neukunden" werden in aller Regel bereits in der Angebotsphase Bonitätsauskünfte eingeholt, um etwaige finanzielle Risiken besser beurteilen zu können. Bei nicht befriedigender Bonitätsauskunft wird in der Regel eine Sicherheit für die Werklohnforderung eingefordert.

Die kurzfristige Liquiditätssteuerung erfolgt täglich durch Kontrolle der Zahlungseingänge und ggf. aktives Forderungsmanagement und Festlegung der Zahlungsausgänge an Lieferanten und Nachunternehmern unter bestmöglicher Ausnutzung von Skontofristen.

6.5 Personalrisiken

Der Konzern verfügt über sehr gut ausgebildete Führungs- und Fachkräfte. Die Qualifizierung der Mitarbeiter wird durch ständige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sichergestellt. Der Schulungsbedarf wird jährlich im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems erfasst und in einem Schulungsplan festgeschrieben, der im Folgejahr konsequent umgesetzt wird. Im Geschäftsjahr 2021 konnte der Schulungsplan aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nicht umgesetzt werden.

Besonderes Augenmerk wird dabei auf die kontinuierliche Ausbildung im gewerblichen Bereich (z.B. Straßen-, Asphalt-, Kanal-, Stahlbetonbauer und Baugeräteführer) gelegt, um so einer drohenden Fachkräftelücke in der Zukunft entgegenzuwirken.

Die Unternehmensgruppe hat ihre Aktivitäten zur Gewinnung von Auszubildenden in den letzten Jahren erheblich verstärkt. Hier zählen u.a. regelmäßige Präsenz auf diversen Berufs-Informationsmessen und Informationsaustausch mit Schulen, Aktionstage für potenzielle Bewerberkandidaten.

Der weitere Erfolg des Unternehmens ist aber auch davon abhängig, zukünftig geeignete Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an die Gesellschaft zu binden. Aus diesem Grund wird ein enger Kontakt zu ausgesuchten Hochschulen gepflegt, um Studierenden die Möglichkeit von Praktika bzw. Themen für Seminar- und Diplomarbeiten anbieten zu können, um dadurch qualifizierte und hochmotivierte Studierende für eine berufliche Laufbahn bei Heitkamp zu begeistern.

Wichtig ist für die Geschäftsführung eine angemessene Personalentwicklung auf allen Ebenen und eine auf Dauer angelegte Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern. Führungspositionen werden, soweit es geht, aus eigenen Reihen besetzt.

6.6 IT-Risiken

Das unternehmenseigene Rechenzentrum und die aufgebauten IT-Strukturen sind weitgehend standardisiert. Geltende Sicherheitsrichtlinien werden laufend auf den neuesten technischen Entwicklungen angepasst.

Um unberechtigte Zugriffe oder Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit der Systeme zu garantieren, schützen wir unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen.

Weiterhin werden die Mitarbeiter-/innen regelmäßig für das Thema IT- Sicherheit sensibilisiert und geschult, damit sich das Unternehmen erfolgreich vor Cyber-Angriffen schützen kann.

6.7 Risiken durch die Corona-Pandemie

Der Konzern hat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um das Risiko einer Ausbreitung in der eigenen Organisation zu minimieren und den Geschäftsbetrieb in den einzelnen Funktionsbereichen jederzeit aufrechterhalten zu können.

Hierbei ist der Konzern den allgemeinen Empfehlungen von Gesundheitsbehörden, Verbänden und Berufsgenossenschaften weitgehend gefolgt.

Zu den Maßnahmen zählten z.B. die Einhaltung und Überwachung von Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen, Erlass von geeigneten Arbeitsanweisungen auf den Baustellen, Verfügung von sofortiger häuslicher Quarantäne in einzelnen Risiko- und Verdachtsfällen, Einführung von Videokonferenzen sowie Verzicht auf nicht betriebsnotwendige Besprechungen, Homeoffice, Entzerrung der Mitarbeiterbeförderung durch Einsatz von zusätzlichen Bussen und Privat-PKWs und die strikte Trennung von Innen- und Außendienst.

Auch das zweite Coronajahr hat gezeigt, dass die von der Gesellschaft ergriffenen Maßnahmen angemessen waren, die Geschäftsaktivitäten nahezu störungsfrei fortsetzen zu können.

6.8 Ukraine-Krise

Durch den Ukraine-Krieg sind im 1. Quartal 2022 zusätzliche Risken aufgekommen, die sich quer durch die gesamte Wirtschaft ziehen und vielerlei Auswirkungen haben.

Durch das weitreichende Embargo der Handelbeziehungen zu Russland und der schlagartigen Reduzierung der Importe von russischem Gas, Kohle, und Öl ist es zu einer massiven Preissteigerung insbesondere bei den Energiekosten gekommen.

Die Preissteigerungen sind nicht nur bei den Treibstoffkosten zu spüren, sondern bei zahlreichen Baustoffen wie z.B. Kunststoffrohren, Asphalt, Bitumen, Stahl, Zement.

Die Folge ist, dass laufende Projekte, die geräte- oder transportintensiv sind oder energieintensive Baustoffe oder Vorprodukte benötigen, erhebliche Kosten-steigerungen verkraften müssen.

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht bei öffentlichen Aufträgen bei bestimmten Produktgruppen und Betriebsstoffen die Möglichkeit die Kostensteigerungen über eine Preisgleitung an den Bauherren weiterzugeben.

Damit wird der Preisanstieg beim Einkauf diverser RHB Stoffe infolge des Ukraine Krieges von den öffentlichen Auftraggebern zumindest teilweise kompensiert.

7 Prognosebericht

7.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der Sachverständigenrat hatte in seinem Jahresgutachten 2021/2022 für das Jahr 2022 ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von +4,6% prognostiziert (Vorjahr: 2,7%). In dieser Prognose hatte des Sachverständigenrat eine Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie eingerechnet.

Die Wirtschaftsprognose wurde allerdings vor Ausbruch des Ukraine-Krieges erstellt.

Am Ende des ersten Quartals 2022 ist die weitere Wirtschaftsentwicklung durch den Konflikt in Osteuropa äußerst fragil und kaum zu prognostizieren.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat die Wirtschaftsprognose 2022 für Deutschaland bereits auf 2,1% heruntergeschraubt. "Ohne die postpandemischen Auftriebskräfte wäre die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr rückläufig."

In dieser Prognose ist allerdings nicht der Fall eingeschlossen, dass Russland seine Gaslieferungen und die Europäische Union und an Deutschland komplett einstellen könnte, wenn die Zahlungen in US-Dollar oder in EURO nicht mehr akzeptiert werden könnten.

Je schneller der Ukraine Konflikt überwunden werden kann, um positiver könnte sich der Geschäftsklimaindex und die Wirtschaftsprognosen entwickeln.

7.2 Ausblick auf das folgende Geschäftsjahr

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 ist für die Wirtschaftsprognosen insgesamt und auch für Geschäftsentwicklung für den DOBAU Konzern GmbH vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Folgewirkungen mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.

Zum Bilanzstichtag hat die Gruppe einen Auftragsbestand von 154,8 Mio. EUR (Vorjahr: 101,2 Mio. EUR).

Damit liegt der Auftragsbestand Ende 2021 um über 50 % über dem Niveau des Vorjahres.

Auf dieser Basis plant der Konzern für 2022 mit einer wirtschaftlichen Bauleistung von rd. 118 Mio. EUR und mit einem Konzernergebnis (n. St.) von rd. 4,5 Mio. EUR.

 

Herne, 26.8.2022

Die Geschäftsführung

gez. Jörg Kranz

gez. Kosima Stricker-Rasch

Bilanz

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen 14.208.112,25 12.769.883,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 743.124,90
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 39.678,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 703.446,90
II. Sachanlagen 9.940.477,54 10.408.646,67
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.435.358,92 2.708.939,64
2. technische Anlagen und Maschinen 5.052.763,50 4.434.670,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.452.355,12 2.990.467,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 274.569,41
III. Finanzanlagen 4.267.634,71 1.618.111,83
1. Beteiligungen 767.634,71 1.618.111,83
a. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 767.634,71 1.618.111,83
2. sonstige Ausleihungen 3.500.000,00 0,00
B. Umlaufvermögen 68.817.232,52 62.840.075,46
I. Vorräte 473.270,57 10.000,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.000,00 10.000,00
2. in Ausführung befindliche Bauaufträge 147.071.426,56 121.604.187,32
3. sonstige Vorräte 463.270,57 0,00
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 147.071.426,56 121.604.187,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 27.570.770,18 28.054.162,42
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.319.704,70 4.985.519,41
2. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 21.876.485,53 20.523.287,59
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 430.668,11
4. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 251.836,54 195.503,36
5. sonstige Vermögensgegenstände 2.122.743,41 1.919.183,95
III. Wertpapiere 7.104.527,03 0,00
1. sonstige Wertpapiere 7.104.527,03 0,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 33.668.664,74 34.775.913,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.864,49 196.396,76
Bilanzsumme, Summe Aktiva 83.047.209,26 75.806.355,62

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital 21.701.556,95 18.741.885,83
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 1.080.000,00 1.080.000,00
III. Bilanzgewinn 19.867.512,16 16.961.054,87
IV. Nicht beherrschende Anteile 728.044,79 674.830,96
B. Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 28.863,78 57.729,52
C. Rückstellungen 44.959.331,73 42.519.887,33
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.182.337,00 3.008.763,00
2. Steuerrückstellungen 370.919,12 300.606,95
3. sonstige Rückstellungen 41.406.075,61 39.210.517,38
D. Verbindlichkeiten 16.312.427,50 14.455.218,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 433.322,00 499.990,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 66.668,00 142.854,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 366.654,00 357.135,71
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.753.932,31 1.105.172,87
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.243.279,84 4.690.581,77
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.243.279,84 4.690.581,77
4. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 2.140.059,12 1.574.487,87
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.140.059,12 1.574.487,87
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.741.834,23 6.584.985,65
davon aus Steuern 2.469.448,92 1.806.875,63
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 21.277,40 47.462,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.028.849,71 4.790.586,96
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 712.984,52 1.794.398,69
E. Rechnungsabgrenzungsposten 13.394,52 0,00
F. Passive latente Steuern 31.634,78 31.634,78
Bilanzsumme, Summe Passiva 83.047.209,26 75.806.355,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021 1.1.2020 - 31.12.2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 75.170.493,31 144.923.824,77
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 24.512.888,40 -44.159.970,04
3. sonstige betriebliche Erträge 1.746.298,00 1.225.422,20
4. Materialaufwand 58.888.721,08 58.674.121,68
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.199.464,44 16.223.880,08
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 39.689.256,64 42.450.241,60
5. Personalaufwand 27.701.029,34 26.588.608,45
a) Löhne und Gehälter 23.206.510,36 22.377.171,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.494.518,98 4.211.436,64
davon für Altersversorgung 19.782,22 13.281,08
6. Abschreibungen 4.287.558,52 3.546.352,46
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.287.558,52 3.546.352,46
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.870.447,80 6.528.052,42
8. Erträge aus Beteiligungen 238.192,87 557.198,07
a) aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 238.192,87 557.198,07
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 275.876,89 45.818,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 539.798,14 496.171,07
davon aus Abzinsung 88.283,00 84.524,00
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.317.129,58 2.366.102,10
12. Ergebnis nach Steuern 4.339.065,01 4.392.884,82
13. sonstige Steuern 53.657,62 45.010,31
14. Jahresüberschuss 4.285.407,39 4.347.874,51

Kapitalflussrechnung

2021 2020
T€ T€ T€ T€
1 Periodenergebnis einschließlich Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 4.285 4.348
2 + Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens 4.288 3.546
3 + Zunahme /- Abnahme der Rückstellungen 2.344 9.159
4 + sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen /- Erträge -1.080 -53
5 - Zunahme / + Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.983 -885
6 + Zunahme / - Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.232 -3.236
7 - Gewinn / + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -788 -680
8 + Zinsaufwendungen / - Zinserträge 264 450
9 sonstige Beteiligungserträge -238 -557
10 + / - Ertragsteueraufwand/ -ertrag 2.317 2.366
11 + / - Ertragsteuerzahlungen -2.247 -2.333
12 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.394 12.125
13 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -245 0
14 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.547 2.733
15 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.248 -5.936
16 - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -3500 0
17 + erhaltene Zinsen 276 46
18 Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.170 -3.157
19 - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzung anderer Gesellschafter -6 0
20 - Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -67 -67
21 -gezahlte Dividenden an die Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.280 -1.131
22 -gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -35 -37
23 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.388 -1.235
24 Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 34.776 27.043
25 Konsolidierungskreisbedingte Änderungen 56
26 Finanzmittelfonds am Ende der Periode 33.668 34.776

Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
1. Stand am 31.12.2020 26.000,00 1.080.000,00
2. Kapitalerhöhung 0,00 0,00
3. Ausschüttung 0,00 0,00
4. Einstellung Gewinnrücklage 0,00 0,00
5. andere Kapitalveränderungen 0,00 0,00
6. Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00
7. Stand am 31.12.2021 26.000,00 1.080.000,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernbilanzgewinn Summe
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss
1. Stand am 31.12.2020 12.714.392,01 4.246.662,86 18.067.054,87
2. Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00
3. Ausschüttung -1.280.000,00 0,00 -1.280.000,00
4. Einstellung Gewinnrücklage 0,00 0,00 0,00
5. andere Kapitalveränderungen 4.246.662,86 -4.246.662,86 0,00
6. Konzernjahresüberschuss 0,00 4.186.457,29 4.186.457,29
7. Stand am 31.12.2021 15.681.054,87 4.186.457,29 20.973.512,16
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
1. Stand am 31.12.2020 674.830,96 18.741.885,83
2. Kapitalerhöhung -5.200,00 -5.200,00
3. Ausschüttung -34.632,88 -1.314.632,88
4. Einstellung Gewinnrücklage 0,00 0,00
5. andere Kapitalveränderungen -5.903,39 -5.903,39
6. Konzernjahresüberschuss 98.950,10 4.285.407,39
7. Stand am 31.12.2021 728.044,79 21.701.556,95

Anhang

I. Allgemeine Angaben

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht DOBAU Holding GmbH
Firmensitz laut Registergericht Herne
Registereintrag Handelsregister
Registergericht Bochum
Registergerichts Nummer 14655

Der Konzernabschluss der DOBAU Holding GmbH wurde auf der Grundlage der Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Dem Grundsatz der Klarheit folgend sind Erweiterungen des gesetzlichen Bilanzschemas aufgrund langjähriger Praxis vorgenommen worden. Dabei handelt es sich insbesondere um "Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften" sowie um die "Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften". In den Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften sind die Salden der entsprechenden Arbeitsgemeinschaften enthalten, die sich aus Lieferungen, Bauleistungen, Verwaltungsgebühren, Barvorlagen und anteiligen Ergebnisübernahmen zusammensetzen.

Der Konzernabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und gibt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend wieder.

Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel.

Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungoder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Angabe der Befreiung des Tochterunternehmens

Die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher von der Verpflichtung befreit, einen Einzelabschluss offenzulegen:

Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH, Herne,

Heitkamp Brückenbau GmbH, Herne,

Heitkamp Umwelttechnik GmbH, Herne,

Heitkamp Service GmbH, Herne,

Heitkamp Immo Team GmbH, Herne,

Heitkamp Produktions Verwaltungs GmbH, Herne,

Heitkamp Productions GmbH & Co. KG, Herne,

dreigrund development "Wohnen am weißen Stein" GmbH, Herne.

II. Konsolidierungskreis

1. Angaben zu allen Konzernunternehmen

In den Konsolidierungskreis wurden die folgenden Tochterunternehmen einbezogen:

Bezeichnung Gezeichnetes Kapital Beteiligungsquote Sitz
DOBAU Holding GmbH
(Muttergesellschaft) € 26.000,00 Herne
Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH € 150.000,00 100,00 % Herne
Heitkamp Brückenbau GmbH € 25.000,00 100,00 % *) Herne
Heitkamp Umwelttechnik GmbH € 25.600,00 100,00 % *) Herne
Heitkamp Service GmbH € 25.000,00 100,00 % Herne
Heitkamp Immo Team GmbH € 25.000,00 100,00 % *) Herne
Heitkamp Productions Verwaltungs GmbH € 25.000,00 100,00 % **) Herne
Heitkamp Productions GmbH & Co. KG € 1.021.800,00 50,13 % **) Herne
dreigrund development "Wohnen am weißen Stein" GmbH € 25.000,00 100,00 % *) Herne

Die Beteiligungsquote entspricht den Stimmrechten.

* indirekt über die Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH

** indirekt über verschiedene Tochterunternehmen

Die Heitkamp Productions Verwaltungs GmbH ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Heitkamp Productions GmbH & Co. KG.

Die Heitkamp Productions GmbH & Co. KG wird aufgrund § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Konzernabschluss einbezogen, weil die Muttergesellschaft bei wirtschaftlicher Betrachtung die Mehrheit der Chancen und Risiken trägt. Die Gesellschaft erwirbt und vermietet Mobilien, die die Konzerngesellschaften zur Erfüllung ihres Unternehmenszwecks benötigen und soll die Mitarbeiter an den Konzern binden (Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft). Die Mitarbeiter scheiden beim Verlassen des Konzerns aus der Gesellschaft aus.

2. Assoziierte Unternehmen

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der Equity-Methode angesetzt.

In den Konzernabschluss wurden folgende assoziierte Unternehmen einbezogen:

Bezeichnung Gezeichnetes Kapital Beteiligungsquote Sitz
Projektentwicklung Enerke GmbH € 25.000,00 50,00 % *) Herne
dreigrund development GmbH & Co. KG € 750.000,00 33,33 % **) Herne
dreigrund development Verwaltungs GmbH € 27.000,00 33,33 % **) Herne

Die Beteiligungsquote entspricht den Stimmrechten.

* indirekt über die Heitkamp Umwelttechnik GmbH

** indirekt über die Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH

Die dreigrund development GmbH & Co. KG wurde am 18. Mai 2017 und die dreigrund development Verwaltungs GmbH am 15. Mai 2017 neu gegründet.

Es ergibt sich kein Unterschiedsbetrag.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der DOBAU Holding GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

1. Angaben zum Konsolidierungsstichtag

Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2021.

2. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung.

Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 1 HGB sowie unter Beachtung des DRS 23 nach der Neubewertungsmethode durchgeführt.

3. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen

Die Erstkonsolidierung der DOBAU Holding GmbH, Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH, Heitkamp Umwelttechnik GmbH, und Heitkamp Service GmbH erfolgte zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs im Jahr 2012.

2013 wurde die Heitkamp Immo Team GmbH und im Jahr 2014 die Heitkamp Brückenbau GmbH gegründet und mit einbezogen.

2016 erwarb die Heitkamp Umwelttechnik GmbH 50 % der Anteile an der Projektentwicklung Enerke GmbH, die Einbeziehung erfolgt mittels der Equity-Methode.

2017 gründeten die Heitkamp Umwelttechnik GmbH (25 % Anteilsbesitz), die Heitkamp Service GmbH (25 % Anteilsbesitz), die Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH (25 % Anteilsbesitz) und die Heitkamp Brückenbau GmbH (25 % Anteilsbesitz) die HEITKAMP Productions Verwaltungs GmbH. Die Einbeziehung erfolgte als Tochterunternehmen.

2018 gründeten die Heitkamp Umwelttechnik GmbH, die Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH, die Heitkamp Service GmbH und die Heitkamp Brückenbau GmbH mit einem kumulierten Anteil von 50,4 % die Heitkamp Productions GmbH & Co. KG. Die Einbeziehung erfolgte als Tochterunternehmen.

2021 wurde die dreigrund development Wohnen am weißen Stein GmbH als Tochterunternehmen einbezogen. Auf die Einbeziehung wurde bislang aufgrund von § 296 HGB verzichtet. Der Zugang zum Konsolidierungskreis umfasst: sonstige Vorräte mit Grundstücken des Umlaufsvermögens (TEUR 948), liquide Mittel (TEUR 56) sowie Verbindlichkeiten (TEUR 62). Es ergibt sich kein Unterschiedsbetrag.

4. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung

Der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandene aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- und Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ist durch langfristige Kundenbeziehungen zur öffentlichen Hand bzw. Auftragsgebern sowie dem vorhandenen Know-how im Straßen- und Spezialtiefbau begründet.

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung enthält den passivischen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung eines Tochterunternehmens. Dieser besitzt Eigenkapitalcharakter, da es sich um einen günstigen Gelegenheitskauf handelte. Dieser wird planmäßig abgeschrieben.

5. Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet und eliminiert.

Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen eliminiert.

6. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Konzerninterne Umsätze werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.

7. Zwischenergebniseliminierung

Die Zwischenergebniseliminierung wurde gemäß § 304 HGB vorgenommen.

8. Equity-Methode

Assoziierte Unternehmen und nicht einbezogenen Tochterunternehmen werden nach der Equity-Methode konsolidiert.

IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurde zu den Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit am Bilanzstichtag keine niedrigeren Wiederbeschaffungspreise vorliegen.

Die Bewertung der in Ausführung befindlichen Bauaufträge zu Herstellungskosten umfasst die direkt zurechenbaren Einzelkosten (Löhne, Material und Fremdleistungen) sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten und die Abschreibungen auf Fuhrpark und Geräteeinsatz. Außerdem werden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Der Ermittlung der Herstellungskosten liegen die Ist-Kosten zugrunde. Sind die Herstellungskosten höher als die zu Vertragspreisen errechnete Leistung, so wird zu Vertragspreisen bewertet. Zur verlustfreien Bewertung wird ein niedriger beizulegender Wert zunächst aktivisch durch Abschläge vom Leistungswert berücksichtigt. Soweit die zukünftigen Verluste den erbrachten Leistungswert zum Bilanzstichtag überschreiten, werden Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. In Einzelfällen sind effektiv erbrachte Leistungen, die am Bilanzstichtag den bauvertraglich vereinbarten Umfang übersteigen, mit dem als realisierbar erbrachten Wert berücksichtigt.

Die fertigen, nicht schlussgerechneten Bauleistungen werden zu Vertragspreisen der errechneten Leistungen abzüglich eines angemessenen Abschlages für noch anfallende Abrechnungskosten und Gewährleistungsverpflichtungen bewertet.

Dabei werden die für die einzelnen Bauprojekte bereits erhaltenen Anzahlungen aktivisch vom Bestand der unfertigen bzw. der fertigen Bauleistungen gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert.

In Einzelfällen sind bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen effektiv erbrachte Leistungen, die den bauvertraglich festgelegten Umfang übersteigen, mit dem als realisierbar erbrachten Wert berücksichtigt.

Risiken bei den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine pauschale Abwertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften um die gebildeten Einzelwertberichtigungen gekürzten Forderungen vorgenommen.

Gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden grundsätzlich Verrechnungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, Ansprüche aus Einlagen sowie anteilige Ergebnisübernahmen unter den gesondert ausgewiesenen Positionen "Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften" ausgewiesen. Für entstandene Verlustanteile aus noch nicht abgerechneten Arbeitsgemeinschaften sowie für etwaige Risiken, die nicht in der Bilanz der jeweiligen Arbeitsgemeinschaft berücksichtigt sind, werden von der Gesellschaft als Arge-Partner Wertberichtigungen auf die Forderungen und ggf. Rückstellungen gebildet. Der Bemessung dieser etwaigen Risiken liegen Ermittlungen bezüglich der angesetzten tatsächlich erbrachten Bauleistungen zum Bilanzstichtag sowie Schätzungen der noch bis Bauende anfallenden Kosten und erzielbaren Auftragserweiterungen zugrunde. Im Rahmen dieser Prognosen werden weiterhin positive Effekte aus der Weiterberechnung von Personal- und Materialaufwendungen an die jeweilige Arbeitsgemeinschaft berücksichtigt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck unter der Berücksichtigung von Rentensteigerungen von 1,75% ermittelt. Für die Abzinsung wurde der Zinssatz laut Abzinsungstabelle der deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB (1,87%) verwendet.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 262.370,00. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB.

Abgesicherte Pensionszusagen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden mindestens in Höhe des Wertes der Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen und verzinsliches Guthaben) angesetzt.

Die Verpflichtungen sind durch Rückdeckungsversicherungen gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung beträgt €3.181.858,00. Der beizulegende Wert des angelegten Vermögens beträgt € 195.779,00. Die mit dem Personalaufwand verrechneten Erträge betragen TEUR 4.

Durch die Anwendung des BilMoG ist es zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung in Höhe von € 421.375,00 gekommen. Gemäß dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB wird der entstandene Mehraufwand auf 15 Jahre verteilt. Die Unterdeckung beträgt zum 31.12.2021 T€ 84.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Die passive latente Steuern beruhen auf stille Reserven bei der Neubewertung im Wertansatz assoziierter Unternehmen im Konzernabschluss. Die voraussichtliche Steuerbelastung wird € 31.634,78 betragen. Eine Änderung ergab sich 2021 nicht.

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde der Gesamtsteuersatz von 32,63 % zugrunde gelegt.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Konzernabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzpostenzugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

In den sonstige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhevon € 400.000,00 (Vorjahr: € 400.000,00) enthalten.

2. Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Konzernbilanz ist dem Konzern-Anlagenpiegel zu entnehmen.

3. Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

4. Geschäfts- oder Firmenwert

Die aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben.

5. Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden T€ 397 für Forderungen zur Absicherung von Arbeitszeitflexibilisierung ausgewiesen.

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

6. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Der Konzernabschluss wurde nach teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. In der Konzernbilanz wurde ein Gewinnvortrag von € 15.681.054,87 einbezogen.

7. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten überwiegend:

Verpflichtungen aus dem Personalbereich

sonstige auftragsbezogene Rückstellungen.

8. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte abgesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Rahmen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten abgesichert.

9. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Nominalbetrag der Miet- und Leasingverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 447,4 (Vorjahr: T€ 2.021,0), davon entfallen auf das nächste Geschäftsjahr T€ 280,2 (Vorjahr: T€ 1.068,1).

Die Gesellschaft haftet für Verpflichtungen aus Arbeitsgemeinschafts-Garantien der Bau-Argen, an denen die Gesellschaften beteiligt sind, höchstens mit dem Auftragswert. Diese lagen zum 31.12.2021 bei 24.402 TEUR.

10. Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung umfasst die liquiden Mittel, die im Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" ausgewiesen sind.

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Gesamtleistung

Nachfolgend sind gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen aufgegliedert:

2021 2020
Mio. € Mio. €
Straßenbau 31,7 40,8
Sanierung 15,0 14,9
Erd- und Deponiebau 13,3 10,4
Erschließung 1,7 2,2
Flughafenbau 0,4 1,3
Abbruch, Rückbau 15,6 5,9
Bodensanierung, Erdarbeiten 6,1 10,4
Brückenbau, -sanierung 15,9 14,9
bilanzielle Gesamtleistung 99,7 100,8

Die Angaben beziehen sich auf die bilanzielle Gesamtleistung. Diese entspricht den Umsatzerlösen zuzüglich den Bestandserhöhungen im Wirtschaftsjahr, bewertet nach den erzielbaren Preisen.

Eine Aufgliederung nach geographischen Märkten entfällt, da sämtliche Konzernunternehmen auf dem gleichen regionalen Markt tätig sind.

Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie anteilige Ergebnisübernahmen aus Arbeitsgemeinschaften.

Die Erlöse aus Arbeitsgemeinschaften betragen T€ 7.489,0 (Vorjahr: T€ 9.757,1). Diesen stehen anteilige Bauleistungen der Arbeitsgemeinschaften von T€ 35.645 (Vorjahr:T€ 42.968) gegenüber.

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erbracht.

VII. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Zahl der Arbeitnehmer
Arbeiter 274 (VJ: 261)
Angestellte 132 (VJ: 126)
406 (VJ: 387)

2. Namen der Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2021 waren Dipl.-Ing. Jörg Kranz als technischer Geschäftsführer und Frau Dipl.-Kfm. Kosima Stricker-Rasch als kaufmännische Geschäftsführerin der DOBAU Holding GmbH bestellt.

In sinngemäßer Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB hat die Geschäftsführung auf die Angaben der Bezüge bzw. Pensionsanwartschaften der gegenwärtigen und früheren Mitglieder des Geschäftsführungsorgans verzichtet.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar sind im Konzernabschluss der JAS-Beteiligungs GmbH enthalten.

4. Einbeziehung in Konzernabschluss anderer Gesellschaften

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die JAS-Beteiligungs GmbH, Duisburg. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

5. Unterschrift

 

Herne, 26. August 2022

gez. Jörg Kranz

gez. Kosima Stricker-Rasch

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 414.455,01 245.206,71 0,00 0,00 659.661,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.021.219,90 0,00 0,00 0,00 8.021.219,90
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 8.435.674,91 245.206,71 0,00 0,00 8.680.881,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.060.444,32 97.000,54 523.455,37 274.569,41 2.908.558,90
2. technische Anlagen und Maschinen 11.989.240,49 2.482.655,00 29.488,40 0,00 14.442.407,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.802.372,16 668.691,25 215.068,65 0,00 7.255.994,76
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 274.569,41 0,00 0,00 -274.569,41 0,00
Summe Sachanlagen 22.126.626,38 3.248.346,79 768.012,42 0,00 24.606.960,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.618.111,83 491.292,78 1.341.769,90 0,00 767.634,71
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 3.500.000,00 0,00 0,00 3.500.000,00
Summe Finanzanlagen 1.618.111,83 491.292,78 1.341.769,90 0,00 767.634,71
Summe Anlagevermögen 32.180.413,12 3.984.846,28 2.109.782,32 0,00 34.055.477,08
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 374.777,01 284.884,71 0,00 659.661,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.317.773,00 703.446,90 0,00 8.021.219,90
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.692.550,01 988.331,61 0,00 8.680.881,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 351.504,68 255.721,66 134.026,36 473.199,98
2. technische Anlagen und Maschinen 7.554.569,99 1.859.649,00 24.575,40 9.389.643,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.811.905,04 1.183.856,25 192.121,65 4.803.639,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 11.717.979,71 3.299.226,91 350.723,41 14.666.483,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 19.410.529,72 4.287.558,52 350.723,41 23.347.364,83
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.678,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 703.446,90 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 743.124,90 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.708.939,64 2.435.358,92
2. technische Anlagen und Maschinen 4.434.670,50 5.052.763,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.990.467,12 2.452.355,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 274.569,41 0,00
Summe Sachanlagen 10.408.646,67 9.940.477,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.618.111,83 767.634,71
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 3.500.000,00
Summe Finanzanlagen 1.618.111,83 4.267.634,71
Summe Anlagevermögen 12.769.883,40 14.208.112,25

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernabschluss wurde am 28.11.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Dobau Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Dobau Holding GmbH, Herne, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DOBAU Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stadtlohn, den 26. August 2022

Heisterborg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dirk Meyer, Wirtschaftsprüfer

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