Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
GenSys GmbH
Zum Dock 3, 23966 Wismar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Koray Kaynak seit 21.5.2025 | Geschäftsführer |
Faris Zangana seit 25.9.2019 | Prokura |
Dirk Elsner seit 8.8.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GenSys GmbHWismarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 2. Finanzielle Leistungsindikatoren 3. Ertragslage 4. Finanzlage 5. Vermögenslage III. Nachtragsbericht IV. Risikobericht V. Chancenbericht VI. Prognosebericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die GenSys GmbH ist ein spezialisierter Produzent von modularisierten Systemen in der Peripherie von Großmotoren im Schiffbau und stationären Energieerzeugungsanlagen. Das Profil erstreckt sich von der Projektierung über die Konstruktion und Produktion bis zur Lieferung der getesteten, betriebsbereiten Anlagen. Standardisierte Anlagen und insbesondere kundenspezifische Lösungen prägen das Leistungsspektrum. Qualifizierte Mitarbeiter, kontinuierliche Qualitätssicherungsschritte, anforderungsorientiertes Engineering, innovative Konstruktionen und moderne Produktionseinrichtungen sind mit einem breiten Serviceangebot Garanten für eine hohe Produktqualität, Termintreue und Kundenzufriedenheit. Das Ergebnis ist eine global anerkannte Marktposition und ein stetig international wachsender Bekanntheitsgrad in über 50 Ländern. Seit 1997 befindet sich der Hauptsitz mit Produktion in Wismar. Darüber hinaus gibt es Niederlassungen in Hamburg (After Sales), Istanbul (Vertrieb und Produktion) und Kunshan, China (Vertrieb). Status Tochtergesellschaften Kunshan: Operativ seit 2009 als Nachfolgerin von Nantong Navigation (Joint Venture). Heute haben wir ein kleines Team in Kunshan behalten. Die letzten Jahre waren schwierig, dennoch stehen wir zur weiteren Verfügbarkeit. Wirtschaftlich konnte sich Kunshan allein nicht halten. Zum 31. Dezember 2023 ist die Gesellschaft überschuldet und weist ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 212 aus. Die GenSys GmbH hat Kunshan im Jahr 2023 ein Darlehen ausgereicht. Dieses Darlehen soll März 2027 getilgt sein. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft haben wir sowohl den verbliebenen Beteiligungsansatz (TEUR 139) als auch das Darlehen (TEUR 350) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 18) wertberichtigt. Mit neuen Produkten erwarten wir, dass sich Kunshan entsprechend konsolidieren wird. Istanbul : Operativ seit 2017. Erfreulicherweise konnte mit dem türkischen Team über die letzten Jahre eine solide Grundlage geschaffen werden. Insbesondere konnten wir wiederholt wichtige Baugruppen für die Muttergesellschaft dort fertigen lassen. Die Gesellschaft weist ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 107 aus. 2. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 haben wir die Intensität weiterer Entwicklungen vorangetrieben. Dies betrifft auch die Zusammenarbeit mit der Universität Rostock und dem Leibniz Institut (INP). Mit unserer Kompetenz der flexiblen Brennstoffanpassung und deren Aufbereitung, haben wir für unsere Kunden bestmögliche Optionen anzubieten. Wesentliche Kooperationspartner sind neben Motorenherstellern auch weitere Unternehmen in der maritimen Branche. Die Schifffahrt ist ein wichtiger Sektor, der erheblich zu globalen CO 2 -Emissionen beiträgt. Um den Klimawandel zu bekämpfen, hat die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) verschiedene Maßnahmen und Ziele festgelegt, die dazu beitragen sollen, die CO 2 -Emissionen der Schifffahrt zu reduzieren. Neben den "future fuels" sehen wir auch Potenziale von Brückentechnologien. Für das Jahr 2024 planen wir weitere Investitionen in neue Technologien, die wesentlich auch durch Fördermaßnahmen getragen werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das Jahr 2023 war für den Welthandel weiterhin geprägt von verschiedenen globalen Herausforderungen und Chancen. Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten konnte der Welthandel ein moderates Wachstum verzeichnen. Im Jahr 2023 verzeichnete die maritime Branche ein gemischtes Bild hinsichtlich des Handelsvolumens und der Frachtraten. Globales Handelsvolumen: Das globale maritime Handelsvolumen stieg 2023 um etwa 3% auf 12,4 Milliarden Tonnen. Für 2024 wird ein weiteres Wachstum auf 12,6 Milliarden Tonnen prognostiziert. Die Erholung des Handelsvolumens wurde durch die Wiedereröffnung Chinas und die Umverteilung der russischen Ölströme unterstützt. Bestimmte Segmente wie der Autohandel (+15%), LPG (+6%) und Trockenbulk (+4,3%) zeigten eine starke Leistung, während die Containerfrachtmengen schwach blieben, aber im Sommer 2023 einen Tiefpunkt erreichten und sich seitdem erholen (UNCTAD) (Clarksons). Die Frachtraten erlebten erhebliche Schwankungen. Die Containerfrachtraten fielen im Jahresvergleich um 71% und die Charterraten um 68%. Trotz dieses Rückgangs erholten sich die Frachtraten für die Route Shanghai-Europa um 220%, blieben jedoch 65% unter den Spitzenwerten während der COVID-19-Pandemie. Die Tanker- und Gasfrachtraten blieben stark, wobei die LPG-Raten auf ein Allzeithoch von 91.625 USD pro Tag stiegen (BIMCO Home) (Clarksons). Diese Daten und Prognosen unterstreichen die widerstandsfähige Natur der maritimen Branche trotz globaler Herausforderungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten(UNCTAD) (Clarksons). Die Wirtschaftsprognose für die Weltwirtschaft im Jahr 2024 sieht gemäß dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein moderates Wachstum voraus. Laut dem World Economic Outlook des IWF wird ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 % für die Jahre 2024 und 2025 erwartet. Diese Prognose steht im Einklang mit dem Wachstum von 2023 (IMF). Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird eine leichte Beschleunigung des Wachstums prognostiziert, von 1,6 % im Jahr 2023 auf 1,7 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025. Im Gegensatz dazu wird für die Schwellen- und Entwicklungsländer ein leichter Rückgang des Wachstums von 4,3 % im Jahr 2023 auf 4,2 % in den Jahren 2024 und 2025 erwartet (IMF). Die globale Inflation wird voraussichtlich von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,9 % im Jahr 2024 und 4,5 % im Jahr 2025 zurückgehen. Diese Prognosen spiegeln die Auswirkungen restriktiver Geldpolitik wider, die darauf abzielt, die Preisstabilität wiederherzustellen, während die anhaltenden strukturellen Reibungen das Wachstum hemmen könnten (IMF). Insgesamt bleibt die globale Wirtschaft widerstandsfähig, trotz signifikanter Herausforderungen wie steigenden Zinssätzen, Handelskonflikten und politischer Unsicherheit. Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, die Inflation weiter zu senken und gleichzeitig ein nachhaltiges Wachstum zu fördern (IMF). Das globale BIP-Wachstum betrug laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2023 etwa 3,0 %. Für das Jahr 2024 wird ein leicht höheres Wachstum von 3,1 % prognostiziert. Diese Zahlen stellen eine Verlangsamung im Vergleich zum Wachstum von 3,4 % im Jahr 2022 dar. Die Gründe für die Abschwächung des Wachstums beinhalten hohe Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation, den Krieg in der Ukraine und andere geopolitische Spannungen (IMF). Das globale BIP-Wachstum betrug laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2023 etwa 3,0 %, während für 2024 ein Wachstum von 3,1 % prognostiziert wird. Diese Wachstumsraten spiegeln eine Verlangsamung gegenüber dem Wachstum von 3,4 % im Jahr 2022 wider. Das weltweite Handelsvolumen hat sich 2023 deutlich verlangsamt im Vergleich zu 2022. Laut der Welthandelsorganisation (WTO) wuchs das globale Handelsvolumen 2022 um etwa 3,5 %, während für 2023 nur ein Wachstum von 1 % prognostiziert wurde. Dies stellt einen starken Rückgang dar im Vergleich zu den vorherigen Schätzungen und den tatsächlichen Zahlen von 2022 (UN News) (ICIS Explore). Diese Abschwächung des Handelswachstums wird durch mehrere Faktoren beeinflusst, darunter die hohen Energiepreise in Europa, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die anhaltenden COVID-19-bedingten Störungen in China sowie die geldpolitische Straffung in den USA. Diese Faktoren haben zu einer verringerten Nachfrage nach Importen und erhöhten Produktionskosten geführt, was das Handelsvolumen insgesamt belastet hat (UN News) (ICIS Explore). Regionale Entwicklungen: Asien und hierbei insbesondere China und Indien verzeichnete weltweit das stärkste Wachstum im Handelsvolumen. Die Wiedereröffnung nach COVID-19-Lockdowns trug erheblich dazu bei. Europa hatte mit politischen Unsicherheiten und den Folgen des Ukraine-Konflikts zu kämpfen, was zu einem gedämpften Wachstum führte. Die USA und Kanada profitierten von einer robusten Binnenkonjunktur, was den Handel stärkte. Herausforderungen: Geopolitische Spannungen insbesondere in Osteuropa sowie Handelssanktionen beeinflussten den Handel negativ. Die globale Inflation, im Durchschnitt bei 6,8 %, sowie die von den Zentralbanken erhöhten Zinssätze führte zu höheren Kosten für Waren und Dienstleistungen, was den Handel beeinträchtigte. Wirtschaftswachstum: Das globale BIP-Wachstum lag bei etwa 3,0%, Entwicklungs- und Schwellenländer trugen maßgeblich zum Wachstum bei. Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit ging weltweit leicht zurück, digitale und grüne Arbeitsplätze nahmen zu. Entwicklung der maritimen Branche 2023: Die maritime Branche, als ein wichtiger Pfeiler des globalen Handels, hat im Jahr 2023 eine Reihe von Herausforderungen und Chancen erlebt. Diese Entwicklung spiegelt sowohl die Anpassungsfähigkeit der Branche als auch die anhaltenden Unsicherheiten wider. Marktentwicklungen: 1. Handelsvolumen und Frachtraten: o Das Handelsvolumen stieg moderat um 3,0%, trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten. (UNCTAD) o Fracht- und Charterraten zeigten eine hohe Volatilität, insbesondere in den Containermärkten, was auf wechselnde Nachfrage und Angebotsengpässe zurückzuführen ist. 2. Geopolitische Einflüsse: o Die Spannungen in Osteuropa und die Folgen des Ukraine-Konflikts beeinträchtigten bestimmte Schifffahrtsrouten und führten zu höheren Betriebskosten aufgrund gestiegener Versicherungsprämien und Treibstoffpreise. o Handelssanktionen gegen bestimmte Länder beeinflussten die globalen Handelsströme und zwangen Reedereien zur Anpassung ihrer Routen. 3. Nachhaltigkeit und Regulierungen: o Die Branche musste sich an strengere Umweltvorschriften anpassen, einschließlich der Reduktion von Schwefeloxidemissionen gemäß den Vorgaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO 2020). o Investitionen in umweltfreundliche Technologien und alternative Treibstoffe wie LNG (Liquefied Natural Gas) nahmen zu, um den Anforderungen gerecht zu werden. Technologische Innovationen: 1. Digitalisierung: o Die fortschreitende Digitalisierung revolutionierte die maritime Branche, insbesondere durch den Einsatz von IoT (Internet der Dinge), Big Data und künstlicher Intelligenz zur Optimierung von Logistik und Flottenmanagement. o Blockchain-Technologie wurde zunehmend eingesetzt, um die Transparenz und Sicherheit in der Lieferkette zu verbessern. 2. Automatisierung: o Fortschritte in der Automatisierung, einschließlich autonomer Schiffe und automatisierter Häfen, wurden weiter vorangetrieben. o Pilotprojekte für unbemannte Schiffe zeigten positive Ergebnisse, obwohl umfassende Implementierungen noch in der Zukunft liegen. Marktchancen: 1. Erneuerbare Energien: o Der Ausbau von Offshore-Windparks und anderen maritimen erneuerbaren Energiequellen bot neue Geschäftsmöglichkeiten. o Reedereien begannen, ihre Flotten anzupassen, um die wachsende Nachfrage nach Transportdiensten im Zusammenhang mit erneuerbaren Energieprojekten zu bedienen. 2. Neue Handelsrouten: o Der Klimawandel öffnete potenziell neue Handelsrouten, insbesondere in der Arktis, was jedoch auch ökologische und sicherheitstechnische Herausforderungen mit sich brachte. o Investitionen in die Infrastruktur entlang dieser neuen Routen könnten langfristige Vorteile bieten. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen anhand der folgenden maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren (in TEUR):
3. Ertragslage Die Roherträge (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 6.203 auf TEUR 7.227 gestiegen. Ursächlich hierfür waren hauptsächlich gestiegene Exporte von Kraftwerksanlagen in außereuropäische Länder mit überdurchschnittlichen Margen. Die Materialeinsatzquote sank von 64,2 % auf 58,1 %. Die Umsätze sind zwar rückläufig und sanken von TEUR 17.456 auf 16.021. Die Gesamtleistung blieb mit TEUR 17.252 jedoch nahezu unverändert im Vorjahresvergleich. Ursächlich ist ein Bestandsaufbau bei den unfertigen Erzeugnissen aufgrund von Auslieferungsverzögerungen zum Jahresende. Die Aggregate sind im Jahr 2024 vollständig ausgeliefert worden. Aufgrund der gestiegenen Rohergebnismarge stieg das Betriebsergebnis trotz der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Abschreibungen auf Forderungen gegen eine Tochtergesellschaft (TEUR 368) von TEUR 875 auf TEUR 1.289. Bei den Abschreibungen handelt es sich um einen außerplanmäßigen Effekt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) hat sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 275 auf TEUR 1.150 verbessert. Die gestiegene Rohergebnismarge führte zu einem um 32,9% höheren Jahresüberschuss. Ohne Berücksichtigung der Abschreibungen auf die chinesische Tochtergesellschaft ergäbe sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.330. 4. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -382 TEUR (im Vorjahr: 1.666 TEUR). Ursächlich hierfür ist die Mittelverwendung zum Aufbau von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Jahr 2023. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -TEUR 44 (im Vorjahr: -TEUR 21). Finanziert wurde diese Mittelverwendung durch Aufnahme von Bankverbindlichkeiten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 682 (im Vorjahr: -TEUR 2.186). Zur kurzfristigen Projektfinanzierung besteht ein Finanzierungsrahmen von TEUR 3.000. Zum Bilanzstichtag waren davon TEUR 1.691 nicht ausgenutzt. Zum Bilanzstichtag betrugen die nicht ausgenutzten Kontokorrentlinien TEUR 310 (im Vorjahr TEUR 275). Die GenSys war und ist jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten erfolgte innerhalb der vereinbarten Rahmenbeträge. 5. Vermögenslage Wir haben im Geschäftsjahr 2023 lediglich Ersatzinvestitionen i.H.v. TEUR 46 getätigt. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte aus den laufenden Kontokorrentkreditrahmen. Der Anstieg der Vorräte von TEUR 3.160 auf TEUR 4.104 resultiert hauptsächlich aus Auslieferungsverzögerungen nahezu fertiggestellter Anlagen zum Jahresende. Die Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.547 auf TEUR 2.888 resultiert aus Auslieferungen fertiggestellter Anlagen zum Jahresende. Die Zunahme der Bankverbindlichkeiten auf TEUR 4.776 wurde hauptsächlich durch im Vergleich zum Vorjahr gestiegene kurzfristige Projektfinanzierungen (TEUR 1.309; Vorjahr TEUR 165) verursacht. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 22,4 % (Vorjahr: 15,6%). III. Nachtragsbericht Für die Nachtragsberichterstattung wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. Wesentliche Ereignisse mit Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben. IV. Risikobericht Die GenSys GmbH hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Die wesentlichen Kategorien der Risikoanalyse sind: • Märkte und Produkte: Wachstumsrückgänge durch globale Turbulenzen • Cash Management: Liquiditätsrisiko, Verbindlichkeiten nicht erfüllen zu können • Operatives Geschäft: Betriebsstörungen, Lieferketten, Gesundheit des Personals • Unternehmensentwicklung: Kommunikation • Gesetze und Verordnungen: Arbeitsstättenverordnung Risiken aus der Kategorie Märkte und Produkte können zu sinkenden Einnahmen führen, welche die Ertragssituation und die Rentabilität negativ beeinflussen könnten. Umsatzeinbußen und negative Ergebnisse könnten die Unternehmenssituation nachhaltig gefährden. Wir schätzen dieses Risiko als wenig wahrscheinlich ein, allerdings mit einem hohen Ausmaß im Falle des Eintritts. Risiken aus der Kategorie Cashmanagement können dazu führen, dass aufgrund von Liquiditätsengpässen die Zahlungsfähigkeit nur noch eingeschränkt gegeben ist und/oder mögliche zusätzliche Finanzmittel nicht oder nicht rechtzeitig beschafft werden können. Dadurch könnte die Unternehmenssituation nachhaltig gefährdet werden. Wir schätzen dieses Risiko als wenig wahrscheinlich ein, allerdings mit einem hohen Ausmaß im Falle des Eintritts. Risiken aus der Kategorie operatives Geschäft betreffen negative Auswirkungen auf unser laufendes Geschäft hauptsächlich durch Störungen in den Lieferketten oder durch den kurzfristigen Ausfall von Schlüsselmitarbeitern. Dadurch könnten Lieferverpflichtungen nicht oder nicht rechtzeitig eingehalten werden, was zu Vertragsstrafen, Kundenabgängen und Reputationsverlusten führen könnte. Wir schätzen dieses Risiko als wenig wahrscheinlich ein, allerdings mit einem moderaten Ausmaß im Falle des Eintritts. Unabhängig von Hierarchien ist unser Personal aufgefordert, Risiken zu vermeiden. Dies betrifft alle Abteilungen, denn Risiken sind auch Gefahren. Insofern sind alle Handlungen und Entscheidungen potenziell eine Gefahr, definierte Ziele nicht zu erreichen. V. Chancenbericht Die fortschreitende Digitalisierung bietet enorme Chancen für Effizienzsteigerungen und neue Geschäftsmodelle. Investitionen in künstliche Intelligenz und Automatisierung nehmen zu. Der Fokus auf nachhaltige Geschäftspraktiken und grüne Technologien bietet langfristige Wachstumschancen. Unternehmen, die in erneuerbare Energien und nachhaltige Produkte investieren, profitieren von staatlichen Förderungen und wachsendem Verbraucherinteresse. Märkte in Afrika und Südostasien bieten Potenzial für Wachstum aufgrund steigender Bevölkerungen und wirtschaftlicher Entwicklung. Freihandelsabkommen und regionale Kooperationen erleichtern den Marktzugang. VI. Prognosebericht Prognose für 2024 Die weltweite Wirtschaftsprognose für 2024 zeigt ein moderates Wachstum von etwa 3,2%, unterstützt durch technologische Innovationen und nachhaltige Investitionen. (Statista) Im Rahmen unserer Prognosen erwarten wir grundsätzlich eine positive Entwicklung bei sämtlichen Leistungsindikatoren. Diese Erwartung beruht auf der im Jahr 2023 bis zum Zeitpunkt dieser Lageberichterstattung bereits eingetretenen positiven Geschäftsentwicklung sowie den Annahmen für 2024. Auf dieser Basis ergeben sich prognostizierte Roherträge von EUR 7,2 Mio. für 2024. Unsere Prognosen beruhen auf den folgenden wesentlichen Annahmen: Asien bleibt der Motor des Wachstums, während Europa und Nordamerika moderates Wachstum verzeichnen. Der damit einhergehende steigende Verbrauch an Energie lässt auch zukünftig auf eine anhaltende Nachfrage nach Energieerzeugungsanlagen schließen. Darüber hinaus nimmt Gas als Brennstoff für Schiffsmotoren weiterhin eine bedeutende Rolle ein, womit die von uns eigenentwickelte Gasregelstrecke ein wichtiges Teilsystem für Motorenhersteller und Werften sein wird. Die Inflation wird voraussichtlich leicht zurückgehen, bleibt aber bei einem globalen Durchschnitt von etwa 4-5%. Zentralbanken werden weiterhin eine restriktive Geldpolitik verfolgen, um die Inflation zu kontrollieren. Im Bereich der technologischen Entwicklung wird die Integration von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung weiter voranschreiten. Cybersicherheit und Datenschutz werden verstärkt im Fokus stehen. Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz werden weiterhin priorisiert. Unternehmen müssen sich auf strengere Umweltauflagen und steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten einstellen. Dies betrifft ebenso die maritime Branche mit ressourcenschonenden und grünen Antrieben. Um- und Nachrüstung gehört zu unser technologischen und personellen Kernkompetenz, eine weiterhin positive Entwicklung ist zu erwarten. Geopolitische Spannungen könnten weiterhin eine Herausforderung darstellen. Unternehmen sollten robuste Risikomanagementstrategien entwickeln, um potenziellen Störungen entgegenzuwirken. Im Hinblick auf den andauernden Ukrainekrieg sowie den Nahostkonflikt erwarten wir grundsätzlich keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Verschiedentlich kam es aus diversen Ursachen zu Verzögerungen in der Lieferkette, welche auch zukünftig eintreten könnten. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes waren für 2024 Umsätze in Höhe von TEUR 9.169 fakturiert. Der fest kontrahierte Auftragseingang für das Jahr 2024 beläuft sich auf TEUR 7.917. Wir erwarten weitere Auftragseingänge für 2024 in Höhe von TEUR 1.200, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in 2024 fakturiert werden, somit einen Umsatz von TEUR 18.286. Die Tochterunternehmen in der Türkei, Istanbul und in China, Kunshan werden folgende Ziele verfolgen: • Kunshan: Projektkooperationen mit chinesischen Unternehmen, z.B. in Afrika • Istanbul: Zulieferungen von Montagegruppen, die wir nicht wirtschaftlich in Wismar bauen können. Zukünftig wird die Türkische Gesellschaft verstärkt eigene Projekte akquirieren. Entwicklung Betr. Rohertrags: T€
Die GenSys GmbH hat im In- und Ausland einen sehr hohen nicht quantifizierbaren Imagewert. Diesen werden wir mit entsprechenden Technologien kontinuierlich weiter ausbauen. Für das Jahr 2024 planen wir Investitionen in neue Entwicklungstechnologien, die wesentlich auch durch Fördermaßnahmen getragen werden.
Wismar, den 18. Juli 2024 Gezeichnet Dirk Elsner, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die GenSys GmbH, Wismar, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind in der Regel im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft gliedert ihre Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 276 und 288 HGB) und der Offenlegung (§ 327 HGB) wurden in Anspruch genommen. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Im Geschäftsjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erforderlich. Geringwertige Anlagegüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR) wurden analog § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 EUR wurden mit der Anschaffung als Aufwand gebucht. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erhaltene Anzahlungen wurden gemäß § 268 Abs. 5 HGB aktivisch von den Vorräten abgesetzt. Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Erforderliche Wertabschläge wurden vorgenommen. Die Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennbetrag, ggf. zum niedrigeren Wertansatz gemäß § 253 Abs. 4 HGB. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,1 % der Netto-Kundenforderungen ausreichend Rechnung getragen. Liquide Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen und wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet worden. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Anteilsbesitz Die Gesellschaft besitzt an folgenden Gesellschaften mindestens den fünften Teil der Anteile:
Gemäß § 286 Abs. 3 HGB wird auf weitergehende Angaben verzichtet. Die Anteile an der GenSys Co. Ltd. wurden 2019 und 2023 aufgrund dauernder Wertminderungen um 228 TEUR auf einen Erinnerungswert von 1,00 Euro wertberichtigt. Die Gesellschaft hält weiterhin eine Kommanditbeteiligung an der Grün Öl GmbH & Co. KG mit Sitz in Uelzen (Deutschland) in Höhe von 56 TEUR. Der Beteiligungsansatz wurde bereits 2018 bis auf einen Erinnerungswert von 1,00 Euro aufgrund von dauernden Wertverlusten voll abgeschrieben. Des Weiteren hält die Gesellschaft eine 20%ige Beteiligung an der European Engineering of Cameroon SARL, deren Beteiligungsansatz ebenfalls bereits bis auf einen Erinnerungswert in Höhe von 1,00 Euro voll abgeschrieben wurde. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (22 TEUR; im Vorjahr: 22 TEUR), Kosten für noch nicht genommenen Urlaub der Vorjahre und des Geschäftsjahres (126 TEUR; im Vorjahr: 120 TEUR), Kosten für die Rückzahlung von Corona-Hilfen (35 TEUR; im Vorjahr 0 TEUR), Kosten für Berufsgenossenschaftsbeiträge (0 TEUR, im Vorjahr: 6 TEUR), Kosten der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses und der Steuererklärungen des Berichtsjahres sowie für die Prüfung des Jahresabschlusses (38 TEUR; im Vorjahr: 38 TEUR) sowie eine Rückstellung für Gewährleistungen (32 TEUR; im Vorjahr: 36 TEUR) enthalten. Verbindlichkeiten
Bei den Lieferantenverbindlichkeiten bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Forderungsabtretungen, eine Sicherungsübereignung des Warenlagers und Sicherheiten von Seiten des Gesellschafters. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von insgesamt 0 TEUR (im Vorjahr: 33 TEUR) und periodenfremden Erträge in Höhe von 7 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR) enthalten. Des Weiteren werden hier im Berichtsjahr Investitionszuschüsse von insgesamt 31 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR) ausgewiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 0 TEUR (im Vorjahr: 2 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 21 TEUR (im Vorjahr: 20 TEUR). V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo von 822 TEUR.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor. Für weitere Angaben wird auf den Lagebericht verwiesen. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Es wurden im Durchschnitt die nachfolgenden Arbeitnehmer im Geschäftsjahr beschäftigt:
Gesetzliche Vertreter Allein vertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 Herr Diplom Wirtschafts-Ingenieur Dirk Elsner. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 1.761.967,17 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Wismar, 10. Juli 2024 gezeichnet Dirk Elsner, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRüFERSAn die GenSys GmbH, Wismar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GenSys GmbH, Wismar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GenSys GmbH, Wismar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 19. Juli 2024 DELFS
& PARTNER mbB
Gezeichnet Kampmeyer, Wirtschaftsprüfer Gezeichnet Grums, Wirtschaftsprüfer |
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