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PERM4 Permanent Recruiting GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LageberichtGesamtwirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsmarkt PERM4 Permanent Recruiting (kurz PERM4) ist eine der führenden Personalberatungen für Fach- und Führungskräfte in Deutschland mit Sitz in Berlin. PERM4 vermittelt ausschließlich in Festanstellung (PERM). Die Kunden sind sowohl mittelständische als auch große Unternehmen über alle Branchen mit Bedarfen in den Berufsfeldern Sales, Marketing, Human Resources, Informationstechnologie/Telekommunikation, Finance, Supply Chain Management, Engineering sowie Construction & Property. Gemäß Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Kalenderjahr 2019 mit 0,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die deutsche Wirtschaft wuchs das neunte Jahr in Folge, jedoch verlor das Wachstum deutlich an Schwung. In den beiden Vorjahren 2017 und 2018 stieg das preisbereinigte BIP im Vergleich noch um 2,5% bzw. 1,5% jährlich. Im langfristigen Vergleich liegt das Wirtschaftswachstum des Jahres 2019 mit 0,6% unter dem Durchschnittswert der letzten 10 Jahre. Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts konnten nahezu alle Wirtschaftsbereiche positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2019 beitragen. Erstmals seit fünf Jahren lag dabei die konjunkturelle Dynamik im Produzierenden Gewerbe unter der im Dienstleistungsbereich. Zurückgegangen war das BIP zuletzt im Jahr 2009, als Deutschland wie die meisten anderen Länder weltweit von den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen war. Überdurchschnittlich stark war der Zuwachs im Baugewerbe mit +4,0% und im Bereich Information und Kommunikation mit +2,9%. Im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleister stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung mit +2,9% ebenfalls überdurchschnittlich. Dagegen gab es 2019 im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe), das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, mit -3,6 % einen starken Rückgang. Insbesondere die schwache Produktion in der Automobilindustrie trug zu diesem Rückgang bei. Der Höhenflug auf dem deutschen Arbeitsmarkt ging auch im Jahr 2019 weiter: Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt von rund 45,3 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (Inlandskonzept). Das waren 400.000 Personen oder 0,9% mehr als im Jahr 2018. Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte glichen negative demografische Effekte aus. Entscheidend für die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt war der erneut deutliche Anstieg der Zahl der Arbeitnehmer, die im Jahresdurchschnitt 2019 um 638.000 Personen (+1,6%) auf 40,6 Millionen zunahm. Hierbei kam es zu einer weiteren spürbaren Zunahme der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Voll- und Teilzeit. Rückläufig war die Summe der marginal Beschäftigten, zu denen ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigungen (sogenannte Minijobs), kurzfristige Beschäftigungen und Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs) zählen. Die seit März 2020 anhaltende Corona-Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft stark. Obwohl die Ausbreitung des Coronavirus die Wirtschaftsleistung im Januar/ Februar 2020 nicht wesentlich beeinträchtigte, sind die Auswirkungen der Pandemie bereits für das 1. Quartal 2020 gravierend: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gegenüber dem 4. Quartal 2019 um 2,2 % gesunken. Das war der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Stark rückläufig waren im 1. Quartal 2020 insbesondere die privaten Konsumausgaben. Auch die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - nahmen deutlich ab. Die Konsumausgaben des Staates und die Investitionen in Bauten wirkten dagegen stabilisierend und verhinderten einen noch stärkeren Rückgang des BIP. Die Arbeitslosenquote wird in 2020 voraussichtlich ansteigen, jedoch besteht prinzipiell auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine hohe Nachfrage nach festangestellten Spezialisten aller Fachrichtungen. Der Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften, der die Unternehmen zwingt, bei der Identifizierung, Auswahl und Gewinnung professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um dringend benötigte Expertise am Markt einzukaufen, ist unverändert struktureller und damit langfristiger Natur. Für passgenaue Ressourcen, deren spezielle Kenntnisse dauerhaft benötigt werden, existiert ein permanenter Bedarf, zu dessen Deckung eine steigende Anzahl von Unternehmen bereit ist, spezialisierte Personalberatungen zu beauftragen. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) schätzt die Lücke auf 4,9 Mio. Arbeitskräfte im Jahre 2030. Geburtenschwache Jahrgänge seit den 1980iger Jahren sowie das sukzessive Ausscheiden der Baby-Boomer aus dem Erwerbsleben bedingen diese demografische Entwicklung der zur Verfügung stehenden Erwerbspersonen. PERM4 bieten sich damit als bundesweit tätige Personalberatung mit acht auf Berufsfelder spezialisierten Business Units und einem fokussierten Geschäftsmodell attraktive Marktchancen. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage PERM4 berät mittel ständische sowie große Unternehmen der deutschen Wirtschaft bei der Besetzung ihrer offenen Positionen in Festanstellung mit einer Streuung über alle relevanten privatwirtschaftlichen Branchen. Die größten 10 Kunden sind für weniger als 10 % des Rohergebnis verantwortlich. Die Marktpositionierung des am 31. Dezember 2019 endenden Geschäftsjahres ist grundsätzlich positiv zu beurteilen. PERM4 zählt gemäß eigenem Research zu den TOP 10 Personalberatungen in Deutschland. PERM4 ist in Berlin und seit 1. Juli 2019 in Frankfurt/Main vertreten und bietet den Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze, die durch Wachstumsdynamik, Effizienz und hohe Eigenverantwortung geprägt sind. Die Mitarbeiterzahl stieg in den vergangenen 12 Monaten von 189 auf 211 Personen zum Ende des Geschäftsjahres. Durch Veränderung im Management und der strategischen Ausrichtung wurden die Fundamente für die langfristige Ausrichtung adjustiert. Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche Kennzahl zur Unternehmenssteuerung wird die Unternehmensleistung herangezogen und hier insbesondere die Umsatzerlöse. Neben der Unternehmensleistung wird das operative Ergebnis als bedeutsame Kennzahl zur internen Steuerung herangezogen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen des Berichtswesens werden für das Unternehmen auch nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die auch in die interne Steuerung einfließen. Im Wesentlichen werden Kennzahlen aus dem Personalwesen und dem Vertriebscontrolling einbezogen, wie zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter und die Besetzungsquote pro Karriereberater. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft stieg auf der Aktivseite im Wesentlichen aufgrund der Position "nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" (Anstieg +988 TEUR). Die weiteren Positionen des Anlage- und Umlaufvermögen sanken aufgrund planmäßiger Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (Abnahme -300 TEUR) sowie reduziertem Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen (Abnahme -329 TEUR) bei gleichzeitigem Rückgang des Rohergebnis (-14,0%). Investitionen wurden insbesondere durch die Einführung eines neuen CRM-Systems auf Basis von Salesforce getätigt. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind die erheblich gesteigerte Inanspruchnahme von Linien (Zunahme +1.277 TEUR) wesentlich sowie der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (Abnahme -126 TEUR). Ertragslage Das Rohergebnis der PERM4 in Höhe von 16.014 TEUR (Vorperiode 18.611 TEUR) ist in der Periode vom 1.1.-31.12.2019 gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 14,0% gesunken. Der Rückgang des Rohergebnis erfolgte im Rahmen unserer Erwartungen aufgrund der neuen strategischen Ausrichtung insbesondere im Hinblick auf den Marktzugang im Rahmen der Akquise deutlich größerer Kunden mit regelmäßigen Bedarfen. Das Betriebsergebnis von -999 TEUR liegt signifikant unter dem Wert des Vorjahres (-34 TEUR) und weit unter unseren Erwartungen. Die Anpassung der Vertriebsstrategie resultierte in erheblichen Anpassungen der Organisation, was sowohl mit Fluktuation und temporären Rückgängen in der Produktivität einherging. Die EBITDA-Rendite liegt mit -2,2% deutlich unter dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 3,3 %). Finanzlage Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -1.834 TEUR (Vorjahr: 1.377 TEUR). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die negative Veränderung des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -174 TEUR (Vorjahr: -81 TEUR), der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 727 TEUR (Vorjahr: -31 TEUR). Die Bonität der Kunden der PERM4 ist als gut zu bezeichnen. Forderungsausfälle sind im Rahmen des gewöhnlichen Umfangs. Die Eigenkapitalquote sank auf 0,0% (Vorjahr: 1,4%). Wesentlich waren der Verlustvortrag der Vorperiode, der Jahresfehlbetrag, der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sowie die Erhöhung der Inanspruchnahme von Kreditlinien bei Banken. Die Finanzierung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 wurde über bestehende Kreditlinien bei Banken sowie über Erhöhungen der Gesellschafterdarlehen gewährleistet. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung PERM4 baut seine Marktposition seit Jahren kontinuierlich aus. Das Potenzial für spezialisierte, fokussierte Personalberatung ist hoch und bietet gute Wachstumschancen. Es besteht weiterhin eine stabile Nachfrage nach dieser Dienstleistung. Die Vorteile überwiegen durch eine hohe kundenseitige Besetzungsgeschwindigkeit- und qualität, als auch auf Kandidatenseite durch Zugang zu interessanten Positionen, mehrheitlich aus dem verdeckten Arbeitsmarkt. Mittel ständische Unternehmen und Großunternehmen arbeiten zudem daran, ihre Personalbeschaffungsanstrengungen bei bevorzugten Lieferanten zu bündeln oder bestimmte klar abgegrenzte interne Prozesse auf externe Dienstleister zu verlagern. Dies betrifft insbesondere das Segment der hochqualifizierten Arbeitskräfte, welche mehrheitlich aus der Gruppe der latent Suchenden zu rekrutieren sind, was traditionell von den Kunden selbst nicht abgewickelt wird. PERM4 profitiert auch langfristig von der Tatsache, dass - ähnlich wie in USA und Großbritannien seit längerem feststellbar - die Anzahl der Jobwechsel innerhalb eines Erwerbslebens deutlich zunimmt. Die Digitalisierung und immer kürzere Technologiezyklen tragen zudem bei, dass sich Unternehmen punktuell verstärken müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Risiken bestehen aufgrund genereller konjunktureller und politischer Entwicklungen als auch marktspezifischer Gegebenheiten. Im Falle eines Konjunktureinbruches und der daraus resultierenden Investitionszurückhaltung von Kunden in Personal würde das Geschäft von PERM4 direkt negativ beeinflusst werden. Politische Veränderungen bezüglich Arbeits- und Sozialgesetzgebung können den Faktor Arbeit in Deutschland verteuern und die Unterschiede zu den europäischen Nachbarn sowie den neuen EU-Mitgliedern und EU- Beitrittskandidaten in Osteuropa an Relevanz gewinnen lassen. Durch Near-shoring sind Unternehmen in der Lage, ihre IT-Abteilungen aber auch Servicefunktionen wie Buchhaltung, Controlling und Reporting in diese Länder zu verlagern und damit den Faktor Arbeit billiger zu gestalten. Der Eintritt großer international tätiger ausländischer Personaldienstleister in den deutschen Markt wird sich verstärken, wodurch die Konkurrenzsituation weiter verschärft wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch auf Kandidaten- als auch Kundenseite Risiken entstehen, die das Geschäft von PERM4 negativ beeinflussen. Ausfall- und Liquiditätsrisiken sind wegen der diversifizierten Kundenstruktur und aufgrund der guten Bonität der Kunden von PERM4 als weniger relevant einzustufen. Wesentliche Risiken aus Verbindlichkeiten sind nicht zu erkennen, weil im Wesentlichen diese Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren und in Euro fakturiert sind. Es gibt kein inhärentes Währungskursrisiko. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden im Rahmen einer Liquiditätsplanung erfasst und überwacht. PERM4 hat ein internes Reporting etabliert, mittels dessen alle relevanten Risiken regelmäßig von der Geschäftsführung analysiert werden und auf dessen Basis Entscheidungen zur Unternehmensteuerung getroffen werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. Ausblick Für das Geschäftsjahr 2020 wird aufgrund der strategischen Neuausrichtung der Gesellschaft sowie der eingeleiteten Transformation innerhalb der Organisation mit einer grundlegenden Stabilisierung der Organisation und des Geschäftes gerechnet. Da durch die aktuelle Corona-Krise insbesondere die Annahme eines positiven Marktumfeldes (temporär) nicht mehr gegeben ist, ist auf Basis aktueller Erkenntnisse sowie diverser Stress- und Szenario-Rechnungen von einem deutlich negativen Jahresergebnis auszugehen, das über dem des Geschäftsjahres 2019 liegen wird. Die Geschäftsführung wird die Entwicklung der Corona-Krise fortlaufend beobachten und bewerten sowie frühzeitig geeignete Maßnahmen treffen. Zur Sicherstellung der Finanzierung und damit des Bestandes der Gesellschaft ist die Gesellschaft auf bisher im Geschäftsjahr 2020 gewährte Darlehen bzw. bei Bedarf auf weitere Darlehensmittel durch den Gesellschafter angewiesen. Die Planungen sehen einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit vor, der ausreichen wird, um Investitionen leisten zu können. Investitionen sind nur in dem Maße geplant, wie es die weitere Transformation erfordert. Im Ergebnis ist PERM4 in einer guten Ausgangslage, um auch in einem Szenario einer rückläufigen Gesamtwirtschaft oder stagnierender Entwicklung der Konjunktur zu bestehen und die sich ergebenden Chancen eines dynamischen Marktes zu nutzen. Ein intensives Liquiditätsmanagement, Working Capital Management sowie die Unterstützung der Gesellschafter ist unabdingbar. Die Belegschaft ist hoch motiviert, die verabschiedete Transformation aktiv zu gestalten. Gefahren für eine Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung der letzten Jahre stellen im Wesentlichen eine Verschlechterung der oben angesprochenen exogenen Faktoren dar, die von PERM4 direkt nicht beeinflussbar sind. PERM4 ist grundsätzlich gut aufgestellt, um von den Chancen für das Geschäftsmodell überdurchschnittlich zu profitieren.
Berlin, 25. September 2020 Die Geschäftsführung gez. Alex Gerritsen BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der PERM4 Permanent Recruiting GmbH (Amtsgerichts Charlottenburg, HRB 128361 B), die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- /Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 30 Jahren. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode (in Vorjahren zum Teil degressiv) abgeschrieben. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird Gebrauch gemacht, sofern dies zu einer höheren Abschreibung führt. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR werden analog § 6 Abs. 2 Nr.l EStG sofort abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Es erfolgten Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 70.082,29 EUR und es sind insgesamt Forderungsverluste in Höhe von 98.861,85 EUR ausgebucht worden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssätzen abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern werden aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge ermittelt; die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und - entlastung sind mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und werden nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden, soweit vorhanden, verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts, sofern ein aktivischer Überhang vorliegt. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. In 2019 wurde die Entwicklung eines ERP Systems bei einem externen Dienstleister in Auftrag gegeben, dessen Implementierung am Bilanzstichtag noch nicht vollständig abgeschlossen war. Die bis dahin angefallenen Kosten in Höhe von 251.648,64 EUR wurden aktiviert. Diese enthalten in Höhe von 173.915,10 EUR aktivierte Eigenleistungen. Da die Inbetriebnahme erst im Februar 2020 stattfand, waren im Geschäftsjahr 2019 keine Abschreibungen vorzunehmen. 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/ Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag mit einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 987.604,64 EUR bilanziell überschuldet. Aufgrund einer Rangrücktrittserklärung bezüglich des vollumfänglichen Gesellschafterdarlehens in Höhe von 1.750.00,00 EUR liegt keine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne gemäß § 19 Absatz 2 InsO vor. Aufgrund der Liquiditätszusicherung der Gesellschafter sowie positiven Prognose der Marktentwicklung, wird der Jahresabschluss zum 31.12.2019 unter Going-Concern-Gesichtspunkten mit einer positiven Fortführungsprognose im Sinne von § 19 Absatz 2 InsO aufgestellt. Das Eigenkapital weist zum Bilanzstichtag folgende Werte auf:
5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt T€ 1.395. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt T€ 1.750. Der Gesamtbetrag der übrigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt T€ 633. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind solche gegenüber dem Gesellschafter II. Gewinn- und Verlustrechnung Außergewöhnliche Erträge / Aufwendungen Im aktuellen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen für Ex-Mitarbeiter in Höhe von 41.187 EUR angefallen, die in den Rückstellungen für Boni (18.492 EUR) und den Rückstellungen für Provisionen (22.695 EUR) ausgewiesen sind. C. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (6.670 TEUR). 3. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind bzw. waren zum Bilanzstichtag: Alex Gerritsen, Kaufmann, Bad Homburg Harald Täffner (interim), Kaufmann, Worms Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Dieter Dürr, Unternehmensberater, Mannheim Die Befreiungsvorschriften gemäß § 286 Abs. 4 HGB zu den Angaben über die Geschäftsführungsvergütungen wird angewandt. 4. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Aprima (Deutschland) GmbH, Mannheim, einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der Aprima (Deutschland) GmbH erfolgt erstmals für das Geschäftsjahr 2018 im elektronischen Bundesanzeiger. 5. Nachtragsbericht Da durch die aktuelle Corona-Krise insbesondere die Annahme eines positiven Marktumfeldes (temporär) nicht mehr gegeben ist, ist auf Basis aktueller Erkenntnisse sowie diverser Stress- und Szenario-Rechnungen von einem deutlich negativen Jahresergebnis auszugehen, das über dem des Geschäftsjahres 2019 liegen wird. Die Geschäftsführung wird die Entwicklung der Corona-Krise fortlaufend beobachten und bewerten sowie frühzeitig geeignete Maßnahmen treffen. Zur Sicherstellung der Finanzierung und damit des Bestandes der Gesellschaft ist die Gesellschaft auf bisher im Geschäftsjahr 2020 gewährte Darlehen bzw. bei Bedarf auf weitere Darlehensmittel durch den Gesellschafter angewiesen. Darüberhinausgehende Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2019 ergaben sich keine. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlust in Höhe von 1.050.904,68 EUR, auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 25. September 2020 PERM4 Permanent Recruiting GmbH Geschäftsführung gez. Alex Gerritsen Anlagenspiegel
Sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.11.2020 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach §327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PERM4 Permanent Recruiting GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PERM4 Permanent Recruiting GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PERM4 Permanent Recruiting GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen insbesondere auf die Angaben der Geschäftsführung im Abschnitt" Ausblick" des Lageberichts dargestellten Sachverhalt hin, wonach die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 u.a. bedingt durch die Corona-Krise ein deutlich negatives Jahresergebnis erwartet. Zur Sicherstellung der Finanzierung und damit des Bestandes der Gesellschaft ist die Gesellschaft auf bisher im Geschäftsjahr 2020 gewährte Darlehen bzw. bei Bedarf auf weitere Darlehensmittel durch den Gesellschafter angewiesen. Damit wird auf das Bestehen einer möglichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen kann. Unser Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 25. September 2020 Moore
Treuhand Kurpfalz GmbH
Dr. Matthias Ritzi, Wirtschaftsprüfer Stefan Hambsch, Wirtschaftsprüfer |
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