Beteiligungsgesellschaften
Kontron eSystems GmbH
Bahnhofstraße 96, 73240 Wendlingen am Neckar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Rausch seit 27.8.2025 | Geschäftsführer |
Matthias Baurath seit 27.8.2025 | Prokura |
Robert Ellmer seit 27.8.2025 | Prokura |
Sven Heidenwag seit 30.3.2020 | Geschäftsführer |
Jochen Paukert seit 11.12.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 16.40% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
eSystems MTG GmbHWendlingen am NeckarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
BILANZ ZUM 31.12.2022AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022der eSystems MTG GmbH, Wendlingen am NeckarHandelsregister Amtsgericht Stuttgart HRB 767116I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag durch Verlust aufgebraucht. Die Bilanz zum 31. Dezember 2022 weist demzufolge einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.352 auf. Die Geschäftsführung geht aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage vom Fortbestand der Gesellschaft und einer künftigen Verbesserung der Ertragslage aus. Es liegt außerdem eine bis zum 31.12.2024 befristete Rangrücktrittserklärung der Gesellschafterin der KATEK SE auf eine Darlehensverbindlichkeit der Gesellschaft über TEUR 2.400 zuzüglich Zinsen vor. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Sofern außerplanmäßige Abschreibungen erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Zuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein nicht bilanzierter Überhang an aktiven latenten Steuern, für den durch die Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB keine Aktivierung erfolgte. In den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen sind aktivierte Entwicklungsleistungen enthalten, die durch die Inanspruchnahme des Aktivierungswahlrechts nach § 248 HGB aktiviert wurden. 2. Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear über einen Zeitraum von 3 bis 10 Jahren vorgenommen. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit ihren Nennwerten bzw. im Falle von Zukäufen für den späteren Zusammenbau mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Sachanlagevermögens oder der immateriellen Vermögensgegenstände über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. 3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. 4. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder zu gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem gewichteten Durchschnitt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In den Herstellungskosten sind außer direkten Material- und Fertigungskosten auch die nach den handelsrechtlichen Vorschriften einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten enthalten. Unter den unfertigen Erzeugnissen sind Sondereinzelkosten der Fertigung in Form von Entwicklungskosten laufender Produkte ausgewiesen. Nach Bedarf werden Wertberichtigungen wegen geringer Umschlagshäufigkeit und bei Auslaufmodellen in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden mit ihren Nennwerten angesetzt. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wird durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. 6. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit ihren Nennwerten angesetzt. 7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 8. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nominalwert angesetzt. 9. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Jubiläumszuwendungen wurden auf Basis der Projected Unit Credit Method (PUC) bewertet. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen angesetzt. 11. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungsforderungen sind grundsätzlich mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Für Fremdwährungsverbindlichkeiten kommt grundsätzlich der Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Entstehung oder der höhere Stichtagskurs zur Anwendung. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzpositionen ist im Anlagespiegel dargestellt. In den immateriellen Vermögensgegenständen sind aktivierte Entwicklungsaufwendungen i.H.v. TEUR 7.639 nach § 248 Abs. 2 HGB ausgewiesen (im Vorjahr waren TEUR 1.268 in den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen). Die Gesamtkosten für Forschung und Entwicklung betragen TEUR 9.514 (im Vorjahr: TEUR 6.792). 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 7 (im Vorjahr: TEUR 22), die sonstigen Forderungen betragen TEUR 0 (im Vorjahr: TEUR 336). Die Forderungen haben (analog zum Vorjahr) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten (analog zum Vorjahr) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 0. 4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Zum Jahresende bestanden aktive Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. TEUR 30 (im Vorjahr TEUR 46). 5. Eigenkapital Die Summe des Eigenkapitals beträgt TEUR -2.352. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. TEUR 1.395 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Boni und Tantieme von TEUR 480 (im Vorjahr: TEUR 298), Gewährleistungen von TEUR 432 (im Vorjahr: TEUR 287) und ausstehende Rechnungen TEUR 282 (im Vorjahr: TEUR 286). Jubiläumsrückstellungen sind mit dem Wert aus dem versicherungsmathematischen Gutachten i.H.v. TEUR 13 berücksichtigt (im Vorjahr: TEUR 10). 7. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen sind folgender Übersicht zu entnehmen (in TEUR):
Im Vorjahr betrugen die Gesamtverbindlichkeiten zum 31.12.2021 TEUR 5.497, davon TEUR 1.814 noch nicht fällig und TEUR 3.683 mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. dem Gesellschafter bestanden i.H.v. TEUR 18.824 gegenüber der KATEK SE; davon aus langfristigen Darlehenszusagen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, aber weniger als fünf Jahren in gleicher Höhe wie im Vorjahr von TEUR 16.056 sowie aus kurzfristigen Darlehenszusagen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr TEUR 2.768 (im Vorjahr TEUR 0). Sonstige Verbindlichkeiten von TEUR. 338 (im Vorjahr: TEUR 432) beinhalten Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer von TEUR 242 (im Vorjahr: TEUR 335) und sonstigen Steuern i.H.v. TEUR 96 (im Vorjahr: TEUR 97) und haben analog zum Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach dem Kunden zeigt folgendes Bild:
Eine geographische Aufteilung ergibt folgende Sicht:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 353. Diese setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:
Im Geschäftsjahr wurden periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 22 zusätzlich zu der Auflösung von Rückstellungen erwirtschaftet (im Vorjahr: TEUR 0). Es ergaben sich Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr: TEUR 1). 3. Personalaufwand Die Summe der Personalaufwendungen beträgt TEUR 6.636, daraus entfallen auf Löhne und Gehälter TEUR 5.731 und auf Sozialabgaben TEUR 905. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 3.006. Diese beinhalten im Wesentlichen die folgenden Positionen:
Im Geschäftsjahr sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR. 10 (im Vorjahr: TEUR 0) angefallen. Es ergaben sich Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr: TEUR 7). 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von TEUR 2 verbundene Unternehmen (im Vorjahr: TEUR 0,6). 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit TEUR. 254 verbundene Unternehmen (im Vorjahr: TEUR 182) und mit TEUR 0 Zinsen aus Aufzinsung (im Vorjahr: TEUR 0,4). V. Sonstige Angaben 1. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 64 Mitarbeiter (im Vorjahr 56 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:
2. Gesellschaftsorgane Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von folgenden Personen wahrgenommen:
Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Gesamtbezüge: Die Berichterstattung erfolgt unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 HGB Abs. 4 HGB. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus laufenden Mietverträgen für angemietete Büro- und Hallenflächen, sowie aus Fahrzeugleasing i.H.v. TEUR 1.210[ 1.0] [pro Jahr , ]davon TEUR 465 mit einer Fälligkeit von weniger als einem Jahr und TEUR 745 mit einer Fälligkeit von 1 bis 5 Jahre. Diese Werte beinhalten finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 166 mit einer Fälligkeit von weniger als einem Jahr und TEUR 14 mit einer Fälligkeit von 1 bis 5 Jahre. 4. Mutterunternehmen Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KATEK SE, München, (kleinster Konsolidierungskreis) und in den Konzernabschluss der PRIMEPULSE SE, München, die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt, einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 5. Honorar des Wirtschaftsprüfers Die Angaben zum Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der KATEK SE, München, in welchen das Unternehmen einbezogen wird, enthalten. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlust in Höhe von TEUR 1.152 auf neue Rechnung vorzutragen. Zum Stichtag werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zum Buchwert von TEUR 7.639 bilanziert. Dieser Betrag ist nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrt.
Wendlingen, den 28.04.2023 eSystems MTG GmbH Geschäftsführung Jochen Paukert Sven Heidenwag Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen der Gesellschaft Die eSystems MTG GmbH (kurz: eSystems, die Gesellschaft) ist 1st Tier Lieferant für Automobilkunden und bietet die Entwicklung und Lieferung von intelligenten Ladesystemen für den Bereich eMobility (In-Cable Control and Protection Device (ICCPD) und Wallboxen). Der Umfang der Entwicklungstätigkeit umfasst neben der Hard- und Softwareentwicklung auch die Bereiche Produktvalidierung und -qualifizierung bis hin zur Zertifizierung. Durch den konsequenten Fokus auf Spitzentechnologien im Bereich Mobilität für High-End Kunden aus der Automotive-Branche trägt die eSystems dazu bei, innovative Trends im Bereich Elektromobilität sowie Smart Home und Smart Living voranzutreiben. Die eSystems wurde am 08.11.2018 gegründet und ist seit 2019 eine 100%ige Tochtergesellschaft der KATEK SE mit Sitz in München. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die globalen Wachstumsaussichten haben sich im Jahr 2022 eingetrübt, die Risiken haben zugenommen und die Stimmung ist bei den Unternehmen und Konsumenten gesunken. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpfte in allen Regionen das Wachstum, trieb die Inflation und verstärkte Knappheiten in Einzelmärkten. Als Konsequenz des Ukraine-Krieges sah sich besonders Europa Fragen in Zusammenhang mit der Sicherheit der Energieversorgung und den steigenden Energiepreisen konfrontiert. Gerade die baltischen und osteuropäischen Staaten sowie Deutschland spürten die größten Auswirkungen, ihr Wachstum hat sich im Jahresverlauf stark verlangsamt und ihre Inflationsraten sind in die Höhe geschnellt. In ganz Europa kamen ein schwächeres Verbrauchervertrauen und eine verlangsamte Dynamik im verarbeitenden Gewerbe aufgrund zwar nachlassender, aber immer noch anhaltender Unterbrechungen der Lieferketten und steigender Inputkosten erschwerend hinzu. Vor allem der Mangel an Vorprodukten, wie beispielsweise elektronische Bauteile (Schwerpunkt Halbleiter und Chips), und Supply Chain Störungen lähmten und verteuerten die Industrieproduktion, die sich erst zum Jahresende einer spürbar rückläufigen Nachfrage gegenüber sah. Die Situation wurde zusätzlich durch den Ukraine-Krieg verschärft, was die Marktpreise an den Beschaffungsmärkten gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr weiter anstiegen ließ. Eine Prognose zum Fortgang dieses Krieges ist zum aktuellen Zeitpunkt unmöglich. Die in diesem Zusammenhang für die Gesellschaft indirekt resultierenden Unsicherheiten betreffen im Wesentlichen die Preisgestaltung, Produktionskosten, Investitionstätigkeiten und damit verbundene Finanzierungsbedingungen. Diese Entwicklungen werden vom Management der eSystems wie auch der KAKTEK Group laufend überwacht, um etwaige Entwicklungen rechtzeitig antizipieren und reagieren zu können. Nichtsdestotrotz können auf diese weiteren Verschärfungen der oben genannten Auswirkungen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eSystems beeinflussen. Im Gesamtjahr 2022 ist die Weltwirtschaft laut IWF um 3,2 % (im Vorjahr: +6,0 %) gewachsen. Für die Vereinigten Staaten von Amerika wurde ein BIP Wachstum von 1,6 %, für China von 3,2 % verzeichnet. Die Eurozone weist für 2022 einen Anstieg des BIP um 3,1 % aus. Die deutsche Wirtschaft hat sich im gesamtwirtschaftlichen Kontext 2022 dank kräftiger Dynamik und stabilem Arbeitsmarkt bis zum Ende des Sommers robust gezeigt. Durch gestiegene Energiekosten und Inflation, die kräftigen Gegenwind für Industrie und Dienstleistungen und den privaten Konsum brachten, stand Deutschland im Winter vor einer Rezession, wie auch die USA und die gesamte Eurozone. Als Folge ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 nur um 1,5 % (im Vorjahr: +2,7 %) gewachsen. Die Industrie leidet seit längerem unter Verspannungen im Welthandel, die weitgehend auf die Corona-Pandemie zurückgingen und die exportabhängigen deutschen Unternehmen besonders stark belasteten. Nach einem Wachstum von 10,1 % in 2021 verlor der Welthandel bei seiner Erholung im Jahr 2022 an Schwung. Die Verlangsamung spiegelt im Wesentlichen den Rückgang des globalen Produktionswachstums wider. Dennoch wuchs die europäische Branche für Electronic Manufacturing Services (EMS) von 2021 bis 2022 um 15 % auf über 50 Milliarden Euro laut der jährlichen Umfrageergebnisse, die von dem Markt- forschungsunternehmen in4ma gesammelt und analysiert wurden. 2.2 Geschäftsverlauf der eSystems Trotz des pandemiebedingten gesamtwirtschaftlichen Umfelds, des Kriegsbeginns in der Ukraine und der anhaltenden Schwierigkeiten in der Materialversorgung v.a. aus dem Segment der Halbleiter war es der eSystems im Geschäftsjahr 2022 möglich, den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 4,1 % auf TEUR 39.971 zu steigern. Die Geschäftsentwicklung insgesamt war zwar nach wie vor geprägt von den Herausforderungen durch die anhaltende Pandemie und der Verfügbarkeit von Elektronikkomponenten, der Auftragsbestand hat sich um +0,9% (TEUR +310) im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt erhöht. Das Geschäftsergebnis hat sich mit TEUR -1.152 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -1.717), neben dem höheren Umsatz, im Wesentlichen aufgrund der Weitergabe von Mehrkosten an Kunden verbessert. Der Gesamtumsatz blieb am Ende aber aufgrund der genannten Einflüsse um TEUR -2.172 hinter der Erwartungshaltung zurück, liegt aber aufgrund der Mehrkostenverrechnung an Kunden über dem Vorjahr. Die Auswirkungen der Umsatzreduzierung gegenüber der Planung 2022 konnten unterjährig durch Kostenreduzierungen teilweise kompensiert werden. Das erzielte EBIT i.H.v. TEUR -899 lag darüber hinaus aufgrund konsequenter Verrechnung von Mehrkosten an Kunden um TEUR +260 über dem geplanten Wert. Zeitgleich wurde die Entwicklung eines Neuprojekts fortgeführt, wobei es sich um das erste eigene Produkt der eSystems handelt. Die Mehraufwendungen bedingt durch Materialallokationen und Lieferengpässe bei den für die Herstellung notwendigen Elektronikkomponenten wurden im Geschäftsjahr 2022 durch Kunden kompensiert. Die Kundenstruktur der eSystems im Bereich der Elektromobilität erwies sich auch während der Pandemie weiterhin als sehr stabil und zuverlässig. Insbesondere die Nachfrage durch Endkunden und der Auftragsbestand in diesem Automotivbereich entwickeln sich weiterhin sehr positiv. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die eSystems strebt ein profitables Umsatzwachstum über neue Märkte, Kunden und Produkte in den Bereichen Automotive und Ladeinfrastruktur an. Zur Steuerung und Kontrolle des Geschäftsverlaufs werden verschiedene Kennzahlen als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Diese umfassen, analog zum Vorjahr, u.a. Auftragseingang, Umsatz, Rohertragsmarge und operatives Ergebnis (EBIT). Zentrale Indikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das EBIT. 4. Ertragslage Die Umsatzerlöse der eSystems beliefen sich im Jahr 2022 auf insgesamt TEUR 39.971 und lagen damit insgesamt unter den Erwartungen. Mit dem größten Kunden der Gesellschaft wurde ein Anteil von 96,3 % am Gesamtumsatz erzielt. In Summe entfielen TEUR 39.889 (99,8 %) auf Erlöse mit Dritten und TEUR 82 (0,2 %) auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Deutschland war mit TEUR 33.856 (84,7 %), wie prognostiziert, der stärkste Absatzmarkt. Weitere TEUR 4.359 (10,9 %) an Umsätzen wurden in der Slowakei generiert, sowie TEUR 1.757 (4,4 %) mit Kunden in anderen europäischen Ländern. Die Umsatzerlöse waren im ganzen Jahr 2022 stark beeinflusst von der Materialverknappung und den damit verbundenen Lieferengpässen auf dem Weltmarkt. Der Krieg in der Ukraine sorgte zu Beginn dazu, dass die Kundenwerke über mehrere Wochen teilweise vollständig geschlossen wurden und geplante Umfänge nicht geliefert werden konnten. Zum Jahresende lagen die Umsatzerlöse TEUR -2.172 unter Plan. Eine Beteiligung an den Mehrkosten aufgrund teilweise deutlich gestiegener Materialpreise und notwendigen Zukäufen von Brokern konnte mit den Kunden vereinbart werden. Die entstandenen Mehrkosten konnten dadurch kompensiert werden und der Umsatz lag damit um TEUR +1.591 über dem Vorjahresumsatz von TEUR 38.380. Der Auftragsbestand hat sich unterjährig aufgrund einer guten Auftragslage der OEM-Kunden, nicht zuletzt durch weitere Fahrzeugderivate und regionale Märkte positiv entwickelt und lag zum Jahresende bei TEUR 35.799 (im Vorjahr: TEUR 35.489). Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen für noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte i.H.v. TEUR 6.371 aktiviert. Die Bestandsveränderungen für Fertig- und Halbfertigerzeugnisse betrugen TEUR -466. Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen, der Auflösung Wertberichtigung für Handelswaren, der Auflösung von Rückstellungen, der privaten Nutzung von PKW und erhaltener Umweltboni für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und betrugen TEUR 353. Die Materialaufwandsquote bezogen auf den Umsatz stieg aus o.g. Gründen gegenüber dem Vorjahr um 0,5 %-Punkte auf 86,3 %. Der Materialaufwand betrug TEUR 34.514. Die Rohertragsmarge belief sich im Geschäftsjahr somit auf 22,6 % vom Umsatz (im Vorjahr 17,2%). Absolut gesehen betrug das Rohergebnis TEUR 9.027 und liegt damit über dem Vorjahresniveau von TEUR 6.595. Der Personalaufwand inklusive Sozialabgaben betrug im Berichtsjahr TEUR 6.636 (im Vorjahr: TEUR 5.717). Der Personalaufbau gegenüber dem Vorjahr wurde vor allem im Entwicklungsbereich realisiert, bedingt durch den Aufbau von internen Entwicklungskompetenzen in allen Bereichen. Zum Jahresende 2022 waren 65 Mitarbeiter beschäftigt. Für das Geschäftsjahr 2023 ist ein weiterer Personalaufbau von 15 Mitarbeitern vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung geplant. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der eSystems beliefen sich auf insgesamt TEUR 3.006 (im Vorjahr: TEUR 2.196). Darin enthalten sind Aufwendungen für Fracht und Transport mit TEUR 404 (im Vorjahr: TEUR 300), Miete und Leasing mit TEUR 387 (im Vorjahr: TEUR 216), Dienstleistungen Dritter mit TEUR 390 (im Vorjahr: TEUR 361), Arbeitnehmerüberlassungen mit TEUR 260 (im Vorjahr: TEUR 168), sonstige Personalaufwendungen mit TEUR 234 (im Vorjahr: TEUR 156), Lizenzen mit TEUR 183 (im Vorjahr: TEUR 171), Versicherungen mit TEUR 156 (im Vorjahr: TEUR 207), Garantie mit TEUR 145 (im Vorjahr: TEUR 125) sowie Instandhaltungsaufwendungen mit TEUR 64 (im Vorjahr: TEUR 115). Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen TEUR 284 (im Vorjahr: TEUR 258). Trotz des geringeren Umsatzvolumens sowie Mehraufwendungen im Zusammenhang mit der Materialengpasssituation aufgrund der weltweiten Rohstoffkrise liegt das Ergebnis vor Steuern und vor Finanzaufwendungen (EBIT) der eSystems mit TEUR -899 über dem geplanten Wert für das letzte Geschäftsjahr. Im Finanzergebnis sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 254 enthalten, dies entspricht fast vollständig den Finanzierungszinsen gegenüber dem Gesellschafter KATEK SE. Der Jahresfehlbetrag belief sich nach Steuern (TEUR 0) auf TEUR -1.152 beziehungsweise -2,9 % vom Umsatz. 5. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt im Berichtsjahr TEUR 24.302 (im Vorjahr: TEUR 22.956). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.707 von TEUR 634 auf TEUR 2.341. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Produktionsmittel und Werkzeuge für das Eigenprodukt der eSystems (Erhöhung AiB TEUR +1.541). Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.321 auf TEUR 7.929. Diese Erhöhung ergibt sich aus aktivierten Aufwendungen für das noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekt (TEUR 6.371), die unter dieser Bilanzposition ausgewiesen werden. Die Vorräte betrugen TEUR 7.235 (im Vorjahr: TEUR 10.663). Der Rückgang basiert in erster Linie auf der Reduzierung der unfertigen Erzeugnisse aus Entwicklungsvorräten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit TEUR 3.498 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.999) im Wesentlichen aufgrund eines geringeren Umsatzniveaus zum Jahresende und Zahlungsausgleich vor Fälligkeitstermin reduziert. Der Zahlungsmittelbestand zum Jahresende hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -1.936 auf TEUR 563 reduziert. Aufgrund des Jahresfehlbetrags von TEUR -1.152 und einer Erhöhung der Kapitaleinlage um TEUR 500 hat sich das Eigenkapital um TEUR -652 reduziert. Es besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.352. Die Bilanz zum 31. Dezember 2022 weist demzufolge einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.352 auf. Die Geschäftsführung geht aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage vom Fortbestand der Gesellschaft und einer künftigen Verbesserung der Ertragslage aus. Es liegt außerdem ein bis zum 31.12.2024 befristete Rangrücktrittserklärung der Gesellschafterin der KATEK SE auf eine Darlehensverbindlichkeit der Gesellschaft über TEUR 2.400 zuzüglich Zinsen vor. Die sonstigen Rückstellungen zum Jahresende betrugen TEUR 1.395 (im Vorjahr: TEUR 979) und resultieren im Wesentlichen aus Rückstellungen für Boni und Tantieme (TEUR 480), ausstehende Rechnungen (TEUR 281), sowie Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 432). Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (KATEK SE) blieben unverändert bei TEUR 16.056, die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (KATEK SE) betrugen TEUR 2.768. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf TEUR 2.177 (im Vorjahr: TEUR 2.502). Die sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 337 betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (TEUR 242). Die erhaltenen Anzahlungen reduzierten sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -1.341. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Jahresende TEUR 563 (Vorjahr TEUR 2.499). Die Liquidität für laufende Zahlungsverpflichtungen wird über das Seriengeschäft erwirtschaftet, und über ein fortlaufendes Liquiditätsmanagement abgesichert. Die Finanzierung für die Entwicklung von Eigenprodukten der eSystems erfolgt über die KATEK SE. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit EUR TEUR 3.018 positiv und ist trotz des negativen Ergebnisses der operativen Geschäftstätigkeit geprägt von der Reduzierung der Vorräte (inbes. Entwicklungsvorräte) um TEUR 3.428, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.952, verringert um die Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen in Höhe um TEUR -1.341. Der negative Cash Flow der Investitionstätigkeit mit TEUR -5.199 ist im Wesentlichen geprägt von den Investitionen in die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen der aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR -6.371 und den Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR -1.896 sowie der Erhöhung der Kreditverbindlichkeiten gegenüber der KATEK SE in Höhe von TEUR 3.104. Der positive Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit mit TEUR 246 resultiert aus einer Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 500 durch die Gesellschafterin KATEK SE abzüglich der gezahlten Zinsen aus der Finanzierung in Höhe von TEUR -254. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich durch die Gesellschafterin, derzeit besteht ein Darlehen in Höhe von TEUR 18.824. Nach dem Stichtag wurden weitere Kreditlinien eingeräumt. 6. Investitionen Die Investitionen der eSystems in Sachanlagen im Jahr 2022 beliefen sich auf TEUR 1.896. Der Schwerpunkt der Investitionen lag dabei auf den Produktionseinrichtungen und Werkzeugen für das neue Projekt sowie auf dem Ausbau der Prüf- und Testeinrichtungen am Standort Wendlingen. Der Zugang in den immateriellen Vermögensgegenständen resultiert aus der Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen für das Neuprojekt eines Eigenprodukts der eSystems, das zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen war. 7. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 64 Mitarbeiter (im Vorjahr: 56 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:
8. Forschungs- und Entwicklung Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeiten in den Bereichen Hard- und Softwareentwicklung, Qualifizierung, Validierung und Testing lag auf der Entwicklung des Neuprojekt eines Eigenprodukts sowie auf den laufenden Kundenprojekten für die intelligenten Ladesystemen im Bereich eMobility. Die Gesamtkosten für Forschung und Entwicklung betrugen TEUR 9.514 (im Vorjahr: TEUR 6.792). Im letzten Geschäftsjahr wurde die Eigenentwicklung einer AC Wallbox für den europäischen Markt fortgesetzt. Für dieses Projekt wurden Entwicklungsaufwendungen i.H.v. TEUR 6.371 aktiviert. Die Entwicklungserlöse betrugen TEUR 3.448 (im Vorjahr: TEUR 3.980). Die eSystems beschäftigte durchschnittlich 45 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, der mit 70% der Gesamtbelegschaft den größten Anteil darstellt. 9. Risiken- und Chancenbericht Als grenzüberschreitend agierender Technologiekonzern in dynamischen Märkten begegnet KATEK zahlreichen Chancen und Risiken, die erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung, die damit einhergehende Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben können. Unternehmerischen Chancen sind immer auch mit gewissen Risiken verbunden. Deshalb ist es das Ziel von KATEK, auf Basis eines optimalen Chancen-Risiken-Verhältnisses den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Zeitraum dieser Risiko- und Chancenbetrachtung entspricht dabei dem Prognosezeitraum. Zu den Grundsätzen einer wertorientierten, verantwortungsbewussten Unternehmensführung gehört das Nutzen unternehmerischer Chancen bei gleichzeitig vorausschauender Steuerung der damit verbundenen Risiken. Das KATEK-Management bewertet fortlaufend Chancen und Risiken für die jeweiligen Geschäftsbereiche und leitet daraus entsprechende Ziele und Maßnahmen ab. Um kritische Entwicklungen sowie potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, genauer zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu dokumentieren, verfügt die KATEK Group über ein entsprechendes Risikomanagementsystem. Die Ausführungen im Risiken- und Chancenbericht gelten entsprechend für die eSystems. 9.1 Risiken der künftigen Entwicklung 9.1.1 Makroökonomische & branchenspezifische Risiken 9.1.1.1 Konjunkturelle Risiken Die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft ist insbesondere abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage und der konjunkturellen Entwicklung in den Branchen, in denen die Kunden der KATEK Group tätig sind. KATEK entwickelt Electronics Solutions für Kunden in verschiedensten Endmärkten, die eSystems entwickelt intelligente Ladelösungen für Elektrofahrzeuge, die direkt an Erstausrüster (OEMs) verkauft werden. Sollte sich die Nachfrage nach solchen Elektroniklösungen aufgrund rezessiver volkswirtschaftlicher Entwicklungen verringern, könnte dies negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der eSystems wie auch der KATEK Group haben. Der russische Angriff auf die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland haben bereits spürbare Folgen auf den Import und Export von Gütern und Rohstoffen hinterlassen. Dies kann sich je nach Dauer der Konfliktsituation noch weiter verschärfen. In diesem Zusammenhang könnte es zumindest auf der Nachfrageseite zu einer abschwächenden Wirkung und damit verbundenen negativen Auswirkung auf das Ergebnis der eSystems und der KATEK Group kommen. Auch die Produktions- und Lieferengpässe bei wichtigen industriellen Vorprodukten könnten länger anhalten und weiteren Aufwärtsdruck auf die Preise erzeugen. Beeinträchtigungen des Wirtschaftswachstums, welches wiederum mit Zinsniveau, Inflationsrate, Investmentzyklen und vielen weiteren Indikatoren zusammenhängt, können sich direkt oder indirekt negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eSystems auswirken. Die seit dem Ukraine-Krieg sprunghaft gestiegenen Preise könnten zu vorsichtigerem Einkaufsverhalten der Kunden führen, was Nachfrageverschiebungen in Folgezeiträume und Herausforderungen in der Führung des Lagerbestands mit sich bringen könnte. Die eSystems beobachtet Lieferketten und Zielbranchen permanent, um eine kurzfristige Reaktionsfähigkeit für Veränderungen auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten sicherzustellen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung fortlaufend überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit negativer Entwicklungen kann somit zwar nicht beeinflusst werden, jedoch kann das Management auf diese Weise Maßnahmen treffen, welche etwaige negative Auswirkungen reduzieren. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als hoch ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen kritischen Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als hohes Risiko ein. 9.1.1.2 Wirtschaftspolitische Risiken Die Konjunktur der Absatz- und Bezugsmärkte der Gesellschaft werden von einzelnen wirtschaftspolitischen Ereignissen beeinflusst, welche somit ein Risiko für die wirtschaftliche Lage des Konzerns darstellen. Die Invasion russischer Truppen in der Ukraine sowie die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China führten zu Unsicherheiten an den Finanzmärkten und der Einführung von Zöllen. Dies könnte den internationalen Handel von elektronischen Bauteilen und -gruppen negativ beeinflussen und sich damit nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eSystems und der KATEK Group auswirken. Andererseits sieht KATEK dies aufgrund des kundenorientierten Rückholpotenzials von Elektronikvolumina aus asiatischen Ländern ("Reshoring") zugleich als Chance. Die eSystems sieht die nach wie vor große Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und die Beschlüsse der Europäischen Union zum weitgehenden Verbrenner-Aus als Chance weiterhin wachsender Nachfrage nach intelligenten Ladelösungen. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel ein. Abhängig vom Einzelfall können sich moderate Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als mittleres Risiko ein. 9.1.1.3 Wettbewerbsintensität Die KATEK Group ist in einer fragmentierten Branche mit attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten tätig. Die eSystems ist in dem expansiven und attraktiven Wachstumsbereich der eMobility und Smart Living tätig. Sollte die Wettbewerbsintensität in diesen Sektoren ansteigen, könnte dies einerseits die Gewinnmargen von eSystems schmälern und andererseits auch zu einem Verdrängungswettbewerb innerhalb dieser Branche führen. Allerdings konzentriert sich die eSystems an Highend-Lösungen und sieht sich insofern in der Rolle eines Gestalters. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als mittleres Risiko ein. 9.1.2 Einkaufs- und Supply Chain-Risiken 9.1.2.1 Beschaffungsrisiken Die eSystems sowie der KATEK Konzern beziehen für die von ihnen angebotenen Elektroniklösungen wesentliche Komponenten von internationalen Komponentenherstellern und Lieferanten. Der Import von Komponenten aus dem Ausland unterliegt dem allgemeinen Risiko, das internationalen Handelsbeziehungen innewohnt. Dies schließt u.a. Lieferverzögerungen, Wechselkursschwankungen, Erhöhungen von Steuern und Zöllen, Export- und Importbeschränkungen, Änderungen von Sicherheitsbestimmungen oder Änderungen der allgemeinen, wirtschaftlichen oder politischen Lage im Land der Lieferanten mit ein. Zusätzlich wurde während der Covid-19-Pandemie die Fragilität globaler Lieferketten aufgezeigt. Zahlreiche Engpässe, zum Beispiel für Halbleiter, stellen die Lieferfähigkeit zahlreicher Unternehmen auf die Probe und könnten neben eingeschränkter Lieferfähigkeit und unattraktiven Konditionen bei Alternativlieferanten (sofern überhaupt möglich) auch Mehrkosten für Entwicklung und Änderungen auslösen. Dies verursacht unter anderem ein generell ansteigendes Preisniveau für solche Komponenten und es kann dazu kommen, dass Preissteigerungen nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Darüber hinaus könnten das Aushandeln attraktiver Einkaufskonditionen sowie die Sicherstellung einer stetigen Materialverfügbarkeit bei alternativen Lieferanten schwierig zu erreichen sein. Auch die Situation durch den Krieg in der Ukraine kann sich negativ auf Beschaffungswege und -kosten auswirken. Diesen in der aktuellen Situation erhöhten Risiken tritt die eSystems und der KATEK Konzern mit einer professionellen Einkaufsorganisation, guten Lieferantenbeziehungen, aktivem Materialgruppenmanagement und durchdachter Lagerpolitik entgegen und ist daher zuversichtlich, die Lieferfähigkeit unter Einhaltung attraktiver Margen sicherstellen zu können und eventuelle, beispielsweise durch Lockdowns ausgelöste, Unverfügbarkeit von Komponenten zu umgehen oder teilweise zu kompensieren. Losgelöst davon schätzt die eSystems die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos aufgrund der aktuellen makroökonomischen Lage als hoch ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen kritischen Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als hohes Risiko ein. 9.1.3 Vertriebsrisiken 9.1.3.1 Risiko von Kundenverlusten Die Vertriebsrisiken der eSystems resultieren im Wesentlichen aus dem Risiko des Verlusts zahlungsfähiger Kunden, insbesondere auch infolge von durch die Coronapandemie ausgelösten wirtschaftlichen Entwicklungen, bspw. in Form eines veränderten Konsumentenverhaltens, unzureichenden Erfüllung der Kundenerwartungen sowie einer Verzögerung von Auftragseingängen bei den Kunden von eSystems. Gleichzeitig sind Kundenaufträge in der Regel als langlaufend zu qualifizieren, sodass sie vom Kunden in der Regel auch nicht kurzfristig gekündigt oder verlagert werden können. Hinter den Aufträgen stehen wiederum Fahrzeuge der OEMs, die längerfristige Serienverläufe haben. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos daher als gering ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als niedriges Risiko ein. 9.1.3.2 Risiko von Forderungsausfällen Die Unternehmen des KATEK Konzerns haben regelmäßig erhebliche Forderungen für ihre Lieferungen und Leistungen gegenüber ihren Kunden. Die Kundenstruktur der eSystems weist kein erhöhtes Ausfallrisiko für Forderungen aus. Die derzeitige Belieferung beschränkt sich aktuell ausschließlich auf OEMs mit sehr guter Bonität. 9.1.4 Produktionsrisiken 9.1.4.1 Liefer- und Termintreue Einzelne Gesellschaften des KATEK Konzerns sind Risiken im Produktionsbereich ausgesetzt. Die Produkte der eSystems werden in den Produktionswerken des KATEK Konzerns gefertigt. Beispielsweise können Qualitätsprobleme auftreten oder es kann zu Verzögerungen im Produktionsprozess kommen. Mit der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus sind Lieferketten verzögert oder unterbrochen, sodass die Produktion bei ausbleibenden Vorprodukten pausiert werden muss. Dies kann wiederum zu reduzierten Abrufen bis hin zum Verlust von Aufträgen und Kunden bei den betroffenen Gesellschaften führen. Durch eine ständige Überwachung der Produktionsprozesse und Lieferketten, durch ein systematisches Qualitätsmanagement und durch eine enge Abstimmung mit den Lieferanten können diese Problematiken zumindest teilweise mitigiert werden. Ferner wird das Risiko von durch Maschinen ausgelösten Produktionsausfällen durch fortlaufende Optimierungs- und Instandhaltungsprozesse im Maschinenpark präventiv vermieden. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als mittleres Risiko ein. 9.1.4.2 Produkt- und Dienstleistungsrisiken Die eSystems ist Risiken ausgesetzt, wenn die von ihr angebotenen Produkte fehlerhaft wären oder den Qualitätsanforderungen der Kunden aus anderen Gründen nicht genügten. Die von den Tochterunternehmen des KATEK Konzerns angebotenen Produkte und Dienstleistungen müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen. Sollten diese Produkte nicht den mit den Kunden vereinbarten Anforderungen genügen, kann dies zu Nachforderungen (insbesondere aus Gewährleistung) sowie zu Kundenverlusten und damit zu Umsatzausfällen führen. Qualitätsmängel können eine Haftung des betreffenden Tochterunternehmens für Mängel und Folgeschäden begründen, was zu Ansprüchen aus Gewährleistungsrechten, Garantien oder Produkthaftung sowie zu Rückrufaktionen führen kann. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Qualitätssicherungsprozesse schätzt die eSystems die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als geringes Risiko ein. 9.1.5 F&E-Risiken Um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben und marktführende Positionen beizubehalten und weiter auszubauen, ist es für die eSystems und KATEK essenziell, neue Trends in den Zielbranchen sowie auf Prozessebene zu erkennen und in die (Weiter-)Entwicklung entsprechender Technologien zu investieren. Im Bereich der Forschung und Entwicklung besteht das Risiko, Investitionen zu tätigen, ohne den erwarteten Output zu erreichen. Des Weiteren können irrtümlich Produktentwicklungen und Produktideen verfolgt werden, welche basierend auf unzureichender Analyse als wichtig eingestuft wurden, jedoch aber nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringen. Zudem besteht die allgemeine Gefahr, im Rahmen der Entwicklung ggf. fremde Patente oder Nutzungsrechte zu verletzen. Durch Fokussierung auf die Kernkompetenzen, engmaschige Dokumentation- und Controlling- Maßnahmen sowie in enger Zusammenarbeit mit Kunden ist die eSystems in der Lage, dieses Risiko zu minimieren. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als mittleres Risiko ein. 9.1.6 Personalrisiken 9.1.6.1 Risiken aus Fachkräftemangel Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als mittleres Risiko ein. 9.1.6.2 Verlust von Schlüsselpersonal Der zukünftige Erfolg der eSystems ist von Personen in Schlüsselpositionen abhängig. Das Ausscheiden von einzelnen oder mehreren Personen aus diesem Kreis könnte die allgemeine Geschäftstätigkeit beeinflussen und sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eSystems auswirken. Die eSystems wirkt dem durch ein professionelles HR- Management entgegen, das auf eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit, attraktive Vergütung und langfristige Mitarbeiterbindung abzielt. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als mittleres Risiko ein. 9.1.7 Finanzrisiken 9.1.7.1 Finanzierungs-, Liquiditäts- und Kreditrisiken Die eSystems ist aktuell vollständig über die Gesellschafterin KATEK SE finanziert. KATEK finanziert seine Geschäftstätigkeit sowohl mit Eigen- als auch mit Fremdkapital. Es besteht das Risiko, dass, wenn zukünftig Fremd- und/oder Eigenkapital nicht jederzeit in der erforderlichen Höhe zu wirtschaftlich akzeptablen Konditionen auf- genommen werden kann, die Refinanzierung über Fremdkapital ganz oder teilweise misslingt. Die Verfügbarkeit von attraktivem Fremdkapital wird maßgeblich beeinflusst durch interne Einflüsse, wie die aufgrund der Ertrags- und Finanzlage erfolgende Bonitätseinstufung durch den Markt oder die Fähigkeit des Managements im Umgang mit bestehenden und potenziellen Fremdfinanzierungsgebern, sowie externe Einflüsse, wie das allgemeine Zinsniveau am Markt, die Möglichkeit zur Refinanzierung und Verlängerung bestehender Verbindlichkeiten, die Kreditvergabepolitik der Banken und anderer Fremdkapitalgeber oder die Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Der aktuell bestehende Konsortialkreditvertrag enthält Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Finanzkenn- zahlen (Covenants). Die Nichteinhaltung der Covenants würde zum Kündigungsrecht der Kreditinstitute führen. Aktuell besteht für die betreffende Finanzierung eine Waiver-Vereinbarung betreffend eines Covenants zum 31. Dezember 2022. Des Weiteren kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Kreditinstitute durch z.B. negative Entwicklungen auf dem Finanzmarkt, durch Veränderungen von Vorschriften, Gesetzen, Richtlinien und anderen Aspekten der Bankenaufsicht hinsichtlich der Kreditvergabe, wegen einer nachteiligen Entwicklung des KATEK Konzerns oder aus anderen Gründen ihre Bereitschaft, dem KATEK Konzern solche Finanzierungen einzuräumen, einschränken. Gegenmaßnahmen für oben genannte Risiken werden von der Finanzabteilung, welche die wirtschaftliche Situation des Konzerns fortlaufend überwacht, getroffen. Durch professionelles Konzerncontrolling können die Finanz- und Liquiditätssituation geplant und prognostiziert und somit mögliche Engpässe antizipiert werden. Kreditrisiken, vor allem das Zinsniveau und die Fälligkeit von Kreditraten betreffend, können weitestgehend durch ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten sowie einer systematischen Kombination aus fixen und variablen Zinssätzen minimiert werden. Des Weiteren können aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten unerwartete Verluste entstehen, wenn sich zum Beispiel die Zahlungsfähigkeit unserer Vertragspartner verschlechtert oder bei positiven Geschäftsentwicklungen es zu einer höheren Auszahlung aus noch bestehenden Earn-Out Vereinbarungen kommen kann. Auch können die tatsächlichen Entwicklungen von früheren Annahmen abweichen, und somit auf Grund veränderter Rahmenbedingungen zu einer Steigerung oder Verringerung der tatsächlichen Verpflichtungen führen. Weitere Informationen in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten siehe Kapitel B.21 Finanzinstrumente im Anhang zum Konzernabschluss. KATEK schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering bis mittel ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. KATEK stuft dieses Risiko daher als niedriges bis mittleres Risiko ein. 9.1.7.2 Währungsrisiken Aufgrund der globalen operativen Geschäftstätigkeit ist die eSystems Währungsrisiken ausgesetzt, die sich auf die Entwicklung von Gesellschaftsergebnis und Eigenkapital auswirken können. Im operativen Geschäft entstehen Währungsrisiken durch den Einkauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in fremder Währung bzw. dem Verkauf der fertigen Produkte in Fremdwährung. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel bis hoch ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als mittleres Risiko ein. 9.1.8 IT-Risiken Um einen reibungslosen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, ist die eSystems auf IT- Systeme angewiesen. Dabei bestehen Risiken im Hinblick auf die IT-Systeme sowie die Daten in Cloud Computing Systemen. Es besteht das Risiko, dass externe Einflüsse, wie etwa Feuer, Blitzschlag, Störungen, Stromausfälle, Computerviren, Hacker-Angriffe und ähnliche Ereignisse sowie interne Einflüsse, wie etwa eine nicht sachgerechte Bedienung der Systeme, zu einem Datenverlust oder zu Betriebsstörungen oder -unterbrechungen aufgrund von teilweisen oder vollständigen Ausfällen der IT-Systeme führen. Systemausfälle und -störungen oder Fehler in den zahlreichen Anbindungen an andere Unternehmen (z.B. Internet- oder Direktanbindungen an Systeme, Programme, Schnittstellen oder Prüfsysteme, wie z.B. Direktanbindung an die Netzbetreiber und Service Provider) können Kosten in einem erheblichen Umfang verursachen. Ebenso könnte ein vorübergehendes Herunterfahren der IT-Systeme beträchtliche Kosten für Wiederherstellung und Überprüfung der Daten verursachen. Störungen bis hin zum Ausfall der IT-Systeme könnten sich daher nachteilig auf den Geschäftsablauf sowie die Lieferanten- bzw. Kundenbeziehungen auswirken und den operativen Betrieb nachhaltig stören. Zudem besteht das Risiko, dass Daten über Kunden, Lieferanten sowie Preiskalkulationen durch unberechtigten Zugriff durch Unbekannte, durch Konkurrenten oder durch Mitarbeiter unberechtigt entwendet oder die IT-Systeme unberechtigt manipuliert werden. Auch im Bereich des Cloud Computing kann nicht ausgeschlossen werden, dass es Dritten gelingt, Zugang zu den in der "Cloud" befindlichen Daten zu erhalten und diese zu kopieren, zu löschen, zu manipulieren oder in sonstiger Weise zu missbrauchen. Die eSystems kann dadurch Ansprüchen ausgesetzt sein und/oder einen erheblichen Reputationsschaden erleiden. In der eSystems und im KATEK Konzern werden dedizierte Ressourcen eingesetzt, um diese Risiken zu minimieren. Eigene IT-Teams, die sowohl in den Tochtergesellschaften als auch auf Gruppenebene zur Verfügung stehen, implementieren gängige Best Practices in den Bereichen Cyber Security und Continuity Management, um sowohl interne als auch externe Störfaktoren weitestgehend auszuschließen, und erhalten dabei Unterstützung durch IT-Spezialisten. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen kritischen Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als hohes Risiko ein. 9.1.9 Prozess- und regulatorische Risiken Die eSystems könnte an Rechtsstreitigkeiten beteiligt sein, deren Ausgang nicht vorhergesagt werden kann. Sollte die eSystems in künftigen Rechtsstreitigkeiten ganz oder teilweise unterliegen oder Vergleiche abschließen, könnten hieraus erhebliche Schadenersatzverpflichtungen und Kosten entstehen. Die eSystems zielt wie der KATEK Konzern mit ihrer Geschäftstätigkeit auf verschiedene geografische Märkte mit unterschiedlichen Rechtsordnungen ab, aus denen sich eine Reihe von Risiken ergeben. Dazu zählen vor allem die Anforderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden allgemeinen wirtschaftlichen, (arbeits-)rechtlichen, steuerlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, welche zum Teil unterschiedlich sind bzw. sogar im Konflikt zueinander stehen können, sowie deren unerwartete kurzfristige Änderung. In Folge eines Verstoßes könnten Verwaltungsmaßnahmen der in diesen Ländern entsprechend zuständigen Behörden z.B. in Form von Geldbußen drohen bzw. der eSystems auferlegt werden. Diesen rechtlichen und regulatorischen Risiken wird der KATEK Konzern, und damit auch die eSystems, durch eine interne Rechtsabteilung, welche intensiv mit externen Rechtsbeiständen in den einzelnen Ländern mit Unternehmenstätigkeit zusammenarbeitet, gerecht. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als niedriges Risiko ein. 9.1.10 Risiken in den Bereichen Compliance & Datenschutz 9.1.10.1 Risiken aus Compliance- und Risikomanagementsystemen Es besteht das Risiko, dass sich das bei der eSystems bestehende Compliance-System als unzureichend erweist oder dass Mitarbeiter der eSystems ungeachtet bestehender rechtlicher Vorschriften, interner Richtlinien oder Organisationsvorgaben zur Compliance und trotz entsprechender Schulungsmaßnahmen und Überprüfungen in- oder ausländische Rechtsvorschriften verletzen oder dass solche Handlungen nicht aufgedeckt werden. Ein Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen kann zu rechtlichen Konsequenzen führen, wie z.B. Geldbußen und Strafen für die eSystems bzw. deren Geschäftsführer oder Mitarbeiter, Steuernachzahlungen oder Schadenersatzansprüche Dritter gegen die eSystems. Zudem kann die Reputation der eSystems und damit des KATEK Konzerns bei Veröffentlichung aufgedeckter Verstöße leiden. Um Compliance-Verstöße zu vermeiden, setzt der KATEK Konzern, und damit auch die eSystems, ein professionelles Compliance Management-System ein, welches sich unter anderem durch klare Richtlinien für Mitarbeiter (Compliance Richtlinie, Code of Conduct etc.) sowie E-Learnings (Code of Conduct und Informationssicherheit) auszeichnet. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering ein. Abhängig vom Einzelfall können sich negative Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als niedriges Risiko ein. 9.1.10.2 Risiken im Bereich Datenschutz Die eSystems verarbeitet eine große Menge von Daten, welche zum Teil sensibler Natur sind und den Rege-Iungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) unterliegen. Verstöße gegen die von eSystems umgesetzten Compliance-Maßnahmen können zu signifikanten Strafzahlungen führen und somit die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der eSystems negativ beeinflussen. Um den gesetzlichen Auflagen zu entsprechen, hat die eSystems ein Datenerfassungs-, sicherungs und -zugriffskonzept umgesetzt, welches die regelkonforme Implementierung der Vorgaben sicherstellt. Zudem werden die Mitarbeiter mithilfe eines E-Learnings auf Risiken im Bereich Datenschutz sensibilisiert. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering ein. Abhängig vom Einzelfall können sich Auswirkungen moderaten Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als niedriges Risiko ein. 9.1.10.3 Reputationsrisiko Die eSystems unterliegt einem Reputationsrisiko, da das Vertrauen von Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Investoren der KATEK SE und Kunden durch die öffentliche Berichterstattung über Transaktionen, Geschäftspartner oder Geschäftspraktiken, negativ beeinflusst werden kann. Des Weiteren hängt der erfolgreiche Zugang zu attraktiven Investitionsmöglichkeiten stark von der Reputation von KATEK als kompetentem Wachstumspartner ab. Dieses Risiko entsteht unter anderem durch die vorsätzliche Verbreitung falscher Informationen, vertragswidrigem Verhalten von Geschäftspartnern sowie fehlgeleitete Informationen. Zudem können auch andere in diesem Bericht beschriebenen Risiken eine negative Auswirkung auf die Reputation des KATEK Konzerns haben. Reputationsrisiken werden durch die Sicherstellung von korrekten, den Compliance-Richtlinien entsprechenden Richtlinien minimiert. Die Abteilung für Corporate Communications (und Investor Relations) kommuniziert außerdem Ereignisse, die die Reputation sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können, proaktiv und professionell an relevante Stakeholder. Die eSystems schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering bis mittel ein. Abhängig vom Einzel- fall können sich negative Auswirkungen kritischen Ausmaßes auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Die eSystems stuft dieses Risiko daher als mittleres Risiko ein. 9.2 Chancen der zukünftigen Entwicklung Nachfolgend geben wir einen Überblick über die Chancen bzw. über mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse mit positiven Auswirkungen auf die eSystems. 9.2.1 Allgemeine Marktentwicklung Den Veränderungen des Marktes stellt sich die eSystems durch Flexibilität sowie der ständigen Optimierung und effizienten Anpassung des Angebots, der Strukturen und Prozesse im Unternehmen. Kompetenzzentren der KATEK SE unterstützen die Spezialisierung auf einzelne Bereiche mit fachlichen Know-how. Diese spezifische Expertise wird allen Unternehmen der KATEK Gruppe zur Verfügung gestellt. Mit einem umfassenden Produkt- und Dienstleistungsangebot über die gesamte Wertschöpfungskette bietet KATEK auf individuelle Bedürfnisse abgestimmte Elektroniklösungen und schafft damit Mehrwert für die Kunden. Der Materialkrise trotzt die eSystems zusammen mit der KATEK Group mit ihrer sehr guten Einkaufsposition, der professionellen und agilen Einkaufsorganisation, der sehr engen Kooperation mit wesentlichen Schlüssellieferanten sowie ihrem gesunden Branchen- und Kundenmix. Dadurch ist es der Gesellschaft auch in den letzten Monaten gelungen, die Kunden zuverlässig zu beliefern und Marktanteile zu gewinnen. Der KATEK Vorstand beobachtet eine Veränderung der Lieferkette in der Automobilindustrie durch den Schwenk in Richtung eMobility und der massiven Materialengpässe: Autokonzerne wollen zunehmend die wichtigsten Teile mit den Anbietern zusammen einkaufen und vor allem aber im Bereich Elektromobilität die Elektronikkompetenz in Kooperation mit starken Elektronik-Partnern selbst aufbauen. Die Partnerschaft der eSystems mit einem bekannten deutschen Sportwagenhersteller ist dafür ein gutes Beispiel. Mit weiteren sehr namhaften, europäischen Konzernen ist die eSystems ebenfalls in Gesprächen. Die eSystems wird versuchen, diese Chancen zu nutzen. Grundsätzlich sind die Bestrebungen zu begrüßen, in Europa als Produktionsstandort zu investieren, um entlang der gesamten Elektronik-Wertschöpfungskette "from silicon to system" eine höhere Unabhängigkeit zu erlangen, angefangen bei den Computerchips (European Chips Act) über PCB-Entwicklung und Herstellung bis hin zur Entwicklung und Fertigung komplexer Elektronik. Zum einen bieten mögliche Unterbrechungen von Lieferketten die Chance mittels Active Sourcing und einem reaktionsfähigen Lager- und Logistikkonzept schneller als der Wettbewerb zu sein. Zum anderen beobachtet KATEK seit geraumer Zeit, insbesondere aber seit der Veränderung von Lieferketten durch Covid-19, dass Kunden geographische Nähe in Phasen der Entwicklung, aber auch in der Serienbelieferung immer mehr als Wettbewerbsvorteil schätzen. Durch sog. Reshoring können somit Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten sowie Preisfluktuationen, insbesondere für Logistikdienstleistungen, minimiert und somit der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden. Die eSystems sieht sich zusammen mit den 13 Standorten der KATEK in Europa sehr gut aufgestellt, um an dieser Rückholung der Lieferketten in der Elektronikindustrie zu partizipieren. Eine weitere Chance für die eSystems ergibt sich aus der steigenden Bedeutung von Elektronikkomponenten für eine Vielfalt von Produkten. Die Elektronifizierung der Welt durch IoT bzw. Smart Devices erhöht die Komplexität und Werthaltigkeit von Produkten in fast allen Bereichen, sowohl im industriellen Umfeld als auch für Konsumgüter. Dieser steigende Elektronikanteil führt zum einen zu einem Wachstum der Märkte für Komponenten und Dienstleistungen, zum anderen aber auch zu gesteigerten Anforderungen an OEMs. KATEK ist hier als kompetenter Partner und mit einem One-Stop-Shop Portfolio über die gesamte Wertschöpfungskette (von Entwicklung über Produktion bis hin zu Logistik und After Sales) sehr gut positioniert, um OEMs bei der Meisterung dieses Paradigmenwechsels zu unterstützen. Mit einzigartigem Know-how in Technologie & Software sowie Design & Engineering schafft KATEK ganzheitliche End-to-End Lösungen für High Value Electronics (HVE) über verschiedene Märkte. Die eSystems kann hier als kompetenter Partner und als 1st Tier-Lieferant im Bereich Automotive am Markt überzeugen. 9.2.2 Megatrends Demografischer Wandel, Urbanisierung und Konnektivität Mit den weltweit steigenden Bevölkerungszahlen nimmt der Bedarf an Ressourcen stetig zu, egal ob Land, Wasser oder Energie. Nachhaltige, ressourcenschonende Konzepte zur Energiegewinnung oder intelligenten Nutzung von Flächen sowie zur nachhaltigen Nahrungsmittelerzeugung gehören zu den wichtigsten Handlungsfeldern unserer und nachfolgender Generationen. Immer mehr Menschen leben weltweit in Städten und machen sie zu den mächtigsten Akteuren und wichtigsten Problemlösern einer globalisierten Welt. Durch neue Formen der Vernetzung und Mobilität wird Urbanität vor allem zu einer neuen Lebens- und Denkweise. Die Weltbevölkerung wächst, aber sie wird auch rund um den Globus älter und die Zahl Älterer steigt. Gleichzeitig steigt der Wunsch nach Selbstentfaltung und einem selbstbestimmten Leben im hohen Alter trotz körperlicher Beeinträchtigungen. Konnektivität ist der wirkungsmächtigste Megatrend unserer Zeit. Das Prinzip der Vernetzung dominiert den gesellschaftlichen Wandel und eröffnet ein neues Kapitel in der Evolution der Gesellschaft. Digitale Kommunikationstechnologien verändern unser Leben grundlegend und lassen neue Arbeits- und Lebensstile entstehen. Die Welt von morgen basiert auf Konnektivität und dem Internet der Dinge (IoT). Hier kommt die Elektronik-Industrie ins Spiel, also jene Industrie, die mit Elektronik und Embedded Systemen ein zentrales Element all jener vernetzten Produkte einer smarten Zukunft entwickelt, fertigt und liefert. Ohne die internetfähigen, elektronischen Baugruppen, Komponenten, Lösungen und Produkte der Elektronikindustrie wären all diese komplexen Geräte keine "smarten" IoT-Devices. Dazu zählen zum Beispiel Autos, moderne Küchengeräte, Drohnen, POS-Kassensysteme, medizinische Geräte, Roboter, Ausweisleser usw.: alles, was die moderne Welt der Smart Home, Smart City, Smart Factory, Smart Retail, Smart Health oder Smart Work ausmacht. Im Umfeld von IoT oder IIoT (Industrial Internet of Things) positioniert sich KATEK als Enabler für seine Kunden, der die Elektronifizierung als Teil der digitalen Transformation vorantreibt. KATEK zählt zu den führenden, branchenunabhängigen Full-Service Elektronikdienstleistern in Europa, realisiert somit die komplette Wertschöpfungskette und baut hierfür seine Entwicklungskompetenzen weiter aus. Die Elektronik-Gruppe fokussiert sich dabei auf den Zukunftsmarkt IoT und damit verbunden auf potenzialträchtige Wachstumsfelder, unter anderem im Bereich Leistungselektronik für die Solarbranche, bei eMobilität und weiteren anspruchsvollen Bereichen der High-Value Electronics (HVE) wie beispielsweise der Medizin- und Messtechnik. Die Chancen von Connectivity und IoT sind so zahlreich wie die elektronischen Anwendungsbereiche, die wiederum großes Potenzial für KATEK bieten. Durch die Fokussierung auf hochwertige Elektroniklösungen in qualitativ anspruchsvollen, Know-how intensiven Anwendungsbereichen und Märkten mit hohem Wachstum, getrieben durch globale Trends wie der Anstieg von Elektrofahr- zeugen und der Bedarf an E-Mobility-Ladestationen, die steigende Nachfrage nach Solarenergie und ganz generell die fortschreitende Elektronifizierung der Welt, die zu einem wachsenden Bedarf an innovativen Elektronikpartnern für die deutsche und europäische Industrie führen, entstehen der eSystems und KATEK Chancen. 9.2.3 Veränderungen im regulatorischen Umfeld Des Weiteren erwartet sich die Gesellschaft starkes Wachstum für Elektronik-Dienstleistungen aufgrund sich verändernder regulatorischer Rahmenbedingungen. Hierzu zählen beispielsweise die EU-Regulierung hinsichtlich Elektromobilität, welche bis 2035 emissionsfreie Mobilität vorsieht, oder jene, die den Anteil der erneuerbaren Energien in Europa bis 2030 auf 40 % vorschreibt. Dies wird die Geschäftserwartungen der KATEK deutlich positiv beeinflussen, da wir mit unseren Lösungen in diesen Bereichen an der Umgestaltung in Europa mitarbeiten. Dadurch werden die für die eSystems attraktiven Endmärkte zukünftig noch attraktiver und einerseits die Nachfrage nach den Endprodukten, andererseits aber auch die Nachfrage nach den spezialisierten Dienstleistungen der eSystems und der Unternehmen in der KATEK Group erhöhen. 9.2.4 Fachkräfte und Mitarbeiter Die eSystems versucht, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und so Fachkräfte für die Unternehmensgruppe zu gewinnen und dauerhaft zu binden. Die Mitarbeiter der eSystems sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Gesellschaft. Um das Fähigkeitsniveau der Mitarbeiter gezielt zu entwickeln, bietet die eSystems seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Weiterbildungen, Schulungen sowie Trainings an. Durch die Börsennotierung der KATEK profitiert die eSystems insgesamt von einer erhöhten Kredibilität und Sichtbarkeit gegenüber bestehenden und neuen Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Geldgebern und potenziellen Zielunternehmen. Zudem stärken die seit über 35 Jahren in der Elektronikindustrie bekannte Marke KATEK und die zunehmende Größe das Vertrauen der genannten Zielgruppen. 9.3 Gesamtbetrachtung Im Geschäftsjahr 2022 hat sich das langfristig ausgerichtete Geschäftsmodell der eSystems und des KATEK Konzerns erneut bewährt. Eine wesentliche Veränderung der Chancen- und Risikosituation gegenüber dem Vorjahr hat sich nicht ergeben. Die wesentlichen Einzelrisiken wurden im Kapitel 8.1 Risiken der künftigen Entwicklung genannt, wobei die Konjunkturellen Risiken und die Beschaffungsrisiken - gerade auch vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine - am bedeutendsten sind. Trotzdem sind auf Basis der heute zur Verfügung stehenden Informationen keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination eine Gefahr für den Fortbestand der eSystems darstellen oder die Vermögens-,Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können. Diese Aussage beruht auf der Analyse und Beurteilung der zuvor genannten wesentlichen Einzelrisiken sowie auf dem bestehenden Risikomanagementsystem. Vielmehr sieht sich die eSystems sehr gut positioniert, die oben beschriebenen Chancen zu nutzen und von den Trends u.a. im Kontext der Elektronifizierung und der Energiewende zu profitieren. Um diese auch in Zukunft in nachhaltiges Wachstum zu überführen, wird weiterhin an organischem Wachstum durch die Identifizierung neuer Produkte, Kunden und Märkte festgehalten. 10. Prognosebericht 10.1 Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds Aussagen zur Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes unterliegen derzeit allgemein verschiedenen Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit den direkten und indirekten Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der weiteren Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten sowie der Finanzpolitik der Zentralbanken, die zuletzt mit unüblich kräftigen Zinserhöhungen versuchen, wieder für eine stabilere Preisentwicklung zu sorgen, ohne das Wachstum über die Maßen abzuwürgen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für ein Drittel der Weltwirtschaft eine Rezession und sieht als Hauptgrund die seit dem Ukraine-Krieg sprunghaft gestiegenen Preise, die die Kaufkraft der Verbraucher deutlich einschränken und insbesondere für den Industrie- und Dienstleistungssektor in Europa angesichts hoher Energiekosten kräftigen Gegenwind verursachen. Zudem äußert der IWF Sorgen, dass die globalen Lieferketten im Zuge einer "geopolitischen Fragmentierung" dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Vor diesem Hintergrund sieht der IWF die konjunkturellen Abwärtsrisiken als hoch an. Ebenfalls hoch bleibt die Unsicherheit. Die aktuelle Situation bremst das theoretisch mögliche Wachstum ab. Denn die Auftragslage ist weiterhin gut, auch durch die Nachholeffekte aus 2022. Darüber hinaus zahlt sich für die eSystems aus, dass die Gesellschaft in einem der besonders dynamischen Wachstumsmärkte eMobility aktiv ist, der ohnehin deutlich höhere Wachstumsraten aufweist als der Rest des Marktes. 10.2 Prognose der Gesellschaft Die Planung der eSystems für das Jahr 2023 sieht im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr einen in zweistelligem Prozentsatz steigenden Umsatz vor. Die deutliche Erhöhung resultiert in erster Linie aus den zusätzlichen Erlösen aus dem Neuprojekt AC Whitelabel Wallbox und einem erhöhten Auftragsbestand bei den OEMs. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) der eSystems ist mit ca. EUR. 0,1 Mio. geplant. Allerdings sind alle Aussagen hinsichtlich einer Prognose für das Geschäftsjahr 2023 nur unter Berücksichtigung der genannten Unsicherheiten möglich, d.h. insbesondere die direkten und indirekten Folgen des Krieges in der Ukraine und die weitere Entwicklung der Liefer- und Materialengpässe. Insgesamt gehen Marktforscher für 2023 von einem durchschnittlichen Wachstum von rund 4,7 % gegenüber dem Vorjahr bei einer insgesamt gestiegenen Volatilität aus (in4ma 2022). Die eSystems beobachtet die weitere Entwicklung aufmerksam und ist weiterhin vorbereitet, alle notwendigen Maßnahmen zeitnah zu ergreifen (u.a. Zukauf von Brokerware und Einsatz von Alternativbauteilen) und einem erneuten Lieferausfall gegenüber den Kunden entgegenzuwirken.
Wendlingen, den 28.04.2023 eSystems MTG GmbH Geschäftsführung Jochen Paukert Sven Heidenwag Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die eSystems MTG GmbH, Wendlingen am Neckar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der eSystems MTG GmbH, Wendlingen am Neckar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der eSystems MTG GmbH, Wendlingen am Neckar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. April 2023 Grant
Thornton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Andrea Manuela Stoiber-Harant, Wirtschaftsprüfer Die KATEK SE mit dem Sitz in 80333 München (HRB 245284 - Amtsgericht München), hier vertreten durch die Vorstände, Herrn Rainer Koppitz,Herrn Dr. Johannes Fueshält in Ihrer Eigenschaft als alleinige Gesellschafterin der eSystems MTG GmbH mit dem Sitz in 73240 Wendlingen (HRB 767116 - Amtsgericht Stuttgart) unter Verzicht auf die Einhaltung aller nach Gesetz und Satzung vorgeschriebenen Form- und Fristvorschriften für die Einberufung und Durchführung einer Gesellschafterversammlung eine Gesellschafterversammlungder Gesellschaft ab und fasst mit allen Stimmen folgende GESELLSCHAFTER-BESCHLÜSSE:
München, den 03.05.2023 Für die Allein-Gesellschafterin KATEK SE: Rainer Koppitz, Vorstand, CEO Dr. Johannes Fues, Vorstand, CFO |
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