Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 728871
Eingetragen
10.4.2008
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
Durchführung von industriemäßig ausgeführten Tunnel- und Untertagebauarbeiten, Fabrikation von und Handel mit Baumaterialien, Vermietung von Baumaschinen und Geräten im In- und Ausland sowie die Vornahme aller Geschäfte und Massnahmen, die dem Gesellschaftszweck dienen, sofern sie der Gesellschaft gestattet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Bernd Raderbauer
seit 22.6.2022
Prokura
Ralf Schreitmüller
seit 9.2.2009
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Marti Tunnel AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Marti Tunnel AG
Switzerland
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Marti GmbH Deutschland

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.142.003,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 397,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 361.652,00 247.061,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.414.352,55
361.652,00 4.803.813,94
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.714.176,29 0,00
5.075.828,29 4.803.813,94
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 618,80 31.396,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.028.964,69 3.665.340,75
3. Sonstige Vermögensgegenstände 46.496,71 139.985,34
4.076.080,20 3.836.722,49
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 489.445,26 1.603.579,83
4.565.525,46 5.440.302,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.130,00 34.464,11
9.671.483,75 10.278.580,37

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnvortrag 1.524.988,48 1.323.617,43
III. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -1.399.235,66 201.371,05
5.125.752,82 6.524.988,48
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 995.400,00 1.163.893,93
995.400,00 1.163.893,93
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 364.193,92 297.238,92
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.969.894,09 2.180.192,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 216.242,92 112.266,65
- davon aus Steuern: € 96.831,40 Vorjahr: € 45.762,41
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 37.527,18 Vorjahr: € 16.269,63
3.550.330,93 2.589.697,96
9.671.483,75 10.278.580,37

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 5.909.418,63 5.699.764,73
2. Sonstige betriebliche Erträge 285.649,89 91.841,41
- davon aus Währungsumrechnung: € 17,15 Vorjahr: € 1,48
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 952.962,70 86.390,58
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.109.455,86 3.403.386,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.079.354,22 861.925,96
5.188.810,08 4.265.312,85
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 134.747,97 117.553,48
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.404.626,41 1.132.866,35
- davon aus Währungsumrechnung: € 85,56 Vorjahr: € 500,76
Betriebsergebnis -1.486.078,64 189.482,88
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 110.076,52 26.661,28
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 101.827,20 Vorjahr: € 25.041,20
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.804,00 0,00
Finanzergebnis 107.272,52 26.661,28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.332,73 1.932,05
10. Ergebnis nach Steuern -1.384.138,85 214.212,11
11. Sonstige Steuern 15.096,81 12.841,06
12. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -1.399.235,66 201.371,05

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Marti GmbH Deutschland wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Gemäß § 267 Abs. 2 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Der Abschluss wurde zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die allgemeinen Grundsätze der Gliederung, in § 265 HGB formuliert, fanden Beachtung.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für den Anhang wurde Gebrauch gemacht.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma laut Registergericht: Marti GmbH Deutschland
Firmensitz laut Registergericht: Stuttgart
Registereintrag: Handelsregister B
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: 728871

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.

Aktiva

Die Zugangsbewertung der Sachanlagen erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten. Die Folgebewertung erfolgt abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, welche zwischen einem und dreizehn Jahren betragen.

Die Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderungen werden keine Abschreibungen auf den Buchwert vorgenommen.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung waren nicht vorzunehmen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen erfasst und unter Berücksichtigung aller Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind jeweils zum Nennwert angesetzt.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Aus der Gegenüberstellung handels- und steuerrechtlicher Wertansätze des Anlagevermögens und der sonstigen Rückstellungen ergeben sich insgesamt aktive latente Steuern. Ferner bestehen aktive latente Steuern aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen, die nach der Unternehmensplanung in voller Höhe in den nächsten fünf Jahren mit Unternehmensgewinnen verrechnet werden können. Der Bewertung latenter Steuern liegen für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag ein Steuersatz von 15,825 % und für die Gewerbesteuer ein Steuersatz von 15,5 % zugrunde.

Passiva

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung der zum Abschlussstichtag vorliegenden Beschlüsse.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Zahlungen, die Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält kein Disagio.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Ferner muss die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich ermittelbar sein und die Gesellschaft muss von der Einbringbarkeit der Forderung ausgehen können.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisakassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei langfristigen Forderungen darunter bzw. bei langfristigen Verbindlichkeiten darüber lag, wurde dieser ebenfalls angesetzt.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Brutto-Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel. Die folgende Aufstellung enthält die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB zu Unternehmen, an denen die Gesellschaft mit mindestens 20 % beteiligt ist:

Anteile am Kapital Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 31.12.2023
Name und Sitz der Gesellschaft % TEUR TEUR
RitaM AG & Co. KG, Stuttgart 100 4.419 ./. 295

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.942 (Vj.: TEUR 1.628). Das Bankkonto bei der Deutsche Bank AG wurde aufgelöst und wird auf einem im Geschäftsjahr 2021 gegründeten Cash-Pool gebündelt ausgewiesen. Es besteht gegenüber der Marti Holding AG als Cash-Pool-Leader eine Forderung in Höhe von TEUR 87 (Vj.: TEUR 37). Zudem besteht eine Darlehensforderung an Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.000 (Vj.: TEUR 2.000).

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um die Forderungen gegenüber den Krankenkassen in Höhe von TEUR 20 (Vj.: TEUR 0) sowie um Forderungen aus Kautionen und hinterlegten Sicherheiten gegenüber den schweizerischen Finanzbehörden und dem Vermieter der Büroräume in Höhe von TEUR 25 (Vj.: TEUR 25).

Rückstellungen

Steuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2023 waren nicht zu bilden.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalkosten für Urlaub und Bonus in Höhe von TEUR 370 (Vj.: TEUR 442), ausstehende Eingangsrechnungen mit TEUR 110 (Vj.: TEUR 164) und Gewährleistungen in Höhe von TEUR 515 (Vj.: TEUR 559).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 2.970; Vj.: TEUR 2.180). Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten sind mit den üblichen Eigentumsvorbehalten besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 216 (Vj.: TEUR 112) beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt in Höhe von TEUR 82 (Vj.: TEUR 50), die Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 48 (Vj.: TEUR 32), die Verbindlichkeiten der Sozialkassenbeiträge in Höhe von TEUR 36 (Vj.: TEUR 15) und die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt für die Umsatzsteuer 2023 in Höhe von TEUR 44 (Vj.: TEUR 0).

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 286 (Vj.: TEUR 92) enthalten im Wesentlichen die Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 39 (Vj.: TEUR 7), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 128 (Vj.: TEUR 0) und die Versteuerung der Kfz-Nutzung in Höhe von TEUR 112 (Vj.: TEUR 81).

Angaben zum Personalaufwand

Im abgelaufenen Geschäftsjahr werden die Erstattungen des Sozialversicherungsanteils am Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur für Arbeit saldiert im Personalaufwand ausgewiesen.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von rd. TEUR 173 für das Geschäftsjahr 2024 und insgesamt rd. TEUR 85 für die Geschäftsjahre 2025 und 2026.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug ohne die Geschäftsführung in Summe 54 (Vj.: 45). Hiervon 26 (Vj.: 22) technische und kaufmännische Angestellte inkl. Poliere und Meister und 28 (Vj.: 23) gewerbliche Mitarbeiter.

Angaben zu den Organen

Unter Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a HGB nicht angegeben.

Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Herr Albrecht Gunzenhauser, Diplom Ingenieur (FH)

Haftungsverhältnisse und Bürgschaften bestehen projektbezogen im branchenüblichen Umfang. Aktuell ist von keiner Inanspruchnahme auszugehen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen lagen im Geschäftsjahr nicht vor.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Marti Holding AG, Moosseedorf/Schweiz, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Marti GmbH Deutschland stellt gemäß § 290 Abs. 5 HGB i. V. m. § 296 Abs. 2 HGB keinen eigenen Konzernabschluss auf.

Honorar für den Abschlussprüfer

Das für das vergangene Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar setzt sich folgendermaßen zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 18

Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 12

Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde vor Gewinnverwendung aufgestellt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.399 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.525 zu verrechnen und den Differenzbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen auf Grund der Entwicklungen in der Ukraine sind nicht absehbar. Die Marti GmbH Deutschland unterhält keine Geschäftstätigkeiten, welche den aktuellen Sanktionen unterliegen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Stuttgart, 15. Juni 2024

Unterschrift

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.142.003,39 16.497,95 -2.158.501,34 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.400,00 0,00 0,00 3.400,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 933.726,80 256.130,97 -126.909,58 1.062.948,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.414.352,55 141.322,40 -2.555.674,95 0,00
5.493.482,74 413.951,32 -4.841.085,87 1.066.348,19
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.714.176,29 0,00 4.714.176,29
5.493.482,74 5.128.127,61 -4.841.085,87 5.780.524,48
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.003,00 397,00 0,00 3.400,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 686.665,80 134.350,97 -119.720,58 701.296,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
689.668,80 134.747,97 -119.720,58 704.696,19
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
689.668,80 134.747,97 -119.720,58 704.696,19
Buchwerte
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.142.003,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 397,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 361.652,00 247.061,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.414.352,55
361.652,00 4.803.813,94
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.714.176,29 0,00
5.075.828,29 4.803.813,94

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Marti GmbH Deutschland ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Sitz der Gesellschaft ist Stuttgart. Die letzte Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 728871 ist am 22. Juni 2022 erfolgt.

Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember des gleichen Jahres. Die Dauer der Geschäftstätigkeit ist nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von industriemäßig ausgeführten Tunnel- und Untertagebauarbeiten, Fabrikation von und Handel mit Baumaterialien, Vermietung von Baumaschinen und Geräten im In- und Ausland sowie die Vornahme aller Geschäfte und Maßnahmen, die dem Gesellschaftszweck dienen, sofern sie der Gesellschaft gestattet sind.

Die Marti GmbH Deutschland ist projektbezogen organisiert. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Stuttgart. Hier sind zentral der technische Innendienst mit der Kalkulation, die Finanzbuchhaltung sowie der HR-Bereich und die Geschäftsführung angesiedelt. Überwiegend ist die Marti GmbH Deutschland in Tunnel-Großprojekten, oftmals in Form von Beteiligungen an Arbeitsgemeinschaften, tätig. Bei den Projekten sind vor Ort umfangreiche Baustellenteams für die Organisation und Produktion zuständig.

B Wirtschaftsbericht

1. Allgemeine und bauwirtschaftliche Entwicklung

Quelle: Verband der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen der Baubranche 2023

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben:

Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1 % auf 4 %,

eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende,

sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neu aufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie

die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel.

Dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. Euro in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1 % zu dieser krisenhaften Entwicklung bei.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60 % über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75 %. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45 % über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60 % zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7 % (nach +16 % in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. Euro (real -5,3 %; nominal +1,3 %).

Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10 % gegenüber dem Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen.

Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26 % zu.

Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. Euro (real -6 %), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. Euro (real +5 %). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. Euro (nominal +5,5 %, real -1,3 %).

Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. Euro (nominal +13 %, real fast +6 %). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. Euro (nominal fast +4 %, real -3 %). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit im Jahr 2023 gut 44 Mrd. Euro erreicht (nominal +6 %, real -1 %).

2. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Gegenüber den Vorjahren hatte sich bereits im Jahr 2022 die Nachfragesituation seitens unserer Kunden erheblich verbessert. Dieser Trend hielt im Jahr 2023 insbesondere im Bereich der innerstädtischen Infrastrukturprojekte an. Die in der Ausschreibung und Vergabe befindlichen Projekte sind nach wie vor hart umkämpft. Insgesamt waren ausreichend Tunnelprojekte am Markt angefragt, sodass eine vernünftige und zielgerichtete Bearbeitung der Angebote durchgeführt werden konnte. Durch Anfragen der in der Regel im Wettbewerb zu uns stehenden Bauunternehmungen und Bauaktiengesellschaften zur gemeinsamen Bearbeitung von Projekten in Form einer Bietergemeinschaft lassen erkennen, dass die Marti GmbH Deutschland als Wettbewerber ernst genommen wird und sich am Markt etabliert hat. Bekräftigt wurde dies mit den gemeinsamen Angebotsbearbeitungen für den Neubau der U5 in Hamburg sowie der Nordmainischen S-Bahn in Frankfurt am Main. Beide Projekte wurden mit den Gesellschaften der Eiffage-Gruppe bearbeitet. Im Rahmen einer weiteren Bietergruppe wurde der Neubau der U5 in München bearbeitet. Trotz der intensiven und aus unserer Sicht erfolgreichen Zusammenarbeit konnte im Jahr 2023 kein neues Projekt akquiriert werden.

In der Bauausführung haben wir uns auf das im Jahr 2022 gemeinsam mit der Max Bögl Stiftung & Co. KG und der Marti Tunnel AG akquirierte Projekt Erneuerung des Elleringhauser Tunnels konzentriert. Der Elleringhauser Tunnel ist ein bestehender Bahntunnel in der Gemeinde Olsberg- Brilon im Bundesland Nordrhein-Westfalen an der Strecke Aachen-Arnsberg-Kassel (ca. 100 km westlich von Kassel).

Das Profil des 1.400 m langen Elleringhauser Tunnels wird nach Rückbau der vorhandenen Gleise und Einbau des Baugleises aufgeweitet. Die Besonderheit besteht darin, dass die Tunnelinnenschale mit offener Sohle als Fertigteilbauweise hergestellt wird. Diese innovative Bauweise wird in Deutschland erstmalig ausgeführt. Hier können wir die Erfahrungen der Marti- Gruppe aus abgeschlossenen Projekten in der Schweiz und in Norwegen sehr gut einbringen. Zudem können wir das im Konzern vorhandene Know-how in Bezug auf die speziell für dieses Projekt zu entwickelnde Gerätetechnik (z. B. Schneidapparatur zur Profilierung, Versetzeinheit für die Fertigteile) optimal nutzen. Darüber hinaus ist der Einbau des endgültigen Gleises als feste Fahrbahn Inhalt der beauftragten Leistung, wodurch wir uns als Unternehmen auch in diesem Leistungsbereich weiterentwickeln und auf dem Markt positionieren können. Ein 480 m langer, befahrbarer Rettungsstollen samt Verbindungsbauwerk im konventionellen Vortrieb ist ebenfalls Inhalt des Leistungsumfangs dieses sehr anspruchsvollen Projektes. Die Bauzeit erstreckt sich von Oktober 2022 bis voraussichtlich März 2026.

Die Nachfrage der Kunden im Bereich von Infrastrukturmaßnahmen in Deutschland war aus Sicht der Marti GmbH Deutschland im Jahr 2023 zufriedenstellend, so dass eine strukturierte Auswahl zur Bearbeitung von Projekten getroffen werden konnte. Die für 2023 erwartete Zunahme an angefragten Projekten ist eingetreten. Das Ziel der Marti GmbH Deutschland sich neben dem klassischen Tunnelbau intensiv dem neuen Geschäftsfeld im Bereich der baulichen Tunnelsanierung und im Bereich der technischen Ausstattung von Tunnelneubauten und Tunnelertüchtigungen zu widmen, steht nach wie vor im Fokus. Ein Großteil der für 2024 erwarteten Ausschreibungen wird diesen Bereich betreffen.

Die Marti GmbH Deutschland realisiert überwiegend Projekte im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften. Im Jahr 2023 wurden neben den Bautätigkeiten am Projekt Elleringhauser Tunnel hauptsächlich Bauaktivitäten im Bereich des Bergbaus in der Schachtanlage Konrad durchgeführt. Der Auftragsbestand des Projektes Schacht Konrad reicht bis Ende 2024. Im Bereich des Bergbaus werden in der Akquise derzeit mehrere Projekte mit dem Ziel eines Neuauftrages im Jahr 2024 bearbeitet. Da sich aktuell keine Eigenbaustelle in der Abwicklung befindet, sind keine unfertigen Erzeugnisse bilanziell ausgewiesen.

Die Geschäftsführung nutzt als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren die Gesamtleistung und das EBITDA. Die Gesamtleistung ergibt sich aus den Umsatzerlösen und der Erhöhung oder Verminderung des Bestandes in Ausführung befindlicher Bauaufträge.

Die für das Jahr 2023 prognostizierte Gesamtleistung in Höhe von TEUR 3.529 wurde mit einer tatsächlichen Gesamtleistung in Höhe von TEUR 5.909 um 67 % übertroffen. Der für 2023 negativ prognostizierte EBITDA von TEUR -1.726 konnte auf TEUR -1.351 verbessert werden. Dies entspricht einer Verbesserung von TEUR 375.

Die Verbesserung ergibt sich zum großen Teil aus der unvorhersehbaren Verrechnung von technischen Dienstleistungen, einer optimierten verrechenbaren Personalabstellung sowie der Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen.

Die Geschäftsführung nutzt keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens.

Für die Akquise neuer Projekte wurden die Personalkapazitäten im Bereich der Angebotsbearbeitung erneut erhöht. Dies erfolgte durch die Einbindung technischer Mitarbeiter von den abgeschlossenen Projekten in den technischen Innendienst. Auch die länderübergreifende Zusammenarbeit in der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) wurde weiter intensiviert.

Für die Realisierung des Projektes Neubau Rita-Maiburg-Straße, einem Multi-Tenant-Gebäude bestehend aus einem Hotel- und einem Bürobereich in Filderstadt-Bernhausen wurde mit der RitaM AG & Co. KG eine eigene Beteiligungsgesellschaft gegründet. Die Marti GmbH Deutschland ist alleinige Kommanditistin, die RitaM Verwaltungs AG ist Komplementärin. Die bisher im Eigentum der Marti GmbH Deutschland befindliche Liegenschaft sowie die hierfür angefallenen Anlagen im Bau wurden in voller Höhe mit einer Summe von TEUR 4.714 in die RitaM AG & Co. KG eingebracht. Das Baugesuch für das Gebäude wurde im 1. HJ 2022 eingereicht und im Dezember 2022 genehmigt. Für das Hotelgebäude wurden intensive Verhandlungen mit dem potenziellen Mieter geführt. Ein Vertragsabschluss erfolgte im Frühjahr 2023. Die Bautätigkeiten haben im Mai 2023 begonnen. Die Fertigstellung des Gebäudes soll Ende 2024 / Anfang 2025 erfolgen.

Personal

Der technische Innendienst wurde mit einem Geologen und einer Kalkulatorin ergänzt. Im Bereich Finanz- und Rechnungswesen wurde unsere langjährige Mitarbeiterin in den Ruhestand verabschiedet. Diese Stelle wurde entsprechend neu besetzt. Der für den Bereich QUS verantwortliche Mitarbeiter hat im Herbst 2023 das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Diese Position konnte umgehend neu besetzt werden. Die seit zwei Jahren unbesetzte Stelle des leitenden Baukaufmannes konnte im Jahr 2023 wieder besetzt werden. Altershalber hat uns ein Elektromeister verlassen. Ebenso hat uns ein Werkstattmeister auf eigenen Wunsch verlassen. Die geplanten Schulungen der Mitarbeiter wurden 2023 durchgeführt und werden auch im Jahr 2024 fortgeführt.

In der konzerninternen Zusammenarbeit wird Personal in andere Gesellschaften abgestellt. Die Bereitschaft der Mitarbeiter ist hierzu fast uneingeschränkt vorhanden.

Auf die Arbeitssicherheit und effiziente Tätigkeitsausführung wird besonderes Augenmerk gelegt. Dies wird auch mit gezielter Schulung des Personals unterstützt.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Marti GmbH Deutschland hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 607 auf nunmehr TEUR 9.672 reduziert. Hierfür ist vor allem die Reduzierung des Bankbestandes verantwortlich, welcher nur in Teilen durch höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgeglichen wird. Die Gesellschaft hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr TEUR 256 in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Die Liegenschaft sowie die Anlagen im Bau wurden in die neue Gesellschaft RitaM AG & Co. KG eingebracht. Der Wert der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen hatte sich bereits 2020 durch die Abnahme des Tunnels Auberg auf TEUR 0 reduziert.

Das Eigenkapital der Gesellschaft reduzierte sich aufgrund des Jahresfehlbetrages auf TEUR 5.126, die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 53,0 % (Vj: 63,5 %).

4. Finanzlage

Die Reduzierung auf der Passivseite ist insbesondere auf die Reduzierung des Eigenkapitals aufgrund des negativen Jahresergebnisses 2023 zurückzuführen. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus Kundenzahlungen sowie Auszahlung verfügbarer Geldmittel bei den Beteiligungen im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften; es stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Die Liquiditätslage zum 31. Dezember 2023 ist zufriedenstellend.

Die Marti GmbH Deutschland war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

5. Ertragslage

Die Gesamtleistung als Summe von Umsatzerlösen und Bestandsveränderung erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 5.700 auf TEUR 5.909. Die Personalkosten sind auf Grund der Neueinstellungen gestiegen. Für eine erforderliche Mängelbeseitigung eines abgeschlossenen Projektes sind Aufwendungen für bezogene Leistungen angefallen. Diese konnten größtenteils an Beteiligte der damaligen Arbeitsgemeinschaft weiter berechnet werden.

Das EBITDA der Gesellschaft, als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung ist mit TEUR -1.351 (Vj: TEUR +307) nicht im positiven Bereich. Im Rahmen unserer Beteiligungen an Arbeitsgemeinschaften konnten 2023 keine Projektergebnisse realisiert werden. Für das Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft einen Verlust in Höhe von TEUR -1.399 (Vj: TEUR +201) aus. Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) haben sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 489 (Vj: TEUR 1.604) reduziert.

6. Zusammenfassende Darstellung

Große Rechtsstreitigkeiten und schwere Unfälle hat es keine gegeben.

Die Preissteigerungen konnten nahezu geräuschlos gemeistert werden. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage die Arbeiten sicher und effizient weiterzuführen. Es kam zu keinen wirtschaftlich relevanten Ausfällen.

Die Liegenschaft sowie die Anlagen im Bau wurden in eine Beteiligung eingebracht.

C Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Risiken der Marti GmbH Deutschland bewegen sich in dem für die Bauwirtschaft und speziell für den Tunnelbau üblichen Rahmen. Besondere Risiken sind nicht erkennbar.

Die Marti GmbH Deutschland hat seit mehreren Jahren personelle und organisatorische Vorkehrungen getroffen für ein Risikomanagement, das sie in die Lage versetzt, eventuell auftretende Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Bauverträge werden im Vorfeld regelmäßig juristisch überprüft, die Bonität der Auftraggeber, sofern es sich nicht um öffentliche Auftraggeber handelt, während der Bauzeit von einer Wirtschaftsauskunft überwacht.

Für das Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Liquiditätsplan aufgestellt, deren Einhaltung anhand quartalsweise erstellter Soll-Ist-Vergleiche kontrolliert wird. Mit Hilfe monatlicher Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen sowie regelmäßigen Baubesprechungen, in denen auch der Zahlungsstand der Projekte systematisch überprüft wird, werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert. Die Qualität von Lieferanten und Nachunternehmern unterliegt einer regelmäßigen Bewertung durch Bauleiter und Poliere. Ablauforganisatorische Regelungen, Richtlinien und Anweisungen (wie z. B. das "Vier-Augen-Prinzip" bei der Prüfung der Kreditorenrechnungen) sind systematisch im QUS-Handbuch niedergelegt: Die wichtigsten Risiken, wie Kalkulationsfehler, Verzug bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitungen, Mängel sowie ausbleibende Zahlungseingänge, sind auf diese Weise beherrschbar.

Nach wie vor ist die Baubranche durch einen starken Preiswettbewerb gekennzeichnet. Angemessene Margen lassen sich nur dort erzielen, wo sich das Unternehmen in einer Nische durch wettbewerbsüberlegene Professionalität auszeichnet - und zwar oft auch nur so lange, bis die Wettbewerber nachziehen.

Die Fachkräftesicherung stellt sich als ein latentes Risiko für die Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre dar. Nach den Bemühungen der letzten Jahre ist der Bedarf der Marti GmbH Deutschland an Fachkräften und Auszubildenden aktuell ausreichend gedeckt. An der Aufgabe, die Gesellschaft nach außen und innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir aber kontinuierlich weiter - auch, um das vorhandene Personal, langjährige Leistungsträger, im Unternehmen zu halten. Nicht ganz einfach ist der Spagat zwischen einer ausreichenden, qualitativ hochwertigen Personaldecke und der gebotenen Vorsicht bei dauerhaften Kostenbelastungen im Hinblick darauf, dass sich die Auftragslage verschlechtern könnte.

Bei der Abwicklung von Tunnelprojekten basieren die Planungen i. d. R. auf Vorerkundungen der Auftraggeber. Diese können von den tatsächlichen Verhältnissen während des Vortriebes erheblich abweichen. Insbesondere geänderte Geologie und erhöhter Wasserandrang können zu einer Destabilisierung des Gebirges führen. Hierauf muss schnellstmöglich reagiert werden. Die zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen müssen i. d. R. vorab auf Rechnung des Auftragnehmers ausgeführt werden. Die Beauftragung dieser Leistungen erfolgt oftmals später als die Ausführung. Sofern der Auftraggeber keine entsprechenden Vortriebsklassen beauftragt hat, müssen diese zuerst vom Auftraggeber geplant und beauftragt werden. Anschließend kann der Vortrieb fortgeführt werden. Grundsätzlich ist die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) Basis für die geschlossenen Verträge.

Vortriebsarbeiten sind geräte- und personalintensiv. Kleinste Störungen können zu Leistungsreduzierungen führen. Die Ausführungszeiten sind knapp bemessen, kleinste Störungen können zur Nichteinhaltung von pönalisierten Endterminen führen.

Die Marti GmbH Deutschland konzentriert sich auf einige wenige Großprojekte. Sollten Missstände an einem Projekt auftauchen, schlagen diese direkt auf das Unternehmensergebnis zurück. Durch umfassendes Projektmanagement wird versucht, auftretende Probleme frühzeitig zu erkennen und mit gezielten Maßnahmen zu reagieren.

Aktuell ist auf Unternehmensebene die größte Herausforderung die Akquise eines weiteren neuen passenden Projektes.

Erschwerend ist, dass nicht nur bei Großprojekten, sondern auch bei mittleren und kleineren Projekten vier bis fünf Firmen aus dem deutschsprachigen Ausland als Bieter auftreten. Vermehrt ist festzustellen, dass zwei Wettbewerber aus Frankreich aggressiv am Markt auftreten. Wettbewerber aus Spanien, Italien und Skandinavien spielen als Hauptunternehmer in Deutschland noch keine Rolle. Bieter aus Osteuropa tauchen nur in geringem Ausmaß auf.

Die Preissituation hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert und die Rendite der abgewickelten und angebotenen Projekte bewegt sich auf dem bekannt niedrigen Niveau. Die Leitkunden der Marti GmbH Deutschland sind die öffentliche Hand und die Deutsche Bahn AG. Aktivitäten bei Maßnahmen, welche als Public-Private-Partnership (PPP) oder Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP) ausgeschrieben werden, spielen für die Marti GmbH Deutschland momentan keine Rolle.

Die Preise der Vorlieferanten und Nachunternehmer haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Dies ist zum einen der Verknappung der Rohstoffe geschuldet als auch den Diskussionen im Bereich der Handelszölle. Seit Jahresbeginn 2022 kommen die kriegerischen Handlungen im nahen Ausland hinzu. Hierzu wird im Zuge der Kalkulation entsprechende Vorsorge getroffen. Da im Tunnelbau die Preisgestaltung nicht unwesentlich vom Rohöl- und Energiepreis abhängig ist, muss im Zuge der Angebotsbearbeitung hierauf ein besonderes Augenmerk gerichtet werden. Dies betrifft hauptsächlich Betriebsstoffe, Stahl für Armierungs- und Sicherungsarbeiten, Abdichtungen aus Kunststoff und Bitumen etc. Beim Beton, einem weiteren Hauptbaustoff, sind bei der Anfrage und Angebotslegung die regional teilweise erheblichen Preisunterschiede zu beachten.

Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen auf Grund der Entwicklungen in der Ukraine sind nicht absehbar. Die Marti GmbH Deutschland unterhält keine Geschäftstätigkeiten, welche den aktuellen Sanktionen unterliegen.

Die hier im Lagebericht dargestellten Risiken haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdenden Charakter.

2. Chancen

Die Chancen der Marti GmbH Deutschland liegen u. a. in dem gut ausgebildeten und stabilen Personalstamm, der eine effiziente Projektabwicklung ermöglicht.

Hauptaugenmerk liegt aufgrund des jetzigen Auftragsbestandes auf der verstärkten Neuakquise, der erfolgreichen Abwicklung des Projektes Erneuerung Elleringhauser Tunnel sowie der Restabwicklung des in Auftrag befindlichen Projektes Schacht Konrad.

Hier gelten die Vorgaben als erfüllt, wenn bei Erreichen und Einhalten der geschuldeten Qualität, der Termine und einer unfallfreien Abwicklung ein positiver Deckungsbeitrag erzielt wird.

Weitere Chancen bietet die Einbindung der Gesellschaft in die Marti-Gruppe. Durch die Übernahme von Aufgaben für weitere Marti-Gesellschaften sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich wird sich das Unternehmen weiterhin stabilisieren.

Mit Building Information Modeling (kurz: BIM; deutsch: Bauwerksdatenmodellierung) zu bauen, ist keine Nische mehr. Im Infrastrukturbau schreibt der Stufenplan des BMVI, dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, die Anwendung von BIM-Methoden ab 2021 verbindlich vor. Entscheidend für einen Erfolg dieses Geschäftsfeldes wird sein, ob die Nachfrage nach BIM-Bauwerken wie erwartet steigt. Der Begriff Building Information Modeling beschreibt eine Arbeitsmethode der vernetzten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mithilfe von Software. Dabei werden alle relevanten Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert und erfasst. Das Bauwerk ist als virtuelles Modell auch geometrisch visualisiert (Computermodell). Building Information Modeling findet Anwendung sowohl im Bauwesen zur Bauplanung und Bauausführung (Architektur, Ingenieurwesen, Haustechnik, Tiefbau, Städtebau, Eisenbahnbau, Straßenbau, Wasserbau, Geotechnik) als auch im Facilitymanagement.

Im Übrigen arbeiten wir weiter daran, unsere Prozesse nach und nach zu digitalisieren.

D Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024

Quelle: Verband der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V.

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Dennoch bleiben die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzu kommen die Ergebnisse der Tarifverhandlungen vom 14. Juni 2024. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %.

Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. Euro (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt.

Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000 (= 900.000 Beschäftigte). Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht.

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %.

Im Wirtschaftsbau rechnen wir 2024 mit einem Umsatz von gut 60 Mrd. Euro (nominal knapp +1 %, real knapp +3 %). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. Euro erreicht (real +7 %). Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. Euro umgesetzt werden (real -1%).

Unter der Voraussetzung, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. Euro für die Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) bleibt, gehen die Bauverbände für 2024 im öffentlichen Tiefbau von einem Umsatz in gleicher Höhe aus wie 2023 (35 Mrd. Euro, real +2 %), im öffentlichen Hochbau dagegen von einem leichten Zuwachs auf 9,7 Mrd. Euro (real +5 %). Die anhaltend prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Insgesamt rechnen die Bauverbände mit einem Umsatz von 44,9 Mrd. Euro im öffentlichen Bau (nominal +1 %, real +3 %).

Aussichten für die Marti GmbH Deutschland

Die Gesellschaft ist für die Zukunft personell, finanziell und technisch solide aufgestellt.

Nach den öffentlich verfügbaren Prognosen wird sich in naher Zukunft die Anzahl der angefragten Tunnel-Neubauprojekte auf hohem Niveau stabilisieren. Hier gilt es mit einem verantwortungsvollen, motivierten und gut ausgebildeten Personalstamm die Aufgaben anzugehen. Durch die im Konzern vorhandene Fertigungstiefe sehen wir unsere Chancen als gut an.

Das Hauptaugenmerk liegt aktuell auf der Akquise eines Neuprojektes. In der Auftragshereinnahme wird ein Neuauftrag mit Ausführungsbeginn 3. Quartal 2024 angestrebt.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine Gesamtleistung in Höhe von TEUR 6.361 bei einem EBITDA von EUR +148 prognostiziert.

 

Stuttgart, 15. Juni 2024

Marti GmbH Deutschland

- Geschäftsführer -

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Marti GmbH Deutschland, Stuttgart

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Marti GmbH Deutschland, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Marti GmbH Deutschland für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 28. Juni 2024

BDO AG
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Braunschläger, Wirtschaftsprüfer

Werner, Wirtschaftsprüfer

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