Stadtsparkasse HilchenbachLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRA 6141
Eingetragen
9.12.1998
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Betreiben aller banküblichen Geschäfte im Sinne des § 1 der Verordnung zur Regelung des Geschäftsrechts und des Betriebs der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen vom 15. Dezember 1995.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Daniel Müller
seit 11.6.2014
Vorstandsmitglied
Stefan Brunswieck
seit 28.7.2010
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stadtsparkasse Hilchenbach

Hilchenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht 2016

A. Grundlagen der Sparkasse

Die Stadtsparkasse Hilchenbach ist gemäß § 1 SpkG eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe (SVWL), Münster, und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V., Berlin und Bonn, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Siegen unter der Nummer A 6141 im Handelsregister eingetragen.

Träger der Sparkasse ist die Stadt Hilchenbach. Satzungsgebiet der Sparkasse sind das Gebiet des Trägers sowie die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe. Die Sparkasse ist Mitglied im bundesweiten Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe, der aus Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen besteht.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Es besteht nun aus einer freiwilligen Institutssicherung und einer gesetzlichen Einlagensicherung.

Die Sparkasse ist ein regionales Wirtschaftsunternehmen mit der Aufgabe, die geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft insbesondere im satzungsrechtlichen Geschäftsgebiet sicherzustellen. Daneben ist das soziale und kulturelle Engagement der Sparkasse zu nennen. Im Rahmen der Geschäftsstrategie sind die Grundsätze unserer geschäftspolitischen Ausrichtung zusammengefasst und in die operativen Planungen eingearbeitet. Die übergeordneten Ziele werden im Lagebericht im Folgenden dargestellt. Durch die zielorientierte Bearbeitung der strategischen Geschäftsfelder soll die Aufgabenerfüllung der Sparkasse über die Ausschöpfung von Ertragspotenzialen sowie Kostensenkungen sichergestellt werden. Darüber hinaus hat der Vorstand die Risikostrategie überprüft und den veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Die Strategien wurden mit dem Risikoausschuss der Sparkasse erörtert und innerhalb des Hauses kommuniziert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2016

Wirtschaftsentwicklung

Die Weltwirtschaft expandierte im Jahr 2016 nur moderat. Die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten und das unerwartete Austrittsvotum Großbritanniens aus der Europäischen Union haben das Expansionstempo dabei jedoch nicht nachhaltig beeinträchtigt. Die schwächere Entwicklung in den Vereinigten Staaten dämpfte zwar die Dynamik in den großen Industrieländern, Chinas festigende Konjunktur und die Stabilisierung des Ölpreises haben jedoch zu einer Stabilisierung der Lage in den Schwellenländern beigetragen.

Der Konflikt in Syrien hat sich 2016 weiter verschärft und die fortlaufende Flüchtlingsbewegung hin zur EU weiter angetrieben, was zu zunehmenden Herausforderungen für die aufnehmenden Länder geführt hat. Durch einen Rückgang der Unterauslastung in den Produkt- und Arbeitsmärkten befinden sich die Industrieländer in einer Phase der konjunkturellen Erholung. Im Gegensatz zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Vereinigten Staaten, die hinter den Erwartungen zurück blieb, stieg insbesondere im Euro-Raum und in Japan die Wirtschaftsleistung schneller als das Produktionspotenzial.

In den meisten Industrieländern sind die Konjunkturerholungen überwiegend binnenwirtschaftlich getrieben, da diese vor allem der aufwärtsgerichteten Arbeitsmarktlage und damit Einkommenszuwächsen geschuldet sind.

Im Euro-Raum hat sich die konjunkturelle Erholung in den vergangenen Monaten fortgesetzt. Die gesamtwirtschaftliche Produktion steigt seit mittlerweile drei Jahren kontinuierlich an. Es ist jedoch problematisch, dass ein wesentlicher Teil des Wachstums auf die expansive Geldpolitik der EZB zurückgeht und die Regierungen der Mitgliedsstaaten die günstige Lage nicht ausreichend zur nachhaltigen Verbesserung ihrer Haushalte und zur Umsetzung von marktorientierten Strukturreformen nutzen.

Die Erholung zeigt sich unter anderem in einer Wirtschaftsleistung die das Vorkrisenniveau von 2008 überstiegen hat und in einer Arbeitslosenquote von 10,1%, dem niedrigsten Stand seit 2011, welche die Konsumnachfrage der privaten Haushalte dank der damit einhergehenden Einkommenszuwächse antreibt. Gleichwohl sich die aktuellen Zuwachsraten der Investitionen immer noch auf einem niedrigen Niveau befinden, deuten nachfrageseitige Impulse in Form von steigenden Ausrüstungsinvestitionen der privaten Unternehmen darauf hin, dass sich die Absatzaussichten der Betriebe allmählich wieder verbessern. Dank dem sich hinziehenden Austrittsprozess Großbritanniens rechnen Experten nicht mit einem Einbruch der Konjunktur. Es bleibt jedoch unklar, ob es weiterhin einen gemeinsamen offenen Markt mit der EU geben wird.

In Deutschland zeichnet sich indes ein positives Bild der aktuellen Wirtschaftsentwicklung ab. Getragen wird dieser Aufschwung von der dynamischen Binnennachfrage, insbesondere in den Bereichen der privaten Konsumausgaben und der Wohnungsbauinvestitionen. Dies ist vor allem der soliden Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren (die Arbeitslosenquote sank im Jahr 2016 auf ca. 6,1%) und der daraus resultierenden steigenden Einkommensentwicklung zu verdanken. Es bleibt dabei jedoch eine große Herausforderung, die anerkannten Asylbewerber in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Indes hat sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit zuletzt auf Grund der voraus genannten gestiegenen Lohnkosten leicht verschlechtert. Die Inflationsrate wird 2017 voraussichtlich auf 1,6% steigen, da die preisdämpfenden Wirkungen des Ölpreisverfalls langsam auslaufen und die Arbeitskosten, vor dem Hintergrund der steigenden Konsumkonjunktur und der hohen Auslastung der Produktionskapazitäten, weiter ansteigen werden.

Trotz einem unruhigen internationalen Umfeld, zeigte die Wirtschaft in Westfalen - Lippe in 2016 deutliche Expansionstendenzen. Diese werden zu großen Teilen von der dynamischen Binnennachfrage, besonders durch die niedrigen Hypothekenkreditzinsen begünstigten Bauinvestitionen, getragen. Obgleich die Investitionen der privaten Unternehmen auf Grund der zunehmenden Kapazitätsauslastung anziehen, wirken hier besonders die Unsicherheiten hinsichtlich der internationalen Rahmenbedingungen belastend. Die dynamische Binnennachfrage führt zwar zu einem überwiegend positiven Stimmungsbild in der lokalen Industrie, jedoch dämpft die zögerliche Erholung des Welthandels die Exporterwartungen.

Der regionale Konjunkturklimaindex, als Zusammenfassung von Lagebeurteilung und künftigen Erwartungen, stieg zum Jahresanfang 2017 gegenüber Herbst 2016 von 118 auf 120 Punkte an. Trotz der positiven Erwartungen der Unternehmen, werden Investitionsentscheidungen nur zögerlich getroffen. Anhaltend hohe Auslastungsquoten werden vor allem im Baugewerbe und bei den Dienstleistern gemeldet. Lediglich im Groß- und Einzelhandel ist die Stimmung gegenüber den Vormonaten etwas verhaltener geworden, obgleich sich die gute Arbeitsmarktsituation und die zuletzt gestiegenen Löhne positiv auf den privaten Konsum auswirken. Einzelne Wirtschaftszweige, wie etwa die Unternehmen der Metallerzeugung und -bearbeitung, sowie die Gießereien weisen jedoch massive Schwierigkeiten auf. Zudem bleibt abzuwarten, wie lange die Unternehmen in der Region noch von den niedrigen Ölpreisen und dem schwachen Euro profitieren können. Mit einer Exportquote von 44% ist die Wirtschaft sehr anfällig für die protektionistischen Maßnahmen, welche sich angesichts der weltweiten Abschottungstendenzen abzeichnen. Nichts desto trotz werden die Auftragseingänge aus dem Ausland besser beurteilt als dies noch in 2016 der Fall war und 43% aller Unternehmen sind bis zur Gänze hin ausgelastet. Die Arbeitslosenquote hielt sich bis Weilen bei 5,1%, wie im Vorjahr.

Zinsentwicklung

Mit dem Ziel, die Inflationsrate im Euro-Raum wieder in Richtung des Zielwertes von knapp 2,0 % zu heben, hat die EZB im Verlauf des Berichtsjahres ihre expansive Geldpolitik fortgesetzt. Der Hauptrefinanzierungszinssatz wurde im März 2016 von 0,05 % auf 0,00 % gesenkt und ist seitdem unverändert. Zudem wurden die monatlichen Anleihenkäufe auf 80 Mrd. EUR pro Monat erhöht.

Die negative Entwicklung des Einlagenzinssatzes für Kreditinstitute bei der EZB hat sich im Jahr 2016 fortgesetzt. Im März 2016 wurde der schon historisch niedrige Einlagenzins von -0,3 % auf -0,4 % gesenkt und belastet damit die Banken weiterhin enorm.

Die Zinssätze fürs Tagesgeld blieben nahezu unverändert nahe 0 %. Im längerfristigen Bereich gaben die Zinssätze im Verlauf des Berichtsjahres zunächst weiter nach. Im vierten Quartal stiegen die Zinssätze wieder deutlich an.

Die amerikanische Notenbank (FED) hat im Jahr 2016 nach mehrmaligem Verschieben den Leitzinskorridor im Dezember 2016 um 0,25 %-Punkte auf 0,5 - 0,75 % erhöht. Für das Jahr 2017 sind weitere Zinserhöhungen geplant.

2. Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2016

Ab 01.01.2016 erfolgte die schrittweise Zusammenführung der nationalen Abwicklungsfonds zu einem einheitlichen europäischen Abwicklungsfonds (Vergemeinschaftung). Das Zielvolumen des einheitlichen, EU-weiten Abwicklungsfonds (Sinlge Resolution Fund - SRF) soll zum 01.01.2024 erreicht sein. Durch die Bankenabgabe sollen die Kosten des systematischen Risikos des Kredit- und Handelsgeschäfts dem Finanzsektor auferlegt werden.

Das nationale Gesetz zur Umsetzung der EU-Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie trat am 21. März 2016 in Kraft. Zum 23.12.2016 trat die Allgemeinverfügung der BaFin bezüglich des Kapitalzuschlags für Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch in Kraft.

Am 05.10.2016 erhielt die Stadtsparkasse Hilchenbach eine Anordnung zusätzlicher Eigenmittelanforderungen im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (SREP-Bescheid) in Höhe von 1,25 %-Punkten. Die damit verbundenen erhöhten Eigenmittelanforderungen berücksichtigten wir im Meldewesen zum Stichtag 31.12.2016. Aufgrund eines Widerspruches seitens der Stadtsparkasse Hilchenbach ging uns am 16.01.2017 ein korrigierter SREP-Bescheid zu. Die darin festgesetzten zusätzlichen Eigenmittelanforderungen in Höhe von 0,25 %-Punkten (statt zuvor 1,25 %-Punkten) berücksichtigen wir im Meldewesen seit dem Stichtag 31.03.2017.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

3.1. Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Die Bilanzsumme verringerte sich im Jahr 2016 um 4,9 Mio. EUR bzw. 1,6 % auf 303,0 Mio. EUR. Geplant war ein leichtes Wachstum. Das aus Kundenaktiva, Kundenpassiva, Eventualverbindlichkeiten, unwiderruflichen Kreditzusagen und den Kundenbeständen im Wertpapiergeschäft bestehende Geschäftsvolumen erhöhte sich um 13,2 Mio. EUR oder 3,0 % auf 460,0 Mio. EUR.

3.2. Kreditgeschäft

Insgesamt verlief die Entwicklung der Forderungen an Kunden gemessen an bilanziellen Werten mit einem Zugang von 3,5 % bzw. 6,9 Mio. EUR oberhalb der Planung von 3,5 Mio. EUR. Die Darlehenszusagen belaufen sich im Jahr 2016 auf 33,4 Mio. EUR. Die Darlehenszusagen zur Finanzierung des Wohnungsbaus reduzierten sich im Gesamtjahr um 13,9 % auf 15,5 Mio. EUR. Der Strukturanteil der Kundenforderungen an der Stichtagsbilanzsumme stieg auf 67,1 % (Vorjahr 63,8 %).

Bei Privatpersonen verringerten sich auf Grund gesunkener Nachfrage die Darlehensbestände um 0,5 Mio. EUR. Das zugesagte Kreditvolumen an private Haushalte reduzierte sich um 13,3 % auf 16,9 Mio. EUR aus. Im Kreditgeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen erhöhte sich das Kreditvolumen infolge einer Ausweitung der Schuldscheindarlehen an Unternehmen um 9,0 Mio. EUR. Die gewerblichen Darlehenszusagen verringerten sich um 3,9 % auf 14,8 Mio. EUR.

3.3. Wertpapiereigenanlagen

Zum Bilanzstichtag erhöhte sich der Bestand an Wertpapiereigenanlagen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 1,7 Mio. EUR auf 57,6 Mio. EUR. Ursächlich war, dass die Käufe die Fälligkeiten überstiegen.

3.4. Beteiligungen/Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz der Sparkasse per 31.12.2016 von unverändert 4,4 Mio. EUR entfiel mit 4,3 Mio. EUR auf die Beteiligung am SVWL. Die Abschreibung auf die Beteiligung am SVWL in Höhe von 0,3 Mio. EUR wurde durch eine Stammkapitalerhöhung des SVWL zur Kapitalzuführung bei der LBS West ausgeglichen.

3.5. Geldanlagen von Kunden

Die Sparkasse hatte für 2016 einen Rückgang der Geldanlagen um 0,9 Mio. EUR erwartet. Diese Erwartung wurde mit einer Erhöhung von 1,9 % übertroffen. Innerhalb des Kundengeldvermögens wurden 2016 die Kundeneinlagen stärker als ursprünglich erwartet ausgebaut, da die Kunden verstärkt in täglich fällige Anlagen investierten. Im Gegenzug wuchsen die Kundenwertpapierbestände weniger stark an. Die von Kunden unterhaltenen Wertpapierbestände sind um 1,5 Mio. EUR oder 4,7 % gestiegen. Insgesamt konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 4,1 Mio. EUR oder 1,9 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Geldvermögen unserer Kunden wuchs insgesamt um 2,3 %.

Aktuell verfügt die Sparkasse über einen bilanziellen Einlagenbestand von 216,9 Mio. EUR. Der Bestand an Spareinlagen und an Termineinlagen wies jeweils einen Rückgang von 1,2 Mio. EUR aus. Dagegen gab es bei den Sichteinlagen einen Anstieg von 10,0 Mio. EUR auf 71,2 Mio. EUR. Die Sparkassenbriefe sind in Summe um 3,3 Mio. EUR zurückgegangen.

3.6. Interbankengeschäft

Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich im Berichtsjahr um 14,4 Mio. EUR oder 32,3 % auf 30,2 Mio. EUR. Maßgeblich dafür war ein über den Bilanzstichtag 2015 aufgenommenes Termingeld bei der DekaBank in Höhe von 10,0 Mio. EUR, welches 2016 aus liquiden Mitteln zurückgezahlt wurde. Der Restwert wurde im Wesentlichen zum Ausbau des Kreditgeschäftes sowie für Wertpapiereigenanlagen verwendet. Der Bestand setzt sich hauptsächlich aus bei der Helaba unterhaltenen Liquiditätsreserven, einer Termingeldeinlage sowie Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um 9,7 Mio. EUR auf 53,4 Mio. EUR. Bei diesen Beständen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Weiterleitungsdarlehen und Sparkassenbriefe.

3.7. Dienstleistungsgeschäft

Das Wertpapiergeschäft wurde im Jahr 2016 maßgeblich von der weiteren Erholung der Kapital- und Aktienmärkte geprägt. Der Absatzschwerpunkt lag im Jahr 2016 im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere. Die Käufe stiegen um 0,5 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR an. In Summe ist der Umsatz im Wertpapiergeschäft 2016 im Vergleich zu 2015 um 5,7 Mio. EUR bzw. 38,3 % auf 9,2 Mio. EUR zurückgegangen, wobei die Wertpapierverkäufe unserer Kunden die Käufe überstiegen.

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 135 Bausparverträge mit einem Vertragsvolumen von 5,3 Mio. EUR abgeschlossen. Mit diesem Vertriebsergebnis liegen wir leicht über dem Niveau von 2015.

Der Absatz von Sach- und Lebensversicherungen konnte im Jahr 2016 nicht gesteigert werden. Während bei den Sachversicherungen der Absatz, bewertet anhand der Beitragssumme, um 23,3 % zurückging, reduzierte sich der Absatz bei den Lebensversicherungen deutlich um 56,1 %. Die Anzahl an verkauften Versicherungen nahm in beiden Bereichen um 9,6 % bzw. 27,2 % ab.

Die Anzahl der Immobilienvermittlungen blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert, jedoch ging der Absatz um 17,7 % auf 1,9 Mio. EUR zurück.

Das Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich insgesamt schwächer als erwartet.

3.8. Investitionen

Im Jahr 2016 wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt.

3.9. Personalbericht

Im Jahr 2016 beschäftigte die Sparkasse im Jahresdurchschnitt einschließlich der Aushilfen 61 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 65), davon 12 Teilzeitkräfte (MAK) und 6 Auszubildende. Die Ausbildungsquote lag bezogen auf die im Jahr 2016 durchschnittlich bankspezifisch beschäftigten Mitarbeiter in der Sparkasse mit 10,8 % unter dem Wert des Vorjahres (14,3 %).

Auch im Jahr 2016 war es Ziel der Sparkasse, das bestehende hohe Qualifikationsniveau in allen Unternehmensbereichen zu sichern und weiter auszubauen. So wurden 85 TEUR (Vorjahr 93 TEUR) in Aus- und Fortbildungsmaßnahmen investiert. Schwerpunkte bildeten neben Nachwuchs- und Förderprogrammen zahlreiche Seminare, Schulungen und Trainings zur weiteren Stärkung der Beratungs- und Betreuungskompetenz sowie einer ziel- und leistungsorientierten Führungsarbeit. So freuten sich eine junge Frau der Geschäftsstelle Dahlbruch und ein junger Mann der Hauptgeschäftsstelle Hilchenbach über den erfolgreichen Abschluss des Studiengangs Sparkassenfachwirt.

Die Berufsaus- und Fortbildung genießt in unserem Hause einen hohen Stellenwert. Vier junge Menschen haben im Januar 2016 ihre zweieinhalbjährige Ausbildung sehr erfolgreich abgeschlossen. Für drei von ihnen geht der Karriereweg in unserer Sparkasse weiter, eine junge Dame hat die Sparkasse auf eigenen Wunsch verlassen. Zwei junge Damen konnten Anfang August als neue Auszubildende begrüßt werden.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage

4.1. Vermögenslage

Die zum Jahresende ausgewiesenen Gewinnrücklagen erhöhten sich durch die Zuführung des Bilanzgewinns 2015. Insgesamt weist die Sparkasse inklusive des Bilanzgewinns 2016 vor Gewinnverwendung ein Eigenkapital von 14,3 Mio. EUR (Vorjahr 14,2 Mio. EUR) aus. Neben den Gewinnrücklagen verfügt die Sparkasse über umfangreiche weitere Eigenkapitalbestandteile. So wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB durch eine Vorsorge von 1,7 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR erhöht.

Die Eigenkapitalanforderungen der CRR wurden jederzeit eingehalten. Das Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf die risikobezogenen Positionswerte (Adressenausfall-, operationelle, Markt- und CVA-Risiken) übertrifft am 31.12.2016 mit 14,5 % den vorgeschriebenen Mindestwert von 8,0 % gemäß CRR zuzüglich des Kapitalerhaltungspuffers und des SREP-Zuschlags und den als Mindestgröße festgelegten Zielwert von 9,875 % deutlich. Die Kernkapitalquote beträgt 13,7 %. Die Leverage Ratio weist zum 31.12.2016 einen Wert von 7,92 % auf. Die Sparkasse weist damit eine angemessene Kapitalbasis auf.

4.2. Finanzlage

Die Zahlungsbereitschaft der Sparkasse war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund einer angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die Liquiditätskennziffer der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer (31.12.2016: 3,10) lag im Berichtsjahr durchgängig über dem in der Risikostrategie festgelegten Mindestwert von 1,15. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) weist einen Wert von 500 % aus. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden Guthaben bei der Deutschen Bundesbank geführt. Die Kredit- und Dispositionslinien bei der Deutschen Bundesbank und der Helaba wurden einmalig in Teilbeträgen in Anspruch genommen. Ein Spitzenausgleich erfolgte durch Termingeldaufnahmen und Termingeld- bzw. Tagesgeldanlagen bei anderen Kreditinstituten. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften abzuschließen, wurde in 2016 nicht in Anspruch genommen.

4.3. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung laut Jahresabschluss sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Die Erträge und Aufwendungen sind nicht um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt.

2016 2015 Veränderung Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR %
Zinsüberschuss 6,94 7,46 -0,52 -7,00
Provisionsüberschuss 1,54 1,54 0,00 0,00
Nettoergebnis des Handelsbestands 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige betriebliche Erträge 1,45 0,11 +1,34 +1218,18
Personalaufwand 4,41 4,93 -0,52 -10,55
Anderer Verwaltungsaufwand 1,70 1,85 -0,15 -8,11
Sonstige betriebliche 0,29 0,36 -0,07 -19,44
Aufwendungen        
Ergebnis vor Bewertung und Risikovorsorge 3,53 1,97 +1,56 +79,19
Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge 0,94 0,84 +0,10 +11,90
Zuführungen Fonds für allgemeine Bankrisiken 1,65 0,52 +1,13 +217,31
Ergebnis vor Steuern 0,94 0,62 +0,32 +51,61
Steueraufwand 0,90 0,58 +0,32 +55,17
Jahresüberschuss 0,05 0,03 +0,02 4-66,66
Zinsüberschuss: GuV-Posten Nr. 1 bis 4
Provisionsüberschuss: GuV-Posten Nr. 5 und 6
Sonstige betriebliche Erträge: GuV-Posten Nr. 8 und 20
Sonstige betriebliche Aufwendungen: GuV-Posten Nr. 11, 12, 17 und 21
Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge: GuV-Posten Nr. 13 bis 16

Vor dem Hintergrund des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus reduzierte sich der Zinsüberschuss um 7,00 %. Dies ist insbesondere auf die im Vergleich zu den Zinsaufwendungen stärker gesunkenen Zinserträge zurückzuführen.

Der Provisionsüberschuss blieb mit 1,54 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres und damit unter unseren Erwartungen.

Im Jahr 2016 waren die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen aufgrund einer Auflösung von Pensionsrückstellungen um 1,34 Mio. EUR höher.

Der Personalaufwand verringerte sich um 0,52 Mio. EUR auf 4,41 Mio. EUR. Die anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich um 0,15 Mio. EUR auf 1,70 Mio. EUR. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der Rückgang von 19,44 % auf 0,29 Mio. EUR im Wesentlichen auf geringere planmäßige Abschreibungen zurückzuführen.

Zur Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation eingesetzt. Zur Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. Auf dieser Basis beträgt das Betriebsergebnis vor Bewertung 0,69 % (Vorjahr 0,83 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2016; es lag damit über dem Planwert von 0,61 %. Im Vergleich mit den Sparkassen im SVWL wird ein unterdurchschnittlicher Wert erzielt. Dies gilt auch für die auf Basis der Betriebsvergleichswerte zur Unternehmenssteuerung eingesetzte Zielgröße Cost-Income-Ratio (Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen). Für die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern konnte die Sparkasse einen überdurchschnittlichen Wert erzielen. Im Jahr 2016 haben sich diese wie folgt entwickelt: Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern (bezogen auf das offen ausgewiesene Kapital zum Jahresbeginn) lag mit 10,8 % über dem Vorjahreswert von 5,9 %. Das Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen verschlechterte sich von 71,6 % auf 75,0 %. Das strategische Unternehmensziel von unter 70,0 % wurde damit nicht erreicht. Die Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Nettogewinn (Jahresüberschuss) und Bilanzsumme, betrug im Geschäftsjahr 2016 0,02 %.

Im Geschäftsjahr verminderte sich der Zinsüberschuss um 9,6 % auf 6,6 Mio. EUR. Der Rückgang war damit größer als erwartet. Die Zinsstrukturkurve im längerfristigen Bereich ist im Berichtsjahr bis zum Ende des dritten Quartals deutlich flacher geworden und erst gegen Ende des Jahres wieder auf einen Wert der leicht unter dem Jahresanfangswert liegt angestiegen. Das führte dazu, dass im Vergleich zum Vorjahr der Fristentransformationsbeitrag weiter zurückging. Belastungen bestanden aus dem anhaltenden Wettbewerb im Einlagengeschäft.

Demgegenüber entspricht der Provisionsüberschuss mit 0,53 % der DBS nahezu dem Niveau des Vorjahres, wobei insbesondere höhere Erträge aus dem Zahlungsverkehr die Rückgänge im Vermittlungsgeschäft und Wertpapiergeschäft mit Kunden kompensierten. Der Provisionsüberschuss lag damit leicht unter der Planung des Vorstandes.

Des Weiteren ist der Personalaufwand vor allem auf Grund geringerer Aufwendungen für Altersversorgung um 4,9 % auf 4,3 Mio. EUR und damit stärker gesunken als erwartet. Der Rückgang ist insbesondere auf eine geänderte Berücksichtigung von Effekten aus einem geänderten Abzinsungssatz bei den Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Die Effekte werden nun nicht mehr im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis berücksichtigt. Die Tarifsteigerung im Jahr 2016 wirkte hingegen belastend auf die Personalaufwendungen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen blieben mit 1,8 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen nach Verrechnung mit Erträgen (Bewertung und Risikovorsorge) wurden in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) ausgewiesen. Dabei steht einem um 0,1 Mio. EUR besseren Bewertungsergebnis Wertpapiere, ein um 0,1 Mio. EUR schlechteres Bewertungsergebnis Kredit gegenüber. Maßgeblich für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr war eine Abschreibung auf die Beteiligung am SVWL in Höhe von 0,3 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss konnte um 38,2 % gesteigert werden und betrug 0,05 Mio. EUR.

Vor dem Hintergrund des intensiven Wettbewerbs und der ertrags- und risikoorientierten Wachstumspolitik des Instituts ist die Sparkasse mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2016 zufrieden. Unter den gegebenen wirtschaftlichen Bedingungen wird die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend beurteilt.

C. Nachtragsbericht

Die Nachtragsberichterstattung erfolgt gemäß § 285 Nr. 33 HGB im Anhang.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Ziele und Strategien des Risikomanagements

Risiken werden eingegangen, wenn Chancen und Risiken in einem angemessenen Verhältnis stehen. Dies geschieht nach geschäftspolitischen und betriebswirtschaftlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit der Sparkasse. Zur Risikosteuerung besteht ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Vorstand hat in der Risikostrategie und den untergeordneten Teilrisikostrategien die Rahmengrundsätze des Risikomanagements und die risikopolitische Ausrichtung der Sparkasse im Rahmen eines festgelegten Strategieprozesses überprüft und den aktuellen Rahmenbedingungen angepasst. Für die bedeutendsten Risikokategorien der Sparkasse, Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, operationelle Risiken und Liquiditätsrisiko, wurden die separaten Teilrisikostrategien aktualisiert. Alle Geschäftsbereiche verfolgen die Zielsetzung, bei den eingegangenen Risiken die Wahrscheinlichkeit der Realisation eines Vermögensverlustes zu minimieren. Dies wird durch frühzeitiges Erkennen von Gefahrensituationen und rechtzeitige Gegenmaßnahmen sichergestellt. Das Risikomanagementsystem wird laufend weiterentwickelt.

Aus der Risikodeckungsmasse wird ein Risikobudget zur Abdeckung der potenziellen Risiken bereitgestellt. Die eingegangenen Einzelrisiken werden im Rahmen der GuV-orientierten Risikotragfähigkeitsrechnung dem Risikobudget gegenübergestellt und eine Auslastungsquote ermittelt. Die Gesamtsumme der Einzelrisiken ist auf die Höhe des Risikobudgets limitiert und wird ebenso wie die Risikodeckungsmasse laufend überprüft. Begrenzt werden die eingegangenen Risiken durch den Umfang des bereitgestellten Risikodeckungspotenzials und des hieraus abgeleiteten gesamten Risikolimits. Darüber hinaus werden aus dem Risikobudget Einzellimite für einzelne Risikoarten bzw.

-gruppen in der Risikotragfähigkeit abgeleitet. Daneben existieren für einzelne Risiken ergänzende Risiko- und Volumenlimite. Der Risikoausschuss der Sparkasse nimmt die Entwicklung der Risikolage regelmäßig zur Kenntnis.

Gemäß den Anforderungen der MaRisk wird das Risikotragfähigkeitskonzept um einen zukunftsgerichteten Kapitalplanungsprozess ergänzt. Damit ist die frühzeitige Identifikation eines zusätzlichen Kapitalbedarfs (im Sinne des Risikodeckungspotenzials) möglich, der sich über den Risikobetrachtungshorizont hinaus zur Deckung künftiger Risiken ergeben könnte. Die frühzeitige Einleitung eventuell erforderlicher Maßnahmen wäre damit möglich. Beim Kapitalplanungsprozess handelt es sich nicht um eine erweiterte Risikotragfähigkeitsbetrachtung im engeren Sinne.

2. Risikomanagementsystem

Zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken hat der Vorstand ein Risikomanagement- und -überwachungssystem eingerichtet. Das vorrangige Ziel des Risikomanagementprozesses besteht darin, mögliche Risiken transparent und damit steuerbar zu machen. Das Risikomanagement umfasst die Verfahren zur Identifizierung und Bewertung der Risiken, die Festlegung von geeigneten Steuerungsmaßnahmen sowie die notwendigen Kontrollprozesse. Unter dem Begriff "Risiko" wird dabei eine Verlust- oder Schadensgefahr für die Sparkasse verstanden, die entsteht, wenn eine erwartete künftige Entwicklung ungünstiger verläuft als geplant oder sogar existenzbedrohend wird. Die Verringerung oder das vollständige Ausbleiben einer Chance zur Erhöhung der Erträge oder des Sparkassenvermögens wird nicht als Risiko angesehen. Bei der Betrachtung der Risiken nimmt die Sparkasse eine Nettobetrachtung vor. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation gemäß § 25a Abs. 1 KWG und dient dem Vorstand, Verwaltungsrat sowie dem Risikoausschuss zur Überwachung der Risiken aus der geschäftlichen Tätigkeit der Sparkasse.

Für risikorelevante Geschäfte ist die in den MaRisk geforderte Funktionstrennung insgesamt bis in die Ebene des Vorstands zwischen Handel/Markt einerseits und Abwicklung, Kontrolle und Risikocontrolling/Marktfolge andererseits festgelegt. Die Verhinderungsvertretung nach § 15 Abs. 2b SpkG. NRW des Markt- und Marktfolgevorstands wird von einer im Marktfolgebereich angesiedelten Verhinderungsvertreterin wahrgenommen. In Anlehnung BTO 2.1 Tz. 2 MaRisk hat die Sparkasse darüber hinaus von einer aufbauorganisatorischen Trennung des Bereiches Handel von den Funktionen des Risikocontrollings sowie der Abwicklung und Kontrolle abgesehen, weil sich die Handelsaktivitäten in ihrer Gesamtheit auf Handelsgeschäfte konzentrieren, die unter Risikogesichtspunkten nicht als wesentlich einzustufen sind. Risikobehaftete Geschäfte werden nur getätigt, sofern deren Risikogehalt von allen damit befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beurteilt werden können. Bevor Geschäfte mit neuen Produkten oder auf neuen Märkten regelmäßig abgeschlossen werden, ist im Rahmen einer Testphase das Risikopotenzial dieser Geschäfte zu bewerten und sind die für die Abwicklung notwendigen Prozesse in Arbeitsanweisungen festzulegen. Die Interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen das Risikomanagementsystem. Zielsetzung der Prüfungen ist insbesondere die ordnungsgemäße Handhabung der festgelegten Regelungen sowie die Feststellung von Schwachstellen im Risikomanagementsystem und die Überwachung der Umsetzung notwendiger Anpassungen.

Gemäß den MaRisk hat jedes Institut über eine Risikocontrolling-Funktion zu verfügen, die für die unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken zuständig ist. Der Vorstand der Sparkasse hat die Leitung der Risikocontrolling-Funktion dem Abteilungsleiter Unternehmenssteuerung übertragen. Der Risikocontrolling-Funktion wurden die in den MaRisk geforderten Befugnisse eingeräumt und Aufgaben übertragen.

Der Vorsitzende des Risikoausschusses kann unmittelbar beim Leiter des Risikocontrollings Auskünfte einholen. Der Leiter des Risikocontrollings muss den Vorstand hierüber unterrichten.

In der Sparkasse ist eine Compliance-Funktion eingerichtet, deren Aufgaben von den Mitarbeitern der Abteilung Unternehmenssteuerung wahrgenommen werden. Der Leiter ist als Compliance-Beauftragter unmittelbar dem Vorstand unterstellt und ihm gegenüber berichtspflichtig.

3. Risikomanagementprozess

Aus dem Gesamtsystem hat unser Haus einen Managementprozess zur Erkennung und Bewertung von Risiken (strategische, jährliche Risikoinventur) sowie zur Messung, Steuerung und Kontrolle von Risiken (operative, dauerhafte Tätigkeiten) abgeleitet. Anhand von Risikoindikatoren erfolgen eine systematische Ermittlung der Risiken sowie deren Einordnung in einen Risikokatalog. Die Risikomessung erfolgt für die in die Risikotragfähigkeitsrechnung einbezogenen wesentlichen Risiken in einem periodenorientierten Konzept. In der handelsrechtlichen Sichtweise werden die Risiken danach gemessen, ob und in welcher Höhe ihr Eintritt Auswirkungen auf den Jahresüberschuss der Sparkasse hat.

Die Ermittlung der Risiken in der periodischen Sichtweise erfolgt auf den Planungshorizont von jeweils einem Jahr. Als Risiko wird in dieser Sichtweise eine negative Abweichung von den Planwerten verstanden.

Daneben werden die aufsichtsrechtlich vorgegebenen Relationen als strenge Nebenbedingung regelmäßig ermittelt und überwacht. Unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisprognose sowie der vorhandenen Reserven wird ein Risikobudget festgelegt. Auf das Risikobudget werden alle wesentlichen Risiken der Sparkasse angerechnet. Mit Hilfe der handelsrechtlichen Betrachtung wird gewährleistet, dass die Auslastung des Risikobudgets jederzeit sowohl aus dem handelsrechtlichen Ergebnis als auch aus vorhandenem Vermögen der Sparkasse getragen werden kann. Die Sparkasse führt in der handelsrechtlichen Sichtweise ab Mitte des Jahres darüber hinaus auch eine Risikotragfähigkeitsrechnung für das Folgejahr durch. Neben der Risikotragfähigkeitsrechnung werden regelmäßig Stressszenarien berechnet, bei denen die Anfälligkeit der Sparkasse gegenüber unwahrscheinlichen, aber plausiblen Ereignissen analysiert wird. Dabei wird auch das Szenario eines schweren konjunkturellen Abschwungs analysiert sowie ein inverser Stresstest durchgeführt. Die Stresstests berücksichtigen dabei auch Risikokonzentrationen innerhalb (Intra-Risikokonzentrationen) und zwischen einzelnen Risikoarten (Inter-Risikokonzentrationen). Diversifikationseffekte, die das Gesamtrisiko mindern würden, werden nicht berücksichtigt.

Die zur Steuerung bzw. Verringerung von Risiken einzusetzenden Instrumente sind vom Vorstand festgelegt worden. Die Bearbeitungs- und Kontrollprozesse sind umfassend in Arbeitsanweisungen beschrieben. Die durchgeführten Maßnahmen zur Steuerung bzw. Verringerung der Risiken werden regelmäßig überprüft. Verbesserungsmöglichkeiten fließen in den Risikomanagementprozess ein.

Die Interne Revision gewährleistet die unabhängige Prüfung und Beurteilung sämtlicher Aktivitäten und Prozesse der Sparkasse sowie von ihr ausgelagerter Bereiche. Sie achtet dabei insbesondere auf die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements und berichtet unmittelbar dem Vorstand.

Über die eingegangenen Risiken wird dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss der Sparkasse regelmäßig schriftlich im Rahmen eines vierteljährlichen Gesamtrisikoberichts und unter Beachtung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben durch die MaRisk berichtet. Eine Ad-hoc-Berichterstattung ist bei Risikoereignissen von wesentlicher Bedeutung vorgesehen.

Der Risikogesamtbericht enthält neben einer zusammenfassenden Beurteilung der Risiko- und Ertragssituation sowie der Limitauslastungen ggf. auch Handlungsempfehlungen zur Steuerung und Verringerung der Risiken, über die die Geschäftsleitung entscheidet. Dadurch kann zeitnah die Einhaltung der durch die Risikostrategie vorgegebenen Regelungen überprüft werden. Die Berichterstattung enthält auch die Auswirkungen von Stresseinflüssen auf die Risikosituation der Sparkasse. Dadurch soll die Wirkung von unwahrscheinlichen, aber plausibel möglichen Ereignissen auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse analysiert, transparent und steuerbar gemacht werden. Dabei wird auch das Szenario eines schweren konjunkturellen Abschwungs analysiert sowie ein inverser Stresstest durchgeführt. Die dargestellten Stresstests berücksichtigen auch Risikokonzentrationen innerhalb (Intra-Risikokonzentrationen) und zwischen einzelnen Risikoarten (Inter-Risikokonzentrationen). Ferner wird über erkannte Risikokonzentrationen berichtet.

Die Berichterstattung über die wesentlichen Risikoarten wird durch eine Vielzahl regelmäßiger Berichte (wöchentlich, monatlich und quartalsweise) zeitnah und umfänglich sichergestellt. Zusätzlich sind Regeln für Ad-hoc-Berichterstattungen bei dem Eintritt von Risikoereignissen mit wesentlicher Bedeutung vorgesehen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über das regelmäßige Risikoberichtswesen der Sparkasse:

Risiken Berichtsart Berichtstur- nus Zuständige Abteilung Adressat
Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft Risikogesamtbericht vierteljährlich Marktfolge Kredit Vorstand
Adressenausfallrisiken aus Beteiligungen Risikogesamtbericht vierteljährlich Marktfolge Kredit / Unternehmenssteuerung Vorstand
Länderrisiko Risikogesamtbericht vierteljährlich Marktfolge Kredit / Unternehmenssteuerung Vorstand
Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften Risikogesamtbericht vierteljährlich Unternehmenssteuerung Vorstand
Marktpreisrisiken (Anlagebuch) Risikogesamtbericht vierteljährlich Unternehmenssteuerung Vorstand
Zinsänderungsrisiko Risikogesamtbericht vierteljährlich Unternehmenssteuerung Vorstand
Liquiditätsrisiko Risikogesamtbericht jährlich Unternehmenssteuerung Vorstand
Operationelle Risiken Risikogesamtbericht jährlich Leiter Risikocontrolling Vorstand

4. Aufgabenzuordnung im Rahmen des Risikomanagementsystems

Für alle Teilschritte des Risikomanagements sind Verantwortlichkeiten festgelegt worden. Die Ergebnisse der Risikoinventur werden zentral vom Leiter der Risikocontrollingfunktion überprüft. Zu seinen Aufgaben gehören die Analyse und Quantifizierung der Risiken, die Überwachung der Einhaltung der vom Vorstand festgelegten Limite und die Risikoberichterstattung. Der Leiter der Risikocontrollingfunktion ist auch für die Fortentwicklung des Risikomanagementsystems und die Abstimmung der gesamten Aktivitäten im Risikomanagement verantwortlich. Das Risikomanagementsystem ist in einem Risikohandbuch dokumentiert.

Die folgende Übersicht zeigt die im Risikohandbuch der Sparkasse beschriebenen wesentlichen Risikokategorien:

Risikokategorien
Adressenausfallrisiken Marktpreisrisiken Liquiditätsrisiken Operationelle Risiken

Aufbauend auf der GuV-orientierten Risikotragfähigkeitsrechnung werden im Rahmen der Gesamtbanksteuerung die wesentlichen Risiken limitiert. Ferner ist der Umgang mit wesentlichen Risiken sowie Risikokonzentrationen in der Risikostrategie beschrieben.

5. Strukturierte Darstellung der wesentlichen Risikoarten

5.1. Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft

Unter dem Adressenausfallrisiko im Kreditgeschäft verstehen wir die Gefahr, dass ein Kreditnehmer die ihm gewährten Kredite nicht bzw. nur eingeschränkt oder nicht vollständig vertragsgemäß zurückzahlen kann oder will. Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken hat der Vorstand der Sparkasse eine Kreditrisikostrategie festgelegt, die jährlich überprüft wird. Die Risikostrategie für das Kreditrisiko ist Teil der Gesamtrisikostrategie. Im Rahmen dieser Strategie werden Ziele zur Verbesserung der Risikoposition festgelegt, die schwerpunktmäßig Bonitätsbegrenzungen und Strukturvorgaben für das Kreditneugeschäft betreffen. Grundlage jeder Kreditentscheidung ist eine detaillierte Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer. Im risikorelevanten Kreditgeschäft gemäß MaRisk ist ein zweites Kreditvotum durch den vom Markt unabhängigen Marktfolgebereich notwendig.

Zum 31.12.2016 wurden etwa 33,4 % der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftliche selbstständige Privatpersonen vergeben, 63,7 % an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen. Diese Werte weichen von denen im Verbandsdurchschnitt ermittelten Verhältnissen insofern ab, als der Anteil der an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen vergebenen Kreditmittel lediglich 44,6 % und der an Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Privatpersonen vergebene Anteil 48,8 % beträgt.

Das Kreditgeschäft der Sparkasse gliedert sich in zwei große Gruppen: Das Firmenkunden-/ Kommunalkreditgeschäft und das Privatkundenkreditgeschäft.

Buchwerte
Kreditgeschäft der Sparkasse 31.12.2016 31.12.2015
Mio. EUR Mio. EUR
Firmenkundenkredite 63,3 56,4
Privatkundenkredite 115,4 114,9
Weiterleitungsdarlehen 27,7 28,0
darunter für den Wohnungsbau (19,2) (20,0)
Kommunalkredite und kommunalverbürgte Kredite 2,3 2,9
Gesamt 208,7 202,2

Tabelle: Kreditgeschäft der Sparkasse

Die Grenze nach Artikel 395 Absatz 1 CRR (Großkredit-Obergrenze) wurde im gesamten Berichtsjahr 2016 nicht überschritten.

Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch im Kreditgeschäft der Sparkasse wieder. Den Schwerpunktbereich bilden mit 28,7 % der Forderungen an Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Privatpersonen die Ausleihungen an das verarbeitende Gewerbe. Darüber hinaus entfallen 22,8 % auf das sonstige Dienstleistungsgewerbe.

Die auf der nächsten Seite folgende Darstellung enthält den Gesamtbetrag der Forderungen zum Bilanzstichtag, aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Forderungsarten und verteilt auf geografische Hauptgebiete, Hauptbranchen und vertragliche Restlaufzeiten. Die bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte werden jeweils mit ihren Buchwerten nach Abzug der Risikovorsorge und vor Kreditrisikominderung ausgewiesen. Die Ermittlung der Zahlen wird gemäß den Vorgaben der CRR (gegliedert nach Forderungsarten) vorgenommen.

Kredite, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva
TEUR
Gesamtbetrag der Forderungen 286.055,4
Verteilung der Forderungsarten nach geografischen Hauptgebieten  
Deutschland 282.030,4
EU 2.747,1
Sonstige 1.277,9
Verteilung der Forderungsarten nach Hauptbranchen  
Banken 31.105,9
Investmentfonds 0
Privatpersonen 150.726,4
Öffentliche Haushalte* 7.809,7
Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Privatpersonen 91.243,5
- Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur 775,3
- Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung von Steinen Erden 1.501,7
- Verarbeitendes Gewerbe 26.198,1
- Baugewerbe 4.289,5
- Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 6.559,0
- Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung 7.208,3
- Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 10.581,1
- Grundstücks- und Wohnungswesen 13.303,0
- Sonstiges Dienstleistungsgewerbe 20.827,5
Organisationen ohne Erwerbszweck 450,3
Sonstige 4.719,6
Verteilung der Forderungsarten nach vertraglichen Restlaufzeiten  
< 1 Jahr 82.281,5
1 Jahr bis 5 Jahre 35.505,6
> 5 Jahre bis unbefristet 168.268,4

Zu *) Hierbei handelt es sich um "öffentliche Haushalte" im Sinne der Kundensystematik der Bundesbank. Darunter fallen die Gebietskörperschaften des öffentlichen Rechts, kommunale Zweckverbände, Regie-/Eigenbetriebe, die Sondervermögen des Bundes und die Sozialversicherung. Davon abzugrenzen sind die "Kommunalkredite" (laut Tabelle "Kreditgeschäft der Sparkasse"). Zu den Kommunalkrediten zählen neben sämtlichen Krediten an öffentliche Haushalte nach Bundesbankdefinition auch alle Kredite an Anstalten und Körperschaften des öffentlichen Rechts. In der Tabelle "Kreditgeschäft der Sparkasse" sind zusätzlich kommunal verbürgte Kredite enthalten.

Die Größenklassenstruktur zeigt insgesamt eine breite Streuung des Kreditgeschäftes 1.

1 Die Auswertung erfolgt auf Basis von Wirtschaftsverbünden. Der Wirtschaftsverbund geht über den § 19.2 KWG-Verbund hinaus und stellt eine Zusammenfassung von wirtschaftlich abhängigen Personen dar.

Größenklasse 1 2 3 4
in Mio. € bis 0,5 0,5 bis 2,5 2,5 bis 5,0 ab 5,0
Anzahl in % 98,8 1,0 0,1 0,1
Volumen in % 6 o,3 19,7 10,9 9,1

Die Kreditrisikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer mit guten Bonitäten bzw. geringeren Ausfallwahrscheinlichkeiten 2 . Dies wird durch die Neugeschäftsplanung unterstützt.

2 Die Auswertung erfolgt auf Basis von Einzelkreditnehmern. Die Ratingnoten basieren auf der DSGV-Masterskala. Die Note 1 stellt dabei die bestmögliche Note dar. Ab der Note 16 beginnen die Ausfallkategorien.

Ratingklasse Anzahl in % Volumen in
1 bis 9 91,8 90,9
10 bis 15 7,2 7,2
16 bis 18 1,0 1,9

Ein Schwerpunkt des Kreditgeschäftes sind Kredite und Darlehen, die mit Grundschulden abgesichert sind. Bei der Bewertung dieser Objekte legen wir vorsichtige Maßstäbe an und haben spezielle Überwachungsinstrumente implementiert, sodass sich in Verbindung mit der guten Ortskenntnis nur überschaubare Risiken ergeben. Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. Der Schwerpunkt bei der Branchengliederung liegt im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor, darunter insbesondere im Grundstücks- und Wohnungswesen. Bemerkenswerte Risikokonzentrationen in Branchen sind nicht erkennbar.

Das Länderrisiko, das sich aus unsicheren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen eines anderen Landes ergeben kann, ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgelegte Kreditvolumen einschließlich Wertpapiere betrug am 31.12.2016 9,4 % des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG.

Für die Risikoklassifizierung setzen wir die von der Sparkassen-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringverfahren ein. Mit diesen Verfahren werden die einzelnen Kreditnehmer zur Preisfindung und zur Steuerung des Gesamtkreditportfolios entsprechend ihren individuellen Ausfallwahrscheinlichkeiten einzelnen Risikoklassen zugeordnet. Auf dieser Basis ermittelt die Sparkasse die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft. Die Abschirmung der Adressenausfallrisiken ist im Rahmen unserer Risikotragfähigkeitsrechnung durch das zugewiesene Risikodeckungspotenzial sichergestellt.

Zur Steuerung des Gesamtkreditportfolios werden die gerateten Kreditnehmer einzelnen Risikoklassen zugeordnet. Das Gesamtrisiko unseres Kreditportfolios wird auf der Grundlage der Risikoklassifizierungsverfahren ermittelt. Den einzelnen Risikoklassen werden jeweils vom DSGV validierte Ausfallwahrscheinlichkeiten zugeordnet. Die Verlustverteilung des Kreditportfolios wird in einen "erwarteten Verlust" und einen "unerwarteten Verlust" unterteilt. Der "erwartete Verlust" als statistischer Erwartungswert wird im Rahmen der Kalkulation als Risikoprämie in Abhängigkeit von der ermittelten Ratingstufe und den Sicherheiten berücksichtigt. Der "unerwartete Verlust" (ausgedrückt als Value-at-Risk) spiegelt die möglichen Verluste wider, die unter Berücksichtigung eines Konfidenzniveaus von 95 % innerhalb der nächsten zwölf Monate voraussichtlich nicht überschritten werden. Mit Hilfe dieser Informationen werden auch die Veränderungen des Kreditportfolios analysiert.

Zum 31.12.2016 weisen 74,0 % des Gesamtkreditvolumens ein Rating aus dem Investmentgradebereich auf, 16,9 % haben eine Ratingnote zwischen BB+ bis BB-, 6,5 % zwischen B+ bis B- und für 0,7 % des Gesamtkreditvolumens die Note im Bereich CCC+ - C.

Konzentrationen bestehen im Kreditportfolio in folgendem Bereich: Bei den Kreditsicherheiten haben wir eine Konzentration im Bereich der Grundschulden (als Objekte im Ausleihbezirk). Bei der Bewertung legen wir vorsichtige Maßstäbe an, sodass sich in Verbindung mit der guten Ortskenntnis nur überschaubare Bewertungsrisiken ergeben.

Diese Konzentration ist systembedingt und damit strategiekonform. Insgesamt ist unser Kreditportfolio sowohl nach Branchen und Größenklassen als auch nach Ratinggruppen gut diversifiziert. Die Adressenausfallrisiken entwickelten sich in 2016 nahezu konstant. Das Bewertungsergebnis Kreditgeschäft hat sich in 2016 verschlechtert.

Zur frühzeitigen Identifizierung der Kreditnehmer, bei deren Engagements sich erhöhte Risiken abzuzeichnen beginnen, setzen wir das "OSPlus-Frühwarnsystem" ein. Im Rahmen dieses Verfahrens sind quantitative und qualitative Indikatoren festgelegt worden, die eine Früherkennung von Kreditrisiken ermöglichen.

Soweit einzelne Kreditengagements festgelegte Kriterien aufweisen, die auf erhöhte Risiken hindeuten, werden diese Kreditengagements einer gesonderten Beobachtung unterzogen (Intensivbetreuung). Kritische Kreditengagements werden von spezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Grundlage eines Sanierungs- bzw. Abwicklungskonzeptes betreut (Problemkredite). Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren. Die Kreditstruktur und ihre Entwicklung im Jahr 2016 entsprechen der vom Vorstand vorgegebenen neutralen Risikoeinstellung.

Von dem Gesamtbetrag an Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen entfällt ca. die Hälfte auf Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Personen. Die Direktabschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen, Kredite in Verzug (ohne Wertberichtigungsbedarf) und Nettozuführungen/Auflösungen von EWB entfallen nahezu ausschließlich auf im Inland ansässige Privatpersonen und Unternehmen. Der Anteil von Forderungen in Verzug (ohne Wertberichtigungen) außerhalb Deutschlands ist von untergeordneter Bedeutung. Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen lagen zum Berichtsstichtag nicht vor.

Entwicklung der Risikovorsorge:

Art der Risikovorsorge Anfangsbestand per 01.01.2016 Zuführung Auflösung Verbrauch Endbestand per 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
EWB 990,0 271,1 122,5 159,2 979,4
Rückstellungen 32,9 0 32,9 0 0
PWB 207,0 0 50,0 0 157,0
Gesamt 1.229,9 271,1 205,4 159,2 1.136,4

Nach Art. 178 Abs. 1 CRR liegt ein Ausfall eines Schuldners vor, wenn er mit einem wesentlichen Teil seiner Gesamtverbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse an mehr als 90 aufeinanderfolgenden Kalendertagen überfällig ist oder die Sparkasse es als unwahrscheinlich ansieht, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten in voller Höhe begleichen wird, ohne dass die Sparkasse auf Maßnahmen wie Verwertung von Sicherheiten zurückgreift.

Liegt ein Ausfall bei einem Engagement vor, wird nicht nur das einzelne Konto, bei dem der Ausfall aufgetreten ist, als Ausfall berücksichtigt, sondern sämtliche Forderungen gegenüber dem Kunden. Kredite, für die Risikovorsorgemaßnahmen (Einzelwertberichtigungen und Teilabschreibungen) getroffen wurden bzw. die sich in Abwicklung befinden, werden als notleidend bezeichnet.

Gesamtbetrag notleidender Forderungen

Bestand EWB

Bestand

Rückstellungen

Direktabschreibungen

Gesamtbetrag

Überfälliger

Forderungen

Gesamtbetrag notleidender Forderungen Bestand EWB Bestand Rückstellungen Direktabschreibungen Gesamtbetrag Überfälliger Forderungen
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Hauptbranchen          
Banken 0 0 0 0 0
Investmentfonds 0 0 0 0 0
Öffentliche Haushalte 0 0 0 0 0
Privatpersonen 1.159,1 494,6 0 115,2 1.224,5
Unternehmen und wirtschaftlich          
selbständige Privatpersonen 1.698,7 484,8 0 5,6 623,7
- Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur 0 0 0 0 0
- Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung von Steinen Erden 0 0 0 0 0
- Verarbeitendes Gewerbe 20,8 8,3 0 0 519,8
- Baugewerbe 128,3 90,2 0 0 1,6
- Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 0 0 0 5,6 0
- Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung 0 20,0 0 0 100,0
- Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 38,4 38,3 0 0 0
- Grundstücks- und Wohnungswesen 0 0 0 0 0
- Sonstiges Dienstleistungsgewerbe 1.511,2 328,0 0 0 2,3
Organisationen ohne          
Erwerbszweck 0 0 0 0 0
Sonstige 0 0 0 0 0
Geografische Hauptgebiete          
Deutschland 2.857,8 979,4 0 120,8 1.848,2
EU 0 0 0 0 0
Sonstige 0 0 0 0 0
Gesamt 2.857,8 979,4 0 120,8 1.842,2

Tabelle: Verteilung der Gesamtinanspruchnahme aus notleidenden und in Verzug geratenen Krediten

In der Tabelle "Verteilung der Gesamtinanspruchnahme aus notleidenden und in Verzug geratenen Krediten" wird die Verteilung der spezifischen Kreditrisikoanpassungen gemäß Artikel 442 CRR aufgeführt.

Die Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisiken bei Kredit-engagements zu erkennen, diese zu steuern und zu bewerten sowie im Jahresabschluss durch Risikovorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen.

Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf, d. h. Bedarf an spezifischen Kreditrisikoanpassungen, besteht. Eine außerordentliche Überprüfung erfolgt, wenn der Sparkasse Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse hinweisen. Die Höhe der im Einzelfall zu bildenden spezifischen Kreditrisikoanpassungen orientiert sich zum einen an der Wahrscheinlichkeit, mit der der Kreditnehmer seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Basis hierfür ist die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse und das Zahlungsverhalten des Kunden. Darüber hinaus erfolgt eine Bewertung der Sicherheiten mit ihren wahrscheinlichen Realisationswerten, um einschätzen zu können, welche Erlöse nach Eintritt von Leistungsstörungen noch zu erwarten sind.

Die Angemessenheit der spezifischen Kreditrisikoanpassungen wird regelmäßig überprüft und fortgeschrieben. Eine Auflösung der spezifischen Kreditrisikoanpassungen erfolgt bei nachhaltiger Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers, d. h. wenn die Kapitaldienstfähigkeit wieder erkennbar ist, oder wenn die Kreditrückführung aus vorhandenen Sicherheiten möglich ist.

Für latente Ausfallrisiken bildet die Sparkasse Pauschalwertberichtigungen. Darüber hinaus bestehen allgemeine Kreditrisikoanpassungen in Form von Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken nach § 340f HGB.

Berechnungsweisen sowie die Prozesse zur Genehmigung der Risikovorsorge sind in den Organisationsrichtlinien der Sparkasse geregelt.

Die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Grenzen. Im Hinblick auf den geringen Umfang der Auslandskredite ist das Länderrisiko aus dem Kreditgeschäft ohne größere Bedeutung.

5.2. Adressenausfallrisiken der Beteiligungen

Unter dem Adressenausfallrisiko aus Beteiligungen verstehen wir die Gefahr einer bonitätsbedingten Wertminderung des Unternehmenswertes. Die Adressenausfallrisiken der Beteiligungen werden gesondert untersucht. Zur Überwachung der wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungsunternehmen werden jährlich die Jahresabschlüsse ausgewertet und beurteilt. Die Risiken aus Beteiligungen beziehen wir in unser Risikomanagement ein.

Aus der Beteiligung am SVWL resultieren Risiken hinsichtlich der weiteren Wertentwicklungen der Beteiligungen des SVWL, die wir in unser Risikomanagement einbeziehen. Zum 31.12.2016 erfolgte infolge zurückgegangener Unternehmenswerte einzelner Beteiligungen des SVWL eine weitere Abschreibung. Außerdem haftet die Sparkasse entsprechend ihrem Anteil am Stammkapital des SVWL für unerwartete Risiken aus dem Auslagerungsportfolio "Erste Abwicklungsanstalt" (EAA), in das strategisch nicht notwendige Vermögenswerte der ehemaligen WestLB AG zwecks Abwicklung übertragen wurden und stellt dazu Teile ihres Jahresüberschusses in eine zweckgebundene Ansparrücklage ein.

Wertansätze für Beteiligungsinstrumente

Die Stadtsparkasse Hilchenbach hält ausschließlich strategische Beteiligungen; Renditeüberlegungen spielen hierbei eine nur untergeordnete Rolle. Die Beteiligungspositionen sind nicht börsennotiert und gehören keinem diversifizierten Beteiligungsportfolio an. Zum Bilanzstichtag beträgt der Buchwert TEUR 4.404,9.

5.3. Adressenausfallrisiken und Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften

Zu den Handelsgeschäften zählen wir alle in den MaRisk festgelegten Geschäftsarten.

5.3.1. Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften

Unter dem Adressenausfallrisiko aus Handelsgeschäften verstehen wir die Gefahr von Bonitätsverschlechterungen oder dem Ausfall eines Emittenten, Kontrahenten oder eines Referenzschuldners. Für die Limitierung des Adressenausfallrisikos aus Eigenanlagegeschäften setzt die Sparkasse individuelle Emittenten- und Kontrahentenlimite fest. Darüber hinaus existiert ein übergreifendes Limit für die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften. Hierbei werden externe Ratings und die damit verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Der Bestand der Wertpapiere entfällt im Wesentlichen auf Schuldverschreibungen und Anleihen (56,3 Mio. EUR inkl. abgegrenzter Zinsen), sowie sonstige Investmentfonds (1,3 Mio. EUR). Die von uns direkt gehaltenen und von Kreditinstituten und Unternehmen emittierten Wertpapiere weisen zu rund 89,9 % ein Rating aus dem Investmentgradebereich auf. Des Weiteren weisen 7,9 % der von uns gehaltenen Wertpapiere ein Rating aus dem Non-Investmentgradebereich auf und 2,2 % sind nicht geratet. Bei den Wertpapieren ohne Rating handelt es sich um Anteile an Publikumsfonds. Darüber hinaus wird der Geschäftsumfang durch die vom Vorstand vorgegebene Marktpreisrisikostrategie und durch Rahmengrundsätze begrenzt.

Die Wertpapieranlagen der Sparkasse verteilen sich auf folgende geografische Hauptgebiete, Hauptbranchen und Restlaufzeiten. Für die Zuordnung der Spezial- und Publikumsfonds zu den geografischen Hauptgebieten wird auf das Sitzland der Kapitalanlagegesellschaft abgestellt. Die Zuteilung zu der Kategorie Wertpapiere entspricht den Vorgaben der CRR. Die Ermittlung der Zahlen wird ebenfalls gemäß den Vorgaben der CRR (gegliedert nach Forderungsarten) vorgenommen. Die in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Forderungsbestände basieren auf den aufsichtsrechtlichen Meldedaten per 31.12 des Berichtsjahres.

Wertpapiere
TEUR
Gesamtbetrag der Forderungen 56.794
Verteilung der Forderungsarten nach geografischen Hauptgebieten  
Deutschland 23.990
EU 28.244
Sonstige 4.560
Verteilung der Forderungsarten nach Hauptbranchen  
Banken 11.380
Investmentfonds 1.283
Privatpersonen -
Öffentliche Haushalte* 7.961
Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Privatpersonen 36.170
- Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur -
- Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung von Steinen Erden -
- Verarbeitendes Gewerbe 10.470
- Baugewerbe 500
- Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 1.004
- Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung 565
- Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 17.568
- Grundstücks- und Wohnungswesen -
- Sonstiges Dienstleistungsgewerbe 6.063
Organisationen ohne Erwerbszweck -
Sonstige -
Verteilung der Forderungsarten nach vertraglichen Restlaufzeiten  
< 1 Jahr 151
1 Jahr bis 5 Jahre 19.790
> 5 Jahre bis unbefristet 36.853

Zu *) Hierbei handelt es sich um "öffentliche Haushalte" im Sinne der Kundensystematik der Bundesbank. Darunter fallen die Gebietskörperschaften des öffentlichen Rechts, kommunale Zweckverbände, Regie-/Eigenbetriebe, die Sondervermögen des Bundes und die Sozialversicherung. Davon abzugrenzen sind die "Kommunalkredite" (laut Tabelle "Kreditgeschäft der Sparkasse"). Zu den Kommunalkrediten zählen neben sämtlichen Krediten an öffentliche Haushalte nach Bundesbankdefinition auch alle Kredite an Anstalten und Körperschaften des öffentlichen Rechts. In der Tabelle "Kreditgeschäft der Sparkasse" sind zusätzlich kommunal verbürgte Kredite enthalten.

Das Adressenausfallrisiko aus Handelsgeschäften wird über Mindestratings und Limite für einzelne Emittentengruppen begrenzt. Das Limitsystem dient u. a. der Steuerung von Konzentrationsrisiken. In der internen Steuerung werden zur Berechnung des Adressenausfallrisikos die historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten von S & P, Moody´s und Fitch zugrunde gelegt. Falls einzelne Papiere über kein Rating von S & P, Moody´ oder Fitch verfügen, greifen definierte Regeln, um das Adressenausfallrisiko abzubilden.

Die von der Sparkasse direkt angelegten Wertpapiere verteilen sich auf folgende Ratingstufen:

auf Basis Tageswerte
Bonität Moody's Standard & Poor's 31.12.2016 31.12.2015
      in % in
exzellent, praktisch kein Ausfallrisiko Aaa AAA 6,7 6,4
sehr gut bis gut Aa1 - Aa3 AA+ - AA- 15,9 14,9
gut bis befriedigend A1 - A3 A+ - A- 22,6 34,2
befriedigend bis ausreichend Baa1 - Baa3 BBB+ - BBB- 44,7 31,8
mangelhaft, anfällig für Zahlungsverzug Ba1 - Ba3 BB+ - BB- 7,9 11,0
Mangelhaft, stark anfällig für Zahlungsverzug B1 - B3 B+ - B- 0,0 0,0
ohne Rating     2,2 1,7
      100,0 100,0
Risikokonzentrationen bestehen zum Jahresende keine.
  Länderrating auf Basis Tageswerte
Länderrisiko Moody's Standard & Poor's 31.12.2016 in % 31.12.2015 in
inländische Emittenten     49,2 53,0
ausländische Emittenten     50,8 47,0
exzellent, praktisch kein Ausfallrisiko Aaa AAA 3,6 3,3
sehr gut bis gut Aa1 - Aa3 AA+ - AA- 14,2 13,3
gut bis befriedigend A1 - A3 A+ - A- 8,4 13,1
befriedigend bis ausreichend Baa1 - Baa3 BBB+ - BBB- 23,6 15,1
mangelhaft, anfällig für Zahlungsverzug Ba1 - Ba3 BB+ - BB- 1,0 2,2
      100,0 100,0

Zum Stichtag 31.12.2016 beträgt der Buchwert unserer Finanzanlagen in Staatsanleihen der PIIGS-Staaten insgesamt 1,5 Mio. EUR. Davon entfallen auf Italien 1,0 Mio. EUR und auf Spanien 0,5 Mio. EUR.

Die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Grenzen. Im Hinblick auf die breite Streuung und die guten Länderratings der Wertpapiere von Emittenten mit Sitz im Ausland ist das Länderrisiko aus dem Handelsgeschäft ohne größere Bedeutung.

5.3.2. Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften

Marktpreisrisiken beschreiben die Gefahren negativer Entwicklungen der Geld- und Kapitalmärkte für die Sparkasse. Diese ergeben sich aus Veränderungen der Marktpreise von z. B. Wertpapieren, Währungen, Immobilien und Rohstoffen sowie aus Schwankungen der Zinssätze. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken hat der Vorstand der Sparkasse eine gesonderte Marktpreisrisikostrategie festgelegt, die mindestens jährlich überprüft wird.

Der Bestand der bilanzwirksamen Handelsgeschäfte hat sich zum Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

Buchwerte
Anlagekategorie 31.12.2016 31.12.2015
Mio. EUR Mio. EUR
1) Tages- und Termingelder 15,0 0,0
2) Namenspfandbriefe / Schuldscheindarlehen 6,1 11,2
3) Schuldverschreibungen und Anleihen 56,3 54,8
4) Aktien 0,0 0,0
5) Wertpapier-Spezialfonds 0,0 0,0
6) Sonstige Investmentfonds 1,3 1,1
  78,7 67,1

In der Risikostrategie hat der Vorstand die grundlegende Anlagestrategie festgelegt. Zur Begrenzung von Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften wird wöchentlich eine Bewertung zu Marktpreisen durchgeführt und die erzielten Handelsergebnisse werden bestimmt. Für erwartete Risiken (Normalfall) wird zum Bilanzstichtag ein Risikowert von TEUR 144 ermittelt.

Der Risikoermittlung liegt eine historische Simulation zugrunde, die es erlaubt, den Wert des Portfolios mit unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten zu berechnen. Im Normalfall werden die Risiken mit einer 95 %igen Eintrittswahrscheinlichkeit berechnet. Die historische Simulation stützt sich jeweils auf die vergangenen 250 Handelstage. Es wird eine 63 tägige Haltedauer unterstellt. Darüber hinaus wird der Wert des Portfolios unter Zugrundelegung der Annahmen über die künftige Zinsentwicklung simuliert, wobei eines der Szenarien einen um 100 Bp (Basispunkte) Ad-hoc-Zinsanstieg darstellt. Diese wöchentlich durchgeführten Simulationen zeigen mögliche Auswirkungen auf das Jahresergebnis der Sparkasse, so dass ggf. Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden können.

Im Rahmen der Überwachung der Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften werden sowohl das bereits erzielte Handelsergebnis als auch das Verlustrisiko berücksichtigt. Die angewandten Risikoparameter werden mindestens jährlich einem Backtesting unterzogen, um deren Vorhersagekraft zu überprüfen.

Die Überwachung des Marktpreisrisikos wird in der Abteilung Unternehmensteuerung mit Hilfe des Systems SimCorp Dimension unter strenger Beachtung der Funktionstrennung zum Handel wahrgenommen. Es wird wöchentlich geprüft, ob sich die Marktpreisrisiken innerhalb der vorgegebenen handelsrechtlichen Limite bewegen. Darüber hinaus wurde in der Risikotragfähigkeitsrechnung ein Einzellimit für Marktpreisrisiken als Teilbetrag des Risikobudgets vergeben. Bei Überschreitung des Limits bzw. einer vordefinierten Frühwarngrenze ist vorgesehen, dass der Gesamtvorstand über Maßnahmen zur Verringerung der Marktpreisrisiken entscheidet.

Der Gesamtvorstand wird wöchentlich über die Ergebnisse und die Risikosituation informiert. Die Wertveränderungen aus Marktpreisrisiken an den Kapitalmärkten bewegten sich in Summe unter den von uns vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Limiten.

5.3.3. Gegenparteiausfallrisiken

Im Rahmen ihrer Zinsänderungsrisikosteuerung geht die Sparkasse keine derivativen Adressenausfallrisikopositionen in Form von Swap- und Futuregeschäften ein.

5.3.4. Aktienkursrisiken

Aktienkursrisiken beschreiben die Gefahr, dass durch Preisveränderungen auf den Aktienmärkten die jeweiligen Bestände bzw. offenen Positionen an Wert verlieren und dadurch ein Verlust entsteht.

Aktien werden in einem überschaubaren Umfang zurzeit ausschließlich in den Publikumsfonds gehalten.

5.3.5. Währungsrisiken

Die Währungsrisiken sind hinsichtlich ihrer GuV-Wirkung grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung. Konzentrationen sind nicht erkennbar.

5.4. Zinsänderungsrisiken

Unter dem Zinsänderungsrisiko wird in der periodisch orientierten Sichtweise die negative Abweichung des Zinsüberschusses von einem zuvor erwarteten Wert verstanden. Die Abschreibungsrisiken für festverzinsliche Wertpapiere berücksichtigen wir in den Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften. Die Messung und Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt auf periodenorientierter Basis. Dieser Steuerungsansatz wird eingesetzt um Erträge zu optimieren und Risiken aus der Fristentransformation zu begrenzen.

Die handelsrechtliche Rechnung wird zur Ermittlung des Zinsüberschussrisikos durchgeführt. Das

Zinsüberschussrisiko wird unter Berücksichtigung verschiedener Zinsszenarien berechnet. Der ermittelte Risikobetrag wird im Rahmen der handelsrechtlichen Risikotragfähigkeitsbetrachtung berücksichtigt.

Über die Entwicklung der Zinsänderungsrisiken wird der Gesamtvorstand mindestens vierteljährlich unterrichtet.

Auf Basis des Rundschreibens 11/2011 der BaFin vom 09.11.2011 (Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch; Ermittlung der Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung) haben wir zum Stichtag 31.12.2016 die barwertige Auswirkung einer Ad-hoc-Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um + bzw. - 200 Basispunkte errechnet. Die Verminderung des Barwertes gemessen an den regulatorischen Eigenmitteln betrug 18,4 % und lag damit unterhalb der Meldeschwelle von 20,0 %. Das Prüfkriterium der BaFin wurde eingehalten. Vor dem Hintergrund der angemessenen Kapitalausstattung und der damit verbundenen Risikotragfähigkeit sowie der entspannten Risikolage halten wir das Zinsänderungsrisiko für vertretbar.

Zinsänderungsrisiken
Währung Zinsschock (+200 / -200 Bp)
Vermögensrückgang Vermögensrückgang
TEUR 4.825 837

Das Zinsänderungsrisiko der Sparkasse lag im Jahr 2016 innerhalb der vorgegebenen Limite.

Wir haben die gesamte Zinsposition des Bankbuchs nach den Vorgaben der IDW-Stellungnahme RS BFA 3 im Rahmen einer periodenorientierten Berechnung untersucht. Das Bankbuch umfasst

- entsprechend dem internen Risikomanagement - alle bilanziellen und außerbilanziellen zinsbezogenen Finanzinstrumente außerhalb des Handelsbestands. Bei der Beurteilung werden alle Zinserträge aus zinsbezogenen Finanzinstrumenten des Bankbuchs sowie die voraussichtlich noch zu deren Erwirtschaftung erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungskosten, Standard-Risikokosten, Verwaltungskosten) berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt auf Basis der Zinsstrukturkurve am Stichtag 30.09.2016, die erneute Plausibilisierung zum 30.12.2016 ergab keine Abweichungen. Die Berechnungen zeigen keinen Verpflichtungsüberschuss. Eine Rückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1, 2. Alternative HGB ist nicht zu bilden.

5.5. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne), zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden können (Refinanzierungsrisiko) oder vorhandene Vermögenswerte nur mit Preisabschlägen verwertet werden können (Marktliquiditätsrisiko). Das Liquiditätsrisiko wird durch eine angemessene Liquiditätsvorsorge und eine ausgewogene Strukturierung der Fälligkeiten der Aktiva und Passiva gesteuert. Zur regelmäßigen Überwachung der Liquidität werden monatlich die Zahlungsmittel und Zahlungsverpflichtungen der Sparkasse mit Fälligkeit innerhalb des nächsten Jahres in der Liquiditätsübersicht gegenübergestellt. Zusätzlich wird die Streuung der Liquiditätsquellen mindestens vierteljährlich überprüft und die Liquiditätsressourcen der Sparkasse werden in der Liquiditätsliste erfasst. Neben der Liquiditätsplanung erfolgt arbeitstäglich eine Disposition der Zahlungsein- und -ausgänge.

Die durch § 11 KWG in Verbindung mit der Liquiditätsverordnung und den MaRisk vorgegebenen Anforderungen über eine ausreichende Liquidität wurden zu jedem Zeitpunkt eingehalten. Im Hinblick auf die Ausstattung mit liquiden Mitteln, die erwarteten Liquiditätszuflüsse sowie die Kredit- und Refinanzierungsmöglichkeiten ist dies auch für die Zukunft gewährleistet. Die Liquiditätskennzahl (Quotient aus den liquiden Aktiva und den Liquiditätsabflüssen für den folgenden Monat) lag stets deutlich über dem erforderlichen Mindestwert von 1,0. Sie bewegte sich im Betrachtungszeitraum zwischen einem Wert von 2,42 und 3,61. Ferner werden zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften entsprechende Guthaben bei der Deutschen Bundesbank unterhalten.

Infolge der Finanzkrise führt die Aufsicht neue Liquiditätskennzahlen für Kreditinstitute ein. Während mit der Liquidity Coverage Ratio (LCR) das kurzfristige Liquiditätsrisiko bewertet werden soll, dient die Net Stable Funding Ratio (NSFR) dazu, das strukturelle Liquiditätsrisiko zu messen. Die LCR wird stufenweise eingeführt. Ab dem 1. Oktober 2015 muss der Bestand an hochliquiden Aktiva den Nettomittelabfluss unter Stress zu 60 % abdecken, ab 2016 zu 70 % und 2017 zu 80 %. Ab 2018 gilt die LCR vollumfänglich, die hochliquiden Aktiva müssen dann 100 % der Nettomittelabflüsse im Stressszenario abdecken. Im laufenden Jahr hat die Sparkasse bereits zu jedem Meldestichtag die geforderte Mindestquote von 100 % weit übertroffen. Die NSFR befindet sich noch in der Beobachtungsphase. Erste Testrechnungen zeigen jedoch, dass die Sparkasse auch diese Quote bereits heute erfüllt.

Die Sparkasse hat ein "einfaches Kostenverrechnungssystem" (BTR 3.1 TZ 5, Erläuterung) implementiert.

Die Vorgaben zur Steuerung der Liquiditätsrisiken hat der Vorstand in der Risikostrategie und internen Organisationsrichtlinien festgelegt. Über einen "Internen Liquiditätsgrundsatz" wird die jederzeitige Zahlungsbereitschaft sichergestellt. In die tägliche Berechnung des internen Liquiditätsgrundsatzes fließen ausgewählte Zahlungsmittel und Zahlungsverpflichtungen ein. Ihr Fokus liegt auf Zahlungsmitteln, die über eine hohe (Markt-)Liquidität verfügen. Bei der Disposition werden entsprechende Reserven berücksichtigt, die außergewöhnliche Liquiditätsabflüsse abdecken. Es wird auf eine ausgewogene Strukturierung der Fälligkeiten der Tages- und Termingeldeinlagen sowie der eigengemanagten Wertpapiere geachtet. Darüber hinaus bestehen zur Abdeckung eines kurzfristig auftretenden Liquiditätsbedarfs umfangreiche Refinanzierungsmöglichkeiten bei der Deutschen Bundesbank und anderen Kreditinstituten. Zu diesem Zweck führt die Sparkasse eine interne Liquiditätsliste.

Um mögliche Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu können, hat die Sparkasse ein Frühwarnsystem eingerichtet, welches Gefahrenquellen identifiziert und das Einleiten entsprechender Gegensteuerungsmaßnahmen ermöglicht.

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

5.6. Operationelle Risiken

Operationelle Risiken werden als Gefahr von Schäden verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten.

Zur Steuerung der betrieblichen Risiken dienen Arbeitsanweisungen, Kontrollen und automatisierte Sicherheitsmaßnahmen. Eventuelle Schadensfälle sind zum Teil durch Versicherungen gedeckt. Rechtliche Risiken werden durch die sorgfältige Prüfung der Vertragsgrundlagen und den Einsatz von Standardverträgen reduziert. Verhaltensrisiken, die durch Betrug, Irrtum oder Fahrlässigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder Dritten hervorgerufen werden, begegnet die Sparkasse mit angemessenen Kontrollsystemen, deren Funktionsfähigkeit laufend von den Führungskräften der jeweiligen Betriebsstellen überwacht und von der Internen Revision geprüft wird. Für technische Risiken hat die Sparkasse Notfallkonzepte entwickelt, die die Funktionsfähigkeit des Betriebsablaufs auch bei unvorhersehbaren Ereignissen sicherstellen. Die Sparkasse setzt zudem eine vom DSGV empfohlene Schadensfalldatenbank ein, in der Schadensfälle systematisch erfasst und regelmäßig ausgewertet werden. Der Vorstand wird jährlich über Art und Umfang eingetretener Schadensfälle und die eingeleiteten Maßnahmen unterrichtet. Es ist geregelt, dass bedeutende Schadensfälle im Sinne der MaRisk ad-hoc berichtet und unverzüglich analysiert werden.

Die operationellen Risiken sind nach unserer derzeitigen Einschätzung für die künftige Entwicklung der Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Das vorgegebene Risikolimit von 0,1 Mio. EUR wurde jederzeit eingehalten.

6. Gesamtbeurteilung der Risikolage

Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des SVWL teil. Die Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird insgesamt bewertet und einer von drei Monitoringstufen zugeordnet. Die Sparkasse ist auf Grund qualitativer Kriterien der zweitbesten Bewertungsstufe zugeordnet.

Die Risikotragfähigkeitsberechnungen zeigen ein angemessenes Verhältnis zwischen eingegangenen Risiken und vorhandener Risikodeckungsmasse. Die Risikotragfähigkeit war und ist gegeben. Die aus der Risikotragfähigkeit abgeleiteten Limite für die wesentlichen Risiken wurden im Jahr 2016 eingehalten. Das von der Sparkasse zur Verfügung gestellte Risikodeckungspotenzial war am 31.12.2016 mit 61,4 % beansprucht. Die Risikotragfähigkeit war und ist auch in den von der Sparkasse simulierten Stresstests gegeben. Die Sparkasse ist somit in der Lage, die simulierten Krisenszenarien zu verkraften. Risiken der künftigen Entwicklung, die für die Sparkasse bestandsgefährdend sein können, sind nach der Risikoinventur nicht erkennbar.

Die zur Deckung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen vorhandenen Eigenmittel übertreffen die Anforderungen. Die Gesamtkapitalquote gemäß Artikel 92 CRR beträgt zum Bilanzstichtag 14,5 %.

Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage unter Würdigung und Abschirmung aller Risiken als ausgewogen.

7. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

Die nachfolgenden Einschätzungen haben Prognosecharakter. Insofern können die tatsächlichen künftigen Ergebnisse gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen.

7.1. Geschäftsentwicklung

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2017 zeichnet sich in den Industrieländern ein moderater Aufschwung der Wirtschaftsleistung ab. Positive Impulse gehen dabei vor allem von der guten Arbeitsmarktlage in den USA und der expansiven Geld- und Fiskalpolitik Japans aus. Auch in den Schwellenländern sollten die Wachstumsraten, dank der sich stabilisierenden Rohstoffpreise, wieder ansteigen. Für das Jahr 2017 erwarten Experten einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,3% in Deutschland. Der Aufschwung sollte sich demnach, von den privaten Konsumausgaben und den Wohnungsbauinvestitionen getrieben, fortsetzen und die deutschen Exporte weiter zulegen.

Es wird bis Ende 2017 mit einem weiter historisch niedrigen Zinsniveau gerechnet.

Abgeleitet aus der Bestandsentwicklung des Jahres 2016 rechnen wir mit einem Wachstum von 3,5 Mio. EUR für unser Kundenkreditgeschäft, vorrangig aus dem Darlehensgeschäft mit unseren Privat- und Firmenkunden.

Im Einlagengeschäft setzt sich der über Konditionen geführte Wettbewerb fort. In Anbetracht dieses Umfelds wollen wir mit der an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten ganzheitlichen Beratung sowie dem umfassenden Produktangebot und der fortwährenden Marktbeobachtung Kundengelder halten und hinzugewinnen. Insgesamt erwarten wir somit für 2017 ein Wachstum der Kundeneinlagen von 1,9 Mio. EUR. Die Entwicklung von Wertpapierumsätzen und -beständen unserer Kunden kann angesichts volatiler Märkte nur schwer prognostiziert werden.

Bei der Bilanzsumme planen wir aufgrund von Veränderungen im Interbankengeschäft für das Folgejahr stichtagsbezogen mit rund 300 Mio. EUR.

Im Dienstleistungsgeschäft - insbesondere im Verbundgeschäft - gehen wir für 2017 vor dem Hintergrund der dargestellten konjunkturellen Voraussetzungen von einem gegenüber dem Berichtsjahr leicht verbesserten Vermittlungserfolg aus.

Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Die Risiken liegen - neben den in der Risikoberichterstattung dargestellten unternehmerischen und banküblichen Gefahren - hauptsächlich im weiteren Nachlassen der weltwirtschaftlichen Dynamik. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Schocks im Finanzsystem oder die Verschärfung von Krisen in politischen Brennpunkten der Welt die realwirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen können.

Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Chancen sehen wir vor allem in einer besser als erwartet laufenden Konjunktur. Dies würde zu einer stärkeren Kreditnachfrage und einem Anstieg des Zinsüberschusses und somit auch zu einem höheren Betriebsergebnis vor Bewertung führen. Auf Grund einer besser als erwarteten Wirtschaftserholung, dürfte sich das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft gegenüber unseren Prognosen daraufhin tendenziell leicht verringern, während auf der anderen Seite das Zinsniveau ansteigen und das Bewertungsergebnis Wertpapiere belasten könnte. Weiterhin sehen wir Chancen im Zinsbuch bei einer steileren Zinsstrukturkurve und einem anhaltenden relativ geringen Zinsniveau des Geldmarktes. Weitere Chancen versprechen wir uns auf dem Weg zur Multikanalsparkasse. Mit den begonnenen Projekten erzielt die Sparkasse mit der geplanten Differenzierung des Leistungsangebots in den Geschäftsstellen und über ein wettbewerbsfähiges Multikanalangebot eine bessere bedürfnisorientierte Kundenfokussierung. Neukundengewinnung und Steigerung der Produktnutzung in allen Kundensegmenten könnten schneller vorangehen als geplant. Im Ergebnis dessen könnten die Provisionseinnahmen stärker steigen.

7.2. Finanzlage

Für das Jahr 2017 sind Investitionen in die Geschäftsstelle Dahlbruch in Höhe von 0,2 Mio. EUR geplant. Die aus technischen und organisatorischen Gründen erforderlichen Ersatzinvestitionen werden darüber hinaus berücksichtigt. Die Finanzierung des Wachstums im Kreditgeschäft erfolgt unter anderem über die Kundeneinlagen sowie fällige Eigenanlagen. Sollten darüber hinaus weitere Mittel erforderlich sein, so stehen in ausreichendem Umfang eigene Wertpapiere für einen Aktivtausch zur Verfügung. Nach unseren Planungen wird die Liquiditätskennziffer durchgängig über dem in der Risikostrategie festgelegten Mindestwert von 1,15 und somit auch über dem aufsichtsrechtlichen geforderten Mindestwert von 1,00 liegen.

7.3. Ertragslage

Die Entwicklung des Betriebsergebnisses vor Bewertung wird maßgeblich durch den Zinsüberschuss geprägt. Der Zinsüberschuss wird durch die Zinsentwicklung und die Zinsstruktur am Geld- und Kapitalmarkt maßgeblich beeinflusst. Insofern ist die weiterhin flache Zinsstrukturkurve, die sich im Vergleich zu 2016 nach unserer Erwartung nicht wesentlich verändern wird, mit der damit verbundenen Möglichkeit der Fristentransformation von maßgeblicher Bedeutung. Im Zusammenhang mit der dargestellten erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gehen wir davon aus, dass die Europäische Zentralbank im Verlauf des Jahres 2017 keine Zinserhöhungen vornehmen wird. Dies dürfte nach unserer Einschätzung frühestens in den darauffolgenden Jahren geschehen. Chancen bestehen insbesondere in einer steileren Zinsstrukturkurve mit der damit verbundenen Möglichkeit, Erträge aus Fristentransformation zu erzielen. Eine fortgesetzte Verflachung der Zinsstrukturkurve hätte weitere negative Auswirkungen auf den Zinsüberschuss der Sparkasse.

Auf Grund des intensiven Wettbewerbs im Kreditgewerbe erwarten wir derzeit weiterhin niedrige Konditionsbeiträge aus dem Kundengeschäft. Bei geplanten Bestandszuwächsen im Kundenkreditgeschäft erwarten wir für das kommende Jahr insgesamt einen deutlich rückläufigen Zinsüberschuss.

Im Provisionsüberschuss gehen wir für das nächste Jahr davon aus, dass die Erträge gegenüber dem Berichtsjahr deutlich gesteigert werden können.

Die Verwaltungsaufwendungen auf Basis des Betriebsvergleichs werden nach unseren Planungen im Jahr 2017 leicht steigen. Unter anderem aufgrund der bekannten Tariflohnsteigerung wird sich ein Personalmehraufwand auf Basis von Betriebsvergleichszahlen von rund 0,2 Mio. EUR im Jahr 2017 ergeben. Mittels weiterer Anstrengungen im Sachkostenbereich soll die Ausweitung der Kosten begrenzt werden und der Sachaufwand nahezu stabil bleiben. Insgesamt erwarten wir für 2017 einen Sachaufwand auf dem Niveau des Vorjahres. Auf Basis des Sparkassen-Betriebsvergleichs planen wir unter den vorgestellten Annahmen für das Jahr 2017 mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung von rund 0,55 % der jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme von ca. 306 Mio. EUR.

Für das Jahr 2017 ist das Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft nur mit großen Unsicherheiten zu prognostizieren. Auf Grund der Fälligkeitsstruktur von über dem Rückzahlungswert liegenden Buchwerten bei festverzinslichen Wertpapieren, gehen wir für 2017 von einem verbesserten Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft aus. Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft ist auf Grund der konjunkturellen Entwicklung ebenfalls nur mit großen Unsicherheiten zu prognostizieren. Für das Jahr 2017 ist mit einem weiterhin niedrigen Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft von rund -0,06 % der Durchschnittsbilanzsumme zu rechnen. In der Unternehmensplanung berücksichtigen wir die erwarteten Verluste aus dem Kreditrisikomodell. Den Risiken steht ein ausreichendes Risikodeckungspotenzial gegenüber. Mittels aktivem Kreditrisikomanagement sind wir bestrebt, erkannte Risiken zu mindern und neue Risiken zu vermeiden.

Aufgrund der regulatorischen Vorgaben für die Finanzwirtschaft (z. B. Vereinheitlichung der Einlagensicherung, Basel III-Regelungen, Meldewesen) können sich weitere Belastungen auf die Ergebnis- und Kapitalentwicklung der Sparkasse ergeben.

Die Sparkasse hat in ihrer Geschäftsstrategie als Zielgrößen u. a. eine Cost-Income-Ratio von unter 70,00 %, die Einhaltung der bis 2019 ansteigenden gesetzlichen Mindestkapitalquoten sowie die Zuordnung zur besten Stufe im Risikomonitoring des SVWL bezüglich der harten Kernkapitalquote und weiterer Kennzahlen definiert. Für 2017 können wir insbesondere auf Grund eines geringer erwarteten Zinsüberschusses nicht ausschließen, dass die Cost-Income-Ratio über 70,00 % liegen wird. Für die weiteren formulierten Ziele gehen wir von einer Zielerreichung aus. Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage ist eine angemessene Eigenkapitalzuführung in 2017 vorgesehen. Der intern festgelegte Mindestwert für die harte Kernkapitalquote in Höhe von 9,75 % ab 1. Januar 2017, der sowohl über dem vorgeschriebenen Mindestwert nach der CRR von 5,75 % als auch über dem Mindestwert nach der CRR für die Gesamtkapitalquote von 9,25 % liegt, wird mit einem Wert von zurzeit 13,72 % deutlich überschritten. Die Planung für das Geschäftsjahr 2017 lässt insgesamt erkennen, dass das hinsichtlich der Niedrigzinsphase und der Wettbewerbssituation schwierige Umfeld für Kreditinstitute eine besondere Herausforderung bleibt. Das geplante Wachstum kann unter den Annahmen unserer Kapitalplanungsrechnung dargestellt werden.

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktivseite

31.12.2015
EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     3.726.057,26   3.379
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank     1.916.260,00   1.850
        5.642.317,26 5.229
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
b) Wechsel     0,00   0
        0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     18.478.627,10   32.820
b) andere Forderungen     11.737.954,21   11.822
        30.216.581,31 44.642
4. Forderungen an Kunden       203.315.426,57 196.352
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 101.718.422,79       (102.531)
Kommunalkredite 2.296.787,24       (2.895)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00     0
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
      0,00   0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   7.961.431,31     7.961
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 7.961.431,31       (7.961)
bb) von anderen Emittenten   48.304.077,53     46.830
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 40.258.664,54       (38.474)
      56.265.508,84   54.791
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00   0
Nennbetrag 0,00       (0)
        56.265.508,84 54.791
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       1.343.776,30 1.095
6 a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen       4.276.898,92 4.254
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       483.619,37 5
darunter:          
Treuhandkredite 483.619,37       (5)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     2.282,00   3
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00   0
        2.282,00 3
12. Sachanlagen       837.772,82 829
13. Sonstige Vermögensgegenstände       379.984,02 427
14. Rechnungsabgrenzungsposten       247.031,32 258
Summe der Aktiva       303.011.198,73 307.884

Passivseite

         
          31.12.2015
  EUR EUR   EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     0,00   0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     52.881.924,35   63.109
        52.881.924,35 63.109
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   117.444.291,41     116.943
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   5.781.995,70     7.468
      123.226.287,11   124.411
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   71.224.394,22     61.240
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   22.458.407,46     26.971
      93.682.801,68   88.212
        216.909.088,79 212.622
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   203
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00   0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
        0,00 203
3 a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       483.619,37 5
darunter:          
Treuhandkredite 483.619,37       (5)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       103.860,99 123
6. Rechnungsabgrenzungsposten       135.564,02 115
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     4.952.772,00   5.823
b) Steuerrückstellungen     224.166,79   0
c) andere Rückstellungen     829.734,25   1.091
        6.006.673,04 6.913
8.(weggefallen)          
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter:          
vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       12.220.000,00 10.570
12. Eigenkapital          
a) gezeichnetes Kapital     0,00   0
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Gewinnrücklagen          
ca) Sicherheitsrücklage   14.223.277,34     14.189
cb) andere Rücklagen   0,00     0
      14.223.277,34   14.189
d) Bilanzgewinn     47.190,83   34
        14.270.468,17 14.223
Summe der Passiva       303.011.198,73 307.884
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln     0,00   0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen     2.801.443,02   2.332
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten     0,00   0
        2.801.443,02 2.332
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften     0,00   0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen     0,00   0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen     3.781.514,78   3.536
        3.781.514,78 3.536

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

1.1.-31.12.2015
EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   7.837.973,36     8.017
darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen 676.116,01       0
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   1.660.423,92     1.719
      9.498.397,28   9.736
2. Zinsaufwendungen     2.703.573,21   2.428
darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen 881.701,38       (286)
        6.794.824,07 7.307
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     29.841,60   27
b) Beteiligungen     118.333,41   122
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00   0
        148.175,01 149
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     1.707.499,65   1.689
6. Provisionsaufwendungen     165.102,72   148
        1.542.396,93 1.541
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       1.449.400,40 106
9.(weggefallen)          
        9.934.796,41 9.103
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   3.372.902,93     3.390
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   1.040.955,12     1.539
darunter:          
für Altersversorgung 465.367,82       (885)
      4.413.858,05   4.928
b) andere Verwaltungsaufwendungen     1.696.613,87   1.845
        6.110.471,92 6.773
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       113.032,91 151
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       91.394,20 123
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     186.693,77   343
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00   0
        186.693,77 343
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     758.231,50   492
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00   0
        758.231,50 492
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. Zuführungen zum oder Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken       1.650.000,00 520
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       1.024.972,11 700
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     82.588,00   83
darunter: Übergangseffekte aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes 82.588,00       (83)
22. Außerordentliches Ergebnis       82.588,00 83
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     887.754,73   576
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     7.438,55   7
        895.193,28 583
25. Jahresüberschuss       47.190,83 34
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        47.190,83 34
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen          
a) aus der Sicherheitsrücklage     0,00   0
b) aus anderen Rücklagen     0,00   0
        0,00 0
        47.190,83 34
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen          
a) in die Sicherheitsrücklage     0,00   0
b) in andere Rücklagen     0,00   0
        0,00 0
29. Bilanzgewinn       47.190,83 34

Anhang 2016

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Hierbei waren erstmals die Änderungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 22.07.2015 zu beachten. Aufgrund von § 284 Abs. 1 HGB ergeben sich gegenüber dem Vorjahr Abweichungen in der Reihenfolge der Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet. Sofern sich Abweichungen ergeben haben, wird in den jeweiligen Abschnitten darauf hingewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände, der Verbindlichkeiten und der schwebenden Geschäfte erfolgt gemäß den §§ 246 ff. und §§ 340 ff. HGB.

Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden haben wir zum Nennwert bilanziert. Die Verteilung des Agios für Schuldscheinforderungen an Kreditinstitute wird laufzeitanteilig vorgenommen. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf die Laufzeit der Darlehen bzw. eine kürzere Zinsbindungsdauer verteilt. Von Dritten erworbene Schuldscheindarlehen, die dem Kreditgeschäft zugeordnet sind bzw. die dem Geldanlagezweck dienen, werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und ggf. auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Erkennbaren Risiken aus Forderungen und Schuldscheindarlehen wurde durch deren Bewertung nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht ausreichend Rechnung getragen. Für latente Risiken im Forderungsbestand bestehen Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven.

Wertpapiere

Die Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bewertet, soweit die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag nicht niedriger sind (strenges Niederstwertprinzip). Für Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet wurden, haben wir Abschreibungen nur dann vorgenommen, wenn der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter dem letzten Buchwert bzw. den Anschaffungskosten lag ("gemildertes Niederstwertprinzip"). Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung haben wir auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Soweit auf Grund der Wertentwicklung die Gründe für die in den vergangenen Geschäftsjahren vorgenommenen Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen auf den höheren beizulegenden Wert, höchstens bis zu den Anschaffungskosten, vorgenommen.

Unsere Wertpapiere haben wir daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt besteht oder der Markt als inaktiv anzusehen ist.

Für die an einem aktiven Markt gehandelten Wertpapiere wurde der Börsen-/Marktpreis zum Abschlussstichtag verwendet.

Die Märkte für einen Anteil von EUR 4,0 Mio (Nominalwerte) unseres zinsbezogenen Wertpapierbestands waren zum Bilanzstichtag als nicht aktiv anzusehen. In diesen Fällen haben wir den Börsen-/Marktpreis zum Abschlussstichtag mit den vom bestandsführenden System ermittelten theoretischen Kursen verglichen, die sich unter Berücksichtigung des simulierten impliziten Spreads ergeben. Betrugen die Abweichungen mehr als zwei Prozentpunkte, haben wir die Verkaufskurse zu den investierten Volumina mit zeitlicher Nähe zum Bilanzstichtag bei zwei unterschiedlichen Händlern angefragt. Da die Abweichungen der genannten Verkaufskurse zu den im bestandsführenden System für die Bewertung zugrunde gelegten Kursen nicht über einem Prozentpunkt lagen, haben wir für die Bewertung den Börsen-/Marktpreis herangezogen.

Für Anteile an Investmentvermögen haben wir als beizulegenden Wert den investmentrechtlichen Rücknahmepreis angesetzt. Für Anteile an offenen Immobilienfonds mit einem Buchwert von EUR 0,05 Mio, die wir dem Anlagevermögen zugeordnet haben, sind vertraglich geregelte Rückgabefristen zu beachten. Bei Nichtbeachtung dieser Fristen erhebt die Kapitalverwaltungsgesellschaft einen Rückgabeabschlag. Diese Rückgabeabschläge berücksichtigen wir bei der Bewertung der dem Anlagevermögen zugeordneten offenen Immobilienfonds dann, wenn eine vorfristige Rückgabe der Anteile beabsichtigt ist.

Die unternehmensindividuelle Festsetzung wesentlicher Bewertungsparameter ist mit Ermessensentscheidungen verbunden, die trotz sachgerechter Ermessensausübung im Vergleich mit aktiven Märkten zu deutlich höheren Schätzunsicherheiten führen. Bei der Bewertung unserer Wertpapiere haben wir die Anforderungen aus dem Rechnungslegungshinweis des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) e. V. "Umwidmung und Bewertung von Forderungen und Wertpapieren nach HGB" (IDW RH HFA 1.014) beachtet.

Anteilsbesitz

Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Wert bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Aus Vereinfachungsgründen werden in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen Vermögensgegenstände von geringem Wert (bis EUR 150) sofort als Sachaufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände (Wert über EUR 150 bis EUR 410) werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Zum Ende des Geschäftsjahres haben wir im Rahmen einer Bestandsbereinigung den Bestand an geringwertigen Wirtschaftsgütern sowie die in Vorjahren gebildeten Sammelposten, in die Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 eingestellt wurden, als Abgang ausgebucht.

Wir haben die entgeltlich erworbene Software nach den Vorgaben der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung "Bilanzierung entgeltlich erworbener Software beim Anwender" (IDW RS HFA 11) unter dem Bilanzposten "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen.

Die Gebäude werden linear abgeschrieben.

Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Betriebsvorrichtungen mit einem Wert über EUR 410 werden ebenfalls linear abgeschrieben. Im Jahr der Anschaffung wird die zeitanteilige Jahresabschreibung verrechnet.

Gemäß Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB führen wir für die bisher nach steuerrechtlichen Vorschriften bewerteten Vermögensgegenstände, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 vorhanden waren, die Wertansätze unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften fort.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Soweit die Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Aufgewendete Disagien werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, erhaltene Agioerträge in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und über die Laufzeit planmäßig abgeschrieben bzw. vereinnahmt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Ersterfassung erfolgt nach der Nettomethode. Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck entsprechend dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Dabei werden künftige jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % unterstellt. Tarifsteigerungen nach TVöD werden berücksichtigt. Der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde ein vom Pensionsgutachter auf das Jahresende 2016 prognostizierter Durchschnittszinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, zugrunde gelegt. Aufgrund des langfristig niedrigen Zinsniveaus vermindert sich der für die Bewertung der Pensionsrückstellungen heranzuziehende Abzinsungssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung weiter stetig. Daher erfolgte mit dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung von handelsrechtlichen Vorschriften eine Änderung des § 253 HGB. Der Bezugszeitraum für die Ermittlung des Durchschnittzinssatzes wurde von 7 auf 10 Jahre verlängert. Zum 31.12.2016 beträgt der Zinssatz für den Betrachtungszeitraum von 7 Jahren 3,22 % und für den Betrachtungszeitraum von 10 Jahren 4,00 %. Aus dieser Änderung der Bewertungsmethode ergibt sich insgesamt eine Verminderung der Pensionsrückstellungen um TEUR 676,1 (Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB), die als Zinsertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wird.

Abweichend zum Vorjahr wird bei den Pensionsrückstellungen der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes von TEUR 620,1 (Vorjahr TEUR 592,4) entsprechend dem Ausweiswahlrecht nach IDW RS HFA 30, TZ 87, anstatt im Personalaufwand nun im Zinsergebnis ausgewiesen. Dadurch wird insbesondere bezogen auf die Entwicklung des Personalaufwands eine sachgerechtere Darstellung und Entwicklung der Ertragslage gewährleistet.

Die Rückstellungen für Jubiläumszahlungen werden nach den Bestimmungen des TVöD ermittelt.

Altersteilzeitverträge wurden in der Vergangenheit auf der Grundlage des Altersteilzeitgesetzes und des Tarifvertrags zur Regelung der Altersteilzeit abgeschlossen. Bei den hierfür gebildeten Rückstellungen werden künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % angenommen. Die Restlaufzeit der Verträge beträgt bis zu 1 Jahr. Die Abzinsung erfolgt mit dem der individuellen Restlaufzeit der einzelnen Verträge entsprechenden Zinssatz.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen und den damit in Zusammenhang stehenden Erträgen und Aufwendungen haben wir unterstellt, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt. Entsprechendes gilt für eine Veränderung des Verpflichtungsumfangs bzw. des zweckentsprechenden Verbrauchs. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Für die Pensionsrückstellungen haben wir im Rahmen der Umstellung auf das BilMoG von dem Wahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, den Zuführungsbetrag auf bis zu 15 Jahre zu verteilen.

Bewertung des Bankbuchs (Zinsbuch)

Wir haben die gesamte Zinsposition des Bankbuchs nach den Vorgaben der IDW-Stellungnahme RS BFA 3 im Rahmen einer periodenorientierten Berechnung untersucht. Das Bankbuch umfasst

- entsprechend dem internen Risikomanagement - alle bilanziellen und außerbilanziellen zinsbezogenen Finanzinstrumente außerhalb des Handelsbestands. Bei der Beurteilung werden alle Zinserträge aus zinsbezogenen Finanzinstrumenten des Bankbuchs sowie die voraussichtlich noch zu deren Erwirtschaftung erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungskosten, Standard-Risikokosten, Verwaltungskosten) berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt auf Basis der Zinsstrukturkurve am 30.09.2016, da keine wesentlichen Änderungen bis zum Abschlussstichtag erfolgten. Die Berechnungen zeigen keinen Verpflichtungsüberschuss. Eine Rückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1, 2. Alternative HGB ist nicht zu bilden.

C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Aktiva 3 - Forderungen an Kreditinstitute

In diesem Posten sind enthalten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Forderungen an die eigene Girozentrale 8.479 37.911
nachrangige Forderungen 1.000 1.000

Der Unterposten b) - andere Forderungen - setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

31.12.2016
TEUR
bis drei Monate 5.000
mehr als drei Monate bis ein Jahr -
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 2.000
mehr als fünf Jahre 4.000

Anteilige Zinsen werden nach § 11 Satz 3 RechKredV nicht in die Fristengliederung einbezogen.

Aktiva 4 - Forderungen an Kunden

In diesem Posten sind enthalten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 56 57

Der Posten setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

31.12.2016
TEUR
bis drei Monate 2.851
mehr als drei Monate bis ein Jahr 14.854
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 56.348
mehr als fünf Jahre 122.199
Forderungen mit unbestimmter Laufzeit 6.727

Anteilige Zinsen werden nach § 11 Satz 3 RechKredV nicht in die Fristengliederung einbezogen.

Aktiva 5 - Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere:

In diesem Posten sind enthalten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Beträge, die bis zum 31.12 (Folgejahr) fällig werden 4.528 8.744

Von den in diesem Posten enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind:

31.12.2016
TEUR
börsennotiert 56.266
nicht börsennotiert -

Anlagevermögen:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Buchwert* 4.992 4.591
beizulegender Wert 4.889 4.122

*ohne anteilige Zinsen

Bei den wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapieren handelt es sich um Emissionen von Banken und Industrieunternehmen (so genannte Corporate Bonds), bei denen die niedrigeren beizulegenden Werte ausschließlich auf zinsbedingte Wertminderungen zurückzuführen sind und die wir in Dauerbesitzabsicht bis zur Endfälligkeit der Anleihen erworben haben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage Anlagespiegel dargestellt.

In folgenden Unterposten sind enthalten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
nachrangige Forderungen 994 994

Aktiva 6 - Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere:

Von den in diesem Posten enthaltenen Wertpapieren sind:

31.12.2016
TEUR
börsennotiert -
nicht börsennotiert 1.344

Anlagevermögen:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Buchwert 50,0 -
beizulegender Wert 49,7 -

Bei den wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapieren handelt es sich um einen im Jahr 2016 erworbenen Immobilienfonds, bei dem der niedrigere beizulegende Wert ausschließlich auf marktbedingte Wertminderungen zurückzuführen ist und den wir in Dauerbesitzabsicht erworben haben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage Anlagespiegel dargestellt.

Aktiva 7 - Beteiligungen

An folgenden Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind, halten wir eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Name Sitz Anteil am Kapital in % Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
Sparkassenverband Westfalen-Lippe Münster 0,23 1.082.093 0
      (31.12.2015) (31.12.2015)

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage Anlagespiegel dargestellt.

Aktiva 9 - Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe die Forderungen an Kunden. Weiterleitungsdarlehen mit einer 100 %igen Haftungsfreistellung (TEUR 480) werden abweichend zum Vorjahr nunmehr unter den Treuhandkrediten ausgewiesen.

Aktiva 11 - Immaterielle Anlagewerte

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage Anlagespiegel dargestellt.

Aktiva 12 - Sachanlagen

In diesem Posten sind enthalten:

31.12.2016
TEUR
Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Gebäude 392
Betriebs- und Geschäftsausstattung 359

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage Anlagespiegel dargestellt.

Aktiva 13 - Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende nicht unwesentliche Einzelposten enthalten:

31.12.2016
TEUR
Genossenschaftsanteile 128
Steuererstattungsansprüche 98
Provisionsansprüche gegenüber Verbundpartnern 97

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage Anlagespiegel dargestellt.

Aktiva 14 - Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind enthalten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Disagio aus Verbindlichkeiten 31 65
Agio aus Forderungen 103 156

Passiva 1 - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Der Unterposten b) setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

31.12.2016
TEUR
bis drei Monate 505
mehr als drei Monate bis ein Jahr 11.193
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 16.640
mehr als fünf Jahre 24.232

Anteilige Zinsen werden nach § 11 Satz 3 RechKredV nicht in die Fristengliederung einbezogen.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 27.278 als Sicherheit übertragen worden.

Passiva 2 - Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Der Unterposten a) ab) - Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten - setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

Der Unterposten a) ab) - Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten - setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen: 31.12.2016
TEUR
bis drei Monate 1.167
mehr als drei Monate bis ein Jahr 3.744
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 848
mehr als fünf Jahre 17
Der Unterposten b) bb) - andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist - setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen: 31.12.2016
  TEUR
bis drei Monate 4.859
mehr als drei Monate bis ein Jahr 9.187
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 7.844
mehr als fünf Jahre 404

Anteilige Zinsen werden nach § 11 Satz 3 RechKredV nicht in die Fristengliederung einbezogen.

Passiva 4 - Treuhandverbindlichkeiten

Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Passiva 5 - Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen überwiegend auf abzuführende Steuern.

Passiva 6 - Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind enthalten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Disagio aus Forderungen - 1

Passiva 7 - Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31.12.2016 TEUR 676. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Der Unterschiedsbetrag bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.239, der sich aus der Differenz zwischen der alten HGB-Berechnung und der Berechnung gemäß BilMoG ergibt, ist bis zum 31.12.2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Zum Bilanzstichtag bestand eine Unterdeckung von TEUR 661.

D. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Gewinn- und Verlustrechnung 1 - Zinserträge

Für Anlagen gezahlte Zinsen (so genannte Negativzinsen) werden im GuV-Posten 1 saldiert in Höhe von EUR 3.445,80 (Vorjahr: EUR 2,07) ausgewiesen.

In dem Posten sind Erträge aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Rückstellungen in Höhe von TEUR 676 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Gewinn- und Verlustrechnung 2 - Zinsaufwendungen

Die für aufgenommene bzw. erhaltene Gelder von der Sparkasse empfangenen Negativzinsen werden im GuV-Posten 2 saldiert in Höhe von EUR 3.677,78 (Vorjahr: EUR 11.058,36) ausgewiesen.

In dem Posten sind Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Rückstellungen in Höhe von TEUR 620 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Gewinn- und Verlustrechnung 5 - Provisionserträge

Rund 12,8 % der Provisionserträge entfallen auf für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung von Versicherungen, Bausparverträgen und Immobilien.

Gewinn- und Verlustrechnung 6 - Provisionsaufwendungen

Rund 7,3 % der Provisionsaufwendungen entfallen auf die Vermittlung von Immobilien.

Gewinn- und Verlustrechnung 8 - Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgenden nicht unwesentlichen Einzelbetrag:

TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.168

Die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnenden sonstigen betrieblichen Erträge entfallen in Höhe von TEUR 203 auf die Vereinnahmung von überfälligen Inhaberschuldverschreibungen.

Gewinn- und Verlustrechnung 12 - Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen zu 58,2 % auf Spendenzahlungen.

Gewinn- und Verlustrechnung 21 - Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen enthalten folgenden nicht unwesentlichen Einzelbetrag:

TEUR
Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aufgrund der Anwendung des BilMoG (Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB) 83

E. SONSTIGE ANGABEN

Latente Steuern

Nennenswerte Unterschiedsbeträge entfallen auf folgende Bilanzpositionen:

Positionen Erläuterung der Differenz
Aktive latente Steuern  
Forderungen an Kunden Vorsorgereserven
Beteiligungen Steuerlich nicht berücksichtigte Abschreibungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Unterschiedliche Parameter
Andere Rückstellungen unterschiedliche Parameter und steuerrechtlich nicht berücksichtigte Rückstellungen

Der Berechnung wurden ein Körperschaftsteuersatz (einschließlich Solidaritätszuschlag) von 15,8 % und ein Gewerbesteuersatz von 15,4 % zugrunde gelegt. Mit Ausnahme der Differenzen bei den Personengesellschaften, für die lediglich der Körperschaftsteuersatz (einschließlich Solidaritätszuschlag) relevant ist, macht der gesamte Ertragssteuersatz bei den übrigen Unterschieden 31,2 % aus.

Saldiert ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern, für den das Aktivierungswahlrecht nicht genutzt wurde.

Der Unterschied zwischen dem ausgewiesenen, auf der Grundlage der steuerlichen Regelungen ermittelten Steueraufwand und dem aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung erwarteten Steueraufwand ist im Wesentlichen auf steuerlich nicht berücksichtigte Abschreibungen auf Beteiligungen sowie die Bildung von Vorsorgereserven und des Fonds für allgemeine Bankrisiken zurückzuführen.

Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB

Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre zum Bilanzstichtag von TEUR 676 entfällt auf den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Nicht aus der Bilanz ersichtliche Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Die Stadtsparkasse Hilchenbach ist aufgrund des Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes verpflichtet, für ihre Beschäftigten eine zu einer Betriebsrente führende Versicherung bei einer Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Sie ist deshalb Mitglied der Kommunale Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (kvw-Zusatzversorgung). Trägerin der kvw-Zusatzversorgung sind die Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kvw). Die kvw-Zusatzversorgung ist eine rechtlich unselbstständige aber finanziell eigenverantwortliche Sonderkasse der kvw.

Aufgabe der kvw-Zusatzversorgung ist es, den Beschäftigten ihrer Mitglieder neben der gesetzlichen Rente eine zusätzliche Versorgung im Alter, bei Erwerbsminderung und für die Hinterbliebenen zu gewähren. Die gezahlten Renten werden jeweils am 01.07. eines Jahres um 1,0 % angepasst.

Die Finanzierung der Leistungen der kvw-Zusatzversorgung erfolgt nach dem Abschnittsdeckungsverfahren. Die Höhe der Einzahlungen wird deshalb alle drei Jahre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dabei wird ein unendlicher Deckungsabschnitt in den Blick genommen, der es ermöglicht, die Entwicklung der Auszahlungsverpflichtungen langfristig abzuschätzen und die erforderlichen Umlage- und Sanierungsgeldeinnahmen zu ermitteln. Der Hebesatz beträgt im Jahr 2016 7,75 %. Die an die kvw-Zusatzversorgung geleisteten Zahlungen der Sparkasse betrugen im Jahr 2016 TEUR 235.

Wenn ein Mitglied die kvw-Zusatzversorgung verlassen will, ist eine vom verantwortlichen Aktuar der Kasse nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelte Ausgleichszahlung für die bei der kvw-Zusatzversorgung verbleibenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich. Im Falle des Austritts der Sparkasse zum 31.12.2015 hätte die Ausgleichszahlung TEUR 10.226 betragen. Nach § 15a der Satzung der kvw-Zusatzversorgung entspricht die Ausgleichszahlung dem Barwert der zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft bestehenden Verpflichtungen zuzüglich einer Verwaltungskostenpauschale von 2 % des Barwerts. Der Barwert ist auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft gültigen Höchstrechnungszinses gemäß § 2 Abs. 1 der Deckungsrückstellungsverordnung zu ermitteln, höchstens mit einem Zinssatz von 2,75 %. Dieser beträgt derzeit 1,25 %. Weitere Einzelheiten zur Ermittlung des Ausgleichsbetrags (z. B. biometrische Grundlagen im Einzelnen, Berücksichtigung von Rentenanpassungen und Hinterbliebenenversorgung) regeln die "Durchführungsvorschriften zu §§ 15a und 15b kvw-Satzung". Eine Angabe zu einer möglichen Ausgleichszahlung zum 31.12.2016 kann von der kvw-Zusatzversorgung erst im dritten Quartal 2017 gemacht werden, da die entsprechenden versicherungsmathematischen Berechnungen zur Ermittlung des Ausgleichsbetrages erst durchgeführt werden können, wenn alle Jahresmeldungen der Mitglieder vorliegen und verarbeitet sind.

Die Sparkasse ist dem bundesweiten Sicherungssystem der deutschen Sparkassenorganisation angeschlossen, das elf regionale Sparkassenstützungsfonds durch einen überregionalen Ausgleich miteinander verknüpft. Zwischen diesen und den Sicherungseinrichtungen der Landesbanken und Landesbausparkassen besteht ein Haftungsverbund. Durch diese Verknüpfung steht im Stützungsfall das gesamte Sicherungsvolumen der Sparkassen-Finanzgruppe zur Verfügung.

Das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe, das von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt ist, besteht aus:

1. Freiwillige Institutssicherung

Primäre Zielsetzung des Sicherungssystems ist es, die angehörenden Institute selbst zu schützen und bei diesen drohende oder bestehende wirtschaftliche Schwierigkeiten abzuwenden. Auf diese Weise soll ein Entschädigungsfall vermieden und die Geschäftsbeziehung zum Kunden dauerhaft und ohne Einschränkungen fortgeführt werden.

2. Gesetzliche Einlagensicherung

Das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe ist als Einlagensicherungssystem nach EinSiG amtlich anerkannt. In der gesetzlichen Einlagensicherung haben die Kunden gegen das Sicherungssystem neben bestimmten Sonderfällen einen Anspruch auf Erstattung ihrer Einlagen bis zu TEUR 100. Dieser gesetzliche Entschädigungsfall ist jedoch eine reine Rückfalllösung für den Fall, dass die freiwillige Institutssicherung ausnahmsweise einmal nicht greifen sollte.

Die Sparkasse ist nach § 48 Abs. 2 Nr. 5 EinSiG verpflichtet, gegenüber dem SVWL und dem DSGV als Träger des als Einlagensicherungssystem anerkannten institutsbezogenen Sicherungssystems der Sparkassen-Finanzgruppe zu garantieren, dass die Jahres- und Sonderbeiträge sowie die Sonderzahlung geleistet werden.

Für die Sparkasse beträgt das bis zum Jahr 2024 aufzubringende Zielvolumen TEUR 722. Bis zum 31.12.2016 wurden TEUR 255 eingezahlt.

Auf der Grundlage des verbindlichen Protokolls vom 24.11.2009 wurde mit Statut vom 11.12.2009 zur weiteren Stabilisierung der ehemaligen WestLB AG, Düsseldorf, die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) gemäß § 8a Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichtet. Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe (SVWL), Münster, ist entsprechend seinem Anteil an der EAA von 25,03 % verpflichtet, liquiditätswirksame Verluste der EAA, die nicht durch das Eigenkapital der EAA ausgeglichen werden können, bis zu einem Höchstbetrag von EUR 2,25 Mrd. zu übernehmen. Indirekt besteht für die Sparkasse entsprechend ihrem Anteil am Verband eine aus künftigen Gewinnen zu erfüllende Verpflichtung, die nicht zu einer Belastung des am Bilanzstichtag vorhandenen Vermögens führt. Daher besteht zum Bilanzstichtag nicht die Notwendigkeit zur Bildung einer Rückstellung.

Für die mit der Auslagerung des Portfolios der ehemaligen WestLB AG auf die EAA verbundene indirekte Verlustausgleichspflicht wird die Sparkasse beginnend mit dem Jahr 2010 in einem Zeitraum von 25 Jahren Beträge aus künftigen Gewinnen bis zu einer Gesamthöhe von EUR 4,98 Mio in den Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB ansparen. Insgesamt wurden bis 31.12.2016 EUR 1,03 Mio. dotiert. Nach Ablauf von 7 Jahren fand unter Einbeziehung aller Beteiligten eine Überprüfung des Vorsorgebedarfs statt. Danach liegen die in den Verträgen mit dem Land Nordrhein-Westfalen vereinbarten Voraussetzungen zur Aussetzung der weiteren Dotierung der Ansparrücklage vor. Die Sparkasse hat im Jahr 2016 von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Dotierung der Ansparrücklage auszusetzen. Sofern künftig aufgrund der Verpflichtung eine Inanspruchnahme droht, wird die Sparkasse in entsprechender Höhe eine Rückstellung bilden.

Die Sparkasse ist nach § 32 SpkG des Landes Nordrhein-Westfalen Mitglied des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe (SVWL). Der Anteil der Sparkasse am Stammkapital des Verbands beträgt zum Bilanzstichtag 0,23 %. Der Verband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat die Aufgabe, das Sparkassenwesen bei den Mitgliedssparkassen zu fördern, Prüfungen bei den Mitgliedssparkassen durchzuführen und die Aufsichtsbehörde gutachterlich zu beraten. Zu diesem Zweck werden auch Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen des Finanzsektors gehalten. Für die Verbindlichkeiten und sonstigen Verpflichtungen des Verbandes haften sämtliche Mitgliedssparkassen. Der Verband erhebt nach § 23 der Satzung des Verbands eine Umlage von den Mitgliedssparkassen, soweit seine sonstigen Einnahmen die Geschäftskosten nicht decken.

Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB

TEUR
Abschlussprüferleistungen 119
andere Bestätigungsleistungen 79
Gesamtbetrag 198

Bezüge und Altersversorgung der Mitglieder des Vorstands

Für die Verträge mit den Mitgliedern des Vorstands ist der Verwaltungsrat zuständig. Er orientiert sich dabei an den Empfehlungen der nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände zu den Anstellungsbedingungen für Vorstandsmitglieder und Stellvertreter.

Mit den Mitgliedern des Vorstands bestehen auf fünf Jahre befristete Dienstverträge. Die Mitglieder des Vorstands erhalten ausschließlich feste Bezüge. Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung werden nicht gewährt. Auf die festen Gehaltsansprüche wird die Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes angewendet.

2016
Vorstand Grundbetrag und Allgemeine Zulage Leistungszulage Sonstige Vergütung Gesamtvergütung
TEUR TEUR TEUR TEUR
Brunswieck, Stefan 224 -- -- 224
Vorsitzender        
Müller, Daniel 203 -- 6 210
Mitglied        
Summe 427 -- 6 433

Die sonstigen Vergütungen betreffen im Wesentlichen von der Sparkasse übernommene Umlagen zur Zusatzversorgungskasse.

Im Falle einer Nichtverlängerung des Dienstvertrages hat Herr Brunswieck Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen mit seinem Ausscheiden, sofern die Nichtverlängerung nicht von ihm zu vertreten ist. Der Anspruch von Herrn Brunswieck beträgt derzeit 45 % der festen Bezüge. Im Falle einer Nichtverlängerung des Dienstvertrages hat Herr Müller Anspruch auf eine Abfindungszahlung in Höhe eines Jahresgehalts, sofern die Nichtverlängerung nicht von ihm zu vertreten ist.

Im Falle der regulären Beendigung ihrer Tätigkeit haben die im Geschäftsjahr bei der Sparkasse tätigen Mitglieder des Vorstands Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen. Der Anspruch von Herrn Brunswieck und Herrn Müller beträgt dann jeweils 55 % der festen Bezüge. Auf die Pensionsansprüche wird ab Beginn der Ruhegehaltszahlungen die Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes angewendet.

Vorstand Im Jahr 2016 der Pensionsrückstellung zugeführt Barwert der Pensionsansprüche 31.12.2016
TEUR TEUR
Brunswieck, Stefan 99 1.788
Vorsitzender    
Müller, Daniel 68 1.293
Mitglied    
Summe 167 3.081

In den Zuführungen sind TEUR 28 enthalten, die auf die finanzmathematische Umstellung der Berechnung nach den Vorschriften des BilMoG zurückzuführen sind und somit keine erhöhten Pensionsansprüche begründen.

Bezüge der Mitglieder des Verwaltungsrats

Den Mitgliedern des Verwaltungsrats, des Hauptausschusses und des Risikoausschusses der Sparkasse wird ein Sitzungsgeld von EUR 200 je Sitzung gezahlt; die Vorsitzenden erhalten jeweils den doppelten Betrag. Erfolgsbezogene Anteile, Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sowie Ansprüche bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung der Tätigkeit bestehen nicht.

In Abhängigkeit von der Sitzungshäufigkeit und -teilnahme ergaben sich im Geschäftsjahr 2016 folgende Bezüge der einzelnen Mitglieder der zuvor genannten Gremien:

Name TEUR
Czarski-Nüs, Annette 0,2
Debus, Marc Stefan 0,2
Garcia Diaz, Juan Carlos 1,0
Hofmann, Ernst Heinrich 1,8
Jung, André 1,6
Kaufmann, Helmut 2,6
Kaufmann, Werner 1,4
Lattek, Gerhard 0,2
Müller, Ralph Michael 1,4
Roth, Barbara Babette 0,2
Rothenberg, Christoph 0,2
Schäfer, Dr. Werner 2,4
Scholl, Andrea 1,2
Spies, Volker 1,2
Stötzel, Klaus 2,0
Stötzel, Michael 1,2
Völkel, Heinz Jürgen 1,6
Wengenroth, Sven 1,0
Insgesamt: 21,4

Pensionsrückstellungen und -zahlungen für bzw. an frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene

An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden TEUR 300 gezahlt; die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen am 31.12.2016 TEUR 3.839.

Vorschüsse und Kreditgewährungen an den Vorstand und den Verwaltungsrat

Die Sparkasse hatte Mitgliedern des Vorstands zum 31.12.2016 Kredite, unwiderrufliche Kreditzusagen und Avale in Höhe von zusammen TEUR 17 und Mitgliedern des Verwaltungsrats in Höhe von TEUR 2.339 gewährt.

Mitarbeiter/innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2016 2015
Vollzeitkräfte 42 45
Teilzeit- und Ultimokräfte 25 12
Auszubildende 6 8
Insgesamt 73 65

Abweichend zum Vorjahr erfolgt bei der Darstellung der Teilzeitmitarbeiter zum 31.12.2016 keine Umrechnung auf volle Arbeitskräfte. Es wird auf die Anzahl der Mitarbeiter abgestellt. Die Anzahl der Teilzeitkräfte ist im Vergleich zum 31.12.2015 unverändert geblieben.

Nachtragsbericht gemäß § 285 Nr. 33 HGB

Im ersten Quartal 2017 hat der Verwaltungsrat beschlossen, in ergebnisoffene Fusionsgespräche mit der Sparkasse Siegen einzutreten. Es gilt auch mittelfristig ein leistungsstarkes Angebot für die Bürger und Unternehmen in der Region sicherzustellen. Die Entscheidung erwarten wir im Jahr 2017.

Verwaltungsrat

Dr. Werner Schäfer Helmut Kaufmann
Vorsitzendes Mitglied 1. Stellvertreter des vorsitzenden Mitglieds
Studiendirektor i. R. Hauptschulrektor
  Heinz Jürgen Völkel
  2. Stellvertreter des vorsitzenden Mitglieds
  Sparkassenangestellter i. R.
Mitglieder stv. Mitglieder
Juan Carlos Garcia Diaz Annette Czarski-Nüs
Servicetechniker für Gabelstapler und Geschäftsführer Pädagogische Fachkraft
Ernst Heinrich Hofmann Christoph Rothenberg
Bauingenieur Speditionskaufmann
André Jung Arne Buch
Selbstständiger Tankstellenbetreiber Angestellter Rechtsanwalt
Helmut Kaufmann Gerhard Lattek
Hauptschulrektor Leiter Angebotskalkulation Eigenfertigung i. R.
Werner Kaufmann Manuel Jung
Sparkassenangestellter Sparkassenangestellter
Ralph Michael Müller Hans-Georg Ballbach
Polizeibeamter Arbeitsvermittler bei der Bundesagentur für Arbeit
Andrea Scholl Ulrich Hermann Bensberg
IT-Administratorin Geschäftsführer / Tischlermeister
Volker Spies Stefan Schlabach
Sparkassenangestellter Sparkassenangestellter
Klaus Stötzel Martin Krischock
Leiter Materialwirtschaft i. R. Bohrwerkdreher
Michael Stötzel Marc Stefan Debus
Bauleiter im technischen Gebäudemanagement der Stadt Kreuztal Vertriebsingenieur
Heinz Jürgen Völkel Dr. Stephan Melsheimer
Sparkassenangestellter i. R. Referent im Geschäftsbereich Flachwalzwerke/Abteilung: Entwicklung
Sven Wengenroth Barbara Babette Roth
Leiter der Vollstreckung der Stadtkasse der Stadt Siegen Diätassistentin
Beanstandungsbeamter gem. § 11 Abs. 3 SpkG  
Holger Menzel Udo Hoffmann
Bürgermeister der Stadt Hilchenbach Stv. Bürgermeister der Stadt Hilchenbach
Vorstand  
Stefan Brunswieck Daniel Müller
Vorsitzender Mitglied

 

Hilchenbach, 24.04.2017

Der Vorstand

Brunswieck

Müller

Anlage Anlagespiegel

Entwicklung des Finanzanlagevermögens (Angaben in TEUR)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Beteiligungen Anteile an verbundenen Unternehmen
Veränderungen saldiert* 1.151 5 o 23 ---
Buchwerte        
Stand am 1.1. des Geschäftsjahres 54.395 --- 4.254 ---
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 55.546 50 4.277 ---

* Es wurde von der Zusammenfassungsmöglichkeit des § 34 Abs. 3 RechKredV Gebrauch gemacht.

Entwicklung des Sachanlagevermögens (Angaben in TEUR)
Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen Sonstige Vermögensgegenstände
Entwicklung der Anschaffungs- /Herstellungskosten      
Stand am 1.1. des Geschäftsjahres 22 5.396 128
Zugänge --- 121 ---
Abgänge --- 221 ---
Umbuchungen --- --- ---
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 22 5.296 128
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen      
Stand am 1.1. des Geschäftsjahres 19 4.568 ---
Abschreibungen im Geschäftsjahr 1 112 ---
Zuschreibungen im Geschäftsjahr --- --- ---
Änderung der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen --- --- ---
im Zusammenhang mit Abgängen --- 222 ---
im Zusammenhang mit Umbuchungen --- --- ---
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 20 4.458 ---
Buchwerte      
Stand am 1.1. des Geschäftsjahres 3 829 128
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 2 838 128

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2016

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Stadtsparkasse Hilchenbach hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Stadtsparkasse Hilchenbach besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Stadtsparkasse Hilchenbach definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2016 TEUR 9.933.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 55.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 942.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 888. Die Steuern betreffen laufende Steuern. Die Stadtsparkasse Hilchenbach hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtsparkasse Hilchenbach für das Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahres-abschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver-mögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahres-abschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Münster, 22.05.2017

Sparkassenverband Westfalen-Lippe
Prüfungsstelle

Menke, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Verwaltungsrates

Im Berichtsjahr 2016 ist der Verwaltungsrat zu 6 Sitzungen zusammengetreten. Er hat sich vom Vorstand laufend über Lage und Entwicklung der Sparkasse informieren lassen.

Wichtige Vorgänge wurden in Erfüllung vorgegebener gesetzlicher und satzungsmäßiger Aufgaben eingehend behandelt und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung in geeigneter Weise überwacht.

Der Jahresabschluss 2016 und der vom Vorstand erstellte Lagebericht sind von der Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Daraufhin hat der Verwaltungsrat gemäß § 15 Abs. 2 d) SpkGNW den Jahresabschluss festgestellt und den Lagebericht gebilligt.

Der Verwaltungsrat empfiehlt den Jahresüberschuss in Höhe von 47.190,83 EUR der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

 

Hilchenbach, 07.06.2017

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates

Dr. Werner Schäfer

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses 2016

Der Rat der Stadt Hilchenbach hat - auf Vorschlag des Verwaltungsrates vom 07.06.2017 - am 28.06.2017 beschlossen, den Jahresüberschuss 2016 in Höhe von 47.190,83 EUR der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.