Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 916
Eingetragen
30.1.1985
Branche
Verlegen von ZeitungenVerlegen von ZeitschriftenDrucken von Zeitungen
Gegenstand
Betrieb einer Druckerei und eines Papierverarbeitungswerkes, Handel mit Erzeugnissen dieser Wirtschaftszweige sowie Erbringung von Dienstleistungen aller Art im Bereich der Print- und Non-Print-Medien.

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Bäuerle
seit 14.7.2025
Prokura
Axel Schucht
seit 29.3.2017
Geschäftsführer
Hans-Peter Frank
seit 6.4.2016
Prokura
Ralf Dr. Reinhardt
seit 6.3.2006
Prokura
Dieter Vierkorn
seit 17.6.2004
Prokura
Peter Schneider
seit 10.9.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
PrintPack 2 GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Engelhardt-Druck GmbH

Nördlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 / 2011

A. Wirtschaftsbericht

I. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2011 entsprach marktseitig unseren Erwartungen. Der Umsatz stieg um knapp 2 %. Wesentlicher Grund der Umsatzsteigerung ist, dass erhebliche Kostensteigerungen im Rohstoffsektor marktweit zu Preiserhöhungen führten.

Trotzdem bleibt der Etikettenmarkt wettbewerbsintensiv und ist als reifer Markt durch permanenten Preisdruck gekennzeichnet. Auch wenn unsere Kunden Preiserhöhungen akzeptieren mussten, ist es noch nicht gelungen, die Kostensteigerungen in ausreichendem Maße zu überwälzen.

Auch wenn und gerade weil an dieser Stelle ungewöhnlich: an die Verantwortlichen bei Ackermans & van Haaren ganz herzlichen Dank für die großartige Zeit und die Art und Weise wie wir Private Equity in beispielhafter Interpretation erleben durften.

Unternehmensintern war das Ereignis des Geschäftsjahres der Wechsel von Ackermans & van Haaren zur Brinkhege Gruppe.

Drei Jahre nach dem Kauf des Druckhauses Rahning in Bünde hat die Heiner Brinkhege Beteiligungsgesellschaft, Georgsmarienhütte, Anfang 2011 die Engelhardt-Druck in Nördlingen erworben.

Rahning ist bekannt als Drucker für eine breite Palette von Verpackungsfolien für die Lebensmittelindustrie und als Hersteller von IM-Etiketten für höchste Ansprüche, die im Tief- und Rollenoffsetdruck hergestellt und weiterverarbeitet werden. Engelhardt ist Produzent hochwertiger, im Bogen- und Rollenoffset gedruckter Getränke- und IM-Etiketten aus Kunststoff und Papier.

Unter dem Dach einer neuen Holding agieren beide Firmen künftig mit zusammen über 500 Mitarbeitern und mehr als 100 Mio EUR Umsatz als rechtlich selbstständige Schwestergesellschaften am Markt; mit dem ausdrücklichen Ziel, gemeinsam schneller zu wachsen und erfolgreicher zu sein als das beiden Unternehmen für sich allein möglich wäre.

Auch wenn sich dieses Ziel im Zahlenwerk 2011 noch nicht merklich spürbar widerspiegelt, die ersten gemeinsamen Schritte sind erfolgreich gemacht.

II. Lage des Unternehmens

Die Vermögenslage des Unternehmens ist durch eine 2011 sehr zurückhaltende Investitionstätigkeit gekennzeichnet. Das im Unternehmen gebundene Vermögen ist im Berichtszeitraum um 9 % gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt 44 %.

Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Der Cash-Flow nach DVFA/SG beträgt 4.497 TEUR; die Investitionen beliefen sich auf rund 450 TEUR. Das langfristige Vermögen ist zu 100 % durch Eigenkapital gedeckt; die Finanzierung des kurzfristigen Vermögens erfolgt zu 55 % aus Eigenmitteln und langfristigem Fremdkapital und zu 45 % durch kurzfristiges Fremdkapital. Debitoren- wie Kreditorenlaufzeit sind im Berichtszeitraum gestiegen.

Die Ertragslage des Unternehmens ist gut. Der Jahresüberschuss konnte um 19,6 % auf TEUR 1.651 gesteigert werden. Das Unternehmensergebnis prägen eine um 4,3% erhöhte Betriebsleistung, die sich auf der Einsatzseite in einem um 5,6 % gestiegenem Materialeinsatz und 1,6 % höheren betrieblichen Aufwendungen niederschlägt. Die Betriebsleistung pro Kopf der Belegschaft hat sich verbessert.

Im Berichtszeitraum waren im Unternehmen durchschnittlich 333 Mitarbeiter beschäftigt.

B. Zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir als gefestigt.

Sich bietende Chancen, weitere Schritte auf dem Weg von der Spezialdruckerei für Nassleimetiketten hin zum Anbieter für Verpackungslösungen im Offset-Druck umzusetzen, werden wir gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft im In- und Ausland ergreifen.

II. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Wirtschaftliche oder rechtliche Gefährdungspotentiale von bedeutendem Ausmaß, insbesondere Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, sind nicht erkennbar.

2. Spezieller Risikobericht

Im Bereich der sogenannten, speziellen unternehmerischen Risiken greift die Risikopolitik des Unternehmens. Spezielle Risiken werden ursachenbezogen analysiert und, soweit möglich und wirtschaftlich geboten, in ihrer Wirkung begrenzt.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2012 rechnen wir, bei konstantem Umsatzniveau, mit weiterhin positiver Entwicklung des Unternehmens. Unsere eingeschlagene Strategie wird konsequent fortgesetzt und durch eine wieder etwas erhöhte Investitionstätigkeit unterstützt.

Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern, gehen wir davon aus, dass sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 keine gravierende Änderungen in der Finanz- und der noch guten Ertragslage ergeben.

C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Die geschäftlichen Aktivitäten entwickeln sich der Planung entsprechend.

Mit der Muttergesellschaft wurde mit Wirkung vom 01.10.2011 ein Ergebnisabführungsvertrag auf die Dauer von 5 Jahren abgeschlossen.

 

Nördlingen, im November 2011

Die Geschäftsführung

gez. Peter Schneider

Bilanz

Aktiva

  30.9.2011
EUR
30.9.2010
EUR
A. Anlagevermögen 4.769.823,94 7.060.853,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 219.657,00 461.529,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 132.598,00 304.823,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 87.059,00 156.706,00
II. Sachanlagen 4.549.116,94 6.598.274,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.083,00 15.647,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.335.751,94 6.350.762,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.282,00 201.865,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 30.000,00
III. Finanzanlagen 1.050,00 1.050,00
1. Genossenschaftsanteile 1.050,00 1.050,00
B. Umlaufvermögen 17.797.183,87 17.859.332,45
I. Vorräte 7.629.553,56 6.898.171,93
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.112.497,79 3.067.920,78
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.106.683,06 1.824.351,99
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.410.372,71 2.005.899,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.714.913,16 5.473.390,57
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.988.998,15 4.856.558,79
2. sonstige Vermögensgegenstände 725.915,01 616.831,78
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 626.228,58 509.885,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.452.717,15 5.487.769,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 241.362,20 210.173,59
Bilanzsumme, Summe Aktiva 22.808.370,01 25.130.359,04

Passiva

   
  30.9.2011
EUR
30.9.2010
EUR
A. Eigenkapital 9.925.504,81 11.274.477,02
I. gezeichnetes Kapital 6.000.000,00 6.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 3.000.000,00 2.637.238,51
1. andere Gewinnrücklagen 3.000.000,00 2.637.238,51
III. Bilanzgewinn 925.504,81 2.637.238,51
B. Rückstellungen 4.242.440,92 3.796.628,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 598.137,00 501.128,00
2. Steuerrückstellungen 585.128,92 248.321,00
3. sonstige Rückstellungen 3.059.175,00 3.047.179,00
C. Verbindlichkeiten 8.640.424,28 10.059.254,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.615.624,96 7.319.333,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.321.437,10 1.703.708,27
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.049.247,28 1.510.588,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.049.247,28 1.510.588,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 365.388,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 365.388,20
4. sonstige Verbindlichkeiten 975.552,04 863.944,19
davon aus Steuern 500.940,38 468.075,15
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 19.206,62 19.103,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 881.250,14 773.444,19
Bilanzsumme, Summe Passiva 22.808.370,01 25.130.359,04

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.10.2010 - 30.9.2011
EUR
1.10.2009 - 30.9.2010
EUR
1. Umsatzerlöse 62.224.366,74 60.345.673,46
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 686.804,62 -11.166,19
3. sonstige betriebliche Erträge 415.410,60 229.092,75
4. Materialaufwand 37.076.743,01 35.113.589,66
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 36.335.450,89 34.454.629,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 741.292,12 658.960,28
5. Personalaufwand 15.845.871,40 15.251.550,95
a) Löhne und Gehälter 13.193.314,75 12.642.983,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.652.556,65 2.608.567,69
davon für Altersversorgung 47.032,00 46.318,00
6. Abschreibungen 2.720.572,86 3.262.277,51
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.720.572,86 3.262.277,51
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.034.704,20 4.802.618,56
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.470,17 37.258,18
davon aus verbundenen Unternehmen 12.216,67 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 337.844,94 390.473,12
davon aus Abzinsung 33.551,00 0,00
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.344.315,72 1.780.348,40
11. außerordentliche Aufwendungen 16.426,00 0,00
12. außerordentliches Ergebnis -16.426,00 0,00
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 670.082,28 393.279,33
14. sonstige Steuern 6.779,65 6.956,65
15. Jahresüberschuss 1.651.027,79 1.380.112,42

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis 30.09.2011

ENGELHARDT-DRUCK GMBH, 86720 NöRDLINGEN

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert.

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen ausgewiesen, die zum Konsolidierungskreis der HBB Heiner Brinkhege Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Georgsmarienhütte gehören.

Auf den Ausweis von latenten Steuern auf der Aktivseite wird wie in den Vorjahren verzichtet.

Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden insoweit angepasst. Eine Durchbrechung der Stetigkeit liegt insoweit nicht vor (Art. 67 VIII 1 EGHGB). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 VIII 2 EGHGB nicht angepasst.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften angewendet.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über 3-15 Jahre (Software und Lizenzen 3 Jahre und Geschäfts- oder Firmenwert 15 Jahre, orientiert an den Vorgaben des Einkommensteuergesetzes).

Das Sachanlagevermögen wird zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Einbauten auf fremden Grundstücken wurden linear über eine Nutzungsdauer von 10-19 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgten bei beweglichen Wirtschaftsgütern degressiv, bzw. linear. Die Nutzungsdauer bei technischen Anlagen und Maschinen liegt bei 3-20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen bei 3-10 Jahren.

Bei den Sachanlagen werden gem. § 6 II EStG Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis Euro 410,00 voll abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen wegen einer vorübergehenden oder dauernden Wertminderung angesetzt (§ 253I, III HGB).

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen (§§ 253 I, 255 I HGB) oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag (§ 253 IV HGB).

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bzw. den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Fertigungsgemeinkosten, Materialgemeinkosten und Abschreibungen. Die Ermittlung erfolgt retrograd durch Abschläge auf die Verkaufspreise.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten aktiviert, wobei erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte durch Wertberichtigungen berücksichtigt werden. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine pauschale Wertberichtigung von 3,0% berücksichtigt.

Die Mieterdarlehen und das Körperschaftsteuerguthaben wurden zum Barwert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die übrigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten vorausbezahlte Aufwendungen, soweit sie das neue Geschäftsjahr betreffen.

Auf den Ausweis von latenten Steuern auf der Aktivseite wird wie in den Vorjahren verzichtet.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB).

durchschnittlicher Marktzins von 5,13% für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0% nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2005 G" Rententrend 2,0%

Fluktuation 4-5%

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich ein nicht unwesentlicher einmaliger Rückstellungsbetrag. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 I 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und 1/9 (entspricht 16.426,00 Euro) der Rückstellung zugeführt, Euro 131.408,00 sind in den folgenden 8 Jahren zuzuführen.

Der Berechnung der Steuerrückstellung wurde der Jahresüberschuss 2010/2011 unter Berücksichtigung steuerlicher Hinzu- und Abrechnungen zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden soweit vorhanden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Die Finanzschulden und andere Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 II 1 HBG).

III. Erläuterung zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010/2011 ist nachfolgend in einem Anlagenspiegel Anlagegitter am Schluss dieses Anhangs dargestellt. Unter den Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01. Oktober 2010 werden die historischen Werte ausgewiesen. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres entsprechen der Position "Zugänge" bei der Darstellung der Entwicklung der Abschreibungen im Anlagenspiegel.

Im Berichtsjahr voll abgeschriebene geringwertige Vermögensgegenstände bis 410,00 EURO werden gleichzeitig als Zu- und Abgang erfasst.

Umlaufvermögen

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 626 (Vorjahr TEUR 510) enthalten.

Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfassten Beträge haben Vermögenscharakter; sie enthalten im Wesentlichen das Körperschaftsteuer-Guthaben (TEUR 19), die Forderungen aus den Mieterdarlehen (Sandix, Sanaga TEUR 606) sowie Debitorische Kreditoren (TEUR 67).

Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen vorausbezahltes Urlaubsgeld, abgegrenzte Aufwendungen für Versicherungen und Wartungsaufwendungen sowie vorausbezahlte Gebäudenebenkosten enthalten.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt Euro 6.000.000,00.

Aus dem Bilanzgewinn zum 30.09.2010 (Vortrag) in Höhe von Euro 2.637.238,51 wurde nach Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von Euro 362.761,49 eine Ausschüttung in Höhe von Euro 3.000.000,00 vorgenommen.

Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet.

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 148 TEUR. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 I 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und 1/9 der Rückstellungsverpflichtungen TEUR 131 sind gleich verteilt in den nächsten acht Jahren abzurufen.

Die Steuerrückstellungen enthalten TEUR 156 für Gewerbesteuer 2010, TEUR 297 für Gewerbesteuer 2011 sowie TEUR 132 für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 2011.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

  30.09.2011
EURO
Ausstehender Urlaub 1.474.988,00
Tarifliche Jahresleistung 458.438,00
Sonstige Rückstellungen Personalbereich 170.149,00
Berufsgenossenschaftsbeiträge 135.000,00
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 15.000,00
Kundenboni 289.000,00
Garantie- und Gewährleistungen 144.000,00
Unterlassene Instandhaltung 273.000,00
Rechts- und Beratungskosten 24.000,00
Jahresabschlusskosten (intern und extern) 14.700,00
Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen 60.900,00
  3.059.175,00

Verbindlichkeiten

In dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren in Höhe von Euro 46.000,00 enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch bankübliche Sicherheiten abgesichert.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

  Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr
Euro
1-5 Jahre
Euro
> 5 Jahre
Euro
gegenüber Kreditinstituten 1.321.437,10 4.248.187,86 46.000,00
aus Lieferungen und Leistungen 2.049.247,28 0,00 0,00
sonstige 881.250,14 94.301,90 0,00
Summe 4.251.934,52 4.342.489,76 46.000,00
       
Verbindlichkeiten Summe
Euro
davon gesichert
TEUR
Art und Form der Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten 5.615.624,96 5.616 Sicherungsübereignung Maschine
aus Lieferungen und Leistungen 2.049.247,28 0  
sonstige 975.552,04 73 Sicherungsübereignung Maschine
Summe 8.640.424,28 5.689  

IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse aus dem Verkauf der für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit typischen Erzeugnisse. Die Umsatzerlöse entfallen zu 87% auf das Inland und zu 13% auf das Ausland.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die nicht unter anderen Ertragsposten aufgeführten Erträge und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die nicht unter anderen Aufwandspositionen auszuweisenden Aufwendungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 81), Versicherungserstattungen (TEUR 134) sowie Erträge aus Einnahmen Kantine (TEUR 77).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen, Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen sowie sonstige Personalaufwendungen.

Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG sind in dem Posten außerordentliche Aufwendungen (TEUR 16) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen das laufende Berichtsjahr (KST/KEST/Soli TEUR 376; Gewerbesteuer TEUR 297).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet,- Leasing- und Wartungsverträgen (ohne Mieterdarlehen) TEUR
- fällig 2011/2012 1.243
- fällig 2012/2013 1.268
- fällig 2013/2014 1.293
Gesamtbetrag 3.804

Die Vertragsrestlaufzeiten aus Mobilien- und Immobilienleasingverträgen betragen bis zu sieben Jahren.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlußstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB § 268 VII HGB

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestehen drei Zinssatzswaps, durch die variable Darlehen auf eine Festzinsbasis gestellt werden.

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 71 (Vorjahr 70) Angestellte und 262 (Vorjahr 260) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB).

Geschäftsführung

Geschäftsführer während des Geschäftsjahres war:

Peter Schneider, Mannheim.

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 IV HGB verzichtet.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Gesellschafter ist die Print Pack 2 GmbH, Georgsmarienhütte. Das Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die HBB Heiner Brinkhege Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Georgsmarienhütte.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsleitung lautet:

  EURO
Bilanzgewinn Stand 01.10.2010 2.637.238,51
zuzüglich Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen lt. Beschluss vom 22.12.2010 362.761,49
abzüglich Ausschüttung lt. Beschluss vom 22.12.2010 ./. 3.000.000,00
Jahresüberschuss 2010/2011 1.651.027,79
Einstellung in andere Gewinnrücklagen ./. 725.522,98
Bilanzgewinn Stand 30.09.2011 925.504,81

 

Nördlingen, im November 2011

Engelhardt-Druck GmbH

Anlagespiegel

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 01.10.2010
EURO
Zugänge U) Umgliederung
EURO
Abgänge U) Umgliederung
EURO
Stand 30.09.2011
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 964.334,46 10.595,27 0,00 974.929,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.046.039,02 0,00 0,00 1.046.039,02
  2.010.373,48 10.595,27 0,00 2.020.968,75
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 217.921,69 0,00 0,00 217.921,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.646.613,61 327.712,42 U) 30.000,00 25.783,10 32.948.542,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 861.118,72 115.829,11 70.215,15 906.732,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.000,00 0,00 0,00 U) 30.000,00 0,00
  33.755.654,02 443.541,53 U) 30.000,00 95.998,25 U) 30.000,00 34.073.197,30
III. Finanzanlagen        
Genossenschaftsanteile 1.050,00 0,00 0,00 1.050,00
  1.050,00 0,00 0,00 1.050,00
  35.767.077,50 454.136,80 U) 30.000,00 95.998,25 U) 30.000,00 36.095.216,05
  Abschreibungen
  Stand 01.10.2010
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge Z) Zuschreibung
EURO
Stand 30.09.2011
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 659.511,46 182.820,27 0,00 842.331,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 889.333,02 69.647,00 0,00 958.980,02
  1.548.844,48 252.467,27 0,00 1.801.311,75
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 202.274,69 9.564,00 0,00 211.838,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.295.851,61 2.348.131,48 22.920,10 Z) 8.272,00 28.612.790,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 659.253,72 110.410,11 70.213,15 699.450,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  27.157.380,02 2.468.105,59 93.133,25 Z) 8.272,00 29.524.080,36
III. Finanzanlagen        
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  28.706.224,50 2.720.572,86 93.133,25 Z) 8.272,00 31.325.392,11
  Buchwerte
  Stand 30.09.2010
EURO
Stand 30.09.2011
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 304.823,00 132.598,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 156.706,00 87.059,00
  461.529,00 219.657,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.647,00 6.083,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.350.762,00 4.335.751,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.865,00 207.282,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.000,00 0,00
  6.598.274,00 4.549.116,94
III. Finanzanlagen    
Genossenschaftsanteile 1.050,00 1.050,00
  1.050,00 1.050,00
  7.060.853,00 4.769.823,94

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.12.2011 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Nach dem abschließenden Ergebnis meiner Prüfung habe ich dem Jahresabschluss einschließlich Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/2011 der Engelhardt-Druck GmbH, Nördlingen, in der Fassung der Anlagen 1 bis 4 gem. § 322 Abs. 1 HGB unter dem Datum vom 10. November 2011 den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft Engelhardt-Druck GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis 30.09.2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung) liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs-Grundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die Buchführung und der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften (und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung) und vermitteln unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Nördlingen, 10. November 2011

Dipl.-Kfm. Georg Beyschlag, Wirtschaftsprüfer

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