STILL Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Selbe AdresseHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Buß seit 5.5.2025 | Geschäftsführer |
Denise Quehl seit 5.5.2025 | Prokura |
Andreas Müller seit 16.1.2020 | Geschäftsführer |
Wolfgang Köhne seit 11.10.2019 | Geschäftsführer |
Rodica Grube seit 11.10.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
KION Financial Services GmbH (vormals firmierend unter KION Verwaltungsgesellschaft mbH) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STILL Financial Services GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die STILL Financial Services GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 119504 eingetragen. Die STILL Financial Services GmbH ist ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a Satz 1 KWG. Der Gegenstand des Unternehmens ist das Erbringen von Finanzdienstleistungen im Sinne von § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 (Finanzierungsleasing) des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) sowie von Leasingdienstleistungen, die kein Finanzierungsleasing darstellen (sonstige Leasingdienstleistungen), und von Hilfs- und Nebengeschäften und -dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erbringung des Finanzierungsleasings und der sonstigen Leasingdienstleistungen, einschließlich des Erwerbs, des Haltens, und der Veräußerungen von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Außerdem darf sie nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den allgemeinen handelsrechtlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), den ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute des HGB, des KWG sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. In Anwendung des § 265 Abs. 6 HGB wurde die Bezeichnung einzelner Posten der Jahresbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses geändert. Als mittelbare Tochtergesellschaft gehört die STILL Financial Services GmbH zur KION GROUP AG, Frankfurt am Main, welche als Konzernmutter fungiert. Direkte Muttergesellschaft ist die KION Financial Services GmbH, Frankfurt am Main. Mit der KION Financial Services GmbH, als herrschendes Unternehmen, ist am 5. Oktober 2011 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze a. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. b. Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert (Niederstwertprinzip) angesetzt. In den Forderungen an Kunden enthaltene Mietkaufforderungen werden in Höhe der Anschaffungskosten, vermindert um die kumulierten erhaltenen Tilgungsanteile der Mietkaufraten, angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen, das latente Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigungssätze werden jährlich anhand der in den vergangenen Jahren realisierten Ausfälle überprüft und neu festgelegt. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung ergibt sich aus den Nettoforderungen an Kunden (abzüglich Forderungen an verbundene Unternehmen), multipliziert mit dem Pauschalwertberichtigungssatz von durchschnittlich 1,5 % zum 31. Dezember 2023. Für Mietkaufforderungen wurde aufgrund des geringen Anteils am Gesamtportfolio von unter 5,0% sowie der möglichen Verwertung der Objekte im Fall des Kundenausfalls im Geschäftsjahr keine Pauschalwertberichtigung gebildet. Da dem Risiko von Kreditausfällen im Leasinggeschäft eine untergeordnete Bedeutung beigemessen wird, wird IDW RS BFA 7 nicht angewandt. Für die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind keine Einzel- und Pauschalwertberichtigungen aufgrund der historisch nicht eingetretenen und auch künftig nicht zu erwartenden Ausfälle gebildet. c. Leasingvermögen Das Leasingvermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die vertraglich vereinbarte Laufzeit auf den zum Ende der Grundmietzeit kalkulierten Restwert, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden im Berichtsjahr im geringen Umfang von 109 TEUR vorgenommen. d. Immaterielle Anlagewerte Die STILL GmbH, Hamburg, und die BlackForxx GmbH, Stuhr, haben einen Großteil des Financial Services- Geschäfts (Leasing und Absatzfinanzierung) mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 30. Dezember 2011 auf die STILL Financial Services GmbH übertragen. Durch den Übertragungsvertrag ist die STILL Financial Services GmbH zum 1. Januar 2012 in die Vertragsverhältnisse gegenüber den Kunden und die damit verbundenen Refinanzierungsgeschäfte eingetreten. Der sich aus dem Kauf- und Übertragungsvertrag ergebende Kaufpreis setzt sich aus dem Geschäftswert und einer Ausgleichszahlung für die zukünftig anfallenden Vertragsverwaltungskosten des übernommenen Vertragsbestandes zusammen. Der entgeltlich erworbene Geschäftswert der STILL Financial Services GmbH wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen und - wenn erforderlich - um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Für den Geschäftswert wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die erwartete Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme, künftiges Neugeschäft sowie das Know-How (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Die Ertragspotenziale dieser Komponenten werden über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft. Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte beinhalten im Wesentlichen Individualsoftware. Diese wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. e. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Bewegliche Anlagegüter werden linear über die festgelegte Nutzungsdauer abgeschrieben. Grundsätzlich werden geringwertige Wirtschaftsgüter entsprechend den steuerlichen Regelungen als Sammelposten über die Dauer von 5 Jahren abgeschrieben. f. Aktive Rechnungsabgrenzung Im Voraus gezahlte Aufwendungen wurden periodengerecht abgegrenzt. g. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag (Erfüllungsbetrag) angesetzt. Bei den seit dem Geschäftsjahr 2014 im Wege des Sale-Mietkauf-Back Verfahrens refinanzierten Leasingvermögen ergeben sich die Anschaffungskosten aus dem Verkaufspreis der an die Refinanzierungspartner über die Laufzeit des Vertrages zu leistenden Zahlungen im Zeitpunkt der Einbuchung der Verbindlichkeit. h. ABS-Programm und Hedging Im Rahmen des ABS-Programms werden im ersten Schritt neue langfristig abgeschlossene Mietkauf-/Leasingverträge über die Revolving Credit Facility (im Folgenden "RCF" genannt) zur Refinanzierung eingereicht. Sobald die erste Rate durch den Kunden gezahlt wurde, werden die ABS-fähigen Verträge aus der RCF herausgenommen und in das ABS-Programm eingereicht. Das ABS-Programm stellt eine ABCP (Asset-Backed Commercial Paper) Transaktion dar, in dessen Rahmen die Verbriefung der Leasing- und Restwertforderungen aus dem LTR-Geschäft (Long-Term Rental) über K-Lift S.A. als Luxemburger Zweckgesellschaft erfolgt, die in die KION GROUP AG konsolidiert wird. Der in dieser Transaktion vereinbarte Kaufpreisabschlag sowie das Darlehen mit konzerninternem Rangrücktritt werden beide über die RCF-Kreditlinie refinanziert. Die von der Zweckgesellschaft gekauften Leasing- und Restwertforderungen sowie das Darlehen mit konzerninternem Rangrücktritt und RCF werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ausgewiesen. Da sowohl in der RCF als auch im ABS-Programm variable Zinsen (1-Monats-EURIBOR zzgl. einer Bankmarge) vereinbart sind, werden die Zinsen über mehrere Payer Swaps abgesichert. Durch die Payer Swaps wird der variable Zinssatz gegen einen Festzinssatz ausgetauscht, die Zinsabsicherung wurde über fünf Jahre in 13 Swaps abgeschlossen. Für die Swaps werden keine Bewertungseinheiten gebildet. Die Marktwerte der Zinsswaps werden durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Cashflows über die Restlaufzeit der Instrumente unter Verwendung marktüblicher Zinssätze ermittelt. i. Passive Rechnungsabgrenzung Es werden Erträge aus vorschüssigen Zahlungsintervallen periodengerecht abgegrenzt und über die zugrundeliegende Vertragslaufzeit linearisiert aufgelöst. Des Weiteren werden Erträge aus den Zinsswaps periodengerecht abgegrenzt. j. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern der STILL Financial Services GmbH ab. Die Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,83 % (i.Vj. 1,78 %). Dabei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Zudem wurden zum Stichtag unverändert zum Vorjahr die Richttafeln Heubeck 2018 G, ein Gehaltstrend von 3,05 % sowie eine durchschnittliche Fluktuationsrate von 2,75 % verwendet. Der Rententrend beträgt unverändert zum Vorjahr 2,35 % bzw. 1,00 %, falls zugesagt. Neben den arbeitgeberfinanzierten Pensionsverpflichtungen bestehen Verpflichtungen aus dem KION Vorsorgeplan. Die Höhe der Versorgungsleistung ist abhängig von den Vorsorgebeiträgen, die auf das jeweilige Pensionskonto des Mitarbeiters durch Entgeltumwandlung eingebracht werden. Das in Spezialfonds angelegte Planvermögen wird von dem Treuhänder KION Vorsorge Aktiv e.V. verwaltet und der Zugriff auf das Vermögen durch die Gesellschaft ist ausgeschlossen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Pensionsverpflichtungen werden unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) auf Basis versicherungsmathematischer Parameter sowie der Richttafeln Heubeck 2018 G ermittelt. Der Rententrend beträgt unverändert zum Vorjahr 1,00 %. Die Pensionsrückstellungen werden in der Jahresbilanz um das bestehende Planvermögen vermindert. k. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass erkennbare Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt zum Nominalwert. Die Rückstellungen haben eine Restlaufzeit <1 Jahr und werden nicht abgezinst. I. Latente Steuern Es besteht über die KION Financial Services GmbH, als herrschendes Unternehmen, eine steuerliche Organschaft mit der KION GROUP AG. Vor diesem Hintergrund erfolgt auf Ebene der STILL Financial Services GmbH kein Ausweis latenter Steuern. m. Steueraufwand/Steuerertrag Die STILL Financial Services GmbH wird in den Konzernabschluss der KION GROUP AG einbezogen. Da die KION GROUP einen Konzernumsatz von mehr als 750 Mio. EUR ausweist, ist sie von den Regelungen der sog. Globalen Mindestbesteuerung betroffen, die in Deutschland durch das sog. Mindeststeuergesetz umgesetzt wurde. Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe wird voraussichtlich die KION GROUP AG, die begonnen hat, ein Vorgehen zur Erfüllung der dort enthaltenen Anforderungen für die Gruppe zu prüfen und umzusetzen. Für das Jahr 2023 ergibt sich aus dem Mindeststeuergesetz keine Auswirkung auf den tatsächlichen Steueraufwand. 3. Erläuterungen zur Jahresbilanz a. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute umfassen täglich fällige Bankguthaben von 24 TEUR (i.Vj. 28 TEUR). b. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen an Kunden weisen folgende Restlaufzeiten aus:
Im Berichtsjahr 2023 gibt es unverändert zum Vorjahr keine Forderungen gegenüber dem Gesellschafter KION Financial Services GmbH. In den übrigen Forderungen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash Pooling enthalten. c. Entwicklung des Anlagevermögens Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
d. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der KION Financial Services GmbH betragen 17 TEUR (i.Vj. 81 TEUR). In dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden Verbindlichkeiten aus den abgeschlossenen "Sale-Mietkauf-Back-Verträgen" von 138.702 TEUR (i.Vj. 96.706 TEUR) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus der RCF als Vorstufe des ABS-Programms sowie die ABS-Verbindlichkeiten mit einer Gesamthöhe von 423.963 TEUR (i.Vj. 348.249 TEUR) sind unter der Posten Verbindlichkeiten aus Refinanzierung des Portfolios ausgewiesen. In dem Posten übrige Verbindlichkeiten sind zum größten Teil Servicerechnungen reduziert um Provisionsgutschriften von 105 TEUR (i.Vj. 6.020 TEUR) an verbundene Unternehmen enthalten. Fristengliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gemäß § 9 RechKredV
e. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der KION GROUP AG an den Organträger abzuführende Umsatzsteuern und den gemäß Gewinnabführungsvertrag abzuführenden Gewinn des Geschäftsjahres 2023 von 24 TEUR (i.Vj. 28 TEUR). f. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen eine Abgrenzung für die linearisierte Erfassung der Erträge aus Leasingverträgen mit vorschüssigem Zahlungsintervall von 796 TEUR (i.Vj. 899 TEUR) sowie eine Abgrenzung für erhaltene Vorauszahlungen für Leasing- und Mietraten von 882 TEUR (i.Vj. 919 TEUR). g. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag der firmenfinanzierten Pensionsverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 923 TEUR (i.Vj. 652 TEUR). Dem steht der beizulegende Zeitwert des Planvermögens von insgesamt 50 TEUR (i.Vj. 13 TEUR) gegenüber. In den Gesamtverpflichtungen ist aus dem KION Vorsorgeplan ein Erfüllungsbetrag von 79 TEUR (i.Vj. 60 TEUR) enthalten. Dem steht der beizulegende Zeitwert des Planvermögens abzüglich des Marktwertverlustes von 77 TEUR (i.Vj. 59 TEUR) gegenüber. Die Anschaffungskosten des Vermögens betragen zum Bilanzstichtag 71 TEUR (i.Vj. 69 TEUR). Für das aktuelle Geschäftsjahr ergibt sich wie im Vorjahr keine Ausschüttungssperre. Der Zinsaufwand beträgt 1,7 TEUR (i.Vj. 1 TEUR) und setzt sich aus den Zinsaufwendungen von 0,6 TEUR aus dem Planvermögen und 1,1 TEUR aus der leistungsorientierten Verpflichtung zusammen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB für die Änderung des Rechnungszinses vom durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben auf zehn Jahre beträgt im Berichtsjahr 15 TEUR (i.Vj. 57 TEUR). h. Andere Rückstellungen Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Garantien/Ausfall- und besondere Risiken beinhalten Drohverlustrückstellungen für zu erwartende Ausfallrisiken von künftigen Vertragsverpflichtungen von 1.085 TEUR (i.Vj. 290 TEUR). Unter dieser Position wurden für insgesamt 50 Kunden Rückstellungen für Ausfallrisiken gebildet. Darunter sind 8 Kunden, deren Drohverlustrückstellungen 50 TEUR überschreiten. Darüber hinaus wurden für sechs der zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Payer-Swaps, die zum Jahresende negative Marktwerte aufweisen, Drohverlustrückstellungen von 3.115 TEUR (i.Vj. - TEUR) gebildet. Die sonstigen übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen. i. Fonds für allgemeine Bankrisiken Der Fonds für allgemeine Bankrisiken ist mit 2.370 TEUR unverändert zum Vorjahr ausgewiesen. j. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital von 25 TEUR ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt 1.508 TEUR. k. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a. Leasingerträge Aufgliederung der Leasingerträge:
Die Erlöse aus Leasingverträgen setzen sich aus den Finanzraten von 140.615 TEUR (i.Vj. 116.304 TEUR) sowie Subventionen von 1.842 TEUR (i.Vj. -) zusammen. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 wurden Leasingerträge konzernintern mit der STILL GmbH für Zinssubventionen generiert, die zum Ziel hatten, das stark angestiegene Zinsniveau aus vertriebspolitischen Gründen nicht in vollem Umfang an die Kunden der STILL GmbH weiterzugeben. Bei der Ermittlung der Zinssubventionen sind alle LTR-Neuverträge, bei denen der Kundenzins unterhalb des Standardzinses lag, berücksichtigt. Auslandsumsätze liegen nicht vor. b. Leasingaufwendungen Aufgliederung der Leasingaufwendungen:
c. Zinsergebnis
Unter den Zinsaufwendungen werden im Wesentlichen Refinanzierungszinsen aus den externen Refinanzierungsstrukturen und aus der Zinsabsicherung ausgewiesen. In den Zinsaufwendungen aus Zinsswapgeschäften werden Aufwendungen und Erträge saldiert ausgewiesen. Das positive Zinsergebnis aus der Zinsabsicherung wird unter dem Zinsaufwand ausgewiesen, da in dem Zinsergebnis der erhaltene EURIBOR-Zins (variabler Zinssatz) enthalten ist. Zusätzlich enthält das Zinsergebnis aus Zinsabsicherung die Aufwendungen für die Bildung der Drohverlustrückstellung aufgrund von negativen Marktwerten am Bilanzstichtag der in 2023 abgeschlossenen Payer Swaps. Durch die Zinsabsicherung wird der variable Zinssatz (EURIBOR) aus den ABS- sowie RCF-Refinanzierungskanälen durch einen festen Zinssatz getauscht. d. Provisionsaufwand Unter den Provisionsaufwendungen sind Vermittlungsprovisionen von 1.566 TEUR (i.Vj. 6.644 TEUR) ausgewiesen. Aufgrund der originären Aufgaben der STILL Financial Services GmbH, als Absatzinstrument der STILL GmbH ohne Gewinnabsicht zu agieren, erhält die STILL GmbH über eine Vermittlungsprovision weite Teile der erwirtschafteten Marge. e. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von 322 TEUR (i.Vj. 211 TEUR) beinhalten überwiegend Erträge aus Insolvenzvorgängen. f. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen und auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Aufwendungen für Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen von 123.344 TEUR (i.Vj. 102.560 TEUR) weisen im Wesentlichen Abschreibungen auf die Leasinggegenstände aus. g. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 5 TEUR (i.Vj. 1 TEUR) ausgewiesen. h. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft Die Aufwendungen für Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen von 890 TEUR (i.Vj. 190 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus den Drohverlustrückstellungen von 856 TEUR (i.Vj. 64 TEUR). 5. Sonstige Angaben Zur Zinsabsicherung werden Payer Swaps eingesetzt, die zum Ende des Geschäftsjahres einen Nominalwert von 367.330 TEUR ausweisen. Alle 13 abgeschlossenen Zinsswaps haben eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren, davon 7 Swaps mit einem positiven Marktwert von 5.674 TEUR (i.Vj. 6.873 TEUR) und 6 negative Swaps mit einem Zeitwert von 3.115 TEUR (i.Vj. - TEUR). Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 23 Mitarbeitende (i.Vj. 19) ohne Auszubildende, Praktikanten und Geschäftsführung beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeitenden setzt sich wie folgt zusammen:
Die Honorare für den Jahresabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, betragen 152 TEUR (i.Vj. 115 TEUR), davon 17 TEUR für das Vorjahr. Die zusätzliche Angabe betrifft den Abschlussprüfer 2021, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die im Geschäftsjahr 2022 im Rahmen der Konzernabschlussprüfung ein weiteres Jahr tätig war. Die Honorare setzen sich wie folgt zusammen:
Seit dem 24. August 2011 wird die STILL Financial Services GmbH, Hamburg, in den Konzernabschluss der KION GROUP AG ("KION") einbezogen, die zugleich den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen bildet, und als direktes Unternehmen Teil des Konzerns ist. KION erstellt einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind ("IFRS"). Der Sitz von KION befindet sich in der Thea-Rasche-Straße 8, 60549 Frankfurt am Main, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Frankfurt unter dem Aktenzeichen HRB 112163 eingetragen. Der Konzernabschluss 2023 der KION GROUP AG, der Konzernlagebericht und der Bestätigungsvermerk werden in deutscher Sprache im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. Geschäftsführung Die Geschäftsführung stellt sich wie folgt dar:
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung verzichtet. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nicht eingetreten.
Hamburg, den 11. April 2024 STILL Financial Services GmbH Wolfgang Köhne Andreas Müller Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Strategische Ausrichtung 1.1 Geschäftsmodell und Strategie Die STILL Financial Services GmbH (nachfolgend "STILL-D-FS" oder "Gesellschaft") unterstützt als Finanzdienstleistungsinstitut nach § 1 Abs. 1a Satz 1 und 2 Nr. 10 KWG den Vertrieb der STILL GmbH in Deutschland beim Verkauf von Flurförderzeugen und Lagertechnikgeräten. Die Geschäftstätigkeit der STILL-D-FS umfasst die interne Finanzierung der kurzfristigen Mietflotte der STILL GmbH und der BlackForxx GmbH, die Vertriebsunterstützung und die Durchführung des langfristigen Leasing-, Mietkauf- und Langfristmietgeschäfts (nachfolgend "Leasinggeschäft") für die Kunden der STILL GmbH. STILL Financial Services GmbH betreibt ihre Geschäftstätigkeit in den Geschäftsräumen in Hamburg. 1.2 Gesellschafterverhältnisse Als mittelbare Tochtergesellschaft gehört die STILL-D-FS zur KION GROUP AG (nachfolgend "KION GROUP"), welche als Konzernmutter und Management Holding fungiert und zentrale Konzernfunktionen wahrnimmt. Direkte Muttergesellschaft ist die KION Financial Services GmbH, Frankfurt am Main (nachfolgend "KION FS"). Mit der KION FS, als herrschendem Unternehmen (100% Beteiligung), ist am 5. Oktober 2011 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. 1.3 Wesentliche Leistungsindikatoren Zu den finanziellen Leistungsindikatoren werden neben der Portfoliogröße das Neugeschäft sowie die Verzinsung des "notional capital" gezählt. Die STILL-D-FS wird anhand ihrer Portfoliogröße nach IFRS sowie ihrem Neugeschäft im konzerninternen Vergleich gebenchmarkt und hinsichtlich ihrer Leistung beurteilt.
Als Neugeschäft bezeichnet die STILL-D-FS das Volumen der im jeweiligen Betrachtungszeitraum erstmalig aktivierten Verträge. Bezüglich dieser finanzielle Leistungsindikator konnte eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr erreicht werden und übertraf den erwarteten Umfang. Den eigenen wirtschaftlichen Erfolg überprüft die STILL-D-FS anhand der Verzinsung des "notional capitals" nach IFRS als zentrale Steuerungsgröße (Key Performance Indicator, KPI). Das "notional capital" errechnet sich aus der Summe der Risikoaktiva nach IFRS, die sich sowohl aus konzerninternen Forderungen, Forderungen gegenüber Dritten, als auch dem bilanzierten Leasingvermögen zusammensetzen. Das Ergebnis vor Steuern nach IFRS wird in Relation zum auf dieser Basis ermittelten Eigenkapital gesetzt. Die negative Entwicklung der Marktbewertung der Payer Swaps in Verbindung mit stark angestiegenen Refinanzierungszinsen bei gleichzeitig moderat angepassten Kundenzinssätzen hat dazu geführt, dass die Verzinsung des "notional capitals" mit -7,4% (i.Vj. +29,4%) ausgewiesen wurde und lag damit unter der Erwartung. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Berichtsjahr 2023 weiter verlangsamt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Oktober-Prognose 1 von einem Wachstum der Weltwirtschaftsleistung von 3,0% (i.Vj. 3,5%) aus. Unter anderem die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die Belastungen durch den fortdauernden Ukraine-Krieg haben zu einer anhaltend schwachen Erholung der Weltwirtschaft beigetragen. Der Abwärtstrend im produzierenden Gewerbe hatte laut IWF im Jahresverlauf zudem Auswirkungen auf den Dienstleistungssektor, der bereits aufgrund des Fachkräftemangels negativ beeinflusst war. Die noch im vergangenen Jahr durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg gestörten Lieferketten konnten sich zwar im Jahresverlauf entspannen, doch erforderten die damit verbundenen Material- und Energiepreissteigerungen eine restriktive Geldpolitik der Notenbanken zur Bekämpfung der im Jahresverlauf ansteigenden Inflation. Die deutliche Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken führte zu ungünstigeren Finanzierungsbedingungen, und die weiteren Maßnahmen zur Wiederherstellung der Preisstabilität zeigten im Berichtsjahr erste Erfolge, allerdings bei deutlichen regionalen Unterschieden. In den entwickelten Volkswirtschaften bildete sich die Teuerungsrate laut IWF von 7,3% (2022) auf 4,6% im Berichtsjahr zurück. Die straffe Geldpolitik beeinflusste ebenso die Wachstumsdynamik, da sich die Investitionsneigung der Verbraucher durch die Verschärfung der Kreditbedingungen zurückbildete. Der im Oktober ausgebrochene Konflikt im Nahen Osten hatte im Berichtsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche Entwicklung. 2.2 Absatzmärkte Der Markt für Flurförderzeuge wurde im Jahr 2023 durch wirtschaftliche und politische Unsicherheiten, das gestiegene Zinsniveau und hohe Inflationsraten beeinflusst. Sie wirkten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft und damit auf die Nachfrage nach Flurförderzeugen aus. Geplante Investitionen wurden aufgrund der Marktbelastungen teilweise aufgeschoben oder gestoppt (Interact Analysis, November 2023 und Juli 2023). Der globale Markt für Flurförderzeuge war gemessen am Auftragseingang im Berichtsjahr von rückläufigen Bestellzahlen und einem verlangsamten Auftragseingang geprägt. Die Entspannung der Lieferkettenproblematik aus dem Vorberichtsjahr führte im Berichtsjahr zur beschleunigten Abarbeitung der Auftragsbücher. In der Region EMEA haben sich nach Einschätzung der KION GROUP die Stückzahlen der Bestelleingänge im Berichtszeitraum stark verringert. Der Anteil der Gegengewichtsstapler mit Verbrennungsmotor am Weltmarkt hat sich in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres auf Basis verbandsseitig veröffentlichter Marktdaten zum Auftragseingang für Flurförderzeuge weiter verringert, da die Elektrifizierung weiter voranschritt. Elektrostapler und Lagertechnikfahrzeuge konnten demnach ihren Anteil am globalen Bestellvolumen entsprechend weiter steigern (World Industrial Truck Statistics, Januar 2024). 2.3 Leasing Das im Jahr 2023 reduzierte Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen strahlte auch auf die Leasing-Branche aus. Der BDL geht von einem Wachstum des Neugeschäfts bei den Anschaffungswerten in 2023 von 17,8% im Leasing-Neugeschäft und 1,8% bei Mietkauf-Geschäften aus. Die absolute Anzahl der Verträge stieg in der BDL-Prognose um 19,1%. Während die Anzahl von Leasing-Verträgen mit 20,2% zulegen konnte, sanken die Mietkauf-Verträge um 3,1%. Aktuelle Herausforderungen im Jahr 2024 ergeben sich durch anhaltende geopolitische Risiken und die durch eine fehlende Planungssicherheit konjunkturelle Zurückhaltung bei den Investitionen. Vor diesem Hintergrund sind die Perspektiven nach BDL für das Jahr 2024 nicht besonders gut 2. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes sollte gemäß ifo Konjunkturprognose Frühjahrsprognose 2024 für das Jahr 2024 bei 0,2% liegen 3. Dementsprechend werden auch die Ausrüstungsinvestitionen maximal stagnieren, was ein Wachstum der Leasing-Branche stark begrenzen wird. Davon betroffen werden gem. BDL auch die Investitionsbemühungen in Deutschland sein. Zwar gilt es weiterhin die Transformation in großen Schritten voranzubringen, was auch zu Unterstützungsmaßnahmen des Staates führen sollte. Die Leasing-Branche hat gemeinsam mit den Kunden längst begonnen, ihre Aktivitäten auf die Transformation auszurichten. Vor diesem Hintergrund ist in absoluten Zahlen betrachtet gemäß BDL davon auszugehen, dass die Branche weiter, voraussichtlich sogar verstärkt, wachsen sollte. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 606.129 TEUR nach 485.274 TEUR im Vorjahr. Der größte Posten auf der Aktivseite ist, wie im Vorjahr, das bilanzielle Leasingvermögen mit 536.064 TEUR (i.Vj. 431.197 TEUR). Die Forderungen an Kunden haben sich im Berichtsjahr auf 68.999 TEUR (i.Vj. 53.138 TEUR) erhöht. Die Erhöhung resultierte vorrangig aus den Finanzforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Rahmen des Cash Clearings mit einem Plus von 24% auf 29.894 TEUR und aus Forderungen aus dem Mietkaufgeschäft mit einem Plus von 44% auf 27.675 TEUR. Der sich aus den Kauf- und Übertragungsverträgen mit der STILL GmbH und der BlackForxx GmbH ergebende Geschäftswert wird linear über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag beläuft sich der Restbuchwert auf 350 TEUR (i.Vj. 467 TEUR), wobei die Veränderung ausschließlich aus der planmäßigen Abschreibung stammt. Der Geschäftswert ist durch das vertragliche Recht der STILL-D- FS begründet, im Rahmen ihres Geschäfts die Marken "STILL" und "BlackForxx" sowie das bestehende Know-How und die Vertriebswege des KION-Konzerns zu nutzen. 3.2 Finanzlage 3.2.1 Kapitalstruktur Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden Verbindlichkeiten aus der Verbriefungstransaktion von 280 Mio. EUR (i.Vj. 258 Mio. EUR) ausgewiesen. Ergänzend werden im Rahmen der Verbriefungstransaktion der vereinbarte Kaufpreisabschlag, das mit einem konzerninternen Rangrücktritt versehene Darlehen, sowie das konzerninterne Darlehen in Form einer Revolving Credit Facility mit insgesamt 144 Mio. EUR (i.Vj. 90 Mio. EUR) ebenfalls unter Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ausgewiesen. Ein weiterer wesentlicher unter Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ausgewiesener Posten enthält die über SAMB (Sale-and-Miet-Back) refinanzierten Verträge mit einem Volumen von 138 Mio. EUR (i.Vj. 97 Mio. EUR).
2 BDL-RS 7-01-2024 vom 25. Januar 2024, "
Prognose über die Entwicklung der Leasing-Branche im
Geschäftsjahr 2023"
In den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die konzerninternen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern mit 5.256 TEUR (i.Vj. 4.314 TEUR) und der abzuführende Gewinn von 24 TEUR (i.Vj. 28 TEUR) aus dem Gewinnabführungsvertrag ausgewiesen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten verminderten sich auf 1.678 TEUR (i.Vj. 1.817 TEUR). Darunter sind Vorauszahlungen aus Leasing- und Mietraten sowie die Abgrenzung der Erträge aus Leasingverträgen mit vorschüssigem Zahlungsintervall enthalten. Die Rückstellungen erhöhten sich auf 6.087 TEUR (i.Vj.1.795 TEUR) zum Bilanzstichtag. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Drohverluste aufgrund von negativen Marktwerten von Derivaten (Payer Swaps) von 3.115 TEUR (i.Vj. - TEUR), Bonitätsrisiken von 1.402 TEUR (i.Vj. 290 TEUR) und Pensionen von 874 TEUR (i.Vj. 640 TEUR). Das Eigenkapital inklusive des Sonderpostens nach § 340g HGB, bei dem es sich um einen Vorsorgereserveposten mit Eigenkapitalcharakter handelt, beträgt zum Jahresende unverändert zum Vorjahr 3.903 TEUR. 3.2.2 Liquidität STILL-D-FS strebt in ihrem Finanzmanagement eine fristenkongruente Refinanzierung des Leasinggeschäftes an. Zur Finanzierung der Leasingaktivitäten nutzt die Gesellschaft neben dem Eigenkapital und dem Instrument der Verbriefung von Leasingforderungen Finanzierungsmittel aus dem Konzernverbund der KION GROUP in der Form einer Revolving Credit Facility, welche der KION GROUP von einem Bankenpool zur Verfügung gestellt wurde. Ergänzend werden die Leasingaktivitäten über Sale-and-Miet-Back fristenkongruent refinanziert. Durch das Betreiben eines Cash-Pools stellt die KION GROUP den Konzerngesellschaften die wesentlichen für das operative Geschäft benötigten Finanzmittel zur Verfügung und übernimmt von den Konzerngesellschaften überschüssige Liquidität. Bezüglich der Höhe, Fälligkeit und Zinsstruktur der Refinanzierung wird auf den Anhang verwiesen. Entsprechende Kreditlinien werden mindestens jährlich im Rahmen der Planungsprozesse überprüft und ggf. neu vereinbart. Vorhandene Zinsänderungsrisiken werden mithilfe von Zinssicherungsgeschäften gesteuert. Zum Jahresende 2023 sind 86,6% (i.Vj. 86,8%) des Refinanzierungsportfolios fristenkongruent gegen steigende Zinsen abgesichert. Die Verträge, welche über Sale-and-Miet-Back refinanziert sind, sind naturgemäß fristenkongruent finanziert. Das Hedging bezieht sich auf die Refinanzierung durch das ABS- Refinanzierungsprogramm inklusive der Revolving Credit Facility. Die Finanz- und Liquiditätslage ist aus Sicht der Geschäftsleitung geordnet. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 3.2.3 Investitionen Im Jahr 2023 wurden Leasingobjekte von 267.894 TEUR erworben und laufend refinanziert. 3.3 Ertragslage Die Leasingerträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 22% auf 202.760 TEUR und enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Leasingraten, Objektverkäufe am Vertragsende und Erlöse aus Zinssubventionen. Aus vertriebspolitischen Gründen wurden die stark angestiegenen Refinanzierungszinssätze nicht nur moderat an den Kunden weitergegeben, sondern durch die STILL GmbH teilweise subventioniert. Die Leasingaufwendungen stiegen korrespondierend um 22% auf 60.249 TEUR aufgrund des stark angestiegenen Portfolios und setzen sich aus den Serviceaufwendungen sowie aus den Aufwendungen für den Abgang von Leasingvermögen der Restbuchwerte zusammen. Die Zinserträge aus Mietkaufverträgen sind auf 1.066 TEUR (i.Vj. 634 TEUR) angestiegen. Diese Erhöhung basiert auf dem Anstieg des Portfolios der Mietkaufverträge. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund des Marktumfelds auf 14.880 TEUR (i.Vj. 3.664 TEUR) angestiegen. Zum Teil konnte der Zinsanstieg durch den Zinsertrag aus der Zinsabsicherung sowie durch Weitergabe des Zinsanstiegs an den Kunden kompensiert werden. Unter den Provisionsaufwendungen sind Vermittlungsprovisionen von 1.566 TEUR (i.Vj. 6.644 TEUR) ausgewiesen. Aufgrund der originären Aufgaben der STILL-D-FS, als Absatzinstrument der STILL GmbH ohne Gewinnabsicht zu agieren, erhält die STILL GmbH für ihre Vertriebsaktivitäten über eine Vermittlungsprovision weite Teile der erwirtschafteten Marge der STILL-D-FS. 4. Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Die STILL-D-FS ist als herstellereigenes Finanzdienstleistungsinstitut unmittelbar vom Absatzerfolg, den Ergebnissen und der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer verbundenen Unternehmen STILL GmbH und in geringem Umfang BlackForxx GmbH abhängig. Diese Gesellschaften und damit auch die STILL-D-FS blicken auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2023 zurück, das weiterhin von den Auswirkungen der weltweiten Lieferkettenstörungen und Lieferverzögerungen, verursacht u.a. von der COVID 19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine, geprägt war. Die wirtschaftliche Entwicklung in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war aus Sicht der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 24 Mitarbeiter. 5. Chancenbericht Die geschäftliche Entwicklung der STILL-D-FS ist im Rahmen der Vertriebsunterstützung bei Anbahnung, Abwicklung und Beendigung von Leasinggeschäften im Neugeschäft maßgeblich von den Chancen der STILL GmbH und in geringem Umfang der BlackForxx GmbH abhängig. Wesentliche Chancen der STILL GmbH beruhen auf den Stärken im Konzernverbund sowie der eingeschlagenen Konzernstrategie. 5.1 Marktseitige Chancen Die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds kann im Jahr 2024 positiv von den Annahmen abweichen, die dem Prognosebericht zugrunde liegen. In einem makroökonomischen Positiv-Szenario könnten Auftragseingänge und Umsätze über die Zielkorridore hinaus ansteigen, was auch die Ertragssituation positiv beeinflussen würde. Der IWF geht in seiner Prognose für das Jahr 2024 insbesondere auf die Möglichkeit eines noch schnelleren Rückgangs der Inflation ein, etwa infolge sinkender Energiepreise. Dies könnte eine Lockerung der restriktiven Geldpolitik und ein entsprechend verbessertes Finanzierungsumfeld, das die Investitionsnachfrage unterstützt, nach sich ziehen 4. Zusätzlich können im Wettbewerbsumfeld jederzeit unvorhergesehene Entwicklungen eintreten, wie beispielsweise Qualitätsprobleme bei Wettbewerbern oder Konsolidierungseffekte, die die Nachfrage nach Produkten der Marken der KION GROUP verstärken. Dies hätte einen direkten Einfluss auf das Leasinggeschäft der STILL-D-FS. Darüber hinaus können neue, heute noch nicht absehbare regulatorische Initiativen, insbesondere die Verschärfung von Gesundheitsschutz- oder Emissionsrichtlinien, eine wachsende Nachfrage nach Produkten der Marken der KION GROUP auslösen. Überdies können positive Währungseffekte eintreten, die in der Planung nicht berücksichtigt wurden.
4 IWF - World Economic Outlook Oktober 2023
Mittel- bis langfristige marktseitige Chancen ergeben sich insbesondere aus drei übergreifenden Trends:
5.2 Strategische Chancen Positive Effekte aus den strategischen Maßnahmen im Rahmen der Strategie "KION 2027" sind in den Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung der KION GROUP im Jahr 2024 bereits angemessen berücksichtigt. Diese Anpassungen gelten durch die Konzernzugehörigkeit und der damit verbundenen direkten Abhängigkeit zur KION GROUP analog auch für die STILL-D-FS. Dennoch können positive Effekte aus einzelnen Maßnahmen die Erwartungen übertreffen. Auch ist nicht auszuschließen, dass im Jahresverlauf etwa in Form von Akquisitionen und strategischen Partnerschaften neue strategische Chancen auftreten, die nicht Bestandteil der Planung sind. Die mittel- bis langfristigen strategischen Chancen der STILL-D-FS bestehen im Wesentlichen aus
5.3 Leistungswirtschaftliche Chancen Leistungswirtschaftliche Chancen für die STILL-D-FS resultieren in erster Linie aus der Weiterentwicklung der konzernweiten Dienstleistungen. Mittelfristig kann eine Steigerung der Profitabilität aus folgenden Effekten resultieren:
6. Risikobericht 6.1 Ziel und Zweck des Risikomanagements STILL-D-FS verfolgt eine Risikostrategie, die sich an der Optimierung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Risiko und Gewinn orientiert, um ihre strategischen Ziele zu erreichen. Ein angemessenes und wirksames Risikomanagement umfasst unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit insbesondere die Festlegung von Strategien sowie die Einrichtung interner Kontrollverfahren, welche aus dem internen Kontrollsystem und der Internen Revision bestehen. Die Anforderungen an die Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse sehen vor, dass STILL-D-FS für die als wesentlich klassifizierten Risiken angemessene Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der Risiken (einschließlich der damit verbundenen Risikokonzentrationen) einrichtet. Nachfolgend werden Risiken der STILL-D-FS dargestellt (Risikoprofil) und die zum Einsatz kommenden Maßnahmen und Mechanismen zur aktiven Risikobeeinflussung beschrieben. Die STILL-D-FS analysiert die Entwicklung laufend und wird bei Bedarf die notwendigen Anpassungen zur Risikosteuerung und Risikominimierung einleiten. Für die Berechnung der Risikotragfähigkeit wendet die STILL-D-FS die ökonomische Perspektive an. Neben den Positionen des bilanziellen Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage und HGB 340g Fonds für allgemeine Bankrisiken) wirkt insbesondere der Substanzwert des bilanzierten Vertragsbestandes erhöhend. Das Risikodeckungspotenzial beträgt somit 21.231 TEUR. Davon werden 10% (2.123 TEUR) vom Risikodeckungspotenzial als Risikopuffer vorgehalten. 6.2 Adressenausfallrisiko inkl. Konzentrationsrisiko Das Adressenausfallrisiko besteht in der Gefahr von Verlusten, die sich aus der Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit der Kunden ergibt. Neben externen Leasingnehmern zählen auch konzerninterne Gesellschaften zu den Kunden der STILL- D-FS. Ein Adressenausfallrisiko von internen Konzerngesellschaften ist als nicht risikorelevant definiert und wird nicht quantifiziert. Zum Bilanzstichtag ergibt sich im Stressszenario ein gemessenes Adressenausfallrisiko von 8.585 TEUR, welches deutlich unter dem allokierten Risikolimit liegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein Anstieg an Insolvenzen verzeichnet werden. Die Verluste hieraus liegen weit unter den prognostizierten Ausfällen. Sämtliche Ausfallrisiken werden durch transparente, einheitliche und standardisierte Bonitätsprüfungsprozesse und der Allokation der Kunden in Risikoklassen berücksichtigt. Konzentrationsrisiken werden durch regelmäßige Portfolioanalysen und Reports überwacht und gesteuert. 6.3 Marktpreisrisiken Zinsänderungsrisiken können entstehen, wenn die Zinsbindung der Refinanzierung inkongruent zum Vertrag mit dem Kunden vereinbart wird (Festzins versus variablen Zins). Derzeit bestehen bei der STILL-D-FS Zinsänderungsrisiken u.a. aus dem RCF-Leasing und dem ABS- Programm, die weitestgehend durch Zinsabsicherungen mitigiert werden. Darüber hinaus sind Zinsänderungsrisiken bei kontrahierten, aber noch nicht abgerechneten Verträgen im Jahr 2023 durch lange Lieferzeit und dem Anstieg der Refinanzierungszinsen entstanden. Aufgrund einer Vertragsklausel war es allerdings möglich, den vertraglich vereinbarten Zins vor Auslieferung und Abrechnung anzupassen, sodass das Risiko kontrollierbar war. Währungsrisiken oder Risiken aus Warenhandel, Risiken aus Aktien und sonstigen Eigenkapitalpositionen sowie Rohwaren- und sonstige Preisrisiken werden nicht eingegangen. Die Restwerte der von STILL-D-FS finanzierten Objekte werden nach der KION-Konzern-Restwertrichtlinie kalkuliert. Ein Restwertrisiko besteht immer dann, wenn zum Vertragsende mit einem Vermarktungsverlust zu rechnen ist, d.h. der kalkulierte Restwert über dem Marktpreis der Objekte liegt. Die Verwertung findet gemeinhin über die STILL GmbH oder die BlackForxx GmbH statt. Die Objekte werden zum regulären Vertragsende stets zum kalkulierten Restwert von der STILL-D-FS erworben. Bei vorzeitigen Beendigungen geschieht die Rücknahme des Objektes zum aktuellen Marktwert. Zum Bilanzstichtag ergibt sich im Stressszenario ein gemessenes Marktpreisrisiko von 1.415 TEUR, welches deutlich unter dem allokierten Risikolimit liegt. 6.4 Operationelles Risiko Operationelle Risiken werden als Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten, definiert 5. Dies schließt konzerninterne Auslagerungen mit ein. Dem operationalen Risiko wird durch Schulungen der Mitarbeitenden der STILL-D-FS, STILL GmbH und KION Business Services Polska Sp. z o.o.. Entwicklung von Katastrophen- und Notfallkonzepte im IT- Bereich, Einsatz der internen Revision sowie Erstellung und Einhaltung von Richtlinien für die wesentlichen Geschäftsprozesse begegnet. Für die Bereitstellung der IT-Systeme ist mit der DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH, Düsseldorf, ein Vertrag abgeschlossen. Die Software LISA Standard und SAP FI wird von der PEAC (Germany) GmbH, Hamburg, zur Verfügung gestellt. Eine Überprüfung der Wesentlichkeit der ausgelagerten Tätigkeiten fand im November 2023 anhand einer neuen Risikoanalyse statt. Seit Beginn der COVID-19-Pandemie steht die STILL-D-FS im stetigen Austausch mit dem KION-Konzern, sie hat die dort ergriffenen Maßnahmen - soweit passend - übernommen bzw. eigene umgesetzt, die Mitarbeitenden über diverse Kanäle (wie z.B. Telefonkonferenzen, Mails und Intranet-Veröffentlichungen) sensibilisiert und die Arbeit weitestgehend in das mobile Arbeiten verlagert. Die hierbei entstehenden operationellen Risiken, wie z.B. mangelnder Datenschutz aufgrund offener Räume oder nicht gesperrter Computer bei kurzfristiger Abwesenheit vom Arbeitsplatz werden als niedrig eingestuft. In 2023 waren drei Betrugsfälle zu verzeichnen, bei denen jeweils ein Flurförderzeug entwendet wurde. In einem dieser Fälle konnte der Gabelstapler sichergestellt werden. Dadurch ist im Berichtsjahr insgesamt ein Schaden von 39 TEUR (i.Vj. 66 TEUR) entstanden. Bestandsgefährdende operationelle Risiken sind nicht erkennbar. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein operationelles Risiko von 216 TEUR, welches unter dem allokierten Risikolimit liegt. 6.5 Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko umfasst die Risiken, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können, bei Bedarf nicht ausreichend finanzielle Mittel zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können, sowie in der unerwarteten Inanspruchnahme oder Reduzierung zugesagter Kreditlinien. Dem Liquiditätsrisiko begegnet die Gesellschaft durch die Erstellung von Liquiditätsplanungen, Diversifizierung der Mittelaufnahmen und durch ausreichende Kreditrahmenlinien. Kurzfristige Liquiditätsrisiken bestehen ausschließlich bei der Refinanzierung über das konzerninterne Cash-Pooling, das nur in seltenen Fallkonstellationen zum Tragen kommt. Eine genauere Betrachtung ist daher nicht vorgesehen. Die primären Refinanzierungsarten (RCF und ABS) sind mittel- bis langfristig ausgestaltet. Durch die Einbindung der STILL-D-FS in die Konzernfinanzierungsstruktur besteht zum Bilanzstichtag nur ein unwesentliches Liquiditätsrisiko. 6.6 Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen durch die Unternehmensleitung Die STILL-D-FS blickt erneut auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr zurück, das geprägt von den Herausforderungen (u.a. Zinsentwicklung, Lieferengpässe) und Nachwirkungen der letztjährigen Krisen war. Insgesamt sind aus den dargestellten Risikokategorien keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. 7. Prognosebericht Zukunftsgerichtete Aussagen Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den bis zum Aufstellungszeitpunkt des Lageberichts aktuellen Erwartungen und den Einschätzungen der Geschäftsleitung der Gesellschaft. Sie bergen eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren, die teilweise außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten der STILL-D-FS und deren Ergebnisse sowie Ergebnisentwicklung aus. Eine unerwartete Entwicklung der Weltkonjunktur würde dazu führen, dass die Leistungen und Ergebnisse der STILL-D-FS wesentlich von denen abweichen, die im Folgenden prognostiziert werden. Die STILL-D-FS verpflichtet sich nicht, zukunftsgerichtete Aussagen fortzuschreiben und an künftige Entwicklungen anzupassen. Erwartetes gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 ist negativ. Der IWF prognostiziert, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 0,5% schrumpfen könnte. Die Gründe dafür sind vielfältig: Deutschland leidet als Exportnation stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem hat die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen 6. Erwartetes branchenbezogenes Umfeld Die KION GROUP hat sich im Berichtsjahr 2023 mit den weitgehend umgesetzten Effizienz- und Flexibilisierungsmaßnahmen auf der Zulieferseite, in der Produktion sowie bei der kundenseitigen Preis- und Vertragsgestaltung resilienter aufgestellt und dadurch eine solide Basis für das Geschäftsjahr 2024 geschaffen. Im Segment Industrial Trucks & Services wird für das Geschäftsjahr 2024 ein leichter Umsatzanstieg erwartet. Grundlage für diese positive Entwicklung sind neben einem weiterhin gut gefüllten Auftragsbuch zum Jahresende 2023 auch die erwartete Marktentwicklung mit einem leichten Anstieg der Neubestellungen für Flurförderzeuge. Das Institut der deutschen Wirtschaft prognostiziert für 2024 eine weiter steigende Anzahl an Insolvenzen. Die Erfahrung aus den letzten krisengeprägten Jahren hat gezeigt, dass sich die Kunden der STILL-D-FS als resilient erwiesen haben, wenngleich die Anzahl an Insolvenzen im letzten Jahr quantitativ angestiegen ist. Diese Entwicklung erwarten wir auch für das kommende Geschäftsjahr, wissen aber auch um die sehr gute Verwertbarkeit der Objekte, welche das Risiko der STILL-D-FS nochmals deutlich reduziert. Weiterhin erwarten wir für das erste Halbjahr 2024 stabile Refinanzierungskosten, für die zweite Jahreshälfte sogar sinkende Refinanzierungskosten. Aufgrund des erwarteten leichten Umsatzanstiegs und des aus den Vorjahren immer noch bestehenden hohen Auftragsbestandes, lässt sich für die STILL- D-FS ein stabiles Wirtschaftsjahr 2024 prognostizieren, das einhergeht mit einem weiteren Wachstum des Portfolios. Das Neugeschäftsvolumen wird unter dem Niveau des Vorjahres erwartet, jedoch weit über den Vorjahren vor 2023. Trotzdem werden die Auswirkungen der Krisen der letzten Jahre noch zu vereinzelten Verwerfungen führen. So ist weiter mit einem erhöhten Risikovorsorgebedarf aufgrund von weiteren Insolvenzen sowie einer verstärkten Ausnutzung von Kapazitäten bei der Bearbeitung von Ausfällen zu rechnen. Die Liquidität wird nach unserer Erwartung weiterhin über die Refinanzierungspartner sowie über den Konzern gesichert sein.
Hamburg, den 11. April 2024 STILL Financial Services GmbH Die Geschäftsführung Wolfgang Köhne Andreas Müller Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die STILL Financial Services GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STILL Financial Services GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STILL Financial Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 11. April 2024 KPMG
AG
Christian Bauer, Wirtschaftsprüfer Dominik Jakobi, Wirtschaftsprüfer |
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