Amazon Logistik Potsdam GmbH
Anni-Albers-Straße 21, 80807 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Norbert Brandau seit 28.8.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Amazon Europe Core S.à r.l. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Amazon Logistik Potsdam GmbHBrieselangJahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Amazon Logistik Potsdam GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Amazon Logistik Potsdam GmbH, Brieselang - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Amazon Logistik Potsdam GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 9. Februar 2024 EY
GmbH & Co. KG
Tropschug, Wirtschaftsprüferin Thies, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Amazon Logistik Potsdam GmbH, Brieselang, (im Folgenden auch "Gesellschaft") ist zum Stichtag unter der Nummer HRB 26397 P im Register des Amtsgerichts Potsdam eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist eingeschränkt, da die Gesellschaft in 2023 nur für sechs Monate operativ tätig war. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden dabei ausschließlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes vorgenommen. Diese orientieren sich an den steuerlichen AfA Tabellen. Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Geringwertige Anlagegegenstände mit einem Einzelwert bis zu EUR 350 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken wird durch angemessene Wertabschläge im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen, ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern aktive und passive latente Steuern vorhanden sind, werden diese miteinander verrechnet. Vom Ansatzwahlrecht einer sich daraus gegebenenfalls ergebenden Steuerentlastung als aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 1.493 (Vj. TEUR 5.740) aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Sämtliche Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Mietverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.293, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der folgenden Übersicht dargestellt:
Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für die nächsten Geschäftsjahre belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 19.200. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 58.560 werden ausschließlich im Inland erwirtschaftet und resultieren im Wesentlichen aus der Erbringung von Logistikdienstleistungen zu Gunsten der Amazon-Gruppe. AbschreibungenIm laufenden Geschäftsjahr wurden Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.838 außerplanmäßig abgeschrieben. Steuern vom Einkommen und ErtragAm 15. Dezember 2023 hat der deutsche Bundesrat dem Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (MinBestRL-UmsG) zugestimmt, welches der nationalen Umsetzung der europäischen Richtlinie zur Gewährleistung einer globalen effektiven Mindestbesteuerung dient. Das Gesetz enthält Regelungen zur Einführung einer Primärergänzungssteuer, einer Sekundärergänzungssteuer und einer nationalen Ergänzungssteuer. Die Primärergänzungssteuer sowie die nationale Ergänzungssteuer sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Die Sekundärergänzungssteuer ist jedoch erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2024 beginnen. Gemäß § 274 Abs. 3 HGB wurden keine latenten Steuern berücksichtigt, die sich aus den Vorschriften des Mindeststeuergesetzes ergeben. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 ist die Gesellschaft dabei, eine Bewertung der Auswirkungen der deutschen Mindeststeuergesetzgebung vorzunehmen. Sonstige AngabenAufsichtsratDer Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden Personen zusammen: Roger Thijs, General Manager (Vorsitzender des Aufsichtsrates) Sven Wehser, AGC, Legal Director Germany (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates) Silvana Specht, General Manager Steffen Schirmer, Operations Manager Andreas Lohfink, Versandmitarbeiter Ivan Saric, General Manager Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr keine Vergütung für ihre Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat wurde zum 10. Oktober 2023 abberufen. GeschäftsführungIm abgelaufenen Geschäftsjahr waren zum Geschäftsführer bestellt: Norbert Brandau, Geschäftsführer (bestellt am 1. August 2023) Franziska Falkenberg, Geschäftsführerin (abberufen am 27. November 2023) Gregory Bryan, Geschäftsführer (abberufen am 31. Juli 2023) MitarbeiterIm abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 352 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 25 Mitarbeiter im Verwaltungsbereich und durchschnittlich 327 Mitarbeiter im Logistikbereich beschäftigt. KonzernverhältnisseDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Amazon.com, Inc., Seattle, WA, USA, einbezogen. Dieser ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter www.sec.gov einsehbar. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 23.216 auf neue Rechnung vorzutragen. AbschlussprüferhonorarDas für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 14.
Datum der Aufstellung: 9. Februar 2024 Norbert Brandau, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Geschäft und RahmenbedingungenDie Amazon Logistik Potsdam GmbH, Brieselang (im Folgenden auch "Gesellschaft"), erbrachte Dienstleistungen im Bereich Logistik zu Gunsten der Amazon-Gruppe. Die Logistikabwicklung erfolgt in Deutschland über ein Netzwerk von Logistikzentren. Die Vergütung der erbrachten Dienstleistungen erfolgt innerhalb der Amazon-Gruppe. Mit Wirkung zum 16. Juli 2023 wurden Sachanlagen, Mitarbeiter und sich darauf beziehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Vertragsbeziehungen an Schwestergesellschaften transferiert (im Folgenden auch "Transfer") und der operative Betrieb wurde eingestellt. Darstellung des GeschäftsverlaufesEntwicklung von Branche und GesamtwirtschaftDie deutsche Wirtschaft kam in 2023 ins Stocken. Das Statistische Bundesamt berechnete für das Jahr 2023 im Jahresvergleich einen preisbereinigten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 0,3%. Dieser ist im Wesentlichen auf den Rückgang im Handel, Verkehr und Gastgewerbe zurückzuführen. Dabei stiegen die privaten Konsumausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 5,5% und die staatlichen Konsumausgaben um 4,2%. Der beobachtete Rückgang des Exports von Waren und Dienstleistungen um 1,8% in 2023 wurde durch den Rückgang der Importe um 3,0% im gleichen Zeitraum überkompensiert. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht und lag damit auf einem Höchstwert. Der Internet- und Versandhandel verzeichnete im Jahr 2023 einen erneuten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Umsatz- und AuftragsentwicklungIn Folge des oben genannten Transfers reduzierten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.513 auf TEUR 58.560. InvestitionenDie gesamten Investitionen im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 1.513 bestehen vornehmlich aus TEUR 923 für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und TEUR 590 für technische Anlagen und Maschinen. FinanzierungAufgrund der Vergütungsstruktur erwirtschaftet die Gesellschaft einen positiven operativen Cashflow, da alle operativen Kosten Bestandteil der Vergütung durch die Amazon-Gruppe sind. Die Gesellschaft ist in ein Cash-Pool-Verfahren eingebunden. Die Cash-Pool-Führerin ist die Amazon Europe Core S.à r.l., Luxemburg. PersonalDie durchschnittliche Mitarbeiteranzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 674 auf 352 verringert. Die Veränderung der Mitarbeiteranzahl resultiert im Wesentlichen aus dem in 2023 durchgeführten Transfer von Mitarbeitern zu Schwestergesellschaften und der Einstellung des operativen Betriebs. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.547 auf TEUR 58.585. Die Veränderung auf der Aktivseite der Bilanz ergibt sich im Wesentlichen aus den folgenden Gründen: Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich, hauptsächlich aufgrund des Transfers, um TEUR 19.878 auf TEUR 55.540. Darin enthalten sind Forderungen gegen den Cash-Pool in Höhe von TEUR 54.047 (Vj. TEUR 29.921). Die Sachanlagen verringerten sich um TEUR 11.764 auf TEUR 2.425, hauptsächlich aufgrund des vorgenannten Transfers. Die Veränderung auf der Passivseite der Bilanz ergibt sich im Wesentlichen aus dem vorgenannten Transfer sowie aus folgenden Gründen: Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um TEUR 1.822 auf TEUR 3.748, hauptsächlich aufgrund von verringerten Verbindlichkeiten für sonstige Personalleistungen, Miete sowie Sozialleistungen. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um TEUR 1.035 auf TEUR 3.270, hauptsächlich aufgrund rückläufiger Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und Resturlaub. Gegenläufig erhöhten sich die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen. Das Eigenkapital erhöhte sich von TEUR 39.829 auf TEUR 48.241. Hierin enthalten ist der laufende Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.412. FinanzlageDie Finanzierung der Gesellschaft wird durch die Amazon-Gruppe sichergestellt. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft einen positiven Cashflow nach DVFA/SG in Höhe von TEUR 16.488. ErtragslageIn Folge des Transfers weicht das tatsächliche Ergebnis des Geschäftsjahres von der Vorjahresprognose ab. Operative Kosten aus der Erbringung von Logistikdienstleistungen werden an verbundene Unternehmen innerhalb der Amazon-Gruppe weiterberechnet. Insgesamt spiegeln die um TEUR 2.513 zurückgegangenen Umsatzerlöse die rückläufige Nachfrage der Amazon-Gruppe wider. Aufgrund des Transfers und der damit verbundenen verringerten Nachfrage nach oben benannten Dienstleistungen verringerten sich die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr um TEUR 2.921 auf TEUR 30.248. Die Abschreibungen auf Sachanlagen verringerten sich um TEUR 1.337 auf TEUR 7.730, hauptsächlich aufgrund des oben genannten Transfers. Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.838. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Geschäftsjahr um TEUR 4.213 auf TEUR 12.410, was im Wesentlichen auf rückläufige Aufwendungen für Mietnebenkosten, Reparaturen und Instandhaltungen sowie Personalbeschaffung zurückzuführen ist. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.412 (Vj. TEUR 2.090), was unter Einbezug des Gewinnvortrags einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 23.216 (Vj. TEUR 14.804) ergibt. Darstellung wesentlicher finanzieller und nichtfinanzieller IndikatorenDie Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 82,3% (Vj. 78,0%). Die Eigenkapitalrentabilität erhöhte sich im Geschäftsjahr von 5,2% auf 17,4%. Die Anlagenintensität verringerte sich von 27,8% auf 4,1%. Bis zum Zeitpunkt des bereits beschriebenen Transfers hatten neben der effizienten und gut geführten Organisation nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie die Schnelligkeit und Qualität in der Auslieferung, die flexible Reaktion auf Nachfrageschwankungen sowie effizient ausgestaltete Geschäftsprozesse und deren kontinuierliche Verbesserung einen entscheidenden Anteil am Erfolg der Gesellschaft. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungForderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen in Euro, weshalb sich keine signifikanten Risiken aus Fremdwährungsschwankungen ergeben. Aufgrund des zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses unbestimmten Geschäftszwecks können weitere Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung nicht benannt werden. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die alleine oder in Kombination die zukünftige Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft gefährden könnten. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses befindet sich der zukünftige Geschäftszweck der Gesellschaft noch in Überarbeitung.
Datum der Aufstellung: 9. Februar 2024 Norbert Brandau, Geschäftsführer Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Februar 2024 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 23.216.431,14 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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