Remigius Fresenius Pioneer Ventures GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AMD Akademie Mode & Design GmbHIdsteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilen wir wie folgt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 22. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Martin Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer Susanne Schaefer, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie AMD Akademie Mode & Design GmbH hat ihren Sitz in Idstein und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden (Reg. Nr. 26944 B) eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen entsprechend § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen. Zudem wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände umfassen die in § 255 HGB genannten Pflichtbestandteile. Die Nutzungsdauern betragen für immaterielle Vermögensgegenstände und für Bauten auf fremden Grundstücken drei bis zehn Jahre sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 15 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird. Für den Bücherbestand der Bibliothek wurde ein Festwert gebildet. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend zeitanteilig nach dem Bilanzstichtag. Rückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahmen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr und mehr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und durch die Deutsche Bundesbank bekannt gemachten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beziehen sich auf Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. III. Angaben zu den einzelnen Posten des JahresabschlussesDie Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Als sonstige Rückstellungen werden Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 211, Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und Honorarabrechnungen in Höhe von TEUR 151 sowie übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 53 ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite eingefügt. Eine Bruttodarstellung des Anlagengitters zeigt die folgende Übersicht:
IV. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 143 angestellte Mitarbeiter beschäftigt. 111 Mitarbeiter sind in Vollzeit angestellt, während 32 Mitarbeiter in Teilzeit arbeiten. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer bestellt sind:
Trennungsrechnung Die EU-Kommission will verhindern, dass staatlich finanzierte Einrichtungen wie Universitäten und Forschungsinstitute privaten Anbietern von wissenschaftlichen Dienstleistungen unlautere Konkurrenz machen, indem sie ihre Dienstleistungsangebote aus den öffentlichen Haushalten subventionieren. Der Prozess der Trennungsrechnung soll hierzu sicherstellen, dass Finanzierung und Kosten der wirtschaftlichen Tätigkeiten von denen der nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten getrennt ausweisbar sind. Für die AMD Akademie Mode & Design GmbH ergeben sich folgende Beträge:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Mietverträgen für Gebäude in Höhe von TEUR 7.132 - davon TEUR 4.419 gegenüber verbundenen Unternehmen - sowie aus Leasingverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 105. In 2023 wurden TEUR 1.500 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der Ergebnisvortrag veränderte sich von TEUR 1 um TEUR 11 auf TEUR 12. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.536 ab. Ein Betrag in Höhe von TEUR 7 aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich passiver latenter Steuern unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Der Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr sieht vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.530 auszuschütten und in Höhe von TEUR 6 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird in den befreienden Konzernabschluss der Carl Remigius Fresenius Education AG (bis zum 9. Februar 2023: COGNOS Aktiengesellschaft), Hamburg, einbezogen, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird.
Idstein, den 28. März 2024 Matthias Martin, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der GesellschaftDie Gesellschaft ist seit 2013 hochschulrechtlich der Hochschule Fresenius zugeordnet und betreibt an den Hochschulstandorten in Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin, Wiesbaden und Köln den Fachbereich Design. Außerdem betreibt die Gesellschaft eine Akademie für Mode & Design. Die Hochschule Fresenius entwickelte sich aus dem 1848 von Carl Remigius Fresenius gegründeten Chemischen Laboratorium Fresenius und blickt auf über 170 Jahre Bildungstradition in privater Trägerschaft in Deutschland zurück. Sie ist damit die älteste Bildungsinstitution dieser Art im Bereich Chemie. Im Sinn ihres Gründers Carl Remigius Fresenius verbindet sie Lehre, Forschung und Praxis. Der Name Fresenius steht für praxisorientierte Lehre mit dazu eng verknüpfter angewandter Forschung und Entwicklung. Dies gilt für den traditionsreichen Fachbereich Chemie & Biologie ebenso wie für die beiden 1997/1998 neu eingerichteten Fachbereiche Gesundheit & Soziales und Wirtschaft & Medien sowie für den 2013 integrierten Fachbereich Design und für den in 2016 neu gegründeten Fachbereich onlineplus. Die Hochschulen Fresenius zählen mit rund 19.000 Studierenden zu den größten privaten Hochschulen in Deutschland im Präsenzbereich und zeichnen sich durch ein breites und innovatives Angebot von Bachelor- und Masterstudiengängen in den Fachbereichen Chemie & Biologie, Gesundheit & Soziales, Wirtschaft & Medien, Design und onlineplus aus. Im Juli 2021 hat der Wissenschaftsrat, das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Deutschland, die Hochschule Fresenius für 5+5 Jahre institutionell reakkreditiert. Dies bedeutet, dass der Wissenschaftsrat die Institutionelle Akkreditierung zunächst für fünf Jahre ausspricht, bei fristgerechter Erfüllung einiger weniger Auflagen verlängert sich die Akkreditierung jedoch ohne nochmalige Begutachtung um weitere fünf Jahre auf die dann maximal mögliche Dauer von zehn Jahren. Im Herbst 2023 hat die Hochschule Fresenius die Auflagen des Wissenschaftsrats erfüllt, dies führt zu einer Verlängerung des Re-Akkreditierungszeitraums von fünf auf zehn Jahre. Der Wissenschaftsrat sieht nunmehr keine Notwendigkeit einer weiteren Reakkreditierung der Hochschule. Unabhängig davon steht es dem Land Hessen frei, anlassbezogen erneute Begutachtungen beim Wissenschaftsrat zu beantragen. Die Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat, die gleichzeitig die Grundlage der staatlichen Anerkennung darstellt, bescheinigt der Hochschule die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit einschließlich des Systems der Qualitätskontrolle. Zudem ist der Schutz der Studierenden sowie der privaten und öffentlichen Institutionen als künftige Arbeitgeber der Absolventen durch die erfolgreich bestrittene Akkreditierung der Hochschule Fresenius bestätigt worden. In seinem Gutachten würdigt der Wissenschaftsrat, dass die Hochschule Fresenius ihrem institutionellen Anspruch als Hochschule für angewandte Wissenschaften überzeugend gerecht wird. Das für eine private Hochschule außergewöhnlich breite Profil ist schlüssig und adressatengerecht umgesetzt. Es gelingt der Hochschule, ihre Tradition als Bildungseinrichtung mit der Dynamik einer am Markt agilen Hochschule zu vereinbaren. Der Einsatz der Hochschule Fresenius zur Internationalisierung ihres Studienangebots ist zu würdigen. Ebenso hat die Hochschule ihr Online-Studienangebot insgesamt überzeugend aufgestellt. Zudem unterhält die Hochschule Fresenius in Lehre und Forschung viele Kooperationsbeziehungen, sowohl in ihrem wirtschaftlichen als auch in ihrem gesellschaftlichen Umfeld, womit sie ihr Profilmerkmal der Praxisnähe gut umsetzt. Darüber hinaus wird das Qualitätsmanagement als ein zentrales strategisches Anliegen der Hochschule Fresenius wahrgenommen. Die Hochschule Fresenius hat in 2023 erfolgreich das Verfahren zur System-Reakkreditierung durchlaufen. Mit der Systemakkreditierung erhält die Hochschule das Recht, das Siegel des Akkreditierungsrates für die von ihr geprüften Studiengänge selbst zu verleihen. Die positive Systemakkreditierung bescheinigt ausdrücklich, dass das Qualitätsmanagement der Hochschule im Bereich von Studium und Lehre dazu geeignet ist, das Erreichen der Qualifikationsziele und die Qualitätsstandards ihrer Studiengänge zu gewährleisten. Die Systemakkreditierung der Hochschule Fresenius ohne Auflagen ist bis zum 30. September 2029 gültig. Seit 2005 wurde die Hochschule Fresenius jährlich im Hinblick auf das Qualitätsmanagement und die Organisationsentwicklung gemäß DIN EN ISO geprüft - im Geschäftsjahr hat die CERTQUA diese Aufgabe wahrgenommen. Aktuell verfügt die Hochschule Fresenius über das international anerkannte Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie die Trägerzulassung nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung). 2. Wirtschaftsbericht2.1 Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7 % höher 1. Im Jahr 2023 haben rund 381.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife erworben und damit 1,0 % weniger als im Vorjahr (- 3.700). Zwar stieg die Zahl der Personen in der relevanten Altersgruppe (17 - 19 Jahre) zum 31. Dezember 2022 um 2,1 % gegenüber dem Vorjahr. Allerdings ist dieser Anstieg auf die Zuwanderung ukrainischer Jugendlicher infolge des Kriegs in der Ukraine zurückzuführen und schlägt sich noch nicht in einer wachsenden Zahl der Studienberechtigten nieder. Die Zahl der Studienberechtigten ging in 2023 gegenüber 2022 in allen Bundesländern außer Hessen (+ 10 %), Sachsen-Anhalt (+ 0,6 %) und Berlin (+ 0,4 %) zurück. Am stärksten waren die Rückgänge im Vorjahresvergleich in Schleswig-Holstein (- 10 %) und Bremen (- 9 %) 2. Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist im zweiten Jahr nacheinander zurückgegangen. Im laufenden Wintersemester 2023/2024 sind nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes insgesamt 2.871.500 Studierende an den deutschen Hochschulen eingeschrieben, das sind 1,7 % weniger als im Wintersemester 2022/2023 (2.920.300) und 2,5 % weniger als im Wintersemester 2021/2022 (2.946.100). Zuvor war die Studierendenzahl seit dem Wintersemester 2007/2008 (1.941.800 Studierende) stetig gestiegen. Dabei fällt der jüngste Rückgang in den einzelnen Hochschularten unterschiedlich stark aus. An den Universitäten und gleichrangigen Hochschulen sind im aktuellen Wintersemester 2023/2024 mit 1.686.700 Studierenden 2,4 % Personen weniger eingeschrieben als ein Jahr zuvor. An den Fachhochschulen (1.089.500 Studierende im Wintersemester 2023/2024) beträgt der Rückgang gegenüber dem Vorjahr 0,5 %, an den Verwaltungsfachhochschulen, an denen im laufenden Wintersemester 57.800 Personen eingeschrieben sind, liegt er bei 3,0 %. Für die Kunsthochschulen ergibt sich dagegen ein Anstieg der Studierendenzahl von 1,9 % auf 37.400.
1 Pressemitteilung Nr. 19/2024 vom 15. Januar
2024, Statistisches Bundesamt.
Entgegen dem jüngsten Rückgang bei der Gesamtzahl der Studierenden hat sich die Erstsemesterzahl an den Hochschulen in Deutschland nach ersten vorläufigen Ergebnissen gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % erhöht. Im Studienjahr 2023 (Sommersemester 2023 und Wintersemester 2023/24) nahmen 479.300 Personen erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule auf, das waren 5.600 mehr als im Studienjahr 2022 (473.700) und 6.900 mehr als im Studienjahr 2021 (472.400). Vor 2021 hatte sich die Erstsemesterzahl über vier Jahre rückläufig entwickelt, vor allem weil die Zahl der jungen Menschen in den relevanten Altersgruppen abnahm. Die Corona-Pandemie hatte diese Entwicklung noch verstärkt, da dadurch vorübergehend die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer, die zum Studium nach Deutschland kamen, stark zurückging 3. 2.2 Strukturveränderungen Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Strukturänderungen vorgenommen. 2.3 Steuerungssystem Gesteuert wird die AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, über die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse (mit konzernfremden Dritten), Personalkosten und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie den nicht finanziellen Leistungsindikator Teilnehmerzahlen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die prognostizierten Umsatzerlöse und die erwarteten Teilnehmerzahlen übertroffen. Der tatsächliche Personalaufwand war geringer als erwartet. Insgesamt ergibt sich ein EBIT, das auf dem Niveau des Vorjahres und deutlich über den Erwartungen liegt. 2.4 Ertragslage Im Berichtsjahr war infolge höherer Teilnehmerzahlen (am 31.12.2023: 2.194) ein merklicher Umsatzanstieg der AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, zu verzeichnen.
Die Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten beliefen sich auf TEUR 16.739. Der Personalaufwand erhöhte sich bei nahezu konstanter Mitarbeiteranzahl um TEUR 310 bzw. um 5,3 % auf TEUR 6.150.
3 Pressemitteilung Nr. 455/2023 vom 28. November
2023, Statistisches Bundesamt.
Die Honorare, welche die Aufwendungen für freie Dozenten widerspiegeln, reduzierten sich um TEUR 96 bzw. um 6,3 % im Vergleich zu 2022. Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 682 bzw. um 8,9 % auf TEUR 8.382 ist auch auf inflationsbedingte Kostensteigerungen (insbesondere höhere Energiekosten) zurückzuführen. Das zentrale Marketing unterstützt die Standorte bei der Teilnehmergewinnung durch zentrale sowie durch gezielt auf die Bedingungen der einzelnen Regionen zugeschnittene Maßnahmen und setzt dabei auf verschiedene Medien und neben der gezielten Produktwerbung auch auf image- und bekanntheitsgradsteigernde Maßnahmen. Neben der überregionalen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, den deutschlandweiten Messeauftritten sowie Kongressbesuchen und Expertenvorträgen, wird die Vermarktung im Internet zunehmend dominant. Darüber hinaus werden regelmäßige Veranstaltungen an den AMD-Standorten bzw. virtuell durchgeführt, die unmittelbar und mittelbar auf das Leistungsangebot abzielen. Mit Tagen der offenen Tür, Schnuppertagen, Schulbesuchen, Boys & Girls Days u. ä. wird die gezielte Ansprache von Kindern und Jugendlichen erreicht. Die AMD verfolgt hiermit das Ziel, die Basis für eine künftig konstante Studiennachfrage zu legen sowie ein positives Image in der Öffentlichkeit zu erlangen. Die Hochschulgebäude an den einzelnen Standorten sind u. a. mit Seminarräumen und Bibliotheken ausgestattet. Gleichzeitig verfügt die AMD als Fachbereich Design der Hochschule Fresenius über zahlreiche Lizenzen zur Nutzung wissenschaftlicher Datenbanken, um die hohe Qualität und Aktualität der Lehre zu gewährleisten. Bei solide über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlösen befindet sich das EBIT des Unternehmens trotz des merklichen Anstieges bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 1.696 auf dem Niveau des Vorjahres und deutlich über den Erwartungen. 2.5 Finanzlage Die Gesellschaft hat mit der Carl Remigius Fresenius Education AG (bis zum 9. Februar 2023: COG- NOS Aktiengesellschaft) einen Vertrag über einen Cash-Pool abgeschlossen. Daher spiegeln die liquiden Mittel nicht die tatsächliche Finanzlage wider. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. 2.6 Vermögenslage In 2023 wurden von der AMD Akademie Mode & Design GmbH Anlageninvestitionen in Höhe von insgesamt TEUR 164 vorrangig in die technische Ausstattung und in die übrige Ausstattung des Lehrbetriebes vorgenommen. Einen Überblick über die Vermögens- und Finanzlage der AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, für die Geschäftsjahre 2021 bis 2023 zeigt die folgende Abbildung:
Sowohl die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) als auch der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital im Verhältnis zum Anlagevermögen) befinden sich auf einem sehr hohen Niveau. 2.7 Zusammenfassung Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts insgesamt positiv. Die weiterhin auf hohem Niveau liegenden Umsatzerlöse und Teilnehmerzahlen sowie die zu entwickelnden neuen Produkte dienen der Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität der Gesellschaft. 3. Prognosen-, Chancen- und RisikoberichtMit den bestehenden Studiengängen ist eine solide Grundlage für einen erfolgreichen Studienbetrieb gegeben. Damit ist eine gute Basis für ein weiteres Wachstum in den Kernbereichen geschaffen worden. Der Bildungssektor gilt zudem als eine Zukunftsbranche, die viel Potenzial bietet. In den nächsten Jahren bestehen Chancen, die grundsätzlich erfolgreiche Geschäftsentwicklung durch Entwicklung neuer Studiengänge und Erschließung neuer Standorte fortzusetzen. Dies führt dann zur Gewinnung von Marktanteilen und höheren Umsätzen in einem hart umkämpften und stark fragmentierten Markt. Risiken bestehen insbesondere in einem zunehmenden Wettbewerb durch private und öffentliche Hochschulen, durch die demografische Entwicklung und durch möglicherweise höhere regulatorische Anforderungen. Eine Quantifizierung dieser Risiken ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken unter anderem durch ein breites Angebot an attraktiven Studiengängen, eine Stärkung der Marke "Hochschule Fresenius" sowie zielgerichteten Vertriebsaktivitäten. Die Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin hoch. Der Krieg in der Ukraine und/ oder der Nahost-Konflikt könnten sich verschärfen und die Preise für Energie und Lebensmittel weiter in die Höhe treiben. Risiken für die AMD Akademie Mode & Design GmbH betreffen dabei insbesondere die mittel- und langfristige Teilnehmerentwicklung, sofern sich nachhaltige, gesamtwirtschaftliche Schäden ergeben sollten. Die Geschäftsführung erwartet für 2024 bei einer geplanten Teilnehmeranzahl von 2.136 Umsatzerlöse leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Es wird mit einem deutlichen Rückgang der Personalaufwendungen gerechnet. Insgesamt wird ein EBIT erwartet, das deutlich positiv sein wird, aber signifikant unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Im Wesentlichen wird von einer stabilen Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und damit einer positiven Fortführung der Hochschultätigkeit ausgegangen. Aus der Sicht der Geschäftsführung sind alle zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes erkennbaren Risiken angemessen bilanziert. Auf Basis eines halbjährlichen Risikoerfassungssystems werden alle erkennbaren Risiken erfasst und im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und erforderliche Maßnahmen geprüft und mit dem Vorstand der Carl Remigius Fresenius Education AG (bis zum 9. Februar 2023: COGNOS Aktiengesellschaft), Hamburg, erörtert. Eine bestandsgefährdende Unterschreitung der Umsatzziele für 2024 und 2025 wird nicht erwartet.
Idstein, den 28. März 2024 Matthias Martin, Geschäftsführer |
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