AMD Akademie Mode & Design GmbH

Limburger Straße 2, 65510 Idstein, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 26944
Vorher
AMD Akademie Medien & Design GmbH
Eingetragen
29.8.1995
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörAllgemeinbildende weiterführende Schulen des Sekundarbereichs IIBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
1. der wirtschaftliche Betrieb des Fachbereiches Mode & Design (AMD School of Design) für den Hochschulbetrieb der Hochschule Fresenius gemeinnützige GmbH (nachfolgend auch kurz "Hochschule Fresenius" genannt) sowie die Durchführung von allgemeinbildenden und berufsbildenden Maßnahmen, die Umschulung, Aus-, Weiter- und Fortbildung einschließlich der dazugehörigen Abschlüsse auf dem Gebiet des Modedesigns, Mode- & Designmanagements, Modejournalismus, Kommunikationsdesign, Interiordesign, der Schnitttechnik und die Entwicklung von Produkten und Büchern aus diesen Bereichen sowie deren Vertrieb. Bei der Durchführung von Studiengängen, für die die Hochschule Fresenius gemeinnützige GmbH seitens des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen eine staatliche Anerkennung bzw. staatliche Genehmigung besitzt, besteht eine hochschulrechtliche Zuordnung zur Hochschule Fresenius gemeinnützige GmbH. Solange die Hochschule Fresenius gemeinnützige GmbH an der Gesellschaft beteiligt ist, gilt die Grundordnung der Hochschule Fresenius für den Hochschulbetrieb der Gesellschaft. 2. Durchführung von Studiengängen in Kooperation mit anderen Hochschulen 3. Forschende Tätigkeit in den genannten Bereichen. 4. Vergabe von Stipendien an solche jungen Menschen, die besonders begabt sind und nicht über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, eine Aus- oder Fortbildung in der Gesellschaft aufzunehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

COGNOS AG
Germany
345.000 €
69.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMD Akademie Mode & Design GmbH

Idstein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilen wir wie folgt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 22. Mai 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Martin Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer

Susanne Schaefer, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.333,00 11.395,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.660,00 40.993,00 57.877,00 69.272,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 43.643,00 17.899,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 424.604,00 453.925,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.800,00 492.047,00 23.800,00 495.624,00
533.040,00 564.896,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.485,41 39.525,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 307.718,35 254.860,37
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 25.495,66 (i. Vj. EUR 3.593,99) -
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 330.547,63 150.882,28
3. Forderungen gegen Gesellschafter 2.400.460,80 2.472.810,56
- davon gegen verbundene Unternehmen EUR 2.400.460,80 (i. Vj. EUR 2.472.810,56) -
4. Sonstige Vermögensgegenstände 189.604,84 3.228.331,62 43.660,53 2.922.213,74
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 267.249,36 389.238,03
3.526.066,39 3.350.977,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 50.041,35 48.389,66
4.109.147,74 3.964.262,92

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Ergebnisvortrag 11.986,10 986,85
III. Jahresüberschuss 1.536.228,76 1.510.999,25
2.048.214,86 2.011.986,10
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 222.200,00 405.100,00
2. Sonstige Rückstellungen 415.400,00 348.400,00
637.600,00 753.500,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 87,50 0,00
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
2. Erhaltene Anzahlungen 251.578,10 295.332,74
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 217.457,10 (i. Vj. EUR 258.643,21) -
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 34.121,00 (i. Vj. EUR 36.689,53) -
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 382.662,32 312.679,18
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 116.486,44 116.278,83
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 160.324,84 182.891,01
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 160.324,84 (i. Vj. EUR 182.891,01) -
6. Sonstige Verbindlichkeiten 512.193,68 283.595,06
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
- davon aus Steuern EUR 273.892,59 (i. Vj. EUR 64.106,10) - 1.423.332,88 1.190.776,82
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 8.000,00
4.109.147,74 3.964.262,92

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.820.759,75 16.757.770,53
2. Sonstige betriebliche Erträge 178.794,17 17.999.553,92 349.131,40 17.106.901,93
3. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.591.379,93 1.683.722,11
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.119.304,33 4.876.467,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.030.518,25 6.149.822,58 963.430,77 5.839.897,91
- davon für Altersversorgung EUR 11.200,66 (i. Vj. EUR 12.161,23) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 181.100,60 164.317,39
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.381.674,10 7.699.526,75
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 131.383,70 71.969,20
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 113.944,34 (i. Vj. EUR 64.675,31) -
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 290.826,65 280.133,72
9. Ergebnis nach Steuern 1.536.133,76 1.511.273,25
10. Sonstige Steuern -95,00 274,00
11. Jahresüberschuss 1.536.228,76 1.510.999,25

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die AMD Akademie Mode & Design GmbH hat ihren Sitz in Idstein und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden (Reg. Nr. 26944 B) eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen entsprechend § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen. Zudem wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände umfassen die in § 255 HGB genannten Pflichtbestandteile.

Die Nutzungsdauern betragen für immaterielle Vermögensgegenstände und für Bauten auf fremden Grundstücken drei bis zehn Jahre sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 15 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird. Für den Bücherbestand der Bibliothek wurde ein Festwert gebildet.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend zeitanteilig nach dem Bilanzstichtag.

Rückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahmen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr und mehr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und durch die Deutsche Bundesbank bekannt gemachten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beziehen sich auf Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Angaben zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr sonstige Forderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Als sonstige Rückstellungen werden Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 211, Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und Honorarabrechnungen in Höhe von TEUR 151 sowie übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 53 ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite eingefügt.

Eine Bruttodarstellung des Anlagengitters zeigt die folgende Übersicht:

Entwicklung der Anschaffungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 27.246,89 0,00 0,00 27.246,89
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 462.461,29 1.807,00 0,00 464.268,29
489.708,18 1.807,00 0,00 491.515,18
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 580.750,45 33.005,73 130.723,60 483.032,58
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.545.743,70 128.831,87 94.714,46 2.579.861,11
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.800,00 0,00 0,00 23.800,00
3.150.294,15 161.837,60 225.438,06 3.086.693,69
3.640.002,33 163.644,60 225.438,06 3.578.208,87
Entwicklung der Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.851,89 4.062,00 0,00 19.913,89
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.584,29 26.024,00 0,00 430.608,29
420.436,18 30.086,00 0,00 450.522,18
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 562.851,45 7.261,73 130.723,60 439.389,58
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.091.818,70 143.752,87 80.314,46 2.155.257,11
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.654.670,15 151.014,60 211.038,06 2.594.646,69
3.075.106,33 181.100,60 211.038,06 3.045.168,87
Restbuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.333,00 11.395,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.660,00 57.877,00
40.993,00 69.272,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 43.643,00 17.899,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 424.604,00 453.925,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.800,00 23.800,00
492.047,00 495.624,00
533.040,00 564.896,00

IV. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 143 angestellte Mitarbeiter beschäftigt. 111 Mitarbeiter sind in Vollzeit angestellt, während 32 Mitarbeiter in Teilzeit arbeiten.

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer bestellt sind:

Herr Matthias Martin, kaufmännischer Geschäftsführer, Köln (seit dem 31. Juli 2023),

Prof. Dr. Tobias Engelsleben, operativer Geschäftsführer, Lohmar (bis zum 30. Januar 2024),

Herr Sascha Kappes, kaufmännischer Geschäftsführer, Idstein (bis zum 31. Juli 2023),

Herr Kai Metzner, operativer Geschäftsführer, Kleinmachnow (bis zum 31. Juli 2023).

Trennungsrechnung

Die EU-Kommission will verhindern, dass staatlich finanzierte Einrichtungen wie Universitäten und Forschungsinstitute privaten Anbietern von wissenschaftlichen Dienstleistungen unlautere Konkurrenz machen, indem sie ihre Dienstleistungsangebote aus den öffentlichen Haushalten subventionieren. Der Prozess der Trennungsrechnung soll hierzu sicherstellen, dass Finanzierung und Kosten der wirtschaftlichen Tätigkeiten von denen der nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten getrennt ausweisbar sind.

Für die AMD Akademie Mode & Design GmbH ergeben sich folgende Beträge:

Ergebnisrechnung Trennungsrechnung
Jahresabschluss 31.12.2023 Hochschule gesamt
TEUR
Nichtwirtschaftlicher Bereich
TEUR
Wirtschaftlicher Bereich
TEUR
Summe der (ordentlichen) Erträge 18.131 18.037 94
Summe der (ordentlichen) Aufwendungen 16.595 16.479 116
Hochschulergebnis 1.536 1.558 -22

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Mietverträgen für Gebäude in Höhe von TEUR 7.132 - davon TEUR 4.419 gegenüber verbundenen Unternehmen - sowie aus Leasingverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 105.

In 2023 wurden TEUR 1.500 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der Ergebnisvortrag veränderte sich von TEUR 1 um TEUR 11 auf TEUR 12.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.536 ab.

Ein Betrag in Höhe von TEUR 7 aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich passiver latenter Steuern unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

Der Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr sieht vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.530 auszuschütten und in Höhe von TEUR 6 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird in den befreienden Konzernabschluss der Carl Remigius Fresenius Education AG (bis zum 9. Februar 2023: COGNOS Aktiengesellschaft), Hamburg, einbezogen, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird.

 

Idstein, den 28. März 2024

Matthias Martin, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist seit 2013 hochschulrechtlich der Hochschule Fresenius zugeordnet und betreibt an den Hochschulstandorten in Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin, Wiesbaden und Köln den Fachbereich Design. Außerdem betreibt die Gesellschaft eine Akademie für Mode & Design.

Die Hochschule Fresenius entwickelte sich aus dem 1848 von Carl Remigius Fresenius gegründeten Chemischen Laboratorium Fresenius und blickt auf über 170 Jahre Bildungstradition in privater Trägerschaft in Deutschland zurück. Sie ist damit die älteste Bildungsinstitution dieser Art im Bereich Chemie. Im Sinn ihres Gründers Carl Remigius Fresenius verbindet sie Lehre, Forschung und Praxis. Der Name Fresenius steht für praxisorientierte Lehre mit dazu eng verknüpfter angewandter Forschung und Entwicklung. Dies gilt für den traditionsreichen Fachbereich Chemie & Biologie ebenso wie für die beiden 1997/1998 neu eingerichteten Fachbereiche Gesundheit & Soziales und Wirtschaft & Medien sowie für den 2013 integrierten Fachbereich Design und für den in 2016 neu gegründeten Fachbereich onlineplus.

Die Hochschulen Fresenius zählen mit rund 19.000 Studierenden zu den größten privaten Hochschulen in Deutschland im Präsenzbereich und zeichnen sich durch ein breites und innovatives Angebot von Bachelor- und Masterstudiengängen in den Fachbereichen Chemie & Biologie, Gesundheit & Soziales, Wirtschaft & Medien, Design und onlineplus aus.

Im Juli 2021 hat der Wissenschaftsrat, das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Deutschland, die Hochschule Fresenius für 5+5 Jahre institutionell reakkreditiert. Dies bedeutet, dass der Wissenschaftsrat die Institutionelle Akkreditierung zunächst für fünf Jahre ausspricht, bei fristgerechter Erfüllung einiger weniger Auflagen verlängert sich die Akkreditierung jedoch ohne nochmalige Begutachtung um weitere fünf Jahre auf die dann maximal mögliche Dauer von zehn Jahren. Im Herbst 2023 hat die Hochschule Fresenius die Auflagen des Wissenschaftsrats erfüllt, dies führt zu einer Verlängerung des Re-Akkreditierungszeitraums von fünf auf zehn Jahre. Der Wissenschaftsrat sieht nunmehr keine Notwendigkeit einer weiteren Reakkreditierung der Hochschule. Unabhängig davon steht es dem Land Hessen frei, anlassbezogen erneute Begutachtungen beim Wissenschaftsrat zu beantragen.

Die Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat, die gleichzeitig die Grundlage der staatlichen Anerkennung darstellt, bescheinigt der Hochschule die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit einschließlich des Systems der Qualitätskontrolle. Zudem ist der Schutz der Studierenden sowie der privaten und öffentlichen Institutionen als künftige Arbeitgeber der Absolventen durch die erfolgreich bestrittene Akkreditierung der Hochschule Fresenius bestätigt worden.

In seinem Gutachten würdigt der Wissenschaftsrat, dass die Hochschule Fresenius ihrem institutionellen Anspruch als Hochschule für angewandte Wissenschaften überzeugend gerecht wird. Das für eine private Hochschule außergewöhnlich breite Profil ist schlüssig und adressatengerecht umgesetzt. Es gelingt der Hochschule, ihre Tradition als Bildungseinrichtung mit der Dynamik einer am Markt agilen Hochschule zu vereinbaren. Der Einsatz der Hochschule Fresenius zur Internationalisierung ihres Studienangebots ist zu würdigen. Ebenso hat die Hochschule ihr Online-Studienangebot insgesamt überzeugend aufgestellt. Zudem unterhält die Hochschule Fresenius in Lehre und Forschung viele Kooperationsbeziehungen, sowohl in ihrem wirtschaftlichen als auch in ihrem gesellschaftlichen Umfeld, womit sie ihr Profilmerkmal der Praxisnähe gut umsetzt. Darüber hinaus wird das Qualitätsmanagement als ein zentrales strategisches Anliegen der Hochschule Fresenius wahrgenommen.

Die Hochschule Fresenius hat in 2023 erfolgreich das Verfahren zur System-Reakkreditierung durchlaufen. Mit der Systemakkreditierung erhält die Hochschule das Recht, das Siegel des Akkreditierungsrates für die von ihr geprüften Studiengänge selbst zu verleihen. Die positive Systemakkreditierung bescheinigt ausdrücklich, dass das Qualitätsmanagement der Hochschule im Bereich von Studium und Lehre dazu geeignet ist, das Erreichen der Qualifikationsziele und die Qualitätsstandards ihrer Studiengänge zu gewährleisten. Die Systemakkreditierung der Hochschule Fresenius ohne Auflagen ist bis zum 30. September 2029 gültig.

Seit 2005 wurde die Hochschule Fresenius jährlich im Hinblick auf das Qualitätsmanagement und die Organisationsentwicklung gemäß DIN EN ISO geprüft - im Geschäftsjahr hat die CERTQUA diese Aufgabe wahrgenommen. Aktuell verfügt die Hochschule Fresenius über das international anerkannte Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie die Trägerzulassung nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7 % höher 1.

Im Jahr 2023 haben rund 381.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife erworben und damit 1,0 % weniger als im Vorjahr (- 3.700). Zwar stieg die Zahl der Personen in der relevanten Altersgruppe (17 - 19 Jahre) zum 31. Dezember 2022 um 2,1 % gegenüber dem Vorjahr. Allerdings ist dieser Anstieg auf die Zuwanderung ukrainischer Jugendlicher infolge des Kriegs in der Ukraine zurückzuführen und schlägt sich noch nicht in einer wachsenden Zahl der Studienberechtigten nieder.

Die Zahl der Studienberechtigten ging in 2023 gegenüber 2022 in allen Bundesländern außer Hessen (+ 10 %), Sachsen-Anhalt (+ 0,6 %) und Berlin (+ 0,4 %) zurück. Am stärksten waren die Rückgänge im Vorjahresvergleich in Schleswig-Holstein (- 10 %) und Bremen (- 9 %) 2.

Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist im zweiten Jahr nacheinander zurückgegangen. Im laufenden Wintersemester 2023/2024 sind nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes insgesamt 2.871.500 Studierende an den deutschen Hochschulen eingeschrieben, das sind 1,7 % weniger als im Wintersemester 2022/2023 (2.920.300) und 2,5 % weniger als im Wintersemester 2021/2022 (2.946.100). Zuvor war die Studierendenzahl seit dem Wintersemester 2007/2008 (1.941.800 Studierende) stetig gestiegen.

Dabei fällt der jüngste Rückgang in den einzelnen Hochschularten unterschiedlich stark aus. An den Universitäten und gleichrangigen Hochschulen sind im aktuellen Wintersemester 2023/2024 mit 1.686.700 Studierenden 2,4 % Personen weniger eingeschrieben als ein Jahr zuvor. An den Fachhochschulen (1.089.500 Studierende im Wintersemester 2023/2024) beträgt der Rückgang gegenüber dem Vorjahr 0,5 %, an den Verwaltungsfachhochschulen, an denen im laufenden Wintersemester 57.800 Personen eingeschrieben sind, liegt er bei 3,0 %. Für die Kunsthochschulen ergibt sich dagegen ein Anstieg der Studierendenzahl von 1,9 % auf 37.400.

1 Pressemitteilung Nr. 19/2024 vom 15. Januar 2024, Statistisches Bundesamt.
2 Pressemitteilung Nr. 71/2024 vom 27. Februar 2024, Statistisches Bundesamt.

Entgegen dem jüngsten Rückgang bei der Gesamtzahl der Studierenden hat sich die Erstsemesterzahl an den Hochschulen in Deutschland nach ersten vorläufigen Ergebnissen gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % erhöht. Im Studienjahr 2023 (Sommersemester 2023 und Wintersemester 2023/24) nahmen 479.300 Personen erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule auf, das waren 5.600 mehr als im Studienjahr 2022 (473.700) und 6.900 mehr als im Studienjahr 2021 (472.400). Vor 2021 hatte sich die Erstsemesterzahl über vier Jahre rückläufig entwickelt, vor allem weil die Zahl der jungen Menschen in den relevanten Altersgruppen abnahm. Die Corona-Pandemie hatte diese Entwicklung noch verstärkt, da dadurch vorübergehend die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer, die zum Studium nach Deutschland kamen, stark zurückging 3.

2.2 Strukturveränderungen

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Strukturänderungen vorgenommen.

2.3 Steuerungssystem

Gesteuert wird die AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, über die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse (mit konzernfremden Dritten), Personalkosten und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie den nicht finanziellen Leistungsindikator Teilnehmerzahlen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die prognostizierten Umsatzerlöse und die erwarteten Teilnehmerzahlen übertroffen. Der tatsächliche Personalaufwand war geringer als erwartet. Insgesamt ergibt sich ein EBIT, das auf dem Niveau des Vorjahres und deutlich über den Erwartungen liegt.

2.4 Ertragslage

Im Berichtsjahr war infolge höherer Teilnehmerzahlen (am 31.12.2023: 2.194) ein merklicher Umsatzanstieg der AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, zu verzeichnen.

2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatzerlöse 17.821 16.758
Sonstige betriebliche Erträge 179 349
Gesamtleistung 18.000 17.107

Die Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten beliefen sich auf TEUR 16.739.

Der Personalaufwand erhöhte sich bei nahezu konstanter Mitarbeiteranzahl um TEUR 310 bzw. um 5,3 % auf TEUR 6.150.

3 Pressemitteilung Nr. 455/2023 vom 28. November 2023, Statistisches Bundesamt.

Die Honorare, welche die Aufwendungen für freie Dozenten widerspiegeln, reduzierten sich um TEUR 96 bzw. um 6,3 % im Vergleich zu 2022.

Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 682 bzw. um 8,9 % auf TEUR 8.382 ist auch auf inflationsbedingte Kostensteigerungen (insbesondere höhere Energiekosten) zurückzuführen.

Das zentrale Marketing unterstützt die Standorte bei der Teilnehmergewinnung durch zentrale sowie durch gezielt auf die Bedingungen der einzelnen Regionen zugeschnittene Maßnahmen und setzt dabei auf verschiedene Medien und neben der gezielten Produktwerbung auch auf image- und bekanntheitsgradsteigernde Maßnahmen. Neben der überregionalen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, den deutschlandweiten Messeauftritten sowie Kongressbesuchen und Expertenvorträgen, wird die Vermarktung im Internet zunehmend dominant. Darüber hinaus werden regelmäßige Veranstaltungen an den AMD-Standorten bzw. virtuell durchgeführt, die unmittelbar und mittelbar auf das Leistungsangebot abzielen. Mit Tagen der offenen Tür, Schnuppertagen, Schulbesuchen, Boys & Girls Days u. ä. wird die gezielte Ansprache von Kindern und Jugendlichen erreicht. Die AMD verfolgt hiermit das Ziel, die Basis für eine künftig konstante Studiennachfrage zu legen sowie ein positives Image in der Öffentlichkeit zu erlangen.

Die Hochschulgebäude an den einzelnen Standorten sind u. a. mit Seminarräumen und Bibliotheken ausgestattet. Gleichzeitig verfügt die AMD als Fachbereich Design der Hochschule Fresenius über zahlreiche Lizenzen zur Nutzung wissenschaftlicher Datenbanken, um die hohe Qualität und Aktualität der Lehre zu gewährleisten.

Bei solide über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlösen befindet sich das EBIT des Unternehmens trotz des merklichen Anstieges bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 1.696 auf dem Niveau des Vorjahres und deutlich über den Erwartungen.

2.5 Finanzlage

Die Gesellschaft hat mit der Carl Remigius Fresenius Education AG (bis zum 9. Februar 2023: COG- NOS Aktiengesellschaft) einen Vertrag über einen Cash-Pool abgeschlossen. Daher spiegeln die liquiden Mittel nicht die tatsächliche Finanzlage wider. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

2.6 Vermögenslage

In 2023 wurden von der AMD Akademie Mode & Design GmbH Anlageninvestitionen in Höhe von insgesamt TEUR 164 vorrangig in die technische Ausstattung und in die übrige Ausstattung des Lehrbetriebes vorgenommen.

Einen Überblick über die Vermögens- und Finanzlage der AMD Akademie Mode & Design GmbH, Idstein, für die Geschäftsjahre 2021 bis 2023 zeigt die folgende Abbildung:

Sowohl die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) als auch der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital im Verhältnis zum Anlagevermögen) befinden sich auf einem sehr hohen Niveau.

2.7 Zusammenfassung

Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts insgesamt positiv.

Die weiterhin auf hohem Niveau liegenden Umsatzerlöse und Teilnehmerzahlen sowie die zu entwickelnden neuen Produkte dienen der Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität der Gesellschaft.

3. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht

Mit den bestehenden Studiengängen ist eine solide Grundlage für einen erfolgreichen Studienbetrieb gegeben. Damit ist eine gute Basis für ein weiteres Wachstum in den Kernbereichen geschaffen worden. Der Bildungssektor gilt zudem als eine Zukunftsbranche, die viel Potenzial bietet.

In den nächsten Jahren bestehen Chancen, die grundsätzlich erfolgreiche Geschäftsentwicklung durch Entwicklung neuer Studiengänge und Erschließung neuer Standorte fortzusetzen. Dies führt dann zur Gewinnung von Marktanteilen und höheren Umsätzen in einem hart umkämpften und stark fragmentierten Markt.

Risiken bestehen insbesondere in einem zunehmenden Wettbewerb durch private und öffentliche Hochschulen, durch die demografische Entwicklung und durch möglicherweise höhere regulatorische Anforderungen.

Eine Quantifizierung dieser Risiken ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Ausmaß
Wettbewerbsrisiko Mittel Mittel
Demografische Entwicklung Hoch Mittel
Regulatorische Anforderungen Mittel Mittel

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken unter anderem durch ein breites Angebot an attraktiven Studiengängen, eine Stärkung der Marke "Hochschule Fresenius" sowie zielgerichteten Vertriebsaktivitäten.

Die Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin hoch. Der Krieg in der Ukraine und/ oder der Nahost-Konflikt könnten sich verschärfen und die Preise für Energie und Lebensmittel weiter in die Höhe treiben. Risiken für die AMD Akademie Mode & Design GmbH betreffen dabei insbesondere die mittel- und langfristige Teilnehmerentwicklung, sofern sich nachhaltige, gesamtwirtschaftliche Schäden ergeben sollten.

Die Geschäftsführung erwartet für 2024 bei einer geplanten Teilnehmeranzahl von 2.136 Umsatzerlöse leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Es wird mit einem deutlichen Rückgang der Personalaufwendungen gerechnet. Insgesamt wird ein EBIT erwartet, das deutlich positiv sein wird, aber signifikant unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen wird.

Im Wesentlichen wird von einer stabilen Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und damit einer positiven Fortführung der Hochschultätigkeit ausgegangen.

Aus der Sicht der Geschäftsführung sind alle zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes erkennbaren Risiken angemessen bilanziert. Auf Basis eines halbjährlichen Risikoerfassungssystems werden alle erkennbaren Risiken erfasst und im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und erforderliche Maßnahmen geprüft und mit dem Vorstand der Carl Remigius Fresenius Education AG (bis zum 9. Februar 2023: COGNOS Aktiengesellschaft), Hamburg, erörtert. Eine bestandsgefährdende Unterschreitung der Umsatzziele für 2024 und 2025 wird nicht erwartet.

 

Idstein, den 28. März 2024

Matthias Martin, Geschäftsführer

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