enableyou GmbH
Selbe AdresseSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Leu seit 19.1.2026 | Geschäftsführer |
Thomas Bernik seit 2.4.2019 | Geschäftsführer |
Sven Erger seit 16.5.2018 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rebike Mobility GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeines Die Rebike Mobility GmbH ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der HRB- Nummer 240957 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Betrieb von Internetportalen, mobilen Applikationen und Software-Lösungen für den An- und Verkauf sowie Vermietung von gebrauchten oder neuen Fahrrädern oder Elektrofahrzeugen, wie z.B. eBikes und eScooter; Verkauf, Verleih und Vermietung von Fahrrädern, eBikes und dazugehörigen Zubehör sowie sonstigen Sport- und Freizeitgeräten, Überprüfung, Instandsetzung oder Reparatur von neuen und gebrauchten Fahrrädern oder Elektrofahrzeugen. Die Rebike Mobility GmbH erstellt ihren Jahresabschluss zum 31.12.2023 nach den Aufstellungsgrundsätzen für Kapitalgesellschaften gemäß § 264 ff. HGB. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. II. Bilanzierungs- Bewertungs- und Ausweisgrundsätze Die Bilanzierung erfolgte nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung auf das immaterielle Anlagevermögen erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt. Anschaffungen für materielle Gegenstände bis zu jeweiligen Anschaffungskosten von € 1.000,00 wurden in einen Sammelposten eingestellt. Dieser wird auf fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zum Nennwert aktiviert. Sofern nachhaltige Wertminderungen zu verzeichnen sind, werden die Finanzanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Wenn der Grund für die in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen weggefallen ist, werden Zuschreibungen bis zu Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen. Die Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Veräußerungspreisen abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Für das allgemeine Forderungsrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Eine Rückstellung für das virtuelle Optionsprogramm (VSOP) wurde für alle angesparten Shares zum Share-Preis der aktuellen Kapitalerhöhung (13.07.2023) gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Geschäftsvorfälle, die vor dem Bilanzstichtag zu einer Einnahme geführt haben, aber Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht "Anlagenspiegel" in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen T€ 1.954. Diese setzen sich zusammen aus T€ 214 (i.V. T€ 194) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen und Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.740 (i.V. T€ 790) und sind innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen in Höhe von T€ 143 (Vj.: T€ 125) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 13.07.2023 und Eintragung im Handelsregister am 31.07.2023 von € 109.806,00 auf € 139.429,00 erhöht. Im Zuge dieser Kapitalmaßnahme flossen der Gesellschaft zusätzliche Mittel für die Kapitalrücklage in Höhe von € 6.559.883,82 zu, so dass die Kapitalrücklage zum Bilanzstichtag € 33.676.670,08 beträgt. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von T€ 1.315 (Vj.: T€ 721), davon T€ 1.058 Rückstellungen für das virtuelle Optionsprogramm und sonstige Personalrückstellungen T€ 258, sowie Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von T€ 42 (Vj.: T€ 32) enthalten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe T€ 14 (Vj.: T€ 8) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Werbe- und Reisekosten in Höhe von T€ 4.084 (Vj.: T€ 3.359), Kosten der Warenabgabe in Höhe von T€ 1.829 (Vj.: T€ 889), Raumkosten in Höhe von T€ 1.152 (Vj.: T€ 796), Fremdleistungen in Höhe von T€ 551 (Vj.: T€ 359), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von T€ 259 (Vj.: T€ 1.335), Nebenkosten des Geldverkehrs in Höhe von T€ 396 (Vj.: T€ 304) sowie Recruitingkosten in Höhe von T€ 87 (Vj.: T€ 90) enthalten. V. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und nahestehenden Personen bestanden zum Bilanzstichtag keine. VI. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 99 Mitarbeiter (Vj.: 99) beschäftigt. Davon:
VII. Mitglieder der Geschäftsführung Thomas Bernik, Dipl. Volkswirt, Geschäftsführer - einzelvertretungsberechtigt Sven Erger, Dipl. Ingenieur, Dipl. Wirtschaftsingenieur, Geschäftsführer - einzelvertretungsberechtigt Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. VIII. Beirat Gemäß Gesellschaftsvertrag hat die Gesellschaft einen Beirat. Diesem gehören an:
Der Beirat wird nicht vergütet. IX. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.340 (Vj.: T€ 4.036). X. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag In der Gesellschafterversammlung vom 24.09.2024 wurde beschlossen, das Stammkapital von 139.429,00 € auf 179.319,00 € zu erhöhen und im Zuge dieser Kapitalmaßnahme der Gesellschaft zusätzliche Mittel für die Kapitalrücklage in Höhe von 13.185.085,94 € nebst Zinsen einzuzahlen, vorbehaltlich etwaiger Abzüge für Due Diligence-Kosten. Die Kapitalerhöhung wurde am 07.10.2024 ins Handelsregister eingetragen.
München, den 6. November 2024 Rebike Mobility GmbH Gez. Geschäftsführer Thomas Bernik Sven Erger Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Rebike Mobility GmbH ist ein 2018 gegründetes Unternehmen im Bereich E-Bike Mobilität mit Sitz in München. Die Gesellschaft hatte zum Jahresende 2023 fünf Standorte: München (Zentrale/Verwaltung), Kempten (Produktion, Lager und Logistik), München (Ladengeschäft), Frankfurt am Main (Ladengeschäft) sowie Oberstdorf (Verleihgeschäft). Gründer und einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Thomas Bernik sowie Sven Erger. Das Geschäftsmodell der Rebike Mobility GmbH ist der Erwerb von gebrauchten Marken E-Bikes, sonstigen Fahrrädern sowie Zubehör, deren hochwertige Wiederaufbereitung ("Refurbishment") sowie deren Verkauf. Der Erwerb erfolgt hauptsächlich B2B von Herstellern, Händlern, Verleihstationen, Banken sowie Leasinggesellschaften. Der Verkauf erfolgt größtenteils online, sowie über die Ladengeschäfte. Daneben betreibt Rebike ein Abonnementgeschäft("ebike-abo.de") sowie eine Verleihstation, bei denen Kunden neue und refurbishte E-Bikes mieten können. Im B2B-Bereich vermietet Rebike auch E-Bike-Flotten an Verleihpartner, Hotels und Firmen. Das Produktportfolio umfasst größtenteils E-Bikes, E-Lasterräder und S- Pedelecs, größtenteils von bekannten Markenhersteller wie Cube, Scott, Cannondale, Kalkhoff, Focus, Husqvarna Bicycles, R Raymon, Urban Arrow, Flyer, KTM und Orbea. Durch die unternehmenseigene Wertschöpfungskette kann der Lebenszyklus jedes einzelnen E-Bikes deutlich verlängert werden, wodurch ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz geleistet wird. 2. Markt- und Absatzentwicklung Grundsätzlich war der Kernmarkt Deutschland im Jahr 2023 mit EUR 7,06 Mrd. Umsatz auf hohem Niveau sehr stabil, wenn auch mit einem leichten Rückgang zum Vorjahr (EUR 7,36 Mrd.), jedoch mit Wachstum im E-Bike Segment: Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 2,1 Millionen neue E-Bikes verkauft und damit erstmalig die Stückzahl nicht-elektrischer Fahrräder übertroffen (1,9 Mio.). 1 Auch in anderen europäischen Ländern, in denen die Gesellschaft tätig ist, wird das E-Bike immer populärer und die Absätze steigen. 2 Während das Jahr 2022 noch von einer coronabedingten Unterversorgung des Fahrradmarktes geprägt war, verbesserte sich die Situation im Jahr 2023 deutlich, insbesondere ab dem 2. Quartal, ab dem wieder Bikes aller Hersteller online und im stationären Handel in großen Mengen verfügbar waren. Dies führte zu sinkenden Preisen insbesondere für Neuware in allen Segmenten und entsprechenden Margenreduzierungen. Der Gebrauchtmarkt war davon nicht so stark betroffen. Anhaltende Inflations- und Rezessionsängste belasten auch in 2023 das Verbraucherklima. 2 Die Rebike Mobility GmbH konnte in 2023 einen Umsatz von EUR 37,14 Mio. (VJ EUR 20,69 Mio.) erwirtschaften, wobei EUR 17,25 Mio. auf Geschäfte mit der Tochterfirma Rebike Finance GmbH entfielen (VJ EUR 7,35 Mio.). Im Bereich Sales wurde der Fokus verstärkt auf Gebrauchträder ("Refurbished Ebikes") gesetzt. Die Geschäftsführung schätzt die Geschäftsentwicklung für 2023 positiv ein. Durch umfangreiche Kooperationen mit Leasinggesellschaften konnte die Marktposition im Bereich der generalüberholten (refurbished) E-Bikes weiter ausgebaut und gesichert werden. Das Abo-Geschäft entwickelte sich grundsätzlich positiv, jedoch aufgrund der veränderten Marktsituation (Preisdruck, hohe Warenverfügbarkeit und Wachstum der Leasingangebote) weniger stark als geplant. Aus Finanzierungsgründen wird das Abo- Neugeschäft weiterhin in die Tochtergesellschaft Rebike Finance GmbH ausgelagert.
1
https://www.ziv-zweirad.de/ziv-marktdaten-fahrraeder-und-e-bikes-2023-die-zahlen-im-detail/
3. Einkauf und Beschaffung Beschaffungsaufwendungen stellen einen hohen Anteil an den betrieblichen Aufwendungen dar. Im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich die Aufwendungen für den Einkauf von E-Bikes auf EUR 30,80 Mio. (VJ EUR 15,37 Mio.), wobei EUR 15,44 Mio. auf Geschäfte mit der Tochterfirma Rebike Finance GmbH entfallen (VJ EUR 6,27 Mio.). Grundsätzlich sind die Beschaffungskosten ein Schlüsselfaktor, um die Rentabilität des Unternehmens zu verbessern und unseren Kunden attraktive Preise anbieten zu können. 4. Investitionen in Infrastruktur und Entwicklung Rebike hat im Geschäftsjahr 2023 EUR 0,87 Mio. Investitionen (VJ EUR 2,00 Mio.) getätigt, vornehmlich in den Ausbau der Produktions- und Lagerkapazitäten am Standort Kempten sowie in die technische Infrastruktur, ERP-System und die Plattform rebike.com. 5. Personal Im Jahr 2023 betrugen die laufenden Personalaufwendungen EUR 6,11 Mio. (VJ EUR 5,32 Mio.) und es wurden im Durchschnitt 99 Mitarbeiter beschäftigt. Als besonders schwierig hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt erwiesen. Insbesondere die Rekrutierung von gut ausgebildeten Fahrradmechanikern und IT-Spezialisten stellt eine Herausforderung dar. Rebike investiert daher verstärkt in interne Schulungsmaßnahmen und -programme, um entsprechendes Personal zu entwickeln und zu fördern und auch Quereinsteiger rekrutieren, weiterbilden und einsetzen zu können. 6. Nachhaltigkeit und ESG Als verantwortungsbewusstes Unternehmen engagiert sich die Rebike Mobility GmbH neben dem grundsätzlich kreislauforientierten Geschäftsmodell mit weiteren Aktivitäten zur Steigerung der Nachhaltigkeit. Mit den in diesem Bereich führenden Dienstleistungsunternehmen Normative, Stockholm, Schweden und Worldfavor, Stockholm, Schweden wird ein jährliches Reporting erstellt. Insbesondere im Refurbishment-Prozess arbeitet das Unternehmen an verschiedenen weiteren Projekten, um die Nachhaltigkeit des Geschäfts weiter zu steigern. 7. Beteiligungen Gegenstand der Tochtergesellschaft Rebike Finance GmbH ist der Erwerb und Verkauf, die Finanzierung sowie die Vermietung von E-Bikes, Fahrrädern und Fahrradzubehör. Die Gesellschaft dient als "Special Purpose Vehicle" (SPV), um die Fremdfinanzierung des Lagers und des Abo-Ebike-Bestandes durch externe Finanzierungspartner und Banken zu ermöglichen. 8. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Jahr 2023 konnte die Gesellschaft ihr Wachstum fortsetzen und sich durch eine Kapitalerhöhung die notwendige Liquidität sichern. Dies spiegelt sich in den folgenden Finanzkennzahlen wider: Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich zum 31. Dezember 2023 leicht um 15 % auf EUR 17,70 Mio. verringert. Dies resultiert hauptsächlich aus einem niedrigeren Guthaben bei Kreditinstituten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Vorräte haben sich leicht erhöht. Die passivierten Darlehen zur Finanzierung des Vorratsvermögens liegen auf Vorjahresniveau. Durch die stärkere Fokussierung auf den Verkauf von generalüberholten E-Bikes anstelle des Verkaufs und Abonnements von Neuware kann ein stärkeres Wachstum mit einem vergleichsweise weniger stark wachsenden Warenbestand erzielt werden. Finanzlage Im Jahr 2023 hat das Unternehmen seine Aktivitäten verstärkt auf den Einkauf, das Refurbishement und den Verkauf von E-Bikes ausgerichtet und die Bereiche Neuware, Abo und Verleih reduziert bzw. defokussiert. Dies ist die Basis für weiteres Wachstum und eine deutliche Steigerung der Bruttomarge in den kommenden Jahren. Der Gesellschaft ist im Juli und August 2023 neues Eigenkapital in Höhe von EUR 6,59 Mio. zugeflossen. Das Kapital wurde von Venture Capital Investoren zur Verfügung gestellt. Die Rebike Mobility GmbH hat zum 31.12.2023 Darlehen in Höhe von EUR 7,62 Mio. zur Finanzierung des E-Bike-Bestandes. Zum Stichtag 31.12.2023 belaufen sich die liquiden Mittel auf EUR 0,63 Mio. In der Gesellschafterversammlung vom 24.09.2024 wurde beschlossen, das Stammkapital von 139.429,00 € auf 179.319,00 € zu erhöhen und im Zuge dieser Kapitalmaßnahme der Gesellschaft zusätzliche Mittel für die Kapitalrücklage in Höhe von 13.185.057,94 € nebst Zinsen einzuzahlen, vorbehaltlich etwaiger Abzüge für Due Diligence-Kosten. Auslaufende Darlehen werden refinanziert und dienen weiterhin der Finanzierung des Warenlagers. Eine Erhöhung des Warenbestands und des damit verbundenen Fremdfinanzierungsbedarfs ist nicht geplant. Die Gesellschaft erfüllt ihre Zahlungsverpflichtungen aus Erträgen aus dem laufenden Geschäft. Zudem ist ein Wandeldarlehen mit bestehenden Investoren zur Überbrückung erfolgt. Ertragslage Vom Gesamtumsatz in Höhe von EUR 37,14 Mio. entfielen EUR 18,54 Mio. (VJ: EUR 11,47 Mio.) auf den Verkauf von Bikes, EUR 0,58 Mio. (VJ EUR 1,31 Mio.) auf Abo-Umsätze, EUR 17,25 Mio. auf Geschäfte mit der Tochtergesellschaft (VJ EUR 7,35 Mio.), sowie EUR 0,77 Mio. auf sonstige Umsätze (VJ: EUR 0,56 Mio.). Die Bruttomarge (ohne Innenumsätze) betrug 23,1% (VJ 32,3%). Die Gründe für den Rückgang liegen in der Auslagerung des Abogeschäfts in die Tochtergesellschaft sowie in sinkenden Margen beim Verkauf von Neuware (aufgrund der oben beschriebenen Marktsituation). Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR -2,09 Mio. auf EUR -11,38 Mio. vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf die geringere Bruttomarge sowie auf höhere Personalkosten, höhere Werbe- und Reisekosten und höhere Kosten der Warenabgabe zurückzuführen. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Aufgrund der starken digitalen Ausrichtung des Unternehmens stehen der Geschäftsführung und dem Management eine Vielzahl von standardisierten Reports und Auswertungen zur Verfügung, die auch im Jahr 2023 regelmäßig weiterentwickelt und durch Ad-hoc-Analysen ergänzt wurden. Diese finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens eingesetzt werden, beziehen sich sowohl auf den Vertrieb (Stückzahl, Marge, Kanal, Kategorie) und das Marketing (ROAS, CPO, Traffic) als auch auf die Produktivität des Refurbishment Centers (Stückzahl, Qualität, Effizienz) und die Lagerauslastung (Warenumschlag, Kategorien). Auch in anderen Bereichen wie Kundenmanagement (Zufriedenheit, Problem- und Versicherungsfälle, Kosten) und Finanzen (Lagerfinanzierung) stehen verschiedene KPIs automatisiert zur Verfügung. 9. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht) Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 wird die zukünftige Entwicklung wie folgt eingeschätzt: Chancenbericht Der Fokus des Unternehmens auf hochpreisige Premiummarken sowie auf Refurbishment könnte die Firma mit Blick auf das angespannte Konsumklima besser als die Konkurrenz performen lassen. Auch wird Rebike nach wie vor weniger stark von vorrübergehend sinkenden Verkaufsmargen beeinträchtigt sein. Die Stabilität des Absatzmarktes und der Margen ist für das Wachstum der Gesellschaft von großer Bedeutung. Während sich die Lieferkettensituation im Jahr 2023 normalisierte und eher zu hohen Lagerbeständen mit entsprechendem Preisdruck im Markt führte, könnte sich diese Situation im Jahr 2024 wieder etwas entspannen und zu steigenden Verkaufsmargen führen. Rebike profitiert sowohl von zuverlässigen Lieferketten als auch von verbesserten Margen im Markt. Die finanzielle Planung der Gesellschaft ist hier für 2024 vorsichtig optimistisch. Für das Folgejahr 2025 wird eine weitere, schrittweise Verbesserung der Situation erwartet. Durch die im Vergleich zu den Vorjahren stärkere Fokussierung auf den Einkauf von Gebrauchtware besteht die Möglichkeit für das Unternehmen, den Einkauf von Gebrauchtware von Leasinggesellschaften besser zu planen und flexibel zu halten, so dass die internen Lager- und Refurbishmentkapazität nicht überlastet werden und der Einkauf an die Absatzentwicklung angepasst werden kann. Chancen liegen in der grundsätzlich höheren Flexibilität und kürzeren Vorlaufzeiten als im Neuwarengeschäft mit Herstellern. Rebike Mobility GmbH entwickelt sich als Marke weiterhin sehr gut, was sich auch in den durchweg positiven Kunden-Rückmeldungen und -Bewertungen über Trusted Shop und Google widerspiegelt. Diese Entwicklung ist konstant zu den Vorjahren. Die sich ergebenden Chancen aus den Mega-Trends Nachhaltigkeit, E-Bikes und zirkuläre Wirtschaftsmodelle führen nach wie vor zu einer grundsätzlich positiven Einschätzung der Absatzmöglichkeiten der Branche und bei Rebike. Risikobericht Je nach Entwicklung der Absatzsituation und der einzelnen Geschäftszweige kann ein erhöhter Lagerbestand die Liquidität belasten. Dies kann sowohl aus bestehenden Neuwareaufträgen aus der Vergangenheit als auch aus Gebrauchtware resultieren. Aufgrund dieses fortlaufenden Risikos müssen die Erwerbs-, Produktions- und Verkaufsaktivitäten der Gesellschaft eng abgestimmt sein und fortwährend analysiert werden. Der Krieg in der Ukraine hat bei Verbrauchern eine starke Verunsicherung hervorgerufen, nicht zuletzt aufgrund der erheblichen Preisanstiege bei Strom und Gas. Die anhaltend hohen Inflationsraten haben die Kaufkraft beeinträchtigt, da Konsumenten nach wie vor zurückhaltender agieren. Dies spiegelt sich auch in dem fortwährend negativen Konsumentenklima Index wider. 3 Eine mögliche weitere Verschlechterung dieser Entwicklungen würde den Absatz der Gesellschaft weiter negativ beeinflussen. Neben der Kundennachfrage spielt auch der Produktlebenszyklus eine Rolle. Wenn Produkte veralten, müssen sie möglicherweise abgeschrieben oder zu einem reduzierten Preis verkauft werden. Rebike Mobility reagiert auf diese Herausforderungen durch ein aktives Lagerbestandsmanagement, ein dynamisches Pricing sowie verstärkten, auch saisonalen Marketingaktivitäten, sowie einem erhöhten Kosten-Controlling. Dazu werden weitere Sales-Kanäle entwickelt, wie z.B. Partnerschaften mit Dritt-Plattformen und B2B Vertriebswege. Die Gesellschaft kann auf diese Herausforderungen gut reagieren. Die digitale Infrastruktur wird, auch unter Einbeziehung externer Unternehmen, fortwährend weiterentwickelt und befindet sich auf dem aktuell üblichen Sicherheitslevel. Ein digitaler Angriff mit Schadsoftware kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Als herausfordernd für weitere geplante Personalerhöhungen könnte sich erweisen, dass aufgrund der konjunkturellen Entwicklung und der damit zusammenhängenden Entwicklung des Arbeitsmarktes nicht genügend qualifiziertes Personal verfügbar ist, insbesondere ausgebildete Fahrrad-Mechaniker. Gegenmaßnahmen sind ein erhöhtes Incentive- und Onboarding-Paket für potenzielle und bestehende Mitarbeiter sowie der stärkere Fokus auf interne Weiterbildungen und ein stärkerer Fokus auf Quereinsteiger im gewerblichen Bereich.
3
https://tradingeconomics.com/germany/consumer-confidence
Für erkennbare Risiken innerhalb der Rebike Mobility GmbH, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten, hat die Gesellschaft im Berichtsjahr - soweit möglich und sinnvoll - Gegenmaßnahmen und/oder bei entsprechender Eintrittswahrscheinlichkeit bilanzielle Vorsorge getroffen. Nach eingehender Analyse der gesamten Risikosituation sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken - auch für den Prognosezeitraum - erkennbar. 10. Ausblick (Prognosebericht) Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzwachstum für 2023 konnte von der Gesellschaft durchweg erreicht werden. Skalierungseffekte und Kosteneinsparungen konnten teilweise erreicht werden. Aufgrund oben genannter Entwicklungen konnte das finanzielle Ergebnis jedoch nicht wie erwartet deutlich verbessert werden. Das Wachstum des E-Bikes Markts in Europa wird für die kommenden Jahre auf mindestens ca. 10% p.a. 4 geschätzt und wurde nur während der COVID-19-Pandemie durch den Abbruch von Lieferketten gestört. Die Nachfrage nach vor allem Marken-E-Bikes ist weiter hoch4, da E-Bikes neben Freizeit- und Sportaktivitäten auch für den täglichen Bedarf genutzt werden, wie z.B. das Pendeln zur Arbeit. Die hohe Warenverfügbarkeit am Markt (aufgrund der aufgelösten Lieferkettenengpässe in 2022) und der daraus resultierende Preisdruck werden auch im Jahr 2024 anhalten, sich aber ab der zweiten Jahreshälfte 2024 normalisieren. Indizien hierfür sind die anhaltend hohen Absatzzahlen von E-Bikes und die geplant reduzierten Produktionsmengen der Hersteller. Das Wachstum der Leasinggesellschaften 4 und die daraus entstehende Notwendigkeit eines Marktes zur Verwertung von Rückläufern wird der Rebike Mobility GmbH als einer der wenigen professionellen Refurbisher im deutschen Market stark zugutekommen. Für 2024 strebt Rebike ein weiteres, im deutlich zweistelligen Prozentbereich liegendes Umsatzwachstum sowie eine Verbesserung der Bruttomarge an, insbesondere durch überproportionales Wachstum im Bereich refurbished E-Bikes. Aufgrund von kostenseitigen Skaleneffekten plant die Geschäftsführung für 2024 entsprechend mit einem besseren Ergebnis. Der Warenbestand soll dabei stabil gehalten werden, um das Working Capital und entsprechend den Cashflow zu verbessern. Für 2025 wird ein weiteres Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich bei fortlaufenden Kostenoptimierungen und Ausnutzung von Skaleneffekten angestrebt. Dazu sollen Vertriebswege und strategische Partnerschaften gezielt ausgebaut werden. Durch stabile Fixkosten und eine weiter steigende Marge wird sich das Betriebsergebnis weiter verbessern. Des Weiteren verweisen wir auf den Nachtragsbericht im Anhang.
München, den 6. November 2024 Rebike Mobility GmbH Gez. Geschäftsführer Thomas Bernik Sven Erger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss der Rebike Mobility GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rebike Mobility GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse
Stuttgart, 11. November 2024 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Dr. Christoph Eppinger, Wirtschaftsprüfer Fuat Kalkan, Wirtschaftsprüfer |
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