DKAM Capital GmbHLiquidiert
14057 Berlin, DEUStammdaten
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DKAM Capital GmbH (vormals: DKAM Capital AG)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT1 Gesamtwirtschaftliche Grundlagen und Rahmenbedingungen 1.1 Wirtschaftliches Umfeld Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022 und dessen Auswirkungen stellen Europa, und in besonderem Maße Deutschland, vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Die Energiepreise sind seit Beginn des Krieges kräftig gestiegen. Die deutliche Einschränkung russischer Erdgaslieferungen im Sommer 2022 hat die Energiekrise verschärft und die bereits im Jahr 2021 erhöhte Inflation weiter angeheizt. Dies belastet Haushalte und Unternehmen massiv und trübt den konjunkturellen Ausblick deutlich ein. Erschwerend hinzu kommt, dass die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch nicht vollständig überwunden sind und Lieferkettenstörungen andauern. Zusammen mit spürbaren Fachkräfteengpässen verlangsamt dies die konjunkturelle Erholung. 1 Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate damit deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. So hatte sie im Jahr 2021 noch bei +3,1 % gelegen. "Die historisch hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine getrieben", sagt Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +8,6 %. Sie schwächte sich damit zum Jahresende ab, blieb aber auf einem hohen Stand. 2 Der EZB-Rat hat im Dezember 2022 beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB um jeweils 50 Basispunkte anzuheben, und geht aufgrund der erheblich nach oben korrigierten Inflationsaussichten davon aus, dass er sie weiter erhöhen wird. Der EZB-Rat ist insbesondere der Auffassung, dass die Zinsen noch deutlich und in einem gleichmäßigen Tempo steigen müssen, um ein ausreichend restriktives Niveau zu erreichen, das eine zeitnahe Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen 2 %-Ziel gewährleistet. Ein restriktives Zinsniveau wird im Laufe der Zeit die Inflation senken, indem es die Nachfrage dämpft, und gleichzeitig dem Risiko vorbeugen, dass sich die Inflationserwartungen dauerhaft nach oben verschieben. 3 1.2 Wettbewerbsumfeld Weltweit müssen sich Banken derzeit Wege durch die höchst unsichere Lage bahnen, um sich für eine bessere Zukunft neu zu positionieren. Der Krieg in der Ukraine, hohe Energiepreise, Probleme bei Lieferketten, der scharfe Anstieg der Inflation sowie die damit einhergehende restriktivere Geldpolitik - das Potenzial für eine Rezession oder Stagflation ist nicht zu unterschätzen. 4
1 Sachverständigenrat zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2022/23
(Kurzfassung), Seite 1
Das deutsche Finanzsystem ist gegenüber adversen Entwicklungen verwundbar. In den vergangenen zwei Jahrzehnten waren die Verluste im inländischen Kreditgeschäft im Finanzsystem aufgrund der wirtschaftlich insgesamt guten Entwicklung gering. Selbst während der globalen Finanzkrise und der Corona-Pandemie blieb das deutsche Finanzsystem von Verlusten im Wesentlichen verschont, nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftspolitischen Reaktionen. Dadurch besteht nun die Gefahr, dass Risiken systematisch unterschätzt werden und Marktteilnehmer ihre Risikoeinschätzung in Abschwung- und Krisenphasen nur unzureichend anpassen. 5 Besonders deutsche Banken haben mit Problemen zu kämpfen. Im Vergleich zu ihren globalen Wettbewerbern erzielen sie eine niedrige Eigenkapitalrendite und werden laut Schätzung auch mittelfristig deutlich hinter Instituten aus anderen Industriestaaten zurückbleiben. Dabei ist für unterschiedliche Einkommensquellen auch von unterschiedlichen Zukunftsaussichten auszugehen. 6 Geschäftsbanken stehen in einem harten Wettbewerb. Firmenkunden verlangen immer stärker maßgeschneiderte Beratung sowie digitale und datengestützte Lösungen. Dies erfordert von den Banken, sich durch neue Kundenservice-Modelle zu differenzieren. Zugleich bietet der Kampf gegen den Klimawandel eine große Chance für Geschäftsbanken, Finanzmittel zu mobilisieren, um Firmenkunden bei der Umstellung auf Netto-Null-Emissionen zu unterstützen. 7 Das Transaktionsbanking-Geschäft bleibt trotz der jüngsten Marktunsicherheiten weitgehend stabil. Transaktionsbanken sollten sich auf den Aufbau einer modernen, effizienten und skalierbaren Technologieplattform konzentrieren, die einen ganzheitlichen Überblick über Kundentransaktionen in Echtzeit bietet und Insights und Innovationen für einen besseren Kundenservice ermöglicht. 8 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Grundlagen Die DKAM Capital GmbH (Gesellschaft)(bis 27. März 2023 DKAM Capital AG, bis 19. Dezember 2022 Deutsche Handelsbank AG (Bank)) hat ihren Firmensitz in München. Einzige Aktionärin ist die im privaten Familienbesitz befindliche Reimann Investors GmbH & Co. Finanzholding KG, Grünwald. Die Gesellschaft hat die erteilte Vollbanklizenz zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften im Sinne von § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 1, 2, 4, 5, 8 und 10 sowie § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 1, 1a, 2, 3, 4, 5, 9 und 10 des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Bonn am 09.12.2022 zurückgegeben. Mit Bescheid der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Bonn, vom 13.12.2022 wurde die Zustimmung zur Abwicklung noch betriebenen erlaubnispflichtigen Bestandsgeschäfts erteilt. Geschäftszweck der Gesellschaft ist damit seit diesem Zeitpunkt die Verwaltung des eigenen Vermögens, welches im Rahmen des vormaligen Betreibens von Bank- und Finanzdienstleistungen erworben wurde. 2.2 Geschäftsmodell Das bereits in 2020 begonnene Restrukturierungsprogramm wurde in 2022 erfolgreich abgeschlossen, so dass im Dezember 2022 - nach vollständiger Rückzahlung aller Kundeneinlagen - die erteilte Vollbanklizenz zurückgegeben werden konnte.
5 Deutsche Bundesbank,
Finanzstabilitätsbericht 2022
Die Geschäftsfelder Einlagengeschäft, Zahlungsverkehr und Banking-as-a-Service wurden im Geschäftsjahr vollständig abgewickelt. Lediglich im Kreditgeschäft der Geschäftsfelder Unternehmerkredit und Wachstumsfinanzierungen sind noch wenige Transaktionen vorhanden, für die eine vollständige Abwicklung bis Ende Q2/2023 erwartet wird. Zur Abwicklung der Bankgeschäfte nutzt die Bank das Kernbankensystem Corporate Banking Suite (CBS) von PASS Consulting Group in einem Outsourcing-Modell. Des Weiteren lagert die Bank Leistungen, die spezielles Knowhow erfordern, an spezialisierte Drittanbieter aus. Zur Umsetzung des neuen Geschäftszwecks plant die Gesellschaft eine Auslagerung aller noch betriebsnotwendigen operativen Systeme in die Cloud, um eine effiziente Bearbeitung externer Anfragen und eine komplette Archivierung der historischen Datenbestände zu gewährleisten. 2.3 Geschäftsverlauf 2022 Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Rohertrag (Erträge abzüglich Zins- und Provisionsaufwendungen) sowie das Jahresergebnis. Durch den intensivierten Rückbau aller Geschäftsfelder und aufgrund von Sondereffekten wurden die maßgeblichen Planwerte für das Geschäftsjahr positiv übertroffen. Es erfolgt keine interne Steuerung nach nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Das Geschäftsjahr war - wie bereits das Vorjahr - vom sukzessiven Rückbau aller Geschäftsfelder sowie von Projektarbeiten im Zusammenhang mit den identifizierten Themen im Zuge der Jahresabschlussprüfungen 2020 und 2021 sowie einer Sonderprüfung nach §44 KWG im Geschäftsjahr 2021 geprägt. Das Geschäftsfeld Einlagengeschäft wurde im 2. Quartal 2022 durch die vollständige Rückzahlung aller Termineinlagen privater Anleger eingestellt. Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr wurde mit Wirkung zum Jahresende 2021 eingestellt, die noch verbliebenen Kundenbeziehungen wurden im Jahresverlauf 2022 sukzessive abgewickelt. Im Dezember 2022 wurde die letzte bestehende Sichteinlage an einen Zahlungsverkehrsdienstleister ausgezahlt und damit das Geschäftsfeld eingestellt. Im Geschäftsfeld Banking-as-a-Service wurden alle bereits in 2021 gekündigten, respektive die in 2022 auslaufenden Transaktionen vollständig abgewickelt. Im August 2022 wurde die letzte verbliebene Transaktion vollständig vor Ablauf des entsprechenden Vertrages zurückgezahlt und damit das Geschäftsfeld eingestellt. Das bereits seit 2019 nicht mehr aktiv betriebene Geschäftsfeld Unternehmerkredit konnte durch vorzeitige Rückführungen und Forderungsverkäufe im Geschäftsjahr 2022 bis auf ein verbleibendes Darlehen vollständig abgebaut werden. Mit Rückzahlung dieses verbliebenen Darlehens im Januar 2023 ist auch dies Geschäftsfeld eingestellt. Die im letzten Quartal 2021 begonnene Restrukturierung des Geschäftsfelds Wachstumsfinanzierung wurde erfolgreich weitergeführt. Für alle ausstehenden Kredite konnten neue Tilgungsstrukturen und Rückzahlungstermine vereinbart werden. Zum Jahresende 2022 verblieben noch zwei ausstehende Darlehen sowie eine kleine Anzahl von ausstehenden Bürgschaften, die beiden noch ausstehenden Darlehen wurden im ersten Quartal 2023 zurückgezahlt, respektive veräußert. Die ausstehenden Bürgschaften wurden bis auf einen Betrag von rund TEUR 125 in Zusammenarbeit mit unserem Kunden durch neue Bürgschaften eines anderen Bürgschaftsgebers ersetzt. Für die verbleibenden Bürgschaften wird eine vollständige Erledigung bis Ende Q2/2023 erwartet. Das Geschäftsfeld Wachstumsfinanzierung ist bis auf die genannten Bürgschaften eingestellt. Die Ertrags- und Ergebnisentwicklung der Bank war - wie im Vorjahr - stark von dem strikten Restrukturierungskurs mit der fast vollständigen Einstellung aller Geschäftsfelder und den Projektarbeiten im Zusammenhang mit den identifizierten Themen im Zuge externer Prüfungen geprägt. Im Zuge der Einstellung des Zahlungsverkehrsgeschäfts hat sich das Provisionsergebnis maßgeblich reduziert, dem aktiven Management der Risikoaktiva (vorzeitige Rückzahlungen und Forderungsverkäufe) folgend hat sich das Zinsergebnis ebenfalls maßgeblich reduziert. Die Ertragsreduzierungen konnten vollständig durch ein positives Ergebnis aus der Auflösung von Risikovorsorge kompensiert werden. Durch die endgültige Erledigung aller offenen Rechtsstreitigkeiten, kompensiert mit der Bußgeldzahlung ergibt sich - ohne Berücksichtigung der damit einhergehenden historischen Kostenpositionen - ein positiver Ergebnisbeitrag in Höhe von EUR 0,8 Mio. Die Bilanzsumme hat sich als Folge der erfolgreichen Abwicklung der Geschäftsfelder um insgesamt 82,1% auf EUR 49,5 Mio. reduziert, die freie Liquidität zum Bilanzstichtag beträgt EUR 35,2 Mio. Der Jahresrohertrag liegt als Folge des forcierten Abbaus der zinstragenden Transaktionen mit EUR 4,5 Mio. insgesamt 76,6% unter dem Vorjahr und als Folge der nicht planbaren sonstigen Erträge EUR 2,0 Mio. (85,5%) über der Vorjahresprognose. Die operativen Kosten in Höhe von EUR 18,1 Mio. reduzierten sich bedingt durch den Abbau der Geschäftsfelder lediglich um 10,6% gegenüber dem Vorjahr, so dass sich nach einem um 136,3% verbesserten Risikoergebnis in Höhe von EUR 5,3 Mio. ein Jahresverlust von EUR 8,2 Mio. ergibt. Insgesamt entwickelte sich das Geschäftsjahr 2022 deutlich besser als erwartet, da durch den forcierten Abbau auf der Aktiv- sowie Passivseite eine maßgebliche Bilanzsummenreduzierung ohne Anstieg der Kosten aus operativen Risiken sowie Kreditrisiken umgesetzt werden konnte. 2.3.1 Personal Die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer bzw. Angestellten (ohne Vorstand) zum Ende des Geschäftsjahres 2022 nahm um 36 auf 30 Mitarbeiter (Vorjahr: 66 Mitarbeiter) ab. Die personelle Kapazität wurde hierbei entsprechend den geschäftlichen und regulatorischen Anforderungen sukzessive angepasst. Durch die finale Entscheidung über die Einstellung des Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfts kam es im Geschäftsjahr 2022 erneut zu einer erhöhten Fluktuation der Mitarbeiter. 2.3.2 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht Gemäß §312 AktG hat der Vorstand eine Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht abzugeben. Diese wurde wie folgt vorgenommen: "Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der Vornahme der berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte bekannt waren. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden." 2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.4.1 Ertragslage
Die Bank erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 operative Erträge (Zinsen und Provisionen) in Höhe von TEUR 1.542, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 10.912 entspricht.
* geänderte Darstellung, im Vorjahr im
ProvErtr
Die Zinserträge in 2022 reduzierten sich gegenüber Vorjahr um TEUR 4.246 (-57,8%). Maßgeblich für diesen Rückgang ist das aktive Portfoliomanagement im Kreditportfolio. Bestehende Kundeneinlagen wurden vollständig abgebaut. Die vorfristige Rückzahlung der Privatkundeneinlagen resultierte in zusätzlichem Zinsaufwand für die Abgeltung der Zinsansprüche aus den Folgejahren i.H.v. TEUR 381.
Nach der Einstellung des Geschäftsfelds Zahlungsverkehr als Haupttreiber des Provisionsergebnisses reduzierte sich der Provisionsüberschuss um TEUR 5.959 (-96,3%) von TEUR 6.189 auf TEUR 230. Die Bank erzielte sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 2.977 (Vorjahr: TEUR 6.849), diese resultieren mit TEUR 1.887 aus der finalen Abrechnung der Schadenersatzforderungen gegenüber den ehemaligen Organen der Bank (Vorjahr: TEUR 5.004 Ausgleichzahlung erhalten), mit TEUR 717 aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 1.750), sowie mit TEUR 373 aus sonstigen, größtenteils periodenfremden Erträgen (Vorjahr: TEUR 52). Die Kosten im Personalbereich verringerten sich nur geringfügig auf TEUR 7.302 (Vorjahr: TEUR 7.367). Wesentliche Kostenreduzierungen (TEUR - 2.684) ergaben sich bei den laufenden, regelmäßigen Personalkosten durch die Reduzierung des Personals. Die positiven Effekte wurden durch Einmalkosten bei der Erledigung streitiger Verfahren mit ehemaligen Mitarbeitern, Rückstellungsbildung für Abfindungen und Haftungsansprüche gegenüber der Pensionskasse für ehemalige Mitarbeiter, sowie Sonderzahlungen zur Stabilisierung der verbliebenen Mitarbeiter weitgehend kompensiert.
Die anderen Verwaltungsaufwendungen ohne Lohn- und Gehaltsaufwendungen reduzierten sich auf TEUR 8.576 (Vorjahr: TEUR 12.210), maßgeblich getrieben durch geringeren Aufwand für externe Beratung im Rahmen des Projektportfolios zur Abwicklung der einzelnen Geschäftsfelder, sowie der Maßnahmen zur Erledigung offener Themen aus den externen Prüfungen. Die Aufwendungen für Beiträge und Mitgliedschaften haben sich als Folge der Abwicklung der Geschäftsfelder gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen die Gesellschaft im Geldwäschekontext wurden gegen Zahlung eines Bußgelds durch die Staatsanwaltschaft München I eingestellt, das Bußgeld sowie die vereinbarte Abschöpfung in Höhe von insgesamt TEUR 1.100 stellt den Großteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Vorjahr: TEUR 305) dar. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorgeergebnis wies einen Fehlbetrag von TEUR 13.579 (Vorjahr: TEUR 938) aus, diese Reduzierung korrespondiert mit der Abwicklung der Geschäftsfelder. Im Bereich Abschreibungen, Zuschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen zeigte sich mit TEUR 6.857 (Vorjahr: TEUR 11.302) eine deutlich rückläufige Entwicklung. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft reduzierten sich gegenüber Vorjahr um 10,1% auf TEUR 12.188 (Vorjahr: TEUR 13.558). Saldiert ergeben sich Auflösungen von Wertberichtigungen von TEUR 5.331 (Vorjahr: TEUR 2.256). Diese positive Entwicklung resultiert aus dem risikoadjustierten Abbau des Kreditgeschäfts durch vorzeitige Rückführungen, Portfolioverkäufen zu Buchwert sowie aktivem Management des Non-Performing-Loans-Portfolios. Für das Geschäftsjahr ergab sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 8.248, der deutlich geringer als erwartet ausgefallen ist. Die initiale Planung ging von einem deutlich geringeren Ergebnis aus der Risikovorsorge aus. Erwartungsgemäß haben die Erträge aus der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegen die ehemaligen Organe die Aufwendungen für die Begleitung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und die Bußgeldzahlung weitgehend kompensiert. 2.4.2 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag TEUR 49.536 (Vorjahr: TEUR 276.074). Die Bilanzverkürzung um 82,1% reflektiert die Erfolge des Konsolidierungsprogramms bis zur Rückgabe der Banklizenz. Das Guthaben auf Konten bei der Bundesbank wurde - im Zuge der Rückgabe der Banklizenz - bis auf einen Sicherheitseinbehalt in Höhe von TEUR 1.501 für Rücklastschriftrisiken aus dem Zahlungsverkehrsgeschäft auf Konten bei anderen Kreditinstituten übertragen. Als Folge des fast vollständigen Portfolioabbaus reduzierten sich die Forderungen an Kunden um 79,5% auf TEUR 11.063 (Vorjahr: TEUR 53.934). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden reduzierten sich mit der Rückzahlung aller Privatkundeneinlagen und durch die Abwicklung des Zahlungsverkehrsportfolios auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 211.318). Die Rückstellungen erhöhten sich um 33,6% auf TEUR 3.860 (Vorjahr: TEUR 2.890) und beinhalten vorrangig Personalrückstellungen für die im Rahmen der Neuausrichtung anfallenden Sonderausgaben. Zum 31. Dezember 2022 wurde Nachrangkapital in Höhe von TEUR 6.700 vorzeitig an die Schuldscheininhaber zurückgezahlt. Das Eigenkapital betrug zum Stichtag TEUR 34.173 (Vorjahr: TEUR 42.421). Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme) betrug zum Bilanzstichtag -16,65% (Vorjahr: 0,34%). Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften sind im Zuge intensiver Einzelverhandlungen im Geschäftsjahr auf TEUR 625 gesunken (Vorjahr: TEUR 1.013). Unwiderrufliche Kreditzusagen sind nicht mehr vorhanden. 2.4.3 Finanzlage Die Gesellschaft refinanziert - wie schon zum Bilanzstichtag im Vorjahr - ihr gesamtes Kreditgeschäft aus Eigen- und Nachrangkapital Die überschüssige Liquidität aus hereingenommenen Einlagen wurde auf dem Zentralbankkonto vorgehalten und stand ausschließlich zum Ausgleich kurzfristiger Spitzen im Kreditgeschäft (Konvertierung von Kontokorrentrahmen in Darlehen) zur Verfügung. Im Zuge der Abwicklung der Geschäftsfelder hat sich die Liquiditätslage der Gesellschaft auf hohem Niveau stabilisiert, aktuell werden 71,02% der Bilanzsumme in liquiden Mitteln vorgehalten, offene Kreditzusagen bestehen nicht, Ziehungsrisiken aus dem Bürgschaftsportfolio wurden zu 100% bar unterlegt. Das Finanzmanagement der Gesellschaft wird im Rahmen der maßgeblichen Gesetze sowie der internen Grundsätze und Regeln ausgeübt und umfasst das Liquiditätsmanagement sowie das Management von Kreditausfallrisiken. Die Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts der Gesellschaft steht demnach als notwendige Bedingung des Geschäftswachstums an zentraler Stelle. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist gekennzeichnet durch eine enge Abstimmung zwischen Markt und Marktfolge sowie eine vorausschauende Steuerung finanzieller Risiken. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, den Finanzbedarf des operativen Geschäfts sowie den Finanzbedarf für Investitionen jederzeit ausreichend zu decken. Die Gesellschaft hat ein Liquiditätsmanagement installiert, welches sicherstellt, dass die Gesellschaft jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen konnte und in nächster Zukunft erfüllen kann. Hierzu werden die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft und aus Finanzgeschäften in einer rollieren- den Planung erfasst. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft war im gesamten Berichtsjahr geordnet. 3 Risikobericht Der Vorstand trägt die Verantwortung für das Risikomanagementsystem und entscheidet über die Strategien und die wesentlichen Fragen des Risikomanagements und der Risikoorganisation der Gesellschaft. Alle wesentlichen Kriterien werden nachvollziehbar und systematisch identifiziert, analysiert, bewertet, gesteuert, dokumentiert, überwacht und kommuniziert. Wesentliche vom Vorstand zu verantwortende Aktivitäten im Risikomanagementsystem sind:
Die bestehenden Prozesse werden fortlaufend analysiert, effizienter gestaltet und auch sukzessive entlang des planmäßigen Rückbaus von Geschäftsfeldern angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat der Gesellschaft über wesentliche Änderungen der Geschäfts- und Risikostrategie. Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft sind ihrem Wesen nach mit Risiken behaftet. Unter Risiko versteht die Gesellschaft negative Abweichungen vom erwarteten Ergebnis aufgrund interner oder externer Faktoren. Risiken werden daher eingehend analysiert, aktiv gesteuert und laufend überwacht. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, die für das Kreditinstitut als relevant und wesentlich erkannten Risiken zu bewerten, zu begrenzen, zu überwachen, zu berichten und somit die Existenz der Gesellschaft langfristig zu sichern. Die Beherrschung der Risiken unter allen relevanten Aspekten ist ein entscheidender Faktor für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft. Die Risikosteuerung basiert unter anderem auf der Risikotragfähigkeitsrechnung, die laufend aktualisiert und berichtet wird. So erhalten Vorstand und Aufsichtsrat turnusgemäß einen Monatsbericht zur Risikotragfähigkeit der Gesellschaft für ein Going-Concern-Szenario zum jeweiligen Stichtag rollierend für ein Jahr vorausblickend. Die Anforderungen gemäß Teil 8 der Verordnung (EU) 575/2013 finden mittels des Offenlegungsberichts Berücksichtigung, der auf der Website veröffentlicht wird. Die Gesellschaft erfüllt weiterhin die nach Art. 94 CRR vorgeschriebenen Grenzen als Nichthandelsbuchinstitut. 3.1 Risikostrategie Die Risikostrategie der Gesellschaft basiert auf der Geschäftsstrategie zur Realisierung der im Markt relevanten Chancen, der Risikoinventur und den Ergebnissen des Kapitalplanungsprozesses. Auf eine Aktualisierung der Risikostrategie wurde angesichts der erfolgten Beschlüsse zur Abwicklung aller Geschäftsfelder in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat verzichtet. 3.2 Überwachung der Risikotragfähigkeit Kreditinstitute sind gemäß § 25a Abs. 1 KWG verpflichtet, angemessene und wirksame Verfahren einzurichten, um ihre Risikotragfähigkeit zu ermitteln und nachhaltig sicherzustellen. Zum Nachweis der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft wurde ein Going-Concern Ansatz als Steuerungskreis eingerichtet. Der Going-Concern Ansatz stellt explizit auf eine Geschäftsfortführung unter Einhaltung der regulatorischen Mindestkapitalquoten ab. Bei der Berechnung der Risikotragfähigkeit wird im Sinne eines Frühwarnsystems immer ein rollierender 12-Monatszeitraum vorwärtsgerichtet herangezogen. Gemäß der Risikotragfähigkeitsberechnung im Going-Concern Ansatz zum 31.12.2021 standen dem vorhandenen Risikodeckungspotential von TEUR 29.652 erwartete und unerwartete Risiken aus operativen Risiken von TEUR 2.597 gegenüber. Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft war damit am Bilanzstichtag 31.12.2022 gegeben. Zur Würdigung der Angemessenheit der Kapitalausstattung der Gesellschaft wird die Höhe des ökonomischen Kapitals des dem Ansatz entsprechenden Risikodeckungspotentials gegenübergestellt. In der Going-Concern Perspektive besteht das verfügbare Risikodeckungspotential im Wesentlichen aus dem Eigenkapital nach HGB, Nachrangdarlehen mit Verlustbeteiligung (Tier 2 Kapital) und erwarteten Gewinnen, respektive Verluste für die kommenden zwölf Monate. Hiervon wird das zur Sicherung der regulatorischen Mindestquoten notwendige Mindestkapital abgezogen. Das hieraus verbleibende Risikodeckungspotential ist dazu geeignet, mögliche Verluste zu absorbieren und einen entsprechenden Risikopuffer aufrechtzuerhalten. 3.3 Risikoberichterstattung Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Turnus der Risikoberichte und der Berechnung der Risikotragfähigkeit auf quartalsweise Berichterstattung angepasst, da angesichts der veränderten Geschäfts- und Bilanzstruktur eine monatliche Berechnung nicht mehr erforderlich war. Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr quartalsweise Risikoberichte, die einen klaren Überblick sowie detaillierte Informationen über die Risiko- und Geschäftssituation der Gesellschaft sowie weitere steuerungsrelevante Informationen enthalten. Die Ergebnisse der Risikotragfähigkeitsberechnung sowie der zugehörigen Stresstests wurden dem Aufsichtsrat im Rahmen der quartalsweisen Risikoberichterstattung vorgelegt und besprochen. Die Aufsichtsgremien der Gesellschaft wurden in regelmäßigen Abständen über risikorelevante Themen informiert. So hat der Vorstand den Aufsichtsrat in allen Aufsichtsratssitzungen sowie anlassbezogen umfassend über die Risiko- und Geschäftslage der Gesellschaft informiert. 3.4 Risikoarten Nachfolgend werden die mit den spezifischen Gegebenheiten der Gesellschaft und ihrer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, dargestellt. Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken. Es handelt sich vielmehr um die derzeit als wesentlich eingeschätzten Risiken, denen durch geeignete Maßnahmen im Rahmen des Risikomanagementsystems entgegengewirkt wird. Die Gesellschaft hat für die Geschäftsaktivitäten folgende wesentliche Risikoarten unterschieden:
Daneben wurden weitere Risikoarten ermittelt, jedoch als unwesentlich bewertet. Hierzu gehörten unter anderem das Beteiligungs- und das Refinanzierungskostenrisiko. Konkret absehbare bestandsgefährdende Risiken sieht die Gesellschaft nicht. Als Folge der Abwicklung aller Geschäftsfelder waren zum Ende des Geschäftsjahres 2022 die Adressausfall-, Zins- und Liquiditätsrisiken quasi vollständig abgebaut, die bestehende Risikovorsorge deckte den erwarteten sowie den unerwarteten Verlust vollständig ab. 3.4.1 Adressausfallrisiken In Übereinstimmung mit der Geschäfts- und Risikostrategie bezog sich das Adressausfallrisiko der Gesellschaft zum Beginn des Geschäftsjahres auf
Oberstes Ziel für das Management der Kreditrisiken ist eine umsichtige Kundenselektion zur Begrenzung des Ausfallrisikos auf ein unter Ertrags-/Risikoaspekten angemessenes Maß unter Einbezug der notwendigen Eigenmittelallokation sowie eine risikobewusste Diversifizierung. Die Adressausfallrisiken zu 4) wurden im Geschäftsjahr vollständig abgebaut, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft reduziert sich im Wesentlichen getrieben durch die Volumenreduzierung in allen Geschäftsfeldern von TEUR 14.967 im Vorjahr auf TEUR 2.064, die bestehende Risikovorsorge deckt eventuelle Ausfallrisiken vollständig ab. Die laufende Überwachung erfolgte in 2022 im Rahmen des quartalsweisen Risikoberichts. 3.4.2 Zinsrisiken Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos werden regelmäßig aussagekräftige Risikokennzahlen ermittelt und überwacht. Es erfolgt dabei sowohl eine periodische, an handelsrechtlichen GuV-Größen orientierte, als auch eine barwertige Betrachtung des Risikos. Bei der periodischen Zinssteuerung geht es um die Frage, welchen Effekt Marktzinsänderungen auf das handelsrechtliche GuV-Ergebnis bewirken, wohingegen bei der barwertigen Zinssteuerung die Effekte von Marktzinsänderungen auf den Zinsbuchbarwert Gegenstand der Analyse sind. Die Gesellschaft verfolgt dabei das Ziel, die Zinsbindungsinkongruenzen zwischen Aktiva und Passiva in einer angemessenen Höhe zu gestalten. Gesteuert wird das Ziel insbesondere über die aufsichtlichen Kenngrößen des so genannten "Frühwarnindikators" sowie des "aufsichtlichen Standardtests". Das führende Risikoszenario für den "aufsichtlichen Standardtest" stellt das Zinsszenario -200 BP ad hoc dar. Im Zuge des fast vollständigen Abbaus externer zinstragender Positionen ist das Zinsrisiko zum Jahresende 2022 zu vernachlässigen, mit dem vollständigen Abbau der verbliebenen Kreditpositionen und der vollständigen Rückzahlung der Nachranganleihe im Februar 2023 ist kein Zinsrisiko mehr anzusetzen. 3.4.3 Operationelle Risiken Die operationellen Risiken stellen ein erhebliches Risikopotential der Gesellschaft dar. Sie können prinzipiell in allen Fachgebieten der Gesellschaft auftreten. Die Gesellschaft definiert das operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, verursacht durch unzureichende oder fehlende Prozesse, menschliche Fehler, Technologieversagen oder externe Ereignisse. Die Definition beinhaltet rechtliche Risiken, schließt jedoch strategische Risiken und Reputationsrisiken aus. Ebenfalls zu den operationellen Risiken zählen Risiken, die aus der Auslagerung von Geschäftsaktivitäten im Sinne des § 25a Abs. 2 KWG herrühren und bei deren Eintreten die Gesellschaft Schaden nimmt. Grundsätzlich war die Gesellschaft aufgrund des Geschäftsmodells und den damit verbundenen Aktivitäten im Bereich des e-Commerce und digitalen Geschäftsmodellen verstärkt betrügerischen Handlungen ausgesetzt, vor denen sich die Gesellschaft nur durch erhöhte Sorgfalt schützen konnte. Im Zuge der Abwicklung aller Geschäftsfelder sowie der Erledigung aller offenen Rechtsstreitigkeiten hat sich das operative Risiko der Gesellschaft maßgeblich reduziert. Für die Risikomessung in der Risikotragfähigkeitsrechnung wird auf Basis diverser Eingangsparameter (Eintrittshäufigkeiten, diverse Schadensparameter) mittels einer Monte-Carlo-Simulation eine Verlustverteilung hergeleitet. In der Risikotragfähigkeit wird als Risikowert das 95%-Quantil dieser Verlustverteilung in Ansatz gebracht. Somit besteht am Bilanzstichtag in der Risikotragfähigkeitsrechnung der Gesellschaft ein Eigenkapitalbedarf von TEUR 2.597. 3.4.4 Liquiditätsrisiko Beim Liquiditätsrisiko unterscheidet die Gesellschaft grundsätzlich zwischen dem Zahlungsunfähigkeitsrisiko (d.h. dem Liquiditätsrisiko im engeren Sinne), dem Marktliquiditätsrisiko sowie dem Refinanzierungskostenrisiko. Die Refinanzierungssituation der Gesellschaft war über das gesamte Geschäftsjahr hinweg stabil, da die Gesellschaft zur Refinanzierung des bestehenden Kreditgeschäfts auf die bestehenden Nachrangmittel sowie das vorhandene Eigenkapital zurückgreifen konnte. Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko wird in der internen Risikosteuerung der Gesellschaft über zwei Liquiditätsstressszenarien abgebildet. Die Liquiditätsrisikotragfähigkeit der Gesellschaft gilt dann als gegeben, sofern in den Stressszenarien die Menge an hochliquiden Aktiva größer ist als die gesamten Nettozahlungsmittelabflüsse unter bestimmten Stressannahmen. Zum Bilanzstichtag bestanden im Rahmen der bestehenden Modelle keine Liquiditätsrisiken aus den einzelnen Geschäftsfeldern mehr. Angesichts der vollständigen Refinanzierung der verbleibenden Transaktionen durch Eigenkapital besteht zum Bilanzstichtag kein Refinanzierungskostenrisiko mehr. Das Marktliquiditätsrisiko stuft die Gesellschaft als nicht relevant ein, da die hochliquiden Aktiva der Gesellschaft ausschließlich bei deutschen CRR-Kreditinstituten unterhalten werden. 3.5 Zusammenfassung Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr 2022 durchgängig gegeben und zum Bilanzstichtag 31.12.2022 deutlich überdeckt. Insbesondere der weitgehende Abbau aller Geschäftsfelder hat zu einer günstigeren Risikolage der Gesellschaft beigetragen. 4 Prognosebericht 4.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose 2023 Die wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr war wesentlich von dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit zusammenhängenden Auswirkungen und Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die Energieversorgung, geprägt. Die deutsche Wirtschaft hat sich dabei insgesamt als sehr widerstandsfähig gegenüber den bis in den späteren Jahresverlauf anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten, den Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, den Unsicherheiten über eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr 2022/23 und der Einstellung russischer Gaslieferungen Ende August erwiesen. Im Gesamtjahr wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) preisbereinigt um 1,9 Prozent und die Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik zum Jahreswechsel 2022/23 dürfte, nicht zuletzt auch dank der massiven staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen für private Haushalte und Unternehmen sowie deren Anpassungen an die hohen Energiepreise und die damit verbundenen Einsparungen von Gas, kürzer und milder ausfallen als noch im Herbst erwartet. 9 Mit einer Abschwächung der hohen Inflationsdynamik im Jahresverlauf, den Impulsen der fiskalischen Stabilisierungsmaßnahmen und der erwarteten, moderaten weltwirtschaftlichen Belebung dürfte die wirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des Jahres dann wieder an Fahrt gewinnen. Mit der damit verbundenen, fortgesetzten Ausweitung der Arbeitsnachfrage könnten auch die schon im vergangenen Jahr spürbaren Fachkräfteengpässe in vielen Bereichen nochmals zunehmen. 10 Die deutsche Wirtschaft leidet unter gewaltigen Angebotsschocks. Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften belasten die Produktion und treiben die Inflation auf Rekordhöhen. Der Staat versucht, die Folgen mit breit angelegten Entlastungsprogrammen abzufedern. Er schafft damit aber auch Nachfrage, die bei beschränkten Produktionskapazitäten den Preisauftrieb hochhält. Zwar dürfte als Folge der staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen die Inflationsrate von 7,8% in diesem Jahr auf 6,4% im kommenden Jahr sinken. Gleichzeitig wird allerdings die Kernrate voraussichtlich von 4,8% auf 5,8% steigen. Erst im Jahr 2024 dürfte der Preisdruck langsam nachgeben und die Inflationsrate auf 2,8% bzw. die Kernrate auf 2,6% zurückgehen. 11 Das Bruttoinlandsprodukt wird im Winterhalbjahr 2022/2023 schrumpfen und die deutsche Wirtschaft damit in eine Rezession geraten. Ab dem Frühjahr 2023 dürfte sich die Konjunktur dann erholen und die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte mit kräftigeren Raten zulegen, wenn die Einkommen wieder stärker steigen als die Preise. Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,8% zunehmen und im kommenden Jahr geringfügig um 0,1% schrumpfen. Im Jahr 2024 liegt der Zuwachs dann wieder bei 1,6%. 12
9 Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz, Jahreswirtschaftsbericht 2023, Seite 134
Der anhaltende Inflationsdruck hat in vielen Ländern zu einer raschen und damit synchronen Straffung der monetären Rahmenbedingungen geführt. Der EZB-Rat beschloss im September und Oktober 2022, die Leitzinssätze um jeweils 75 Basispunkte zu erhöhen. Die Geldpolitik ist daher darauf ausgerichtet, die Nachfrage zu dämpfen, um der Gefahr einer dauerhaften Erhöhung der Inflationserwartungen entgegenzuwirken. 13 Die strengeren globalen geldpolitischen Rahmenbedingungen werden sich auf die Konjunktur auswirken und die Nachfrage dämpfen, was in der Folge die Inflationsdynamik abschwächen sollte. Auch sollten die nachlassenden Rohstoffpreise den Anstieg der Verbraucherpreise dämpfen. Überdies sind im Oktober die Preise für Vorleistungsgüter gegenüber dem Vormonat vielerorts kaum mehr gestiegen oder sogar gesunken. Allerdings hat sich einerseits das Lohnwachstum in einigen Industrieländern deutlich verstärkt, was die Inflationsabschwächung hinauszögern könnte, andererseits setzt in vielen Ländern die Fiskalpolitik weiterhin expansive Impulse. Im Euroraum schrumpft das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Winterhalbjahr 2022/2023, bevor es sich im weiteren Verlauf leicht erholt. Das Jahreswachstum fällt damit 2023 mit 0,6% gering aus und wird sich erst im Folgejahr erhöhen (+1,7%). Auf der Angebotsseite schränken Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Vorprodukten und die damit verbundenen hohen Kosten die Produktion ein, insbesondere in energieintensiven Wirtschaftsbereichen. Auf der Nachfrageseite schmälert vor allem die hohe Inflation die Realeinkommen und dämpft trotz erheblicher Unterstützung durch die Fiskalpolitik den Konsum der privaten Haushalte, während die Verlangsamung des Exportmarktwachstums und die steigenden Zinssätze die privaten Investitionen belasten. Da die öffentlichen Investitionen im Jahr 2023 stark zunehmen und die Inflation aufgrund der sich stabilisierenden Rohstoffpreise allmählich zurückgeht, dürften das Wachstum der Realeinkommen und die Wirtschaftstätigkeit im Quartalsverlauf in den Jahren 2023 und 2024 anziehen. Der Aufschwung könnte jedoch bescheiden bleiben, da die Stützungsmaßnahmen im Rahmen der Energiekrise trotz der nach wie vor außergewöhnlich hohen Energiepreise langsam auslaufen und die Auswirkungen der höheren Realzinsen auf die Wirtschaftstätigkeit stärker zum Tragen kommen. 14 4.2 Chancen- und Risikobericht Unter den dargestellten Prämissen wird über die voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Chancen und Risiken berichtet. Der Prognosezeitraum umfasst das laufende Geschäftsjahr. Die darin enthaltenen, zukunftsgerichteten Aussagen stützen sich zum einen auf die allgemein erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Nach einem herausfordernden Geschäftsjahr 2022, in dem
12 ifo Institut, ifo Schnelldienst,
Sonderausgabe Dezember 2022, Seite 3
haben sich die zu erwartenden Chancen und Risiken in 2023 inhaltlich und nominal deutlich reduziert. Mit der erfolgten Abwicklung des operativen Geschäfts bestehen noch geringe Abwicklungschancen- und -risiken im wertberichtigten Forderungsportfolio, die Kostenrisiken sind angesichts fester Vertragslaufzeiten der Dienstleistungs- und Anstellungsverträge weitgehend feststehend. Die Gesellschaft hat im Dezember 2022 die erteilte Banklizenz zurückgegeben und plant in enger Abstimmung mit der BaFin den kompletten Rückbau des Geschäfts in den ersten Monaten des Jahres 2023. Die verbleibende Aktiva ist wirtschaftlich vollständig mit Eigenmitteln finanziert. Das bestehende Portfolio an Verträgen mit Mitarbeitern und externen Dienstleistern ist mit Laufzeiten und Kündigungsoptionen ausgestattet, die einen weitgehenden Rückbau aller Aktivitäten bis Ende 2024 ermöglichen, ab dem dritten Quartal 2023 wird die operative Tätigkeit der Gesellschaft nur noch aus der laufenden Buchhaltung, der Beantwortung externer Anfragen und dem Abschluss der laufenden Archivierung der Geschäftsunterlagen bestehen. In den ersten zwei Quartalen 2023 werden gemäß der aktuellen Planung die restlichen verbliebenen Transaktionen vollständig abgewickelt, so dass auf der Aktivseite nur noch Restforderungen aus gekündigten Kundenverbindungen bestehen, die - bis auf den Erwartungswert aus Insolvenzquoten - weitgehend abgeschrieben sind. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Februar 2023 wurde das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 11,8 Mio. Euro im Wege der ordentlichen Kapitalherabsetzung zum Zwecke der Rückzahlung von Grundkapital an die alleinige Aktionärin sowie zur Einstellung in die Kapitalrücklage um 11,6 Mio. Euro auf Euro 250.000 herabgesetzt. Die Kapitalherabsetzung und die Umwandlung der Gesellschaft in eine GmbH wurden zum Ende des 1. Quartals vollzogen. Aus der freien Kapitalrücklage wurden 20 Mio. Euro an die Gesellschafter ausgeschüttet. Im Einzelnen erwartet die Gesellschaft folgende Entwicklungen auf der Ertrags- und Kostenseite:
5 Versicherung der Mitglieder des vertretungsberechtigten Organs Der Geschäftsführer versichert, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der DKAM Capital GmbH unter der Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind.
München, den 30.06.2023 DKAM Capital GmbH gez. Jens Rammenzweig, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
* geänderte Darstellung, im Vorjahr im
ProvErtr
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die DKAM Capital GmbH (bis 27.03.2023 DKAM Capital AG, bis 19. Dezember 2022 Deutsche Handelsbank AG) ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 283483 (bis 27.03.2023 HRB 183219) eingetragen. Die Gesellschaft hat die erteilte Vollbanklizenz zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften im Sinne von § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 1, 2, 4, 5, 8 und 10 sowie § 1 Absatz la Satz 2 Nr. 1, la, 2, 3, 4, 5, 9 und 10 des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Bonn am 09.12.2022 zurückgegeben. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gemäß des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie - angesichts des bis zum 9.Dezember 2022 betriebenen Bankgeschäfts - des Kreditwesengesetzes (KWG) in Verbindung mit den Bestimmungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Sofern nicht abweichend gekennzeichnet, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) dargestellt. Es wird kaufmännisch gerundet. II. Schätzungsunsicherheiten Für die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden sind Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen. Annahmen und Schätzungen sind im Jahresabschluss der Gesellschaft insbesondere von Bedeutung im Bereich der Ermittlung der Risikovorsorgen für Adressausfallrisiken und der Ermittlung der Erfüllungsbeträge und Zahlungszeitpunkte von Rückstellungen. III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres werden unverändert fortgeführt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß den Formblättern der Rech- KredV (Staffelform). Die Bewertung erfolgt unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going- Concern-Prämisse). Die Barreserve, die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für Forderungen werden erkennbare akute und latente Risiken durch die Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. In Abhängigkeit von Risikogehalt sowie Risikoentwicklung sind bestimmte Engagements auf vorhandene Sicherheiten sowie deren Werthaltigkeit zu überprüfen. Für akute Ausfallrisiken werden in Höhe des wahrscheinlichen Ausfalls unter Berücksichtigung von Sicherheiten Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Latenten Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Vorgehensweise richtet sich nach dem spezifischen Ausfallrisiko der im Portfolio verbliebenen restlichen Kreditnehmer. Die Beteiligungen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Die immateriellen Anlagewerte sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige linear ermittelte Abschreibungen (gemäß den steuerlichen Abschreibungstabellen) bewertet. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten kleiner oder gleich EUR 800 werden im Zugangszeitpunkt sofort abgeschrieben. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält geleistete Auszahlungen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Verbrauch erfolgt im Folgejahr. Auf die Aktivierung von latenten Steuern gem. § 274 HGB auf steuerliche Verlustvorträge wird verzichtet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftig kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen stellen somit Schulden dar, die bezüglich Ihrer Höhe und Fälligkeit ungewiss sind. Sie werden für gegenwärtige Verpflichtungen angesetzt, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, sofern ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen wahrscheinlich ist und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellung unterliegt einer bestmöglichen Schätzung mit dem Barwert der zu erwartenden Inanspruchnahme. Sonstige Rückstellungen im Kreditgeschäft berücksichtigen in branchenüblichem Umfang vorliegende Unsicherheiten. Personalbezogene Rückstellungen umfassen sowohl Leistungen an ehemalige Mitarbeiter aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (z.B. Abfindung) sowie auch Urlaubsrückstellungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von sonstigen Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Nachrangige Verbindlichkeiten werden zum Nennwert angesetzt. Als Nachrangverbindlichkeiten werden sämtliche auf den Namen oder den Inhaber lautende Fremdkapitalinstrumente erfasst, welche im Falle einer Insolvenz erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Verbindlichkeiten an die Gesellschafter verteilt und ausgezahlt werden. Negative Zinsen werden gemäß der Empfehlung des Bankenfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Dabei werden die aus dem Aktivgeschäft generierten negativen Zinsen vom Zinsertrag abgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko wird auf Basis einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden Geschäfte nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung beurteilt. Zum Bilanzstichtag finanzierte sich die Gesellschaft ausschließlich durch Nachrangdarlehen und Eigenkapital, im ersten Quartal 2023 wurden die bestehenden Nachrangdarlehen vollständig zurückgezahlt, so dass - unter Berücksichtigung der Wertaufhellung - ausschließlich ein aktivischer (und damit positiver) Zinsbarwert berechnet werden kann. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Barreserve Das Guthaben auf Konten bei der Bundesbank wurde - im Zuge der Rückgabe der Banklizenz - bis auf einen Sicherheitseinbehalt in Höhe von TEUR 1.501 für Rücklastschriftrisiken aus dem Zahlungsverkehrsgeschäft - auf Konten bei anderen Kreditinstituten übertragen. Da die Gesellschaft zu dieser Zeit die Banklizenz bereits zurückgegeben hatte, erfolgte der Ausweis des Sicherheitseinbehalts unter Forderungen an Kreditinstitute. Das Kassenbuch wurde zum 31.12.2022 aufgelöst. 2. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 35.183 (Vorjahr: TEUR 1.672) enthalten Kontokorrentforderungen (TEUR 12.382) (Vorjahr: TEUR 1.672), Sicherheiten (TEUR 2.801) (Vorjahr: TEUR 0) und ein Termingeld (TEUR 20.000) (Vorjahr: TEUR 0). 3. Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 11.063 (Vorjahr: TEUR 53.934) setzen sich zusammen aus Darlehen Wachstumsfinanzierung (TEUR 10.430) und Forderungen aus gekündigten Geschäftsbeziehungen sowie gekündigten Unternehmerkrediten (TEUR 633). In den vorstehend genannten Buchwerten sind Pauschalwertberichtigungen sowie Einzelwertberichtigungen, die für eventuelle Risiken gebildet werden, berücksichtigt. Es bestehen zum Stichtag Wertberichtigungen mit einem Volumen von TEUR 1.810 (Vorjahr: TEUR 13.829). Der Rückgang der Forderungen entspricht der Reduzierung der geschäftlichen Aktivitäten in den jeweiligen Bereichen. Es bestehen wie im Vorjahr zum Stichtag keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen an Kunden enthalten, wie im Vorjahr, keine durch Grundpfandrechte (Briefgrundschuld) besicherten Vermögensgegenstände. Fristengliederung Gliederung Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten in TEUR
In den Forderungen an Kunden sind keine Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten (Vorjahr: TEUR 15.047). Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 2.943 (Vorjahr: TEUR 1.113) und beinhalten TEUR 1.778 Forderungen aus Lieferung und Leistung (gestundete Kaufpreisforderung aus dem Portfolioverkauf Unternehmerkredit), des Weiteren bestehen Forderungen gegen Kunden auf Clearingkonten in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr: TEUR 41). Es liegen Steuererstattungsansprüche zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 221) vor, sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 451 (Vorjahr: TEUR 791). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 94) enthalten, die eine Restlaufzeit von größer einem Jahr haben. 4. Beteiligungen Die ausgewiesene Beteiligung ist eine Mitgliedschaft an der S.W.I.F.T. SCRL und ist nicht börsenfähig. S.W.I.F.T. SCRL ist eine Genossenschaft nach belgischem Recht mit Sitz in La Hulpe (Belgien), die sich vollständig in Besitz seiner Mitglieder - Banken und andere Finanzinstitutionen - befindet. SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) ist ein Anbieter von weltweiten Kommunikationsdienstleistungen zum Austausch von Informationen zu Finanztransaktionen in standardisierter Form. 5. Anlagevermögen Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die erforderlichen Aufstellungen zur Entwicklung der Anschaffungskosten und der Abschreibungen sind dort zu entnehmen (§ 34 (3) RechKredV i.V.m. § 284 (3) HGB). Der Gesamtbetrag der Betriebs- und Geschäftsausstattung ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 6. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Dienstleistern deren Rechnungen zum Bilanzstichtag noch nicht vorlagen, die aber aufgrund ihres Leistungszeitraums der Berichtsperiode zuzuordnen sind (TEUR 72 vs. Vorjahr: TEUR 1.780). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden reduzierte sich mit der Rückzahlung aller Privatkundeneinlagen und durch die Abwicklung des Zahlungsverkehrsportfolios auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 260.278). 7. Rückstellungen Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.860 (Vorjahr: TEUR 2.890) setzen sich aus den folgenden Positionen zusammen:
Sie beinhalten vorrangig Personalrückstellungen für die im Rahmen der Neuausrichtung des Geschäftsmodells anfallenden Sonderausgaben. 8. Nachrangige Verbindlichkeiten (§ 35 III (1) bis (3) RechKredV) Zum 31.12.2022 wurde Nachrangkapital in Höhe von TEUR 6.700 vorzeitig an die Schuldscheininhaber zurückgezahlt. Es verbleibt ein Darlehen in Höhe von gesamt TEUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 16.700), das Ende Februar 2023 an den Schuldscheininhaber zurückgezahlt wird. Der Zinsaufwand hierfür betrug in 2022 TEUR 1.200 (Vorjahr: TEUR 1.076). Der Zinssatz für diese Nachrangschuldverschreibung beträgt 6,5%. Die nachrangigen Verbindlichkeiten dürfen im Fall einer Insolvenz oder einer Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. Eine Umwandlung in Kapital oder in eine andere Schuldform ist vertraglich nicht festgeschrieben. Die Tilgung erfolgt endfällig. Das Darlehen kann insgesamt, jedoch nicht teilweise, nach Wahl der Emittentin und vorbehaltlich der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde vorzeitig gekündigt und zu ihrem Rückzahlungsbetrag zurückgezahlt werden, sofern die Gesellschaft sodann höherwertiges Kapital ausgibt. Das Darlehen erfüllt die Kriterien der seit 1. Januar 2014 gültigen Capital Requirements Regulations (CRR) und der Capital Requirement Directive IV (CRD IV) an regulatorisches Eigenkapital. Nach allen genannten gesetzlichen Regelungen wird das Darlehen als "Tier-2-Kapital" definiert. 9. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt TEUR 11.842 (Vorjahr: TEUR 11.842) und ist eingeteilt in 11.842.373 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 pro Aktie. Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 34.173 (Vorjahr: TEUR 42.422), der laufende Verlustvortrag in Höhe von TEUR 8.248 (Vorjahr: TEUR 14.130) ist hierbei bereits berücksichtigt. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge gem. § 268 (8) HGB beläuft sich wie auch im Vorjahr auf TEUR 0. 10. Außerbilanzielle Posten Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB, §§ 26, 27 RechKredV bestehen zum 31. Dezember 2022 aus Avalen in Höhe von TEUR 625 (Vorjahr: TEUR 1.013). Auf Grundlage der aktuellen wirtschaftlichen Situation der jeweils Verpflichteten schätzt der Vorstand das Risiko einer Inanspruchnahme aus den herausgelegten (Miet-)Avalen als gering ein. Unwiderrufliche Kreditzusagen sind nicht mehr vorhanden (Vorjahr: TEUR 6.826). V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Betriebliche Erträge a) Zinsergebnis
Bei den im Ausland erzielten Zinserträgen handelt es sich um einen Kunden außerhalb der EU. Die negativen Zinsen in Höhe von TEUR 509 (Vorjahr: TEUR 1.560) sind analog dem Vorjahr vollständig dem Inland zuzuordnen. Aufgrund einer fehlerhaften Darstellung im Vorjahr erfolgte die Anpassung des Vorjahresbetrages. Die aus dem Passivgeschäft generierten negativen Zinsen i.H.v. TEUR 936 werden vom Zinsaufwand abgesetzt (Vorjahr: Provisionsertrag). b) Provisionsergebnis
Bei den im Ausland erzielten Provisionserträgen handelt es sich im Wesentlichen um Kunden aus der EU. Aufgrund einer fehlerhaften Darstellung im Vorjahr erfolgte die Anpassung des Vorjahresbetrages. Die aus dem Passivgeschäft generierten negativen Zinsen i.H.v. TEUR 936 werden nun vom Zinsaufwand abgesetzt (Vorjahr Provisionsertrag). c) Sonstige betriebliche Erträge (§ 35 I (4) RechKredV)
Die Gesellschaft erzielte sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 2.977 (Vorjahr: TEUR 6.849), diese resultieren mit TEUR 1.888 aus der finalen Abrechnung der Schadenersatzforderungen gegenüber den ehemaligen Organen der Gesellschaft sowie mit TEUR 717 aus der Auflösung von Rückstellungen. 2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die Verwaltungsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verwaltungsaufwendungen ohne Personalaufwendungen verringerten sich 2022 deutlich auf TEUR 8.576 (Vorjahr: TEUR 12.210). Maßgeblich getrieben durch geringeren Aufwand für externe Beratung im Rahmen des Projektportfolios zur Abwicklung der einzelnen Geschäftsfelder, sowie der Maßnahmen zur Erledigung offener Themen aus den externen Prüfungsberichten. Die Aufwendungen für Beiträge und Mitgliedschaften haben sich als Folge der Abwicklung der Geschäftsfelder gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen die Gesellschaft wurden gegen Zahlung eines Bußgelds durch die Staatsanwaltschaft München I eingestellt, das Bußgeld sowie die vereinbarte Abschöpfung in Höhe von insgesamt TEUR 1.100 (Vorjahr: TEUR 0) stellt den Großteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen dar. Insgesamt belaufen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 1.581 (Vorjahr: TEUR 305). 4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen gliedern sich wie folgt: Entwicklung Wertberichtigungen und Abschreibungen in TEUR
Im Bereich Abschreibungen, Zuschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen zeigte sich mit TEUR 6.857 (Vorjahr: TEUR 11.302) eine deutlich rückläufige Entwicklung. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft reduzierten sich gegenüber Vorjahr um 10,1% auf TEUR 12.188 (Vorjahr: TEUR 13.558). Saldiert ergeben sich Auflösungen von Wertberichtigungen von TEUR 5.331 (Vorjahr: TEUR 2.256). Diese positive Entwicklung resultiert aus dem risikoadjustierten Abbau des Kreditgeschäfts durch vorzeitige Rückführungen, Portfolioverkäufen zu Buchwert sowie aktivem Management des NPL-Portfolios. 5. Sonstige Steuern Sonstige Steuern beinhalten die Anpassung der Erstattung der Umsatzsteuermeldung 2021 in Höhe von TEUR 108, sowie die Umsatzsteuer-Nachzahlung lt. BP für die Jahre 2017 und 2019 in Höhe von TEUR 65. VI. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 (3a) i.V.m. § 34 I 2 RechKredV) Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume bis zum Ende der Laufzeit (2024) in Höhe von TEUR 1.231, davon entfallen auf das Jahr 2023 TEUR 408. Gegenüber dem Betreiber des Kernbanksystems und wesentlicher Teile der IT-Infrastruktur bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen bis zum Ende der Laufzeit (2024) in Höhe von TEUR 1.500, davon entfallen auf das Jahr 2023 TEUR 1.354. Aus einer mehrjährigen Vermögenshaftpflicht-Versicherung bestehen finanzielle Verpflichtungen bis zum Ende der Laufzeit (2023) in Höhe von TEUR 93. Daneben bestehen Verpflichtungen aus anderen laufzeitabhängigen Verträgen in Höhe von TEUR 14. Die herausgegebenen Avale beschränken sich auf ausgewählte Kunden, da es sich um kein aktiv beworbenes Produkt handelt. Die Gesellschaft schätzt das Risiko der Inanspruchnahme der herausgelegten (Miet-) Avale als gering ein, der Prozess zum sukzessiven Austausch durch einen neuen Avalgeber im Auftrag der Kunden wurde eingeleitet. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 40 Arbeitnehmer (ohne Vorstände, Auszubildende und Praktikanten) beschäftigt, eine Unterscheidung in Markt und Marktfolge wurde nicht mehr vorgenommen (Vorjahr: 71 Mitarbeiter). 3. Organe Mitglieder des Vorstands im Berichtsjahr (Rechtsform: Aktiengesellschaft):
Es bestanden im Geschäftsjahr 2022 keine angabepflichtigen weiteren Mandate in Aufsichtsräten und ähnlichen Gremien. Gemäß § 285 (9b) Nr.1 HGB erfolgt folgende Angabe: Nach § 286 (4) HGB wird auf die Angabe der für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge verzichtet. Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr entsprechend der folgenden Übersicht zusammen:
Den Organmitgliedern wurden zum Stichtag weder Vorschüsse und Kredite gewährt, noch wurden zugunsten von Vorständen und Aufsichtsräten Haftungsverhältnisse eingegangen. Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 128). 4. Konzernverhältnisse (Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen) Die Anteile an der Gesellschaft werden in vollem Umfang von der Reimann Investors GmbH & Co. Finanzholding KG, Grünwald, gehalten. Die Reimann Investors GmbH & Co. Finanzholding KG stellt zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen auf, der im Bundesanzeiger unter der Nummer 230312018303 veröffentlicht wird. 5. Honorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr 2022 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 350 berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 325 und auf sonstige Beratungen TEUR 25. 6. Ereignisse nach dem Stichtag (Nachtragsbericht § 285 Nr.33 HGB) Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 03. Februar 2023 wurde das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 11,8 Mio. Euro im Wege der ordentlichen Kapitalherabsetzung zum Zwecke der Rückzahlung von Grundkapital an die alleinige Aktionärin sowie zur Einstellung in die Kapitalrücklage um 11,6 Mio. Euro auf Euro 250.000 herabgesetzt. Mit Datum vom 27.03.2023 erfolgte die Eintragung der Umwandlung der DKAM Capital AG in die DKAM Capital GmbH. 7. Ergebnisverwendung Der Geschäftsführer (Rechtsform: GmbH) wird nach Feststellung des Jahresabschlusses die Verrechnung des zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bilanzverlust von EUR 8.248.262,81 gegen die Kapitalrücklage anweisen. 8. Angaben gemäß § 26a (Abs. 1 S. 2 Nr. 1 bis 6) KWG Die Gesellschaft mit Sitz in München hat keine Zweigniederlassungen im EU-Ausland. Sämtliche im Jahresabschluss dargestellten Angaben i.S.v. § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als Kreditinstitut in der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft definiert den nach § 26a Abs. 1 S. 2 Nr. 2 KWG anzugebenden Umsatz als "Bruttoerträge" (i.S.d. EU-Bankbilanz-Richtlinie), der sich aus der Summe der in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Erträge ergibt, auf die hier verwiesen wird. Die nach § 26a Abs. 1 S. 2 Nr. 3 bis 5 KWG offenzulegenden Angaben stellen sich wie folgt dar: Lohn- und Gehaltsempfänger: 40 Verlust vor Steuern: TEUR 8.248 Steuern auf den Gewinn: TEUR 0 Beihilfen öffentlicher Stellen erhielt die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 nicht.
München, den 30. Juni 2023 DKAM Capital GmbH gez. Jens Rammenzweig, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
* Abschreibungen im Berichtsjahr
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DKAM Capital GmbH (bis 26. März 2023: DKAM Capital AG), München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DKAM Capital GmbH (bis 26. März 2023: DKAM Capital AG), München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DKAM Capital GmbH (bis 26. März 2023: DKAM Capital AG) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. Juni 2023 KPMG
AG
Konrad Göller, Wirtschaftsprüfer Oliver Ruoff, Wirtschaftsprüfer |
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