von Oertzen GmbHLiquidiert

22949 Ammersbek, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 7584 HL
Eingetragen
4.7.2007
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenGroßhandel mit sonstigen MaschinenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Die Beteiligung an anderen Gesellschaften sowie der Außenhandel, der Großhandel, die Vermittlung von Industrie- und landwirtschaftlichen Maschinen, Geräten, Zubehör und Hilfsstoffen. Die Gesellschaft kann sich auch auf verwandten Gebieten betätigen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Dr. Weller
seit 2.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hako GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hako GmbH
Germany
26.300 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

von Oertzen GmbH

Ammersbek

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz

AKTIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.942,56 304.120
II. Sachanlagen 194.408,29 139.275,60
297.350,85 443.395,24
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 4.782.480,54 3.684.105,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.453,24 30.925,20
2. Übrige Forderungen 1.911.483,43 1.206.884,07
1.927.936,67 1.237.809,27
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 339.895,52 709.232,98
7.050.312,73 5.631.147,43
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.013,94 23.403,47
7.356.677,52 6.097.946,14

PASSIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.300,00 26.300,00
II. Kapitalrücklage 1.077.700,00 1.077.700,00
III. Gewinnrücklagen 110.000,00 110.000,00
IV. Gewinnvortrag 2.406.766,28 2.406.766,28
V. Jahresüberschuss 547.137,94 543.804,42
4.167.904,22 4.164.570,70
B. RÜCKSTELLUNGEN 243.083,62 244.043,80
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 360.531,78 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.053.630,70 1.000.654,07
3. Übrige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 531.527,20 688.677,57
2.945.689,68 1.689.331,64
7.356.677,52 6.097.946,14

Gewinn- und Verlustrechnung

Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 5.729.961,48 5.530.755,12
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 2.972.006,71 2.791.742,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 598.083,74 574.146,70
- davon für Altersversorgung: EUR 4.793,50 (Vorjahr: TEUR 5 ) - 3.570.090,45 3.365.889,56
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 279.992,52 266.892,81
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.084.514,19 1.108.233,17
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 692,88 631,80
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.067,61 9.654,49
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 13.771,98 (Vorjahr: TEUR 10) -
7. Ergebnis vor Steuern 779.989,59 780.716,89
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 221.284,44 226.588,26
9. Ergebnis nach Ertragsteuern 558.705,15 554.128,63
10. Sonstige Steuern 11.567,21 10.324,21
11. Jahresüberschuss 547.137,94 543.804,42

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2021 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2021

DER FIRMA VON OERTZEN GMBH

AMMERSBEK

I. Allgemeine Angaben

Die von Oertzen GmbH hat ihren Sitz in Ammersbek. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter HRB 7584 HL eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB, insbesondere der §§ 264 ff. HGB (Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften), aufgestellt.

Soweit ergänzende Angaben in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten sind, werden diese im Anhang gemacht.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (2) HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wird eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren zugrunde gelegt. Der Firmenwert wird über 15 Jahre abgeschrieben. Bei den Sachanlagen werden Bauten auf fremden Grundstücken über 50 Jahre, technische Anlagen über einen Zeitraum zwischen 5 und 10 Jahren sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum zwischen 2 und 10 Jahren abgeschrieben.

Bei Zugängen von beweglichen Anlagen wird die Jahresabschreibung zeitanteilig angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Von der Möglichkeit, Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 1.000,00 in einen Sammelposten mit einer Abschreibung über 5 Jahre einzustellen, wurde zuletzt im Geschäftsjahr 2017 Gebrauch gemacht.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Bestandsrisiken, z. B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Gängigkeitsabschreibungen angemessene Berücksichtigung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 (1) HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Tag darstellen, abgegrenzt.

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme (Erfüllungsbetrag) ausgewiesen. Für die Bildung der Rückstellung für Garantie- und Gewährleistungen wurden die Umsatzerlöse abzüglich Umsatzerlöse aus Dienstleistungen der letzten 12 Monate vor dem Bilanzstichtag herangezogen. Die Rückstellungsberechnung erfolgt in Höhe von 0,75 % der Umsatzerlöse.

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet worden.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt. Gemäß § 268 (2) HGB in der Fassung des Bilanzrichtliniengesetzes (BiRiLiG) wurde bei der Ermittlung der ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des aus der Anwachsung übernommenen Anlagevermögens der ehemaligen ARNDT H von OERTZEN (GmbH & Co.) KG die Erleichterungsvorschriften gemäß Art. 24 (3) EGHGB teilweise in Anspruch genommen.

Der vor 2010 aktivierte entgeltlich erworbene Firmenwert wird gemäß Art. 66 (3) Satz 2 EGHGB weiterhin über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Forderungen haben in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 6) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen TEUR 70 auf Steuerforderungen (antizipativ).

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 2.946 (Vorjahr: TEUR 1.689) haben ausschließlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.054 (Vorjahr: TEUR 1.001) sind verrechnete und verrechenbare gleichartige Forderungen in Höhe TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Sie betreffen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Posten enthält Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter von TEUR 2.052 (Vorjahr: TEUR 1.001).

IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine Erträge aus Währungsumrechnung (Vorjahr: EUR 142,23).

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine Aufwendungen aus Währungsumrechnung (Vorjahr: EUR 154,81).

V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer ist:

Herr Patrick Graef, Kaufmann, Hamburg

2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 (4) HGB verzichtet.

3. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2021 beläuft sich auf 72 (Vorjahr 72); davon 44 Angestellte (Vorjahr 44) und 28 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 28). Darüber hinaus wurde im Jahresdurchschnitt ein Leiharbeiter beschäftigt.

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse sind zum Bilanzstichtag nicht auszuweisen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in den noch fälligen Grundmietraten für den Fuhrpark (TEUR 168) und aus Immobilien-Mietverträgen (TEUR 85).

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen von insgesamt TEUR 252 sind TEUR 175 innerhalb eines Jahres und TEUR 77 in einem Zeitraum zwischen 1 bis 5 Jahren fällig.

5. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der von Oertzen GmbH wird in den Konzernabschluss der L. Possehl & Co. mit beschränkter Haftung, Lübeck, einbezogen, die als Mutterunternehmen für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt und diesen im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Ammersbek, den 28. Januar 2022

Der Geschäftsführer

Patrick Graef

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.955.946,63 0,00 0,00 2.955.946,63
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 143.779,92 0,00 0,00 143.779,92
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.099.726,55 0,00 0,00 3.099.726,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 850.321,84 0,00 0,00 850.321,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 238.507,93 23.972,83 5.249,75 257.231,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 240.273,39 117.255,41 7.596,64 349.932,16
Summe Sachanlagen 1.329.103,16 141.228,24 12.846,39 1.457.485,01
Summe Anlagevermögen 4.428.829,71 141.228,24 12.846,39 4.557.211,56
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.660.363,74 197.063,11 0,00 2.857.426,85
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 135.243,17 4.113,97 0,00 139.357,14
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.795.606,91 201.177,08 0,00 2.996.783,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 791.589,38 20.889,24 0,00 812.478,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 204.873,05 9.622,54 5.249,75 209.245,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 193.365,13 48.303,66 316,53 241.352,26
Summe Sachanlagen 1.189.827,56 78.815,44 5.566,28 1.263.076,72
Summe Anlagevermögen 3.985.434,47 279.992,52 5.566,28 4.259.860,71
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 98.519,78 295.582,89
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 4.422,78 8.536,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 102.942,56 304.119,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.843,22 58.732,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.985,17 33.634,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.579,90 46.908,26
Summe Sachanlagen 194.408,29 139.275,60
Summe Anlagevermögen 297.350,85 443.395,24

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Tätigkeitsbereich der von Oertzen GmbH ist die Herstellung, Entwicklung sowie der Vertrieb und Handel von leistungsfähigen Hochdruckwasserstrahlsystemen sowie der Service aller vertriebenen Produkte.

Das Produktprogramm von Oertzen umfasst folgende Produktbereiche:

Hochdruckreinigungsmaschinen für den gewerblichen und industriellen Anwender

Hochdruckfeuerlöschgeräte

Sondermaschinen zur Wildkrautbekämpfung

Kesselsauger / Wasserpumpsauger

Service, Zubehör und Ersatzteile.

2. Forschung und Entwicklung

In 2021 wurden in der Produktgruppe Reinigungstechnik mehrere neue Produkte zur Wildkrautbekämpfung zusammen mit dem Unternehmen Weed concept GmbH entwickelt.

Weiterhin wurde eine neue Maschine für den Private Label Kunden Unitor nach Kundenwünschen weiterentwickelt.

Die gesamte Elektrobaureihe E 200 - E 500-17 wurde einem Facelift unterzogen und mit weiteren technischen Verbesserungen versehen.

Auch wurde eine neue Maschine für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Zu der Entwicklung der Branche können durch die nur kleine Anzahl von vergleichbaren Wettbewerbern und das Nichtvorhandensein von gemeldeten Daten aus der Branche keine gesicherten Angaben gemacht werden.

2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

a) Weltwirtschaftliches Umfeld

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2021 war stark durch eine Erholung geprägt, verbunden mit einer abflauenden Corona-Pandemie. Länder wie die USA und das Vereinigte Königreich, die zügig mit der Impfkampagne vorankamen, konnten den Lockdown früher beenden und sich dadurch einen Vorteil verschaffen. Aber auch in Deutschland und dem Euroraum konnte durch die zunehmende Öffnung des Dienstleistungssektors eine zügige Erholung einsetzen. Die Industrie war von den erneut verschärften Corona-Maßnahmen gegen Ende des Jahres kaum betroffen und konnte den einsetzenden Aufschwung - auch dank einer hohen Nachfrage aus den internationalen Märkten - fortsetzen.

Im Jahresverlauf 2021 griff der Preisauftrieb von einigen stark von Nachfrageverschiebungen und Lieferengpässen betroffenen Gütersektoren wie der Automobilbranche auf weitere Bereiche wie Wohnen, Gesundheit und andere Dienstleistungen über. Die einsetzende Erholung geriet infolge wachsender Lieferengpässe bei einigen Zwischenprodukten und Rohstoffen weltweit ins Stocken. In Deutschland und anderen europäischen Ländern hinkt die Industrieproduktion den Auftragseingängen seitdem deutlich hinterher. Aus derzeitiger Sicht ist es nicht abzusehen, dass die Lieferkettenprobleme zügig gelöst werden können, so dass die Effekte bis ins kommende Jahr hinein zu spüren sein werden.

Stark ansteigen dürften auch die Verbraucherpreise und somit die Inflationserwartungen. Diese Entwicklung gilt vor allem für die USA aber auch für den Euroraum, wo sich die Inflation auf dem höchsten Stand seit vielen Jahrzehnten befindet. Neben höheren Energie- und Rohstoffpreisen hat auch der Dienstleistungssektor zu dieser Entwicklung beigetragen. Während viele Rohstoffe 2021 starken Preisanstiegen unterlagen - wie beispielsweise die Holz- oder Eisenerzerzeugnisse - und teilweise Allzeithöchststände notierten, herrschte an den Währungsmärkten eher eine entspannte Situation. So dürfte 2021 als ein Jahr mit geringster Volatilität gelten. Diese Situation könnte sich aber in naher Zukunft ändern, da die Notenbanken der G10-Länder unterschiedliche Geschwindigkeiten beim Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik einlegen werden.

Für das vergangene Jahr wird ein weltweites BIP von 6,0% erwartet und vor allem China als nennenswerte Volkswirtschaft wird ein deutlich positives BIP von 8,1% erwirtschaften. Somit bleibt China weiterhin ein Zugpferd für die Weltwirtschaft; mittelfristig werden aber auch hier die strukturellen Probleme wie der langsame Produktivitätsfortschritt sowie die Schwäche am Immobilienmarkt das Wachstumstempo drosseln.

b) Europäische Konjunktur

Die Euro-Zone muss nach wie vor viele strukturelle Probleme bewältigen und Reformen auf Länder- und EU-Ebene finden - wenn überhaupt - weiterhin nur zögerlich statt. Europaweit kam es im Frühjahr 2021, nachdem die Lockdown-Maßnahmen in vielen europäischen Ländern gelockert wurden, zu einer zügigen Erholung der Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt übertraf im zweiten Quartal mit 2,2% Wachstum die Erwartungen; in den beiden vorausgegangenen Quartalen war die Wirtschaftsleistung noch gesunken. Im dritten Quartal gab es jedoch wieder Anzeichen einer Verlangsamung der konjunkturellen Erholung, aufgrund steigender Infektionszahlen vieler Mitgliedsstaaten. Die Inflationsrate im Euroraum ist seit dem Tiefstand von -0,3% im Dezember 2020 auf zuletzt 3,0% gestiegen. Diese Steigerung ist vor allem auf erhöhte Energie-, Rohstoff- und Transportpreise zurückzuführen. Einen weiteren Beitrag leistet das Preisniveau des wiedereröffneten Dienstleistungssektors.

Charakteristisch war erneut die große Heterogenität zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten. Das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone stieg in 2021 voraussichtlich um insgesamt 5,1%. Während Frankreich und Italien ein deutliches BIP-Wachstum von 6,6% bzw. 6,1% verzeichnen konnten, liegt das Wachstum in Deutschland bei lediglich 2,7%. Für Großbritannien wird ein Wachstum von 6,7% erwartet.

c) Deutsche Konjunktur

Das vergangene Jahr zeichnete sich durch angebotsseitige Probleme der globalen Industrie aus. Lieferengpässe, fehlende Frachtkapazitäten und steigende Rohstoffpreise haben auch dem deutschen Wachstumspotenzial und der Exportwirtschaft zugesetzt. Während die Produktion des verarbeitenden Gewerbes um rund 3% wachsen konnte - diese lag im November 2021 trotz allem noch 5,5% unter dem Niveau von 2019 - konnten die Exporte im abgelaufenen Jahr um geschätzte 8% zulegen. Dies bedeutet aber immer noch einen Rückgang um 4% im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019. Auch das Baugewerbe hat in den Corona-Jahren 2020 und 2021 einen positiven Wachstumsbeitrag geleistet. Aber auch hier konnte aufgrund fehlender Kapazitäten und Rohstoffe die starke Nachfrage nicht vollumfänglich bedient werden, was zu deutlichen Preisanstiegen und geringeren Volumenzuwächsen führte. Die Ausrüstungsinvestitionen wurden im dritten Quartal 2021 deutlich zurückgefahren. Bestehende Konjunkturrisiken und durch Lieferengpässe entstehende Überkapazitäten trüben anstehende Investitionsentscheidungen.

Die deutsche Industrie steht nach wie vor unter großen Druck, denn bereits seit 2018 kann der Industriestandort Deutschland dem Tempo der weltweiten Industrieproduktion nicht mehr folgen. Einen großen Einfluss hierbei hat die Automobilindustrie. Für eine Erholung der deutschen Industrie ist nicht nur die Erholung der Weltwirtschaft von Bedeutung, sondern auch eine steigende Investitionsbereitschaft am Standort Deutschland, wobei es darum geht, globale Wachstumsimpulse für diesen zu nutzen.

3. Geschäftsverlauf und Lage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag unsere gesamte Vertriebsleistung 5,3% über dem Vorjahr. Durch die anhaltende Corona-Pandemie lag das Ergebnis jedoch 3,8% unter Plan. Es fanden auch in diesem Jahr keine Fachmessen statt und Kundenbesuche waren nur eingeschränkt möglich.

a) Ertragslage

Umsatz

Der Gesamtumsatz der von Oertzen GmbH lag im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,3% über dem Vorjahr.

Im Inland lag der Umsatz um 32,5% über und im Ausland um -16,1% unter dem Vorjahr.

Rohertrag

Der signifikante Anstieg der Einkaufspreise in nahezu allen Bereichen konnte nicht vollständig über Preiserhöhungen kompensiert werden und beeinflusst den Rohertrag negativ.

Ergebnis vor Steuern

Trotz einiger baulichen Maßnahmen konnten u. a. aufgrund gesunkener Kosten für EDV, Werbung und Kommunikation die betrieblichen Aufwendungen insgesamt um -2,1% reduziert werden.

Durch eine leicht erhöhte Beschäftigungszahl ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 6,1% gestiegen.

Das Ergebnis vor Steuern liegt um 0,1% unter dem Vorjahr. In Bezug auf das Ergebnis vor Steuern ergibt sich eine Umsatzrentabilität von 7,6% (Vorjahr 8,0%).

b) Vermögens- und Finanzlage

Analyse der Bilanzstruktur

Per 31.12.2021 erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.259 auf TEUR 7.357 (Vorjahr TEUR 6.098).

Die Vermögensstruktur der von Oertzen GmbH stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Anlagevermögen 297 443
Vorräte 4.783 3.684
Kundenforderungen 1.832 1.162
Forderungen gegen verb. Unternehmen 16 31
Flüssige Mittel 340 709
Sonstige Aktiva 89 69
Bilanzsumme 7.357 6.098

Die Verringerung des Anlagevermögens ist insbesondere auf eine weitere Reduktion eines Firmenwertes zurückzuführen. Der Anstieg in den Vorräten ist auf zwei Ursachen zurückzuführen: Zum einen in der Erstbevorratung für die neuen Produktlinien Weed concept. Zum anderen zwingt die Vervielfachung der Lieferzeiten für Pumpen und Motoren eine erhöhte Bevorratung, um die eigene Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Die Kapitalstruktur der von Oertzen GmbH weist folgendes Bild auf:

in TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Eigenkapital 4.168 4.165
Rückstellungen 243 244
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 361 0
Lieferantenschulden 460 608
Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen 2.054 1.001
Sonstige Passiva 71 80
Bilanzsumme 7.357 6.098

Im August des Geschäftsjahres wurde TEUR 544 Dividende an die Hako GmbH ausgeschüttet. Saldiert um den Jahresüberschuss von TEUR 547 erhöhte sich das Eigenkapital der von Oertzen GmbH gegenüber dem Vorjahreswert um TEUR 3. Die Eigenkapitalquote sank von 68,3% auf 56,7 %.

Die Liquidität war in 2021 jederzeit sichergestellt. Zum 31. Dezember 2021 betrug die Nettoliquiditätsunterdeckung (= Liquide Mittel abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) TEUR 21 nach einem Nettoliquiditätsüberhang in Höhe von TEUR 709 im Vorjahr.

Der Anstieg der Vorräte und der Kundenforderungen um TEUR 1.099 bzw. um TEUR 670 musste bei gleichzeitigem Rückgang der Lieferantenschulden um TEUR 148 durch zusätzliche kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 361 bzw. TEUR 1.001 finanziert werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegen die Schwerpunkte auf der Umsatzentwicklung und dem Ergebnis vor Steuern.

5. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird von der Geschäftsführung als stabil und gut eingeschätzt.

Der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt, das Ergebnis konnte trotz deutlich gestiegener Materialkosten stabil gehalten werden.

Die Finanzbuchhaltung ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Working Capital liegt deutlich über dem Vorjahresniveau. Treiber ist die Situation am Beschaffungsmarkt, welche zu einer erhöhten Vorratshaltung zwingt. Daneben konnte der Kunde Weed concept den geplanten Absatz seiner Maschinen, coronabedingt, nicht erreichen - der Abbau der Erstbevorratung liegt folglich hinter Plan.

III. Zweigniederlassungen

Die von Oertzen GmbH verfügt neben dem Hauptsitz in Ammersbek bei Hamburg über neun weitere Niederlassungen in Deutschland:

 

Hannover

 

Bielefeld

 

Berlin

 

Dresden

 

Gera

 

Allershausen bei München

 

Meißenheim bei Freiburg

 

Wiesbaden

 

Solingen

Insgesamt beschäftigt die Gesellschaft 17 Mitarbeiter (Vorjahr 18 Mitarbeiter) in den Niederlassungen.

IV.Chancen- und Risikobericht

Der Fortgang der Corona-Pandemie hat zu Risiken im Absatz unserer Produkte im In- und Ausland geführt.

Auch war die Beschaffung bei einigen Lieferanten durch extrem lange Lieferzeiten geprägt.

1. Absatzrisiken und -chancen

In Deutschland vertreibt die von Oertzen GmbH ihre Produkte überwiegend über eigene Vertriebsniederlassungen oder über einen kleinen Kreis von Spezialhändlern. So kann die von Oertzen GmbH schnell und zeitnah auf eventuelle Marktveränderungen reagieren.

Im Ausland werden die Produkte über exklusive oder teilexklusive Spezialhändler für Reinigungstechnik oder Feuerlöschtechnik vertrieben. Der Vertrieb soll nun stark über die Hako Niederlassungen und Hako Händler ausgebaut werden.

Hier ergibt sich naturgemäß eine gewisse Abhängigkeit von der internationalen Konjunktur sowie der Entwicklung in den lokalen Märkten.

2. Beschaffungsrisiken

Die von Oertzen GmbH bezieht ihre Waren bei einer großen Anzahl von Lieferanten und Dienstleistern. Hierbei handelt es sich überwiegend um sehr lange und vertrauensvolle Lieferantenbeziehungen.

Insbesondere für Bauteile wie Pumpen und Motoren hat sich die Lieferzeit in 2021 dramatisch verschlechtert. Hier wurde eine erhöhte Vorratshaltung unabdingbar.

3. Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können durch den Forderungsausfall eines Großkunden entstehen. Durch die Optimierung des betrieblichen Cashflows, der stetigen Reduzierung der Nettoverschuldung sowie der Verfügbarkeit ausreichender Kreditlinien, sowie einen Finanzierungsrahmen vom Gesellschafter Hako GmbH über TEUR 2.000, werden solche Risiken begrenzt und die Zahlungsfähigkeit der von Oertzen GmbH sichergestellt.

V. Prognosebericht

Die anhaltenden Lieferengpässe und die vierte Corona-Welle bremsen die Wirtschaft zurzeit spürbar aus.

Die Konjunktur dürfte somit erst im Sommer 2022 in Fahrt kommen.

Laut Prognosen wird die Weltwirtschaft um 4,4% wachsen.

Außerdem wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft um 3,7% wächst.

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2022 mit einer deutlichen Steigerung des Umsatzvolumens und des Ergebnisses vor Steuern.

Das Umsatzwachstum soll im Auslandsgeschäft aber auch vorwiegend im Inland in Zusammenarbeit mit unserem neuen Private Label Kunden "Weed concept" realisiert werden.

Auch soll der gemeinsame Vertrieb mit der Hako-Gruppe weiter ausgebaut werden.

Der gute Markenname OERTZEN bei den Anwendern von industriellen und qualitativ hochwertigen Wasserstrahlsystemen im In- und Ausland sowie der hervorragende Service werden dazu beitragen, dass die von Oertzen GmbH in 2022 die gesteckten Ziele erreichen wird.

 

Ammersbek, den 28. Januar 2022

von Oertzen GmbH

Patrick Graef, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung

Unsere alleinige Gesellschafterin, die Hako GmbH, Bad Oldesloe, hat in der Gesellschafterversammlung vom 02. Mai 2022 den Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, aus dem Jahresüberschuss von € 547.137,94 und dem Gewinnvortrag in Höhe von € 2.406.766,28 - zusammen € 2.953.904,22 - einen Teilbetrag von € 500.000,00 an die alleinige Gesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Betrag von € 2.453.904,22 auf neue Rechnung vorzutragen.

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die von Oertzen GmbH, Ammersbek

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der von Oertzen GmbH, Ammersbek - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der von Oertzen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts im Abschnitt V. Prognosebericht, letzter Absatz zur Zielerreichung im Geschäftsjahr 2022.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübeck, 4. März 2022

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lüthje, Wirtschaftsprüfer

Dr. Wißmann, Wirtschaftsprüfer

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