BALLUFF Beteiligungs- GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Paul Nonnenmann seit 20.4.2020 | Geschäftsführer |
Katrin Stegmaier-Hermle seit 24.11.2009 | Geschäftsführer |
Florian Michael Hermle seit 24.11.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Balluff Beelitzguss Gust Neubauer & Co KG | 95.95% |
Balluff Beelitzguss Gust & Co KG | 0.01% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BALLUFF GmbHNeuhausen auf den FildernJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER BALLUFF GMBH, NEUHAUSEN A.D.F.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft startete ins Jahr 2023 mit einer leicht positiven Dynamik. Der milde Winter und die hohen Gasspeicherstände trugen zu einer ausreichenden Gasverfügbarkeit bei. In der Folge gingen die Energiepreise wieder spürbar zurück. Die Industrieproduktion belebte sich infolge der weiteren Normalisierung der Lieferketten- und Materialengpässen ebenfalls deutlich. Die Auftragseingänge erholten sich und die Stimmung in der Wirtschaft verbesserte sich. Der private Konsum war aufgrund der anhaltenden Unsicherheit bei Verbraucherinnen und Verbrauchern weiterhin schwach. Die positive Entwicklung setzte sich im Jahresverlauf leider nicht fort. Ab der Jahresmitte ging die Nachfrage aus dem Ausland zurück, die weltweite Industrieproduktion nahm im Jahresverlauf nur noch leicht zu und auch der Welthandel expandierte nur noch leicht. Der private Konsum stagnierte auf niedrigem Niveau, die Verbraucherstimmung trübte sich weiter ein. Die verhaltende Konjunktur spiegelte sich auch in der Entwicklung des Arbeitsmarktes wider. So fiel die Erholung zu Jahresbeginn schwächer als in den Vorjahren aus, im Jahresverlauf stieg dann die Arbeitslosigkeit leicht an. Aufgrund der Nachfrageschwäche aus dem Ausland, der verhaltenen Binnenkonjunktur und den insgesamt schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelang es der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2023 nach dem leichten Zuwachs von 1,8 % in 2022 nicht, das Wachstum fortzusetzen, über das Jahr 2023 hinweg schrumpfte die gesamtwirtschaftliche Leistung um -0,3 %. Die Entwicklung der Volkswirtschaften war unterschiedlich: Im Euroraum zeigten sich nach einem verhalten positiven Start zu Jahresbeginn ab der Jahresmitte die Folgen der Konjunkturschwäche. Im Jahresdurchschnitt stieg das reale BIP gegenüber 2022 nur leicht an, maßgeblich getragen von Aufholeffekten nach der Pandemie. Die konjunkturelle Schwäche war breit über die Sektoren verteilt, wenngleich das Verarbeitende Gewerbe weiterhin am stärksten betroffen war. Neben der schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland treibt die Unternehmen die Sorge vor einer sinkenden Wettbewerbsfähigkeit um. Dennoch gibt es beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern. So konnten Italien, Spanien, Portugal und Zypern zum Jahresende kräftige Zuwächse realisieren, eine leicht positive Entwicklung gelang in Frankreich, Belgien, der Slowakei, den Niederlanden und in Österreich. Angespannt blieb die Lage in den baltischen Ländern. Das BIP im Euroraum und für die EU lag bei +0,5 % (im Vorjahr noch bei +3,6 % bzw. bei +3,5 %). Die europäischen Staaten versuchten mit unterschiedlichen Maßnahmen die Volkswirtschaften zu stützen und die Folgen des Krieges und der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung abzumildern. Die US-Wirtschaft wuchs im Jahr 2023 um 2,5 % nach 1,9 % in 2022 und damit stärker als erwartet. Maßgeblich hierfür war einerseits die Binnenkonjunktur; die steigenden Realeinkommen und ein robuster Arbeitsmarkt stützten die Kauflaune der privaten Haushalte. Einen merklichen Beitrag zum BIP-Wachstum leistete darüber hinaus erneut die öffentliche Nachfrage. So legten die gewerblichen Bauinvestitionen, die bereits in den letzten beiden Jahren steuerlich gefördert worden waren, nochmals deutlich zu. Auch die Ausrüstungs- und Wohnungsbauinvestitionen nahmen trotz ungünstiger Finanzierungsbedingungen zu. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft stieg auf rund 26,9 Billionen US-Dollar. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 3,7 %. Viele Unternehmen klagen weiterhin über einen Mangel an Bewerbern. Die Inflationsrate ging spürbar zurück (2023 bei 3,4 % nach 6,5 % in 2022). Daher ließ die US-Notenbank den Leitzins seit der Jahresmitte 2023 unverändert. Die chinesische Wirtschaft erlebte in 2023 mit einem Wachstum von 5,2 % eine Erholung im Vergleich zu 3 % in 2022. Nachdem zum Jahresbeginn 2023 sämtliche Coronabeschränkungen aufgehoben wurden, erholte sich die chinesische Wirtschaft vorübergehend. Die nach wie vor ungelöste Krise auf dem Immobilienmarkt und die damit einhergehende Zurückhaltung der privaten Verbraucherinnen und Verbraucher belasten die Wirtschaft. Auch für China ist die verhaltene Weltwirtschaft ein Problem. Die schwache Nachfrage aus dem Ausland sowie die deutlich reduzierten Auslandsinvestitionen in China dämpfen die wirtschaftliche Entwicklung. Weiterhin für hohe Unsicherheit in der Welt sorgt die Regierung mit ihrer Haltung zu Taiwan. Viele global agierende Unternehmen prüfen, wie sie sich angesichts dieses Umstandes global aufstellen. Dies führt dazu, dass nach wie vor viele Investitionen in und für China kritisch geprüft werden. Die Auswirkungen sind für die chinesische Führung und die chinesische Wirtschaft deutlich spürbar. Die Entwicklung in den Schwellenländern verlief unterschiedlich: Das Wachstum des indischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird sich im Finanzjahr 2023/2024 (1. April bis 31. März) laut Prognosen der Weltbank auf 6,3 % leicht abkühlen (Vorjahr 7,2 %), die schlechtere Weltkonjunktur dämpft auch hier das Wachstum. Investitionstreiber sind staatliche Ausgaben, insbesondere in den Ausbau der Infrastruktur. Davon profitieren beispielsweise der Bausektor, aber auch die Stahl- und Zementindustrie. Indien profitiert von den Überlegungen vieler Länder über eine weitere Diversifizierung des Außenhandels. Brasilien überraschte das vierte Mal in Folge positiv. Entscheidend dazu beigetragen haben die Wirtschaftsreformen der Vorgängerregierungen (Arbeitsmarkt, Rente, Unabhängigkeit der Zentralbank und Privatisierungen für den Infrastrukturausbau). Im 1. Halbjahr 2023 profitierte die Wirtschaft von einer Rekordernte. Auch die hohen Einnahmen aus dem Export von Erdöl und Eisenerz kurbelten das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) an. Für das Gesamtjahr 2023 wurde ein Anstieg des BIP um real 2,9 % erwartet. Die russische Wirtschaft legte in 2023 um geschätzte 3,6 % zu. Grund hierfür ist die stark ausgeweitete Nachfrage nach Rüstungsgütern für Nachschub im Angriffskrieg gegen die Ukraine. Westliche Sanktionen werden durch Lieferungen aus China und anderen Nachbarländern umgangen. Viele Firmen haben ihr weiteres Engagement im russischen Markt geprüft. Ein Jahr nach der russischen Invasion in der Ukraine löst sich die Verflechtung der deutschen und der russischen Volkswirtschaft zunehmend auf 2. Markt- und Ergebnisentwicklung für die Balluff GmbH Die Balluff GmbH steht weltweit für innovative Technik, Qualität und maximale Kundenorientierung. Als führender Anbieter für die industrielle Automation bietet das Familienunternehmen ein umfassendes Portfolio an hochwertigen Automatisierungslösungen. Die Balluff GmbH fungiert als Strategieträger für den gesamten Balluff-Konzern und fokussiert sich neben der Headquarter Funktion auf Entwicklungs- und Innovationsthemen. Überdies kauft sie die in der Gruppe produzierten Produkte ein, um sie dann weltweit an die Vertriebsgesellschaften und Kunden zu vertreiben. Mit dem Netzwerk aus 35 aktiven Tochtergesellschaften mit Vertrieb, Produktion und Entwicklung sowie Vertretungen sind wir in 68 Ländern weltweit aufgestellt. Dies garantiert den Kunden eine schnelle weltweite Verfügbarkeit der Produkte und eine hohe Beratungs- und Servicequalität direkt vor Ort. Für 2023 wurde aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung im vorangegangenen Jahr mit einem Wachstum von 12 % im Vergleich zum Rekordjahr geplant. Tatsächlich entwickelte sich die Auftragslage im Laufe des Jahres schlechter als erwartet. Die Verbesserung der Materialversorgung und die Entspannung in den Lieferketten sorgten dafür, dass mit Jahresbeginn große Teile des aufgelaufenen Auftragsbestandes sukzessive abgebaut und die Kunden beliefert werden konnten. Dies führte zu Umsatzrekorden in den ersten drei Monaten des Jahres und sorgte im Jahresverlauf für rege Geschäfts- und Projektaktivitäten. Der parallel stattfindende Transformationsprozess in der Automobil- und Zulieferindustrie setzte sich mit unveränderter Dynamik fort und führte zu hohen Investitionen der Automobil- und Zulieferfirmen in die E-Mobilität. Allerdings gingen die Auftragseingänge im Jahresverlauf zurück, was im 2. Halbjahr zu einem deutlichen Absinken der Umsatzerlöse unter das jeweilige Niveau der Vergleichszeiträume im Vorjahr geführt hat. Trotzdem wurde der Vorjahresumsatz um 4 % übertroffen und die Balluff GmbH erreichte in 2023 mit 443 Mio. € erneut einen Rekord-Umsatz (Vj. € 426 Mio.). Die Umsatzsteigerung war vor allem auf das Ausland (+6,4 %) zurückzuführen, wogegen im Inland ein leichter Umsatzrückgang (-2,4 %) zu verzeichnen war. Der Anteil der Auslandsumsätze ist dadurch um einen Prozentpunkt auf rund 73 % gestiegen. Ende Dezember lag die Gesamtleistung für 2023 mit € 443,3 Mio. 3,9 % über dem Vorjahr, was bei einer im Vergleich zum Vorjahr fast unveränderten Materialeinsatzquote von rd. 52,6 % (Vj. 53,0 %) zu einer Rohergebnissteigerung um € 10 Mio. auf € 210 Mio. führte. Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr um € 11 Mio. (+11,7 %) gestiegen. Der durchschnittliche Personalbestand ist dagegen nur um 9,2 % (= 88 Mitarbeiter) gestiegen. Dagegen hat sich der Einsatz von Leiharbeitern, der im Vorjahr um EUR +2,7 Mio. gestiegen war, wieder um € 1,2 Mio. reduziert. Die Aufwendungen für Altersversorgung haben sich im Vergleich zum Vorjahr um € 1,4 Mio. reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2023 stark gestiegen. Betriebskosten, Verwaltungs- und Vertriebsaufwand haben sich vor allem aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens und aufgrund von Kostensteigerungen erhöht. Das Finanzergebnis ist vor allem aufgrund der Ausschüttung aus der Vertriebsgesellschaft in der Schweiz, mit € 0,8 Mio. (Vj. € -0,8 Mio.) wieder leicht positiv. Letztendlich reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern deutlich und beträgt € +12,6 Mio. (Vj. € 26,1 Mio.). Nach Berücksichtigung der Steuern ergibt sich Jahresüberschuss von € 8,3 Mio. (Vorjahresgewinn: € 18,7 Mio.). Die Eigenkapitalrendite sank auf 6,1 % (Vj. 15,4 %) und die Gesamtkapitalrentabilität auf 4,9 % (Vj. 12,5 %). Die im letztjährigen Lagebericht geäußerten Erwartungen für 2023, in denen wir von einem Umsatzwachstum von 12 % und einem zweistelligen Millionenergebnis vor Steuern unter Vorjahresniveau ausgegangen waren, wurden zwar mit einer Umsatzsteigerung von 4 % nicht ganz erfüllt, was sich in der Folge auch auf das Ergebnis ausgewirkt hat. Dennoch wurde die Prognose zumindest ergebnisseitig - wenngleich auf einem etwas niedrigeren Niveau als erhofft - erreicht. Die Bilanzsumme stieg leicht auf € 302 Mio. (VJ: € 292 Mio.). Das Anlagevermögen stieg trotz Abschreibungen in Höhe von € 5,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr um € 39 Mio. auf € 178,5 Mio. an und repräsentiert 59 % der Bilanzsumme. Ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme und des Anlagevermögens sind vor allem die Fremdmittelaufnahme und deren konzerninternen Weiterreichung zur Finanzierung der Investitionen im Ausland sowie die eigenen Bautätigkeiten am Standort. So erhöhten sich allein die Gebäude im Bau um rd. € 25 Mio. und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen stiegen um € 13 Mio. Die Vorratsbestände stiegen aufgrund des Lageraufbaus zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit um € 4,7 Mio. auf € 33 Mio. (= 11 % der Bilanzsumme). Die Forderungen gegenüber Unternehmen in der Balluff Gruppe sanken um 36% auf € 45 Mio. (= 15 % der Bilanzsumme). Die liquiden Mittel reduzierten sich stichtagsbezogen von € 33 Mio. auf € 24 Mio. und machen 8 % der Bilanzsumme aus. Auf der Passiva erhöhten sich die Rückstellungen um € 3 Mio. auf € 51 Mio. und betragen 17 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten blieben trotz Nettokreditaufnahme in Höhe von € 8 Mio. mit € 108 Mio. auf Vorjahresniveau und betragen rund 36 % der Bilanzsumme. Das Eigenkapital stieg unter Berücksichtigung der Ausschüttung (€ 2,4 Mio.) und des Jahresüberschusses (€ 8,3 Mio.) auf € 142 Mio. Die Eigenkapitalquote blieb ebenfalls nahezu unverändert bei rund 47 %. Im Berichtsjahr wurden neue Darlehen in Höhe von € 13 Mio. aufgenommen und die aus dem Vorjahr bestehenden Darlehen in Höhe von € 4,6 Mio. planmäßig zurückgeführt. Die eingeräumten Darlehen dienen der Finanzierung der Investitionen der Balluff-Gruppe in Produktions- und Gebäudeerweiterungen im In- und Ausland. Hierzu wurden 2023 weitere € 13 Mio. konzernintern weitergeleitet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (€ 71 Mio.) betragen 23 % der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände decken die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Insgesamt gesehen befindet sich die Gesellschaft auch im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen. 3. Produktinnovationen und Prozessverbesserungen Balluff setzt seinen Fokus weiterhin auf eine schlagkräftige Forschungs- und Entwicklungsmannschaft um die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten und noch auszubauen. Dank der intensiven Entwicklungstätigkeiten verfügt die Balluff Gruppe über ein breites Produktportfolio, mit dem nicht nur die Kundenanforderungen aus sehr unterschiedlichen Branchen bedient werden können, sondern auch die konjunkturellen Schwankungen der einzelnen Zielmärkte besser abgefedert werden können. Im Jahr 2023 hat das Familienunternehmen Balluff erneut in schwierigen Zeiten den Innovationsgeist bewiesen, der die gesamte Unternehmensgeschichte geprägt hat. Den Beeinträchtigungen durch die Bauteileknappheit, die sich unterschiedlich stark auf das Balluff Portfolio auswirkte, begegnete das Unternehmen durch zahlreiche Re-Design-Projekte, die in ungewöhnlich kurzer Zeit umgesetzt wurden. Es kamen nicht nur Erweiterungen des Portfolios hinzu, auch die nach der Lean Start Up Methode arbeitenden fünf strategische Inkubationsprogramme setzten die Arbeit unter den schwierigen Bedingungen fort. Die Programme arbeiten wie interne Startups: Agil und in iterativen Entwicklungsschritten mit dem direkten Einbezug des Kundenfeedbacks. Und auch die eigenen Teams für das Digitalisierungs- und IIoT Kundenprojektgeschäft konnten weitere Erfolge aufweisen, um die Kunden auf dem Weg zu einer smarten Fabrik zu begleiten. Eng ausgerichtet am individuellen Reifegrad erarbeitet Balluff maßgeschneiderte Digitalisierungs- und IIoT Lösungen, vom Konzept bis hin zur Implementierung. Bei allen Entwicklungen hat Balluff den Kunden stets im Blick. Um beispielsweise im Bereich der Kameratechnik noch besser kundenindividuelle Lösungen zu entwickeln, baut das Unternehmen mit seinem neuen Geschäftsbereich Custom Design & Engineering (CDE) sein Angebotsspektrum im Bereich industrieller Bildverarbeitung, Kameratechnik und Sensorik weiter aus. Damit bietet Balluff seinen Kunden Entwicklungspartnerschaften und eine Projektbegleitung über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Das Portfolio von Balluff an Komponenten, Lösungen und Software für das Industrial Internet of Things wächst konstant - gängige Standards, offene Schnittstellen sowie den Mehrwert für den Kunden immer im Blick. Für die Fabrik der Zukunft bietet Balluff seinen Kunden eine Vielzahl innovativer und intelligenter Lösungen. Anwender profitieren dabei nicht nur von mehr Flexibilität, sondern auch von schnellen und effizienten Prozessen. Bei verschiedenen Messeauftritten - beispielsweise auf der SPS (Smart Production Solutions), Anuga Foodtech oder der Battery Show - konnte Balluff seine starke Position in Wachstumsmärkten unter Beweis stellen. So arbeitet Balluff im Batteriebereich eng sowohl mit führenden Maschinenbauern als auch mit Batterieproduzenten zusammen, um eine größtmögliche Effizienz der (europäischen) Produzenten sicherzustellen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren. Im Folgenden stellen wir eine Auswahl an Produktinnovationen, die wir im Berichtsjahr auf den Markt gebracht haben, dar: RadarImager Eine der Top-Produkteinführungen aus dem Jahr 2023 war der RadarImager. Mit moderner Radartechnologie durchleuchtet Balluff damit Verpackungen auf Vollständigkeit und Unversehrtheit und identifiziert Fremdkörper. Hierfür sendet der RadarImager elektromagnetische Wellen aus. Diese werden reflektiert bzw. absorbiert und mit einer Software in Bilder übersetzt. Das industrielle 3D-Bildgebungssystem wurde im November mit großem Erfolg auf der SPS vorgestellt. Die neue Lösung zur Objekterkennung ist in der Lage, alle Arten "versteckter Objekte" zu scannen - und so Anomalien sichtbar zu machen. Kunden profitieren von mehr Durchblick bei der Qualitätssicherung und -kontrolle. BFD Ein weiteres Neuprodukt ist der Ultraschall-Positionssensor BFD, mit dem Balluff eine innovative Lösung zur Kontrolle hydraulischer Spannelemente entwickelt hat. Es ist das erste Produkt dieser Art auf dem Markt und seit August 2023 erhältlich. Vorbild für die Technologie: das Echo-Ortungssystem von Delfinen. Ultraschall-Sensoren ermitteln Abstände, indem sie die Zeit einer Ultraschallwelle zwischen Senden und Empfangen messen. Balluffs BFD-Sensor gibt Ultraschallwellen in die Hydraulikflüssigkeit von Kurzhub-Spannelementen wie Schwenkspannern oder Blockzylindern. Der BFD-Sensor ergänzt das umfangreiche Balluff-Portfolio der Positionsmessung und schließt mit Blick auf Kurzhubzylinder zugleich eine wichtige Lücke. Vor allem Hersteller der entsprechenden Komponenten profitieren davon - aber ebenso Maschinenhersteller und Fertigungsunternehmen, die eine Komplettlösung zur Positionskontrolle benötigen. ADP Ein Produkthighlight aus dem vergangenen Jahr war ebenfalls der Asset Data Provider (ADP) - mit dem Balluff die IIoT-Projekte seiner Kunden weiter vorantreibt: Die integrative Software-as-a-Service-Lösung ermöglicht die Erfassung, Vorverarbeitung und Bereitstellung von Daten auf der Ebene der operativen Technologie (OT). Für Balluff bedeutet der Schritt die nächste Evolution innerhalb der industriellen Revolution, denn mit dem Asset Data Provider können nun große Datenmengen herstellerübergreifend auf Edge Computing Ebene selektiert, in den richtigen Kontext gebracht und für die IT-Ebene bereitgestellt werden. Kunden können damit die Lücke zwischen OT und IT schließen. Erfolg hatte der Asset Data Provider auch bei der Leserjury der Computer & Automation: Bei der Wahl der Produkte des Jahres 2024 in der Kategorie "Software & IT" wurde ADP von Balluff im März auf den zweiten Platz gewählt. BNI-I/O-Modul Mit smarter Netzwerktechnik verfolgte Balluff auch 2023 das Ziel, die klassische Automatisierungstechnik (OT) und Informationstechnologie (IT) intelligent miteinander zu verbinden. Die Entwicklung des Kommunikationsstandard IO-Link für eine feldbusunabhängige Punkt-zu-Punkt Verbindung zwischen intelligentem Sensor und Automatisierungssystem hat das Unternehmen von Anfang an vorangetrieben. Die neuen BNI-I/O-Module BNI von Balluff überzeugen unter anderem mit einem völlig neuen nachhaltigeren Gehäusekonzept mit recycelbaren und umweltfreundlicheren Materialien. Zudem bieten sie einen idealen Einstieg in die IO-Link-Technologie - und dank Multiprotokoll-Funktionalität und IIoT-Schnittstelle mit MQTT-Protokoll eine unkomplizierte Integration. Der große Vorteil liegt in der noch einfacheren Handhabung. Die Idee: Weniger ist mehr. IO-Link Wireless Über gleich zwei Erfolge konnte sich die kabellose IO-Link-Variante IO-Link Wireless im vergangenen Jahr freuen. Bei der Wahl der Produkte des Jahres 2023 in der Kategorie "Kommunikation & Vernetzung" wurden der IO-Link Wireless Master, Bridge und Hub von Balluff von der Leserjury der Computer & Automation auf den ersten Platz gewählt. Im November wurde die Funkkommunikation zudem nach IEC zertifiziert. Mit der internationalen Standardisierung folgt die kabellose IO-Link Wireless Technologie auf IO-Link und dessen Erweiterung IO-Link Safety. Der Kommunikationsstandard ermöglicht eine feldbusunabhängige Punkt-zu-Punkt-Verbindung sowie eine nahtlose Kommunikation zwischen intelligentem Sensor und Automatisierungssystem - und ist somit ein wesentlicher Baustein für die Fabrik der Zukunft. BES Entry - das Standard-Portfolio für induktive Sensoren Induktive Sensoren sowie die berührungslose Positionserfassung metallischer Objekte, Verschleißfreiheit und Zuverlässigkeit spielen in der Automation eine entscheidende Rolle. Um genau dies seinen Kunden in Maschinenbau, Elektronikfertigung, Intralogistik, Montage- und Handhabungstechnik und Holz- und Textilverarbeitung zu garantieren, bietet Balluff ein neues, optimiertes Portfolio induktiver Sensoren BES - und beweist damit erneut seine Wettbewerbsfähigkeit: So sind die robusten, präzisen Sensoren ausgelegt für die Standard-Fabrikumgebung und bieten hier ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Zum Einsatz kommen sie idealerweise in Applikationen, die technisch zwar nicht außergewöhnlich sind, dafür aber höhere preisliche und das Volumen betreffende Anforderungen an die Sensoren stellen. Beispiele sind das Material Handling, die Batteriezellenmontage oder die (Intra-)Logistik. Matrix Vision wird zu Balluff MV Seit 2017 ergänzt die Matrix Vision GmbH die Balluff Gruppe auf dem Gebiet der kamerabasierten Sensorik (Machine Vision). Seit 16. Oktober 2023 ist das 1986 gegründete Unternehmen nun Teil der Balluff Marke, die Matrix Vision GmbH wurde dabei zur Balluff MV GmbH umfirmiert. Damit vereinen Matrix Vision und Balluff ihre Kompetenzen im Bereich der Bildverarbeitung - und bauen das Leistungsportfolio der Vision-Produkte und Leistungen auch international weiter aus. 4. Entwicklung der Balluff Gruppe Balluff arbeitet in einer divisionalen Struktur mit fünf Bereichen. Damit wird die Wachstumsstrategie und die Optimierung und der Ausbau des internationalen Vertriebsnetzes konsequent unterstützt. Weiter gestärkt wurde die länder- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Die starke Einbindung der Regionen hat sich bewährt und die höhere regionale Verantwortung trägt zur nachhaltigen Geschäftsentwicklung bei. Nach wie vor unterstützen wir gruppenweit die mobile und virtuelle Zusammenarbeit der Balluff-Mannschaft. Stand in Pandemiezeiten die Gesundheit und die Vermeidung von Ansteckungsrisiken im Vordergrund, geht es nach der Pandemie um die gezielte Förderung der länder-, standort- und bereichsübergreifenden Zusammenarbeit. Die Teams in der Balluff-Gruppe werden immer internationaler, so dass allein aufgrund dieses Umstandes die virtuelle Zusammenarbeit weiter zunimmt. Die Anforderungen an die Führungskräfte sind dadurch allerdings weiter gestiegen. Die Teams und Führungskräfte werden unterstützt, die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit bestmöglich auf die betrieblichen Abläufe und die Anforderungen der Teams abzustimmen. Die Mitarbeitenden schätzen die Flexibilität und das entgegengebrachte Vertrauen und empfinden die Regelungen als wertschätzend. Die mittlerweile etablierte Mitarbeiterinformation für die Balluff GmbH findet großen Anklang und wird nach wie vor sehr gut angenommen. Viele Mitarbeiter fühlen sich durch das regelmäßig stattfindende virtuelle "Tagesschau-Format" besser und direkter informiert. Auch Bereichsinformationen werden in ähnlichen Formaten umgesetzt. Damit können wir in Zeiten großer Unsicherheit der Balluff-Mannschaft Orientierung geben. Da sich die Materialverfügbarkeit im Jahresverlauf deutlich verbesserte, konnten die mehr als 80 Mitarbeitenden der im ersten Quartal 2021 etablierten Taskforce ihre Arbeit in diesem Format beenden. Die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen aus dieser sehr intensiven und auch belastenden Zeit konnten in Verbesserungen in die normalisierten betrieblichen Abläufe übernommen werden. Auch die produzierenden Werke in Ungarn und China trugen in 2023 durch eine weiterhin sehr hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft zur Abarbeitung des hohen Auftragsbestandes bei. Im Jahresverlauf unterstützten die Kollegen aus Ungarn mit großem Engagement das Training und die Qualifizierung der neuen Balluff-Kollegen im mexikanischen Werk in Aguascalientes. Die mexikanischen Kollegen waren über mehrere Wochen zum Training in Ungarn. In der Aufbau- und Anlaufphase waren deutsche und ungarische Kollegen in Mexiko zur Unterstützung. Es gelang in einer sehr starken Teamleistung vom Spatenstich zum Jahresbeginn 2023 bis zur Eröffnungsfeier im Oktober alle Termine und Meilensteine einzuhalten. Die ersten Produkte konnten wie geplant gefertigt werden. Mit der jetzigen Aufstellung mit Produktionswerken in den drei Regionen Europa, Asien und Amerika sehen wir uns sehr gut für das geplante Wachstum der nächsten Jahre gerüstet. Auch im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit haben wir einen guten Schritt nach vorne gemacht. Die regionale Aufstellung optimiert die logistischen Abläufe, reduziert Kosten und trägt erheblich zur nachhaltigen und ressourcenschonenden Kundenversorgung bei. Die Fähigkeiten und das Engagement der Kollegen sorgten dafür, dass Balluff im ganzen Jahr für viele Produkte lieferfähig war. Damit leisteten die Tochtergesellschaften einen wichtigen Beitrag zum Rekordumsatz in 2023. Nie wurde in der Balluff-Gruppe mehr produziert und ausgeliefert als in 2023. 5. Investitionstätigkeit Im Berichtsjahr wurde der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes in Neuhausen fortgeführt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für die Baubranche lief das Projekt über lange Strecken reibungslos. Im Jahresverlauf führten die massiven Material- und Kapazitätsengpässe zu Verzögerungen und erforderlichen Anpassungen des Investitionsvolumens auf jetzt € 75 Mio. (bisheriges Volumen lag bei € 60 Mio.). In Summe mussten 3 Insolvenzen bei den beteiligten Gewerken bearbeitet werden. Die Fertigstellung des Gebäudes ist jetzt zum dritten Quartal 2024 geplant, der ursprüngliche Plan zum dritten Quartal 2023 war aufgrund der Insolvenzen und den damit einhergehenden Verschiebungen nicht zu halten. Ein weiteres großes Investitionsprojekt ist die energetische Modernisierung des bestehenden Firmengebäudes, deren Bauarbeiten im April 2023 begonnen haben. Bisher zeichnen sich für dieses Projekt keine nennenswerten Budgetabweichungen ab. Balluff profitiert hier tendenziell von den freiwerdenden Kapazitäten in der Baubranche. Mit der Fertigstellung wird erst 2025 gerechnet. Bilanziell sind diese Projekte zum Bilanzstichtag im Anlagenspiegel unter den Gebäuden im Bau in Höhe von rd. € 47 Mio. enthalten. Für die Optimierung der Fertigungs- und Entwicklungssituation unserer Tochtergesellschaft Balluff MV GmbH haben wir in Backnang ein Grundstück erworben, auf dem der neue Campus für unser Matrix Vision-Produktspektrum entstehen wird. Der Baubeginn ist für Ende 2024 geplant. Neben den Investitionen in die Gebäude an unserem Standort in Neuhausen und in der Nähe zu unserer Tochtergesellschaft erfolgten weitere Investitionen ins Finanzanlagevermögen durch Weiterreichung von EUR 13 Mio. an die Gebhard Balluff Holding GmbH, die damit vor allem Erweiterungsinvestitionen bei den produzierenden ausländischen Tochtergesellschaften und Anteilserwerbe finanziert. Damit entfallen vom gesamten Investitionsvolumen in Höhe von € 45 Mio. 60 % auf Gebäude und weitere 29 % auf Ausleihungen, die Gebäudeinvestitionen in den Tochtergesellschaften finanzieren. Bei den Investitionen ins übrige Sachanlagevermögen (4 %) handelt es sich überwiegend um Ersatzinvestitionen. Auf den Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände entfallen 7 % der Zugänge. 6. Finanzierungstätigkeit Im Berichtsjahr bestanden vier Tilgungsdarlehen über ursprünglich € 49,5 Mio., die mit einem Restsaldo von rd. € 38 Mio. passiviert sind. Darüber hinaus existiert ein Konsortialkredit über vereinbarte € 85 Mio., von dem bis Ende 2023 erst rd. € 32 Mio. abgerufen waren. Dieser Konsortialkredit hatte eine ursprüngliche Laufzeit bis April 2025 und wurde inzwischen bis April 2026 verlängert. Die eingeräumten Darlehen dienen der Finanzierung der Investitionen der Balluff-Gruppe in Produktions- und Gebäudeerweiterungen im In- und Ausland. Hierzu wurden die in 2023 abgerufenen Mittel (€ 13 Mio.) vollständig konzernintern weitergeleitet. Von den am Bilanzstichtag bestehenden Darlehen in Höhe von insgesamt € 71 Mio. werden innerhalb eines Jahres € 7 Mio. getilgt. In den folgenden 4 Jahren werden € 52 Mio. zur Rückzahlung fällig. 7. Mitarbeiterentwicklung Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Jahresdurchschnitt um 88 Mitarbeiter und lag stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2023 bei 1.073 (Vj. 1.003). Darüber hinaus waren Ende Dezember 2023 im kaufmännischen und gewerblichen Bereich insgesamt 32 Auszubildende tätig. Ferner befanden sich 27 Studenten der Dualen Hochschule Baden Württemberg bzw. Fachhochschule in Ausbildung bei der Balluff GmbH. 8. Qualitäts- und Umweltmanagement Balluff hat ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem, das nach DIN EN ISO 9001:2015 bzw. DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziert ist. In 2023 fand eine erfolgreiche Rezertifizierung statt. Die neuen Zertifikate sind bis einschließlich Mai 2025 gültig. Aktuell werden alle produzierenden Balluff Unternehmen im Rahmen einer Matrix Zertifizierung qualifiziert. Darin einbezogen sind die Umweltmanagementsysteme der Balluff GmbH, der Balluff Kft in Veszprém/Ungarn sowie der Balluff Sensors in Chengdu/China. 9. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die deutsche Wirtschaft befand sich zum Jahresende 2023 erneut in einer von deutlicher Unsicherheit und wenig Optimismus geprägten Grundstimmung. Es gab nach wie vor viele Risikofaktoren, die eine vorsichtig optimistische Planung sinnvoll erscheinen ließen: Die weitere Entwicklung des Krieges in Europa, der Konflikt im Nahen Osten, die nach wie vor unsichere Entwicklung in den arabischen Ländern, die wirtschaftspolitischen und politischen Positionen der Vereinigten Staaten von Amerika mit Joe Biden und dem beginnenden Präsidentschaftswahlkampf, die nach wie vor zu bearbeitenden Folgen des Brexit, die notwendige strukturelle Erneuerung der EU, die notwendige Konsolidierung der Staatsfinanzen im Zusammenspiel mit den aufgerufenen Hilfsprogrammen zur Pandemiebewältigung und zur Energiekrise, der sich verstärkende Fachkräftemangel und die immer deutlicher werdenden Folgen des Klimawandels. Durch den weiter andauernden Ukraine-Krieg hat sich die Gesamtsituation nicht wesentlich verändert. Zwar ist die Balluff GmbH weder vom Krieg in der Ukraine noch vom Embargo gegen Russland nennenswert unmittelbar betroffen, aber die Auswirkungen der künftigen gesamtkonjunkturellen Entwicklung könnten sich im Zeitverlauf durchaus auf die Umsatz- und Ertragslage der Balluff GmbH auswirken. Um die Risiken der künftigen Entwicklung beherrschbar zu machen, haben wir ein Risikomanagementsystem installiert. Risikofelder, die Balluff betreffen, werden konzernübergreifend beobachtet und kontrolliert. Dabei werden nicht nur die finanziellen Entwicklungen laufend analysiert, sondern auch die Märkte, Geschäftsprozesse, Mitarbeiter und Umwelt regelmäßig beobachtet. Neben den allgemeinen Marktrisiken haben auch die Wechselkursrisiken Einfluss auf die künftige Entwicklung. Diesen begegnen wir durch Devisentermingeschäfte. Zur Absicherung der zu erwartenden Fremdwährungsrückflüsse der Tochtergesellschaften wurden Devisentermingeschäfte in einem Volumen von € 62 Mio. abgeschlossen, die zum Bilanzstichtag per Saldo einen positiven Marktwert in Höhe von rd. € 3,8 Mio. aufweisen. Durch ein straffes Forderungsmanagement und frühzeitige Wertberichtigungen werden die Risiken aus Forderungsausfällen minimiert. Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken, sowie Zahlungsstromschwankungen begegnen wir durch einen soliden Liquiditätsbestand und eine hohe Eigenkapitalausstattung. Das Investitionsvolumen der Jahre 2023 und 2024 aufgrund des Neubaus in Neuhausen und weiterer Investitionsvorhaben im Konzernverbund wird durch den Abruf diverser Kredite finanziert, so dass die zum Bilanzstichtag vorhandene Liquidität weiter zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs zur Verfügung steht. Durch langfristige und ständig aktualisierte Planungen, die nicht nur die Balluff GmbH, sondern auch die Tochtergesellschaften umfassen, versuchen wir, die sich ergebenden Chancen optimal zu nutzen. Simulationen über mögliche Geschäftsentwicklungen unterstützen unsere Entscheidungen. Nach wie vor stehen die Märkte in Osteuropa, Mittel- und Südamerika und in Asien im besonderen Fokus. Die Chancen für das Unternehmen im Rahmen des IIoT weiter zu wachsen sind sehr positiv. Durch die intensive Zusammenarbeit mit den beiden Tochterunternehmen iss innovative software services GmbH und Balluff MV GmbH (vormals Matrix Vision GmbH) haben wir zusätzliche Voraussetzungen geschaffen, um im Bereich der Digitalisierung und im Bereich Industrie 4.0 noch schneller voranzukommen. 10. Forschung und Entwicklung Der Personalaufwand für Entwicklung betrug im Berichtszeitraum rd. 21 % (Vj. 21 %) der gesamten Personalkosten. Die Rolle der Balluff GmbH als Innovations- und Kompetenzzentrum soll weiter ausgebaut und gestärkt werden. Balluff hat als Strategieträger seit Jahren das internationale Entwicklungsnetzwerk immer weiter ausgebaut und konnte so die Engpasssituation in Deutschland durch das Fehlen geeigneter Fachkräfte abfedern. Insgesamt wurden fast € 24 Mio. an Entwicklungskapazität aus dem Balluff Entwicklungsnetzwerk eingekauft, was einem Anstieg in Höhe von € 6 Mio. gegenüber dem Vorjahr darstellt. Allein aus den deutschen Tochtergesellschaften stammen rd. € 15 Mio. der eingekauften Entwicklungsleistungen. Aus Ungarn resultieren rd. € 9 Mio. Der im Vorjahr gegründete Entwicklungsstandort in Budapest entwickelt sich gut. Durch die enge Kooperation mit Hochschulen und Rekrutierungsmaßnahmen verstärken wir unser Entwicklungsnetzwerk weiter. In 2023 wurden 27 Patente angemeldet. Eine Auswahl an Produktinnovationen, die wir im Berichtsjahr auf den Markt gebracht haben, sind unter Gliederungspunkt 3 dargestellt. 11. Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB Entsprechend der Regelungen des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen hat der Beirat der Balluff GmbH im Mai 2022 beschlossen, dass der erreichte Frauenanteil im Aufsichtsrat (0 %) und in der Geschäftsführung (33 %) beibehalten werden soll. Von der Geschäftsführung wurde zeitgleich beschlossen, dass der erreichte Frauenanteil von 20 % auf der ersten Managementebene unterhalb der Geschäftsführung (erweiterte Geschäftsleitung) und von 11 % auf der zweiten Managementebene (leitende Angestellte) nicht unterschritten werden soll. Bei Neueinstellungen sollen unverändert die jeweils fachlich und persönlich am besten geeignete Bewerber/innen berücksichtigt werden. Im Berichtsjahr wurden alle Zielgrößen eingehalten. 12. Zweigniederlassungsbericht Im Laufe des Jahres 2022 wurden die Balluff-Gesellschaften Balluff BVBA, Brüssel/Belgien, und Balluff BV, s'-Hertogenbosch/Niederlande, als selbständige rechtliche Einheiten aufgelöst und seither das Geschäft in den jeweiligen Ländern als Betriebsstätten der Berichtsgesellschaft an gleicher Geschäftsadresse in gleichen Umfang fortgeführt. 13. Nachtragsbericht Nach dem Abschlussstichtag bis zur Aufstellung dieses Lageberichts sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hätten. 14. Ausblick auf 2024 Die deutsche Wirtschaft ist schwach in das Jahr 2024 gestartet und die vorausschauenden Konjunkturindikatoren waren - wegen der nach wie vor angespannten Lage aufgrund des Ukraine-Krieges und der Krise im Nahen Osten - sehr verhalten. Mittlerweile dauert der Krieg in Europa mit dem Angriff Russlands am 24. Februar 2022 auf die Ukraine mehr als zwei Jahre und ein Ende ist nicht in Sicht. Der Krieg und die Zerstörung in der Ukraine, die Versorgung der großen Zahl der Geflüchteten in den europäischen Nachbarländern, die finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine und die "Zeitenwende" für Deutschland und Europa bestimmen nach wie vor die aktuelle Situation. Die Umsetzung der Sanktionen gegen Russland, die schleppenden und zaghaften Überlegungen zur künftigen sicheren Energieversorgung, der Umgang mit dem chinesischen Markt im Hinblick auf die Taiwan-Frage und die Vorbereitung auf mögliche Auswirkungen eines US-Präsidenten Donald Trump in den USA fordern die deutsche Wirtschaft und behindern eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung. Die nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 gestarteten Kampfhandlungen Israels gegen die Hamas aber auch in immer stärkerem Maße gegen die Zivilbevölkerung in Gaza führen in vielen Teilen Europas und Deutschlands zu Unterstützungs- und Protestaktionen, die deutsche Gesellschaft sieht sich mit zunehmenden antisemitischen und demokratiefeindlichen Aktionen konfrontiert und die schweigende Mehrheit bekennt "Farbe" und geht für die Demokratie in vielen Städten auf die Straße. Die Sorge vor einem deutlichen Rechtsruck bei den anstehenden Landtagswahlen in Deutschland, in anderen europäischen Ländern und bei der Europawahl Anfang Juni treibt viele Menschen um. Auch für Balluff begann das Jahr 2024 wie erwartet schwach. Der seit Mitte 2021 aufgrund der Bauteileknappheit aufgebaute Auftragsbestand war zum Jahresende 2023 fast vollständig abgearbeitet. Die Lieferfähigkeit ist in nahezu allen Bereichen wieder auf dem Niveau der Jahre vor der Halbleiterkrise. Im Jahr 2024 haben erste große internationale Vertriebsmeetings in den Regionen stattgefunden. Die Veranstaltungen waren ein voller Erfolg, einerseits getragen von der sehr positiven Entwicklung in 2023, anderseits auch von der Freude an der persönlichen Begegnung und des Austauschs. Aufgrund des fortgesetzt niedrigen Auftragseingangs liegen nach dem ersten Quartal 2024 alle Regionen unter Plan und unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres, in dem wir allerdings aufgrund der wieder besseren Lieferfähigkeit in 2023 Rekordumsätze vermelden konnten. Die Entwicklung der Auftragseingänge in vielen Ländern muss konsequent beobachtet und bearbeitet werden. Nach wie vor werden keine Projekte storniert, einzelne Projektverschiebungen gibt es schon. Unsere Projektpipeline ist gut gefüllt. Darunter sind auch sehr große Projekte. Wir erwarten, dass in den nächsten Monaten die Investitionen wieder anziehen und Projekte freigegeben werden. Außerdem gehen wir davon aus, dass viele Kunden im Jahresverlauf die großen Lagerbestände abbauen und zu einem mit dem Niveau vor der Bauteilekrise vergleichbaren Bestellverhalten zurückkommen. Für uns als Gesamtorganisation wird es darum gehen, Material und Produktionskapazitäten so flexibel zu gestalten und vorzubereiten, dass wir die anstehenden Projekte termingerecht bedienen können. Wir haben ursprünglich aufgrund der sich abschwächenden Geschäftsentwicklung zum Jahresende 2023 und den verhaltenen Aussichten für das Jahr 2024 mit einem geringeren Wachstum als im Vorjahr geplant. Unsere aktuelle Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 macht allerdings aus Vorsichtsgründen eine Absenkung auf ein pessimistischeres Szenario notwendig, in dem wir das Unternehmen kostenseitig auf Basis des Vorjahresumsatzniveaus aussteuern. Wir bleiben aber dahingehend flexibel, dass jederzeit entsprechende Kapazitäten und Kosten freigegeben werden können. Als Teil des Maßnahmenpakets haben wir Anpassungen in unseren Produktionen aufrufen. Aktuell sind die Fertigungen in Ungarn und Chengdu aber auch in den deutschen Standorten nur teilweise ausgelastet, wir nutzen Kurzarbeit, Arbeitszeitabsenkungen und Anpassungen bei den temporären Mitarbeitenden. Mit den aufgerufenen Maßnahmen wollen wir die Schwächephase überbrücken und in der Lage sein, schnell die Kapazität an das anziehende Geschäft anpassen zu können. Die Mitarbeitenden weltweit begegnen der herausfordernden Situation mit großer Disziplin und Verantwortung und gehen die Themen offensiv und mit Elan zum Wohle des Unternehmens an. Die Erfahrungen aus der Bauteile-Krise haben Auswirkungen auf unsere Portfolioüberlegungen. Bei Neuentwicklungen setzen wir konsequent auf plattformbasierte und modulare Entwicklung, mit der wir an vielen Stellen Effizienzen heben und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken können. Dennoch bewahrheitet sich weiterhin unsere Einschätzung, dass aus der Krise heraus der Bedarf an smarten Automatisierungslösungen weiter zunimmt und sich beschleunigt. Die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie werden wir in 2024 und darüber hinaus fortsetzen. Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass wir in einem absoluten Zukunftsmarkt unterwegs sind. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes ist eine gesicherte Prognose für das Jahr 2024 nur schwer möglich. Neben den bereits geschilderten schwierigen geopolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden uns die Auswirkungen der Transformation in der Industrie und die gewaltigen Herausforderungen, die sich aus dem Ukraine-Krieg für Europa ergeben, weltweit vor sehr, sehr große Aufgaben stellen. Momentan rechnen wir mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem zumindest ausgeglichenen Ergebnis, haben aber die Hoffnung, dass doch ein Umsatzwachstum zum Vorjahr stattfindet, das sich dann auch ergebnisseitig positiv auswirken sollte. Auf der Beschaffungsseite rechnen wir mit Vorteilen aufgrund guter Materialverfügbarkeit und freien Kapazitäten bei den Lieferanten und damit folglich sinkenden Einkaufspreisen. Diese Effekte führen allerdings dazu, dass - aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung - der Kampf um Projekte zunimmt und die Preise stärker unter Druck sind, als in der Zeit des knappen Materials.
Neuhausen, den 13. Mai 2024 Balluff
GmbH
Katrin Stegmaier-Hermle Florian Hermle Frank Nonnenmann BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER BALLUFF GMBH, NEUHAUSEN A.D.F.I. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Der Jahresabschluss der Balluff GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Balluff GmbH hat ihren Sitz in Neuhausen a.d.F. und ist beim Amtsgericht Stuttgart unter der HRB 214038 eingetragen. Die Angaben im Anhang erfolgen, sofern nichts anderes vermerkt ist, in Euro. Von der Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird abgesehen. Der aktivierte Firmenwert resultiert aus der Übernahme der RFID-Technologie eines Mitbewerbers im Jahr 2012 und wird über den voraussichtlichen Produktlebenszyklus von 15 Jahren abgeschrieben. In 2022 wurden die Kundenstämme der Tochtergesellschaften in den Niederlanden und Belgien, die in 2022 geschlossen wurden um das Geschäft künftig über Niederlassungen der Balluff GmbH weiterzuführen, als Geschäftswert aktiviert. Die Kundenstämme werden über eine angenommene Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt mit dem Einstandsumrechnungskurs oder mit dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsverordnung monatlich bekannt gegeben werden. Davon abweichend werden die Rückstellungen für Pensionen bei der Balluff GmbH pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wird nicht ausgeübt. Die vollständige Zuführung wurde bereits im Umstellungsjahr 2010 vorgenommen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. II. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die planmäßige Abschreibung. Die Abschreibung erfolgt linear (pro rata temporis) über eine Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren. 2. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist auf der Grundlage der Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis und die direkt zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Lieferantenskonti wurden abgesetzt. Die Eigenleistungen wurden mit den direkt zurechenbaren Kosten zuzüglich anteiliger Gemeinkosten bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Immobilien werden linear und - soweit die Voraussetzungen vorliegen - nach § 7 Abs. 5 EStG degressiv abgeschrieben. Die Mobilien werden seit dem Geschäftsjahr 2010 planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode für vor dem Geschäftsjahr 2010 angeschaffte Anlagegüter wurde beibehalten. Selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll in den Aufwand gebucht. Bei den übrigen Zugängen erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die Abgänge wurden zum Restbuchwert im Zeitpunkt des Ausscheidens (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierte Abschreibungen) ausgebucht. Die hieraus resultierenden Buchgewinne sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge", die Buchverluste unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.
3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. 4. Vorräte Die Vorräte fließen aufgrund permanenter Inventur mit ihren im Warenwirtschaftssystem geführten Beständen zum 31. Dezember 2023 in die Vorratsbewertung ein. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten, sowie die direkt zurechenbaren Gemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Kosten für freiwillige soziale Aufwendungen und betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen sind nicht angesetzt. Auf länger lagernde Bestände werden ausreichende Abwertungen vorgenommen. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Forderungen in einem Forderungenspiegel zusammengefasst dargestellt:
6. Rückstellungen Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Abweichend hiervon wird gemäß Satz 2 des § 253 Abs. 2 HGB bei Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Im Berichtsjahr betrug der angewendete Zinsatz 1,83 % (prognostizierter Rechnungszins) bzw. 1,82 % (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 417. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Die Pensionsrückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB anzusetzen. Die Berechnung erfolgte unter der Berücksichtigung eines Einkommenstrends von 2,75 % p.a. sowie eines Rententrends von 2,5 % p.a. bzw. von 2,75 % p.a. im Falle von wertgesicherten Renten. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise gesichert. Die Sicherungen dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den BilMoG-Bestimmungen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 16.343 beinhalten vor allem Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen der Mitarbeiter (TEUR 3.442), Altersteilzeit (TEUR 3.225), Resturlaub (TEUR 3.057), Garantie und Kulanz (TEUR 2.475), Jubiläumszuwendungen (TEUR 1.436) sowie Strukturmaßnahmen (TEUR 1.200). 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag oder dem höheren beizulegenden Wert passiviert. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Sicherheiten bestehen in Form von Grundschulden lastend auf dem Grundvermögen der Gesellschaft in Neuhausen a.d.F. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in vollem Umfang aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.294 (Vj. TEUR 1.161) und Verbindlichkeiten im Rahmen sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 367 (Vj. TEUR 312) enthalten. 8. Haftungsverhältnisse
Die Balluff GmbH hat eine Garantie auf erstes Verlangen gegenüber der Credit Suisse AG für die Kreditbeziehung der Balluff AG, Bellmund/Schweiz bis zu einem Maximalbetrag von insgesamt TCHF 6.400 abgegeben. Das Darlehen valutiert unverändert zum Vorjahr zum Bilanzstichtag in Höhe von TCHF 3.000. Die Umrechnung des valutierten Betrags erfolgte mit dem Geldkurs zum Bilanzstichtag. Bürgschaften, Garantien und Patronatserklärungen wurden ausschließlich zugunsten von Tochtergesellschaften abgegeben. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von der betreffenden Gesellschaft nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, da die Balluff AG geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweist. 9. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse (ohne Skonti- und Boniabzüge) gliedern sich regional wie folgt:
10. Außerordentliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 98.545 sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.200 im Zusammenhang mit den Strukturmaßnahmen in der Tochtergesellschaft Balluff STM GmbH enthalten, die aufgrund der geänderten Produktionsstrategie im Konzern durch die Balluff GmbH zu tragen sind. Die Aufwendungen beinhalten vor allem die Kosten für Abfindungen und Remanenzkosten für die Mitarbeiter, die für ein Jahr in eine Transfergesellschaft wechseln. Des Weiteren sind TEUR 351 für Strukturmaßnahmen der Balluff AG in der Schweiz für deren Produktionsverlagerung aufgrund eines Cost Compensation Vertrages enthalten. 11. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 3.301 und resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Veränderung von Rückstellungen TEUR 887 sowie Erträgen aus dem Verbrauch von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.726. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 485 enthalten. 12. Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen ausschließlich Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens und Sachanlagen. 13. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 508 aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. 14. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6.327 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.502. 15. Personalaufwendungen In den Personalaufwendungen sind Aushilfslöhne in Höhe von TEUR 2.537 (Vj. TEUR 3.726) enthalten. 16. Latente Steuern Das Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern wird nicht in Anspruch genommen. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern besteht in Höhe von TEUR 6.017 Bei der Berechnung wurde ein Steuersatz von rd. 29,83 % zu Grunde gelegt.
III. Sonstige Pflichtangaben 1. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken setzt die Balluff GmbH Kurssicherungsgeschäfte ein. Zur Absicherung der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Fremdwährungszuflüsse aus und Fremdwährungsabflüsse an Konzernunternehmen bestehen externe Kurssicherungen im Volumen von TEUR 62.022 (Vj. TEUR 54.874) mit einem Marktwert, der sich zu Stichtagskursen auf einen Gewinn von TEUR 3.778 (Vj. TEUR 1.466) saldiert. Im Marktwert sind keine negativen Geschäfte enthalten, für die eine Rückstellung zu bilden wäre. 2. Außerbilanzielle Geschäfte Die außerbilanziellen Geschäfte beinhalten im Wesentlichen Miet- und Leasingverträge, die der Liquiditätsschonung dienen und zur Verringerung der Kapitalbindung beitragen. Aus diesen Verträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 45.254 (Vj. TEUR 43.422) von denen innerhalb eines Jahres TEUR 17.190 (Vj. TEUR 16.509) fällig werden. Ferner bestehen Abnahmeverpflichtungen aus Rahmenverträgen i. H. v. TEUR 3.344, die innerhalb der nächsten 5 Jahre abgerufen werden müssen. Davon fallen innerhalb eines Jahres TEUR 849 an. 3. Angaben zu den Organmitgliedern Geschäftsführer der Balluff GmbH sind: Katrin Stegmaier-Hermle, Neuhausen auf den Fildern, Florian Hermle, Stuttgart, Frank Nonnenmann, Stuttgart. Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft zusammen mit einem anderen Geschäftsführer oder Prokuristen. Der Aufsichtsrat setzt sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: Herr Michael Unger (Vorsitzender) Herr Friedbert Klefenz (stellv. Vorsitzender), Herr Thomas Musebrink Die Anhangsangabe gemäß § 285 Nr. 9a und Nr. 9b HGB über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer bzw. ehemalige Geschäftsführer und Hinterbliebene sowie des Aufsichtsrats wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Der Gesamtbetrag der Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer und Hinterbliebene beträgt TEUR 8.020 (Vj 8.289). 4. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten
5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird nach § 285 Nr. 17 2. Halbsatz HGB verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, Neuhausen a.d.F. 6. Anteilsbesitz
Das in der Tabelle ausgewiesene Eigenkapital und Jahresergebnis der Gesellschaften bezieht sich auf die Jahresabschlüsse zum Bilanzstichtag in 2023. Die Fremdwährungsbeträge der ausländischen Gesellschaften wurden mit dem Mittelkurs zum 31. Dezember 2023 in Euro umgerechnet. Die prozentuale Beteiligung spiegelt die Verhältnisse zum 31. Dezember 2023 wider. Bei einzelnen indirekten Beteiligungen ist die Berichtsgesellschaft aus nationalen gesellschaftsrechtlichen Gründen mit 0,01 % bis 10 % direkt beteiligt. 7. Befreiender Konzernabschluss Die Balluff GmbH ist Muttergesellschaft im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB und grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, Neuhausen a.d.F., einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Die Balluff GmbH ist deshalb nach § 291 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 8.285.229,22 einen Teilbetrag in Höhe von EUR 2.100.000,00 auszuschütten und den Rest zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Neuhausen, den 13. Mai 2024 Balluff
GmbH
Katrin Stegmaier-Hermle Florian Hermle Frank Nonnenmann BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Balluff GmbH, Neuhausen a.d.F. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Balluff GmbH, Neuhausen a.d.F., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Balluff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie die in Gliederungspunkt 3 des Lageberichts enthaltenen Ausführungen "Produktinnovationen und Prozessverbesserungen" haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 13. Mai 2024 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Hauser, Wirtschaftprüfer Kalmbach, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDie wirtschaftliche Lage des Unternehmens war jeweils Gegenstand, der im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Sitzungen des Aufsichtsrats. Geplante Vorhaben und Investitionen wurden ebenso wie maßgebliche Projekte ausführlich erörtert und besprochen. Das Jahr 2023 geht mit einem Umsatz von knapp 600 Mio. € als neues Rekordjahr in die Balluffgeschichte ein. Durch die verbesserte Liefersituation am Markt konnte die Allokation beendet und der Backlog bis Q4/2023 vollständig abgebaut werden. Im Jahresverlauf war eine Abflachung des Auftragseingangs zu verzeichnen. Dies hat zu einem hohen Bestandsniveau geführt, da der Abfluss nicht wie geplant stattgefunden hat. Der Rekordwert im Bestand (insbesondere im Rohmaterialbereich) hatte zwischenzeitlich Auswirkungen auf die Liquidität. Entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung wurden gestartet und zeigen Wirkung. Preissteigerungen konnten am Markt durchgesetzt werden, somit konnte die Marge weiter stabilisiert werden. Um die Profitabilität zu erhöhen und sämtliche Kundenanforderungen abzudecken, wurde das Portfolio durch eine Entry Line ergänzt, was sehr gut vom Markt angenommen wurde Das Corporate Governance Konzept wurde weiter ausgerollt und globale Rollen und Verantwortlichkeiten implementiert (z.B. Northstar EMEA & Americas) . Ebenso wurde im Rahmen der Wachstumsstrategie die Regionalisierung vorangetrieben und ein dritter Serienstandort in Mexiko eröffnet. Der Anlauf von zwei 2 Produktfamilien hat erfolgreich stattgefunden. Ebenso zahlen der Neubau und die Modernisierung des Bestandsgebäudes in Neuhausen auf die Wachstumsstrategie ein. Aufgrund von drei Insolvenzen kam es jedoch beim Neubau zu einer Budgeterhöhung und bei dem Bestandsgebäude zu einer zeitlichen Verschiebung im Projektplan. Im Rahmen des TEC Footprints wurde ein Baugrundstück in Backnang erworben, um dort das Vision Kompetenzzentrum zukunftsfähig zu gestaltet. Im Zuge dessen, wurde die Marke Matrix Vision vollständig in die Balluff Gruppe integriert. Zur detaillierten Darstellung des Jahresabschlusses 2023 lagen dem Aufsichtsrat der Geschäfts-, Lage- und Prüfungsbericht rechtzeitig vor. Die relevanten Unterlagen wurden sowohl mit der Geschäftsführung, als auch mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. In der gemeinsamen Bewertung teilte der Aufsichtsrat die Feststellungen des Wirtschaftsprüfers, so dass eine einvernehmliche Zustimmung zum Jahresabschluss erfolgte. Für das kommende Jahr wurde auf Anregen des Beirats eine Ausschreibung bzgl. Prüfung des Jahresabschlusses gestartet, wobei der bisherige Wirtschaftsprüfer sich mit einem überzeugenden Angebot präsentierte und daher erneut bestätigt wurde. Nach Überzeugung des Aufsichtsrats ist das Unternehmen gut für die kommenden Jahre und das angestrebte Wachstum aufgestellt. Der Aufsichtsrat dankte sowohl der Geschäftsführung als auch der gesamten Belegschaft für die geleistete Arbeit.
Neuhausen im September 2024 Michael Unger, Vorsitzender des Aufsichtsrats Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 Der Jahresabschluss der Balluff GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung vom 19. September 2024 festgestellt. Beschluss über die ErgebnisverwendungDie ordentliche Gesellschafterversammlung unserer Gesellschaft vom 19. September 2024 hat beschlossen, aus dem Jahresüberschuss mit Wirkung zum 5. Dezember 2024 EUR 2.100.000,00 auszuschütten. |
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Einzelhandel mit Wohnmöbeln
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen