Auto Gerlach Westerwald GmbH

Hauptstraße 33, 56414 Niederahr, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 7333
Eingetragen
10.11.2003
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist der Vertrieb von Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeug-Teilen und -Zubehör sowie die Durchführung aller Kraftfahrzeugreparaturen. Die Gesellschaft kann in allen Bereichen tätig werden, die der Förderung des zuvor genannten Gegenstandes zu dienen geeignet sind, so insbesondere Kraftfahrzeuge vermieten und verleasen. Die Gesellschaft kann sich an Unternehmen gleichen Gegenstandes beteiligen bzw. solche Unternehmen erwerben und Zweigniederlassungen gründen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicolas Kaiser
seit 27.2.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Arthur Kaiser
seit 27.6.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Auto Gerlach Westerwald GmbH

Niederahr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Auto Gerlach Westerwald GmbH, Niederahr

1. Geschäftsverlauf

Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens umfasst den Verkauf von Neufahrzeugen der Marke Opel, den Handel mit Gebrauchtwagen, Ersatzteilen und Zubehör sowie sämtliche Serviceleistungen im Bereich der Fahrzeugwartung und -instandsetzung und den Betrieb einer Tankstelle. Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Gesellschaft zufriedenstellend.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Überschattet wurde die Entwicklung der Weltwirtschaft durch den Russland-Ukraine-Konflikt. Seit Konfliktbeginn im Februar 2022 entstanden weltweit Verwerfungen auf den Märkten. Auf Energie- und Rohstoffmärkten kam es zu erheblichen Preissteigerungen. Die seit dem ersten Corona-Krisenjahr 2020 entstandenen Lieferengpässe wurden durch diese Entwicklung verstärkt.

Im Jahr 2023 war sowohl bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den Schwellenländern die wirtschaftliche Entwicklung, trotz des Russland-Ukraine-Konflikts, im Durchschnitt tendenziell steigend. Das weltweite BIP-Wachstum betrug im Jahr 2023 rund 3,2 %.

Die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft sind weiterhin von Krisen geprägt. Aufgrund von gestiegenen Energiekosten, ungünstigen Finanzierungszinsen und geringer Nachfrage war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 leicht rückläufig. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen bremsten die Konjunktur.

Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Im Vergleich zum Vorjahr ging der preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3 % zurück, preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %.

Branchenentwicklung

Der Bestand an Personenkraftwagen in Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr vergrößert. Zum 1. Januar 2024 waren insgesamt 49.098.685 Fahrzeuge zugelassen. Das waren 335.649 Fahrzeuge mehr (+0,7 %) als am 1. Januar 2023. Die Anzahl von Neuzulassungen von PKW in Deutschland 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % von 2,65 Mio. auf 2,84 Mio. gestiegen.

Die Rahmenbedingungen der Automobilindustrie wurden zunehmend durch Engpässe der globalen Lieferketten und den Russland-Ukraine-Konflikt negativ beeinflusst. Die infolge des Russland-Ukraine-Konflikts entstandenen Turbulenzen auf Energie- und Rohstoffmärkten führten zum erheblichen Anstieg der Herstellungskosten bei Neufahrzeugen. Durch Sanktionen der westlichen Staatengemeinschaft wurden die Produktion und der Verkauf von Fahrzeugen in Russland eingeschränkt. Als zusätzlicher Faktor hat der weltweit nachhaltige Inflationsanstieg maßgeblich zur asymmetrischen Entwicklung auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt beigetragen. Aufgrund von Lieferengpässen im Neuwagensektor hat die Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen erheblich zugenommen, was einen signifikanten Anstieg der Verkaufspreise in diesem Segment zur Folge hatte.

Positiv auf die Branche wirkten sich im Kalenderjahr 2023 staatliche Förderprogramme und Kaufprämien im Bereich der E-Mobilität aus. Mit 524.219 neu zugelassenen Elektro-Pkw (BEV) in 2023 stieg der Bestand der reinen Elektro-Pkw (BEV) um 39,1 % auf 1.408.681 Fahrzeuge. Bei den Hybriden wurden 840.304 Pkw in 2023 zugelassen. Darunter befanden sich 175.724 Plug-in-Hybride. Insgesamt zeigte sich bei den Hybriden mit 2.911.262 Bestands-Pkw ein Plus von 24,5 %, darunter waren 921.886 Plug-in Hybride (+6,6 %). Die staatliche E-Auto-Förderung ist Ende 2023 ausgelaufen. Das hat u.a. zur Folge, dass die Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen gesunken ist.

Mit 380.609 neu zugelassenen Elektro-Pkw (BEV) im Jahr 2024 verzeichnete diese Antriebsart einen Rückgang von 27,4 %. Mit 947.398 Pkw-Neuzulassungen von Fahrzeugen mit einem hybriden Antrieb bewirkten im Vorjahrsvergleich eine Steigerung von 12,7 %. Grund für den Anstieg bei Hybridfahrzeugen sind Rabattaktionen der Hersteller sowie günstigere Besteuerung als Dienst- bzw. Firmenwagen.

Entwicklung Opel

Im Jahr 2023 wurden nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes 144.901 PKW der Marke Opel in Deutschland neu zugelassen. Der Marktanteil der Marke an den PKW-Neuzulassungen in Deutschland betrug 5,1 %.

2. Lage des Unternehmens

Relevante Kennzahlen des Unternehmens haben sich wie folgt entwickelt:

Kennzahlen Geschäftsjahr Vorjahr
Anlagenintensität 35 % 37 %
Eigenkapitalquote 35 % 51 %
Anlagendeckung 101 % 139 %
Eigenkapitalrentabilität 1,91 % 5,25 %

Ertragslage

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 21.142 T€ erzielt. Der Rückgang in Höhe von 1.421 T€ gegenüber dem Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus den folgenden Bereichen. Der Bereich Neufahrzeuge ist im Vorjahresvergleich rückläufig um 3.194 T€ (25,63 %). Der Umsatz mit Gebrauchtfahrzeugen ist gegenüber dem Vorjahr um 1.520 T€ (27,07 %) gestiegen. An Teilen und Zubehör konnten 156 T€ (7,26 %) mehr umgesetzt werden. Die Lohnleistungen und Fremdleistungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 23 T€ (1,82 %). Die Tankstellenumsätze sind um 157 T€ (21,02 %) gestiegen. Die Provisionseinnahmen sind um 77 T€ (37,99 %) im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Der Materialaufwand verringerte sich um 1.280 T€ auf 17.682 T€. Die Quote des Materialaufwands ist um 0,41 % auf 83,24 % gesunken.

Die Personalaufwendungen sind um 98 T€ auf 2.149 T€ gesunken (4,35 %).

Die Abschreibungen erhöhten sich um 123 T€ auf 376 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 824 T€ und sind damit um 67 T€ höher als im Vorjahr.

Das Betriebsergebnis verminderte sich um 157 T€ auf nun 213 T€.

Das Finanzergebnis ist negativ mit 89 T€, die Abwärtsentwicklung gegenüber dem Vorjahr beträgt 63 T€.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind um 70 T€ auf 35 T€ gesunken.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde insgesamt ein Jahresüberschuss in Höhe von 89 T€ erwirtschaftet (Vorjahr 239 T€).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr von 8.838 T€ auf 13.160 T€ an. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem erhöhten Fahrzeugbestand (+5.366 T€ in Bezug auf Anlage- und Umlaufvermögen) sowie an unfertigen Erzeugnissen und Ersatzteilen (+67 T€). Gegenläufig verminderten sich vor allem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- 915 T€). Das Eigenkapital ist um 89 T€ auf 4.637 T€ angestiegen. Die Eigenkapitalquote ist um 16 % auf 35 % gesunken. Gegenläufig haben sich vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3.683 T€ erhöht.

Finanzlage

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und alle finanziellen Verpflichtungen jederzeit zu erfüllen. Die in Anspruch genommenen Kredite (Kontokorrent, Einkaufsfinanzierungslinien und sonstige Verbindlichkeiten) sind durch Sicherungsübereignungen am Warenbestand und durch persönliche Bürgschaften des geschäftsführenden Gesellschafters gesichert.

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i.H.v. 2.724 T€. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit endet mit einem negativen Gesamtwert von 1.676 T€. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit 3.683 T€ positiv.

Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über Bankguthaben und liquide Mittel in Höhe von 802 T€. Darüber hinaus bestehen zugesagte, nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 1.108 T€ im Zusammenhang mit Fahrzeugfinanzierungen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Umsatzentwicklung, das Betriebsergebnis, Rentabilitätskennzahlen und den Cashflow heran. Der EBIT im Geschäftsjahr 2023 beträgt 213 T€. Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr um 1.322 T€ auf 21.241 T€ gesunken. Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens als zufriedenstellend ein.

Personal

Als wichtiger Baustein für den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sehen wir die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter. Um diese sicherzustellen und stetig zu verbessern, legen wir besonderen Wert auf eine gute Aus- und Weiterbildung sowie auf Arbeitssicherheit. Dazu gehören das gezielte Fördern des Führungsnachwuchses, die Weiterbildung in allen Unternehmensbereichen, die intensive Ausbildung von Jugendlichen sowie hohe Arbeitsschutzstandards. Unsere Maßnahmen im Personalbereich spiegeln sich in einer hohen Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter und einer geringen Fluktuation wider.

Das Unternehmen beschäftigte im Berichtszeitraum im Durchschnitt 59 Mitarbeiter.

Kundenzufriedenheit

Eine wesentliche Voraussetzung für eine gute zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist die Zufriedenheit unserer Kunden. Dementsprechend ist es unser Bestreben, unseren Kunden auch weiterhin einen sehr guten Service anzubieten und so eine sehr hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen. Unser geschultes Verkaufspersonal stellt eine umfassende Kundenbetreuung und eine individuelle Beratung der Kunden sowohl im Neuwagenverkauf als auch im Gebrauchtwagenverkauf sicher.

Der Austausch zwischen den Kunden und unserem Unternehmen über die Qualität der gelieferten Leistung ist für uns ein wichtiger Leistungsindikator. Um über die Kundenmeinungen belastbare Informationen zu erhalten, erfolgen regelmäßige telefonische Abfragen zur Kundenzufriedenheit. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir zum Erkennen der Kundenwünsche und zur stetigen Verbesserung unserer Dienstleistungen.

Chancen und Risiken

Die Gesellschaft ist als Vertragshändler in die Vertriebsorganisation der Hersteller eingebunden. Die Fahrzeugmodelle, die Varianten und Typen werden vom Hersteller bestimmt. Der Vertragshändler ist abhängig von der Marktgängigkeit und Güte dieser Produkte. Dem ständig steigenden Wettbewerb muss mit immer neuen Verkaufsstrategien sowie Sonderverkaufsprogrammen begegnet werden.

Branchenspezifische Risiken können sich bei abschwächender Konjunktur dadurch ergeben, dass sich dies auf die wirtschaftliche Situation der Kunden und somit auf die Nachfrage nach Fahrzeugen oder Service- und Werkstattleistungen negativ auswirkt. Zur Absicherung gegen Liquiditäts- und Ertragsrisiken bestehen ein Liquiditäts-Management und eine Controllingabteilung.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Risiken aus dem Russland-Ukraine-Konflikt

Durch die veränderten Rahmenbedingungen infolge des Russland-Ukraine-Konflikts kam es zu Verknappung auf den Energie- und Rohstoffmärkten. Neben den zunehmenden Engpässen der Lieferketten kam es zu erheblichen Preissteigerungen sowohl in der Produktion als auch in der Logistik von Neufahrzeugen, was sich in den Verkaufspreisen widerspiegelt. Ein Nachfragerückgang nach Neufahrzeugen ist bisher nicht zu spüren. Wegen Engpässen im Neuwagenbereich ist die Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen deutlich gestiegen. Die Verkaufspreise in dem Segment sind entsprechend angestiegen.

Prognosebericht

Der Umsatz im nachfolgenden Geschäftsjahr 2024 ist mit 24.175 T€ (vorläufiger Wert) signifikant steigend. Sowohl im Neuwagensegment als auch im Gebrauchtwagenbereich konnte im Jahr 2024 ein höherer Umsatz als im Berichtsjahr erzielt werden. Das vorläufige Jahresergebnis vor Steuern beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf 207 T€. Trotz der guten Umsatzzahlen, wird das Ergebnis insbesondere durch einen deutlichen Anstieg der Finanzierungskosten belastet. Ursächlich dafür sind gestiegene Finanzierungszinssätze.

Der Ausbau des Geschäftes mit Endkunden wird auch im Jahr 2025 weiter fortgesetzt. Ebenso wird der stetige Ausbau des Geschäftes mit Gebrauchtfahrzeugen verstärkt weiter betrieben. Die Geschäftsführung plant für 2025 mit einem dem Geschäftsjahr 2024 vergleichbaren Umsatzvolumen und einem im Wesentlichen vergleichbaren Jahresergebnis vor Steuern. Zur Optimierung der Kostenstruktur und zur Steigerung der Effizienz im Absatzbereich möchte das Unternehmen sich zukünftig auf den Standort Niederahr fokussieren.

Strategisch wird die stetige Ausprägung der Marktpositionierung in der Region angestrebt. Verbesserung der Marktpositionierung sehen wir in der nachhaltigen und kontinuierlichen Optimierung unseres Vertriebes, unseres Vertriebscontrollings sowie die Einführung weiterer Kontrollsysteme.

Ein wesentlicher Risikofaktor im Autohandel bleibt der Fachkräftemangel sowie die Zinswende. Die Fachkräfte-Engpässe haben sich in vielen Branchen verstärkt und ausgeweitet. Immer mehr Unternehmen haben Probleme, Mitarbeiter mit passender Qualifikation zu finden und zu halten. Auch die Autohändler sind vom Fachkräftedefizit stark betroffen. Neben notwendigen Lohnanpassungen sind die Kosten für Personalvermittlung zu einem echten Faktor geworden. Die Zinswende treibt die Finanzierungskosten in die Höhe. Die Bestandsfinanzierung ist an die Entwicklung des Zinsniveaus gekoppelt. Tendenziell ist eine Seitwärtsbewegung des Zinsniveaus zu verzeichnen, wobei kurzfristige Bewegungen auf- und abwärts nicht ausgeschlossen werden können.

Ein weiteres Risiko könnte sich aus dem Import von tendenziell günstigeren Autos aus China ergeben. Allerdings fehlt den chinesischen Herstellern noch das notwendige Vertrauen der Verbraucher in Deutschland.

Das ökologische Bewusstsein der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren sensibilisiert und eine grundlegende Veränderung bei dem Thema "Mobilität" bewirkt. Unterstützt durch Ausbau der Ladeinfrastruktur ist das E-Auto nicht mehr aufzuhalten.

In der EU sollen ab 2035 nur noch solche Neuwagen mit Verbrennermotor zugelassen werden, die beim Fahren CO 2 -emissionsfrei sind. Die staatlichen Auflagen sind somit enorm und so wird der Elektromobilität seitens der Hersteller die höchste Konzentration gewidmet.

Aufgrund des Umstiegs ist ein Wandel in unserem Servicebereich zu erwarten. Gefestigte Ertragsquellen wie z.B. Ölwechsel, werden in der Zukunft auslaufen und durch neue Serviceleistungen ersetzt. Typische Verschleißteilereparaturen sind jedoch auch bei Elektrofahrzeugen weiterhin unvermeidbar.

Für das Jahr 2025 erwartet die Gesellschaft stagnierende Absatzzahlen im Fahrzeuggeschäft. In den übrigen Geschäftsfeldern (Ersatzteile, Kundendienst) wird eine stabile Nachfrage erwartet.

 

Niederahr, den 28. März 2025

gez. Michael Kaiser, Geschäftsführer

gez. Manuel Lamboy, Geschäftsführer

gez. Nicolas Kaiser, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.579.537,14 3.266.452,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14,00 14,00
II. Sachanlagen 4.579.523,14 3.266.438,14
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.001.638,14 2.080.050,14
2. technische Anlagen und Maschinen 126.324,00 138.919,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 178.171,00 181.859,00
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 2.273.390,00 865.610,00
B. Umlaufvermögen 8.550.135,21 5.543.837,47
I. Vorräte 6.393.817,41 2.358.976,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.354.630,45 1.666.724,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 801.687,35 1.518.136,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.280,00 27.358,00
Summe Aktiva 13.159.952,35 8.837.647,61

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.637.230,60 4.548.492,59
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Gewinnvortrag 4.398.492,59 4.159.915,92
III. Jahresüberschuss 88.738,01 238.576,67
B. Rückstellungen 430.877,42 520.358,08
C. Verbindlichkeiten 8.056.844,33 3.727.796,94
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.505.495,89 2.822.076,58
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.551.348,44 905.720,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten 35.000,00 41.000,00
Summe Passiva 13.159.952,35 8.837.647,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.575.184,11 3.634.681,39
2. Personalaufwand 2.148.820,75 2.247.132,75
a) Löhne und Gehälter 1.808.346,15 1.886.498,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 340.474,60 360.633,84
davon für Altersversorgung 135,00 26.396,24
3. Abschreibungen 376.130,64 253.521,02
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 376.130,64 253.521,02
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 824.960,07 757.597,49
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13,99 653,85
davon Erträge aus Abzinsung 653,85
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 89.253,89 26.991,33
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 1.696,05 18,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 35.070,74 105.016,98
8. Ergebnis nach Steuern 100.962,01 245.075,67
9. sonstige Steuern 12.224,00 6.499,00
10. Jahresüberschuss 88.738,01 238.576,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Auto Gerlach Westerwald GmbH, Niederahr

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Auto Gerlach Westerwald GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Niederahr
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Montabaur
Register-Nr.: HRB 7333

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für zukünftige Geschäftsjahre.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen für zukünftige Geschäftsjahre.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

2. Angabe zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Sachverhalt T€
Rückstellung für Tantiemen 45
Rückstellung ausstehender Urlaub 110
Rückstellung für Berufsgenossenschaftsbeiträge 1
Rückstellung für Prozesskosten 4
Rückstellung für Gewährleistung 57
Rückstellung für Rückläufer Leasing/Finanzierung 142
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 66
Summe 425

4. Aufgliederung der Verbindlichkeiten, Restlaufzeitvermerke und Sicherungsrechte

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 T€ bis 1 J.
T€
1 bis 5 J.
T€
größer 5 J.
T€
gegenüber Kreditinstituten 6.505,5 5.833,9 671,6 0,0
erhaltene Anzahlungen 581,0 581,0 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 794,8 794,8 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 175,5 175,5 0,0 0,0
Summe 8.056,8 7.385,2 671,6 0,0

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 6.505,5 T€.

5. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:

Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Rückkaufverpflichtungen aus Leasinggeschäften und Sonderfinanzierungs-Verträgen über Fahrzeuge

Leasing Vertragsende T€ Sonderfinanzierung Vertragsende T€
2024 3.420 2024 1.042
2025 4.146 2025 919
2026 1.902 2026 352
2027 132 2027 136
9.600 2028 24
2029 8
2.480

6. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 24,7 T€ sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

- Pacht Abstellflächen für Fahrzeuge

- Miete Hardware für Tankstelle

IV. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten

Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 22
Angestellte 32
Auszubildenden 5
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 59

2. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Michael Kaiser ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weitere Geschäftsführer: Gisbert Kämpf, bis 07.11.2023 ausgeübter Beruf: Kaufmann

Folgende weitere Geschäftsführer wurden nach Ablauf des Geschäftsjahres bestellt:

Weiterer Geschäftsführer: Manuel Lamboy, ab 12.02.2025 ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weitere Geschäftsführer: Nicolas Kaiser, ab 12.02.2025 ausgeübter Beruf: Kfz-Meister

3. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Auf neue Rechnung werden 88.738,01 € vorgetragen.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Stichtag nicht ereignet.

 

Niederahr, den 28. März 2025

gez. Michael Kaiser, Geschäftsführer

gez Manuel Lamboy, Geschäftsführer

gez. Nicolas Kaiser, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.986,24 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 39.986,24 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.256.900,51 2.222,06 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 434.840,97 9.307,00 1.950,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 665.092,19 80.048,31 32.310,94
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 1.095.596,67 2.342.175,90 791.423,03
Summe Sachanlagen 5.452.430,34 2.433.753,27 825.683,97
Summe Anlagevermögen 5.492.416,58 2.433.753,27 825.683,97
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 39.986,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 39.986,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.259.122,57
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 442.197,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 712.829,56
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 0,00 2.646.349,54
Summe Sachanlagen 0,00 7.060.499,64
Summe Anlagevermögen 0,00 7.100.485,88
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.972,24 0,00 0,00 0,00 39.972,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 39.972,24 0,00 0,00 0,00 39.972,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.176.850,37 80.634,06 0,00 0,00 1.257.484,43
2. technische Anlagen und Maschinen 295.921,97 21.901,00 1.949,00 0,00 315.873,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.233,19 68.372,31 16.946,94 0,00 534.658,56
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 229.986,67 192.328,90 49.356,03 0,00 372.959,54
Summe Sachanlagen 2.185.992,20 363.236,27 68.251,97 0,00 2.480.976,50
Summe Anlagevermögen 2.225.964,44 363.236,27 68.251,97 0,00 2.520.948,74
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 14,00 14,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 14,00 14,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.001.638,14 2.080.050,14
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 126.324,00 138.919,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 178.171,00 181.859,00
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 0,00 2.273.390,00 865.610,00
Summe Sachanlagen 0,00 4.579.523,14 3.266.438,14
Summe Anlagevermögen 0,00 4.579.537,14 3.266.452,14

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Auto Gerlach Westerwald GmbH, Niederahr

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Auto Gerlach Westerwald GmbH, Niederahr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto Gerlach Westerwald GmbH, Niederahr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wiesbaden, 31. März 2025

Muth & Reich GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Muth, Wirtschaftsprüfer

gez. Reich, Wirtschaftsprüfer

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