ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH

Max-Immelmann-Allee 25, 79427 Eschbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 715913
Eingetragen
3.2.2017
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
- Die Projektierung und Entwicklung von, - die Herstellung von und - der Vertrieb von sowie der Handel mit Fertigprodukten, insbesondere Verbindern und Konnektoren / Systemen mit mechanischen, elektronischen und anderen Anwendungen für die Automobil- und andere Industrien, - die Erbringung von mit den vorstehenden Tätigkeiten zusammenhängenden Dienstleistungen in technischen, industriellen und kaufmännischen Belangen, - die Übernahme von Vertretungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Henrik Kleefeld
seit 12.10.2023
Geschäftsführer
Peter Röttcher
seit 18.1.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH

Eschbach

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GMBH, ESCHBACH

Geschäftsmodell der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH

Die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH mit Sitz in Eschbach ist eine 100%ige Tochterfirma der A. Raymond GmbH & Co. KG mit Sitz in Lörrach und zugehörig zum A. Raymond Netzwerk mit dem Hauptsitz im französischen Grenoble.

Das A. Raymond Netzwerk ist ein international tätiges, über 5 Generationen familiengeführtes Unternehmen, das sich als feste Größe in der Automobilzulieferer Branche etabliert hat. Das Netzwerk beschäftigt heute an weltweit 29 Produktionsstätten etwa 8.400 Mitarbeiter und hat sich auf Befestigungstechnologien in der Automobilbranche spezialisiert. Daneben ist das Netzwerk aber auch in den Branchen Life/Healthcare, Agriculture, Energies und Construction aktiv. Im Berichtsjahr 2023 erzielte das Netzwerk einen weltweiten Umsatz von ca. 1,6 Mrd. €. Mittlerweile kann das Netzwerk auf eine über 150 Jahre andauernde Firmengeschichte zurückblicken.

Im Jahr 1992 wurde mit den Schnellkupplungen (Quick Connectoren) ein weiterer Produktionszweig erfolgreich am Markt eingeführt. Die Quick Connectoren sind von Hand steck- und wieder lösbare Schnellverbindungssysteme. Sie stellen den dauerhaften Flüssigkeitstransport in Schlauchverbindungen von Automobilen sicher und finden ihren Einsatz im Treibstoff-, Hydraulik-, Bremsflüssigkeit-, Kühlmittel-, Dampf- und Harnsäure-Katalysatorbereich. Mit den Quick Connectoren ermöglichen wir unseren Kunden eine einfache, sichere, zeitsparende und qualitativ hochwertige Alternative zu herkömmlichen Verbindungsmechanismen. Sie bestehen in der Regel aus einem Kunststoffgehäuse, einem Taster oder Verschlussring, einem O-Ring als Dichtelement und einem Anschlussprofil.

Im Rahmen einer langfristigen, globalen Strategie für das gesamte A. Raymond Netzwerk, die die Zusammenarbeit im Unternehmen und die Entwicklung in der Zukunft sichern soll, wurden die verschiedenen Fertigungsbereiche in Business Units aufgegliedert. Um als einer der Marktführer im Bereich der Quick Connectoren autonomer und kundenorientierter aufzutreten, wurde im Januar 2017 die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH als 100%iges Tochterunternehmen der A. Raymond GmbH & Co. KG gegründet. Die operative Geschäftstätigkeit wurde im Januar 2018 aufgenommen.

Die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH entwickelt, produziert und vermarktet die Produkte eigenständig an System- bzw. Modullieferanten in der Automobilindustrie. Um den hohen Anforderungen unserer Kunden bezüglich Datensicherheit und Prototypenschutz gerecht zu werden, sind wir seit dem Berichtsjahr durch das TISAX Level 3 zertifiziert.

Strategisch stehen für das A. Raymond Netzwerk und die ARAYMOND FLUID CONNECTION Germany GmbH die Mitarbeiter, deren Weiterentwicklung und Einbeziehung in die strategische Ausrichtung des Netzwerkes im Mittelpunkt. Eine ausgeprägte Kundenorientierung hinsichtlich innovativer Lösungen, hohen qualitativen Ansprüchen und partnerschaftlicher Zusammenarbeit ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der strategischen Ausrichtung. Darüber hinaus stehen Zusammenarbeit und Innovationskultur von Produkten und Prozessen im Mittelpunkt unseres täglichen Arbeitens. Über all dem ist die Verantwortung des Netzwerkes gegenüber den Mitarbeitern, Kunden, der Gesellschaft und der Umwelt ein wichtiger Bestandteil der strategischen Ausrichtung.

Forschung und Entwicklung

In der Entwicklung realisieren die technischen Projektleiter, in enger Abstimmung mit den Konstrukteuren, neue Produkte unter Berücksichtigung der jeweiligen Kundenanforderungen und Normen. Neben speziellen Kundenanforderungen wird aber auch proaktiv an neuen Anwendungsmöglichkeiten, technischen Lösungen und Märkten gearbeitet. Unterstützt wird das Team bei seiner täglichen Arbeit von Materialexperten, den Industrialisierungsverantwortlichen für Fertigungsequipment, sowie dem Programmanagement. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Labor, der Industrialisierung und der Qualitätssicherung werden bestehende Produktlösungen ständig verbessert. Damit in Zukunft neue Technologietrends frühzeitig identifiziert und in neue Produkte überführt werden können, ist die Vorentwicklung mit einem eigenen Team in den Entwicklungsbereich integriert. Die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH hat im Berichtsjahr 3,14 Mio. € (Vorjahr 3,04 Mio. €) in Forschungs- und Entwicklungsprojekte investiert. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren zum Bilanzstichtag 25 Mitarbeiter beschäftigt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut dem World Economic Outlook des IWF *(1) ist die weltweite Wirtschaft im Berichtsjahr 2023 zum Vorjahr um 3,1% gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Abschwächung um 0,3%-Punkte. Für die Eurozone wurde ein Wachstum von 0,5% erzielt, welches einen deutlichen Rückgang um 2,9%-Punkte zum Vorjahr darstellt. Das weltweite Wirtschaftswachstum von 3,1% im Berichtsjahr 2023 war wesentlich getrieben durch staatliche und private Ausgaben, hoher Erwerbsbeteiligung und real verfügbare Einkommenszuwächse, so wie Lösung von Lieferkettenproblemen aus der Zeit der Pandemie sowie kürzeren Lieferzeiten. Speziell im Euroraum wurde das Wachstum deutlich gedämpft durch eine schwache Verbraucherstimmung, die anhaltenden Auswirkungen hoher Energiepreise und die Schwäche der zinsabhängigen Industrie- und Unternehmensinvestitionen.

Laut Statistischem Bundesamt *(2) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für das Berichtsjahr in Deutschland um -0,3% niedriger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist primär auf einen Kaufkraftverlust und der Kaufzurückhaltung im privaten wie auch staatlichen Konsum zurückzuführen, welche primär verursacht sind durch Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs und gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten. Auch die Auslandsexporte konnten durch ihren Rückgang um 1,8% nicht positiv zu einem Wirtschaftswachstum beitragen.

Die Inflation in Deutschland lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 5,9% im Vergleich zum Vorjahr. Als größte Einflussfaktoren nennt das Statistische Bundesamt *(3) hier die Teuerung der Nahrungsmittel, der Energieprodukte sowie Gebrauchsgüter und Dienstleistungen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut dem Global Sales and Production Forecast des IHS Markit *(4) vom Februar 2024 ist die globale Produktion der Personenkraftwagen (ohne Nutzfahrzeuge) von 82,3 Mio. Fahrzeuge im Vorjahr auf 90,3 Mio. Fahrzeuge im Berichtsjahr gestiegen, was einem Wachstum von 9,7% entspricht. Für Europa ist die Produktion der Personenkraftwagen von 14,8 Mio. Fahrzeuge im Vorjahr auf 16,7 Mio. Fahrzeuge im Berichtsjahr gestiegen, was einer Steigerung von 12,8% entspricht.

Als Hauptfaktor für die gestiegenen Produktionszahlen sind laut IHS Markit *(4) insbesondere einhergehende Absatz- und Nachfragesteigerung zu nennen, welche auch um ca. 9% zunahm im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls positiv beeinflusst wurde die weltweite Produktion von Personenkraftwagen durch weiter anhaltende Stabilisierung der Lieferketten. Auch die Vorlaufzeit im Halbleitermarkt hat sich erhöht, und die nichtautomobile Nachfrage an Halbleiter ist leicht gesunken. In China als wichtigster globaler Markt wurden die Absatz- und Produktionszahlen stark gefördert durch staatliche Förderungen bei Elektrofahrzeugen, Exportsteigerungen und Preisnachlässen der Hersteller. Negativ beeinflusst wurden diese Zahlen durch anhaltende Ängste vor einer Rezession und Kreditklemme. Die über das Jahr hinweg aufgebauten Lagerbestände an fertig produzierten Personenkraftwagen führten hin zu einer immer mehr werdenden nachfrageorientierter Produktion, welche aber speziell in Europa und Deutschland bezüglich sich verändernden CO 2 -Normen und Subventionen einer starken Unsicherheit unterliegt.

Geschäftsverlauf der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH

Im Folgenden werden die finanziellen Leistungsindikatoren der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH für das Berichtsjahr dargestellt und erläutert. Auf eine quartalsweise Darstellung wie in den zwei vorhergegangenen Jahren wird auf Grund sich abflachender Schwankungen innerhalb des Berichtsjahres verzichtet.

Im Berichtsjahr konnte ein Gesamtumsatz von 69,8 Mio. € erzielt werden. Die Erwartungen an das Jahr mit 73,7 Mio. € Umsatz haben wir somit um 5,0% nicht erfüllt, gleichwohl wir zum Vorjahr mit 63,2 Mio. € Umsatz eine Zunahme von 10,4% verzeichnen konnten.

Die Nichterreichung des geplanten Gesamtumsatzes ist im Wesentlichen auf den Produktumsatz zurückzuführen. Bei den sonstigen Umsätzen wurde die Erwartung des Vorjahres erfüllt.

Der Produktumsatz wurde beeinflusst durch die im Vergleich zum Budget geringeren Kundenabrufe, welche sich speziell in der zweiten Jahreshälfte bemerkbar machten. Ein wesentlicher Faktor war unseres Erachtens die sich stetig füllenden Lager an fertig produzierten Automobilen bei den OEMs, wie auch sich füllende Lager bei unseren Kunden. Das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis (nachfolgend EBIT genannt) in Höhe von 2,9 Mio. € entsprach ebenso nicht unseren Erwartungen in Höhe von 5,0 Mio. €.

Ursächlich für die Verfehlung des EBIT-Zieles ist hauptsächlich das Nichterreichen des Umsatzzieles zu nennen. Als weiterer wesentlicher Faktor sind erhöhte Personalkosten durch Neueinstellungen zu nennen, wie auch stark erhöhte Frachtkosten verursacht durch Sonderfahrten.

Im Berichtsjahr, ganz speziell in der ersten Jahreshälfte, hatten wir einen deutlichen Produktionsrückstand zu vermelden, welcher hauptsächlich durch fehlende Ressourcen in Fertigungsanlagen wie auch Bediener- und Einrichterpersonal verursacht wurde. Durch eingeleitete Maßnahmen in der Produktionsplanung und Disposition sowie Optimierungen der Fertigungsanlagen, konnte der Produktionsrückstand in der zweiten Jahreshälfte deutlich reduziert werden.

Als weitere Maßnahme wurde mit Priorisierung das Recruiting von Maschinenbedienerin, Einrichter und Mechaniker vorangetrieben. Auf Grund geringer Verfügbarkeit am Arbeitnehmermarkt zogen sich diese Wieder- und Neubesetzung bis in den Herbst hinein, zeigten dann aber Wirkung in der Maschinenverfügbarkeit. Schließlich konnte im Dezember des Berichtsjahres eine weitere Fertigungseinheit für unsere Quick Connectoren in Betrieb genommen werden, welche seitdem als weitere Produktionskapazität zur Verfügung steht. Durch permanenten Austausch und Abstimmung mit unseren Kunden und auch Lieferanten, so wie den oben genannten Maßnahmen, kam es zu keiner Zeit zu Störungen der Liefer- und Produktionsketten bei unseren Kunden.

Durch die oben erwähnten Maßnahmen konnten wir speziell in der zweiten Jahreshälfte den Lagerbestand an Fertigerzeugnissen um ca. 33% aufbauen, von 2,7 Mio. € zum Ende des Vorjahres auf 3,6 Mio. € auf Ende des Berichtsjahres, um speziell den hohen Auftrags- und Forecastzahlen zu Beginn des Folgejahres 2024 gerecht zu werden.

Die noch im Vorjahr deutlich anhaltenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf deutsche und europäische Automobilzulieferer und Automobilhersteller, welche zeitweise Werksschließungen und Reduzierungen der Arbeitsschichten nach sich zog, hatte im Berichtsjahr kaum mehr negative Auswirkungen auf die Zuliefererketten und Produktionen in der Automobilindustrie. Auch eine spürbare Auswirkung von Halbleiterengpässen zeichnete sich im Berichtsjahr kaum noch ab, bezogen auf die Lieferketten innerhalb der europäischen Automobilbranche und somit auf unsere Produktionszahlen. Auch bezüglich Lieferketten unserer Zulieferer sahen wir uns keinen nennenswerten Verzögerungen und Unterbrechungen von Rohmaterialien und Zukaufteilen ausgesetzt.

Trotz der im Berichtsjahr vermehrt in den Medien wahrnehmbaren Meldungen über Liquiditätsschwierigkeiten und Insolvenzen von Unternehmen und hier auch speziell Automobilzulieferern, welche sich auch in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes *(5) bestätigen, sahen wir uns keinen Zahlungs- oder Lieferausfällen ausgesetzt. Durch ein nachhaltiges und stetig überwachendes Debitorenmanagement sowie nachlassende Umsatzerlöse im letzten Quartal konnten wir unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag des Berichtjahres um 22% reduzieren bei gleichzeitigem Umsatzwachstum von 10,4% im Vergleich zum Stichtag des Vorberichtsjahres.

Über das Jahr hinweg konnten wir sowohl bei neuen Anwendungen, als auch in unserem Bestandsgeschäft die Geschäftsbeziehungen weiter ausbauen. Im Bereich der klassischen PKW mit Verbrennungsantrieben, wie aber auch im thermischen Management von neuen Antriebstechnologien, konnten wir Neugeschäft verbuchen.

Gesamthaft lässt sich somit für das Berichtsjahr 2023 sagen, dass wir sowohl in Umsatz wie auch Ergebnis unsere Ziele nicht erreichen konnten. Unter Berücksichtigung der oben genannten Einflussfaktoren sehen wir das Jahr 2023 trotzdem als durchaus zufriedenstellend an.

Erweiterung Produktgruppe alternative Antriebstechnologie

Im Berichtsjahr konnten wir erfolgreich weiter Produktionsanlagen und Produkte in die Serienreife überführen, welche für den Automobilmarkt der Elektrofahrzeuge bestimmt sind. Für diese Produktgruppe der alternativen Antriebstechnologie, konnten wir die Leistungsindikatoren Umsatz und produzierte Stück im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Ebenso konnten im Berichtsjahr erste Investitionen in Labor- und Prüfequipment getätigt werden, wie auch die Planung einer flächenmäßigen Erweiterung unseres Labors abgeschlossen werden. All das soll dazu dienen, um zukünftig alle Validierungen, Produkt- und Life-Cycle-Test für die Kundenanforderungen europäischer Automobilhersteller in unserem Hause selbst durchführen zu können. Im Folgejahr sollen die baulichen Maßnahmen und noch weitere Prüf- und Laborgeräte beschafft werden, so dass in der zweiten Jahreshälfte erste Validierungen und Tests im eigenen Haus durchgeführt werden können.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die folgenden Kennzahlen heran:

Produzierte Stückzahl

Umsatz

EBIT / EBIT-Marge

Die Leistungsindikatoren haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Leistungsindikatoren 2023 2022 Veränderung
Produzierte Stückzahl 419,5 Mio. St. 411,9 Mio. St. 7,6 Mio. St.
Umsatz 69,8 Mio. € 63,2 Mio. € 6,6 Mio. €
EBIT 2,9 Mio € 1,8 Mio. € 1,1 Mio. €
Im Verhältnis zum Umsatz in % 4,2% 2,8% 1,4 bps

Angaben: bps sind Basispunkte

Im Geschäftsjahr 2023 konnten Umsatzerlöse in Höhe von 69,8 Mio. € (VJ: 63,2 Mio. €) erreicht werden, was einer Steigerung zum Vorjahr von 10,4% entspricht. Der Anstieg ist zum einen einer leicht erhöhten Absatzmenge im Vergleich zum Vorjahr geschuldet. Zum anderen spielt hier der Effekt von Preiserhöhungen aus 2022 und 2023 eine Rolle, welche aufgrund der angestiegenen Rohmaterial-, wie auch Strompreise durch die Inflation seit 2022 erforderlich waren. Als weiterer Effekt spiegelt sich hier auch der Verkauf von material- und wertschöpfungshaltigeren Produkten wider.

Im Berichtsjahr lag die produzierte Stückzahl bei 419,5 Mio. Stück (VJ: 411,9 Mio. Stück) was einer Erhöhung von ca. 1,8% entspricht. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des Absatzes und die Erhöhung der Lagerbestände zurückzuführen. Die Produktionsprognose des Vorjahres konnte aufgrund einer schwächer als erwarteten Marktentwicklung im zweiten Halbjahr nicht erreicht werden.

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betrugen 22,5 Mio. € (VJ: 20,7 Mio. € / +8,7% zum VJ), was einer Quote von 32,2% bezogen auf die Umsatzerlöse entspricht. Die Erhöhung der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Absätze sowie der Erhöhung des Lagerbestandes zurückzuführen.

Der Personalaufwand (Positionen 6.a und 6.b in der Gewinn- und Verlustrechnung) beliefen sich auf 17,0 Mio. € (VJ: 14,9 Mio. € / +14,3% zum VJ), was einer Quote von 24,4% in Relation zu den Umsatzerlösen entspricht. Die Erhöhung des Personalaufwand ist zum größeren Teil dem Aufbau von Personal in den Produktions- und Produktionsnahen Bereichen wie auch in Administrativem Bereich geschuldet. Darüber hinaus trug zur Erhöhung auch die deutliche Tariferhöhung von 5,2% mehr Entgelt und der Inflationsausgleichsprämie bei.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 3,7 Mio. € von 19,7 Mio. € im Vorjahr auf 23,4 Mio. € im Berichtsjahr. Im Wesentlichen ist diese Erhöhung zurückzuführen auf erhöhte Kosten bei den Verwaltungs- und Vertriebskosten.

Als Ergebnis dieser Entwicklungen beträgt das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis (EBIT) im Berichtsjahr 2,9 Mio. €, was unter unseren Zielerwartungen lag, aber über dem Vorjahreswert von 1,8 Mio. €, welches eine Erhöhung von 61% zum Vorjahr darstellt. Aufgrund der nicht erreichten Umsatzziele, erhöhten Aufwendungen für Personal und Frachten, konnte der prognostizierte Wert von 5,0 Mio. € bzw. 6,8% EBIT-Marge nicht erreicht werden.

Finanzlage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Hier gab es im Berichtsjahr keine nennenswerten Vorkommnisse bezüglich Zahlungsauffälligkeiten oder -ausfällen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 4,7 Mio. € (VJ: 4,4 Mio. € / +5,6% zum VJ), was einer Quote von 13,6% der Bilanzsumme entspricht.

Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der vorgegebenen Zahlungsziele beglichen werden.

Die Finanzierung der Verbindlichkeiten erfolgt neben dem erwirtschafteten Cashflow aus einem Cash Pool mit der Gesellschafterin A. Raymond GmbH & Co. KG.

Der Finanzmittelfonds, bestehend aus dem Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten, hat sich zum Ende des Wirtschaftsjahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr von 1,8 Mio. € um 0,6 Mio. € auf 2,4 Mio. € erhöht. Diese Erhöhung ist bedingt durch die Abflüsse von Finanzmitteln aus Investitionstätigkeit (5,8 Mio. €) und Abflüssen aus Finanzierungstätigkeit (0,6 Mio. €) sowie Zuflüsse von Finanzmitteln aus laufender Geschäftstätigkeit (7,0 Mio. €).

Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen.

Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag beträgt die Bilanzsumme 34,4 Mio. € (VJ: 33,3 Mio. € / +3,4% zum VJ), wovon 11,3 Mio. € (VJ: 8,9 Mio. € / +26,7% zum VJ) auf das Anlagevermögen und 23,1 Mio. € (VJ: 24,3 Mio. € / -5,2% zum VJ) auf das Umlaufvermögen entfallen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 5,8 Mio. € (VJ: 3,3 Mio. €) getätigt, welche hauptsächlich zur Kapazitätserweiterung und Prozessoptimierung in der Beschaffung von Spritzgusswerkzeugen, Fertigungs- und Laborequipment durchgeführt wurden. Diese Investitionen führen zu einem Anstieg des Anlagevermögens von 8,9 Mio. € im Vorjahr auf 11,3 Mio. € im Berichtsjahr, was einer Steigerung von 26,7% entspricht. Das Umlaufvermögen sank von 24,3 Mio. € im Vorjahr auf 23,1 Mio. € im Berichtsjahr. Die darin enthaltenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände reduzierten sich um 2,5 Mio. € auf 9,1 Mio. € (VJ: 11,6 Mio. €). Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich um 0,6 Mio. € auf 2,4 Mio. € (VJ: 1,8 Mio. €).

Die oben genannte Reduzierung des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 9,1 Mio. € (VJ: 11,6 Mio. €) zurückzuführen. Daneben stiegen, wie im Geschäftsverlauf erläutert, die Vorräte von 8,6 Mio. € im Vorjahr auf 9,8 Mio. € im Berichtsjahr.

Das Eigenkapital beträgt 11,0 Mio. € (VJ: 9,4 Mio. € / +16,6% zum VJ), was einer Eigenkapitalquote von 32,0% entspricht. Die Rückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. € (VJ: 2,4 Mio. € / -24,8% zum VJ) sind im Berichts- und Vorjahr lediglich durch die sonstigen Rückstellungen gekennzeichnet. Der Rückgang ist auf den Rückgang der personalbezogenen Rückstellungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Jahresende auf 21,6 Mio. € (VJ: 21,5 Mio. € / +0,7% zum VJ). Der sich auf die Gesellschafterin A. Raymond GmbH & Co. KG erstreckende Anteil beläuft sich hierbei auf 16,7 Mio. € und bleibt somit unverändert zum Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,7 Mio. € (VJ: 4,4 Mio. € / +5,6% zum VJ).

Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Zusammengefasst lässt sich zu der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sagen, dass die Unternehmensleitung auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurückblicken kann, auch wenn die erreichten Werte unter den Erwartungen an das Berichtsjahr lagen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Zum Stichtag betrug der Personalbestand (Head Count) 281 Mitarbeiter, davon 12 Auszubildende und Studenten sowie 15 Leiharbeiternehmer. Im Berichtsjahr wurde, wie auch schon in den Vorjahren, umfassend in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Hierzu zählten neben fachlichen Weiterbildungen auch die Weiterbildung in Führungskompetenzen, sicherheitsrelevanten Themenbereichen, Produkt- und Prozessqualität sowie dem Umweltschutz. Um den Veränderungen am Arbeitsmarkt, der Gesellschaft und auch unserer Mitarbeiter gerechter zu werden, konnten wir im Berichtsjahr erfolgreich das Zertifikat Beruf und Familie erlangen, welches sich durch diverse Maßnahmen mit einer besseren Vereinbarkeit des Beruflichen-, Familiären und Privatleben unserer Mitarbeiter befasst. Daneben runden regelmäßige Mitarbeitergespräche wie auch Zufriedenheitsumfragen den Aufgabenbereich des Personalmanagements ab.

Umwelt- und Energiemanagement

Um Umwelt-, Energie- und Unfallrisiken zu minimieren ist die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH im Umweltbereich nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) und DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. Regelmäßige Schulungen sowie interne und externe Audits minimieren die Unfall- und Umweltrisiken der Gesellschaft. Ein eigenes Energiemanagement Team befasst sich mit Auswertung und Analyse der Energiekennzahlen sowie kontinuierlichen Verbesserungen zur Senkung des Energieverbrauches.

Corporate Social Responsibility (CSR)

Um der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, existiert in der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH wie auch im gesamten Netzwerk ein Corporate Social Responsibility (CSR) Regelwerk, welches sich mit dem Verhalten des Unternehmens und deren Mitarbeiter im Kontext der gesellschaftlichen Verantwortung befasst. Seit dem Berichtsjahr sind wir als offizielles WIN-Charta *(6) Unternehmen gelistet, und haben somit unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen und -ziele allen interessierten Parteien veröffentlicht.

Ein eigenes Charity Team, welches sich um monetäre und nicht-monetäre Unterstützung sozialer Einrichtungen kümmert, runden die ergriffenen Maßnahmen ab. Daneben ist die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH Mitglied des SC Freiburg Fairways Programm *(7) und unterstützt somit gesellschaftliche und soziale Projekte.

Das Compliance System sowie das Internal Control Management des Unternehmens beschäftigten sich im Wesentlichen mit dem Ethik- und Verhaltenskodex, sowie Anti-Korruptions-Richtlinien, Richtlinien zu wettbewerbskonformem Verhalten und einem internen Kontroll- und Whistleblowing-System. Diese Systeme basieren auf nationalen und internationalen Gesetzten und Richtlinien, wie auch auf Grundwerten und Vorgaben des Raymond Netzwerkes.

Chancen-, Risiko-, Prognosebericht

Chancenbericht

Neuentwicklungen und Innovation

Ein hochqualifiziertes Team aus den Bereichen Entwicklung, Vorentwicklung, Industrial Engineering, Labor und Business Development der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH beschäftigt sich im Schwerpunkt mit den Anforderungen der Automobilindustrie und der Systemlieferanten an die Hybrid- und Elektromobilität. Durch unser gutes Verhältnis zu unseren Kunden, unsere Innovationskraft im Hinblick auf Verfahren und Produkte und unsere guten Vertriebs- und Marketingstrategien sehen wir in den stark wachsenden Märkten der Hybrid- und Elektromobilität großes Potenzial, weitere Absatzmöglichkeiten zu identifizieren und zu nutzen. Die im Berichtsjahr weiter ausgebaute Produktion und Serienbelieferung mit Fluidleitungen für die thermische Regulierung von Batterien in Elektrofahrzeugen, sowie die Maßnahmen und Investition in die Erweiterung des Labors zur Produktvalidierung, bestätigt den Erfolg unseres Unternehmens hinsichtlich dieser neuen Anwendungsgebiete. Weitere Anfragen und Projekte mit bestehenden wie auch potenziellen Neukunden zeigen die Wirksamkeit in der Neuausrichtung auf alternative Antriebstechnologien. Neben rein lokalen Entwicklungsprojekten arbeiten wir auch in versschieden Arbeitsgruppen aus unterschiedlichen Fachbereichen mit Kollegen aus dem A. Raymond Netzwerk zusammen, um proaktiv die Innovationskraft und Neuentwicklungen voranzutreiben.

Hierbei steht klar die Kundenorientierung im Vordergrund, weshalb wir unter anderem regelmäßig unsere Kunden vor Ort besuchen bzw. zu uns einladen, und ebenso an Messen wie der Battery Show in Stuttgart oder der IZB in Wolfsburg vertreten sind. So möchten wir auch weiterhin durch unsere Produktentwicklung dem Kunden einen Mehrwert bieten, sei es durch Reduzierung seiner Montagezeit und Montagekosten, durch verbesserte Sicherheit oder mechatronische Anbindung an die steuernde Bordelektronik. Immer mehr spielt auch der ökologische Fußabdruck unserer Produkte eine Rolle, weshalb wir vermehrt an ECO-Designs arbeiten, um die Umweltbilanz unserer Kunden zu verbessern. Das frühe Einbinden der Produktions- und Qualitätsabteilungen runden die Entwicklungsteams hinsichtlich neuer Produktlösungen ab.

Bestandsgeschäft

Im Bereich des Bestandsgeschäftes bei den PKW mit klassischen Verbrennungsmotoren mit und ohne Start/Stop Funktion sowie den Mild und Full Hybrid Fahrzeugen, sehen wir auch weiterhin gute Absatzchancen mit unseren bereits bestehenden Produkten uns von Wettbewerbern abzuheben, und in weitere PKW-Plattformen neue Projekte zu gewinnen. Hier hilft uns die technische Produktinnovation, eine hochautomatisierte und prozessstabile Fertigung, wie eine weiterhin gut bestehende Kundenbindung durch unsere Vertriebsteams. Generell wird dies auch durch die Prognose vom Global Sales and Production Forecast des IHS Markit *(8) vom Februar 2024 unterstrichen, welcher eine generelle Zunahme der globalen PKW-Absätze über die nächsten Jahre vorsieht.

Inflation und Wirtschaftswachstum

In seinem World Economic Outlook *(9) vom Januar 2024 geht der International Monetary Fund (IMF) von einem weiteren Wachstum der globalen Wirtschaft in den Jahren 2024 mit 3,1% und 2025 mit 3,2% aus. Das Wachstum im Euroraum wird mit 0,9% in 2024 und 1,7% in 2025 prognostiziert, was eine leichte Erholung zum Berichtsjahr darstellt. Ebenso wird in dem Bericht die weltweite Inflation mit 5,8% in 2024 und 4,4% in 2025 prognostiziert, was einen Rückgang zum Berichtsjahr mit 6,8% darstellt. Dies lässt auf eine anhaltende Stabilisierung und Kaufkrafterhöhung der Märkte und auch des Automobilmarktes schließen, was wir positiv in Hinblick auf unseren Absatz bewerten, gleichwohl der Bericht auf weiter anhaltende geopolitische und ökonomische Risiken hinweist.

Nutzfahrzeuge

Neben den Light Vehicle (Personenkraftwagen) sehen wir auch weiterhin gute Chancen im Bereich der Heavy Vehicle (Nutzfahrzeuge) unseren Marktanteil weiter auszubauen. Der klassische Verbrennungsantrieb wird unserer Meinung nach noch länger die Hauptantriebstechnologie in dieser Produktsparte sein, weshalb wir hier mit unseren bestehenden Produkten weiteres Absatzpotenzial sehen. Daneben arbeitet ARaymond mit eigenen Teams aus Entwicklung und Vertrieb zusammen mit den Nutzfahrzeugherstellern an alternativen Antriebstechnologien wie Wasserstoff- und Elektroantrieben, worin wir ein weiteres Absatzpotenzial sehen.

Alternative Märkte

In der strategischen Ausrichtung des ARaymond Netzwerkes spielen alternative Märkte außerhalb der Automobilindustrie eine zunehmende Rolle, gerade dort wo Medien wie Flüssigkeiten, Dämpfe und Gase transportiert werden müssen und somit unsere Produkte weitere Anwendungsgebiete finden. Um dieser weiteren Ausrichtung gerecht zu werden, wurden entsprechende Kapazitäten aus den Bereichen Entwicklung, Vorentwicklung und Business Development innerhalb unseres Unternehmens wie auch im ARaymond Netzwerk auf die Identifikation neuer Absatzwege und Anwendungsmöglichkeiten ausgerichtet und die Teams arbeiten zusammen mit potenziellen Kunden an deren Problemlösung in Entwicklungsprojekten.

Risikobericht

Zentrale Risikofelder

Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern ist Bestandteil des Risikomanagements der Gesellschaft, um Gefahrenpotenziale zu minimieren und Chancen zielgerecht und erfolgreich zu nutzen. Hierzu werden verschiedenste Daten aus SAP, MES und diversen anderen Programmen mit Hilfe einer "Business Intelligence Software" herangezogen und zu tages-, wochen- und monatsaktuellen KPIs und Reports ausgewertet. Diese KPIs und Auswertungen werden, im Hinblick auf den Zielerreichungsgrad, in wöchentlichen und monatlichen Managementmeetings mit der Unternehmensleitung besprochen, interpretiert, und gegeben falls Maßnahmen zur Zielerreichung eigeleitet. Ziel ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und diese in unsere operative wie strategische Planung zielorientiert einfließen zu lassen.

Wirtschaftliche Risiken

Laut dem Global Sales and Production Forecast von IHS Markit ist im globalen Absatzmarkt mit einem Wachstum bei Personenkraftwagen von 3% im Jahr 2024 zum Berichtsjahr zu rechnen. Primär auf Grund gefüllter Lager bei den Herstellern, sieht der Forecast kein Wachstum in den Produktionszahlen vor, also gleichbleibende Zahlen von 2023 auf 2024. Im speziellen für Europa wird nach einem starken Wachstum im Jahr 2024 sowohl für Absatz wie auch Produktion, nur noch mit einem leichten Absatzwachstum auf das Jahr 2024 gerechnet, für die Produktionszahlen wird sogar ein leichter Rückgang erwartet. Diese Zahlen gilt es in den monatlichen Forecasts von IHS Markit zu analysieren und zu interpretieren. Nachfolgende Risiken könnten sich negativ auf die aktuellen Forecastzahlen auswirken.

Der World Economic Outlook des IMF prognostiziert eine Abflachung der Inflation von 6,8% im Berichtsjahr auf 5,8% im Folgejahr und 4,4% im Jahr 2025. Trotz dieser positiven Nachricht liegen diese Inflationsraten immer noch deutlich über dem Schnitt der Jahre vor der Coronapandemie. Sollten Löhne und Gehälter nicht im gleichen Maße wachsen wie die Teuerungsraten, würde dies einen Kaufkraftverlust nach sich ziehen, der sich sehr wahrscheinlich negativ auf die Absatzzahlen der Personenkraftwagen auswirken wird. Ebenso ist in dem Kontext der Inflation auch die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und der Zinsentwicklung zu sehen. Beide Faktoren können sowohl bei privaten Haushalten wie auch öffentlichen Haushalte und Unternehmen eine negative Kaufentscheidung nach sich ziehen.

Als immer noch sehr starkes gesamtwirtschaftliches Risiko ist der Krieg in der Ukraine zu sehen. Auch wenn sich seit Monaten die Kampfhandlungen auf den hauptsächlich östlichen Teil der Ukraine beschränken, und sich die Auswirkungen des Krieges kaum noch bemerkbar machen in der Automobilindustrie, so kann eine Ausweitung der Kampfhandlungen in weitere ukrainische oder baltische Gebiete eine deutlich negative Auswirkung auf die gesamtwirtschaftliche und automobilwirtschaftliche Entwicklung bedeuten. Die aktuelle Lage verändert sich eher wenig in den Kriegsgebieten der Ukraine, weder Russland noch die Ukraine scheinen aktuell die Oberhand zu erlangen. Daher sind die weiteren Entwicklungen und der Ausgang des Krieges sehr schwer einzuschätzen, kann aber je nach Entwicklung oder Ausgang deutlich negative Auswirkungen für Europa und die Welt bedeuten.

Neben dem Krieg in der Ukraine sind weitere geopolitische Konflikte zu benennen, die je nach Entwicklung und Ausgang stark negative Auswirkungen auf die globale Wirtschaftsentwicklung haben können. Zum einen ist hier der anherrschende Anspruch von China auf Taiwan zu nennen. Trotz seiner geringen flächenmäßigen Größe ist Taiwan der mit Abstand wichtigste Hersteller von Halbleiterchips weltweit. Eine Konfliktausweitung könnte noch deutlich negativere Auswirkungen haben, wie der Chip-Mangel der vergangenen Jahre. Auch eine Ausweitung des Israel-Gaza-Konfliktes könnte spürbar negative Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung regional, aber auch global haben. In den oben genannten Kriegen und Konflikten ist auch die Haltung der USA ein wichtiger Faktor für deren weitere Entwicklung. Hier ist speziell der Ausgang der Präsidentenwahl Ende 2024 ein wichtiger Faktor für die weitere Haltung der USA gegenüber seiner Verbündeten.

Die oben genannten Wirtschafts- und Absatzrisiken sind für die Gesellschaft nicht zu vernachlässigen und bedingen eine ständige Nachverfolgung und Einschätzung hinsichtlich deren Chancen und Risiken. Neu gewonnene Erkenntnisse werden bezüglich ihres Einflusses auf den wirtschaftlichen Verlauf und die Zielerreichung der Gesellschaft geprüft und die Auswirkungen mittels Forecast Berechnungen ermittelt. Aktuell schätzen wir die Erreichung der Ziele bezüglich Umsatzes und Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis als wenig gefährdet ein.

Beschaffungsrisiken

Die von unserem Einkauf regelmäßig durchgeführten Lieferantenkontaktierungen und Verhandlungen, bis hin zu Lieferantenaudits und Lieferantenentwicklungen, sind Maßnahmen zur zukünftigen Sicherstellung der Lieferung von benötigten Rohmaterialien und Zukaufteilen. Darüber hinaus sichern wir uns durch regelmäßige Lieferantenbewertungen durch unseren Einkauf und die Kreditorenbuchhaltung gegen einen Lieferanten- und Lieferausfall ab.

Die Beschaffungssituation am Rohmaterialmarkt schätzen wir aktuell als wenig risikobehaftet ein, nichtsdestotrotz lässt sich nicht ausschließen, dass auf Grund zukünftiger Energie- und Rohstoffknappheit sich diese Situation auch ändern kann. Ebenso sind die Entwicklungen der Energiepreise, der Standortentscheidungen und Finanzlage der Lieferanten nicht eindeutig absehbar. Mit einer entsprechenden Bedarfsplanung, Einkaufspolitik und Analyse des Zulieferermarktes, wirken wir diesem Risiko entgegen. Hier analysiert der strategische Einkauf entsprechend die Entwicklungen an den Märkten in Abstimmung mit dem Controlling, um frühzeitig Maßnahmen einzuleiten, wie auch gegeben falls proaktiv auf unsere Kunden bezüglich Kostenweitergabe oder alternativen Materialien zuzugehen.

Produkthaftungsrisiken

Um die Auswirkungen von Haftungsrisiken wegen Schlechtleistungen bzw. Fehlfunktionalität und damit einhergehenden Schadenersatzansprüchen von Kunden zu minimieren, wird mit einem aus Sicht der Geschäftsführung angemessenen Versicherungsschutz entgegengewirkt. Neben dieser finanziellen Absicherung wirken wir auch durch entsprechende System- und Prozessaudits sowie mit einem Qualitätsmanagementsystem einer Schlechtlieferung entgegen. Die spezifischen Kundenanforderungen in die Produktentwicklung einfließen zu lassen, und auch im Fertigungsprozess entsprechend zu berücksichtigen, ist ebenfalls Bestandteil zur Absicherung gegen fehlerbehaftete Produkte. So werden kundenspezifische Anforderungen an Sauberkeit, Dichtheit und Langlebigkeit des Produktes in Langzeitverfahren in unserem eigenen Labor getestet. Ebenso wird schon während der Entwicklung mittels Computersoftware der bestmögliche Spritzgussprozess und auch der spätere Medienfluss in unseren Produkten simuliert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Um den Finanzbedarf unseres Unternehmens zu überwachen und die finanzielle Unabhängigkeit weiterhin sicherzustellen, werden regelmäßige Forecasts zu Umsatz, Gewinn- und Verlustrechnung, wie auch der Cashflow Rechnung erstellt. Diese Forecasts werden in der Regel mit einem Horizont von 3 bis 12 Monaten erstellt, finden aber auch in der strategischen Planung über einen Zeitraum von mehreren Jahren statt.

Soweit wirtschaftlich sinnvoll und möglich, werden wesentliche Risiken durch aus der Sicht der Geschäftsführung entsprechende Versicherungen abgedeckt. Durch eine jährlich stattfindende neue Identifizierung und Bewertung der Risiken durch unser Versicherungsunternehmen, wie auch intern durchgeführte Risikoaudits, werden Relevanz und Deckungshöhe überprüft und ggf. neu angepasst.

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft keinen nennenswerten Währungsschwankungen ausgesetzt. Umsatz und Materialeinkauf werden weitestgehend in Euro abgewickelt. Transaktionen in Fremdwährung sind von untergeordneter Bedeutung.

Durch die steigende Inflation der Jahre 2022 und 2023 wurde der Leitzins durch die Europäische Zentralbank fiskalpolitisch auf bis zuletzt 4,5% angehoben, was eine deutliche Verteuerung von Krediten nach sich zog. Zwar war die Inflation zuletzt rückläufig, und der Leitzins wurde Anfang des Jahres 2024 nicht weiter nach oben angepasst, trotzdem stellt der aktuelle Wert von 4,5% eine deutliche Erhöhung der Jahre zuvor da. Dies spiegelte sich bei einigen Unternehmen in der Automobilbranche in einer schwieriger werdenden Finanzierung wider, bis hin zu finanziellen Schieflagen. Dies ist auch weiterhin als mögliche Wahrscheinlichkeit im Jahr 2024 möglich, und gilt es stetig zu überwachen. Hierzu werden durch das Debitoren- und Kreditorenmanagement unsere Kunden wie auch Lieferanten regelmäßig bezüglich ihres Zahlungsverhaltens und ihrer Bonität überprüft und ggf. neu eingestuft. Mögliche Zahlungs- und Lieferausfälle decken wir mit entsprechenden Avalen und Kreditversicherungen ab. Die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH finanziert sich ausschließlich durch ein Cash Pool mit der Gesellschafterin A. Raymond GmbH & Co. KG. Die Verzinsung dieses Cash Pools richtet sich nach dem Euribor. Erhöhte Aufwendungen für Zinsen des Cash Pools sind in der Finanzplanung beider Gesellschaften berücksichtigt und stellen trotz Mehraufwand kein Erhöhtes Risiko dar.

Aktuell sehen wir keine nennenswerten finanzwirtschaftlichen Risiken für die Gesellschaft, gleichwohl uns bewusst ist, dass auch weiterhin der Krieg in der Ukraine, geopolitische Spannungen, Inflation und Zinsentwicklung, eine Verknappung und Teuerung von Energie und Rohstoffen, wie auch starke Änderungen der Nachfragesituation Einfluss auf unsere Finanzlage haben können. Deshalb überwachen und analysieren wir diese Entwicklung und deren Auswirkungen engmaschig mit den oben genannten Finanzmechanismen.

Gesamtaussage zu den Risiken

Aktuell schätzen wir die Gesamtrisikosituation bei der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH als eher gering ein, auch wenn die weitere Entwicklung und Auswirkung im Russland-Ukraine-Krieg nicht zu vernachlässigen sind. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir keine bestandsgefährdenden Risiken sehen und der künftige Fortbestand des Unternehmens gesichert ist.

Prognosebericht

Für die weltweite Entwicklung der Wirtschaft in 2024 sagt der IMF in seinem World Economic Outlook *(10) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1% voraus, für den Euroraum sollen es 0,9% sein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) *(11) prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte Zunahme des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,2% gegenüber dem Vorjahr. Im Wesentlichen begründet das BMWK diese schwache Prognose mit knapper werdenden Angeboten an Fach- und Arbeitskräften und dem Energiepreisniveau.

Das Marktanalyseunternehmen IHS Markit prognostiziert in ihrem am 20. Februar 2024 veröffentlichten Global Sales and Production Forecast eine globale Produktion von Personenkraftwagen in Höhe von 90,0 Mio. Stück in 2024 im Vergleich zu 90,3 Mio. Stück im Berichtsjahr 2023 voraus. Dies entspricht einer leichten Reduzierung von 0,3% zum Vorjahr. Für das Jahr 2025 wird wieder eine Steigerung um 1,9% auf 91,7 Mio. Stück prognostiziert. Für Europa wird ein Rückgang von 16,7 Mio. Stück im Berichtsjahr auf 16,1 Mio. Stück im Folgejahr 2024 vorausgesagt, was einer Wachstumsrate von -3,6% entspricht. Gleiches gilt für das Folgejahr 2025 mit ebenfalls 16,1 Mio. Stück an produzierten Personenkraftwagen. Für den weltweit größten Markt China wird ein Wachstum von 28,8 Mio. Stück in 2023 auf 29,5 Mio. Stück in 2024 vorausgesagt. Die daraus resultierende Wachstumsrate beträgt 2,4%. Für das Folgejahr 2025 wird mit einer ähnlichen Steigerung von 3,2% auf 30,4 Mio. Stück gerechnet. Daneben ist Nordamerika als drittgrößter Markt zu nennen, in welchem die PKW-Produktion um 0,6% wächst von 15,7 Mio. Stück in 2023 auf 15,8 Mio. Stück in 2024, sowie ein weiteres Wachstum um 2,6% auf 16,2 Mio. Stück in 2025. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die globalen Produktionszahlen von Personenkraftwagen im Jahr 2024 relativ stagnieren zum Vorjahr, und im Folgejahr 2025 mit knapp 2% wieder leicht wachsen.

Da die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH ihren Umsatz mit ca. 26% in Ländern außerhalb der Europäischen Union generiert, sind entsprechend nicht nur die deutschen und europäischen Forecast Zahlen von IHS Markit zu berücksichtigen, sondern auch die globalen Forecast Zahlen. Darüber hinaus ist für uns nicht immer eindeutig absehbar, wieviel unseres Eurozonenumsatzes über die OEM-Lieferketten in weitere Absatzmärkte außerhalb der Eurozone einfließen. Daher gehen wir neben dem Rückgang in der Eurozone in Verbindung mit dem Wachstum in Asien als unser zweitgrößter Absatzmarkt von einer positiven Entwicklung unseres Umsatzes für das Jahr 2024 aus. Darüber hinaus sehen wir im Bestandsgeschäft bei klassischen Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeugen gute Marktchancen, durch unsere bestehenden Produkte, weiteres Neugeschäft in den Anwendungen zu verbuchen. Ebenso fließen in unsere Umsatzplanung deutliche Anstiege unserer Absatzzahlen durch Anwendung im Bereich thermisches Management und Kühlleitungen bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Speziell im Jahr 2024 sind diese Anstiege geprägt von bereits gebuchten und angelaufenen Projekten, darüber hinaus sehen wir durch verschiedene Neuprojekte ein weiteres Potential der Absatzsteigerung in diesem Anwendungsgebiet. Zusammenfassend prognostizieren wir deshalb ein Umsatzwachstum über dem Marktwachstum der Automobilbranche für die Jahre 2024 und 2025.

Neben den Forecast Zahlen von IHS gehen wir für unsere Umsatzplanung von einem weiterhin positiven, oder zumindest sich nicht verschlechternden Verlauf im Krieg in der Ukraine aus. Ebenso gehen wir von keiner Eskalation des China-Taiwan-Konfliktes aus und eines somit möglichen Einhergehens von stark reduzierten Angeboten an Halbleiter für die Automobilbranche. Für die Entwicklung der Inflation, Kaufkraft und speziell der Teuerung der Energie sehen wir die Prognosezahlen der Bundesregierung als realistisch an und gehen von keiner deutlichen Abweichung und somit negative Auswirkung auf unsere Umsatzplanung aus. Durch die bereits erwähnte Erweiterung der Produktionskapazitäten, sowie Neueinstellungen in verschiedenen Bereichen, gehen wir von einer weiterhin deutlichen Reduzierung bis hin zur Normalisierung unserer Produktionsrückstände Anfang des zweiten Quartales 2024 aus, die bei manchen Produkten noch bestehen.

Zusammenfassend, unter Berücksichtigung der oben erläuterten Gesichtspunkte, gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus und erwarten zukünftig eine Steigerung des Umsatzes um etwa 7,9% von 69,8 Mio. € auf 75,3 Mio. €. Mit dieser Steigerung des Umsatzes geht analog die Steigerung des EBIT von 2,9 Mio. € auf 4,2 Mio. € um 45% einher. Die EBIT-Marge erhöht sich aufgrund dieser Prognosen von 4,2% im Berichtsjahr auf 5,6% im Jahr 2024. Für die produzierten Stückzahlen prognostizieren wir einen Anstieg von 419,5 Mio. Stück auf 431,2 Mio. Stück im Geschäftsjahr 2024, was einer Steigerung von ca. 2,8% entspricht.

Die Auftragslage und eingeteilten Kundenabrufe zum Stichtag 31. Dezember 2023 können als durchweg positiv angesehen werden, diese Entwicklung zeigt sich auch weiterhin Anfang des Jahres 2024 bis hin zur Erstellung des Berichtes. Der Umsatz in den ersten zwei Monaten 2024 liegt leicht über Ziel, weshalb wir aktuell unsere Planung als weiterhin realisierbar halten.

 

Eschbach, den 15. Mai 2024

ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH

Jan Kleefeld, Geschäftsführer

*(1) https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024

*(2) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

*(3) Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9% - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

*(4) https://www.spglobal.com/mobility/en/products/automotive-light-vehicle-production-forecasts.html

*(5) 18,8% mehr beantragte Regelinsolvenzen im November 2023 als im November 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

*(6) https://www.nachhaltigkeitsstrategie.de/wirtschaft/win-charta/win-charta-unternehmen/detail/a-raymond-gmbh-co-kg)

*(7) https://www.scfreiburg.com/aktuell/newsletter/buisness-newsletter/bn-23/24/bn4-bochum/fair-ways-foerderpreis/

*(8) https://www.spglobal.com/mobility/en/products/automotive-light-vehicle-production-forecasts.html

*(9) World Economic Outlook Update, January 2024: Moderating Inflation and Steady Growth open Path to Soft Landing (imf.org)

*(10) https://www.imf.org/en/publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024

*(11) https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/03/-jahreswirtschaftsbericht-2024.html

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GMBH, ESCHBACH

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 11.336.457,60 8.948.684,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.701,37 24.435,98
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.701,37 24.435,98
II. Sachanlagen 11.322.756,23 8.924.248,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.535,49 36.054,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.423.658,03 5.651.366,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.528.987,46 2.179.346,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 312.575,25 1.057.480,86
B. UMLAUFVERMÖGEN 23.083.324,63 24.338.168,78
I. Vorräte 9.824.174,54 8.576.015,29
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.183.614,63 3.362.918,59
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.050.028,81 2.510.839,71
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.590.531,10 2.702.256,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.825.695,95 13.963.684,74
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.063.372,84 11.646.062,37
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 370.994,40 634.184,94
- davon gegen Gesellschafter: EUR 168.594,60 (Vorjahr: EUR 259.223,84)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.391.328,71 1.683.437,43
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon aus Steuern: EUR 1.320.413,81 (Vorjahr: EUR 1.612.553,99)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.433.454,14 1.798.468,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.870,75 14.977,84
34.447.652,98 33.301.830,85

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 11.017.265,98 9.445.211,24
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 9.420.211,24 8.421.391,52
III. Jahresüberschuss 1.572.054,74 998.819,72
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.777.119,00 2.362.505,00
1. Sonstige Rückstellungen 1.777.119,00 2.362.505,00
C. VERBINDLICHKEITEN 21.634.420,00 21.494.114,61
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.682.002,52 4.439.440,76
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.682.002,52 (Vorjahr: EUR 4.439.440,76)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.759.519,71 16.928.337,82
- davon gegenüber Gesellschafter: EUR 16.651.213,25 (Vorjahr: EUR 16.737.309,20)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 192.897,77 126.336,03
- davon aus Steuern: EUR 176.065,24 (Vorjahr: EUR 108.145,85)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 192.897,77 (Vorjahr: EUR 126.336,03)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 18.848,00 4.250,00
34.447.652,98 33.306.080,85

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 69.830.041,75 63.155.304,86
2. Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.119.026,73 372.410,54
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 52.125,53 89.398,98
4. Sonstige betriebliche Erträge 218.071,69 164.185,39
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 26.520,72 (Vorjahr: EUR 23.607,35)
5. Materialaufwand -24.544.326,16 -24.470.841,46
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -22.490.400,72 -20.749.234,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.053.925,44 -3.721.607,35
6. Personalaufwand -17.004.069,72 -14.877.712,08
a) Löhne und Gehälter -14.107.543,63 -12.330.420,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.896.526,09 -2.547.292,06
- davon für AltersversorgungEUR 13.907,00 (Vorjahr: EUR 140.807,00)
7. Abschreibungen -3.364.400,94 -2.964.482,02
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.364.400,94 -2.964.482,02
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -23.400.050,76 -19.707.740,57
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 40.587,23 (Vorjahr: EUR 60.136,26)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -552.034,26 -142.873,99
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 6.993,00 (Vorjahr: EUR 4.793,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -780.269,44 -613.866,11
11. Ergebnis nach Steuern 1.574.114,42 1.003.783,54
12. Sonstige Steuern -2.059,68 -4.963,82
13. Jahresüberschuss 1.572.054,74 998.819,72

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GMBH, ESCHBACH

I. Allgemeine Angaben

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Eschbach
Registereintrag: Handelsregister B
Registergericht: Amtsgericht Freiburg
Register-Nr.: HRB 715913

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für großen Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 264 ff. HGB). Die Vorschriften des GmbHG wurden beachtet. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Going-Concern-Prämisse.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten sowie abzüglich Preisnachlässe und Skonti bilanziert, vermindert um planmäßige sowie bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten ausschließlich neben Softwarelizenzen, deren Nutzungsdauer 3 Jahre beträgt, auch einen Goodwill, der nun nach 5 Jahren Laufzeit abgeschrieben ist.

2. Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten sowie abzüglich Preisnachlässe und Skonti bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Nutzungsdauern belaufen sich auf 3 bis 15 Jahre. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten bewertet und sind zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 800,00 € werden im gleichen Jahr abgeschrieben, wobei gleichzeitig unterstellt worden ist, dass alle Wirtschaftsgüter zum 1. Januar des Jahres zugegangen sind.

3. Vorräte

Zur Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wird die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Des Weiteren wird dem Reichweitenrisiko der Bestände dahingehend Rechnung getragen, dass die Bestände, je nach zukünftigem Verbrauch (Grundlage ist der durchschnittliche Verbrauch aus der Vergangenheit), auf der Basis einer pauschalen Wertberichtigungssystematik prozentual abgeschrieben werden.

Ein Teil der Ersatzteile wird als Festwert angesetzt. Die Ersatzteilinventur fand im laufenden Geschäftsjahr statt.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und allgemeine Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Bei den unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen Werkzeugen erfolgte zum Bilanzstichtag eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Bezüglich der Ermittlung der Herstellungskosten gelten die Ausführungen zu den unfertigen Erzeugnissen sinngemäß. Des Weiteren wird zum Bilanzstichtag untersucht, ob der Marktwert aus Sicht des Absatzmarktes unter die Herstellungskosten gesunken ist, und ob im Rahmen der verlustfreien Bewertung auf den niedrigeren Marktwert abgeschrieben werden muss. Ein Abschreibungsbedarf ergab sich dabei nicht. Darüber hinaus wird dem Reichweitenrisiko dahingehend Rechnung getragen, dass die Bestände je nach zukünftigem Verbrauch (Grundlage ist der durchschnittliche Verbrauch in der Vergangenheit) auf der Basis einer pauschalen Wertberichtigungssystematik prozentual abgeschrieben werden.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessener dotierter Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

5. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurden auf der Aktivseite Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

7. Latente Steuern

Latente Steuern wurden in Höhe der Steuerbelastung auf den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanzwert ermittelt. Zur Berechnung der Steuerbelastung wurde ein Steuersatz von 30,0% für die Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie Gewerbesteuer herangezogen. Aktive latente Steuern werden gemäß Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen die Abschreibungen sowie Rückstellungen für drohende Verluste und Personalrückstellungen.

8. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

9. Rückstellungen

Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden für im Geschäftsjahr 2023 erhaltene Lieferungen und Leistungen gebildet, für die die Rechnungen zum Aufstellungsdatum des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 noch nicht eingegangen sind.

Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird pauschal mit 0,5% des Umsatzes der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres angesetzt, exklusive der Umsätze mit Handelswaren. Darüber hinaus werden Einzelrisiken gesondert bewertet und zurückgestellt.

Die Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Gleitzeit wurden zur Abdeckung der Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern aufgrund bestehender Urlaubsansprüche bzw. aufgebauter Gleitzeit gebildet. Bei der Berechnung wurden das Bruttoarbeitsentgelt und der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung berücksichtigt. Der individuelle Jahresaufwand wurde zu 250 Arbeitstagen in Beziehung gesetzt.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 umfasst den Erfüllungsrückstand und die Aufstockungsbeträge für die in Altersteilzeitarbeit befindlichen Mitarbeiter. Grundlage für die Altersteilzeitverpflichtungen sind die Tarifverträge "Tarifvertrag zur Altersteilzeit" sowie der "Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente" (gültig ab 1. Januar 2010) der Tarifpartner der Metallindustrie. Die Verpflichtungen zur zukünftigen Zahlung der Aufstockungsbeträge stellen Abfindungsverpflichtungen des Arbeitgebers dar und sind als Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB zu passivieren. Dabei ist die Rückstellung zu dem Zeitpunkt zu bilden, zu dem der Abschluss einer Altersteilzeitvereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer vorliegt (vgl. IDW RS HFA 3, Tz. 8-9 i. V. m. Tz. 13). Weiterhin sehen die Tarifverträge eine Obergrenze der Anspruchsberechtigten i. H. v. 4% der Beschäftigten vor. Da durch die zugrundeliegenden Tarifverträge eine Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung vorliegt, kann sich der Arbeitgeber seiner Abfindungsverpflichtung bis zur o. g. Obergrenze nicht entziehen. Somit sind nach RS HFA 3 die Aufstockungsbeträge auch potenzieller Anspruchsberechtigter in der Rückstellung zu berücksichtigen. Es wurden ausschließlich Altersteilzeitverträge im Rahmen des sogenannten Blockmodells abgeschlossen. Der Bewertung liegt ein Zinssatz von 1,74% p.a. und ein Gehaltstrend von 3,0% p.a. zugrunde. Die Verzinsung des Vorjahresverpflichtungswertes wurde im Zinsaufwand erfasst.

10. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

11. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurden auf der Passivseite Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

12. Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisations- und Imparitätsprinzip beachtet.

III. Erläuterung zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 370.994,40 € (Vorjahr 634.184,94 €).

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Personalverpflichtungen in Höhe von 497.167,00 € (Vorjahr 1.024.937,00 €) im Wesentlichen Garantierückstellungen in Höhe von 143.700,00 € (Vorjahr 134.000,00 €) und Rückstellungen für noch auszustellende Gutschriften an Kunden in Höhe von 24.000,00 € (Vorjahr 134.100,00 €).

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen belaufen sich auf 598.800,00 € (Vorjahr 545.900,00 €).

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten belaufen sich auf 4.682.002,52 € (Vorjahr 4.439.440,76 €).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen eine Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich auf 16.759.519,71 € (Vorjahr 16.928.337,82 €).

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2023
EUR
2022
EUR
1.1. Umsätze Inland 13.716.026,15 14.063.242,09
1.2. Umsätze Europäische Union 38.021.309,96 31.870.236,61
1.3. Umsätze nicht europäische Union 18.092.705,64 17.221.826,16
Summe 69.830.041,75 63.155.304,86

Umsatzerlöse werden ausschließlich mit dem Verkauf von Schnellkupplungen ("Quick Connectors") getätigt.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
EUR
2022
EUR
8.1 Sonstige Personalkosten 954.665,73 488.933,40
8.2 Produktionsbezogene Leistungen 1.591.836,68 971.003,75
8.3 Miete & Leasing 6.951.208,46 6.822.088,71
8.4 Instandhaltungen 2.613.602,07 2.018.680,06
8.5 Verwaltungskosten 6.906.043,26 5.897.817,26
8.6 Vertriebskosten 3.856.187,00 2.936.696,76
8.7 Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 526.507,56 572.600,63
Summe 23.400.050,76 19.707.740,57

3. Abschreibungen

Gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurde eine Maschine im Anlagevermögen auf Grund von dauerhafter Wertminderung im Geschäftsjahr in Höhe von 176.000,00 € außerplanmäßig abgeschrieben.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich auf 545.041,26 € (Vorjahr 138.080,99 €).

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH gegenüber anderen Unternehmen bestehen im Berichtsjahr nicht.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen beinhalten das Leasing der Kraftfahrzeuge. Die Vertragsdauer beträgt 3 bis 4 Jahre. Der Betrag für die Restlaufzeit beläuft sich auf 149.190,62 € (Vorjahr: 115.954,20 €).

Finanzielle Verpflichtungen
in T€
Fälligkeit
Stand 31.12.2023 2024 2025 2026 2027 2028
149 90 49 10 0 0

Der jährliche Mietaufwand für das Gebäude beträgt 1.458.189,88 €, für das gepachtete Anlagevermögen 4.362.826,90 € und für die pachtartige Vergütung für den Geschäftsbetrieb 924.298,43 €. Der Vertrag besteht im Zusammenhang mit der Betriebsverpachtung mit der A. Raymond GmbH & Co. KG und hat keine vertraglich befristete Laufzeit.

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Aufgrund der kurzen Vertragslaufzeiten bei den Kraftfahrzeugen, sowie den Kündigungsmöglichkeiten bei den anderen Verträgen, welche bei 12 Monaten liegen, ergeben sich derzeit keine besonderen Risiken.

3. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist Tochtergesellschaft der A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen, sofern die Anforderungen des § 11 PublG erfüllt sind (kleinster Konsolidierungskreis). Die Größenkriterien wurden in 2023 in sieben aufeinanderfolgenden Jahren übertroffen, weshalb die Konsolidierungspflicht gegeben ist.

Es wird die konsolidierte Bilanz der A. Raymond GmbH & Co. KG mit der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH auf der Webseite www.bundesanzeiger.de veröffentlicht.

4. Beschäftigte Arbeitnehmer

2023 2022
Jahresdurchschnitt Headcount Headcount
Verwaltung 75 61
Produktion / Technischer Dienst 168 156
Auszubildende / Studenten 12 11

5. Geschäftsführung

Jan Kleefeld - ab 9. Oktober 2023

Jürgen Trefzer - bis 9. Oktober 2023

Die Berufsbezeichnung entspricht jeweils der Organstellung.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 40.671,00 € und entfällt vollständig auf Jahresabschlussprüfungsleistungen.

7. Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen

Wesentliche Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen i. S. d. § 285 Abs. 21 HGB fanden im Berichtsjahr 2023 keine statt.

8. Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Going-Concern-Prämisse.

9. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Gesellschafterin vor, das Ergebnis zum 31. Dezember 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Eschbach, den 15. Mai 2024

ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH

Jan Kleefeld, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.717,82 0,00 0,00 0,00 140.717,82
Geschäfts- oder Firmenwert 382.000,00 0,00 0,00 0,00 382.000,00
522.717,82 0,00 0,00 0,00 522.717,82
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.188,64 27.286,91 0,00 0,00 83.475,55
Technische Anlagen und Maschinen 11.444.350,40 4.511.465,85 0,00 974.887,42 16.930.703,67
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.014.005,19 946.672,86 0,00 36.766,88 4.997.444,93
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.057.480,86 266.748,69 0,00 -1.011.654,30 312.575,25
16.572.025,09 5.752.174,31 0,00 0,00 22.324.199,40
17.094.742,91 5.752.174,31 0,00 0,00 22.846.917,22
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.281,84 10.734,61 0,00 0,00 127.016,45
Geschäfts- oder Firmenwert 382.000,00 0,00 0,00 0,00 382.000,00
498.281,84 10.734,61 0,00 0,00 509.016,45
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.134,25 5.805,81 0,00 0,00 25.940,06
Technische Anlagen und Maschinen 5.792.984,29 2.714.061,35 0,00 0,00 8.507.045,64
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.834.658,30 633.799,17 0,00 0,00 2.468.457,47
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.647.776,84 3.353.666,33 0,00 0,00 11.001.443,17
8.146.058,68 3.364.400,94 0,00 0,00 11.510.459,62
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.701,37 24.435,98
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
13.701,37 24.435,98
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.535,49 36.054,39
Technische Anlagen und Maschinen 8.423.658,03 5.651.366,11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.528.987,46 2.179.346,89
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 312.575,25 1.057.480,86
11.322.756,23 8.924.248,25
11.336.457,60 8.948.684,23

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH, Eschbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH, Eschbach, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARAYMOND FLUID CONNECTION GERMANY GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Christian Back, Wirtschaftsprüfer

Matthias Frye, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 16. Juli 2024 festgestellt.

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