Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 225250
Vorher
Bock Kältemaschinen GmbHGEA Bock GmbH
Eingetragen
7.9.2001
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Leitung einer Gruppe von Unternehmen, die insbesondere in: - Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Apparaten, Kühlmaschinen, Systemen, Komponenten, Prozesslinien, - Planung und Bau industrieller Anlagen, - Entwicklung und Verwertung technischer Verfahren, - Erbringung von Dienstleistungen, - Handel mit Erzeugnissen aller Art, - Durchführung von Kompensations- und Gegengeschäften mit Produkten aller Art, - Erwerb, Veräußerung und Verwaltung von Beteiligungen, Wertpapieren, Grundstücken und sonstigen Vermögensgegenständen sowie in der Durchführung aller Geschäfte, die mit der Betätigung auf den vorgenannten Geschäftsfeldern zusammenhängen, tätig sind. Gegenstand des Unternehmens sind des Weiteren das Halten und der Erwerb von Beteiligungen, die Übernahme von Geschäftsführungstätigkeiten und die Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen, die die vorbezeichneten Produkte entwickeln, herstellen oder vertreiben. Die Gesellschaft kann auf den in Satz 1 bezeichneten Geschäftsfeldern auch selbst tätig werden; für Geschäfte oder Tätigkeiten, die einer besonderen Genehmigung oder Erlaubnis nach besonderen Gesetzen, insbesondere den Vorschriften des Gesetzes über das Kreditwesen oder des Güterkraftverkehrsgesetzes bedürfen, gilt dies jedoch nur insoweit, als die erforderliche Genehmigung oder Erlaubnis vorliegt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Stupecky
seit 8.4.2024
Prokura
Steffen Schmid
seit 8.4.2024
Prokura
Prokura
Prokura
Ralf Havermann
seit 14.9.2023
Geschäftsführer
Thies Hochfeld
seit 11.3.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bock Blue GmbH
Germany
2.050.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bock GmbH

Frickenhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

A. Prüfungsauftrag

I. Prüfungsauftrag

II. Bestätigung der Unabhängigkeit

B. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

II. Sonstige Gesetzesverstöße

III. Wesentliche Geschäftsvorfälle und bilanzpolitische Maßnahmen

1. Wesentliche Geschäftsvorfälle

2. Bilanzpolitische Maßnahmen

IV. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

I. Gegenstand der Prüfung

II. Art und Umfang der Prüfung

D. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

2. Jahresabschluss

3. Lagebericht

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

E. Schlussbemerkung

Anlagen (siehe gesondertes Verzeichnis)

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von + einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Abkürzungsverzeichnis

A/S Aktieselskab (Unternehmensform in Dänemark, vergleichbar mit einer Aktiengesellschaft)
Bock Bock GmbH, Frickenhausen
Danfoss A/S Danfoss A/S, Nordborg/Dänemark
DRS Deutscher Rechnungslegungsstandard
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization
(Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbHG Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
HR A bzw. B Handelsregister Abteilung A bzw. B
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf
i.S.d. im Sinne des
Mio Millionen
n.F. neue Fassung
ppa. per procura
PS Prüfungsstandard des IDW

A. Prüfungsauftrag

I. Prüfungsauftrag

1. Aufgrund unserer Wahl zum Abschlussprüfer durch Gesellschafterbeschluss vom 24. August 2023 erteilte uns die Geschäftsführung der

Bock GmbH, Frickenhausen, (im Folgenden kurz "Bock" oder "Gesellschaft" genannt)

den Auftrag, den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für dieses Geschäftsjahr gemäß §§ 316 ff. HGB zu prüfen.

2. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 vereinbart.

3. Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir diesen Bericht nach den Grundsätzen des IDW PS 450 n.F. (10.2021), dem der von uns geprüfte Jahresabschluss sowie der geprüfte Lagebericht als Anlagen beigefügt sind. Dieser Bericht ist an das geprüfte Unternehmen gerichtet.

II. Bestätigung der Unabhängigkeit

4. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

B. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

5. Nachfolgend stellen wir zusammengefasst die Beurteilung der Lage der Bock durch die gesetzlichen Vertreter (siehe Anlage I) dar:

Der Lagebericht enthält folgende Kernaussagen zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft:

Die Gesellschaft gehört seit dem 1. März 2023 zum dänischen Danfoss Konzern.

Die Umsatzerlöse verringerten sich von € 84,1 Mio im Vorjahr auf € 81,1 Mio und lagen somit unter der Prognose. Begründet wird dies durch den Wegfall der Umsatzerlöse in den Ländern Russland und Weißrussland nach der Übernahme der Bock durch den Danfoss Konzern sowie eine schlechtere Konjunkturlage als erwartet.

Das EBITDA liegt mit € 32,2 Mio über dem Vorjahreswert von € 8,4 Mio. Ebenso liegt die EBITDA-Marge mit 39,7 % über dem Wert des Vorjahres von 10,0 %. Damit wurde die getroffene Prognose für beide Werte übertroffen. Gründe hierfür sind der Verkauf der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände an die Danfoss A/S, Nordborg/Dänemark, (Danfoss A/S) mit einem Nettoertrag von € 24,2 Mio und erstmalige Erträge aus Konzernumlagen in Höhe von € 4,8 Mio.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von € 48,9 Mio im Vorjahr auf € 79,2 Mio im aktuellen Geschäftsjahr. Auf der Aktivseite ist dies im Wesentlichen auf die Einbindung der Gesellschaft in das Cash Pooling des Danfoss Konzerns sowie höhere konzerninterne Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Eingliederung in den Danfoss Konzern zurückzuführen. Damit erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 35,9 Mio auf € 38,2 Mio. Auf der Passivseite ist die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen auf den im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit dem Gesellschafter zurückzuführen. Dadurch sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf € 31,5 Mio gestiegen.

Der Lagebericht enthält im Chancen- und Risikobericht sowie im Prognosebericht folgende Kernaussagen:

Die von den gesetzlichen Vertretern identifizierten Risiken bestehen im Wesentlichen aus Absatzrisiken durch eine sich abschwächende Konjunktur, Ausfall- und Liquiditätsrisiken aufgrund von Forderungsausfällen, politische und volkswirtschaftliche Risiken durch gestörte Lieferketten, Währungsrisiken, Beschaffungsrisiken und IT Risiken; jedoch haben im Berichtsjahr keine dieser Risiken den Fortbestand der Gesellschaft bedroht.

Chancen werden vor allem in der Bündelung der Länder-Vertriebsgesellschaften im Danfoss Konzern, Zuwachsraten im Marktsegment natürlicher Kältemittel (CO 2 ) und die fachlichen Kenntnisse und Erfahrung der Mitarbeiter gesehen.

Die gesetzlichen Vertreter planen für das Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen zwischen € 100,0 Mio und € 105,0 Mio, einem EBITDA zwischen € 8,0 Mio und € 13,0 Mio sowie einer EBITDA-Marge von 9 % bis 11 %.

6. Die Beurteilung der Lage der Gesellschaft, insbesondere die Beurteilung des Fortbestandes und der wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Unternehmens, ist plausibel und folgerichtig abgeleitet. Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen ist die Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter dem Umfang nach angemessen und inhaltlich zutreffend.

II. Sonstige Gesetzesverstöße

7. Die Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und des Lageberichts für dieses Geschäftsjahr erfolgte am 26. April 2024 und damit nach Ablauf der Frist von zwölf Monaten gemäß § 325 Abs. 1 HGB.

III. Wesentliche Geschäftsvorfälle und bilanzpolitische Maßnahmen

1. Wesentliche Geschäftsvorfälle

Verkauf selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände

8. Mit Vertrag vom 1. Mai 2023 wurden alle selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände der Bock an die Danfoss A/S zu einem Kaufpreis von € 26,1 Mio verkauft. Der Restbuchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände belief sich zu diesem Zeitpunkt auf € 1,9 Mio. Der Nettoertrag aus dem Verkauf in Höhe von € 24,2 Mio wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Des Weiteren werden mit Vertrag vom 1. Mai 2023 alle anfallenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Gesellschaft an die Danfoss A/S weiterbelastet. Somit entfällt eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen ab dem 1. Mai 2023. Im Geschäftsjahr 2023 entstanden daraus Erträge in Höhe von € 1,4 Mio, die in den Umsatzerlösen ausgewiesen werden.

"Manufacturing License Agreement"

9. Mit Vertrag vom 1. Mai 2023 wurde mit der Danfoss A/S ein "Manufacturing License Agreement" geschlossen. Dabei gewährt Danfoss A/S der Bock das Recht, die auf dem geistigen Eigentum der Danfoss A/S basierenden Produkte zu produzieren und zu verkaufen. Dieses Recht umfasst sowohl die Produktion als auch den direkten Verkauf an bestimmte Kunden, d.h. entweder innerhalb des Danfoss-Konzerns oder an vordefinierte externe Kunden. Beide Parteien werden nach dem international anerkannten Fremdvergleichsgrundsatz (arm's length) vergütet, der die ausgeübten Funktionen, die eingesetzten Mittel und die von den Parteien übernommenen Risiken widerspiegelt. Im Geschäftsjahr 2023 entstanden daraus Erträge in Höhe von € 3,4 Mio, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

2. Bilanzpolitische Maßnahmen

10. Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Risiken resultieren hieraus keine, da das Forderungsausfallrisiko mit dem Forderungsverkauf auf das Factoring Unternehmen übergeht. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von € 4,6 Mio verkauft. Der Vertrag mit dem Factoring Unternehmen wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 gekündigt, da das Factoring aufgrund des Beitritts zum Cash-Pooling der Danfoss Gruppe eingestellt wird.

IV. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

11. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 16. August 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bock GmbH, Frickenhausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bock GmbH, Frickenhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bock GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

I. Gegenstand der Prüfung

12. Gegenstand unserer Prüfung waren der nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256a HGB), den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) sowie den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften (§ 42 GmbHG) aufgestellte Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023, bestehend aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang und der Lagebericht für dieses Geschäftsjahr. Die Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht tragen die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe war es, diese Unterlagen einer Prüfung dahin gehend zu unterziehen, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung beachtet worden sind. Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Dabei haben wir auch geprüft, ob die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. Die Prüfung des Lageberichts hat sich auch darauf erstreckt, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet worden sind.

13. Die Beurteilung der Angemessenheit des Versicherungsschutzes der Gesellschaft, insbesondere ob alle Wagnisse bedacht und ausreichend versichert sind, war gleichfalls nicht Gegenstand des uns erteilten Auftrags zur Jahresabschlussprüfung.

II. Art und Umfang der Prüfung

14. Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022.

15. Bei Durchführung der Prüfung haben wir die Vorschriften der §§ 316 ff. HGB und die in den Prüfungsstandards des IDW niedergelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung beachtet. Die Abschlussprüfung erstreckt sich nach § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

16. Hinsichtlich der wesentlichen Elemente unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes verweisen wir auf den Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" in unserem Bestätigungsvermerk (vgl. Abschnitt B "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks").

17. Ergänzend geben wir folgende Erläuterungen zu unserem Prüfungsvorgehen: Ausgehend von der Identifikation und Beurteilung der inhärenten Risiken für den Jahresabschluss und Lagebericht haben wir uns zunächst ein Verständnis vom rechnungslegungsrelevanten internen Kontrollsystem der Bock verschafft.

Auf dieser Basis haben wir die Risiken festgestellt, die zu wesentlichen Falschdarstellungen in der Rechnungslegung führen können und dies bei der Bestimmung unseres weiteren Prüfungsvorgehens berücksichtigt. Im Prüfungsprogramm wurden die Schwerpunkte sowie der zeitliche Ablauf unserer Prüfung und die Zusammensetzung des Prüfungsteams inklusive des Einsatzes von Spezialisten festgelegt.

18. Nachfolgend geben wir einen Überblick zu den von uns bei der Jahresabschlussprüfung gesetzten Prüfungsschwerpunkten:

Vorhandensein und Bewertung der Vorräte

Vorhandensein und Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Vorhandensein und periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse

19. Ausgehend von unserem Verständnis des rechnungslegungsrelevanten Kontrollsystems haben wir in den Bereichen, in denen die Unternehmensleitung angemessene interne Kontrollen zur Begrenzung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen eingerichtet hat, Funktionsprüfungen durchgeführt, um uns von der kontinuierlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen.

Soweit wir aufgrund der Wirksamkeit der bei der Gesellschaft eingerichteten internen Kontrollen von der Richtigkeit des zu überprüfenden Zahlenmaterials und der zusätzlichen Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht ausgehen konnten, haben wir anschließend aussagebezogene Prüfungshandlungen, d.h. analytische Prüfungshandlungen, Einzelfallprüfungen oder eine Kombination von beidem vorgenommen. Einzelfallprüfungen wurden bei wirksamen Kontrollen auf ein nach prüferischem Ermessen notwendiges Maß reduziert.

Der überwiegende Teil der Abschlussposten wurde mit einer Kombination aus Funktionsprüfungen und aussagebezogenen Prüfungshandlungen geprüft.

Sofern wir keine Funktionsprüfungen vorgesehen haben oder nicht von wirksamen Kontrollen ausgehen konnten, haben wir im Wesentlichen aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt.

20. Im Rahmen der Einzelfallprüfungen von Abschlussposten der Gesellschaft haben wir folgende Unterlagen eingesehen:

Grundbuch- und Handelsregisterauszüge,

Liefer- und Leistungsverträge,

Darlehensverträge,

Jahresabschlüsse von verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen,

Planungsunterlagen,

sonstige Geschäftsunterlagen.

21. Weiterhin haben wir folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:

Beobachtung der körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte am Standort Frickenhausen.

Einholung und Auswertung von Rechtsanwaltsbestätigungen im Hinblick auf die Erfassung möglicher Risiken aus bestehenden oder schwebenden Rechtsstreitigkeiten.

Einholung von Steuerberaterbestätigungen für die Prüfung der steuerlichen Verhältnisse und Risiken.

Einholung von Saldenbestätigungen zum 31. Dezember 2023 zur Prüfung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Zur Prüfung der geschäftlichen Beziehungen mit Kreditinstituten haben wir uns zum 31. Dezember 2023 Bankbestätigungen zukommen lassen.

Bei der Prüfung der Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und für Altersteilzeitverpflichtungen haben uns versicherungsmathematische Gutachten von unabhängigen Sachverständigen vorgelegen, deren Ergebnisse wir nutzen konnten.

22. Die Eröffnungsbilanzwerte haben wir daraufhin geprüft, ob sie ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen wurden. Wir haben zusätzliche Prüfungshandlungen durchgeführt, um eine hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, dass die nicht von uns geprüften Eröffnungsbilanzwerte keine wesentlichen Fehler enthalten.

23. Von den gesetzlichen Vertretern und den von ihnen beauftragten Mitarbeitern sind uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht worden.

Die gesetzlichen Vertreter haben uns die berufsübliche schriftliche Vollständigkeitserklärung zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erteilt.

D. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

24. Die Buchführung und das Belegwesen sind nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß und entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen zu entnehmenden Informationen führen zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht.

2. Jahresabschluss

25. Im Jahresabschluss der Bock bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurden die gesetzlichen Vorschriften einschließlich der rechtsformspezifischen Vorschriften sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung in allen wesentlichen Belangen beachtet. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages waren nicht zu beachten.

26. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Dabei wurden die handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

27. Der Anhang entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Angaben im Anhang sind in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend.

28. Die Bock hat in Ausübung des Ansatzwahlrechts bei einem bestehenden Aktivüberhang keine latenten Steuern aktiviert. Eine Erläuterung im Anhang gemäß § 285 Nr. 29 HGB auf welchen Differenzen oder steuerlichen Verlustvorträgen die latenten Steuern beruhen ist entgegen der Empfehlung nach DRS 18.64 nicht erfolgt. Dies wurde nicht beanstandet, da diese Vorgehensweise der Auffassung des Hauptfachausschusses des IDW entspricht.

29. Gemäß § 285 Nr. 30a HGB ist im Anhang der tatsächliche Steueraufwand oder Steuerertrag, der sich aus Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergibt oder, wenn diese Gesetze noch nicht in Kraft getreten sind, eine Erläuterung, welche Auswirkungen auf die Gesellschaft bei der Anwendung dieser Gesetze zu erwarten sind, anzugeben. Zum 31. Dezember 2023 bestehen unterschiedliche Auffassungen, welche Angabe im Anhang zu erfolgen hat. Der Anhang der Gesellschaft enthält in diesem Zusammenhang keine Angabe des tatsächlichen Steueraufwands oder -ertrags bzw. keine Erläuterung der erwarteten Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes. Bis zu einer abgeschlossenen fachlichen Meinungsbildung zu bestehenden Rechtsunsicherheiten bezüglich der Anwendung von § 285 Nr. 30a HGB oder einer etwaigen Klarstellung durch den Gesetzgeber ist nach der derzeitigen Rechtslage diese Vorgehensweise nicht zu beanstanden, da sie zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses einer vertretbaren Auslegung des Gesetzes entspricht.

30. Bei der Berichterstattung im Anhang wurde von der Schutzklausel des § 286 HGB Gebrauch gemacht und Angaben zu der Geschäftsführervergütung unterlassen. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist nach dem Ergebnis unserer Prüfung nicht zu beanstanden.

3. Lagebericht

31. Der Lagebericht entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

32. Der Jahresabschluss entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

33. Zum besseren Verständnis der Gesamtaussage des Jahresabschlusses gehen wir nachfolgend pflichtgemäß auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen und den Einfluss, den Änderungen in den Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen insgesamt auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses haben, ein (§ 321 Abs. 2 Satz 4 HGB).

Wesentliche Bewertungsgrundlagen und deren Änderungen

34. Zur Angabe der Bewertungsmethoden der Abschlussposten verweisen wir auf den Anhang. Nach unseren Feststellungen sind die angewandten Bewertungsmethoden sachgerecht und erfüllen die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze.

35. Zu weiteren wesentlichen Abschlussposten merken wir an:

Bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen handelte es sich um Entwicklungsprojekte. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten nach den §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 255 Abs. 2a HGB vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Nutzungsdauer der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betrug vier Jahre. Mit Vertrag vom 1. Mai 2023 wurden alle selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände an die Danfoss A/S verkauft. Des Weiteren werden mit Vertrag vom 1. Mai 2023 alle anfallenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Gesellschaft an die Danfoss A/S weiterbelastet. Somit entfällt eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen ab dem 1. Mai 2023.

Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

36. Zu den sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt B.III.

E. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der Bock GmbH, Frickenhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und des Lageberichts für dieses Geschäftsjahr erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B unter "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.

 

Frankfurt am Main, den 16. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Richard Gudd, Wirtschaftsprüfer

ppa. Johann Horz, Wirtschaftsprüfer

Anlagenverzeichnis

I Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

II Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anlagenspiegel

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Seit mehr als 90 Jahren entwickelt, fertigt und vertreibt die Bock GmbH (im Folgenden "BOCK" oder "die Gesellschaft" genannt) innovative und effiziente Lösungen im Bereich stationärer und mobiler Kälte- und Klimaanlagen.

Bei den stationären Anwendungen hat BOCK halbhermetische Verdichter, Verflüssigungssätze und offene Verdichter für praktisch alle Anwendungsgebiete im Programm. Für explosionsgefährdete Umgebungen bietet BOCK Verdichter an, die konform mit den ATEX-/IE- CEx-Anforderungen sind.

Im mobilen Bereich bietet BOCK robuste und leichte Kompaktlösungen zur Klimatisierung von Bussen, Zügen und Flugzeugen an. Mit dem StarCO 2 mpressor hat BOCK einen neuen Meilenstein für mobile CO 2 -Anwendungen entwickelt. Kernstück dieses Verdichtertyps ist sein innovatives "Stern"-Triebwerkdesign. Es basiert auf der Radialkolben-Technologie, die speziell für den transkritischen Einsatz mit dem natürlichen Kältemittel CO 2 (R744) konzipiert ist.

Das internationale Geschäft besitzt eine hohe Bedeutung. Im Jahr 2023 erzielte BOCK 73,5 % (Vj. 75,1%) seines Umsatzes im Ausland. Über Tochterunternehmen werden Fertigungs- und Vertriebsstandorte auch in Indien, China, Tschechien, Australien und weiteren asiatischen und afrikanischen Märkten unterhalten.

Die BOCK gehört seit dem 1. März 2023 zum dänischen Danfoss Konzern. Insofern wird das Geschäft unter dem Dach des Danfoss-Konzerns fortgesetzt und weiter ausgedehnt.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die kunden- und zukunftsorientierte Produktentwicklung und -pflege ist ein wesentlicher Faktor für den langfristigen Erfolg von BOCK und hat unverändert einen hohen Stellenwert. Ein Entwicklungsfokus liegt auf umweltschonenden und wirtschaftlichen Verdichtertechnologien mit Einsatz natürlicher Kältemittel wie CO 2 (R744), Kohlenwasserstoff und weiterer Low-GWP-Kältemittel. In diesem Zukunftsmarkt mit attraktiven Wachstumspotenzialen hat BOCK bereits heute ein großes Portfolio an stationären und mobilen Verdichtern im Angebot.

Wichtige Entwicklungsschwerpunkte des Jahres 2023 waren die Entwicklungen von

HGX56 CO 2 T - dies ist ein großer Verdichter im stationären Bereich für transkritische Anwendungen mit dem natürlichen Kältemittel CO 2

HGZ44 - Verdichter für die Transportkühlung in Auflieger-LKWs

HGZ66 - Verdichter für Tiefkühlanwendungen

Die Bock GmbH beschäftigt 31 Mitarbeiter (Vj. 28) in der Entwicklungsabteilung am Standort Frickenhausen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 3.901 (Vj. TEUR 2.351) oder 4,8 % (Vj. 2,8 %) vom Umsatz.

Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 88,6 (Vj. TEUR 1.288) aktiviert. Planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten wurden im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 55 (Vj. TEUR 66) vorgenommen. Mit Vertrag vom 1. Mai 2023 wurden alle selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände an die Danfoss A/S, Nordborg/Dänemark, verkauft. Des Weiteren werden mit Vertrag vom 1. Mai 2023 alle anfallenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Gesellschaft an die Danfoss A/S weiterbelastet. Somit entfällt eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen ab dem 1. Mai 2023.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war immer noch vom Krieg Russlands in der Ukraine gekennzeichnet. Hinzu kamen die weiterhin hohen Energie- und Rohstoffpreise und eine anhaltende Hochzinspolitik der Notenbanken, um die Inflation zu bekämpfen.

Die Weltwirtschaft zeigte sich aufgrund von Entlastungsmaßnahmen vieler Regierungen und gestützt durch Aufholungseffekte privater Konsumausgaben robuster als erwartet. Dennoch wurde die Wachstumsdynamik immer wieder durch die anhaltend hohen Energie- und Rohstoffpreise und große politische Unsicherheiten abgeschwächt.

Die deutsche Konjunktur schwächte sich 2023 im Euro-Raum am stärksten ab (BIP-Entwicklung: -0,3%), während die gesamte Eurozone einen moderaten Anstieg zu verzeichnen hatte (0,5 % gegenüber 3,5 % im Vorjahr)

Das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist laut Angaben des International Monetary Fund (IMF) um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen (Vj. 3,4 %). In China und Indien wurden die höchsten Steigerungsraten beobachtet: China 5,2 % (Vj. 3,0 %) und Indien 7,8 % (Vj. 7,0 %)

Die Situation zeigt sich kritischer in der deutschen Maschinen- und Anlagenbaubranche. Nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) verzeichnete die Branche im Jahr 2023 einen realen Produktionsrückgang von 1,0 %.

Trotz kräftiger Produktionsausweitung bleibt der Ausblick für die Industriekonjunktur aufgrund von Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungsgütern und Rohstoffen verhalten. Auch der zunehmende Protektionismus im internationalen Handel sowie der tiefgreifende Strukturwandel sowie die Rücknahme von Subventionen für Kunden der Automobilindustrie führen zu Unsicherheit und Investitionszurückhaltung.

2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Gesellschaft bedeutsamen finanziellen Kennzahlen sind die Umsatzerlöse, das operative Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und die EBITDA- Marge (EBITDA im Verhältnis zu den Umsatzerlösen).

2.3 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2023 war einerseits von der schwierigen Weltlage, andererseits von den Umstrukturierungen aufgrund der Übernahme durch den Danfoss Konzern geprägt. Es wurde verstärkt an der schnellen Integration der Bock-Unternehmen in die Danfoss-Gruppe gearbeitet.

Die Gesellschaft erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 81.107 (Vj. TEUR 84.142). Damit lagen die Umsatzerlöse unter dem Niveau des Vorjahres und somit auch unter unseren Erwartungen von einem Umsatz zwischen TEUR 85.000 und TEUR 90.000. Dies ist im Wesentlichen auf den Wegfall der Umsätze in den Ländern Russland und Weißrussland (bis Februar 2023 TEUR 1.335; Vj. TEUR 3.222) nach der Übernahme durch den Danfoss Konzern sowie eine schlechtere Konjunkturlage als erwartet zurückzuführen. Der Anteil des mobilen Bereichs (Anwendungen für LKWs, Busse, u.ä.) am Gesamtumsatz stieg auf 41,1 % (Vj. 39,9 %), während der des stationären Bereichs (z.B. Anwendungen für die Kühlung von Lagerräumen) von 47,5 % auf 44,7% sank. Der Anteil des After-Sales-Bereichs (Ersatzteile) wuchs sowohl in absoluten als auch relativen Zahlen an (von TEUR 10.295 / 12,2 % auf TEUR 10.646 / 13,1%).

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Bock GmbH ein EBITDA von TEUR 32.160 (Vj. TEUR 8.443) und eine EBITDA-Marge von 39,7 % (Vj. 10,0 %). Die Prognose aus dem Vorjahr von einem geringeren EBITDA und einer EBITDA-Marge von 7 % bis 8 % wurde somit übertroffen. Hier wirkten sich die Sondereffekte aus dem Verkauf der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände an die Danfoss A/S mit einem Nettoertrag in Höhe von TEUR 24.191 sowie erstmalige Erträge aus Konzernumlagen an die Danfoss A/S in Höhe von TEUR 4.804 aus.

2.4 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 fielen die Umsatzerlöse mit TEUR 81.107 um TEUR 3.035 oder 3,6 % niedriger aus als in 2022 (TEUR 84.142).

Da seit dem 1. Mai 2023 keine Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen mehr erfolgt, sind die anderen aktivierten Eigenleistungen um TEUR 1.199 auf TEUR 89 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 27.820 nach TEUR 1.059 im Vorjahr. Im Wesentlichen setzen sich diese aus dem oben erwähnten Verkauf der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie erstmaligen Konzernumlagen in Höhe von TEUR 3.425 zusammen.

Der Materialaufwand ist aufgrund der Reduktion der Umsatzerlöse um TEUR 2.460 auf TEUR 50.968 gesunken.

Die Personalaufwendungen betragen TEUR 18.149 (Vj. TEUR 17.010). Der Anstieg setzt sich zusammen aus Entgelterhöhungen aufgrund des Metall-Tarifvertrags und Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 205. Dadurch erhöhte sich die Personalaufwandsquote von 20,2 % auf 22,4 %.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 839 auf TEUR 8.260 (Vj. TEUR 7.421) ist im Wesentlichen auf Integrationskosten zurückzuführen, die für die Eingliederung in die Danfoss-Struktur anfielen.

Aufgrund des im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit dem Gesellschafter fallen keine wesentlichen Steuern vom Einkommen und Ertrag mehr an.

Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung lag mit TEUR 29.626 aufgrund der oben beschriebenen Effekte deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres von TEUR 5.108.

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag von TEUR 48.919 um TEUR 30.294 auf TEUR 79.213. Diese Entwicklung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf nachfolgend beschriebene Effekte zurückzuführen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind aufgrund des Verkaufs der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgenstände von TEUR 1.953 im Vorjahr auf TEUR 39 gesunken. Mit der Eingliederung in den Danfoss-Konzern wurde die Aktivierung der Entwicklungskosten eingestellt.

Aufgrund von Vorproduktion für das neue Geschäftsjahr sind die Vorräte um TEUR 1.087 auf TEUR 11.166 gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen aufgrund der geringeren Umsatzerlöse auf TEUR 3.936 gesunken.

Durch die Einbindung in das Danfoss Cash Pooling sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund der hohen Cash Pool Forderungen um TEUR 35.888 auf TEUR 38.179 gestiegen. Des Weiteren sind durch die Eingliederung in den Danfoss Konzern die konzerninternen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gestiegen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der oben beschriebenen Einbindung in das Danfoss Cash Pooling um TEUR 3.617 auf TEUR 791.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital nicht wesentlich um TEUR 11 auf TEUR 21.340 erhöht. Grund hierfür ist der abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag mit dem Gesellschafter. Die Eigenkapitalquote ist entsprechend auf 26,9 % (Vj. 43,6 %) gesunken.

Aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse sind auch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf TEUR 800 (Vj. TEUR 2.146) gesunken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Vorjahr durch die Vorproduktion für das neue Geschäftsjahr um TEUR 2.162 auf TEUR 5.948 gestiegen.

Infolge des im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit dem Gesellschafter sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 31.499 gestiegen.

2.6 Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Bock GmbH war jederzeit gewährleistet und ermöglicht es der Gesellschaft, Investitionen zu tätigen und ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen.

Die Teilnahme am Cash Pooling des Danfoss-Konzerns ermöglicht eine dauerhafte Liquidität.

2.7 Gesamtaussage zu Geschäftsentwicklung und wirtschaftlicher Lage

Zusammengefasst zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, dass sich die BOCK zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts in einer stabilen wirtschaftlichen Situation befindet. Die Geschäftsführung beurteilt die Gesamtentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres als zufriedenstellend.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Ziele und Methoden des Chancen-/Risikosystem

Die BOCK ist in das Risikomanagementsystem der Danfoss A/S in Dänemark einbezogen. Im Konzern werden die wesentlichen operativen und strategischen Risikofaktoren nach einem einheitlichen System identifiziert, analysiert, bewertet und den getroffenen bzw. geplanten Maßnahmen zur Risikosteuerung und -limitierung gegenüberstellt. Neben der Vermeidung und Verminderung von Risiken durch die Implementierung geeigneter Maßnahmen, wird auch den mit den Risiken verbunden Chancen Rechnung getragen. Zusätzlich bestehen detaillierte, prozessimmanente Berichts- und Controlling-Systeme, die für eine kontinuierliche Risiko- und Chancentransparenz sorgen.

Die Tätigkeit der konzerninternen Revision der Danfoss Group stellt ein weiteres Element in unserem Kontrollsystem dar. Durch kontinuierliche und konzernweite Prüfungen stellt die interne Revision der Danfoss Group sicher, dass Richtlinien eingehalten werden und dass die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit unseres Kontrollsystems wie auch die Angemessenheit und Wirksamkeit unseres Risikomanagementsystems gegeben sind.

Unser gruppenweites Compliance-Programm soll die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien sicherstellen. Unser globaler Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter verankert diese Standards verbindlich im Unternehmensalltag.

3.1.2 Absatzbereich

Im Danfoss-Konzern werden die Absatztätigkeiten in Länder-Vertriebsgesellschaften gebündelt. BOCK verkauft immer stärker an diese Gesellschaften und konzentriert sich in Zukunft vermehrt auf Entwicklung und Produktion. Allerdings ist dieser Prozess der Umstrukturierung noch lange nicht abgeschlossen, sodass noch einige Zeit auch externe Kunden direkt beliefert werden.

Bereits frühzeitig hat BOCK die Entwicklung von Kompressoren auf der Basis natürlicher Kältemittel (CO 2 ) vorangetrieben und bietet inzwischen ein breites Portfolio an Produkten in diesem Bereich an. Derzeit lassen sich in diesem Marktsegment hohe Zuwachsraten feststellen, von deren Nachhaltigkeit wir überzeugt sind, auch und vor allem im Zusammenwirken mit den schärferen regulatorischen internationalen und EU-Standards. Die beschriebene Marktentwicklung sehen wir als große unternehmerische Chance für eine erfolgreiche Positionierung in diesem Marktsegment und die Generierung zukünftiger Absatzerfolge und Marktanteile.

Das derzeit wichtigste Absatzrisiko sehen wir in den substanziellen Risiken für die deutsche und europäische Konjunktur durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und in einer geringeren Wachstumsdynamik in wichtigen Absatzmärkten in Asien durch den weltweiten Kampf gegen die Inflation. Diese lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer beziffern, können jedoch zu schwachen Absatzzahlen und einer deutlich langsameren Erholung führen, welche durch gegenläufige Effekte nicht vollständig aufgefangen werden können. Das Risiko wird als moderat eingestuft.

3.1.3 Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft hat einen breiten und solventen Kundenstamm und ist nicht von einem oder mehreren einzelnen Kunden abhängig. Forderungsausfälle sind seit Jahren von untergeordneter Bedeutung. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Liquiditätsrisiken bestehen nach aktuellem Kenntnisstand derzeit und für die vorhersehbare Zukunft nicht. Das Risiko wird als gering eingestuft. Durch die Einbindung in das Cash Pooling des Danfoss Konzerns stehen hinreichende Möglichkeiten der Finanzierung zur Verfügung, mit denen auch ein ungeplanter zusätzlicher Liquiditätsbedarf gedeckt werden kann.

3.1.4 Personal

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Bock GmbH sind die fachlichen Kenntnisse und Erfahrungen ihrer Mitarbeiter. Die für den zukünftigen Erfolg wichtigen und z.T. langjährigen Mitarbeiter konnten langfristig für das Unternehmen gewonnen werden. Verschiedene Programme, die von Danfoss eingeführt wurden, wie Online-Schulung oder Plattformen für Mitarbeiter-Sport, tragen zusätzlich zur Mitarbeiterbindung bei.

Den eigenen Nachwuchs fördert BOCK durch Aus- und Weiterbildungsprogramme. Die Risiken im Personalbereich werden daher als gering eingestuft.

3.1.5 Politische und volkswirtschaftliche Risiken

Die BOCK ist ein auf der Beschaffungs- und Absatzseite international vernetztes Unternehmen mit einem hohen Auslandsanteil. Eine deutliche Veränderung (Erhöhung) der Zölle, extreme Preissteigerungen oder andere Maßnahmen eines "Handelskrieges" könnten den Absatz unserer Produkte auf ausländischen Märkten einschränken. Das Risiko wird insgesamt als moderat eingestuft.

3.1.6 Währungsrisiken

Die Hauswährung von BOCK ist der Euro. Auch im Auslandgeschäft wird der größte Teil der Transaktionen in Euro abgewickelt. Durch den Übergang zu Danfoss wird aber ein immer größerer Teil der Intercompany-Rechnungen in der Währung des Empfängers ausgestellt. So steigt das Risiko der Fremdwährungen leicht, bleibt aber bis jetzt überschaubar.

3.1.7 Beschaffungsmärkte

Auf der Beschaffungsseite ergeben sich für BOCK durch die Einbindung in den Danfoss- Konzern neue Perspektiven: Einerseits können durch höhere Bestellmengen bessere Konditionen vereinbart werden, andererseits besteht die Chance von Synergieeffekten mit anderen Konzerngesellschaften. BOCK ist international eingebunden und abhängig von funktionierenden internationalen Handelsbeziehungen. Jegliche Störungen dieser Beziehungen durch Materialknappheit, dem Ausfall einzelner Lieferanten und sonstige Störungen können dazu führen, dass BOCK nicht in dem erforderlichen Umfang Vorprodukte und Rohstoffe einkaufen kann, und damit einhergehend die Fertigung reduzieren muss. Soweit möglich begegnet BOCK diesen Risiken durch den Einsatz von Zweitlieferanten. Ausgelöst durch mögliche Materialknappheit und extremen Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen bestehen Preisänderungsrisiken auf den Beschaffungsmärkten. Sollten diese nicht an den Absatzmarkt weitergereicht werden können, besteht das grundsätzliche Risiko einer Margen- und Ergebnisverschlechterung. Das Risiko wird insgesamt als gering eingestuft.

3.1.8 IT-Risiken

Externe Cyberangriffe oder technische Fehlfunktionen können die IT-Systeme der BOCK erheblich beeinträchtigen, was sich negativ auf die Fähigkeit des Unternehmens auswirkt, rechtzeitig zu produzieren, zu verkaufen, Wartungen vorzunehmen oder zu liefern. Zur Überwachung und Steuerung von Abhilfemaßnahmen nutzt die BOCK interne Kontroll- und Managementsysteme. Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungen zur Cybersicherheit durchgeführt, um die Sensibilisierung und das Bewusstsein der Mitarbeiter für dieses Thema zu stärken. Auch regelmäßige Online-Erinnerungen zu Cyberangriffen tragen zur IT-Sicherheit bei.

3.2 Gesamtaussage

Für die mittelfristige Zukunft geht die Geschäftsführung davon aus, sich mit etablierten und neuen Produkten und Technologien in bestehenden Märkten behaupten zu können. Mit einer angepassten Strategie und neuen Produktentwicklungen sollen neue Absatzmärkte erschlossen und bestehende bestmöglich gesichert werden.

Für die kurzfristige Zukunft in den kommenden Monaten sehen wir Risiken durch große politische Unsicherheiten, im geopolitischen Bereich durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und durch den zunehmenden Protektionismus im internationalen Handel. Die Bewältigung der Folgen der globalen Krisen sowie die weitere wirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkung auf unsere Kunden bleiben abzuwarten. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die Risiken der BOCK sind auf Grund des gelebten Risikomanagements identifiziert. Vorhandene Risiken werden konsequent überwacht und geeignete Maßnahmen ergriffen, um den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten.

4. Qualitätsmanagement & Umweltschutz

Qualität und Sicherheit gehören zu den wesentlichen Voraussetzungen, um hochwertige Produkte und Dienstleistungen im Markt für Klima- und Kältetechnik langfristig erfolgreich vermarkten zu können. Zur Erreichung dieses Zieles hat die Gesellschaft hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards etabliert. Die relevanten Prozesse sind in einem Qualitätsmanagementsystem ausführlich dokumentiert. Seit der Zugehörigkeit zum Danfoss- Konzern ist die BOCK in das SEHQ-System der Danfoss eingebunden, das regelmäßige standardisierte Überprüfungen und weitergehende Ziele in den Bereichen Sicherheit, Umwelt, Gesundheit und Qualität vorsieht.

Im Jahr 2021 wurden die Neuzertifizierungen nach DIN ISO 9001 (Qualität), DIN ISO 50001:2018 (Energie) sowie DIN ISO 14001:2018 erfolgreich abgeschlossen.

Auf die Herausforderungen der F-Gase-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 517/2014) hat die BOCK bereits früh mit der Entwicklung neuer Produkte mit natürlichen Kältemitteln begonnen. Inzwischen verfügt BOCK über eine breite Produktpalette in diesem Bereich, bspw. zum Einsatz in Supermärkten, Lebensmittelproduktionen sowie Logistik- und Distributionszentren.

5. Prognosebericht

5.1 Allgemeine Erwartungen an Weltwirtschaft und Branche

Durch die sich nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine abmildernden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation erwartet die Gesellschaft eine leichte Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftslage.

Der IMF rechnet in seinem World Economic Outlook vom Januar 2024 mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,1% gegenüber seiner Vorjahres-Prognose von 2,9 %.

Für die Branche rechnet der VDMA im Dezember 2023 für das Jahr 2024 mit einem realen Produktionsrückgang um 4,0 %, nachdem die Erwartungen für das Vorjahr übertroffen worden waren (Rückgang nur um 1 % statt 2 %).

Auch unter dem Eindruck der Entwicklungen der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten und der damit verbundenen Verschärfung der unter Spannung stehenden Lieferkettensituation, halten wir diese Einschätzung für realistisch, dennoch stehen sie unter dem Vorbehalt der weiteren geopolitischen Entwicklungen.

Starke Verunsicherung brachte auch das EU-Lieferkettengesetz mit sich aufgrund des zusätzlichen Aufwandes für die Unternehmen.

5.2 Voraussichtliche Entwicklung von BOCK

5.2.1 Markt- und Umsatzentwicklung

Im stationären Bereich erwarten wir wieder eine positive Entwicklung des Geschäfts für BOCK. Die neue LG Baureihe sowie neue halbhermetischen Verdichter für den transkritischen Betrieb mit umweltfreundlichen Kältemitteln (CO 2 ) werden im Jahr 2024 weiterhin positive Impulse setzen und das Geschäft vorantreiben. Auch die globale Entwicklung im Bereich Wärmepumpenbau eröffnet neue Chancen für BOCK. Mit den Verdichtern der HC Baureihe ist BOCK im Wettbewerbsumfeld sehr gut aufgestellt.

Durch die steigende Elektrifizierung im urbanen Busbereich zeichnen sich für BOCK wichtige Geschäftschancen ab. Mittelfristig rechnen wir mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs in diesem Bereich.

Insgesamt rechnen wir für das laufende Jahr 2024 mit einem anhaltend ansteigenden Geschäftsverlauf gegenüber dem Vorjahresniveau, so dass zum Geschäftsjahresende Umsatzerlöse zwischen TEUR 100.000 bis TEUR 105.000 erwartet werden.

5.2.2 Kostenentwicklung

Für das Jahr 2024 rechnen wir durch die Einbindung in die Einkaufsstrukturen von Danfoss mit geringeren Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen, auch aufgrund von Synergieeffekten.

Durch die beeinträchtigten Handelsströme und Lieferkettenbeziehungen erwarten wir auf der anderen Seite einen moderaten Anstieg der Frachtkosten.

5.2.3 Ergebnisentwicklung

Unter der Berücksichtigung der oben beschriebenen Markt-, Umsatz und Kosteneffekte sowie der erwähnten Risiken und Unsicherheiten wird für BOCK für 2024 ein operativen Jahresergebnisses (EBITDA) zwischen TEUR 8.000 und TEUR 13.000 mit einer EBITDA-Marge zwischen 9,0 % und 11,0 % erwartet.

 

Frickenhausen, 16.08.2024

Axel Klapper

Ralf Havermann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1.875.562,69
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.293,00 77.466,00
39.293,00 1.953.028,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.702.928,27 3.862.835,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 611.939,00 736.640,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.565.261,93 5.271.311,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 512.334,04 293.236,05
10.392.463,24 10.164.023,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.857.547,30 12.857.547,30
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.183.351,00 1.260.001,26
14.040.898,30 14.117.548,56
24.472.654,54 26.234.600,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.664.035,80 7.675.923,87
2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 506.256,74 779.352,80
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.995.570,65 1.623.577,71
11.165.863,19 10.078.854,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.936.314,40 5.629.331,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.179.228,68 2.290.782,29
3. Sonstige Vermögensgegenstände 653.529,15 216.638,99
42.769.072,23 8.136.752,54
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 790.581,76 4.407.601,22
54.725.517,18 22.623.208,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.774,42 60.831,49
79.212.946,14 48.918.639,91

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.050.000,00 2.050.000,00
II. Kapitalrücklage 6.646.083,60 6.634.713,42
III. Gewinnrücklagen 9.236.267,57 9.236.267,57
IV. Bilanzgewinn 3.407.637,38 3.407.637,38
21.339.988,55 21.328.618,37
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.266.759,96 15.576.224,00
2. Steuerrückstellungen 1.276.871,75 870.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.251.903,83 2.273.284,17
18.795.535,54 18.719.508,17
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 800.448,43 2.146.185,93
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.947.977,27 3.785.988,26
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.499.464,37 2.265.705,78
4. Sonstige Verbindlichkeiten 829.531,98 672.633,40
39.077.422,05 8.870.513,37
79.212.946,14 48.918.639,91

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 81.106.750,65 84.142.213,44
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 521.267,65 -186.782,66
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 88.615,29 1.287.649,91
4. Sonstige betriebliche Erträge 27.820.093,50 1.058.998,94
109.536.727,09 86.302.079,63
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34.118.947,36 36.435.854,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.848.806,70 16.991.978,69
50.967.754,06 53.427.833,64
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.989.560,32 13.605.811,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.159.563,40 3.403.984,04
18.149.123,72 17.009.795,12
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.813.475,44 1.832.236,47
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.260.270,83 7.421.085,51
30.346.103,04 6.611.128,89
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 313.383,98 79.920,63
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 539.490,64 636.973,82
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 522,00 872.440,11
12. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30.119.474,38 5.181.635,59
13. Sonstige Steuern 493.278,80 73.998,21
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 29.626.195,58 0,00
15. Jahresüberschuss 0,00 5.107.637,38
16. Gewinnvortrag 3.407.637,38 0,00
17. Vorabausschüttung 0,00 -1.700.000,00
18. Bilanzgewinn 3.407.637,38 3.407.637,38

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Registerinformationen

Firma & Sitz Bock GmbH
Benzstraße 7
72636 Frickenhausen
Registergericht Amtsgericht Stuttgart
Nummer der Gesellschaft im Handelsregister HRB 225 250

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir davon-Vermerke im Anhang angegeben.

Das Geschäftsjahr umfasst das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden bis zum 1. Mai 2023 mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von vier bis fünfzehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wertaufholungen wurden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestanden. Wahlbestandteile wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abgrenzung von Forschung und Entwicklung erfolgte durch das sequenzielle Durchlaufen von bestimmten Meilensteinen, die eine Konkretisierung der Ansatzkriterien vorsehen und so den Aktivierungszeitpunkt bestimmen. Mit Vertrag vom 1. Mai 2023 wurden alle selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände an die Danfoss A/S, Nordborg/Dänemark, verkauft. Des Weiteren werden mit Vertrag vom 1. Mai 2023 alle anfallenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Gesellschaft an die Danfoss A/S weiterbelastet. Somit entfällt eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen ab dem 1. Mai 2023.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Gebäude werden linear über 4 bis 50 Jahre abgeschrieben, technische Anlagen und Maschinen linear, über 4 bis 9 Jahre, sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear über 1 bis 17 Jahre. Werkzeuge werden grundsätzlich über vier Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.

In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalkosten und sonstige Wahlbestandteile werden nicht einbezogen.

Geleistete Anzahlungen werden zu den Anschaffungskosten (Nennwert) bilanziert.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauerhafter bzw. voraussichtlich nicht dauernder Wertminderungen waren im aktuellen Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und sonstige Wahlbestandteile werden nicht aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihrem Nennwert bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der von der Heubeck-Richttafeln- GmbH herausgegebenen "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,70 % (Vj. 2,70 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,00 % (Vj. 2,00 %) berücksichtigt. Ein Rententrend von 1,00 % (Vj. 1,00 %) wurde für Zusagen berücksichtigt, die eine garantierte Anpassung in der Höhe einschließen und die von der Anpassungsprüfung befreit sind.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zu erwartende wesentliche Preissteigerungen werden angemessen berücksichtigt. Garantierückstellungen werden als Anteil an den Umsatzerlösen auf der Basis der mittleren tatsächlichen Garantieaufwendungen der Vorjahre gebildet. Für Einzelgarantiefälle werden Rückstellungen in Höhe der wahrscheinlich anfallenden Aufwendungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden im Sinne des § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,00 % (Vj. 0,42 %) für Altersteilzeit und 1,72 % (Vj. 1,44 %) für Jubiläumsverpflichtungen gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 abgezinst. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,70 % (Vj. 2,70 %) berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 89 (Vj. TEUR 1.288) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 3.901 (Vj. TEUR 2.351) an.

Angaben zum Anteilsbesitz

Darstellung des Anteilsbesitzes gem. § 285 Nr. 11 HGB

Name Beteiligung Ergebnis Eigenkapital
% in TEUR in TEUR
Bock Compressors (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China 100 1.618 8.828
Bock Compressors Singapore Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 -25 134
Bock Compressors South Africa (Pty) Ltd., Sandton/Südafrika 100 -47 -151
Bock Compressors Czech s.r.o., Kostelec/Tschechien 100 463 4.777
Bock Compressors Australia Pty. Ltd., Dandenong/Australien 100 -92 -280
Bock Compressors India Pvt. Ltd., Bangalore/Indien 99,9 390 3.078

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 38.179 (Vj. TEUR 2.291) betreffen in Höhe von TEUR 7.941 (Vj. TEUR 1.906) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 30.238 (Vj. TEUR 0) Cash-Pool Forderungen sowie im Vorjahr sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 385.

Aktive Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen im Anlage- und Vorratsvermögen sowie bei Rückstellungen für Pensionen sowie sonstigen Rückstellungen. Der Überhang an aktiven latenten Steuern wurde nicht aktiviert. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,174 % (Vj. 28,95 %) zugrunde gelegt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die treuhänderisch angelegt sind. Diese Vermögensgegenstände wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrundliegenden Verpflichtungen verrechnet.

Für den Bilanzausweis wurden die folgenden Verrechnungen vorgenommen:

2023 2022
TEUR TEUR
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 51 77
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 53 77
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 15.320 15.653

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 221 (Vj. TEUR 811).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 121; Vj. TEUR 405), Gewährleistungsansprüche (TEUR 173; Vj. TEUR 289), Urlaubsansprüche und Zeitguthaben (TEUR 586; Vj. TEUR 677), Sondervergütungen (TEUR 892; Vj. TEUR 515), Abfindungen (TEUR 205; Vj. TEUR 0), für Jubiläumsgelder und Rückstellungen für Altersteilzeit (TEUR 109; Vj. TEUR 229) sowie für sonstiges (TEUR 167; Vj. TEUR 158) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 30.294 (Vj. TEUR 796). Des Weiteren betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.873 (Vj. TEUR 1.280) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 29.626 die Gewinnabführung an den Gesellschafter aus dem am 29. März 2023 im Handelsregister eingetragenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem Gesellschafter. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 193 (Vj. TEUR 174) Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 5) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit ausgewiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
Mobil 33.293 41,1 33.572 39,9
Stationär 36.265 44,7 39.973 47,5
Ersatzteile 10.646 13,1 10.295 12,2
Erlösschmälerungen und Sonstiges 902 1,1 320 0,4
81.107 100 84.142 100
2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Regionen
Inland 21.517 26,5 20.931 24,9
Übriges Europa 33.287 41,0 32.552 38,7
Asien/Ozeanien 13.147 16,2 15.670 18,6
Nord- und Südamerika 7.176 8,8 10.514 12,5
Mittlerer Osten 3.161 3,9 3.277 3,9
Übrige Länder 2.818 3,5 1.198 1,4
81.107 100 84.142 100

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind hauptsächlich Erträge aus dem Verkauf der oben erwähnten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände an die Danfoss A/S (TEUR 24.191) und Weiterbelastung von Konzernumlagen aus den zum 1. Mai 2023 geschlossenen Verträgen mit der Danfoss A/S in Hohe von TEUR 3.425 enthalten. Diese stellen Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung nach § 285 Nr. 31 HGB dar. Des Weiteren sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 161 (Vj. TEUR 380). Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 6; Vj. TEUR 102) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 155; Vj. TEUR 278). Außerdem sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 14) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 53 enthalten (Vj. TEUR 287).

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 223 (Vj. TEUR 654) enthalten.

Finanzergebnis

In den Zinsen und sonstigen Erträge sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 309 (Vj. TEUR 77) enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 189 (Vj. TEUR 484) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Außerdem sind Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 56 (Vj. TEUR 3) enthalten.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Factoring

Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit wurden 2023 laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Risiken resultieren hieraus keine, da das Forderungsausfallrisiko mit dem Forderungsverkauf auf das Factoring Unternehmen übergeht. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 4.611 abgetreten. Der Vertrag mit dem Factor wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 gekündigt, da das Factoring aufgrund des Beitritts zum Cash-Pooling der Danfoss Gruppe eingestellt wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 79 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Die Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2025.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum Bilanzstichtag besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 221 (Vj. TEUR 811) gemäß Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB. Die Höhe der Ausschüttungssperre entspricht dem Unterschiedsbetrag, der sich als Differenz der Bewertung unter Verwendung eines 10-Jahres-Rechnungszinssatzes gegenüber der Bewertung bei Verwendung eines 7-Jahres-Rechnungszinssatzes ergibt. Es bestehen jedoch ausreichend freie Rücklagen. Eine weitere Ausschüttungssperre ergab sich im Vorjahr in Höhe von TEUR 1.333 aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Die Höhe der Ausschüttungssperre entsprach den aktivierten Entwicklungskosten nach Berücksichtigung gegenläufiger latenter Steuern. Im aktuellen Geschäftsjahr entfällt diese Ausschüttungssperre, da keine Entwicklungskosten mehr aktiviert werden.

Geschäftsführung

Folgende Herren sind bzw. waren zu Geschäftsführern bestellt:

Dr. Albrecht, Marcus, Sprecher der Geschäftsführung bis 14. September 2023
Schumann, Stephan, Vertrieb bis 15. Juni 2023
Axel Klapper, Head of Global Services seit 19. Juli 2023
Ralf Havermann, Head of PL92 Danfoss Bock seit 14. September 2023

Mitglieder des Beirats

Wilckens, Jan-Phillip (Operating Partner) bis 1 März 2023
Frey, Maximilian (Partner) bis 1. März 2023
Grott, Ronald (Principal) bis 1. März 2023

Der Beirat, der sich aus Partnern und Mitgliedern der Geschäftsleitung des ehemaligen Eigentümers, der Nord Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, zusammensetzte, wurde aufgrund des Verkaufs der Bock-Gruppe an Danfoss zum 1. März 2023 aufgelöst.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung werden mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben gemacht.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sowie ihrer Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 9.424 (Vj. TEUR 9.643).

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Produktion 128 108
Verwaltung & Vertrieb 100 118
228 226
Auszubildende 16 14
244 240

Konzernverhältnisse

Muttergesellschaft ist die Bock Blue GmbH, Frickenhausen. Der Jahresabschluss der Bock GmbH, Frickenhausen, wird in den Konzernabschluss der Danfoss International A/S, Nordborg/Dänemark, für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Der Konzernabschluss wird auch beim Erhvervs- og Selskabsstyrelse in DK 2100 Kopenhagen Ø, Langelinie Allé 17, eingereicht und kann ebenso unter https://www.danfoss.com/annual-report- 2023/download/ eingesehen werden. Der Konzernabschluss der Danfoss International A/S wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichts war die Bock GmbH zum 31. Dezember 2023 grundsätzlich verpflichtet. Die Danfoss International A/S stellt jedoch einen befreienden Konzernabschluss und -lagebericht auf, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 75 und entfiel ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss von TEUR 29.626 an die Bock Blue GmbH abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen wurde passiviert.

 

Frickenhausen, 16. August 2024

Bock GmbH, Frickenhausen

Geschäftsführung

Axel Klapper

Ralf Havermann

Anlagenspiegel 2023

Bock GmbH, Frickenhausen

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.941.333,70 88.615,29 0,00 2.029.948,99 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 999.219,43 9.540,00 0,00 8.843,40 999.916,03
2.940.553,13 98.155,29 0,00 2.038.792,39 999.916,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.531.708,09 0,00 0,00 0,00 13.531.708,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.773.798,61 0,00 0,00 0,00 3.773.798,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.527.693,70 1.088.233,84 631.869,33 37.425,12 24.210.371,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 293.236,05 850.967,32 -631.869,33 0,00 512.334,04
40.126.436,45 1.939.201,16 0,00 37.425,12 42.028.212,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.995.814,26 0,00 0,00 0,00 13.995.814,26
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.260.001,26 0,00 0,00 76.650,26 1.183.351,00
15.255.815,52 0,00 0,00 76.650,26 15.179.165,26
58.322.805,10 2.037.356,45 0,00 2.152.867,77 58.207.293,78
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 65.771,01 55.011,00 120.782,01 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 921.753,43 47.711,00 8.841,40 960.623,03
987.524,44 102.722,00 129.623,41 960.623,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.668.872,82 159.907,00 0,00 9.828.779,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.037.158,61 124.701,00 0,00 3.161.859,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.256.381,99 1.426.145,44 37.417,61 18.645.109,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
29.962.413,42 1.710.753,44 37.417,61 31.635.749,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.138.266,96 0,00 0,00 1.138.266,96
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.138.266,96 0,00 0,00 1.138.266,96
32.088.204,82 1.813.475,44 167.041,02 33.734.639,24
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1.875.562,69
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.293,00 77.466,00
39.293,00 1.953.028,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.702.928,27 3.862.835,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 611.939,00 736.640,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.565.261,93 5.271.311,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 512.334,04 293.236,05
10.392.463,24 10.164.023,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.857.547,30 12.857.547,30
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.183.351,00 1.260.001,26
14.040.898,30 14.117.548,56
24.472.654,54 26.234.600,28

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