BLM Sportmarketing GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Lock seit 19.4.2010 | Geschäftsführer |
Christian Jost seit 19.4.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sport-Club Charlottenburg e.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SCC EVENTS GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften, waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den Größenmerkmalen des § 267 HGB handelt es sich bei dem Unternehmen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft mit Sitz in Berlin ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB 20965 B. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Berücksichtigung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter von drei bis zehn Jahren. Finanzanlagen wurden in der Bilanz mit ihren Anschaffungskosten bzw. ihren am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegendem Wert aktiviert. Die Bewertung der Vorräte (Warenbestände) erfolgt mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Alle erkennbaren Risiken, wie die überdurchschnittliche Lagerdauer und geänderte Verwertbarkeit, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand nach diesem Tag darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten sind gem. § 249 Abs. 1 HGB Rückstellungen gebildet worden. Der Ansatz erfolgte nach § 253 Abs. 1 HGB mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen. Verbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag in die Bilanz eingestellt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag nach diesem Tag darstellen. Posten des Jahresabschlusses, die auf fremde Währung lauten, wurden nach § 256a HGB am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet (Guthaben bei Kreditinstituten, Startgelder). III. Erläuterung zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Brutto-Anlagenspiegel verwiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände sind Ansprüche enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Dies betrifft im Folgejahr abziehbare Vorsteuerbeträge i.H. von TEUR 98,8 (Vorjahr TEUR 234,5). sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehenden Rechnungen i.H. von TEUR 74 und Urlaubsrückstellungen i.H. von TEUR 140. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 768,1 (Vj.: TEUR 269,3). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 5,6 Erträge aus der Währungsumrechnung und in den betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 47,8 Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Zuschüsse aus den Corona-Programmen des Bundes i.H. von TEUR 659 enthalten. V. Sonstige Angaben Anhaben über den Anteilsbesitz an andren Unternehmen (§ 285 Nr. 11 HGB)
Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis der DLM RunMedia GmbH beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2022. Die runletics GmbH wurde im Geschäftsjahr liquidiert. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 15.02.2023.
* Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Anzahl der Mitarbeiter (§ 285 Nr. 7 HGB)
Geschäftsführer (§ 285 Nr. 10 HGB)
Gesamtbezüge der Geschäftsführer (§ 285 Nr. 9a HGB) Die Angabe der Geschäftsführervergütungen im Berichtsjahr unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (§ 285 Nr. 33 HGB) Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 28.05.2024 erfolgte eine Gewinnausschüttung am 04.06.2024 i.H. von EUR 1.000.000,00 an den alleinigen Gesellschafter Sport-Club Charlottenburg e.V. Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB) Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 21.11.2024 Christian Jost, Geschäftsführer Jürgen Lock, Geschäftsführer Anlagenspiegel 2023
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SCC EVENTS GmbH, Berlin: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SCC EVENTS GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCC EVENTS GmbH, Berlin für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hoppegarten, den 21.11.2024 Aritma
Revision GmbH
Bernd Krüger, Wirtschaftsprüfer (Der Jahresabschluss 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 26.11.2024 festgestellt.) Bilanz zum 31.12.2023SCC EVENTS GmbH, BerlinAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2023
Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft Die SCC EVENTS GmbH wurde 1983 in Berlin als Tochterunternehmen des Sport-Clubs Charlottenburg e. V. gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung, Vermarktung und Verwertung von Veranstaltungen, insbesondere im Bereich des Sports. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft den Handel mit Waren und Dienstleistungen, die in einem direkten Bezug zum Sport oder einer Sportveranstaltung stehen, sowie die Unterhaltung von Sporteinrichtungen. Von 2004 bis heute hat sich die SCC EVENTS GmbH mit ihren Veranstaltungen zu einem erfolgreichen internationalen Multi Sportveranstalter entwickelt. Dazu hat insbesondere der seit vielen Jahren mit Erfolg durchgeführte Berlin-Marathon, der neben den Marathon-Läufen von New York, Boston, Chicago, London und Tokio Bestandteil der Abbott World Marathon Majors (AWMM) ist, beigetragen. Als Gründungsmitglied 2006 ist durch die Entwicklung der AWMM neben der Spitzensportausrichtung der Fokus seit 2010 auf den Massensport gelegt worden, der durch die Implementierung eines weltweiten Age Group Rankings und der dadurch auch für lizenzierte Nicht AWMM Rennen mögliche Partizipation eine globale Erweiterung des Marathon-Sports erfahren hat. Hierdurch sind eine hohe und internationale Strahlkraft erreicht worden. Eine Ausweitung auf weitere Kontinente wie zum Beispiel Afrika mit dem Kapstadt Marathon und Australien mit dem Sydney Marathon und seit 2024 nunmehr auch Shanghai als "Anwärterrennen" sind in der mehrjährigen Evaluierungs- und Kriterium-Erfüllungsphase und stellen nach positivem Votum der AWMM nach einem weiteren Jahr der Kriterien-Erfüllung eine gesamt-kontinentale Abdeckung des Laufmarktes in dieser Vereinigung dar. Der Prozess ist im Gange und ist mit der Aufnahme Sydney's, die die hohen Kriterien im zurückliegenden Evaluierungsprozess erfolgreich absolviert haben, am 3. November 2024 als 7. Rennen in die AWMM Serie einen großen Schritt weiter gekommen. Die Abbott World Marathon Majors sind sowohl bei World Athletics (WA) als auch beim IOC als die bedeutendste Vereinigung des Marathons Sports angesehen und Mitglied in deren Road Running Commissions. Es erfolgt ein regelmäßiger Austausch mit diesen Organisationen. Unsere interne Organisation wurde im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich auf die gegenwärtigen und zukünftigen nationalen und internationalen hohen Anforderungen ausgebaut und wird auch zukünftig den Blick darauf haben müssen, den internationale Entwicklungen nachzukommen. Fachliche interdisziplinäre Kompetenz, Erweiterung von Inhouse-Lösungen im technischen und nicht-technischen Bereich, aber auch die Automatisierung von Prozessen sind mittlerweile im Fokus eines agilen Arbeitsprozesses geworden. In den Bereichen internationales Teilnehmermanagement, digitale Kommunikation und IT-Lösungen, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement, Veranstaltungsplanung - Umsetzung sowie Absicherung der Marktposition durch unique Marketing Positionierung inklusive Marktforschung werden hier weiterhin die größten Veränderungen stattfinden. Neben dem Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement bei Sportgroßveranstaltungen um gesetzliche und gesellschaftliche Anforderungen vermehrt in konkrete Umsetzungsprozesse zu integrieren und mitzugestalten, (Zertifizierungsprozess nach Standard ISO 20121:2012) liegt seit Beginn 2024 ein weiterer Fokus auf Stabilität und Qualitätssicherung des Veranstaltungsportfolios im Wettbewerb zu internationaler Konkurrenz und deren Möglichkeit der durch Städte, Regionen und Staaten finanziell geförderten Expansionsansätzen als Berliner Unternehmen mit Maßnahmen entgegen zu wirken. Das Unternehmen setzt in den nächsten Jahren den Schwerpunkt auch auf die Umsetzung neuer digitaler Kommunikations- und Marketingmethoden unter Berücksichtigung der europäischen Anforderungen im Datenschutz und der Digitalisierung von Prozessen im Rechnungswesen/Controlling um eine notwendige Zielgruppenansprache gewährleisten zu können. Das Ausweiten von fachspezifischen Leistungen für Veranstaltungstechnik und -planung ist sehr erfolgreich in 2023 angelaufen und in 2024 strukturell gemäß den Anforderungen als Potential- und Geschäftsfeld weiterentwickelt worden und muss in 2025 nach den Anforderungen neu justiert werden. Die Prozessoptimierung wie Veranstaltungs- und Finanzreports, Controlling sowie die Sicherheit und Versorgung für Sportgroßveranstaltungen müssen auch weiterhin auf dem bereits bestehenden hohen Niveau sichergestellt werden. Führungs- und Kompetenzbereiche im Veranstaltungsmanagement werden in der Personalentwicklung eine wichtige Rolle einnehmen. Eine weiterhin potentielle Einführung eines Veranstaltungssicherheitsgesetzes im Land Berlin wird zudem auch eine andere Anforderung und Qualität der Genehmigungsprozesse mit sich bringen, welche das Unternehmen bereits seit Jahren mit seinen aufgesetzten Strukturen umsetzt und zukunftssicher macht. Um die Prozesse der Kunden- und Teilnehmer-Services zu optimieren, müssen zukunftsweisende Technologien, die das Thema "Customer Journey und Experience", Künstliche Intelligenz (KI) und Automation betreffen, vorausschauend implementiert werden. Webseiten und Applikationen (APPs) werden ständig an den technischen Fortschritt angepasst, sind aber auch weiterhin im internationalen Anpassungs- und Entwicklungsprozess. Kundenorientierte BOT's wurden 2023 und 2024 für Standardanfragen entwickelt, um personelle Ressourcen zu schonen und der Situation auf dem Arbeitsmarkt gerecht zu werden. Die Weiterentwicklung und das aktive Mitwirken bei der Einbindung von internationalen Qualitätsstandards in der medizinischen Versorgung und Absicherung nimmt weiterhin einen hohen Stellenwert bei den durchgeführten Veranstaltungsformaten ein. Prozess- und Qualitätsmanagement werden in vermehrt alle Bereiche des Unternehmens in den Fokus gesetzt, um die recht kleinteiligen Elemente bei der Planung von Sportgroßveranstaltungen noch deutlicher begleiten und überprüfen zu können. Das aktive unternehmerische Mitwirken bei den AWMM und das Einbringen der Berliner Expertise der Geschäftsführung aber auch einzelnen Fachabteilungen garantieren auch innerhalb des Verbundes ein hohes Ansehen, welches eine immer höhere strategische Bedeutung auch für die Gesamtbewertung des Unternehmenserfolgs in den nächsten Jahren hinsichtlich der internationalen Ausrichtung und Teilnehmerakquise haben wird. Einzelne Unternehmenseinheiten arbeiten bereits heute schon eng im Bereich "best practices" zusammen, um hier auch für das eigene Unternehmen weiterhin dem Leadership Gedanken Rechnung zu tragen. Zur Pflege dieses organisatorischen Umfelds gehört die ehrenamtliche Arbeit unseres Beirats, der sich aus führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Stiftungen und Verbänden zusammensetzt und sich bei Bedarf um die Kompetenz-Vernetzung mit Institutionen und Vertretern der Branche kümmert. Der fachliche Austausch in der sich wandelnden Professionalisierung und Digitalisierung im Service- und Funktionsmanagement bei der Ausrichtung und dem Wettbewerb von internationalen Sportveranstaltungen ist ein stetiger Innovationstreiber für den Erfolg und bedarf den Austausch mit Experten - und Meinungsbildnern in der sich rasch wandelnden Arbeitswelt. Die Interdependenz von Sport, Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft ist für uns ein wesentlicher Aspekt in der zukünftigen Ausrichtung. Um diese Wichtigkeit gestützt und plausibel darzustellen, werden zukünftig vermehrt auch Studienergebnisse zur Stadtrendite einen wichtigen Teil in der Weiterentwicklung des Unternehmens einnehmen. Derzeit erarbeiten wir mit der Senatsverwaltung für Digitalisierung und Sport eine weitere Evaluierung mit der Stadtrendite um den herausragenden Mehrwert des Berlin-Marathons 2024 zu stützen. Leider ist die Senatsverwaltung nicht mehr in der Lage diese für die Hauptstadt notwendigen Erhebungen zu finanzieren und wird ausschließlich von der SCC EVENTS getragen. Die angeregte Messung des Generali Berliner-Halbmarathons, der sich künftig auch in die Stadtrendite der Sportmetropole zu integrieren scheint, ist in weite Ferne gerückt, was objektive, datenbasierte Interpretationen der Hauptstadt hinsichtlich seiner Sportevents unmöglich machen. Beide Veranstaltungen sind Leuchttürme des Sports in Berlin und die wohl erfolgreichsten Veranstaltungen in der direkten und indirekten Wertschöpfung für das Land Berlin im Sport. Wie bereits beschrieben, wird Sport und Nachhaltigkeit in der Weiterentwicklung und Ausrichtung einen hohen Stellenwert in der Transformation von Großveranstaltungen allgemein haben und zukünftig ein Gradmesser für den Erfolg eines Unternehmens in vielfacher Hinsicht darstellen. Unter dem Motto, das Innovative muss zum Selbstverständlichen werden, wird ein Fokus in den nächsten Jahren dem ESG Ansatz (Umwelt, Gesellschaft, Corporate Governance) folgen. Mehr denn je kommt die Ansprache der globalen Wirtschaft in Zukunft eine besondere Bedeutung zu. Stagnation und eine enorme Unterrepräsentanz Berliner Unternehmen im Sponsoring - und Partner-Portfolio sind seit 2020 existent und auch 2024 und 2025 mit sehr viel Aufmerksamkeit für das Standortmarketing zu bewerten. Der Wirtschaftsstandort Berlin muss wachsen, so dass ein Engagement auch im Sport in der regionalen Sichtbarkeit im Rahmen der Social Responsibility zukünftig sichtbar abgebildet wird. Unser Ansatz, Kinder- und Jugendsport und unterschwellige Bewegungsangebote in unseren Veranstaltungen vermehrt in die Unternehmen zu tragen, ist eine Mehrjahres-Strategie von SCC Events. Mini-Marathon, Schülerläufe, Schulprojekte sowie Bambini Läufe können hier als erfolgreiche Umsetzungen bereits aufgezeigt werden. Grundlagen unserer Veranstaltungs-Strategie sind weiterhin nicht monetäre finanzielle Leistungsindikatoren wie Attraktivität, Kunden - und Teilnehmerservice, umfangreiche Sicherheit, Nachhaltigkeitskonzepte und deren Umsetzung, Innovationen und adressatengerechte Ansprache der Teilnehmer. Die Vermittlung von gesunder aktiver Lebensweise, eine moderate und wirtschaftlich notwendige Preisgestaltung unter Berücksichtigung von Kostentreibern sowie auf die Bedürfnisse unterschiedlicher gesellschaftlicher Freizeit- und Sportverhalten vorausschauend einzugehen, sind hierbei die übergreifende Grundlage des täglichen Tuns. Hierbei gilt es, regionale, nationale und internationale Besonderheiten im Blick zu behalten. Aufgrund der demographischen Entwicklung, spezifische Anforderungen an Fachkräfte mit Eventbezug, des sich immer weiter entwickelnden Fachkräftemangels, ist es zudem angezeigt, das Thema Human Ressources mehr denn je im Unternehmen in den Fokus zu setzen. Den wichtigsten Faktor in der Unternehmensbewertung und des Erfolgs stellen auch weiterhin die MitarbeiterInnen, gefolgt vom Image- und Markenwert der Veranstaltungen dar. Hierzu gilt es Maßnahmen zu prüfen und zu festigen, dies organisatorisch und generationenübergreifend zu implementieren und auszubauen. Innovation, soziales Miteinander, Arbeitsorganisation sowie das zukunftssichere Aufstellen der Fachkräfte-Struktur erfordern hierbei einen Schwerpunkt in der Ausrichtung der Unternehmung und sind zu adäquat zu finanzieren. Das für Events notwendige Einbeziehen und Mitwirken von Dienstleistungsunternehmen stellt in Sachen Fachkräftemangel, Branchenabkehr von Firmen sowie massiv gestiegene Kostenstrukturen in den letzten Jahren eine nicht zu unterschätzende Schwierigkeit bei der Umsetzung von Veranstaltungen dar. Hier muss weiterhin ein intensiver Blick darauf verwendet werden. Neue digitale Ansätze, das Einsetzen von messbaren und steuerbaren Technologien, der Kommunikationserfolg der Maßnahmen, das Hinzunehmen von neu entstandenen Berufsfeldern wie System Analytics, SEO Management sowie innovative und erprobte Software-Implementierungen wurden notwendig, um die Ansprache, das Bewerben und das aktive Halten von potentiellen Teilnehmern, bestehenden Teilnehmern, Marketing, Medien- und Kommunikationsmaßnahmen gerecht zu werden. Brand-Marketing stellt darüber hinaus zukünftig eine außerordentliche Rolle bei der Wahrnehmung in Sales-Prozessen sowohl bei Teilnehmenden als auch bei der Sponsorenakquise dar. Strategische Allianzen in Europas Metropolen werden immer wichtiger und erfordern neue Denk- und Handlungsansätze. Die Super Half Serie (Berlin, Cardiff, Kopenhagen, Lissabon, Prag, Valencia), der wir in 2023 beigetreten sind, wurde hervorragend angenommen und ist in der Vorausschau für 2025 gut aufgestellt. Alle Maßnahmen sowie das Geschäftsergebnis jeder Veranstaltung müssen weiterhin einzeln wie in den Vorjahren betrachtet und besprochen werden. Die Machbarkeit von Veranstaltungen überprüfen wir hinsichtlich ihrer Attraktivität der zeitgemäßen Konzeption, generationsbedingten Bedürfnisse der Teilnehmenden und Anforderungen, Änderung des Konzeptes sowie ihrer Wirtschaftlichkeit und präsentieren das dem Gesellschafter mit den entsprechenden Empfehlungen durch Datenlage. Unter diesem Blick sowie in Kenntnis der allgemeinen Lebenssituation von Menschen behalten wir uns vor und regen an, bestehende Ansätze bis hin zu Veranstaltungen letztendlich aus dem Programm zu nehmen, um genügend Ressourcen für zukunftsweisende neue Geschäftsfelder zu gewährleisten, Bestehende zu optimieren und nicht in wirtschaftliche Schieflage zu geraten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 ist Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum von -0,3 % in eine leichte Rezession gerutscht, die auch in 2024 nach den neuesten Erhebungen von -0,1 % entgegen der ursprünglichen Planung der Bundesregierung negativ bleibt und für 2025 der Sachverständigenrat bereits von 1,1 auf 0,4 % Wachstum gesenkt wurde. In 2023 und 2024 standen sowohl weltpolitische Spannungen als auch innenpolitische Probleme im Vordergrund, die sich negativ auf das Wachstum der deutschen Wirtschaft ausgewirkt haben. Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges waren weiterhin deutlich zu spüren. Hinzu sind weitere Konflikte in der Welt gekommen, wodurch sich das weltpolitische und wirtschaftliche Gesamtbild nicht verbessert hat. Die Inflation ging im Vergleich zum Vorjahr zurück und betrug im Geschäftsjahr 2023 noch 5,9 %. Im Jahr 2024 erfuhr sie dann eine deutliche Verbesserung, die sich jedoch noch nicht auf den Konsum nachhaltig ausgewirkt hat. Nachdem die Kaufkraft vieler Haushalte in 2023 weiterhin stagnierte, ist in 2024 auch keine nennenswerte Veränderung eingetreten. Die Reallöhne hinken der Inflation bzw. den steigenden Preisen typischerweise hinterher, wobei in 2023 der Anstieg der Reallöhne ungefähr dem Inflationsniveau entsprach jedoch in manchen Branchen überdurchschnittliche Lohnentwicklungen die Kostenstruktur im Dienstleistungssegment massiv veränderte. Dennoch ist die Entwicklung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte positiv zu werten. Sowohl die Arbeitnehmerentgelte (+6,7 %) als auch die Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5 %) lagen dabei deutlich im Plus. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus, auch weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust. Die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Personen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Jahr 2023 als Antwort auf die hohen Inflationsraten den Leitzins mehrmals erhöht, sodass dieser zum Jahresende 2023 4,5% betrug. Insgesamt hat sich der Leitzins im Geschäftsjahr 2023 nochmals um 2% erhöht und ist 2024 erstmalig wieder seit Jahren gefallen. Der nach wie vor bestehende Fachkräftemangel und die Abwanderung aus der Veranstaltungsbranche in vermeintlich "sichere Häfen" während der Corona-Pandemie stellen die Veranstaltungsbranche weiterhin vor große Herausforderungen. Dazu zählen neben neuen Arbeitszeit- und Lebensmodellen mit Auszeiten und einer verminderten wöchentlichen Arbeitszeit vor allem gesamtstrukturelle Probleme des Wirtschaftsstandorts Deutschlands eine Herausforderung dar. Die Auswirkungen des Ukraine Krieges in Form von massiven Kostenerhöhungen hatten auch im Jahr 2023 erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die gesamte Sportbranche. Der seit Oktober 2023 bestehende Israel - Gaza Konflikt, der sich zu einem Nahost Konflikt entwickelte, stellen neben den Handelsbeziehungen zu China eine weitere Verstärkung geopolitischer Spannungen dar, welche sehr ungünstig auf 2023 und 2024 wirken und noch nicht absehbar ist, welche weitreichenden Auswirkungen hierbei entstehen. Dennoch ist es uns mit unserer Expertise wiederum gelungen, im Jahr 2023 Sportgroßveranstaltungen (Lauf) in der Größenordnung von 1.000 - 46.000 Teilnehmern zu veranstalten. Das spiegelt sich insbesondere in unseren Leuchtturmveranstaltungen Generali Berliner Halbmarathon, der wie gewohnt im April stattfinden konnte, und dem BMW BERLIN-MARATHON Ende September wieder. Wir konnten mit hohem persönlichem Aufwand von Mitarbeitenden, Dienstleistern, Freiwilligen und Berliner Behörden und Institutionen erfolgreich und mit internationaler Strahlkraft diese Veranstaltungen zu aller Zufriedenheit umsetzen. Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements, die Sicherung der Liquidität sowie die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken zur Wahrung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung und der finanziellen Flexibilität, konnten im Geschäftsjahr 2023 erreicht werden. Weiterhin verfolgen wir die Strategie, die Kernbereiche unseres Portfolios wie Emotion, Freiheit, Gesundheit, Performance und Vielfalt mit der allgemeinen Stimmung der Gesellschaft weiter zu verbinden. Gerade das Setzen von Glanzpunkten in Form von Veranstaltungen der Marke SCC Events geben nachhaltig ein sehr prominentes Standing in Form des Marktführers im Laufsport wieder und sind strategisch mit dem Service- und Entertainment Ansatz verbunden. Der Dynamik einer lebenswerten Stadt sowie die Zielgruppenansprache von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der ersten und zweiten Lebenshälfte wollen wir auch zukünftig Rechnung tragen um wieder, wie vor pandemisch bereits erreicht, die Teilnehmer-Quantität und -Qualität hoch zu halten. Gerade der Generationenübergreifende Ansatz aber auch das Erreichen der GenZ sowie die Attraktivität des Laufens gesellschaftlich zu verankern und positiv zu besetzen sind eine übergreifende strategische Ausrichtung von SCC EVENTS, welche 2023 bereits erste gute Erfolge ausweist. Die Strategie aus der Pandemie resultierende neue Geschäftsfelder wie die des Strom- und Planungsmanagements auch für Dritte wurde in 2023 gut integriert und für 2024 eine deutliche Expansion geschaffen. Die Professionalisierung der Sportlandschaft sowie das Auftreten in 2023 haben gezeigt, dass das Unternehmen SCC EVENTS GmbH durch seine Markenpräsenz die Akzeptanz der Teilnehmenden erreicht hat, insbesondere auch die Unternehmen, die in der Marktverteilungs- und Wettbewerbssituation mit Aussetzen bzw. komplettem Herunterfahren ihrer Veranstaltungen in der Pandemie reagiert hatten. Dem Wettbewerb um Teilnehmer und der Vermarktung wird in den nächsten Jahren, bedingt durch die Kenntnis und Gegebenheit, welche Großveranstaltungen 2023 unter welchen Bedingungen und Qualitätsstandards stattgefunden haben eine hohe Bedeutung zukommen. Vorausschauend auf das 50. Jubiläum des BMW BERLIN-MARATHONS und des GENERALI BERLINER- HALBMARATHONS in 2024 war das Veranstaltungsjahr 2023 eine wichtige Bestimmung darüber, wie und unter welchen strukturellen- und Vermarktungsgesichtspunkten eine Tendenz des Eventsgeschäfts der nächsten Jahre zu erwarten ist. Für die SCC EVENTS GmbH ist es weiterhin wichtig, mit aller Professionalität die internationale Stärke in der Wahrnehmung sowie die Infrastruktur in Berlin zu erhalten und langfristig auszubauen. Anstrengungen gerade im Bereich des BMW BERLIN-MARATHON und des GENERALI Berliner-Halbmarathons im globalisierten Sportmarkt werden durch die Weiterentwicklung der Abbott World Marathon Majors und der strategischen Ausrichtung auch den Einzelveranstaltungen BMW BERLIN-MARATHON und GENERALI Berliner-Halbmarathon in Bezug auf positive Markenentwicklung und internationale Teilnehmer zugutekommen. Inwiefern die Stadt Berlin hinsichtlich der Entwickung der Infrastruktur von Sportgroßveranstaltungen, die politischen Weichen für den Sport und somit auch für Sportgroßveranstaltungen positiv und mit Weitsicht angeht wird abzuwarten sein. Weiterentwicklung der gewährten Rahmenbedingungen des Standorts Berlin als Sportmetropole, der objektiven Bewertung des touristischen Mehrwerts für die Stadt und als Wirtschaftsfaktor gesamt wird eine Weiterentwicklung unserer Großveranstaltungen massiv beeinflussen. Unsere Leitlinie "Wir bewegen Berlin und die Welt" ist charakteristisch für die Strategie des Unternehmens vom Standort Berlin aus, wichtige Impulse für die Branche zu entwickeln. International gibt es eine enorme Anstrengung und Unterstützung von Seiten der Städte und Regionen im Kontext einer nachhaltigen, das heißt jährlich wiederkehrenden Implementierung von Halb- und Marathon Veranstaltungen, Städte zu revitalisieren und damit die Attraktivität von Metropolen und Städten im Wettbewerb zu stärken. Die Besucherzahlen insgesamt in Berlin nehmen touristisch ab, das Kongressgeschäft stagniert oder verliert und die Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Reiseverbindungen zum BER Flughafen verschlechtern sich. Der Halbmarathon und der Marathon sind hier explizit noch Treiber im internationalen touristischen Angebot in Berlin. 2.2. Lage der Gesellschaft Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung insbesondere die finanziellen Kennzahlen, Umsatzentwicklung, Cashflow und die Eigenkapitalquote neben der Branchenentwicklung heran. Die finanziellen Kennziffern werden in der Folge im Rahmen der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsprechend erläutert. a) Ertragslage Auch im Geschäftsjahr 2023 ist es gelungen, alle kleinen und auch die Großveranstaltungen erfolgreich durchzuführen. Vor diesem Hintergrund sind die Umsatzerlöse im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro gestiegen. Die Umsätze aus Vereinbarungen mit Sponsoren sind im Geschäftsjahr 2023 nur leicht um 0,7 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro gesunken. Dies zeigt nach wie vor die Unterstützung unserer Sponsoren, der Existenz von Mehrjahresverträgen, der guten persönlichen Betreuung dieser Partner und weiterhin gute Produkte. Trotz erkennbarer Preissteigerungseffekte hat sich die Materialaufwandsquote (Aufwendungen für Läufe und Veranstaltungen) insbesondere durch die Umsatzsteigerungen mit 67,8 % im Geschäftsjahr 2023 positiv entwickelt. Demgegenüber liegt die Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu den Umsatzerlösen) mit 20,2 % (Vj.: 20,4 %) in 2023 immer noch deutlich über dem Wert aus dem Jahr 2019 (16,7 %). Der Anstieg der Personalaufwandsquote resultiert im Wesentlichen aus angepassten Gehältern und veränderten Benchmarks durch die Professionalisierung von Fachkräften in der Branche, als auch aus dem Anstieg der Mitarbeiterzahl infolge der inhouse Personalpolitik ursprünglich outgesourcter Tätigkeiten und kann mit Letzterem somit keinem Längsschnittvergleich standhalten. Zusätzlich sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEuro 855 im Vergleich zu 2019 angestiegen, was im Wesentlichen auf den Anstieg bei den Werbe- und Lizenzaufwendungen wie auch den Provisionen aus Werbemaßnahmen zurückzuführen sind. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um TEuro 278 resultiert unter anderem aus dem Anstieg des Lizenzaufwandes für notwendige Softwarelösungen zur Abwicklung von Laufveranstaltungen. Der Jahresüberschuss der SCC EVENTS GmbH hat sich insbesondere durch den Anstieg der Umsatzerlöse und die leicht geringere Materialaufwandsquote gegenüber dem Ergebnis des Vorjahres von 202,0 TEuro um 492,4 TEuro auf 694,4 TEuro erhöht. Die Umsatzrendite und Gesamtkapitalrentabilität lagen am Abschlussstichtag bei 1,0 % (Vj.: 1,3 %) bzw. bei 2,3 % (Vj.: 1,1 %) und sind im Wesentlichen durch den Verlauf von Umsatzerlösen und Personalkosten geprägt. Ausschließlich aus Einnahmen resultierende Lizenzzahlungen an den SCC e.V., die seit 2021 steigende Kosten nicht berücksichtigen und bewerten, mindern zudem die Umsatzrendite zu den Vor-Coronajahren wie zum Beispiel das Referenzjahr 2019 verdeutlicht. b) Vermögenslage Die Vermögens- und Kapitalstruktur entwickelte sich wie folgt (jeweils 31.12.):
Die Erhöhung der Bilanzsumme von 22.858,6 TEuro um 1.700,3 TEuro auf 24.558,9 TEuro resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der im Geschäftsjahr vereinnahmten Startgelder für Laufveranstaltungen in Höhe von 10.051,7 TEuro im Folgejahr, die durch die Teilnehmer bereits angezahlt wurden und in den Verbindlichkeiten bilanziert werden. Die Verbindlichkeiten aus den Startgeldern haben sich insbesondere aufgrund der im Dezember 2023 durchgeführten Verlosung für den Berlin Marathon gegenüber dem Vorjahr um 4.751,4 TEuro erhöht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen nur in kleinem Umfang von insgesamt TEuro 42,4 im Wesentlichen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt, so dass die Abschreibungen die Zugänge überkompensiert haben und das langfristig gebundene Vermögen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist. Das kurzfristig gebundene Vermögen besteht mit 19.720 TEuro = 85,2 % aus liquiden Mitteln (Vorjahr mit 18.072 TEuro = 81,9 %). Der regelmäßig hohe Bestand an liquiden Mitteln resultiert u. a. daraus, dass Startgelder für bestimmte Laufveranstaltungen im Folgejahr bereits vor dem Abschlussstichtag vereinnahmt werden. Am 31.12.2023 waren in diesem Zusammenhang 10.051,8 TEuro als Startgelder für Veranstaltungen im Folgejahr passiviert. Durch die im Geschäftsjahr 2023 erfolgte Gewinnausschüttung an den Gesellschafter in Höhe von 1.000 TEuro und die gestiegene Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote (finanzieller Leistungsindikator) auf 41,4 % verringert. c) Finanzlage Am Abschlussstichtag überstieg der Bestand an liquiden Mitteln die Verbindlichkeiten und Rückstellungen um 5.858,5 TEuro. Gleichzeitig sind in den sonstigen Vermögensgegenständen noch Ansprüche aus der Erstattung von Umsatzsteuern zum Bilanzstichtag in Höhe von 0,5 Mio. EUR enthalten. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 durch die Liquiditätsreserven aus dem Vorjahr und die vereinnahmten Startgelder der Laufveranstaltungen, die im Geschäftsjahr 2023 zu einem positiven operativen Cashflow geführt haben, jederzeit sichergestellt. Auf dieser Grundlage und über ein weiterhin strenges Finanzmanagement werden wir auch die künftig geplanten Veranstaltungen in hoher Qualität durchführen und unsere finanziellen Verpflichtungen fristgerecht erfüllen können. d) Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Das Geschäftsjahr 2023 ist insbesondere aufgrund der Auswirkungen des Ukraine-Krieges und anderer geopolitischer Auseinandersetzungen durch Preissteigerungen bei den Veranstaltungskosten aber auch durch den Umsatzanstieg positiv verlaufen. Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung, der vorhandenen liquiden Mittel und dem nach wie vor soliden Zuspruch der Sponsoren wird die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als positiv bewertet. Ausdruck des wirtschaftlichen Erfolgs sind vor allem die vorstehend dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren. 3. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Trotz des weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes und sich weiter fortsetzenden Kostensteigerungen bei der Produktion von Veranstaltungen, haben sich die Rahmenbedingungen für die SCC Events GmbH gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch die Realisierung von Einnahmesteigerungen der geplanten großen Laufveranstaltungen, wie dem BMW BERLIN-MARATHON, der größten von uns ausgerichteten Sportveranstaltung, relativ stabil entwickelt. Die SCC EVENTS GmbH hat in Ihrem Veranstaltungsportfolio, bis auf zwei Veranstaltungen, ausschließlich Veranstaltungen mit über 3.000 Teilnehmern und hat Ihre Organisationsform inklusive Personal hierfür aufgebaut. Ein deutlich positives Wirtschaftswachstum ist in Deutschland derzeit nicht in Sicht. Die deutsche Wirtschaft hat in 2024 weiterhin mit Gegenwind aus dem In- und Ausland zu kämpfen. Eine zähe konjunkturelle Schwächephase geht mit schwindenden Wachstumskräften einher. Entgegen den Erwartungen können sich Industrie- und Konsumkonjunktur nur sehr langsam aus ihrer Starre befreien. Die Unterstützung durch Unternehmen als Sponsoren ist aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Marktumfeldes, verminderten bis stark eingeschränkten Marketingausgaben, welches sich aufgrund der nationalen Wirtschaftslage nicht bedeutend verbessern wird sehr aufmerksam zu beobachten. Inwiefern der Standort Deutschland und vor allem Berlin auch für global agierende Unternehmen im Bereich Marketing - und Sponsoring und Investitionen attraktiv bleibt, kann derzeit schwer prognostiziert werden. Halbmarathon und Marathons stellen hinsichtlich Vermarktungschancen einen guten Indikator für ein Vermarktungspotential auch kleinerer Veranstaltungsformate dar. Im Geschäftsjahr 2024 hat die EZB in langsamen Schritten aufgrund des Rückgangs der Inflation das Zinsniveau zurückgeführt, um der eingetretenen Rezession entgegenzuwirken. Im Hinblick auf die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Umstände, den noch immer nicht abschließend einschätzbaren Auswirkungen des russischen Angriffskrieges, weiterer weltweiter geopolitischer Krisen und den Spätfolgen der COVID-19 Pandemie gestaltet sich eine klare Auswertung wirtschaftlicher Ereignisse und möglicher Prognosen weiterhin schwierig. Es ist damit zu rechnen, dass weiterhin viele Unternehmen aufgrund der krisenbedingten Entwicklungen in Schwierigkeiten geraten werden und die Arbeitslosenquote steigen dürfte. Ein inflationsbedingtes Abflachen der Kaufkraft und -laune gerade im Konsumgüterbereich und im Freizeitbereich und ein eher verhaltenes Agieren der Menschen wird wohl noch anhalten. Die Auswirkungen auf den Fachkräftemangel in Deutschland sind nicht abzusehen und werden sich in den nächsten Monaten abzeichnen. Stand November 2024 gehen wir, wie die gesamte Veranstaltungsbranche, weiterhin von schwierigen Rahmenbedingungen aus. Die Unsicherheiten bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen insbesondere durch einschneidende Baumaßnahmen im Bezirk Mitte und somit einigen umgewidmeten Arealen und öffentlichen Straßenland zu Veranstaltungsflächen, werden in den nächsten Jahren Auswirkungen haben. Kostensteigerungen in der Herrichtung und Nutzung von Flächen, die Beschaffung sowie in den Personalkosten von Veranstaltungen trotz guter Anmeldezahlen für den Generali BERLINER-HALBMARATHON und BMW BERLIN-MARATHON werden sich kostenintensiv niederschlagen müssen und weiterhin als nicht stabil und verlässlich im Gesamtkontext prognostiziert werden. Wir prognostizieren weiterhin einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern durch die hohe internationale Anerkennung dieser professionell durchgeführten Veranstaltungen wie in 2023 bis zum Stand November 2024. Ob sich die Anmeldezahlen weiterhin so positiv entwickeln werden, ist jedoch von nicht beeinflussbaren Faktoren der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, Konsum- und Kaufkraft, dem Kriegsverlauf in der Ukraine geopolitische Krisenherde wie derzeit in Israel und einhergehend mit Rezessions- und Inflationsängsten, Energiekrise und gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen abhängig. Bei regionalen und nationalen Veranstaltungen bleibt abzuwarten, wie sich die individuelle Konsumpriorisierung und das Freizeitverhalten von Menschen und die bereits absehbar spätere Registrierung zu Veranstaltungen zu den Vorjahren auswirken. Derzeit sehen wir einen positiven Zuspruch jedoch mit einer weitaus höheren Bewerbungs- und Kostenquote. Bislang vor allem den nationalen Markt betrachtend, muss im internationalen Kontext eine Verlagerung hinsichtlich Attraktivität anderer Metropolen beobachtet werden, die in Sportinfrastrukturen und wiederkehrenden Veranstaltungen massiv Veranstalter unterstützen. Der Standort Deutschland muss hinsichtlich seiner derzeitigen internationalen Attraktivität wieder massiv aufholen. Diese Situation betrifft eine ganze Veranstaltungsbranche und derzeit vor allem Berlin, wie es die Sport- und Kulturvereinigungen und die Veranstaltungswirtschaft warnend äußern, den Tourismus und damit einzelne Wirtschaftsbereiche gleichwohl sind hier angesprochen vorausschauend Maßnahmen einzuleiten. Das Land Berlin mit enormen Sparzwängen und geplanten Streichungen, keinerlei Investitionen in den Sporttourismus wird ein nicht unbeträchtliches Gewicht hierbei spielen. Ein Niveau wie 2019 wird in unserer Branche unisono bis zum Beginn 2026 nochmals ein Jahr später als prognostiziert einsetzen. Durch vorausschauendes und konservatives Handeln sowie verantwortlich mit Erfahrung die Geschäfte zu führen, sind wir bislang gut über die schwierige Phase und den Wirtschaftsjahren gekommen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 28 Mio. Euro und ein höheres positives Ergebnis, wie in 2023. Aufgrund der nach wie vor guten Finanzlage der Gesellschaft und ausreichenden Liquiditätsreserven ergeben sich keine bestandsgefährdenden Tatsachen und sind gegenwärtig auch für das Jahr 2024 nicht zu erwarten. Liquiditätsreserven bei einem Jahresumsatz von 24 Mio. Euro sollten jedoch immer im Bereich von 6 - 7 Mio. Euro vorliegen, um die derzeitige schwierige Wirtschaftslage in Deutschland und deren möglichen Konsequenzen risikoarm bewältigen zu können. Einen Blick auf die derzeitigen Veranstaltungsformate wird jedoch eine weitere Fokussierung auf zukunftsweisende Angebote gelegt werden müssen, um Bedarfe richtig zu erfassen. Investitionen in neuartige und Zeitgeist treffende Veranstaltungsformate mit wiederkehrendem Charakter müssen weiterhin zwingend erfolgen, um am Markt erfolgreich zu sein. Diese werden regelmäßig von der Geschäftsleitung dem Gesellschafter kommuniziert. Wir gehen jedoch aufgrund der strikten Finanzplanung von einem positiven Betriebsergebnis in 2024 aus. 3.2. Chancen Die Chancen lt. Lagebericht des Vorjahres dürften sich grundsätzlich nicht ändern, vorausgesetzt, mindestens der BMW BERLIN-MARATHON, der GENERALI Berliner Halbmarathon und die Berliner Wasserbetriebe 5x5km TEAM-Staffel, Adidas Runners CityNight können unter den Rahmenbedingungen wie in 2024 in 2025 stattfinden. Diese Veranstaltungsmarken sind stabil über Jahrzehnte aufgebaut worden, dennoch kann keinerlei seriöse Prognose darüber erfolgen, wie und in welchem Umfang die weltweite Wirtschafts- und Energiekrise die Veranstaltungswirtschaft in 2025 beeinflussen wird. Selbst ein derzeit gutes Anmeldeverhalten kann weder als fortführend positiv gesetzt, noch als nachhaltig angenommen werden, da Kostensteigerungen weiterhin zu erwarten sind. Chancen sehen wir jedoch im Gesamtkontext, dass durch die verlässliche Durchführung der Veranstaltungen auch in den Jahren 2023 und 2024, die Erfahrungen der Teilnehmenden 2024 eine hohe emotionale Bindung zu unseren Veranstaltungen besteht und die Marke, bedingt durch die weltweite mediale Berichterstattung zum 50. Jubiläum gerade des BMW BERLIN-MARATHON ́s, mehr denn je gestärkt hervorgeht. Das "Halten"- hochqualifizierter Fachkräfte, das Bilden eigener wirtschaftlicher Einheiten in der Produktion wie zum Beispiel das in 2023 etablierte "Strom-Team", die gute Mitarbeiterentwicklung in Kernpositionen sowie in notwendigen neuen Tätigkeitsfeldern wie z.B. SEO-Management, dynamische und fortschreitende Digitalisierung, Verringerung von "Abhängigkeiten" von externen Dienstleistern sowie der weitere Ausbau von Managementstrukturen in der Personalentwicklung auf der 2., 3. und 4. Ebene (Ausbau des Eventmanagements) werden weiterhin die zentralen Aufgaben agilen Arbeitens in den nächsten Jahren werden. Hauptaugenmerk wird die haftungsrechtliche Bewertung von Spezialfachkräften sein, die andere Anforderungen wie zum Beispiel Innungsmitgliedschaften haben. Kostensteigerungen des Gesamt Setups der Veranstaltungen werden frühzeitig erkannt und entsprechend eingeplant, verlässliche Kontakte zur Sportmetropole Berlin und zum Senat in gutem Austausch ergebnisorientiert entwickelt. Kommunikation auf digitalen Kanälen, crossmediale und technische Kommunikation, sich enorm verändernde Leistungen in Sponsoring- und Partnerverträgen, Sicherheit, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Serviceleistungen werden, bedingt durch die Größe der Veranstaltungen, in den Folgejahren mehr denn je ein Thema hinsichtlich der qualitativen und quantitativen Anforderungen in Bezug auf Personal und Ehrenamt aber auch bei notwendigen Investitionen in das digitale Zeitalter in der Sportbranche sein. Gerade das Ehrenamt wird für ein Fortbestehen von erfolgreichen und nachhaltigen Großveranstaltungen nach der Pandemie allgemein an Bedeutung gewinnen. Chancen, das Ehrenamt 2.0 mit Konzepten zu unterlegen, werden neben der Gewährleistung notwendiger Dienstleistungen für die Veranstaltungsbranche das Thema der nächsten 10 Jahre werden. Die Chance und Notwendigkeit das Angebotsportfolio bestehender und zur Durchführung weiterer Eigenveranstaltungen hinsichtlich des Zeitgeistes und Zuspruch von Zielgruppen zu analysieren und ggf. ab- oder auszuweiten wird in Zukunft davon abhängen, welche Dienstleistungsunternehmen noch in der Lage sind, überhaupt die hohe Komplexität und Auflagen von Behörden personell abdecken zu können. Über Jahre verlässliche und gute Beziehungen werden in Zukunft gerade in der Gewährleistung eine wichtige Rolle in der Entwicklung eines Unternehmens einnehmen. Hier hat SCC Events gute Strukturen aufgebaut. Nationale sowie europäische Anstrengungen mit gut funktionierenden und zukunftsträchtigen, nachhaltigen Metropolenveranstaltungen sind mehr denn je Thema des Massen- und Ausdauersports, aber auch hinsichtlich des Standortmarketings und Tourismus von Städten. 3.3. Risiken An den Risiken lt. Lagebericht des Vorjahres dürfte sich grundsätzlich nichts ändern. Die wesentlichen Risiken stellen summierend für die nahe Zukunft die Auswirkungen und Spätfolgen des Ukraine Krieges, der Israel Konflikt, die Corona Pandemie, die wirtschaftlichen Stellung Deutschlands im internationalen Kontext, der strukturelle Digitalisierungsmangel, ein überhöhter Bürokratieansatz sowie der Fachkräftemangel dar. Für Berlin gilt hierzu im Besonderen die unzureichende Standortentwicklung im internationalen Metropolen Ranking (Index), sowie die fehlende verkehrliche internationale Anbindung (Direktflugangebote). Auch im Jahre 2025 dürften sich aus den Erfahrungen der Jahre 2023 - 2024 die Bedingungen für Veranstaltungen nicht abrupt ändern, was weiterhin Kostensteigerungen für die Veranstalter zur Folge haben wird. Die Erwartungshaltung von Teilnehmenden und Sponsoren hinsichtlich von Entertainment, Service und Kommunikation steigt stetig und müssen mit einem hohen Personalansatz erbracht werden. Diese Kosten lassen sich nicht selbstverständlich in Teilnehmerbeiträgen kalkulieren beziehungsweise inkludieren. Neue Risiken, wie das nicht mehr Gewährleisten von ehrenamtlichen Volunteers in der Absicherung von Veranstaltungen, welche durch Auflagen für den Genehmigungsprozess unerlässlich sind, müssen vermehrt durch hauptamtliche Kräfte in den Kostenplanungen integriert werden, stellen eine erhebliche Kosten Mehrbelastung dar. Hier bedarf es, das Ehrenamt gerade im Verein verbindlicher zu machen, um Sportgroßveranstaltungen auf dem Niveau von 2023 zu erhalten. Risiken auf das Betriebsergebnis und den Jahresabschluss bilden zudem ausschließlich aus Einnahmen resultierende Lizenzzahlungen, die seit 2021 steigende Kosten nicht berücksichtigen und bewerten. Darüber hinaus können sich Risiken aus einer negativen Entwicklung des Sponsoren-Portfolios bedingt durch die derzeitig stark verminderte Wirtschaftsleistung von Unternehmen und damit erheblichen Mindereinnahmen und einhergehend verhaltenen Marketingausgaben bei Verlängerung von bisherigen - oder Neu-Sponsorings ergeben. Die Tendenz der Verlegung von Produktion - und Unternehmensteilen in das Ausland erschweren die Akquise von nationalen Sponsoren auf dem Markt. Unvorhersehbare Kostensteigerungen durch kostenintensive Auflagen bei der Genehmigung von Veranstaltungen sowie infolge allgemeiner Sicherheits- und höherer Gewaltlagen können sich zudem zu den bereits stark gestiegenen Produktionskosten ergeben. Die VeloCity Veranstaltung im Portfolio kann nur mit einer verlässlichen finanziellen Unterstützung der Stadt Berlin analog anderer Städte weiter entwickelt werden. Hierbei geht es darum, enorme Kosten von beauflagten Sperrungen und Sicherheitsvorkehrungen eines Radrennens (Spitzen- und Breitensport) auf ein Maß zu reduzieren, die eine Wirtschaftlichkeit ermöglicht. Inwiefern "Radsport in Großstädten" trotz der Top 3 Etablierung in Deutschland bei der Umsetzung und Beauflagung durch die Stadt, der Sportförderung des Berliner Radsportverbands und einhergehend der Integration des Leistungssports aufgrund der in 2019 zugesagten Förderung bei der Implementierung vom Land Berlin unterstützt wird, ist vorausschauend als negativ zu bewerten. Es scheint, dass wenig bis kein Interesse an solchen Formaten und deren verlässliche Durchführbarkeit nach der Pandemie in Berlin bestehen, was Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung solcher Radgroßevents im Sinn einer Sportmetropole ist. Den Risiken wirken wir durch ein strenges Finanzmanagement, das Halten von Eigenkapital und Liquidität entgegen, was uns die finanzielle Unabhängigkeit zumindest für einen angemessenen Zeitraum sichert und hinsichtlich Größe des Unternehmens bei 30 % eines Jahresumsatzes belaufen sollte. Darüber hinaus steht die Erhöhung der Flexibilität und Effizienz interner Abläufe bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen permanent im Fokus unserer Tätigkeit. Bedarfs- und Personalentwicklung werden vor allem auch am Controlling des IST- Zustandes erfolgen. Mehr denn je wird in Zukunft unter Berücksichtigung der derzeitigen Wirtschaftskrise veränderte Rahmenbedingungen eine besondere Bedeutung in den Bereichen Personaleinsatz, Fachlichkeit, Führung und dem Einsatz digitaler Strukturen zukommen. Mit staatlichen Hilfen oder Förderprogrammen sowie Tourismus- und Standortmarketingförderung für bestehende und zukünftige Events ist nicht zu rechnen. Der Renditerückgang ist derzeit in der gesamten Wirtschaft zu verzeichnen und ist nicht nur auf gestiegene Energiekosten zurückzuführen, sondern eine strukturelle aber auch marktgemäße Änderung in Deutschland beziehungsweise eine unternehmensspezifische Sonderbetrachtung der Kostenstruktur. Notwendige Investitionen in den Ausbau von Produkten und Veranstaltungen um einen strategischen Mehrwert des Unternehmens in den nächsten Jahren zu gewährleisten, sind unbedingt zu gewährleisten. Für Unternehmen ist es derzeit nicht einfach, aber es müssen zukunftsweisende Weichen gestellt werden. 3.4. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Chancen und Risiken für die Veranstaltungsbranche stehen weiterhin unter dem Einfluss eines ausschließlichen Annahme Prinzips aus nicht beeinflussbaren Umwelt- und Rahmenbedingungen, insbesondere durch den Ukraine Krieg, den Israel-Konflikt und der daraus resultierenden weltweiten Energie- und Wirtschaftskrise, deren Ausgang nicht sicher prognostizierbar ist. Selbst bei einer sich erholenden weltwirtschaftlichen Lage, Embargos und wirtschaftspolitischen positiven Änderungen sehen führende Wirtschaftsinstitute Deutschland derzeit weit von einer wirtschaftlichen Erholung und verbesserter Wirtschaftskraft in 2025 entfernt. Deutschland bildet derzeit das Schlusslicht in den Prognosen des Wirtschaftswachstums in Europa. Kann ab dem Frühjahr 2025 von gleichen Bedingungen wie im Herbst 2024 mit einer nur noch leicht positiven Perspektive für eine sich erholenden Volkswirtschaft ausgegangen werden, so stehen die Chancen dennoch ausreichend gut, die strategischen Planungen (leicht steigende Umsatzerlöse und stabile Ergebnisse) für die nächsten Jahre fortzuführen und zu realisieren. Sollten sich die Unruhen in der Welt, der Krieg in der Ukraine, Konflikt in Israel, Unruheherde in Taiwan, Rezessionsängste sowie einer weiterhin hohen Inflation nicht positiv entwickeln, so überwiegen durch Kaufkraftverluste im Binnenmarkt die Risiken die Chancen und es bedarf einer Neujustierung des gesamten Veranstaltungsmarktes. Auswirkungen haben diese Gegebenheiten auf das Veranstaltungs- Portfolio und eine Konzentration auf das Wesentliche sowie eine Überarbeitung der Gesamtstrategie, was sicherlich auch das Thema Organisation hinsichtlich Personalgröße und Personalentwicklung impliziert. Der Fortbestand der Gesellschaft ist für die nächsten 12 Monate gesichert, sollten nicht finanzielle Rücklagen und Liquiditätsreserven in Bezug zum Umsatzvolumen und betriebswirtschaftlicher Standards der Gesellschaft durch ein nicht umsichtiges Handeln angegriffen werden. Die internationalen Veranstaltungsmarken sind derzeit stark, müssen jedoch ständig ausgebaut und global veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Regionale und nationale Veranstaltungsmarken müssen sich auf ändernde generationsbedingte Lebens- und Freizeitverhalten in 2024 wie in 2025 beweisen, was das Unternehmen in der Lage ist zu leisten und bereits erfolgreich umsetzt. Ein "immer weiter so" kann sich die Veranstaltungswirtschaft nicht leisten. Hierzu bedarf es einer Weitsicht des Gesellschafters auf Entwicklungen und fachlichen Einschätzungen, die die Geschäftsleitung regelmäßig mitteilt. Aufgrund künftiger Entwicklungen können die tatsächlichen Ergebnisse jedoch deutlich von den Prognosen abweichen.
Berlin, den 21.11.2024 Christian Jost, Geschäftsführer Jürgen Lock, Geschäftsführer |
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