Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 36023
Vorher
Blitz F16-52 GmbHSMARTRAC Secure ID & Transactions GmbH
Eingetragen
19.7.2016
Branche
Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwurf, Herstellung, Prüfung und Handel mit elektronischen und elektromechanischen Baugruppen, insbesondere miniaturisierter Baugruppen. Das Unternehmen befasst sich schwerpunktmäßig mit innovativen Techniken zur Herstellung elektronischer Verdrahtungsträger, Montage von Mirkobaugruppen und Entwicklung und Fertigung von Ausrüstungen zur Herstellung und zur Prüfung von Mikrobaugruppen. Das Unternehmen ist ferner auf dem Gebiet der mikrosystemtechnischen Komponenten forschend, beratend und entwickelnd tätig und erbringt Dienstleistungen für Konzernunternehmen. Entwicklung und Vertrieb vom System Software und Hardware.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Pierangelo Dilucca
seit 22.10.2024
Geschäftsführer
Michael Schäfer
seit 24.4.2019
Geschäftsführer
Arnaud Brunetière
seit 16.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Linxens Financière D S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Linxens Holding Germany GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Linxens Germany GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

Die Linxens Germany GmbH entwickelt, produziert und vertreibt RFID-Transponder. Das Unternehmen ist Teil des Geschäftsbereichs Inlay der Linxens-Gruppe, die zur Tsinghua Unigroup gehört.

Kern unserer Geschäftstätigkeit ist die Herstellung von HF-/UHF-Inlays und RFID-Laminaten/-karten in überwiegend kundenspezifischen Ausführungen am Standort Dresden. Wesentliche fremdbeschaffte Ausgangsstoffe sind Chips und Antennen. Außerhalb Dresdens wird ein Vertriebsbüro unterhalten.

Unsere Produkte werden unter anderem im Nahverkehr, bei Zutrittskontrollen, für Warenkennzeichnung und Logistik sowie in Ausweisen und Führerscheinen eingesetzt. Wir kooperieren weltweit erfolgreich mit zahlreichen Partnern in Industrie und Handel sowie verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Im Unternehmen sind auch zentrale Divisionsfunktionen für Forschung und Entwicklung, Produktmanagement und Vertrieb verankert.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und Branchenentwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung 2023 in Deutschland und unseren wesentlichen Exportmärkten (Europa mit Schwerpunkt D-A-CH sowie USA) war geprägt durch steigende Inflation, den Ukraine-Krieg und den daraus teilweise resultierenden Lieferproblemen sowie die Energiepreiserhöhung. Auf Jahressicht fiel die Wirtschaftsleistung der deutschen Wirtschaft (reales BIP) um -0,1 %. Alle großen Volkswirtschaften haben enorme Konjunkturprogramme aufgelegt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiepreise und Engpässe abzumildern und nach ihrem Ende das Wachstum zu unterstützen. (Quellen:Destatis: "Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorquartal - Statistisches Bundesamt")

Das Wachstum der RFID-Branche wird von einer zunehmenden Anzahl an Anwendungsmöglichkeiten getrieben. In allen Anwendungsbereichen hat die abklingende Covid-19-Pandemie einen Volumenanstieg mit sich gebracht, das sogar über dem Normalniveau vor der Pandemie lag und weiterhin auf einem Wachstumspfad liegt. Hohes Volumenwachstum besteht vor allem für UHF in den Feldern Bekleidungseinzelhandel, Logistik und Internet of Things. In Applikationen mit sehr hohen Stückzahlen und hoher Standardisierung besteht ein starker Wettbewerb, so dass das Volumenwachstum bei Transpondern von unterproportionalem Umsatzwachstum und Margenerosion begleitet wird. Wir steuern dem mit innovativen Produkten, Investition in effiziente Fertigungstechnik und hoher Qualität entgegen, um insbesondere in Projekten mit besonderen Anforderungen unsere Wachstumschancen zu nutzen.

2.2 Geschäftsverlauf

Nach stetig ansteigenden Quartalserfolgen des Berichtsjahres kam es im letzten Quartal, im Wesentlichen bedingt durch vereinzelte Auftragsverschiebungen auf Kundenwusch, zu kleineren Verschiebungen in das Berichtsjahr 2024.

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die für die Steuerung bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Produktumsätze und das EBITDA.

Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um 40,4% auf TEUR 42.410 (davon TEUR 37.266 Produktumsätze und TEUR 5.144 Serviceumsätze) gegenüber dem Vorjahr gestiegen und lagen damit sogar weit über unseren angepassten Erwartungen.

Im Kerngeschäft mit RFID-Produkten lagen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr um 40,9 % über dem Vorjahreswert. Die Geschäftsfelder Transport (Nahverkehr) und Freizeitbereich (Skigebiete, Veranstaltungen) verzeichneten einen hohen Zuwachs von 105% und 36 % gegenüber dem Vorjahr. In dem Sektor Industrie konnten wir 2023 durch Neukunden und Projekte den Umsatz um 30 % steigern. Durch Kundenwunschverschiebungen sind im Bereich Government die Umsätze um rund -7% geringer ausgefallen.

Auch die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen, die im Wesentlichen aus der Verrechnung von Kosten für zentrale Konzernfunktionen resultieren, waren ansteigend. Hier war die Kostenbasis, auf der die Konzernverrechnungen beruhen, sowohl durch organisationsbedingte Änderungen als auch steigende Reisetätigkeit und variable Vergütungen deutlich höher als im Vorjahr. Entsprechend erhöht sich der Umsatz aus der Umlageberechnung. Die Umsatzerlöse aus diesen Dienstleistungen stiegen entsprechend um ca. 37,0 %.

Der Auftragseingang für Produkte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 % auf EUR 31,171 Millionen (im Vorjahr: EUR 28,09 Millionen). Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 lag mit EUR 18,383 Millionen rund 33 % unter dem Vorjahr.

Im Berichtsjahr wurden ein Gewinn vor Ergebnisabführung von EUR 1,6 Millionen (im Vorjahr: EUR 1,6 Millionen) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Abschreibungen (EBITDA) von EUR 3,2 Millionen (im Vorjahr: EUR 2,8 Millionen) erzielt. Damit entwickelte sich die Geschäftslage trotz der pandemiebedingten Herausforderungen und der Lieferengpässe von Chips über unseren Erwartungen. In Höhe von EUR 1,6 Millionen wird das Ergebnis im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags abgeführt.

2.3 Lage des Unternehmens

Vermögens- und Finanzlage

Die immateriellen Vermögensgegenstände fielen gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,4 Millionen auf EUR 0,1 Millionen, im Wesentlichen hervorgebracht durch die Abschreibung einer kundenorientierten immateriellen Akquisition. Der Wert der Sachanlagen erhöhte sich im Berichtsjahr um EUR 0,7 Millionen auf EUR 4,8 Millionen, was im Wesentlichen auf Neuanschaffungen und Anzahlungen von EUR 1,7 Millionen zurückzuführen ist, wobei planmäßige Abschreibungen von EUR 1,0 Millionen dagegen laufen. Weiterhin sind in diesem Jahr keine Besonderheiten zu verzeichnen.

Das Net Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzüglich sonstige Vermögensgegenstände abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, auch gegenüber verbundenen Unternehmen) sank gegenüber dem Vorjahr deutlich von EUR 3,5 Millionen auf EUR 1,3 Millionen. Die Veränderung ist überwiegend auf die zusätzliche Aufnahme eines Darlehens von 5 Millionen Euro zurückzuführen. Dem entgegen stehen im Wesentlichen gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Net Working Capital ohne verbundene Unternehmen stieg zum Vorjahr von EUR 8,4 Millionen auf EUR 9,1 Millionen.

Zur Finanzierung des Umlaufvermögens und Anlagevermögens wurde das kurzfristige Konzerndarlehen in Höhe von EUR 1,0 Millionen Ende des 4ten Quartals zurückgezahlt. Dafür wurde aber zusätzlich ein neues Darlehen gestaffelt über das Jahr von 5,0 Millionen Euro aufgenommen.

Die Bilanzsumme stieg auf EUR 20,5 Millionen (im Vorjahr EUR 17,9 Millionen). Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital bezogen auf Bilanzsumme) betrug damit 43,0 % (im Vorjahr 49,2 %).

Im Berichtsjahr betrug der operative Cashflow EUR -0,4 Millionen (im Vorjahr EUR 0,7 Millionen). Die Netto-Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich auf EUR 1,7 Millionen (im Vorjahr: EUR 2,5 Millionen). Die Auszahlungen für Investitionen wurden über ein Konzerndarlehen von EUR 5,0 Millionen finanziert. Zugleich wurde ein Konzerndarlehen im Laufe des Jahres 2023 in Höhe von EUR 1,0 Millionen getilgt. Daraus ergibt sich ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 4,0 Millionen (im Vorjahr EUR 1,0 Millionen) Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag EUR 3,3 Millionen (im Vorjahr: EUR 1,5 Millionen).

Die Liquidität war im gesamten Geschäftsjahr 2023 sichergestellt und ist auch für das kommende Geschäftsjahr gemäß unserer Geschäftsplanung abgesichert. Das Unternehmen kann einen eventuellen Finanzbedarf über die Linxens-Gruppe decken.

Die Gesellschaft hat einen langfristigen Mietvertrag mit einer festen Mietdauer bis 31. Dezember 2025 für das Produktions- und Verwaltungsgebäude abgeschlossen, aus dem sich finanzielle Verpflichtungen von EUR 2,5 Millionen Euro über die gesamte Mietdauer ergeben.

Ertragslage

Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse aus Produktverkäufen sowie aus Dienstleistungen für zentrale Divisionsfunktionen. Im Geschäftsjahr 2023 stieg durch den Umsatzaufschwung das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich um EUR 4,4 Millionen auf EUR 20,4 Millionen; die Serviceumsätze (Verrechnung im Konzern basierend auf den angefallenen Kosten) entsprachen durch Änderungen in der Konzernorganisation und weiteren Kosteneinsparungen den Erwartungen.

Der Personalaufwand stieg um 35,3 % auf EUR 9,1 Millionen, aufgrund der gestiegenen Mitarbeiteranzahl sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 25,8 %, auf EUR 8,2 Millionen, was im Wesentlichen aus höheren Konzernumlagen, steigenden Reisevorkommen, steigenden Reparaturkosten sowie Rekrutierungskosten für Neueinstellungen resultierte. Damit ergab sich ein gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,4 Millionen höheres Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von EUR 3,2 Millionen (im Vorjahr: EUR 2,8 Millionen). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug EUR 1,7 Millionen (im Vorjahr: EUR1,6 Millionen). Die Erwartungen aus dem Vorjahr bezüglich eines EBITDA auf Vorjahresniveau konnten im Geschäftsjahr leicht übertroffen werden. Dies ist zurückzuführen auf den Umsatzaufschwung und Ausbau von Marktanteilen im Industrie Sektor sowie die Erholung im Entertainment Bereich und Nahverkehr.

In Anbetracht der andauernden Bedingungen in der abschwächenden Chipknappheit zieht die Geschäftsleitung ein zufriedenstellendes Fazit für das Geschäftsjahr 2023.

2.4 Forschung & Entwicklung

Forschung und Entwicklung ist ein wesentlicher Baustein unseres Erfolgs. Die Linxens-Gruppe hat am Standort Dresden ein wesentliches Standbein ihrer globalen Produkt- und Technologieentwicklung. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2023 EUR 3,2 Millionen und lagen damit 27 % über dem Vorjahr. Wie im Vorjahr waren durchschnittlich 19 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung beschäftigt.

Im Berichtsjahr wurden über 40 neue Produkte oder Derivate am Standort Dresden entwickelt und im Markt eingeführt. Darüber hinaus werden umfangreiche lokale und konzernweite Innovationsprojekte für die Segmente Finance, Transport, Access und Hospitality durchgeführt. Dazu zählen zum Beispiel biometrische Karten der zweiten Generation, Secure Labels, weiterentwickelte Bankkarten, der Einsatz umweltfreundlicher Materialien und digitale Dienstleistungen, wie zum Beispiel Personalisierung. Im Weiteren wurden verschiedene Projekte zum Aufbau von Technologiebausteinen (Technology Roadmap) für die Bereiche Healthcare & Medical sowie Internet of Things, Sensorik und Premium Cards durchgeführt.

Im Geschäftsjahr wurden, wie bereits im Vorjahr, keine Entwicklungskosten aktiviert.

3 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir im Vergleich zu 2023 weiterhin leicht steigende Produktumsätze, die über den Erwartungen von vor der Pandemie liegen. Der Ukraine/Russland Krieg wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsfelder Nahverkehr und Freizeit haben. Wir konnten in allen Geschäftsfeldern bereits zum Ende des Geschäftsjahres einen stark gestiegenen Auftragseingang verzeichnen, der sich auch zu Beginn 2024 fortsetzen wird. Die Serviceumsätze werden organisationsbedingt weiter stark steigend sein. Die dazu korrespondierenden Intercompany Aufwendungen werden ebenfalls stark steigen. Ferner werden weiterhin Investitionen in das Wachstum der Gesellschaft geplant. Wir erwarten daher ein deutlich positives, aber stark fallendes EBITDA im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgrund des weiterhin geplanten Kapazitätsausbaues im Unternehmen, um die Bedarfe in den nächsten Jahren bedienen zu können, wird eine erhöhte Investmentsumme benötigt. Wir planen daher mit einem leicht negativen operativen Cashflow, aus welchem alle Aktivitäten aus eigenen Mitteln finanziert werden können bzw. ist eine Aufnahme durch ein internes Darlehen möglich. Eine Aufnahme von Fremdkapital bei Geschäftsbanken ist für den operativen Geschäftsverlauf derzeit nicht vorgesehen.

4 Chancen- und Risikobericht

Für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung ist es wichtig, Chancen zu erkennen, richtig zu bewerten und die damit verbundenen Risiken einzuschätzen, um die verfügbaren Ressourcen auf die erfolgversprechendsten Projekte zu lenken. Wir bewegen uns als Hochtechnologieunternehmen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Zunehmende Kapazitäten, vor allem im asiatischen Raum, führen vor allem bei standardisierten Produkten zu starkem Preis- und Margendruck. Chancen ergeben sich für uns vor allem durch Innovation, den Aufbau von Digital Services und unser Know-how in Entwicklung und Fertigung von RFID-Transpondern. Schnelligkeit, Flexibilität sowie hohe Stabilität und Qualität in der Fertigung gepaart mit exzellentem Kundenservice sind für uns Schlüssel, um uns im Wettbewerb positiv abzuheben. Da wir vor allem Kunden in Europa und Nordamerika beliefern, können sich auch Chancen aus der regionalen Ausrichtung von Lieferketten im Ergebnis der Covid-19-Pandemie ergeben.

Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen, sie zu evaluieren und zu managen. Die Regelung der betrieblichen Abläufe, ein einheitliches Berichtswesen, Projektmanagement, Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie eine laufende Überprüfung unserer Planungsprämissen sind Grundlage dafür. Zur Absicherung gegen Schäden aus allgemeinen Risiken hat das Unternehmen Versicherungen abgeschlossen, darunter Feuer- und Betriebsunterbrechungsversicherung, Haftpflichtversicherung, D&O-Versicherung und Transportversicherung.

Es bestehen folgende wesentliche Einzelrisiken, die in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen (vom höchsten bis zum niedrigsten Risiko) dargestellt und beschrieben werden:

Absatzrisiko

Das Unternehmen ist in die globale Struktur der Linxens-Unternehmensgruppe eingebunden. Damit werden Absatzrisiken über eine internationale Vertriebsorganisation und zentrale Kapazitätsplanung gesteuert. Gleichwohl kann eine globale Rezession zu Nachfrageausfällen und Verzögerungen bei RFID-Projekten mit negativen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage führen. Es besteht auch eine gewisse Abhängigkeit von Großkunden, der durch intensives Key-Account-Management begegnet wird.

Ein Teil der Fertigerzeugnisse ist für standardisierte Anwendungen konzipiert und wird in Erwartung von Kundenaufträgen vorgehalten. Für diesen Bestand besteht ein erhöhtes Vermarktungsrisiko. Die Artikel werden mindestens quartalsweise auf Marktgängigkeit geprüft. Die Umschlaghäufigkeit ist in der Regel unter 2 Monaten.

Beschaffungsrisiko

Das Beschaffungsrisiko betrifft mögliche Versorgungsstörungen hinsichtlich Mengen, Qualität, Preisen und Transportwegen. Diesem Risiko wirkt das Unternehmen durch eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten nach den Kriterien Preis, Zuverlässigkeit, Bonität und Qualität sowie einer Bevorratung mit marktgängigen Komponenten entgegen. Eine wesentliche Komponente unserer Produkte sind Halbleiterchips, bei denen es im Jahr 2023 und gegebenenfalls darüber hinaus zu Engpässen bei der Beschaffung kommen kann, die unsere Geschäftsmöglichkeiten einschränken. Wir wirken dem durch langfristigere Beschaffungsplanung und eine risikoorientierte erhöhte Bestandshaltung entgegen.

Das Unternehmen ist in das globale Supply Chain Management der Linxens-Gruppe integriert.

Wettbewerbsrisiko

Als Technologieunternehmen ist das Unternehmen dem Risiko ausgesetzt, seine Marktposition durch Technologienachahmungen oder neue Technologien von Wettbewerbern nicht halten zu können. Diesem Risiko steuert die Gesellschaft durch laufende Beobachtung der Wettbewerber, einem hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwand und einer konsequenten Patentpolitik entgegen.

Personalrisiko

Die Spezialisierung und rasante technologische Entwicklung im Bereich RFID stellen hohe Anforderungen an die personellen Ressourcen. Personalrisiken können sich ergeben aus der Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter, veränderten Qualifikationsanforderungen oder einer veränderten Arbeitsmarktsituation mit Auswirkung auf das Vergütungsgefüge. Dem Risiko des Mangels an qualifiziertem Personal wirkt die Gesellschaft vorsorglich durch geeignete Rekrutierungsmaßnahmen, umfangreiche Personal- und Zielvereinbarungsgespräche sowie durch individuelle Personalentwicklungsprogramme entgegen. Darüber hinaus sind wir bestrebt, durch monetäre und nicht-monetäre Anreize die Unternehmensidentifikation und -bindung zu fördern.

Produktrisiko

Produktmängel können Haftungsansprüche und kostenträchtige Austauschmaßnahmen nach sich ziehen. Solchen Risiken begegnen wir mit sorgfältiger Produktentwicklung und umfangreichem Qualitätsmanagement einschließlich einer intensiven Marktbeobachtung. Versicherungsverträge und sonstige Vorsorgemaßnahmen begrenzen zusätzlich die möglichen Folgen.

Ausfallrisiko

Unter dem Ausfallrisiko werden mögliche Wertverluste aufgrund von Ausfall oder Bonitätsverschlechterung eines Kunden verstanden. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein detailliertes Monitoring der Kundenbeziehungen in Bezug auf das Zahlungsverhalten und ein proaktives Forderungsmanagement.

Währungsrisiko

Wesentliche Teile des Umsatzes sowie des Einkaufsvolumens basieren auf Fremdwährungen, insbesondere US-Dollar. Die Volumina bei Einkauf und Verkauf sind in etwa ausgeglichen, so dass das Währungsrisiko im Zuge eines Natural Hedges gemanagt wird. Veränderungen im Produkt- oder Kundenmix können zu Wechselkursrisiken führen, denen über Sicherungsgeschäfte begegnet wird.

Krieg in der Ukraine

Die Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine sind zurzeit noch nicht vollständig absehbar. Im Bereich Energie sind die Auswirkungen durch deutlich steigende Preise bereits spürbar. Inwieweit diese Entwicklung anhält, ist schwierig abzuschätzen.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen.

 

Dresden, den 29. April 2024

Arnaud Brunetiere

Cuong Duong

Michael Schäfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121.120,42 539.959,46
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 686.502,45 558.669,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.995.181,77 2.090.557,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 503.011,06 369.143,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 575.892,10 4.760.587,38 1.027.626,27 4.045.996,86
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 266.317,00 266.452,27
5.148.024,80 4.852.408,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.405.137,99 6.300.887,77
2. Unfertige Erzeugnisse 212.927,52 346.900,24
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.121.013,12 7.739.078,63 1.036.503,52 7.684.291,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.839.703,70 3.333.541,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 427.336,36 536.170,48
3. Sonstige Vermögensgegenstände 11.631,40 4.278.671,46 8.655,41 3.878.367,69
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.329.572,19 1.490.702,06
15.347.322,28 13.053.361,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.126,75 17.442,06
20.509.473,83 17.923.211,93

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 8.800.000,00 8.800.000,00
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
8.825.000,00 8.825.000,00
B. Sonstige Rückstellungen 991.215,64 1.005.630,99
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 11.719,48
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.277.819,74 2.454.468,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.214.790,68 5.461.914,01
4. Sonstige Verbindlichkeiten 200.647,77 164.478,84
- davon aus Steuern EUR 130.128,89 (i. Vj. EUR 103.965,20) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 56.363,70 (i. Vj. EUR 47.023,16) -
10.693.258,19 8.092.580,94
20.509.473,83 17.923.211,93

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 20.372.707,46 15.978.141,21
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.793.688,24 5.740.168,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.259.485,20 9.053.173,44 949.599,39 6.689.768,01
- davon für Altersversorgung EUR 11.296,84 (i. Vj. EUR 10.222,88) -
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.450.111,86 1.223.275,80
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.153.108,55 6.481.983,29
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 97.088,20 8.814,20
-davon an verbundene Unternehmen EUR 96.481,39 (i. Vj. EUR 5.361,22)-
6. Ergebnis nach Steuern 1.619.225,41 1.574.299,91
7. Sonstige Steuern 6.653,79 0,00
8. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 1.612.571,62 1.574.299,91
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister Dresden unter der Nummer HRB 36023 eingetragen.

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) § 242 ff. über die Rechnungslegung von mittelgroßen Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) zugrunde.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben zum Vorjahr unverändert.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer sowie um außerplanmäßige Abschreibungen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens liegen hierbei zwischen fünf und acht Jahren. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Anlagepositionen Nutzungsdauer
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4
Geschäfts- oder Firmenwert 5
Bauten auf fremden Grundstücken 8
Technische Anlagen und Maschinen 7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden linear entsprechend der Laufzeit der Verträge über 2-10 Jahre abgeschrieben. Die im Geschäftsjahr 2020 erworbenen kundenorientierten immateriellen Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von 3,5 Jahren, entsprechend der Periode, in der aufgrund der Bindung an den Leistenden Wertbeiträge im Sinne von finanziellen Überschüssen für das Unternehmen erwartet werden können, abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauer wurden insbesondere Produktlebenszyklen, Technologieentwicklung und Marktposition betrachtet. RFID ist eine High-Tech-Industrie und unterliegt den damit verbundenen schnellen Wandlungen. Ein Firmenwert wird daher voraussichtlich innerhalb von fünf Jahren verbraucht sein.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhaften Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zum gleitenden Durchschnittpreis unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten unter Anwendung einer Standardkostenbewertung und Beachtung einer verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassten Material- und Fertigungskosten sowie den durch die Fertigung veranlassten Wertverzehr des Anlagevermögens.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten, vermindert um angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Guthaben in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Bildung der Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr liegen nicht vor. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2 Erläuterungen zur Bilanz

2.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die sonstigen Ausleihungen resultieren aus hinterlegten Sicherheiten und Darlehen an Mitarbeiter.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 394) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 142) aus sonstigen Forderungen aus umsatzsteuerlicher Organschaft gegen die Gesellschafterin.

2.3 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 und ist eingeteilt in 25.000 Geschäftsanteile.

2.4 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen (TEUR 824), ausstehende Rechnungen (TEUR 83), Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 21) und übrige Rückstellungen (TEUR 64).

2.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 1.601 (Vorjahr: TEUR 2.888) aus Lieferungen und Leistungen (davon TEUR 132 gegenüber der Gesellschafterin), mit TEUR 5.000 (Vorjahr: TEUR 1.000) aus Darlehensverbindlichkeiten und mit TEUR 1.613 (Vorjahr: TEUR 1.574) aus Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages.

Die Verbindlichkeiten haben wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 42), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus Währungsumrechnung betrugen TEUR 268 (Vorjahr: TEUR 368).

3.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 36) enthalten. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betrugen TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 389).

3.3 Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss wird entsprechend einem Ergebnisabführungsvertrag an die Gesellschafterin Linxens Holding Germany GmbH abgeführt.

4 Sonstige Angaben

4.1 Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 128 Arbeitnehmer, davon 81 Angestellte und 47 gewerbliche Arbeitnehmer, beschäftigt.

4.2 Geschäftsführer

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

• Arnaud Brunetiere, Angers/Frankreich, Chief Operating Officer, Performance & Innovation

• Cuong Duong, Versailles/Frankreich, CEO Linxens

• Michael Schäfer, Burkhardswalde, Director Corporate Commodity Management

• Mirko Wäckerle, Jena, Corporate Treasury and Internal Control (bis 15. Mai 2023)

• Dr. Ralph Träger, Dresden, Managing Director (ab 15. Mai 2023 bis 1. Januar 2024)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 387.

4.3 Mutterunternehmen

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist Tsinghua Holdings Co., Ltd., Peking/China. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die UNIC France Holdings S.A.S, Paris/Frankreich. Der Konzernabschluss, in den die Linxens Germany GmbH einbezogen wird, ist am Sitz der Mutterunternehmen erhältlich.

4.4 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 34,4 für Abschlussprüfungsleistungen.

4.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.791. Davon haben TEUR 490 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, TEUR 1.847 eine Restlaufzeit von über einem Jahr und TEUR 454 eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Sie dienen der Sicherung der Produktion. Der Vorteil liegt in der Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Die Risiken liegen in der Vergütungspflicht über die Vertragslaufzeit sowie einer Nichtverlängerung der Mietverträge über die vertragliche Laufzeit hinaus. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

5 Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.

 

Dresden, den 29. April 2024

Arnaud Brunetiere

Cuong Duong

Michael Schäfer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.804.911,73 74.501,65 0,00 0,00 1.879.413,38
2. Geschäfts- oder Firmenwert 774.967,92 0,00 0,00 0,00 774.967,92
2.579.879,65 74.501,65 0,00 0,00 2.654.381,30
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 773.603,86 230.903,30 0,00 0,00 1.004.507,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.791.962,20 1.048.689,81 0,00 480.000,00 6.320.652,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.268.570,68 363.502,75 16.701,25 0,00 1.615.372,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.027.626,27 28.265,83 0,00 -480.000,00 575.892,10
7.861.763,01 1.671.361,69 16.701,25 0,00 9.516.423,45
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 266.452,27 2.787,70 2.922,97 0,00 266.317,00
10.708.094,93 1.748.651,04 19.624,22 0,00 12.437.121,75
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.264.952,27 493.340,69 0,00 1.758.292,96 121.120,42 539.959,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 774.967,92 0,00 0,00 774.967,92 0,00 0,00
2.039.920,19 493.340,69 0,00 2.533.260,88 121.120,42 539.959,46
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 214.934,75 103.069,96 0,00 318.004,71 686.502,45 558.669,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.701.404,31 624.065,93 0,00 3.325.470,24 2.995.181,77 2.090.557,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 899.427,09 229.635,28 16.701,25 1.112.361,12 503.011,06 369.143,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 575.892,10 1.027.626,27
3.815.766,15 956.771,17 16.701,25 4.755.836,07 4.760.587,38 4.045.996,86
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 266.317,00 266.452,27
5.855.686,34 1.450.111,86 16.701,25 7.289.096,95 5.148.024,80 4.852.408,59

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Linxens Germany GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Linxens Germany GmbH, Dresden‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Linxens Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 29. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rößler, Wirtschaftsprüfer

Adler, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Linxens Germany GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 20. Juni 2024 festgestellt.

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