Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
BAUM Retec AG
Langenzell, 69257 Wiesenbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Horvatitsch seit 22.2.2006 | Prokura |
Thomas Mehring genannt Friehoff seit 20.2.2006 | Vorstandsmitglied |
Wolfgang Baum seit 20.2.2006 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BAUM Retec AGWiesenbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen I. Angaben zur Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Allgemeines zur Gliederung (§ 265 Abs. 1 HGB) Der Jahresabschluss wurde, ebenso wie der Vorjahresabschluss, nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist, wie bisher, nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die formale Darstellung des Jahresabschlusses hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die formale Gliederung der Bilanz wurde um die Passivposition "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" ergänzt. 2. Vergleichbarkeiten von Vorjahresbeträgen (§ 265 Abs. 2 HGB) Die Abschlussposten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind mit den entsprechenden Vorjahreszahlen vergleichbar. 3. Mitzugehörigkeitsvermerke bei Bilanzposten (§ 265 Abs. 3 HGB) Ein Mitzugehörigkeitsvermerk eines Bilanzpostens zu einem anderen Posten war, soweit nicht in der Bilanz vermerkt, im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit nicht erforderlich. 4. Zusammenfassung von Abschlussposten (§ 265 Abs. 7 HGB) Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 265 HGB und § 275 HGB. Eine Zusammenfassung von Abschlussposten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung aus Gründen der Klarheit war nicht erforderlich. II. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr (§ 284 Abs. 2 Nr.3 HGB) Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht geändert. B. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB) 1. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Daneben waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorzunehmen. Der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig nach § 255 Abs. 4 Satz 2 HGB über 10 Jahre abgeschrieben, weil sich die Firma und der Kundenstamm des erworbenen Unternehmens voraussichtlich über diesen Zeitraum verbrauchen werden. In den Jahren 2008 und 2009 erworbene Anlagegüter, deren Einzelwert € 150,00 aber nicht € 1.000,00 übersteigen (Sammelposten), wurden gem. § 6 Abs. 2 a EStG über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Der Abgang wird nach dem fünften Jahr unterstellt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 410,00 wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben; der Abgang im Zugangsjahr wird unterstellt. Die Finanzanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 2. Umlaufvermögen Die bezogenen Waren wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Dem Kreditrisiko wurde durch Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen wurden mit dem jeweiligen Deckungskapital einschließlich Gewinnguthaben angesetzt. Soweit Rückdeckungsversicherungen Planvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB darstellen, wurden die Aktivwerte dieser Rückdeckungsversicherungen mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. 3. Aktive latente Steuern Im Berichtsjahr wurden aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Pensionsrückstellungen sowie auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Für die Berechnung der Steuerlatenzen auf Verlustvorträge wurden die Jahre 2015 und 2016 berücksichtigt, für die aufgrund der aktuellen Unternehmenszahlen, der Auftragslage sowie der künftig erwarteten Einschätzung mit in Summe positiven Unternehmensergebnissen gerechnet wird; für die Bemessung der aktiven latenten Steuern wurden die aktuellen Steuersätze zugrunde gelegt. Die Zeiträume 2017 bis 2019 wurden bei der Berechnung aus Vorsichtsgründen nicht berücksichtigt. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen. 5. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind versicherungsmathematisch errechnet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Es erfolgte ein saldierter Ausweis der an die Pensionsberechtigten verpfändeten Aktivwerte (sog. Planvermögen) mit den Pensionsrückstellungen (vgl. § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Bewertung erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method"). Der Bewertung lagen die Heubeck-Richttafeln (2005 G) zugrunde; die Berechnung erfolgte unter der Prämisse gleichbleibender Gehälter. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz in Höhe von 4,53% berücksichtigt, der sich aus einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Veränderung wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Zins- und Personalaufwendungen differenziert ausgewiesen. Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen wurden in Höhe des Lohn- bzw. Gehaltsanspruches, gewichtet mit einem Sterblichkeitsfaktor von 1%, berücksichtigt. Rückstellungen mit einem Zinsanteil wurden abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, soweit hierfür Rückstellungen nach den handelsrechtlichen Vorschriften dotierbar sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden abgezinst. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 7. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den Nominalwerten angesetzt. II. Sonstige Angaben zu Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der dem Anhang beigefügt ist. (vgl. A III S.7). 2. Verbindlichkeiten (Restlaufzeiten und Sicherheiten) Die Verbindlichkeiten setzen sich, gegliedert nach Restlaufzeiten, wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch handelsübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Absicherung der Schuldverschreibungen erfolgte durch Zessionen, Sicherungsübereignungen und Abtretung von Ansprüchen. Zur Absicherung von sonstigen Verbindlichkeiten wurden in Höhe von T€ 198 die Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung abgetreten. 3. Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen gegenüber dem Personal in Höhe von T€ 149 enthalten. 4. Mit Schulden verrechnete Vermögensgegenstände / mit Aufwendungen verrechnete Erträge (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB / § 285 S.1 Nr. 25 HGB)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären und Verbindlichkeiten mit Rangrücktritter Gegenüber den Vorstandsaktionären bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 966. Zu den genannten Verbindlichkeiten wurden in voller Höhe Rangrücktritte erklärt. Ferner bestehen sonstige Darlehen in Höhe von T€ 200 für die ebenfalls ein Rangrücktritt erklärt wurde. 6. Verbindlichkeiten aus Schuldverschreibungen Bei den Verbindlichkeiten aus Schuldverschreibungen handelt es sich um Schuldscheindarlehen, die im vollen Umfang den sonstigen Verbindlichkeiten zuzurechnen sind, aber aus Gründen der Bilanzklarheit als separate Position ausgewiesen werden. 7. Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten: Die ausgewiesenen Beträge betreffen in Höhe von T€ 101 ein Disagio (§ 268 Abs. 6 i.V.m. § 250 Abs. 3 HGB) sowie in Höhe von T€ 10 vorausbezahlte Versicherungsbeiträge und Kfz-Steuern und Messekosten. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten: Die ausgewiesenen Beträge betreffen erhaltene Entgelte für vermietete Lesegeräte, soweit sie künftige Perioden betreffen. C. Ergänzende Angaben 1. Durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)
2. Gesamtbezüge des Vorstandes (§ 285 Nr. 9a HGB) Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. 3. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates (§ 285 Nr. 9a HGB) Im Geschäftsjahr wurden an die drei Aufsichtsräte Vergütungen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr T€ 8) gezahlt. 4. Forderungen gegen Vorstände (§ 285 Nr. 9c HGB) Zum Bilanzstichtag bestanden ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Vorständen. 5. Mitglieder des Vorstandes (§ 285 Nr. 10 HGB) Wolfgang Baum, Dipl. Ing. (FH) , Meckesheim (Vorsitzender), zuständig für kaufmännische Leitung und Vertrieb Thomas Mehring, gen. Friehoff, Diplom-Informatiker, Dossenheim, zuständig für technische Leitung und Produktentwicklung 6. Mitglieder des Aufsichtsrates (§ 285 Nr. 10 HGB) Dem Aufsichtsrat gehörten an: Dr. Heinrich Ahner, Geschäftsführer der Lindauer Dornier GmbH i.R., Wangen (Vorsitzender) bis 03.07.2014 Dipl.-Kfm. Günter Baum, Vorstand der M-Tech AG i.R. in Denkendorf, Gernsbach, stellvertretender Vorsitzender bis 13.10.2014 und Vorsitzender seit 13.10.2014. Dipl. Oek. Hans-Georg Leibenzeder, Geschäftsführer der ReNet Gesellschaft für Mittelstandsberatung in Stuttgart, Großerlach Herr Jörg Michael Nohe, Geschäftsführer im Ruhestand der Dr. Maier u. Partner GmbH, Stuttgart, seit 13.10.2014. 7. Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital beträgt zum 31.12.2013 € 500.000,00 und ist eingeteilt in 500.000 Stück Namensaktien. 8. Es besteht zu folgenden Unternehmen ein Beteiligungsverhältnis: Verbundene Unternehmen:
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
9. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Immobilien-Mietverträgen, Kfz- und Software-Leasingverträgen sowie aus dem Mietvertrag für die Telefonanlage belaufen sich auf insgesamt T€ 915. Der Zweck dieser Verträge liegt in der Liquiditätsschonung gegenüber einem Kauf der angemieteten/geleasten Vermögensgegenstände. Im Jahr 2009 haben Aktionäre im Umfang von T€ 900 auf Forderungen gegenüber der Gesellschaft verzichtet. Die Forderungsverzichte sind mit einem Besserungsschein ausgestattet. Die Bedingungen für eine Rückzahlung lagen im Berichtsjahr nicht vor. 10. Grundlagen der Währungsumrechnung (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB) Auf fremde Währung lautende Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten werden entsprechend der Regelungen des § 256a HGB bewertet. D. Ergebnisverwendung (§ 325 HGB) Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss nach Verrechnung mit dem vorhandenen Verlustvortrag als Bilanzverlust 2014 in Höhe von € -2,1 Mio. auf neue Rechnung vorzutragen.
Wiesenbach, den 20. Oktober 2015 Wolfgang Baum Thomas Friehoff Anlagespiegel zum 31. Dezember 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014INHALT
AUSFÜHRUNGEN 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell der BAUM Retec AG Wir vertreiben Produkte und Dienstleistungen für Blinde und hochgradig Sehbehinderte für den häuslichen und schulischen Bereich, PC-Arbeitsplatzausstattungen sowie Orientierungs- und Leitsysteme im öffentlichen Bereich. Unsere Märkte, dies gilt insbesondere für den Exportbereich, verlangen seit einigen Jahren die Darbietung einer eigenen Produktpalette mit entsprechender Wertschöpfungskette. Wir haben uns darauf bereits vor mehr als zehn Jahren eingerichtet und dieses Thema konsequent weiter verfolgt. Wesentliche Maßnahme hierzu waren die Zentralisierung der Produktionsfunktionen auf unsere Tochtergesellschaft PTS Jena GmbH in Jena und die im Jahr 2008 wirtschaftlich-technische Integration unserer ehemaligen Tochtergesellschaft AudioData GmbH. Wir haben ferner ein eigenes Entwicklungsunternehmen etabliert. Im europäischen Ausland sind wir durch zwei Beteiligungsgesellschaften vertreten. Seit 2014 werden wir auch in den USA durch eine eigene Tochtergesellschaft repräsentiert. Nachdem unser Hauptaugenmerk in früheren Jahren die Gestaltung und Markteinführung unseres neuen Screenreaders war, fokussierten wir uns in den Folgejahren auf die Ergänzung unseres eigenen Hardware-Angebots, insbesondere von mobilen Lesegeräten. Ein entsprechendes Produkt haben wir im Lauf des Jahres 2012 auf unseren Märkten eingeführt und im Einführungsjahr bereits einen hohen Auftragseingang verzeichnet. Wir entwickeln derzeit dieses Produkt zu einer Produktfamilie weiter. Außerdem befassen wir uns mit einer neuen Produktfamilie für blinde Nutzer moderner Kommunikationsgeräte (Smartphones / Tablets). 1.2. Standort und Beteiligungen Unsere Geschäftsräume befinden sich in Wiesenbach und seit dem Jahr 2009 zusätzlich in Meckesheim. Unsere Gesellschaft ist darüber hinaus an mehreren Standorten mit Niederlassungen vertreten. Unsere Tochtergesellschaft BAUM Retec GmbH (früher: "BAUM Audiodata GmbH"), Wien, ist als Vertriebsgesellschaft in Österreich tätig. Seit dem Jahr 2008 sind wir auch in der Schweiz durch eine Beteiligungsgesellschaft vertreten. Im Geschäftsjahr 2014 hat zudem unsere neue Tochtergesellschaft die BAUM Retec Inc. USA ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen. Auch sie fungiert als Vertriebsgesellschaft für unsere Produkte. Unser Beteiligungs-Portfolio umfasst außerdem zwei 100%ige Tochtergesellschaften, die als Produktionsunternehmen bzw. Entwicklungsunternehmen im Firmenverbund tätig sind. Den Geschäftsbetrieb einer weiteren ehemaligen Tochtergesellschaft haben wir im Jahr 2008 in unseren eigenen Geschäftsbetrieb eingegliedert. 1.3. Forschung und Entwicklung Sämtliche Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden von unserer Tochtergesellschaft BAUM Systeme GmbH durchgeführt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Kalenderjahr 2014 hat sich die deutsche Wirtschaft insgesamt stabil entwickelt. Kalenderbereinigt wuchs das Bruttoinlandsprodukt um rd. 1,6% nach 0,5% im Jahr 2013. Auch im europäischen Ausland hat sich die konjunkturelle Entwicklung nach der anhaltenden Rezession der früheren Jahre wieder stabilisiert. Wir sind als Lieferant von Hilfsmitteln und Dienstleistungen für Sehbehinderte und Blinde im Inland nur begrenzt abhängig von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. Hauptabnehmer unserer Produkte im Inland sind überwiegend Krankenkassen und andere öffentliche Kostenträger. Außerhalb Deutschlands vertreiben wir unsere Produkte nicht nur in das europäische Ausland sondern überwiegend auch in Drittländer. Die sich seit dem Jahr 2013 abzeichnende allgemeine Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums kann daher auch Einfluss auf unsere Geschäftsfelder und Märkte nehmen. Das betrifft sowohl das gebremste Wirtschaftswachstum der sog. Schwellenländer als auch die anhaltenden Unruhen in der Ukraine und im Nahen Osten. Da wir unsere Leistungen in Drittländer teilweise in US-Dollar fakturieren, wird unsere Ertragslage zudem auch durch die Währungskursentwicklungen des Euro und des US-Dollars beeinflusst. 2.2. Geschäftsverlauf Insgesamt war das Jahr 2014 für uns ein erneut erfolgreiches Wachstumsjahr. Von den positiven Wachstumsimpulsen durch die Änderung unserer Finanzstrukturen konnten wir im Geschäftsjahr 2014 weiter profitieren und unsere erwirtschaftete Gesamtleistung nochmals steigern. 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Unser Rohergebnis hat sich im Geschäftsjahr um € 1,1 Mio. oder 16,1% verbessert. Neben dem Umsatzwachstum und Einsparungen beim Materialeinkauf sind hier aber auch Substitutionseffekte zu Lasten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu beachten. Diese resultieren aus Änderungen bei den Leistungsverrechnungen mit unseren inländischen Tochtergesellschaften. Dank des operativen Wachstums konnten wir unser Betriebsergebnis nochmals um rd. € 0,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf € 0,7 Mio. steigern. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses, das im Vorjahr noch durch die planmäßige Gewinnausschüttung unserer österreichischen Beteiligungsgesellschaft positiv beeinflusst war, erzielen wir ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von € 0,2 Mio. Auch im Geschäftsjahr 2014 konnte unsere Tochtergesellschaft PTS Jena GmbH durch die vertragsgemäße Gewinnübernahme unser Ergebnis mit T€ 49 (Vorjahr T€ 193) verbessern. Dank dieser Entwicklungen verbleibt unsere Gesellschaft weiter in der Gewinnzone. Wir schließen das Jahr 2014 mit einem Jahresüberschuss von € 0,2 Mio. nach € 0,5 Mio. im Vorjahr. 2.3.2. Vermögens- und Finanzlage Durch die Rückführung von Fremdkapital hat sich unsere Bilanzsumme trotz der Leistungssteigerung und der positiven Ergebnissituation um € 0,3 Mio. oder 4,1% verringert. Wesentliche Mittelfreisetzungen auf der Aktivseite betrafen ausschließlich das Umlaufvermögen, das sich nach stichtagsbedingten Wachstumseffekten des Vorjahres wieder reduziert hat. Dank dieser Mittelfreisetzung konnten wir im Berichtsjahr notwendige Investitionen in unser Anlagevermögen tätigen, aus denen wir uns auch in Zukunft weitere Wachstumsimpulse für unseren Geschäftsbetrieb erhoffen. Des Weiteren haben wir die vorhandenen Mittel genutzt, um auf der Passivseite unsere Fremdkapitalfinanzierung zurückzuführen. Durch das Jahresergebnis hat sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag um € 0,2 Mio. reduziert. In den Aktiva sind jedoch weiterhin nicht unerhebliche stille Reserven und in unseren Passiva erhebliche Eigenkapital ersetzende Mittel gebunden, die den Fehlbetrag ausgleichen. Unsere Finanzierungsrelation ist trotz der Investitionstätigkeiten im Anlagevermögen bei gleichzeitiger Entschuldung im langfristigen Bereich weiterhin als zufriedenstellend zu bezeichnen. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen unserer internen Unternehmenssteuerung ziehen wir als überwiegendes Handelsunternehmen insbesondere die betriebswirtschaftlichen Rohertragsquoten der Produktgruppen aber auch das Rohergebnis des Gesamtunternehmens als Leistungsparameter heran. Im Geschäftsjahr 2014 haben wir eine deutliche Erhöhung des Rohergebnisses und der Rohertragsquote erreicht, die neben unserer Leistungssteigerung aber auch aus den bereits beschriebenen Verschiebungen zwischen Materialaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert. Bereinigt um diesen Effekt hat sich unsere Roher-tragsquote aber dennoch erwartungsgemäß verbessert. 3. Nachtragsbericht Der Geschäftsverlauf 2015 ist bislang positiv. Allerdings haben Lieferengpässe bei einem unser Zulieferer zu Verzögerungen bei dem Vertrieb eines unserer neuen Produkte geführt. Wir erwarten aber, dass wir die Verzögerungen durch die bereits eingeleiteten Maßnahmen in der 2. Jahreshälfte noch sukzessive kompensieren können. 4. Prognosebericht Durch die bereits erfolgte Markteinführung einiger neuer Produkte und der weiteren geplanten Maßnahmen im Finanzierungs- und Produktbereich erwarten wir einen Jahresüberschuss 2015 der moderat über dem im Jahr 2014 erzielten Überschuss liegen wird. Sollten sich diese Maßnahmen entgegen der Planung verzögern, müssen wir von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgehen. 5. Chancen- und Risikobericht Chancen eröffnen sich für uns durch unsere neuen Produkte, insbesondere durch unsere neuen Hardware-Angebote im Bereich Lesegeräte, deren Markteinführung zwischenzeitlich stattgefunden hat. Wir versprechen uns in Zukunft weitere Umsatzsteigerungen, auch durch die Weiterentwicklung dieser Produktfamilie und der Entwicklungen im Braillebereich (blinde Nutzer). Die Ergänzung und Abrundung unserer eigenen Produktpalette hat uns auch im Exportgeschäft zu einem wichtigen Anbieter werden lassen, weil dort das Komplettsortiment ein wichtiger Marktfaktor ist. Im Inlandsgeschäft setzt sich die in den vergangenen Jahren eingeleitete und beschriebene Entwicklung weiter fort: Im Krankenkassengeschäft hält der grundsätzlich negative Preistrend an, so dass für die gleiche geforderte Leistung von den meisten Kassen immer weniger bezahlt wird. Wir entgegnen dem auch in Zukunft durch den Einsatz unserer neueren in der Gruppe entwickelten und gefertigten Geräte. Risiken aus Forderungsausfällen können nie vollständig ausgeschlossen werden; wir begegnen diesen durch zeitnahe Überwachung der Zahlungseingänge; ein Mahnwesen ist eingerichtet. Risiken im Exportgeschäft könnten sich durch politische Unruhen und Kriegszustände in den Ländern ergeben, in denen wir traditionell gute Umsätze tätigen können; hier zeigen sich bereits belastende Auswirkungen. Wir haben deshalb unser Europa- und Amerikageschäft bereits intensiviert und wollen dieses auch weiter ausbauen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag unseres Unternehmens beläuft sich auf rd. € -1,6 Mio.; dem stehen jedoch stille Reserven in den Aktiva und eigenkapitalersetzende Passiva gegenüber; unsere wirtschaftlichen Eigenmittel sind deshalb trotz des Fehlbetrags positiv. Wir gehen außerdem von einer positiven geschäftlichen Entwicklung und somit der dauerhaften Unternehmensfortführung aus und stützen diese Annahme auf die IST-Daten des ersten Halbjahres 2015 sowie unsere Unternehmensplanung. 6. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den von uns verwendeten Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten, im geringen Maße noch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie seit 2013 mehrere gezeichnete Schuldverschreibungen, die als Schuldscheindarlehen einzustufen sind. Im Bereich der Forderungen aus Lieferung und Leistungen verfügen wir im Wesentlichen über einen solventen, teilweise durch öffentliche Mittel finanzierten, Kundenstamm, der überwiegend durch eine langfristige Zusammenarbeit geprägt ist. Eventuelle Ausfallrisiken werden durch unser vorhandenes Debitorenmanagement adressiert und sofern notwendig durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Unsere Verbindlichkeiten werden innerhalb der absprachegemäßen Zahlungsziele gezahlt. Neben Eigenmitteln erfolgte die Finanzierung unseres operativen Geschäftsbetriebs bisher über Bankdarlehen und Kontokorrentkredite. Seit 2013 nutzen wir hierzu die Mittel aus mehreren im Berichtsjahr gezeichneten Schuldverschreibungen, die als Schuldscheindarlehen einzustufen sind. 7. Sozialbericht Im Jahr 2014 beschäftigten wir durchschnittlich 69 - im Vorjahr 69 - Mitarbeiter (errechnet nach Arbeitszeit). Eine wesentliche Erhöhung der Belegschaft ist nicht vorgesehen.
Wiesenbach, den 20. Oktober 2015 Wolfgang Baum Thomas Friehoff In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürztem Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht erteilten wir folgenden Bestätigungsvermerk: "Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BAUM Retec AG, Wiesenbach für das Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasste die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie der Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag des Unternehmens auf rd. € 1,6 Mio. beläuft, dieser Fehlbetrag aber zum Bilanzstichtag aufgrund vorhandener stiller Reserven sowie Eigenkapital ersetzender Gesellschaftermittel gedeckt ist. Die Organe der Gesellschaft gehen aufgrund der Unternehmensplanung von einer positiven Fortbestehensprognose aus; wir verweisen auf die Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft. Der Jahresabschluss ist in Übereinstimmung mit den aktuell geltenden Rechtsvorschriften unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt."
St. Leon-Rot, den 22. Oktober 2015 HETTINGER
UND PARTNER GMBH
Dipl.-Kfm. Roland Hettinger, Wirschaftsprüfer Dipl-Kffr. Nora Heimburger, Wirtschaftsprüferin Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 26. Oktober 2015. Bericht
des Aufsichtsrats
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| 1. |
Der Aufsichtsrat wurde über die wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik, über die erwartete Entwicklung des Geschäftsergebnisses und über langfristige Planungen in regelmäßigen Sitzungen informiert. |
| 2. |
Im Berichtszeitraum fanden 4 Sitzungen des Aufsichtsrats, nämlich am 07.04.2014, 14.07.2014, 13.10.2014 und 15.12.2014 statt. |
| 3. |
Gegenstand der Berichterstattungen, Präsentationen und Erörterungen in den Aufsichtsratssitzungen waren regelmäßig jeweils neben den betriebswirtschaftlichen Eckdaten, die strategischen Ziele des Unternehmens und die darauf aufbauenden geschäftspolitischen Ausrichtungen sowie der Gang der Geschäfte innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen insgesamt. Vom Vorstand wurde über die jeweilige aktuelle Lage, die finanziellen Situationen des Unternehmens, den aktuellen Stand neuer Projekte und technischen Entwicklungen sowie über die Verhandlungen mit den Banken berichtet. |
II. Berichterstattungen
| 1. |
Der Aufsichtsrat erhielt vom Vorstand regelmäßig durch monatliche bzw. vierteljährliche schriftliche Berichte Informationen über die geschäftliche Entwicklung der Baum Retec AG. |
| 2. |
Ausgangspunkt der Berichterstattung des Vorstands waren jeweils die betriebswirtschaftlichen Daten, die von dem Vorstand entsprechend aufgearbeitet wurden. |
| 3. |
Der Aufsichtsratsvorsitzende stand zudem in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden. |
III. Jahresabschluss 2014
| 1. |
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Baum Retec AG sowie der Lagebericht des Vorstandes sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, Firma Hettinger und Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, St. Leon-Rot, geprüft und uneingeschränkt bestätigt worden. |
| 2. |
Allen Mitgliedern des Aufsichtsrates ist der Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2013 sowie der Lagebericht des Vorstandes ausgehändigt worden. Sie wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 26.10.2015 in Gegenwart von Herrn WP Dipl.-Kfm. Roland Hettinger, Geschäftsführer der Abschlussprüferin, eingehend besprochen. |
| 3. |
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung waren vom Aufsichtsrat gegen den Abschluss und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung sowie den Lagebericht keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat deshalb den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und der Hauptversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses empfohlen. Dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes wird zugestimmt. |
| 4. |
Der Aufsichtsrat dankte dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BAUM Retec AG für ihren persönlichen Einsatz und ihre Leistung im Jahr 2014 und empfiehlt der Hauptversammlung, die Vorstände für das Geschäftsjahr 2014 zu entlasten. |
Wiesenbach, den 26.10.2015
Günter Baum (Aufsichtsratsvorsitzender)
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