KDR Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Schönberg seit 14.7.2023 | Prokura |
Dennis Ferdinand seit 14.7.2023 | Prokura |
Heiko Rubner seit 17.9.2020 | Prokura |
Anwar Naamnih seit 17.2.2017 | Geschäftsführer |
Martin Eduard Otto Hahn seit 22.12.2016 | Geschäftsführer |
Peter Jacob Matteo seit 22.12.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 63.75% | |
P**** J**** M***** | 10.62% |
| 10.62% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbHEigenbeteiligung | 5.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GP Con GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der GP Con GmbH1 Überblick1.1 Geschäftsentwicklung Als eines der führenden Rohbauunternehmen in Frankfurt am Main hat sich die GP Con GmbH (im Folgenden: "GP Con") auf den Bau von hochwertigen Büro-, Wohn- und Logistikimmobilien, Daten Center und Hotels in jeglicher Größenordnung spezialisiert. GP Con konnte mit einem Jahresüberschuss von T€ 8.678 (Vorjahr T€ 4.000) den bisher höchsten Jahresüberschuss der Unternehmensgeschichte erreichen, was in erster Linie auf die erfolgreiche Fertigstellung der Projekte "SQS Wohn- & Geschäftshaus", "SQS Devon Parkhaus", "KiTa Robert-Mayer-Straße", "FOUR RT1", "FOUR RT3", "Datencenter FRA18-22" und "Erschließung Dachterrasse Städel-Museum" zurückzuführen ist. Das Projekt FOUR besitzt unverändert als größtes laufendes Projekt eine zentrale Bedeutung für die GP Con. Im Jahr 2020 erfolgte die planmäßige Herstellung der Baugrube und der Verbauarbeiten in innovativer Deckelbauweise. Die symbolische Grundsteinlegung mit Vertretern der Stadt Frankfurt am Main fand im März 2021 statt. Bereits im Dezember 2022 konnte der Rohbau des kleinsten Büroturmes RT4 fristgerecht errichtet werden. Im September 2023 fand das Richtfest für den höchsten Büroturm des Hochhausensembles statt, den sogenannten RT1. Die Rohbauten für den RT1 und einen weiteren Wohnturm (RT3) konnten im Berichtsjahr 2023 fertig gestellt werden. 1.2 Wirtschaftliches Umfeld Gemäß dem Jahresgutachten 2023/2024 des Sachverständigenrates wurde für 2023 ein Rückgang des realen Bruttoinlandproduktes in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr von 0,4% festgestellt, für 2024 wird ein nur schwacher Anstieg von 0,7% prognostiziert. 1 Die Europäische Zentralbank hat in mehreren Schritten während des Jahres 2023 den Leitzins von 1,25% auf 4,5% erhöht. 2 Diese geldpolitischen Straffungen in Kombination mit weiterhin hohen Inflationsraten stellten eine deutliche Belastung nicht nur für die deutsche, sondern die gesamte Weltkonjunktur dar, wobei sich die deutsche Wirtschaft aufgrund ihrer deutlichen Exportorientierung besonders stark abgekühlt hat. 3 Erfreulich ist jedoch, dass für 2024 zumindest eine moderate Erholung des Bruttoinlandproduktes sowie eine weitere Normalisierung der Inflationsrate auf eine Kerninflation von 2,6% erwartet wird. 4 2 Gesellschaftsrechtliche StrukturenAlleingesellschafter der GP Con ist die Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (im Folgenden: "Groß & Partner"). Der Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main. Die Gesellschaft unterhält im Rahmen der Projekttätigkeit enge Geschäftsbeziehungen zu Investoren, öffentlichen Bauträgern, sowie verschiedenen privaten Bauherren. Zum größten Teil wird die Bauleistung für die Gesellschafterin Groß & Partner abgewickelt. 3 Geschäftsverlauf3.1 Entwicklung der Branche Das Bauhauptgewerbe wurde, neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel, durch die deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen negativ beeinflusst. 5 Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5% zurückgegangen. 6 Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwartet in 2024 einen weiteren Umsatzrückgang von 3%, der insbesondere auf die sehr schwache Nachfrage im Wohnungsbau zurückzuführen ist. 7 Die Geschäftsführung geht davon aus, dass auch in 2024 keine schnelle Erholung einsetzen wird und das Umfeld für Projektentwicklungen weiterhin sehr herausfordernd bleibt. Ein Lichtblick bleibt die weiterhin gute Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen in guten Lagen. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Ausscheiden einer Vielzahl von Marktteilnehmern in den letzten Monaten sowie der stockende Neubau von Büro- und Wohnimmobilien in Verbindung mit der anhaltend hohen Nachfrage im hochwertigen Bürosegment sowie dem hohen Bedarf an Wohnimmobilien mittelfristig dazu führen wird, dass sich der Markt deutlich erholt. Ein zu erwartendes Ende des Zinsanstiegs, gegebenenfalls sogar ein gewisser Rückgang des Zinsniveaus werden weiterhin für positive Impulse sorgen. 3.2 Umsatzentwicklung und Auftragslage Die GP Con konnte im Berichtsjahr folgende Projekte erfolgreich an die Auftraggeber übergeben:
Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken und betragen nun T€ 87.826 (Vorjahr T€ 122.754). Im Bau befinden sich derzeit die Projekte:
Die Auslastung der Jahre 2024 und 2025 wird, neben den bereits erwähnten Großprojekten insbesondere durch den Bau der zwischenzeitlich beauftragten Projekte Datencenter KMW Mainz - Modul 1 und Umspannanlage Syna Dietzenbach sowie weitere Akquise Projekte aus dem Bereich der Infrastrukturprojekte gesichert. 3.3 Bausegmentausrichtung Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft lag, wie in den Vorjahren, auf der Errichtung von Rohbauten für Büro-, Wohn- und Hotelimmobilien, sowie dem Bau von Datencentern. Mit Projekten wie dem "The Spin" und "FOUR Frankfurt" zählt die Gesellschaft nun zu den führenden Bauunternehmen im Segment Bau von Hochhäusern in Frankfurt und trägt damit auch maßgeblich zur Weiterentwicklung der Skyline bei. Mit bislang zehn im Bau befindlichen und fertig gestellten Datencenter-Projekten, hat sich die GP Con eine weitere Expertise in der Errichtung von Datencentern für internationale Kunden erarbeitet. 3.4 Beschaffungsmarkt Die Gesellschaft vergibt die Bauleistungen an leistungsstarke Unternehmen, die in der Lage sind, diese im Rahmen von Einzelgewerkverträgen abzuwickeln. Auch im Bereich der Architekten- und Ingenieurleistungen kann auf namhafte und leistungsfähige Unternehmen zurückgegriffen werden. Die Gesellschaft arbeitet überwiegend nicht nur kurzfristig projektbezogen mit Geschäftspartnern zusammen, sondern strebt vielmehr langfristige Geschäftsbeziehungen an. Die Kostensteigerungen im Zuge des Ukraine-Krieges sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach Baudienstleistungen führen zu erheblichen Preissteigerungen auf der Einkaufsseite. Im Rahmen der hohen Auslastung der Nachunternehmer müssen Realisierungszeiträume vorsichtiger kalkuliert werden. Insbesondere die Rohbauerstellung für Hochhäuser ist auf Grund der Konsolidierung innerhalb der Branche in der Hand nur noch sehr weniger Anbieter. Durch den direkten Einkauf von Material und Leistungen sowie den Einsatz von eigenem Personal können Synergien und Einkaufsvorteile generiert und Kosten reduziert werden. 3.5 Investitionen in langfristige nicht-finanzielle Vermögensgegenstände Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt T€ 6 (Vorjahr T€ 23) betreffen verschiedene Software-Lizenzen meist für die Arbeitsvorbereitung. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrafen hauptsächlich Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (besonders Werkzeuge und Maschinen) in Höhe von insgesamt T€ 227 (Vorjahr T€ 166). 3.6 Personal Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter hat sich auf 65 Mitarbeitern einschließlich Geschäftsführung (Vorjahr 64) zum 31. Dezember 2023 leicht erhöht. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass im Jahr 2024 die Anzahl der Mitarbeiter konstant bleiben wird. 4 Darstellung der Lage4.1 Vermögenslage Auf Grund des hohen Jahresüberschusses 2023 hat sich die Vermögenslage der Gesellschaft erneut verbessert. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 146.703) auf T€ 130.053 durch den Abbau von Vorräten leicht verringert. Das Sachanlagevermögen ist durch Neuinvestitionen auf T€ 227 (Vorjahr T€ 166) angewachsen. Das Vorratsvermögen von T€ 87.826 hat sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 122.754) stark verringert, das ist insbesondere auf die bereits genannten Fertigstellungen der Großprojekte zurückzuführen. Die unfertigen Erzeugnisse beinhalten zum Jahresende größtenteils die Leistungen für die Projekte "Datencenter FRA19 (Restauftrag aus FRA18-22)", "SQS Neu-Isenburg, Erschließung", "FOUR Frankfurt Gemeinkosten-LV", "FOUR Frankfurt Abbruch Bauteil F", "FOUR Frankfurt, RT2", "Datencenter SDC Winthrop", "Datencenter EDC Dietzenbach (UI)" und "Datencenter KMW Mainz - Spezialtiefbau". Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 370 (Vorjahr T€ 3.050) beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren, Vorsteueransprüche, Ertragssteuererstattungsansprüche gegenüber Finanzamt, Zinsforderungen gegenüber Commerzbank, Forderungen gegenüber Sozialversicherungsträgern sowie Kautionen und sind innerhalb eines Jahres fällig. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der im Jahr 2022 gezahlten Umsatzsteuer, die im Jahr 2023 verrechnet und erstattet wird. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen liegen bei T€ 5.800 (Vorjahr T€ 6.799) und ergeben sich, wie im Vorjahr, größtenteils aus Forderungen der gruppeninternen Bauprojekte. Die liquiden Mittel haben sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag erhöht und liegen nun bei T€ 35.011 (Vorjahr T€ 13.202), bedingt durch unplanmäßig niedrige Auszahlungen in der Vorweihnachtszeit, sowie erhaltene Anzahlungen. Das Eigenkapital hat sich infolge des Jahresüberschusses von T€ 5.496 auf T€ 9.174 erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt mit 7,1% deutlich über dem Niveau des Vorjahres von 3,7%. Die Steuerrückstellungen sind T€ 3.381 (Vorjahr T€ 1.855) und enthalten die zu leistende Körperschaftsteuer für das Jahr 2022 und 2023 sowie Gewerbesteuer für das Jahr 2022 und 2023. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf T€ 22.538 und liegen somit in Höhe von T€ 13.267 oberhalb des Vorjahreswertes, was sich größtenteils auf die Bildung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Gewährleistungsverpflichtungen begründen lässt. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von T€ 86.629 (Vorjahr T€ 118.675) entfallen größtenteils auf die Projekte "Datencenter FRA19 (Restauftrag aus FRA18-22)", "SQS Neu-Isenburg, Erschließung", "FOUR Frankfurt Gemeinkosten-LV", "FOUR Frankfurt Abbruch Bauteil F", "FOUR Frankfurt, RT2", "Datencenter SDC Winthrop", "Datencenter EDC Dietzenbach (UI)" und "Datencenter KMW Mainz - Spezialtiefbau". Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind T€ 7.180 (Vorjahr T€ 9.324) und weisen alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind T€ 914 (Vorjahr T€ 561) und resultieren aus dem Dienstleistungsverhältnis und aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit der Erste Managementgesellschaft mbH, der GP Log GmbH und der GP Tec GmbH und weisen alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 237 (Vorjahr T€1.520) und beinhalten im Wesentlichen die noch nicht fällige Umsatzsteuer und Lohn- und Kirchensteuer. Die Minderung resultiert im Wesentlichen aus der im Jahr 2022 falsch ausgewiesenen an das Finanzamt abgeführten Umsatzsteuer, die im Jahr 2023 an unsere Auftraggeber ausgezahlt wird. 4.2 Finanzlage GP Con verfügte während der Berichtsperiode, die unverändert durch eine hohe Auslastung auf Grund der laufenden Bautätigkeit gekennzeichnet war, jederzeit über ausreichend Liquidität. Die GP Con finanziert sich zum einen durch Eigenmittel zum anderen stehen den Auszahlungen an die Nachunternehmer Anzahlungen der Auftraggeber gegenüber, so dass es zu keiner gesonderten Fremdkapitalaufnahme der Gesellschaft kommen wird. 4.3 Ertragslage Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse von T€ 192.594 erzielt (Vorjahr T€ 125.875). Die Bestandsveränderung beträgt T€ -34.928 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 48.998 verringert. Dies leitet sich insbesondere durch das hohe Volumen an abgeschlossenen Projekten ab. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 514 (Vorjahr T€ 533) und sind somit nahezu unverändert. Die Materialaufwendungen betragen T€ 134.863 (Vorjahr T€ 124.209) und sind somit um T€ 10.654 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Anstieg begründet sich mit der Steigerung des Bauvolumens im Berichtsjahr. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 172 auf T€ 7.981 gestiegen, was auf die gehaltliche Entwicklung der Mitarbeiter zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 2.583 (Vorjahr T€ 2.353) sind nur geringfügig angestiegen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 4.071 (Vorjahr T€ 1.883) deutlich angestiegen, was auf das gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Jahresergebnis zurückzuführen ist. Der Jahresüberschuss beträgt T€ 8.678 (Vorjahr T€ 4.000) und liegt damit rund € 1 Mio über der Planung. Dies liegt in der positiven Entwicklung des Auftrages "FRA18-22" begründet. Als bedeutsamen zentralen finanziellen Leistungsindikator sieht die Gesellschaft den Jahresüberschuss. 5 Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung5.1 Risikomanagement Ziel des eingerichteten Risikomanagementsystems ist die rechtzeitige Identifikation und Bewertung von Risiken, die insbesondere die weitere Entwicklung oder den Fortbestand des Konzerns gefährden können, sowie gegebenenfalls die Einleitung adäquater Maßnahmen zur Risikosteuerung. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Projektentwicklung, Projektmanagement, Controlling und Geschäftsführung notwendig. Der Informationsfluss erfolgt hierbei durch etablierte Berichtswege und regelmäßige Gesprächskreise. 5.2 Risiken Die von der Geschäftsführung gesehenen Risiken werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für den Konzern beschrieben. Die Risikoeinschätzung hat sich insbesondere aufgrund des geänderten Zinsumfeldes verändert. Ukraine-Krieg Bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022 bestand eine hohe Nachfrage der Investoren nach attraktiven Immobilien, was zu einer Ausweitung der Bautätigkeit geführt hatte. In Folge des Krieges kam es zu allgemeinen Preissteigerungen, so dass die Europäische Zentralbank mit nicht absehbaren Zinserhöhungen auf die gestiegene Inflation reagiert hat. Die in 2023 weiterhin gestiegenen Zinsen einhergehend mit einer konjunkturellen Schwächephase haben die Nachfrage der Investoren nach Immobilien auch in 2023 zurückgehen lassen. Neben der Unsicherheit über die nach wie vor unsichere Zinsentwicklung sind die zukünftigen Entwicklungen zur Büroflächennutzung sowie die perspektivischen energetischen Anforderungen an Immobilien u.a. Gründe für das zurückhaltende Interesse von Investoren. Insbesondere die im Ergebnis höheren Finanzierungskosten auf Seiten der Investoren hat wiederum auch einen Einfluss auf die zu erzielenden Verkaufspreise bzw. auf die zugrundeliegenden Renditeanforderungen der Investoren. Insofern sind die bei einer Erholung des Investmentmarktes dann zu erzielenden Verkaufspreise bzw. Renditeanforderungen derzeit weiterhin unklar. Um die in den vergangenen Jahren etablierten Verkaufspreise aber dennoch erreichen zu können, muss es bei unverändertem Zinsumfeld zu deutlichen Mietsteigerungen kommen - entsprechende Entwicklungen sind jedoch bereits am Vermietungsmarkt erkennbar. Zusammenfassend bleibt dieses Risiko aus der Sicht der Geschäftsführung und im Vergleich zum Vorjahr weiterhin moderat bestehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken wird für das aktuelle Jahr als gering eingestuft. Corona-Pandemie Die im Rahmen der Corona-Pandemie aufgetreten Lieferschwierigkeiten haben sich im Jahr 2023 weiter reduziert. Wesentliche Einschränkungen auf unseren Baustellen gab es dennoch keine. Somit sind die Risiken aus Corona im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken und die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken bleibt für das aktuelle Jahr niedrig. Nachunternehmer Die Verfügbarkeit an leistungsstarken Nachunternehmern, die in der Lage sind, Planungs- und Bauleistungen in der vorgegebenen Terminschiene zu der gewünschten Qualität umzusetzen, ist weiter eingeschränkt. Die GP Con hat mit einer Verstärkung der Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen zu leistungsfähigen Nachunternehmern im inner- und außereuropäischen Ausland reagiert, um den Kreis der qualifizierten Unternehmen für die Einzelgewerkvergabe von Bauleistungen zu erweitern. Insbesondere durch die o.g. entschärfte Coronalage hat sich das Nachunternehmerrisiko deutlich gemindert, sodass für das aktuelle Jahr die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken gering bleibt. Mögliche Risikoquellen können Projekte mit großem Investitionsvolumen und Schadenspotenzial, Unrichtigkeiten der Rechnungslegung und Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich negativ auswirken, sein. Risiken können sich insbesondere aus einzelnen Baumaßnahmen ergeben. Diesbezüglich verfügt die Gesellschaft über ein Projektcontrollingsystem, das negative Entwicklungen wie beispielsweise Kostenüberschreitungen frühzeitig identifiziert, um geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Auftraggeber Forderungsausfallrisiken in Bezug auf Auftraggeber sind aufgrund des Geschäftes der GP Con von Bedeutung, jedoch werden diese Risiken durch die vertragliche Fixierung von entsprechenden Sicherungsinstrumenten (Bankbürgschaften) abgefangen. Durch die gute Planbarkeit der Liquiditätsströme und die vorhandene Eigenkapitalausstattung werden die Liquiditätsrisiken beherrscht. Somit wird zum Vorjahr das Forderungsausfallrisiko geringer eingeschätzt. Inflation Die in 2022 begonnene Preissteigerung im Energiesektor sowie die allgemeine Preissteigerung über alle Wirtschaftszweige hinweg ist auch in 2023 auf diesem Niveau geblieben. Dadurch hat die Europäische Zentralbank auch in 2023 mit weiteren Zinssteigerungen reagiert. Aus Sicht der Geschäftsführung ist im Allgemeinen von einer wirtschaftlichen Erholung auszugehen, die Entwicklung des Immobiliensektors ist aber auf Grund seiner Abhängigkeit vom Finanzierungsumfeld derzeit schwierig einzuschätzen. Auf Grund der bislang positiv verlaufenden Akquisetätigkeiten für neue Projekte, bestehen aus Sicht der Geschäftsführung keine Risiken, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden konnten bzw. könnten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken wird für das aktuelle Jahr als gering eingestuft. 5.3 Chancen Die von der Geschäftsführung gesehenen Chancen werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. Unverändert zum Vorjahr geht die GP Con von steigenden Anforderungen an Gebäude- und Energieeffizienz und Anbindung an die verschiedenen öffentlichen Verkehrsmittel aus, so dass häufig im Vergleich zu älteren Bestandsgebäuden ein Neubau in gut erschlossener Lage bevorzugt wird. Des Weiteren müssen die Unternehmen ihren Mitarbeiter*innen attraktive Räumlichkeiten bieten, damit die Präsenz am Arbeitsplatz wieder an Attraktivität gewinnt. Dieses Ziel lässt sich mit zeitgerechten und modernen (Neubau-)Bürogebäuden erreichen, wie die sehr gute Vermietungsquote im Four/T1 und T4 zeigt. Unabhängig davon ist zu erwarten, dass das Geschäft mit Bestandsimmobilien, die im Zuge einer Revitalisierung den neuesten Standards und Anforderungen von Banken und Investoren i.S.d. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und ESG-Konformität angepasst werden, stärker als bisher in den Fokus rücken wird. Weiterhin sieht die Geschäftsführung Chancen in einer stärkeren Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft. Hierdurch können ohne neuen Eigenmitteleinsatz zusätzliche Deckungsbeiträge erzielt werden, zumal die Nachfrage nach dem in der Gruppe vorhandenen technischen Know-How derzeit besonders hoch ist. Obwohl sich der Immobilienmarkt in Deutschland im Jahr 2023 nur sehr schwach entwickelt hat, sehen wir im Bau leistungsfähiger und effizienter Immobilien mittelfristig ein unverändert hohes Ertragspotential. Die Kernkompetenzen liegen dabei in der Errichtung qualitativ hochwertiger Büroimmobilien und urbaner Stadtquartiere unter zum Teil anspruchsvollen Zeitvorgaben. Zwar hat sich der Markt für den Erwerb z.B. von Eigentumswohnungen auch im Jahr 2023 nicht wie erhofft entwickelt, das Vermietungsumfeld für Wohnungen ist jedoch unverändert gut. Neben dem klassischen Immobilienmarkt hat sich in den letzten Jahren der Markt für Datencenter als feste Größe für die Vergabe von Bauleistungen etabliert. Die GP Con hat darauf mit der Verstärkung ihrer Vertriebsaktivitäten reagiert. Hier sehen wir, neben dem Geschäft innerhalb der Groß & Partner Gruppe, große Chancen. Abschließend sind die beschriebenen Risiken und Chancen bei der GP Con als realistisch zu bewerten, insbesondere im Hinblick der Risikominimierung zu den o.g. Themen verglichen zum Vorjahr. Die GP Con versucht Risikoreduzierungen und Chancensicherheiten durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen zu erwirken, z.B. durch Preisfestbindung über die Laufzeit. 5.4 Ausblick Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich in Deutschland im Jahr 2023 zwar leicht verbessert, der Immobilienmarkt ist jedoch nach einer langen Wachstumsphase weiterhin eingetrübt. Hinsichtlich des Krieges in der Ukraine zeichnet sich nach wie vor keine Lösung ab, so dass derzeit schwer einzuschätzen ist, welche Folgen sich für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland noch ergeben. In dieser unsicheren Marktlage und vor dem Hintergrund der relativ gesehen erheblich gestiegenen Zinsen finden großvolumige Transaktionen im Investmentbereich derzeit kaum statt. Sofern die Inflation nachlässt und die Zentralbanken Spielräume für Zinssenkungen sehen, kann sich der Markt erholen. Unabhängig davon erwarten wir, dass sich unter diesen veränderten Rahmenbedingungen auch marktfähige Kaufpreisstrukturen etablieren werden. Ob dies allerdings noch im Jahr 2024 so sein wird, ist derzeit offen. Als positiv ist das Vermietungsumfeld bzgl. Büroflächen in guten Innenstadtlagen Frankfurts zu bezeichnen, da die Umzugsbereitschaft von Mietern nach wie vor vorhanden ist und die Unternehmen wie beschrieben ihren Mitarbeiter*innen ein attraktives Umfeld und zur eigenen Nachhaltigkeitsstrategie passende moderne Räumlichkeiten bieten möchten. In diesem Umfeld lassen sich insbesondere im gewerblichen Bereich höhere Mieten durchsetzen, wie auch der allgemeine Anstieg der Spitzenmieten zeigt. Als positiv zu werten sind die moderaten Vorräte an bestehenden Projekten, die im Berichtsjahr 2024 ergebniswirksam werden. Für den Jahresabschluss 2024 rechnet die GP Con GmbH mit einem Jahresergebnis von rd. € 9,9 Mio.
Frankfurt am Main, 21. Juni 2024 Die Geschäftsführung
1 Sachverständigenrat, Jahresgutachten
2023/2024
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine AngabenDie GP Con GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und Abs. 4 HGB mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist unter HRB 107291 im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der gesetzlich zulässigen Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle Aufwendungen, die notwendig sind, um den Vermögensgegenstand in den betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsnotwendigen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei unterjährigen Zugängen erfolgt eine monatsgenaue Abschreibung. Die einzelnen Klassen von Anlagegütern werden grundsätzlich über folgende Laufzeiten/ Nutzungsdauern abgeschrieben:
Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 250,00 werden sofort in voller Höhe abgeschrieben. Bei Anschaffungskosten von mehr als € 250,00 bis zu € 1.000,00 wird das Wahlrecht (§ 6 Abs. 2 EStG) der Sofortabschreibung ausgeübt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden zusätzlich vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Die Vorratsbewertung der Bauleistungen auf fremden Grundstücken erfolgte zu den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Die von den Subunternehmern an die Gesellschaft erbrachten Leistungen stellen die den Aufträgen direkt zurechenbaren Aufwendungen dar. Die Personalkosten der technischen Abteilung, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können, werden zuzüglich anteiliger Gemeinkosten aktiviert. Noch nicht abgerechnete Leistungen von Nachunternehmern werden in die Vorratsbewertung aufgenommen, auf der Passivseite wird in entsprechender Höhe eine Rückstellung gebildet. Sofern die im Rahmen eines Werkvertrages beauftragte Leistung noch nicht vollständig erbracht worden ist, werden die geleisteten Anzahlungen unter den Vorräten ausgewiesen. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten miteinbezogen, soweit sie auf aktivierungsfähige Bauleistungen im Herstellungszeitraum entfallen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert erfasst. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen bestehen zum Stichtag nur in Euro. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt und bestehen zum Stichtag nur in Euro. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, erfasst. Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert und beträgt T€ 250. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Gewährleistungsrückstellung wird nach der folgenden Methodik berechnet: Zunächst wird aus geleisteten Gewährleistungsaufwendungen der vergangenen vier Jahre sowie den aktuellen Personal- und Gemeinkosten der Gewährleistungsabteilung ein Durchschnittskostensatz ermittelt. Dieser wird anschließend mir der durchschnittlichen restlichen Gewährleistungsfrist der bereits übergebenen Projekte multipliziert. Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten bestehen zum Stichtag nur in Euro. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Es wurden aktive latente Steuern auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf die Gewährleistungsrückstellung gebildet. 3. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist der Anlage 1 zum Anhang zu entnehmen. Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Im Wesentlichen die Anschaffung einer Software für die Arbeitsvorbereitung. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Unter den Vorräten werden Leistungen aus Bauwerkverträgen aufgeführt, diese setzen sich folgendermaßen zusammen:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit den Nennwerten ggf. vermindert um erforderliche Einzelwertberichtigungen ausgewiesen und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten gänzlich Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsverkehr und sind innerhalb eines Jahres fällig. Davon bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.650 (Vorjahr T€ 3.149). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren, Vorsteueransprüche, Ertragssteuererstattungsansprüche gegenüber Finanzamt, Zinsforderungen gegenüber Commerzbank, Forderungen gegenüber Sozialversicherungsträgern sowie Kautionen und sind innerhalb eines Jahres fällig. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen für Mieten und Versicherungen ausgewiesen. Der Berechnung der aktiven latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,63% zugrunde (15,83% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,80% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 460%. Der in der Bilanz unsaldiert und gesondert ausgewiesene Posten Aktive latente Steuern resultiert aus den unterschiedlichen Vermögensausweisen bei der Gewährleistungsrückstellung und bei der Urlaubsrückstellung.
Auf Grund des aktiven latenten Steuerüberhangs unterliegen zum Stichtag T€ 323 (Vorjahr: T€ 196) einer Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB. Das Eigenkapital hat sich folgendermaßen entwickelt:
Die Steuerrückstellungen enthalten die zu leistende Körperschaftsteuer für das Jahr 2022 und 2023 sowie Gewerbesteuer für das Jahr 2022 und 2023. Die sonstigen Rückstellungen werden hauptsächlich für ausstehende Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen T€ 13.648 (Vorjahr T€ 3.199), Gewährleistungsverpflichtungen T€ 7.800 (Vorjahr T€ 4.800) und Prämienzahlungen T€ 779 (Vorjahr T€ 1.024) gebildet. Unter den Erhaltenen Anzahlungen werden Anzahlungen von Auftraggebern aufgeführt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Dienstleistungsverhältnis und aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit der Erste Managementgesellschaft mbH, der GP Log GmbH und der GP Tec GmbH und weisen alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die noch nicht fällige Umsatzsteuer und Lohn- und Kirchensteuer und weisen alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse in Höhe von T€ 192.594 (Vorjahr: T€ 125.875) wurden ausnahmslos in Deutschland erzielt. Sie wurden im Wesentlichen mit der Erbringung von Bauleistungen T€ 192.178; (Vorjahr: T€ 125.102) erbracht. Die übrigen Umsatzerlöse resultieren aus Mieterlösen inkl. Nebenkosten T€ 143 (Vorjahr: T€ 194) und aus sonstigen Tätigkeiten T€ 274; (Vorjahr: T€ 580). Im Geschäftsjahr 2023 wurde für folgende Projekte eine Teil-Schlussrechnung oder Schlussrechnung nach Abnahme / Teilabnahme gestellt: "SQS WuG Siderium", "SQS Parkhaus", "KiTa Robert-Mayer Straße", "FOUR Kleinaufträge", "FOUR RT1", "FOUR RT3", "SPIN Materialbeistellung", "Datencenter FRA18-22" und "Erschließung Dachterrasse Städel Museum". Die Bestandsveränderungen beinhalten die Aktivierung von noch nicht abgerechneten Leistungen aus Bauwerkverträgen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Erträge aus Sachbezügen in Höhe von T€ 461 (Vorjahr T€ 432), Erträge aus Schadenersatzleistungen in Höhe von T€ 58 (Vorjahr T € 70) sowie Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T € 30) enthalten. Der Materialaufwand umfasst im Wesentlichen die projektbezogenen Baukosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen hauptsächlich Mietaufwendungen, KFZ-Kosten, Kaufmännische Dienstleistungen, Projekt Beratungen, Kosten der Jahresabschlusserstellung sowie in diesem Zusammenhang anfallende steuerliche Beratung sowie IT-Kosten. Die Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten die Zinsen für Termingelder. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten den Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von T€ 4.199 (Vorjahr T€ 1.890), sowie Erträge aus der Bildung von aktiven latenten Steuern von T€ 127 (Vorjahr T€ 7). Die sonstigen Steuern beinhalten Kfz-Steuer. 5. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 62 feste Mitarbeiter (Vorjahr: 63) angestellt. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB beträgt T€ 2.011 (Vorjahr: T€ 2.621). Dabei handelt es sich zum 31. Dezember 2023 hauptsächlich um Verpflichtungen aus der Anmietung von Büroräumen. Davon sind T€ 737 innerhalb eines Jahres fällig, bzw. T€ 1.274 über einem aber unter fünf Jahren fällig. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die angemieteten Büroflächen in Frankfurt am Main, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH erstellt einen konsolidierten Abschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Die Gesellschaft haftet gegenüber verschiedenen Banken und Versicherungen für mögliche Rückgriffansprüche aus ausgelegten Bürgschaften. Der Betrag dieser Bürgschaften beläuft sich auf insgesamt T€ 2.140 (Vorjahr: T€ 837). Der Anstieg der Bürgschaften ist mit der Fertigstellung der Projekte "FRA29" und "SPIN", sowie dem Beginn des Projektes "EDC FRA01 Dietzenbach" zu begründen. Die Inanspruchnahme dieser Bürgschaftshöhe ist aufgrund der flüssigen Mittel und kurzfristigen Forderungen aus verbundenen Unternehmen unwahrscheinlich. Weiterhin hat die Gesellschaft von Nachunternehmern zu ihren Gunsten bestellte Bankbürgschaften an Abnehmer in Höhe von T€ 7.018 (Vorjahr: T€ 8.230) abgetreten. Für den Fall, dass die Ziehung dieser Bürgschaften trotz berechtigter Ansprüche des Abnehmers nicht möglich sein sollte, hat die Gesellschaft die Haftung bis zur Höhe des jeweiligen Bürgschaftsbetrages übernommen. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. 6. AbschlussprüferhonorarDas im Aufwand des Geschäftsjahres 2023 enthaltene Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 25 (Vorjahr T€ 23) und entfällt wie im Vorjahr, ausschließlich auf die gesetzliche Abschlussprüfung. 7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)Aus Sicht der Geschäftsführung sind keine Ereignisse nach dem Stichtag eingetreten, die einer Erläuterung bedürfen. 8. GeschäftsführungZur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet waren während des gesamten Geschäftsjahres:
Gesamtprokura wurde Herrn Heiko Rubner seit dem 17.09.2020, Herrn Jens Schönberg und Herrn Dennis Ferdinand seit 14.07.2023 erteilt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Frankfurt am Main, den 21. Juni 2024 Peter Matteo Martin Hahn Anwar Naamnih Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GP Con GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GP Con GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GP Con GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 27. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer ppa. Gilian Faust, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 15.07.2024 festgestellt. |
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