Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 249918
Eingetragen
8.7.2019
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzVermittlung von Krediten
Gegenstand
die umfassende Vermögensberatung und Finanzplanung für aktive und ehemalige Partner der Obergesellschaft der Gesellschaft sowie deren unmittelbare Familienangehörige, insbesondere die Erbringung der folgenden Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG: (a) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung); (b) die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung); (c) die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung). Ein Betreiben des Eigengeschäfts im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 3 KWG ist ausgeschlossen. Die Gesellschaft darf sich bei der Erbringung der unter (a) bis (c) genannten Finanzdienstleistungen weder Eigentum noch Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden verschaffen noch auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln. Die Gesellschaft ist nicht berechtigt, Geschäfte zu betreiben, die einer Genehmigung oder Erlaubnis nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG), dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) oder der Gerwerbeordnung (GewO) bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Marius Briem
seit 8.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MIO Group, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MIO Group, Inc.
United States
75.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MIO-Partners (EU) GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
Täglich fällig 2.447.610,08 286.147,58
2. Forderungen an Kunden 1.744.577,13 848.464,13
3. Sachanlagen 203.998,00 3.426,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 756.847,16 553.728,54
5. Rechnungsabgrenzungsposten 28.636,16 11.817,22
5.181.668,53 1.703.583,47

PASSIVA

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 2.985.873,10 1.275.523,01
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 36.030,09 10.589,60
b) andere Rückstellungen 615.599,71 651.629,80 49.466,00
3. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
b) Kapitalrücklage 1.103.000,00 103.000,00
c) Bilanzgewinn 366.165,63 190.004,86
1.544.165,63 368.004,86
5.181.668,53 1.703.583,47

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
Kredit - und Geldmarktgeschäften 22.410,14 0,00
2. Provisionserträge 346.804,51 325.828,50
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.294.956,75 2.873.260,03
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -1.315.685,36 0,00
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -78.361,07 -1.394.046,43 0,00
b) Andere Verwaltungsaufwendungen -3.919.152,94 -2.999.145,70
-5.313.199,37 -2.999.145,70
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen -39.696,16 -478,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -59.241,71 -62.744,32
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 252.034,16 136.720,51
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -75.873,39 -51.842,30
9. Jahresüberschuss 176.160,77 84.878,21
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 190.004,86 105.126,65
11. Bilanzgewinn 366.165,63 190.004,86

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJARH 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die MIO-Partners (EU) GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister am Amtsgericht München unter HRB 249918 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gem. § 340 Abs. 4a HGB i. V. m. § 2 Abs. 1 WpIG und ergänzend der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) und ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die Gliederung der Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend die Formblätter 1 und 3 der RechKredV verwendet.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt.

Aufgrund einer Umstrukturierung sind die Zahlen des Berichtsjahrs zum Teil nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. So waren die Mitarbeiter bis 30. April 2023 im Rahmen eines Service Agreements mit der McKinsey & Company, Inc. bei dem Institut tätig. Ab dem 1. Mai 2023 stehen die Mitarbeiter in einem Dienstverhältnis mit dem Institut. Dadurch ergaben sich folgende Veränderungen:

2023 2022
TEUR TEUR
Personalaufwand 1.394 0
andere Rückstellungen 616 49

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällige Bankguthaben und werden zum Nennwert bewertet. Der Posten enthält ausschließlich nicht verbriefte Forderungen.

Die Forderungen an Kunden sind unverbrieft. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geschäftsausstattung wird über 3 bis 13 Jahre abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Aktive latente Steuern wurden entsprechend dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Sie entsprechen den zu erwartenden Aufwendungen.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Das Eigenkapital ist vollständig eingezahlt und wird mit dem Nennwert bewertet.

Es liegen geringfügige Abweichungen zwischen der Handels- und Steuerbilanz vor. Es handelt sich hierbei um das Betriebsstättenergebnis Spanien, welches nicht in der Steuerbilanz berücksichtigt wird. Bei diesen Differenzen handelt es sich um permanente Differenzen. Aus diesen permanenten Differenzen entstehen keine latenten Steuern.

III. Angaben zur Bilanz

1. Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus nachfolgendem Anlagenspiegel ersichtlich:

Im Sachanlagevermögen ist die Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 204 (V.TEUR 3,4) enthalten.

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Geringwertige Wirtschatsgüter 0,00 21.287,38 0,00 21.287,38
Sachanlagen 4.782,81 218.980,78 0,00 223.763,59
4.782,81 240.268,16 0,00 245.050,97
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Geringwertige Wirtschatsgüter 0,00 21.287,38 0,00 21.287,38
Sachanlagen 1.356,81 18.408,78 0,00 19.765,59
1.356,81 39.696,16 0,00 41.052,97
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
Geringwertige Wirtschatsgüter 0,00 0,00
Sachanlagen 203.998,00 3.426,00
203.998,00 3.426,00

In den Forderungen an Kunden in Höhe von EUR 1.744.577,13 (V.EUR 848.464,13) sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1.397.772,62 (V.EUR 522.635,63) enthalten. Die Forderungen in Höhe von EUR 1.397.772,62 (V.EUR 522.635,63) bestehen gegenüber der MIO Partners, Inc., United States, New York. Sie resultieren aus dem zwischen der MIO Partners, Inc. und der MIO Group, Inc. abgeschlossenen Vertrag vom 1. Januar 2022 über die zur Verfügungstellung von Dienstleistungen zur Unterstützung von Firmenfunktionen. Die Laufzeit der Forderungen beträgt bis zu 3 Monate.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche aus der Umsatzsteuer in Höhe von EUR 693.242,16 (V.EUR 548.374,54) enthalten.

2. Passiva

In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.985.873,10 (V.EUR 1.275.523,01) sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.891.637,56 (V.EUR 1.249.647,10) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der McKinsey & Company, Inc., Düsseldorf, sowie der McKinsey & Company, S.L., Madrid, Spanien, aus einem Support Service Agreement.

Die Steuerrückstellungen enthalten die Rückstellungen für die zu erwartenden Zahlungen auf die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag (TEUR 6,2), Gewerbesteuer (TEUR 13,1), sowie spanische Körperschaftsteuer (TEUR 16,6).

Die anderen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Aufstellung und Prüfung von Jahresabschlüssen (TEUR 37,5), für ausstehende Rechnungen (TEUR 35,1), für Aufbewahrung (TEUR 1), für Resturlaubstage aus dem Jahr 2023 (TEUR 39,8) und für Bonuszahlungen (TEUR 502,2). Die Rückstellungshöhe entspricht den zu erwartenden Aufwendungen.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 75.000,00 und ist in voller Höhe einbezahlt.

Im Geschäftsjahr erfolgten zur Stärkung des Eigenkapitals Einlagen in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt EUR 1.000.000,00.

Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beläuft sich auf EUR 190.004,86.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei den Provisionserträgen handelt es sich um Honorare aus Vermögensverwaltungsdienstleistungen. Diese wurden in Höhe von EUR 346.804,51 (V.EUR 325.828,50) in Deutschland erwirtschaftet.

Aufgliederung der Provisonserträge nach geographisch bestimmten Märkten:

Bei den Provisionserträgen handelt es sich um Auslandsumsätze:

TEUR
EU 268
EU-Drittland 79
347

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von EUR 5.292.709,99 (V.EUR 2.871.130,63) aus der zur Verfügungstellung von Dienstleistungen zur Unterstützung von Firmenfunktionen enthalten. Hiervon wurden EUR 1.976.456,11 (V.EUR 1.156.338,68) in Spanien erwirtschaftet. Die Aufwendungen der Gesellschaft werden aufgrund der steuerlichen Konzernverrechnungspreisgrundsätze im Rahmen des Cost-plus-Verfahrens von der MIO Partners, Inc. erstattet. Die Erstattung erfolgt aufgrund des zwischen der MIO Group, Inc. und der MIO Partners, Inc. abgeschlossenen Vertrages vom 1. Januar 2022.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 134 (V.TEUR 81), Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.229 (V.TEUR 2.592) aus einem Support Service Agreement mit der McKinsey & Company, Inc., Düsseldorf, sowie mit der McKinsey & Company, S.L., Madrid, Spanien, sowie Personalaufwand in Höhe von TEUR 1.394 (V.TEUR 0) für die ab 1. Mai 2023 bei dem Institut angestellten Mitarbeitern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 47 (V.TEUR 0) Aufwendungen für Personalvermittlung.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten ausschließlich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

V. Sonstige Angaben

Fristengliederung nach § 9 RechKredV:

Die zum 31.12.2023 bestehenden Bilanzpositionen haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 3 Monate mehr als 3 Monate
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 2.448 0 286 0
Forderungen an Kunden 1.745 0 848 0
Sonstige Vermögensgegenstände 757 0 554 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.986 0 1.276 0

Der Nominalwert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den bestehenden Mietverträgen beträgt für den Zeitraum bis 31. März 2024 EUR 32.715,00 (V.EUR 24.238,26), für den Zeitraum bis 31. Juli 2024 EUR 0,00 (V.EUR 74.697,00), für den Zeitraum bis 30. November 2024 EUR 19.371,00 (V.EUR 0,00) für den Zeitraum bis 31. Juli 2028 EUR 580.250,00 (V.EUR 0,00) und aus Lizenzverträgen für den Zeitraum bis 30. September 2025 EUR 262.500,00 (V.EUR 412.500,00).

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

 

Marius Briem, Diplom-Kaufmann, CFA, Hamburg

 

Natascha Catrina Fuchs, B.A., München

Für die Bezüge der Geschäftsführer wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 176.160,77 auf neue Rechnung vorzutragen.

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen EUR 12.000,00 und für andere Bestätigungsleistungen EUR 10.000,00.

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der MIO Group, Inc., New York, USA. Diese wiederum ist ein Tochterunternehmen der McKinsey & Company, Inc., New York, USA.

Der Jahresabschluss der MIO-Partners (EU) GmbH wird in den Konzernabschluss der McKinsey & Company, Inc., New York, USA, einbezogen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtig sind, liegen nicht vor.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 6.

VI. Unterschrift gemäß § 245 HGB

 

München, 22. März 2024

MIO-Partners (EU) GmbH

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

MIO-Partners (EU) GmbH ("MIO" oder "die Gesellschaft") bietet Anlagemöglichkeiten und Anlageberatung ausschließlich für die Pensionspläne von McKinsey & Company (McKinsey) sowie für aktuelle und ehemalige McKinsey-Partner und deren unmittelbare Familienangehörige. Zudem erbringt die Gesellschaft Anlagevermittlung im Sinne des deutschen Rechts (Weiterleitung von Kundenaufträgen) und Finanzportfolioverwaltung gegenüber drei Versicherungsgesellschaften. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und unterhält eine Niederlassung in Madrid.

MIO ist bei der BaFin in Deutschland registriert.

MIO berät die Pensionspläne von McKinsey hinsichtlich des Vermögensportfolios und der Auswahl von Anlageprodukten einschließlich der Produkte, die von der Schwestergesellschaft MIO Partners, Inc. verwaltet werden.

Die Gesellschaft bietet außerdem eine ganzheitliche und objektive Anlageberatung für aktuelle und ehemalige McKinsey-Partner und deren unmittelbare Familienangehörige an, um sie beim Aufbau ihres langfristigen Vermögens zu unterstützen. Beim Aufbau langfristiger diversifizierter Portfolios nutzt MIO sowohl externe Anlageprodukte (meist passive Index-Tracking-Fonds) als auch hauseigene Anlageprodukte mit Schwerpunkt auf dem Bereich der alternativen Anlagen.

Außerdem erbringt MIO im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung Vermögensverwaltungsdienstleistungen für drei Versicherungsanbieter, die in die hauseigenen Produkte der MIO investieren, und leitet Aufträge von Kunden im Rahmen der Anlagevermittlung an Depotbanken weiter.

Die Aufwendungen der MIO werden aufgrund der Konzernverrechnungspreisgrundsätze im Rahmen des Cost-plus-Verfahrens von ihrer Schwestergesellschaft MIO Partners, Inc. erstattet.

Im Rahmen einer geplanten Restrukturierung, bei der in Zukunft alle Mitarbeiter von MIO bei der jeweiligen Gesellschaft beschäftigt sind, wurden die Mitarbeiter, die für die MIO in Deutschland tätig sind, im Mai 2023 durch eine Überleitungsvereinbarung von der Gesellschaft übernommen. Zuvor waren diese bei der deutschen Zweigniederlassung von McKinsey & Company, Inc. beschäftigt.

Die für MIO in Spanien tätigen Mitarbeiter sind weiterhin keine Angestellten von MIO, sondern stehen in einem Arbeitsverhältnis mit der spanischen Zweigniederlassung der McKinsey & Company, Inc. Gehälter und sonstige Vergütungen werden von der spanischen Zweigniederlassung der McKinsey & Company, Inc. gezahlt. MIO zahlt keine Gehälter oder sonstige Vergütungen an die Mitarbeiter in Spanien. Es ist geplant die Mitarbeiter, die für MIO in Spanien tätig sind und bei der spanischen Zweigniederlassung von McKinsey & Company, Inc. beschäftigt sind, in 2024 ebenfalls an die Gesellschaft zu übertragen.

2. Rechtliche Struktur

Sitz der Gesellschaft ist München. Die Gesellschaft ist darüber hinaus mit einer Zweigniederlassung in Madrid (Spanien) vertreten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt von wirtschaftlicher Unsicherheit insbesondere in Deutschland sowie hoher Inflation und damit einhergehend weiteren Zinserhöhungen der Zentralbanken weltweit. Während die Inflation in der Eurozone im Jahr 2022 noch ca. 8.4% betrug, fiel diese auf 5.5% im Jahr 2023. Die Europäische Zentralbank erhöhte zur Bekämpfung der Inflation weiterhin die Zinsen bis auf 4.5% im September 2023 und hält diese seitdem stabil.

Trotz der weiteren Zinserhöhungen und der unsicheren wirtschaftlichen Lage insbesondere in Europa und China, konnten die Kapitalmärkte insgesamt ein positives Jahr 2023 verzeichnen. Viele Marktteilnehmer hatten ursprünglich eine noch schlechtere Entwicklung erwartet und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz erhöhten die Hoffnung auf weitere Produktivitätsgewinne. Die globalen Aktienmärkte verzeichneten eine positive Performance von +18% in Euro (gemessen am MSCI All Country World). Hierbei erwiesen sich erneut die US- Aktienmärkte mit +22% in Euro (gemessen am S&P 500) als Treiber. Europäische Aktien entwickelten sich mit +16% in Euro dabei ebenfalls sehr positiv (gemessen am MSCI Europe dabei positiver). Einzig Aktien aus Schwellenländern schnitten mit einer Performance von +6% in Euro (gemessen am MSCI Emerging Markets) deutlich schlechter ab.

Anleihen Investments hatten ebenfalls eine positive Entwicklung von +5% in Euro (gemessen am Barclays Global Aggregate Bond Index). Inflationgeschützte Anleihen schnitten dabei trotz hoher Inflation allerdings mit +3% etwas schlechter ab (gemessen am Barclays Multi Country Inflation-Linked Bond 5-15 year Index), aufgrund der weiterhin niedrigen vom Markt erwarteten Inflation über die nächsten Jahre. Einzig Rohstoffinvestments hatten mit -8% in Euro (gemessen am S&P GSCI Commodity Index) eine negative Performance.

Die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten bei US und globalen Aktien war zu einem Großteil von einer kleinen Anzahl an Einzeltiteln aus dem Technologiesektor getrieben. Abschließend ist aus unserer Sicht davon auszugehen, dass aufgrund der weiterhin hohen Bewertungslevel bei einigen Vermögenswerten (US-Aktien, Immobilien, etc.), gepaart mit dem Ausblick auf weiterhin hohe Zinsen, zukünftige Realrenditen deutlich niedriger sein könnten als in den letzten 10 Jahren.

Die MIO-Partners (EU) GmbH verzeichnete im Jahr 2023 eine moderat steigende Anzahl an Kunden, die um ca. 6% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Dies drückte sich sowohl in einer gestiegenen Anzahl an Anlageberatungs- als auch Anlagevermittlungskunden aus Hauptdiskussionsthemen in der Anlageberatung waren wie im Vorjahr die unsichere Situation an den Märkten sowie die Auswirkungen der hohen Inflation und der starken Zinsanstiege auf die Kundenportfolien. Die von der Schwestergesellschaft MIO Partners, Inc. verwaltete Hauptinvestmentstrategie Special Situations verzeichnete im Jahr 2023 zwar eine positive Rendite, die jedoch gegenüber anderen Assetklassen und insbesondere Aktien zurückblieb.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Da sämtliche Aufwendungen der Gesellschaft aufgrund einer Vereinbarung mit der Schwestergesellschaft mit einem Mark-up von 5% erstattet werden, hat die Gesellschaft im Berichtszeitraum einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 176 erwirtschaftet.

In den Folgejahren werden sich hierzu keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

a) Ertragslage

Quellen der Ergebnisse TEUR
Ergebnis vor Steuern 252
Jahresüberschuss 176

Die Provisionserträge aus den Lebensversicherungen haben sich aufgrund eines höheren verwalteten Volumens um TEUR 21 auf TEUR 346 (V.TEUR 325) erhöht. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen haben sich aufgrund höherer Gehälter, sowie der Übernahme der Mitarbeiter durch die MIO-Partners (EU) GmbH um TEUR 2.314 auf TEUR 5.313 (V.TEUR 2.999) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich in Folge der Übernahme der Mitarbeiter, Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter und aufgrund des Kost-Plus-Verfahrens um TEUR 2.422 auf TEUR 5.295 erhöht. Die Aufwendungen für die Betriebsstätte in Spanien sind durch höhere Gehälter, sowie die Anmietung, den Umzug und den Ausbau eines eigenen Büros um TEUR 779 auf TEUR 1.882 (V.TEUR 1.103) gestiegen.

b) Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr TEUR 1.401, wobei nach dem Jahresende durch den Einzug von Forderungen weitere Mittel zugeflossen sind. Die Ermittlung erfolgte nach der indirekten Methode:

Cashflow-Berechnung TEUR
Jahresüberschuss 176
Abschreibungen 40
Cashflow 216
Zunahme der Rückstellungen 591
Zunahme der Forderungen an Kunden -896
Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände -203
Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten 1.710
Zunahme der aktiven RAP -17
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.401

c) Vermögenslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva TEUR TEUR TEUR %
Forderungen an Kreditinstitute 2.448 286 2.162 755
Forderungen an Kunden 1.744 848 896 105
Sachanlagen 204 4 200 5.854
Sonstige Vermögensgegenstände 757 554 203 36
Rechnungsabgrenzungsposten 29 11 17 142
Passiva
Sonstige Verbindlichkeiten 2.986 1.275 1.710 134
Rückstellungen 652 60 592 985
Eigenkapital 1.544 368 1.176 319
Bilanzsumme 5.182 1.703 3.478 288

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 200 gestiegen. Im Geschäftsjahr wurden Möbel, Laptops und Einrichtungsgegenstände für die Betriebsstätte in Spanien erworben. Die Höhe der Abschreibungen beträgt TEUR 39,7.

Die Forderungen an Kreditinstitute sind auf TEUR 2.448 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass TEUR 1.000 an Eigenkapital zugeführt wurde sowie durch bereits erhaltene Zahlungen im Rahmen des Cost-Plus-Verfahrens.

Die Forderungen an Kunden sind auf TEUR 1.744 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Aufwendungen im Rahmen des Cost-Plus-Verfahrens erstattet werden.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 592 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Rückstellungen für Bonuszahlungen für das Jahr 2023 zurückzuführen, die erst in 2024 ausgezahlt werden. Diese sind durch die Übernahme der Mitarbeiter von McKinsey & Company, Inc. an die MIO-Partners (EU) GmbH entstanden.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf TEUR 1.544. Der Anstieg des Eigenkapitals ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 1.000 zurückzuführen, die am 21 Dezember 2023 von der Muttergesellschaft MIO Group Inc. entschieden wurde. Die Eigenkapitalquote liegt bei 23,9 %.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr um TEUR 1.710 gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen durch die noch offen Rechnungen von der McKinsey & Company S.L. und der McKinsey & Company Inc. für die Gehälter der Mitarbeiter in entstanden.

Die MIO GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Erwartungen entwickelt.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf den Gesamtkosten im Vergleich zu unserem Budget, da alle Kosten von der obersten Muttergesellschaft erstattet werden und das Unternehmen nur minimale Einnahmen generiert.

III. Zweigniederlassungsbericht

Neben dem Hauptsitz in München unterhält unsere Gesellschaft eine Zweigniederlassung in Madrid (Spanien).

IV. Prognosebericht

Wir planen auch die Mitarbeiter, die für MIO in Spanien tätig sind und bei der spanischen Zweigniederlassung von McKinsey&Company, Inc. beschäftigt sind, an die Gesellschaft zu übertragen. Wir rechnen daher für das Jahr 2024 mit sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 5.722, mit Provisionserträge in Höhe von TEUR 357 und mit anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 5.807.

Die nicht durch die erzielten Provisionserlöse gedeckten Aufwendungen der MIO werden aufgrund der Konzernverrechnungspreisgrundsätze im Rahmen des Cost-plus-Verfahrens von ihrer Schwestergesellschaft MIO Partners, Inc. erstattet.

Aufgrund der bestehenden Vereinbarung mit der Schwestergesellschaft erwarten wir, dass die Erträge in den nächsten drei Jahren konstant bleiben werden. Nach Abzug der Steuern sollte unser Jahresüberschuss konstant bei etwa 200.000 EUR pro Jahr.

Wir planen ebenfalls eine Erweiterung unseres Serviceangebotes an Alumni Partner, welches im ersten Jahr hauptsächlich zusätzliche Kosten und nur bedingte Provisionserlöse erbringen wird, sich aber in den folgenden Jahren kostenneutral darstellen sollte.

Wir erwarten eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von keinen negativen Auswirkungen aufgrund des weiter andauernden Ukrainekrieges auf die Vermögens-, Finanz, und Ertragslage der Gesellschaft aus.

V. Chancen- und Risikobericht

Risiken

MIO-Partners (EU) GmbH (die Gesellschaft) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der MIO Group, Inc. und wurde als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nach deutschem Recht gegründet. Sie ist eine Gesellschaft mit einem Geschäftsmodell, das die Risiken, denen sie ausgesetzt ist, begrenzt. Sie hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Erlaubnis nach § 15 Abs. 1 Wertpapierinstitutsgesetz für die Tätigkeit als Wertpapierinstitut erhalten. Als solches unterliegt sie u. a. dem Rundschreiben 05/2023 der BaFin mit Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) sowie der Verordnung (EU) 2019/2033 über Aufsichtsanforderungen an Wertpapierfirmen (Investment Firm Regulation, IFR)

Die Gesellschaft erbringt ausschließlich Anlagevermittlung im Sinne des deutschen Rechts (z. B. Weiterleitung von Kundenaufträgen), Finanzportfolioverwaltung gegenüber drei Versicherungsgesellschaften und Anlageberatung in Bezug auf eine begrenzte Anzahl von Finanzinstrumenten für gegenwärtige und ehemalige Partner von McKinsey & Company Inc. und deren unmittelbare Familien innerhalb der EU, anderen EWR-Ländern und im Ausland. Diese Dienstleistungen werden diesen Kunden entweder direkt oder indirekt über Beziehungen zu bestimmten Finanzinstituten, wie z. B. Versicherungsgesellschaften, angeboten. Die Tatsache, dass die Gesellschaft kein Kreditgeschäft betreibt, nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten wie Wertpapieren, Rohstoffen, Derivaten etc. handelt und keinen Besitz von oder Eigentum an Kundengeldern oder Wertpapieren erhält, trägt zur Minimierung der Risiken bei.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft unterliegt dem Risiko, dass sie nicht in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber McKinsey, Steuerbehörden, Büroanbietern oder anderen Parteien jederzeit nachzukommen. Die Gesellschaft ist einem begrenzten Liquiditätsrisiko ausgesetzt, da die Finanzierung und die Ausstattung mit finanziellen Mittel aufgrund eines Kostenübernahmevertrages mit der MIO Partners, Inc. erfolgt.

Marktrisiken

Die Gesellschaft betreibt kein Handelsgeschäft und unterliegt keinen wesentlichen Markt- und marktbezogenen Risiken.

Ertragsrisiken

Die MIO erhält derzeit Erträge aus Verträgen mit Versicherungsgesellschaften, ist jedoch nicht auf diese Erträge angewiesen, um langfristig überleben zu können, da sämtliche Aufwendungen durch die MIO Partners, Inc. erstattet werden.

Operationelles Risiko

Die Gesellschaft ist bestimmten operationellen Risiken ausgesetzt. Die Gesellschaft definiert operationelle Risiken als die Gefahr von direkten oder indirekten Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen (einschließlich Rechtsrisiken) eintreten. Zu den operationellen Risiken gehören jedoch nicht die Reputationsrisiken. In diesem Zusammenhang wurden die folgenden Risiken als wesentlich für das Unternehmen identifiziert:

- Risiko von Hackerangriffen und Betrug:

Dieses Risiko kann sich verwirklichen, wenn ein Betrüger versucht, Anlagen bei der Gesellschaft einzulösen, indem er vorgibt, der Anleger zu sein. Um die Wahrscheinlichkeit eines solchen Risikos einzuschränken, hat die Gesellschaft Verfahren eingeführt, die vorschreiben, dass die zurückgezahlten Vermögenswerte auf das gleiche Konto überwiesen werden, von dem die investierten Gelder stammen. Darüber hinaus werden E-Mail-Anweisungen nur von der der Gesellschaft bekannten E-Mail-Adresse akzeptiert.

Zu den risikomindernden Maßnahmen, die gegen das Risiko von Hacking und Betrug ergriffen werden, gehören regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter, damit sie Hacking-Versuche erkennen können, Firewalls von externen Dienstleistern, um unrechtmäßige Zugriffe zu verhindern, sowie spezielle IT-Ressourcen, die Cybersecurity-Angriffe auf das MIO-System abwehren sollen.

- Personelle Risiken:

Aufgrund der Größe des Unternehmens ist die Anzahl der Mitarbeiter begrenzt. Der gleichzeitige Ausfall mehrerer Mitarbeiter könnte dazu führen, dass die Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, ihren Geschäftsbetrieb ordnungsgemäß fortzuführen. Darüber hinaus können die Mitarbeiter einer Kollision ihrer eigenen Interessen mit den Interessen der Gesellschaft oder ihrer Kunden ausgesetzt sein. Dies kann z. B. zu betrügerischem oder sonstigem rechtswidrigen Verhalten (z. B. Insidergeschäfte) führen.

Zu den risikomindernden Maßnahmen, die gegen Personalrisiken ergriffen werden, gehören ein strenger Rekrutierungsprozess mit Due-Diligence- Prüfung der eingestellten Mitarbeiter sowie Compliance-Kontrollen, die im- Compliance-Handbuch beschrieben sind.

- IT-Risiken:

Das Geschäft der Gesellschaft ist in hohem Maße von der ordnungsgemäßen Funktion ihrer IT-Systeme abhängig. Daher kann ein unerwarteter Ausfall dieser Systeme oder ein dauerhafter Datenverlust zu schwerwiegenden Unterbrechungen des regulären Geschäftsbetriebs führen und das Unternehmen umfangreichen rechtlichen Kosten oder Bußgeldern aussetzen.

Zu den risikomindernden Maßnahmen, die gegen IT-Risiken ergriffen wurden, gehören die Beaufsichtigung der IT-Abteilung durch den Leiter der IT- Abteilung und zwei spezielle Mitarbeiter für die EU-Büros mit Sitz in Madrid. Hinzu haben die Mitarbeiter einen 24-Stunden-Zugang zum globalen Helpdesk von McKinsey. Darüber hinaus wird das Risiko eines permanenten Datenverlustes durch die regelmäßige Sicherung der Datenbank gemindert.

- Rechtliche Risiken:

Verstöße gegen aufsichtsrechtliche Vorschriften oder eine geänderte Auslegung oder Anwendung von Gesetzen durch zuständige Behörden oder Gerichte können für das Unternehmen mit erheblichen Rechtskosten oder Bußgeldern verbunden sein. Dies kann insbesondere bei grenzüberschreitenden Geschäften oder bei Geschäften, die über eine Zweigniederlassung in einer anderen Jurisdiktion abgewickelt werden, der Fall sein, da sich insbesondere die regulatorischen Gesetze in den verschiedenen EWR-Ländern unterscheiden und die Regulierungsbehörden oder Gerichte unterschiedliche Auslegungen oder Anwendungen von regulatorischen Gesetzen oder Vorschriften verfolgen können.

Zu den risikomindernden Maßnahmen, die gegen rechtliche Risiken ergriffen werden, gehören die Einstellung von Compliance-Personal und die Inanspruchnahme von externen Beratern.

- Nachhaltigkeitsrisiken:

In Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Rechtsvorschriften haben wir Unternehmensprozesse integriert, um unsere Kunden angemessen über alle relevanten Arten von Risiken (einschließlich gegebenenfalls Nachhaltigkeitsrisiken) im Zusammenhang mit den Anlagen oder Finanzprodukten, zu denen wir sie beraten oder die wir ihnen zur Verfügung stellen, zu informieren und vor ihnen zu warnen. Bislang haben wir jedoch keine spezifische Politik zur Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in unsere Anlageentscheidungen und/oder unsere Anlageberatung eingeführt. Folglich haben wir neben unseren allgemeinen Risikomanagement-Prozessen keine spezifischen Maßnahmen zur Bewertung der wahrscheinlichen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Renditen der von uns beratenen Finanzprodukte eingeführt.

Für diese Zwecke verstehen wir unter "Nachhaltigkeitsrisiko" ein ökologisches, soziales oder Governance-Ereignis oder eine Bedingung, die, wenn sie eintritt, eine tatsächliche oder potenzielle wesentliche negative Auswirkung auf den Wert einer Anlage haben könnte. Der Hauptgrund dafür ist, dass unsere Produktanbieter und/oder Hersteller derzeit keine ausreichenden Informationen über die spezifischen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Rendite ihrer Produkte zur Verfügung stellen, auf deren Grundlage wir eine solche Einschätzung vornehmen könnten. Wir können daher in der Regel nicht ausschließen, dass Nachhaltigkeitsrisiken einen besonderen und/oder erheblichen Einfluss auf die von uns angebotenen oder beratenen Kapitalanlagen oder Finanzprodukte haben können.

Fazit:

Die Gesellschaft unterliegt typischen betrieblichen Risiken, die durch die oben beschriebenen Maßnahmen angemessen gemildert werden.

Chancen

Die Gesellschaft erbringt nur Dienstleistungen für aktuelle und frühere Partner des obersten Mutterunternehmens. Daher besteht die primäre Chance für das Unternehmen darin, neue Kunden zu gewinnen, wenn die oberste Muttergesellschaft neue Partner aufnimmt oder wenn mehr ehemalige Partner die Dienste der MIO beanspruchen, z.B. im Rahmen des Alumni Expansion Projekts.

Bewertung

Insgesamt sind das Ausmaß und das Gefährdungspotenzial der Risiken nach Ansicht des Managements gering.

Nach Ansicht der Geschäftsführung wird sich das Unternehmen auch in den kommenden Geschäftsjahren voraussichtlich positiv entwickeln.

Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

München, den 22. März 2024

MIO-Partners (EU) GmbH MIO-Partners (EU) GmbH

Marius Briem, Geschäftsführer

Natascha Catrina Fuchs, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die

MIO-Partners (EU) GmbH, Ludwigstraße 8, 80539 München

- im Folgenden kurz "MIO GmbH"

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MIO-Partners (EU) GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wie den Lagebericht der MIO-Partners (EU) GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 21.06.2024

Forster & Lang Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Evi Lang, Wirtschaftsprüfer

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