Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 1426
Eingetragen
19.1.1979
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von bestückten Leiterplatten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von elektronischen Bauelementen, Baugruppen und Geräten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Mathias Eser
seit 12.1.2026
Prokura
Joachim Reichart
seit 12.1.2026
Prokura
Marcos Piel
seit 12.1.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
56.68%
Wagner-Beteiligungsgesellschaft bürgerlichen Rechts
43.32%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
1.395.000 €
90.00%
IBR Industriebeteiligungsgesellschaft mbH
Germany
103.850 €
6.70%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RAWE Electronic GmbH

Weiler im Allgäu

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Als Elektronik-Dienstleister ohne eigene Endprodukte beliefert RAWE Electronic GmbH ihre Kunden in den Branchensegmenten Allgemeine Industrieelektronik, Nutzfahrzeuge, Automobilindustrie, Profiküchentechnik und Medizintechnik. Die einzelnen Segmente unterliegen teilweise unterschiedlichen konjunkturellen Zyklen.

Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes verringerte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um -0,3 % (VJ.: +1,8%). Damit befand sich die deutsche Wirtschaft auf Schrumpfkurs.

In 2023 verringerten sich die deutschen Exporte um -1,4% im Vergleich zum Vorjahr. Die Importe sanken im Jahresvergleich um -9,7%.

Die Inflationsrate in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,9 % (nach 6,9 % im Jahr 2022).

Laut einer Mitteilung vom 29.01.2024 des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. (nachfolgend "ZVEI"), erhöhte sich die preisbereinigte Produktion der Elektrobranche, basierend auf den Werten bis einschließlich November, im Jahr 2023, um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr (VJ.: 3,7 %).

Die deutschen Elektroausfuhren erreichten ein Plus von 4,0 % (VJ.: 9 %).

Gemäß Informationen der LBBW Research, in ihrem Bericht Fokusbranche Automobil Dez/2023, erhöhte sich der weltweite Automobilabsatz von 80,6 Mio. Fahrzeuge auf ca. 87 Mio. Fahrzeuge. Die Erholung fand in allen Weltregionen, einschließlich Europa, statt. Damit lag der Wert aber immer noch unter dem Vor-Corona-Niveau aus dem Jahr 2018 mit 95 Mio. Fahrzeugen.

1.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Mit einem Rekordauftragsbestand startete RAWE in das Jahr 2023. Bereits zu Jahresbeginn waren die Aufträge für das gesamte Jahr weitgehend platziert. Die größte Herausforderung lag in der zügigen Erhöhung der Produktionskapazität, um die Kunden termingerecht zu beliefern.

Alle Geschäftsbereiche entwickelten sich positiv und lagen im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz lag mit 68,9 Mio. € über Plan und Vorjahr (VJ.: 67,6 Mio. €).

Der um Zukaufkosten bereinigte Gesamtumsatz lag mit 67,0 Mio. € deutlich, um 16,3%, über dem Vergleichswert des Vorjahres (VJ.: 57,6 Mio.€).

Die um Zukaufkosten bereinigten Umsätze lagen im Geschäftsbereich "Elektronik Systemgeschäft" um 36,0 % über den Vorjahreswerten und im Bereich "HMI" (Human Machine Interfaces) um 16,1 % unter den Vorjahreswerten. Der Bereich "Automotive" verringerte sich um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr.

26,6 % (VJ.: 27,6 %) des Umsatzes wurden im Geschäftsbereich "Automotive" und 73,4 % (VJ.: 72,4 %) im klassischen "Elektronik Systemgeschäft" und im Bereich "HMI" einschließlich sonstiger Umsätze erwirtschaftet.

Die Auftragseingänge entwickelten sich in 2023 mit 60,9 Mio. € deutlich unter dem Vorjahresniveau (VJ.: 89,8 Mio. €). Dies führte zu einer schrittweisen Normalisierung des Auftragsbestandes. Nicht eingerechnet sind zusätzliche Rahmenaufträge.

Der Gesamtauftragsbestand ohne Rahmenaufträge beträgt per 23.02.2024 50,5 Mio. € (VJ.: gesamt 66,50 Mio. € per 23.02.2023).

1.3 Beschaffung

Die Versorgungslage am Markt für elektronische Bauteile verbesserte sich im Jahresverlauf kontinuierlich. Zusätzliche Beschaffungskosten für Notkäufe auf dem Brokermarkt mussten nur noch in einer Größenordnung von ca. 1,9 Mio. € getätigt werden (VJ.: 10 Mio. €). Ab dem 2. Halbjahr 2023 waren keine Zukäufe mehr notwendig. Mit Beendigung der chinesischen Null-Covid Politik stabilisierte sich die gesamte Lieferkette zunehmend. Gleichzeitig verbessert sich die Zuverlässigkeit der RAWE-Lieferanten und nähert sich wieder dem Niveau von vor der Allokationskrise an.

Die Situation bei Lieferzeiten und Preisen für Halbleiter, passiven Bauelementen, Leiterplatten, Rohmaterialien (Kunststoffgranulate, Lacke, Alu etc.) und weiteren Produktionsmaterialien verbesserte sich zum Ende des Jahres.

Parallel entspannten sich auch die Logistikketten. Luftfracht, Seefracht, Straßen- und Schienentransport normalisierten sich im Jahresverlauf mit der Folge allmählich wieder sinkender Transportkosten.

Die Materialeinsatzquote verringerte sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr von 69,9 % auf 67,2 %.

Vor dem Hintergrund eines sich wieder normalisierenden Bauteilemarktes, konnten die Lagerbestände für Rohmaterialien, trotz stark gestiegener Produktionstätigkeit, gesenkt werden.

1.4 Investitionen

Die Investitionsquote (Investitionen inklusive im Wege des Leasings angeschaffter Vermögensgegenstände bezogen auf die Gesamtleistung) betrug im Geschäftsjahr 2023 7,3 % nach 6,1 % in 2022.

Schwerpunkt der Sachinvestitionen waren Investitionen in eine 5. SMD-Bestücklinie zur Kapazitätserhöhung, sowie Investitionen in Zusammenhang mit der Ausstattung des neuen RAWE Werk 3.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 betrugen 1.579 T€ (VJ.: 1.494 T€).

1.5 Finanzierungsmaßnahmen- bzw. Vorhaben

Sämtliche Investitionen wurden über den Cash-Flow, Darlehen sowie Leasing finanziert.

1.6 Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt waren 262 Mitarbeiter bei RAWE beschäftigt (VJ.: 257 Mitarbeiter).

Die Gleitzeitguthaben wurden während des Jahres im Produktionsbereich um 548 Stunden aufgebaut und in der Verwaltung um 523 Stunden abgebaut. Insgesamt erhöhten sich die Gleitzeitguthaben um 25 Stunden. Der Gleitzeitkontenstand im Dezember 2023 lag bei 9.276 Stunden (VJ.: 9.251).

Zur Abdeckung von Produktionsspitzen und Urlaubsphasen sowie zum Ausgleich von Kapazitätsschwankungen wurden im Produktionsbereich Zeitarbeiter und Ferienarbeiter beschäftigt.

Zum 01.06.2023 erfolgte eine allgemeine Lohn- und Gehaltserhöhung in Höhe von 5,2 %. Im Monat November 2023 wurde eine steuer- und sozialversicherungsfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.000,00 € pro Vollzeitmitarbeiter ausbezahlt.

Der Krankenstand betrug kumuliert 3,69 % (VJ.: 4,78 %).

Ansonsten haben sich in den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz in 2023 keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

1.7 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Das schweizerische RAWE Tochterunternehmen TEFAG Elektronik AG erwirtschaftete wieder ein positives Betriebsergebnis (EBIT) und leistet für das Geschäftsjahr 2023 einen positiven Beitrag zum RAWE-Ergebnis in Form einer phasengleich vereinnahmten Ausschüttung von 350 T€ (VJ.: 600 T€).

Das Tochterunternehmen Mair Elektronik GmbH erwirtschaftete im dritten Jahr der RAWE-Zugehörigkeit ein positives Betriebsergebnis (EBIT) und schüttete für das Jahr 2023 einen Betrag in Höhe von 250 T€ aus (VJ.: 350 T€) an RAWE aus.

2 Darstellung der Lage

2.1 Vermögenslage

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
AKTIVA
Anlagevermögen 19.505 47,4 19.157 45,6 348 1,8
Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 21.609 52,6 22.829 54,4 -1.220 -5,3
Summe Aktiva 41.114 100,0 41.986 100,0 -872 -2,1
PASSIVA
Eigenkapital 22.394 54,5 21.053 50,1 1.341 6,4
langfristige Rückstellungen 1.381 3,4 1.401 3,3 -20 -1,4
mittel- und langfristige Verbindlichkeiten 4.437 10,8 5.882 14,0 -1.445 -24,6
kurzfristige Schulden u. sonstige Passiva 12.902 31,3 13.650 32,5 -748 -5,5
Summe Passiva 41.114 100,0 41.986 100,0 -872 -2,1

Der Anstieg des Anlagevermögens lag in erster Linie an den nachträglichen Anschaffungskosten für die Beteiligung an der Mair Elektronik GmbH. Zwei durch RAWE an die Gesellschafter ausgereichte Darlehen wurden planmäßig getilgt.

Der gezielte Abbau des Vorratsvermögens aufgrund von Entspannung in der Lieferkettensituation um ca. 1,0 Mio. € hat im Wesentlichen zu der Verringerung des Umlaufvermögens und sonstiger Aktiva geführt.

Durch das gestiegene Eigenkapital bei gleichzeitig verringerter Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote deutlich verbessert.

Die planmäßige Tilgung der Darlehen hat die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten deutlich reduziert.

Trotz stark gestiegener Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, konnten die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch die Rückführung von Kontokorrentdarlehen aufgrund des Lagerabbaus deutlich reduziert werden.

2.2 Finanzlage

Kapitalflussrechnung

2023
T€
2022 *
T€
Veränderung
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.903 -482 6.385
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.074 -2.645 1.571
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.006 276 -3.282
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -3.428 -5.251 1.823

* Nach Änderung in der Zuordnung

Der Finanzmittelbestand zum 31.12.2023 setzte sich aus liquiden Mitteln i. H. v. 171 T€ (VJ.: 686 T€) abzüglich beanspruchter kurzfristiger Kontokorrentdarlehen i. H. v. 3.599 T€ (VJ.: 5.937 T€) zusammen.

Die freien Kontokorrentlinien lagen bei 5,4 Mio. € (VJ.: 3,6 Mio. €).

RAWE hat ihre finanziellen Verpflichtungen stets fristgerecht unter Ausnutzung von Skonto beglichen.

2.3 Ertragslage

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Gesamtleistung 69.744 100,0 68.339 100,0 1.405 2,1
Materialaufwand 46.889 67,2 47.769 69,9 -880 -1,8
Rohertrag 22.855 32,8 20.570 30,1 2.284 11,1
sonstige betriebliche Erträge 363 0,5 323 0,5 40 12,4
Rohergebnis 23.218 33,3 20.893 30,6 2.324 11,1
Summe betriebliche 20.591 29,5 18.675 27,3 1.916 10,3
Aufwendungen
EBIT 2.627 3,7 2.218 3,2 409 18,4
Finanzergebnis 303 0,4 868 1,3 -565 -65,1
Ergebnis vor Steuern 2.930 4,2 3.086 4,5 -156 -5,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 676 1,0 611 0,9 65 10,6
sonstige Steuern 13 0,0 13 0,0 0 0,0
Jahresüberschuss 2.241 3,2 2.462 3,6 -221 -9,0

Bei einer um 2,1 % gestiegenen Gesamtleistung hat sich das Rohergebnis in 2023 aufgrund einer deutlich verbesserten Materialeinsatzquote überproportional um 11,1 % auf 23.218 T€ (Vj.: 20.893 T€) verbessert. Die Verbesserung der Materialeinsatzquote resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der Zukaufskosten, die eine höhere Materialeinsatzquote haben.

Die Zunahme der betrieblichen Aufwendungen resultiert sowohl aus einem Anstieg des Personalaufwandes um 1.205 T€ im Wesentlichen infolge einer Lohn- und Gehaltserhöhung von 5,2 % und der Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie im November 2023 bei nahezu konstantem Mitarbeiterbestand als auch aus einem Anstieg der allgemeinen Kosten in fast allen Bereichen.

Die Rentabilität vor Steuern bezogen auf die Gesamtleistung lag mit 4,2 % leicht unter Vorjahresniveau (VJ.: 4,5 %).

Die Personalaufwandsquote stieg im Geschäftsjahr 2023 auf 20,7 % (VJ.: 19,4 %). Der Umsatz je Mitarbeiter blieb mit 263 T€ (VJ.: 263 T€) unverändert.

Das Rohergebnis je Mitarbeiter stieg im Geschäftsjahr 2023 auf 89 T€ (VJ.: 81 T€).

Durch eine phasengleich vereinnahmte Ausschüttung des Tochterunternehmens TEFAG AG von 350 T€ (VJ.: 600 T€) sowie einer ordentlichen Ausschüttung des Tochterunternehmens Mair Elektronik GmbH von 250 T€ (VJ.: 350 T€) hat sich das Beteiligungsergebnis von 950 T€ um 350 T€ auf 600 T€ erheblich verschlechtert. Durch die gestiegenen Zinssätze, vor allem im Kontokorrentbereich, verschlechterte sich das Zinsergebnis von - 81 T€ um 216 T€ auf - 297 T€.

Aufgrund der vorgenannten Entwicklung ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.241 T€ (VJ.: 2.462 T€).

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 gut entwickelt. Der operative Umsatz (ohne Zukaufkosten) stieg deutlich an und auch das EBIT konnte deutlich zulegen.

Sowohl der Umsatz, als auch EBIT und der Jahresüberschuss lagen im Bereich der Planung.

3 Hinweise auf Chancen und Risiken bei der künftigen Entwicklung

RAWE ist gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Ertrags- oder Finanzlage haben können, hinzuweisen.

Die RAWE Electronic GmbH hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um das Maß der Risiken noch besser bewerten und im Sinne einer beabsichtigten Minimierung handhaben zu können.

Als EMS-Dienstleister hängt der wirtschaftliche Erfolg stark von funktionierenden Lieferketten und einem intakten und stabilen wirtschaftlichen Umfeld ab.

Folgende geopolitischen Risiken könnten zu einer Verschlechterung der Rahmenbedingungen und zu einer signifikanten negativen Beeinträchtigung der RAWE-Planung in Bezug auf Umsatz und Gewinn führen.

• Russlands Krieg gegen die Ukraine: ein Sieg Russlands könnte Europa zum potenziellen Austragungsort weiterer Kriege machen, mit weitreichenden Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung.

• US-Wahlen: ein Wahlsieg Donald Trumps könnte die handels- und geopolitische Ausrichtung der USA komplett verändern, mit weitreichenden negativen Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft.

• Taiwan-Konflikt: Taiwan ist die Halbleiterschmiede der Welt. USA und die VR China stehen sich hier auch militärisch direkt gegenüber. Eine Eskalation des Konflikts hätte weitreichende, extrem negative Auswirkungen auf die Versorgung der Welt mit Halbleitern. Davon wären in starkem Maße auch alle Elektronik- und EMS Hersteller betroffen.

• Südchinesisches Meer: Chinas Gebietsansprüche könnten zu einer Eskalation des Konflikts mit den Anrainerstaaten, inmitten der wachstumsstärksten Region der Welt, führen.

• Nahostkonflikt: eine weitere Eskalation könnte gravierende Folgen für die Weltwirtschaft mit sich bringen. Insbesondere Spannungen im Roten Meer führen bereits heute zu einer Belastung der Lieferketten.

Der Eintritt einer oder mehrerer dieser Szenarien könnte zu einer weltweiten wirtschaftlichen Abschwächung führen. Dadurch könnte die zukünftige Entwicklung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft negativ beeinflusst werden.

Im Planungsszenario geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die genannten Risiken nicht zu einem signifikanten Einbruch der Gesamtwirtschaft führen.

Der Umsatzanteil des Hauptkunden aus der Automobilindustrie wurde in der Vergangenheit durch Wachstum bei anderen Kunden deutlich gesenkt. Verbunden mit dem enormen Preisdruck in der Automobilindustrie besteht trotz einer verbesserten Gesamtsituation ein geringes Umsatz- und Ertragsrisiko. Wie alle großen Automobil-Zulieferer weltweit, sind auch unsere Hauptkunden von Verwerfungen auf dem Automobilmarkt betroffen. Einen negativen Einfluss auf die Bonität unserer Automobilkunden können wir nicht generell ausschließen.

Zinsänderungsrisiken bei der Unternehmensfinanzierung begegnet die Gesellschaft mit dem ganz überwiegenden Abschluss mittel- und langfristiger Bankdarlehensverträge mit festen Zinskonditionen über die gesamte Laufzeit. Ein bis zum 30.06.2028 laufendes Darlehen wurde mit einem variablen Zinssatz abgeschlossen. Der Zinssatz basiert auf dem 3-Monats-EURIBOR, damit kann die Gesellschaft von steigenden Zinsen betroffen sein (Zinsänderungsrisiko). Zur Absicherung dieses Risikos wurden ein laufzeitäquivalentes Sicherungsgeschäft (Zinscap) zum Zwecke der Zinssicherung in Form eines micro hedges in gleicher Höhe abgeschlossen. Weitergehende Informationen sind diesbezüglich im Anhang angegeben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung und niemals zu spekulativen Zwecken eingesetzt.

Auf der Abnehmerseite unterliegt RAWE keinem wesentlichen Währungsrisiko, da nahezu ausschließlich in Euro fakturiert wird. Lediglich Umsätze mit einem Schwesterunternehmen in den USA werden in US-Dollar fakturiert. Die Materialeinkäufe für diese Aufträge wurden zur Währungsabsicherung ebenfalls in US-Dollar vereinbart. Das Risiko besteht somit nur im Bereich der übrigen Produktionskosten. Das Gesamtvolumen des Projekts liegt in einer Größenordnung von ca. 2 Mio. €. Bei Notwendigkeit wäre mittelfristig eine lokale Produktion am Standort des Schwesterunternehmens realisierbar.

Weiterhin bestehen Risiken von Forderungsausfällen. RAWE verfolgt das Zahlungsverhalten der Kunden mithilfe eines adäquaten Debitorenmanagements und hat darüber hinaus ein wirksames Mahnwesen eingerichtet. Das Risiko hat eine geringe Bedeutung für die Gesellschaft.

Zur Absicherung gegen potenzielle Liquiditätsrisiken wird regelmäßig eine Liquiditätsplanung erstellt, die einen guten Überblick über den zukünftigen Liquiditätsbedarf vermittelt. Der operative Cashflow sowie die vorhandenen Kreditlinien minimieren mögliche Liquiditätsrisiken. Das Risiko hat eine geringe Bedeutung für die Gesellschaft.

Mit einer Produktion auf dem Stand der Technik und einem qualifizierten Mitarbeiterstamm ist RAWE für eine zukünftige Expansion gut vorbereitet. Im Besonderen wurden die Kapazitäten im Bereich Hard- und Software-Entwicklung in den letzten Jahren gezielt aufgebaut, was für die Gesellschaft erhebliche Umsatz- und Ertragschancen für die Zukunft bietet.

Neben dem weiteren Ausbau des HMI-Bereichs sieht RAWE auch im gesamten E 2 MS-Markt erhebliche Chancen auf zukünftiges Wachstum.

Durch die Investitionen in das neue Werk 3 und eine 5. SMD-Bestückanlage wurde die Produktionskapazität für weiteres Wachstum geschaffen.

Neben Vorteilen im Produktionsbereich erwartet RAWE aus dem in 2021 erfolgten Erwerb der Anteile an der Mair Elektronik GmbH wertvolle Synergieeffekte, die vor allem in den Bereichen Einkauf und Vertrieb genutzt werden können.

Alle bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich nur bei einer dramatischen Verschärfung des politischen und/oder wirtschaftlichen Umfelds erkennen.

Sofern der Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht gerade in der Elektronik-Dienstleistungsbranche grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.

4 Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung

Auch im zweiundfünfzigsten Jahr ihres Bestehens kann RAWE auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr als Elektronik-Dienstleister zurückblicken. Die letzten 22 Jahre waren geprägt von ausschließlich positiven Jahresergebnissen. Aufgrund ihrer Unternehmensstrategie, der Unternehmensstruktur, der qualifizierten Mitarbeiter in Verwaltung, Produktion und Entwicklung sowie ihrer technologischen Kompetenz und Ausstattung ist RAWE auf die zukünftige Entwicklung hervorragend vorbereitet.

Der E 2 MS-Markt in Deutschland bietet weiterhin großes Potenzial verbunden mit einem jedoch auch weiterhin hohen Preisdruck.

Angesichts des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfelds mit überdurchschnittlich hoher Inflation, vergleichsweise noch hohen Zinsen und im Vergleich zu anderen Ländern hohen Energiepreisen zeigt sich der ZVEI für 2024 zurückhaltend. ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel: "Die Branche steht vor einer Wachstumsdelle. Auf Jahressicht erwarten wir, dass die reale Produktion um zwei Prozent nachgeben wird." Das Wirtschaftsministerium hat in seiner aktuellen Prognose die Wachstumsaussichten Deutschlands für 2024 von 1,3 % auf 0,2 % zurückgenommen.

Auf Basis der im Dezember 2023 von der Gesellschafterversammlung verabschiedeten Planung für 2024 geht die Geschäftsführung von einer verhaltenen Entwicklung des Gesamtmarktes aus. Zum Beginn des Jahres 2024 befindet sich Deutschland in einer Rezession. Insbesondere die Bauindustrie und damit verbundene Branchen befinden sich in einer Schwächephase. Dies hat direkte Auswirkungen auf wichtige RAWE Kunden. Auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer für die Hotel- und Gastronomiebranche zum Jahresbeginn, belastet verschiedene RAWE Kunden direkt negativ.

Basierend auf einem ordentlichen Auftragsbestand, neuen Kunden und neuen Projekten plant RAWE beim Umsatz im Geschäftsbereich "Elektronik Systemgeschäft" mit einer Entwicklung im Bereich des Vorjahres. Im Bereich "Automotive" rechnen wir mit einem stabilen Verlauf auf dem Niveau des Vorjahres.

Zusammenfassend geht die Geschäftsführung für 2024 von einer guten Unternehmensentwicklung aus. Beim Gesamtumsatz und beim EBIT plant RAWE auf dem Niveau des Vorjahres, bereinigt um eventuelle Zukaufkosten.

Die Planung beruht auf der Annahme, dass sich das konjunkturelle Umfeld im Geschäftsbereich "Elektronik Systemgeschäft", "HMI" und auch "Automotive" gegenüber 2023 nicht wesentlich verschlechtert.

Mögliche Eskalationen an derzeitigen Krisenherden, Taiwan, Ukraine/Russland, Nordkorea oder Naher Osten, wurden in der Planung ebenso wenig berücksichtigt wie weitere dramatische politische und wirtschaftliche Verwerfungen in Europa, USA und weltweit.

Die Prognosefähigkeit des Unternehmens ist vor allem durch die unsichere Entwicklung der zahlreichen geopolitischen Risiken wesentlich beeinträchtigt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich bei einer Verschärfung bzw. Eskalation einer der genannten Krisen deutlich negative Folgen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung und damit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben dürften.

Die Tilgung der Bankverbindlichkeiten wird planmäßig fortgesetzt.

 

Weiler, 23.04.2024

Markus Hertkorn, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 76.522,00 66.247,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.569.690,40 6.363.807,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.533.780,05 2.523.339,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 763.607,83 603.026,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.206,40 240.292,07
9.897.284,68 9.730.466,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.597.354,14 6.910.054,28
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.096.064,20 1.388.348,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 838.146,32 1.061.652,00
9.531.564,66 9.360.054,28
19.505.371,34 19.156.768,34
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.313.000,00 12.559.000,00
2. Unfertige Erzeugnisse 2.187.000,00 1.573.300,00
3. Fertige Erzeugnisse 862.000,00 1.177.000,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 14.274,90
14.362.000,00 15.323.574,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.599.701,89 4.395.087,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.916.578,93 2.051.366,67
3. Sonstige Vermögensgegenstände 454.074,47 294.073,79
6.970.355,29 6.740.528,10
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 170.940,50 685.919,19
21.503.295,79 22.750.022,19
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 105.301,00 78.955,12
41.113.968,13 41.985.745,65

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.550.000,00 1.550.000,00
II. Gewinnrücklagen:
Andere Gewinnrücklagen 6.300,00 6.300,00
III. Gewinnvortrag 18.596.862,01 17.034.511,50
IV. Jahresüberschuss 2.240.639,61 2.462.350,51
22.393.801,62 21.053.162,01
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.381.172,82 1.400.943,61
2. Sonstige Rückstellungen 1.387.190,00 1.298.300,00
2.768.362,82 2.699.243,61
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.777.890,29 13.681.876,55
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.013,76
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.220.061,05 2.644.809,71
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 651.597,65 866.359,13
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.074.001,16 730.946,06
- davon aus Steuern: € 367.945,46 (Vj.: € 445.416,96)
15.723.550,15 17.925.005,21
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 228.253,54 308.334,82
41.113.968,13 41.985.745,65

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2023

01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 68.911.569,94 67.604.068,05
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 298.700,00 209.300,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 532.820,84 526.240,38
69.743.090,78 68.339.608,43
4. Sonstige betriebliche Erträge 362.566,53 322.996,86
- davon aus Währungsumrechnung: € 36.263,38 (Vj.: € 120.242,09)
70.105.657,31 68.662.605,29
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.088.956,18 45.987.014,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.799.747,29 46.888.703,47 1.781.493,61 47.768.507,65
23.216.953,84 20.894.097,64
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 11.997.852,60 11.023.402,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.441.746,57 14.439.599,17 2.210.909,62 13.234.312,33
- davon für Altersversorgung: € 174.102,00 (Vj.: € 121.027,11)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.578.744,19 1.494.323,29
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.572.370,12 3.947.313,31
- davon aus Währungsumrechnung: € 43.961,86 (Vj.: € 92.411,37)
- davon Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB: € 12.596,39 (Vj.: € 12.596,39)
2.626.240,36 2.218.148,71
9. Erträge aus Beteiligungen 600.000,00 950.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 600.000,00 (Vj.: € 950.000,00)
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 89.134,86 17.473,26
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 50.510,30(Vj.: € 9.901,62)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 165.209,33 145.336,57
- davon aus der Abzinsung: € 400,00 (Vj.: € 200,00)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 550.901,71 244.351,32
- davon an verbundene Unternehmen: € 19.307,16 (Vj.: € 8.484,34)
- davon aus der Aufzinsung: € 10.767,00 (Vj.: € 11.314,00)
Finanzergebnis 303.442,48 868.458,51
2.929.682,84 3.086.607,22
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 676.204,45 611.416,55
14. Ergebnis nach Steuern 2.253.478,39 2.475.190,67
15. Sonstige Steuern 12.838,78 12.840,16
16. Jahresüberschuss 2.240.639,61 2.462.350,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der RAWE Electronic GmbH, Weiler im Allgäu, (Amtsgericht Kempten, HRB 1426) ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 4 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt höchstens zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger (gruppeneinheitlicher) Abschreibungen in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen (i. W. 3-14 Jahre).

Die Alt-Gebäude werden zum überwiegenden Teil degressiv abgeschrieben, während bei Neubauten den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend eine lineare Abschreibung über 33,3 Jahre erfolgt. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear in Anlehnung an die steuerlich relevanten AfA-Tabellen abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 800 werden sofort abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 250 werden in voller Höhe als Betriebsausgabe erfasst. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden pro rata temporis abgeschrieben.

Die Herstellungskosten aktivierter Eigenleistungen umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Fertigungsgemeinkosten und werden planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 4 Jahren abgeschrieben.

Im Finanzanlagevermögen werden Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen ausgewiesen, sofern sie dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen, bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten

Sofern zum Abschlussstichtag bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe nach dem gewogenen Durchschnittswert ermittelt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Verwaltungsgemeinkosten sowie Fremdkapitalzinsen aus der Finanzierung der Maschinen und Anlagen. Als Fremdkapitalzinsen werden sämtliche angefallenen Zinsen zur Finanzierung von Maschinen und Anlagen im Rahmen der Ermittlung individueller Maschinenstundensätze berücksichtigt, sofern sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Sofern erforderlich, erfolgen Anpassungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, der bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen beschaffungsmarktorientiert, bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen absatzmarktorientiert ermittelt wird. Geleistete Anzahlungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag in Höhe ihrer Anschaffungskosten angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit notwendig, Einzelwertberichtigungen und wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Zum Bilanzstichtag liegen ausschließlich aktive Steuerlatenzen - die auf Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen entfallen - vor, auf deren Aktivierung verzichtet wurde. Der zugrunde zu legende kombinierte Steuersatz beträgt 27,56 %.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) ermittelt. Dabei erfolgt die Berechnung gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinses von 1,82/1,83 % mit einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der entsprechenden Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben wird.

Dabei kommen die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zur Anwendung. Die Höhe der Rückstellungen orientiert sich am erwarteten Erfüllungsbetrag, so dass zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen eingerechnet wurden. Zum Ausweis kommt nur die Differenz zwischen Pensionsverpflichtung und Deckungsvermögen. Sich aus der Pensionsrückstellung jährlich ergebende Zinseffekte sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital einschließlich der Überschussanteile angesetzt. Rückdeckungsversicherungen werden mit den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Der Ansatz des Deckungsvermögens aus Rückdeckungsversicherungen erfolgt zu (fortgeführten) Anschaffungskosten, die dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert entsprechen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt; wesentliche Auswirkungen auf den Erfüllungsbetrag haben sich hierdurch nicht ergeben. Rückstellungsbeträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen und von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten Marktzinssatz abgezinst.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,14 % der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, so dass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, Kursgewinne aber nicht.

C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen im Geschäftsjahr ist auf der nachfolgenden Seite dargestellt.

Die Gesellschaft besitzt sämtliche Aktien der Schweizer TEFAG Elektronik AG, mit Sitz in CH-8887 Mels. Das Eigenkapital der TEFAG AG beträgt zum 31.12.2023 CHF 2.328.537,93 (€ 2.506.601,00). Für 2023 weist das Unternehmen einen Jahresüberschuss von CHF 478.809,93 (€ 515.425,00) aus.

Die Gesellschaft besitzt sämtliche Anteile an der Mair Elektronik GmbH in Schwaig, Landkreis Erding. Das Eigenkapital der Mair Elektronik GmbH beträgt zum 31.12.2023 € 4.010.132,94. Für 2023 weist das Unternehmen einen Jahresüberschuss von € 861.360,46 aus.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von T€ 1.934 (Vj.: T€ 2.450).

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugang
Umbuchung
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 524.136,32 36.411,82 0,00 0,00 560.548,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.441.965,87 341.248,51 140.000,00 0,00 9.923.214,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.062.347,37 666.243,83 305.323,19 0,00 12.033.914,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.401.648,94 476.695,13 0,00 114.952,93 2.763.391,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 240.292,07 235.237,52 -445.323,19 0,00 30.206,40
23.146.254,25 1.719.424,99 0,00 114.952,93 24.750.726,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.910.054,28 687.299,86 0,00 0,00 7.597.354,14
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.388.348,00 0,00 0,00 292.283,80 1.096.064,20
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.061.652,00 0,00 0,00 223.505,68 838.146,32
9.360.054,28 687.299,86 0,00 515.789,48 9.531.564,66
33.030.444,85 2.443.136,67 0,00 630.742,41 34.842.839,11
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 457.888,57 26.137,57 0,00 484.026,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.078.158,44 275.365,54 0,00 3.353.523,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.539.007,46 961.126,88 0,00 9.500.134,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.798.622,04 316.114,20 114.952,93 1.999.783,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
13.415.787,94 1.552.606,62 114.952,93 14.853.441,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
13.873.676,51 1.578.744,19 114.952,93 15.337.467,77
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Abschreibungen Geschäftsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 76.522,00 66.247,75 26.137,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.569.690,40 6.363.807,43 275.365,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.533.780,05 2.523.339,91 961.126,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 763.607,83 603.026,90 316.114,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.206,40 240.292,07 0,00
9.897.284,68 9.730.466,31 1.552.606,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.597.354,14 6.910.054,28 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.096.064,20 1.388.348,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 838.146,32 1.061.652,00 0,00
9.531.564,66 9.360.054,28 0,00
19.505.371,34 19.156.768,34 1.578.744,19

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Posten beinhaltet in Höhe von T€ 682 (Vj.: T€ 652) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Konzernmutter (Gesellschafterin), in Höhe von T€ 229 (Vj.: T€ 199) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Tochtergesellschaften und in Höhe von T€ 656 (Vj.: T€ 600) gegenüber weiteren verbundenen Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände von T€ 350 (Vj.: T€ 600).

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält Vorsteuererstattungsansprüche von € 34.126,43 (Vj.: € 4.890,51), für die zum Bilanzstichtag noch keine Rechnungen vorlagen.

4. Eigenkapital

Zum 31.12.2023 unterliegt nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von T€ 41 (Vj. T€ 163) einer Ausschüttungssperre.

5. Rückstellungen

Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen und von Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen wurden Gutachten der Allianz Lebensversicherung-AG, der Zurich Service GmbH, der Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung und der compertis Beratungsgesellschaft für betriebliches Vorsorgemanagement mbH zugrunde gelegt. Die Gutachten verwenden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Es wurde bei allen Pensionsverpflichtungen die PUC-Methode und ein Rechnungszins von 1,82/1,83 % verwendet. Die Deckungsvermögen wurden mit den Verpflichtungen saldiert ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag aus der geänderten Rückstellungsbewertung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wird auf 15 Jahre verteilt. Den einzelnen Verpflichtungen liegen folgende Annahmen zugrunde:

Nr. Deckungsverm. Verpflichtung Unterdotierung Art. 67 II EGHGB Gehaltstrend Rententrend
1 1.628.790,88 € 2.501.462,02 € 8.050,98 € 3,60 % 2,0 %
2 269.956,17 € 295.843,00 € 0,00 € 0 % 2,0 %
3 0,00 € 398.359,00 € 2.155,00 € 0 % 0 %
4 88.683,69 € 172.939,54 € 2.390,46 € 0 % 2,0 %
1.987.430,74 € 3.368.603,56 € 12.596,44 €

Die sich aus der Umstellung durch das BilMoG insgesamt ergebende Unterdotierung der Pensionsverpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag T€ 13 und wurde im laufenden Geschäftsjahr mit 1/15 bzw. T€ 13 als Aufwand erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Folgende korrespondierende Aufwendungen und Erträge wurden saldiert:

2023
T€
2022
T€
Erträge aus der Anpassung von Rückdeckungsansprüchen -187 -175
Zinsaufwand aus der Barwertanpassung von Pensionsrückstellungen 47 46
Saldo Finanzergebnis -140 -129

Die sonstigen Rückstellungen betreffen den Personalbereich (T€ 1.083) und sonstige Bereiche (T€ 304).

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.341.134,25 4.436.756,04 0,00 9.777.890,29
(Vorjahr) (7.800.108,03) (5.881.768,52) (389.416,00) (13.681.876,55)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.013,76) (0,00) (0,00) (1.013,76)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.220.061,05 0,00 0,00 4.220.061,05
(Vorjahr) (2.644.809,71) (0,00) 0,00) (2.644.809,71)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 651.597,65 0,00 0,00 651.597,65
(Vorjahr) (866.359,13) (0,00) (0,00) (866.359,13)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.074.001,16 0,00 0,00 1.074.001,16
(Vorjahr) (730.946,06) (0,00) (0,00) (730.946,06)
Gesamt 11.286.794,11 4.436.756,04 0,00 15.723.550,15
(12.043.236,69) (5.881.768,52) (389.416,00) (17.925.005,21)
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Art und Form der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.468.679,77 Grundschulden, Sicherungsübereignungen
(Vorjahr)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -,- Sicherungsabtretung
(Vorjahr)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -,-
(Vorjahr)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -,-
(Vorjahr)
5. Sonstige Verbindlichkeiten -,-
(Vorjahr)
Gesamt

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In diesem Posten ist ein bis zum 30.06.2028 laufendes Darlehen in Höhe von ursprünglich T€ 2.750 mit einem Buchwert von T€ 1.833 zum Bilanzstichtag und einem variablen Zinssatz (Basissatz 3-Monats-Euribor) enthalten, das durch ein laufzeitäquivalentes Sicherungsgeschäft (Zinscap) zum Zwecke der Zinssicherung in Form eines micro hedges in gleicher Höhe abgesichert ist und bei dem eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB gebildet ist.

Etwaige aus dem Grundgeschäft eingetretene Zinsaufwandserhöhungen werden ab einer Zinsobergrenze von 0,2 % mit gegenläufigen Effekten aus dem Sicherungsgeschäft außerbilanziell verrechnet. Zur Abbildung wurde die Einfrierungsmethode gewählt.

Als Methode der Ermittlung der Wirksamkeit gemäß § 285 Nr. 23b) HGB kommt die Critical-Term-Match-Methode zur Anwendung. Damit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt.

Der beizulegende Zeitwert des Zinscaps beträgt T€ 101. Der Bewertung liegen allgemeine anerkannte Bewertungsmethoden (Barwertmethode) zugrunde.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Der Posten beinhaltet i.H.v. T€ 2 (Vj.: T€ 231) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Konzernmutter (Gesellschafterin), in Höhe von T€ 16 (Vj.: T€ 1) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Tochtergesellschaften und i.H.v T€ 33 (Vj.: T€ 34) aus Lieferungen und Leistungen gegenüber weiteren verbundenen Unternehmen, sowie eine sonstige Verbindlichkeit in Form eines Darlehens der Tochtergesellschaft i.H.v. T€ 600 (Vj.: T€ 600).

D. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Geographisch gegliedert: 2023
T€
2022
T€
Inland 54.707 53.314
Europa (ohne Schweiz) 7.430 7.075
Drittländer (m. Schweiz) 6.775 7.215
Gesamt 68.912 67.604
Nach Tätigkeitsbereichen gegliedert:
Elektronik Systemgeschäft 41.690 30.657
Automotive 18.300 18.654
HMI 5.146 6.136
Sonstige 3.776 12.157
Gesamt 68.912 67.604

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen T€ 6.692

2. Geschäftsführer

Herr Markus Hertkorn (Diplom-Ingenieur) ist hauptberuflicher Geschäftsführer der RAWE Electronic GmbH. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt.

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütungen und der Bezüge für ehemalige Organmitglieder wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 262 (Vj. 257) Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 66 (Vj. 69) Angestellte, 121 (Vj. 118) gewerbliche Arbeitnehmer, 72 (Vj. 67) Teilzeitarbeitnehmer und 3 (Vj. 3) Heimarbeiter. Außerdem wurden 6 (Vj. 3) Auszubildende beschäftigt.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für 2023 berechnete Honorar beträgt:

Für Abschlussprüfungsleistungen: T€ 59
Für Steuerberatungsleistungen: T€ 12
Gesamt: T€ 71

5. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Demmel Aktiengesellschaft, Scheidegg im Allgäu, ist Mutterunternehmen der RAWE Electronic GmbH und besitzt eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 55,53 %. Der Konzernabschluss der Demmel Aktiengesellschaft ist bei der das Unternehmensregisterführenden Stelle erhältlich. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Demmel Aktiengesellschaft einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Aufgrund dieser Einbeziehung ist die Gesellschaft von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit.

6. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Jahresüberschuss einen Betrag in Höhe von € 750.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten und € 1.490.639,61 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Weiler, 23.04.2024

Markus Hertkorn

Gewinnverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung vom 03. Juni 2024 hat beschlossen, einen Teil des Jahresüberschusses von € 900.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 07. Mai 2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RAWE Electronic GmbH, Weiler im Allgäu

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der RAWE Electronic GmbH, Weiler im Allgäu - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RAWE Electronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 2. Mai 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Seyfert, Wirtschaftsprüferin

Spitaler, Wirtschaftsprüfer

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