GMF Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sébastien Alain Gourdon seit 23.10.2023 | Geschäftsführer |
Jesús Oscar Taboada Iglesias seit 5.8.2015 | Geschäftsführer |
Francisco José Riberas Mera seit 20.1.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Gestamp Metalbages S.A. | 0.26% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gestamp Umformtechnik GmbHLudwigsfeldeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gestamp Umformtechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gestamp Umformtechnik GmbH, Ludwigsfelde - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gestamp Umformtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 30. November 2022 Ernst
& Young GmbH
Marks, Wirtschaftsprüfer Krone, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Allgemeine Hinweise Die Gestamp Umformtechnik GmbH, Ludwigsfelde, ist ein Tochterunternehmen der GMF Holding GmbH, Bielefeld, ("GMF Holding") einem verbundenen Unternehmen der Gestamp-Gruppe. Zwischen der Gestamp Umformtechnik GmbH und der GMF Holding besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Gestamp Umformtechnik GmbH ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam eingetragen unter HRB 1119P. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden a) Allgemeine Grundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Darüber hinaus werden in die Herstellungskosten auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungs- und Sozialkosten einbezogen. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 30 Jahre, Grundstückseinrichtungen 5-20 Jahre, Betriebsvorrichtungen 10-25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 9-17 Jahre, andere Anlagen 3-25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre. Für Projekt-Investitionen werden die Abschreibungsdauern den Laufzeiten der Kunden-Aufträge angepasst. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Für geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten ab einschließlich EUR 250, aber nicht mehr als EUR 1.000, wird ein Sammelposten gebildet. Der jeweilige Sammelposten, der insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Für bestimmte Werksgeräte und Reserveteile bestehen Festwerte in Höhe von 40 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Reserveteile mit Einzelwerten bis einschließlich EUR 205 werden in den Vorräten ausgewiesen. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Darüber hinaus werden in die Bewertung der Vorräte auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungs- und Sozialkosten einbezogen. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen und den Buchwerten gegenübergestellt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Pensionsverpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Verwendung der"Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wird der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene durchschnittliche Zinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 2,30 % p.a. bzw. der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 1,60 % p.a. verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % p.a. und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % p.a. berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer branchenüblichen Rate berücksichtigt. Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung eines Zinssatzes in Höhe von 0,44 % p.a. ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen ist eine Sicherheitsleistung für Altersteilzeit mit den sonstigen Rückstellungen verrechnet werden. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. b) Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Posten besteht im Wesentlichen aus Cash-Pooling-Forderungen und Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Latente Steuern Der sich insgesamt ergebende Überhang aktiver latenter Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Die latenten Steuern würden aufgrund der bestehenden Organschaft auf Ebene der GMF Holding GmbH bilanziert. Pensionsrückstellungen Die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 4.340 (Vj.: TEUR 4.554) mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Unter den Zinsaufwendungen ausgewiesene Zinsen betreffen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 4.377 (Vj.: TEUR 4.095), davon entfallen TEUR 154 (Vj.:TEUR 101) auf die Wertänderungen des Deckungsvermögens. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Abzinsungssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Abzinsungssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5.268 (Vj.: TEUR 5.109), für den die Ausschüttungssperre nicht greift, da genug Rücklagen vorhanden sind. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen unter anderem aus Rückstellungen für Restrukturierung (TEUR 16.000) sowie für Personal in Höhe von TEUR 5.514 (Vj.: TEUR 6.382). Des weiteren sind in den sonstigen Rückstellungen für drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften für Teile in Höhe von TEUR 479 (Vj.: TEUR 926) sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften für Werkzeuge von TEUR 15.000 (Vj.: TEUR 1.938) ausgewiesen. Die Rückstellungen für Personal beziehen sich im Wesentlichen auf nicht genommenen Urlaub und Altersteilzeit. Für die Saldierung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurden folgende Werte ermittelt:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Forderungsabtretung besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin GMF Holding aus dem Finanzverkehr in Höhe von TEUR 102.640 (Vj.: TEUR 124.084) sowie Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 13.587 (Vj.: Verbindlichkeit aus Gewinnabführung EUR 7.448). Darüber hinaus besteht der Posten wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. c) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Aufwendungen Es bestehen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 333 (Vj.: TEUR 569). Sonstige betriebliche Erträge Es bestehen wie bereits im Vorjahr keine periodenfremden Erträge. d) Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Gestamp Umformtechnik GmbH ist im Zusammenhang mit dem bestehenden Cash- Pooling Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB eingegangen. Gegenstand ist die gesamtschuldnerische Haftung für die Verbindlichkeiten der am Cash-Pooling beteiligten Unternehmen der Gestamp-Gruppe. Des Weiteren hat sich die Gestamp Umformtechnik GmbH neben weiteren verbundenen Unternehmen der Gestamp-Gruppe zur gesamtschuldnerischen Haftung für von der Gestamp Automociön, S.A., Abadiño (Vizcaya), Spanien, abgeschlossene Rahmenkreditverträge in Höhe von 2.449 Mio € verpflichtet. Aufgrund der gegenwärtigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gestamp-Gruppe halten wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung für gering. Außerbilanzielle Geschäfte Sale-and-lease-back-Geschäfte i.V.m. Operating-Leasing Die Gestamp Umformtechnik GmbH hat in den vorherigen Geschäftsjahren Verträge über den Verkauf von technischen Anlagen und Maschinen geschlossen. Die Laufzeiten reichen bis zum 30. Juni 2025. Die bis dahin anfallenden Leasingraten betragen TEUR 5.273 (Vj.: TEUR 6.340), mit denen eine nutzungsorientierte Liquiditätsbelastung über die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände sichergestellt wird. Factoring Die Gestamp Umformtechnik GmbH hat einen Forfaitierungsvertrag mit Re-Factoring zum Zweck der Liquiditätsoptimierung geschlossen. Dadurch ergibt sich der Vorteil des frühen Zahlungsmittelzuflusses und des Transfers des Delkredererisikos auf den Factor. Risiken ergeben sich aus der Verzinsung des Nominalbetrags der verkauften Forderungen inklusive Umsatzsteuer bis zur Zahlung durch den Kunden. Zum Stichtag beträgt die Höhe der forfaitierten Forderungen TEUR 28.946 (Vj.: TEUR 34.204). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 12.107 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Der Zeitraum der Angaben über die finanziellen Verpflichtungen bezieht sich auf die nächsten fünf Jahre. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Gestamp Umformtechnik GmbH
Aufsichtsrat Entgegen der gesetzlichen Vorschriften ist im Geschäftsjahr kein Aufsichtsrat gebildet worden. Im Vorjahr beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats auf TEUR 19. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für den Zeitraum 01.01.2020 bis 31.12.2020 TEUR 286 (Vj.: TEUR 230). Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sowie ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 179 (Vj.: TEUR 179). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sowie ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 3.129 (Vj.: TEUR 4.468). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres und im Vorjahr beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Gestamp Umformtechnik GmbH wird in den Konzernabschluss der Gestamp Automoción, S.A., Abadiño (Vizcaya), Spanien, als größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf der Homepage der Gestamp-Gruppe veröffentlicht. Honorar des Abschlussprüfers Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars unterbleibt gemäß § 285 Nr. 17 HGB. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Ereignisse nach dem Stichtag der Rechnungslegung Die Corona-Krise kann negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage in 2021 haben. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Lagebericht, welche innerhalb des Prognoseberichts und Chancen- und Risikoberichts dargestellt sind. Zudem bringen insbesondere die jüngsten Entwicklungen des russischen Angriffes auf die Ukraine eine hohe Unsicherheit auf die Branchen- und Marktentwicklungen mit sich. Konkrete Prognosen über die Auswirkungen des Krieges können derzeit noch nicht getroffen werden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Ludwigsfelde, den 28. Oktober 2022 Gestamp Umformtechnik GmbH Die Geschäftsführung Francisco José Riberas Mera Sébastien Alain Gourdon Jesús Oscar Taboada Iglesias Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 1.1.2020 bis 31.12.2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion, Herstellung, Bearbeitung und der Vertrieb von Erzeugnissen der Blechumformung einschließlich sonstiger Industrieerzeugnisse aller Art sowie die Durchführung aller Tätigkeiten, die mit einem solchen Betrieb und dessen Erzeugnissen in einem technischen oder wirtschaftlichen Zusammenhang stehen. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist ausgerichtet auf die Belieferung der Automobil- und Automobilzulieferindustrie im In- und Ausland mit Erzeugnissen der Blechumformung für die Karosserie und das Chassis (Fahrgestell und Fahrwerk) von Fahrzeugen. Das Anwendungsspektrum dieser Erzeugnisse umfasst dabei sowohl Personenkraftwagen als auch Lieferwagen und Lastkraftwagen bzw. Traktoren. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gestamp Umformtechnik und der GMH Holding. 2. Forschung und Entwicklung Die technologische Weiterentwicklung der Gestamp Umformtechnik GmbH wird weiterhin konsequent umgesetzt. Dabei wird die Grundlagenforschung und -entwicklung von konzerneigenen Gesellschaften in Bielefeld, Spanien und in weiteren EU-Staaten betrieben. Die Anforderungen der Kunden in Punkto Gewichtseinsparung und Festigkeit sowie die technische Fortentwicklung im Bereich der Elektromobilindustrie konnten erfüllt werden. Die Gestamp Umformtechnik konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Produktion der Serienentwicklung. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Durch den Ausbruch der Coronapandemie kam es im Jahr 2020 zu einer wirtschaftlichen Rezession. In Deutschland kamen im März 2020 weite Teile der deutschen Wirtschaft für mehrere Monate fast zum Erliegen, um die Ausbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen. Im Herbst 2020 schätzten die Gutachter den Erholungsprozess langsamer ein als sie es zunächst im Frühjahr prognostiziert haben. Letztendlich verbuchte Deutschland einen Rückgang seines BIP in 2020 um 4,6%. Auch das Geschäftsjahr 2021 war weiterhin massiv durch die Auswirkungen der Coronapandemie geprägt. So war die konjunkturelle Entwicklung auch in 2021 stark vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen abhängig. Trotz des anhaltenden Pandemiegeschehens sowie zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Jahr 2020, insbesondere im ersten Halbjahr 2021 durch Nachholeffekte leicht erholen. Dennoch liegt die Wirtschaftsleistung weiterhin 2% hinter dem Vorkrisenniveau von 2019 zurück. Insgesamt ist das BIP im Jahr 2021 um 2,9% höher als im Jahr 2020. Verglichen mit dem vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Coronapandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die Lieferengpässe, von welchen laut Auskunft des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) viele Betriebe in der Automobilindustrie, der Elektroindustrie oder im Maschinenbau betroffen waren, bremsten die industrielle Wertschöpfung im Jahr 2021 um mehr als 50 Milliarden Euro aus. Fehlende Mikrochips, Bauteile und Rohstoffe beeinträchtigen die Produktion bis heute. Es ist anzunehmen, dass auch die wirtschaftlichen Entwicklungen in dem Jahr 2022 hiervon noch deutlich betroffen sein werden. Die Auswirkungen der coronabedingten Einschränkungen auf den Arbeitsmarkt wurden in 2021 zu großen Teilen abgebaut, sind aber nach wie vor, vor allem in einer gestiegenen Langzeitarbeitslosigkeit, sichtbar. Der Arbeitsmarkt wurde auch 2021 in erheblichem Umfang durch den Einsatz von Kurzarbeit gestützt. Im Vergleich zum ersten Coronajahr 2020 hat die Inanspruchnahme jedoch deutlich abgenommen. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit schätzt die jahresdurchschnittliche Kurzarbeit 2021 mit rund 1,85 Millionen deutlich geringer als 2020 ein. Auch die Gesellschaft hat das Instrument der Kurzarbeit genutzt, um kurzfristig die Kapazitäten an das geringe Umsatzniveau anzupassen. Während der konjunkturellen Niedrigphase konnte somit der Arbeitsplatzabbau verhindert werden. Es wurde gleichzeitig die notwendige Flexibilität gewahrt, um die akuten Hochläufe im Herbst 2020 zu stemmen. Kurzarbeit stellt für die Unternehmen allerdings keine langfristige Strategie dar. Für die deutschen Unternehmen der Metallbearbeitung und -verarbeitung sind insbesondere die Entwicklungen in der Automobilindustrie maßgeblich. Vor allem Zulieferer mit einem hohen Automotive Anteil, wie die Gestamp Umformtechnik GmbH, sind von den Stückzahlen der produzierten Autos abhängig. Die Produktion der deutschen Automobilhersteller liegt im Gesamtjahr 2021 auf dem Niveau von 1975. Insbesondere Materialengpässe stellten für die Automobilisten enorme Produktionshemmnisse dar. Insbesondere der Halbleitermangel betrifft die deutsche Industrie enorm. Im Dezember 2021 meldeten 92,9% der Unternehmen eine unzureichende Versorgung mit Vorprodukten. Der Tiefpunkt in der Versorgung mit Halbleitern wurde im dritten Quartal erreicht. Seitdem zeigt sich eine leichte Aufwärtstendenz. So bewies sich der Mangel an Vorprodukten für die Pkw-Produktion in Deutschland im Jahr 2021 als schwerwiegender Bremsfaktor. Im Gesamtjahr 2021 verzeichnete die Pkw-Inlandsproduktion mit 3,1 Millionen produzierten Fahrzeugen erneut einen zweistelligen Rückgang (-12%). Das Produktionsniveau von 2019 wurde im Jahr 2021 gar um ein Drittel unterschritten. Die Inlandsproduktion von Elektro-Pkw ist im Jahr 2021 um 44% angestiegen. Die Anzahl der produzierten rein batterieelektrischen Pkw (BEV) stieg sogar um 86% auf 323.000. Damit wurden deutlich mehr rein batterieelektrische Pkw produziert als Plug-In Hybride. Die Produktion dieser Fahrzeuge stieg um 16% auf 296.000. Insgesamt verschiebt sich der Aufholprozess laut VDA in das Jahr 2022. Hier wird ein Zuwachs der Pkw-Produktion deutscher OEMs im In- und Ausland von +7% prognostiziert. Laut VDA konnte der Pkw-Weltmarkt in 2021 ein Wachstum von +4% erzielen. Stieg der Pkw-Absatz in der Volksrepublik China im vergangenen Jahr leicht über das Vor-Corona-Niveau an (+7%), so muss Europa mit 11,8 Millionen Fahrzeugen einen Rückgang von 2% verzeichnen. In Deutschland liegen die Neuzulassungen im Gesamtjahr 2021 wegen der angespannten Versorgungslage im zweiten Halbjahr deutlich unter Vorjahresniveau. Zusammenfassend spiegeln sich die vorgenannten Entwicklungen in den Umsatzverläufen der Unternehmen wider. Ist der Umsatz der Automobilzulieferer in den Jahren von 2013 bis 2019 noch kontinuierlich gewachsen, so werden nicht nur für das Jahr 2020, sondern auch für 2021 und wahrscheinlich 2022, Umsatzrückgänge als Folge der Coronapandemie, sowie der Eskalation des Ukrainekonflikts zu einem Krieg für die Au- tomotive-lndustrie und die damit zusammenhängenden Zulieferer prognostiziert. Hoffnungen macht der Automobilindustrie und ihren Zulieferern der Wandel der Mobilität. Doch laut ifo München sei es zu früh, um von einer Kehrtwende zu sprechen. So sorgt die sich weiterhin rasant ausbreitende Omikron-Variante für stark steigende Infektionszahlen zum Jahresbeginn 2022. Weltweite Unterschiede bezüglich der Immunisierung und verschiedene politische Antworten auf das dynamische Infektionsgeschehen bringen daher abermalige Störungen der internationalen Lieferketten mit sich. Zudem ist eine Entlastung an den Energiemärkten für die deutsche Industrie nicht in Sicht. Im Gegenteil, die sich zuletzt verschärfenden Spannungen um die Ukraine nehmen weiter zu. So wird Russlands Bedeutung als wichtigster Energielieferant Deutschlands nicht zuletzt für die deutsche Industrie zunehmend zu einem Problem werden. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen des russischen Angriffes auf die Ukraine bringen eine hohe Unsicherheit auf die Branchen- und Marktentwicklungen mit sich. Konkrete Prognosen über die Auswirkungen des Krieges können derzeit noch nicht getroffen werden. 2. Geschäftsverlauf 2020 Das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 startete planmäßig bis zum Eintritt der Covid-19-Pandemie im März / April 2020. Infolge der Auswirkungen fielen die Umsätze auf ein Rekordtief. Analog zu den anderen Marktbegleitern in der Branche stiegen die Umsätze über den Sommer moderat und zum Ende des Quartals III stark an. Schlussendlich konnte das Jahr 2020 mit einem Umsatzrückgang für Teile von 24,0% gegenüber dem ursprünglichen Plan des Jahres 2020 abgeschlossen werden. Gleichzeitig wurde zur Steigerung der Ertragskraft des Unternehmens entschieden Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen. Deshalb wurde eine Rückstellung für Sozialplanverpflichtungen in Höhe von 16 Mio. € gebildet. Das Ergebnis vor Steuern konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht gehalten werden aufgrund der reduzierten Umsatzerlöse sowie der Bildung der Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen. 3. Lage des Unternehmens a) Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 69 Mio. € vermindert. Maßgeblich ist dies auf die Reduzierung der Umsatzerlöse für Serienteile zurückzuführen.
Die Materialaufwendungen für Rohstoffe sind im Verhältnis zu den Umsatzerlösen unverändert gegenüber Vorjahr. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind die Aufwendungen der angearbeiteten Werkzeuge für Neuprojekte enthalten. Die Personalaufwendungen absolut gesehen sind auf Vorjahresniveau. Um die Kapazitäten den reduzierten Umsätzen anzupassen, wurde das Instrument der Kurzarbeit konsequent genutzt. Hierdurch konnte ein größerer Abbau von Arbeitsplätzen verhindert werden. Die Bildung der Rückstellung für Sozialplanverpflichtungen ist gegenläufig zu den positiven Effekten der Kurzarbeit in den Personalaufwendungen. Die Abschreibungen sind auf Vorjahresniveau, durch die Pandemie hat sich die Durchführung der geplanten Investitionen zeitlich verzögert und damit auch die Fertigstellung der Anlagen. Das Ergebnis vor Steuern der Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 -13,2 Mio. € (Vorjahr +7,9 Mio. €) betragen. Der Rückgang des Ergebnisses ist auf die geringeren Umsatzerlöse, verursacht durch die Coronapandemie des Jahres 2020 zurückzuführen und durch die gleichzeitige Bildung der Sozialplanrückstellung in Höhe von 16 Mio. €. b) Finanzlage Ein wesentliches Ziel des Finanzmanagements der Gestamp Umformtechnik GmbH besteht neben der Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebes weiterhin in der Liquiditätssteuerung. Zum 31. Dezember 2020 bestehen Finanzguthaben bei den Cash-Pooling-Systemen des Konzerns in Höhe von netto 53,5 Mio. €. Die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2020 22,4 Mio. €, so dass die Nettofinanzverschuldung (Cash-Pooling-Forderungen 156,1 Mio. € + flüssige Mittel - kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - Cash-Pool-Verbindlichkeiten 102,6 Mio. €) +31,7 Mio. € beträgt. Die Verbesserung gegenüber Vorjahr ist insbesondere auf operative Maßnahmen bezüglich des Cash Outs zurückzuführen. Es besteht ein Rahmenvertrag über revolvierende regresslose Forderungsankäufe (Factoring) mit der BNP Paribas Factor GmbH, Düsseldorf, dessen Inanspruchnahme zu einer Optimierung von Kennzahlen im Bereich des Debitorenmanagements, wie z. B. Umschlaghäufigkeit der Debitoren oder Debitorenlaufzeiten, führen soll. Zum 31. Dezember 2020 waren Forderungen in Höhe von 28,9 Mio. € an die BNP Paribas abgetreten (Vorjahr 34,2 Mio. €). c) Vermögenslage
Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber 2019 in Folge von Neuinvestitionen für die Elektromobilindustrie (15,7 Mio. €) Hierbei wurden die planmäßigen Abschreibungen bereits berücksichtigt. Die Anlagenzugänge betrafen hauptsächlich die Anlagen im Bau, die sich noch in der Fertigstellung befinden. Die kurzfristigen Forderungen zeigen einen Anstieg von 13 Mio. €, dies ist insbesondere auf Forderungen von verbundenen Unternehmen zurückzuführen.
Das Eigenkapital der Gestamp Umformtechnik GmbH ist gegenüber den Vorjahren unverändert durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft. Angestiegen ist der Betrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, wofür der gesunkene durchschnittliche für die Abzinsung zum Ansatz kommende Marktzinssatz ursächlich ist. Die sonstigen Rückstellungen sind durch die Bildung der Rückstellung für Sozialplanverpflichtung und auf die noch nicht erfolgten Endabrechnungen für Werkzeuge erheblich angestiegen. 4. Personal- und Sozialbericht Belegschaftsentwicklung Die Belegschaft der Gesellschaft hat zum Stichtag 31. Dezember 2020, bezogen auf den 31. Dezember 2019, leicht um 4,3% auf rund 1.600 Mitarbeiter abgenommen. Auszubildende wurden zunächst in ein befristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Die aktuelle wirtschaftliche Lage lässt eine unbefristete Übernahme leider nicht zu. Für das Jahr 2021 sind aus diesem Grund auch keine weiteren Einstellungen geplant. Darüber hinaus musste im März 2020 Kurzarbeit angemeldet werden. Am 31. Dezember 2020 wurden 70 schwerbehinderte Menschen beschäftigt. Darüber hinaus nimmt die Gestamp Umformtechnik GmbH durch die regelmäßige Vergabe von Aufträgen an Lebenshilfe Werkstätten gesellschaftliche Verantwortung wahr. Arbeitsschutz Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sind Grundlage jeglichen unternehmerischen Handelns. Diese Einstellung wird nicht zuletzt im Arbeitsschutzlenkungskreis durch die Geschäftsführung, die Werks- und Personalleitung sowie den Betriebsrat dokumentiert. Im Jahr 2020 nahm die Anzahl der Unfälle gegenüber 2019 deutlich ab. Es wurden in Summe 531 Ausfalltage verzeichnet. Ideenmanagement Die fortlaufende Verbesserung von Produktion und Arbeitsabläufen ist eine wesentliche Säule des Erfolgs. Das Unternehmen gewinnt an Effizienz und die Mitarbeiter/innen verstärken ihre Motivation durch Umsetzung und Prämierung ihrer Verbesserungsvorschläge. Altersvorsorge Seit mehreren Jahren ist die betriebliche Altersvorsorge bei der Gestamp Umformtechnik GmbH ein zentraler Bestandteil der Vergütungspolitik. Sie ist eine Kombination aus arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierter Altersversorgung. Im regelmäßigen Jahresabstand erhalten die Mitarbeiter/innen einen "Kontoauszug", der alle Informationen über den Wert ihrer betrieblichen Altersversorgung enthält. Altersteilzeit Um unseren Mitarbeitern einen gleitenden Übergang in den Ruhestand zu ermöglichen, wurde im Oktober 2000 die Altersteilzeit als Blockmodell - gemäß den tarifvertraglichen und konzernseitigen Regelungen - eingeführt. Dieses Modell sieht im ersten Block die Arbeitsphase vor, darauf die sogenannte Freistellungsphase. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 befanden sich 28 Mitarbeiter in Altersteilzeit, davon 18 in der Freistellungsphase. Ausbildung/Personalentwicklung Zum 1. September 2020 wurden 13 Ausbildungsverhältnisse für die Ausbildungsberufe Industriekaufmann/-frau, Industriemechaniker, Mechatroniker, Werkzeugmechaniker, Elektroniker und Maschinen- und Anlagenführer geschlossen. Insgesamt befinden sich zum 31. Dezember 2020 damit 84 Jugendliche in der Ausbildung bei der Gesellschaft. Ferner konnte die Zusammenarbeit mit unseren zur Zeit 18 Kooperationspartnern (in Summe zum 31. Dezember 2020:12 Kooperationsauszubildende) weitergeführt werden. Im Jahr 2021 ist mit der Fortsetzung der Ausbildungskooperation zu rechnen. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Covid-19 Pandemie werden deutlich weniger Jugendliche ausgebildet. Diese Entwicklung wird auch im Bereich der Ausbildungskooperation zu spüren sein. Umweltschutz Die Gestamp Umformtechnik GmbH verpflichtet sich nach dem Vorsorgeprinzip im Rahmen ihrer Umweltverantwortung zu umweltbewusstem Handeln. Die Ausrichtung der Betriebsabläufe und Produktionsverfahren erfolgt auf Basis eines produktionsintegrierten Umweltschutzes. Die Entstehung von unnötigem Abfall soll während des Produktionsverfahrens weitestgehend vermieden werden. Unvermeidbare Abfallstoffe werden in den Prozess zurückgeführt bzw. so fachgerecht und umweltschonend wie möglich entsorgt. Die angewandten Produktionsverfahren unterliegen einer ständigen Optimierung, um sie noch umweltverträglicher zu gestalten. III. PrognoseberichtBerechnungen des Forschungsinstituts IfW zufolge wird die Corona-Krise in den Jahren 2020 bis 2022 zu einem Verlust an Wirtschaftsleistung in Höhe von schätzungsweise 320 Milliarden Euro führen. Der IMF erwartet, dass sich das globale Wachstum von 5,9% im Jahr 2021 auf 4,4% im Jahr 2022 abschwächt. Lieferkettenprobleme sowie Materialengpässe werden die Jahre 2021 und 2022 noch deutlich prägen. Für das Jahr 2022 muss nicht zuletzt aufgrund des Ukraine-Krieges von sich zuspitzenden Entwicklungen gesprochen werden. Die konkreten Folgen des Russland-Angriffes auf die Ukraine können für die Automobilindustrie noch nicht genau beziffert werden, allerdings ist mit erheblichen direkten und indirekten Folgen zu rechnen. So ist davon auszugehen, dass die Kosten für die Automobilproduktion und die Autonutzung in den nächsten Jahren nicht zuletzt aufgrund der Verteuerung der Energie- und Mineralölpreise enorm steigen werden. Es wird zu erheblichen Produktionsstörungen, -Unterbrechungen und -stopps in den Produktionswerken in den beiden Ländern (Renault, VW) kommen. Zudem wird ein Stopp der Teilebelieferung aus dem Ausland zu weiteren Störungen in den Lieferketten führen. Russland wird lange Zeit als wichtiger Absatzmarkt und Produktionsstandort für die Automobilindustrie ausfallen. Die Automobilindustrie wird für viele Jahre keine relevanten Investitionen in Russland tätigen und das Anlagevermögen von Automobilherstellern und Zulieferern wird somit in Russland erheblich an Wert verlieren. Neben diesen Auswirkungen besteht zudem eine erhebliche Unsicherheit über die Sicherstellung der Energieversorgung (Gasverknappung), insbesondere des politisch gewollten Ausstieges der Atomkraft und Kohleverstromung. Dies wird nicht zuletzt zu einer massiven Verteuerung der Energie- und Mineralölpreise führen. Russland und die Ukraine spielen umgekehrt zwar als Zuliefer-Standort der globalen Automobilindustrie nur eine untergeordnete Rolle, jedoch können vorgelagerter Produktionsstufen von Zulieferern negativ betroffen sein, was in der Folge zu Engpässen in der Teileversorgung der europäischen Werke führen kann. Zudem ist neben diesen jüngsten dramatischen Entwicklungen die Corona-Pandemie in den weiteren Prognosen für 2022 ff. zu berücksichtigen. Der BDI mahnt zur Vorsicht. Eine Erholung der Wirtschaft werde sich bis zum Sommer hinauszögern, dies sei aber ein eher optimistisches Szenario. Denn: Sollte die Omikron- Variante des Coronavirus ein Land wie China oder andere für Deutschland wichtige Märkte wie die USA de facto lahmlegen, hätte das verheerende Folgen für die deutsche Wirtschaft, so der Präsident des BDI. Ökonomen gehen zudem davon aus, dass Unternehmen ab dem Frühjahr wieder mehr investieren werden, wenn es weniger Unsicherheit bezüglich des weiteren Verlaufs der Pandemie gibt. 2022 trauen Volkswirte der deutschen Wirtschaft ein vergleichsweise kräftiges Wachstum zwischen 3,5% und gut 4,0% zu. Das Auftreten neuer COVID-19-Varianten könnte die Pandemie verlängern und zu erneuten wirtschaftlichen Störungen führen. Darüber hinaus bedeuten Unterbrechungen der Versorgungskette, die Volatilität der Energiepreise und der lokale Lohndruck, dass die Unsicherheit in Bezug auf die Inflation und die politischen Pfade groß ist. In den aktuell hohen Auftragseingängen und -beständen zeigt sich eine deutlich stärkere Nachfrage. Letztere sind so hoch wie seit dem Jahr 1992 nicht mehr. Allerdings wird das Marktvolumen weiterhin durch die Angebotsseite begrenzt. Die Versorgungslage mit Material in der Industrie bleibt weiter angespannt. Es wird nicht erwartet, dass sich dies kurzfristig auflöst. Die Unternehmen, gerade in der Zulieferindustrie und im Mittelstand, stehen daher unter großem Druck. Angesichts dieser Gemengelage sind die VDA-Markteinschätzungen konservativ: Für das Jahr 2022 wird für den Pkw-Weltmarkt mit +4% ein ähnliches Wachstum wie im Jahr 2021 erwartet. Damit würde im Jahr 2022 der Höchststand des Pkw-Weltmarktes aus dem Jahr 2017 noch um knapp 14% unterschritten. Die Märkte in den Vereinigten Staaten und China dürften um 2% zulegen, Europa ist aktuell noch deutlich weiter vom Vorkrisenniveau entfernt und dürfte unter anderem bedingt durch Nachholeffekte um 5% zulegen. Der VDA erwartet für 2022 ein Wachstum des deutschen Marktes von 7% auf 2,8 Mio. Pkw. Der Pkw-Inlandsmarkt wird damit im Jahr 2022 weiterhin deutlich unter den rund 3,5 Mio. Neuzulassungen der Jahre 2017 bis 2019 liegen. Mit einem Elektroanteil von 26% im Gesamtjahr 2021 war jeder vierte neu zugelassene Pkw in Deutschland mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Für das Jahr 2022 wird eine Inlandsproduktion von 3,5 Mio. Einheiten erwartet. Dies ist ein Plus von 13%, entspricht jedoch nur dem Produktionsniveau des Jahres 2020. Die Auslandsproduktion dürfte in diesem Jahr um 5% auf 9,9 Mio. Einheiten zulegen. Auch bei den Nutzfahrzeugen ist die Nachfrage sehr kräftig. Hier trifft sie jedoch ebenfalls auf ein durch Engpässe eingeschränktes Angebot. Es wird erwartet, dass in Europa in diesem Jahr 8% mehr schwere Nutzfahrzeuge zugelassen werden, in den Vereinigten Staaten dürften es 5% sein. In China wird nach dem immensen Wachstum bis zum Jahr 2020 eine weitere Korrektur prognostiziert. Obgleich die konkreten Folgen des Russland-Angriffes auf die Ukraine auf die Automobilindustrie noch nicht genau beziffert werden können, ist mit erheblichen direkten und indirekten Folgen zu rechnen. Weiterhin werden durch den Krieg die ohnehin durch die Coronapandemie angespannten Lieferketten weiter strapaziert. Welche konkreten Auswirkungen die Engpässe auf der Vormaterialseite und auch auf der Teilelieferung auf die kommenden Monate haben werden, gilt es abzuwarten. Die Prognosen der Umsatzerwartungen für dieses und das folgende Jahr sind somit abhängig von den weiteren Entwicklungen des Ukraine-Krieges sowie dem weiteren Pandemiegeschehen. Im Geschäftsjahr 2021 wird ein positives Jahresergebnis von 3,5 Mio. € erwartet, bei einer Steigerung der Umsatzerlöse von 22% auf 448,2 Mio. €. Diese Entwicklung liegt im Wesentlichen in einer erwarteten Erholung des Marktes durch die negativen Auswirkungen der Coronapandemie im Geschäftsjahr 2020 begründet. IV. Chancen- und RisikoberichtDie Gesellschaft verfügt über ein integriertes Risikomanagement-System. Anhand von festgelegten Schwellenwerten und identifizierten möglichen Risikopotenzialen erfolgt eine kontinuierliche Risikoverfolgung und -bewertung. Für sich abzeichnende Risiken werden gegensteuernde Maßnahmen und entsprechende Verantwortlichkeiten festgelegt. Eine Reporting Struktur zwischen Werksleitung und Geschäftsführung ist eingerichtet und durch regelmäßige Management- und Produktionsmeetings werden die Risiken auch in den Führungsstrukturen kommuniziert. Die Ergebnisbeiträge der Umformtechnik haben sich positiv entwickelt, so dass wir für die kurzfristig kündbaren Cash-Pooling-Verträge kein Risiko mehr sehen. Das Risikomanagement bei der Gesellschaft bezieht sich vor allem auf die Steuerung konkreter Risiken wie:
Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin in einer angespannten Situation. Insbesondere strapazierte Lieferketten, Materialengpässe, steigende Material- und Energiepreise, Anstrengungen zur Erreichung der geforderten Klimaschutzziele sowie die jüngsten Entwicklungen des russischen Angriffes auf die Ukraine beeinflussen die Weltwirtschaft massiv. Zudem belastet die Pandemie die wirtschaftliche Aktivität zuletzt vor allem dort, wo die Impffortschritte noch nicht ausreichend sind. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist nach wie vor von den vorgenannten Entwicklungen gekennzeichnet. Während in der ersten Jahreshälfte 2021 aufgrund von Nachholeffekten teilweise deutliche Zuwächse realisiert werden konnten, zeichnet sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlich negatives Bild ab. Der weltweite Mangel an Halbleitern strapaziert die weltweiten Lieferketten, insbesondere in der Automobilindustrie. Er dürfte noch längere Zeit bedeutsam bleiben, da die Hersteller von Computerchips ihre Produktion nur langsam an die höhere Nachfrage anpassen können. Daneben macht die Knappheit bei weiteren Vorprodukten und Rohstoffen sowie steigende Preise für Vormaterial, Energie und Logistik der Industrie zu schaffen. Andere Engpässe, etwa bei Baumaterialien oder Chemiegrundstoffen, könnten sich rascher auflösen, sobald die Logistiksysteme wieder reibungslos funktionieren. Zusammen mit einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage haben die Engpässe dazu beigetragen, dass sich die Inflation in den vergangenen Monaten des Jahres 2022 stark erhöhte. Mitarbeiter / Fachkräfte Beschleunigte Digitalisierung, noch mehr Zeit mit Remote-Work und im Homeoffice - die Coronapandemie hat sich auch 2021 wieder stark auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. So kamen auch im Jahr 2021 eine Vielzahl der Beschäftigten in Deutschland ihrer Arbeit im Home-Office nach. Bereits zu Beginn des Jahres beschloss die Bund-Länder-Konferenz eine "Home-Office-Pflicht", welche nach Unterbrechung in der Jahresmitte seit November 2021 erneut gilt. Diese legt fest, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Homeoffice anzubieten, soweit keine betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Zum Ende des ersten Quartals 2022 soll diese enden. Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), forderte von der Regierung klare Regeln für das "Homeoffice der Zukunft". Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), sieht die Lösung jedoch nicht in einer starren gesetzlichen Regelung, sondern vielmehr in einer flexiblen und hybriden Gestaltung der Arbeitszeiten - New Work. Ob Work-Life-Balance, Co-Working-Spaces, agiles Projektmanagement, Transparenz, Feedback-Kultur oder flache Hierarchien: Die lange diskutierte Vision einer Arbeitswelt, die von Flexibilität, Freiraum und Selbstverwirklichung geprägt ist, nimmt, beschleunigt durch die Pandemie, langsam Gestalt an. Auf diese neuen (geforderten) flexiblen Arbeitsplatzbedingungen gilt es sich als Arbeitgeber der Zukunft gezielt vorzubereiten. Die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen müssen rasch angegangen werden. Kritische Kunden und Lieferanten Aufgrund dessen, dass die Covid-19-Pandemie zahlreiche Unternehmen in eine schwere wirtschaftliche Krise gestürzt hat, sind (auch nach Ablauf der Insolvenzanmeldepflicht) Ausfälle in den Lieferketten wahrscheinlicher. Verstärkt wird dies durch die Kreditversicherer, die in 2020 Limite von bonitätsschwachen Unternehmen als Reaktion auf das wahrscheinlich drohende Auslaufen des Corona-Schutzschirmes aufgekündigt haben. So hat der Warenkreditversicherer Euler Hermes in der Corona-Krise den Versicherungsschutz für zahlreiche Unternehmen "mit schwachen Bonitäten" bis zum Jahresende befristet. Das hat massive Folgen: Unternehmen, denen die Limite gekürzt werden, erhalten oftmals keine Lieferungen mehr, weil die Lieferanten Zahlungsausfälle fürchten. Auch wenn der Schutzschirm für 2021 verlängert wurde, ist nicht davon auszugehen, dass die Limits wieder hochgesetzt werden. Auch die Factoring-Branche ist hierdurch alarmiert: Factoring-Institute verlangen als Basis für den Ankauf der Forderungen ein Warenkreditversicherungslimit. Wenn der Versicherungsschutz wegbricht, dann ist auch Factoring als Mittel zur Liquiditätsbeschaffung bedroht. Die wirtschaftlichen Belastungen der Pandemie werden nicht von allen Unternehmen in Gänze getragen werden können. Die Wahrscheinlichkeit für Insolvenzen steigt somit in Anbetracht der kontinuierlichen Dynamik weiter an. Vor diesem Hintergrund sind zum einen deutlich erhöhte Budgets für Forderungsausfälle als in den Jahren zuvor eingeplant und zum anderen wird das eigene Forderungsmanagement und die Einhaltung der Zahlungsvereinbarungen stark überwacht. Kostenentwicklung Die Energiepreise steigen seit einiger Zeit erheblich an. Ursächlich für diesen Anstieg sind neben den steigenden Kosten für CO 2 sicher auch Spekulationseffekte aufgrund der nachhaltigen Ausrichtung unserer Energie- und Klimapolitik. Nicht zuletzt durch den russischen Angriff auf die Ukraine ist mit deutlichen Preissprüngen in der nächsten Zeit zu rechnen. Die steigenden Gaspreise, welche jüngst auf Rekordhöhe anstiegen (65%) zeigen, dass eine massive Verteuerung der Energie- und Mineralölpreise erwartet werden muss. Die heimischen Unternehmen sind durch den (drohenden) eingeschränkten Handel mit Russland somit direkt betroffen. Rund 55% des in Deutschland benötigten Erdgases kommt aus Russland und gut 40% des verwendeten Erdöls. Insgesamt besteht vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen eine erhebliche Unsicherheit über die Sicherstellung der Energieversorgung, auch vor dem Hintergrund der entschiedenen Energiepolitik. Ein Umdenken in der aktuellen Energiepolitik scheint ratsam, um Versorgungsengpässe und somit Produktionsunterbrechungen zu vermeiden. Die Gestamp Umformtechnik GmbH hat diese Entwicklungen in den Planrechnungen berücksichtigt. Kontinuierliche Kostenstrukturanalysen werden parallel durchgeführt. Liquiditätssicherung Die Erfahrungen aus April 2020 haben gezeigt, dass die Stabilität der Lieferketten entscheidend für den Eintritt der prognostizierten Umsätze ist. Regionale Lockdowns bergen schnell die Gefahr von Produktionsausfällen in den nach- bzw. vorgelagerten Wertschöpfungsstufen. In Zeiten solcher Unsicherheit hat die Sicherung von Liquidität den höchsten Stellenwert. Um auch bei weiteren Krisen die Gefahr einer nicht unzureichenden Ausfinanzierung zu vermeiden, wird die Gestamp Umformtechnik GmbH ungeachtet der staatlichen Finanzierungshilfen zusammen mit der Konzernzentrale Maßnahmen entwickeln zur Absicherung der Liquidität. Insbesondere für den Fall einer weiteren Beruhigung der wirtschaftlichen Lage oder gar eines erneuten Zusammenbruchs der Lieferketten wird die Gestamp Umformtechnik GmbH Strategien zur Liquiditätssicherung vorbesprechen und ggf. auch bereits notwendige Mittel vorsorglich beantragen. Nachhaltigkeit und C.A.S.E. als Chance? In den nächsten Jahren muss sich die Automobilzulieferindustrie auf verlangsamtes Marktwachstum einstellen. In dieser Zeit muss die Industrie aber gleichzeitig zusätzliche Investitionen in erheblicher Höhe aufbringen, denn die großen Zukunftsthemen im Auto heißen "connected", autonom, "shared" und elektrifiziert (C.A.S.E. abgekürzt). Um diese Aufgaben des Wandels zu bewältigen, reicht die Ertragskraft der Unternehmen der Automobilindustrie oftmals nicht aus. Daher wird es in den nächsten Jahren zu einer Reihe von Konsolidierungen kommen, um die nötigen Investitionen in C.A.S.E.-Technologien und -Kompetenzen stemmen zu können. Das Akronym C.A.S.E. beschreibt somit auch die vier wesentlichen Zukunftsthemen, die die Automobilindustrie in den nächsten zehn Jahren bewältigen muss: Connectivity, autonomes Fahren, Car-Sharing und Elektrifizierung. Sie erfordern enorme Investitionen, nicht nur bei den Herstellern, sondern vor allem auch bei den Zulieferern und dies zusätzlich zu der regulären Entwicklungsarbeit für die neuen Modelle, den dazu benötigten Teilen und den bevorstehenden Veränderungen bei den Antriebssträngen. Die staatliche Unterstützung im Zuge der Pandemie wirkt in Bezug auf die Elektromobilität als Katalysator. Allein im September 2020 wurden über 21.000 Elektro-Pkw zugelassen, was einem Anteil von 8 Prozent und einem Wachstum von 260 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Prognosen zufolge wird die Zulassung von elektrifizierten Pkw in 2020 um 400 Prozent ansteigen. Experten rechnen für 2030 mit einem Anteil vollelektrischer Fahrzeuge in Höhe von 25 Prozent. Nachhaltigkeit ist somit ein Treiber für unternehmerische Entwicklungen, die durch den Staat und insbesondere durch OEM veranlasst und überwacht werden können. Für die Automobilbranche stellen beispielsweise der SAQ 4.0 (Self-Assessment Questionnaire, Selbstauskunftsfragebogen) und das Nachhaltigkeitsaudit Mechanismen einer solchen Überwachung dar. Ziel ist es, Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette, mit besonderem Blick auf die Achtung der Menschenrechte, Gleichbehandlung, sozialen Standards und Reduzierung der Umweltauswirkungen, zu garantieren. Mit Hilfe von Fragebögen und Nachhaltigkeitsaudits sollen Lieferanten bezüglich CSR / Nachhaltigkeit und CO 2 -Bilanzen eingeschätzt und bewertet werden. Bei Nichterfüllung der Mindeststandards droht der Verlust von Aufträgen. Die Erfüllung der Vorgaben der OEM wird zu einer Vergabegrundlage, weshalb Zulieferer ihr zwingend Folge zu leisten haben. Zusammengefasst wird die Gestamp Umformtechnik GmbH genau wie andere Zulieferer zunehmend mehr vor der Herausforderung stehen, kundenspezifische Anforderungen zu erkennen und sämtliche Aspekte in die Betriebsorganisation und die Arbeitsabläufe zu integrieren. Es kann davon ausgegangen werden, dass die zusätzlichen Anforderungen wie CO 2 -Bilanzierungen und weitere ökologische, ökonomische und soziale Vorgaben die Kostenstrukturen weiter belasten werden. Gleichermaßen kann die Einhaltung dieser Anforderungen eine Möglichkeit darstellen, insbesondere bei einfach fertigfallenden Teilen sich über den Preis hinaus vom Wettbewerb abzuheben. Gesamtaussage zur Risikosituation des Unternehmens Für das Jahr 2021 erwartet die Gesellschaft bereits wieder ein positives Ergebnis. Die Fortführung des Geschäftes ist daher nicht gefährdet. Forderungsausfall- und Währungsrisiken bestehen nicht.
Ludwigsfelde, den 28. Oktober 2022 Gestamp Umformtechnik GmbH gez. Jesús Oscar Taboada Iglesias, Geschäftsführer gez. Francisco José Riberas Mera, Geschäftsführer gez. Sébastien Alain Gourdon, Geschäftsführer |
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