ProMetall Umformtechnik AGLiquidiert

Südring 90, 33647 Bielefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 36632
Eingetragen
23.12.1999
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Press-, Zieh- und StanzteilenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Komponenten aus dickwandigem Blech, Rohren und Profilen für die Fahrzeugindustrie und Maschinen- und Anlagenbau.

Historie

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Management

NameRolle
Burkhard Pottschull
seit 10.5.2002
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

ProMetall Umformtechnik AG

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht 2009

A Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2009

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert (von -177 TEuro auf +144 TEuro).

Der Umsatz ist von 9,9 um 32% auf 6,8 Mio. Euro gefallen. Das Rohergebnis hat sich um 533 TEuro auf 3.361 TEuro verschlechtert.

Das Jahresergebnis hat sich um 184 TEuro auf -361 TEuro - insbesondere auf Grund von außergewöhnlichen Ereignissen - verschlechtert.

Die ProMetall Umformtechnik AG ist als Zulieferbetrieb im Fahrzeug- und Maschinenbau tätig. Die ProMetall Umformtechnik AG produziert in einer angemieteten Werkshalle auf ca. 8.000 m 2 Fläche.

Die Marktsituation ist seit Jahren durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Billigimporte aus Osteuropa in Verbindung mit steigenden Personal- und Materialkosten im Inland führen bei den Endkunden zu einem verstärkten Preisdruck. Auf Grund der globalen Wirtschaftskrise war der Absatz seit Anfang 2009 stark rückläufig. Die Abrufzahlen gingen um bis zu 50% zurück. Mit den Hauptkunden konnten höhere Preise und geänderte Zahlungsziele vereinbart werden, so dass sich im Laufe des Jahres die angespannte Liquiditätslage wieder deutlich verbesserte.

Wesentliche Produkte (Umsatzträger) im Jahr 2009 waren:

1) große Federträger (11.051 Stück)

2) kleine Federträger (10.854 Stück)

Mittel- und langfristig wird sich der Preisdruck am Fertigungsstandort Deutschland bei diesen Produkten weiter erhöhen.

II. Lage des Unternehmens

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten hat sich weiter verbessert.

Unsere Finanzlage ist auch weiterhin als angespannt zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt rd. 13% und liegt somit deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

Die Eigenkapitalrendite war im Geschäftsjahr negativ.

Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen rd. 8% der Bilanzsumme. Die Zinsbindung dieser Verbindlichkeiten ist kurzfristig (kürzer als 1 Jahr).

Die Gesellschaft hatte im Jahr 2009 eine Kreditlinie in Höhe von 450 TEuro, so dass kurzfristige Liquidationsengpässe überbrückt werden können.

Diese Kreditlinie wurde von der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zeitweise in Anspruch genommen.

Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag rd. 19% der Bilanzsumme und werden unter Ausnutzung der Skontoregelung regelmäßig beglichen.

Die Pensionsrückstellungen betragen rd. 6% der Bilanzsumme und enthalten eine Anwartschaft, die im Jahr 2021 fällig wird.

Größere Investitionsvorhaben sind in absehbarer Zeit nicht geplant. Bei Bedarf werden kleine Ersatzinvestitionen vorgenommen.

Langfristige Anlagen sind fristenkongruent finanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen übersteigen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Im Frühjahr 2009 konnte bei den Hauptkunden eine Preiserhöhung um 20% erzielt werden. Dies trug zur Konsolidierung des Unternehmens im Jahr 2009 deutlich bei.

Wir beschäftigen qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal. Die Anzahl der Aushilfen wurde stabil gehalten. Der Personalaufwand verminderte sich um rd. 15% gegenüber dem Vorjahr.

Die Struktur unserer Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil.

Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als ausreichend zu bezeichnen.

B Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Zwei größere Kunden werden der ProMetall Umformtechnik AG im Jahre 2010 keine Aufträge mehr erteilen. Dadurch ist es notwendig die Produktionsbereiche Blechverarbeitung, Sonderfertigung und Schweißerei zu schließen. Mit dem Betriebsrat wurde im Oktober 2009 ein Interessenausgleich und ein Sozialplan zur Personalanpassung an die Umstrukturierungsmaßnahmen vereinbart.

Voraussichtlich im Sommer 2010 werden die genannten Bereiche geschlossen.

II. Risikobericht

1) Allgemeiner Risikobericht

Die Gesellschaft hat keine Fremdwährungsforderungen und -verbindliichkeiten und somit keine Währungsrisiken.

Die Lagerbestände werden auf Grund der Schließung von Teilbereichen kontinuierlich abgebaut. Da zukünftig nur noch Lohnbearbeitung durchgeführt wird, verringert sich die Abhängigkeit von Materialpreisschwankungen deutlich.

Aufgrund der fixen Struktur vieler Kostenbereiche werden sich diese nur mittelfristig reduzieren lassen, so dass dadurch Belastungen der Ertragsseite entstehen.

2) Spezieller Risikobericht

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Im Jahr 2009 wurden keine nennenswerten Forderungsausfälle verzeichnet.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Langfristig finanziert sich die Gesellschaft durch Kredite bei einer regionalen Geschäftsbank. Hier besteht eine langjährige Geschäftsbeziehung. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

III. Prognosebericht

Wir beurteilen die Entwicklung des Unternehmens für 2010 auf Grund der o. a. Umstände als schwierig.

Wir erwarten auf Grund der geplanten Stilllegung von Produktionsteilen eine weitere deutliche Umsatzreduzierung. Die Ertragslage wird sich voraussichtlich wieder stabilisieren, wenn die Produktionsanlagen auf das Umsatzniveau angepasst sind.

Wir gehen davon aus, dass wir auch zukünftig in der Lage sind, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Bezüglich der Risiken verweisen wir auf unseren Risikobericht.

C Nachtragsbericht

Aufgrund der Übertragung aller Aktien an die Automotive Components Penzberg GmbH ist der Jahresabschluss der Gesellschaft ab 2010 in den Konzernabschluss des Hörmann-Konzerns (Hörmann Holding GmbH & Co. KG, Kirchseeon) einzubeziehen.

D Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft führt keine Forschungen durch. Entwicklungsarbeiten werden mit dem Ziel der Prozessoptimierung vorgenommen.

E Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassung.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009

AKTIVA

31.12.2009
31.12.2008
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 936,58 1.352,68
936,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.782,98 21.549,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 94.387,23 153.249,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.801,27 30.718,75
137.971,48 205.516,95
138.908,06 206.869,63
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 927.481,84 1.427.746,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 123.390,06 0,00
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 397.135,67 1.001.080,63
520.525,73
III. Wertpapiere
1. Eigene Anteile 2.080,00 1.580,00
IV. Schecks, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 73.697,12 669,26
C. Rechnungsabgrenzung 9.054,03 4.241,75
1.671.746,78 2.642.187,50

PASSIVA

31.12.2009
31.12.2008
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 12.080,00 411.580,00
III. Bilanzgewinn 100.506,04 61.737,42
212.586,04 573.317,42
B. Rückstellungen 721.608,78 302.106,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 300.505,18 839.475,56
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.083,26 0
3. übrige Verbindlichkeiten 424.963,52 927.288,52
737.551,96 1.766.764,08
1.671.746,78 2.642.187,50

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

2009
2008
1. Rohergebnis 3.360.667,62 3.893.958,65
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.939.278,37 -2.340.626,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -451.022,10 -474.049,93
-2.390.300,47 -2.814.676,89
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -71.366,97 -109.536,38
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -701.496,85 -1.076.825,54
5. Betriebsergebnis 197.503,33 -107.080,16
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 365,34 625,54
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -53.686,18 -70.127,55
8. Finanzergebnis -53.320,84 -69.502,01
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 144.182,49 -176.582,17
10. außerordentliche Aufwendungen -505.031,29 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3,25 -161,54
12. sonstige Steuern 120,67 -415,45
13. Jahresfehlbetrag -360.731,38 -177.159,16
14. Gewinn-/Verlustvortrag 61.737,42 -319.333,80
15. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 400.000,00 558.230,38
16. Einstellungen in die Rücklage für eigene Aktien -500,00 0,00
16. Bilanzgewinn 100.506,04 61.737,42

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Bestimmungen wurden die Vorschriften des Aktiengesetzes beachtet. Die Ansätze und Bewertungen erfüllen auch die steuerlichen Vorschriften.

Das Anlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit es abnutzbar ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden aufgrund der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. der Restlaufzeit des Pachtvertrages ermittelt und z.T. linear, z.T. degressiv vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden zusätzliche Abschreibungen vorgenommen, um den erhöhten Verschleiß aus dem Mehrschichtbetrieb abzubilden.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis 150 Euro wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 150 und 1.000 Euro wurden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften über fünf Jahre abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Sofern zum Abschlussstichtag niedrigere Börsen- oder Marktpreise bzw. niedrigere andere beizulegende Werte bestanden, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Materialkosten, den Fertigungskosten, den Sonderkosten der Fertigung sowie Verwaltungsgemeinkosten zusammen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Es wurde eine Einzelwertberichtigung von 10,5 TEuro für eine ausfallgefährdete Forderung in Höhe von rd. 21 TEuro (o. USt) gebildet.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte entsprechend den steuerlichen Bestimmungen des 6a EStG und des Abschnitts R 6a EStR 2005, der EstÄR 2008 und des § 249 HGB. Danach wurde neben den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik ein Rechnungszins von 6% p.a. berücksichtigt. Als Rechnungsgrundlage dienten die "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck.

Sonstige Rückstellungen wurden für alle dem Grunde nach bekannten, der Höhe bzw. des Zeitpunkts des Anfalls nach unbekannten Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem Betrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterung von Bilanzpositionen

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus Anlage 1 zu diesem Anhang.

2. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Disagio auf drei Darlehn in Höhe von 905,55 Euro (Vorjahr: 4.241,75 Euro). Jedes Disagio wird über die Zeit der jeweiligen Zinsfestschreibung ertragswirksam aufgelöst.

3. Erläuterungen zum Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft besteht aus 100.000 Aktien mit einem Nennbetrag von 1 Euro/Stück. Die Aktien lauten auf den Namen. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG: am 31. Dezember 2009 hielt die Gesellschaft 1.400 eigene Aktien mit einem Nominalbetrag von 1 Euro/Stück (entspr. 1,4 v.H. des Grundkapitals). Beabsichtigt ist, die Aktien an andere Mitarbeiter weiterzugeben. Entsprechend dem Wert der aktivierten Aktien wurde eine Rücklage für eigene Anteile gem. § 272 Abs. 4 HGB gebildet.

In der Hauptversammlung am 27. August 2009, in der auch der Jahresabschluss 2008 festgestellt wurde, wurde beschlossen, Gewinnrücklagen in Höhe von 558.230,38 Euro aufzulösen und den Jahresfehlbetrag 2008 mit dem Bilanzgewinn zu verrechnen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung wurden im Jahresabschluss 2009 weitere Gewinnrücklagen in Höhe von 400.000 Euro aufgelöst und zur Verrechnung mit dem Jahresfehlbetrag 2009 herangezogen.

4. Erläuterung der sonstigen Rückstellungen

Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen:

31.12.2009 31.12.2008
Gewährleistungsrisiken 41.500,00 € 63.000,00 €
Urlaub/Überstunden Mitarbeiter 4.000,00 € 23.800,00 €
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 945,00 € 1.900,00 €
Bürgschaftsprovision 400,00 € 2.000,00 €
Rückbauverpflichtung 51.700,00 € 50.700,00 €
Alterteilzeitverpflichtungen 23.420,00 € 23.040,00 €
Instandhaltung 10.000,00 € 10.000,00 €
Archivierung Geschäftsunterlagen 12.300,00 € 12.300,00 €
Sozialplan/Abfindungen 444.145,78 € 0,00 €
Jahresabschlusskosten 29.000,00 € 24.000,00 €
gesamt 617.410,78 € 210.740,00 €

5. Erläuterungen zu den Forderungen und Verbindlichkeiten

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von 88 TEuro (Vorjahr: 73 TEuro) enthalten, dessen Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Angabe der Laufzeiten sind aus beiliegendem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2) zu entnehmen. Drei der Darlehn wurden an den Vorstand, Herrn Burkhard Pottschull gewährt, mit der Auflage zur Weitergewährung an die ProMetall Umformtechnik AG und der weiteren Auflage, diese dort als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auszuweisen, obwohl ein Ausweis als Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zutreffend wäre. Die Gesellschaft hat für diese Darlehn Bürgschaften erteilt. Durch den Ausweis als Verbindlichkeiten entfällt der Vermerk nach § 251 HGB.

Gesichert werden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Sicherungsübereignungen des Anlagevermögens, des Vorratsvermögens, eine stille Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, eine Verpfändung der Aktien des Vorstandes sowie Bürgschaften des Herrn Burkhard Pottschull (Vorstand).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Laufzeit beträgt regelmäßig weniger als ein Jahr.

Sonstige, nicht bilanzierungspflichtige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Leasingverträgen für Geräte und Maschinen sowie aus den Pachtverträgen für die Betriebsräume in Summe von rd. 306 TEuro bis zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeiten.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Gliederung entspricht § 275 Abs. 2 HGB.

Die Außerordentlichen Aufwendungen enthalten Abfindungszahlungen aus einem Sozialplan. Ein Teilbetrag ist in 2009 geflossen, der Rest ist in die Rückstellungen eingestellt worden. Eine steuerliche Auswirkung in 2009 ist wegen des Verlustes nicht gegeben.

IV. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsrisiken im Sinne von § 251 HGB. Es sind Bürgschaften erteilt worden, die entsprechenden Darlehn sind allerdings unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen (s.o.).

V. Sonstige Angaben zum Unternehmen

1. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrates:

Vorstand: Herr Dipl.-Ing. Burkhard Pottschull,
Aufsichtsrat: 01.01.2009 bis 28.10.2009:
Herr Dipl. Betriebswirt Uwe Werther, Unternehmensberater, Osnabrück (Vorsitzender)
Herr Dipl.-Ing. Olaf Harder, Angestellter, Gütersloh
(stv. Vorsitzender)
Herr Michael Dittrich, Angestellter, Bielefeld
28.10.2009 bis dato:
Herr Patrick Müller, Dipl.-Ing., Chemnitz (Vorsitzender)
Herr Wolfgang Kirscheneder, Dipl.-Ing., Ottobrunn,
(stv. Vorsitzender)
Herr Heinz Runte, Kaufmann, Vaterstetten

2. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr:

Produktion
- Vollzeit 42
- Teilzeit 0
- Auszubildende 3,75
Verwaltung
- Vollzeit 9
- Teilzeit 2
- Auszubildende 0
Gesamt 56,75

3. Bezüge der Geschäftsführung: Verzicht auf die Angabe gem. § 286 Abs. 4 HGB

4. Bezüge des Aufsichtsrats: 2.000 Euro

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2009

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2009
Zugänge
Abgänge
31.12.2009
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 30.113,90 0,00 0,00 30.113,90
II. Sachanlagen 1.803.327,95 6.010,40 19.530,09 1.789.808,26
1.833.441,85 6.010,40 19.530,09 1.819.922,16
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2009
Zuführungen
Auflösungen
31.12.2009
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.761,22 416,10 0,00 29.177,32
II. Sachanlagen 1.597.811,00 70.950,87 16.925,09 1.651.836,78
1.626.572,22 71.366,97 16.925,09 1.681.014,10
NETTOBUCHWERTE
31.12.2009
31.12.2008
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 936,58 1.352,68
II. Sachanlagen 137.971,48 205.516,95
138.908,06 206.869,63

Verbindlichkeitenspiegel auf den 31.12.2009

Saldo 31.12.2009
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
Restlaufzeit über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 300.505,18 49.256,34 111.666,12 139.582,72
1. restliche Verbindlichkeiten * 437.046,78 437.046,78 0,00 0,00
737.551,96 486.303,12 111.666,12 139.582,72

* - davon aus Steuern: 58.347,02 Euro
- dto - Vorjahr: 54.053,10 Euro
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 967,66 Euro
- dto - Vorjahr: 929,43 Euro

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ProMetall Umformtechnik AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Greven, den 4. Juni 2010

Horn, Nick und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hartwig Thiesbrummel, Wirtschaftsprüfer

Auszüge aus:

Niederschrift zur Hauptversammlung der ProMetall Umformtechnik AG
am 21. September 2010 von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr,
Firmengelände Hörmann Industrietechnik GmbH,
Hauptstr. 45 - 47 in 85614 Kirchseeon

.....

2. Feststellung des Jahrsabschlusses 2009

Die Hauptversammlung stellte einstimmig den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wie vorgelegt fest und genehmigte diesen.

.....

4. Auflösung der Gewinnrücklagen

Die Hauptversammlung genehmigte einstimmig die vom Vorstand zum Ausgleich der aufgelaufenen Verluste getätigte Entnahme aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 400.000,00 Euro.

5. Verrechnung Jahresfehlbetrag mit Bilanzgewinn

Die Hauptversammlung beschloss einstimmig, den Jahresfehlbetrag mit dem Bilanzgewinn zu verrechnen.

Damit wurde die Hauptversammlung beendet.

 

Patrick Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Wolfgang Kirscheneder, Mitglied des Aufsichtsrates

Heinz Runte, Mitglied des Aufsichtsrates

Burkhard Pottschull, Vorstand ProMetall Umformtechnik AG

Jahresabschluss-relevante Auszüge aus dem:

Protokoll zur Aufsichtsratssitzung
am 21. September 2010 in Kirchseeon

ProMetall Umformtechnik AG

Teilnehmer: Herr Runte, Herr Kirscheneder, Herr Müller, Herr Pottschull

1. Vorlage des Jahresabschlusses 2009 und Lagebericht durch den Vorstand

Der Vorstand stellte den vom Wirtschaftsprüfer testierten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 vor. Bei einem Umsatz von 6,8 Mio. Euro wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 144 TEuro erzielt. Nach Berücksichtigung von außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 505 TEuro sowie Steuern ergab sich ein Jahresfehlbetrag von -361 TEuro. Nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr und einer Entnahme aus Gewinnrücklagen in Höhe von 400 TEuro entstand ein Bilanzgewinn in Höhe von 100 TEuro.

.....

Die Bilanzsumme am Ende des Jahres 2009 betrug 1.671.746,78 Euro gegenüber 2.642.187,50 Euro Ende 2008. Wesentliche Einflussfaktoren auf der Aktivseite waren hier die Reduzierung der Vorräte um ca. 500 TEuro, sowie eine Reduzierung der offenen Forderungen um 480 TEuro. Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital von 573 TEuro auf 212 TEuro. Die Rückstellungen erhöhten sich auf Grund der im Jahr 2010 zu zahlenden Abfindungen um 420 TEuro. Gleichzeitig nahmen die Verbindlichkeiten auf Grund der deutlich verbesserten Liquiditätslage des Unternehmens um ca. 1,03 Mio. Euro ab.

.....

2. Beschlussfassung über Vorlagen zur Hauptversammlung

2.1. Feststellung und Genehmigung des Jahresabschlusses 2009

Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen einstimmig, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Jahresabschluss 2009 festzustellen und zu genehmigen.

2.2. Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2009

Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen einstimmig, der Hauptversammlung vorzuschlagen, die Entlastung zu erteilen.

2.3. Auflösung von Gewinnrücklagen von 400 TEuro zum Ausgleich der aufgelaufenen Verluste

Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen einstimmig, der Hauptversammlung vorzuschlagen, zum Ausgleich der aufgelaufenen Verluste aus den Gewinnrücklagen 400 TEuro zu entnehmen.

2.4. Verrechnung des Jahresfehlbetrages mit dem Bilanzgewinn

Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen einstimmig, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Jahresfehlbetrag mit dem Bilanzgewinn zu verrechnen.

3. Sonstiges

.....

 

Aufsichtsrat

Runte

Müller

Kirscheneder

Vorstand

Pottschull

Nachtrag
zum Protokoll der Aufsichtsratssitzung
der ProMetall Umformtechnik AG
am 21. September 2010 in Kirchseeon

Teilnehmer: Herr Runte
Herr Kirscheneder
Herr Müller
Herr Pottschull

Die Prüfung des Jahresabschlusses 2009 durch den Wirtschaftsprüfer Horn, Nick und Partner GmbH hat zu keinen Einwendungen geführt.

Der Aufsichtsrat kommt bei seiner Prüfung des Jahresabschlusses zu dem Ergebnis, dass dieser die Verhältnisse des Geschäftsjahres zutreffend darstellt. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr persönlich, in Telefonkonferenz oder durch schriftliche Unterlagen quartalsweise über wesentliche Geschäfte durch den Vorstand informieren lassen. Wesentliche Entscheidungen sind dabei im Einvernehmen getroffen worden.

Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat über die Erwartungen und Planungen 2010 sowie die Auftragslage.

 

Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Pottschull, Vorstand

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