Müller & Müller Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Richard Müller seit 8.3.2018 | Geschäftsführer |
Martin Sobotta seit 2.5.2016 | Geschäftsführer |
Alexandra Serret seit 21.5.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
WAWI Schokolade Aktiengesellschaft | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WAWI Euro GmbHMünchweilerJahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024Bilanz zum 30. April 2024AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die WAWI Euro GmbH hat ihren Sitz in Münchweiler und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Zweibrücken unter der Nummer HRB 23351. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 30. April 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Ausweis- und Gliederungsbestimmungen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften befolgt. In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas werden aus Gründen der Klarheit die für Um- und Einbaumaßnahmen in den angemieteten Geschäftsräumen aufgewandten Beträge unter dem gesonderten Posten "Mietereinbauten" ausgewiesen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die Zwischensummen "Rohergebnis", "Betriebsergebnis" und "Finanzergebnis" ergänzt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die für einzelne Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung geforderten Zusatzangaben in den Anhang übernommen. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Von der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde abgesehen. Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßig Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 250,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zugänge zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR werden in einen Sammelposten eingestellt und über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei einzelnen ausgewählten Hilfsstoffen wurde die Vereinfachungsregel nach § 240 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen und ein Festwert gebildet. Fertige und unfertige Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt wurden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die fertigen Erzeugnisse wurden verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko sowie zu erwartenden Skontoabzügen wurden durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Kursänderungen zum Bilanzstichtag wurden erfolgswirksam berücksichtigt. Angaben zur Bilanz Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen und der Abschreibungen des Geschäftsjahres wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben allesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.817.495,87 EUR (im Vorjahr: 3.596.399,37 EUR) und Forderungen an Gesellschafter von 2.733.176,84 EUR (im Vorjahr: 5.091.131,04 EUR). Die Kapitalrücklage wurde nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen im Personalbereich (954.550,00 EUR für Urlaub, Überstunden, Sonderzahlungen und Dienstjubiläen) sowie für Kundenkonditionen (497.200,00 EUR) gebildet. Daneben wurden auch Rückstellungen für drohende Verluste aus Derivatgeschäften, für Rechts-, Beratungs-, Prüfungs- und Abschlusskosten, für gesetzliche Aufbewahrungspflichten, ausstehende Rechnungen und weitere ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.704.145,79 EUR (im Vorjahr: 738.811,37 EUR). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 7.570.487,31 (im Vorjahr: 11.595.799,44 EUR). Art und Form der Sicherheiten: Sicherungsübereignung von Maschinen, technischen Anlagen und Vorräten sowie durch Forderungszession. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 1.126.946,22 EUR (im Vorjahr: 1.410.408,68 EUR) durch die Sicherungsübereignung der über Mietkauf finanzierten Vermögensgegenstände besichert. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 8.697.433,53 EUR (im Vorjahr: 13.006.208,12 EUR). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung liegen nicht vor. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen: nach Tätigkeitsbereichen:
nach geographisch bestimmten Märkten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u. a. Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 71.058,60 EUR (im Vorjahr: 0,00 EUR). Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 28.962,04 EUR (im Vorjahr: 25.860,32 EUR). Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 32.000,00 EUR (im Vorjahr: 0,00 EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 49.273,63 EUR (im Vorjahr: 393.059,09 EUR). Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält in Höhe von 193.399,51 EUR (im Vorjahr: 169.841,43 EUR) Zinsen aus verbundenen Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von 0,00 EUR (im Vorjahr: 0,00 EUR) verbundene Unternehmen. Sonstige Angaben Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Die Wahrscheinlichkeit und das Risiko der Inanspruchnahme aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen werden aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Derivative Finanzinstrumente: Zur Absicherung von Währungsrisiken bei Fremdwährungsforderungen in USD und GBP wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften mit einem Gesamtvolumen von 2.417.021,66 EUR und Restlaufzeiten am Bilanzstichtag von vier und acht Monaten eingesetzt. Die Zeitwerte der Termingeschäfte wurden nach der Barwertmethode bewertet. Die Summe der negativen Zeitwerte der schwebenden Devisentermingeschäfte beläuft sich laut Bewertung des Vertragspartners auf 11.102,52 EUR, die positiven Zeitwerte betragen 0,00 EUR. Bewertungseinheiten werden grundsätzlich nur bei eindeutiger Zuordnung zu Grundgeschäften sowie Laufzeitkongruenz und sehr hoher Effektivität gebildet. Bewertungseinheiten mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft wurden daher zum Bilanzstichtag nicht gebildet. Für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurde eine Rückstellung in Höhe von 11.102,52 EUR passiviert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Aus einem Pachtvertrag mit der verbundenen Gesellschaft WAWI-Schokolade AG bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen in Höhe von maximal 562.421,07 EUR. Der Vertrag kann frühestens zum 31. Dezember 2029 gekündigt werden. Darüber hinaus bestehen Leasing- und Mietverträge über ein unbedeutendes Volumen mit kurzen Restlaufzeiten. Der Abschluss von Pacht-, Leasing- und Mietverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwertung auf die Eigentümer. Die Risiken bestehen in der Vertragsbindung, falls die zur Nutzung überlassenen Vermögensgegenstände vor Ende der Vertragslaufzeit für die Weiterführung des Betriebs nicht notwendig sind. Im Zusammenhang mit dem Bezug von zur Weiterverarbeitung benötigten Rohstoffen, insbesondere von Schokolade, besteht ein branchenübliches Bestellobligo. Abschlussprüferhonorar: Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023/2024: 25.500,00 EUR für Abschlussprüfungsleistungen, 3.545,00 EUR für Steuerberatungsleistungen sowie 272,50 EUR für sonstige Leistungen. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt: Im Jahresdurchschnitt 2023/2024 wurden 126 Mitarbeiter beschäftigt, davon 29 Angestellte, 90 gewerbliche Arbeitnehmer sowie 7 Auszubildende. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans: Herr Richard Müller, M.A. HSG, Geschäftsführer, Pirmasens Frau Alexandra Serret, Dipl.-Betriebswirtin (FH), Geschäftsführerin, Hagenau/Frankreich Herr Martin Sobotta, Dipl.-Betriebswirt, Geschäftsführer, Pirmasens Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans: Auf die Angabe wird aufgrund § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit und Gewinnabführungsvertrag: Der Jahresabschluss der WAWI Euro GmbH wird in den Konzernabschluss der WAWI Holding GmbH & Co KG, Pirmasens, einbezogen. Die WAWI Holding GmbH & Co KG erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der Unternehmen. Die WAWI Holding GmbH & Co KG wird im Handelsregister Zweibrücken unter der Nummer HRA 23656 geführt. Die Bekanntmachung des Konzernabschlusses wird im Unternehmensregister erfolgen. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der WAWI-Schokolade Aktiengesellschaft (Mutterunternehmen, das die Befreiung nach § 291 HGB beansprucht). Für den Jahresabschluss:
Münchweiler, den 21. Februar 2025 Richard Müller Martin Sobotta Alexandra Serret Entwicklung des Anlagevermögens 2023/2024
Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschuss wurde am 10.03.2025 festgestellt. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241. Grundlagen des Unternehmens Innerhalb der inhabergeführten WAWI-Gruppe nimmt die WAWI Euro GmbH weiterhin die Position des größten Tochterunternehmens ein. Am Standort Münchweiler werden Schokoladensüßwaren produziert. Zusätzlich vertreiben wir auch Produkte anderer Gesellschaften der Gruppe, sowohl national als auch international. Zu unserem Produktportfolio gehören im Wesentlichen die Marken WAWI sowie Nappo & Moritz. Unsere Hauptkunden im deutschen Markt sind Rewe, Edeka, Aldi sowie die Schwarz-Gruppe (Kaufland & Lidl). Im Ausland bedienen wir größere Handelsketten und unabhängige Distributoren, mit denen wir teilweise seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. Unser vorrangiges Ziel bleibt die Herstellung und der Vertrieb von hochwertigen Schokoladenspezialitäten, die den Wünschen unserer Kunden und Endverbraucher entsprechen. Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit bilden die Basis unserer Unternehmenskultur. Durch die intensive Zusammenarbeit innerhalb der WAWI-Gruppe nutzen wir Synergieeffekte, um unsere Marktposition kontinuierlich zu stärken. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen preisbereinigten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt zeigt sich, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert war, darunter hohe Energiepreise, eine schwächelnde Industrieproduktion und eine gedämpfte Konsumnachfrage. Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html?utm_source=chatgpt.com Im Vergleich zum ersten Quartal 2023 verzeichnete das BIP im ersten Quartal 2024 einen preisbereinigten Rückgang von 0,9 %. Preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,2 %, was auf 1,6 weniger Arbeitstage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückzuführen ist. Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/04/PD24_173_811.html?utm_source=chatgpt.com Die Süßwarenbranche allgemein in Deutschland ist im Jahr 2023 mengenmäßig weiter gewachsen. Die Produktion stieg um 2,6 % und der Umsatz konnte dabei um 15,4 % gesteigert werden. Insgesamt betrug die Produktion von Süßwaren 4.287.062 Tonnen, was einem Umsatz von 16,4 Mrd. EUR entsprach. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg die Produktion, speziell von Schokoladenwaren, im Jahr 2023, das vierte Jahr in Folge, weiter um 3,8 % auf insgesamt 1.248.200 Tonnen an. Der mengenmäßige Anstieg führte auch zu einem Umsatzanstieg von 13,3 %. Insgesamt wurden Schokoladenwaren im Wert von 7,024 Mrd. EUR abgesetzt. Quelle: Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V., Jahresbericht 2023/2024 Die positive Entwicklung zeigt, dass die Branche weiterhin von der Stabilität der Verbrauchernachfrage und dem Trend zu innovativen Premiumprodukten profitiert. 2.2 Geschäftsverlauf Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnten wir unseren Umsatz um rund 5 % auf 83.437 TEUR (Vorjahr: 79.758 TEUR) steigern. Dieses Wachstum liegt im Rahmen der Prognose eines höheren einstelligen Wachstums, die wir im Vorjahr abgegeben hatten. Diese Steigerung resultiert vor allem aus Preisanpassungen aufgrund höherer Rohstoffkosten. Sowohl der Handel mit Produkten unserer Schwesterunternehmen als auch die eigenen Erzeugnisse aus Münchweiler trugen zu dieser Entwicklung bei. Produktion Das Werk in Münchweiler konnte seine Produktionsmengen gegenüber dem Vorjahr nicht ganz halten, was vor allem am geringeren Kuvertüre-Geschäft lag. Durch das Ende der REWE-Kuvertüre-Belieferung im September 2024, haben wir den Lagerbestand an Kuvertüre weiter abgebaut, was eine effizientere Lagerhaltung und eine reduzierte Kapitalbindung ermöglichte. Unsere flexible Produktionsstrategie erlaubt es uns, rasch auf Nachfrageschwankungen zu reagieren. Beschaffung Im Berichtsjahr sind die Kakaopreise weiter sehr stark gestiegen, was sowohl an Spekulationen als auch wetterbedingten Ernteausfällen liegt. Unsere Lieferverträge sichern uns jedoch bis Ende 2024 stabile Konditionen. Zum Ende des Geschäftsjahres waren die wesentlichen Rohstoffe für die bestehenden Aufträge des kommenden Jahres gedeckt, was uns Planungssicherheit gibt. Darüber hinaus arbeiten wir für kommende Aufträge back-to-back und decken uns nach einem Kundenabschluss konsequent ein. Unsere Strategie, mit mehreren Lieferanten zusammenzuarbeiten, bewährt sich weiterhin und schützt uns vor Abhängigkeiten und Versorgungsengpässen. Unsere wesentlichen Lieferanten werden regelmäßig auditiert und entsprechen unseren QM-/QS-Anforderungen. Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Zahl unserer Mitarbeiter stieg im vergangenen Geschäftsjahr leicht von 122 auf 125. Dazu gehören auch die gewerblichen Mitarbeiter, die während der Saisonproduktion an das Schwesterunternehmen WAWI-Süßwaren-Saisonspezialitäten GmbH in Pirmasens ausgeliehen werden. Angesichts des Wettbewerbs um Fachkräfte investieren wir in Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Qualitätspolitik Die zahlreichen Zertifizierungen und Audits durch unabhängige Institute und Kunden wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Die IFS-Zertifizierung (International Food Standard) erreichten wir erneut auf einem höheren Niveau. Unsere Schokoladenprodukte werden weiterhin auch aus Fairtrade- und Rainforest-Alliance-zertifiziertem Kakao hergestellt. Auch im Bereich der nachhaltigen Kakaozertifizierung, beispielsweise nach Fairtrade, UTZ und Bio-Standards, bestanden wir alle Anforderungen. Produktentwicklung und Vermarktung Im vergangenen Geschäftsjahr intensivierten wir in unsere internationale Präsenz. Nach der Wiederaufnahme der globalen Reisetätigkeiten konnten unsere Vertriebsmitarbeiter Kunden weltweit wieder persönlich treffen. Dadurch wurden bestehende Beziehungen gestärkt und neue Kontakte geknüpft. Auf der ISM (Internationale Süßwarenmesse) in Köln präsentierten wir unsere neuesten Produkte. Insbesondere unsere kleinformatigen gefüllten Schokoladenprodukte im Private-Label-Bereich kamen sehr gut an. Auch waren wir einer der Pioniere mit der Produktion von Choviva-Artikeln, einer neuartigen kakaofreien Schokoladenalternative. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Mehrjahresvergleich Die Entwicklung unseres Unternehmens zeigt sich anhand wesentlicher finanzieller Kennzahlen:
1) Ergebnis vor Ertragssteuern, Abschreibungen, Zinserträge und Zinsaufwendungen 2) Ergebnis vor Ertragssteuern, Zinserträge und Zinsaufwendungen und vor Ergebnisabführung 3) EBT/ Eigenkapital x 100 4) (EBT+ Zinsaufwand) / Gesamtkapital x 100 Die zentrale Steuerung unseres Unternehmens basiert auf den Umsatzerlösen sowie dem Ergebnis vor Steuern (EBT). Vermögenslage Unsere Bilanzsumme sank im Geschäftsjahr 2023/2024 um 11 % auf 29.866 TEUR (Vorjahr: 33.601 TEUR). Das Anlagevermögen reduzierte sich um 733 TEUR auf 5.653 TEUR, während Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 660 TEUR getätigt wurden. Die Abschreibungen betrugen dabei 1.365 TEUR. Das Betriebsanwesen in Münchweiler sowie unser Verwaltungsgebäude in Pirmasens sind weiterhin Eigentum unserer Muttergesellschaft und werden gepachtet. Der Vorratsbestand erhöhte sich um 15 TEUR auf 8.585 TEUR. Während die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sanken, stiegen die fertigen und unfertigen Erzeugnisse leicht an. Unsere Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken um 3.120 TEUR auf 15.447 TEUR. Hierzu trugen vor allem die Verringerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände bei. Die flüssigen Mittel erhöhten sich um 110 TEUR auf 118 TEUR. Finanzlage Dem Vermögen stehen ein Eigenkapital in Höhe von 5.000 TEUR, Rückstellungen in Höhe von 1.909 TEUR (+459 TEUR) sowie Verbindlichkeiten von 22.958 TEUR (-4.193 TEUR) gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 4.977 TEUR auf 10.217 TEUR, was vor allem durch die Rückführung kurzfristiger Kredite möglich war. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 1.654 TEUR auf 5.575 TEUR, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2.704 TEUR erhöhten. Das Saisongeschäft wurde durch kurzfristige Kredite finanziert, während Investitionen aus dem laufenden Cashflow gedeckt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Kapitalstruktur nochmals verbessert. Ertragslage Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg gegenüber dem Vorjahr um 80 % auf 3.909 TEUR (Vorjahr: 2.170 TEUR) und liegt damit im prognostizierten Rahmen. Im Vorjahreslagebericht hatten wir eine Steigerung im deutlichen zweistelligen Prozentbereich prognostiziert. Der Materialaufwand erhöhte sich um 5.005 TEUR auf 64.379 TEUR, wobei die Materialintensität mit 77 % konstant blieb. Das Rohergebnis wuchs um 10 % auf 19.627 TEUR. Die Personalkosten stiegen um 12,5 % deutlich auf 5.327 TEUR, was insbesondere auf den höheren Mindestlohn und eine höhere Mitarbeiterzahl zurückzuführen ist. Gleichzeitig reduzierten sich die Abschreibungen um 131 TEUR auf 1.366 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 512 TEUR zurück, während sich vor allem die Instandhaltungskosten erhöhten. Ein gestiegenes Zinsniveau belastete unser Finanzergebnis. Die Gewinnabführung an die Muttergesellschaft beträgt 3.909 TEUR. Mit dem im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesteigerten Ergebnis sind wir sehr zufrieden. 4. Risikobericht Das Risiko eines Forderungsausfalls wird weiterhin als gering eingeschätzt. Die meisten unserer Kundenforderungen sind durch eine Versicherungspolice abgesichert, die potenzielle Verluste im Falle von Zahlungsausfällen abdeckt. Zusätzlich sichern wir uns durch eine Versicherung gegen Fabrikationsrisiken ab, die speziell für kundenspezifische Waren gilt, um auch in diesem Bereich keine finanziellen Nachteile zu erleiden. Als saisonales Unternehmen spielt die Liquidität eine zentrale Rolle, insbesondere wegen der langen Vorfinanzierungszeiten in der Produktion. Um eine reibungslose Finanzierung zu gewährleisten, haben wir unsere Kreditlinien während der Hochsaison erhöht. Diese kurzfristigen Kredite ermöglichen uns eine flexible Handhabung der finanziellen Anforderungen im Saisonverlauf. Langfristige Bankverbindlichkeiten unterliegen keinen restriktiven Vertragsklauseln (Covenants), was uns zusätzliche Sicherheit bietet. Zwar hat das gestiegene Zinsniveau unsere Finanzierungskosten erhöht, doch wurde dies bei der Finanzplanung berücksichtigt, sodass keine unvorhergesehenen Belastungen entstanden sind. Unsere Abhängigkeit von der Beschaffung hochwertiger Rohstoffe, insbesondere von Kakao, stellt ein bedeutendes Risiko dar. Der Kakaomarkt war im Berichtszeitraum von sehr starken Preisschwankungen betroffen, insbesondere durch wetterbedingte Ernteausfälle und spekulative Preisbewegungen. Der Kakaopreis stieg zeitweise um das Vierfache an und ist nach wie vor auf einem historisch sehr hohen Niveau. Um kein Risiko bei Rohstoffen einzugehen, decken wir uns bei neuen Aufträgen back-to-back ein und sind bis Ende 2024 gedeckt. Dennoch planen wir keine zusätzlichen Absicherungen zu den aktuellen Marktpreisen, da die Kalkulation von Mengen und Zeitpunkten stark vom Verlauf unseres Saisongeschäfts abhängt. Wir sehen das Risiko eines späteren Engpasses auf dem Kakaomarkt als gering an, da wir mit einer breiten Lieferantenbasis zusammenarbeiten und regelmäßig alternative Beschaffungsoptionen evaluieren. Das Risiko, dass notwendige Preisanpassungen bei unseren Großkunden im Lebensmitteleinzelhandel nicht vollständig oder nur verzögert umgesetzt werden können, bleibt, insbesondere aufgrund der stark gestiegenen Kakaopreise, eine große Herausforderung. Erforderliche Lieferstopps können zu einer erheblichen Belastung der Ertragslage führen. Der Handel ist in Deutschland stark konzentriert, was unsere Verhandlungsmöglichkeiten einschränkt. Um diese Risiken zu minimieren, diversifizieren wir unsere Kundenbasis weiter, insbesondere durch den Ausbau des Exportgeschäfts, wo die Preisanpassungen in der Regel flexibler gestaltet werden können. Aufgrund des hohen Preisniveaus besteht das große Risiko eines weiteren Nachfrage- und daraus resultierenden Absatzmengenrückgangs mit negativen Auswirkungen auf unsere Ertragslage. Aus diesem Grund haben wir unsere Anlagen in der Zwischenzeit umgerüstet, um neben Schokolade auch Compound verarbeiten zu können. Währungsrisiken bei Exportgeschäften schätzen wir als gering ein, da wir durch frühzeitige Absicherung unserer Fremdwährungsgeschäfte diese Schwankungen minimieren. Dabei nutzen wir verschiedene Instrumente des Devisenmanagements, um mögliche Wechselkursverluste zu minimieren. Unsere betrieblichen Risiken, wie Produktionsausfälle oder Qualitätsmängel, reduzieren wir durch ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, das alle wichtigen Standards (IFS, BRC und HACCP) erfüllt. Durch regelmäßige Schulungen und klare Anweisungen stellen wir sicher, dass alle Produktionsprozesse den höchsten Anforderungen genügen. Technische Risiken werden durch Investitionen in moderne Anlagen minimiert. Rechtliche Risiken werden bei Bedarf von Anwaltskanzleien geprüft. Auch die Energiepreise bleiben ein relevantes Thema. Trotz Stabilisierung auf hohem Niveau haben wir in energiesparende Maßnahmen und Technologien investiert, um unsere Produktionskosten langfristig zu senken. Diese Investitionen sorgen dafür, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit selbst bei steigenden Energiepreisen erhalten können. Insgesamt sehen wir keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 5. Prognose- und Chancenbericht Die wirtschaftliche Situation in Deutschland bleibt durch Unsicherheiten, wie geopolitische Konflikte, volatile Energiepreise und Nachwirkungen der Pandemie, angespannt. Laut dem aktuellen ifo-Geschäftsklimaindex ist das Geschäftsklima weiterhin verhalten, und die Kauflaune der Verbraucher bleibt unvorhersehbar. Dennoch sehen wir uns durch eine starke internationale Präsenz und eine breite Kundenbasis gut aufgestellt, um mögliche Rückgänge im deutschen Markt abzufangen. Mit unserem hohen Exportanteil sind wir weniger abhängig von der heimischen Wirtschaft und profitieren von einer wachsenden Nachfrage nach Schokoladenprodukten auf globaler Ebene. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir einen leichten Umsatzrückgang. Dies basiert auf mehreren Faktoren: Erstens gehen wir davon aus, dass der Trend zu Premiumprodukten und innovativen Geschmacksrichtungen weiter anhält, was unsere margenstärkeren Produkte begünstigt. Zweitens führt die Inflation zu deutlichen Preissteigerungen in sämtlichen Produktkategorien. Drittens führen diese hohen Preiserhöhungen zu einer geringeren Tonnage. Unterm Strich rechnen wir dennoch mit einem kleinen Umsatzminus. Auf der Kostenseite erwarten wir weitere Herausforderungen. Die fortlaufende Anpassung des Mindestlohns wird unsere Personalkosten erhöhen. Um dies zu kompensieren, setzen wir auf kontinuierliche Prozessoptimierungen und Investitionen in neue Technologien, die unsere Effizienz steigern. Zudem planen wir, weitere flexible Arbeitszeitmodelle einzuführen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen und gleichzeitig Produktivitätsgewinne zu realisieren. Auch die steigenden Kakaopreise werden unsere Kostenstruktur belasten. Wir sind jedoch zuversichtlich, diese Kosten durch Preisanpassungen und eine optimierte Produktkalkulation weitergeben zu können. Zwar wird es vereinzelt zu Lieferstopps kommen, dennoch erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/25 ein EBT zwischen 2 und 3 Mio. EUR. Langfristig bleiben Innovation und Kreativität zentrale Erfolgsfaktoren. Wir investieren weiterhin in die Produktentwicklung, um neue Trends frühzeitig zu erkennen und umzusetzen. Wir sehen große Chancen in der Erweiterung unseres Produktangebots. Unsere strategische Ausrichtung als familiengeführtes Unternehmen erlaubt es uns, flexibel und effizient auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren. Wir sind überzeugt, dass wir auch in einem herausfordernden Umfeld erfolgreich bleiben und unser Wachstum fortsetzen können. Unser Fokus liegt darauf, durch hochwertige Produkte, ausgezeichneten Service und ein engagiertes Team langfristige Beziehungen zu unseren Kunden neu aufzubauen und weiterzuentwickeln.
Münchweiler, den 21. Februar 2025 Richard Müller Martin Sobotta Alexandra Serret Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WAWI Euro GmbH, Münchweiler Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WAWI Euro GmbH, Münchweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WAWI Euro GmbH, Münchweiler, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
St. Wendel, den 21. Februar 2025 mns
Treuhand GmbH
Markus Niklas, Wirtschaftsprüfer |
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