Müller Weingarten AGLiquidiert

88250 Weingarten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 550008
Eingetragen
24.10.1898
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und Werkzeugen. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb und zur Veräußerung von Grundstücken, zur Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland, zur Beteiligung an anderen Unternehmungen gleicher oder verwandter Art sowie zum Abschluss von Interessengemeinschaftsverträgen.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Konzern- und Jahresabschlüsse

Müller Weingarten AG

Weingarten

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Konzernlagebericht 2006



Märkte im Wandel

Müller Weingarten schafft mit Umstrukturierung die Voraussetzung für nachhaltige Ergebnisverbesserung in der Zukunft.

Der Müller Weingarten Konzern hat im Geschäftsjahr 2006 als Reaktion auf die Marktveränderungen und die daraus resultierenden Ergebnisbelastungen ein umfassendes Restrukturierungsprogramm aufgelegt, mit dem bereits im laufenden Geschäftsjahr 2007 eine Ergebnisverbesserung erzielt wird. Das Unternehmenskonzept "MW Transformation" setzt sich zum Ziel, Müller Weingarten zum produzierenden Engineeringunternehmen zu wandeln. Neben Kapazitätsanpassungen an den deutschen Standorten ist mit dieser strategischen Neuausrichtung auch eine klare Wachstumsperspektive verbunden.

Im Jahr 2006 verlief die Entwicklung auf den internationalen Automobilmärkten weiterhin uneinheitlich. Während auf den Märkten in Nordamerika und Westeuropa die Nachfrage stagnierte, erwiesen sich die Verkäufe auf den osteuropäischen und asiatischen Märkten als stabilisierend und führten insgesamt zu einem Marktwachstum. Insbesondere in Deutschland und im westeuropäischen Ausland war jedoch die Absatzentwicklung durch Vorzieheffekte aufgrund von Mehrwertsteuersatzänderungen und die zahllosen Rabattaktionen der Automobilhersteller geprägt. Nachfrageimpulse aus den nordamerikanischen Märkten waren nicht zu verzeichnen. In der Folge haben sich die Märkte für die Ausrüster der Automobilindustrie nachhaltig verschoben. Während sich in den etablierten Märkten die Investitionen in neue Anlagen allenfalls auf die Premiumhersteller konzentrieren, steht bei den anderen Kunden die Modernisierung des bestehenden Maschinenparks im Mittelpunkt. Des Weiteren führten die Unsicherheiten hinsichtlich der Absatzentwicklung von Automobilen der einzelnen Hersteller zu einem fortgesetzten Verschieben von bestehenden Großprojekten; hiervon waren in Teilen auch die Märkte in Fernost betroffen.

So setzte sich die Konsolidierung der Nachfrage nach umformtechnischen Anlagen für die Automobilindustrie auch im Jahr 2006 fort. Der Trend zu Produktionsverlagerungen in die Zulieferindustrie besteht unverändert. In diesem Segment hat Müller Weingarten eine traditionell gute Marktstellung. Die Verlagerungen in die Zulieferindustrie tragen jedoch auch in wesentlich höherem Maße zu einem Kapazitätsausgleich in Folge von Nachfrageverschiebungen bei den Automobilherstellern bei. Zudem konzentriert sich in diesem Marktsegment die Nachfrage eher auf standardisierte und gleichzeitig flexible Anlagenkonzepte.

In Zukunft sind jedoch insbesondere bei den Premiumherstellern wieder verstärkt direkte produktivitätssteigernde Investitionen in umformtechnische Anlagen zu erwarten. In China werden neben bestehenden Automobil-Joint Ventures auch die stark wachsenden chinesischen Automobilhersteller zur Erreichung der Qualitätserfordernisse für das angestrebte Exportgeschäft in moderne Umformtechnik investieren.

In dieser schwierigen Markt- und Wettbewerbssituation realisierte Müller Weingarten insbesondere bei den mechanischen Großanlagen deutlich rückläufige Verkäufe, so dass der Auftragseingang mit 291,5Mio.€ gegenüber dem Vorjahr (379,0 Mio. €) deutlich unter den Erwartungen blieb. Der Wert lag damit um 87,5Mio.€ unter dem Niveau des Vorjahres. Während die kleineren Geschäftsfelder und der Service weitgehend ihre Planvorgaben erreichen konnten, war das Geschäftsfeld Mechanische Großanlagen maßgeblich von der Nachfrageschwäche aus der Automobilindustrie betroffen. Das Servicegeschäft profitierte zudem von der Übernahme der Zeichnungen, Patente und Markenrechte namhafter US -amerikanischer Pressenhersteller, wodurch die Marktstellung und Marktdurchdringung in Nordamerika nachhaltig verbessert werden konnte. Die damit einhergehende Gründung der BCN Technical Services, Inc. steht in einer Linie mit dem in den Vorjahren aufgebauten internationalen Servicenetzwerk. Zunehmend werden dabei direkt Aufträge bei den in Summe erfolgreichen Tochtergesellschaften platziert.

Der Umsatz verringerte sich in dem verhaltenen, sehr wettbewerbsintensiven Markt von 403,3 Mio. € im Jahr 2005 um 66,7Mio. € auf 336,6Mio. €. Hierbei wirkte sich der unterjährig niedrige Auftragseingang belastend auf den Umsatz aus. Die Gesamtleistung lag mit 329,7Mio. € ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 393,9 Mio. €. Somit reduzierte sich die Gesamtleistung im zweiten Jahr in Folge um nochmals 16 %.

In Summe trugen die Tochtergesellschaften positiv zum Konzernergebnis bei. Lediglich die Unternehmen im Segment Werkzeugbau belasteten das Konzernergebnis. Bei der Müller Weingarten Werkzeuge GmbH wurde im Berichtsjahr ein Sanierungskonzept mit entsprechenden nicht operativen Wirkungen auf das Ergebnis erfolgreich umgesetzt. Fortgesetzte Umstrukturierungen bei der französischen Servicegesellschaft führten darüber hinaus zu Ausgleichsmaßnahmen der Müller Weingarten AG.

Insgesamt weist der Müller Weingarten Konzern ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von
-15,4Mio.€ aus. Das betriebliche Ergebnis reduzierte sich auf -13,3Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (um 14,3 Mio. €). Lediglich geringfügige Steuerbelastungen bei unseren ausländischen Gesellschaften verminderten den positiven Effekt aus der Aktivierung eines Körperschaftsteuererstattungsanspruches der Müller Weingarten AG aus Vorjahren. Das steuerliche Ergebnis wurde zudem negativ beeinflusst durch Latente Steuern in Höhe von 1,6Mio.€.

Im Geschäftsjahr 2006 lag das Jahresergebnis im Konzern mit -13,8Mio.€ nochmals deutlich unter dem unbefriedigenden Wert des Vorjahres (-5,3 Mio. €).

Markt und Wettbewerb

Die fortgesetzt hohe Auslandsnachfrage und zunehmende Impulse aus dem Inland beeinflussen den Markt für Werkzeugmaschinen positiv. Hierzu tragen unverändert die asiatischen Märkte in hohem Maße bei, wenngleich die Hersteller aus China sich mittlerweile einen festen Platz unter den drei größten Produzenten erobert haben und ihrerseits die Exportanstrengungen vergrößern.

Das Segment Umformtechnik ist unverändert von den Perspektiven der weltweiten Automobilindustrie abhängig, die über 50 % des gesamten Produktionswertes abnimmt. Die Nachfrage nach Anlagen und Werkzeugen für die Automobilindustrie war insgesamt verhalten. Bedingt durch die Schwierigkeiten der nordamerikanischen Automobilhersteller und die Investitionszurückhaltung in Westeuropa wurden insgesamt weniger Aufträge für umformtechnische Anlagen erteilt. Auch unverändert bestehende Impulse aus Asien konnten die Entwicklung nicht ausgleichen. Zudem konzentrierten sich die Auftragsvergaben in Fernost und Osteuropa auf das aufgrund der Wettbewerbssituation sehr preissensitive Marktsegment der einfacheren Pressenstraßen. Auf diesem Feld hatten auch in der Vergangenheit asiatische und südeuropäische Hersteller bedeutsame Marktanteile. Im Premiumsegment der Umformtechnik, den hochproduktiven Kompaktsaugerpressen wurde hingegen von den Automobilherstellern und den First Tier Zulieferern kein Auftrag platziert.

Die schwache Nachfrage nach umformtechnischen Anlagen traf dabei auf ein Angebot, das bereits in Folge der rückläufigen Auftragsvergaben in 2005 nur unzureichend beschäftigt war. Hierdurch ergab sich ein weiterer Druck auf die Preise. Die entlastenden Wirkungen aus der ansonsten positiven Wirtschaftsentwicklung in den anderen Branchen konnten diese Belastungen nicht ausgleichen.

Erfreulich waren hingegen die Entwicklungen auf den Märkten für Anlagen im Bereich der Warmumformung und in der Druckgießtechnik.

Unverändert konzentrieren sich die Automobilhersteller und ihre Zulieferer auf die Steigerung der Verfügbarkeit des gesamten Maschinenparks. Somit gewinnen Modernisierungen und Servicekonzepte zunehmend an Bedeutung. Von wesentlicher Bedeutung sind dabei Modernisierungen von Steuerungen der Anlagen. Ganzheitliche Konzepte und eine schnelle Realisierung während des Stillstands der Anlagen sind neben marktfähigen Preisen die entscheidenden Faktoren im Wettbewerb. Bedingt durch die Produktionsoptimierungen der Automobilhersteller und die Verlagerung in die Zulieferindustrie hinein, gewinnen hohe Anlagenverfügbarkeiten eine zunehmende Bedeutung, da Ausfälle bedeutsame Folgen in der gesamten Wertschöpfungskette haben. Insgesamt erwies sich der Markt für Serviceleistungen im Geschäftsjahr 2006 als hinreichend stabil.

Die beiden deutschen Marktführer sehen sich insbesondere bei technologisch einfacheren oder kleineren Anlagen mit einer Vielzahl von Wettbewerbern konfrontiert. Ferner erweitern technische Neuerungen im Bereich der Antriebe von mechanischen Pressen den Kreis der Technologieführer in bestimmten Marktsegmenten.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Müller Weingarten Gruppe hängt zunehmend von den wichtigen außereuropäischen Märkten ab. Von besonderer Bedeutung sind dabei China, Indien und die USA.

In China wies die Wirtschaft im vergangenen Jahr nochmals zweistellige Zuwachsraten auf. Die Kraftfahrzeugindustrie konnte 2006 gegenüber den beiden Vorjahren wiederum höhere Wachstumsraten vorweisen. Produktion und Absatz legten jeweils um 27 % bzw. 25 % zu. Insgesamt betrug das Produktionsvolumen etwa 7,2 Mio. Kraftfahrzeuge; davon 3,8 Mio. Personenkraftwagen. In 2007 wird ein Volumen von 8,9 Mio. Kraftfahrzeugen erwartet. Seit dem Jahr 2000 wird sich dann der Absatz mehr als vervierfacht haben. Erstmals überholte China in 2006 Japan als zweitwichtigstes Absatzland für Automobile und Deutschland als drittgrößten Produktionsstandort. Bei annähernd gleichen Wachstumsraten wird der chinesische Markt bis 2015 die USA überholt haben.

Somit trafen die in Vorjahren geschaffenen Kapazitäten im Bereich der Umformtechnik auf eine gestiegene Nachfrage; dies ist zunächst die Grundvoraussetzung für künftige Erweiterungsinvestitionen. Die in den Vorjahren geschaffenen Überkapazitäten haben jedoch eine Verschärfung der Genehmigungsvorschriften für neue Projekte zur Folge. Die Auswirkungen der restriktiveren Genehmigungspraxis zeigten sich in den vergangenen 2 Jahren auch in einer Abschwächung der Nachfrage nach umformtechnischen Anlagen. Dennoch wachsen neben den internationalen Automobil - Joint Ventures, basierend auf einer flankierenden staatlichen Förderung, die lokalen Automobilhersteller überproportional, woraus sich in Zukunft interessante Projekte ergeben können.

In China konzentriert sich die Nachfrage bei den Importen zunehmend auf technisch anspruchsvolle Produkte der Umformtechnik, während der Bedarf an Standardmaschinen in höherem Maße durch lokale Produktion abgedeckt wird.

Die indische Wirtschaft mit Wachstumsraten von durchschnittlich 8 % gehört zu den mit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Somit entsteht auf dem indischen Subkontinent eine leistungsfähige Mittelschicht; eine Grundvoraussetzung für die Massenmotorisierung und damit auch den nachhaltigen Aufbau einer leistungsfähigen Automobilindustrie. Gleichwohl ist die Entwicklung der Produktionskapazitäten in Indien bei weitem noch nicht mit der Nachfrage nach umformtechnischen Anlagen in China vergleichbar.

In den USA verlangsamte sich das Wachstum, wodurch auch die Nachfrage nach Automobilen sank. Während die Produktion in den USA um 6 % schrumpfte, reduzierte sich der Absatz nur um 2 %. Insbesondere die US-amerikanischen Hersteller verloren weitere Marktanteile. Diese Rückgänge werden in den USA auch für 2007 prognostiziert. Analysten halten ein Schrumpfen des Gesamtmarktes in den USA auf 16 Mio. Einheiten für möglich nach noch 17,9 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2000. Insbesondere der japanische Toyota Konzern gewinnt nachhaltig Marktanteile zu Lasten der US-amerikanischen Hersteller. Somit wird für die Automobilproduktion in den USA in den nächsten Jahren eine verhaltene Entwicklung erwartet, womit sich zunächst ein nachhaltiger Kapazitätsabbau verbindet. Dieses führt zu entsprechenden Wirkungen auf die Nachfrage nach umformtechnischen Anlagen.

Geschäftsverlauf

Insgesamt entsprach der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2006 nicht den Erwartungen. Dabei wirkten die fortgesetzten Verschiebungen von Investitions- und Vergabeentscheidungen der Automobilhersteller auf die Preisqualität und Beschäftigungssituation sehr nachteilig. Insbesondere der Bereich der großen mechanischen Pressen verzeichnete einen bedeutsamen Einbruch beim Auftragseingang, der auch durch die anderen Geschäftsfelder und die fortgesetzt positive Entwicklung im Service nicht ausgeglichen werden konnte.

Im Bereich der mechanischen Großpressen konnte lediglich ein Auftrag zum Bau einer Pressenstraße für ein japanisch-chinesisches Joint Venture und ein Auftrag für einen deutschen Premiumhersteller verbucht werden. Bei den kleineren mechanischen Pressen wurden die Auftragseingänge annähernd auf dem Niveau der Vorjahre gehalten. Einen gegenüber dem Vorjahr verbesserten Auftragseingang verzeichnete der Bereich der Hydraulischen Pressen. Hier wirkte die Erteilung eines Großauftrages von einem skandinavischen Automobilhersteller positiv. Im Marktsegment der Massivumformung setzte sich der erfreuliche Trend des Vorjahres fort. Herausragend ist die Vergabe des Auftrages zur Lieferung des bisher weltweit größten Hammers an die Müller Weingarten AG. Der Bereich der Druckgießtechnik erzielte in einem sehr internationalen Wettbewerbsumfeld Auftragseingänge auf dem Niveau der Vorjahre.

Im Service konnten weitere Aufträge für Modernisierungen von Großanlagen akquiriert werden, so dass sich zusammen mit den positiven Beiträgen der Tochtergesellschaften und insbesondere aufgrund der erfolgreichen Akquisition in den USA wiederum ein Auftragseingang in Höhe von 81,8Mio. € realisieren ließ. Weiteres, nachhaltiges Wachstumspotential erschließt sich für Müller Weingarten neben der fortgesetzten Internationalisierung durch die Ausweitung des Servicegeschäftes auf Fremdfabrikate.

Mit dem Erwerb der Zeichnungsrechte an den untergegangenen amerikanischen Pressenherstellern Bliss, Niagara und Clearing, der Übernahme des Sach- und Umlaufvermögens von der Vorgängergesellschaft in den USA, verbunden mit der nachhaltigen Neuausrichtung dieses Servicegeschäftes, ist der Müller Weingarten Gruppe ein bedeutsamer Schritt zur Stärkung des Servicegeschäftes in diesem weiterhin größten Markt für Umformtechnik gelungen. Das Servicegeschäft in der neu gegründeten Servicegesellschaft BCN Technical Services, Inc. beinhaltet neben dem Ersatzteilgeschäft die Modernisierung bestehender Anlagen mit dem Anspruch einer signifikanten Produktivitätssteigerung. Zielsetzung ist ein umfassender Service vom Einbau der Ersatzteile, Wartung und technischer Prüfung des Maschinenparks beim Kunden und die Nutzung der Zeichnungen und Patente im Neumaschinengeschäft. Zusätzlich wurde das Servicegeschäft für Müller Weingarten Anlagen in den USA in diese Gesellschaft integriert. Insbesondere in Mexiko und Italien erwartet Müller Weingarten zudem weitere Impulse.

Insgesamt führte der Auftragseingang in Höhe von 291,5Mio. € bei Umsätzen von 336,6Mio.€ zu einem Auftragsbestand von 249,2Mio. € (Vorjahr: 295,4 Mio. €).

Die bedeutsamen Marktveränderungen verbunden mit gravierenden Rückgängen beim Auftragseingang, aber auch Probleme bei der Auftragsabwicklung und nicht mehr wettbewerbsfähige Kostenstrukturen, führten zu dem neuen Unternehmenskonzept "MW Transformation". Zielsetzung ist, innerhalb eines Jahres den Wandel vom Spezialmaschinenhersteller zum produzierenden Engineeringunternehmen zu vollziehen. Hierzu wurden insgesamt 19 Einzelprojekte aufgelegt. Neben organisatorischen Veränderungen und einer Stärkung des Projektmanagements beinhaltet das Unternehmenskonzept neue Ansätze in den Bereichen der Produktentwicklung, der Standardisierung und Modularisierung sowie der strategischen Positionierung der einzelnen Geschäftsfelder. Kapazitätsanpassungen an das veränderte Wettbewerbsumfeld und neue Marktanforderungen insbesondere in China sowie die Hebung von Potentialen im Einkauf werden bereits im Geschäftsjahr 2007 zu einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung und in 2008 zu einem positiven Ergebnis vor Steuern beitragen. Hiermit verbunden ist ein Personalabbau von 189 eigenen Mitarbeitern und einer Kapazität von 40 Leiharbeitskräften. Nach der Umsetzung des MW Transformationskonzeptes entsteht ein Fertigungsverbund mit dem zentralen Produktionsstandort in Erfurt für die Bedienung des europäischen Marktes und in Dalian (China) zur Abdeckung der Nachfrage in Fernost. Ohne die entsprechende Produktion vor Ort in Form einer Kombination von Fremdbezügen von Kooperationspartnern mit eigenen Montagekapazitäten ist ein langfristig erfolgreiches Agieren in diesen Märkten nicht mehr möglich. Zudem ergeben sich zusätzliche Perspektiven in Indien und Nordamerika.

Das Unternehmenskonzept MW Transformation sicherte ferner auch die Bereitschaft der Banken, die Umstrukturierung der Unternehmensgruppe zu begleiten. Zielsetzung ist, die Finanzierung im Laufe des Geschäftsjahres 2007 auf eine mittelfristige, abgesicherte Grundlage zu stellen.

Voraussetzung für die zielgerichtete Umsetzung des Unternehmenskonzeptes war die Öffnung des im Jahr 2005 abgeschlossenen Ergänzungstarifvertrages. Aufgrund der bedeutsamen Rückgänge bei den Auftragseingängen im Bereich der Mechanischen Großanlagen konnte zwischenzeitlich der vereinbarte Kündigungsschutz für die Umsetzung der Personalanpassungen des Unternehmenskonzeptes "MW Transformation" aufgehoben werden. Gleichzeitig bestehen die anderen vereinbarten Kostenentlastungen bis in das Jahr 2009 hinein fort. Hier zeigt sich eine besondere Stärke bei Müller Weingarten in Form des fairen Interessenausgleichs zwischen den Tarif- und Betriebsparteien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2006 war die Beschäftigungssituation der Müller Weingarten AG durch einen bedeutsamen Rückgang beim Auftragseingang geprägt. In der Folge führten trotz Gegenmaßnahmen Remanenzkosten und Produktivitätsrückgänge zu einer Ergebnisbelastung. Bedingt durch den Ausbau der Lohnfertigung konnten die negativen Wirkungen jedoch eingegrenzt werden. Temporären Beschäftigungslücken in einzelnen Bereichen der Fertigung wurde mit dem bestehenden Instrumentarium der Arbeitszeitflexibilisierung und dem Abbau von Urlaub begegnet. Weitgehend ausgelastet waren die Montagekapazitäten auf den Außenbaustellen und für den Service. Bei den Konstruktionskapazitäten wurden die Anteile fremder Konstruktionsbüros zurückgenommen, um so auf die rückläufige Beschäftigung zu reagieren. Bis auf die Müller Weingarten Werkzeuge GmbH waren die Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2006 gut ausgelastet. Im Werkzeugbau wurden hingegen die Kapazitäten zurückgenommen und umstrukturiert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2006 lediglich 336,6Mio. € gegenüber 403,3Mio. € im Vorjahr und verringerten sich damit um 17 %. Der Anteil der auf langfristige Fertigungsaufträge aus der Anwendung der Percentage of completion (PoC)-Methode entfallenden Umsätze betrug 170,2Mio. € (Vorjahr: 207,3 Mio. €).

Im Konzern lag die Gesamtleistung mit 329,7Mio.€ um 64,1Mio.€ unter der des Vorjahres (393,9 Mio. €). Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter lag bei 139,8T€ und lag damit unter dem Wert des Vorjahres (166,7 T€). Entsprechend der Gesamtleistung verringerte sich der Materialaufwand von 191,4Mio.€ um 23,8 Mio. € auf 167,6 Mio. €. Die Materialquote lag mit 51 % über dem Vorjahreswert von 49 %. Der Personalaufwand erreichte mit 127,7Mio.€ einen um 6,6Mio.€ geringeren Wert. Neben den restlichen im Jahr 2006 umgesetzten Personalmaßnahmen aus dem Konzept zur Optimierung der Wertschöpfungsstruktur führte auch der mit den Arbeitnehmern in 2005 abgeschlossene Ergänzungstarifvertrag zu Entlastungen, die die aus den allgemeinen Tariferhöhungen in 2006 resultierenden Belastungen mehr als ausgleichen konnten. Bei den Abschreibungen in Höhe von 11,4Mio.€ ergaben sich wie in den Vorjahren keine signifikanten Veränderungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 57,5Mio.€ deutlich unter dem Wert des Vorjahres (75,4 Mio. €). Den im Vorjahr gebildeten höheren Vorsorgen für Risiken im Auftragsbestand und höheren Aufwendungen in Zusammenhang mit einer Vielzahl von Auslandsaufträgen standen im Berichtsjahr, bedingt durch die Auftragsstruktur und den Anarbeitungsgrad, geringere Belastungen gegenüber. Die Tochtergesellschaften trugen insgesamt positiv zum Konzernergebnis bei. Gravierende Ergebnisbelastungen ergaben sich bei der Müller Weingarten Werkzeuge GmbH zum einen aus dem operativen Geschäft und zum anderen aus den einmaligen Aufwendungen im Rahmen der strategischen Neuausrichtung. Weitere Anlaufverluste aus Umstrukturierungen entstanden bei der französischen Servicegesellschaft, die erneut durch Forderungsverzichte gegen Besserungsschein zu Lasten der Müller Weingarten AG ausgeglichen wurden. Erfreulich verlief die Geschäftsentwicklung bei der schweizerischen Tochtergesellschaft Beutler Nova AG, die von der guten Konjunktur außerhalb der Automobilindustrie profitieren konnte.

Das Finanzergebnis in Höhe von -2,2 Mio. € ist wie im Vorjahr (-2,6 Mio. €) durch die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingobjektgesellschaften beeinflusst. Die geringere Liquidität verbunden mit unterjährigen Inanspruchnahmen der Barmittellinien und höhere Finanzierungskosten belasteten das Ergebnis. Gegenläufig wirkten Erträge im Zusammenhang mit dem Verkauf von Wertpapieren und die rückläufigen langfristigen Bankverbindlichkeiten.

Das betriebliche Ergebnis lag mit -13,3Mio.€ deutlich unter dem schon unbefriedigenden Ergebnis des Vorjahres (1,1 Mio. €). Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit -15,4Mio.€ ebenfalls signifikant unter dem Vorjahreswert mit -1,5 Mio. €.

In der steuerlichen Rechnung wirkte die neu geregelte Realisierung des durch das ehemalige Anrechnungsverfahren entstandenen Körperschaftsteuerminderungspotenzials entlastend. Zum 31.Dezember 2006 wurde infolge dessen ein Auszahlungsanspruch gegenüber dem Finanzamt in Höhe des Barwertes aktiviert, der zu einem einmaligen steuerlichen Sonderertrag von 4,5Mio.€ führte.

Die steuerliche Rechnung einschließlich der Effekte aus latenten Steuern entlastete das Ergebnis um 1,7Mio. € (Vorjahr: -3,8Mio. €), so dass der Jahresfehlbetrag bei 13,8Mio. € lag (Vorjahr: 5,3Mio. €).

Bilanz

Im Müller Weingarten Konzern betrug die Eigenkapitalquote bei einer Bilanzsumme von 274,6Mio.€ (Vorjahr: 318,6Mio. €) nahezu unverändert 26 %. Die niedrigere Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2006 ist maßgeblich beeinflusst durch den rückläufigen Auftragseingang mit der Folge entsprechend niedrigerer Teilabrechnungen und eines weiterhin zufrieden stellenden Anzahlungsverhaltens der Kunden. Wie im Vorjahr führte die Einbeziehung von zwei Leasingobjektgesellschaften und Höherbewertungen des Anlagevermögens im Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS zu einer höheren Bilanzsumme. Unverändert wirkten Saldierungsmöglichkeiten bei den Pensionsverpflichtungen entgegen.

Die langfristigen Vermögenswerte lagen mit 118,3Mio. € annähernd auf Vorjahresniveau (119,4 Mio. €). Wesentliche Bestandteile sind neben den Sachanlagen der Müller Weingarten AG und der Theta-Centaurus-Vermögensverwaltungs-GmbH auch die Vermögenswerte der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Objektgesellschaften am Standort Weingarten. Der Erwerb von Zeichnungen und Patenten der alten Pressenhersteller Bliss, Niagara und Clearing zur weitgehend weltweiten Verwertung trug im Wesentlichen zur Erhöhung der Immateriellen Vermögensgegenstände um 9,6Mio.€ bei, während in gleichem Umfang die langfristigen finanziellen Vermögenswerte zur Finanzierung des Kaufs sanken. Die Zugänge bei den Sachanlagen entsprachen im Berichtszeitraum in etwa den Abschreibungen.

Die Vorräte und Halbfabrikate einschließlich der geleisteten Anzahlungen lagen bei 58,4Mio.€ gegenüber 55,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2005. Die Forderungen aus der Anwendung der PoC-Methode erhöhten sich von 25,4Mio.€ im Vorjahr auf 29,9Mio.€. In beiden Bilanzpositionen sind auftragsbezogene Verrechnungen von erhaltenen Anzahlungen enthalten.

Die übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr von 77,5 Mio. € um 32,6Mio.€ auf 44,9Mio.€. Die liquiden Mittel reduzierten sich auf 10,8Mio.€ (Vorjahr: 34,3Mio.€).

Während die langfristigen Vermögenswerte annähernd auf dem Niveau des Vorjahres lagen, verminderten sich die kurzfristigen Vermögenswerte von 199,2 Mio. € auf 156,4Mio.€ im Geschäftsjahr 2006.

Im Berichtszeitraum reduzierte sich das Eigenkapital von 85,7 Mio. € auf 72,6Mio.€.

Zum Bilanzstichtag am 31.12.2006 verminderten sich die langfristigen Schulden von 89,0Mio.€ am Geschäftsjahresende 2005 auf 76,5Mio. €. Die Pensionsrückstellungen reduzierten sich von 35,9 Mio. € auf 33,3Mio. €. Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich von 11,3 Mio. € auf 4,1 Mio. €. Hierzu trugen insbesondere der planmäßige Verbrauch, aber auch Auflösungen von nicht mehr benötigten Vorsorgen bei. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sanken planmäßig in Folge von Tilgungen von 33,8 Mio. € auf 30,1Mio.€. Wesentlichen Anteil an den Bankverbindlichkeiten hat die langfristige Fremdfinanzierung der beiden Leasingobjektgesellschaften.

Zum 31.12.2006 sanken die kurzfristigen Schulden von 143,9Mio.€ auf 125,6Mio.€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich von 76,5 Mio. € auf 73,3Mio.€. Gleichzeitig sanken die sonstigen Rückstellungen und Abgrenzungen im kurzfristigen Bereich von 31,6 Mio. € auf 24,1Mio.€. Analog verlief die Entwicklung bei den sonstigen Verbindlichkeiten von 24,4 Mio. € auf 14,6 Mio. € im Wesentlichen in Folge von abrechnungsbedingt niedrigeren Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

Kapitalflussrechnung

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit heraus kam es zu einem Finanzmittelabfluss in Höhe von -14,9Mio.€ (Vorjahr: +21,1Mio.€). Hierzu trugen im Wesentlichen das negative Jahresergebnis sowie die Erhöhung der Vorräte und Forderungen aus der Anwendung der PoC-Methode, für die bereits im Vorjahr hohe Anzahlungen realisiert werden konnten, bei. Zudem verringerten sich die Rückstellungen und Abgrenzungen in erheblichem Umfang. Den deutlich reduzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen standen geringere Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus Umsatzsteuern und Sozialversicherungsbeiträgen gegenüber. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit lag bei insgesamt -4,9 Mio. € gegenüber -10,4 Mio. € im Vorjahr. Der Auflösung des Spezialfonds und anderen Einzahlungen aus Abgängen aus dem Sachanlagevermögen in Höhe von 17,7Mio. € standen Auszahlungen für investive Maßnahmen in Höhe von 22,9 Mio. € gegenüber. Neben Investitionen in Sachanlagen umfassten die Auszahlungen den Erwerb der Zeichnungsrechte an den ehemaligen US-amerikanischen Pressenherstellern Bliss, Niagara und Clearing mit einem Volumen von 10,8 Mio. €. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -3,5Mio. € beinhaltet die planmäßige Tilgung von Finanzkrediten. Im Vorjahr wurde der Vergleichswert in Höhe von -6,7 Mio. € im Wesentlichen durch eine Dividendenzahlung aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2004 beeinflusst. Am Bilanzstichtag zeigt die Cash Flow Rechnung in Summe einen Finanzmittelbestand von 10,8Mio. € gegenüber 34,3 Mio. € am 31.12.2005.

Segmentberichterstattung

Unterhalb der auch gesellschaftsrechtlich getrennten Segmente Maschinen- und Werkzeugbau werden die geschäftlichen Aktivitäten der Unternehmen der Müller Weingarten Gruppe über eine marktorientierte Geschäftsfeldorganisation gesteuert. Zentral verantwortete Ressourcen stehen mit den Bereichen Produktion (Standorte Weingarten, Erfurt), Finanzen, Einkauf und Personalwesen unterstützend zur Verfügung. Schwerpunkte der Leistungserstellung waren neben dem Hauptsitz des Unternehmens in Weingarten die Niederlassungen in Erfurt, Esslingen und Remscheid. Der neue Montagestandort in Dalian befindet sich derzeit im Aufbau. Bei der Tochtergesellschaft Beutler Nova AG in der Schweiz ist das gesamte Geschäft im unteren Presskraftbereich konzentriert. Darüber hinaus bestehen Repräsentanzen in Peking und Moskau. Von Bedeutung sind die ausländischen Vertriebs- und Servicegesellschaften, die auf den für den Automobilbau wichtigsten Märkten in China, USA, Frankreich, Spanien, Mexiko und Großbritannien präsent sind.

Das unternehmensintern eingesetzte betriebswirtschaftliche Steuerungssystem im Müller Weingarten Konzern basiert auf den Zahlen nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) und anlagenbauspezifisch auf einer auftragsbezogenen Betrachtung. Daneben werden die einzelnen Geschäftsfelder anhand von Kennzahlen wie Umsatz, Auftragseingang und Gesamtleistung auf monatlicher Basis gesteuert.

Segment Maschinenbau

Die Planung und der Bau von Anlagen zur Blechumformung sowie der Bereich Massivumformung, die Druckgießtechnologie für Leichtmetalle sowie der gesamte Service für die Betreiber umformtechnischer Anlagen sind diesem Segment zugeordnet. Hierzu zählen auch die beiden Objektgesellschaften am Standort Weingarten.

Gegenüber dem Vorjahreswert reduzierte sich der Umsatz in Höhe von 372,2 Mio. € um 17% auf 310,2Mio. €. Die neuen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erhöhen insbesondere bei den Mechanischen Großanlagen und Hydraulischen Pressen die Aussagekraft, da bedingt durch die am Leistungserstellungsprozess orientierte Umsatzlegung größere Schwankungen vermieden werden. Die Gesamtleistung lag mit 305,3Mio. € um 59,6Mio.€ unter dem Wert des Vorjahres (364,9 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahreswert reduzierte sich das betriebliche Segmentergebnis bei unverändert schwieriger Markt- und Wettbewerbssituation von 2,0 Mio. € auf -7,4Mio.€ im Geschäftsjahr 2006.

Im Berichtszeitraum erzielte der Maschinenbau mit 263,7Mio.€ einen um 25 % deutlich niedrigeren Auftragseingang als im Vorjahr (352,1 Mio. €). Bedingt durch die fortgesetzte Investitionszurückhaltung in den Märkten in Westeuropa und Nordamerika sowie Verschiebungen von Auftragsvergaben in China lagen insbesondere die Mechanischen Großanlagen für die Automobilindustrie deutlich unter den Erwartungen. Der Auftragsbestand erreichte ein Volumen von 230,0Mio.€ gegenüber 274,6 Mio. € in 2005. Auch dank eines Ausbaus der Lohnfertigung und einer konsequenten Reduzierung von Fremdvergaben konnten die eigenen Kapazitäten im Geschäftsjahr 2006 noch weitgehend beschäftigt werden. Die niedrigen und diskontinuierlichen Auftragseingänge wirkten bei einzelnen Gewerken trotz Nutzung der vorhandenen Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung und durch entsprechende Urlaubsregelungen dennoch kostenerhöhend.

Im Segment Maschinenbau waren im Berichtszeitraum 2.039 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter, im Wesentlichen auf Grund der Gründung der Servicegesellschaft BCN Technical Services, Inc., im Saldo um sieben Mitarbeiter.

Die Investitionen lagen bei 17,5Mio.€ gegenüber 8,8 Mio. € im Geschäftsjahr 2005. Von wesentlicher Bedeutung war der Erwerb der Zeichnungsrechte für Maschinen der Marken Bliss, Niagara und Clearing. Darüber hinaus wurden die Baumaßnahmen am chinesischen Standort in Dalian begonnen.

Marktorientierung und Kundennähe sind im von der internationalen Automobilindustrie beeinflussten Segment Maschinenbau von besonderer Bedeutung. Die Geschäftsfeldorganisation leistet dazu seit Jahren einen entscheidenden Beitrag. Im Geschäftsjahr 2006 wurden die Geschäftsfelder Großpressen und mittlere mechanische Pressen zusammengelegt, um Strukturanpassungen und damit Synergieeffekte realisieren zu können. Gleichzeitig ist die Zusammenfassung auch eine Reaktion auf die veränderten Absatzmärkte. Zunehmend wachsen wichtige, bisher mittelständische Zulieferer der Automobilindustrie in größere Presskraftbereiche hinein, die eine kundenspezifische Betreuung erfordern.

Zielsetzung der Geschäftsfeldorganisation ist es weiterhin, an den Bedürfnissen der Kunden orientierte Problemlösungen in den einzelnen Bereichen unter Einbeziehung des gesamten Know Hows des Segments zu finden. Hiervon profitiert insbesondere der Service bei komplexen Modernisierungen ganzer Presswerke.

Enttäuschend verlief die Geschäftsentwicklung des stark auf die Automobilindustrie ausgerichteten Bereiches Mechanische Großanlagen innerhalb des Geschäftsfeldes Mechanische Pressen. Der Auftragseingang blieb mit 29,7 Mio. € deutlich hinter den Erwartungen und den Vorjahren zurück. Müller Weingarten verlor dabei keine Marktanteile; vielmehr führten die Unsicherheiten in einzelnen Automobilmärkten zu fortgesetzten Verschiebungen von Investitionsentscheidungen der Automobilhersteller und ihrer Zulieferer. Auch aus China kamen keine nachhaltigen Impulse in 2006. Dennoch konnte ein Großauftrag eines chinesisch-japanischen Joint-Ventures, das bisher nicht zum Kundenkreis von Müller Weingarten zählte, gewonnen werden. Im Berichtszeitraum wurden darüber hinaus eine Vielzahl von großen Aufträgen erfolgreich an die Kunden in aller Welt übergeben. Bei den mittleren mechanischen Pressen lagen die Auftragseingänge mit 49,8Mio. € geringfügig über dem Volumen des Vorjahres (2005: 48,2 Mio. €). In diesem Marktsegment hat Müller Weingarten die Technologie der Großpressen im Automobilbau für mittelständische Unternehmen der Zulieferindustrie verfügbar gemacht. Müller Weingarten unterstützt gerade in diesem Marktsegment mit dem weltweiten Servicenetzwerk die Zulieferer bei ihrer Positionierung in den globalen Produktionsnetzwerken der Automobilindustrie.

Insgesamt erreichte das neue Geschäftsfeld Mechanische Pressen einen Auftragseingang von 79,5 Mio. €.

Die Auftragseingänge bei den Hydraulischen Pressen konnten hingegen gegenüber dem schwachen Vorjahr wieder auf den Durchschnitt der letzten Jahre gesteigert werden. Das Geschäftsfeld akquirierte Aufträge mit einem Volumen von 42,7 Mio. € (Vorjahr: 10,9 Mio. €). Von besonderer Bedeutung war dabei der Auftrag zum Bau einer großen Pressenstraße für einen nordeuropäischen Hersteller. Hier wirkte neben der hohen technischen Kompetenz von Müller Weingarten die Strukturierung kreativer, von Müller Weingarten unabhängigen Finanzierungen des Auftrages unterstützend. Zu verzeichnen war daneben der zunehmende wirtschaftliche Druck der großen Automobilhersteller auf ihre Zulieferer. Hier kam es zu Projektstreichungen und in Einzelfällen auch zu ersten Marktbereinigungen. In der mittelfristigen Perspektive sind im hydraulischen Bereich Investitionsentscheidungen der großen Zulieferer im Zusammenhang mit dem Aufbau von Produktionsstrukturen in Osteuropa und Russland zu erwarten. Weiterhin schwierig sind die Marktaussichten für diese Technik auf den chinesischen Märkten. In den Bereichen außerhalb der Automobilindustrie werden zudem neue Schwerpunkte gesetzt, die die Abhängigkeit des Geschäftsfeldes von der Automobilindustrie reduzieren sollen.

Der Bereich Druckgießtechnik entwickelte sich entsprechend den Planungen auf dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre noch zufrieden stellend. Unterstützend wirkte dabei die Anwendung neuer technologischer Lösungen, die die Komplexität der Anlagen reduzieren. So trugen neben dem erfolgreichen, in den Vorjahren erweiterten Produktprogramm wieder Auftragseingänge aus der Automobilindustrie in Fernost zu dem Volumen von 18,1 Mio. € (Vorjahr: 27,9 Mio. €) bei.

Neben Aufträgen aus der fernöstlichen Automobilindustrie verzeichnete das Geschäftsfeld Massivumformung erfreuliche Auftragseingänge aus Europa. So konnte ein Auftrag für den bisher weltweit größten je gebauten Hammer hereingenommen werden. Zu dem Kundenkreis des Geschäftsfeldes gehören neben der Automobilindustrie auch namhafte Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie. Insgesamt konnten so die Auftragseingänge mit einem Volumen von 33,8Mio. € gegenüber dem Vorjahr (32,3 Mio. €) gesteigert werden. Die traditionell internationale Ausrichtung des Geschäftsfeldes sowie die starke Wettbewerbsposition bei Spindelpressen und in der Automatisierung haben hierzu maßgeblich beigetragen.

Die schweizerische Tochtergesellschaft Beutler Nova AG verantwortet das Produktprogramm der mechanisch wie hydraulisch angetriebenen Compact Pressen. In dem, wie im Vorjahr wettbewerbsintensiven, Marktumfeld profitierte die Gesellschaft von der allgemein positiven Konjunkturentwicklung. Zudem konnten Marktanteile gewonnen werden. Die konsequente Ausrichtung des Geschäftsmodells der Gesellschaft auf die Anforderungen des Marktes hat hierzu in hohem Maße beigetragen. Zudem profitiert die Gesellschaft zusammen mit den eigenen Serviceaktivitäten von dem weltweiten Serviceverbund der Müller Weingarten Gruppe.

Das Servicegeschäft stellt den wichtigsten Wachstumsbereich bei Müller Weingarten dar. Zunehmend an Bedeutung gewinnen Modernisierungen bestehender Presswerke. Zielsetzungen sind dabei die Sicherstellung hoher Verfügbarkeiten und signifikante Produktivitätssteigerungen bei bestehenden Anlagen. Zusammen mit dem weltweiten Ersatzteil- und Instandsetzungsservice bilden beide Teilbereiche die Basis für den hohen Anteil dieses Geschäftsfeldes an den gesamten Auftragseingängen. Der Auftragseingang betrug 81,8 Mio. € gegenüber dem Rekordwert von 96,7 Mio. € im Vorjahr. Eine hohe Kundennähe wurde zudem mit dem in der Vergangenheit vorangetriebenen Ausbau des weltweiten Servicenetzwerkes durch Tochtergesellschaften in allen wichtigen Märkten erreicht.

In den USA konnte die Geschäftsbasis durch den Erwerb der Zeichnungsrechte an den großen amerikanischen Pressenherstellern Bliss, Clearing und Niagara nachhaltig vergrößert werden. Die Hersteller haben in der Vergangenheit Pressen in der Größenordnung von 100.000 Stück in den USA und in andere Länder verkauft; ein bedeutendes Potential für die nachhaltige Stärkung des Servicegeschäftes in dem immer noch größten Markt für Umformtechnik weltweit. Zudem werden zusätzliche Impulse für das Neumaschinengeschäft erwartet. Die Servicegesellschaft BCN Technical Services, Inc., die ihren Geschäftsbetrieb im September 2006 aufgenommen hat, erzielte bereits in den ersten vier Monaten ein über den Planansätzen liegendes Ergebnis. Die übrigen Vertriebs- und Servicegesellschaften in Mexiko, China sowie in Großbritannien und Spanien erzielten positive Ergebnisse. Mit der im Bau befindlichen Montagehalle in Dalian verbessert Müller Weingarten die Möglichkeiten für Modernisierungen von Anlagen vor Ort in China in bedeutendem Umfang. Auch in Großbritannien ist mit der Müller Weingarten UK Ltd. der Konzern der größte Anbieter von Serviceleistungen für Pressen. Grundlagen hierfür sind neben den installierten Anlagen aus dem Müller Weingarten Konzern auch die Pressenzeichnungen für Fremdfabrikate wie Verson, Bliss, Clearing und Niagara.

Im Geschäftsjahr 2007 erwartet das Segment Maschinenbau angesichts der weiter sehr intensiven Wettbewerbssituation bei fortwährender struktureller Nachfrageschwäche in den traditionellen Märkten in Nordamerika und Westeuropa sowie Wachstumsperspektiven in Indien und den osteuropäischen Ländern einschließlich Russland noch kein positives Ergebnis. Zudem belasten das Segment die in 2006 konzipierten und in 2007 endgültig beschlossenen Restrukturierungen.

Segment Werkzeugbau

Die Geschäftsaktivitäten der Müller Weingarten Werkzeuge GmbH sowie deren Tochtergesellschaften MW Česká Republika s.r.o. und UmformCenter Erfurt GmbH sind in diesem Segment zusammengefasst. Die neu in den Konsolidierungskreis aufgenommene UmformCenter Erfurt GmbH konzentriert sich dabei auf die Herstellung aufwendiger Strukturteile mit hohem Betreuungsbedarf aufgrund komplexer Werkzeugtechnologie. Im Geschäftsjahr erwirtschaftete der Werkzeugbau aufgrund der unbefriedigenden Marktlage wiederum ein negatives betriebliches Ergebnis von -5,4Mio.€. Darin enthalten sind auch die Restrukturierungsaufwendungen, die im Wesentlichen einen Personalabbau im Zusammenhang mit den notwendigen Kapazitätsreduzierungen im Großwerkzeugbau beinhalten. Unumgänglich waren in 2006 konzeptionelle Überlegungen zur Neuausrichtung des Geschäftes, da die Marktlage sich insbesondere im Bereich der Großwerkzeuge weiter dramatisch verschärft hatte. Hintergrund sind deutliche Überkapazitäten und der steigende Anteil von Auftragsvergaben für Werkzeuge in Niedriglohnländer sowie die nicht ausgelasteten Werkzeugbaukapazitäten der Automobilhersteller. Weiterhin zufrieden stellend entwickelte sich der Markt von Sonderwerkzeugen für technologisch-innovative Nischenprodukte, wie z.B. das Rollumformen für Getriebeteile oder Werkzeuge für Stanz- und Umformautomaten.

Der Umsatz erreichte ein Volumen von 31,2Mio. € (Vorjahr: 32,8 Mio. €). Die Gesamtleistung betrug 26,8Mio. € und lag damit um 13 % unter dem Wert des Vorjahres (30,7 Mio. €). Im Berichtszeitraum lagen die Auftragseingänge bei 29,6 Mio. € gegenüber 29,0 Mio. € im Vorjahr. Wiederum erfolgten Auftragshereinnahmen nur selektiv. Erfolgreich verlief das Geschäft mit hochkomplexen Werkzeugen für Struktur- und Getriebeteile. Hierauf konzentriert sich das Segment Werkzeugbau zukünftig in verstärktem Maße. Die Konzentration des Großwerkzeugbaus auf die Wertschöpfungsstufen Methodenplanung, Entwurfskonstruktion, Projektmanagement und Tryout sowie der Ausbau des Spezialwerkzeugbaus erforderten in 2006 nochmals bedeutsame Strukturanpassungen. Hiervon waren insgesamt 63 Mitarbeiter betroffen. Gleichzeitig konnte der Sanierungstarifvertrag aus den Vorjahren auf eine neue, tragfähige Grundlage gestellt werden.

Die Investitionen beliefen sich auf 4,2Mio. € und lagen damit um 3,7Mio. € über dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter lag bei 305 (Vorjahr: 331). Die Beiträge der Mitarbeiter im Rahmen eines Sanierungstarifvertrages haben die Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung der Gesellschaft maßgeblich gesichert. Im Geschäftsjahr 2007 wird aufgrund angepasster Wertschöpfungsstrukturen erstmals wieder ein leicht positives Ergebnis erwartet.

Investitionen

Die Zugänge von immateriellen Vermögenswerten betrugen insgesamt 10,8 Mio. € im Geschäftsjahr 2006 und umfassen im Wesentlichen den Kauf von Zeichnungen und Rechten der ehemaligen Pressenhersteller Bliss, Clearing und Niagara zur Intensivierung des US- amerikanischen Servicegeschäfts.

Die Investitionen bei den Sachanlagen in Höhe von insgesamt 10,4 Mio. € beinhalten unter anderem die Modernisierung der erworbenen Gebäude und technischen Anlagen unserer Tochtergesellschaft in den USA. Darüber hinaus wurde der Bau eines neuen Konstruktions- und Verwaltungsgebäudes in Weingarten fertig gestellt. Zur Aufnahme der Produktion von speziellen Umformteilen bei der UmformCenter Erfurt GmbH ist eine Zweiständer-Transferpresse installiert worden. Im Schweißwerk in Erfurt wurde ein Fasenroboter zur Sicherung der hohen Qualitätsstandards und zur rationelleren Fertigung angeschafft. Im Übrigen erfolgten im üblichen Rahmen Ersatzbeschaffungen sowie Modernisierungen für den Maschinenpark und bei den Krananlagen.

Im Geschäftsjahr 2006 wurde eine weitere Tochtergesellschaft in China gegründet, um diesen wichtigen Exportmarkt im Neumaschinengeschäft sowie bei Servicedienstleistungen noch intensiver bearbeiten zu können. Die Gesellschaft Müller Weingarten (Dalian) Forming Technologies Co., Ltd. wurde mit einem Eigenkapital von 1,7 Mio. € ausgestattet und wird unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Bei der chinesischen Tochtergesellschaft in Dalian wurde mit dem Bau einer Montagehalle begonnen.

Entwicklung

Langfristiger unternehmerischer Erfolg kann nur durch die stetige Entwicklung und Einführung neuer Technologien und Produkte abgesichert werden. Vor dem Hintergrund sich deutlich verändernder Markt- und Kundenanforderungen hat Müller Weingarten seine Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung weiter verstärkt. Dazu gehören die Einführung digitaler Tools, die Entwicklung der Servopressen-Technologie und neuer konventioneller Hochleistungspressenstraßen sowie eines zum Patent angemeldeten Anwärmverfahrens für die Warmumformung.

Hauptentwicklungsschwerpunkt im Bereich der konventionellen Pressentechnologie ist die Konstruktion modular aufgebauter Hochleistungspressenstraßen für die speziellen Anforderungen des asiatischen Marktes. Diese folgen dem Design-to-cost-Prinzip und stellen eine besonders wirtschaftliche und wettbewerbsfähige Pressenkonzeption dar, die den steigenden Anforderungen der dortigen Automobilhersteller entspricht.

Digitaler Simulator

Auf der Messe EuroBlech im vergangenen Herbst wurde der Digitale Simulator dem Fachpublikum vorgestellt und stieß auf großes Interesse. Mit dem Digitalen Simulator hat Müller Weingarten ein Werkzeug entwickelt, mit dessen Unterstützung der Materialfluss innerhalb der Presse virtuell optimiert werden kann. Die Zielsetzung dabei ist eine Steigerung der Effizienz neuer und bereits existierender Anlagen mit möglichst geringem Aufwand. Denn noch bevor eine Anlage aufgebaut ist oder während eine bestehende Anlage läuft, können Hubzahl und Bewegungsabläufe der Anlage optimiert werden. Derzeit arbeiten die MW Programmierer daran, den digitalen Simulator so flexibel auszulegen, dass er auch für elektronische 3-Achs-Transfer-Systeme einsetzbar ist und den Transfer mit Steuerung und Visualisierung koppelt. Dazu erfolgt die Auslegung nicht mehr anlagenspezifisch, sondern parametrisch. Damit können künftig auch Fremdanlagen optimiert und neue Marktpotenziale erschlossen werden.

Virtuelle Inbetriebnahme

Moderne Umformanlagen erreichen mit ihren flexiblen, programmierbaren Transfersystemen zwar hohe Produktionsleistungen, erfordern allerdings auch einen hohen Optimierungs- und Inbetriebnahmeaufwand. Um dabei den Anteil empirischer Programmierung zu senken und den Inbetriebnahmeprozess auf eine rationelle Basis zu stellen, entwickelt Müller Weingarten ein komplexes Simulationstool. Parallel hierzu entsteht derzeit in Erfurt ein eigenes Pilot- und Testcenter, in dem Experten in naher Zukunft den überwiegenden Teil der computergestützten Inbetriebnahme durchführen können. Die Programmierzeiten auf der Baustelle werden hierdurch deutlich reduziert.

Servopressen

Speziell für komplexe Anwendungen und wechselnde Anforderungen vorgesehen ist die Servopressen-Technologie. Diese verbindet die Vorteile mechanischer und hydraulischer Pressen wie Produktivität und Flexibilität. Anhand umfangreicher Simulationen und Berechnungen haben die MW Entwicklungsabteilungen anhand eines definierten Teilespektrums deutliche Leistungssteigerungen gegenüber konventionellen Pressenantrieben festgestellt. Durch die höhere Ausbringung sinken die Stückkosten. Weitere Vorteile sind der geringere Energieeinsatz gegenüber einer mechanischen Presse sowie geringere Ersatzteil- und Wartungskosten. Müller Weingarten erwartet eine starke Nachfrage vor allem bei Schneid- und Umformautomaten sowie für Compact Pressen. Das angebotene Presskraftspektrum reicht von 125 bis 2.000 Tonnen und ist damit das Umfangreichste im Markt. Eine Produktionsanlage mit einer Presskraft von 1.100Tonnen wird derzeit in Erfurt aufgestellt.

Anwärmverfahren

Ebenfalls zur Reduzierung von Durchlaufzeiten, Kosten und Platzbedarf ist ein neues durch Müller Weingarten angemeldetes Anwärmverfahren für die Warmumformung dienlich. Die konduktive Erwärmung der Bleche in der Presse spart Kunden künftig nicht nur den Platz für den rund 30 Meter langen Durchlaufofen und verbessert Produktivität und Handling, sondern reduziert bei mittelgroßen Teilen zudem den Energiebedarf um rund 30 Prozent. Müller Weingarten Werkzeuge GmbH wird dieses Verfahren in 2007 in den Markt einführen.

Mitarbeiter

Die Unternehmen der Müller Weingarten Gruppe beschäftigten am 31.12.2006 insgesamt 2.307 Mitarbeiter gegenüber 2.357 zum Jahresende 2005. Neben den im Segment Maschinenbau an den deutschen Standorten plangemäß umgesetzten Personalreduzierungen nach dem Wertschöpfungskonzept sowie den eingeleiteten Maßnahmen im Rahmen der Neuausrichtung des Werkzeugbaues verzeichnet der Müller Weingarten Konzern einen Beschäftigtenzuwachs in den Auslandsgesellschaften, insbesondere durch die Gründung der amerikanischen Servicegesellschaft BCN Technical Inc., in der der Service an Fremdfabrikaten und Müller Weingarten Anlagen konzentriert wurde. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich in der Stichtagsbetrachtung die Zahl der Arbeitsplätze im Inland um 121, während sie sich zum gleichen Zeitpunkt im Ausland um 71 erhöhte.

Im Jahresdurchschnitt waren 2.359 Mitarbeiter beschäftigt, davon im Inland 2.118 (Vorjahr: 2.189) und im Ausland 241 (Vorjahr: 174). Die Zahl der Auszubildenden betrug 147 im Jahresdurchschnitt. Damit hat sich die Ausbildungsquote gegenüber dem Vorjahr leicht auf 6,2% verringert. Aufgrund der stetig wachsenden Qualifikationsanforderungen sieht Müller Weingarten die Ausbildung des eigenen Nachwuchses zur weiteren Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten fortwährend als elementaren Grundbaustein für die Zukunftssicherung an. Neben den klassischen Berufsausbildungen und Studienabschlüssen gewinnen zunehmend die Maßnahmen im Bereich Methoden-, Projektabwicklungs- und Managementkompetenz sowie internationale Einsetzbarkeit in allen Tätigkeitsfeldern an Bedeutung. Die zielgerichtete, kontinuierliche Förderung und Weiterbildung der Mitarbeiter durch eine Vielzahl von weiterführenden Aktivitäten bleibt weiterhin unabdingbar.

Mit den im Vorjahr vereinbarten Ergänzungstarifverträgen für die deutschen Standorte der Müller Weingarten AG sowie dem in 2006 abgeschlossenen Zusatztarifvertrag zur Neuausrichtung des Werkzeugbaus konnte der in dem schwierigen Marktumfeld stark angespannte Kosten- und Beschäftigungssituation gegengesteuert werden, ohne jedoch vollständig die unerwarteten Auftragseinbrüche des Jahres kompensieren zu können. Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsleitung die Umsetzung eines 19 Punkte Programms im Rahmen des MW Transformationskonzept vorgestellt.

Die sachliche, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretungen war auch im Geschäftsjahr 2006 Basis für die eingeleitete Entwicklung zum nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Müller Weingarten AG weist für das Geschäftsjahr 2006 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 32,9Mio.€ gegenüber einem Jahresfehlbetrag von 10,1Mio.€ in 2005 aus. Neben den Sondereinflüssen auf das Ergebnis der Müller Weingarten AG in Folge der Bündelung des beweglichen Sachanlagevermögens sowie der Patente und Warenzeichen in der Tochtergesellschaft Theta-Centaurus-Vermögensverwaltungs-GmbH im Geschäftsjahr 2002 führen erhebliche Belastungen im operativen Geschäft der Müller Weingarten AG sowie im Beteiligungsbereich und im handelsrechtlichen Abschluss zu berücksichtigende außerordentliche Aufwendungen aus dem Unternehmenskonzept MW Transformation in Höhe von 13,5Mio.€ zu dem negativen Ergebnisausweis für das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Bilanzverlust der Müller Weingarten AG in Höhe von 43,0Mio. € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher vor, keine Dividende auszuschütten.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Bericht des Vorstands der Müller Weingarten AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthält folgende Schlusserklärung:

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen oder Unterlassungen von Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG liegen nicht vor.

Angaben nach den § 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Konzernmuttergesellschaft in Höhe von 21.504.000,- Euro ist gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung (Stand 28. September 2006) eingeteilt in 8.400.000 Stückaktien. Jede Stückaktie ist am Gezeichneten Kapital in gleichem Umfang beteiligt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Aktien ist ausgeschlossen.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung der Stimmrechte sind nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung in Text- oder Schriftform in deutscher oder englischer Sprache bei der Gesellschaft angemeldet und der Gesellschaft die Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts nachgewiesen haben. Der Nachweis des Anteilsbesitzes ist in Text- oder Schriftform in deutscher oder englischer Sprache durch das depotführende Institut zu führen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats weitere Möglichkeiten des Nachweises festlegen (§ 16 Abs. 2 der Satzung). Aktionäre können ihr Stimmrecht durch Bevollmächtigte ausüben. Vollmachten können in schriftlicher Form, per Telefax oder auf einem anderen von der Gesellschaft näher zu bestimmenden elektronischen Weg erteilt werden (§ 15 Abs. 6 der Satzung).

Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und - soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist - mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes bestimmt (§ 18 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Es bestanden nach Kenntnis der Gesellschaft zum angegebenen Stichtag folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

Direkter Anteil der Stimmrechte in %

Indirekter Anteil der Stimmrechte in %

Stichtag

Metzler Beteiligungsgesellschaft mbH

68,13

15.04.2002

B. Metzler seel. Sohn & Co Holding AG

68,13

15.04.2002

MHKV Beteiligungsgesellschaft mbH

22,00

23.12.2002

Manuel Knapp-Voith

22,00

23.12.2002

Schuler Aktiengesellschaft

64,49

01.04.2007

Schuler Beteiligungen GmbH

64,49

01.04.2007

Vermögensverwaltung Schuler-Voith GbR

64,49

01.04.2007

Dr. Robert Schuler-Voith

64,49

01.04.2007

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85AktG. Gemäß § 7 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands und etwaiger stellvertretender Vorstandsmitglieder wird durch den Aufsichtsrat festgesetzt. Ebenso erfolgen die Bestellung von Vorstandsmitgliedern, der Widerruf von Bestellungen sowie die Ernennung eines Mitglieds des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden durch den Aufsichtsrat.

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179 ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG). Gemäß §18 Abs. 3 der Satzung können Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen vom Aufsichtsrat ohne Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen werden.

Mit Beschluss der Hauptversammlung am 27. Juni 2002 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft bis zum 27. Juni 2007 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals, jedoch um höchstens 2.560.000 € (genehmigtes Kapital) zu erhöhen. Im Berichtsjahr wurden auf Grundlage dieser Ermächtigung keine Aktien ausgegeben.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Juni 2005 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22. Juni 2010 einmalig oder mehrmals Genussrechte im Gesamtbetrag von bis zu 20.000.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu begeben. Die aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Genussrechte dürfen keine Wandlungs- oder Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft vorsehen. Gleichzeitig wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte festzulegen. Im Berichtsjahr wurden keine Genussrechte ausgegeben.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. September 2006 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien bis zum 27. März 2008 zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den Börsenkurs um nicht mehr als fünf Prozent überschreiten und um nicht mehr als fünf Prozent unterschreiten. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates wieder zu veräußern. Im Berichtsjahr wurden auf Grundlage dieser Ermächtigung keine eigenen Aktien erworben.

Nach § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB bestehen bei zwei Verträgen Kündigungsrechte beziehungsweise vertragliche Verpflichtungen für den Fall einer mit einem Gesellschafterwechsel verbundenen Transaktionsstruktur mit entsprechenden Wirkungen auf die Kapitaldienstfähigkeit der Müller Weingarten AG.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Risikomanagement

Mit ihren in- und ausländischen Tochtergesellschaften ist die Müller Weingarten AG im internationalen Geschäft des Maschinen- und Anlagenbaus sowie im Werkzeugbau tätig. In diesen Marktsegmenten und dem internationalen Umfeld stehen den geschäftlichen Chancen auch besondere Risiken gegenüber. Die Müller Weingarten AG und ihre Tochtergesellschaften haben mit den vielfältigen Instrumentarien zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement eine Basis geschaffen, die einzugehenden unternehmerischen Risiken transparent zu machen, zu kontrollieren sowie durch geeignete Gegenmaßnahmen zu begrenzen und soweit möglich auszuschließen. Geschäftsbedingt liegt der Schwerpunkt im Bereich der Großaufträge, die in zunehmendem Ausmaß mit Kunden in aller Welt oft über mehrere Jahre abgewickelt werden. Diese Internationalisierung des Geschäftes eröffnet der Müller Weingarten Gruppe neue Märkte und Absatzchancen, führt aber auch zu weiteren Risiken. Im Berichtsjahr wurde daher das bestehende Risikomanagementsystem auf diese neuen Herausforderungen hin angepasst und in den ausländischen Tochtergesellschaften implementiert. In regelmäßigen Abständen werden die Chancen und Risiken der Geschäftsfelder und Standorte vom Vorstand und der erweiterten Geschäftsleitung analysiert. Die Beurteilung ergänzen regelmäßige Berichte der Tochtergesellschaften zur eigenen Risikosituation.

Folgende Risikofelder beeinflussen das Geschäft von Müller Weingarten:

Marktrisiken

Die Müller Weingarten Gruppe wird in erheblichem Ausmaß durch die wirtschaftliche Entwicklung der internationalen Automobilindustrie und deren Zulieferindustrie beeinflusst. Nachhaltige Investitionszurückhaltung auf den westeuropäischen und nordamerikanischen Märkten kann nur begrenzt durch Erfolge auf den Wachstumsmärkten in Osteuropa und Fernost ausgeglichen werden. Der Preisdruck, bedingt durch diese Nachfrageschwäche und durch zusätzliche Wettbewerber insbesondere im unteren Technologiesegment, verstärkt sich. Hieraus ergeben sich nachhaltige Folgen für die Beschäftigungs- und Ertragslage, denen durch entsprechende Gegenmaßnahmen zur Kostenbegrenzung und Neuausrichtung des Unternehmens begegnet wurde.

Zudem wirken die weitere Internationalisierung der Gruppe sowie der Ausbau der Innovationskraft zur Sicherung der Technologieführerschaft den Risiken entgegen. Hierzu gehören auch der Ausbau des internationalen Servicegeschäftes und die zielgerichtete Sicherung von Montagekapazitäten in den jeweiligen Absatzmärkten. Mit einer Konzentration eigener Wertschöpfung auf technische Kernkompetenzen und der Kombination mit leistungsfähigen Zulieferern wird dem Wettbewerbsdruck begegnet. Ferner wirkt die weitere Verbesserung der Abläufe und Kostenstrukturen unter Nutzung flexibler Formen der Arbeitszeit entlastend.

Projektrisiken

Die Planung und Realisierung von großen Presswerken für die internationale Automobilindustrie bilden den Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit von Müller Weingarten. Die ohnehin vorhandenen, vielfältigen technischen wie kommerziellen Risiken erhöhen sich durch den zunehmenden Anteil außereuropäischer Projekte. Neben dem langjährigen Know How der Fachabteilungen ist der Ausbau des bestehenden Projektmanagementsystems Grundvoraussetzung für das rechtzeitige Erkennen von Risiken und die Initiierung wirksamer Gegenmaßnahmen. Ein regelmäßiges Berichtswesen wirkt dabei unterstützend. Hierzu gehören fortgesetzte Überprüfungen der Großprojekte, deren Ergebnisse in die mitlaufende Kalkulation einfließen. Die insbesondere mit dem Auslandsgeschäft verbundenen vertraglichen Risiken werden durch die selektive Einschaltung von im internationalen Vertragsrecht erfahrenen Kanzleien geprüft und begrenzt.

Risiken bei Materialversorgung und in der Währungsentwicklung

Der fortwährende Wirtschaftsboom in China und in anderen Wachstumsregionen verbunden mit der konjunkturellen Erholung in Westeuropa führte zu keiner Entspannung bei den Beschaffungspreisen im Geschäftsjahr 2006. Von besonderer Bedeutung sind langfristig angelegte Verträge zur Sicherung einer Materialversorgung, weil die Stahlbleche und Gussteile für den Pressenbau in vielen Fällen Sonderanfertigungen sind. Über höhere Produktpreise ist die Entwicklung bei den Materialkosten nur sehr eingeschränkt auszugleichen. Da wie im Anlagenbau üblich auftragsbezogen kalkuliert wird, ergeben sich Risiken für die im Bestand befindlichen Aufträge nur in sehr überschaubarem Maße.

Zunehmend schwerer kalkulierbar ist die Veränderung der Währungsparitäten. Während die Entwicklung der europäischen Währung in 2006 zunächst durch eine Seitwärtsbewegung geprägt war und somit zunächst zu keiner weiteren Verschlechterung der Absatzperspektiven insbesondere auf den amerikanischen Märkten führte, führte der Wertverlust des US Dollars in jüngster Zeit zu einem weiteren Wettbewerbsdruck für die europäischen Hersteller. Nachhaltige Absatzerfolge in den Märkten des Wirtschaftsraums NAFTA erfordern langfristig höhere Anteile von Wertschöpfung vor Ort. Zudem ist die besondere Wettbewerbssituation auf dem internationalen Pressenmarkt zu berücksichtigen, da insbesondere japanische Unternehmen die Wettbewerber für die beiden deutschen Weltmarktführer bei Großanlagen sind. Somit gewinnt die Entwicklung des Verhältnisses Euro zum Yen an besonderer Bedeutung.

Finanzrisiken

Der Müller Weingarten AG und den Tochtergesellschaften stand ein hinreichender Kreditrahmen, der insbesondere im Hinblick auf die Stellung von Bürgschaften zur Sicherung von Anzahlungen von besonderer Bedeutung ist, zur Verfügung. Mit den Banken wurden unterjährig vertragliche Vereinbarungen, die die wirtschaftliche Situation des Jahres 2006 würdigen und das Ziel einer mittelfristigen Strukturierung beinhalten, abgeschlossen. Mit entsprechenden Sicherungsmaßnahmen begegnet Müller Weingarten den Bonitäts- und Wechselkursrisiken im Auslandsgeschäft. Den Wechselkursrisiken begegnet Müller Weingarten aufgrund der Einzelauftragsfertigung durch Devisentermingeschäfte. Die finanziellen Folgen aus Haftungsrisiken und Schadensfällen sind durch einen entsprechenden Versicherungsschutz weitestgehend abgedeckt. Müller Weingarten berücksichtigt die anlagenbautypischen Risiken sowie etwaige Bonitätsrisiken durch entsprechende Zahlungsvereinbarungen mit den Kunden und sonstige Absicherungen.

Corporate Governance

Müller Weingarten fühlt sich den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils aktuellen Fassung verpflichtet. Die verantwortungsbewusste und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist seit jeher die Basis für das unternehmerische Handeln der Gesellschaft. Zielsetzung ist dabei, den im Aufsichtsrat durch die Vertreter der Anteilseigner wie der Arbeitnehmer vorhandenen Sachverstand zur Weiterentwicklung des Unternehmens gezielt zu nutzen. Der Vorstand berichtet und informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der unterjährigen Geschäftsentwicklung, der Unternehmensplanung und -strategie sowie über die Risikosituation der Unternehmensgruppe.

Für die Müller Weingarten AG ist Corporate Governance ein umfassender Anspruch, der alle Bereiche des Unternehmens erfasst. Transparente Berichterstattung und Information gegenüber den Aktionären sowie der interessierten Öffentlichkeit im Hinblick auf die Unternehmensentwicklung, Innovationen bei Produkten und deren Anwendungsmöglichkeiten stellen für die Gesellschaft ein besonderes Anliegen dar. Die Vorteile der modernen Kommunikationsmittel werden zunehmend intensiver genutzt. Wesentliche Informationen für die Aktionäre werden unverzüglich auf der Müller Weingarten Internet-Homepage veröffentlicht.

In ihrer gemeinsamen Sitzung vom 30. November 2006 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Müller Weingarten AG die im Kodex genannten Kriterien untersucht und im Anschluss die Entsprechenserklärung zu der seit 24. Juli 2006 gültigen Neufassung verabschiedet. Die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex ist mit Erläuterung der Abweichungen auf der Internetseite der Gesellschaft (www.mueller-weingarten.de) veröffentlicht.

Vergütungsbericht

Die Festlegung und Überprüfung der Vergütung des Vorstandes der Müller Weingarten AG sind Aufgabe des Personalausschusses des Aufsichtsrats. In regelmäßigen Abständen überprüft der Personalausschuss das Vergütungssystem hinsichtlich der Struktur und der Höhe der Vorstandsvergütung.

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich im Allgemeinen aus einem fixen und einem variablen Anteil zusammen. Der variable Anteil ist dabei am Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns orientiert. Das Vergütungssystem enthält keine Aktienoptionen oder artverwandte Rechte.

Die aktiven Vorstandsmitglieder erhalten zurzeit lediglich einen fixen Anteil. Die festen Zusagen setzen sich aus einer monatlich zahlbaren Grundvergütung sowie aus sonstigen Bezügen zusammen. Die sonstigen Bezüge bestehen im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstfahrzeugen und aus Versicherungsprämien. Zusagen für den Fall der Mandatsbeendigung in Form von Ruhegeldzusagen oder sonstigen Abfindungszahlungen bestehen für die aktiven Vorstandsmitglieder nicht.

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung der Müller Weingarten AG festgelegt und enthält keine variablen Bestandteile. Neben dem Ersatz der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit bestehen keine geschäftlichen Beziehungen und hieraus entstehende Vergütungsansprüche.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2007

Die Nachfrage nach umformtechnischen Anlagen wird einerseits durch die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. Dies betrifft insbesondere die außerhalb der Automobilindustrie liegenden Anwendungen für Umformtechnik. Im wichtigsten Absatzmarkt Automobilindustrie erwartet Müller Weingarten jedoch nur eine leichte Belebung der Nachfrage, wenngleich auch in unterschiedlichen Ausprägungen in den einzelnen Marktsegmenten. Während für die nordamerikanischen Märkte allenfalls Modernisierungen und unabdingbare Ersatzinvestitionen prognostiziert werden können, erwartet der Müller Weingarten-Konzern in Europa insbesondere bei den Premiumherstellern eine regere Projekttätigkeit insbesondere im Großanlagenbereich. Bei den Volumenherstellern sind aufgrund bestehender Überkapazitäten und der Ausgleichsmöglichkeiten über die Zulieferindustrie nur geringe Nachfrageimpulse zu erwarten.

Wachstumsdynamik erwartet Müller Weingarten unverändert auf den Märkten in Fernost, hier insbesondere in China. Die langjährige Marktpräsenz über die ehemalige Umformtechnik Erfurt und durch die von der Müller Weingarten AG gelieferten Anlagen begründet für den Müller Weingarten Konzern die Position als größter ausländischer Anbieter von Umformtechnik in diesem Markt. Insbesondere die Expansion der erfolgreichen chinesischen Automobilhersteller eröffnet für Müller Weingarten zusätzliche nachhaltige Geschäftsperspektiven. Weitere positive Marktaussichten werden in Indien, den Ländern des mittleren Osten sowie in der mittelfristigen Perspektive in Russland und Osteuropa gesehen.

Voraussetzung für die Realisierung der Marktchancen ist eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit. Zu deren Wiedererlangung und späteren Sicherung dient das in der Umsetzung befindliche Unternehmenskonzept "MW Transformation". Insgesamt 19 Teilprojekte sollen im Jahr 2007 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Neben Themen in den Bereichen Neue Produkte und Verfahren, dem weiteren Ausbau des erfolgreichen Servicegeschäftes durch Gründung weiterer Auslandsgesellschaften und Initiativen für die stringente Durchdringung des russischen Marktes konzentrieren sich viele der Projekte auf eine nachhaltige Effizienzsteigerung und eine Anpassung der Kapazitäten an die Markterfordernisse. Hiermit verbunden ist ein Personalabbau von 189 eigenen Mitarbeitern und 40 Leiharbeitskräften. Zielsetzung ist der Wandel von Müller Weingarten vom Spezialmaschinenbauer zum produzierenden Engineeringunternehmen verbunden mit der bedarfsgerechten Nutzung eigener wie fremder Produktions- und Montagekapazitäten in einem weltweiten Verbund. Mit den angepassten Standorten in Deutschland, der Erweiterung in China und der neuen Servicegesellschaft in den USA kann in Zukunft flexibel auf Nachfrageverschiebungen sowie Preis- wie Währungsveränderungen reagiert werden. In diesem Zusammenhang kommt der Umsetzung nachhaltiger Veränderungen in unserem Einkauf wie auch der verstärkten Standardisierung auf der Produkt-, Verfahrens- und Teileebene eine besondere Bedeutung zu.

Im weltweiten Wettbewerb erfordert der Anspruch der Technologieführerschaft nachhaltige marktorientierte Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung. Genau hier liegen die Schwerpunkte mit den Neuentwicklungen für Hochleistungspressenstraßen und Anlagen für die Anforderungen der neuen Automobilproduktionsstandorte in Fernost.

Nach der Neustrukturierung des Werkzeugbaus im Geschäftsjahr 2006, verbunden mit entsprechenden Kapazitätsanpassungen und dem Setzen neuer Schwerpunkte im Produktprogramm, werden im Geschäftsjahr 2007 höhere Auftragseingänge und verbesserte Ergebnisse erwartet.

Insgesamt erwartet Müller Weingarten auch im Jahr 2007 noch einen Verlust, der unter dem Ergebnis des Jahres 2006 liegen wird. Hierbei wirken sich die Nachfrageschwäche des Vorjahres, verbunden mit einem unbefriedigenden Preisniveau, nochmals belastend aus. Mit dem Konzept MW Transformation werden ab dem Jahr 2008 jedoch wieder positive Ergebnisse und damit eine nachhaltige Kapitalrendite erwartet, die mittelfristig auch wieder zu einer Dividendenfähigkeit führt. Hierzu tragen auch die Tochtergesellschaften des Müller Weingarten Konzern bei. Die mit dem Unternehmenskonzept verbundenen Restrukturierungsaufwendungen belasten nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) jedoch das Ergebnis des Jahres 2007 mit rund 13 Mio. € zusätzlich.

Die finanziellen Rahmenbedingungen werden sich mit der Umsetzung des Unternehmenskonzeptes wieder verbessern. Zielsetzung ist, in 2007 die Finanzierung der betrieblichen Tätigkeit auf mittlere Sicht abzusichern und neu zu ordnen. Hierzu gehört auch die Finanzierung der Restrukturierung.

Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2006

Am 27. März / 01. April 2007 hat die Schuler AG insgesamt 64,49 % der Aktien der Müller Weingarten AG übernommen.

Die Schuler AG beabsichtigt, ein Pflichtangebot nach §35 Abs.2 des deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zu unterbreiten mit dem Ziel der vollständigen Übernahme der Aktien der Müller Weingarten AG.

Weitere Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2006 über die in diesem Bericht dargelegten Sachverhalte hinaus, die für die Müller Weingarten Gruppe von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Konzerns führen könnten, sind nicht eingetreten.

Weingarten, im April 2007

Der Vorstand

Bilanz 2006



Aktiva

31.12.2006

31.12.2005

T€

T€

Immaterielle Vermögenswerte

(13)

12.898

3.304

Sachanlagen

(14)

90.911

91.260

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

(15)

8.050

22.757

111.859

117.321

Laufende Ertragsteueransprüche

4.456

0

Latente Steuern

1.944

2.040

Langfristige Vermögenswerte

118.259

119.361

Vorräte

(16)

58.355

55.692

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(17)

74.034

102.887

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

(18)

1.460

423

Sonstige Vermögenswerte

(18)

5.280

2.600

Laufende Ertragsteueransprüche

1.232

380

Wertpapiere

(19)

5.252

2.929

Flüssige Mittel

(20)

10.754

34.322

Kurzfristige Vermögenswerte

156.367

199.233

Gesamtvermögen

274.626

318.594

Passiva

Gezeichnetes Kapital

21.504

21.504

Kapitalrücklage

20.288

20.288

Gewinnrücklagen

23.243

22.575

Bilanzgewinn

7.560

21.346

72.595

85.713

Anteile im Fremdbesitz

12

13

Eigenkapital

(21)

72.607

85.726

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

(22)

33.298

35.858

Sonstige Rückstellungen

(22)

4.062

11.311

Finanzverbindlichkeiten

(23)

30.140

33.832

Sonstige Verbindlichkeiten

(25)

5.858

7.779

Latente Steuern

3.097

211

Langfristige Schulden

76.455

88.991

Sonstige Rückstellungen

(22)

24.144

31.634

Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

857

432

Finanzverbindlichkeiten

(23)

3.997

3.834

Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen

(24)

7.384

6.794

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(24)

73.272

76.520

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

(24)

1.278

254

Sonstige Verbindlichkeiten

(25)

14.632

24.409

Kurzfristige Schulden

125.564

143.877

Gesamtkapital

274.626

318.594

Gewinn- und Verlustrechnung 2006



1.1.-31.12.2006

1.1.-31.12.2005

T€

T€

Umsatzerlöse

(1)

336.567

403.293

Bestandsveränderung der unfertigen Erzeugnisse

-11.021

-9.862

Andere aktivierte Eigenleistungen

(2)

4.202

465

GESAMTLEISTUNG

329.748

393.896

Sonstige betriebliche Erträge

(3)

21.151

19.198

Materialaufwand

(4)

-167.628

-191.397

Personalaufwand

(5)

-127.662

-134.243

Abschreibungen

(7)

-11.369

-11.017

Sonstige betriebliche Aufwendungen

(8)

-57.517

-75.384

BETRIEBLICHES ERGEBNIS

-13.277

1.053

Beteiligungsergebnis

(9)

1

1

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

(10)

644

749

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

(10)

-2.818

-3.303

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN

-15.450

-1.500

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

(11)

1.663

-3.781

JAHRESERGEBNIS

-13.787

-5.281

Gewinnvortrag

21.346

26.627

BILANZGEWINN

7.559

21.346

Ergebnis je Stammaktie (in €)

(12)

-1,64

-0,63

Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2006

Anschaffungs-/ Herstellungskosten

in T€

01.01.2006

Wechselkurs-
differenz

Veränderung Konsolidierungs-
kreis

Zugänge

Umbuchungen

Abgänge

258.011

256

-75

22.873

0

-25.166

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

13.001

41

0

10.773

0

-2.767

Geschäfts- und Firmenwerte

402

9

0

0

0

0

Software

8.775

12

0

283

0

-1.071

Sonstige Rechte und Werte

3.048

20

0

8.925

0

-1.696

Entwicklungskosten

776

0

0

1.565

0

0

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

0

0

0

0

0

0

SACHANLAGEN

226.685

215

25

10.437

0

-5.363

Grundstücke und Bauten

81.956

85

0

1.793

1.729

-682

Technische Anlagen und Maschinen

99.789

198

0

4.818

334

-1.327

Andere Anlagen, Betriebs-u. Geschäftsausstattung

41.101

-77

0

2.582

106

-3.354

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

3.839

9

25

1.244

-2.169

0

FINANZANLAGEN

18.325

0

-100

1.663

0

-17.036

Verbundene Unternehmen und Beteiligungen

1.289

0

-100

1.663

0

0

Wertpapiere

17.036

0

0

0

0

-17.036

Abschreibungen

Buchwerte

Abschreibungen

in T€

kumuliert 2006

31.12.2006

31.12.2005

des Geschäfts-
jahres *

-149.238

106.661

112.889

-11.434

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

-8.150

12.898

3.304

-1.218

Geschäfts- und Firmenwerte

-41

370

361

-1

Software

-7.026

973

1.305

-624

Sonstige Rechte und Werte

-824

9.473

862

-334

Entwicklungskosten

-259

2.082

776

-259

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

0

0

0

0

SACHANLAGEN

-141.088

90.911

91.260

-10.216

Grundstücke und Bauten

-33.555

51.326

50.205

-1.989

Technische Anlagen und Maschinen

-76.720

27.092

27.342

-5.440

Andere Anlagen, Betriebs-u. Geschäftsausstattung

-30.813

9.545

9.872

-2.787

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0

2.948

3.841

0

FINANZANLAGEN

0

2.852

18.325

0

Verbundene Unternehmen und Beteiligungen

0

2.852

1.289

0

Wertpapiere

0

0

17.036

0

* inklusive Währungsdifferenzen aus der Fremdwährungsumrechnung inHöhe von T€ -65

Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2006



2006

2005

T€

T€

Jahresfehlbetrag

-13.787

-5.281

Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens

11.369

11.017

Abnahme der Rückstellungen

-17.298

-8.538

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge

-203

-326

Differenzen aus der Währungsumrechnung

-31

446

Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens

-1.055

-32

Zunahme (i.Vj. Abnahme) der Vorräte inkl. Verrechnung der erhaltenen Anzahlungen

-2.663

3.467

Zunahme (i.Vj. Abnahme) der Forderungen aus der Anwendung der PoC-Methode inkl. Verrechnung der erhaltenen Anzahlungen

-4.481

28.239

Abnahme (i.Vj. Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva

22.059

-4.556

Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Passiva

-8.784

-3.301

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit

-14.874

21.135

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens

17.652

240

Zahlungsströme in Zusammenhang mit dem Erwerb und Abgang von konsolidierten Unternehmen

122

-17

Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen

-22.681

-10.647

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

-4.907

-10.424

Auszahlungen für Dividenden für das Vorjahr

0

-5.040

Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten

0

2.000

Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten

-3.529

-3.693

Veränderung der Anteile anderer Gesellschfter

1

1

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

-3.528

-6.732

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands

-23.309

3.979

Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen des Finanzmittelbestands

-259

225

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

34.322

30.118

Finanzmittelbestand am Ende der Periode

10.754

34.322

Eigenkapitalspiegel 2006



in T€

Gezeichnetes

Kapital-

Erwirtschaftetes

Kapital

rücklage

Konzern-

Eigenkapital 2)

Stand am

31.12.2004

21.504

20.288

53.686

Finanzinstrumente

0

0

0

Latente Steuern

0

0

0

Währungsveränderungen

0

0

0

Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen

0

0

0

Gezahlte Dividenden

0

0

-5.040

Änderungen des

Konsolidierungskreises

0

0

0

Unterschiedsbetrag aus

Konsolidierungsmaßnahmen

0

0

0

Konzern-Jahresergebnis

0

0

-5.281

Stand am

31.12.2005

21.504

20.288

43.365

Finanzinstrumente

0

0

0

Latente Steuern

0

0

0

Währungsveränderungen

0

0

0

Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen

0

0

0

Änderungen des

Konsolidierungskreises

0

0

0

Unterschiedsbetrag aus

Konsolidierungsmaßnahmen

0

0

0

Konzern-Jahresergebnis

0

0

-13.786

Stand am

31.12.2006

21.504

20.288

29.579

in T€

Kumuliertes übriges Konzerneigenkapital

Ausgleichs-

Marktbewertung

Derivative

posten aus der

Wertpapiere der

Finanz-

Fremdwährungs-umrechnung

Kategorie "avai-lable for Sale"

instrumente

Stand am

31.12.2004

-155

675

1.425

Finanzinstrumente

0

721

-4.452

Latente Steuern

0

7

1.662

Währungsveränderungen

674

0

0

Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen

674

728

-2.790

Gezahlte Dividenden

0

0

0

Änderungen des

Konsolidierungskreises

0

0

0

Unterschiedsbetrag aus

Konsolidierungsmaßnahmen

-1

0

0

Konzern-Jahresergebnis

0

0

0

Stand am

31.12.2005

518

1.403

-1.365

Finanzinstrumente

0

-1.386

3.750

Latente Steuern

0

-5

-1.400

Währungsveränderungen

-291

0

0

Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen

-291

-1.391

2.350

Änderungen des

Konsolidierungskreises

0

0

0

Unterschiedsbetrag aus

Konsolidierungsmaßnahmen

0

0

0

Konzern-Jahresergebnis

0

0

0

Stand am

31.12.2006

227

12

985

in T€

Eigenkapital

Minderheiten-

Konzern-

Kapital

Eigenkapital

Stand am

31.12.2004

97.423

12

97.435

Finanzinstrumente

-3.731

0

-3.731

Latente Steuern

1.669

0

1.669

Währungsveränderungen

674

0

674

Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen

-1.388

0

-1.388

Gezahlte Dividenden

-5.040

0

-5.040

Änderungen des

Konsolidierungskreises

0

0

0

Unterschiedsbetrag aus

Konsolidierungsmaßnahmen

-1

1

0

Konzern-Jahresergebnis

-5.281

0

-5.281

Stand am

31.12.2005

85.713

13

85.726

Finanzinstrumente

2.364

0

2.364

Latente Steuern

-1.405

0

-1.405

Währungsveränderungen

-291

0

-291

Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen

668

0

668

Änderungen des

Konsolidierungskreises

0

0

0

Unterschiedsbetrag aus

Konsolidierungsmaßnahmen

0

0

0

Konzern-Jahresergebnis

-13.786

-1

-13.787

Stand am

31.12.2006

72.595

12

72.607

Ergänzende Angaben

1)

einschließlich Ausgleichsposten, die von untergeordneter Bedeutung sind

2)

gesetzliche Ausschüttungssperre i. H. v. T€ 1.280 bezüglich einer Sonderrücklage, welche aus der Bilanzierung eines Sonderverlustkontos durch die Umformtechnik ERFURT GmbH im

Zusammenhang mit der Rückstellungsbildung nach § 17 Abs. 4 Satz 3 DMBilG resultiert

Anhang



des
Müller Weingarten Konzerns
für das
Geschäftsjahr 2006

Allgemeine Erläuterungen

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss entspricht in der vorliegenden Fassung der Vorschrift des § 315a HGB, die die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach den internationalen Standards in Deutschland auf Basis der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 bildet.

Müller Weingarten hat im Konzernabschluss 2006 die neuen bzw. überarbeiteten Standards angewandt, die für die nach dem 1. Januar 2006 beginnenden Geschäftsjahre verbindlich sind.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Aus der Umrechnung in T€ können geringfügige Differenzen betreffend die Darstellung einzelner Beträge innerhalb der unterschiedlichen Bestandteile des Konzernabschlusses auftreten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Gemäß §264 Abs.3 HGB verzichten die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften Müller Weingarten Werkzeuge GmbH und Theta-Centaurus-Vermögensverwaltungs-GmbH auf die Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie die Offenlegung ihres Jahresabschlusses.

Der Konzernabschluss der Müller Weingarten AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Ferner können der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht auf der Homepage der Müller Weingarten AG unter www.mueller-weingarten.deabgerufen werden.

Konsolidierungskreis Müller Weingarten Konzern zum 31.12.2006

Gesellschaft

Sitz

Anteil in %

Umsatz in T€

Mitarbeiter

Müller Weingarten AG

Weingarten, Deutschland

283.756

1.839

Müller Weingarten
Werkzeuge GmbH

Weingarten, Deutschland

100,0

30.945

214

TRAVIS Handelsgesellschaft mbH

Weingarten, Deutschland

100,0

1.904

0

Theta-Centaurus-Vermögensverwaltungs-GmbH

Weingarten, Deutschland

100,0

6.788

0

UmformCenter Erfurt GmbH *

Erfurt, Deutschland

100,0

610

12

Müller Weingarten Technologie

GmbH & Co. KG

Weingarten, Deutschland

100,0

492

0

Beutler Nova AG

Gettnau, Schweiz

100,0

9.887

31

Müller Weingarten
Corporation

Madison Heights, MI, USA

100,0

4.838

11

Müller Weingarten

Česká Republika s.r.o. *

Mořkov, Tschechien

99,5

3.169

79

Müller Weingarten (Shanghai) Forming Technologies Co., Ltd.

Shanghai, China

100,0

4.106

17

Müller Weingarten U.K. Ltd.

Walsall, Großbritannien

100,0

7.985

26

Müller Weingarten de México, S.A. de C.V.

San Andres Cholula,
Mexiko

100,0

2.174

6

Müller Weingarten Ibérica S.L.

Sant Cugat del Vallès,
Spanien

100,0

1.974

5

BCN Technical Services, Inc.

Hastings, MI, USA

100,0

4.984

67

SUPERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weingarten KG
(SUPERA)

Schönefeld, Deutschland

100,0

2.302

0

NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weingarten KG
(NORA)

Grünwald, Deutschland

100,0

392

0

* Tochterunternehmen der Müller Weingarten Werkzeuge GmbH

In 2006 wurden die neu gegründeten Tochtergesellschaften Müller Weingarten Technologie GmbH & Co. KG (MWT KG), Weingarten, und BCN Technical Services, Inc. (BCN), Hastings/ Michigan, USA, sowie die UmformCenter Erfurt GmbH (UCE), Erfurt, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Durch die erstmalige Einbeziehung ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr nicht beeinträchtigt.

Gesellschaften, die auch in ihrer Gesamtheit für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Sie werden mit den jeweiligen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Zeitwerten im Konzernabschluss gezeigt.

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbes bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3 unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Für alle Unternehmen, die vor dem 1. Januar 2004 erstkonsolidiert wurden, sind die fortgeschriebenen Werte aus der Kapitalkonsolidierung, die entsprechend den Regelungen des deutschen Handelsgesetzes ermittelt worden sind, gemäß IFRS 1 beibehalten worden.

Die bei der Erstkonsolidierung der Beutler Nova AG, der Theta-Centaurus-Vermögensverwaltungs-GmbH und der ehemaligen Umformtechnik ERFURT GmbH (in 2002 auf die Müller Weingarten AG verschmolzen) in Vorjahren sowie der Müller Weingarten (Shanghai) Forming Technologies Co., Ltd. entstandenen Geschäftswerte sind entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet worden. Diese Vorgehensweise wurde gemäß IFRS 1 beibehalten. Auf gleicher Rechtsgrundlage entstandene passive Unterschiedsbeträge mit Eigenkapitalcharakter sind gemäß IFRS 1 in den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden aufgerechnet und Zwischenergebnisse eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Bürgschaften und Garantien, die die Müller Weingarten AG zu Gunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden eliminiert.

Anteile anderer Gesellschafter

Auf konzernfremde Dritte entfallende Anteile am Eigenkapital sind in der Konzernbilanz im Eigenkapital gesondert ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Tageskurs des Geschäftsvorfalls erfasst. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Für die Tochtergesellschaften orientiert sich die funktionale Währung an deren primären wirtschaftlichen Umfeld und entspricht damit der jeweiligen Landeswährung. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden aus der funktionalen Währung (IAS 21) in Euro umgerechnet. Alle Vermögensgegenstände und Schulden werden demnach zum jeweiligen Kurs (Mittelkurs aus Geld- und Briefkurs) am Bilanzstichtag umgerechnet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen zum Jahresdurchschnittskurs des Geschäftsjahres vorgenommen.

Aus der Umrechnung des Eigenkapitals sich ergebende Währungsunterschiede werden im kumulierten übrigen Eigenkapital verrechnet. Etwaige Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen in der Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen.

Folgende Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss wurden für die Währungsumrechnung zugrunde gelegt:

Stichtagskurs

Durchschnittskurs

31.12.2006

31.12.2005

2006

2005

US Dollar

1,3181

1,1834

1,2559

1,2451

Britisches Pfund

0,6714

0,6870

0,6819

0,6840

Schweizer Franken

1,6080

1,5555

1,5731

1,5483

Chinesische RMB

10,1230

9,3830

9,8429

10,0376

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Müller Weingarten AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Geschäfts- und Firmenwerte

Geschäfts- und Firmenwerte werden im Rahmen der Regelungen des IFRS 3 nach dem Impairment-Only Ansatz bilanziert und regelmäßig Werthaltigkeitstests unterzogen.

Die Werthaltigkeitstests werden für die definierten Cash Generating Units auf Basis der Regelungen des IAS 36 nach der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt. Hierfür werden die Daten aus der Unternehmensplanung zu Grunde gelegt. Da von einer langfristigen Nutzung der erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte ausgegangen wird, wird die letzte Planperiode ohne Wachstumsaufschlag verstetigt.

Für die Abzinsung der Cashflows wird grundsätzlich ein konzerneinheitlicher Zinssatz verwendet, der, falls erforderlich, um Unterschiede in den Basiszinssätzen der einzelnen Währungen angepasst wird.

Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten

Selbst geschaffene Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 nur dann aktiviert, wenn mit hinreichender Wahrscheinlichkeit mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können.

Die Herstellungskosten umfassen dabei die direkt oder indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 als laufender Aufwand berücksichtigt.

Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögensgegenstandes und läuft linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel 3 bis 10 Jahren.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände mit einer unbegrenzten Lebensdauer werden regelmäßig auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und bei eingetretener Wertminderung auf den erzielbaren Betrag angepasst.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen im Müller Weingarten Konzern unterliegt in seinen wesentlichen Teilen der betrieblichen Nutzung und wird zu Anschaffungs- bzw. Konzern-Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten sowie Abschreibungen des Fertigungsbereichs einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden als Aufwand verrechnet.

Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode entsprechend dem Nutzungsverlauf vorgenommen. Weisen abnutzbare Gegenstände des Sachanlagevermögens unterschiedliche Nutzungsdauern auf, erfolgt eine gesonderte planmäßige Abschreibung.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Jahre

•Gebäude

40 - 50

•Grundstückseinrichtungen

18 - 20

•Technische Anlagen und Maschinen

8 - 25

•Andere Anlagen

10 - 20

•Betriebs- und Geschäftsausstattung

6 - 14

Geringwertige Anlagegüter gem. § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Die Unternehmen der Müller Weingarten Gruppe nutzen als Leasingnehmer Gegenstände des Sachanlagenvermögens. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Grundstücke und Gebäude, EDV Hardware und Kraftfahrzeuge. Nach IAS 17 (Leases) sind die Zuordnungen zum Sachanlagevermögen auf Basis der Chancen und Risiken zu beurteilen. Hieraus ist abzuleiten, ob das wirtschaftliche Eigentum an dem Leasinggegenstand dem Leasingnehmer (Finance Leasing) oder dem Leasinggeber (Operating Lease) zuzurechnen ist.

Vermögenswerte, die als Finance Lease klassifiziert werden, werden gemäß IAS 17 im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bzw. dem niedrigeren Barwert der Leasingzahlungen bilanziert.

Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit vorgenommen.

Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden, soweit es sich um Finance Lease handelt, unter den Sonstigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Soweit im Müller Weingarten Konzern Operating-Lease-Verhältnisse auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Unter dem Punkt Sonstige Finanzielle Verpflichtungen wird über die entsprechende zukünftige Belastung berichtet.

Bei den Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit der Buchwerte gemäß IAS 36 (Impairment of assets) einer regelmäßigen Prüfung unterzogen. Kriterium für eine Wertminderung ist der Vergleich zwischen dem bilanzierten Buchwert und dem erzielbaren Betrag, der sich aus dem Nutzungswert oder einem Verkaufserlös ergibt. Bei Wegfall des Grundes für die in Vorperioden vorgenommene Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen Marktwert verfügen und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann.

Entsprechend der Zugehörigkeit zur jeweiligen Kategorie werden die Wertpapiere des Anlagevermögens bilanziert, wobei hierin keine zu Handelszwecken gehaltenen Positionen enthalten sind.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (held for trading) werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Für den Fall, dass keine Marktpreise bei diesen finanziellen Vermögenswerten verfügbar sind, werden die finanziellen Vermögenswerte anhand geeigneter Bewertungsverfahren unter Einbeziehung am Bilanzstichtag verfügbarer Marktdaten bewertet.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die über keinen notierten Marktpreis verfügen und deren beizulegender Zeitwert nicht hinreichend genau bestimmt werden kann, werden, soweit sie über eine feste Laufzeit verfügen, mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Gemäß IAS 39 werden die finanziellen Vermögenswerte, insbesondere Wertpapiere im Sinne von Eigen- wie auch von Fremdkapitalinstrumenten, regelmäßig dahingehend überprüft, ob objektive und fundierte Hinweise bestehen, die eine dauerhafte Wertminderung begründen. Nach Prüfung wird ein sich ergebender Wertminderungsaufwand (impairment loss) im Ergebnis erfasst. Erträge aus Wertzuschreibungen werden direkt im Eigenkapital ausgewiesen, bis der finanzielle Vermögenswert veräußert ist. Soweit es sich um ein Fremdkapitalinstrument handelt, wird die Wertzuschreibung erfolgswirksam vorgenommen.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen bzw. sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Alle erkennbaren Risiken werden durch entsprechende Wertminderungen berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden im Müller Weingarten Konzern nur zu Sicherungszwecken genutzt. Zielsetzung ist die Reduzierung von Währungs- und Zinsrisiken sowie Marktwertrisiken im operativen Geschäft und den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen. Alle derivativen Finanzinstrumente (Zins- und Währungsswaps sowie Devisentermingeschäfte) sind nach IAS 39 am Bilanzstichtag zu Marktwerten zu bilanzieren. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt. Veränderungen der Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und der dazu gehörenden Grundgeschäfte werden entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder im Eigenkapital (Cash Flow Hedge) ausgewiesen.

Bei Veränderungen der Marktwerte von Cash Flow Hedge Instrumenten, die zum Ausgleich künftiger Cash Flow Risiken aus bereits bestehenden oder geplanten Grundgeschäften eingesetzt werden, erfolgt der Ausweis der unrealisierten Gewinne und Verluste in Höhe des eingedeckten Grundgeschäfts zunächst erfolgsneutral im kumulierten Eigenkapital. Die Ergebniswirksamkeit des abgesicherten Grundgeschäftes führt zeitgleich zu einer Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung; Ergebniswirkungen über das abgesicherte Grundgeschäft hinaus werden unmittelbar zu Lasten der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden (Liability Method) sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive und passive latente Steuern resultieren aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden. Ferner werden die aktiven latenten Steuern auch durch Steuerminderungsansprüche, die aus der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge in Folgejahren resultieren, beeinflusst. Voraussetzung für eine Aktivierung ist eine hinreichende Wahrscheinlichkeit der Nutzung, wobei lediglich ein mittelfristiger Planungszeitraum zugrunde gelegt wird. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz besteht. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten oder in Kürze gelten werden.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden grundsätzlich mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bilanziert.

Halbfabrikate und Fertigerzeugnisse werden, soweit sie nicht die Kriterien des IAS 11 erfüllen, mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten, zu denen auch fertigungsbedingte Abschreibungen gehören, einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Etwaige Verluste werden in vollem Umfang in Form von Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen berücksichtigt.

Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge, die die Kriterien des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird dabei pro Auftrag durch das Verhältnis der bereits angearbeiteten Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Ein Gewinn wird dann auf Basis des so errechneten Fertigstellungsgrades des jeweiligen Einzelauftrages realisiert, wenn die Kriterien des IAS 11 für einen Gewinnausweis voll umfänglich erfüllt sind. Daneben werden die vor der endgültigen Fertigstellung bei Großanlagen immanenten Risiken bei der Höhe der Gewinnrealisierung angemessen berücksichtigt. Für Aufträge, bei denen die bis zur Fertigstellung eines Auftrages anfallenden Kosten nicht verlässlich geschätzt werden können, wird die Zero-Profit-Methode angewendet.

In den Gesamtauftragswert werden nur die mit dem Kunden vereinbarten Lieferumfänge und Leistungen eingerechnet. Etwaige vom Kunden zu vertretende, jedoch noch nicht vertraglich vereinbarte Änderungen des Projektumfangs bleiben unberücksichtigt.

Der Ausweis der Fertigungsaufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus der Anwendung der PoC-Methode. Soweit die angearbeiteten, auftragsbezogenen Leistungen die vom Kunden erhaltenen Anzahlungen übersteigen, werden die Fertigungsaufträge aktivisch mit einem realisierten Gewinnanteil unter den Forderungen aus der Anwendung der PoC-Methode ausgewiesen. Verbleibt nach Abzug der auftragsbezogenen, vom Kunden erhaltenen Anzahlung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus der Anwendung der PoC-Methode.

Die Realisierung von anteiligen Gewinnen bei Fertigungsaufträgen basiert auf mitlaufenden Kalkulationen, die jedoch mit Unsicherheiten behaftet sind. Etwaig notwendige Korrekturen des anteiligen Gewinnausweises erfolgen durch eine Wertminderung der Forderung aus der Anwendung der PoC-Methode.

Für Drohverluste werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Kenntnis entsprechende Rückstellungen gebildet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder unter Berücksichtigung entsprechender Wertberichtigungen bilanziert. Die Werthaltigkeit der Forderungen wird in einem standardisierten Verfahren einer regelmäßigen Prüfung unterzogen. Dem generellen Ausfallrisiko wird, basierend auf Erfahrungswerten, durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bei Bekannt werden von Sachverhalten, die eine Einbringlichkeit der Forderung unwahrscheinlich erscheinen lassen, werden entsprechende Vorsorgen im Wege der Einzelwertberichtigung getroffen. Ferner wird den Risiken eines Forderungsausfalls durch entsprechende Vereinbarungen von Anzahlungen, regelmäßige Bonitätsprüfungen, Abschluss von Kreditversicherungen und Akkreditivabsicherungen begegnet.

Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlich zum Nominalbetrag abzüglich angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach IAS19. Bei den Versorgungszusagen im Müller Weingarten Konzern handelt es sich um beitragsorientierte Systeme und leistungsorientierte Zusagen. Die Ermittlung der Verpflichtungen erfolgt nach der so genannten Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Bei diesem Verfahren sind neben den am Bilanzstichtag bereits bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die in der Zukunft bei vorsichtiger Einschätzung erwarteten Steigerungen der Arbeitsentgelte und Altersbezüge zu berücksichtigen.

Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Beachtung der biometrischen Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst berücksichtigt, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10% des Verpflichtungsumfanges liegen (Korridorverfahren). Sie werden dann über die durchschnittliche Restdienstzeit der Anwärter verteilt.

Für den arbeitnehmerfinanzierten Teil der Pensionsverpflichtungen wurde eine Versicherung abgeschlossen. Der Rückdeckungsanspruch entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft. Daneben bestehen Rückdeckungsversicherungen für Einzelzusagen.

Auf dieser Basis werden die Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverpflichtungen entsprechend des IAS 19 in der überarbeiteten Fassung mit dem Planvermögen saldiert.

Der Dienstzeitaufwand, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die Erträge aus Fondvermögen werden im Personalaufwand saldiert ausgewiesen.

Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.

Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Sonstige Rückstellungen und unter den Verbindlichkeiten erfasste Abgrenzungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung im Falle von rechtlichen und faktischen Verpflichtungen für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste gebildet. Voraussetzung ist eine Verpflichtung gegenüber Dritten. Die Inanspruchnahme durch Dritte muss dabei wahrscheinlich und die Höhe des Rückstellungsbetrages zuverlässig ermittelbar sein. Auf Grund fehlender Außenverpflichtung werden keine Aufwandsrückstellungen bilanziert.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Die Bilanzierung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt auf der Grundlage der gültigen Rahmenbetriebsvereinbarung sowie unter Beachtung entsprechender tarifvertraglicher Regelungen und des Altersteilzeitgesetzes. Es kommt ausschließlich das so genannte Blockmodell zur Anwendung. Zurückgestellt bzw. abgegrenzt werden der Erfüllungsrückstand während der Arbeitsphase, Aufstockungsbeträge sowie Abfindungen. Dabei wurden die hierzu ergangenen Rechnungslegungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer berücksichtigt. Erstattungsansprüche gegen die Bundesanstalt für Arbeit sind bei Vorliegen eines entsprechenden Bescheids unter den sonstigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Unterschiede zwischen den historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert. Die Bilanzierung erfolgt unmittelbar mit dem Entstehen der Verbindlichkeit; eine Ausbuchung erfolgt mit deren Tilgung, Aufhebung oder dem Auslaufen.

Verbindlichkeiten aus Finanzleasingverträgen werden mit dem Barwert der zukünftigen Leasingraten ausgewiesen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Investitionen werden von den jeweiligen Anschaffungskosten abgesetzt oder als passivischer Abgrenzungsposten bilanziert.

Zuschüsse der öffentlichen Hand zu Aufwendungen werden periodengerecht zu den Aufwendungen als sonstige betriebliche Erträge berücksichtigt.

Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen

Eventualverbindlichkeiten nach IAS 37 sind als mögliche, unwahrscheinliche Verpflichtungen, deren Eintritt von einem oder mehreren zukünftigen, ungewissen und nicht durch das Unternehmen beeinflussbaren Ereignissen abhängen, definiert. Die Gefahr eines unmittelbaren Vermögensabflusses sowie die Bestimmbarkeit der Höhe sind dabei nicht zuverlässig quantifizierbar.

Eventualverbindlichkeiten sind im Grundsatz nach IAS 37 nicht angabepflichtig. In der Müller Weingarten Gruppe werden die Eventualverbindlichkeiten entsprechend den Berichterfordernissen nach dem deutschen Handelsgesetzbuch weiterhin angegeben.

Eventualforderungen werden nicht bilanziert. Angaben zu Eventualforderungen werden dann im Abschluss gemacht, wenn deren Realisierbarkeit mit einer hohen Wahrscheinlichkeit gegeben ist.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden im Grundsatz mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang realisiert. Hierfür ist die Vereinbarung eines festen Preises und die hohe Wahrscheinlichkeit eines Zuflusses des wirtschaftlichen Nutzens die Voraussetzung. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich Skonti, Preisnachlässen, unmittelbarer Kundenboni und Rabatten.

Bei den Fertigungsaufträgen (IAS 11) werden die Umsatzerlöse entsprechend dem Fertigungsfortschritt unter Anwendung der Cost-to-Cost-Methode ausgewiesen. Voraussetzung für eine Umsatzlegung ist das Vorliegen einer aktuellen mitlaufenden Kalkulation, aus der noch zu erwartende Kosten abgesichert abzuleiten sind, um die Höhe der Umsatzlegung hinreichend genau bestimmen zu können.

Realisierung von Aufwendungen und sonstigen Erträgen

Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Sonstige Erträge werden nur dann erfasst, wenn die Leistung vollständig erbracht ist oder eine gesicherte Anspruchsgrundlage besteht.

Annahmen und Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Die Annahmen und Schätzungen erfolgen, soweit sinnvoll und notwendig, auf Basis konzerneinheitlicher Festlegungen von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen bei aktivierten Entwicklungskosten, Vorräten, Forderungen, Rückstellungen und der Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Erheblichen Einfluss auf die Ertragslage der Unternehmen des Müller Weingarten Konzerns haben die langfristigen Fertigungsaufträge. Deren Auftragskalkulationen und die laufende Aktualisierung berücksichtigen technische Annahmen, Berechnungen und Einschätzungen auf Basis langjähriger Erfahrungen im Großanlagenbau. Abweichungen von den getroffenen Annahmen können das Ergebnis unmittelbar beeinflussen.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2006 oder später beginnen, sind Änderungen bei
IAS19 und 39, IFRS 1 und 6 sowie IFRIC 4 und 5 in Kraft getreten. Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben sich hieraus nicht ergeben.

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die von der Müller Weingarten AG auch nicht vorzeitig angewandt wurden:

IFRS 7 Finanzinstrumente: Anhangsangaben

IFRS 8 Segmentberichterstattung

IAS 1 Änderung der Darstellung des Abschlusses: Angaben zum Kapital

IFRIC 7  Anwendung des Restatement-Ansatzes nach IAS 29: Rechnungslegung
 in Hochinflationsländern

IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2

IFRIC 9 Überprüfung der Klassifizierung als eingebettetes Derivat

IFRIC 10 Vorgehensweise bei Wertberichtigungen in Zwischenberichten

IFRIC 11 Beurteilungsfragen bei aktienbasierten Vergütungen

IFRIC 12 Öffentliche Infrastrukturleistungen von privaten Unternehmen an den Staat

IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"

Das IASB hat im August 2005 IFRS 7 veröffentlicht. In diesem Standard wurden die Angaben zu Finanzinstrumenten zusammengefasst, die bislang in IAS 30 "Angaben im Abschluss von Banken und ähnlichen Finanzinstitutionen" und IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung" geregelt waren. Dabei wurden einzelne Angabepflichten geändert bzw. ergänzt. IFRS 7 ist verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.Januar 2007 beginnen. Eine frühere Anwendung wird empfohlen.

Der Standard, der von allen Unternehmen anzuwenden ist, wird bei der erstmaligen Anwendung durch die Müller Weingarten AG im Geschäftsjahr 2007 voraussichtlich zu erweiterten Angaben zu Finanzinstrumenten führen.

IFRS 8 Segmentberichterstattung

Nach IAS 14 war bislang der "risk and reward approach" für die Segmentberichterstattung anzuwenden. Durch IFRS 8 wird die Segmentberichterstattung auf den "management approach" in Bezug auf die Segmentidentifikation umgestellt. Maßgeblich sind danach diejenigen Informationen, die dem so genannten "chief operating decision maker" regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig wird die Bewertung der Segmente vom "financial accounting approach" des IAS 14 auf den "management approach" umgestellt. IFRS 8 ist verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. IFRS 8 wird bei der erstmaligen Anwendung durch die Müller Weingarten AG im Geschäftsjahr 2009 zu geänderten Angaben in der Segmentberichterstattung führen.

Änderung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" - Angaben zum Kapital

Das IASB hat im August 2005 im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" eine Änderung des IAS 1 bekannt gemacht. Danach sind im Abschluss Informationen zu veröffentlichen, die den Abschlussadressaten eine Bewertung der Ziele, Methoden und Prozesse beim Kapitalmanagement ermöglichen. Die Änderung des IAS 1 ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2007 beginnen. Eine frühere Anwendung wird empfohlen. Die erstmalige Anwendung dieser Änderung des IAS 1 durch die Müller Weingarten AG im Geschäftsjahr 2007 wird voraussichtlich zu erweiterten Anhangangaben führen.

IFRIC 7

IFRIC 7 regelt die Anwendung von IAS 29 im Zeitpunkt, wenn eine Volkswirtschaft erstmals als hochinflationär eingestuft wird, sowie die Bilanzierung von latenten Steuern in diesem Zusammenhang. IFRIC 7, der verpflichtend auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2007 beginnen, anzuwenden ist, wird voraussichtlich keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben.

IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2"

Das IASB hat im Januar 2006 die Interpretation IFRIC 8 veröffentlicht, die zum Anwendungsbereich von IFRS 2 Stellung nimmt. IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" ist anzuwenden auf Geschäftsvorfälle, in deren Rahmen eine Gesellschaft Güter oderDienstleistungen als Gegenleistung für eine aktienbasierte Vergütungerhält. Nach IFRIC 8ist IFRS 2 auch dann anzuwenden, wenn die Gesellschaftdie erhaltenen Güter oderDienstleistungen nicht klar identifizieren kann. IFRIC 8 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Mai 2006 beginnen. Eine frühere Anwendung wird empfohlen.

Die Interpretation hat keine Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Müller Weingarten AG, da kein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen derartige, in der Interpretation genannte Geschäftsvorfälle getätigt hat und in der vorhersehbaren Zukunft auch nicht tätigen wird.

IFRIC 9

IFRIC 9 enthält klarstellende Regelungen bezüglich der Bilanzierung eingebetteter Derivate gemäß IAS 39. Grundsätzlich ist die Beurteilung, ob ein eingebettetes Derivat getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren ist, im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vorzunehmen. Nach IFRIC 9 ist eine Neueinschätzung der bilanziellen Darstellung während der Vertragslaufzeit nur zulässig, wenn sich wesentliche Änderungen bei den zugrunde liegenden Vertragskonditionen und den damit verbundenen Zahlungsströmen ergeben. IFRIC 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juni 2006 beginnen, wobei eine frühere Anwendung empfohlen wird. Auswirkungen aus der Anwendung von IFRIC 9 auf die künftigen Konzernabschlüsse der Müller Weingarten AG sind derzeit nicht zu erwarten.

IFRIC 10

IFRIC 10 stellt fest, dass Wertminderungen, die im Zwischenabschluss erfasst wurden und für die gemäß IAS 36 bzw. IAS 39 ein Wertaufholungsverbot gilt, in folgenden Zwischenabschlüssen oder Jahres- und Konzernabschlüssen nicht rückgängig gemacht werden dürfen. IFRIC 10 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.November 2006 beginnen. Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden sich voraussichtlich nicht ergeben.

IFRIC 11 Beurteilungsfragen bei aktienbasierten Vergütungen

IFRIC 11 befasst sich mit Fragestellungen bezüglich der Bilanzierung konzernweiter aktienbasierter Vergütungen, der Auswirkungen von Mitarbeiterwechseln innerhalb eines Konzerns sowie aktienbasierter Vergütungen, bei denen das Unternehmen eigene Aktien ausgibt oder Aktien von einem Dritten erwerben muss. IFRIC 11 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. März 2007 beginnen. Eine frühere Anwendung wird empfohlen. Auswirkungen aus der Anwendung von IFRIC 11 auf die künftigen Konzernabschlüsse der Müller Weingarten AG sind nicht zu erwarten.

IFRIC 12 - Öffentliche Infrastrukturleistungen von privaten Unternehmen an den Staat

IFRIC 12 behandelt die Rechnungslegung von Infrastrukturleistungen durch private Unternehmen. Die Interpretation ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Es ist nicht zu erwarten, dass IFRIC 12 eine Auswirkung auf die künftigen Konzernabschlüsse der Müller Weingarten AG haben wird.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich aus der Segmentberichterstattung.

Absatzregionen

2006

2005

T€

T€

Deutschland

136.583

157.593

Europäisches Ausland

72.099

98.949

Amerika

35.831

30.952

Asien

88.298

102.683

Sonstige

3.756

13.116

336.567

403.293

Im Berichtsjahr wurden aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen Umsatzerlöse in Höhe von 170,2Mio.€ (Vorjahr: 207,3Mio.€) nach der PoC-Methode erfasst.

(2) Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen ergeben sich aus der Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38 "Intangible Assets" sowie aus Eigenleistungen für selbsterstellte Anlagen.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden Entwicklungskosten in Höhe von 1.565T€ (Vorjahr: 171T€) aktiviert.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Veränderung von Rückstellungen, Erträge aus Anlagenabgängen und der Auflösung von Einzelwertberichtigungen, Erträge aus der Währungsumrechnung sowie Miet- und Pachterträge.

Die Währungsgewinne betrugen 675T€ gegenüber 458 T€ im Vorjahr.

(4) Materialaufwand

2006

2005

T€

T€

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren

124.311

124.903

Aufwendungen für bezogene Leistungen

43.317

66.494

167.628

191.397

(5) Personalaufwand/Mitarbeiter

2006

2005

T€

T€

Löhne und Gehälter

103.871

107.599

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

23.791

26.644

(davon für Altersversorgung)

(3.716)

(5.883)

127.662

134.243

2006

2005

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

 Arbeiter

1.035

1.054

 Angestellte

1.177

1.142

 Auszubildende

147

167

2.359

2.363

(6) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des Vorstandes der Müller Weingarten AG

Die Mitglieder des Vorstandes sowie des Aufsichtsrats sind unter Punkt 33 aufgeführt.

Im Jahr 2006 betrugen die Bezüge der Mitglieder des Vorstands 1.186T€. Der fixe Bestandteil lag bei 1.186T€; die variablen Anteile lagen bei 0T€. Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 1.894T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sowie deren Hinterbliebenen sind 4.355T€ zurückgestellt.

Auf eine individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge wurde auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28.September 2006 verzichtet.

Die satzungsmäßige Vergütung des Aufsichtsrates betrug 135 T€. Variable Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen.

(7) Abschreibungen

2006

2005

T€

T€

Immaterielle Vermögenswerte

1.199

811

Sachanlagen

10.170

10.206

11.369

11.017

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Vertriebs- und Versandkosten, Instandhaltungskosten, Versicherungsprämien, Mieten und Pachten, Reisekosten, sowie Rechts- und Beratungskosten und ein Forderungsverzicht gegen Besserungsschein gegenüber einer ausländischen Tochtergesellschaft enthalten.

Die Aufwendungen aus Währungsgeschäften betrugen 697T€ (Vorjahr: 713 T€).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Miet- und Leasingaufwendungen von 4.508T€ (Vorjahr: 5.569 T€) enthalten.

Die sonstigen Steuern betrugen 674T€ (Vorjahr: 617 T€).

(9) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis beinhaltet Erträge aus der Beteiligung an der Esslinger Wohnungsbau in Höhe von 1T€ (Vorjahr: 1 T€).

(10) Finanzergebnis

2006

2005

T€

T€

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

644

749

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-2.818

-3.303

-2.174

-2.554

(11) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/latente Steuern

Steueraufwand

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie folgt:

2006

2005

T€

T€

Laufende Steuern

-3.215

687

Latente Steuern

aus zeitlichen Bewertungsunterschieden

3.131

2.759

aus Verlustvorträgen

-1.579

335

-1.663

3.781

Die Ermittlung des erwarteten Steueraufwandes für das Geschäftsjahr 2006 basiert auf dem gültigen Körperschaftsteuersatz im Inland unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlages sowie der anrechenbaren Gewerbeertragsteuer. Für die Ermittlung des erwarteten Steueraufwandes wird ein Steuersatz von 37,34% (Vorjahr: 37,34%) zugrunde gelegt. Beim Ansatz latenter Steuern wurde grundsätzlich von dem für die jeweilige Gesellschaft geltenden Steuersatz ausgegangen. Bei der Berechnung der latenten Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurde vereinfachend ein einheitlicher Steuersatz von 37,34% (Vorjahr: 37,34%) angewendet.

Die Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, basierend auf dem Ergebnis vor Steuern in Höhe von -15.450T€ (Vorjahr: -1.500T€), auf den tatsächlichen Ertragssteueraufwand des Geschäftsjahres stellt sich wie folgt dar:

2006

2005

T€

T€

Erwarteter Ertragsteueraufwand

-5.769

-560

Steuersatzbedingte Abweichungen

-295

-263

Steuermehrungen auf Grund steuerfreier Erträge bzw. steuerlich nicht absetzbarer Aufwendungen

39

723

Nichtansatz aktive latente Steuern laufendes Jahr bzw. Umkehrwirkung Nichtansatz aktive latente Steuern Vorjahre

8.490

3.761

Steuererstattungen / -nachzahlungen für Vorjahre

-4.214

109

Sonstige Abweichungen

86

11

Ausgewiesener Ertragsteueraufwand

-1.663

3.781

Im Rahmen des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (SEStEG) wurde die Realisierung des durch das ehemalige Anrechnungsverfahren entstandenen Körperschaftsteuerminderungspotenzials neu geregelt. Dieses sog. Körperschaftsteuerguthaben beträgt im Müller Weingarten Konzern insgesamt 5.788T€. Auf Grund der veränderten steuerlichen Gesetzgebung wird es nunmehr, beginnend ab 2008, ausschüttungsunabhängig in zehn gleichen Jahresraten, jeweils zum 30.September eines Jahres ausbezahlt. Zum 31.Dezember 2006 wurde infolge dessen ein Auszahlungsanspruch gegenüber dem Finanzamt in Höhe des Barwertes unter den langfristigen Vermögenswerten aktiviert, der zu einem einmaligen steuerlichen Sonderertrag von 4.456T€ führte.

Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern werden dann vorgenommen, wenn eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus den zukünftig abzugsfähigen Differenzen nicht hinreichend wahrscheinlich ist.

Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden teilweise einer Wertberichtigung unterworfen. Soweit die latenten Steuern auf Verlustvorträge nicht wertberichtigt wurden, wird von einer Nutzung der Verlustvorträge in den nächsten drei Jahren basierend auf der mittelfristigen Planung der Gesellschaften ausgegangen. Die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge betragen zum 31. Dezember 2006 für Körperschaftsteuer 116,7Mio.€ (Vorjahr: 89,5 Mio.€), die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge belaufen sich auf 85,3 Mio.€ (Vorjahr: 57,1 Mio.€). Insgesamt wurden auf Verlustvorträge i.H.v. 111,6Mio.€ (Vorjahr: 88,5 Mio.€) für Körperschaftsteuer und i.H.v. 80,6 Mio.€ (Vorjahr: 57,1 Mio. €) für Gewerbesteuer keine aktiven latenten Steuern im Geschäftsjahr 2006 angesetzt. Aus der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge ergibt sich ein Ergebniseffekt i.H.v. 1,6Mio.€.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede und steuerliche Verlustvorträge im Konzern ist folgenden Posten zuzuordnen:

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

2006

2005

2006

2005

T€

T€

T€

T€

Immaterielle Vermögenswerte

1.848

2.246

-859

-342

Sachanlagen

97

4

-5.286

-5.544

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

0

0

0

-26

Kurzfristige Vermögenswerte

427

97

-7.109

-6.165

Derivative Finanzinstrumente

0

813

-587

0

Steuerliche Verlustvorträge

1.839

259

0

0

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

8.636

10.519

-159

-32

12.847

13.938

-14.000

-12.109

Saldierung

-10.903

-11.898

10.903

11.898

1.944

2.040

-3.097

-211

Im Geschäftsjahr 2006 beträgt die Veränderung der latenten Steuern -2,9Mio.€. (Vorjahr:
-1,4Mio.€). Hiervon betreffen 1,6Mio.€ die Veränderung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Von der Veränderung latenter Steuern auf laufende Bewertungsunterschiede in Höhe von -4,5Mio.€ (Vorjahr: -1,1Mio.€) wurden -3,1Mio.€ (Vorjahr: -2,8Mio.€) erfolgswirksam und -1,4Mio.€ (Vorjahr: 1,7Mio.€) erfolgsneutral erfasst.

(12) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Konzernergebnis nach Steuern und der Zahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Das Grundkapital der Müller Weingarten AG besteht aus 8.400.000 auf den Inhaber lautenden Stammaktien.

2006

2005

Jahresergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter

T€

-13.787

-5.281

Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Stammaktien

Stück

8.400.000

8.400.000

Ergebnis je Stammaktie

-1,64

-0,63

Dividende je Stammaktie

0,00

0,00

Für das Jahr 2006 ist keine Ausschüttung vorgesehen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung sowie die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten der immateriellen Vermögenswerte, des Sachanlagevermögens und der unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteilungen sowie als "Available for sale" klassifizierte Wertpapiere sind in dem diesem Anhang beigefügten Konzern-Anlagenspiegel dargestellt.

(13) Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden im Wesentlichen die im abgelaufenen Geschäftsjahr erworbenen Zeichnungsrechte von Pressen der ehemaligen Hersteller Bliss, Clearing und Niagara sowie Produktentwicklungskosten ausgewiesen.

Sonstige Rechte und Werte

Der Müller Weingarten Konzern hat mit Wirkung zum 12.September 2006 mittels der neu gegründeten MWT im Rahmen eines Asset Deals die Zeichnungsrechte der US-amerikanischen Servicegesellschaft BCN Inc. für 8,7Mio.€ erworben. Auf der Grundlage dieser Zeichnungsrechte führt seither die ebenfalls neu gegründete BCN T/S das operative Geschäft der Ersatzteilversorgung, Wartung und Reparatur von Pressen der ehemaligen Hersteller Bliss, Clearing und Niagara aus.

Die Zeichnungsrechte werden planmäßig linear über eine geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben.

Entwicklungskosten

Die Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgt im Müller Weingarten Konzern nur bei derartigen Entwicklungsvorhaben, die vollumfänglich die durch IAS 38 vorgegebenen Kriterien erfüllen und eine hinreichende Gebrauchs- bzw. Marktreife aufweisen.

Von den Entwicklungskosten des Jahres 2006 erfüllten 1.565T€ die Maßgaben des IAS38. Die im Vorjahr aktivierten Entwicklungskosten betrugen 171T€.

(14) Sachanlagen

Die Investitionen haben im Wesentlichen den in 2006 fertig gestellten Neubau eines Konstruktions- und Verwaltungsgebäudes, die Beschaffung von technischen Anlagen und Maschinen sowie von Betriebs- und Geschäftsausstattung im Rahmen von Erweiterungs- sowie erforderlicher Erhaltungs- und Rationalisierungsmaßnahmen betroffen.

Im Sachanlagevermögen wurden keine Wertberichtigungen nach IAS 36 vorgenommen.

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen in Verbindung mit SIC 12 (Konsolidierung von Objektgesellschaften), bei denen die Müller Weingarten Gruppe als Leasingnehmer auftritt, sind Sachanlagen aktiviert.

(15) Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die Angaben zum Anteilsbesitz nach §313 Abs.2 HGB sind der Anlage 1 zum Anhang zu entnehmen.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Anteile an den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen Müller Weingarten France SARL, Schmiedetechnik & Service GmbH, MW (Dalian) Forming Technologies Co., Ltd. und MW Technologieverwaltungs-GmbH sowie den Anteil der Beteiligung an der Esslinger Wohnungsbau GmbH.

Der für die Müller Weingarten AG aufgelegte und in 2006 veräußerte Spezialfonds wurde in den Konzernabschluss in Form einer Zweckgesellschaft einbezogen.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2006

31.12.2005

T€

T€

Anteile an verbundenen Unternehmen
und Beteiligungen

2.853

1.289

"Available for sale" klassifizierte Wertpapiere

 Aktien

0

4.846

 Rentenpapiere

0

12.190

0

17.036

Sonstige Langfristige Vermögenswerte

 Aktivwerte

4.497

3.653

 Übrige

700

779

5.197

4.432

8.050

22.757

(16) Vorräte

31.12.2006

31.12.2005

T€

T€

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

12.879

11.547

Unfertige Erzeugnisse, Unfertige Leistungen

40.827

51.548

Fertigerzeugnisse und Waren

2.974

0

56.680

63.095

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte

13.381

7.758

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

-11.706

-15.161

58.355

55.692

Der Gesamtbestand bilanzierter Vorräte in Höhe von 56.680T€ (Vorjahr: 63.095 T€) ist zu seinem Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertminderung, bezogen auf den Bruttowert, betrug 7.279T€ (Vorjahr: 8.757 T€). Die Gründe für die Abwertung liegen insbesondere in den Gängigkeitsabschlägen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie in der auftragsbezogenen verlustfreien Bewertung bei Unfertigen Erzeugnissen und Leistungen.

(17) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2006

31.12.2005

Summe

kurzfristig

langfristig

Summe

kurzfristig

langfristig

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Forderungen aus der Anwendung der PoC-Methode

29.860

29.860

0

25.379

25.379

0

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

44.852

44.174

678

77.508

77.508

0

74.712

74.034

678

102.887

102.887

0

Ein hoher Anteil der Forderungen des Müller Weingarten Konzerns besteht gegenüber den internationalen Automobilherstellern und großen Zulieferern. Diese Forderungen sind bei Auslandsaufträgen in der Regel durch entsprechende Sicherungsinstrumente abgesichert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen mit 48,2% (Vorjahr: 30,5%) auf inländische und mit 51,8% (Vorjahr: 69,5%) auf ausländische Kunden.

Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

In den ausgewiesenen Forderungen sind Wertberichtigungen für risikobehaftete Forderungen mit einem Volumen von 2.459T€ enthalten (Vorjahr: 3.288T€).

In den Forderungen aus der Anwendung der PoC-Methode sind erhaltene Anzahlungen wie nachfolgend dargestellt saldiert.

31.12.2006

31.12.2005

T€

T€

Forderungen aus der Anwendung der PoC-Methode (brutto)

115.434

103.132

Abzüglich erhaltene Anzahlungen

-85.574

-77.753

29.860

25.379

Die Passivierung erfolgt in den Fällen, in denen die erhaltenen Anzahlungen projektbezogen die angefallenen Auftragskosten und den Gewinnanteil übersteigen.

(18) Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Forderungen umfassen Forderungen gegen nicht konsolidierte Unternehmen. Gegenüber der nicht konsolidierten Tochtergesellschaft MW France SARL wurden in 2006 Forderungsverzichte mit Besserungsschein in Höhe von 464T€ (Vorjahr: 1.084 T€) erklärt.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2006

31.12.2005

T€

T€

Sonstige Steuererstattungsansprüche

546

492

Derivative Finanzinstrumente

1.245

69

Rechnungsabgrenzungsposten

932

546

Übrige

2.557

1.493

5.280

2.600

In den übrigen sonstigen Vermögenswerten werden insbesondere Vorauszahlungen, Reise- und Provisionsvorschüsse sowie die Marktwerte fungibler Vermögensgegenstände aus Sicherungsmaßnahmen ausgewiesen.

Die derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 zu Marktwerten angesetzt. Deren Wertveränderungen stehen gegenläufige Effekte aus den Grundgeschäften entgegen.

(19) Wertpapiere

Bei den Wertpapieren handelt es sich im Wesentlichen um verzinsliche Wertpapiere von inländischen Emittenten sowie um inländische Aktien.

(20) Flüssige Mittel

Bei den Flüssigen Mitteln handelt es sich um Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit von unter drei Monaten.

Die Entwicklung der Flüssigen Mittel, die den Finanzmittelfonds bilden, ist der Kapitalflussrechnung zu entnehmen.

(21) Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter

Die Veränderung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Hierunter wird das Gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft Müller Weingarten AG ausgewiesen. Es ist eingeteilt in 8.400.000 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Jede Stückaktie ist am Gezeichneten Kapital in gleichem Umfang beteiligt.

Mit Beschluss der Hauptversammlung am 27. Juni 2002 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft bis zum 27. Juni 2007 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals, jedoch um höchstens 2.560.000 € (genehmigtes Kapital) zu erhöhen. Im Berichtsjahr wurden auf Grundlage dieser Ermächtigung keine Aktien ausgegeben.

Der Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Juni 2005, nach dem der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) ermächtigt war, wurde in der Hauptversammlung am 28. September 2006 aufgehoben. Gleichzeitig wurde die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien bis zum 27. März 2008 beschlossen. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den Börsenkurs um nicht mehr als fünf Prozent überschreiten und um nicht mehr als fünf Prozent unterschreiten. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates wieder zu veräußern. Im Berichtsjahr wurden auf Grundlage dieser Ermächtigung keine eigenen Aktien erworben.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Juni 2005 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22. Juni 2010 einmalig oder mehrmals Genussrechte im Gesamtbetrag von bis zu 20.000.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu begeben. Die aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Genussrechte dürfen keine Wandlungs- oder Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft vorsehen. Gleichzeitig wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte festzulegen. Im Berichtsjahr wurden keine Genussrechte ausgegeben.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrifft ausschließlich Ausgabeaufgelder (Agio) aus im Zusammenhang mit bei der Müller Weingarten AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Die Kapitalrücklage steht aufgrund der Regelungen des deutschen Aktiengesetzes nicht für Dividendenausschüttungen zur Verfügung.

Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Die Gewinnrücklagen enthalten in Vorjahren thesaurierte Gewinne der Müller Weingarten AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften.

Die in Vorjahren vorgenommene Verrechnung von Geschäftswerten aus der Kapitalkonsolidierung der Beutler Nova AG (1.042 T€) und der in 2002 auf die Müller Weingarten AG verschmolzenen Umformtechnik ERFURT GmbH (7.734T€) hat die Gewinnrücklagen des Konzerns in der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2004 vermindert.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

Die einzelnen Einflussgrößen auf das kumulierte übrige Eigenkapital ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

31.12.2006

31.12.2005

T€

T€

Im Eigenkapital erfasste Veränderung von zur Veräußerung vorgesehenen Wertpapieren

-1.386

721

Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten

3.750

-4.452

Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen

-291

674

Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertveränderungen

-1.404

1.669

Summe der im Eigenkapital direkt erfassten Wertveränderungen

669

-1.388

Anteile im Fremdbesitz

Die auf Anteile im Fremdbesitz entfallenden Anteile am Jahresergebnis betrugen
-1.368,52€ (Vorjahr: -60,74 €).

(22) Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungszusagen auf Alters- und Hinterbliebenenleistungen gebildet.

Die Altersversorgung für die Mitarbeiter im Müller Weingarten Konzern erfolgt dabei auf Basis von leistungs- und beitragsorientierten Plänen.

Für die inländischen Gesellschaften gelten folgende Pläne:

Für Vorstände und Leitende Angestellte bestehen leistungsorientierte Zusagen, die in Teilen durch Versicherungen gedeckt und verpfändet sind.

Bei den leistungsorientierten Plänen handelt es sich im Wesentlichen um eine betriebliche Altersversorgung, die im Jahr 1996 geschlossen wurde. In der betreffenden Rückstellung sind die Vorsorgen für Anwartschaften bzw. laufende Leistungen von ausgeschiedenen Mitarbeitern und Rentnern enthalten.

Für die aktiven Mitarbeiter der Müller Weingarten AG und der Müller Weingarten Werkzeuge GmbH besteht das Müller Weingarten Vorsorgemodell. Hierbei handelt es sich um einen beitragsbasierten Plan mit fixierter leistungsorientierter Basis, der durch Gehaltsverzichte der Mitarbeiter und freiwillige Beiträge des Unternehmens in Form von jährlich festzulegenden Bonuszahlungen dotiert wird. Die Verpflichtungen aus dem Müller Weingarten Vorsorgemodell sind durch eine Versicherung rückgedeckt; die Ansprüche auf die Versicherungsleistungen sind an Mitarbeiter verpfändet.

Insofern erfüllen Teile der Rückdeckungsversicherungen für die leistungsorientierten Versorgungszusagen und die beitragsorientierten Versorgungspläne die nach IAS 19 bestehenden Voraussetzungen für eine Klassifizierung als "Plan asset". Sie werden insoweit mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet.

Die für die Mitarbeiter der Schweizer Tochtergesellschaft Beutler Nova AG bestehende betriebliche Altersversorgung ist gemäß den gesetzlichen Regelungen in eine Sammelstiftung ausgegliedert und nach dem Schweizer Handelsrecht wie nach IFRS/IAS nicht zu bilanzieren.

Ebenfalls beitragsorientierte und fondsfinanzierte Versorgungspläne bestehen in Großbritannien und den USA.

Die Höhe der Pensionsverpflichtung, d.h. der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. die Defined Benefit Obligation, wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam:

2006

2005

%

%

Abzinsungsfaktor

Anwärter

4,50

4,25

Rentner

4,30

3,45

Erwartete Vermögensrendite

4,00

4,00

Gehaltsdynamik

2,50

2,50

Rentendynamik

1,50

1,50

Fluktuation

5,00

5,00

Ab dem Geschäftsjahr 2005 wurden für die inländischen Gesellschaften die aktualisierten biometrischen Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck vom 2. September 2005 angewandt.

Die Gehaltsdynamik umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation geschätzt werden.

Die sich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem um die Höhe des Vermögens des Fonds (Planvermögen) gekürzt.

Übersteigt das Fondsvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage, wird nach IAS 19 ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Soweit das Vermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert.

Erhöht oder vermindert sich entweder der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung oder der beizulegende Zeitwert des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursächlich hierfür können unter anderem sein:

Die Überprüfung der Notwendigkeit der bilanziellen Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten erfolgt auf Basis der einzelnen Pläne gemäß dem Korridorverfahren. Dabei wird die Summe der noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die 10% des höheren Wertes von Planvermögen oder Defined Benefit Obligation übersteigen, über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Mitarbeiter verteilt.

Der Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2006

31.12.2005

31.12.2004

1.1.2004

T€

T€

T€

T€

Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen

33.167

36.890

33.599

33.337

Vermögen der Plan Assets zu Marktwerten

4.409

3.015

2.746

1.372

Nettoverpflichtung

28.758

33.875

30.853

31.965

Anpassungsbetrag auf Grund versicherungsmathematischer Gewinne (+) und Verluste (-)

-1.020

-3.984

-205

0

Finanzierungsstatus zum 31.12.

27.738

29.891

30.648

31.965

(davon Pensionsrückstellungen)

(32.147)

(32.934)

(33.412)

(33.337)

(davon Vermögensgegenstand)

(4.409)

(3.043)

(2.764)

(1.372)

Der Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen im Einzelnen:

2006

2005

T€

T€

Dienstzeitaufwand der abgelaufenen Periode

291

357

Zinsaufwand

1.307

1.440

Erwarteter Vermögensertrag der Plan Assets

-121

-110

Amortisation von versicherungsmathematischen
Gewinnen bzw. Verlusten

102

0

1.579

1.687

Für beitragsbasierte Pensionsverpflichtungen mit fixierter leistungsorientierter Basis ergibt sich folgender Finanzierungsstatus:

31.12.2006

31.12.2005

31.12.2004

1.1.2004

T€

T€

T€

T€

Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen

19.787

18.936

15.957

14.230

Vermögen der Plan Assets zu Marktwerten

14.821

13.469

10.377

8.255

Nettoverpflichtung

4.966

5.467

5.580

5.975

Anpassungsbetrag auf Grund versicherungsmathematischer Gewinne (+) und Verluste (-)

435

-89

106

0

Nach zu verrechnender Dienstzeitaufwand

0

589

397

0

Finanzierungsstatus zum 31.12.

5.401

5.967

6.083

5.975

(davon Pensionsrückstellungen)

(20.253)

(17.924)

(15.507)

(14.230)

(davon Vermögensgegenstand)

(14.693)

(12.754)

(9.821)

(8.255)

Aus den beitragsbasierten Pensionsplänen mit fixierter leistungsorientierter Basis ergibt sich folgender Pensionsaufwand:

2006

2005

T€

T€

Dienstzeitaufwand der abgelaufenen Periode

848

1.006

Zinsaufwand

812

820

Erwarteter Vermögensertrag der Plan Assets

-555

-435

1.105

1.391

Der nach zu verrechende Dienstzeitaufwand ist auf Grund der sofortigen Unverfallbarkeit der zu Grunde liegenden Anwartschaften im jeweiligen Berichtsjahr ergebniswirksam erfasst worden.

Die Beiträge für die beitragsorientierten Pläne betragen insgesamt 143 T€.

Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

01.01.2006

Währungsdifferenzen

Verbrauch

Auflösung

Zuführung

31.12.2006

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Personal

8.833

-4

2.736

3.404

1.947

4.636

Auftragsbezogene Vorsorgen

27.247

-11

12.835

4.992

9.338

18.747

Übrige Rückstellungen

6.865

-1

1.538

1.216

713

4.823

42.945

-16

17.109

9.612

11.998

28.206

Die Rückstellungen für Personal beinhalten im Wesentlichen Altersteilzeitverpflichtungen.

In den auftragsbezogenen Vorsorgen sind Rückstellungen für Garantieverpflichtungen, Drohverluste und Konventionalstrafen enthalten. Daneben beinhaltet die Position Abgrenzungen für bereits abgerechnete Aufträge (Nachlaufkosten). In Einzelpositionen sind zusätzlich zur strikten Einzelbewertung pauschale Ansätze basierend auf Erfahrungswerten enthalten, mit denen den besonderen Risiken im Anlagenbau für die Automobilindustrie angemessen Rechnung getragen werden soll.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten Vorsorgen für Maßnahmen im Rahmen des Konzeptes zur Neuordnung der Wertschöpfungsstruktur an den inländischen Standorten aus Vorjahren, für Instandhaltungsverpflichtungen gegenüber Dritten sowie für Risiken im Zusammenhang mit der Liquidation einer ausländischen Beteiligung. Daneben werden verschiedene erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt.

Hinsichtlich der Fristigkeit gliedern sich die Sonstigen Rückstellungen wie folgt:

2006

2005

T€

T€

Personal

4.636

8.833

davon innerhalb eines Jahres fällig

1.704

2.020

Auftragsbezogene Vorsorgen

18.747

27.247

davon innerhalb eines Jahres fällig

18.747

27.247

Übrige Rückstellungen

4.823

6.865

davon innerhalb eines Jahres fällig

3.693

2.367

28.206

42.945

(23) Finanzverbindlichkeiten

Unter den Finanzverbindlichkeiten werden die Verpflichtungen der Müller Weingarten Gruppe aus dem Finanzverkehr ausgewiesen, die zum jeweiligen Bilanzstichtag bestanden. Ihre Zusammensetzung ist wie folgt:

31.12.2006

Restlaufzeit

bis 1 Jahr

Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre

Restlaufzeit

über 5 Jahre

Gesamt

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

T€

3.997

T€

9.833

T€

20.307

T€

34.137

31.12.2005

Restlaufzeit

bis 1 Jahr

Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre

Restlaufzeit

über 5 Jahre

Gesamt

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

T€

3.834

T€

11.488

T€

22.344

T€

37.666

Für Verbindlichkeiten des Müller Weingarten Konzerns gegenüber Kreditinstituten sind Sicherheiten in Form von Grundpfandrechten in Höhe von 34.307 T€ (Vorjahr: 37.666 T€) gegeben. Die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Euro zahlbar und dienen der Finanzierung des langfristigen Anlagevermögens.

Mit den Hausbanken der Müller Weingarten AG bestehen Kreditvereinbarungen für die Betriebsmittelfinanzierung, in die die inländischen Tochtergesellschaften in Teilen mit einbezogen sind. Der Kreditrahmen orientiert sich an den Anforderungen des Anlagenbaus. Für die inländischen Gesellschaften der Müller Weingarten Gruppe steht eine Avallinie mit einem Volumen von 115 Mio. € per 31.12.2006 zur Verfügung. Die Barlinie zum Bilanzstichtag 31.12.2006 beläuft sich auf 24,5 Mio. € und wurde nicht in Anspruch genommen. Sicherheiten für die Betriebsmittelfinanzierung wurden im üblichen Umfang herausgelegt. Mit den Hausbanken sind Gespräche über eine Strukturierung der mittelfristigen Finanzierung der Betriebsmittel unter Einbeziehung der finanziellen Erfordernisse aus der vorgesehenen Restrukturierung begonnen worden.

Der gewichtete Zinssatz für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 5,62 %.

Für ausländische Tochtergesellschaften bestehen darüber hinaus direkt zugesagte Linien von untergeordneter Bedeutung.

(24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

31.12.2006

Restlaufzeit

Restlaufzeit über

Gesamt

bis 1 Jahr

1 bis 5 Jahre

T€

T€

T€

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten

73.272

0

73.272

(davon aus der Anwendung der PoC-Methode)

(40.344)

(0)

(40.344)

Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen

7.384

0

7.384

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

1.278

0

1.278

81.934

0

81.934

31.12.2005

Restlaufzeit

Restlaufzeit über

Gesamt

bis 1 Jahr

1 bis 5 Jahre

T€

T€

T€

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten

76.520

0

76.520

(davon aus der Anwendung der PoC-Methode)

(42.495)

(0)

(42.495)

Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen

6.794

0

6.794

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

254

0

254

83.568

0

83.568

(25) Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

31.12.2006

Restlaufzeit

Restlaufzeit über

Restlaufzeit

Gesamt

bis 1 Jahr

1 bis 5 Jahre

über 5 Jahre

T€

T€

T€

T€

Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern

3.764

0

0

3.764

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit

176

0

0

176

Zins- und Währungsderivate

.

25

0

25

Übrige Verbindlichkeiten

10.692

4.829

1.004

16.525

14.632

4.854

1.004

20.490

31.12.2005

Restlaufzeit

Restlaufzeit über

Restlaufzeit

Gesamt

bis zu 1 Jahr

1 bis 5 Jahre

über 5 Jahre

T€

T€

T€

T€

Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern

9.037

0

0

9.037

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit

2.858

0

0

2.858

Zins- und Währungsderivate

1.559

262

0

1.821

Übrige Verbindlichkeiten

10.955

5.387

2.130

18.472

24.409

5.649

2.130

32.188

Sonstige Erläuterungen

(26) Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Für die zu Nominalwerten angesetzten Eventualverbindlichkeiten wurden aufgrund einer geringen Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme keine Rückstellungen gebildet.

31.12.2006

31.12.2005

T€

T€

Bürgschaften

33

40

Gewährleistungen

0

200

33

240

Die Haftungsverhältnisse entfallen auf Dritte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen von 23.515T€ (Vorjahr: 26.538T€) betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Operate Lease). Sie sind fällig in

31.12.2006

31.12.2005

T€

T€

bis 1 Jahr

10.873

11.240

über 1 bis 5 Jahre

5.462

6.097

über 5 Jahre

7.180

9.201

Die Müller Weingarten AG hat am 27.September 2005 mit der LOXAL Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weingarten KG einen langfristigen Mietvertrag über die Anmietung eines Konstruktions- und Verwaltungsgebäudes in Esslingen abgeschlossen. Der Mietbeginn ist der 1. Januar 2007. Der Mietzins wurde auf Grundlage der Gesamtinvestitionskosten berechnet.

Der Mietvertrag mit der Fritz Müller GmbH & Co. über das bisherige Betriebsgelände in Esslingen wurde zum 31.12.2006 beendet.

(27) Leasinginformationen

Die Müller Weingarten AG hat für wesentliche Teile des Werksgeländes in Weingarten im Wege des Sale and Lease Back Verfahrens Leasingverträge mit zwei Objektgesellschaften abgeschlossen. Diese eigens für diesen Zweck gegründeten Objektgesellschaften sind gemäß IAS27 i.V.m. SIC 12 in den Konzernabschluss der Müller Weingarten AG aufzunehmen.

(28) Finanzinstrumente

Finanzielles Risikomanagement

Mit seinen finanziellen Aktivitäten unterliegt der Müller Weingarten Konzern verschiedenen Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt. Zielsetzung ist dabei die Vermeidung einer Risikokonzentration.

Zu den einzelnen Risiken bei Zinsen, Krediten, Liquidität und Wechselkursen sowie deren Management wird nachfolgend berichtet.

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage entsteht im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitätsbeurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.

Diesem Zinsänderungsrisiko wird teilweise durch entsprechende Festsatzvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Aufgrund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten. Für alle bestehenden Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 34.137 T€ bestehen Absicherungen in Form von Festzinsvereinbarungen und Zinsswaps.

Lediglich bei den Finanzverbindlichkeiten der Leasingobjektgesellschaften SUPERA und NORA bestehen Zinsanpassungstermine für

in T€

12.213

bis 1 Jahr

0

über 1 bis 5 Jahre

420

über 5 Jahre

Bei den anderen Finanzverbindlichkeiten sind Kreditlaufzeit und Dauer der festen Zinssatzvereinbarung kongruent.

Zur kurzfristigen Finanzierung des Konzerns geht die Müller Weingarten AG Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Dabei sollen Chancen zur Reduzierung der Finanzierungskosten im Falle sinkender Fremdkapitalzinsen genutzt werden. Der Müller Weingarten Konzern unterliegt somit einem zinsbedingten Cashflow-Risiko.

Kreditrisiken

Die Müller Weingarten Gruppe unterhält Geschäftsbeziehungen zu erstklassigen Banken. Den Ausfallrisiken bei den Forderungen wird durch entsprechende Sicherungsvereinbarungen und Anzahlungen sowie durch den Einsatz von Versicherungen Rechnung getragen. Daneben wird die Bonität der Gegenparteien geprüft und die Kumulation von Einzelparteirisiken limitiert.

Liquiditätsrisiken

Zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen benötigt die Müller Weingarten Gruppe ausreichende liquide Mittel. Dies gilt insbesondere während der Abwicklung von Langfristaufträgen. Hierzu tragen die Anzahlungen unserer Kunden maßgeblich bei. Zu deren Absicherung bestehen mit den den Müller Weingarten Konzern finanzierenden Banken und Kreditversicherern Vereinbarungen über notwendige Bar- und Avallinien, die im Jahr 2007 in eine mittelfristige Strukturierung überführt werden sollen.

Wechselkursrisiken

Bedingt durch den hohen Exportanteil am Umsatz der Müller Weingarten Gruppe, einen weltweiten Einkauf und die ausländischen Tochtergesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen getätigt. Somit haben Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gruppe. Durch Devisenterminkontrakte und Währungsoptionen soll diesem Risiko entgegengewirkt werden. Bedingt durch die Einzelauftragsfertigung werden ausschließlich Devisentermingeschäfte und Devisenswaps bei entsprechendem Grundgeschäft abgeschlossen, soweit nicht ein Hedging von Einnahmen und Ausgaben auf Einzelauftragsebene möglich ist.

Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen der Sicherung gegen Währungsrisiken schließt die Müller Weingarten AG für eigene Fremdwährungsgeschäfte Devisentermingeschäfte im Wesentlichen für die Währung US-Dollar mit Kreditinstituten ab.

Marktwerte derivativer Finanzinstrumente

T€

Devisentermingeschäfte

1.146

Devisenswaps

98

Zinsswaps

-25

1.219

Die beizulegenden Zeitwerte wurden aus Marktdaten abgeleitet.

Von dem Gesamtbetrag der Nominalwerte von 27.130 T€ entfallen 20.253 T€ auf Devisentermingeschäfte, 3.407 T€ auf Devisenswaps und 3.470 T€ auf Zinsswaps. Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der Kauf- oder Verkaufsbeträge der jeweiligen Derivate.

Die Kurssicherungsstrategie zielt daher auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen zum Zeitpunkt der Entstehung eines in fremder Währung ausgedrückten Anspruches bzw. einer Verpflichtung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch ein Netting entgegen gesetzter Zahlungsströme in Fremdwährung. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit
(< 1 Jahr) eingesetzt werden. Sofern die strengen Dokumentations- und Effektivitätsanforderungen im Rahmen des Hedge Accounting erfüllt werden, kommt es zur Bilanzierung von Cashflow und Fair Value Hedges.

Im Geschäftsjahr 2006 betrugen die Marktwerte der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Währungsderivate 1.163 T€ (Vorjahr: -1.600 T€). Weiterhin wurden feste vertragliche Vereinbarungen (Firm Commitments) nach den Regeln des Fair Value Hedging erfolgswirksam bilanziert. Deren positive Marktwerte betragen 82 T€ (Vorjahr: 38 T€) bzw. negativ 0 T€ (Vorjahr: 43 T€). Für die abgeschlossenen Cash Flow Hedges wird die Sicherungsbeziehung fortlaufend beurteilt und tatsächlich als hochwirksam über die gesamte Berichtsperiode 2006 eingeschätzt.

Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt. Es kommen vorwiegend Zinsswapgeschäfte zum Einsatz. Im Rahmen des Hedge Accountings werden Zinsswapvereinbarungen mit fester Zinszahlung (Payer Swaps) als Cashflow Hedges mit ihren Marktwertänderungen in der kumulierten erfolgsneutralen Veränderung des Eigenkapitals erfasst. Im Geschäftsjahr 2006 betrugen die Marktwerte der so erfassten Derivate -25 T€ (Vorjahr: -147 T€).

Das Nominalvolumen entspricht dem Volumen der gesicherten Grundgeschäfte. Die aufgeführten Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden.

Das maximale Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente ist mit der Summe ihrer positiven Marktwerte anzusetzen. Im Geschäftsjahr 2006 betrug die Summe der positiven Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1.245 T€ (Vorjahr: 69 T€) und die der negativen Marktwerte
26 T€ (Vorjahr: 1.821 T€).

Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und dem Müller Weingarten Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Zur Diversifikation des Ausfallrisikos werden Derivativgeschäfte mit verschiedenen Geschäftspartnern mit einwandfreier Bonität eingegangen.

(29) Segmentberichterstattung

Die Informationen zu den einzelnen Segmenten orientieren sich an der internen Berichterstattung und berücksichtigen mittels sachgerechter Zusammenfassungen die unterschiedlichen Risiko- und Ertragsstrukturen der einzelnen Segmente. Der Umsatzanteil der Segmente am konsolidierten Konzernumsatz wird durch die Fremdumsätze repräsentiert. Konzerninnenumsätze sind die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt werden. Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze werden grundsätzlich marktorientiert festgelegt. Als Segmentergebnis wird das jeweilige Betriebliche Ergebnis dargestellt. Das Segmentvermögen umfasst sämtliche Vermögenswerte mit Ausnahme von Wertpapieren, latenten Steuern sowie laufenden Ertragsteuererstattungsansprüchen. Die Investitionen und Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Segmentschulden beinhalten außer den latenten und laufenden Ertragsteuerverpflichtungen und den Finanzverbindlichkeiten sämtliche Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

In der Überleitung zu den Konzernwerten werden die konsolidierungsrelevanten Sachverhalte entsprechend den im Anhang dargelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abgebildet.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf Regionen erfolgt nach dem Sitz des Warenempfängers.

Müller Weingarten Konzern

Berichterstattung nach Geschäftssegmenten

Geschäftsbereiche

Segment

Segment

Konsolidierung

Konzern

Maschinenbau

Werkzeugbau

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse

2006

Fremdumsätze

306.817

29.750

0

336.567

Innenumsätze

3.385

1.484

-4.869

0

310.202

31.234

-4.869

336.567

2005

Fremdumsätze

371.883

31.410

0

403.293

Innenumsätze

363

1.403

-1.766

0

372.246

32.813

-1.766

403.293

Gesamtleistung

2006

305.323

26.823

-2.398

329.748

2005

364.947

30.715

-1.766

393.896

Betriebliches Ergebnis

2006

-7.382

-5.417

-478

-13.277

2005

2.026

-973

0

1.053

Sonstige Informationen:

Vermögenswerte

2006

250.572

24.632

-13.460

261.744

2005

283.651

23.974

-11.418

296.207

Schulden

2006

153.486

18.591

-8.148

163.929

2005

184.155

16.987

-6.583

194.559

Laufende Investitionen

2006

17.456

4.233

-479

21.210

2005

8.770

515

0

9.285

planmäßige
Abschreibungen

2006

9.916

1.453

0

11.369

2005

9.545

1.472

0

11.017

Berichterstattung nach geographischen Segmenten

Deutschland

Europäisches

Amerika

Asien

Sonstige

Ausland

T€

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse:

Fremdumsätze

2006

336.567

136.583

72.099

35.831

88.298

3.756

2005

403.293

157.593

98.949

30.952

102.683

13.116

Der Gesamtbuchwert des Segmentvermögens in Deutschland beträgt 239.953T€ (Vorjahr: 277.741T€), die entsprechenden Segmentinvestitionen (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) an den deutschen Standorten belaufen sich auf 19.335T€ (Vorjahr: 8.638T€).

(30) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung weist für das Geschäftsjahr 2006 und für das Geschäftsjahr 2005 entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus.

Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen Flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern indirekt abgeleitet.

Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und der Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt.

Im Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind gezahlte Zinsen in Höhe von 1.307T€ (Vorjahr: 1.586T€) sowie erhaltene Zinsen in Höhe von 598T€ (Vorjahr: 693T€) und gezahlte Ertragsteuern in Höhe von 636T€ (Vorjahr: 2.512T€) enthalten.

(31) Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

Als nahe stehende Personen im Müller Weingarten Konzern kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie die nicht konsolidierten und assoziierten Unternehmen der Müller Weingarten AG in Betracht.

Mit der Unternehmensgruppe nahe stehenden Personen haben Unternehmen des Müller Weingarten Konzerns keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen.

(32) Sonstige Informationen

Beteiligung gemäß § 20 Abs. 4 AktG / § 21 Abs. 1 WpHG

Beteiligungen am Abschlussstichtag:

Die Metzler Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt/Main, hat uns am 15. April 2002 mitgeteilt, dass sie insgesamt 68,13% der Aktien der Müller Weingarten AG hält.

Die B. Metzler seel. Sohn & Co Holding AG, Frankfurt/Main, hat uns am 15. April 2002 mitgeteilt, dass ihr der Stimmrechtsanteil der Metzler Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt/Main, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs.3 WpHG zugerechnet wird, der am 15. April 2002 68,13% betrug.

Beteiligungen am Abschlussstichtag und später:

Die MHKV Beteiligungsgesellschaft mbH, Grünwald, hat uns mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil an der Müller Weingarten AG am 23. Dezember 2002 die Schwelle von 5% überschritten hat und nun 22% beträgt. Zurechnungstatbestände nach § 22 WpHG lagen nicht vor.

Herr Manuel Knapp - Voith hat uns mitgeteilt, dass am 23. Dezember 2002 der Stimmrechtsanteil an der Müller Weingarten AG die Schwelle von 5% überschritten hat und nunmehr 22% beträgt. Davon sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG Herrn Manuel Knapp - Voith 22% zuzurechnen.

Veränderungen nach Abschluss des Geschäftsjahres:

Die Schuler Aktiengesellschaft, Göppingen, hat uns am 02. April 2007 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil an der Müller Weingarten AG am 27. März 2007 die Schwelle von 30 % erreicht sowie am 01. April 2007 die Schwelle von 50 % überschritten hat und seither 64,49% beträgt.

Die Schuler Beteiligungen GmbH, Göppingen, die Vermögensverwaltung Schuler-Voith GbR, München, sowie Herr Dr. Robert Schuler-Voith, München, haben uns am 02. April 2007 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Müller Weingarten AG am 27.03.2007 die Schwelle von 30 % erreicht sowie am 01. April 2007 die Schwelle von 50 % überschritten hat und seither 64,49 % beträgt. Die Stimmrechte werden ihnen jeweils gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Rechtstreitigkeiten

Die Müller Weingarten AG oder ihre Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaften oder des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten.

Für entsprechende finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden.

Honorare des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses

Der im Abschluss am 31.12.2006 als Honorar erfasste Aufwand des Konzernabschlussprüfers stellt sich wie folgt dar:

2006

2005

T€

T€

Abschlussprüfung

332

326

Steuerberatung

132

89

Sonstige Leistungen

118

50

531

465

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die Compliance-Erklärung zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24.Juli 2006 haben wir auf der Internet-Homepage der Gesellschaft (www.mueller-weingarten.de) veröffentlicht.

Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2006

Am 27. März / 01. April 2007 hat die Schuler AG insgesamt 64,49 % der Aktien der Müller Weingarten AG übernommen.

Die Schuler AG beabsichtigt, ein Pflichtangebot nach §35 Abs.2 des deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zu unterbreiten mit dem Ziel der vollständigen Übernahme der Aktien der Müller Weingarten AG.

Der Aufsichtsrat der Müller Weingarten AG hat auf Antrag des Vorstandes am 15.01.2007 die Umsetzung des Unternehmenskonzeptes MW Transformation beschlossen. Hieraus resultieren im Geschäftsjahr 2007 Aufwendungen in Höhe von bis zu 13,5 Mio. €. Im Einzelabschluss der Müller Weingarten AG zum 31. Dezember 2006 sind diese Aufwendungen bereits berücksichtigt. Weitere Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2006 über die in diesem Bericht dargelegten Sachverhalte hinaus, die für die Müller Weingarten Gruppe von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Konzerns führen könnten, sind nicht eingetreten.

(33) Organe

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Gerhard Wacker

Vorsitzender

Diplom-Kaufmann

Stuttgart

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

Berner GmbH, Künzelsau

Joachim Häusser *)

Stellvertretender Vorsitzender (seit 28. Juni 2006)

Leiter Entwicklung Dokumentationssysteme

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Müller Weingarten AG

Esslingen

Gerhard Berndt *)

Freigestelltes Betriebsratsmitglied

Weingarten

Weitere Mandate

Verwaltungsrat:

Betriebskrankenkasse ZF & Partner, Friedrichshafen

Ralf Fiedler *)

Betriebsratsvorsitzender der Umformtechnik ERFURT,

Niederlassung der Müller Weingarten AG

Erfurt

Manfred Finken

Rechtsanwalt

Düsseldorf

Julia Friedrich *)

(seit 1. Dezember 2006)

Gewerkschaftssekretärin

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

EADS Astrium GmbH

Gottfried Heil *)

(bis 30. November 2006)

Zweiter Bevollmächtigter der Verwaltungsstelle Friedrichshafen-Oberschwaben

Friedrichshafen

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

Voith AG, Heidenheim

Karl Klawitter *)

stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Weingarten (seit 30. März 2006)

Bergatreute

Klaus Langer

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Stuttgart

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

Müller - Die lila Logistik AG, Besigheim-Ottmarsheim

Dr. Markus Reihle

Diplomphysiker

Weingarten

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

Grieshaber AG, Weingarten (Vorsitz)

Moosmann GmbH & Co. KG, Ravensburg (Vorsitz)

Dr. Johannes Richter

Diplom-Chemiker

Pöcking

Dr. Michael Stahl

Rechtsanwalt

Stuttgart

Weitere Mandate

Aufsichtsrat:

ROTO FRANK AG, Leinfelden-Echterdingen (Vorsitz)

Dr. Födisch Umweltmesstechnik AG, Markranstädt (Vorsitz)

Südwestdeutsche Medien Holding GmbH, Stuttgart

Verwaltungsrat:

Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft GmbH & Co., Stuttgart

Beirat:

Karl Müller GmbH & Co. KG Fahrzeugwerk, Baiersbronn-Mitteltal

Kai Varnai *)

Diplom-Kaufmann

Bad Waldsee

Weitere Mandate

Verwaltungsrat:

Betriebskrankenkasse ZF & Partner, Friedrichshafen

*) Vertreter der Arbeitnehmer

DER VORSTAND

Rolf Zimmermann

(seit 1. August 2006)

Vorsitzender des Vorstands

seit 2. August 2006

Bestellung bis 31.Juli 2009

Ressort: Geschäftsfelder, Forschung und Entwicklung

Konzernmandate

BCN Technical Services, Inc., Hastings, MI, USA (Vorsitz)

Müller Weingarten Corporation, Madison Heights, MI, USA (Vorsitz)

Externe Mandate

Aufsichtsrat bzw. vergleichbare Mandate im In- und Ausland

Columbus Acquisition Corporation, New York, USA

BOA BKT Balg- und Kompensatoren-Technologie GmbH, Karlsruhe, (Vorsitz)

Wagon Automotive, Birmingham, Großbritannien

Wolfgang Wagner

Mitglied des Vorstands (seit 8. September 2006)

Ressort: Restrukturierung und Unternehmensentwicklung

Bestellung bis 31. Dezember 2007

Konzernmandate

Müller Weingarten de México S.A. de C.V., San Andres Cholula, Mexiko (Vorsitz)

Müller Weingarten Corporation, Madison Heights, MI, USA

Müller Weingarten (Dalian) Forming Technologies Co., Ltd., Dalian, China

Prof. Dr. Günther Langenbucher

Vorsitzender des Vorstands (bis 2. August 2006)

Ressort: Finanzen und Personal

Externe Mandate

Aufsichtsrat bzw. vergleichbare Mandate im In- und Ausland

Carl Schenck AG, Darmstadt

DEKRA AG, Stuttgart

Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt/Main

Böwe Systec AG (stv. Vorsitz), Augsburg (seit 1. Juni 2006)

Wanderer-Werke-AG, Augsburg

Deutsche Beteiligungsgesellschaft Fonds III GmbH, Frankfurt/Main

Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG, Remshalden

Uwe Hinderer

Mitglied des Vorstands (bis 8. September 2006)

Ressort: Vertrieb und Marketing

Helmar Aßfalg

Mitglied des Vorstands (bis 8. September 2006)

Ressort: Entwicklung und Zentraleinkauf

Alexander Paul

Mitglied des Vorstands (bis 30. Juni 2006)

Ressort: Entwicklung

Corporate Vice Presidents

Joachim Peter

Corporate Vice President Finance & Central Functions

(seit 8. September 2006)

Ressort: Finanzen und Personal

Konzernmandate

Beutler Nova AG, Gettnau, Schweiz (Vorsitz)

Müller Weingarten France SARL, Ostwald, Frankreich

Müller Weingarten (Shanghai) Forming Technologies Co., Ltd., Shanghai, China

Müller Weingarten (Dalian) Forming Technologies Co., Ltd., Dalian, China

Carsten Strenger

Corporate Vice President Operations

(seit 8. September 2006)

Ressort: Produktion, Logistik und Einkauf

Konzernmandate

Müller Weingarten France SARL, Ostwald, Frankreich

BCN Technical Services, Inc., Hastings, MI, USA

Müller Weingarten (Dalian) Forming Technologies Co., Ltd., Dalian, China (Vorsitz)

Weingarten, 20. April 2007

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers



Wir haben den von der Müller Weingarten AG, Weingarten, aufgestellten Konzernabschluss
--bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang-- sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis 31.Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs.1HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Stuttgart, den 20.April 2007

KPMGDeutscheTreuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


Cummerow 
Wirtschaftsprüfer


von Hohnhorst
Wirtschaftsprüfer

Geschäftsbericht 2006

Bericht des Aufsichtsrates



Sehr geehrte Aktionäre,

über die allgemeine Entwicklung der Markt- und Wettbewerbssituation, die Lage des Konzerns und der Einzelgesellschaften sowie über aktuelle Einzelthemen und die grundsätzliche Unternehmensstrategie wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Geschäftsjahr 2006 regelmäßig in schriftlicher und mündlicher Form unterrichtet.

Auf der Grundlage dieser Berichte wurden alle wesentlichen Geschäftsvorfälle mit dem Vorstand intensiv diskutiert und beratend begleitet sowie die Geschäftsführung überwacht. Ferner hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorsitzenden des Vorstands die Geschäftsentwicklung regelmäßig besprochen.

In 6 Sitzungen haben Aufsichtsrat und Vorstand im vergangenen Geschäftsjahr über die Lage des Konzerns, die strategische Entwicklung des Unternehmens und seiner Geschäftsfelder sowie zahlreiche aktuelle Einzelthemen beraten. Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung, die einer Zustimmung bedurften, anhand von Beschlußvorlagen in den Sitzungen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informationen entschieden. Aufgrund dringender Erfordernisse hat der Aufsichtsrat zudem Beschlüsse im Umlaufverfahren gefaßt. Ferner hat der Aufsichtsrat in außerordentlichen Sitzungen über Vorstandsangelegenheiten entschieden.

Themenschwerpunkte des Aufsichtsrats waren das erschwerte Markt- und Wettbewerbsumfeld, die Berichte des Vorstandes zur Geschäftslage, insbesondere über die Wirkungen der deutlich niedrigeren Auftragseingänge und unzureichenden Preise sowie die Auswirkungen auf die Beschäftigung und Ertragslage und die daraus abgeleiteten Struktur- und Prozessmaßnahmen mit dem Ziel einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage in der Müller Weingarten AG. Das vom Vorstand seit August 2006 erarbeitete Unternehmenskonzept "MW Transformation" zur Neuausrichtung des Konzerns wurde in mehreren Sitzungen des Aufsichtsrates und des Prüfungsausschusses diskutiert und im Januar 2007 beschlossen. Mit dem Konzept werden die Weichen für die nachhaltige Rückgewinnung der Ertragskraft des Müller Weingarten Konzerns gestellt. Weitere wesentliche Themen der Berichterstattung und Erörterung im Aufsichtsrat waren die Erweiterung des Servicegeschäftes in den USA und der Aufbau eines Montagestandortes in China zur weiteren Internationalisierung des Konzerns, insbesondere in Fernost. Gegenstand der Erörterungen im Aufsichtsrat waren darüber hinaus die Entwicklungen der Beteiligungsgesellschaften und in den einzelnen Geschäftsfeldern, die Baumaßnahmen in Esslingen und Weingarten sowie der Veräußerungsprozess der Aktien der Müller Weingarten AG.

Der Bilanz- und Prüfungsausschuß hat in 4 Sitzungen die Jahres- und Zwischenabschlüsse des Konzerns sowie der Einzelgesellschaften sowie deren Planungen intensiv diskutiert. Hierbei wurde der bestellte Wirtschaftsprüfer zu Einzelfragen hinzugezogen. Des Weiteren wurden Themen der Ergebnisplanung, die Liquiditätssituation und Fragen die Finanzierung des Konzerns betreffend beraten. Ferner wurden Fragestellungen im Zusammenhang mit den nach den internationalen Rechnungslegungsstandards aufgestellten Konzernabschluss behandelt sowie das Risikomanagementsystem und die Risikosituation der Gesellschaft eingehend diskutiert. Schwerpunkt war insbesondere die Unternehmensfinanzierung.

Im Geschäftsjahr 2006 hat sich der Personalausschuss in 2 Sitzungen und weiteren Besprechungen mit Vorstandsangelegenheiten befasst und diesbezügliche Entscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet.

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Prof. Dr. Langenbucher, ist mit Ablauf des 02.September 2006 einvernehmlich aus dem Vorstand ausgeschieden. Er hatte das Amt vor dem Hintergrund des laufenden Veräußerungsprozesses interimistisch ab dem 01.Oktober 2005 übernommen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Prof. Langenbucher für seinen hohen Einsatz in dieser Übergangsphase in wirtschaftlich schwieriger Zeit..Am 31.Juli 2006 hat der Aufsichtsrat Herrn Rolf Zimmermann als Vorstandsvorsitzenden und gleichzeitig zum Arbeitsdirektor bestellt.

Am 08. September 2006 hat der Aufsichtsrat der einvernehmlichen, sofortigen Amtniederlegung der Herren Assfalg und Hinderer zugestimmt. Bereits mit Wirkung vom 30.Juni 2006 hat Herr Alexander Paul sein Vorstandsamt niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Vorständen für die geleistete Arbeit.

Am 08.September 2006 hat der Aufsichtsrat Herrn Wolfgang Wagner zum Mitglied des Vorstandes bestellt. Gleichzeitig beschloß der Aufsichtsrat eine neue Führungsstruktur für die Müller Weingarten AG, in der die Herren Carsten Strenger für den Bereich Operations und Joachim Peter für den Finanzbereich als Corporate Vice Presidents Verantwortung übernehmen.

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Berichtsjahr wiederum eingehend mit den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 02. Juni 2005 befaßt. In der Aufsichtsratssitzung am 30. November 2006 haben Aufsichtsrat und Vorstand die erforderliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG diskutiert und verabschiedet.

Der von der Hauptversammlung gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss der Müller Weingarten AG zum 31. Dezember 2006 sowie den Lagebericht der Müller Weingarten AG geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften zum 31. Dezember 2006 aufgestellte Konzernjahresabschluß und der Konzernlagebericht wurde von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluß und Lagebericht sowie der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und der Prüfungsbericht des Abschlußprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Die Einzelabschlüsse der Müller Weingarten AG und der Tochtergesellschaften sowie der Konzernabschluß wurden im Vorwege intensiv in den Sitzungen des Aufsichtsrats sowie des Bilanz- und Prüfungsausschusses mit den Wirtschaftsprüfern beraten. An der Sitzung des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses 2006 am 25.April 2007 nahm der Abschlussprüfer teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und im Rahmen der Diskussion ergänzende Auskünfte zu erteilen. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und als Ergebnis seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind.

Den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Abschlussprüfer geprüft. Der Bericht wurde mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG hat uns zur Prüfung vorgelegen. Aufgrund des Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir gegen die abschließende Erklärung des Vorstands zu seinem Bericht gemäß § 312 AktG keine Einwendungen.

Der vom Vorstand nach den neuen internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS)aufgestellte Konzernabschluß sowie der Konzernlagebericht wurden gebilligt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Müller Weingarten AG gebilligt; der Jahresabschluß ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Lagebericht und der Beurteilung der weiteren Entwicklung des Unternehmens zu. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, keine Dividende auszuschütten.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsleitung und den Betriebsräten für die vertrauensvolle, gute Zusammenarbeit sowie den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und die geleistete Arbeit.

Esslingen, den 25. April 2007

Für den Aufsichtsrat

Der Vorsitzende

Dr. Gerhard Wacker

Entsprechenserklärung



Corporate Governance 2006

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex"
gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Müller Weingarten AG erklären gemäß § 161 AktG, den im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" seit der im Dezember 2005 abgegebenen Erklärung gemäß § 161 AktG mit Ausnahme der nachfolgend genannten Punkte entsprochen zu haben und auch weiterhin zu entsprechen, wobei im Zeitraum bis 23.07.2006 den Empfehlungen in der Fassung vom 02.06.2005 entsprochen wurde und im Zeitraum seit 24.07.2006 den Empfehlungen in der Fassung vom 12.06.2006 entsprochen wurde und wird.

Ausnahmen:

1. Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Ziffer 3.8)
Für den Vorstand und den Aufsichtsrat besteht eine D&O Versicherung ohne Selbstbehalt.
2. Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder (Ziffer 4.2.3)
3. Die Müller Weingarten AG folgt bei der Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder nicht in vollem Umfang den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex. Die Vergütung umfasst keine variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter, insbesondere keine Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen.
4. Offenlegung individualisierter Angaben zur Vergütung des Vorstandes (Ziffer 4.2.4 und 4.2.5)
Die Darstellung der Vergütung des Vorstands wurde im Anhang des Konzernabschlusses in fixe und variable Komponenten aufgeteilt. Von einer individualisierten Ausweisung der Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde in der Vergangenheit und wird in Zukunft abgesehen.
5. Die Hauptversammlung hat am 28.09.2006 mit der gesetzlich erforderlichen Mehrheit beschlossen, dass keine individualisierten Angaben über die Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Einzel- oder Konzernabschluss gemacht werden. Der Hauptversammlungsbeschluss gilt für die Dauer von fünf Jahren.
6. Geschäftsordnung des Aufsichtsrats (Ziffer 5.1.3)
7. Eine Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat besteht nicht, da die diesbezüglichen Inhalte in der Satzung der Müller Weingarten AG geregelt sind.
8. Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.1)
9. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.
10. Einzelwahl der Aufsichtsräte (Ziffer 5.4.3)
11. Die Wahlen zum Aufsichtsrat werden nur dann als Einzelwahl durchgeführt, wenn dies ein oder mehrere Aktionäre ausdrücklich verlangen.
12. Ausgestaltung der und Angaben zur Vergütung des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.7)
Bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird die Stellung des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden berücksichtigt. Der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Aufsichtsratsausschüssen werden hingegen bei der Vergütungshöhe nicht berücksichtigt.
13. Bei der Vergütung des Aufsichtsrats ist keine erfolgsorientierte Vergütung vorgesehen. Von einer individualisierten Ausweisung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder oder etwaiger Vorteile im Sinne der Ziff. 5.4.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Corporate Governance Bericht wird abgesehen. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung der Gesellschaft erläutert.
14. Fristen für die Veröffentlichung des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte (Ziffer 7.1.2)
Die Müller Weingarten AG hält die in Deutschland geltenden aktienrechtlichen Fristen ein. Die in Ziffer 7.1.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehenen kürzeren Fristen wurden und werden auch im Jahre 2007 nicht eingehalten.

Weingarten, 30. November 2006

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.