Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 38700
Eingetragen
2.2.1983
Branche
Großhandel mit TextilienBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Arbeits- und Berufsbekleidung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Textilwaren aller Art, insbesondere von technischen Wirkwaren. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Die Gesellschaft ist insbesondere berechtigt, Betriebsstätten oder Zweigniederlassungen zu errichten und andere Unternehmen zu erwerben oder zu gründen oder sich an solchen zu beteiligen, sowie Interessengemeinschaften einzugehen und Unternehmensverträge abzuschließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henning Krebs
seit 26.3.2026
Prokura
Jan Peter Göbel
seit 26.3.2026
Prokura
Geschäftsführer
Alexander Jones
seit 20.9.2019
Geschäftsführer
Achim Rosemeyer
seit 9.7.2010
Prokura
Frank Müller
seit 1.7.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
58.14%
Thygesen Textile Group A/SDNK
30.23%
EGT Holding II ApSDNK
11.63%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PMMT GmbH
Germany
540.700 €
58.14%
ETE GmbH
Germany
389.300 €
41.86%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Müller Textil GmbH

Wiehl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Grundlagen des Unternehmens

Die Geschäftstätigkeit der Müller Textil GmbH umfasst die Herstellung und den Vertrieb von "Technischen Textilien", sogenannten Abstandsgewirken. Der Hauptabsatzmarkt ist die Automobilindustrie, der Markt für Technische Textilien sowie für industrielle Anwendungen.

Die Gesellschaft betreibt ihren Geschäftsbetrieb auf eigenem Grundbesitz in Wiehl.

Es bestehen Tochtergesellschaften in der Slowakischen Republik, Mexiko, den USA, China, Korea sowie in Japan.

Wirtschaftsbericht

ENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT

Bedingt durch die globale Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2, die damit verbundenen restriktiven Maßnahmen und die daraus resultierenden Einschnitte auf der Nachfrage- und Angebotsseite verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2020 ein negatives Wachstum von −4,0 (2,6) %. Die durchschnittliche Expansionsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) lag sowohl bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den Schwellenländern weit unter dem Wert des Vorjahres. Auf nationaler Ebene war die Entwicklung innerhalb des Berichtszeitraums davon abhängig, inwieweit die Covid-19-Pandemie ihre negativen Auswirkungen jeweils entfaltete. Die Regierungen und Notenbanken zahlreicher Länder haben zum Teil mit erheblichen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen reagiert. Entsprechend verringerte sich das bereits vergleichsweise niedrige Zinsniveau. Deutlich sanken die Preise für Energierohstoffe, während die Preise für sonstige Rohstoffe im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zunahmen. Im weltweiten Durchschnitt stiegen die Verbraucherpreise langsamer an als im Jahr 2019, der globale Güterhandel ging im Berichtszeitraum zurück.

Europa/Übrige Märkte

Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im Jahr 2020 mit −7,2 (1,3) % insgesamt ein stark rückläufiges Wachstum. Diese Entwicklung war bei nahezu allen nord- und südeuropäischen Ländern zu beobachten. Für erhebliche Einschnitte sorgten die Auswirkungen nationaler Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, unter anderem durch Grenzschließungen und physische Distanzierung, welche in einigen Staaten sowohl das gesellschaftliche Leben massiv einschränkten als auch die Wirtschaft folgenschwer belasteten. Zwischenzeitlich nahmen die Regierungen vieler Länder dieser Region die Einschränkungen zum Teil wieder zurück, was zu einer schrittweisen wirtschaftlichen Erholung führte.

Aufgrund der in vielen Ländern im weiteren Jahresverlauf wieder steigenden Fallzahlen wurden einige dieser Maßnahmen erneut verschärft oder zumindest weiterhin aufrechterhalten. Für Unsicherheit sorgte im Geschäftsjahr 2020 darüber hinaus der ungewisse Ausgang der Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) und die damit verbundenen Fragen nach der künftigen Ausgestaltung der Beziehungen.

In den Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas verringerte sich das reale absolute BIP im Jahr 2020 mit −3,7 (2,5) % deutlich. Dabei sank die Wirtschaftsleistung in Zentraleuropa um −3,4 (2,9) % und in Osteuropa um −4,0 (2,0) %. Diese Entwicklung war ebenfalls in Russland zu beobachten: Die Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft Osteuropas schrumpfte um −4,1 (1,3) %.

In der Türkei konnte sich die Erholung aus dem ersten Quartal nicht fortsetzen - die Wachstumsrate des BIP ging im Gesamtjahr 2020 auf 0,2 (1,0) % zurück, blieb aber positiv.

Deutschland

Deutschlands Wirtschaftsleistung verzeichnete im Berichtsjahr mit −5,3 (0,6) % eine deutlich negative Wachstumsrate. Bei einer zum Jahresbeginn noch guten Lage am Arbeitsmarkt ist im Verlauf des Jahres eine Vielzahl von Betrieben pandemiebedingt in Kurzarbeit gegangen. Im Zuge der zwischenzeitlichen Lockerungen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich sowie der von der Regierung beschlossenen Hilfsmaßnahmen verbesserte sich das Vertrauen der Verbraucher und der Unternehmen im Jahresverlauf zwar, erreichte aber nur vereinzelt das jeweilige Niveau der Vorjahre.

Nordamerika

Das Wachstum der US-amerikanischen Wirtschaftsleistung ging bei einem dynamischen Infektionsgeschehen innerhalb des Berichtsjahres um −3,6 (2,2) % zurück. Zur Stärkung der Wirtschaft vor dem Hintergrund der Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie beschloss die US-Regierung umfangreiche Förderpakete. Die US-Notenbank unternahm neben weiteren wirtschaftsstützenden Maßnahmen zwei Zinssenkungen. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen um mehrere Millionen an und blieben bei einer rückläufigen Entwicklung auf vergleichsweise hohem Niveau. Dies schlug sich entsprechend auf die Arbeitslosenquote nieder, die sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr mit 8,1 (3,7) % mehr als verdoppelte. Im Nachbarstaat Kanada sank das BIP um −5,7 (1,9) % und in Mexiko um −9,0 (0,0) %.

Asien-Pazifik

Die chinesische Wirtschaft, die den negativen Effekten der Covid-19-Pandemie bereits früher als andere Volkswirtschaften ausgesetzt war und im weiteren Jahresverlauf 2020 von einer relativ geringen Zahl an Neuinfektionen profitierte, verzeichnete positive Wachstumsraten ab dem zweiten Quartal und wuchs insgesamt um 2,1 (6,1) %. Indien registrierte bei verhältnismäßig hohen Infektionszahlen mit −8,9 (4,2) % ein stark rückläufiges Wachstum. Japan verzeichnete bedingt durch die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum eine negative Entwicklung von −5,4 (0,3) %.

Bekleidungsindustrie

Der Gesamtverband Textil+Mode (t+m) meldet in seinem Konjunkturbericht 02.2021 einen Umsatzrückgang für die gesamte Branche von 11,4 % für 2020 (Vj. -3,1 %). Dabei verliert Textil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum -6,7 %, bei Bekleidung sind es -19,0 %.

Die Exporte 2020 gingen über alle Länder und Segmente hinweg zurück. Nur die Exporte nach China haben sich wieder so weit erholt, dass für das Gesamtjahr eine Steigerung zu Buche steht. Insgesamt sinken die Exporte um -6,2 % (Textil -2,4 %, Bekleidung -8,2 %).

Stellungnahme zum Prognosebericht des Vorjahres

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartete die Müller Textil GmbH unter Annahme einer langanhaltenden Pandemie einen starken Umsatzrückgang. In 2020 wurden Umsatzerlöse von TEUR 9.086 erzielt (im Vorjahr TEUR 10.742). Für das Geschäftsjahr 2020 wurde erwartet, dass das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen signifikant sinken wird. Tatsächlich beträgt dieses in 2020 TEUR -23 gegenüber TEUR 388 im Vorjahr. Insgesamt haben sich die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Umsätze und das Betriebsergebnis vor Steuern entsprechend den Erwartungen ausgewirkt.

Geschäftsverlauf

Die Müller Textil GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von TEUR 9.086 (i. Vj. TEUR 10.742). Der Rückgang zum Vorjahr ist auf die Coronapandemie zurückzuführen.

Die Umsätze Automobil haben sich um rund 31 % auf TEUR 1.618 (i. Vj. TEUR 2.345) und die Umsätze Technical Textiles haben sich um rund 47 % auf TEUR 406 (i. Vj. TEUR 764) reduziert.

Die Erträge aus Lizenzgebühren haben sich um rund 12 % auf TEUR 6.388 (i. Vj. TEUR 7.228) und die Erträge aus Leasing haben sich um rund 40 % auf TEUR 186 (i. Vj. TEUR 311) reduziert.

Mit einer Umsatzrendite vor Erträgen aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern von -0,3 % erzielten wir ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR -23 (i. Vj. TEUR 388). Im Wesentlichen wird das Betriebsergebnis vor Steuern durch Weiterbelastungen an unsere Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 6.928 beeinflusst.

Ertragslage

Im Berichtszeitraum erzielten wir einen Rohertrag von TEUR 8.102, was einer Reduzierung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von TEUR 1.442 entspricht. Dies ist im Wesentlichen auf pandemiebedingt geringere Umsatzerlöse zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern liegt mit TEUR 7.869 (i. Vj. TEUR 20.942) weit unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Beteiligungserträge von TEUR 8.171 (i. Vj. TEUR 21.114) zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen aufgrund von Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von TEUR 465 auf TEUR 551. Der Personalaufwand verringerte sich von TEUR 6.607 auf TEUR 6.075 hauptsächlich durch die Verringerung der Mitarbeiterzahl und durch die temporäre Einführung von Kurzarbeit für 44 Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen um TEUR 424 auf TEUR 1.826. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus geringeren Raumkosten, Werbe- und Reisekosten und Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Gegenläufig wirkten sich höhere Kosten der Warenabgabe und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung aus.

Nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr in Höhe von TEUR 20.926 konnte im aktuellen Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.853 erzielt werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Berichtszeitraum von TEUR 29.496 auf TEUR 27.824 gesunken. Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 588 und das Umlaufvermögen um TEUR 1.111 verringert. Der Rückgang des Umlaufvermögens basiert insbesondere auf verringerten liquiden Mitteln, bei gleichzeitig erhöhten Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Das Anlagevermögen hat sich bei Zugängen in Höhe von TEUR 466 im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen verringert.

Die Rückstellungen sind um TEUR 198 gegenüber dem Vorjahr gesunken und betragen TEUR 1.749. Sie wurden insbesondere für den Bereich Personal gebildet.

Die Verbindlichkeiten der Müller Textil GmbH sind im Berichtsjahr um TEUR 1.328 auf TEUR 3.282 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf infolge planmäßiger Tilgungen reduzierte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR -1.322) zurückzuführen. Insgesamt ist mit einem Kreditinstitut eine Kreditlinie von TEUR 1.000 vereinbart. Diese wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 2.027 zwischen einem und fünf Jahren fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich, im Gegensatz zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, leicht erhöht (TEUR +66). Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR -76).

Die Müller Textil GmbH hält 100 % der Anteile an der Muller Textiles Slovakia s.r.o. über die Beteiligungen an der Muller Textiles Inc. und der Muller Textiles Mexico sind wir auch auf dem amerikanischen Markt vertreten. Darüber hinaus hält die Müller Textil GmbH 100 % der Anteile an der Mueller Textiles China, an der K. K. Muller Textiles Japan und der Muller Textiles Korea Co., Ltd.

Mit den Entwicklungen unserer Beteiligungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sind wir zufrieden.

Entwicklung Eigenkapital-Quote

Die Eigenkapital-Quote lag zum Jahresende bei 81,9 % (i. Vj. 77,8 %). Der Anstieg ist insbesondere auf die geringere Bilanzsumme zurückzuführen.

Mitarbeiter

Die Müller Textil GmbH beschäftigt zum Geschäftsjahresschluss 60 Mitarbeiter. Dies entspricht einer Verringerung der Mitarbeiterzahl um drei gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Angestellten verringerte sich im Vorjahresvergleich um zwei und die der gewerblichen Mitarbeiter um einen.

Forschung und Entwicklung

Der Forschungs- und Entwicklungsbereich der Müller Textil GmbH umfasst vor allem kundennahe Produktentwicklung und in geringem Maße auch die Entwicklung von Produktionsverfahren. Hierbei arbeitet die F&E Abteilung eng mit dem Vertrieb zusammen. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entstehen in erster Linie durch die enge Zusammenarbeit mit den Kunden.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Im Berichtszeitraum sind wir vor dem Hintergrund der Coronapandemie insgesamt mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Entwicklung auf den regionalen Teilmärkten zufrieden.

Prognosebericht

Die bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen.

Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit aus (Coronavirus-Pandemie). Die Geschäftsleitung hat ihre Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung in 2021 gegenüber der Planung aus November 2020 nicht angepasst. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung insbesondere in Q4 2020 und der sich abzeichnenden Entwicklung der Auftragseingänge gehen wir für 2021, auch unter der Annahme einer sich abschwächenden Pandemie, von einer signifikanten Umsatzsteigerung aus.

Wir gehen außerdem davon aus, dass das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen moderat steigen wird.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement ist daher ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und unternehmerischen Entscheidungen. Es stützt sich auf das in der Müller Textil-Gruppe eingesetzte Planungs-, Berichts- und Informationssystem. Mithilfe dieses Risikomanagementsystems werden die bestehenden und künftigen Risiken analysiert und bewertet. Für identifizierte Risiken werden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet und überwacht. Das Risikomanagementsystem ist eng mit dem Controlling-System und der strategischen Planung verbunden.

Marktrisiken (hohes Risiko)

Auf der Beschaffungsseite sind wir hauptsächlich vom Weltmarkt der Polyesterpreise abhängig. Dieser unterliegt keinen gravierenden Schwankungen, sodass wir keine überproportionalen Risiken erkennen können. Aufgrund der aktuellen Coronakrise sind wir in engem Kontakt mit unseren Lieferanten. Hier müssen wir vor allem die kurz- und mittelfristige Lieferbereitschaft sicherstellen sowie mögliche Insolvenzrisiken rechtzeitig erkennen.

Der Absatz unserer Produkte im Automobil-Bereich verteilt sich auf unabhängig voneinander eingesetzte Anwendungen, sodass hier keine zu starke Abhängigkeit von einem Produkt gegeben ist. Die Kundenstruktur verteilt sich indirekt auf mindestens zehn verschiedene Automobilhersteller. Eine bestandsgefährdende Abhängigkeit von einem Hersteller können wir nicht erkennen. Aufgrund der aktuellen Coronakrise ergeben sich gewisse Absatzrisiken. Derzeit können wir aber keinen signifikant negativen Effekt durch Corona für unser Unternehmen beobachten.

Technologische Risiken (mittleres Risiko)

Durch das anhaltend hohe Interesse an unseren innovativen Produkten gehen wir nicht davon aus, dass auf absehbare Zeit eine Substitution durch konkurrierende Technologien stattfindet.

Betriebsrisiken (geringes Risiko)

Durch den Aufbau mehrerer Produktionsstandorte haben wir die Betriebsrisiken, etwa durch Betriebsunterbrechung, deutlich minimieren können.

Finanzwirtschaftliche Risiken (mittleres Risiko)

Die Schwankungen des US-Dollar-Kurses im Vergleich zum Euro haben Einfluss auf unser Betriebsergebnis. Zur Absicherung eines Risikos aus Währungskursschwankungen bedienen wir uns grundsätzlich Währungssicherungsgeschäften. Zum Abschlussstichtag bestanden offene Währungssicherungsgeschäfte.

Politische, terroristische und gesundheitliche Risiken (hohes Risiko)

Aufgrund politischer oder terroristischer Ereignisse sehen wir keine überdurchschnittlichen Risiken. Die aktuelle Coronakrise zeigt uns jedoch gesundheitliche Risiken auf, die wir bisher nicht so erwartet haben.

Gesamtbewertung der Risikosituation

Aufgrund der jährlichen Bestandsaufnahme und Bewertung der Risiken sind wir insgesamt der Ansicht, dass derzeit keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken bestehen.

Chancen der künftigen Entwicklung

Durch unseren Global Footprint sind wir insbesondere im Automobilbereich ein wichtiger und zuverlässiger Partner und erschließen uns hiermit neue Absatzchancen und den Aufbau engerer Geschäftsbeziehungen mit Automobilherstellern und -zulieferern.

Darüber hinaus intensivieren wir unsere Aktivitäten im Bereich der Industrial und Technical Anwendungen. Hier ergeben sich immer mehr vielversprechende Ansätze, die uns in Zukunft unabhängiger von den automobilen Anwendungen machen werden.

Wir werden verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren, um die bestehenden Kundenbindungen zu halten und neue Kunden und Anwendungen zu gewinnen. Hiervon versprechen wir uns eine weitere positive Beeinflussung des zukünftigen Geschäftserfolgs.

 

Wiehl, den 17. Mai 2021

Müller Textil GmbH

Geschäftsführung

Frank Müller

Stefan Müller

Alexander Jones

Bilanz

Aktiva

2020 2019
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 114.110,87 254.491,32
II. Sachanlagen 3.694.565,26 4.142.261,52
III. Finanzanlagen 2.181.329,19 2.181.329,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 440.701,37 435.436,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.324.995,46 15.362.637,58
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten uns Schecks 3.967.462,31 7.046.466,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 100.552,25 73.858,29
Summe 27.823.716,71 29.496.479,97

Passiva

2020 2019
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 930.000,00 930.000,00
II. Rücklagen 1.072.311,45 1.072.311,45
III. Bilanzgewinn 20.790.205,57 20.937.286,50
B. Rückstellungen 1.749.028,00 1.946.676,10
C. Verbindlichkeiten 3.282.171,69 4.610.205,92
Summe 27.823.716,71 29.496.479,97

Gewinn- und Verlustrechnung

2020 2019
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 8.657.300,67 9.844.622,80
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.512.237,04 5.941.256,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 562.271,18 6.074.508,22 665.486,85 6.606.742,96
- davon für Altersversorgung EUR 254,24 (i. Vj. EUR 354,24) -
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 780.226,75 599.749,59
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.825.555,42 2.250.141,76
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 69.322,65 83.712,00
6. Erträge aus Beteiligungen 8.170.975,68 21.114.334,01
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.560,36 54.199,44
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 570,00 (i. Vj. EUR 582,00) -
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 297.316,60 590.179,12
9. Ergebnis nach Steuern 7.869.431,65 20.941.655,94
10. Sonstige Steuern 16.512,58 15.355,09
11. Jahresüberschuss 7.852.919,07 20.926.300,85

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 581.699,66 35.518,80 1.129,00 -908,70 615.180,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2.858.102,96 0,00 0,00 0,00 2.858.102,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.435.709,94 52.688,58 249.200,38 483.947,82 4.723.145,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.686.785,29 241.345,94 32.548,81 908,70 1.896.491,12
4. Geleistete Anzahlungen 501.393,63 136.776,59 115.690,33 -483.947,82 38.532,07
9.481.991,82 430.811,11 397.439,52 908,70 9.516.272,11
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.181.329,19 0,00 0,00 0,00 2.181.329,19
12.245.020,67 466.329,91 398.568,52 0,00 12.312.782,06
Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 327.208,34 173.861,55 0,00 501.069,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.336.012,11 137.175,75 0,00 1.473.187,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.867.410,25 309.728,99 113.114,77 3.064.024,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.136.307,94 159.460,46 11.273,88 1.284.494,52
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.339.730,30 606.365,20 124.388,65 5.821.706,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.666.938,64 780.226,75 124.388,65 6.322.776,74
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.110,87 254.491,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.384.915,10 1.522.090,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.659.121,49 1.568.299,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 611.996,60 550.477,35
4. Geleistete Anzahlungen 38.532,07 501.393,63
3.694.565,26 4.142.261,52
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.181.329,19 2.181.329,19
5.990.005,32 6.578.082,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Grundsätze des Ausweises in diesem Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Jahresabschluss und Lagebericht sind nach den Vorschriften des HGB aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen wurden dem Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen zugeordnet.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern orientieren sich grundsätzlich an steuerlichen Richtwerten. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht.

Geringwertige Anlagegegenstände (im Einzelbetrag bis EUR 800,00) mit Anschaffungsdatum ab 1. Januar 2018 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten. Als beizulegende Werte werden bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen die erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt.

Sämtliche Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (1 %) Rechnung getragen.

Die Umrechnung von langfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. mit dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bzw. bei Fremdwährungsbeständen mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Allen erkennbaren Risiken wurde bei der Bewertung des Umlaufvermögens durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen sind für eine unmittelbare Versorgungszusage gebildet worden.

Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken Rechnung tragen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 14.848 (i. Vj. TEUR 12.260) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 2.008 (i. Vj. TEUR 2.874) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 1.241 (i. Vj. TEUR 1.164) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen sonstige Personalrückstellungen (TEUR 1.515), die Abgrenzung von Jahressonderzahlungen und Urlaubsansprüchen (TEUR 83), Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (TEUR 49) und Risiken aus steuerlichen Außenprüfungen (TEUR 35).

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 871 innerhalb eines Jahres und TEUR 2.027 zwischen einem und fünf Jahren fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind komplett durch Verpflichtungserklärungen gesichert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 20 (i. Vj. TEUR 15) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 64), Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 98) sowie aus Lohn und Gehalt (TEUR 33).

Alle übrigen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der genannten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2020 wurden im Rahmen des Kurzarbeitergeldes nicht rückzahlbare Zuwendungen i.H.v. EUR 98.635,91 vereinnahmt und von den Personalaufwendungen abgesetzt.

Ergebnis aus Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 214 enthalten (davon realisiert TEUR 60).

Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Dipl.-Kfm. Frank Müller, Wiehl

Dipl.-Text.-Ing. Stefan Müller, Wiehl

Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Alexander Jones, Reichshof

2. Beirat

Dipl.-Ing. Manfred Raderschad

Vorsitzender -,

Dipl.-Ing. Dieter Kaffenberger,

Dipl.-Kfm. Niels L. Thygesen.

Die Gesellschaft hat von einer Angabe der Geschäftsführer- und Beiratsbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

3. Beschäftigte

Durchschnittlich waren im Berichtszeitraum 20 (i. Vj. 26) gewerbliche Arbeitnehmer und 41 (i. Vj. 40 ) Angestellte beschäftigt.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen

Fällig innerhalb eines Jahres TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1).

5. Haftungsverhältnisse

Die Müller Textil GmbH hat zur Besicherung von Kreditverträgen von Tochtergesellschaften Garantien abgegeben. Der Restwert zum 31. Dezember 2020 beläuft sich auf:

31.12.2020 31.12.2019
Muller Textiles Slovakia s.r.o TEUR 0 25
Muller Textiles Inc., Del Rio/Texas/USA TUSD 857 1.071

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation der Tochtergesellschaften sowie der Absicherung der Gewährleistungsverpflichtungen gegenüber Kunden durch eine Versicherung rechnet die Gesellschaft nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen.

6. Wesentliche Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Mit Wirkung zum 01.01.2021 wurden von der Müller Textil GmbH 100% der Anteile der Baldus Ausrüstungsgesellschaft mbH, Gummersbach, erworben.

 

Wiehl, den 17. Mai 2021

Müller Textil GmbH

Geschäftsführung

Frank Müller

Stefan Müller

Alexander Jones

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 24.06.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Müller Textil GmbH, Wiehl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Müller Textil GmbH, Wiehl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Müller Textil GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 19. Mai 2021

KPMG AG
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