ETE GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henning Krebs seit 26.3.2026 | Prokura |
Jan Peter Göbel seit 26.3.2026 | Prokura |
Martin Reiner Hielscher seit 23.9.2025 | Geschäftsführer |
Alexander Jones seit 20.9.2019 | Geschäftsführer |
Achim Rosemeyer seit 9.7.2010 | Prokura |
Frank Müller seit 1.7.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 58.14% | |
Thygesen Textile Group A/S | 30.23% |
EGT Holding II ApS | 11.63% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Müller Textil GmbHWiehlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020Grundlagen des Unternehmens Die Geschäftstätigkeit der Müller Textil GmbH umfasst die Herstellung und den Vertrieb von "Technischen Textilien", sogenannten Abstandsgewirken. Der Hauptabsatzmarkt ist die Automobilindustrie, der Markt für Technische Textilien sowie für industrielle Anwendungen. Die Gesellschaft betreibt ihren Geschäftsbetrieb auf eigenem Grundbesitz in Wiehl. Es bestehen Tochtergesellschaften in der Slowakischen Republik, Mexiko, den USA, China, Korea sowie in Japan. Wirtschaftsbericht ENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT Bedingt durch die globale Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2, die damit verbundenen restriktiven Maßnahmen und die daraus resultierenden Einschnitte auf der Nachfrage- und Angebotsseite verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2020 ein negatives Wachstum von −4,0 (2,6) %. Die durchschnittliche Expansionsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) lag sowohl bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den Schwellenländern weit unter dem Wert des Vorjahres. Auf nationaler Ebene war die Entwicklung innerhalb des Berichtszeitraums davon abhängig, inwieweit die Covid-19-Pandemie ihre negativen Auswirkungen jeweils entfaltete. Die Regierungen und Notenbanken zahlreicher Länder haben zum Teil mit erheblichen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen reagiert. Entsprechend verringerte sich das bereits vergleichsweise niedrige Zinsniveau. Deutlich sanken die Preise für Energierohstoffe, während die Preise für sonstige Rohstoffe im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zunahmen. Im weltweiten Durchschnitt stiegen die Verbraucherpreise langsamer an als im Jahr 2019, der globale Güterhandel ging im Berichtszeitraum zurück. Europa/Übrige Märkte Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im Jahr 2020 mit −7,2 (1,3) % insgesamt ein stark rückläufiges Wachstum. Diese Entwicklung war bei nahezu allen nord- und südeuropäischen Ländern zu beobachten. Für erhebliche Einschnitte sorgten die Auswirkungen nationaler Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, unter anderem durch Grenzschließungen und physische Distanzierung, welche in einigen Staaten sowohl das gesellschaftliche Leben massiv einschränkten als auch die Wirtschaft folgenschwer belasteten. Zwischenzeitlich nahmen die Regierungen vieler Länder dieser Region die Einschränkungen zum Teil wieder zurück, was zu einer schrittweisen wirtschaftlichen Erholung führte. Aufgrund der in vielen Ländern im weiteren Jahresverlauf wieder steigenden Fallzahlen wurden einige dieser Maßnahmen erneut verschärft oder zumindest weiterhin aufrechterhalten. Für Unsicherheit sorgte im Geschäftsjahr 2020 darüber hinaus der ungewisse Ausgang der Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) und die damit verbundenen Fragen nach der künftigen Ausgestaltung der Beziehungen. In den Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas verringerte sich das reale absolute BIP im Jahr 2020 mit −3,7 (2,5) % deutlich. Dabei sank die Wirtschaftsleistung in Zentraleuropa um −3,4 (2,9) % und in Osteuropa um −4,0 (2,0) %. Diese Entwicklung war ebenfalls in Russland zu beobachten: Die Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft Osteuropas schrumpfte um −4,1 (1,3) %. In der Türkei konnte sich die Erholung aus dem ersten Quartal nicht fortsetzen - die Wachstumsrate des BIP ging im Gesamtjahr 2020 auf 0,2 (1,0) % zurück, blieb aber positiv. Deutschland Deutschlands Wirtschaftsleistung verzeichnete im Berichtsjahr mit −5,3 (0,6) % eine deutlich negative Wachstumsrate. Bei einer zum Jahresbeginn noch guten Lage am Arbeitsmarkt ist im Verlauf des Jahres eine Vielzahl von Betrieben pandemiebedingt in Kurzarbeit gegangen. Im Zuge der zwischenzeitlichen Lockerungen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich sowie der von der Regierung beschlossenen Hilfsmaßnahmen verbesserte sich das Vertrauen der Verbraucher und der Unternehmen im Jahresverlauf zwar, erreichte aber nur vereinzelt das jeweilige Niveau der Vorjahre. Nordamerika Das Wachstum der US-amerikanischen Wirtschaftsleistung ging bei einem dynamischen Infektionsgeschehen innerhalb des Berichtsjahres um −3,6 (2,2) % zurück. Zur Stärkung der Wirtschaft vor dem Hintergrund der Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie beschloss die US-Regierung umfangreiche Förderpakete. Die US-Notenbank unternahm neben weiteren wirtschaftsstützenden Maßnahmen zwei Zinssenkungen. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen um mehrere Millionen an und blieben bei einer rückläufigen Entwicklung auf vergleichsweise hohem Niveau. Dies schlug sich entsprechend auf die Arbeitslosenquote nieder, die sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr mit 8,1 (3,7) % mehr als verdoppelte. Im Nachbarstaat Kanada sank das BIP um −5,7 (1,9) % und in Mexiko um −9,0 (0,0) %. Asien-Pazifik Die chinesische Wirtschaft, die den negativen Effekten der Covid-19-Pandemie bereits früher als andere Volkswirtschaften ausgesetzt war und im weiteren Jahresverlauf 2020 von einer relativ geringen Zahl an Neuinfektionen profitierte, verzeichnete positive Wachstumsraten ab dem zweiten Quartal und wuchs insgesamt um 2,1 (6,1) %. Indien registrierte bei verhältnismäßig hohen Infektionszahlen mit −8,9 (4,2) % ein stark rückläufiges Wachstum. Japan verzeichnete bedingt durch die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum eine negative Entwicklung von −5,4 (0,3) %. Bekleidungsindustrie Der Gesamtverband Textil+Mode (t+m) meldet in seinem Konjunkturbericht 02.2021 einen Umsatzrückgang für die gesamte Branche von 11,4 % für 2020 (Vj. -3,1 %). Dabei verliert Textil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum -6,7 %, bei Bekleidung sind es -19,0 %. Die Exporte 2020 gingen über alle Länder und Segmente hinweg zurück. Nur die Exporte nach China haben sich wieder so weit erholt, dass für das Gesamtjahr eine Steigerung zu Buche steht. Insgesamt sinken die Exporte um -6,2 % (Textil -2,4 %, Bekleidung -8,2 %). Stellungnahme zum Prognosebericht des Vorjahres Für das Geschäftsjahr 2020 erwartete die Müller Textil GmbH unter Annahme einer langanhaltenden Pandemie einen starken Umsatzrückgang. In 2020 wurden Umsatzerlöse von TEUR 9.086 erzielt (im Vorjahr TEUR 10.742). Für das Geschäftsjahr 2020 wurde erwartet, dass das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen signifikant sinken wird. Tatsächlich beträgt dieses in 2020 TEUR -23 gegenüber TEUR 388 im Vorjahr. Insgesamt haben sich die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Umsätze und das Betriebsergebnis vor Steuern entsprechend den Erwartungen ausgewirkt. Geschäftsverlauf Die Müller Textil GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von TEUR 9.086 (i. Vj. TEUR 10.742). Der Rückgang zum Vorjahr ist auf die Coronapandemie zurückzuführen. Die Umsätze Automobil haben sich um rund 31 % auf TEUR 1.618 (i. Vj. TEUR 2.345) und die Umsätze Technical Textiles haben sich um rund 47 % auf TEUR 406 (i. Vj. TEUR 764) reduziert. Die Erträge aus Lizenzgebühren haben sich um rund 12 % auf TEUR 6.388 (i. Vj. TEUR 7.228) und die Erträge aus Leasing haben sich um rund 40 % auf TEUR 186 (i. Vj. TEUR 311) reduziert. Mit einer Umsatzrendite vor Erträgen aus Beteiligungen, Zinsen und Steuern von -0,3 % erzielten wir ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR -23 (i. Vj. TEUR 388). Im Wesentlichen wird das Betriebsergebnis vor Steuern durch Weiterbelastungen an unsere Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 6.928 beeinflusst. Ertragslage Im Berichtszeitraum erzielten wir einen Rohertrag von TEUR 8.102, was einer Reduzierung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von TEUR 1.442 entspricht. Dies ist im Wesentlichen auf pandemiebedingt geringere Umsatzerlöse zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern liegt mit TEUR 7.869 (i. Vj. TEUR 20.942) weit unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Beteiligungserträge von TEUR 8.171 (i. Vj. TEUR 21.114) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen aufgrund von Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von TEUR 465 auf TEUR 551. Der Personalaufwand verringerte sich von TEUR 6.607 auf TEUR 6.075 hauptsächlich durch die Verringerung der Mitarbeiterzahl und durch die temporäre Einführung von Kurzarbeit für 44 Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen um TEUR 424 auf TEUR 1.826. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus geringeren Raumkosten, Werbe- und Reisekosten und Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Gegenläufig wirkten sich höhere Kosten der Warenabgabe und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung aus. Nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr in Höhe von TEUR 20.926 konnte im aktuellen Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.853 erzielt werden. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist im Berichtszeitraum von TEUR 29.496 auf TEUR 27.824 gesunken. Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 588 und das Umlaufvermögen um TEUR 1.111 verringert. Der Rückgang des Umlaufvermögens basiert insbesondere auf verringerten liquiden Mitteln, bei gleichzeitig erhöhten Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Das Anlagevermögen hat sich bei Zugängen in Höhe von TEUR 466 im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen verringert. Die Rückstellungen sind um TEUR 198 gegenüber dem Vorjahr gesunken und betragen TEUR 1.749. Sie wurden insbesondere für den Bereich Personal gebildet. Die Verbindlichkeiten der Müller Textil GmbH sind im Berichtsjahr um TEUR 1.328 auf TEUR 3.282 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf infolge planmäßiger Tilgungen reduzierte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR -1.322) zurückzuführen. Insgesamt ist mit einem Kreditinstitut eine Kreditlinie von TEUR 1.000 vereinbart. Diese wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 2.027 zwischen einem und fünf Jahren fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich, im Gegensatz zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, leicht erhöht (TEUR +66). Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR -76). Die Müller Textil GmbH hält 100 % der Anteile an der Muller Textiles Slovakia s.r.o. über die Beteiligungen an der Muller Textiles Inc. und der Muller Textiles Mexico sind wir auch auf dem amerikanischen Markt vertreten. Darüber hinaus hält die Müller Textil GmbH 100 % der Anteile an der Mueller Textiles China, an der K. K. Muller Textiles Japan und der Muller Textiles Korea Co., Ltd. Mit den Entwicklungen unserer Beteiligungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sind wir zufrieden. Entwicklung Eigenkapital-Quote Die Eigenkapital-Quote lag zum Jahresende bei 81,9 % (i. Vj. 77,8 %). Der Anstieg ist insbesondere auf die geringere Bilanzsumme zurückzuführen. Mitarbeiter Die Müller Textil GmbH beschäftigt zum Geschäftsjahresschluss 60 Mitarbeiter. Dies entspricht einer Verringerung der Mitarbeiterzahl um drei gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Angestellten verringerte sich im Vorjahresvergleich um zwei und die der gewerblichen Mitarbeiter um einen. Forschung und Entwicklung Der Forschungs- und Entwicklungsbereich der Müller Textil GmbH umfasst vor allem kundennahe Produktentwicklung und in geringem Maße auch die Entwicklung von Produktionsverfahren. Hierbei arbeitet die F&E Abteilung eng mit dem Vertrieb zusammen. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entstehen in erster Linie durch die enge Zusammenarbeit mit den Kunden. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Im Berichtszeitraum sind wir vor dem Hintergrund der Coronapandemie insgesamt mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Entwicklung auf den regionalen Teilmärkten zufrieden. Prognosebericht Die bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen. Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit aus (Coronavirus-Pandemie). Die Geschäftsleitung hat ihre Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung in 2021 gegenüber der Planung aus November 2020 nicht angepasst. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung insbesondere in Q4 2020 und der sich abzeichnenden Entwicklung der Auftragseingänge gehen wir für 2021, auch unter der Annahme einer sich abschwächenden Pandemie, von einer signifikanten Umsatzsteigerung aus. Wir gehen außerdem davon aus, dass das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen moderat steigen wird. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement ist daher ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und unternehmerischen Entscheidungen. Es stützt sich auf das in der Müller Textil-Gruppe eingesetzte Planungs-, Berichts- und Informationssystem. Mithilfe dieses Risikomanagementsystems werden die bestehenden und künftigen Risiken analysiert und bewertet. Für identifizierte Risiken werden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet und überwacht. Das Risikomanagementsystem ist eng mit dem Controlling-System und der strategischen Planung verbunden. Marktrisiken (hohes Risiko) Auf der Beschaffungsseite sind wir hauptsächlich vom Weltmarkt der Polyesterpreise abhängig. Dieser unterliegt keinen gravierenden Schwankungen, sodass wir keine überproportionalen Risiken erkennen können. Aufgrund der aktuellen Coronakrise sind wir in engem Kontakt mit unseren Lieferanten. Hier müssen wir vor allem die kurz- und mittelfristige Lieferbereitschaft sicherstellen sowie mögliche Insolvenzrisiken rechtzeitig erkennen. Der Absatz unserer Produkte im Automobil-Bereich verteilt sich auf unabhängig voneinander eingesetzte Anwendungen, sodass hier keine zu starke Abhängigkeit von einem Produkt gegeben ist. Die Kundenstruktur verteilt sich indirekt auf mindestens zehn verschiedene Automobilhersteller. Eine bestandsgefährdende Abhängigkeit von einem Hersteller können wir nicht erkennen. Aufgrund der aktuellen Coronakrise ergeben sich gewisse Absatzrisiken. Derzeit können wir aber keinen signifikant negativen Effekt durch Corona für unser Unternehmen beobachten. Technologische Risiken (mittleres Risiko) Durch das anhaltend hohe Interesse an unseren innovativen Produkten gehen wir nicht davon aus, dass auf absehbare Zeit eine Substitution durch konkurrierende Technologien stattfindet. Betriebsrisiken (geringes Risiko) Durch den Aufbau mehrerer Produktionsstandorte haben wir die Betriebsrisiken, etwa durch Betriebsunterbrechung, deutlich minimieren können. Finanzwirtschaftliche Risiken (mittleres Risiko) Die Schwankungen des US-Dollar-Kurses im Vergleich zum Euro haben Einfluss auf unser Betriebsergebnis. Zur Absicherung eines Risikos aus Währungskursschwankungen bedienen wir uns grundsätzlich Währungssicherungsgeschäften. Zum Abschlussstichtag bestanden offene Währungssicherungsgeschäfte. Politische, terroristische und gesundheitliche Risiken (hohes Risiko) Aufgrund politischer oder terroristischer Ereignisse sehen wir keine überdurchschnittlichen Risiken. Die aktuelle Coronakrise zeigt uns jedoch gesundheitliche Risiken auf, die wir bisher nicht so erwartet haben. Gesamtbewertung der Risikosituation Aufgrund der jährlichen Bestandsaufnahme und Bewertung der Risiken sind wir insgesamt der Ansicht, dass derzeit keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken bestehen. Chancen der künftigen Entwicklung Durch unseren Global Footprint sind wir insbesondere im Automobilbereich ein wichtiger und zuverlässiger Partner und erschließen uns hiermit neue Absatzchancen und den Aufbau engerer Geschäftsbeziehungen mit Automobilherstellern und -zulieferern. Darüber hinaus intensivieren wir unsere Aktivitäten im Bereich der Industrial und Technical Anwendungen. Hier ergeben sich immer mehr vielversprechende Ansätze, die uns in Zukunft unabhängiger von den automobilen Anwendungen machen werden. Wir werden verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren, um die bestehenden Kundenbindungen zu halten und neue Kunden und Anwendungen zu gewinnen. Hiervon versprechen wir uns eine weitere positive Beeinflussung des zukünftigen Geschäftserfolgs.
Wiehl, den 17. Mai 2021 Müller Textil GmbH Geschäftsführung Frank Müller Stefan Müller Alexander Jones BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Grundsätze des Ausweises in diesem Jahresabschluss Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Jahresabschluss und Lagebericht sind nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen wurden dem Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen zugeordnet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern orientieren sich grundsätzlich an steuerlichen Richtwerten. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht. Geringwertige Anlagegegenstände (im Einzelbetrag bis EUR 800,00) mit Anschaffungsdatum ab 1. Januar 2018 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten. Als beizulegende Werte werden bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen die erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Sämtliche Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (1 %) Rechnung getragen. Die Umrechnung von langfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. mit dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bzw. bei Fremdwährungsbeständen mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Allen erkennbaren Risiken wurde bei der Bewertung des Umlaufvermögens durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen sind für eine unmittelbare Versorgungszusage gebildet worden. Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Der Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 14.848 (i. Vj. TEUR 12.260) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 2.008 (i. Vj. TEUR 2.874) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 1.241 (i. Vj. TEUR 1.164) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen sonstige Personalrückstellungen (TEUR 1.515), die Abgrenzung von Jahressonderzahlungen und Urlaubsansprüchen (TEUR 83), Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (TEUR 49) und Risiken aus steuerlichen Außenprüfungen (TEUR 35). Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 871 innerhalb eines Jahres und TEUR 2.027 zwischen einem und fünf Jahren fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind komplett durch Verpflichtungserklärungen gesichert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 20 (i. Vj. TEUR 15) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 64), Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 98) sowie aus Lohn und Gehalt (TEUR 33). Alle übrigen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der genannten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Personalaufwand Im Geschäftsjahr 2020 wurden im Rahmen des Kurzarbeitergeldes nicht rückzahlbare Zuwendungen i.H.v. EUR 98.635,91 vereinnahmt und von den Personalaufwendungen abgesetzt. Ergebnis aus Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 214 enthalten (davon realisiert TEUR 60). Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung
2. Beirat
Die Gesellschaft hat von einer Angabe der Geschäftsführer- und Beiratsbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. 3. Beschäftigte Durchschnittlich waren im Berichtszeitraum 20 (i. Vj. 26) gewerbliche Arbeitnehmer und 41 (i. Vj. 40 ) Angestellte beschäftigt. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen Fällig innerhalb eines Jahres TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1). 5. Haftungsverhältnisse Die Müller Textil GmbH hat zur Besicherung von Kreditverträgen von Tochtergesellschaften Garantien abgegeben. Der Restwert zum 31. Dezember 2020 beläuft sich auf:
Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation der Tochtergesellschaften sowie der Absicherung der Gewährleistungsverpflichtungen gegenüber Kunden durch eine Versicherung rechnet die Gesellschaft nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen. 6. Wesentliche Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres Mit Wirkung zum 01.01.2021 wurden von der Müller Textil GmbH 100% der Anteile der Baldus Ausrüstungsgesellschaft mbH, Gummersbach, erworben.
Wiehl, den 17. Mai 2021 Müller Textil GmbH Geschäftsführung Frank Müller Stefan Müller Alexander Jones Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 24.06.2021 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Müller Textil GmbH, Wiehl Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Müller Textil GmbH, Wiehl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Müller Textil GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 19. Mai 2021 KPMG
AG
Krawczyk, Wirtschaftsprüfer Klaaßen, Wirtschaftsprüfer |
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