Großhandel mit Werkzeugmaschinen
KTR Brake Systems GmbH
Zur Brinke 14, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sylvia Ditsch seit 22.2.2021 | Prokura |
Fabian Liekam seit 22.2.2021 | Prokura |
Michael Dirks seit 22.2.2021 | Prokura |
Norbert Dr. Partmann seit 4.4.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
KTR Kupplungstechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KTR Brake Systems GmbHSchloß Holte-StukenbrockJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023KTR Brake Systems GmbH, Schloß Holte-StukenbrockGliederung 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft 1.2 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3. Prognosebericht 4. Chancen- und Risikobericht Hauptteil 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die KTR Brake Systems GmbH gehört seit 2014 zur KTR-Gruppe und ist seitdem stetig als Kompetenzcenter für Bremsen am Standort in Schloß Holte-Stukenbrock weiterentwickelt worden. Die KTR Systems GmbH mit ihrer den Konzernabschluss aufstellenden Muttergesellschaft, F. Tacke GmbH & Co. KG, in Rheine hält alle Anteile an der KTR Brake Systems GmbH. Die KTR Brake Systems GmbH ist weltweit tätig und unterhält hierbei auch Geschäftsbeziehungen mit weiteren Gesellschaften der KTR-Gruppe. Die KTR Brake Systems GmbH beschäftigt sich mit der Entwicklung, der Konstruktion und dem Vertrieb von Bremssystemen für den Maschinen- und Anlagenbau. Dabei hat sich die KTR Brake Systems GmbH als einer der wenigen Hersteller weltweit auf zwei unterschiedliche Bremssysteme, die elektromechanische EMB-STOP und hydraulische KTR-STOP, spezialisiert. Unsere hydraulischen und elektromechanischen Bremssysteme sind weltweit in unterschiedlichen Industrien im Einsatz. Kundenpräferenz und Rahmenbedingungen der Applikation entscheiden dabei über die Wahl der richtigen Bremse. Neben der Entwicklung und Konstruktion der Bremsenkomponenten finden umfangreiche Funktionsprüfungen der KTR-STOP- und EMB-STOP-Baureihen statt. So zum Beispiel in einer speziellen Tieftemperatur-Kühlkammer, die Tests bei Umgebungstemperaturen von bis zu -50° C ermöglicht. Zur Steuerung der vielfältigen Aktivitäten innerhalb der Unternehmensgruppe gibt es ein Management-Informationssystem, das die Umsatz-, Auftrags-, Kosten- und Ertragsentwicklung aller Unternehmensbereiche im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan darstellt. Abweichungen werden analysiert und wo angezeigt, Gegenmaßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus wird einmal jährlich eine detaillierte operative Unternehmensplanung erstellt. Im Rahmen dieser operativen Unternehmensplanung werden mit allen Führungskräften der Unternehmensgruppe Ziele und Maßnahmen vereinbart und diese aufeinander abgestimmt. Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass die Planungsziele ambitioniert festgelegt werden. Die Zielerreichung wird anhand des Management-Informationssystems überprüft. Wesentliche Veränderungen bei den Leistungsindikatoren gibt es nicht. Im Rahmen einer rollierenden Mehrjahresplanung wird die Strategie der Unternehmensgruppe verabschiedet. Innerhalb dieser Planung werden die Schwerpunkte der weiteren Marktbearbeitung, die wesentlichen Investitionen sowie die Risikostrategie festgelegt. Das operative Reporting und die Risikostrategie werden durch das interne Kontrollsystem (IKS) ergänzt. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Geschäftsentwicklung der KTR Brake Systems GmbH hat in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung innovativer Bremskomponenten Marktanteile ausgebaut werden können. Daher werden die Themen Produktinnovation und Costdown-Projekte auch neben dem Alltagsgeschäft immer wieder in den Fokus gestellt. Daneben werden kunden- und landesindividuelle Anpassungen von Bremskomponenten regelmäßig realisiert. Diese konsequente Fokussierung auf Kundenanforderungen und -wünsche ist Kernbestandteil und Antrieb für die Portfolioentwicklung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Unternehmenserfolg der KTR-Gruppe hängt nicht nur von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, Europa und der Welt ab, sondern die am Markt durchsetzbaren Mengen und Preise hängen auch von der Entwicklung einzelner Branchen im Maschinenbau ab. Die Kunden der KTR Brake Systems GmbH sind insbesondere in dem Bereich Windkrafttechnik, tätig - auch wenn immer wieder Kunden aus anderen Branchen kundenspezifische Bremssysteme erhalten. Wir befinden uns in einer stark umkämpften Wettbewerbsposition. Aufgrund hoher Vertriebskompetenz, eines immer breiter werdenden Produktportfolios sowie Qualität und Performance sehen wir uns aber gut aufgestellt, uns damit dem Wettbewerb zu stellen. Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 % etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 % geringer. In den USA (+2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 % beibehalten. In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und Europa sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 %. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 %. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 %. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 % sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 % zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 %, wobei China (+4,4 %) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 %) überdurchschnittlich zulegten. (Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024) Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge zeigten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Nach Schätzung der VDMA-Volkswirte stagnierte der Maschinenumsatz weltweit auf Jahressicht preisbereinigt im Jahr 2023. Im Vorjahr wurde unsererseits ein preisbereinigter Anstieg des Welt-Maschinenumsatzes von ca. 1,0 % prognostiziert. Der Maschinenbauumsatz in Deutschland ist im Jahr 2023 real um ca. 0,9 % angestiegen. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 %), das Vereinigte Königreich (+5 %) und China (+2 %) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 % bzw. -1 % rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Südkorea (-5 %) und Japan (-6 %) ausgefallen. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 % gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Der für die KTR Brake Systems GmbH wichtige Windkraftmarkt ist gemessen an der installierten Kapazität in 2023 weltweit um ca. 12,5 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, was eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Unter den zehn größten Windkraftländern haben weiterhin China (+19,0 %) und Brasilien (+20,8%) die größten Zuwachsraten, während die früheren Schwergewichte USA (+4,4 %), Deutschland (+4,9 %), Indien (+7,5 %) und Spanien (+2,0 %) deutlich hinter diesen Wachstumsraten zurückbleiben. Mit dem Trend zu immer leistungsfähigeren Generatoren bleibt es bei einer weiterhin ausbaufähigen Branchenentwicklung. 2.2 Geschäftsverlauf Die KTR Brake Systems GmbH hatte nach dem starken Umsatzanstieg der Vorjahre für 2023 mit einem leichten Rückgang des Umsatzes und des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Entgegen dieser Prognose konnten die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich nahezu konstant gehalten werden (-0,2 %). Gleichzeitig hatte die KTR Brake Systems GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr mit allgemeinen Kostensteigerungen zu kämpfen, die nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden konnten. In der Folge liegt das operative Betriebsergebnis erwartungsgemäß leicht unterhalb des Vorjahres. Der Auftragseingang liegt unterhalb der Umsatzerlöse und des Vorjahresniveaus. Wir weisen aber weiterhin einen soliden Auftragsbestand aus. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in etwa auf Abschreibungsniveau getätigt, wobei das Anlagevermögen lediglich einen geringen Teil unserer Bilanzsumme ausmacht. Der Fokus lag im Geschäftsjahr 2023 weiterhin auf der Weiterentwicklung der Arbeitsabläufe und Prozesse - insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung. Diese Fokussierung auf den digitalen Fortschritt schlägt sich nicht nur in der ständigen Weiterentwicklung der Prozesse nieder, sondern auch im Einsatz neuer Software-Werkzeuge. Darüber hinaus wurde an der Erweiterung des Bremsenportfolio um eine pneumatische Zangenbremse - die KTR-STOP® PB gearbeitet, die in 2024 in den Markt eingeführt werden soll. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren nutzt die KTR Brake Systems GmbH verschiedene nicht-finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft. Die Mitarbeiterausfallzeiten befinden sich erwartungsgemäß, bei einer weiterhin sehr geringen Mitarbeiterfluktuation, auf einem niedrigen Niveau von rd. 3,8 % (Vorjahr 5,0 %) und damit unterhalb des langjährigen Durchschnitts im Maschinenbau sowie des Krankenstandes in Deutschland im Jahr 2023. Die KTR-Gruppe investiert z.B. im Rahmen von Gesundheitstagen viel in die Gesundheit und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter, was sich auch im Erfolg der Gesellschaft widerspiegelt. Des Weiteren stellt die Lieferperformance, d. h. die Einhaltung von unserseits bestätigten Lieferzielen, einen wichtigen Indikator bzgl. unserer Leistung und als elementaren Erfolgsfaktor bei unseren Kunden dar. Unsere Anstrengungen und Investitionen in eine bessere Kapazitätsverteilung und Einhaltung von Lieferterminen haben im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zu einer leichten Verbesserung unserer Lieferperformance geführt (71,3 %; Vorjahr 56,5 %). Damit haben wir unser Ziel, die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr, erreicht. Wir arbeiten daran unsere Lieferperformance kontinuierlich zu verbessern. 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern und Beteiligungserträgen). Die Ertragssituation der KTR Brake Systems GmbH stellt sich gegenüber dem Vorjahr als weiterhin solide dar, was zu einem Jahresüberschuss in Höhe von € 1,1 Mio. führte. Bei Umsatzerlösen, die auf Vorjahresniveaus (-0,2 %) und oberhalb unserer Erwartungen liegen, haben sich die Materialaufwendungen unterproportional entwickelt. Bei einem deutlichen Bestandsabbau ergibt sich ein nahezu unveränderter Rohertrag. Die Rohertragsmarge bezogen auf die Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0-Prozentpunkte erhöht. Die Personalaufwendungen sind um ca. 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, was auf eine geringere durchschnittliche Mitarbeiterzahl zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund geringerer Währungskurserträge um 82,5 % zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen annähernd auf Vorjahresniveau (+2,4 %). Unter Berücksichtigung dieser Einflüsse ergibt sich ein operatives Ergebnis, das leicht unterhalb des Vorjahres liegt. Finanzlage Der Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen +/- Veränderungen der Rückstellungen) ist weiterhin deutlich positiv. Dieser Cashflow sowie die Freisetzung von Mitteln aus der Abnahme des Working Capitals wurden für Tilgungen von Intercompany-Darlehen genutzt. Insgesamt ergibt sich eine gegenüber dem Vorjahr leicht höhere Cash-Position (Kasse, Bank) von € 1,6 Mio. Die KTR Brake Systems GmbH wird im Wesentlichen durch Intercompany-Darlehen finanziert. Die Gesellschaft verfügt aufgrund ihrer operativen Cashflows weiterhin über ausreichend liquide Mittel, um die anstehenden Tilgungen und Zinszahlungen zu bedienen. Vermögenslage Die Vermögenslage ist durch eine gesunkene Bilanzsumme von € 12,4 Mio. (- € 1,1 Mio. bzw. -7,9 %) gekennzeichnet. Auf der Aktivseite haben vor allem die Vorräte (-15,4 %) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-14,7 %) zum Rückgang der Bilanzsumme geführt. Dagegen haben sich die liquiden Mittel deutlich um 139,7 % auf € 1,6 Mio. erhöht. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital aufgrund des erzielten Jahresüberschusses angestiegen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote hat sich auf 48,1 % verbessert. Dagegen sind die Rückstellungen (+12,5 %), die allerdings weiterhin nur 4,8 % der Bilanzsumme ausmachen, aufgrund höherer sonstiger Rückstellungen im Vorjahresvergleich gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 3,3 % zurückgegangen und befinden sich nach wie vor auf einem niedrigen Niveau, da, soweit dieses möglich ist, Skontovereinbarungen genutzt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund von Darlehenstilgungen ebenfalls deutlich zurückgegangen (-34,1 %). 3. Prognosebericht Die Basis für die Erstellung unseres Prognoseberichts ist unser im Dezember 2023 erstelltes Budget für das Geschäftsjahr 2024. Hierbei sind wir für das Geschäftsjahr 2024 von einer nur leicht wachsenden Weltwirtschaft und in dieser Folge von einer stagnierenden bis sogar leicht rückläufigen Branchen- und Unternehmensentwicklung ausgegangen. Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin im unruhigen Fahrwasser, weshalb sämtliche Prognosen mit einer hohen Unsicherheit behaftet sind und daher mit einer entsprechenden Auswirkung auf unsere Prognosegenauigkeit zu rechnen ist. Insgesamt ist die Entwicklung der Weltkonjunktur weiterhin mit enorm vielen Unsicherheiten behaftet, die u.a. von den Auswirkungen der globalen Handelsstreitigkeiten eines zunehmenden Protektionismus abhängen. Diverse geopolitischen Auseinandersetzungen wie beispielweise in Taiwan und die Situation rund um die Ukraine sowie das hohe Konfliktpotential im Nahen Osten bereiteten viel Sorge und schüren die Angst vor einer Eskalation der Lage. Nicht zuletzt die Umweltkrise zwingt uns außerdem, in vielen Bereichen umzudenken und neue Wege zu gehen, was zunächst mit vielen zusätzlichen Kosten verbunden ist. Wir erleben weiterhin eine hohe Inflation. Mit dem Anstieg der Leitzinsen geraten hochverschuldete Staaten und Unternehmen zunehmend in eine Problematik der Refinanzierung, sodass wir mit einer Zunahme der Insolvenzen rechnen. Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 %. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 % prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 % erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 % geschätzt. China (+4,6 %) und Indien (+6,5 %) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Die VDMA-Volkswirte erwarten für das Jahr 2023 preisbereinigt eine Stagnation des Welt-Maschinenumsatzes. Dabei werden überdurchschnittliche Zuwächse in Indien (4,0 %) sowie China (2,0 %) erwartet. Für Japan und Brasilien wird eine Stagnation auf Vorjahresniveau erwartet. Für die EU-27 wird ein Rückgang um ca. 3,0 % vorhergesagt. Die Einschätzungen für die USA sind mit -1,0 % zwar besser als im Vorjahr, aber weiterhin negativ. Der Maschinenbau in Deutschland steuert 2024 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang des realen Maschinenumsatzes in Höhe von 4,0 %. Diese Prognose ist weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute und die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Die ersten Monate des Jahres 2024 haben sich bei der KTR-Gruppe insgesamt verhalten gezeigt, sodass wir beim Umsatz deutlich unterhalb der guten Zahlen des Vorjahres liegen. Der aktuelle Auftragseingang liegt bei einem weiterhin soliden Auftragsbestand allerdings leicht unterhalb der Umsatzerlöse und des Vorjahres. Nach den starken Umsatzanstiegen der Vorjahre haben wir uns aufgrund der herausfordernden konjunkturellen Rahmenbedingungen für 2024 verhaltene Ziele gesetzt. Davon ausgehend beschreibt unsere Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund einer sich abkühlenden Welt- und Branchenkonjunktur (insbesondere Windbranche) einen leichten Umsatzrückgang. Beim operativen Ergebnis werden wir das Ergebnis des Vorjahres 2023 vermutlich nicht erreichen können. Neben allgemeinen Kostensteigerungen führen geringere Umsatzerlöse zu einem leichten Rückgang des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Für unsere Kernprodukte können wegen der weltweiten Aufstellung unserer Geschäftstätigkeit keine detaillierten Schwankungen vorhergesehen werden. Da wir einen starken Fokus auf die Windkraftbranche haben, ist insbesondere diese Entwicklung für uns entscheidend, wobei sich auch hier der Windkraftmarkt sehr unterschiedlich von Land zu Land entwickelt. Wir gehen aktuell davon aus, dass unsere Produktpalette weiterhin weltweit nachgefragt wird. Der Windkraftmarkt bleibt insgesamt aufgrund der rahmenpolitischen Vorgaben und einer weiteren Marktkonsolidierung grundsätzlich stark schwankend und herausfordernd. Im Bereich unserer nicht-finanziellen Leistungsindikatoren möchten wir das Vorjahresniveau zumindest halten. Die weitere Digitalisierung und Effizienzsteigerung der Unternehmensprozesse in der KTR-Gruppe werden auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt. Der Ausbau unserer Produktpalette mit diversen Größen- und Leistungserweiterungen wird ebenfalls unvermindert fortgeführt, sodass ein Großteil unserer Investitionen direkt in Produkte und Technologien getätigt wird, um hierdurch einen konkreten Kundennutzen bei Sortimentsverfügbarkeit, Preisen und Durchlaufzeiten zu erzielen und den Auftragseingang abzusichern. Aus diesen Gründen erwarten wir Investitionen in etwa in Höhe des Abschreibungswertes. Des Weiteren investieren wir auch weiterhin stark in unsere Mitarbeiter. Aufgrund der herausfordernden Geschäftsentwicklung rechnen wir allerdings mit einer leicht geringeren Mitarbeiterzahl in 2024 sowie einer Reduzierung unserer Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr. 4. Chancen- und Risikobericht Die KTR ist international aktiv. Aus dieser internationalen Tätigkeit ergeben sich wie bei allem unternehmerischen Handeln vielfältige Chancen und Risiken. Die Wahrnehmung von Chancen sowie die aktive Steuerung der Risiken sind eine wesentliche Voraussetzung für den langfristigen Erfolg der KTR-Gruppe. Deshalb räumen wir diesen Prozessen einen hohen Stellenwert innerhalb der Unternehmensführung ein. Das implementierte Risikomanagementsystem hat das Ziel, frühzeitig und vollständig Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Das Risikomanagementsystem sichert die rechtzeitige Berichterstattung der im Betriebsablauf festgestellten Risiken an die jeweils zuständigen Entscheidungsträger. Die zeitnahen Informationen ermöglichen ein optimiertes Eingreifen und Steuern unserer Geschäftsaktivitäten weltweit. Die funktionale Organisation der KTR leistet hierzu ihre Beiträge. Das Risikomanagement ist im Bereich Controlling institutionalisiert und wird im Rahmen unserer Quartalsgespräche bezüglich evtl. Risiken stets aktualisiert. Des Weiteren ist die KTR in diversen Arbeitskreisen des VDMA eingebettet und stets mit Informationen bezüglich aktueller Probleme, Trends und Entwicklungen, auch in Bezug auf die sich abzeichnenden Chancen informiert. Chancen aus eigenen Maßnahmen sowie Markt- und Umfeldbedingungen Die mit den Geschäftsaktivitäten verbundenen Chancen erläutern wir nachstehend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung: Chancen sehen wir mit unserem hochwertigen Produktprogramm und der stabilen weltweiten Vertriebsorganisation. Die stetige Weiterentwicklung unserer Produktkomponenten bietet ein großes Potential für zukünftiges Wachstum. In einzelnen In- aber auch insbesondere Auslandsmärkten bestehen Chancen auf Absatzsteigerungen im Bereich der Serieneinführung für Bremssysteme, da diese Produkte eine Komplementierung unseres seit Jahren bestehenden und bewährten Produktportfolios der KTR darstellen. Hierbei gilt es, diese Produkte über unsere bestehenden Vertriebskanäle den Kunden anzubieten. Die KTR-Gruppe ist international ausgerichtet und plant die Auslandsaktivitäten weiter zu forcieren, da insbesondere international weiteres Wachstumspotential ermittelt wurde. Hierbei werden in verschiedenen Regionen, besonders im Asien-/Pazifik-Raum, Chancen gesehen, aber auch im europäischen Ausland. Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie einzelne relevante Märkte könnten sich insgesamt besser entwickeln als erwartet. Die vorhandene Marktposition und strategische Ausrichtung eröffnet Chancen, von einer positiven Markt- und Konjunkturentwicklung jederzeit zu profitieren. Zudem bietet die stabile Kapital- und Liquiditätslage des Konzerns die Möglichkeit, auf neue Chancen flexibel zu reagieren. Die geringe Fluktuation in der KTR-Gruppe sorgt dafür, dass Know How in der Gruppe verbleibt und gewinnbringend eingesetzt wird. Der Aspekt des Familienunternehmens ist häufig der Grund für Bewerber, Teammitglied der KTR-Gruppe zu werden und zu bleiben. Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung Neben zahlreichen Chancen bestehen auch mit den Geschäftsaktivitäten verbundene Risiken, die wir nachstehend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der dargestellten Risiken erachten wir als weniger wahrscheinlich als deren Nicht-Eintritt. Wettbewerbs-, Länder-, Branchen- und Marktrisiken Markt- und Länderrisiken sind nach wie vor aufgrund der makroökonomischen Unsicherheiten vorhanden. Die weltweiten geopolitischen Auseinandersetzungen erzeugen Unsicherheiten, die weltweit zu weiteren Restriktionen und einer Investitionszurückhaltung sowie Störungen bei Lieferketten führen könnten. Des Weiteren betrachten wir einige politische Entwicklungen und eine zunehmende Regulierung von Märkten - insbesondere auch Tendenzen, den freien Handel durch Erhebung von Zöllen zu beschränken - als Risikofaktor. Der anhaltende Ukrainekrieg sowie der Konflikt im Nahen Osten bergen weiterhin erhebliche Risiken und die Gefahr einer weiteren Eskalation der Lage. Zudem schreitet die Internationalisierung der Wettbewerber aus Asien weiter voran, was zu einem Wettbewerbsdruck in Deutschland und Europa führt. Auch das Risiko, den technischen Vorsprung zu verlieren, ist nie auszuschließen. Wir sehen uns diesem aber aufgrund unserer in der Vergangenheit vorgenommenen Maßnahmen und Investitionen mehr als gewappnet. Weiterer Fortschritt bietet uns im Gegenteil sogar die Chance als Gewinner aus dieser Entwicklung hervorzugehen. Aufgrund unserer immer breiter werdenden Streuung unserer Kundschaft, die in einer Vielzahl von Ländern tätig ist, ist unser Absatz weniger konjunktur- und als bei Wettbewerbern, da eine Kompensation zwischen den einzelnen Ländern stattfinden kann. Das einzelne Länderrisiko ist entsprechend weniger stark ausgeprägt. Dennoch haben wir weiterhin ein Branchenrisiko, da unser Fokus weiterhin auf der Windkraftbranche liegt mit einem entsprechend hohen Branchenrisiko. Grundsätzlich bietet uns die Fokussierung viele Vorteile und diese Strategie hat sich in der Vergangenheit bewährt. Dennoch versuchen wir das Risiko durch eine weitere Diversifizierung unserer Kunden und der Branchenstruktur kontinuierlich zu verringern. Währungsrisiken Die Internationalisierung unserer Geschäftsaktivitäten wurde auch im Geschäftsjahr 2023 weiter vorangetrieben, sodass die daraus resultierenden Liefer- und Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen weiter zunehmen. Dieses betrifft sowohl die Absatz- als auch die Beschaffungsmärkte. Daraus entsteht ein Verlustrisiko, weil Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, an Wert verlieren. Gleichzeitig werden Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer. Kurssicherungsgeschäfte werden nur begrenzt durchgeführt, soweit diese wirtschaftlich sinnvoll erscheinen. Auf die Versicherung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird nach wie vor bewusst verzichtet. In regelmäßigen Abständen wird geprüft, inwieweit wir unsere Maßnahmen anpassen müssen. Produktions- und Beschaffungsrisiken In den vergangenen Jahren haben wir unsere Produktionskapazitäten und Mehrlieferantenstrategie kontinuierlich ausgebaut, was sich aufgrund der zum Teil weiterhin bestehenden Störungen internationaler Lieferketten als richtig erwiesen hat. Daneben greifen wir weiterhin auf moderne Mittel der Lieferantensuche zurück und nutzen eSourcing-Software, um die Widerstandsfähigkeit unserer Lieferketten mit Hilfe künstlicher Intelligenz und Big Data weiter zu verbessern. Aufgrund dieser Maßnahmen sowie unserer stetigen Überwachung traten im abgelaufenen Geschäftsjahr verhältnismäßig wenige Produktionsrisiken auf der gesamten Wertschöpfungskette auf, auch wenn wir weiterhin mit Unterbrechungen von Lieferketten und deutlichen längeren Lieferzeiten als in den Vorjahren zu kämpfen hatten, die u.a. auf den Krieg in der Ukraine sowie dem Konflikt im Nahen Osten sowie der teilweisen Meidung des Roten Meeres durch die Schifffahrt zurückzuführen waren. Die Coronavirus-Pandemie zeigt uns das enorme Risiko des Ausfalls globaler Wertschöpfungsketten. Dieses Risiko fangen wir aktuell durch einen relativ hohen Anteil lokaler Partner für unseren Grundbedarf ab. Das Preisrisiko für Metalle und Energie wird trotz der zuletzt fallenden Konditionen als hoch eingestuft. Insgesamt gehen wir durch eine Ausweitung unserer Mehrproduzentenstrategie auch für die Zukunft davon aus, dass Produktionsrisiken nur bedingt auftreten werden und wir unsere Wachstumsziele erreichen können. Besonderes Augenmerk liegt im Jahr 2024 auf der optimalen Steuerung unserer Bestände und der Einlastung in unseren Produktionsbetrieben. Darüber hinaus planen wir die Einführung einer Supplier Management Software (SRM-Systems) zur weiteren Verbesserung unserer Prozesse. IT-Risiken Mit Hilfe moderner Sicherheitslösungen werden die Daten und die IT-Infrastruktur der Gruppe vor unbefugtem Zugriff von außen geschützt. Die Verfügbarkeit und die Ausfallsicherheit der Server- und Speichersysteme für unternehmenskritische Anwendungen werden kontinuierlich erhöht und dem jeweiligen modernsten Stand der Technik angepasst. Wie bereits ausgeführt, kommt unserer Informationstechnologie ein hoher und wachsender Stellenwert zuteil. Die daraus resultierende Transparenz und Effizienz unserer Geschäftsaktivitäten rechtfertigen derartige Investitionen. Personalrisiken Unsere Unternehmenskultur hat auch in 2023 den Einsatz und die Motivation unserer Belegschaft positiv begleitet. Angesichts eines stärker werdenden Fachkräftemangels und eines spürbaren "War for Talents" wurden die Bestrebungen für eine gute Positionierung der Arbeitsgebermarke weiter ausgebaut. Kommunikation wurde als Schwerpunkt weiter forciert. Vermehrte Info-Runden und Veranstaltungen tragen nun zu einem engeren Austausch mit der Belegschaft bei, eine offene Kommunikationskultur wird weiter gefördert. Eine Regelung zum mobilen Arbeiten ist in Kraft und wird von den Mitarbeitenden rege genutzt, daher sind die Herausforderung an die Führung durch die Vorgesetzten gewachsen. Schulungsmaßnahmen und eine offene Kommunikation sollen hier helfen, die Flexibilität für die Mitarbeiter zu erhöhen aber die Qualität der Arbeitsleistung und Performance zu erhalten oder zu steigern. Unsere auf Wachstum ausgerichtete Geschäftsstrategie benötigt qualifizierte Mitarbeiter, weshalb wir auch in Krisenzeiten auf unsere Mitarbeiter bauen und regelmäßig umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur und in unsere Mitarbeiter vornehmen. Gesamtbild der Risikolage Wesentliche sonstige Risiken, wie zum Beispiel Finanz- oder Umweltrisiken, sehen wir zurzeit nicht, wenn auch das Auftreten sonstiger Risiken nicht auszuschließen sind. Als Ergebnis der Risikoanalyse inkl. der Berücksichtigung geeigneter Gegenmaßnahmen, Vorsorgen und Absicherungen sehen wir auf Basis der aktuellen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken. Auf dieser Basis gehen wir auch bei Eintritt einzelner Risiken von weiterhin positiven Betriebsergebnissen aus. Die Gesamtrisiko- und -chancenlage ist bedingt durch die weltweite (geo-)politische Lage und den Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie der Lage im Nahen Osten weiterhin als angespannt zu beurteilen und beinhaltet insbesondere eine hohe Unsicherheit für die zukünftige Planung.
Schloß Holte-Stukenbrock, 17. Mai 2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023KTR Brake Systems GmbH, Schloß Holte-StukenbrockAllgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss Allgemeine Angaben Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale eines mittelgroßen Unternehmens gemäß § 267 Abs. 2 HGB aus. Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und der Satzung aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Angaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB: KTR Brake Systems GmbH Sitz der Gesellschaft: 33758 Schloß Holte-Stukenbrock Handelsregister B des Amtsgerichts Bielefeld: HRB 41426 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, grundsätzlich um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten 800,00 € nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem Mindestumfang berücksichtigt werden. Eine Abgrenzung der fertigen Erzeugnisse und Waren von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt in der Form nicht, da grundsätzlich ein Absatz der fremdbezogenen Einzelteile ebenso als separate Ware, vor Weiterverarbeitung, möglich ist. Für Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Möglichen Ausfallrisiken wird durch Einzelwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Umrechnungskurs unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurde der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag verwendet. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Im Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen (§ 250 Abs. 1 HGB), enthalten. Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Der Ansatz erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenverhältnisse bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit der Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit den am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Umrechnungskursen unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurde der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag verwendet. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten folgende Beträge für:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 236 (Vorjahr T€ 302) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, wovon T€ 11 (Vorjahr: T€ 28) gegenüber Gesellschaftern bestehen. Daneben beinhalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 4.328 (Vorjahr: T€ 6.621) Darlehen und das Verrechnungskonto gegenüber der Gesellschafterin KTR Systems GmbH.
Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Angaben nach § 285 Nr. 31 und Nr. 32 HGB Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde und außergewöhnliche Erträge in Höhe von 17 T€ (Vorjahr 10 T€). Der Ausweis des Geschäftsjahres betrifft Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (11 T€) sowie aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (6 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 2 T€). Hinsichtlich der Erträge und der Aufwendungen aus der Währungsumrechnung verweisen wir auf die entsprechenden Davon-Vermerke in der Gewinn- und Verlustrechnung. sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse Zum 31.12.2023 ergeben sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 275 (Vorjahr T€ 262) über die gesamte Restlaufzeit, davon sind T€ 163 (Vorjahr T€ 148) gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die Inanspruchnahme von Leasing ermöglicht, die entsprechenden Gegenstände laufend zu erneuern und zu modernisieren, ohne das Marktrisiko der Verwertung tragen zu müssen. Andererseits kann es durch feste Rückgabevereinbarungen dazu kommen, dass erforderlicher Ersatzbedarf an den Gegenständen marktbedingt, nicht fristgerecht erfüllt werden kann. Der Einsatz von Miet- und Pachtverträgen dient der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden, sodass einerseits umfangreiche Anschaffungsauszahlungen vermieden werden, andererseits aber künftige regelmäßige Auszahlungen fixiert sind. sonstige Angaben Angaben zu den Organen der Gesellschaft Geschäftsführung Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herrn Dr. Norbert Partmann (Dipl.-Ingenieur). Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB nicht befreit. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wurde verzichtet, weil die in § 286 Abs. 4 HGB genannten Voraussetzungen erfüllt sind. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.129.134,61 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Verbundene Unternehmen Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die KTR Brake Systems GmbH einbezogen ist, stellt die F. Tacke GmbH & Co. KG, Rheine auf, der im elektronischen Unternehmensregister offengelegt wird. Die Muttergesellschaft des kleinsten Konsolidierungskreises ist die KTR Systems GmbH, Rheine. Angaben zu den Arbeitnehmern Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Berichtsjahr:
Nachtragsbericht Spezielle Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, deren erwartete Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich sind, haben sich nicht ergeben. Es wird im Weiteren auch auf die Ausführungen im Lagebericht (4.) verwiesen.
Schloß Holte-Stukenbrock, den 17. Mai 2024 Geschäftsführung Dr. Norbert Partmann Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KTR Brake Systems GmbH, Schloß Holte-Stukenbrock Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KTR Brake Systems GmbH, Schloß Holte-Stukenbrock, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KTR Brake Systems GmbH, Schloß Holte-Stukenbrock, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lingen (Ems), den 22. Mai 2024 Gehring
& Kollegen GmbH
B. Kellersmann, Wirtschaftsprüfer F. Kotten, Wirtschaftsprüfer |
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