Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 53194
Eingetragen
2.9.2004
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereHerstellung von Stärke und StärkeerzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung sowie der Vertrieb hochwertiger Produkte aus den Bereichen Nahrungsergänzung, Weight-Management (Diätetik), Kosmetik, Functional Food, Novel Food und Wasseraufbereitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Kruppenbacher
seit 27.6.2025
Vorstandsmitglied
Sascha Gamper
seit 2.9.2024
Vorstandsmitglied
Sven-Fritjof Palla
seit 23.8.2023
Vorstandsmitglied
Benjamin Bohn
seit 5.1.2022
Prokura
Thorsten Römer
seit 21.9.2020
Prokura
Vorstandsmitglied
Wolfgang Klaer
seit 29.3.2012
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PM-International AG

Speyer

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht


Die PM-International AG, Speyer ist eine Tochtergesellschaft der PM-International AG, Luxemburg. Diese vertreibt über verschiedene Tochtergesellschaften im Wesentlichen Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik sowie Bekleidung und Accessoires im Vertriebssystem Network-Marketing. Die PM-International AG, Speyer übernimmt dabei drei Aufgaben. Sie betreut und beliefert die Vertriebspartner und Direct-Sales-Center des deutschen Marktes, sie beliefert, als europäisches Logistikzentrum, die Schwestergesellschaften im erweiterten europäischen Einzugsgebiet und übernimmt in geringerem Umfang Dienstleistungen und Warenlieferungen an die beiden Logistikzentren in den Vereinigten Staaten und in Asien.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die PM-International Group und ebenso für die PM-International AG, Speyer ein erfolgreiches Jahr in der 30-jährigen Unternehmensgeschichte.

1 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023
1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft Trotz des weltweiten Inflationsschocks hat sich die Weltkonjunktur 2023 besser als erwartet entwickelt. Die Weltproduktion ist um 3,1 % gestiegen und liegt somit deutlich über der zu Jahresbeginn prognostizierten Steigerung von 2,5 %.(1) Die Weltkonjunktur hat jedoch gegen Ende des Jahres wieder an Kraft verloren. Während die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr deutlich zulegen konnte, expandierte sie zu Beginn der zweiten Jahreshälfte nur noch moderat und ließ dann im vierten Quartal nochmals nach.(2)

Der Welthandel ging im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück, wobei eine deutliche Belebung auch im Folgejahr nicht erkennbar ist.(3) Der Kieler Trade Indicator, der mit Hilfe von Real-Time Daten aus der Containerschifffahrt die Aktivitäten des Welthandels schätzt, hat sich zuletzt wieder deutlich abgeschwächt.(4) Insgesamt ist der Welthandel in 2023 um -2,0 % geschrumpft, im Folgejahr wird ein moderates Wachstum von 0,7 % erwartet.(5)

Beim privaten Konsum wird mit einer deutlichen Zunahme gerechnet, da zum einen die Reallöhne deutlich gestiegen sind und zum anderen die privaten Haushalte noch Extra-Ersparnisse aus der Coronakrise haben.(6)

Der deutsche Warenhandel mit dem Euroraum zeigt sich im abgeschlossenen Jahr kraftlos. (7)

In Deutschland ist das Konsumklima weiterhin niedrig, was zu einer erhöhten Sparquote führt, die durch die höheren Sparzinsen sowie erhöhten Kreditzinsen noch verstärkt wird.(8) Aber auch in Deutschland wird sich die Erhöhung der Realeinkommen zunehmend beim privaten Konsum bemerkbar machen, so lagen die Einzelhandelsumsätze im Oktober ca. 0,7 % über dem Niveau des dritten Quartals.(9)   

Im Euroraum lag die Wirtschaftsleistung zuletzt 2,6 % über dem Niveau aus der Zeit vor der Pandemie, wobei Deutschland und Spanien den Vorkrisenstand nur knapp überschritten haben, während Frankreich und Italien mit ca. 2 % deutlich über dem Referenzniveau lagen und die meisten anderen Länder im Euroraum sogar noch stärker zulegen konnten.(10)

Aufgrund der deutschen Konjunkturschwäche zeigen sich nun auch erste Spuren im Arbeitsmarkt. Der Beschäftigungsaufbau ist im Sommer zum Erliegen gekommen, seitdem stagniert die Zahl der Erwerbstätigen.(11)
Sowohl die weltweite Inflationsrate ist in 2023 deutlich nach unten gegangen (von 8,7 % in 2022 auf geschätzt 6,9 % in 2023)(12), als auch die Inflationsrate in Deutschland (von 6,9 % auf 5,9 %).(13) Zum Jahresende hat sich die Inflation in Deutschland sogar auf 3,2 % zum Vorjahresmonat reduziert.(14) Hauptursache für den Rückgang der Inflation sind die gesunkenen Energiekosten.

1.2 Entwicklung der Branche Die WFDSA (World Federation of Direct Selling Associations) und die regionalen DSAs (Direct Selling Association) veröffentlichten Daten (Stand 13. Juli 2023) für das Jahr 2022.

Festzustellen ist, dass der globale Direktvertriebsmarkt in 2022 leicht gesunken ist. Die globalen Retail Sales fielen laut Angaben der WFDSA um -1,5 % auf 172.891 Mio. USD.(15)

Mit 41,4 % hat der Asien- / Pazifik-Raum weiterhin den größten Anteil am weltweiten Direkt-Geschäft. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Branche in Asia ihren Umsatz minimal steigern (+0,2 %).

Insgesamt zeichnet sich ein heterogenes Bild ab. Während China (15.818 Mio. USD) als zweitgrößter asiatischer Markt Umsatzeinbußen in Höhe von -8,0 % hinnehmen musste, konnte mit Südkorea (18.475 Mio. USD) der größte asiatische Markt den Umsatz um 7,4 % steigern. Japan, was mit einem Umsatz von 11.616 Mio. USD der drittgrößte Markt ist musste mit -2,3 % einen Umsatzrückgang hinnehmen. Malaysia wiederum konnte den Umsatz mit +5,6 % auf 8.634 Mio. USD steigern. Auf die vier größten asiatischen Märkte entfallen somit drei Viertel des asiatischen Gesamtumsatzes.

Die anderen Märkte in Asien hatten ebenfalls unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen. Von den Ländern mit einem Jahresumsatz von über 1.000 Mio. USD konnte Vietnam mit +11,7 % am stärksten zulegen, gefolgt von Indien (+5,4 %). Während Taiwan den Umsatz stabilisieren konnte (+/-0,0 %), mussten Thailand (-6,0 %), Indonesien (-3,8 %), die Philippinen (-2,3 %) und Australien (-7,8 %) Umsatzeinbußen hinnehmen.

Auf die Americas entfiel mit einem Gesamtumsatz von 65.217 Mio. USD ein Anteil von 37,7 % des weltweiten Direkt-Geschäftes. Dies entspricht einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von -3,2 %. Während der nordamerikanische Markt mit einem Gesamtumsatz von 43.113 Mio. USD (-6,0 %) Umsatzeinbußen erlitt, konnte Mittel- und Südamerika den Umsatz um 2,5 % auf insgesamt 22.104 Mio. USD erhöhen.

Der stärkste amerikanische Markt sind die Vereinigten Staaten mit einem Anteil von 62,1 %. Die USA mussten zwar Umsatzeinbußen von -5,0 % hinnehmen, sind mit einem Umsatz von 40.520 Mio. USD und einem globalen Marktanteil von 23,4 % aber weiterhin weltweit der stärkste Einzelmarkt.

Europa erzielte einen Anteil von 20,1 % am weltweiten Direkt-Geschäft. Laut WFDSA verzeichnete Europa, bei einem Gesamtumsatz von 34.700 Mio. USD, einen leichten Umsatzrückgang von -1,1 %. Von den Ländern mit einem Jahresumsatz von über 1.000 Mio. USD konnten lediglich Deutschland mit 17.986 Mio. USD (+6,6 %) als größter europäischer Markt und Italien (+3,9 %) ihren Umsatz steigern. Alle anderen großen Märkte mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Den größten Umsatzrückgang musste neben Russland (-22,6 %) Großbritannien (-21,0 %) hinnehmen.

Das Geschäftsjahr 2023 war, wie auch schon das Geschäftsjahr 2022, für die Direct Selling Industry ein überaus schwieriges Jahr.

Die großen börsennotierten Unternehmen mussten alle signifikante Umsatzeinbußen hinnehmen.(16)

2 Geschäftsverlauf der Lage
2.1 Umsatzentwicklung Insgesamt zeichnete sich ein äußerst erfreuliches Bild ab. Wir erzielten in Gesamteuropa und den zum Headquarter Europa gehörenden Ländern ein Umsatzwachstum von 10,7 %. Mit einer Steigerung von 24,8 % konnte der Umsatz besonders stark in den osteuropäischen Ländern gesteigert werden. In Westeuropa belief sich das Umsatzwachstum auf 10,2 %. Zu verdanken ist der Umsatzzuwachs primär der starken Entwicklung in Deutschland. Obwohl Deutschland der älteste und größte europäische Markt ist, zeigte das Inland mit einer Wachstumsrate von 21,6 % eine beeindruckende Entwicklung.

Wegen der hohen Dynamik im Heimatland verschoben sich die Umsatzrelationen noch etwas mehr in Richtung Inlandsumsätze, PM ist jedoch nach wie vor ein sehr exportorientiertes Unternehmen. Die Umsatzerlöse im asiatischen Raum beeinflussen die Zahlen nur in geringerem Maß, da ein großer Anteil der Lieferungen als Streckengeschäft abgewickelt wurde.

In allen vier Quartalen konnte der Umsatz im Vorjahresvergleich stark zulegen. Besonders stark stieg der Umsatz im zweiten Quartal (+21,8 %) aber auch im ersten (+11,7%), dritten (+8,9 %) und im vierten Quartal (+10,0 %) waren die Steigerungsraten sehr hoch.

Das Geschäftsjahr 2023 ist seit 2019 das erste Geschäftsjahr, in dem es im gesamten Jahr keine Corona-Restriktionen gab. Trotzdem hat man sich entschieden, den Großteil der regelmäßigen Veranstaltungen Hybrid durchzuführen. Durch diese Maßnahmen konnte man die Reichweite der Veranstaltungen stark vergrößern, da Vertriebspartner, die kein Ticket für die Präsenzveranstaltung bekommen konnten, zumindest online teilnehmen konnten.

Das Geschäftsjahr war geprägt vom 30-jährigen Firmenjubiläum. Der Höhepunkt war der Jubiläums-Weltkongress in der ausverkauften SAP-Arena. Über 15.000 Vertriebspartner aus allen Teilen der Welt feierten gemeinsam das Firmenjubiläum in einer atemberaubenden Atmosphäre.

Die Incentive-Veranstaltungen, wie die Europa-Tour und die Worldtour erfreuten sich steigender Teilnehmerzahlen, weil sich mehr Vertriebspartner für die entsprechenden Reiseveranstaltungen qualifiziert hatten.

Die größten Herausforderungen für das Unternehmen verlagerten sich zunehmend auf die Beschaffungsseite und die rechtzeitige Versorgung der Vertriebspartner mit Produkten.

Die Umsatzerlöse der PM-International AG Speyer erreichten 459,3 Mio. EURO und steigerten sich damit um 11,9 % gegenüber 2022 (410,6 Mio. EURO).

2.2 Beurteilung der Geschäftsentwicklung Das Management bewertet das abgeschlossene Geschäftsjahr erneut als sehr erfolgreiches Jahr. Die Umsatzerlöse konnten um 11,9 % auf 459,3 Mio. EUR, der Jahresüberschuss um 9,3 % auf 76,3 Mio. Euro gesteigert werden. Einmalige Sondereffekte waren nicht zu verzeichnen.

2.3 Etragslage Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 46,8 % auf 17.151 TEUR (Vorjahr: 32.209 TEUR). Die betrieblichen Erträge bestehen größtenteils aus konzerninternen Weiterberechnungen von Frachtkosten, Bonus-Clearings, Konzernumlagen, der Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie der Auflösung von Rückstellungen. Der starke Rückgang ist auf eine konzerninterne Prozessänderung zurückzuführen. Seit Mitte des abgeschlossenen Geschäftsjahres rechnen die Speditionen direkt mit den Landesgesellschaften ab. Daher sind die konzerninternen Weiterberechnungen massiv zurückgegangen. Die Abschreibungen sind von 1.659 TEUR auf 1.410 TEUR zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von 15,0 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 218.562 TEUR auf 226.322 TEUR gestiegen. Ursache dafür waren hauptsächlich umsatzbedingte höhere Bonuszahlungen an Vertriebspartner. Ansonsten folgten die Kosten ebenfalls den höheren Umsätzen.

Der EBIT erreichte 109.222 TEUR (Vorjahr: 100.900 TEUR). Dies  entspricht  einer  Steigerung  von +8,2 %.

Dementsprechend entwickelte sich das Ergebnis nach Steuern mit einer Steigerung von +9,3 %.

2.4 Finanzanlagen Wertpapier des Umlaufvermögens Kontokorrentlinien wurden, wie in den Vorjahren, nicht in Anspruch genommen. Im Laufe des Geschäftsjahres wurde ein großer Teil der freien liquiden Mittel in risikoarme Wertpapiere mit kurzfristigen Laufzeiten investiert. Zum Bilanzstichtag betrug der Wert dieser Wertpapiere 45.203 TEUR.


2.5 Vermögenslage Das Eigenkapital betrug 115.935 TEUR (Vorjahr: 99.748 TEUR). Dies entspricht einer Steigerung von 16,2 %. Die Eigenkapitalquote vor Ausschüttung beträgt somit 69,2 was einem Rückgang von 3,4 % entspricht.

Die Steuerrückstellungen haben sich von 6.407 TEUR auf 15.728 TEUR erhöht, die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich von 5.649 TEUR auf 5.992 TEUR.
Die Verbindlichkeiten haben sich von auf 25.521 EUR auf 29.882 TEUR erhöht. (+17,1 %).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit 2,3 % leicht gestiegen. (Vorjahr 3.241 TEUR; Berichtjahr 3.316 TEUR) 

Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken sind von 3.907 TEUR auf 2.937 TEUR gesunken. Der größte Teil der Bankverbindlichkeiten resultiert aus der Finanzierung der dritten und vierten Lagerhalle. Die fristgerecht getilgt werden.

Das Sachanlagevermögen betrug 18.778 TEUR und machte 11,2 % der Bilanzsumme aus. Das entspricht einer Steigerung zum Vorjahr von 26,3 %. (14.868 TEUR bezogen auf eine Bilanzsumme von 137.325 TEUR).

Die Vorräte erhöhten sich von 23.798 TEUR auf 26.070 TEUR. Der Anteil an der Bilanzsumme hat sich von 17,3 % auf 15,6 % verringert. Die Erhöhung des Warenbestandes resultiert zum einen aus der positiven Umsatzentwicklung und zum anderen aus einer besseren Lieferfähigkeit der Lieferanten. Die Lieferanten konnten ihre Kapazitäten erhöhen, wodurch der erstrebte 6 Wochen Lagerbestand bei den meisten Produkten erzielt werden konnte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf 22.601 TEUR erhöht. (Vorjahr 20.130 TEUR). Der relative Anteil an der Bilanzsumme hat sich von 14,6 % auf 13,5 % leicht reduziert.

Die Forderungen an verbundene Unternehmen sind fast unverändert. (18.760 TEUR aus dem Vorjahr stehen 18.241 TEUR aus dem Berichtsjahr gegenüber). Der relative Anteil an der Bilanzsumme ist von 13,6 % auf 10,9 % zurückgegangen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen auf 2.109 TEUR an. Dies entspricht 1,3 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 1.473 TEUR oder 1,1 %). Sie bestehen im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen sowie Darlehen an Mitarbeiter und Vertriebspartner.

2.6 Finanzlage Die liquiden Mittel setzten sich aus Bareinlagen sowie risikoarmen Wertpapieren mit kurzer Laufzeit zusammen. Zum Bilanzstichtag betrugen die liquiden Mittel 78.539 TEUR, wobei die Wertpapiere 45.203 TEUR und die Bareinlagen 33.336 TEUR ausmachten. Somit machten die liquiden Mittel 46,9 % der Aktiva aus. Die Liquiden Mittel haben im Vergleich zum Vorjahr um 37,0 % zugenommen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei 86.438 TEUR, im Vorjahr lag er bei 61.739 TEUR. Dies entspricht einer Steigerung von 40,0 %.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -4.100 TEUR, nach +3.416 TEUR im Vorjahr. Die Ursache für den positiven Cashflow aus Investitionstätigkeiten im Vorjahr liegt darin, dass 2021 ein Wertpapier mit Laufzeit über einem Jahr im Wert von 4.957 TEUR im Anlagevermögen gebucht wurde, welches im Vorjahr wieder verkauft worden ist. Die größten Investitionen im Berichtsjahr wurden in den Bau des dritten Verwaltungsgebäudes sowie der Logistik und in die IT getätigt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war mit -61.110 TEUR wie auch schon im Vorjahr (-48.274 TEUR) negativ, im Wesentlichen durch den Liquiditätsabfluss aufgrund der Gewinnausschüttung an die Aktionäre.

Das Wachstum aus eigener Liquidität ist somit gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 2.937 TEUR im Vorjahr waren es noch 3.907 TEUR. Die Verbindlichkeiten resultieren aus dem Darlehen für die dritte und vierte Lagerhalle, welche 2017 bzw. 2020 aufgenommen wurden. Die Darlehen laufen jeweils über zehn Jahre und werden planmäßig getilgt. Das dritte Verwaltungsgebäude wird aus Eigenmitteln finanziert.

Die Umsatzrentabilität des Jahresüberschusses ist in diesem Geschäftsjahr leicht gesunken. Sie lag bei 16,6 %, während sie im Vorjahr bei 17,0 % lag.

2.7 Beschaffung Der Inventurwert ist von 23.798 TEUR auf 26.070 TEUR angestiegen. Die Vorräte machen im Berichtsjahr 15,6 % der gesamten Aktiva aus (2022 waren es 17,3 %).
Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit wird im Hauptlager ein ausreichender Vorrat gelagert, zudem werden von größeren Schwestergesellschaften Forecasts für mindestens drei Monate eingeholt.

2.8 Investitionen Die Gesamtinvestitionen im Jahr 2023 beliefen sich auf 5.486 TEUR (Vorjahr: 1.753 TEUR). Der Großteil entfiel auf Investitionen in den Bau des dritten Verwaltungsgebäudes, sowie in die IT und Logistik. Die Investitionen lagen unter dem Planwert, es wurden nur 76,5 % des Investitionsplans ausgeschöpft. Die geringe Ausschöpfung lag überwiegend daran, dass in der Planung die Umsetzung des dritten Verwaltungsgebäudes bereits vollständig integriert war, der Bau des Gebäudes aber erst im Folgejahr abgeschlossen wird. Zudem wurden nicht alle geplanten Investitionen in der IT umgesetzt.
Die Investitionen in die eigene Software bewerkstelligten überwiegend die firmeneigenen, angestellten Programmierer, die Aufwendungen sind daher nicht aktivierungsfähig.

2.9 Finanzierungsmaßnahmen Im Berichtsjahr wurden keine weiteren Bankkredite aufgenommen. Sämtliche Investitionen wurden aus dem Cashflow finanziert, die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken auf 2.937 TEUR (Vorjahr: 3.907 TEUR), der Anteil an der Bilanzsumme sank auf 1,8 % (Vorjahr: 2,8 %).

Die Anlagestrategie der PM-International AG ist konservativ. Im Berichtsjahr wurden lediglich risikoarme Wertpapiere gekauft. Zum Bilanzstichtag betrug der Wert der Wertpapiere 45.203 TEUR.
2.10 Personal- und Sozialbereich Der Personalaufwand lag bei 24.093 TEUR (Vorjahr 22.143 TEUR) und erhöhte sich um 8,8 %. In Relation bezogen auf den Umsatz hingegen gingen die Personalkosten von 5,4 % auf 5,2 % zurück. Insbesondere der starke Umsatzanstieg in Deutschland um 21,6 % erforderte deutliche Investitionen in das Personal. So begründet sich der Anstieg der Personalkosten im Wesentlichen durch Personalaufbau, allgemeine Lohnerhöhungen, sowie umsatzabhängige Provisionszahlungen.

Der durchschnittliche Personalbestand erhöhte sich auf 341 Mitarbeiter exklusive der drei Vorstände und der Auszubildenden. (Vorjahr: 323 Mitarbeiter). Somit erhöhte sich der Personalbestand um 18 Personen. Pro Mitarbeiter wurden 1.347 TEUR Umsatz erwirtschaftet (Vorjahr: 1.271 TEUR). Dies entspricht einer Steigerung von 6,0 %.
3 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Das Geschäftsjahr 2023 war erneut ein überaus erfolgreiches Jahr mit Umsatz- und Ertragsrekorden. PM-International hat seinen Wachstumskurs aus den Vorjahren fortgesetzt. Der Umsatz konnte auf 459.292 TEUR (+11,9 %) und der Jahresüberschuss auf 76.307 TEUR (+9,3 %) gesteigert werden. Die hohe Eigenkapitalquote von 69,2 % und der geringe Fremdkapitalanteil in Verbindung mit den flüssigen Mitteln von über 78.539 TEUR erlauben dem Unternehmen ein hohes Maß an Unabhängigkeit bei der Verfolgung des eingeschlagenen Wachstumskurses und der weiterhin zunehmenden Internationalisierung.

4 Chancen und Risikobericht
Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Risiken verbunden. Der Erfolg eines Unternehmens zeichnet sich dadurch aus, dass nach eingehender Abwägung bei allen strategischen Entscheidungen die Chancen die Risiken übersteigen. PM-International ist bemüht, durch das interne Risikomanagement Risiken schnell zu identifizieren, zu bewerten und durch sinnvolle Gegenmaßnahmen die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren.
Durch die Globalisierung des Unternehmens und die steigende Anzahl der Standorte gewinnt die rechtzeitige und detaillierte Informationsbeschaffung, -verteilung und -verarbeitung immer mehr an Bedeutung.

In abteilungsübergreifenden Meetings findet ein regelmäßiger Austausch statt. Dies gewährleistet einen ständigen Informationsfluss und hilft Chancen und Risiken schnell zu erkennen.

4.1 Branchen und Wettbewerbsrisiken Es gibt zwar ein Branchenrisiko, dies betrifft jedoch primär neue Marktteilnehmer, welche häufig die Markteintrittshürden und Schwierigkeiten unterschätzen. Etablierte Unternehmen, wie die PM-International AG, können von gefestigten Vertriebspartnerstrukturen ausgehen.

Trotzdem können neue Marktteilnehmer Schaden anrichten. Im Risiko-Managementbericht sind Schäden durch unbefugtes Kopieren von Daten, Umsatzeinbrüche durch Nachahmerprodukte und Abwerben von Vertriebspartnerstrukturen ganz oben angesiedelt, da es jeweils zu Schäden im Millionenbereich kommen kann.

PM-International AG beobachtet dies sehr genau. Im Rahmen des Sicherheitskonzeptes erhalten nur wenige Mitarbeiter Zugang zum Internet und auch das Kopieren von Daten auf Datenträger ist nur noch auf einen sehr begrenzten Mitarbeiterkreis begrenzt.

Nachahmerprodukte werden unverzüglich nach Bekanntwerden gründlich untersucht und es werden Schritte eingeleitet, wenn es zu Verletzungen im Patentschutz kommt. Beim Bekanntwerden von Abwerbeaktionen bei Vertriebspartnern werden Schritte über den Verband eingeleitet, sofern das abwerbende Unternehmen Mitglied ist. Ansonsten wird versucht Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen, bzw. rechtliche Schritte eingeleitet.

4.2 Ausfall der IT Ebenfalls zu Schäden in Millionenhöhe kann es kommen, wenn die IT über einen längeren Zeitraum ausfällt. Durch Backup-Systeme ist diesem Umstand Rechnung getragen. Allerdings besteht auch die immer größer werdende Gefahr eines Virenbefalls, welcher zum Systemausfall führen kann. Im Rahmen des Sicherheitskonzeptes sind Firewalls beim Datenaustausch zwischengeschaltet, daneben werden Daten separiert, um zu gewährleisten, dass es nicht zum Totalausfall kommt. Weiterhin werden die Mitarbeiter im sicheren Umgang mit Daten geschult und der Zugang zu Privat-Emails wird eingeschränkt, um einen Übergang von Viren in das Firmennetzwerk zu erschweren. Um die Internetseiten mit dem Internet-Shop vor Attacken zu schützen, wurden wichtige Server im Rahmen des PM-Sicherheitskonzeptes in ein Rechenzentrum ausgelagert, welches nicht nur über entsprechende Analyse- und Abwehr-Software, sondern auch über skalierbare Datenleitungen und die Möglichkeit verfügt, zwischen verschiedenen Carriern zu wechseln.

Die zentrale Datenhaltung schreitet weiter fort. Ziel ist es, nur noch an einer oder wenigen Stellen zentrale IT-Hubs zu betreiben und damit weg von der dezentralen Datenhaltung hin zur zentralen Datenhaltung zu gehen.

In 2017 wurde das Desaster Recovery ausgearbeitet, in dem die möglichen Ausfallzeiten bei Wasser- / Feuerschäden oder Stromausfall definiert werden und wie im Katastrophenfall zu reagieren ist, um die Ausfallzeiten zu minimieren. Dieses Konzept wurde im Vorjahr überarbeitet.

Zudem wird der Gebrauch von mobilen Geschäftsgeräten wie Smartphones oder Tablets über das Mobile Device Management geregelt und der private Gebrauch eingeschränkt.

Trotz all dieser Maßnahmen kann es zu Attacken kommen. Das Sicherheitskonzept wurde bereits zusätzlich verbessert, indem die Datenverschlüsselung weiter ausgebaut wurde, weiterhin werden Datenserver getrennt, um den Datenzugriff zu erschweren, sollten die Hacker in das interne Datennetzwerk vorgedrungen sein.

4.3 Personalrisiken In den vergangenen Jahren wurde die Anzahl der Management-Positionen erhöht und diese auch besetzt. Damit konnte die Abhängigkeit von wenigen Schlüsselpersonen reduziert werden.


Der Erfolg von PM-International hängt u. a. von qualifizierten Mitarbeitern in der Geschäftsführungsebene und Mitarbeitern unterhalb der Vorstands- und Geschäftsführungsebene ab. Aus diesem Grund soll der Bereich HR Recruiting and Development weiter gestärkt werden und auch mit Hilfe von Softwarelösungen ausgebaut werden. Das Human-Resource-Management wird die Zukunfts- und Nachfolgeplanung in den kommenden Jahren strategisch weiter aufbauen.

4.4 Sonstige Risiken Beschaffungsrisiken Auf dem Beschaffungsmarkt können Risiken bei Rohstoffknappheit oder starke Preisschwankungen und Ausfall von Lieferanten entstehen, ebenso können Lieferverzögerungen zu Finanz-, Umsatz- und Ertragsausfällen führen.

PM-International trägt diesen Unsicherheiten durch ausreichende Bevorratung im Hauptlager und den Lägern der Schwestergesellschaften und Forecast-Bestellungen bei den Lieferanten Rechnung. Die Belieferungssicherheit wird durch Zweit- und Drittlieferanten weiter optimiert. Dennoch kann das Beschaffungsrisiko nicht ganz ausgeschlossen werden.

Haftungsrisiken Den Haftungsrisiken auf der Produktseite wird in mehrfacher Hinsicht entsprochen. Das Unternehmen beschäftigt einen Sicherheitsbeauftragten für Produkte und Aussagen zu den Produkten. Weiterhin legt PM-International Wert auf hohe Produktqualität und die Herstellung nach GMP-Richtlinien. Der TÜV ELAB macht Produktprüfungen, die jederzeit über das Internet eingesehen werden können. Die FitLine Produkte werden regelmäßig auf Dopingsicherheit überprüft. Sollten dennoch Fehler auftreten, hat PM-International eine Gruppenhaftpflichtversicherung mit hoher Deckungssumme, welche auch Produkthaftpflichtschäden abdeckt.

Währungsrisiken Währungsrisiken treten im Normalfall nicht auf, da Lieferungen an die ausländischen Gesellschaften in EURO erfolgen. Ein Risiko besteht nach wie vor in der Zukunft der Gemeinschaftswährung EURO. Sollte es zu einem Auseinanderbrechen der gemeinsamen Währungsunion kommen, sind die Auswirkungen nur schwer abschätzbar, mit Umsatzverlusten müsste jedoch insbesondere nach einer Aufwertung einer deutschen Währung gerechnet werden.

Zinsrisiken Das Wachstum der PM-International wird überwiegend aus dem Cashflow bezahlt. Die Lagerhalle 4 wurde zur Schonung des Eigenkapitals teilweise mit Fremdkapital finanziert. Das Darlehen läuft über 10 Jahre mit einem festen Zinssatz. Nach der Laufzeit ist das Darlehen vollständig getilgt. Abgesehen von den Darlehen ist der Anteil der Bankverbindlichkeiten gering, das Zinsniveau ist immer noch generell relativ niedrig. Es bestehen derzeit keine Risiken.

4.5 Chancenmanagement PM-International hat diverse Prozesse institutionalisiert, um sich ergebende Chancen erkennen und realisieren zu können. Auf operativer Ebene werden in monatlichem Abstand International-Board-Meetings, in zweiwöchigem Abstand International-Sales-Meetings und Marketing-Meetings anberaumt, um Bedarfe und Anforderungen zu diskutieren, weiterhin gibt es regelmäßige Sitzungen des wissenschaftlichen Beirats, bei dem Produkt- und Marktneuheiten diskutiert werden. Mitglieder der Geschäftsführung bereisen regelmäßig die einschlägigen internationalen Fachmessen, um sich über Neuheiten zu informieren. Daneben finden auf lokaler Ebene in zweiwöchigem Abstand Management-Meetings statt. Weiterhin findet regelmäßig das DACHL, das SCANLEAD sowie das MEDLEAD Meeting statt. Auf dem DACHL Meeting treffen sich Vertriebsführungskräfte aus den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg, um den Austausch mit den Führungskräften zu gewährleisten. Anlog ist das SCANLEAD Meeting ein Meeting für Führungskräfte aus den skandinavischen Ländern und das MEDLEAD ein Meeting für Führungskräfte aus Italien, Spanien, Portugal und Frankreich.
Außerdem gibt es Brainstorming - Wochenenden, bei denen intensiv über mögliche Innovationen diskutiert wird.

4.6 Chancen PM-International hat durch sein Headquarter-Konzept zwischenzeitlich eine starke weltweite Präsenz. Die wichtigsten Märkte können vertrieblich, wie auch logistisch regional betreut werden. Die Kundennähe bzw. die Nähe zu den lokalen Vertriebsgesellschaften ist damit gegeben. Entscheidungen können dank flacher Hierarchien schnell und effizient getroffen werden und erlauben die Konzentration auf die Region. Die zentralen Funktionen im internationalen Headquarter in Schengen bringen ebenfalls mehr Effizienz durch verkürzte Wege. Die Personalstärke wurde bereits im Vorjahr weiter ausgebaut. Diese Entwicklung hat sich im Geschäftsjahr weiter fortgesetzt. Neben dem internationalen Controlling und Marketing gibt es inzwischen eine Rechtstabteilung und eine zentrale Kommunikationsabteilung. Die Forschung und Entwicklung wird, dank einer Kooperation mit dem Luxembourg Institute for Science and Technology (LIST), in deren Räumen mit Zugang zu modernster Technik und wissenschaftlichem Knowhow durchgeführt. Weiterhin sind die IT-Leitung und das internationale Sales Development und der internationale Sales Support im internationalen Headquarter in Luxemburg angesiedelt. Dadurch und durch die kontinuierlichen Innovationen und Weiterentwicklungen der Produkte und des Vertriebskonzeptes ist sichergestellt, dass unsere Marktposition auch weiterhin gestärkt wird. Zusätzliche Chancen bestehen in der Expansion in neue Märkte.

Unsere Wachstumsraten zeigen, dass von einer Übersättigung der Märkte für die Produkte der PM-International AG nicht die Rede sein kann und dass weiterhin große Expansionschancen bestehen. Selbst in den sogenannten reifen Märkten wie z.B. in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Südeuropa stehen uns weiterhin große Marktpotenziale offen.

5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanistrumenten

5.1 Finanzinstrumente Finanzinstrumente waren keine im Einsatz.

5.2 Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken bestehen auf Grund der Cashflow Situation nicht. Auch für die Zukunft gehen wir von einem Unternehmenswachstum und steigenden Unternehmensergebnissen aus. Die finanzielle Situation der PM-International ist sehr solide. Eine hohe Liquidität und eine sehr gute Umsatzrentabilität von 16,6 % stellen finanzielle Mittel in ausreichender Höhe zur Verfügung. Das organische Wachstum kann aus Eigenmitteln finanziert werden. Im Bedarfsfall stellt die Muttergesellschaft in Luxemburg Darlehen zur Verfügung und bei der gegebenen Bonität des Unternehmens sind auch Bankkredite jederzeit zu erhalten.

5.3 Ausfallrisiken PM-International unterhält Lieferbeziehungen einerseits zu Vertriebspartnern und zu Schwestergesellschaften, sowie Lizenzpartnern. Bei den Vertriebspartnern ist die Streuung sehr groß, die Volumina der Einzelaufträge im Verhältnis sehr klein. Die Bonität neuer Vertriebspartner wird überprüft. Das Ausfallrisiko kann als gering bezeichnet werden. Ein Forderungsmanagement bis hin zur gerichtlichen Beitreibung von Forderungen ist installiert. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Forderungsausfälle und Wertberichtigungen 763 TEUR (im Vorjahr 971 TEUR), was ca. 0,16% des Jahresumsatzes entspricht.

Schwestergesellschaften werden über das Controlling bei der Muttergesellschaft in Luxemburg kontinuierlich überwacht. Schieflagen werden frühzeitig erkannt und korrigiert. Die Lizenzpartner werden regelmäßig, mindestens einmal im Monat überprüft, das Risiko ist hier höher einzustufen. Akquisitionskontrakte mit neuen Vertriebspartnern sind immer abhängig vom Erreichen von Zielvorgaben.

5.4 Sonstige Risiken Die PM-International AG, Speyer geht - wie im Vorjahr - im Rahmen ihrer Zielsetzung für Umsatz und Ertrag von einer Vielzahl von Annahmen über die künftigen Rahmenbedingungen aus. Ein Wegfall oder eine Veränderung einzelner Prämissen kann dazu führen, dass die Erwartungen angepasst werden müssen.

Ein erhebliches Risiko bringt der aktuelle Ukrainekrieg mit sich. Sowohl die Ukraine als auch Russland waren vor Kriegsausbruch dynamisch wachsende Märkte im europäischen Ausland. Daher hat der Krieg einen direkten Einfluss auf das Exportgeschäft. Aufgrund der hohen Inflation mussten im Berichtsjahr die Verkaufspreise erhöht werden. Die Preisanpassung wurde von den Vertriebspartnern und Kunden akzeptiert und hat den Umsatz nicht negativ beeinflusst. Inzwischen hat sich die Inflation wieder stabilisiert und man geht davon aus, dass sie im Folgejahr weiter absinkt. Daher sind weitere Preiserhöhungen derzeit nicht vorgesehen. Die Preise von einzelnen Rohstoffen sind sogar gesunken. Daher konnten die Preise für einige Produkte im Folgejahr sogar wieder reduziert werden.

Sondereinflüsse könnten in einer weiteren Marktabschwächung, insbesondere im asiatischen Raum bestehen. Durch die bestehende Headquarter-Struktur wäre hiervon die PM-International AG nur geringfügig betroffen. Gegen Risiken, die direkt im Einflussbereich des Unternehmens liegen, hat die PM-International AG, Speyer Kontrollinstrumente etabliert. Businesspläne, Forecasting und ein monatliches Berichtswesen geben zeitnah Aufschluss über die vergangenen und künftigen Entwicklungen. Risiken bestehen weiterhin im Abwerben ganzer Strukturen durch den Wettbewerb. Als Mitglied in diversen lokalen und überregionalen Direktvertriebsverbänden kann entweder direkt auf den Wettbewerber zugegangen werden, oder im schlimmsten Fall Rechtsmittel in Anspruch genommen werden. Insgesamt werden die Sponsoraktivitäten und die Umsatzentwicklung auf täglicher Basis von den Schlüsselpersonen gesichtet. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die starke Diversifizierung in unterschiedlichste Länder führt dazu, dass PM-International nicht mehr von einzelnen Märkten abhängig ist. Wenn der eine Markt schwächelt, wird dies durch den Erfolg eines anderen Marktes kompensiert.

6 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement von PM-International erstreckt sich auf Produktrisiken, Lagerrisiken, Risiken aus der Lieferkette und auch auf den Rechnungslegungsprozess. Ziel ist es, durch regelmäßige, teils auf wöchentlicher, auf monatlicher oder quartalsweiser Basis bestehende Risiken in allen Bereichen rechtzeitig zu erkennen.

Das generelle Risikomanagementsystem beinhaltet eine Krisenkommunikation an Schlüsselpersonen, welche immer erreichbar sind und unterliegt regelmäßigen Updates.

Durch Implementierung von angemessenen und wirksamen Vorschriften und Kontrollen ist die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sichergestellt. Zusätzlich werden außerhalb der Softwaresysteme auch manuelle Stichproben zur Plausibilitätsprüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten und Berechnungen durchgeführt. Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Controlling der Muttergesellschaft in Luxemburg notwendig. Durch die Beschäftigung von qualifiziertem Fachpersonal im Controlling, in der Finanzbuchhaltung und mittels laufender stichprobenartiger Kontrolle der erhaltenen und weitergegebenen Buchhaltungsdaten auf Vollständigkeit und Richtigkeit, kann die Qualität des Abschlusses gewährleistet werden. Die eingesetzten Softwaresysteme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

7 Prognosebericht
Auch für das Geschäftsjahr 2024 ist eine Umsatzsteigerung eingeplant. Wir gehen von einem Umsatzwachstum auf rd. 530 Mio. EURO aus, dies entspricht einem Wachstum von ca. 15 %. Den Jahresüberschuss planen wir in der Größenordnung von 88 Mio. EURO. Auch für die 3-Jahres-Planung wird von steigenden Umsätzen ausgegangen. Die Annahmen wurden auf Basis von verschiedenen Szenarien getroffen und bezogen mögliche Auswirkungen des aktuellen Ukraine Kriegs mit ein. Unsicherheiten bestehen jedoch.

In den ersten drei Monaten 2024 liegt der kumulierte Umsatz um ca. 12 % über dem Vorjahr. Nach wie vor wächst das PM-Geschäft in Deutschland stark. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die PM-International AG auch am Wachstum der amerikanischen und der asiatischen Märkte partizipiert, wenn auch in geringerem Maße.

Daneben liegt der Schwerpunkt auf der weiteren Entwicklung der europäischen Märkte. In vielen weiteren west- und osteuropäischen Ländern finden sich für die PM-International AG noch große Absatzchancen.

Auf die Marktgegebenheiten in den einzelnen Märkten wird mit gezielten Marketing- und Vertriebsaktivitäten reagiert.

PM-International wird die Wachstumsstrategie weiterhin kontinuierlich mit Produktinnovationen sowie Produktverbesserungen seiner Premiumprodukte unterstützen und absichern.

Die Trainings für die Vertriebspartner werden fortgesetzt und weiter optimiert. Neben einer großen Zahl an Veranstaltungen, wie Ernährungsakademien und Business-Akademien finden auch 2024 wieder Roadshows in einer Vielzahl von Ländern statt. Ein internationaler Weltmanagementkongress steht ebenso auf dem Programm wie die europäischen Nationalen Kongresse, das Winter-Leadership und die traditionelle Weihnachts-Akademie.

Die Motivation unter den obersten Vertriebsführungskräften ist weiterhin hoch, das Marktpotenzial für weitere Expansion vorhanden.

Daneben werden wir auch weiterhin die Kostensituation zu verbessern versuchen und nach Effizienz steigernden Möglichkeiten Ausschau halten. Im Plan für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von Gesamtkosten (exklusive Materialaufwand) von ca. 51% des Umsatzes aus.

Speziell für das laufende Jahr 2024 kann es Entwicklungen in der Ukraine Krise geben, die nicht vorhersehbar sind und die mit aller erdenklicher Sorgfalt nicht im Vorfeld antizipiert werden können und demzufolge die Umsatz- oder die Kostenentwicklung kurzfristig beeinflussen können.

Schlusserklärung

Die PM-International AG, Speyer, befindet sich im Mehrheitsbesitz der PM-International AG, Luxemburg. Gemäß § 17 AktG gilt ein im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen als abhängiges Unternehmen. Nach den aktenrechtlichen Vorschriften des § 312 hat daher der Vorstand über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Bericht zu erstatten. Aufgrund dieser Verpflichtung hat der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 folgende Erklärung abgegeben:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden".

Speyer, den 04.04.2024
PM-International AG
gez. Patrick Bacher         gez. Sven Palla (Vorstand)                  (Vorstand) 
(1) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf, S. 2
(2) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6aa6a98f-44b7-4fb4-8e1f-de5a57d2ca3e-KKB_111_2024-Q1_Welt.pdf, S.3
(3) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf, S. 3
(4) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf, S. 3
(5) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6aa6a98f-44b7-4fb4-8e1f-de5a57d2ca3e-KKB_111_2024-Q1_Welt.pdf, S. 9
(6) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf, S. 7
(7) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf, S.6
(8) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf, S.8
(9) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf, S.9
(10) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/272a03b0-6058-4f33-8fbc-8bc5b640464b-KKB_106_2023_Q3_Euroraum_DE_V2.pdf, S.3
(11) https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf, S.13
(12) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/
(13) import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf, S.11
(14) https://www.capital.de/wirtschaft-politik/inflationsrate-sinkt-auf-niedrigsten-stand-seit-gut-zweieinhalb-jahren-34243374.html
(15) https://wfdsa.org/wp-content/uploads/2023/08/Sales-Seller-Report-2022.pdf
(16) https://worldofdirectselling.com/q4-2023-propels-optimism-into-2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 19.374.546,86 15.301.192,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 596.535,21 433.628,73
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 509.794,00 347.633,00
2. geleistete Anzahlungen 86.741,21 85.995,73
II. Sachanlagen 18.778.011,65 14.867.563,84
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.563.629,44 12.194.987,44
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.844.449,00 1.909.163,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.369.933,21 763.413,40
B. Umlaufvermögen 147.560.073,58 121.472.855,65
I. Vorräte 26.069.707,38 23.798.484,57
1. fertige Erzeugnisse und Waren 26.069.707,38 23.645.537,87
2. geleistete Anzahlungen 0,00 152.946,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 42.951.760,83 40.362.406,68
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.601.492,74 20.129.595,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.241.237,92 18.760.272,27
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.109.030,17 1.472.538,48
III. Wertpapiere 45.202.999,70 21.851.650,98
1. sonstige Wertpapiere 45.202.999,70 21.851.650,98
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 33.335.605,67 35.460.313,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 602.551,85 550.834,87
Bilanzsumme, Summe Aktiva 167.537.172,29 137.324.883,09

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 115.935.483,97 99.748.232,93
I. gezeichnetes Kapital 18.000.000,00 18.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 28.995.483,97 21.628.232,93
1. gesetzliche Rücklage 1.800.000,00 1.800.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 27.195.483,97 19.828.232,93
III. Bilanzgewinn 68.940.000,00 60.120.000,00
B. Rückstellungen 21.719.940,68 12.055.723,57
1. Steuerrückstellungen 15.727.772,00 6.407.148,00
2. sonstige Rückstellungen 5.992.168,68 5.648.575,57
C. Verbindlichkeiten 29.881.747,64 25.520.926,59
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.936.526,08 3.906.916,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.417.640,17 3.346.916,06
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.225.600,26 2.162.361,90
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.316.172,95 3.240.894,10
4. sonstige Verbindlichkeiten 19.403.448,35 16.210.754,53
davon aus Steuern 315.507,80 329.305,37
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.064,55 9.819,48
Bilanzsumme, Summe Passiva 167.537.172,29 137.324.883,09

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 459.291.912,78 410.566.298,92
2. sonstige betriebliche Erträge 17.150.804,18 32.208.842,28
3. Materialaufwand 115.395.088,91 99.511.115,21
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 106.391.918,01 93.197.743,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.003.170,90 6.313.371,36
4. Personalaufwand 24.092.898,99 22.143.468,68
a) Löhne und Gehälter 20.623.469,35 18.936.060,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.469.429,64 3.207.408,52
davon für Altersversorgung 132.313,38 118.317,38
5. Abschreibungen 1.409.960,03 1.658.642,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.409.960,03 1.658.642,55
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 226.322.449,36 218.561.636,78
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 21.924,66 187.542,42
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.385.260,08 14.997,69
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 68.965,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.979,01 207.925,97
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 34.272.578,84 30.941.564,95
12. sonstige Steuern 29.695,52 90.772,88
Jahresüberschuss 76.307.251,04 69.793.589,29

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 76.307.251,04 69.793.589,29
2. Einstellungen in Gewinnrücklagen 7.367.251,04 9.673.589,29
a) in die gesetzlichen Rücklage 0,00 1.200.000,00
3. Bilanzgewinn 68.940.000,00 60.120.000,00

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der PM-International AG, Speyer (Amtsgericht Ludwigshafen, HRB 53194) für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft nach § 267 (3) HGB.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname: PM-International AG
Firmensitz: 67346 Speyer, An der Hofweide 17
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ludwigshafen
Register-Nr.: HRB 53194
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Der Jahresabschluss der PM-International AG für den Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Abweichungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres liegen nicht vor.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen sowohl degressiv (Altfälle) als auch linear über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zwei bis zu dreiunddreißig Jahren. Vermögensgegenstände, die nach 2010 angeschafft wurden, wurden ausschließlich linear abgeschrieben.

Die abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von EURO 250,00 bis EURO 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Beim Vorratsvermögen handelt es sich um Handelswaren (Nahrungsergänzungs-, Kosmetik- und Promotionsprodukte). Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips wurden entsprechende Abschläge für Preisbereinigungen und schwerverkäufliche Waren vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Vermögensgegenstände und aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den Nennwerten angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt.

Die sonstigen Wertpapiere wurden nach § 253 Abs. 4 HGB höchstens zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

(2) Vorräte
Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit oder aus den gesunkenen Wiederbeschaffungspreisen ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt worden. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

(3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig. Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde wegen des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des Nennwertes der Forderungen abzüglich der Umsatzsteuer gebildet. Auf zweifelhafte Forderungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lie­­ferungen und Leistungen in Höhe von EURO 18.241.237,92, davon EURO 209.873,01 gegenüber der Muttergesellschaft PM-International AG, Luxemburg.

(4) Sonstige Vermögensgegenstände
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen haben Forderungen aus Kautionen in Höhe von EURO 106.735,94 sowie ein Teilbetrag der Darlehensforderungen in Höhe von EURO 34.484,95 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Posten enthält Ansprüche aus Umsatzsteuer in Höhe von EUR 1.270.910,76. Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(5) Eigenkapital
Das Grundkapital der PM-International AG zum 31.12.2023 beträgt EURO 18.000.000 und ist eingeteilt in 14.400.000 Stammaktien und 3.600.000 Vorzugsaktien im Nennbetrag von je EURO 1,00 pro Stück.

Bei den Vorzugsaktien handelt es sich um vinkulierte Namensaktien.

Die gesetzliche Rücklage beträgt EURO 1.800.000,00 gemäß § 150 (2) AktG 10 % des Grundkapitals.

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 01.06.2023 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn 2022 in Höhe von EURO 60.120.000,00 vollständig auszuschütten.

Aufsichtsrat und Vorstand haben beschlossen aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 einen Betrag in Höhe von EURO 7.367.251,04 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:


         EURO
Stand 01.01.2023
19.828.232.93
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen
7.367.251,04
Stand 31.12.2023
27.195.483,97


(6) Sonstige Rückstellungen
Der Posten beinhaltet Rückstellungen für:


     2023

2022

      EURO

EURO
Prozessrisiko und Prozesskosten
41.420,85

42.329,17
Urlaub- und Überstunden sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge

488.279,26                                     

487.877,83                                     
Rückstellungen für Tantiemen
1.226.527,38

1.258.005,93
Provisions- und Bonusrückstellungen
3.461.568,72

3.116.805,65
Übrige
774.372,47

743.556,99

5.992.168,68

5.648.575,57



(7) Verbindlichkeiten
Die Fälligkeit der zum 31. Dezember 2023 bestehenden Verbindlichkeiten ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:


bis zu 1 Jahr
bis zu 5 Jahren
Über 5 Jahre

Euro
Euro
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
974.572,52
1.961.953,56
0,00

(VJ: 970.389,98)
(VJ: 2.936.526,08)
(VJ: 0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4.225.600,26
0,00
0,00

(VJ: 2.162.361,90)
(VJ: 0,00)
(VJ: 0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3.316.172,95
0,00
0,00

(VJ: 3.240.894,10)
(VJ: 0,00)
(VJ: 0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten
19.403.448,35
0,00
0,00

(VJ: 16.210.754,53)
(VJ: 0,00)
(VJ: 0,00)
Gesamt
27.919.794,08
1.961.953,56
0,00

(VJ: 22.584.400,51)
(VJ: 2.936.526,08)
(VJ: 0,00)

Gesamt
Davon Gesichert


Euro
Euro
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2.936.526,08
420.000,00
Grundschuld

(VJ: 3.906.916,06)
(VJ: 560.000,00)

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4.225.600,26



(VJ: 2.162.361,90)


Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3.316.172,95



(VJ: 3.240.894,10)


Sonstige Verbindlichkeiten
19.403.448,35



(VJ: 16.210.754,53)


Gesamt
29.881.747,64
420.000,00


(VJ: 25.520.926,59)
(VJ: 560.000,00)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:


2023
2022

EURO
EURO
Staaten innerhalb der europäischen Union
397.405.758,37
354.362.239,11
Staaten außerhalb der europäischen Union
61.886.154,41
56.204.059,81
Summe
459.291.912,78
410.566.298,92

Die Umsatzerlöse teilen sich auf die einzelnen Produktbereiche wie folgt auf:


2023

2022


TEUR
%
TEUR
%
Nahrungsergänzungsprodukte
411.525
90
371.673
90
Kosmetikprodukte
11.986
3
11.841
3
Promotion Artikel / Dienstleistungen
35.781
7
27.052
7
Summe
459.292
100
410.566
100



(2) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 595, die im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Daneben enthalten sie Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 9.
(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Diese enthalten Aufwendungen aus Kurzdifferenzen in Höhe von TEUR 612.

V. SONSTIGE ANGABEN
(1) Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum 31. Dezember 2023 nicht.

(2) Finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Berater-, Miet- und Pachtverträgen, Leasing- und Versicherungsverträgen, Abonnements und Mitgliedsbeiträgen, sowie Wartungsverträgen.

Die Gegenstände aus den Leasing- und Mietverträgen mit fremden Dritten werden nicht von der PM-International AG aktiviert, da das wirtschaftliche Eigentum am Leasing-/ Mietgegenstand nicht der PM-International AG zuzurechnen ist.

Die eingegangenen finanziellen Verpflichtungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus:


TEURO
Mietverträge Immobilien *
1010
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)

Miet- und Leasingverträge Betriebs- und Geschäftsausstattung*
108
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 10)

Dienstleistungs- u. Wartungsverträge Betriebs- u. Geschätsausstattung*
980
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 148)

Dienstleistungsverträge Berater*
382
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)

Dienstleistungsverträge Vertriebspartner*
34
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)

Versicherungsverträge inkl. Kfz-Leasing*
625
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)

Sonstige Verträge*
386
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)

Summe
3.525



* Bei Verträgen mit unbestimmter Laufzeit wurde der Jahresbetrag der Verpflichtung mit einbezogen.

(3) Honorare Abschlussprüfer
Im Abschlussjahr wurden für die laufende Steuerberatung und für die Prüfung des Jahresabschlusses verschiedene Unternehmen beauftragt. Die dafür aufgewendeten Beträge gliedern sich wie folgt auf:

Art der Leistungen:
Honorar:
Abschlussprüferleistungen
EURO 54.2400,00
Laufende Steuerberatungsleistungen
EURO 27.189,42
Gesamthonorarsumme:
EURO 81.389,42



(4) Mitarbeiter


2023
2022
Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt (ohne Vorstandsmitglieder):


Gewerblicher Bereich
72
63
Kaufmännischer Bereich
254
245
Zwischensumme:
326
308
Aushilfen
15
15
Gesamtsumme:
341
323



(5) Organe
Der Vorstand hat sich im Berichtsjahr wie folgt zusammengesetzt:
Herr Lutz Bläcker (CSO, bis 21.05.2023).
Herr Sven Palla (CSO, ab 01.06.2023).
Herr Patrick Bacher (CSO / COO).
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr wie folgt zusammengesetzt:
Herr Rolf Sorg (Vorsitzender), Vorstand.
Herr Hans Röben, (stellvertretender Vorsitzender), Dipl.-Ökonom.
Herr Johannes Magar, Geschäftsführer.
Herr Gerd Niedernhuber, Dipl.-Kaufmann, ab 23.08.2023.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2023 EURO 51.667,51.

(6) Muttergesellschaft
Die PM-International AG, Luxemburg, ist zum 31.12.2023 mit 92,88 % des Grundkapitals an der Gesellschaft beteiligt. Sie hält 14.400.000 Stammaktien und 2.318.138 Vorzugsaktien. Die restlichen Vorzugsaktien halten Mitarbeiter/innen, Vertriebspartner/innen, Familienangehörige, Lieferanten und sonstige Firmen der gesamten PM-Gruppe. Die PM-International AG wird in den Konzernabschluss der PM-International AG, Luxemburg, einbezogen, der im Memorial in Luxemburg hinterlegt wird.

VI. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG
Der Bilanzgewinn beträgt EURO 68.940.000,00.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, zuzüglich zur Vorzugsdividende von EURO 360.000,00, eine Dividende von EURO 68.580.000,00 auszuschütten.

VII. Nachtragsbericht
Aufgrund der hohen Inflation mussten im Berichtsjahr die Verkaufspreise angehoben werden. Die Preiserhöhung wurde jedoch von den Kunden akzeptiert und hatte daher keine negativen Auswirkungen auf den Umsatz. Die hervorragende Umsatzentwicklung aus dem Vorjahr hat sich auch im Berichtsjahr fortgesetzt.

Ein erhebliches Risiko bringt immer noch der aktuelle Ukrainekrieg mit sich. Sowohl die Ukraine als auch Russland waren vor Kriegsausbruch die dynamischsten Märkte im europäischen Ausland. Daher hat der Krieg einen direkten Einfluss auf das Exportgeschäft.

Inzwischen hat sich die Inflation wieder stabilisiert und man geht davon aus, dass sie im Folgejahr weiter absinkt. Daher sind weitere Preiserhöhungen derzeit nicht vorgesehen. Die Preise von einzelnen Rohstoffen sind sogar gesunken. Daher konnten die Preise für einige Produkte im Folgejahr sogar wieder reduziert werden.

Die Entwicklung im ersten Quartal des Folgejahres bleibt positiv. Es können weiterhin Umsatzsteigerungen verzeichnet werden.

Darüber hinaus sind wir auf die Zahlungsbereitschaft unserer Kunden angewiesen. Wir verfolgen die Entwicklung fortlaufend und beurteilen kurzfristig, welche geeigneten Maßnahmen zu treffen sind. Organisatorische Vorkehrungen wurden bereits getroffen, die den laufenden Betrieb sowie die kontinuierliche Abstimmung mit Lieferanten und Kunden jederzeit gewährleisten.

Speyer, den 04.04.2024
PM-International AG
Patrick Bacher   Sven Palla (Vorstand)       (Vorstand)

Anlagespiegel


  Anschaffungs- und Herstellungskosten

01. Jan 23
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31. Dez 23






I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Entgeltlich erwobene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3.300.337,28
114.362,03
221.764,21
0,00
3.636.463,52
2. Geleistete Anzahlungen
85.995,73
222.509,69
-221.764,21
0,00
86.741,21
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
3.386.333,01
336.871,72
0,00
0,00
3.723.204,73
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
17.933.668,25
70.186,22
51.563,48
0,00
18.055.417,95
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.809.866,53
419.975,61
870,48
34.686,49
6.196.026,13
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
763.413,40
4.658.953,77
-52.433,96
0,00
5.369.933,21
Summe Sachanlagen
24.506.948,18
5.149.115,60
0,00
34.686,49
29.621.377,29
Summe Anlagevermögen
27.893.281,19
5.485.987,32
0,00
34.686,49
33.344.582,02

Aufgelaufene Abschreibungen

01. Jan 23
Zuführungen
Auflösungen
31. Dez 23





I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erwobene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2.952.704,28
173.965,24
0,00
3.126.669,52
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
2.952.704,28
173.965,24
0,00
3.126.669,52
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
5.738.680,81
753.107,70
0,00
6.491.788,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.900.709,53
482.887,09
32.019,49
4.351.577,13
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
9.639.390,34
1.235.994,79
32.019,49
10.843.365,64
Summe Anlagevermögen
12.592.094,62
1.409.960,03
32.019,49
13.970.035,16

Nettobuchwerte

31. Dez 23
31. Dez 22



I. Immaterielle Vermögensgegenstände


1. Entgeltlich erwobene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
509.794,00
347.633,00
2. Geleistete Anzahlungen
86.741,21
85.995,73
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
596.535,21
433.628,73
II. Sachanlagen


1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
11.563.629,44
12.194.987,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.844.449,00
1.909.163,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
5.369.933,21
763.413,40
Summe Sachanlagen
18.778.011,65
14.867.563,84
Summe Anlagevermögen
19.374.546,86
15.301.192,57

Bericht des Aufsichtsrats

Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2023 bestand der Aufsichtsrat im Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 01.06.2023 aus den Herren Rolf Sorg (Vorsitz), Hans Röben (stellv. Vorsitz) und Johannes Magar. Das Amt der Mitglieder erlosch gemäß Satzung am 01.06.2023 mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung. Im Gegenzug wurden auf der gleichen ordentlichen Hauptversammlung die Herren Rolf Sorg, Hans Röben, Johannes Magar und Gerd Niedernhuber zu den neuen Aufsichtsräten gewählt. Die Amtszeit von Herrn Gerd Niedernhuber begann am 23. August 2023 mit der Eintragung der Satzungsänderung. Im Anschluss wurde in einer separaten Aufsichtsratssitzung Herr Rolf Sorg zum Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Herr Hans Röben zu dessen Stellvertreter gewählt.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach dem Gesetz und Satzung der PM-International AG, Speyer obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß und mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war durch einen intensiven und vertrauensvollen Dialog gekennzeichnet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher und mündlicher Form umfassend über die Lage des Unternehmens und den Gang der Geschäfte unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und ließ sich zusätzlich ergänzende Informationen erteilen. Zusammen wurden aktuelle Geschäftsentwicklungen und bedeutende Geschäftsvorfälle eingehend erörtert. Er hat die Arbeit des Vorstands auf Grundlage dieser Berichterstattung kontinuierlich überwacht und ihn bei der Leitung und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens beraten. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets frühzeitig eingebunden. Maßstab für die Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat waren insbesondere die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand. Gegenstände und Umfang der Berichterstattung des Vorstands wurden den an sie vom Gesetz von den Grundsätzen guter Corporate Governance und vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen gerecht. Insgesamt fanden vier Sitzungen neben der Bilanzprüfungsausschusssitzung im Geschäftsjahr 2023 statt, in denen der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand Fragen der Unternehmensplanung, der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs, der Risikolage und des Risikomanagements, auch in den Schwestergesellschaften, ausführlich erörtert hat. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse in schriftlicher Form gefasst.

Schwerpunkt der Überwachungs- und Beratungstätigkeit
Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Aufsichtsrat waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der PM-International AG, Speyer. Der Vorstand unterrichtete regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung und den Gang der Geschäfte sowie über Geschäfte, welche für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung waren und sind (vgl. § 90 Abs. 1 AktG). Ein weiterer wesentlicher Aspekt war die Befragung der Geschäftsführung zu den vorgelegten Berichten, den aktuellen Entwicklungen und den dazu anstehenden Entscheidungen.

Er befasste sich mit der Prüfung des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns.

Der Aufsichtsrat war in alle bedeutenden strategischen Unternehmensentscheidungen eingebunden und hat diese ausführlich erörtert, geprüft und - soweit erforderlich - auch genehmigt. Der Vorstand kam seinen Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat jederzeit vollständig und zeitgerecht nach, insbesondere waren im Geschäftsjahr keine weiteren Zusatz- oder Ergänzungsberichte des Vorstands erforderlich. Im Rahmen der Überwachungstätigkeit überzeugte sich der Aufsichtsrat von der Rechtmäßigkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung durch den Vorstand. Er hat mit dem Vorstand die Organisation der Gesellschaft erörtert und sich dabei von deren Leistungsfähigkeit überzeugt.

Themen und Anzahl der Sitzungen im Jahr 2023
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2023 zu vier Sitzungen sowie zur Bilanzprüfungsausschusssitzung zusammengetreten und hat auch außerhalb dieser Sitzungen Projekte von besonderer Bedeutung für die PM-International AG, Speyer besprochen.

An den Sitzungen nahmen regelmäßig auch Mitglieder des Vorstandes teil. An der Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses nach § 171 Abs. 1 AktG am 27.03.2023 nahmen zusätzlich auch die Abschlussprüfer der Gesellschaft von der MOORE TK Audit & Advisory GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teil.

Die Beratungen im Aufsichtsrat befassten sich schwerpunktmäßig mit der laufenden Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmensstrategie und ihrer Umsetzung in der Gesellschaft und den Schwestergesellschaften. Im Zentrum der Beratungs- und Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats standen im Geschäftsjahr 2023 Recruitingstrategien sowie die Optimierung und Erweiterung der bestehenden Logistik.

Sitzung Bilanzprüfungsausschuss am 27.03.2023
Am 27.03.2023 tagte der Bilanzprüfungsausschuss und erörterte den Entwurf des Jahresabschlusses und Lageberichtes der PM-International AG, Speyer, den Abhängigkeitsbericht sowie den Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2022. Der Aufsichtsrat stellte den vorgelegten Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2022 fest, Einwendungen wurden nicht erhoben. Demzufolge wird der Jahresabschlussbericht mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk der Prüfer versehen werden.

Aufsichtsratssitzung am 01.06.2023
In der ersten Aufsichtsratssitzung vom 01.06.2023 wurden neben der aktuellen Geschäftslage die Ergebnisse des ersten Quartals erörtert. Daneben berichtete der Vorstand über wichtige Vorkommnisse und die Marktentwicklung. Weiterhin wurde die Höhe der Dividendenausschüttung sowie die Dividende je Stamm- und Vorzugsaktien beschlossen. Der Wert der Aktie wird durch die Firma DLA Piper UK LLP, Rechtsanwalt und Steuerberater jährlich nach einer anerkannten und gleichbleibenden Berechnungsmethode neu ermittelt. Zusätzlich umfasste die Berichtserstattung die 3-Jahres-Planung 2023 bis 2025.
Im weiteren Sitzungsverlauf beschäftige sich der Aufsichtsrat mit der Planung eines Parkhauses. Dies schafft Platz für die Errichtung einer neuen Lagerhalle. Sven Palla wurde zum zweiten Vorstand der Gesellschaft bestellt. Er vertritt diese gemeinschaftlich mit dem Vorstand Patrick Bacher. Aufgrund einer benötigten Beschlussfassung über die Änderung der Anzahl der Aufsichtsräte wurde am gleichen Tag eine außerordentliche sowie im direkten Anschluss die ordentliche Hauptversammlung der PM-International AG, Speyer abgehalten. Hiernach traten die auf der ordentlichen Hauptversammlung gewählten Aufsichtsratsmitglieder zur zweiten Aufsichtsratssitzung zusammen. Dabei wurde Rolf Sorg zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Hans Röben zu dessen Stellvertreter gewählt.

Aufsichtsratssitzung am 30.08.2023
Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat ausführlich über das 2. Quartal und stellte den Managementbericht zum Juli 2023 vor. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Personalstrategie, im Speziellen mit dem Recruitingprozess. Thematisiert wurden zudem der Neubau des dritten Verwaltungsgebäudes und dessen Baufortschritt sowie die erfolgreiche Umsetzung des neuen Logistik-HUB in Luxemburg.

Aufsichtsratssitzung am 15.12.2023
Neben den aktuellen Themen berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über das 3. Quartal, den Oktober 2023 und gab eine Vorschau auf das prognostizierte Unternehmensergebnis zum 31.12.2023. Darüber hinaus stellte der Vorstand die Planung für das Geschäftsjahr 2024 vor. Zudem behandelte der Ausschuss u.a. innovative Recruitingmethoden und die Optimierung und Entwicklung der Transport- und Logistikkosten. Anschließend legte der Aufsichtsrat den Jahresterminplan für das Geschäftsjahr 2024 fest.

Tätigkeitsbericht des Bilanzprüfungsausschusses
Der Bilanzprüfungsausschuss der PM-International AG, Speyer besteht aus dem Aufsichtsrat. Der Ausschuss trat für das Geschäftsjahr 2023 am 18.03.2024 zusammen und beaufsichtigte die Angemessenheit und Funktionsfähigkeit der externen und internen Rechnungslegung des Unternehmens für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer erörtert der Bilanzprüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2023, den Lagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht. Der Bilanzprüfungsausschuss empfiehlt auch im Geschäftsjahr 2024 der MOORE TK Audit & Advisory GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Prüfungsauftrag zu erteilen.
Prüfung des Abhängigkeitsberichts.
Der Abhängigkeitsbericht wurde durch den Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht sowie den Bericht des Abschlussprüfers hierzu gelesen und mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer erörtert. Dabei hat er sich davon überzeugt, dass insbesondere alle Rechtsgeschäfte und Maßnahmen im Sinne des § 312 Abs. 1 Satz 2 AktG vollständig erfasst wurden. Weder aus dem Bericht des Abschlussprüfers noch aus dem Bestätigungsvermerk ergeben sich Bedenken. Der Aufsichtsrat stimmt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung der Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts zu. Einwendungen hiergegen sind nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PM-International AG für das persönliche Engagement und die in einem schwierigen Geschäftsjahr geleistete Arbeit. So konnte im vergangenen Geschäftsjahr durch gemeinsamen Einsatz erneut ein hervorragendes Ergebnis erzielt werden.

Feststellung
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 18.03.2024 den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns abschließend gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft und gebilligt. Der Aufsichtsrat wird über die durchgeführte Prüfung gegenüber der Hauptversammlung schriftlich berichten. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von EURO 68.940.000,00 zu. Dies ergibt eine Dividende je Stammaktie in Höhe von EURO 3,81 und eine Dividende je Vorzugsaktie in Höhe von EURO 3,91.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 05.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die PM-International AG, Speyer
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der PM-International AG, Speyer, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PM-International AG, Speyer, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023  sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und ·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir  haben  unsere  Prüfung  des Jahresabschlusses  und  des Lageberichts  in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und der Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungs­grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungs­prozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten könnte.

·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

·  beurteilen wir die Angemessenheit der von dem Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

·  beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Mannheim, 04. April 2024
Moore TK Audit & Advisory GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Kai Wiedwald                Dr.Matthias Ritzi
Wirtschaftsprüfer             Wirtschaftsprüfer

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