PM-International AG
Speyer
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
Die PM-International AG, Speyer ist eine
Tochtergesellschaft der PM-International AG, Luxemburg. Diese
vertreibt über verschiedene Tochtergesellschaften im
Wesentlichen Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik sowie
Bekleidung und Accessoires im Vertriebssystem
Network-Marketing. Die PM-International AG, Speyer
übernimmt dabei drei Aufgaben. Sie betreut und beliefert
die Vertriebspartner und Direct-Sales-Center des deutschen
Marktes, sie beliefert, als europäisches
Logistikzentrum, die Schwestergesellschaften im erweiterten
europäischen Einzugsgebiet und übernimmt in
geringerem Umfang Dienstleistungen und Warenlieferungen an
die beiden Logistikzentren in den Vereinigten Staaten und in
Asien.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die
PM-International Group und ebenso für die
PM-International AG, Speyer ein erfolgreiches Jahr in der
30-jährigen Unternehmensgeschichte.
1 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und
des Geschäftsergebnisses 2023
1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft Trotz des
weltweiten Inflationsschocks hat sich die Weltkonjunktur 2023
besser als erwartet entwickelt. Die Weltproduktion ist um 3,1
% gestiegen und liegt somit deutlich über der zu
Jahresbeginn prognostizierten Steigerung von 2,5 %.(1) Die
Weltkonjunktur hat jedoch gegen Ende des Jahres wieder an
Kraft verloren. Während die Weltwirtschaft im ersten
Halbjahr deutlich zulegen konnte, expandierte sie zu Beginn
der zweiten Jahreshälfte nur noch moderat und ließ
dann im vierten Quartal nochmals nach.(2)
Der Welthandel ging im Vergleich zum Vorjahr deutlich
zurück, wobei eine deutliche Belebung auch im Folgejahr
nicht erkennbar ist.(3) Der Kieler Trade Indicator, der mit
Hilfe von Real-Time Daten aus der Containerschifffahrt die
Aktivitäten des Welthandels schätzt, hat sich
zuletzt wieder deutlich abgeschwächt.(4) Insgesamt ist
der Welthandel in 2023 um -2,0 % geschrumpft, im Folgejahr
wird ein moderates Wachstum von 0,7 % erwartet.(5)
Beim privaten Konsum wird mit einer deutlichen Zunahme
gerechnet, da zum einen die Reallöhne deutlich gestiegen
sind und zum anderen die privaten Haushalte noch
Extra-Ersparnisse aus der Coronakrise haben.(6)
Der deutsche Warenhandel mit dem Euroraum zeigt sich im
abgeschlossenen Jahr kraftlos. (7)
In Deutschland ist das Konsumklima weiterhin niedrig,
was zu einer erhöhten Sparquote führt, die durch
die höheren Sparzinsen sowie erhöhten Kreditzinsen
noch verstärkt wird.(8) Aber auch in Deutschland wird
sich die Erhöhung der Realeinkommen zunehmend beim
privaten Konsum bemerkbar machen, so lagen die
Einzelhandelsumsätze im Oktober ca. 0,7 % über dem
Niveau des dritten Quartals.(9)
Im Euroraum lag die Wirtschaftsleistung zuletzt 2,6 %
über dem Niveau aus der Zeit vor der Pandemie, wobei
Deutschland und Spanien den Vorkrisenstand nur knapp
überschritten haben, während Frankreich und Italien
mit ca. 2 % deutlich über dem Referenzniveau lagen und
die meisten anderen Länder im Euroraum sogar noch
stärker zulegen konnten.(10)
Aufgrund der deutschen Konjunkturschwäche zeigen
sich nun auch erste Spuren im Arbeitsmarkt. Der
Beschäftigungsaufbau ist im Sommer zum Erliegen
gekommen, seitdem stagniert die Zahl der
Erwerbstätigen.(11)
Sowohl die weltweite Inflationsrate ist in 2023
deutlich nach unten gegangen (von 8,7 % in 2022 auf
geschätzt 6,9 % in 2023)(12), als auch die
Inflationsrate in Deutschland (von 6,9 % auf 5,9 %).(13) Zum
Jahresende hat sich die Inflation in Deutschland sogar auf
3,2 % zum Vorjahresmonat reduziert.(14) Hauptursache für
den Rückgang der Inflation sind die gesunkenen
Energiekosten.
1.2 Entwicklung der Branche Die WFDSA (World Federation
of Direct Selling Associations) und die regionalen DSAs
(Direct Selling Association) veröffentlichten Daten
(Stand 13. Juli 2023) für das Jahr 2022.
Festzustellen ist, dass der globale
Direktvertriebsmarkt in 2022 leicht gesunken ist. Die
globalen Retail Sales fielen laut Angaben der WFDSA um -1,5 %
auf 172.891 Mio. USD.(15)
Mit 41,4 % hat der Asien- / Pazifik-Raum weiterhin den
größten Anteil am weltweiten Direkt-Geschäft.
Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Branche in Asia ihren
Umsatz minimal steigern (+0,2 %).
Insgesamt zeichnet sich ein heterogenes Bild ab.
Während China (15.818 Mio. USD) als
zweitgrößter asiatischer Markt
Umsatzeinbußen in Höhe von -8,0 % hinnehmen
musste, konnte mit Südkorea (18.475 Mio. USD) der
größte asiatische Markt den Umsatz um 7,4 %
steigern. Japan, was mit einem Umsatz von 11.616 Mio. USD der
drittgrößte Markt ist musste mit -2,3 % einen
Umsatzrückgang hinnehmen. Malaysia wiederum konnte den
Umsatz mit +5,6 % auf 8.634 Mio. USD steigern. Auf die vier
größten asiatischen Märkte entfallen somit
drei Viertel des asiatischen Gesamtumsatzes.
Die anderen Märkte in Asien hatten ebenfalls
unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen. Von den
Ländern mit einem Jahresumsatz von über 1.000 Mio.
USD konnte Vietnam mit +11,7 % am stärksten zulegen,
gefolgt von Indien (+5,4 %). Während Taiwan den Umsatz
stabilisieren konnte (+/-0,0 %), mussten Thailand (-6,0 %),
Indonesien (-3,8 %), die Philippinen (-2,3 %) und Australien
(-7,8 %) Umsatzeinbußen hinnehmen.
Auf die Americas entfiel mit einem Gesamtumsatz von
65.217 Mio. USD ein Anteil von 37,7 % des weltweiten
Direkt-Geschäftes. Dies entspricht einem
Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von -3,2 %.
Während der nordamerikanische Markt mit einem
Gesamtumsatz von 43.113 Mio. USD (-6,0 %)
Umsatzeinbußen erlitt, konnte Mittel- und
Südamerika den Umsatz um 2,5 % auf insgesamt 22.104 Mio.
USD erhöhen.
Der stärkste amerikanische Markt sind die
Vereinigten Staaten mit einem Anteil von 62,1 %. Die USA
mussten zwar Umsatzeinbußen von -5,0 % hinnehmen, sind
mit einem Umsatz von 40.520 Mio. USD und einem globalen
Marktanteil von 23,4 % aber weiterhin weltweit der
stärkste Einzelmarkt.
Europa erzielte einen Anteil von 20,1 % am weltweiten
Direkt-Geschäft. Laut WFDSA verzeichnete Europa, bei
einem Gesamtumsatz von 34.700 Mio. USD, einen leichten
Umsatzrückgang von -1,1 %. Von den Ländern mit
einem Jahresumsatz von über 1.000 Mio. USD konnten
lediglich Deutschland mit 17.986 Mio. USD (+6,6 %) als
größter europäischer Markt und Italien (+3,9
%) ihren Umsatz steigern. Alle anderen großen
Märkte mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Den
größten Umsatzrückgang musste neben Russland
(-22,6 %) Großbritannien (-21,0 %) hinnehmen.
Das Geschäftsjahr 2023 war, wie auch schon das
Geschäftsjahr 2022, für die Direct Selling Industry
ein überaus schwieriges Jahr.
Die großen börsennotierten Unternehmen
mussten alle signifikante Umsatzeinbußen hinnehmen.(16)
2 Geschäftsverlauf der Lage
2.1 Umsatzentwicklung Insgesamt zeichnete sich ein
äußerst erfreuliches Bild ab. Wir erzielten in
Gesamteuropa und den zum Headquarter Europa gehörenden
Ländern ein Umsatzwachstum von 10,7 %. Mit einer
Steigerung von 24,8 % konnte der Umsatz besonders stark in
den osteuropäischen Ländern gesteigert werden. In
Westeuropa belief sich das Umsatzwachstum auf 10,2 %. Zu
verdanken ist der Umsatzzuwachs primär der starken
Entwicklung in Deutschland. Obwohl Deutschland der
älteste und größte europäische Markt
ist, zeigte das Inland mit einer Wachstumsrate von 21,6 %
eine beeindruckende Entwicklung.
Wegen der hohen Dynamik im Heimatland verschoben sich
die Umsatzrelationen noch etwas mehr in Richtung
Inlandsumsätze, PM ist jedoch nach wie vor ein sehr
exportorientiertes Unternehmen. Die Umsatzerlöse im
asiatischen Raum beeinflussen die Zahlen nur in geringerem
Maß, da ein großer Anteil der Lieferungen als
Streckengeschäft abgewickelt wurde.
In allen vier Quartalen konnte der Umsatz im
Vorjahresvergleich stark zulegen. Besonders stark stieg der
Umsatz im zweiten Quartal (+21,8 %) aber auch im ersten
(+11,7%), dritten (+8,9 %) und im vierten Quartal (+10,0 %)
waren die Steigerungsraten sehr hoch.
Das Geschäftsjahr 2023 ist seit 2019 das erste
Geschäftsjahr, in dem es im gesamten Jahr keine
Corona-Restriktionen gab. Trotzdem hat man sich entschieden,
den Großteil der regelmäßigen
Veranstaltungen Hybrid durchzuführen. Durch diese
Maßnahmen konnte man die Reichweite der Veranstaltungen
stark vergrößern, da Vertriebspartner, die kein
Ticket für die Präsenzveranstaltung bekommen
konnten, zumindest online teilnehmen konnten.
Das Geschäftsjahr war geprägt vom
30-jährigen Firmenjubiläum. Der Höhepunkt war
der Jubiläums-Weltkongress in der ausverkauften
SAP-Arena. Über 15.000 Vertriebspartner aus allen Teilen
der Welt feierten gemeinsam das Firmenjubiläum in einer
atemberaubenden Atmosphäre.
Die Incentive-Veranstaltungen, wie die Europa-Tour und
die Worldtour erfreuten sich steigender Teilnehmerzahlen,
weil sich mehr Vertriebspartner für die entsprechenden
Reiseveranstaltungen qualifiziert hatten.
Die größten Herausforderungen für das
Unternehmen verlagerten sich zunehmend auf die
Beschaffungsseite und die rechtzeitige Versorgung der
Vertriebspartner mit Produkten.
Die Umsatzerlöse der PM-International AG Speyer
erreichten 459,3 Mio. EURO und steigerten sich damit um 11,9
% gegenüber 2022 (410,6 Mio. EURO).
2.2 Beurteilung der Geschäftsentwicklung Das
Management bewertet das abgeschlossene Geschäftsjahr
erneut als sehr erfolgreiches Jahr. Die Umsatzerlöse
konnten um 11,9 % auf 459,3 Mio. EUR, der
Jahresüberschuss um 9,3 % auf 76,3 Mio. Euro gesteigert
werden. Einmalige Sondereffekte waren nicht zu verzeichnen.
2.3 Etragslage Die sonstigen betrieblichen Erträge
reduzierten sich um 46,8 % auf 17.151 TEUR (Vorjahr: 32.209
TEUR). Die betrieblichen Erträge bestehen
größtenteils aus konzerninternen
Weiterberechnungen von Frachtkosten, Bonus-Clearings,
Konzernumlagen, der Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie
der Auflösung von Rückstellungen. Der starke
Rückgang ist auf eine konzerninterne
Prozessänderung zurückzuführen. Seit Mitte des
abgeschlossenen Geschäftsjahres rechnen die Speditionen
direkt mit den Landesgesellschaften ab. Daher sind die
konzerninternen Weiterberechnungen massiv
zurückgegangen. Die Abschreibungen sind von 1.659 TEUR
auf 1.410 TEUR zurückgegangen. Dies entspricht einem
Rückgang von 15,0 %.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von
218.562 TEUR auf 226.322 TEUR gestiegen. Ursache dafür
waren hauptsächlich umsatzbedingte höhere
Bonuszahlungen an Vertriebspartner. Ansonsten folgten die
Kosten ebenfalls den höheren Umsätzen.
Der EBIT erreichte 109.222 TEUR (Vorjahr: 100.900
TEUR). Dies entspricht einer
Steigerung von +8,2 %.
Dementsprechend entwickelte sich das Ergebnis nach
Steuern mit einer Steigerung von +9,3 %.
2.4 Finanzanlagen Wertpapier des Umlaufvermögens
Kontokorrentlinien wurden, wie in den Vorjahren, nicht in
Anspruch genommen. Im Laufe des Geschäftsjahres wurde
ein großer Teil der freien liquiden Mittel in
risikoarme Wertpapiere mit kurzfristigen Laufzeiten
investiert. Zum Bilanzstichtag betrug der Wert dieser
Wertpapiere 45.203 TEUR.
2.5 Vermögenslage Das Eigenkapital betrug 115.935
TEUR (Vorjahr: 99.748 TEUR). Dies entspricht einer Steigerung
von 16,2 %. Die Eigenkapitalquote vor Ausschüttung
beträgt somit 69,2 was einem Rückgang von 3,4 %
entspricht.
Die Steuerrückstellungen haben sich von 6.407 TEUR
auf 15.728 TEUR erhöht, die sonstigen
Rückstellungen erhöhten sich von 5.649 TEUR auf
5.992 TEUR.
Die Verbindlichkeiten haben sich von auf 25.521 EUR auf
29.882 TEUR erhöht. (+17,1 %).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind mit 2,3 % leicht gestiegen. (Vorjahr 3.241
TEUR; Berichtjahr 3.316 TEUR)
Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken sind von
3.907 TEUR auf 2.937 TEUR gesunken. Der größte
Teil der Bankverbindlichkeiten resultiert aus der
Finanzierung der dritten und vierten Lagerhalle. Die
fristgerecht getilgt werden.
Das Sachanlagevermögen betrug 18.778 TEUR und
machte 11,2 % der Bilanzsumme aus. Das entspricht einer
Steigerung zum Vorjahr von 26,3 %. (14.868 TEUR bezogen auf
eine Bilanzsumme von 137.325 TEUR).
Die Vorräte erhöhten sich von 23.798 TEUR auf
26.070 TEUR. Der Anteil an der Bilanzsumme hat sich von 17,3
% auf 15,6 % verringert. Die Erhöhung des Warenbestandes
resultiert zum einen aus der positiven Umsatzentwicklung und
zum anderen aus einer besseren Lieferfähigkeit der
Lieferanten. Die Lieferanten konnten ihre Kapazitäten
erhöhen, wodurch der erstrebte 6 Wochen Lagerbestand bei
den meisten Produkten erzielt werden konnte.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben
sich auf 22.601 TEUR erhöht. (Vorjahr 20.130 TEUR). Der
relative Anteil an der Bilanzsumme hat sich von 14,6 % auf
13,5 % leicht reduziert.
Die Forderungen an verbundene Unternehmen sind fast
unverändert. (18.760 TEUR aus dem Vorjahr stehen 18.241
TEUR aus dem Berichtsjahr gegenüber). Der relative
Anteil an der Bilanzsumme ist von 13,6 % auf 10,9 %
zurückgegangen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen
auf 2.109 TEUR an. Dies entspricht 1,3 % der Bilanzsumme
(Vorjahr: 1.473 TEUR oder 1,1 %). Sie bestehen im
Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen sowie Darlehen an
Mitarbeiter und Vertriebspartner.
2.6 Finanzlage Die liquiden Mittel setzten sich aus
Bareinlagen sowie risikoarmen Wertpapieren mit kurzer
Laufzeit zusammen. Zum Bilanzstichtag betrugen die liquiden
Mittel 78.539 TEUR, wobei die Wertpapiere 45.203 TEUR und die
Bareinlagen 33.336 TEUR ausmachten. Somit machten die
liquiden Mittel 46,9 % der Aktiva aus. Die Liquiden Mittel
haben im Vergleich zum Vorjahr um 37,0 % zugenommen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
lag bei 86.438 TEUR, im Vorjahr lag er bei 61.739 TEUR. Dies
entspricht einer Steigerung von 40,0 %.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug
-4.100 TEUR, nach +3.416 TEUR im Vorjahr. Die Ursache
für den positiven Cashflow aus
Investitionstätigkeiten im Vorjahr liegt darin, dass
2021 ein Wertpapier mit Laufzeit über einem Jahr im Wert
von 4.957 TEUR im Anlagevermögen gebucht wurde, welches
im Vorjahr wieder verkauft worden ist. Die größten
Investitionen im Berichtsjahr wurden in den Bau des dritten
Verwaltungsgebäudes sowie der Logistik und in die IT
getätigt.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war mit
-61.110 TEUR wie auch schon im Vorjahr (-48.274 TEUR)
negativ, im Wesentlichen durch den Liquiditätsabfluss
aufgrund der Gewinnausschüttung an die Aktionäre.
Das Wachstum aus eigener Liquidität ist somit
gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten belaufen sich auf 2.937 TEUR im Vorjahr
waren es noch 3.907 TEUR. Die Verbindlichkeiten resultieren
aus dem Darlehen für die dritte und vierte Lagerhalle,
welche 2017 bzw. 2020 aufgenommen wurden. Die Darlehen laufen
jeweils über zehn Jahre und werden planmäßig
getilgt. Das dritte Verwaltungsgebäude wird aus
Eigenmitteln finanziert.
Die Umsatzrentabilität des Jahresüberschusses
ist in diesem Geschäftsjahr leicht gesunken. Sie lag bei
16,6 %, während sie im Vorjahr bei 17,0 % lag.
2.7 Beschaffung Der Inventurwert ist von 23.798 TEUR
auf 26.070 TEUR angestiegen. Die Vorräte machen im
Berichtsjahr 15,6 % der gesamten Aktiva aus (2022 waren es
17,3 %).
Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit wird im
Hauptlager ein ausreichender Vorrat gelagert, zudem werden
von größeren Schwestergesellschaften Forecasts
für mindestens drei Monate eingeholt.
2.8 Investitionen Die Gesamtinvestitionen im Jahr 2023
beliefen sich auf 5.486 TEUR (Vorjahr: 1.753 TEUR). Der
Großteil entfiel auf Investitionen in den Bau des
dritten Verwaltungsgebäudes, sowie in die IT und
Logistik. Die Investitionen lagen unter dem Planwert, es
wurden nur 76,5 % des Investitionsplans ausgeschöpft.
Die geringe Ausschöpfung lag überwiegend daran,
dass in der Planung die Umsetzung des dritten
Verwaltungsgebäudes bereits vollständig integriert
war, der Bau des Gebäudes aber erst im Folgejahr
abgeschlossen wird. Zudem wurden nicht alle geplanten
Investitionen in der IT umgesetzt.
Die Investitionen in die eigene Software
bewerkstelligten überwiegend die firmeneigenen,
angestellten Programmierer, die Aufwendungen sind daher nicht
aktivierungsfähig.
2.9 Finanzierungsmaßnahmen Im Berichtsjahr wurden
keine weiteren Bankkredite aufgenommen. Sämtliche
Investitionen wurden aus dem Cashflow finanziert, die
bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken auf
2.937 TEUR (Vorjahr: 3.907 TEUR), der Anteil an der
Bilanzsumme sank auf 1,8 % (Vorjahr: 2,8 %).
Die Anlagestrategie der PM-International AG ist
konservativ. Im Berichtsjahr wurden lediglich risikoarme
Wertpapiere gekauft. Zum Bilanzstichtag betrug der Wert der
Wertpapiere 45.203 TEUR.
2.10 Personal- und Sozialbereich Der Personalaufwand
lag bei 24.093 TEUR (Vorjahr 22.143 TEUR) und erhöhte
sich um 8,8 %. In Relation bezogen auf den Umsatz hingegen
gingen die Personalkosten von 5,4 % auf 5,2 % zurück.
Insbesondere der starke Umsatzanstieg in Deutschland um 21,6
% erforderte deutliche Investitionen in das Personal. So
begründet sich der Anstieg der Personalkosten im
Wesentlichen durch Personalaufbau, allgemeine
Lohnerhöhungen, sowie umsatzabhängige
Provisionszahlungen.
Der durchschnittliche Personalbestand erhöhte sich
auf 341 Mitarbeiter exklusive der drei Vorstände und der
Auszubildenden. (Vorjahr: 323 Mitarbeiter). Somit
erhöhte sich der Personalbestand um 18 Personen. Pro
Mitarbeiter wurden 1.347 TEUR Umsatz erwirtschaftet (Vorjahr:
1.271 TEUR). Dies entspricht einer Steigerung von 6,0 %.
3 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Das Geschäftsjahr 2023 war erneut ein überaus
erfolgreiches Jahr mit Umsatz- und Ertragsrekorden.
PM-International hat seinen Wachstumskurs aus den Vorjahren
fortgesetzt. Der Umsatz konnte auf 459.292 TEUR (+11,9 %) und
der Jahresüberschuss auf 76.307 TEUR (+9,3 %) gesteigert
werden. Die hohe Eigenkapitalquote von 69,2 % und der geringe
Fremdkapitalanteil in Verbindung mit den flüssigen
Mitteln von über 78.539 TEUR erlauben dem Unternehmen
ein hohes Maß an Unabhängigkeit bei der Verfolgung
des eingeschlagenen Wachstumskurses und der weiterhin
zunehmenden Internationalisierung.
4 Chancen und Risikobericht
Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit
Risiken verbunden. Der Erfolg eines Unternehmens zeichnet
sich dadurch aus, dass nach eingehender Abwägung bei
allen strategischen Entscheidungen die Chancen die Risiken
übersteigen. PM-International ist bemüht, durch das
interne Risikomanagement Risiken schnell zu identifizieren,
zu bewerten und durch sinnvolle Gegenmaßnahmen die
Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren.
Durch die Globalisierung des Unternehmens und die
steigende Anzahl der Standorte gewinnt die rechtzeitige und
detaillierte Informationsbeschaffung, -verteilung und
-verarbeitung immer mehr an Bedeutung.
In abteilungsübergreifenden Meetings findet ein
regelmäßiger Austausch statt. Dies
gewährleistet einen ständigen Informationsfluss und
hilft Chancen und Risiken schnell zu erkennen.
4.1 Branchen und Wettbewerbsrisiken Es gibt zwar ein
Branchenrisiko, dies betrifft jedoch primär neue
Marktteilnehmer, welche häufig die
Markteintrittshürden und Schwierigkeiten
unterschätzen. Etablierte Unternehmen, wie die
PM-International AG, können von gefestigten
Vertriebspartnerstrukturen ausgehen.
Trotzdem können neue Marktteilnehmer Schaden
anrichten. Im Risiko-Managementbericht sind Schäden
durch unbefugtes Kopieren von Daten, Umsatzeinbrüche
durch Nachahmerprodukte und Abwerben von
Vertriebspartnerstrukturen ganz oben angesiedelt, da es
jeweils zu Schäden im Millionenbereich kommen kann.
PM-International AG beobachtet dies sehr genau. Im
Rahmen des Sicherheitskonzeptes erhalten nur wenige
Mitarbeiter Zugang zum Internet und auch das Kopieren von
Daten auf Datenträger ist nur noch auf einen sehr
begrenzten Mitarbeiterkreis begrenzt.
Nachahmerprodukte werden unverzüglich nach
Bekanntwerden gründlich untersucht und es werden
Schritte eingeleitet, wenn es zu Verletzungen im Patentschutz
kommt. Beim Bekanntwerden von Abwerbeaktionen bei
Vertriebspartnern werden Schritte über den Verband
eingeleitet, sofern das abwerbende Unternehmen Mitglied ist.
Ansonsten wird versucht Kontakt mit dem Unternehmen
aufzunehmen, bzw. rechtliche Schritte eingeleitet.
4.2 Ausfall der IT Ebenfalls zu Schäden in
Millionenhöhe kann es kommen, wenn die IT über
einen längeren Zeitraum ausfällt. Durch
Backup-Systeme ist diesem Umstand Rechnung getragen.
Allerdings besteht auch die immer größer werdende
Gefahr eines Virenbefalls, welcher zum Systemausfall
führen kann. Im Rahmen des Sicherheitskonzeptes sind
Firewalls beim Datenaustausch zwischengeschaltet, daneben
werden Daten separiert, um zu gewährleisten, dass es
nicht zum Totalausfall kommt. Weiterhin werden die
Mitarbeiter im sicheren Umgang mit Daten geschult und der
Zugang zu Privat-Emails wird eingeschränkt, um einen
Übergang von Viren in das Firmennetzwerk zu erschweren.
Um die Internetseiten mit dem Internet-Shop vor Attacken zu
schützen, wurden wichtige Server im Rahmen des
PM-Sicherheitskonzeptes in ein Rechenzentrum ausgelagert,
welches nicht nur über entsprechende Analyse- und
Abwehr-Software, sondern auch über skalierbare
Datenleitungen und die Möglichkeit verfügt,
zwischen verschiedenen Carriern zu wechseln.
Die zentrale Datenhaltung schreitet weiter fort. Ziel
ist es, nur noch an einer oder wenigen Stellen zentrale
IT-Hubs zu betreiben und damit weg von der dezentralen
Datenhaltung hin zur zentralen Datenhaltung zu gehen.
In 2017 wurde das Desaster Recovery ausgearbeitet, in
dem die möglichen Ausfallzeiten bei Wasser- /
Feuerschäden oder Stromausfall definiert werden und wie
im Katastrophenfall zu reagieren ist, um die Ausfallzeiten zu
minimieren. Dieses Konzept wurde im Vorjahr
überarbeitet.
Zudem wird der Gebrauch von mobilen
Geschäftsgeräten wie Smartphones oder Tablets
über das Mobile Device Management geregelt und der
private Gebrauch eingeschränkt.
Trotz all dieser Maßnahmen kann es zu Attacken
kommen. Das Sicherheitskonzept wurde bereits zusätzlich
verbessert, indem die Datenverschlüsselung weiter
ausgebaut wurde, weiterhin werden Datenserver getrennt, um
den Datenzugriff zu erschweren, sollten die Hacker in das
interne Datennetzwerk vorgedrungen sein.
4.3 Personalrisiken In den vergangenen Jahren wurde die
Anzahl der Management-Positionen erhöht und diese auch
besetzt. Damit konnte die Abhängigkeit von wenigen
Schlüsselpersonen reduziert werden.
Der Erfolg von PM-International hängt u. a. von
qualifizierten Mitarbeitern in der
Geschäftsführungsebene und Mitarbeitern unterhalb
der Vorstands- und Geschäftsführungsebene ab. Aus
diesem Grund soll der Bereich HR Recruiting and Development
weiter gestärkt werden und auch mit Hilfe von
Softwarelösungen ausgebaut werden. Das
Human-Resource-Management wird die Zukunfts- und
Nachfolgeplanung in den kommenden Jahren strategisch weiter
aufbauen.
4.4 Sonstige Risiken Beschaffungsrisiken Auf dem
Beschaffungsmarkt können Risiken bei Rohstoffknappheit
oder starke Preisschwankungen und Ausfall von Lieferanten
entstehen, ebenso können Lieferverzögerungen zu
Finanz-, Umsatz- und Ertragsausfällen führen.
PM-International trägt diesen Unsicherheiten durch
ausreichende Bevorratung im Hauptlager und den Lägern
der Schwestergesellschaften und Forecast-Bestellungen bei den
Lieferanten Rechnung. Die Belieferungssicherheit wird durch
Zweit- und Drittlieferanten weiter optimiert. Dennoch kann
das Beschaffungsrisiko nicht ganz ausgeschlossen werden.
Haftungsrisiken Den Haftungsrisiken auf der
Produktseite wird in mehrfacher Hinsicht entsprochen. Das
Unternehmen beschäftigt einen Sicherheitsbeauftragten
für Produkte und Aussagen zu den Produkten. Weiterhin
legt PM-International Wert auf hohe Produktqualität und
die Herstellung nach GMP-Richtlinien. Der TÜV ELAB macht
Produktprüfungen, die jederzeit über das Internet
eingesehen werden können. Die FitLine Produkte werden
regelmäßig auf Dopingsicherheit
überprüft. Sollten dennoch Fehler auftreten, hat
PM-International eine Gruppenhaftpflichtversicherung mit
hoher Deckungssumme, welche auch
Produkthaftpflichtschäden abdeckt.
Währungsrisiken Währungsrisiken treten im
Normalfall nicht auf, da Lieferungen an die
ausländischen Gesellschaften in EURO erfolgen. Ein
Risiko besteht nach wie vor in der Zukunft der
Gemeinschaftswährung EURO. Sollte es zu einem
Auseinanderbrechen der gemeinsamen Währungsunion kommen,
sind die Auswirkungen nur schwer abschätzbar, mit
Umsatzverlusten müsste jedoch insbesondere nach einer
Aufwertung einer deutschen Währung gerechnet werden.
Zinsrisiken Das Wachstum der PM-International wird
überwiegend aus dem Cashflow bezahlt. Die Lagerhalle 4
wurde zur Schonung des Eigenkapitals teilweise mit
Fremdkapital finanziert. Das Darlehen läuft über 10
Jahre mit einem festen Zinssatz. Nach der Laufzeit ist das
Darlehen vollständig getilgt. Abgesehen von den Darlehen
ist der Anteil der Bankverbindlichkeiten gering, das
Zinsniveau ist immer noch generell relativ niedrig. Es
bestehen derzeit keine Risiken.
4.5 Chancenmanagement PM-International hat diverse
Prozesse institutionalisiert, um sich ergebende Chancen
erkennen und realisieren zu können. Auf operativer Ebene
werden in monatlichem Abstand International-Board-Meetings,
in zweiwöchigem Abstand International-Sales-Meetings und
Marketing-Meetings anberaumt, um Bedarfe und Anforderungen zu
diskutieren, weiterhin gibt es regelmäßige
Sitzungen des wissenschaftlichen Beirats, bei dem Produkt-
und Marktneuheiten diskutiert werden. Mitglieder der
Geschäftsführung bereisen regelmäßig die
einschlägigen internationalen Fachmessen, um sich
über Neuheiten zu informieren. Daneben finden auf
lokaler Ebene in zweiwöchigem Abstand
Management-Meetings statt. Weiterhin findet
regelmäßig das DACHL, das SCANLEAD sowie das
MEDLEAD Meeting statt. Auf dem DACHL Meeting treffen sich
Vertriebsführungskräfte aus den Ländern
Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg, um den
Austausch mit den Führungskräften zu
gewährleisten. Anlog ist das SCANLEAD Meeting ein
Meeting für Führungskräfte aus den
skandinavischen Ländern und das MEDLEAD ein Meeting
für Führungskräfte aus Italien, Spanien,
Portugal und Frankreich.
Außerdem gibt es Brainstorming - Wochenenden, bei
denen intensiv über mögliche Innovationen
diskutiert wird.
4.6 Chancen PM-International hat durch sein
Headquarter-Konzept zwischenzeitlich eine starke weltweite
Präsenz. Die wichtigsten Märkte können
vertrieblich, wie auch logistisch regional betreut werden.
Die Kundennähe bzw. die Nähe zu den lokalen
Vertriebsgesellschaften ist damit gegeben. Entscheidungen
können dank flacher Hierarchien schnell und effizient
getroffen werden und erlauben die Konzentration auf die
Region. Die zentralen Funktionen im internationalen
Headquarter in Schengen bringen ebenfalls mehr Effizienz
durch verkürzte Wege. Die Personalstärke wurde
bereits im Vorjahr weiter ausgebaut. Diese Entwicklung hat
sich im Geschäftsjahr weiter fortgesetzt. Neben dem
internationalen Controlling und Marketing gibt es inzwischen
eine Rechtstabteilung und eine zentrale
Kommunikationsabteilung. Die Forschung und Entwicklung wird,
dank einer Kooperation mit dem Luxembourg Institute for
Science and Technology (LIST), in deren Räumen mit
Zugang zu modernster Technik und wissenschaftlichem Knowhow
durchgeführt. Weiterhin sind die IT-Leitung und das
internationale Sales Development und der internationale Sales
Support im internationalen Headquarter in Luxemburg
angesiedelt. Dadurch und durch die kontinuierlichen
Innovationen und Weiterentwicklungen der Produkte und des
Vertriebskonzeptes ist sichergestellt, dass unsere
Marktposition auch weiterhin gestärkt wird.
Zusätzliche Chancen bestehen in der Expansion in neue
Märkte.
Unsere Wachstumsraten zeigen, dass von einer
Übersättigung der Märkte für die Produkte
der PM-International AG nicht die Rede sein kann und dass
weiterhin große Expansionschancen bestehen. Selbst in
den sogenannten reifen Märkten wie z.B. in Deutschland,
Österreich, der Schweiz und in Südeuropa stehen uns
weiterhin große Marktpotenziale offen.
5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanistrumenten
5.1 Finanzinstrumente Finanzinstrumente waren keine
im Einsatz.
5.2 Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken
bestehen auf Grund der Cashflow Situation nicht. Auch
für die Zukunft gehen wir von einem Unternehmenswachstum
und steigenden Unternehmensergebnissen aus. Die finanzielle
Situation der PM-International ist sehr solide. Eine hohe
Liquidität und eine sehr gute Umsatzrentabilität
von 16,6 % stellen finanzielle Mittel in ausreichender
Höhe zur Verfügung. Das organische Wachstum kann
aus Eigenmitteln finanziert werden. Im Bedarfsfall stellt die
Muttergesellschaft in Luxemburg Darlehen zur Verfügung
und bei der gegebenen Bonität des Unternehmens sind auch
Bankkredite jederzeit zu erhalten.
5.3 Ausfallrisiken PM-International unterhält
Lieferbeziehungen einerseits zu Vertriebspartnern und zu
Schwestergesellschaften, sowie Lizenzpartnern. Bei den
Vertriebspartnern ist die Streuung sehr groß, die
Volumina der Einzelaufträge im Verhältnis sehr
klein. Die Bonität neuer Vertriebspartner wird
überprüft. Das Ausfallrisiko kann als gering
bezeichnet werden. Ein Forderungsmanagement bis hin zur
gerichtlichen Beitreibung von Forderungen ist installiert. Im
Geschäftsjahr 2023 betrugen die Forderungsausfälle
und Wertberichtigungen 763 TEUR (im Vorjahr 971 TEUR), was
ca. 0,16% des Jahresumsatzes entspricht.
Schwestergesellschaften werden über das
Controlling bei der Muttergesellschaft in Luxemburg
kontinuierlich überwacht. Schieflagen werden
frühzeitig erkannt und korrigiert. Die Lizenzpartner
werden regelmäßig, mindestens einmal im Monat
überprüft, das Risiko ist hier höher
einzustufen. Akquisitionskontrakte mit neuen
Vertriebspartnern sind immer abhängig vom Erreichen von
Zielvorgaben.
5.4 Sonstige Risiken Die PM-International AG, Speyer
geht - wie im Vorjahr - im Rahmen ihrer Zielsetzung für
Umsatz und Ertrag von einer Vielzahl von Annahmen über
die künftigen Rahmenbedingungen aus. Ein Wegfall oder
eine Veränderung einzelner Prämissen kann dazu
führen, dass die Erwartungen angepasst werden
müssen.
Ein erhebliches Risiko bringt der aktuelle Ukrainekrieg
mit sich. Sowohl die Ukraine als auch Russland waren vor
Kriegsausbruch dynamisch wachsende Märkte im
europäischen Ausland. Daher hat der Krieg einen direkten
Einfluss auf das Exportgeschäft. Aufgrund der hohen
Inflation mussten im Berichtsjahr die Verkaufspreise
erhöht werden. Die Preisanpassung wurde von den
Vertriebspartnern und Kunden akzeptiert und hat den Umsatz
nicht negativ beeinflusst. Inzwischen hat sich die Inflation
wieder stabilisiert und man geht davon aus, dass sie im
Folgejahr weiter absinkt. Daher sind weitere
Preiserhöhungen derzeit nicht vorgesehen. Die Preise von
einzelnen Rohstoffen sind sogar gesunken. Daher konnten die
Preise für einige Produkte im Folgejahr sogar wieder
reduziert werden.
Sondereinflüsse könnten in einer weiteren
Marktabschwächung, insbesondere im asiatischen Raum
bestehen. Durch die bestehende Headquarter-Struktur wäre
hiervon die PM-International AG nur geringfügig
betroffen. Gegen Risiken, die direkt im Einflussbereich des
Unternehmens liegen, hat die PM-International AG, Speyer
Kontrollinstrumente etabliert. Businesspläne,
Forecasting und ein monatliches Berichtswesen geben zeitnah
Aufschluss über die vergangenen und künftigen
Entwicklungen. Risiken bestehen weiterhin im Abwerben ganzer
Strukturen durch den Wettbewerb. Als Mitglied in diversen
lokalen und überregionalen Direktvertriebsverbänden
kann entweder direkt auf den Wettbewerber zugegangen werden,
oder im schlimmsten Fall Rechtsmittel in Anspruch genommen
werden. Insgesamt werden die Sponsoraktivitäten und die
Umsatzentwicklung auf täglicher Basis von den
Schlüsselpersonen gesichtet. Auf diese Weise ist
gewährleistet, dass frühzeitig Gegenmaßnahmen
ergriffen werden. Die starke Diversifizierung in
unterschiedlichste Länder führt dazu, dass
PM-International nicht mehr von einzelnen Märkten
abhängig ist. Wenn der eine Markt schwächelt, wird
dies durch den Erfolg eines anderen Marktes kompensiert.
6 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement von PM-International erstreckt
sich auf Produktrisiken, Lagerrisiken, Risiken aus der
Lieferkette und auch auf den Rechnungslegungsprozess. Ziel
ist es, durch regelmäßige, teils auf
wöchentlicher, auf monatlicher oder quartalsweiser Basis
bestehende Risiken in allen Bereichen rechtzeitig zu
erkennen.
Das generelle Risikomanagementsystem beinhaltet eine
Krisenkommunikation an Schlüsselpersonen, welche immer
erreichbar sind und unterliegt regelmäßigen
Updates.
Durch Implementierung von angemessenen und wirksamen
Vorschriften und Kontrollen ist die
Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der
Rechnungslegung sichergestellt. Zusätzlich werden
außerhalb der Softwaresysteme auch manuelle Stichproben
zur Plausibilitätsprüfung der Vollständigkeit
und Richtigkeit von Daten und Berechnungen durchgeführt.
Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Controlling der
Muttergesellschaft in Luxemburg notwendig. Durch die
Beschäftigung von qualifiziertem Fachpersonal im
Controlling, in der Finanzbuchhaltung und mittels laufender
stichprobenartiger Kontrolle der erhaltenen und
weitergegebenen Buchhaltungsdaten auf Vollständigkeit
und Richtigkeit, kann die Qualität des Abschlusses
gewährleistet werden. Die eingesetzten Softwaresysteme
sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
7 Prognosebericht
Auch für das Geschäftsjahr 2024 ist eine
Umsatzsteigerung eingeplant. Wir gehen von einem
Umsatzwachstum auf rd. 530 Mio. EURO aus, dies entspricht
einem Wachstum von ca. 15 %. Den Jahresüberschuss planen
wir in der Größenordnung von 88 Mio. EURO. Auch
für die 3-Jahres-Planung wird von steigenden
Umsätzen ausgegangen. Die Annahmen wurden auf Basis von
verschiedenen Szenarien getroffen und bezogen mögliche
Auswirkungen des aktuellen Ukraine Kriegs mit ein.
Unsicherheiten bestehen jedoch.
In den ersten drei Monaten 2024 liegt der kumulierte
Umsatz um ca. 12 % über dem Vorjahr. Nach wie vor
wächst das PM-Geschäft in Deutschland stark. Nicht
unerwähnt bleiben sollte, dass die PM-International AG
auch am Wachstum der amerikanischen und der asiatischen
Märkte partizipiert, wenn auch in geringerem Maße.
Daneben liegt der Schwerpunkt auf der weiteren
Entwicklung der europäischen Märkte. In vielen
weiteren west- und osteuropäischen Ländern finden
sich für die PM-International AG noch große
Absatzchancen.
Auf die Marktgegebenheiten in den einzelnen
Märkten wird mit gezielten Marketing- und
Vertriebsaktivitäten reagiert.
PM-International wird die Wachstumsstrategie weiterhin
kontinuierlich mit Produktinnovationen sowie
Produktverbesserungen seiner Premiumprodukte
unterstützen und absichern.
Die Trainings für die Vertriebspartner werden
fortgesetzt und weiter optimiert. Neben einer großen
Zahl an Veranstaltungen, wie Ernährungsakademien und
Business-Akademien finden auch 2024 wieder Roadshows in einer
Vielzahl von Ländern statt. Ein internationaler
Weltmanagementkongress steht ebenso auf dem Programm wie die
europäischen Nationalen Kongresse, das Winter-Leadership
und die traditionelle Weihnachts-Akademie.
Die Motivation unter den obersten
Vertriebsführungskräften ist weiterhin hoch, das
Marktpotenzial für weitere Expansion vorhanden.
Daneben werden wir auch weiterhin die Kostensituation
zu verbessern versuchen und nach Effizienz steigernden
Möglichkeiten Ausschau halten. Im Plan für das
Geschäftsjahr 2024 gehen wir von Gesamtkosten (exklusive
Materialaufwand) von ca. 51% des Umsatzes aus.
Speziell für das laufende Jahr 2024 kann es
Entwicklungen in der Ukraine Krise geben, die nicht
vorhersehbar sind und die mit aller erdenklicher Sorgfalt
nicht im Vorfeld antizipiert werden können und
demzufolge die Umsatz- oder die Kostenentwicklung kurzfristig
beeinflussen können.
Schlusserklärung
Die PM-International AG, Speyer, befindet sich im
Mehrheitsbesitz der PM-International AG, Luxemburg.
Gemäß § 17 AktG gilt ein im Mehrheitsbesitz
stehendes Unternehmen als abhängiges Unternehmen. Nach
den aktenrechtlichen Vorschriften des § 312 hat daher
der Vorstand über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Bericht zu erstatten. Aufgrund dieser Verpflichtung hat der
Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 folgende
Erklärung abgegeben:
"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten
Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den
Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die
Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen
getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem
Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten
und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder
unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden".
Speyer, den 04.04.2024
PM-International AG
gez.
Patrick
Bacher gez.
Sven Palla
(Vorstand)
(Vorstand)
(1)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf,
S. 2
(2)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6aa6a98f-44b7-4fb4-8e1f-de5a57d2ca3e-KKB_111_2024-Q1_Welt.pdf,
S.3
(3)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf,
S. 3
(4)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf,
S. 3
(5)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6aa6a98f-44b7-4fb4-8e1f-de5a57d2ca3e-KKB_111_2024-Q1_Welt.pdf,
S. 9
(6)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf,
S. 7
(7)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf,
S.6
(8)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf,
S.8
(9)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf,
S.9
(10)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/272a03b0-6058-4f33-8fbc-8bc5b640464b-KKB_106_2023_Q3_Euroraum_DE_V2.pdf,
S.3
(11)
https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf,
S.13
(12)
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/
(13)
import/6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf,
S.11
(14)
https://www.capital.de/wirtschaft-politik/inflationsrate-sinkt-auf-niedrigsten-stand-seit-gut-zweieinhalb-jahren-34243374.html
(15)
https://wfdsa.org/wp-content/uploads/2023/08/Sales-Seller-Report-2022.pdf
(16)
https://worldofdirectselling.com/q4-2023-propels-optimism-into-2024
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
19.374.546,86 |
15.301.192,57 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
596.535,21 |
433.628,73 |
| 1.
Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
509.794,00 |
347.633,00 |
| 2.
geleistete Anzahlungen |
86.741,21 |
85.995,73 |
| II.
Sachanlagen |
18.778.011,65 |
14.867.563,84 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
11.563.629,44 |
12.194.987,44 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.844.449,00 |
1.909.163,00 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
5.369.933,21 |
763.413,40 |
| B.
Umlaufvermögen |
147.560.073,58 |
121.472.855,65 |
| I.
Vorräte |
26.069.707,38 |
23.798.484,57 |
| 1.
fertige Erzeugnisse und Waren |
26.069.707,38 |
23.645.537,87 |
| 2.
geleistete Anzahlungen |
0,00 |
152.946,70 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
42.951.760,83 |
40.362.406,68 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
22.601.492,74 |
20.129.595,93 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
18.241.237,92 |
18.760.272,27 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
2.109.030,17 |
1.472.538,48 |
| III.
Wertpapiere |
45.202.999,70 |
21.851.650,98 |
| 1.
sonstige Wertpapiere |
45.202.999,70 |
21.851.650,98 |
| IV.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
33.335.605,67 |
35.460.313,42 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
602.551,85 |
550.834,87 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
167.537.172,29 |
137.324.883,09 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
115.935.483,97 |
99.748.232,93 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
18.000.000,00 |
18.000.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
28.995.483,97 |
21.628.232,93 |
| 1.
gesetzliche Rücklage |
1.800.000,00 |
1.800.000,00 |
| 2.
andere Gewinnrücklagen |
27.195.483,97 |
19.828.232,93 |
| III.
Bilanzgewinn |
68.940.000,00 |
60.120.000,00 |
| B.
Rückstellungen |
21.719.940,68 |
12.055.723,57 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
15.727.772,00 |
6.407.148,00 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
5.992.168,68 |
5.648.575,57 |
| C.
Verbindlichkeiten |
29.881.747,64 |
25.520.926,59 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
2.936.526,08 |
3.906.916,06 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.417.640,17 |
3.346.916,06 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
4.225.600,26 |
2.162.361,90 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
3.316.172,95 |
3.240.894,10 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
19.403.448,35 |
16.210.754,53 |
| davon
aus Steuern |
315.507,80 |
329.305,37 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
3.064,55 |
9.819,48 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
167.537.172,29 |
137.324.883,09 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
459.291.912,78 |
410.566.298,92 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
17.150.804,18 |
32.208.842,28 |
| 3.
Materialaufwand |
115.395.088,91 |
99.511.115,21 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
106.391.918,01 |
93.197.743,85 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
9.003.170,90 |
6.313.371,36 |
| 4.
Personalaufwand |
24.092.898,99 |
22.143.468,68 |
| a)
Löhne und Gehälter |
20.623.469,35 |
18.936.060,16 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
3.469.429,64 |
3.207.408,52 |
| davon
für Altersversorgung |
132.313,38 |
118.317,38 |
| 5.
Abschreibungen |
1.409.960,03 |
1.658.642,55 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf
aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und
Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
1.409.960,03 |
1.658.642,55 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
226.322.449,36 |
218.561.636,78 |
| 7.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
21.924,66 |
187.542,42 |
| 8.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1.385.260,08 |
14.997,69 |
| 9.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
0,00 |
68.965,00 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
19.979,01 |
207.925,97 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
34.272.578,84 |
30.941.564,95 |
| 12.
sonstige Steuern |
29.695,52 |
90.772,88 |
| Jahresüberschuss |
76.307.251,04 |
69.793.589,29 |
Ergebnisverwendung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Jahresüberschuss |
76.307.251,04 |
69.793.589,29 |
| 2.
Einstellungen in Gewinnrücklagen |
7.367.251,04 |
9.673.589,29 |
| a)
in die gesetzlichen Rücklage |
0,00 |
1.200.000,00 |
| 3.
Bilanzgewinn |
68.940.000,00 |
60.120.000,00 |
Anhang
I. ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der PM-International AG, Speyer
(Amtsgericht Ludwigshafen, HRB 53194) für den Zeitraum
1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes
aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß
§ 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und
Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB
(Gesamtkostenverfahren).
Die Gesellschaft gilt als große
Kapitalgesellschaft nach § 267 (3) HGB.
Im Interesse einer besseren Klarheit und
Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen
Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die
Vermerke, die wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im
Anhang aufgeführt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname: |
PM-International AG |
| Firmensitz: |
67346 Speyer, An der
Hofweide 17 |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Ludwigshafen |
| Register-Nr.: |
HRB 53194 |
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Der Jahresabschluss der PM-International AG für
den Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach
den folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden aufgestellt. Abweichungen zu den
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres liegen
nicht vor.
Die entgeltlich erworbenen
immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu
Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen
grundsätzlich nach der linearen Methode über die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf
Jahren.
Das
Sachanlagevermögen ist mit den fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen
sowohl degressiv (Altfälle) als auch linear über
die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zwei
bis zu dreiunddreißig Jahren.
Vermögensgegenstände, die nach 2010 angeschafft
wurden, wurden ausschließlich linear abgeschrieben.
Die
abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter mit
einem Netto-Einzelwert von EURO 250,00 bis EURO 800,00 werden
im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Beim Vorratsvermögen handelt es sich um
Handelswaren (Nahrungsergänzungs-, Kosmetik- und
Promotionsprodukte). Handelswaren sind zu Anschaffungskosten
oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Unter Beachtung des
Niederstwertprinzips wurden entsprechende Abschläge
für Preisbereinigungen und schwerverkäufliche Waren
vorgenommen.
Die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Forderungen gegen verbundene Unternehmen,
sonstige Vermögensgegenstände und
aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den
Nennwerten angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden
wertberichtigt.
Die
sonstigen Wertpapiere wurden nach § 253 Abs. 4
HGB höchstens zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren
beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.
Die
Kassenbestände und
Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert
bilanziert.
Die
Steuerrückstellungen und die sonstigen
Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen
Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in
Höhe des nach vernünftiger Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags angesetzt.
Die
Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Auf fremde Währung lautende
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden
grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum
Abschlussstichtag umgerechnet.
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
(1) Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des
Geschäftsjahres dem beigefügten Anlagespiegel zu
entnehmen.
(2) Vorräte
Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungskosten oder
niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Bestandsrisiken, die
sich aus der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit
oder aus den gesunkenen Wiederbeschaffungspreisen ergeben,
sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt
worden. Abgesehen von handelsüblichen
Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten
Dritter.
(3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen /
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines
Jahres fällig. Auf die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen wurde wegen des allgemeinen Kreditrisikos eine
Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des Nennwertes
der Forderungen abzüglich der Umsatzsteuer gebildet. Auf
zweifelhafte Forderungen wurden angemessene
Einzelwertberichtigungen gebildet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von EURO 18.241.237,92, davon EURO 209.873,01
gegenüber der Muttergesellschaft PM-International AG,
Luxemburg.
(4) Sonstige Vermögensgegenstände
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen
haben Forderungen aus Kautionen in Höhe von EURO
106.735,94 sowie ein Teilbetrag der Darlehensforderungen in
Höhe von EURO 34.484,95 eine Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr. Der Posten enthält Ansprüche aus
Umsatzsteuer in Höhe von EUR 1.270.910,76. Die
übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem
Jahr.
(5) Eigenkapital
Das Grundkapital der PM-International AG zum 31.12.2023
beträgt EURO 18.000.000 und ist eingeteilt in 14.400.000
Stammaktien und 3.600.000 Vorzugsaktien im Nennbetrag von je
EURO 1,00 pro Stück.
Bei den Vorzugsaktien handelt es sich um vinkulierte
Namensaktien.
Die gesetzliche Rücklage beträgt EURO
1.800.000,00 gemäß § 150 (2) AktG 10 % des
Grundkapitals.
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 01.06.2023
wurde beschlossen, den Bilanzgewinn 2022 in Höhe von
EURO 60.120.000,00 vollständig auszuschütten.
Aufsichtsrat und Vorstand haben beschlossen aus dem
Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 einen
Betrag in Höhe von EURO 7.367.251,04 in die anderen
Gewinnrücklagen einzustellen.
Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie
folgt:
|
EURO
|
Stand 01.01.2023
|
19.828.232.93
|
Einstellung in die anderen
Gewinnrücklagen
|
7.367.251,04
|
Stand 31.12.2023
|
27.195.483,97
|
(6) Sonstige Rückstellungen
Der Posten beinhaltet Rückstellungen für:
|
2023
|
|
2022
|
|
EURO
|
|
EURO
|
Prozessrisiko und
Prozesskosten
|
41.420,85
|
|
42.329,17
|
Urlaub- und
Überstunden sowie
Berufsgenossenschaftsbeiträge
|
488.279,26
|
|
487.877,83
|
Rückstellungen
für Tantiemen
|
1.226.527,38
|
|
1.258.005,93
|
Provisions- und
Bonusrückstellungen
|
3.461.568,72
|
|
3.116.805,65
|
Übrige
|
774.372,47
|
|
743.556,99
|
|
5.992.168,68
|
|
5.648.575,57
|
(7) Verbindlichkeiten
Die Fälligkeit der zum 31. Dezember 2023
bestehenden Verbindlichkeiten ist der nachfolgenden
Übersicht zu entnehmen:
|
bis zu 1 Jahr
|
bis zu 5 Jahren
|
Über 5 Jahre
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
974.572,52
|
1.961.953,56
|
0,00
|
|
(VJ: 970.389,98)
|
(VJ: 2.936.526,08)
|
(VJ: 0,00)
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
4.225.600,26
|
0,00
|
0,00
|
|
(VJ: 2.162.361,90)
|
(VJ: 0,00)
|
(VJ: 0,00)
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
3.316.172,95
|
0,00
|
0,00
|
|
(VJ: 3.240.894,10)
|
(VJ: 0,00)
|
(VJ: 0,00)
|
Sonstige Verbindlichkeiten
|
19.403.448,35
|
0,00
|
0,00
|
|
(VJ: 16.210.754,53)
|
(VJ: 0,00)
|
(VJ: 0,00)
|
Gesamt
|
27.919.794,08
|
1.961.953,56
|
0,00
|
|
(VJ: 22.584.400,51)
|
(VJ: 2.936.526,08)
|
(VJ: 0,00)
|
|
Gesamt
|
Davon Gesichert
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Art der Sicherheit
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
2.936.526,08
|
420.000,00
|
Grundschuld
|
|
(VJ: 3.906.916,06)
|
(VJ: 560.000,00)
|
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
4.225.600,26
|
|
|
|
(VJ: 2.162.361,90)
|
|
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
3.316.172,95
|
|
|
|
(VJ: 3.240.894,10)
|
|
|
Sonstige Verbindlichkeiten
|
19.403.448,35
|
|
|
|
(VJ: 16.210.754,53)
|
|
|
Gesamt
|
29.881.747,64
|
420.000,00
|
|
|
(VJ: 25.520.926,59)
|
(VJ: 560.000,00)
|
|
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographisch
bestimmten Märkten wie folgt auf:
|
2023
|
2022
|
|
EURO
|
EURO
|
Staaten innerhalb der
europäischen Union
|
397.405.758,37
|
354.362.239,11
|
Staaten außerhalb
der europäischen Union
|
61.886.154,41
|
56.204.059,81
|
Summe
|
459.291.912,78
|
410.566.298,92
|
Die Umsatzerlöse teilen sich auf die einzelnen
Produktbereiche wie folgt auf:
|
2023
|
|
2022
|
|
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
Nahrungsergänzungsprodukte
|
411.525
|
90
|
371.673
|
90
|
Kosmetikprodukte
|
11.986
|
3
|
11.841
|
3
|
Promotion Artikel /
Dienstleistungen
|
35.781
|
7
|
27.052
|
7
|
Summe
|
459.292
|
100
|
410.566
|
100
|
(2) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 595, die im
Wesentlichen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und der
Auflösung von Rückstellungen resultieren. Daneben
enthalten sie Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe
von TEUR 9.
(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Diese enthalten Aufwendungen aus Kurzdifferenzen in
Höhe von TEUR 612.
V. SONSTIGE ANGABEN
(1) Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen
zum 31. Dezember 2023 nicht.
(2) Finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang
mit Berater-, Miet- und Pachtverträgen, Leasing- und
Versicherungsverträgen, Abonnements und
Mitgliedsbeiträgen, sowie Wartungsverträgen.
Die Gegenstände aus den Leasing- und
Mietverträgen mit fremden Dritten werden nicht von der
PM-International AG aktiviert, da das wirtschaftliche
Eigentum am Leasing-/ Mietgegenstand nicht der
PM-International AG zuzurechnen ist.
Die eingegangenen finanziellen Verpflichtungen setzen
sich im Wesentlichen zusammen aus:
|
TEURO
|
Mietverträge
Immobilien *
|
1010
|
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)
|
|
Miet- und
Leasingverträge Betriebs- und
Geschäftsausstattung*
|
108
|
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 10)
|
|
Dienstleistungs- u.
Wartungsverträge Betriebs- u.
Geschätsausstattung*
|
980
|
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 148)
|
|
Dienstleistungsverträge Berater*
|
382
|
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)
|
|
Dienstleistungsverträge Vertriebspartner*
|
34
|
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)
|
|
Versicherungsverträge
inkl. Kfz-Leasing*
|
625
|
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)
|
|
Sonstige Verträge*
|
386
|
(davon an verbundene Unternehmen TEURO 0)
|
|
Summe
|
3.525
|
* Bei Verträgen mit unbestimmter Laufzeit wurde
der Jahresbetrag der Verpflichtung mit einbezogen.
(3) Honorare Abschlussprüfer
Im Abschlussjahr wurden für die laufende
Steuerberatung und für die Prüfung des
Jahresabschlusses verschiedene Unternehmen beauftragt. Die
dafür aufgewendeten Beträge gliedern sich wie folgt
auf:
Art der Leistungen:
|
Honorar:
|
Abschlussprüferleistungen
|
EURO 54.2400,00
|
Laufende
Steuerberatungsleistungen
|
EURO 27.189,42
|
Gesamthonorarsumme:
|
EURO 81.389,42
|
(4) Mitarbeiter
|
2023
|
2022
|
Im Jahresdurchschnitt
wurden beschäftigt (ohne Vorstandsmitglieder):
|
|
|
Gewerblicher Bereich
|
72
|
63
|
Kaufmännischer
Bereich
|
254
|
245
|
Zwischensumme:
|
326
|
308
|
Aushilfen
|
15
|
15
|
Gesamtsumme:
|
341
|
323
|
(5) Organe
Der Vorstand hat sich im Berichtsjahr wie folgt
zusammengesetzt:
Herr Lutz Bläcker (CSO, bis 21.05.2023).
Herr Sven Palla (CSO, ab 01.06.2023).
Herr Patrick Bacher (CSO / COO).
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr wie folgt
zusammengesetzt:
Herr Rolf Sorg (Vorsitzender), Vorstand.
Herr Hans Röben, (stellvertretender Vorsitzender),
Dipl.-Ökonom.
Herr Johannes Magar, Geschäftsführer.
Herr Gerd Niedernhuber, Dipl.-Kaufmann, ab 23.08.2023.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats
betrugen im Geschäftsjahr 2023 EURO 51.667,51.
(6) Muttergesellschaft
Die PM-International AG, Luxemburg, ist zum 31.12.2023
mit 92,88 % des Grundkapitals an der Gesellschaft beteiligt.
Sie hält 14.400.000 Stammaktien und 2.318.138
Vorzugsaktien. Die restlichen Vorzugsaktien halten
Mitarbeiter/innen, Vertriebspartner/innen,
Familienangehörige, Lieferanten und sonstige Firmen der
gesamten PM-Gruppe. Die PM-International AG wird in den
Konzernabschluss der PM-International AG, Luxemburg,
einbezogen, der im Memorial in Luxemburg hinterlegt wird.
VI. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG
Der Bilanzgewinn beträgt EURO 68.940.000,00.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der
Hauptversammlung vor, zuzüglich zur Vorzugsdividende von
EURO 360.000,00, eine Dividende von EURO 68.580.000,00
auszuschütten.
VII. Nachtragsbericht
Aufgrund der hohen Inflation mussten im Berichtsjahr
die Verkaufspreise angehoben werden. Die Preiserhöhung
wurde jedoch von den Kunden akzeptiert und hatte daher keine
negativen Auswirkungen auf den Umsatz. Die hervorragende
Umsatzentwicklung aus dem Vorjahr hat sich auch im
Berichtsjahr fortgesetzt.
Ein erhebliches Risiko bringt immer noch der aktuelle
Ukrainekrieg mit sich. Sowohl die Ukraine als auch Russland
waren vor Kriegsausbruch die dynamischsten Märkte im
europäischen Ausland. Daher hat der Krieg einen direkten
Einfluss auf das Exportgeschäft.
Inzwischen hat sich die Inflation wieder stabilisiert
und man geht davon aus, dass sie im Folgejahr weiter absinkt.
Daher sind weitere Preiserhöhungen derzeit nicht
vorgesehen. Die Preise von einzelnen Rohstoffen sind sogar
gesunken. Daher konnten die Preise für einige Produkte
im Folgejahr sogar wieder reduziert werden.
Die Entwicklung im ersten Quartal des Folgejahres
bleibt positiv. Es können weiterhin Umsatzsteigerungen
verzeichnet werden.
Darüber hinaus sind wir auf die
Zahlungsbereitschaft unserer Kunden angewiesen. Wir verfolgen
die Entwicklung fortlaufend und beurteilen kurzfristig,
welche geeigneten Maßnahmen zu treffen sind.
Organisatorische Vorkehrungen wurden bereits getroffen, die
den laufenden Betrieb sowie die kontinuierliche Abstimmung
mit Lieferanten und Kunden jederzeit gewährleisten.
Speyer, den 04.04.2024
PM-International AG
Patrick Bacher Sven Palla
(Vorstand) (Vorstand)
Anlagespiegel
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
01. Jan 23
|
Zugänge
|
Umbuchungen
|
Abgänge
|
31. Dez 23
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. Entgeltlich erwobene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
3.300.337,28
|
114.362,03
|
221.764,21
|
0,00
|
3.636.463,52
|
2. Geleistete Anzahlungen
|
85.995,73
|
222.509,69
|
-221.764,21
|
0,00
|
86.741,21
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
3.386.333,01
|
336.871,72
|
0,00
|
0,00
|
3.723.204,73
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
17.933.668,25
|
70.186,22
|
51.563,48
|
0,00
|
18.055.417,95
|
2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
5.809.866,53
|
419.975,61
|
870,48
|
34.686,49
|
6.196.026,13
|
3. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
763.413,40
|
4.658.953,77
|
-52.433,96
|
0,00
|
5.369.933,21
|
Summe Sachanlagen
|
24.506.948,18
|
5.149.115,60
|
0,00
|
34.686,49
|
29.621.377,29
|
Summe Anlagevermögen
|
27.893.281,19
|
5.485.987,32
|
0,00
|
34.686,49
|
33.344.582,02
|
|
Aufgelaufene Abschreibungen
|
|
01. Jan 23
|
Zuführungen
|
Auflösungen
|
31. Dez 23
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
1. Entgeltlich erwobene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
2.952.704,28
|
173.965,24
|
0,00
|
3.126.669,52
|
2. Geleistete Anzahlungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
2.952.704,28
|
173.965,24
|
0,00
|
3.126.669,52
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
5.738.680,81
|
753.107,70
|
0,00
|
6.491.788,51
|
2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
3.900.709,53
|
482.887,09
|
32.019,49
|
4.351.577,13
|
3. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
9.639.390,34
|
1.235.994,79
|
32.019,49
|
10.843.365,64
|
Summe Anlagevermögen
|
12.592.094,62
|
1.409.960,03
|
32.019,49
|
13.970.035,16
|
|
Nettobuchwerte
|
|
31. Dez 23
|
31. Dez 22
|
|
€
|
€
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
1. Entgeltlich erwobene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
509.794,00
|
347.633,00
|
2. Geleistete Anzahlungen
|
86.741,21
|
85.995,73
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
596.535,21
|
433.628,73
|
II. Sachanlagen
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
11.563.629,44
|
12.194.987,44
|
2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.844.449,00
|
1.909.163,00
|
3. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
5.369.933,21
|
763.413,40
|
Summe Sachanlagen
|
18.778.011,65
|
14.867.563,84
|
Summe Anlagevermögen
|
19.374.546,86
|
15.301.192,57
|
Bericht
des Aufsichtsrats
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2023 bestand der Aufsichtsrat im
Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 01.06.2023 aus den Herren
Rolf Sorg (Vorsitz), Hans Röben (stellv. Vorsitz) und
Johannes Magar. Das Amt der Mitglieder erlosch
gemäß Satzung am 01.06.2023 mit Beendigung der
ordentlichen Hauptversammlung. Im Gegenzug wurden auf der
gleichen ordentlichen Hauptversammlung die Herren Rolf Sorg,
Hans Röben, Johannes Magar und Gerd Niedernhuber zu den
neuen Aufsichtsräten gewählt. Die Amtszeit von
Herrn Gerd Niedernhuber begann am 23. August 2023 mit der
Eintragung der Satzungsänderung. Im Anschluss wurde in
einer separaten Aufsichtsratssitzung Herr Rolf Sorg zum
Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Herr Hans Röben zu
dessen Stellvertreter gewählt.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm
nach dem Gesetz und Satzung der PM-International AG, Speyer
obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß und mit
großer Sorgfalt wahrgenommen. Die Zusammenarbeit mit
dem Vorstand war durch einen intensiven und vertrauensvollen
Dialog gekennzeichnet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat
regelmäßig in schriftlicher und mündlicher
Form umfassend über die Lage des Unternehmens und den
Gang der Geschäfte unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat
die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und
ließ sich zusätzlich ergänzende Informationen
erteilen. Zusammen wurden aktuelle
Geschäftsentwicklungen und bedeutende
Geschäftsvorfälle eingehend erörtert. Er hat
die Arbeit des Vorstands auf Grundlage dieser
Berichterstattung kontinuierlich überwacht und ihn bei
der Leitung und strategischen Weiterentwicklung des
Unternehmens beraten. In Entscheidungen von wesentlicher
Bedeutung war der Aufsichtsrat stets frühzeitig
eingebunden. Maßstab für die Überwachung des
Vorstands durch den Aufsichtsrat waren insbesondere die
Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit,
Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der
Geschäftsführung durch den Vorstand.
Gegenstände und Umfang der Berichterstattung des
Vorstands wurden den an sie vom Gesetz von den
Grundsätzen guter Corporate Governance und vom
Aufsichtsrat gestellten Anforderungen gerecht. Insgesamt
fanden vier Sitzungen neben der
Bilanzprüfungsausschusssitzung im Geschäftsjahr
2023 statt, in denen der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem
Vorstand Fragen der Unternehmensplanung, der
Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs, der
Risikolage und des Risikomanagements, auch in den
Schwestergesellschaften, ausführlich erörtert hat.
Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse in
schriftlicher Form gefasst.
Schwerpunkt der Überwachungs- und
Beratungstätigkeit
Gegenstand regelmäßiger Beratungen im
Aufsichtsrat waren die Umsatz-, Ergebnis- und
Beschäftigungsentwicklung der PM-International AG,
Speyer. Der Vorstand unterrichtete regelmäßig und
umfassend über die Unternehmensplanung, die strategische
Weiterentwicklung und den Gang der Geschäfte sowie
über Geschäfte, welche für die
Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von
erheblicher Bedeutung waren und sind (vgl. § 90 Abs. 1
AktG). Ein weiterer wesentlicher Aspekt war die Befragung der
Geschäftsführung zu den vorgelegten Berichten, den
aktuellen Entwicklungen und den dazu anstehenden
Entscheidungen.
Er befasste sich mit der Prüfung des vom Vorstand
aufgestellten Jahresabschlusses, des Lageberichts und des
Vorschlags des Vorstands über die Verwendung des
Bilanzgewinns.
Der Aufsichtsrat war in alle bedeutenden strategischen
Unternehmensentscheidungen eingebunden und hat diese
ausführlich erörtert, geprüft und - soweit
erforderlich - auch genehmigt. Der Vorstand kam seinen
Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat
jederzeit vollständig und zeitgerecht nach, insbesondere
waren im Geschäftsjahr keine weiteren Zusatz- oder
Ergänzungsberichte des Vorstands erforderlich. Im Rahmen
der Überwachungstätigkeit überzeugte sich der
Aufsichtsrat von der Rechtmäßigkeit und der
Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung
durch den Vorstand. Er hat mit dem Vorstand die Organisation
der Gesellschaft erörtert und sich dabei von deren
Leistungsfähigkeit überzeugt.
Themen und Anzahl der Sitzungen im Jahr 2023
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2023 zu vier
Sitzungen sowie zur Bilanzprüfungsausschusssitzung
zusammengetreten und hat auch außerhalb dieser
Sitzungen Projekte von besonderer Bedeutung für die
PM-International AG, Speyer besprochen.
An den Sitzungen nahmen regelmäßig auch
Mitglieder des Vorstandes teil. An der Sitzung des
Bilanzprüfungsausschusses nach § 171 Abs. 1 AktG am
27.03.2023 nahmen zusätzlich auch die
Abschlussprüfer der Gesellschaft von der MOORE TK Audit
& Advisory GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
teil.
Die Beratungen im Aufsichtsrat befassten sich
schwerpunktmäßig mit der laufenden
Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmensstrategie und
ihrer Umsetzung in der Gesellschaft und den
Schwestergesellschaften. Im Zentrum der Beratungs- und
Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats standen im
Geschäftsjahr 2023 Recruitingstrategien sowie die
Optimierung und Erweiterung der bestehenden Logistik.
Sitzung Bilanzprüfungsausschuss am 27.03.2023
Am 27.03.2023 tagte der Bilanzprüfungsausschuss
und erörterte den Entwurf des Jahresabschlusses und
Lageberichtes der PM-International AG, Speyer, den
Abhängigkeitsbericht sowie den Vorschlag des Vorstandes
über die Verwendung des Bilanzgewinns für das
Geschäftsjahr 2022. Der Aufsichtsrat stellte den
vorgelegten Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2022
fest, Einwendungen wurden nicht erhoben. Demzufolge wird der
Jahresabschlussbericht mit uneingeschränktem
Bestätigungsvermerk der Prüfer versehen werden.
Aufsichtsratssitzung am 01.06.2023
In der ersten Aufsichtsratssitzung vom 01.06.2023
wurden neben der aktuellen Geschäftslage die Ergebnisse
des ersten Quartals erörtert. Daneben berichtete der
Vorstand über wichtige Vorkommnisse und die
Marktentwicklung. Weiterhin wurde die Höhe der
Dividendenausschüttung sowie die Dividende je Stamm- und
Vorzugsaktien beschlossen. Der Wert der Aktie wird durch die
Firma DLA Piper UK LLP, Rechtsanwalt und Steuerberater
jährlich nach einer anerkannten und gleichbleibenden
Berechnungsmethode neu ermittelt. Zusätzlich umfasste
die Berichtserstattung die 3-Jahres-Planung 2023 bis 2025.
Im weiteren Sitzungsverlauf beschäftige sich der
Aufsichtsrat mit der Planung eines Parkhauses. Dies schafft
Platz für die Errichtung einer neuen Lagerhalle. Sven
Palla wurde zum zweiten Vorstand der Gesellschaft bestellt.
Er vertritt diese gemeinschaftlich mit dem Vorstand Patrick
Bacher. Aufgrund einer benötigten Beschlussfassung
über die Änderung der Anzahl der Aufsichtsräte
wurde am gleichen Tag eine außerordentliche sowie im
direkten Anschluss die ordentliche Hauptversammlung der
PM-International AG, Speyer abgehalten. Hiernach traten die
auf der ordentlichen Hauptversammlung gewählten
Aufsichtsratsmitglieder zur zweiten Aufsichtsratssitzung
zusammen. Dabei wurde Rolf Sorg zum Aufsichtsratsvorsitzenden
und Hans Röben zu dessen Stellvertreter gewählt.
Aufsichtsratssitzung am 30.08.2023
Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat
ausführlich über das 2. Quartal und stellte den
Managementbericht zum Juli 2023 vor. Weiterhin befasste sich
der Aufsichtsrat mit dem Thema Personalstrategie, im
Speziellen mit dem Recruitingprozess. Thematisiert wurden
zudem der Neubau des dritten Verwaltungsgebäudes und
dessen Baufortschritt sowie die erfolgreiche Umsetzung des
neuen Logistik-HUB in Luxemburg.
Aufsichtsratssitzung am 15.12.2023
Neben den aktuellen Themen berichtete der Vorstand dem
Aufsichtsrat über das 3. Quartal, den Oktober 2023 und
gab eine Vorschau auf das prognostizierte
Unternehmensergebnis zum 31.12.2023. Darüber hinaus
stellte der Vorstand die Planung für das
Geschäftsjahr 2024 vor. Zudem behandelte der Ausschuss
u.a. innovative Recruitingmethoden und die Optimierung und
Entwicklung der Transport- und Logistikkosten.
Anschließend legte der Aufsichtsrat den
Jahresterminplan für das Geschäftsjahr 2024 fest.
Tätigkeitsbericht des
Bilanzprüfungsausschusses
Der Bilanzprüfungsausschuss der PM-International
AG, Speyer besteht aus dem Aufsichtsrat. Der Ausschuss trat
für das Geschäftsjahr 2023 am 18.03.2024 zusammen
und beaufsichtigte die Angemessenheit und
Funktionsfähigkeit der externen und internen
Rechnungslegung des Unternehmens für das abgelaufene
Geschäftsjahr 2023. Gemeinsam mit dem
Abschlussprüfer erörtert der
Bilanzprüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten
Jahresabschluss zum 31.12.2023, den Lagebericht sowie den
Abhängigkeitsbericht. Der Bilanzprüfungsausschuss
empfiehlt auch im Geschäftsjahr 2024 der MOORE TK Audit
& Advisory GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den
Prüfungsauftrag zu erteilen.
Prüfung des Abhängigkeitsberichts.
Der Abhängigkeitsbericht wurde durch den
Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem
uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung
und Beurteilung bestätigen wir, dass die
tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den
im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die
Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder
Nachteile ausgeglichen worden sind, bei den im Bericht
aufgeführten Maßnahmen keine Umstände
für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den
Vorstand sprechen." Der Aufsichtsrat hat den
Abhängigkeitsbericht sowie den Bericht des
Abschlussprüfers hierzu gelesen und mit dem Vorstand und
dem Abschlussprüfer erörtert. Dabei hat er sich
davon überzeugt, dass insbesondere alle
Rechtsgeschäfte und Maßnahmen im Sinne des §
312 Abs. 1 Satz 2 AktG vollständig erfasst wurden. Weder
aus dem Bericht des Abschlussprüfers noch aus dem
Bestätigungsvermerk ergeben sich Bedenken. Der
Aufsichtsrat stimmt nach dem abschließenden Ergebnis
seiner Prüfung der Erklärung des Vorstands am
Schluss des Berichts zu. Einwendungen hiergegen sind nicht zu
erheben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PM-International AG
für das persönliche Engagement und die in einem
schwierigen Geschäftsjahr geleistete Arbeit. So konnte
im vergangenen Geschäftsjahr durch gemeinsamen Einsatz
erneut ein hervorragendes Ergebnis erzielt werden.
Feststellung
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 18.03.2024
den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag
für die Verwendung des Bilanzgewinns abschließend
gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft und
gebilligt. Der Aufsichtsrat wird über die
durchgeführte Prüfung gegenüber der
Hauptversammlung schriftlich berichten. Der Aufsichtsrat
stimmt dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung
des Bilanzgewinns in Höhe von EURO 68.940.000,00 zu.
Dies ergibt eine Dividende je Stammaktie in Höhe von
EURO 3,81 und eine Dividende je Vorzugsaktie in Höhe von
EURO 3,91.
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 05.04.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die PM-International AG, Speyer
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der PM-International AG,
Speyer, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
PM-International AG, Speyer, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere
Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für
den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die
Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
ist der Vorstand verantwortlich für die internen
Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung
als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und der
Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er
die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für
die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss
in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften
entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand
verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen
(Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die
Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit
den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu
ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise
für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu
können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten könnte.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von dem Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von dem Vorstand dargestellten
geschätzten Werte und damit zusammenhängenden
Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von dem Vorstand angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass
der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von dem Vorstand dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von dem Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach
und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem
den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung
sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Mannheim, 04. April 2024
Moore TK Audit & Advisory GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Kai
Wiedwald
Dr.Matthias Ritzi
Wirtschaftsprüfer
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