Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
PONACHEM Compound GmbH
Horner Landstraße 378, 22111 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kirsten Erika Zwicke seit 11.10.2023 | Prokura |
Michael Pachter seit 7.8.2023 | Geschäftsführer |
Michael Kröger seit 24.2.2021 | Geschäftsführer |
Christian Schlennstedt seit 29.5.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
| 10.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PONACHEM Compound GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Die Ponachem Compound GmbH entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Industrie-compounds für die Extrusions- und Spritzgießverarbeitungen. Darüber hinaus wird auch ein nennenswertes Handelsgeschäft mit Kunststoffprodukten betrieben. 1. Allgemeine wirtschaftliche Lage Die deutsche Wirtschaft befand sich im Jahr 2023 durchgehend in schwerem Fahrwasser. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt verringerte sich preisbereinigt um insgesamt 0,3%. Im Vorjahr 2022 befand sich das Bruttoinlandsprodukt noch auf moderaten Wachstumskurs und erreichte positive 1,8%. Als Gründe für die Verschlechterung im aktuellen Kalenderjahr 2023 werden die hohe Inflation, steigende Zinsen und eine schwache Weltkonjunktur genannt. Hinzu kommen politische Unsicherheiten - vom Ukraine-Krieg, dem eskalierenden Nahost-Konflikt bis hin zu den erheblichen Haushaltsproblemen der Bundesregierung. Die hohe Inflation schmälerte etwa die Kaufkraft der privaten Haushalte, die sich deshalb mit dem Konsum zurückhielten und 0,8 Prozent weniger ausgaben als im Vorjahr 2022. Die Europäische Zentralbank bekämpfte die starke Teuerung mit dem höchsten Zinsniveau ihrer Geschichte. Das bekam etwa die Baubranche besonders zu spüren. Sie erlitt einen Nachfrageeinbruch, da für viele potenzielle Häuslebauer der Traum von den eigenen vier Wänden wegen der teuren Finanzierungskosten platzte. Die Schwäche der Weltkonjunktur belastet zudem die Exportnation Deutschland. Die Ausfuhrbilanz für die ersten elf Monate 2023 fiel negativ aus. Der Wert der Warenexporte sank um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. "Die Sicherheitslage im Nahen Osten sowie die Übergriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer werden sich in den kommenden Monaten weiter negativ auf den Welthandel auswirken Die Konjunkturflaute in der kunststofferzeugenden Industrie setzte sich im Geschäftsjahr 2023 nahtlos seit dem letzten Quartal 2022 fort. Alle wichtigen Wirtschaftsfaktoren wie Produktion, Umsatz oder Außenhandel waren rückläufig. Ebenfalls lagen die Auftragseingänge um rd. 10 Prozent unter den vergleichbaren Werten des Vorjahres. Die hohen Kosten und die schwache Konjunktur werden für Kunststofferzeuger immer mehr zum Problem. Angesichts der sich negativ entwickelnden deutschen Konjunktur, lag der Rückgang bei der Produktion der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 bei rd. 10%. Auch für das kommende Geschäftsjahr 2024 rechnen Wirtschaftsexperten nicht mit einer Verbesserung der trüben Konjunkturaussichten. Im Hinblick auf die nach wie vor hohe Inflation, dem hohen Zinsniveau und weiter steigenden Energiekosten und dem Aufwand für die Bürokratie dürfte die Kaufzurückhaltung weiter verstärken. Diese allgemeine Schwäche bei der Nachfrage, trifft dabei auf ein Überangebot an produzierten Kunststoffen, was den Preis für die produzierten Waren weiter drückt. Zugleich steigen die Energiekosten, welche in Deutschland ohnehin im EU-Vergleich am höchsten sind, auch durch weitere Belastungen durch Steuern, Umlagen und Abgaben weiter an. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die deutsche Kunststoffindustrie recht pessimistisch in das neue Geschäftsjahr 2024 blickt. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz der Ponachem Compound GmbH belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf einen Wert von rd. EUR 50,6 Mio. und lag damit um rd. EUR 17,6 Mio. oder rd. 26% unter dem korrespondierenden Umsatz des letzten Geschäftsjahres 2022. Dabei ist der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich auf die deutlich gesunkenen Verkaufspreise bei den Kunststoffprodukten zurückzuführen. 3. Materialaufwand Wie bereits im Vorjahr konstatiert, sank die Produktion von Kunststoffen im Berichtsjahr 2023 erneut um rd. 10% gegenüber dem Vorjahr. Das war in erster Linie durch eine rückläufige Nachfrage seitens unserer Kunden bedingt. Dementsprechend verringerte sich auch der Energieverbrauch der Gesellschaft. Sie belief sich auf rd. 4,7 Gigawattstunden im Geschäftsjahr 2023 gegenüber rd. 5,0 Gigawattstunden (=-6%) im Vorjahr. Die Kosten für Frachten, Verpackungen und Warenläger erreichten im Geschäftsjahr 2023 trotz rückläufiger Absatzmengen insgesamt rd. EUR 1,9 Mio. und lag damit um rd. 2,9% unter den korrespondierenden Vorjahreswerten. Das ist hauptsächlich auf höhere Treibstoffkosten sowie weitere staatlich verordnete Abgaben und Gebühren zurückzuführen. Der betriebswirtschaftlich ermittelte Rohertrag im Berichtsjahr 2023 erreichte rd. EUR 4,9 Mio. gegenüber rd. EUR 8,1 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang der Ertragskraft um rd. EUR 3,2 Mio. oder 40% gegenüber dem Vorjahr ist dabei in erster Linie auf das rückläufige Verkaufspreisniveau und sinkende Absatzzahlen zurückzuführen. Der starke Rückgang des Rohertrags der Ponachem Compound setzte der Ertragsrechnung der Gesellschaft erheblich zu. 4. Personalaufwand Die Personalkosten der Ponachem Compound GmbH beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt rd. EUR 3,35 Mio. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem korrespondierenden Vorjahreswert um rd. 6%. Dabei war der Rückgang in erster Linie auf den Wegfall der variablen Gewinnanteile für das Management zurückzuführen. Die ø Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter belief sich im Berichtszeitraum 2023 auf insgesamt 46 Mitarbeiter. Inwieweit der Mitarbeiterstamm im laufenden Geschäftsjahr 2024, bei weiterhin negativen Produktionsverlauf, angepasst werden muss, wird die weitere Entwicklung zeigen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Ponachem Compound GmbH wies im Geschäftsjahr 2023 einen Wert von rd. EUR 1,45 Mio. im Segment der sonstigen betriebliche Aufwendungen ohne Kosten der Warenabgabe aus. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Gebäudekosten, die Aufwendungen für Versicherungen, die Kosten für Reparaturen und Instandhaltung, die Fuhrparkkosten, Verkaufsprovisionen, Verwaltungs- und Bürokosten, Gebühren für das Factoring und sonstige Aufwendungen. Lagerkosten, Verpackungen und Frachten werden aufgrund ihres variablen Charakters den Materialkosten zugerechnet. Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023 beträgt insgesamt rd. EUR 0,1 Mio. gegenüber den korrespondierenden Werten des Vorjahres 2022 und sind in erster Linie den Reparatur- & Instandhaltungskosten, den Werbekosten und den Gebühren für das Factoring zuzuordnen. 6. Sonstige betriebliche Erträge Die Ponachem Compound GmbH weist im Geschäftsjahr 2023 auf der Position der sonstigen betrieblichen Erträge einen Wert von insgesamt TEUR 216 aus und liegt somit weit über dem entsprechenden Vorjahreswert von TEUR 18. Das ist insbesondere durch zwei irrtümlich zu hoch angesetzte Tantieme Abrechnungen aus den Geschäftsjahren 2021 und 2022 zurückzuführen. Als weiterer Grund sind zwei Delkrederezahlungen unserer Kreditversichern im Zusammenhang mit zwei Insolvenzverfahren unserer Kunden anzuführen. 7. Abschreibungen Auf die Abschreibungen der Ponachem Compound GmbH entfielen im Geschäftsjahr 2023 Werte von insgesamt TEUR 278. Damit lagen die Abschreibungen der aktuellen Berichtsperiode 2023 um rd. 3,8% unter dem korrespondierenden Werten des Vorjahres 2022. Das ist in erster Linie auf die nur moderate Investitionstätigkeit der Gesellschaft in den letzten Geschäftsjahren zurückzuführen. 8. Zinsergebnis Im Geschäftsjahr 2023 weist die Ponachem Compound GmbH einen negativen Saldo von insgesamt TEUR 91 für das Zinsergebnis aus. Im Vorjahr belief sich der korrespondierende Saldo für das Zinsergebnis auf TEUR 60. Der Anstieg des negativen Saldos für das Zinsergebnis im Geschäftsjahr 2023 ist auf eine deutlich intensivere Ausnutzung des Factorings zurückzuführen. So belief sich der entsprechende Zinsaufwand im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 31, während im Vorjahreszeitraum lediglich ein Saldo von TEUR 5 verursacht wurde. 9. Jahresergebnis Die Ponachem Compound GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Wert von TEUR 63 für das Jahresergebnis. Damit übersteigt das Jahresergebnis 2023 lediglich rd. 2% des entsprechenden Jahresergebnis der Berichtsperiode 2022. Dieser hohe Ertragseinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ist in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass die Gesellschaft einem komplett veränderten Marktumfeld gegenübersteht. Aus dem Verkäufermarkt der Geschäftsjahre 2021 und 2022 wurde innerhalb weniger Monate ein Käufermarkt mit sinkenden Verkaufspreisen, einem Überangebot an Waren und einer mauen Nachfrage. Das ist der Hauptgrund für das magere Nettoergebnis des Geschäftsjahres 2023. 10. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme der Ponachem Compound GmbH bezifferte sich zum Jahresultimo 2023 auf einen Wert von insgesamt rd. EUR 11,2 Mio. und hat sich gegenüber dem Jahresende 2022 um insgesamt rd. EUR 3,2 Mio. verringert. Auf das Sachanlagevermögen entfiel dabei ein Wert von rd. EUR 3,5 Mio. und auf das Umlaufvermögen entfiel ein Wert von rd. EUR 7,7 Mio. Dabei verringerten sich die Kundenforderungen um rd. EUR 2,2 Mio. gegenüber dem Jahresultimo 2022 und erreichten einen Wert von insgesamt rd. EUR 0,8 Mio. Das Vorratsvermögen verringerte sich ebenso gegenüber dem Wert des Vorjahresultimos 2022. So erreichte das Vorratsvermögen zum Jahresultimo 2023 einen Wert von rd. EUR 5,4 Mio. und verringerte sich gegenüber dem Vorjahreswert 2022 um rd. EUR 0,4 Mio. Dabei hat sich in erster Linie der Wert für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um rd. 0,6 Mio. verringert. So wird zum Jahresultimo 2023 ein Wert für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von rd. EUR 1,7 Mio. gegenüber rd. EUR 2,3 Mio. im Vorjahr 2022 ausgewiesen. Der Wert der Handelsware belief sich zum Jahresultimo 2023 auf rd. EUR 3,4 Mio. gegenüber rd. EUR 3,2 Mio. zum Jahresultimo 2022. Auf die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Banken entfielen zum Jahresende 2023 insgesamt rd. EUR 1,5 Mio. gegenüber EUR 2,9 Mio. im Vorjahr. Auf der Passivseite der Bilanz beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten zum Jahresultimo 2023 auf einen Wert von rd. EUR 1,3 Mio. Damit hat sich der Wert gegenüber dem Vorjahreswert 2022 (=EUR 1,2 Mio.) geringfügig erhöht. Die bestehende Kontokorrentkreditlinie wurde zum Jahresende 2023 mit rd. EUR 0,2 Mio. in Anspruch genommen. Das im Verlaufe des dritten Quartals 2020 von der KfW gewährte Darlehen von EUR 3,0 Mio. valutierte zum Jahresende 2023 planmäßig bei EUR 1,1 Mio. Auf das Eigenkapital der Ponachem Compound GmbH entfiel zum Ende Dezember 2023 ein Wert von EUR 8,04 Mio. Damit beläuft sich das Eigenkapital der Ponachem Compound GmbH zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf EUR 8,04 Mio. und die Eigenkapitalquote beträgt rd. 72%. Die Ponachem Compound GmbH weist im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von insgesamt rd. EUR 0,2 Mio. aus. Nach Berücksichtigung des Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit im Sachanlagevermögen (=TEUR 177) und der Investitionstätigkeit im Finanzanlagevermögen (=TEUR 850) errechnet sich ein Finanzierungdefizit von insgesamt rd. -EUR 0,8 Mio. Nach Berücksichtigung der planmäßigen Rückführung des im Geschäftsjahr 2020 aufgenommenen KfW-Darlehens in Höhe von EUR 0,75 Mio. errechnet sich ein Finanzierungsdefizit der Gesellschaft von insgesamt rd. EUR 1,6 Mio. Dieses Defizit wurde durch eine Verringerung der Guthaben bei Banken (=EUR 1,4 Mio.) und der Inanspruchnahme des Kontokorrentkredites in Höhe von EUR 0,2 Mio. abgedeckt. 11. Investitionen Im Berichtsjahr 2023 beliefen sich die Investitionen der Ponachem Compound GmbH auf einen Wert von insgesamt rd. TEUR 1.027. Dabei ist ein Teilbetrag von TEUR 170 in die Modernisierung des von der Gesellschaft genutzten Maschinenparks geflossen. Ein weiterer Betrag von TEUR 850 wurde für eine strategische Ausleihung an die Firma ALPINAXX Asset Management SE genutzt. 12. Risikomanagementziele und -methoden Die Geschäftsführung der Ponachem Compound GmbH hat für wesentliche Geschäfte Vorgehensweisen bzw. Handlungsabläufe entwickelt, um mögliche Risiken für das Unternehmen zu minimieren. Lieferantenrisiken: Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und damit des beständigen Zuflusses an Rohstoffen zur Aufrechterhaltung der Produktion wird durch langjährige partnerschaftlich geprägte Beziehungen zu den Lieferanten gesichert. Auch wird von der Gesellschaft auf eine ausreichende Lagerhaltung geachtet, um keine Engpässe in der Produktion entstehen zu lassen. Durch Abschluss einer Transportversicherung wurde auch dem Risiko des Untergangs unterwegs befindlicher Waren entgegengewirkt. Mitarbeiterrisiken: Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland gehört heute die Suche nach hochqualifizierten Facharbeitern und Führungskräften zu einer der größeren Anforderungen der Geschäftsführung. Zusätzlich hat die Bindung der Mitarbeiter an ein bestimmtes Unternehmen über die letzten Jahrzehnte erheblich abgenommen und das Fluktuationsrisiko von Schlüsselpersonen der Unternehmen hat deutlich zugenommen. Um diesem allgemeinen gesellschaftlichen Trend entgegenzuwirken, wird der Integration der neuen Mitarbeiter der Ponachem Compound GmbH in den gesamten Prozess der Unternehmensführung und der Gestaltung der wertschaffenden Prozesse ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt. Finanzrisiken: Das Risiko eines finanziellen Engpasses wird aufgrund einer als ausreichend angesehenen Kontokorrentlinie einerseits und der Factoring Vereinbarung andererseits von der Geschäftsführung im mittelfristigen Planungshorizont als gering eingeschätzt. 13. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage Das gesamte Wirtschaftsjahr 2023 war geprägt durch eine permanente Konjunkturflaute in der kunststofferzeugenden Industrie. Alle wichtigen Wirtschaftsfaktoren wie Produktion, Umsatz oder Außenhandel waren rückläufig. Ebenfalls lagen die Auftragseingänge um rd. 10 Prozent unter den vergleichbaren Werten des Vorjahres. Die hohen Kosten und die schwache Konjunktur werden für Kunststofferzeuger immer mehr zum Problem. Angesichts der sich negativ entwickelnden deutschen Konjunktur lag der Rückgang bei der Produktion der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 bei rd. 10%. Waren die beiden Wirtschaftsjahre 2021 und 2022 noch durch eine Naphtha Knappheit mit hohen Einkaufspreisen für Kunststoffe gekennzeichnet, drehten sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen um 180 Grad. Einer mauen Nachfrage seitens unserer Kunden stand ein Überangebot an Kunststoffen gegenüber. In Verbindung mit stetig steigenden Energiekosten konnte die Ponachem Compound GmbH nicht mehr wie in den beiden Vorjahren profitieren. Im Ergebnis führte diese Lage zu einem signifikanten Ertragseinbruch bei der Gesellschaft. 14. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die jahrzehntelang gewachsene Kundenstruktur der Ponachem Compound GmbH beruht auf der Tatsache, dass die Gesellschaft auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Partner für ihre Kunden ist und die nachgefragten Produkte im Lager fast jederzeit verfügbar sind. Diese durch eine große Konstanz und Verlässlichkeit geprägte Geschäftsphilosophie der Gesellschaft wird sowohl von der Kundschaft als auch von den Lieferanten der Rohstoffe positiv bewertet und führt zu einer sehr hohen Nachhaltigkeit in den langjährigen Geschäftsbeziehungen. So überwiegen die Chancen dieser althergebrachten Geschäftsidee die Risiken deutlich. Dabei ist herauszustellen, dass diese Denkweise nicht nur von der Geschäftsführung, sondern von der gesamten Belegschaft tagtäglich gelebt wird und somit in allen Stufen der Firmenhierarchie fest verankert ist. Die starke Marktpositionierung der Ponachem Compound GmbH im Bereich der hochwertigen Industriecompounds für Unternehmen der Extrusions- und Spritzgießverarbeitung in Verbindung mit einer starken Kundenorientierung lässt auch im neuen Geschäftsjahr 2024 die Chancen künftiger Entwicklungen gegenüber den Risiken überwiegen. 15. Ausblick Im Verlaufe der ersten beiden Monate des Geschäftsjahres 2024 hat sich der Absatz im Bereich der Compoundierung gegenüber dem korrespondierenden Wert der ersten zwei Monate des Geschäftsjahres 2023 nochmals spürbar verringert. So sank der diesbezügliche Absatz um 233 tons oder 12,3%. Allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass eine technische Störung der Maschine 2 und 4 in den ersten beiden Januarwochen unsere Produktionskapazität deutlich negativ beeinflusste. Im Gegensatz dazu entwickelte sich das Handelsgeschäft in den ersten zwei Monaten des Geschäftsjahres 2024 gegenüber den ersten zwei Monaten des Vorjahres 2023 positiv. Dabei lagen die aktuellen Verkaufsmengen um 8,6% über den vergleichbaren Werten des Vorjahres. Das aktuelle Verkaufspreisniveau dagegen lag rd. 11% unter den korrespondierenden Werten des Vorjahres. Die Geschäftsführung der Ponachem Compound GmbH budgetierte für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von etwa EUR 50 Mio. Dabei ist dieser Planungsansatz jedoch mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet. Insbesondere könnte eine weitere Eskalation der kriegerischen Ereignisse in der Ukraine und eine mögliche Einschränkung bei der Energieversorgung der deutschen Unternehmen unseren budgetierten Verkaufszielen ernsthaft und massiv zuwiderlaufen. Trotz dieser Schreckensszenarien und der aktuell sehr großen Unsicherheit in der deutschen Industrie hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, rechnen wir im Verlaufe des Geschäftsjahres 2024 mit einer moderaten Verbesserung der Ertragskraft der Gesellschaft. So sollte das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2024 sich in etwa leicht über einer Grenze von EUR 0,5 Mio. belaufen. Das käme einer spürbaren Erhöhung des Nettoergebnisses von 2023 gleich. 16. Gesamtaussage zu den Prognosen Die laufende Anpassung der Strukturen an unsere Märkte und unsere Kunden sowie eine weiterhin stetige Überwachung der laufenden Kosten wird die Gesellschaft auch weiterhin in die Lage versetzen sich wirtschaftlich zu behaupten.
Hamburg, 24. April 2024 Ponachem Compound GmbH Detlef Eggers Michael Kröger Michael Pachter Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB wurde bei der Aufstellung des Anhangs teilweise Gebrauch gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Verbesserung der Finanzlage unserer Gesellschaft nehmen wir am Factoring mit offener Zession teil. Wir, als mittelgroße Kapitalgesellschaft, brauchen nach § 288 Abs. 2 HGB die Risiken und Vorteile nicht darzustellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Am Bilanzstichtag sind keine auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten vorhanden. Latente Steuern Es bestehen keine Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerrechtlichen Wertansätzen. Außerdem beanspruchen wir die Befreiungsvorschrift nach § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 19) die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um Vorsteuern im Folgejahr abziehbar. Außerdem erwartet die Gesellschaft im Folgejahr eine Erstattung der Stromsteuer in Sonderfällen gem. §10 des Stromsteuergesetzes über TEUR 179 (Vorjahr TEUR 161). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Aufbewahrungskosten, Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Jahresabschlusskosten und betriebliche Steuererklärungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 413.270,17 und resultieren aus dem Gewinnabführungsvertrag.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Verbindlichkeiten aus einem langfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 1.125 (Vorjahr TEUR 1.875). Die Besicherung der Kreditverbindlichkeiten erfolgt durch eingetragene Buchgrundschulden in Höhe von TEUR 2.808 auf das Betriebsgrundstück der Gesellschaft sowie eine selbstschuldnerische Höchstbürgschaft über TEUR 1.500 der Hauptgesellschafterin. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB, die nicht auf der Passivseite ausgewiesen sind, bestehen zum 31. Dezember 2023 nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Leasingverpflichtungen für Stapler und weiteren Fuhrpark in Höhe von insgesamt TEUR 298 (Vorjahr TEUR 185). Hiervon betreffen TEUR 131 (Vorjahr TEUR 107) Verpflichtungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 167 (Vorjahr TEUR 78) Verpflichtungen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Geschäfte mit nahstehenden Unternehmen und Personen Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen durchgeführt, sind aber als mittelgroße Nicht-Aktiengesellschaft insgesamt von der Angabepflicht befreit. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 3.086 und betreffen überwiegend Kosten der Warenabgabe (TEUR 1.574), Reparaturen und Instandhaltungen (TEUR 369), Versicherungen (TEUR 172), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 92), sowie Fahrzeugkosten (TEUR 196). Sonstige Angaben Geschäftsführung Herr Detlef Eggers, Dipl. Ing., Hamburg Michael Kröger, Kaufmann, Hamburg Michael Pachter, MBA, Hamburg Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagAuf Grundlage des im Berichtsjahr mit der Quintos AG, Hamburg, geschlossenen Gewinnabführungsvertrages wurde das gesamte Jahresergebnis der Ponachem Compound GmbH in Höhe von EUR 63.270,17 an die Gesellschafterin abgeführt. Eine Rückbelastung anteiliger Ertragsteuern aus der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin ist nicht vorgesehen.
Hamburg, 24. April 2024 Geschäftsführung Detlef Eggers Michael Kröger Michael Pachter Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Oktober 2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PONACHEM Compound GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PONACHEM Compound GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PONACHEM Compound GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichend geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass zukünftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 25. April 2024 Meyer
& Pritsch Wirtschaftsprüfung GmbH
M. Medag, Wirtschaftsprüfer F. Meyer, Wirtschaftsprüfer |
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