Immopact Oli GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tina Krüger seit 23.2.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ludwig Merckle | 60.68% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 39.28% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PH Vermögensverwaltung GmbHSchönefeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht 2022 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 Konzernkapitalflussrechnung 2022 Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2022 Konzernanhang 2022 Konzernlagebericht 20221. Konzern und Geschäftstätigkeit In den Konzernabschluss der PH Vermögensverwaltung GmbH (im Folgenden auch "PH VV") sind zum Bilanzstichtag 31.12.2022 insgesamt 103 Gesellschaften (i.Vj. 97 Gesellschaften) durch Vollkonsolidierung und fünf assoziierte Unternehmen (i.Vj. 4 Unternehmen) einbezogen. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht im Wesentlichen aus der Produktion und dem Vertrieb von Spezialfahrzeugen, dem Verkauf und der Wartung von medizinischer Software, der Produktion und dem Vertrieb von Kunststoffen, der Verwaltung von eigenen Immobilien, der sonstigen Vermögensverwaltung sowie der Erbringung von Dienstleistungen für verbundene und nahestehende Unternehmen. Die einbezogenen Gesellschaften sitzen hauptsächlich in Schönefeld, Ulm, Laupheim, und Dresden. Weitere Standorte bestehen in Bamberg, Eltville, Freiburg und Magdeburg. Die einbezogenen und operativ tätigen Konzerngesellschaften agieren weitgehend selbstständig. Aus Konzernsicht wesentliche Geschäftsprozesse stellen die Beschaffung von Teilen für den Fahrzeugbau dar. Die Verwaltung und Entwicklung der eigenen Immobilien stellen ebenfalls einen wesentlichen Geschäftsprozess dar. Zudem werden Dienstleistungen im Bereich Buchhaltung, IT und weiterer zentraler Tätigkeiten erbracht. Aus Konzernsicht wesentliche Beschaffungsmärkte stellen vor allem die Beschaffung von Fahrzeugteilen für den Bereich Spezialfahrzeuge und Kunststoffvorprodukte im Bereich Kunststoffe dar. Im Immobilienbereich ist - sofern eine Bautätigkeit oder wesentliche Instandhaltungen entfaltet werden - ebenfalls der Markt für Baustoffe wesentlich. Wichtig in allen Bereichen ist die Personalbeschaffung. Insbesondere in den personalintensiven Bereichen Software, Immobilien und Vermögensverwaltung ist eine dauerhafte Präsenz der Konzerngesellschaften als mitarbeitersuchende Arbeitgeber erforderlich. Absatzseitig sind vor allem der deutsche und in einzelnen Bereichen auch der europäische und nordamerikanisch Markt von großer Bedeutung für viele operative tätige Konzerngesellschaften. Abnehmer der konzernseitigen Produkte im Bereich Spezialfahrzeuge sind vor allem Unternehmen und Körperschaften, die Wintersportmöglichkeiten oder Bademöglichkeiten und Sandstrände anbieten. Die Software wird im Wesentlichen an Abnehmer aus dem medizinischen Bereich vertrieben. Die Kunststoffe werden im Wesentlichen für den Endverbraucher und die Automobilindustrie als Abnehmer produziert. Die Verwaltung und Entwicklung von Immobilien erfolgt für eigene Immobiliengesellschaften und nicht für Dritte. Wesentliche Einflussfaktoren für die Entwicklung der Geschäftstätigkeit in den genannten Bereichen stellen grundsätzlich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung dar, da die Abnehmer überwiegend kostensensitiv sind und im Falle negativer konjunkturelle Entwicklungen Aufträge zurückziehen oder nicht vergeben. Der Bereich Spezialfahrzeuge hängt insbesondere von der Möglichkeit ab, Urlaubs- und Erholungsreisen durchführen zu können. Im Bereich medizinischer Software ist ebenfalls die politische Einflussnahme auf die Ausgaben im Gesundheitssektor zu nennen, die zu negativen absatzseitigen Geschäftsentwicklungen führen kann, die nicht von der konjunkturellen Entwicklung abhängen. Der Bereich Kunststoffe ist durch die Abkehr von erdölbasierten Lösungen im Endverbrauchermarkt wesentlich betroffen. Hier ist eine Umstellung der Produktionsprozesse absehbar bzw. teilweise schon umgesetzt. Im Bereich der Immobilienverwaltung und -entwicklung kann die wirtschaftliche Entwicklung der Mieter (fast ausschließlich gewerblich) mittelbar eine Auswirkung auf die Vermietungsquote, die erzielbaren qm-Mieten und die Kreditwürdigkeit unserer Mieter haben. 2. Wirtschaftsbericht I. Wirtschaftliches Umfeld Das Jahr 2022 war zumindest weiterhin teilweise durch die Coronavirus-Pandemie geprägt, wenngleich sich die negativen Folgewirkungen im Jahr 2022 abschwächten. Die Pandemie als wesentlichen das wirtschaftliche Umfeld beeinflussende Krise wurde im Februar 2022 - zumindest für Europa - durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine abgelöst. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die ergriffenen Sanktionen belasten die Weltwirtschaft auf nicht absehbare Zeit erheblich. Folgen sind unter anderem steigende Preise für Energie und Rohstoffe und die weitere Störung weltweiter Wertschöpfungsketten. Es ergaben sich hohe Inflationsraten im Gesamtjahr 2022 in Europa insbesondere bei den Energiekosten. Diese bremsten eine mögliche konjunkturelle Erholung nach dem weitgehenden Ende der Corona-Pandemie. Aufgrund der hohen Inflationsraten, die zweitweise fast 10% auf Jahresbasis in der Eurozone erreichten, wurde ab dem 27. Juli 2022 der Hauptrefinanzierungssatz der EZB erstmals seit dem 16. März 2016 von 0% auf 0,5% angehoben. Letztmalig hob die EZB den Zinssatz am 21. Juni 2023 auf nunmehr 4,0% an. Durch den russischen Angriffskrieg ergab sich eine weitreichende Unsicherheit in den Märkten, sodass allgemein eine geringere Investitionsneigung zu beobachten ist. Zusätzlich hat sich das innerhalb von weniger als 12 Monaten um 4% gestiegene Zinsniveau aufgrund der weiterhin hohen Inflationsraten (Erwartung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz für das Gesamtjahr 2023 5,9% nach 6,9% in 2022) negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung ausgewirkt. In der Eurozone erholte sich dadurch die Wirtschaft im Jahresverlauf 2022 von der pandemiebedingten Stagnation der vergangenen Jahre weniger stark als vor dem Ausbruch des Ukraine-Krieg erwartet. Für die Eurozone hat der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2022 eine Zunahme des BIP um 3,5%, für Deutschland eine Steigerung um 1,8% ermittelt. Für 2023 liegt die aktuelle Prognose für die Entwicklung des BIP für Europa bei + 0,8% und für Deutschland bei -0,1%. II. Geschäftsverlauf Der Konzernumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr um 36,2 Mio. Euro erhöht. Die Umsatzausweitung resultiert fast ausschließlich aus einer Umsatzsteigerung im Bereich "Spezialfahrzeige" im Vergleich zum Vorjahr. Nach weitgehender Überwindung der Corona-Pandemie wurden zurückgehaltene Aufträge geballt ausgeführt, sodass sich hier ein positiver Effekt im Geschäftsjahr einstellt. Im Bereich medizinischer Software ergab sich hingegen ein Umsatzrückgang, da im Vorjahr ein einmaliger Umsatzeffekt ergab, der sich im aktuellen Geschäftsjahr nicht wiederholte. Kompensiert wird dieser Umsatzrückgang fast vollständig durch Ausweitung der Umsätze im Bereich Kunststoffe und Immobilienverwaltung. III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Nachdem es in den beiden vergangenen Konzerngeschäftsjahren (2020 und 2021) teilweise sehr umfangreiche Veränderungen im Konsolidierungskreis gab, welche zu großen Einschränkungen im Vergleich der Vermögens- und Ertragslage zu den Stichtagen führte, sind diese Effekte in diesem Jahr vernachlässigbar. Im Geschäftsjahr sind neun Gesellschaften abgegangen, hiervon acht durch Verschmelzungen mit weiterhin vollkonsolidierten Gesellschaften. 15 Gesellschaften sind zugegangen. Hiervon wurden zwölf durch Bargründung errichtet und zwei Gesellschaften ohne operativen Geschäftsbetrieb wurden durch Konzerngesellschaften erworben. Nur eine operativ tätige Gesellschaft ist im Bereich medizinischer Software erworben worden. Die Effekte aus der erstmaligen Einbeziehung sind für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns nicht wesentlich. Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage ist mangels Wesentlichkeit der Konsolidierungskreisänderungen uneingeschränkt vergleichbar mit dem Vorjahr. 1. Ertragslage Umsatz Der Konzernumsatz ist im Berichtsjahr um 36,2 Mio. Euro von 457,4 Mio. Euro auf 493.6 Mio. Euro gestiegen. Der Umsatzanstieg entspricht der Prognose für das Konzerngeschäftsjahr 2022. Der Umsatz mit Spezialfahrzeugen und Kunststoffen beträgt 337,0 Mio. Euro hat sich im Vorjahresvergleich (294,1 Mio. Euro) um 42,9 Mio. Euro erhöht. Der Umsatz in den Bereichen Software, Immobilienverwaltung und Dienstleistungen ist im Vorjahresvergleich um 6,7 Mio. Euro auf 156,5 Mio. Euro gesunken. Der Rückgang resultiert vor allem aus weggefallenen Sondereffekten des Vorjahres im Bereich Software. Der Anteil des Auslandsumsatzes beläuft sich auf 55% (i.Vj: 51%). Ergebnis Der Konzernjahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,4% verbessert. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein positives Ergebnis von 550,3 Mio. Euro erzielt. Die im Konzernlagebericht 2021 erwartete Ergebniseinschätzung 2022 konnte geringfügig übertroffen werden. Die Verbesserung des Ergebnisses gegenüber der Planung des Vorjahres liegt innerhalb der erwartungsgemäßen Planungsungenauigkeit und kann nicht auf einzelne isolierte Sachverhalte zurückgeführt werden. Der Konzernrohertrag ist im Geschäftsjahr um 25,3 Mio. Euro auf 250,3 Mio. Euro gestiegen. Das EBIT beträgt 561,9 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (569,2 Mio. Euro) um 7,3 Mio. Euro geringfügig verschlechtert. Die Reduktion resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Personalaufwendungen (-13,1 Mio. Euro), gestiegenen Abschreibungen (-2,0 Mio. Euro) höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-17,9 Mio. Euro) einem leicht gesunkenen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (-10,3 Mio. Euro) im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich mit +10,6 Mio. Euro positiv entwickelt. Der Anstieg bei den Abschreibungen resultiert aus gestiegenen Abschreibungen auf Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Firmenwerte) um 2,2 Mio. Euro. Die im Vorjahresvergleich geringfügig gestiegenen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerten (0,4 Mio. Euro) betreffen fast ausschließlich den Kapitalkonsolidierungseffekt für eine im Berichtszeitraum zugegangene Gesellschaft. Die Abschreibungen aus Finanzanlagen haben sich um 0,6 Mio. Euro verringert. Das Zinsergebnis beträgt 7,6 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (3,9 Mio. Euro) um 3,7 Mio. Euro verbessert. Die Steigerung beruht auf dem Zinseffekt aus steigenden Zinsen. Der Saldo aus zinstragenden Forderungen und zinstragenden Verbindlichkeiten beträgt rund + 300 Mio. Euro. Die Steuern betreffen im Wesentlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Im Vorjahresvergleich ergibt sich eine Verringerung um 2,5 Mio. Euro auf 26,8 Mio. Euro. In dem Posten Steuern ist auch Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 8,2 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio. Euro Aufwand) enthalten. 2. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von 5.853,4 Mio. Euro um 748,2 Mio. Euro auf 6.601,6 Mio. Euro erhöht. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus der Erhöhung des Anlagevermögens und des Eigenkapitals. Der Aufbau der Aktiva resultiert insbesondere aus der Veränderung des Anlagevermögens in Höhe von 641,9 Mio. Euro. Im Anlagevermögen haben sich die Immateriellen Vermögensgegenstände (-12,4 Mio. Euro), die Sachanlagen (+63,7 Mio. Euro) und die Finanzanlagen (+590,6 Mio. Euro) verändert. Das Anlagevermögen beläuft sich auf 84,6% der Bilanzsumme (Vorjahr 84,4%). Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte. Gegenläufig wirkten die Zugänge vor allem im Bereich Konzessionen und Lizenzen sowie Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von insgesamt 22,9 Mio. Euro, die insbesondere aus der Erstkonsolidierung einer im Geschäftsjahr erworbenen Tochtergesellschaft resultieren. Bei den Sachanlagen resultiert das Wachstum aus dem Immobilienbereich. Es wurden rd. 75,6 Mio. Euro in Zukäufe und aktivierte Baumaßnahmen investiert. Die Steigerung in den Finanzanlagen betrifft im Wesentlichen die assoziierten Unternehmen (+580,6 Mio. Euro). Die restliche Veränderung betrifft sonstigen Beteiligungen und Wertpapiere (+10,0 Mio. Euro). Das Umlaufvermögen ist gestiegen (+106,2 Mio. Euro). Ein Teil der Steigerung entfällt auf eine Zunahme der Vorräte (+35,8 Mio. Euro). Grund hierfür ist, dass der Produktionsumfang nach Corona gestiegen ist und zur Sicherheit der Lieferfähigkeit die Bestände erhöht wurden. Zudem hat sich die Bevorratung von Rohstoffen und Komponenten aufgrund fragiler Lieferketten erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 59,4 Mio. Euro gestiegen. Sie betreffen insbesondere Steuerforderungen (+58,3 Mio. Euro) und zinstragenden Forderungen +5,8 Mio. Euro. Gegenläufig haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelt. Sie sind um -13,2 Mio. Euro gesunken. Weitere 8,5 Mio. Euro betreffen Rückforderungen, Abgrenzungen und Übriges. Der Bestand an Liquiden Mittel hat sich um 11,0 Mio. Euro erhöht. Innerhalb der Passiva hat sich das Eigenkapital um 671,9 Mio. Euro erhöht. Dieser Zuwachs beruht insbesondere auf dem hohen Konzernergebnis, welches überwiegend aus den Assoziierungen der Beteiligungen an Heidelberg Materials AG (bis 16.05.2023 HeidelbergCement AG) und PHOENIX Pharma SE resultiert. Die Eigenkapitalquote ist von 96,2% im Vorjahr auf 95,4% gesunken. Die Konzerngewinnrücklagen haben sich deutliche erhöht. Gegenläufig entwickelte sich der Anteil der nichtbeherrschenden Anteile im Eigenkapital. Grund hierfür sind Umstrukturierungen außerhalb des Konsolidierungskreises, die zu statuswahrenden Aufstockungen von bereits vollkonsolidierten Konzerngesellschaften führten. Ein bedeutender Teil der Minderheitenanteile resultieren aus Fremdgesellschaftern an der vollkonsolidierten Spohn Cement Beteiligungen GmbH. Die Rückstellungen sind um 13,2 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten um 68,9 Mio. Euro gestiegen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten betrifft Bankverbindlichkeiten (17,6 Mio. Euro) und sonstige zinstragende Verbindlichkeiten (35,8 Mio. Euro). Weiterhin erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 13,6 Mio. Euro. Bei den sonstigen Passiva haben sich die Passiven Latenten Steuern um 6,9 Mio. Euro verringert. 3. Finanzlage Die Konzernbilanz weist Bankkreditverbindlichkeiten in Höhe von 113,2 Mio. Euro (i.Vj.: 95,5 Mio. Euro) auf, was rund 1,7% (i.Vj.1,6%) der Passiva bzw. 54,0% (i.Vj.: 67,9%) der Verbindlichkeiten entspricht. Die Bankverbindlichkeiten betreffen überwiegend das Immobilienvermögen und sind grundbuchlich gesichert und weisen langfristige Laufzeiten auf. Es werden punktuell Ankäufe und Umbaumaßnahmen im Bereich Immobilienverwaltung fremdfinanziert. Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr einen Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 5,8 Mio. Euro auf. Der Effekt beruht insbesondere aus gestiegenen Ertragssteuerzahlungen im laufenden Geschäftsjahr. Im Investitionsbereich ergibt sich ein Mittelzufluss von 28,3 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 75,7 Mio. Euro reduziert. Der Haupteffekt der Reduzierung beruht auf dem Verkauf von sonstigen Beteiligungen im Vorjahr. Im Finanzierungsbereich wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Darlehen getilgt und Dividenden an Minderheitengesellschafter ausgezahlt, sodass sich eine negativer Finanzierungssaldo in Höhe von 11,5 Mio. Euro ergab. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich in Folge leicht gegenüber dem Vorjahr um 11,0 Mio. erhöht. Es ist geplant das Geschäftsmodell unverändert auch nach 2022 fortzuführen. Es erfolgten und erfolgen v.a. Investitionen in Unternehmensbeteiligungen und Immobilien. Eine Fremdfinanzierung wird bei Bedarf aufgenommen. Im ersten Halbjahr 2023 wurde eine Immobilie erworben. Dies führte zum Abfluss liquider Mittel in Höhe eines Millionenbetrags im niedrigen dreistelligen Bereich. Zur Finanzierung von geplanten Immobilienprojekten erfolgte nach Konzernabschlussstichtag der Abschluss weiterer Kreditverträge. Die Teil-Inanspruchnahme der zur Verfügung gestellten Kreditrahmen ist für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe eines Millionenbetrages im mittleren zweistelligen Bereich geplant. Finanzielle Leistungsindikatoren Der PH VV-Konzern ist ein heterogener Zusammenschluss von Gesellschaften aus verschiedenen Branchen und an in Deutschland verteilten Standorten. Auf Ebene des Konzerns wird daher aufgrund der Heterogenität der erbrachten Leistungen im Wesentlichen die Höhe der erzielten Umsatzerlöse herangezogen. Steuerungsinstrumente und Planungen erfolgen ausschließlich auf Ebene der operativen Gesellschaften, da diese weitgehend selbstständig am unternehmerischen Geschehen teilnehmen. Daher werden auf Ebene der operativen Konzerngesellschaften spezifische Indikatoren wie die Anzahl der Fahrzeuge oder die Anzahl der Softwarenutzer z.B. erhoben und überwacht. Dies erfolgt jedoch im Sinne einer bewusst dezentralen Organisationsstruktur auf Ebene der Tochtergesellschaften, ohne dass die Konzerngeschäftsleitung involviert ist. IV. Wirtschafts- und Prognosebericht Über die einzelnen Geschäftsbereiche berichten wir wie folgt: Bereich industrielle Güter Spezialfahrzeuge Wesentliches Geschäftsfeld der Kässbohrer Geländefahrzeug AG (im Folgenden: Kässbohrer oder KGF) sind Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von kettengetriebenen Geländefahrzeugen zur Präparierung von Skipisten und Loipen, die unter dem Markennamen PistenBully angeboten werden. In einem zweiten Geschäftsfeld werden Fahrzeuge und Geräte zur Reinigung und Pflege von Stränden entwickelt, produziert und unter der Marke BeachTech global vertrieben. In den letzten Jahren wurde mit dem Markt für kettengetriebene Offroad-Nutzfahrzeuge ein drittes Geschäftsfeld erschlossen. Unter dem Markennamen PowerBully werden Trägerfahrzeuge mit hohen Nutzlasten angeboten, die unter den widrigsten Umständen eingesetzt werden können und dank geringem Bodendruck minimale Auswirkungen auf die Umwelt im Einsatzgebiet haben. Die vielseitigen Anwendungsbereiche umfassen beispielsweise die Wartung von Gas- und Ölpipelines oder von Strom- und Telefonleitungen, die Bekämpfung von Vegetationsbränden und den Katastrophenschutz, minimalinvasive Bodenuntersuchungen sowie Forst- und Mulcharbeiten. Alle drei Produktlinien sind weltweit vertreten. Produktion, Entwicklung und Koordination des globalen Vertriebs- und Servicegeschäfts erfolgen am Stammsitz in Laupheim. Ein hoher Teil der Umsatzerlöse werden im Geschäftsfeld PistenBully erzielt. Die wirtschaftliche Gesamtentwicklung des Unternehmens ist daher maßgeblich vom Wintertourismus, konkret vor allem vom Skisport, abhängig. Neben dem eher langfristigen Einfluss der klimatischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Wintertourismus wird der operative Geschäftsverlauf vor allem durch die saisonalen Planungen von Bergbahn- und Skigebietsbetreibern und dem darauf basierenden jährlichen Investitionsverhalten bestimmt. Wesentliche Absatzmärkte für alle angeführten Produkte der KGF AG sind Europa und die USA. China und der asiatische Markt im Allgemeinen gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung. Neben den für den Wintersport maßgeblichen Wetterbedingungen sind die konjunkturellen Rahmenbedingungen für die Tourismusindustrie eine wichtige Einflussgröße. Allerdings wurde kaum eine Branche von der Corona Krise so hart getroffen wie der Tourismus: Experten bezifferten den Einbruch des weltweiten Geschäfts seit dem Jahr 2020 auf bis zu 70 % und gehen vor dem Jahr 2024 nicht von einer nachhaltigen Erholung aus. Nicht weniger stark betroffen sind die Skigebiete, welche durch künstliche Beschneiung, Aufstiegsanlagen etc. zu den energieverbrauchsintensiven Branchen gehören, die gestiegenen Energiepreise und die Unsicherheit, ob mit den Energiesparmaßnahmen Ergebniseinbußen für die Betreiber minimiert werden können. Nachdem im Verlauf der COVID 19-Pandemie die Weltwirtschaft im zweiten Quartal 2020 und dem folgenden Jahr 2021 in eine beispiellose Rezession gefallen und die weltweite Wirtschaftsleistung um 7,8 % gesunken war, setzte ab dem zweiten Halbjahr 2021 eine Erholung ein, die sich auch im Jahr 2022 vorerst fortsetzte. Die positive Stimmung und das Zurückfinden der Wirtschaft zur alten Stärke, wurde jedoch gleich zu Beginn des Jahres 2022 durch den Einfall Russlands in die Ukraine gestört. Dem IWF zufolge wird sich die Weltwirtschaft erst in 2024 erholen und die Inflationsraten ein Normalniveau zurückgehen. Vom weltweiten Marktvolumen für Pistenpräparierfahrzeuge entfiel rund zwei Drittel auf Europa. Die wichtigsten europäischen Absatzmärkte sind Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich und Skandinavien. Ein Drittel des Weltmarktvolumens umfasst als wesentliche weitere Absatzgebiete Nordamerika und Asien (v. a. Japan und China). In Europa lag das Marktvolumen in der Wintersaison 2021/2022 rund 10 % über dem Vorjahresniveau. Insgesamt ist die Wintersaison 2021/2022 in allen Skidestinationen auf der Nordhalbkugel erfreulich verlaufen. In Nordamerika wurde fast ein Drittel aller PistenBully verkauft. Viele der großen Skigebiete in Nordamerika haben aufgrund der guten Bedingungen sogar Umsatzzuwächse verzeichnet. Das Marktvolumen bei den Strandreinigern ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. In 2021/2022 sind viele Corona-Hilfen gestrichen oder gekürzt worden, weshalb die Kommunen sehr zurückhaltend im Beschaffungswesen agiert haben. Insgesamt hat auch die Unsicherheit, ob erneute Lockdowns folgen werden, zu einer sehr vorsichtigen Haltung bei den Kunden geführt. In allen Kernmärkten war ein Skibetrieb zwar unter gewissen Einschränkungen (Hygienekonzepte), aber doch grundsätzlich möglich. Die Branche hat gelernt damit umzugehen. Nach der bereits guten Wintersaison 2021/22 folgte ein positiver Stimmungswandel, so dass sich der Auftragseingang für die Saison 2022/23 positiv entwickelte. Darüber hinaus haben die Unsicherheiten in den weltweiten Lieferketten zu erheblichen Einschränkungen in der Produktion geführt. Durch die harte Lockdown-Politik in China bestehen massive Lieferengpässe bei nahezu allen Bauteilen und Rohstoffen. Der Sommer 2022 war geprägt durch Diskussionen und das Einleiten von Maßnahmen, um der Kostenexplosion im Wintersport entgegenzuwirken. Es wurden Konzepte erarbeitet, um auch weiterhin einen regulären Skibetrieb aufrecht erhalten zu können. Auf Grundlage der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2022/2023 gehen der Vorstand der KGF und die Geschäftsführung der PH VV von einer Steigerung der Erlöse aus. Gleichzeitig werden die Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten und die Tarifabschlüsse zu erheblichen Kostensteigerungen führen. Inwieweit diese in den Absatzpreisen weitergegeben werden können, kann heute noch nicht abschließend beurteilt werden. Es bestehen daher im Hinblick auf die Unternehmensplanung wesentliche Unabwägbarkeiten, die eine Ergebnisprognose erheblich erschweren. Der Vorstand der KGF geht von jedoch zumindest von einer Konsolidierung der EBIT-Marge aus. Kunststoffe In diesem Teilbereich sind vier Gesellschaften tätig. Sie handeln und produzieren Kunststoffe sowohl zum Endverbrauch als auch im wesentlichen Umfang Vorprodukte zur Weiterverarbeitung. Der Gesamtumsatz ist im Vorjahresvergleich deutlich zurückgegangen. Der Ergebnisbeitrag zum Konzern ist weiterhin positiv, gegenüber dem Vorjahr ist der Gewinnbeitrag jedoch deutlich zurückgegangen. Das Geschäftsmodell ist sehr abhängig von den Rohstoffpreisen und von der Verfügbarkeit der Vorprodukte. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres wurde ein signifikanter Nachfragerückgang insbesondere bei den gehandelten Vorprodukten verzeichnet. Hintergrund war die konjunkturelle Entwicklung, die vor allem durch den russischen Angriffskrieg negativ beeinflusst wurde. Hierdurch wandelte sich der Markt von einem Verkäufer- zu einem Käufermarkt, mit der Folge einer Mengen- und Preisreduktion für alle Händler. Die Umsatzerlöse werden in diesem Bereich im kommenden Geschäftsjahr um rund 20% gegenüber 2022 zurück gehen. Aufgrund der aktuellen volkswirtschaftlichen Unsicherheiten und der Änderungen im Marktgeschehen der Kunststoffbranche sind diese Planannahmen jedoch mit großen Unsicherheiten verbunden. Der Markt fragt verstärkt nach Lösungen, die nicht Erdöl-basiert sind, nach. Hierdurch ergibt sich eine Herausforderung, da entsprechende Produkte in das Portfolio aufgenommen und ggf. Produktionsverfahren umgestellt werden müssen. Der Absatz von Trinkhalmen aus Kunststoff geht weiter zurück und wird planmäßig durch den ansteigenden Verkauf von Trinkhalmen aus Papier substituiert. Hier ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positive Entwicklungen, die sich in den kommenden Jahren verstetigen werden und bereits im Geschäftsjahr 2023 zu steigenden Umsatzerlösen führen werden. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Ausführungen im Risikobericht. Die Geschäftsführungen der PH VV und der Tochtergesellschaften gehen davon aus, dass die Kunststoffaktivitäten auch in 2023 massiv von den konjunkturellen Folgen der ausschleichenden Corona-Pandemie, den Lieferengpässen und vor allem dem Ukraine- Krieg betroffen sein werden. Es wird zu einer Konsolidierung der Umsatz- und Ergebnisbeiträge kommen. Medizinische Software Die medatixx-Gruppe ist ausschließlich im deutschen Markt tätig. Sie vertreibt Teil- und Gesamtlösungen für Arztpraxen und Apotheken sowie angegliederte Bereiche im Gesundheitswesen. Dies besteht aus Software- und Hardwarelösungen, um den Praxisbetrieb abzuwickeln und Online der nationalen Telematik Infrastruktur zu entsprechen. Das Jahr 2022 war insgesamt zufriedenstellend und geprägt durch ein stabiles Kerngeschäft und wegfallende positive Sondereffekte des letzten Jahres. Trotz eines leicht gesunkenen Umsatzes konnte das Ergebnis in diesem Bereich auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Anzahl der Ärzte, die mit der medatixx Software arbeiten, konnte wiederum gesteigert werden. Hinzu kamen Kunden einer im Geschäftsjahr erworbenen Beteiligung, die erstmals zum 31. Dezember 2022 vollkonsolidiert wurde. Auch 2022 wurde das Augenmerk auf Produktqualität, Leistungsumfang und Servicequalität gelegt. Dies wirkte sich auch in diesem Geschäftsjahr positiv aus. Die Praxissoftware-Produkte der medatixx sind gut im Markt positioniert und erhalten in einschlägigen Foren und von den Kunden überwiegend gute Kritiken. Die in den Vorjahren begonnene Markteinführung der technologisch neuen Produktlinie unter den Produktnamen "medatixx" wurde erfolgreich fortgesetzt. Gemäß der KBV-Statistik nach Abrechnungsdateien verzeichnet diese Software seit einigen Quartalen kontinuierlich den größten Zuwachs an Anwendern. Vor allem die von medatixx in den etablierten Systemen erreichte Marktposition sowie die mittlerweile etablierte nächste Generation von Praxissoftware (Produkt "medatixx") die ab Jahresbeginn 2023 auch in einer speziellen Edition für Psychotherapie-Praxen (Produkt "psyx") angeboten wird, haben das Potenzial, die Marktposition in den kommenden Jahren zu sichern und auszubauen - auch deshalb, weil kein etablierter Wettbewerber inkl. der CompuGroup Medicalbisher mit einer technologisch neuartigen Software am Markt ist und es den Neueinsteigern in den Praxissoftware-Markt bisher nicht gelungen ist, größere Marktanteile zu gewinnen. Obwohl der Markt in Bezug auf unsere Produkte weitgehend abgedeckt ist, sehen wir gute Chancen, mit unseren Produkten und Leistungen unsere Marktposition weiter zu festigen und auszubauen. Wir rechnen weiterhin für die kommenden Jahre mit einem wieder wachsenden Investitionsbedarf der Praxen, da Themen wie u.a. die IT-gestützte Kommunikation zwischen Patient und Arzt, digitale Archivierung und der Ausbau von Anwendungen der Telematik-Infrastruktur mehr Bedeutung erlangen werden, was zusätzliche Investitionen in die Ausstattung der Arztpraxen bedingt. Die gesetzgeberischen Initiativen zur Förderung der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens werden den künftigen Bedarf an unseren Produkten und Dienstleistungen in den Arztpraxen weiter auf hohem Niveau halten. Der Generationswechsel in den Praxen gewinnt weiter an Fahrt und wird eine IT- affinere Generation von Ärzten in die Praxen bringen. Die im Herbst 2022 getroffenen politischen Entscheidungen zur Finanzierung der notwendigen Erneuerung der Anschlusskonnektoren zur Telematik-Infrastruktur wird zu einer Verstetigung der daraus resultierenden Umsätze in den kommenden Jahren führen. Die durch den Gesetzgeber initiierte verpflichtende Digitalisierung der Praxen, die kontinuierliche Durchdringung aller Praxisprozesse auch mit nicht verpflichtenden digitalen Anwendungen und der Generationswechsel in den Praxen sind gute Ausgangsbedingungen für die weitere Entwicklung des medatixx-Geschäftes. Vor dem Hintergrund der o.g. Entwicklung und Investitionen in Personal und Sachkosten geht die Geschäftsführung für das Jahr 2023 von einer positiven Ergebnisentwicklung des Bereichs aus. Immobilienverwaltung Im Bereich Immobilienverwaltung sind 26 Gesellschaften tätig, die eigene Immobilien entwickeln, bewirtschaften, vermieten oder verwalten. Das immobile Vermögen zu Buchwerten (inklusive eigen genutzte Immobilien ohne Anlagen im Bau) konnte wiederum gesteigert werden. Im Geschäftsjahr erfolgte ansonsten aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Konsolidierung des Bestandes in diesem Bereich. Zukäufe erfolgen punktuell innerhalb der Fokusregionen. Im Berichtszeitraum erfolgten hohe Investitionen durch Bau- und Instandhaltung, die auch in den kommenden Jahren ein hohes Niveau haben werden. Der vermietbare Bestand erweitert sich kontinuierlich. Der Mietumsatz ist gemessen am Konzernumsatz nur gering, wird sich aber zukünftige weiter moderat erhöhen. Für den Konzern erwarten wir einen positiven Ergebnisbeitrag. Sonstige Vermögensverwaltung In diesem Bereich ist die überwiegende Zahl der Konzerngesellschaften tätig. Es werden Wertpapiere, Anteile an assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen gehalten und verwaltet. Auch werden Darlehen zur Finanzierung von nahestehenden Unternehmen ausgereicht und im geringeren Umfang auch Wertpapiere und Private Equity-Beteiligungen verwaltet. Der Beitrag des Bereiches zum Jahresergebnis ist gemessen an den unternehmerischen Aktivitäten des Konzerns wesentlich und resultiert indirekt aus dem unternehmerischen Erfolg der gehaltenen Anlagen. Im Geschäftsjahr sind hier (saldiert) Gewinne aus Assoziierung in Höhe von 540,4 Mio. Euro angefallen, die im Wesentlichen aus dem assoziierten Unternehmen Heidelberg Materials AG resultieren. Aus der ebenfalls assoziierten PHOENIX Pharma SE konnte ein positiver Ergebnisbeitrag im zweistelligen Millionenbereich erzielt werden. Der buchmäßige Bestand des Finanzanlagevermögens hat sich zum Stichtag von 4.319,4 Mio. Euro auf 4.909,9 Mio. Euro erhöht. Der Anteil der Finanzanlagen an der Bilanzsumme ist leicht gestiegen und entspricht in etwa 74,4% (Vorjahr 73,8%) der gesamten Aktiva. Auch im Bereich der Gruppenfinanzierung ist der buchmäßige Bestand angestiegen. Wir erwarten für das Konzerngeschäftsjahr 2023 aus diesem Bereich ein unverändert positives Ergebnis. In den Bereich der Vermögensverwaltung gehören auch Gesellschaften, die Filmlizenzen vergeben. Der währungsbereinigte Umsatz ist aufgrund des Geschäftsmodells konstant. Im Ergebnis erwarten wir auch hier einen positiven Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis. Dienstleistungen Einige Konzerngesellschaften erbringen Dienstleistungen insbesondere für nahestehende Unternehmen. Der Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis der PH VV ist positiv. Für die im Bereich der Vermietung und Verpachtung, Dienstleistungen sowie Lizenzvergabe (Filmlizenzen) tätigen Konzerngesellschaften erwarten wir für 2023 ein insgesamt positives Ergebnis über dem Niveau des Berichtsjahres. V. Forschung und Entwicklung Die operativ tätigen Gesellschaften des PH VV Konzerns betreiben weiterhin und unverändert in unterschiedlichem Umfang Forschung und Entwicklung. Spezialfahrzeuge Die Entwicklungsaktivitäten sind laufend auf die Optimierung der aktuellen Produktpalette ausgerichtet. Bei Entwicklungsprojekten von neuen Fahrzeuggenerationen stellt sich Kässbohrer selbst die Anforderung, ihre Produktpalette mit sparsamen, umweltfreundlichen und nachhaltigen Technologien auszustatten, die die Emissionen der Fahrzeuge verringern können. Es wird z.B. aktuell eine neue diesel-elektrische Generation des PistenBully 600 E+ entwickelt, das weltweit, aufgrund der intensiven Bestrebungen die CO 2 -Emissionen zu senken, stark nachgefragt wird. Zentrale Entwicklungsaktivitäten erfolgen am Standort Laupheim. Die eignen Mitarbeiter im Forschungs- und Entwicklungsbereich werden durch externe Dienstleister (Verbände, Universitäten, Institute, Forschungseinrichtungen und Lieferanten) unterstützt, um flexibel und zeitnah auf alle marktseitigen Erfordernisse reagieren zu können. Medizinische Software Der Markt, in welchen die medatixx tätig ist, ist von ständigen Innovationen gekennzeichnet. Sich ständig ändernde Hardwarelösungen verlangen unmittelbar neue Softwarelösungen. Die medatixx Forschungs- und Entwicklungsabteilung befasst sich vordringlich mit der Entwicklung und Pflege der jeweils neuen Softwaregenerationen. Aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen und der bestehenden Anforderungen des Marktes an die Softwarelösungen unseres Konzerns wurde der Personalbestand in den Softwareentwicklungs- Bereichen aufrechterhalten. Kunststoffe Die Herausforderung in diesem Bereich ist es, Verbrauchsplastik schrittweise durch neue Materialien zu ersetzen. Hier wurde im Geschäftsjahr intensive Entwicklung und Forschung durchgeführt. Die erforderliche punktuelle Umstellung der Produktionstechnologien und des Maschinenparks erfolgte auch unter Mithilfe externer Dienstleister. Ansonsten ergeben sich keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Konzern. VI. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Als Finanzinstrumente werden durch den Konzern ausschließlich Anteile am Eigenkapital in Form von Beteiligungen und zinstragende Forderungen bilanziert (zum Teil börsennotiert). Die Gesellschaften des Konzerns haben auf verschiedenen Ebenen und zielgerichtet auf das jeweilige Finanzinstrument wirksame Überwachungsprozesse eingeführt. Wesentlicher Teil dieser Überwachung ist die Erhebung aktueller aussagekräftiger Daten zur Beurteilung der vorhandenen Risikoposition und der der Veränderung dieser. VII. Chancen und Risiken künftiger Entwicklung sowie Ausblick Für den Bereich Herstellung und Vertrieb von Spezialfahrzeugen bestehen unterschiedliche Chancen und Risiken. Das Zusammenwirken von Produktpalette, Kundenstamm, Mitarbeitern und Geschäftspartnern ist ein starker Garant dafür, dass Chancen genutzt und Risiken positiv bewältigt werden können. Das Risikomanagementsystem in der Kässbohrer-Gruppe ist ein integraler Bestandteil vorhandener Managementsysteme. Zu nennen sind das IT-gestützte Management-Informationssystem, ein formalisiertes Reportingsystem, regelmäßige konzernweite Management- und Controllermeetings, mehrmals im Jahr stattfindende Strategierunden sowie wöchentlich stattfindende operative Abstimmrunden der Geschäftsführung. Das Produktportfolio von Kässbohrer ist maßgeblich bestimmt durch den PistenBully. Deshalb ist die Entwicklung eng verknüpft mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der gegebenen Marktsituation im Wintertourismus. Ein durch die Pandemie entstandenes Risiko ist die Sicherstellung der hohen Servicequalität aufgrund fehlenden Fachpersonals. Innerhalb der Gruppe sind zahlreiche Servicestellen nicht besetzt, da auf dem Markt nur sehr schwer geeignetes Fachpersonal an Monteuren rekrutiert werden kann. Auf dem Markt für Pistenfahrzeuge und verbundene Dienstleistungen hat sich faktisch ein Duopol gebildet. Beide Wettbewerber agieren weltweit, und sprechen mit nahezu substituierbaren Produkten den gleichen, begrenzten Kundenkreis an. Die hohe Markttransparenz in diesem Nischenmarkt erhöht die Wettbewerbstransparenz beim Kunden und damit die Preissensitivität. Das Risiko eines Imageverlustes besteht auch konkret in der neuen Generation des PistenBully 600 E+. Die KGF AG ist einziger Anbieter eines diesel-elektrischen Fahrzeugs, das von den Skigebieten weltweit, aufgrund ihrer intensiven Bestrebungen die CO 2 -Emissionen zu senken, stark nachgefragt wird. Die Auslieferung dieses Fahrzeugs ist durch die angespannte Liefersituation deutlich verzögert. Des Weiteren hängt das Marktrisiko vor allem im Geschäftsbereich PistenBully aufgrund der globalen Erwärmung langfristig direkt vom Umwelt- und Klimarisiko ab. Zahlreiche internationale Studien und Prognosen gehen von zum Teil unterschiedlichen Klimaentwicklungen und deren Auswirkungen aus. Eine negative Klimaentwicklung ist auf unsere Geschäftstätigkeit langfristig als gravierend einzustufen. Zudem bestehen Marktrisiken immer dann, wenn Kommunen und die öffentliche Hand für Investitionen zuständig sind. Hier werden aufgrund des finanziellen Drucks und der EU-Vorschriften praktisch nahezu alle relevanten Investitionen zunehmend durch Ausschreibungen vergeben. Insbesondere bei Anschaffungen von Loipenfahrzeugen und Strandreinigungsgeräten ist ausschließlich der Angebotspreis das relevante Kriterium, ohne dabei die Vorteile von Technik, Qualität oder Servicepräsenz in Relation zu setzen. Daher besteht das inhärente Risiko, Ausschreibungen zu verlieren. Ein weiteres Marktrisiko im Risikoportfolio ist das Marktrisiko auf der Beschaffungsseite. Durch die geringe Fertigungstiefe in der Produktion ist die Abhängigkeit insbesondere von den Single-Source-Lieferanten gegeben. In Anbetracht der anhaltenden globalen Supply-Chain-Krise im Verlauf des Kalenderjahres 2022 hat sich das Risiko trotz in der Vergangenheit eingeleiteter Maßnahmen weiter verschärft. Durch die stetig zunehmenden nationalen und internationalen Regulierungen im freien Warenverkehr sowie in der Außenwirtschaft- und Exportkontrolle und die daraus resultierende Komplexität können Risiken entstehen, die das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Aktivität beeinträchtigen können. Das Unternehmen übernimmt mit der Entwicklung im Bereich PistenBully Produktrisiken, die üblicherweise mit neuen technischen Lösungen und innovativen Neuerungen einhergehen (z.B. Elektrifizierung). Jede Produktentwicklung erfolgt - trotz sorgfältiger vorheriger Prüfung der Marktchancen - grundsätzlich unter Unsicherheit über die endgültige Akzeptanz am Markt und den richtigen Einführungszeitpunkt. Auch im Pistenfahrzeugmarkt spielt neben ansprechendem Design und höchster Funktionalität das optimale Preis-/Leistungsverhältnis als aus Kundensicht relevantes Entscheidungskriterium eine stetig zunehmende Rolle. Ein weiteres Risikopotential sind die IT-Risiken. Durch die zunehmende Komplexität der IT können Risiken aus Systemausfällen, Daten- und Informationsverlust und unter Umständen aus weiter zunehmenden Anforderungen an Datenschutzbestimmungen entstehen. Das Unternehmen hat hier weitreichende Investitionen in die Erfüllung der Vorgaben sowie den Austausch der Infrastruktur durch neue und aktuelle Hard- und Software getätigt. Wir sehen das ertragsgefährdende Schadens- und Eintrittspotential als gering an. Finanzrisiken können dann entstehen, wenn zwei bis drei schlechte Geschäftsjahre aufeinander folgen, z. B. durch schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder durch extremen Schneemangel. Das Unternehmen hat hierfür strategische Maßnahmenpläne entwickelt, um auf eine solche Entwicklung kurzfristig vorbereiten zu können. Ein entsprechendes Worst-Case-Szenario wird jährlich im Rahmen der Aktualisierung der Mehrjahresplanung simuliert. Das Unternehmen unterliegt durch die in USD abgerechnete Geschäftstätigkeit auf dem nordamerikanischen Kontinent, die über die amerikanische Tochtergesellschaft abgewickelt wird, einem nicht unwesentlichen Währungsrisiko. Eine unvorteilhafte Kursentwicklung des Euro kann spürbaren Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Allerdings können die Produktion des PistenBully Scout in USA und der Effekt aus Strukturkostenanpassungen unserer nordamerikanischen Organisation in gewissem Maße ausgleichend wirken. Umgekehrt können aus einer positiven Währungsrelation unmittelbar Währungsgewinne erzielt werden. Die KGF AG ist akut und mittelfristig Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Dies betrifft vornehmlich die Pensionsrückstellungen und die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten Im Jahr 2022 wurde der Konsortialkreditvertrag aufgelöst bzw. nicht verlängert. Die KGF AG hat sich dazu entschieden, die Finanzierungsbedarfe über eine geringere Anzahl von Banken mit Einzelvereinbarungen und ohne definierte Laufzeiten, zu decken. Dieses Vorgehen hat sich bei den ersten Finanzierungsbedarfen bereits bewährt und es entfallen die Aufwände für die Organisation des Konsortialkreditvertrags sowie die zum Teil einschränkenden, vertraglich definierten Bedingungen. Das Absatzmarktrisiko der Kässbohrer AG ist das einzige Risiko, das sowohl in Eintrittswahrscheinlichkeit als auch Schadenspotential ein stark ertragsgefährdendes Unternehmensrisiko darstellt. Ein hohes Umwelt- und Klimarisiko hat dabei langfristige Auswirkungen auf den Gesamtmarkt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos ist aus heutiger Sicht zwischenzeitlich höher einzustufen als in der Vergangenheit. Darüber hinaus sieht der Vorstand keine weiteren Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Für den Bereich medizinische Software stellen sich Chancen und Risiken wie folgt dar. Insbesondere die vielfältigen Gesetzgebungen auch zur Digitalisierung im Gesundheitsweisen und die allgemeinen Konjunkturentwicklungen können die Ergebnisentwicklung im medatixx-Konzern beeinflussen. Durch eine ständige Marktbeobachtung, Verfolgung der politischen - vor allem gesundheitspolitischen Rahmenveränderungen und durch die Mitgliedschaft in Verbänden sowie durch die Mitarbeit in verschiedenen Gremien der Gesundheitspolitik werden Risiken frühzeitig erkannt, um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können, Chancen zu nutzen und negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis weitgehend zu vermeiden. Hier ist insbesondere die Gefahr, dass der Staat oder Einrichtungen der Selbstverwaltung Praxissoftware oder wesentliche Elemente davon selbst und unter Ausschluss des Marktes entwickeln. Produkt- und Projektrisiken werden durch Produkt- und Projektplanungen, deren systematische Umsetzung, Prüfung der Qualität und Analyse von Fehlern ständig verbessert. Um dies hinsichtlich der stetig komplexer werdenden Anforderungen erfüllen zu können, werden im Rahmen einer strukturierten Personalentwicklung mit einer eigenen Abteilung verstärkt Mitarbeiterschulungen in allen Bereichen durchgeführt und Produkt- und Projektcontrolling-Instrumente eingesetzt. Technische Vorkehrungen gegen Missbrauch Dritter, der Abschluss von Lizenz- und Vertraulichkeitsvereinbarungen sowie die Anmeldung von Patenten und Marken sichern, soweit möglich, das geistige Eigentum des medatixx-Teilkonzerns. Der Fluktuation im Unternehmen wird im Rahmen der betrieblichen Gegebenheiten durch flexible Arbeitszeitmodelle, Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Sabbaticals, ein umfangreiches Angebot an Zusatzleistungen, leistungsorientierte Vergütungskomponenten und den auch 2022 fortgesetzte Weiterbildung der Mitarbeiter entgegengewirkt. Ein spezielles Risiko besteht in der Softwareproduktion. Hier muss das Unternehmen stets auf dem neuesten Stand bleiben und Mitarbeiter mit hohem Know-how an sich binden, um die Aufträge auch erfüllen zu können. Das Risiko, gute Mitarbeiter aufgrund des Fachkräftemangels zu verlieren, ist in einigen Regionen und bei bestimmten Berufsbildern unverändert hoch. Ein weiteres spezielles Risiko der Branche besteht darin, dass ein wichtiges Element unserer Einnahmen Erlöse aus Werbe- und Informationsfunktionen in unserer Software für die Pharmaindustrie ist. Hier hat sich gerade in den letzten Jahren eine Veränderung ergeben, so dass die ursprüngliche Werbeintensität in unserer Software durch die Pharmaindustrie abgenommen hat und wir die Vermarktung des Zuganges zu unseren Kunden für Interessenten außerhalb der Pharmaindustrie intensivieren. Die eingeführten technischen und organisatorischen Überwachungs- und Schutzmechanismen, die Virenangriffe auf unsere IT-Systeme vermeiden wurden in der Vergangenheit wesentlich verbessert, um bestehenden und zukünftigen Risiken begegnen zu können. Grundsätzlich ist festzustellen, dass die medatixx einer Vielzahl allgemeiner und branchenspezifischer Risiken ausgesetzt ist. Deshalb werden regelmäßig Risikoanalysen durchgeführt, Kernziele identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen definiert, um Risiken weitestgehend zu minimieren und damit die Einflussnahme auf Umsätze und Ergebnisse zu reduzieren. Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit für die medatixx nicht gesehen. Für den Bereich Kunststoffe stellen sich die Risiken wie folgt dar. Zu den Kunden unserer Firmengruppe zählen in einem erheblichen Maße die Automobilindustrie, die in den zurückliegenden Jahren starke konjunkturelle Schwankungen zu verzeichnen hatten. Diese Konjunkturschwankungen erreichten dann auch sehr schnell die Zulieferer. Aktuell ergibt sich hier eher ein positives Bild. Aufgrund der allgemeinen volkswirtschaftlichen Unsicherheiten ist die weitere abseitige Entwicklung schwer abzuschätzen. Bei der Belieferung mit Basiskunststoffen gibt es weltweit sehr wenig Lieferanten. Bei einer möglichen Störung in der Belieferung wären auch sehr wahrscheinlich unsere Gesellschaften betroffen. Diese Lieferengpässe sind spürbar und könnten sich noch verstärken. Risiken ergeben sich hier auch aus dem in 2022 verzeichneten Wechsel vom Verkäufer- zum Käufermarkt. Hinzu kommt, dass die Lieferketten weiterhin teilweise gestört sind. Diese Beschaffungsrisiken sind als erheblich einzustufen. Diese sollen "gehärtet" werden und wenn mögliche auf nationale oder europäische Lieferanten umgestellt werden. Ein weiteres Risiko sehen wir in der hohen Händlerdichte in Deutschland. Hier herrscht ein großer Preisdruck. Das Weiterreichen der erhöhten Materialkosten wird sich schwierig gestalten. Aktuell ist ein preissentiver Markt und ein Preisrückgang im Handelsbereich zu verzeichnen. Die derzeit europaweite Abkehr von bestimmten Kunststoffprodukten stellt ein grds. wesentliches Risiko dar. In vielen Bereichen wurden schon die Produktion und der Vertrieb zum 1. Juli 2021 verboten. Teile unseres Produktportfolios sind hiervon betroffen. Nachdem im vergangenen Jahr der Umsatz mit Trinkhalmen aus Kunststoff bereits stark zurückgegangen waren, setzte sich dieser Trend im abgelaufenen Geschäftsjahr fort. Der Umsatzrückgang der vergangenen Jahre konnte aber im Geschäftsjahr erstmalig durch einen starken Anstieg im Bereich des Verkaufs von Trinkhalmen aus Papier kompensiert werden. Hier erwarten wir auch zukünftig Möglichkeiten der Umsatzausweitung. Die europaweite Diskussion um die Nutzung von Kunststoffprodukten birgt aber auch Chancen. Als Chance sehen wir zukünftig mehr höherwertige Spezialprodukte nach Kundenwunsch zu fertigen, von denen wir uns verbesserte Margen erhoffen. Im Bereich der Kunststoffherstellung sind durch Investitionen neue Strukturen geschaffen worden. Hiervon versprechen wir uns zukünftig positive Effekte. Im Hinblick auf die Produktion und den Verkauf unserer Trinkhalme, sehen wir aktuell große Risiken, da die Branche in einer Umbruchphase von Kunststoff zu Papier/Pappe ist. Hierdurch werden Marktanteile neu verteilt und neue Produzenten können sich positionieren. Aufgrund unserer Positionierung gehen wir davon aus, dass diese Umbruchsituation für uns eher eine Chance als ein Risiko darstellt. Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situationen in den verschiedenen europäischen Staaten, ist eine Vorhersage schwierig bis unseriös. Im abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr hatten wir einen deutlichen Umsatzrückgang. Der Ergebnisbeitrag war positiv. Wir gehen davon aus, dass unsere Kunststoffaktivitäten für 2023 sehr wahrscheinlich keinen negativen Beitrag zum Konzernergebnis leisten werden. Für den Bereich der Immobilienverwaltung führen wir folgendes aus: Die Corona-Pandemie hat auch unser - auf gewerbliche Vermietung ausgerichtetes - Vermietungsgeschäft betroffen. Die überwiegende Anzahl unserer Mieter kam nahezu problemlos durch die Krise. Punktuell kam es in der Vergangenheit zu Mietausfällen oder Verzögerungen bei den Mietzahlungen. Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich kaum noch Corona-Effekte in diesem Bereich. Mit einigen Mietern haben wir Finanzierungsvereinbarungen getroffen, die es den Mietern ermöglichen, die aufgelaufenen Rückstände in der Zukunft abzubauen. Im notwendigen Umfang haben wir trotz der Vereinbarungen Einzelwertberichtigungen gebildet. Wir gehen davon aus, dass durch diese Maßnahmen (Finanzierungsvereinbarungen und Einzelwertberichtigungen) das Risiko im Hinblick auf Mietausfälle reduziert. Wir sehen aber weiterhin auch Chancen in allen unseren Immobilienstandorten und mieterseitigen Branchen. Kleinteiliges produzierendes Gewerbe und vor allem Logistik ist immer auf der Suche nach geeigneten Flächen. Diese Flächen mieterfreundlich nach deren Vorstellungen zu entwickeln ist ein Kernbestandteil unserer Akquisitionsmaßnahmen. Als ein Risiko für unsere Vermietungsstrategie (Entwicklung der Mietobjekte als maßgeschneiderter Standort für den Mieter) entwickelten sich aber aktuell die Baupreise und die Auslastung der Bauunternehmen. Insbesondere für kurzfristige Umbauten, aber auch für ungeplante Instandhaltungen ist dies ein Kostenrisiko. Unsere Bauabteilung beobachtet diese Entwicklungen und setzt alle Maßnahmen baulicher Art in ein Kosten- Nutzenverhältnis des betreffenden Mietbereiches. Inwieweit die Zinserhöhungen der EZB hier nachhaltig zu einer geringeren Auslastung und einer Konsolidierung bzw. einem Rückgang der Baukosten führt, ist aktuell nicht eindeutig abzusehen. Die Auslastung im Bauhauptgewerbe sank ab Q2/2022 um rund 6% bis Ende 2022. Seite Anfang 2023 steigt die Auslastung hingegen wieder an. Die Baukosten im Bereich des Wohnungsbaus sind auch in 2022 und bis zum aktuellen Datum weiterhin angestiegen. Generell werden fortlaufend Maßnahmen zur Risikofrüherkennung getroffen, vor allem durch eine laufende Beobachtung des Grundstücks- und Immobilienmarktes sowie einem Forderungsmanagement. Strategische Neuausrichtungen sind zurzeit nicht notwendig. Schwerpunkt der Verkaufsstrategie ist bereits seit den Vorjahren die Veräußerung abgelegener Immobilienstandorte. Wir konzentrieren uns weiterhin auf definierte Kerngebiete (Dresden, Leipzig, Ulm, Freiburg und Wernigerode). Für diesen Unternehmensbereich sind keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt geworden. Für den Bereich der sonstigen Vermögensverwaltung führen wir folgendes aus: Das Ergebnis des Konzerns ist im höchsten Maße davon abhängig, wie sich die assoziierten Beteiligungen Heidelberg Materials AG und PHOENIX Pharma SE entwickeln. Die PH VV hält über ihre konsolidierten Gesellschaften, die vermögensverwaltend tätig sind, mittelbar Beteiligungen an Gesellschaften, die Aktien der Heidelberg Materials AG besitzen. Eine Verschlechterung des Börsenumfeldes birgt generell das Risiko, dass Wertpapiere oder Beteiligungen wertberichtigt werden müssen oder nur mit Kursabschlägen veräußert werden können; existentielle Risiken gehen hiervon aber für uns nicht aus. Das Konzernergebnis ist aber nicht direkt abhängig vom schwankenden Börsenwert des im DAX geführten Unternehmens, sondern von den konjunkturellen Einflüssen auf das global operierende Unternehmen. Hier gibt es je nach Region unterschiedliche Chancen und Risiken, auf welche die Heidelberg Materials AG in ihrem Konzernabschluss zum 31.12.2022 eingeht. Hinsichtlich der ausführlich beschriebenen Chancen und Risiken verweisen wir grds. auf den Konzernabschluss der Heidelberg Materials AG, welcher im Bundesanzeiger veröffentlicht wird, sowie auf die Quartalsberichte, welche neben den Jahresabschlüssen im unternehmenseigenen Internetauftritt publiziert werden. Folgende Einschätzung hat der Vorstand der Heidelberg Materials AG im Geschäftsbericht 2022 getroffen:
Die PHOENIX Pharma SE ist als europaweit tätiger Pharmagroßhändler verschiedenen Risiken ausgesetzt. Grundsätzlich ist der Pharmamarkt weniger konjunkturabhängig als andere Wirtschaftszweige. Trotzdem kann es kurzfristig immer wieder zu regulatorischen Markteingriffen kommen. Gesundheitspolitische Entscheidungen können sich auf den Pharmamarkt mehr oder weniger stark auswirken. Diese Einflüsse werden seitens der PHOENIX Gruppe, je nach Region differenziert, beobachtet und durch da bestehende Risikomanagementsystem bewertet. Weiterhin besteht neben den allgemeinen wirtschaftlichen Risiken (Forderungsrisiken, finanzwirtschaftliche Risiken oder steuerlichen Risiken) auch rechtliche Risiken, die insbesondere durch die Tätigkeit in 26 Ländern sehr unterschiedlich wirken können. Angesichts der starken Marktposition besteht das Risiko, dass Wettbewerbsbehörden in bestimmten Fällen zu unserem Nachteil entscheiden. Im Rahmen des Handels mit pharmazeutischen Produkten sind in den verschiedenen Ländern bestimmte gesetzliche Regelungen zu beachten. Verstöße gegen diese Vorschriften können zu entsprechenden Sanktionsmaßnahmen seitens der Behörden führen. Hieraus ergeben sich aber auch Chancen für die PHOENIX. Die PHOENIX Gruppe ist in 26 Ländern in Europa aktiv. Diese breite geographische Diversifikation verringert den Einfluss gesundheitspolitischer Veränderungen in einzelnen Märkten auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns. Außerdem kann PHOENIX durch die breite geographische Abdeckung der pharmazeutischen Industrie europaweite Dienstleistungen anbieten. Chancen bieten sich darüber hinaus durch die Integration von Pharmagroß- und Apotheken Einzelhandel. Im letzten Konzerngeschäftsbericht (Stichtag 31.01.2023) kommt der Vorstand der PHOENIX Pharma SE zu folgender Gesamtbeurteilung: Insgesamt ist die PHOENIX group in einem stabilen Markt tätig und hier aufgrund der Aktivitäten in den Bereichen Großhandel, Einzelhandel und Pre-Wholesale gut aufgestellt. So kann sie sich bietende Chancen nutzen, um die starke Marktstellung künftig auszubauen. Die Risiken und Chancen im Pharmahandel unterliegen im Zeitverlauf in der Regel keinen wesentlichen Veränderungen. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der PHOENIX gefährden könnten. Die PHOENIX group hat das Geschäftsjahr 2022/23 erfolgreich abgeschlossen. Gesamtleistung, Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA konnten gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden. Den wichtigsten Meilenstein hat PHOENIX mit dem erfolgreichen Abschluss der Übernahme mehrerer Landesgesellschaften von McKesson Europe zum 31. Oktober 2022 erreicht - der größten Akquisition der Unternehmensgeschichte. Damit baut die PHOENIX group ihre europaweit führende Position in den Bereichen Pharmagroßhandel, Apotheken-Einzelhandel und Services für die pharmazeutische Industrie weiter aus. Für die Finanzanlagen (nicht assoziierte Beteiligungen, Wertpapiere) rechnen wir nicht mit signifikanten Ergebniseinflüssen und sehen auch keine Risiken für den Konzern. Temporäre Auswirkungen sind durch internationale Entwicklungen an den Börsen allerdings niemals auszuschließen. Aufgrund der Art der pflichtgemäßen Einbeziehung in den Konzernabschluss wirken sich diese direkt im Konzernergebnis und im Konzerneigenkapital aus. Wegen der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung durch die ausklingende Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg sind unterschiedlichste Szenarien möglich. Kurz- und mittelfristige Vorschauen und Szenarien in Bezug auf das Gesamtjahr 2023 und darüber hinaus erachten wir als unsicher. Künftige Entwicklungen auf Basis dieser Szenarien halten wir für kaum prognostizierbar. Die Vergabe von Darlehen erfolgt nahezu ausschließlich an nahestehende Unternehmen. Die Aktivitäten dieser Gesellschaften werden durch das gruppeninterne Monitoring ständig überprüft. Risikobehaftete Geschäfte werden nicht getätigt. Wir sehen hierin kein bestandsgefährdendes Risiko für den PH VV-Konzern. Wir erwarten auf Basis uns vorliegender Erkenntnisse für das Konzerngeschäftsjahr 2023 aus diesem Bereich ein positives Ergebnis, welches leicht unter dem des Berichtsjahres liegt. Für den Bereich der Filmlizenzen gibt es nur sehr geringe Risiken. Für beide konsolidierten Filmgesellschaften wurde bereits im Vorjahr unter Ausnutzung des niedrigen Zinsniveaus eine Umschuldung von externer zu interner Finanzierung vorgenommen. Somit ist das bis dahin bestehende Währungsrisiko beseitigt. Die von den Gesellschaften erzielten Lizenzeinnahmen werden ein positives Ergebnis und einen positiven Cash-Flow erzielen. Für den Bereich der Dienstleistungserbringung führen wir folgendes aus: Mehrere Gesellschaften des PH VV-Konzerns erbringen Dienstleistungen (Geschäftsbesorgung) für nahestehende Unternehmen und finanzieren diese zumindest teilweise. Die seit dem 31.12.2020 zum Konzern gehörende VEM Vermögensverwaltung GmbH ist seit 2011 Cash Pool-Führer aufgrund einer Cash Management-Vereinbarung, bei der Liquiditätsüberschüsse (Guthaben) einzelner Unternehmen gesammelt und an Gesellschaften mit Finanzierungsbedarf weitergegeben werden. Hier wird der Finanzstatus permanent überprüft und bei dauerhaftem Schuldensaldo Darlehensvereinbarungen getroffen. Von großem Vorteil ist die langjährig zusammengewachsene Mitarbeiterschaft in diesem Bereich, die umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse der Gruppe besitzt. Als Risiko ist auch hier bei einem weiteren Wachstum die Personalbeschaffung aufgrund unverändert auch hier herrschenden Fachkräftemangels (IT, Immobilien, Steuern, Buchhaltung etc.) zu nennen. In diesem Bereich sehen wir ansonsten keine weiteren Risiken. Beurteilung der Gesamtrisiko- und -chancensituation durch die Unternehmensleitung Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Risiken insgesamt in etwa stabil geblieben. In der Summe sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2021 im Juni 2023 hat sich die Risikosituation unseres Konzerns nicht wesentlich verändert. Das Unternehmen verfügt über eine solide finanzielle Basis und die Liquiditätssituation ist komfortabel. Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass die hier dargestellten Chancen und Risiken für die Geschäftstätigkeit auf gegenwärtigen Einschätzungen beruhen, die sich möglicherweise in der Zukunft als nicht richtig erweisen. Die beschriebenen Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass die PH VV die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die Risiken dabei aus den Augen zu verlieren. Die PH VV sieht sich mit dem integrierten Produktportfolio seiner gewerblichen Beteiligungen, deren Positionen in Wachstumsmärkten und ihrer Kostenstruktur gut gerüstet, um sich eventuell realisierende Risiken zu bewältigen und von den sich bietenden Chancen zu profitieren. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 einen leicht steigenden Konzernumsatz. Weiterhin erwarten wir ein leicht unter dem Vorjahr liegendes, positives Konzernergebnis für 2023. Nach unserer Auffassung und jetzigen Erkenntnissen ist die Fortführung der Gesellschaften des PH VV-Konzerns nicht gefährdet.
Schönefeld, den 30. Juni 2023 gez. Ludwig Merckle gez. Dr. Susanne Frieß Konzernbilanz zum 31.12.2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
Konzernanhang 2022Allgemeine Angaben Die Konzernobergesellschaft PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld (im folgendem auch als PH VV oder Gesellschaft bezeichnet) hat ihre Geschäftsanschrift in 12529 Schönefeld, Mittelstraße 5/5a und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Cottbus unter der Registernummer HRB 15665 CB. Der Konzernjahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt und geprüft. Die PH VV stellt einen Konzern für den größten Konsolidierungskreis auf. Abgrenzung des Konsolidierungskreises Der Konzern umfasst folgende verbundene Unternehmen. In den Konzernabschluss werden 103 Gesellschaften (im Vorjahr: 97) einbezogen.
1 Befreiung § 264 Abs.3 Satz 4 HGB
86 Konzerngesellschaften (Vorjahr: 81) sind entsprechend § 264 Abs. 3 Nr. 3 HGB bzw. § 264 b HGB von der Veröffentlichung des Jahresabschlusses befreit. Es haben alle Gesellschafter gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB zugestimmt. Somit haben die Gesellschaften von den Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesellschaften verzichten auf die Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den Regelungen der §§ 264 ff. HGB. Sie verzichten weiterhin auf eine eigene Prüfung des Jahresabschlusses. Die PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld, wird ihren Konzernabschluss entsprechend den Regelungen des § 264 Abs. 3 Nr. 4 HGB bzw. § 264b Nr. 3 HGB in Verbindung mit § 325 HGB im Bundesanzeiger veröffentlichen. Veränderungen im Konsolidierungskreis Im Konzerngeschäftsjahr 2022 gab es im Konsolidierungskreis im Vorjahresvergleich nur wenig Änderungen. Der Konsolidierungskreis hat sich um sechs Gesellschaften im Stichtagsvergleich (103 / Vj. 97) erhöht. Den 15 Zugängen (Vj. 5) stehen 9 Abgänge (Vj. 2) gegenüber. Zugänge
Die Gesellschaften Immopact Sachsen GmbH (Nr. 24), Juspo Holding GmbH (Nr. 37) und Softland GmbH (Nr. 74) sind im Berichtszeitraum erworben worden. Die anderen zwölf Gesellschaften sind durch Konzerngesellschaften neu gegründet worden. Abgänge
Mit Ausnahme der Merlum GmbH sind die anderen acht Gesellschaften im Wege der Verschmelzung auf bestehende Konzerngesellschaften angewachsen. Ihre Vermögensgegenstände und Schulden sind weiterhin Bestandteil des Konzernabschlusses. Die Merlum GmbH ist durch Verkauf zum 31.12.2022 aus dem Konzern ausgeschieden. Konsolidierungsgrundsätze Allgemein Die im Konzernabschluss der PH Vermögensverwaltung GmbH des Vorjahres angewandten Konsolidierungsgrundsätze sind beibehalten worden. Die Abschlüsse aller konsolidierten Gesellschaften wurden in Euro aufgestellt bzw. in Euro umgerechnet. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich in Anwendung der §§ 297 ff. HGB i. V. m. §§ 252 ff. HGB bewertet. Abschlussstichtage (§ 299 HGB) Die LuMe Vermögensverwaltung GmbH und die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft nebst ihrer neun Tochtergesellschaften haben als Abschlussstichtag den 30.09.2022. Für die LuMe Vermögensverwaltung GmbH wurde für Konsolidierungszwecke ein freiwilliger Zwischenabschluss auf den 31.12.2022 erstellt, welcher dem Konzerngeschäftsjahr entspricht. Für die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft, welche mit ihren neun Tochtergesellschaften einen eigenen Teilkonzern bildet, wurde ein freiwilliger Konzernabschluss auf den 30.09.2022 erstellt, geprüft und testiert. Die Einbeziehung der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft in den Konzern der PH Vermögensverwaltung GmbH erfolgt in Anwendung des § 299 Abs. 2 HGB zum 30.09.2022. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Zeitraum vom 01.10.2021 bis 30.09.2022 berücksichtigt. Diese Vorgehensweise entspricht den Vorjahren. Für alle anderen in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen entspricht der Stichtag der Einzelabschlüsse jeweils dem Stichtag des Konzernabschlusses. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der bis 2009 einbezogenen Gesellschaften erfolgte nach der Buchwertmethode. Die in der Vergangenheit entstandenen Unterschiedsbeträge wurden teilweise abgeschrieben bzw. ertragswirksam aufgelöst und teilweise gemäß § 309 Abs.1 HGB mit Gewinnrücklagen verrechnet. Seit 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wird. Bei der Kapitalkonsolidierung sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge werden den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Auf- oder Abstockungen von Anteilen an Tochterunternehmen, ohne Statusänderung des Tochterunternehmens, werden im Konzernabschluss als Kapitalvorgang abgebildet. Bei einer Aufstockung werden die Vermögensgegenstände und Schulden nicht neu bewertet. Sofern sich ein Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung der Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt ergibt, wird dieser erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Bei einer Abstockung wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis der Anteile und dem hierauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals zum Veräußerungszeitpunkt der Anteile erfolgsneutral in das Konzerneigenkapital eingestellt. Die im Konzerngeschäftsjahr 2022 gemeinschaftlich mit einem nahestehenden Unternehmen gegründete GeMe GmbH (Nr. 9) wird im Wege der Quotenkonsolidierung einbezogen. Assoziierung
Die Anzahl der assoziierten Unternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von vier auf fünf erhöht. Die Einbeziehung der PHOENIX Pharma SE, Mannheim, erfolgt auf der Basis des nach IFRS aufgestellten Konzernabschlusses der Gesellschaft. Eine Anpassung der Bewertungsmethoden des assoziierten Unternehmens an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden erfolgt gem. § 312 Abs. 5 Satz 2 HGB nicht. Die PHOENIX Pharma SE selbst hat als Abschlussstichtag den 31.01. des Kalenderjahres. Deshalb setzt die Assoziierung für den PH VV Konzern auf der Quartalsberichterstattung zum 31.10. (Q3) auf. Für Einbeziehungszwecke wird die Eigenkapitalentwicklung in einer Nebenrechnung auf einen Zeitraum vom 01.11.-31.10. (zwölf Monate) übergeleitet. Die Einbeziehungsquote ist im Vorjahresvergleich unverändert. Aus der Aufrechnung zwischen den Anschaffungskosten und dem korrespondierenden Eigenkapital ergab sich im Rahmen der Erstassoziierung ein passiver Unterschiedsbetrag (welcher dem Unterschiedsbetrag 1 betragsmäßig entspricht) von 757,1 Mio. Euro. Zum 31.12.2022 ergibt sich ein fortgeschriebener passiver Unterschiedsbetrag von 399,9 Mio. Euro. Die Einbeziehungsquote der Pharma Beteiligungsgesellschaft mbH, Schönefeld, ist unverändert. Es gibt keine Unterschiedsbeträge. Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH hält am Bilanzstichtag 27,67% (Vj: 26,73%) an der Heidelberg Materials AG, Heidelberg (im Vj HeidelbergCement AG). Die Erstassoziierung erfolgt zum 31.12.2020. Das assoziierte Eigenkapital basiert auf dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss von Heidelberg Materials AG. Eine Anpassung der Bewertungsmethoden des assoziierten Unternehmens an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden erfolgt gem. § 312 Abs. 5 Satz 2 HGB nicht. Aus der Aufrechnung zwischen den Anschaffungskosten und dem korrespondierenden Eigenkapital ergibt sich zum Erstassoziierungszeitpunkt ein passiver Unterschiedsbetrag (welcher dem Unterschiedsbetrag 1 betragsmäßig entspricht) von 568,6 Mio. Euro. Zum 31.12.2022 ergibt sich ein fortgeschriebener passiver Unterschiedsbetrag von 517,6 Mio. Euro. Aus der im Konzerngeschäftsjahr erfolgten statuswahrenden Aufstockung der Beteiligung ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag (welcher dem Unterschiedsbetrag 1 betragsmäßig entspricht) von 11,8 Mio. Euro. Zum 31.12.2022 ergibt sich ein fortgeschriebener passiver Unterschiedsbetrag von 11,4 Mio. Euro. Die Einbeziehungsquote der PIB Verwaltung GmbH, Schönefeld, ist unverändert. Es gibt keine Unterschiedsbeträge. Neu assoziiert wird seit diesem Konzerngeschäftsjahr die Immopact Zielstattstraße GmbH, Schönefeld (vorher: GbR Zielstattstraße). Die Gesellschaft wurde in den Vorjahren - aufgrund von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss - unter den Sonstigen Beteiligungen ausgewiesen und im Konzerngeschäftsjahr in die Rechtsform der GmbH formgewandelt. Die Beteiligungsquote beträgt 46,00%. Erstassoziierungszeitpunkt ist der 31.07.2022. Sonstige Beteiligungen Der Konzern hält an neun (Vj: 8) Gesellschaften Anteile, deren Beteiligungsquote allesamt unter 20% liegt. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile bemessen sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Zwischengewinneliminierung Die im Vorratsbestand aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen entstandenen Zwischenergebnisse werden erfolgswirksam eliminiert. Im Konzern sind im Konzerngeschäftsjahr 2022 und in den Vorjahren Zwischengewinne für zwischen den Konzernunternehmen veräußerten Gegenständen des Sachanlagevermögens (Grundstücke, Gebäude und Betriebsausstattung) entstanden. Hier wurden die Buchgewinne und Buchverluste unter Abzug der Abschreibungen auf die verkauften Gegenstände und der Fortführung der ursprünglichen Abschreibung auf die historischen Anschaffungskosten bereinigt. Auf die Eliminierung sonstiger unwesentlicher Zwischengewinne wurde, wie in den Vorjahren, wegen Geringfügigkeit verzichtet. Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie Schuldenkonsolidierung Es wurden konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften eliminiert. In der Schuldenkonsolidierung kommt es zu einer Ausnahme. Aufgrund des zeitlichen Unterschieds aus der Einbeziehung der LuMe Vermögensverwaltung GmbH und anderer Konzerngesellschaften (31.12.) und der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft nebst Tochtergesellschaften (30.09.) kommt es zu einem Aufrechnungsunterschied von Darlehen zur Unternehmensfinanzierung (3,6 Mio. Euro; i.Vj: 3,1 Mio. Euro). Die finanziellen Mittel werden zur Gruppenfinanzierung der Kässbohrer-Gesellschaften eingesetzt. Der Betrag wird als Forderung an verbundene Unternehmen ausgewiesen, da er für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung ist. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die im Vorjahreskonzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind beibehalten worden. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt, bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Die Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Rahmen der Konzernvorschriften (§§ 290 bis 314 HGB) erweitert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die assoziierten Unternehmen werden nach der Equitymethode gemäß § 312 HGB bewertet. Das übrige Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag bewertet. Soweit erforderlich, wurden Zuschreibungen aus Wertaufholungen gemäß § 253 (5) HGB vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der gleitenden Durchschnittspreismethode ermittelt. In einzelnen Fällen von geringer Bedeutung kommen Festwerte zum Ansatz. Wertabschläge für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer und Überbestand sowie verminderter technischer Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten werden in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Wertabschläge für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer und Überbestand sowie verminderter technischer Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Handelswaren und Gebrauchtfahrzeuge werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren voraussichtlichen Verkaufserlös unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten bewertet. Die Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuern ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen werden von den Vorräten offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Längerfristige unverzinsliche Forderungen werden zum Barwert bewertet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben, die vor dem Abschlussstichtag angefallen sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, ausgewiesen. Die Rückstellungen sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Die Pensionsrückstellungen sind unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Heubeck ermittelten Rückstellungen liegen im Berichtsjahr die folgenden Bewertungsparameter zugrunde: Abzinsungsfaktor (zum jeweiligen Bilanzstichtag) 1,77% (30.09.22) / 1,78% (31.12.22) (i.Vj: 1,97% / 1,87%), Gehaltstrend 1,75% (i.Vj: 1,75%), Rententrend zwischen 1,0% bis 1,75% (i.Vj: 1,0% bis 1,75%) und Fluktuationsrate 0% (i.Vj: 0%). Der Abzinsungsfaktor entspricht danach dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Sich ergebende Zinseffekte aus Änderungen des genutzten Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wird unter dem Posten Zinsaufwand ausgewiesen. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. den beizulegenden Zeitwerten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Sofern Deckungsvermögen vorliegt, erfolgt eine Verrechnung mit den Pensionsrückstellungen nach § 246 Abs. 2 HGB. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für steuerliche Verlust- und Zinsvorträge sowie Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB berücksichtigt. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die unternehmensindividuellen Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig sind, zu dem sich die temporären Differenzen erwartungsgemäß abbauen werden. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt saldiert, Posten nach § 306 HGB werden mit denen nach § 274 HGB zusammengefasst. Eine sich insgesamt nach Verrechnung ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Veränderung der latenten Steuern unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Grundsätze der Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag unter Beachtung der historischen Anschaffungskosten als Wertobergrenze bewertet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Höchstwertprinzips bewertet. Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Umrechnung der Bilanzposten der in Fremdwährung valutierten Einzelabschlüsse in Euro erfolgt - mit Ausnahme des Eigenkapitals - mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Tochtergesellschaften werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Die aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenz wird erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt. Erläuterungen zur Konzernbilanz Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist aus der Darstellung im Konzernanlagegitter in der Anlage 1 zum Anhang ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände In der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zum 31. Dezember 2022 die im Rahmen der Erstkonsolidierung der Softland GmbH aufgedeckten stillen Reserven enthalten. Diese beinhalten zum Stichtag fortgeschriebene aktivierte Kundenbeziehungen (11,8 Mio. Euro) sowie Software (1,5 Mio. Euro). Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über einen Zeitraum von 3 bis 26 Jahren. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, soweit diese nicht auf stille Reserven zugeordnet werden konnten. Zum 31.12.2022 sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 239,4 Mio. Euro (i.Vj.: 264,7 Mio. Euro) bilanziert. Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 33,9 Mio. Euro. Der Zugang des Konzerngeschäftsjahres zu den Geschäfts- oder Firmenwerten von 8,6 Mio. Euro resultiert aus der Erstkonsolidierung der Softland GmbH. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ergibt sich aus langfristigen Kundenbeziehungen, der Erwartung, den Kaufpreis innerhalb eines strategischen Zeitraums in ökonomischen Nutzen zu überführen sowie einer stabilen Struktur der Mitarbeiter, die für den Unternehmenserfolg verantwortlich sind. Sachanlagen Als Sachanlagen werden neben Bauten auf eigenen Grundstücken und unbebauten Grundstücken im Wesentlichen Maschinen und Ausrüstungen, Betriebseinrichtungen, Büromaschinen sowie Fahrzeuge ausgewiesen. Die Abschreibungen betragen je nach Nutzungsdauer 25 bis 50 Jahre für Gebäude und bauliche Anlagen sowie zwischen 3 und 10 Jahren für bewegliche Anlagegüter. Assoziierte Beteiligungen Als assoziierte Unternehmen werden die Beteiligungen an insgesamt fünf (i.Vj: vier) Unternehmen ausgewiesen. Der Buchwert hat sich um 580,6 Mio. Euro erhöht. Größter Einzelposten stellt die Beteiligung an Heidelberg Materials AG dar. Sonstige Beteiligungen Unter den Sonstigen Beteiligungen werden die Buchwerte für insgesamt 16 (i.Vj: 9) Positionen ausgewiesen. Im Berichtszeitraum gab es mehrere Zugänge, welche auch Fondsanteile betreffen und einen Abgang (Umbuchung auf assoziierte Unternehmen). Wertpapiere des Anlagevermögens Das Wertpapiervermögen besteht aus Aktien und sonstigen Wertpapieren. Aufgrund gestiegener bzw. gefallener Kurswerte erfolgten Zuschreibungen von 55 Euro bzw. Abschreibungen von 26,7 Tsd. Euro. Umlaufvermögen Vorräte Das Vorratsvermögen betrifft neben Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Unfertigen Erzeugnissen die Bestände an Fertigen Erzeugnissen und Waren sowie geleistete und erhaltene Anzahlungen. Es wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit werden Abschläge in ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung von Ausfall- und Zinsrisiken um entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gekürzt ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen werden zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Als Forderung gegen verbundene Unternehmen werden (3,6 Mio. Euro; i.Vj: 3,1 Mio. Euro) Forderungen an Gesellschaften der Kässbohrer Geländefahrzeug AG ausgewiesen. Wie bereits unter den Konsolidierungsgrundsätzen innerhalb dieses Konzernanhangs angegeben, resultieren die Forderungen aus einer stichtagsbedingten Aufrechnungsdifferenz aus der Schuldenkonsolidierung aufgrund des abweichenden Abschlussstichtags der Teilkonzerns Kässbohrer AG (30.09.2022). Der unter Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesene Wert betrifft zum Bilanzstichtag kurzfristige Darlehen. Sie bestehen überwiegend, wie im Vorjahr, gegenüber assoziierten Unternehmen. Unter der Position sonstige Vermögensgegenstände werden insbesondere Darlehen an nahestehende Unternehmen sowie Steuererstattungsansprüche ausgewiesen. Weiterhin werden hier langfristige Forderungen auf Filmlizenzen ausgewiesen. Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 2,4 Mio. Euro (i.Vj: 2,7 Mio. Euro) und unter den Sonstigen Vermögensgegenständen haben 193,2 Mio. Euro (i.Vj: 187,1 Mio. Euro) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel betreffen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten werden Aufwendungen abgegrenzt, die Zeiträumen nach dem Stichtag zuzurechnen sind. In diesem Posten sind auch Disagien in Höhe von 4 Tsd. Euro (i.Vj: 5 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt planmäßig. Passiva Eigenkapital Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel. Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Konzernobergesellschaft ausgewiesen. Das Gezeichnete Kapital beträgt unter Berücksichtigung einer Barkapitalerhöhung von 101 Euro im Konzerngeschäftsjahr zum 31.12.2022 53.758 Euro (i.Vj.: 53.657 Euro). Die bilanzierte Kapitalrücklage wurde nach den Regelungen des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet und hat sich im Konzerngeschäftsjahr um 1,4 Mio. Euro erhöht. Die Konzerngewinnrücklage resultiert aus erfolgsneutralen Veränderungen auf Konzernebene. Die Erhöhung (saldiert 1.042,4 Mio. Euro) im Konzerngeschäftsjahr betreffen ergebnisneutrale Assoziierungen in Höhe von 98,3 Mio. Euro und Effekte aus Quotenänderungen von konsolidierten Unternehmen in Höhe von 944,1 Mio. Euro. Der Konzernbilanzgewinn berücksichtigt den Konzerngewinnvortrag von 596,5 Mio. Euro, den Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres (550,3 Mio. Euro) abzüglich des Anteils der konzernfremden Gesellschafter am Konzerngewinn (176,2 Mio. Euro). Die Nicht beherrschenden Anteile betreffen den Anteil konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital. Diese haben sich um 751,7 Mio. Euro verringert. Grund hierfür sind u.a. Quotenänderungen mehrerer Konzerngesellschaften, das anteilige Ergebnis von 176,2 Mio. Euro und ein Anteil an ergebnisneutralen Zugängen aus Assoziierung in Höhe von 31,2 Mio. Euro. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr von 1.018 Tsd. Euro. Zum 31.12.2022 ergibt sich ein Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen von 20.247 Tsd. Euro. Dieser wurde mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens 106 Tsd. Euro. Nach Verrechnung ergeben sich zum Bilanzstichtag bilanzierte Pensionsrückstellungen von 20.141 Tsd. Euro. Weiterhin wurden die auf das Deckungsvermögen entfallenden Zinserträge (3 Tsd. Euro) mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Diese beinhalten auch die voraussichtlichen Steuern auf das Ergebnis des Geschäftsjahres. Sonstige Rückstellungen wurden für Personalkosten, Retouren und Gewährleistungen, Rechnungsnachlauf und andere zu berücksichtigende Wagnisse gebildet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: Die unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Darlehensverbindlichkeiten betreffen langfristige Kredite und kurzfristige Kontokorrentkredite. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in Höhe von 42,2 Mio. Euro (i.Vj. 36,5 Mio. Euro) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 71,0 Mio. Euro (i.Vj. 59,0 Mio. Euro) Verbindlichkeiten mit einer Restlauzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Weiterhin haben 43,2 Mio. Euro (i.Vj. 30,6 Mio. Euro) der Verbindlichkeiten eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Von den Bankverbindlichkeiten sind 44,3 Mio. Euro durch Anlagevermögen besichert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: Es werden offene Liefer- und Leistungsverpflichtungen passiviert. Die Laufzeit beträgt mit 35,2 Mio. Euro (i.Vj: 21,9 Mio. Euro) weniger als ein Jahr. Ein Teil der Sicherheits- und Gewährleistungseinbehalte in Höhe von 0,5 Mio. Euro (i.Vj. 0,2 Mio. Euro) haben eine Laufzeit von einem bis zu fünf Jahren. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: Der Ausweis betrifft Darlehen und Cash-Pool Verbindlichkeiten. Die Laufzeit beträgt, wie im Vorjahr, weniger als ein Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten: Als sonstige Verbindlichkeiten werden hauptsächlich Darlehen, Kreditorische Debitoren, Mitarbeiterverbindlichkeiten sowie noch abzuführende Steuern (5,7 Mio. Euro; i.Vj. 4,4 Mio. Euro) und Sozialabgaben (0,6 Mio. Euro; i.Vj. 0,5 Mio. Euro) ausgewiesen. Von Sonstigen Verbindlichkeiten haben 56,4 Mio. Euro (i.Vj. 18,1 Mio. Euro) eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die restlichen Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mio. Euro; i.Vj. 0,9 Mio. Euro) haben eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren. Weiterhin werden hier Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 0,3 Mio. Euro (i.Vj: 7,0 Mio. Euro) ausgewiesen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind abgegrenzte Mietzahlungen und sonstige Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Erträge für den Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Latente Steuern Die Latenten Steuern betreffen im Wesentlichen Unterschiedsbeträge aus Handels- und Steuerbilanz, Zinsvorträge sowie nutzbare steuerliche Verlustvorträge und Konsolidierungen. Vom Wahlrecht der Saldierung von aktiven und passiven Latenten Steuern ist Gebrauch gemacht worden. Die Latenten Steuern in Höhe von 2,7 Mio. Euro (i.Vj: 9,7 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen Unterschiedsbeträge aus Handels- und Steuerbilanz (1,7 Mio. Euro Passiva), nutzbare Verlustvorträge (38,6 Mio. Euro Aktiva) sowie aus Konsolidierungen (43,1 Mio. Euro Passiva). Die passiven latenten Steuern haben sich im Berichtszeitraum um 6,9 Mio. Euro reduziert. Die Unterschiede Handels- und Steuerbilanz betreffen insbesondere steuerlich nicht abzugsfähige Abwertungen im Anlagevermögen, Vorräten und Forderungen/ Sonstigen Vermögensgegenständen sowie Rückstellungen. Die latenten Steuern auf Konsolidierungen sind entsprechend § 306 HGB gebildet. Die angewandten Steuersätze richten sich nach dem jeweiligen Sitz der Gesellschaft. Im Inland variiert dies nach dem jeweiligen Hebesatz in der Gewerbeertragsteuer. Die angewandten effektiven Steuersätze liegen zwischen 24% und 33%. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Außenumsatzerlöse nach Eliminierung der Innenumsätze betragen insgesamt 493,6 Mio. Euro.
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen erhöhten sich um 6,9 Mio. Euro (i.Vj. -17,9 Mio. Euro Reduktion). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus periodenfremden Erträgen (aus der Veräußerung von Sach- und Finanzanlagen, der Zuschreibung auf Sach- und Finanzanlagen, der Auflösung von Sonstigen Rückstellungen, der Herabsetzung von Wertberichtigungen im Umlaufvermögen, u.ä.) in Höhe von 22,0 Mio. Euro (i.Vj. 12,2 Mio. Euro). Weitere 6,5 Mio. Euro (i.Vj. 5,5 Mio. Euro) betreffen Erträge aus Währungsumrechnungen. Materialaufwand Der Materialaufwand betrifft den Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen. Personalaufwand Die Personalaufwendungen enthalten Löhne, Gehälter, Prämien und Tantiemen und Sozialabgaben. Die Aufwendungen für die Altersversorgung betragen insgesamt 2,0 Mio. Euro (i.Vj. 1,5 Mio. Euro). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beinhalten planmäßige Abschreibungen auf Software, Geschäfts- und Firmenwerte sowie Sachanlagen. Der in den Abschreibungen enthaltene Wert für Geschäfts- oder Firmenwerte beläuft sich auf 33,9 Mio. Euro (i.Vj. 33,5 Mio. Euro). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen auf Werbung und Vertrieb, auf Verwaltungsaufwendungen, auf Betriebsaufwendungen, auf Garantieaufwendungen sowie auf Mieten und Leasing. Außerdem werden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 4,0 Mio. Euro (i.Vj. 5,0 Mio. Euro) ausgewiesen. Weiterhin sind hier periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 1,2 Mio. Euro (i.Vj. 0,1 Mio. Euro) erfasst. Erträge aus assoziierten Beteiligungen Hier ausgewiesen werden jeweils das anteilige Jahresergebnis 2022 und die zeitanteiligen Beträge aus planmäßiger Auflösung von passivischen Unterschiedsbeträgen. Finanzergebnis
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen Ausschüttungen und Gewinnanteile von Sonstigen Beteiligungen. Die Erträge aus anderen Wertpapieren betreffen hauptsächlich Dividenden und Zinserträge für festverzinsliche Wertpapiere. Die Zinserträge konnten im Wesentlichen durch die Vergabe von Darlehen erzielt werden. Auf Wertpapiere des Anlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 27 Tsd. Euro vorgenommen worden. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Bankkontokorrente, Bankkredite sowie sonstige Darlehen und Zinsen auf Steuernachzahlungen. Hierin enthalten sind weiterhin Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Forderungen und aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro (i.Vj. 1,4 Mio. Euro). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden insbesondere Aufwendungen für die voraussichtliche Steuerbelastung des Berichtsjahres sowie abgegrenzte Nachzahlungen/Erstattungen für Vorjahre (netto 26,8 Mio. Euro Aufwand; i.Vj.29,3 Mio. Euro Aufwand) ausgewiesen. Weiterhin sind hier latente Steuern in Höhe von 8,2 Mio. Euro ertragswirksam (i.Vj.0,7 Mio. Euro aufwandswirksam) erfasst. Sonstige Steuern Die Sonstigen Steuern betreffen überwiegend Grundsteuer und Kfz-Steuer. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird für das Berichtsjahr 2022 nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Konzern-Jahresüberschuss einschließlich nicht beherrschender Anteile am Gewinn indirekt abgeleitet (indirekte Methode). Im Rahmen der indirekten Ermittlung wird der Konzern-Jahresüberschuss einschließlich nicht beherrschender Anteile am Gewinn um wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge angepasst. Die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten, die im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit stehen, werden um Effekte aus der Konsolidierungskreisänderung, bedeutende zahlungsunwirksame sowie Geschäftsvorfälle von außergewöhnlicher Bedeutung bereinigt. Vor diesem Hintergrund ist es nur bedingt möglich, die Veränderungen der entsprechenden bilanziellen Posten mit den Werten aus dem veröffentlichten Konzernabschluss abzustimmen. Der Cashflow aus der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit wird nach der direkten Methode (zahlungsbezogen) ermittelt. Der Finanzmittelfonds umfasst am Bilanzstichtag alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 37,0 Mio. Euro (Vorjahr 25,9 Mio. Euro) mit einer Laufzeit ab Erwerbszeitpunkt von nicht mehr als drei Monaten. Erklärung nach § 299 Abs. 3 HGB zum Geschäftsverlauf der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft nach dem 30.09.2022 bis zum Abschlussstichtag des Konzernabschlusses der PH Vermögensverwaltung GmbH (31.12.2022) Die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft bildet mit ihren neun Tochtergesellschaften einen eigenen Teilkonzern. Abschlussstichtag aller zehn Gesellschaften ist der 30.09.2022. Sie stellt einen eigenen Konzernabschluss auf und macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 HGB Gebrauch. Für die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft wurde zum Zwecke der Einbeziehung ein freiwilliger Konzernabschluss auf den 30.09.2022 erstellt und geprüft. Die Einbeziehung der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft in den Konzern der PH Vermögensverwaltung GmbH erfolgt in Anwendung des § 299 Abs. 2 HGB zum 30.09.2022. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Zeitraum vom 01.10.2021 bis 30.09.2022 berücksichtigt. Zwischen dem Abschlussstichtag der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft (30.09.2022) und dem Abschlussstichtag des PH VV Konzerns (31.12.2022) sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, die in der Konzernbilanz oder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigen oder im Konzernanhang anzugeben wären. Weiterhin verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 1.181 Angestellte (Vorjahr: 1.141) und 354 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 345) beschäftigt. Geschäftsführer Dr. Susanne Frieß, Schönefeld (Rechtsanwältin) Ludwig Merckle, Ulm (Unternehmer) Die Angabe zu den Organbezügen wurde unter Bezugnahme auf § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Anzahlungs-, Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien in Höhe von 1.502,8 Mio. Euro (Vorjahr 5,9 Mio. Euro). Die Konzernobergesellschaft haftet am Bilanzstichtag gesamtschuldnerisch mit einem weiteren Bürgen aufgrund einer Patronatserklärung mit bis zu 1,5 Mrd. Euro für mittelbare Verbindlichkeiten einer assoziierten Beteiligung. Die dem Patronat zugrundeliegenden Verbindlichkeiten sind zwischenzeitlich durch Konfusion erloschen. Grund der Konfusion war eine Verschmelzung, die am 14.06.2023 in das zuständige Handelsregister eingetragen wurde. Die Patronatsverpflichtung ist damit zum 14.06.2023 erloschen. Von einer Inanspruchnahme wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund laufender Einhaltungsüberwachung nicht ausgegangen. Weitere Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, Bestellobligo u.ä. betragen insgesamt 175,8 Mio. Euro (Vorjahr 61,3 Mio. Euro). Hiervon entfallen:
Weitere nennenswerte sonstige Verpflichtungen bestehen nicht. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft (hier Teilkonzern Kässbohrer Stichtag 30.09.2022) setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen die Wechselkursentwicklung des US-Dollars ein. Es bestehen zum Bilanzstichtag zwei Devisentermingeschäfte über den Verkauf von US-Dollar mit einer Laufzeit bis längstens Februar 2023, die ein Gesamtvolumen von insgesamt 10,0 Mio. USD haben. Der negative Marktwert zum 30.09.2022 beträgt -0,5 Mio. Euro, wofür entsprechend eine Rückstellung für Drohverluste passiviert wurde. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt 237 Tsd. Euro. Hiervon entfallen für die Prüfung des Konzernabschlusses 212 Tsd. Euro (davon für das Vorjahr 30 Tsd. Euro) und für sonstige Leistungen 25 Tsd. Euro. Gewinnverwendung des Mutterunternehmens Der Jahresfehlbetrag von 754,4 Tsd. Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. Konzernzugehörigkeit (§ 313 Abs. 2 Nr. 7 und 8 HGB) Die PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld (Registergericht Cottbus HRB 15665 CB), stellt mit ihren 103 (Abschlussstichtag) unmittelbaren bzw. mittelbaren Tochtergesellschaften den Konzernabschluss für den größten Kreis auf. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Nachtragsbericht (§ 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB) Im ersten Halbjahr 2023 wurden eine Immobilie erworben und die Anteile an einer Konzerngesellschaft weiter aufgestockt. Dies führt zum Abfluss liquider Mittel in Höhe eines Millionenbetrags im niedrigen dreistelligen Bereich. Zur Finanzierung von geplanten Immobilienprojekten erfolgte nach Konzernabschlussstichtag der Abschluss weiterer Kreditverträge. Die Teil-Inanspruchnahme der zur Verfügung gestellten Kreditrahmen ist für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe eines Millionenbetrages im mittleren zweistelligen Bereich geplant. Nach dem Abschluss des Konzerngeschäftsjahres 2022 und bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergaben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Schönefeld, den 30. Juni 2023 gez. Ludwig Merckle gez. Dr. Susanne Frieß Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2022 (alle Werte in Tsd. Euro)
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2022 (alle Werte in Tsd. Euro)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 17. Juli 2023 MÖHRLE
HAPP LUTHER GmbH
Jana Wegner, Wirtschaftsprüferin Maike Meyer, Wirtschaftsprüferin |
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