Hanwag
GmbH
Vierkirchen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023
1. Geschäftstätigkeit, Struktur und
Strategie
Die Hanwag GmbH ("Hanwag") ist auf Entwicklung,
Fertigung und Vertrieb von Sport- und Wanderschuhen
spezialisiert.
Die Verwaltung sowie ein Teil der Produktion erfolgt
auf dem eigenen Betriebsgrundstück in Vierkirchen,
Landkreis Dachau. Je eine Lohnfertigungsstätte gibt es
in Kroatien und in Bosnien Herzegowina. Zusätzlich
fertigt die Hanwag GmbH bei der Tochtergesellschaft
Progressz Kft. in Ungarn. Darüber hinaus werden
fertige Schuhe von einem Schuhproduzenten aus Italien
bezogen. Das Auslieferungslager der Gesellschaft befindet
sich in Ludwigslust, Deutschland.
Die Hanwag GmbH ist zu 100 % an der Progressz
Kft. in Ungarn, der Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH,
Vierkirchen, und zu 33,33 % an der Fenix Outdoor
Austria Italy GmbH in Österreich, beteiligt.
Die Gesellschaft ist mittelbar ein 100 %iges
Tochterunternehmen der Fenix Outdoor International AG,
Zug/Schweiz und wird in deren Konzernabschluss einbezogen
(Fenix-Konzern oder auch Fenix-Gruppe).
2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche sowie branchenspezifische
Rahmenbedingungen
Gemäß der Pressemitteilung des
Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) vom 15. Januar
2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im
Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um 0,3 % niedriger
als im Jahr 2022. Die Gründe für die stockende
gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind vielfältig. Zum
einen agiert Deutschland immer noch in einem von Krisen
geprägten Umfeld. Anhaltend hohe Preise und
ungünstige Finanzierungsbedingungen haben die
Konjunktur zusätzlich eingebremst. Trotz einem im
Vergleich zu 2019 um 0,7 % höheren BIP sieht das
Statistische Bundesamt deswegen keine weitere Erholung der
deutschen Wirtschaft nach dem pandemiebedingten starken
Rückgang in 2020.
Ein weiterer Indikator für die eingebremste
Wirtschaft ist der private Konsum, der preisbereinigt im
Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % abnahm. Vergleicht man den
Konsum mit 2019 steht sogar ein Minus von 1,5 % zu Buche.
Dies schlägt sich in der Anzahl der
Insolvenzanträge nieder. Mit ca. 17.400 gestellten
Anträgen wird 2023 in etwa 20 % über dem Vorjahr
liegen und es dadurch im zweiten Jahr in Folge zu einem
Anstieg gekommen sein.
In den Niederlanden, dem zweiten großen Markt
für Hanwag Schuhe, zeigt sich ein ähnliches Bild.
Auch wenn mit +0,1 % ein leicht höheres
Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr erreicht
werden konnte. Wie in Deutschland waren vor allem die hohe
Inflation und hohe Zinsraten Grund für den Abschwung.
Die gesamtwirtschaftliche Situation in der
Outdoor-Schuhbranche ist derzeit von einem Rückgang
des Konsums beim Endverbraucher und einer
Zurückhaltung der Händler beim Einkauf
geprägt. Dies kann auf verschiedene Faktoren
zurückzuführen sein, wie beispielsweise
wirtschaftliche Unsicherheiten, veränderte
Konsumgewohnheiten oder externe Einflüsse wie die
COVID-19-Pandemie in der sehr viel Schuhe abgesetzt werden
konnten.
Der Rückgang des Konsums beim Endverbraucher
führt dazu, dass die Nachfrage nach Outdoor-Schuhen
sinkt, was wiederum Auswirkungen auf die Umsätze der
Unternehmen in der Branche hat.
Die Zurückhaltung der Händler beim Einkauf
kann darauf hindeuten, dass sie vorsichtiger agieren und
weniger neue Produkte bestellen, um Risiken zu minimieren
und Lagerbestände zu reduzieren. In einer solchen
Situation ist es für Unternehmen in der
Outdoor-Schuhbranche wichtig, flexibel zu reagieren, ihre
Produktions- und Vertriebsstrategien anzupassen und
möglicherweise neue Absatzmärkte zu
erschließen.
Eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern
sowie eine klare Kommunikation mit den Kunden tragen dazu
bei, die Herausforderungen zu bewältigen und
langfristig erfolgreich zu bleiben.
Ausblick
Hanwag ist eine der drei großen
Outdoor-Schuhmarken in Deutschland. Sie produziert seit
über 100 Jahren nach handwerklichen Techniken in
Europa. Aus Sicht der Geschäftsführung wird
Hanwag auch weiterhin eine führende Rolle in der
Outdoorschuhbranche einnehmen und innovative Produkte auf
den Markt bringen. Durch die stetige Weiterentwicklung von
Materialien und Technologien wird das Unternehmen seine
Position als Qualitätsanbieter festigen.
Im Jahr 2024 können sich die Kunden auf noch
leichtere, strapazierfähigere und umweltfreundlichere
Outdoorschuhe von Hanwag freuen. Die Nachhaltigkeit wird
weiterhin eine wichtige Rolle spielen, und das Unternehmen
wird verstärkt auf umweltschonende Produktionsprozesse
und Materialien setzen.
Zudem wird Hanwag seine Präsenz auf dem
internationalen Markt ausbauen und neue Zielgruppen
ansprechen. Durch gezielte Marketingmaßnahmen und
Partnerschaften im Bereich Fashion, wird die Marke Hanwag
weltweit bekannter werden. So ist, wie auch schon im Jahr
2023, eine Präsenz auf der Paris Fashion Week geplant.
Insgesamt schaut die Geschäftsführung also
optimistisch in die Zukunft der Outdoorschuhbranche im
Allgemeinen und für Hanwag im Speziellen.
3. Leistungsindikatoren
Zur Überwachung und Steuerung ist die
Gesellschaft in das Berichtswesen des Fenix-Konzerns
eingebunden. Den IST Werten der Berichterstattung werden
monatlich Budget- und Vorjahresvergleichswerte
gegenübergestellt. Als wesentliche Finanzindikatoren
gelten Rohergebnis-Marge und EBIT-Marge. Dabei wird das
Rohergebnis als Summe der Umsatzerlöse,
Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen
Erträge abzüglich des Materialaufwandes
berechnet.
4. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche
Lage
Ertragslage
Bereits bei der Erstellung des Budgets für 2023
war vorauszusehen, dass das Rekordjahr von 2022 mit einer
Verkaufsmenge von 517.000 Paar Schuhen nicht wiederholt
werden kann. Ein Grund hierfür waren die
Lieferschwierigkeiten von einigen Mitbewerbern in 2022, was
ein großer Vorteil für den Absatz von
Hanwag-Produkten bedeutete. Zusätzlich haben viele
Kunden ihre Lager gefüllt, um nicht wie in 2022 den
Endkunden keine Ware anbieten zu können. Dies
führte in 2023 zu einem doppelten negativen Effekt.
Zum einen lösten sich die Probleme der Lieferketten
bei den Mitbewerbern auf, was zu erhöhten
Auslieferungen im Markt führte. Zum Anderen waren die
Lager vieler Kunden so gut gefüllt, dass zusammen mit
den Mehrbeständen der Abverkauf länger als
erwartet dauerte.
Trotzdem sieht die Geschäftsführung die
Strategie "Made in Europe" als richtig und wichtig an.
Nicht nur kann so ein Höchstmaß an
Nachhaltigkeit gewährleistet werden. Auch wird der
Slogan "Made in Europe" als Qualitätsmerkmal gesehen
und spielt für den Erfolg der Marke eine zentrale
Rolle, weshalb er auch ein fester Bestandteil unserer
Markenkommunikation ist.
Die Hanwag GmbH erzielte insgesamt Umsatzerlöse
in Höhe von TEUR 39.896 (Vorjahr:
TEUR 49.193). Dies entspricht einem Rückgang von
19 %. Zwar wurden Preiserhöhungen durchgesetzt, diese
konnten aber nicht den Rückgang der verkauften
Schuhmenge kompensieren (2023: 385.000 Paar; 2022: 517.000
Paar). Wie dargestellt war ein Grund die generell hohen
Lagerbestände bei vielen unserer Kunden. Und
zusätzlich hatte Hanwag im Jahr 2022 aufgrund der
europäischen Produktion weniger
Lieferschwierigkeiten als manche Mitbewerber. Da
unsere Kunden auch in 2024 noch vorsichtig ordern, sehen
wir dieses Jahr als Übergangsjahr und ein erneutes
Wachstum erst wieder für 2025.
Da die Verkaufsmenge unter den Erwartungen blieb und
ein Herunterfahren der Produktion nur mit zeitlichem Verzug
möglich ist, stieg der Bestand an fertigen Schuhen zum
Bilanzstichtag 2023 etwas stärker als im Budget
geplant. Die notwendigen produktionsseitigen
Gegenmaßnahmen wurden aber bereits im Laufe des
Jahres 2023 eingeleitet. Somit rechnet die
Geschäftsführung in 2024 mit einer leichten
Reduktion des Bestands an Fertigwaren.
Der sonstige betriebliche Ertrag hat sich vor allem
aufgrund niedrigerer Gewinne aus der
Währungsumrechnung von TEUR 1.250 auf
TEUR 776 reduziert.
Als Ergebnis der oben genannten Punkte hat sich der
Rohertrag von TEUR 18.305 auf TEUR 14.557
(- 20 %) reduziert. Das Rohergebnis in Relation
zum Umsatz fiel leicht um 0,7 % Punkte von 37,2 % auf
36,5 %. Trotz dieses Rückgangs wurden dennoch die
Erwartungen zum Budget um 4,9 %-Punkte und zum letzten
Forecast für 2023 um 2,0 %-Punkte übertroffen.
Einen zusätzlichen negativen Effekt hatten
höhere Personalaufwendungen (TEUR 5.013, Vorjahr:
TEUR 4.745) und höhere Abschreibungen. Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um
TEUR 503 (TEUR 6.927, Vorjahr: TEUR 7.429).
Dabei kommt die Hälfte der Differenz von im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum positiven Währungseffekten. Der
Rest teilt sich auf viele unterschiedliche Posten
innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf.
Wobei niedrigere Marketingausgaben den
größten positiven Effekt hatten.
Der dadurch im Vergleich zum Vorjahr deutlich
niedrigere EBIT von TEUR 1.851 (Vorjahr:
TEUR 5.451) liegt im Rahmen des letzten Forecasts
(TEUR 2.121). Der letzte Forecast für das
Geschäftsjahr mit einer Vorgabe der EBIT-Marge von 5,0
%, wurde mit 4,6 % knapp verfehlt (Vorjahr: 11,1 %).
Die Differenz konnte durch Erträge aus der Beteiligung
an der Fenix Outdoor Austria Italy GmbH in Höhe von
TEUR 1.000 und höheren Erträgen aus dem
Ergebnisabführungsvertrag mit der Hanwag Deutschland
Vertriebs GmbH teilweise ausgeglichen werden. Das
Jahresergebnis in Höhe von TEUR 3.298 (Vorjahr
(TEUR 6.272) wurde aufgrund des
Ergebnisabführungsvertrages an die
Fjällräven Sportartikelhandelsgesellschaft
mit beschränkter Haftung, Vierkirchen, abgeführt.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von
TEUR 35.167 um TEUR 3.348 auf TEUR 38.516
erhöht. Der Anteil des Anlagevermögens an der
Bilanzsumme beträgt 12,1 % (Vorjahr: 14,8 %) und die
Vorräte umfassen 71,5 % (Vorjahr: 64,0 %). Auf der
Aktivseite stehen dem Anstieg der Vorräte um
TEUR 5.049 vor allem Rückgänge der
Sachanlagen um TEUR 545 sowie der Forderungen gegen
verbundene Unternehmen um TEUR 1.205 gegenüber.
Die Sachanlageinvestitionen betragen TEUR 237
(Vorjahr: TEUR 1.308). Die Investitionen verteilen
sich auf alle Produktionsstätten. Diesen Investitionen
stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe
von TEUR 755 und keine wesentlichen Abgänge
gegenüber. Das Unternehmen hat keine
Investitionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag.
Die Tochtergesellschaft Progressz Kft. fungiert als
verlängerte Werkbank. Im Geschäftsjahr 2023 wird
Progressz Kft. einen Gewinn erwirtschaften.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die
unfertigen bzw. fertigen Erzeugnisse haben sich
gegenüber dem Vorjahr um 22,4 % (auf TEUR 27.554)
erhöht. Wobei sich die Bestände der Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe sowie der unfertigen Erzeugnisse
verringert haben, was auf die Produktionsanpassung ab Mitte
2023 zurückzuführen ist. Die vergangenen Jahre
haben gezeigt, dass ein gewisser Bestand an fertigen
Erzeugnissen entscheidend für die flexible
Befriedigung der schwankenden Nachfrage ist. Deswegen wurde
der Bestand an fertigen Erzeugnissen wie geplant auch in
2023 weiter erhöht. Die seit 2021 auf Bosnien und
Herzegowina ausgeweitete Produktion unterstützt die
Flexibilität der Produktion noch zusätzlich.
Deswegen sind die Fertigerzeugnisse im Vergleich zum
Vorjahr nochmals angestiegen (2023: TEUR 18.193
Vorjahr: TEUR 10.708). Für 2024 wird mit einer
niedrigeren Produktion geplant, um den erreichten
Lagerbestand auf einem stabilen Niveau zu halten bzw.
leicht abzusenken.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände betragen zum Ende des
Geschäftsjahres TEUR 6.209 (Vorjahr:
TEUR 7.389). Darin enthalten sind Forderungen gegen
verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.407
(Vorjahr: TEUR 6.613), die überwiegend aus
kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegen diverse Konzernunternehmen (TEUR 2.228) und
Forderungen gemäß dem
Gewinnabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft
Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH (TEUR 1.514)
resultieren.
Auf der Passivseite ist die Erhöhung der
Bilanzsumme im Wesentlichen im Anstieg der
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um
TEUR 3.127 begründet.
Mit 67,3 % (Vorjahr: 64,8 %) nehmen die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
den größten Teil der Passivseite ein und
beinhalten mit TEUR 25.924 vor allem die
Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von
TEUR 22.343 (Vorjahr: TEUR 16.172).
Die Eigenkapitalquote beträgt zum Jahresende
26,0 % (Vorjahr: 28,5 %).
Die Liquiditätslage veränderte sich wie
folgt in TEUR:
|
2023
|
2022
|
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
|
TEUR
|
TEUR
|
Periodenergebnis vor
Steuern
|
3.305
|
6.280
|
Abschreibungen (+) /
Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des
|
|
|
Anlagevermögens
|
765
|
680
|
Zunahme (+) / Abnahme
(-) der Rückstellungen
|
-95
|
199
|
Zunahme (+) / Abnahme
(-) der Vorräte, der Forderungen
|
|
|
aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva ohne
|
-696
|
-6.407
|
Cashpooling und
Beteiligungsgewinne
|
|
|
Zunahme (+) / Abnahme
(-) der Verbindlichkeiten
|
|
|
aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva ohne
|
-2.727
|
4.184
|
Cashpooling
|
|
|
Zinsaufwendungen (+) /
Zinserträge (-)
|
1.060
|
504
|
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
|
553
|
4.937
|
Die Hanwag GmbH ist in das Cash-Pool-System der
Fenix-Gruppe eingebunden. Wesentliche
Finanzierungsmaßnahmen oder -vorhaben sind zum
Bilanzstichtag nicht existent. Die Gesellschaft war zu
jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen
nachzukommen. Die Finanzlage der Gesellschaft wird
weiterhin als gut beurteilt.
Personal und Sozialbereich
Insgesamt waren durchschnittlich 65 Mitarbeiter
(Vorjahr: 64) bei der Gesellschaft beschäftigt. Im
Unternehmen werden keine Auszubildende beschäftigt.
Gesamtaussage zu Vermögens- und Finanzlage
Nach Einschätzung der Geschäftsführung
verlief das Geschäftsjahr unter Berücksichtigung
der Marktsituation wie erwartet. In einem schwieriger
werdenden Marktumfeld konnte sich Hanwag sehr gut behaupten
und ist für die Zukunft sehr gut aufgestellt.
5. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit
ihren wesentlichen Chancen und Risiken
Risikobericht
Risikomanagementsystem
Zur Steuerung der Gesellschaft werden mögliche
Chancen und Risiken qualitativ beurteilt, aber nicht
quantifiziert. Durch Einbindung in die
Fenix-Konzernstruktur ist die Gesellschaft aus Sicht der
Geschäftsführung derzeit keinen
signifikanten (Einzel-)Risiken ausgesetzt.
Allgemeine Risiken
Die zukünftige Geschäftsentwicklung kann
von einer Vielzahl von Risiken beeinflusst werden.
Grundsätzlich ist Hanwag von der Kundennachfrage
abhängig. Diese Abhängigkeit wird begrenzt durch
ständige Marktanalysen, Steigerung der
Kundenzufriedenheit und intensiven Produktentwicklungen.
Hanwag versucht sicherzustellen, dass Risiken
frühzeitig identifiziert und adäquat behandelt
werden.
Direkte Auswirkungen von COVID-19 auf die
Geschäftstätigkeit von Hanwag gibt es nicht mehr.
Jedoch ist nach dem Rekordjahr 2022 eine Normalisierung
bzw. ein leichter Rückgang der Nachfrage zu
spüren. Aufgrund der anhaltenden Ukrainekrise und die
damit einhergehende hohe Inflation verharren die
Rohmaterialpreise auf hohem Niveau. Schwer
einzuschätzendes Käuferverhalten ist hier eine
Folge.
Lieferantenrisiken
Der unvorhersehbare Ausfall eines Lieferanten kann
kurzfristig einen negativen Einfluss auf die
Geschäftstätigkeit haben. Die Gesellschaft
versucht, dieses Risiko durch sorgfältige
Lieferantenauswahl und langfristige Partnerschaften in
Europa zu minimieren. Dennoch hat COVID-19 gezeigt, dass
durch dieses Vorgehen nicht alle Risiken ausgeschlossen
werden können. So hatten unsere Lieferanten aufgrund
der durch die Pandemie geschuldeten angespannten
Logistiksituation teilweise Probleme mit der Beschaffung
ihrer Rohstoffe. Auch war die Produktion bei unseren
externen Produktionspartnern aufgrund von
Krankheitsfällen teilweise eingeschränkt. Diesem
Risiko haben wir bereits im Jahr 2021 Rechnung getragen und
die Anzahl an Produktionsstätten weiter ausgebaut.
Somit werden derartige Risiken auf mehrere Standorte
verteilt.
Handelsrisiken
Ein Teil der Importe unterliegt
Einfuhrbeschränkungen, Zöllen und
Genehmigungsverfahren. Kurzfristige Änderungen solcher
Handelsbeschränkungen können einen wesentlichen
Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben.
Hanwag versucht diesen Risiken zu begegnen, indem es in
keinen politisch instabilen Ländern produziert,
frühzeitig auf Entwicklungen reagiert und die
Produktion auf verschiedene Produktionsstandorte und
Länder verteilt.
Währungsrisiken
Währungsrisiken können sich daraus ergeben,
dass ein Teil des Warenein- und -verkaufs in
Fremdwährung abgewickelt wird.
Kundenrisiken
Ausfallrisiken bei Debitoren werden durch ein enges
Monitoring der Kunden und insbesondere ein striktes
Forderungsmanagement begrenzt. Bilanziell wird dem Risiko
durch eine konservative Forderungsbewertung Rechnung
getragen. Ein zusätzliches Ausfallrisiko ist als eher
gering einzuschätzen. Hinzu kommt, dass es sich bei
einem Großteil der Kunden um interne Kunden der Fenix
Gruppe handelt und sie somit über den Konzern
abgesichert sind.
Markenschutz
Auch die Hanwag GmbH sieht sich immer wieder
Versuchen ausgesetzt, die Marke Hanwag zu imitieren. Durch
umfassenden Markenschutz und frühzeitige juristische
Bekämpfung wird dem begegnet. In Ländern, in
denen Hanwag nicht vertreten ist, ist die Durchsetzung der
Markenrechte deutlich schwieriger. Dies gilt auch, wenn
dort Markenrechte angemeldet sind.
Risiken im Bereich Soziales und Umwelt
Die Hanwag GmbH ist sich seiner Verantwortung
für Arbeitnehmer, Zulieferer und die Umwelt bewusst.
Die Reputation und das Vertrauen in die Marke Hanwag ist
bei den Kunden hoch. Missstände in diesen Bereichen
würden das Ansehen der Marke schnell und stark
beeinträchtigen. Um dieses Risiko zu minimieren, haben
wir verbindliche Standards erstellt, deren Einhaltung
regelmäßig durch Besuche und Kontrollen von
Zulieferbetrieben und Produkten überprüft wird.
Den Verhaltenskodex (Code of Conduct) müssen alle
Lieferanten unterschreiben.
Der Sicherheit, Gesundheit, Nachhaltigkeit und dem
Umweltschutz kommt bei der Hanwag GmbH sowie innerhalb der
gesamten Fenix-Gruppe eine besondere Bedeutung zu. Das wird
durch einen eigenen CSO ('Chief Sustainability Officer')
nachweislich unterstrichen, welcher, zusammen mit der
Geschäftsführung, an dauerhaften
Verbesserungen der relevanten Themengebiete arbeitet.
Chancenbericht
In den letzten Jahren ist besonders die Zielgruppe
der Wanderer stark gewachsen - auf nationaler wie
internationaler Ebene. Es gab einen regelrechten
Outdoor-Boom, der zu einer hohen Nachfrage an Hiking- und
Trekking-Schuhen führte. Diese hohe Nachfrage unter
den Verbrauchern hatte dazu geführt, dass die
Händler außerordentlich hohe Mengen an Schuhen
bestellt und eingekauft hatten, was Hanwag wiederum ein
enormes Umsatzwachstum bescherte. Durch die schwierige
wirtschaftliche und politische Lage in Europa, die sich
seit 2022 entwickelte, sind die Lebenshaltungskosten
für Verbraucher deutlich gestiegen. Die finanzielle
Mehrbelastung macht sich nach und nach in einem
zurückhaltendem Konsumverhalten der Verbraucher
bemerkbar.
In einer Konsumkrise mit vermindertem Umsatz will
Hanwag die Chance nutzen, um sich als Marke für
qualitativ hochwertige und langlebige Outdoorprodukte zu
positionieren. Aufgrund der aktuellen, nur bedingt
vorhersehbaren, wirtschaftlichen Situation könnten
Verbraucher zukünftig verstärkt auf nachhaltige
und langlebige Produkte setzen, deren Investition sich
langfristig auszahlt und lohnt. Die Nachfrage nach
Qualität, Langlebigkeit sowie einer möglichst
umweltbewussten Produktion in Europa könnte Hanwag
zugutekommen.
Durch gezielte Marketingmaßnahmen, die die
Langlebigkeit und Nachhaltigkeit der Produkte betonen,
sowie durch eine verstärkte Online-Präsenz und
den Ausbau des Direktvertriebs wird Hanwag versuchen auch
in herausfordernden Zeiten erfolgreich sein. Es wird
wichtig sein, flexibel zu bleiben und schnell auf
veränderte Marktbedingungen zu reagieren, um
langfristig erfolgreich zu bleiben. Dieser Strategie folgt
Hanwag bereits und hat beispielsweise die Produktionsmenge
für 2024 auf die im Vergleich zu 2023 geringere
Vor-Order-Menge angepasst.
Die Chance, eine neue Zielgruppe zu erreichen bzw.
auszubauen, bietet sich für Hanwag auch 2024 mit
einigen neuen Modellen und der Erweiterung der sogenannten
"Exclusives" Kollektion. Die Neuauflage eines Low Cuts, der
bereits einmal sehr erfolgreich in der Kollektion war und
eine farbenfrohere Version unseres Klassikers Alaska GTX
ist, soll zu einer hohen Nachfrage führen. Im Fokus
hierbei steht, die Markenbekanntheit bei einer
jüngeren, modebewussten und kaufkräftigen
Zielgruppe zu erhöhen. Hanwag wird zudem 2024 erneut
im Rahmen der Fashion Week in Paris präsent sein. Im
Jahr 2023 hatte sich auf der Fashion Week bereits gezeigt,
dass auch andere Modelle wie z.B. unsere Zwiegenähten
eine starke Nachfrage bei dieser neuen Zielgruppe
generieren. Hier sieht Hanwag weiterhin viel Potenzial
für Wachstum.
Gesamtaussage und Prognosebericht
Für das Jahr 2024 erstellte die
Geschäftsführung ein Budget mit einem Umsatz in
Höhe von EUR 37,1 Mio. Die
Rohergebnis-Marge wurde mit 30,8 % und die EBIT-Marge in
Höhe von rund 0,8 % budgetiert. Der Rückgang
der EBIT-Marge resultiert vornehmlich aus einer niedrigeren
Verkaufsmarge und einer geringeren Produktion. Da unsere
Kunden auch in 2024 noch vorsichtig ordern, sehen wir
dieses Jahr als Übergangsjahr und ein erneutes
Wachstum erst wieder für 2025.
Wir gehen davon aus, dass das bislang vorgegebene
Ziel für das laufende Geschäftsjahr erreicht
wird.
Auch in Zukunft wird es das oberste Ziel sein,
unseren Endkunden einen Mehrwert zu bieten, indem wir
Hanwag Stories, unser "Digital Home of the Brand" und den
Bereich Fashion mit sehr hochwertigen Produkten weiter
ausbauen. Der Ausbau der Low Cut Schuhe Kollektion hat
dabei obere Priorität. Diese Ausrichtung mit dem
für den Markt angepassten Bedürfnissen soll
für die Zukunft ein nachhaltiges Wachstum und einen
Anstieg der Markenbekanntheit bewirken. Deshalb wird Hanwag
diese Entwicklung weiter vorantreiben. Die 100 %
Produktion in Europa mit den eigenen Produktionen in Ungarn
und Deutschland ermöglicht es uns sehr schnell auf die
vom Markt vorgegebenen Parameter einzugreifen und deren
Bedürfnisse zu erfüllen.
Es sind keine bestandsgefährdenden Risiken
erkennbar. Die Finanzierung der Gesellschaft ist gesichert.
Abschließend möchten wir einen besonderen
Dank an all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
richten, welche mit ihrem Einsatz zur weiteren positiven
Entwicklung des Unternehmens beigetragen haben.
Vierkirchen, den 23. Mai 2024
Alexander Koska Thomas Gröger
Geschäftsführer Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
4.644.937,67 |
5.189.659,15 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
8.077,00 |
18.073,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
8.075,00 |
18.071,00 |
| 2.
Geschäfts- oder Firmenwert |
2,00 |
2,00 |
| II.
Sachanlagen |
3.799.575,45 |
4.334.300,93 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
1.987.413,06 |
2.064.897,06 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
838.796,33 |
957.078,69 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
973.366,06 |
1.288.240,23 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
|
24.084,95 |
| III.
Finanzanlagen |
837.285,22 |
837.285,22 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
837.285,22 |
837.285,22 |
| B.
Umlaufvermögen |
33.764.094,37 |
29.909.168,86 |
| I.
Vorräte |
27.553.694,34 |
22.505.061,05 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
6.029.021,44 |
7.725.925,91 |
| 2.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
3.332.061,66 |
4.071.273,10 |
| 3.
fertige Erzeugnisse und Waren |
18.192.611,24 |
10.707.862,04 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
6.209.286,79 |
7.388.530,97 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
155.430,33 |
102.554,21 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
5.407.334,23 |
6.612.658,99 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
646.522,23 |
673.317,77 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.113,24 |
15.576,84 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
106.468,89 |
68.257,39 |
| Aktiva |
38.515.500,93 |
35.167.085,40 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
10.025.000,00 |
10.025.000,00 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
10.000.000,00 |
10.000.000,00 |
| III.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
741.350,03 |
836.500,93 |
| 1.
sonstige Rückstellungen |
741.350,03 |
836.500,93 |
| C.
Verbindlichkeiten |
27.749.150,90 |
24.305.584,47 |
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.688.621,64 |
1.383.035,57 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
25.924.277,74 |
22.797.232,01 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
136.251,52 |
125.316,89 |
| davon
aus Steuern |
81.858,63 |
79.150,84 |
| Passiva |
38.515.500,93 |
35.167.085,40 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
39.896.429,08 |
49.193.393,44 |
| 2.
Erhöhung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen |
6.745.537,76 |
5.986.924,23 |
| 3.
sonstige betriebliche Erträge |
775.984,39 |
1.249.964,92 |
| davon
Erträge aus der Währungsumrechnung |
575.439,75 |
1.111.191,16 |
| 4.
Materialaufwand |
32.861.032,08 |
38.125.081,92 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
32.861.032,08 |
38.125.081,92 |
| 5.
Personalaufwand |
5.013.327,03 |
4.744.984,41 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.314.881,63 |
4.095.320,93 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
698.445,40 |
649.663,48 |
| davon
für Altersversorgung |
11.827,42 |
6.242,38 |
| 6.
Abschreibungen |
765.420,17 |
679.668,28 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
765.420,17 |
679.668,28 |
| 7.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
6.926.745,02 |
7.429.327,66 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
616.496,34 |
871.401,08 |
| 8.
Erträge aus Beteiligungen |
1.000.000,00 |
|
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
1.000.000,00 |
|
| 9.
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder
Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene
Gewinne |
1.514.214,51 |
1.333.351,70 |
| 10.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
56.970,63 |
25.084,88 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
56.970,63 |
25.084,88 |
| 11.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
1.117.207,46 |
529.487,58 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
1.117.207,46 |
529.487,58 |
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
3.305.404,61 |
6.280.169,32 |
| 13.
sonstige Steuern |
7.584,62 |
8.507,16 |
| 14.
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
3.297.819,99 |
6.271.662,16 |
| 15.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zur
Offenlegung
Grundlage für die Erstellung des
Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Hanwag GmbH
waren die Vorschriften des Handelsgesetzbuches
(§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für
Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie
des GmbH-Gesetzes.
Die Hanwag GmbH wird in der Rechtsform einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung betrieben und
ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des
§ 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wird nach
den §§ 264 ff. HGB in Euro aufgestellt. Die
Gesellschaft hat ihren Sitz in Vierkirchen und ist
eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht
München (Reg.Nr. HRB 153419). Für die Offenlegung
werden die größenabhängigen
Erleichterungen der §§ 288 und 327 HGB in
Anspruch genommen.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen
der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen.
Die Sondervorschriften der §§ 264 bis
277 HGB für Kapitalgesellschaften betreffend
Gliederung, Ansatz und Bewertung wurden
berücksichtigt.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
AKTIVA Die entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten
und, soweit sie der Abnutzung unterliegen, vermindert um
lineare Abschreibungen entsprechend der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Für
den bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwert wurde auf
Grund der darin enthaltenen Markenrechte eine betriebliche
Nutzungsdauer von 15 Jahren festgelegt. Die Nutzungsdauer
basiert auf dem Umstand einer etablierten Marke mit
überdurchschnittlich und kontinuierlichen
Wertzuwächsen sowie sehr langen und ununterbrochenen
Kundenbeziehungen. Diese repräsentieren
insbesondere Markenrechte sowie das 'know-how' (Mitarbeiter
und Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der
Geschäftsbetriebe übernommenen wurden.
Das Sachanlagevermögen wurde zu
Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden auf
Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände wie folgt linear
vorgenommen:
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
|
3 Jahre
|
Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
10 - 33 Jahre
|
Technische Anlagen und
Maschine
|
3 - 14 Jahre
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
sofort - 13 Jahre
|
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder,
bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den
niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in
Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die
Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit
ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung
höchstens bis zu den Anschaffungskosten.
Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 auf die
immateriellen Vermögensgegenstände betrugen
TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10), die Abschreibungen
auf Sachanlagen TEUR 755 (Vorjahr: TEUR 670).
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit
Anschaffungskosten unter EUR 800 werden als geringwertige
Vermögensgegenstände sofort abgeschrieben. Es
wurden keine Abschreibungen auf Finanzanlagen
vorgenommen.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter
Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips
bewertet. Soweit erforderlich wurden in angemessenen
Umfang, wegen geringerer Umschlaghäufigkeit einzelner
Rohstoffe, Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag
vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind
auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen
Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet.
Die Herstellungskosten beinhalten die Material- und
Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Anteile der
Material- und Fertigungsgemeinkosten. Wertberichtigungen
auf fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zum
Bilanzstichtag vorgenommen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem
Nennwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen
angesetzt. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet
sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Die
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände
sind - wie im Vorjahr - sämtlich innerhalb eines
Jahres fällig.
Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden
Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr:
TEUR 0) vorgenommen. Fremdwährungsforderungen
wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag
bewertet.
Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.
Fremdwährungsbestände wurden zum
Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.
Die Abgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt und
enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit
sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem
Bilanzstichtag darstellen.
PASSIVA Das Gezeichnete Kapital entspricht dem im
Handelsregister als Stammkapital eingetragenen
Nominalbetrag.
Bei der Bemessung der Rückstellungen ist allen
erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten
angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Bildung
erfolgte in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages.
Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag
ausgewiesen. Kurzfristige
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum
Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.
Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum
Anschaffungskurs oder dem höheren
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Erläuterungen zur Bilanz
Der Anlagenspiegel wird entsprechend § 284
Abs. 3 HGB dem Anhang als Anlage beigefügt.
Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen in
Höhe von TEUR 5.407 (Vorjahr: TEUR 6.613)
bestehen überwiegend aus kurzfristigen Forderungen aus
Lieferungen Leistungen gegen diverse Konzernunternehmen
(TEUR 2.228; Vorjahr: TEUR 4.272) und Forderungen
gemäß dem Gewinnabführungsvertrag mit
der Tochtergesellschaft Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH
(TEUR 1.514; Vorjahr: TEUR 1.333) sowie
Forderungen gegen die Fenix Outdoor International AG, aus
dem Cash-Pool-System der Gruppe (TEUR 1.399; Vorjahr:
TEUR 702). Darin sind enthalten Forderungen gegen den
Gesellschafter in Höhe von TEUR 542
(Vorjahr: TEUR 320).
Die
sonstigen Rückstellungen in Höhe von
TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 837) enthalten im
Wesentlichen Rückstellungen für nicht genommenen
Urlaub sowie Gleitzeitguthaben und Bonuszahlungen an
Angestellte in Höhe von insgesamt TEUR 306
(Vorjahr: TEUR 450), Garantierückstellungen mit
TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 232) sowie Jahresabschluss-
und Archivierungskosten mit TEUR 97 (Vorjahr:
TEUR 107). Die Rückstellungen für Garantien
wurden wie im Vorjahr in prozentualer Höhe vom Umsatz
unter Berücksichtigung der Inanspruchnahme bemessen.
Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von TEUR 25.924 (Vorjahr:
TEUR 22.797) beinhalten im Wesentlichen das
konzernweite Cash-Pooling der Konzernmutter Fenix Outdoor
AB, in welches die Gesellschaft eingebunden ist.
Darüber hinaus die Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.300 (Vorjahr:
TEUR 6.275) aus der Ergebnisabführung und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Art der Verbindlichkeit
|
Gesamtbetrag
|
Vorjahr (VJ)
|
davon mit einer Restlaufzeit von
|
|
zum 31.12.2023
|
|
|
kleiner 1 J. (VJ)
|
1 bis 5 J. (VJ)
|
größer 5 J. (VJ)
|
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
1.689
|
1.383
|
1.689 (1.383)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
gegenüber
verbundenen Unternehmen
|
25.924
|
22.797t
|
25.924 (22.797)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
136
|
125
|
136 (125)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
|
27.749
|
24.305
|
27.749 (24.305)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte mit 87 %
(Vorjahr: 82 %) im Inland und in EU-Länder. Der Rest
wird in Drittländer exportiert.
Die
sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von
TEUR 575 (Vorjahr: TEUR 1.111) und periodenfremde
Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen
in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 7).
Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von
TEUR 616 (Vorjahr: TEUR 871).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind wie im
Vorjahr keine außerordentlichen Aufwendungen oder
Erträge zu verzeichnen.
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Miet- und Leasingverträge führten im
Berichtsjahr zu Ausgaben von TEUR 174 (Vorjahr:
TEUR 171). Die zukünftigen Leasingverpflichtungen
werden sich in vergleichbarer Höhe entwickeln wie im
Jahr 2023. Die Miet- und Leasingverträge können,
unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfristen,
innerhalb von maximal drei Jahren beendet werden.
Anteilsbesitz:
Hanwag ist 100 %ige Anteilseignerin der Hanwag
Deutschland Vertriebs GmbH sowie der Progressz Kft. und
hält Anteile von 33,33 % an der Fenix Austria Italy
GmbH.
|
|
Beteiligungs-
|
Eigen-
|
Jahresergebnis
|
Name
|
Sitz
|
quote
|
Kapital
|
2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
Hanwag Deutschland
Vertriebs GmbH
|
Vierkirchen
|
100 %
|
TEUR 25
|
TEUR 0*
|
Progressz Kft
|
Hajduboszormeny, Ungarn
|
100 %
|
THUF 69.014**
|
THUF 62.047**
|
Fenix Austria Italy GmbH
|
Innsbruck,
Österreich
|
33,33 %
|
TEUR 4.875**
|
TEUR 957**
|
* nach Ergebnisabführung ** Werte
aus dem Jahresabschluss 2022, da der Jahresabschluss 2023
noch nicht vorliegt
Ergebnisverwendung:
Der Jahresüberschuss in Höhe von
TEUR 3.298 (Vorjahr: TEUR 6.272) wird
gemäß Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag an die Fjällräven
Sportartikelhandelsgesellschaft mit beschränkter
Haftung, Vierkirchen-Pasenbach abgeführt.
Geschäftsleitung:
Angaben über die Gesamtbezüge der
Geschäftsführung unterbleiben gemäß
der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4
HGB.
Geschäftsführung:
Alexander Albert Koska, Kaufmann, München,
President Fenix Outdoor Global Sales Thomas Josef
Gröger, Kaufmann, Neubiberg
Mitarbeiter:
Durchschnittliche Anzahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
|
65 (VJ: 64)
|
davon leitende
Angestellte
|
|
1
|
davon Angestellte:
|
|
44
|
davon gewerbliche
Angestellte:
|
|
20
|
Konzernverhältnisse:
Die Gesellschaft ist eine 100 %ige
Tochtergesellschaft der Fjällräven
Sportartikelhandelsgesellschaft mit beschränkter
Haftung mit Sitz in Vierkirchen. Diese ist ein
Konzernunternehmen der Fenix Outdoor International AG, Zug,
Schweiz, die einen Konzernabschluss für den
größten und kleinsten Kreis der in den
Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen aufstellt.
Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen zur
Fenix Outdoor International AG und ihren
Tochtergesellschaften. Der Konzernabschluss der Fenix
Outdoor International AG, der nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU
anzuwenden sind, aufgestellt ist, sowie der
Konzernlagebericht, der nach der Richtlinie 2013/34/EU
aufgestellt ist, haben gem. § 292 HGB eine
befreiende Wirkung für die Hanwag GmbH. Sie werden im
elektronischen Unternehmensregister als befreiend für
die Fjällräven Sportartikel- handelsgesellschaft
mit beschränkter Haftung offengelegt.
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche
finanzielle Auswirkungen haben.
Vierkirchen, den 23. Mai 2024
Alexander Koska Thomas Gröger
Geschäftsführer Geschäftsführer
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
|
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
|
142.593
|
0
|
0
|
0
|
142.593
|
2.Geschäfts- oder
Firmenwert
|
5.325.000
|
0
|
0
|
0
|
5.325.000
|
|
5.467.593
|
0
|
0
|
0
|
5.467.593
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
|
3.572.178
|
0
|
0
|
0
|
3.572.178
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
2.301.583
|
29.273
|
37.831
|
106.408
|
2.399.433
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
3.949.072
|
85.299
|
1.013
|
40.416
|
4.073.773
|
4. Geleistete
Anzahlungen
|
24.085
|
273.077
|
150.339
|
-146.824
|
0
|
|
9.846.917
|
387.650
|
189.182
|
0
|
10.045.384
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
1.476.150
|
0
|
0
|
0
|
1.476.150
|
|
1.476.150
|
0
|
0
|
0
|
1.476.150
|
|
16.790.660
|
387.650
|
189.182
|
0
|
16.989.127
|
|
Kumulierte Abschreibungen
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
|
124.522
|
9.996
|
0
|
134.518
|
2.Geschäfts- oder
Firmenwert
|
5.324.998
|
0
|
0
|
5.324.998
|
|
5.449.520
|
9.996
|
0
|
5.459.516
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
|
1.507.280
|
77.484
|
0
|
1.584.764
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
1.344.504
|
237.922
|
21.789
|
1.560.637
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.660.831
|
440.018
|
442
|
3.100.407
|
4. Geleistete
Anzahlungen
|
0
|
0
|
0
|
0
|
|
5.512.616
|
755.424
|
22.231
|
6.245.809
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
638.865
|
0
|
0
|
638.865
|
|
638.865
|
0
|
0
|
638.865
|
|
11.601.000
|
765.420
|
22.231
|
12.344.189
|
|
Buchwerte
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
|
8.075
|
18.071
|
2.Geschäfts- oder
Firmenwert
|
2
|
2
|
|
8.077
|
18.073
|
II. Sachanlagen
|
|
|
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
|
1.987.413
|
2.064.897
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
838.796
|
957.079
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
973.366
|
1.288.240
|
4. Geleistete
Anzahlungen
|
0
|
24.085
|
|
3.799.575
|
4.334.301
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
837.285
|
837.285
|
|
837.285
|
837.285
|
|
4.644.938
|
5.189.659
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 14.06.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Hanwag GmbH
PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der
Hanwag GmbH, Vierkirchen, - bestehend aus der Bilanz
zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Hanwag GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit
des Jahresabschlusses und des Lageberichts
geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben
unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der
den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz-
und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind
die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung
mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als
notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem
nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des
Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen
wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang
steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht
und die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den
anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu
ermöglichen und um ausreichende geeignete
Nachweise für die Aussagen im Lagebericht
erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist,
und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen
wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den
bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang
steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht
und die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können;
- gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung
des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie,
auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls
wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche
Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen
oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser
jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum
Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann;
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den
Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;
- führen wir Prüfungshandlungen zu den
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen. ·
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
München, den 23. Mai 2024
EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Bostedt,
Wirtschaftsprüfer
Schaffhauser, Wirtschaftsprüfer
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