Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 153419
Eingetragen
4.8.2004
Branche
Herstellung von SportgerätenGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehörGroßhandel mit Schuhen
Gegenstand
Herstellung von und Handel mit Sportartikeln aller Art, insbesondere mit Sport- und Wanderschuhen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fjällräven Sportartikelhandels-gesellschaft mit beschränkter Haftung
0.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Fjällräven Sportartikelhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hanwag GmbH

Vierkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Geschäftstätigkeit, Struktur und Strategie
Die Hanwag GmbH ("Hanwag") ist auf Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Sport- und Wander­schuhen spezialisiert.
Die Verwaltung sowie ein Teil der Produktion erfolgt auf dem eigenen Betriebsgrundstück in Vierkirchen, Landkreis Dachau. Je eine Lohnfertigungsstätte gibt es in Kroatien und in Bosnien Herzegowina. Zusätzlich fertigt die Hanwag GmbH bei der Tochtergesellschaft Progressz Kft. in Ungarn. Darüber hinaus werden fertige Schuhe von einem Schuhproduzenten aus Italien bezogen. Das Auslieferungslager der Gesellschaft befindet sich in Ludwigslust, Deutschland.
Die Hanwag GmbH ist zu 100 % an der Progressz Kft. in Ungarn, der Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH, Vierkirchen, und zu 33,33 % an der Fenix Outdoor Austria Italy GmbH in Österreich, beteiligt.
Die Gesellschaft ist mittelbar ein 100 %iges Tochterunternehmen der Fenix Outdoor International AG, Zug/Schweiz und wird in deren Konzernabschluss einbezogen (Fenix-Konzern oder auch Fenix-Gruppe).

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche sowie branchenspezifische Rahmenbedingungen
Gemäß der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) vom 15. Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die Gründe für die stockende gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind vielfältig. Zum einen agiert Deutschland immer noch in einem von Krisen geprägten Umfeld. Anhaltend hohe Preise und ungünstige Finanzierungsbedingungen haben die Konjunktur zusätzlich eingebremst. Trotz einem im Vergleich zu 2019 um 0,7 % höheren BIP sieht das Statistische Bundesamt deswegen keine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem pandemiebedingten starken Rückgang in 2020.
Ein weiterer Indikator für die eingebremste Wirtschaft ist der private Konsum, der preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % abnahm. Vergleicht man den Konsum mit 2019 steht sogar ein Minus von 1,5 % zu Buche.
Dies schlägt sich in der Anzahl der Insolvenzanträge nieder. Mit ca. 17.400 gestellten Anträgen wird 2023 in etwa 20 % über dem Vorjahr liegen und es dadurch im zweiten Jahr in Folge zu einem Anstieg gekommen sein.
In den Niederlanden, dem zweiten großen Markt für Hanwag Schuhe, zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch wenn mit +0,1 % ein leicht höheres Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden konnte. Wie in Deutschland waren vor allem die hohe Inflation und hohe Zinsraten Grund für den Abschwung.

Die gesamtwirtschaftliche Situation in der Outdoor-Schuhbranche ist derzeit von einem Rückgang des Konsums beim Endverbraucher und einer Zurückhaltung der Händler beim Einkauf geprägt. Dies kann auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein, wie beispielsweise wirtschaftliche Unsicherheiten, veränderte Konsumgewohnheiten oder externe Einflüsse wie die COVID-19-Pandemie in der sehr viel Schuhe abgesetzt werden konnten.
Der Rückgang des Konsums beim Endverbraucher führt dazu, dass die Nachfrage nach Outdoor-Schuhen sinkt, was wiederum Auswirkungen auf die Umsätze der Unternehmen in der Branche hat.
Die Zurückhaltung der Händler beim Einkauf kann darauf hindeuten, dass sie vorsichtiger agieren und weniger neue Produkte bestellen, um Risiken zu minimieren und Lagerbestände zu reduzieren. In einer solchen Situation ist es für Unternehmen in der Outdoor-Schuhbranche wichtig, flexibel zu reagieren, ihre Produktions- und Vertriebsstrategien anzupassen und möglicherweise neue Absatzmärkte zu erschließen.
Eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern sowie eine klare Kommunikation mit den Kunden tragen dazu bei, die Herausforderungen zu bewältigen und langfristig erfolgreich zu bleiben.

Ausblick
Hanwag ist eine der drei großen Outdoor-Schuhmarken in Deutschland. Sie produziert seit über 100 Jahren nach handwerklichen Techniken in Europa. Aus Sicht der Geschäftsführung wird Hanwag auch weiterhin eine führende Rolle in der Outdoorschuhbranche einnehmen und innovative Produkte auf den Markt bringen. Durch die stetige Weiterentwicklung von Materialien und Technologien wird das Unternehmen seine Position als Qualitätsanbieter festigen.
Im Jahr 2024 können sich die Kunden auf noch leichtere, strapazierfähigere und umweltfreundlichere Outdoorschuhe von Hanwag freuen. Die Nachhaltigkeit wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen, und das Unternehmen wird verstärkt auf umweltschonende Produktionsprozesse und Materialien setzen.
Zudem wird Hanwag seine Präsenz auf dem internationalen Markt ausbauen und neue Zielgruppen ansprechen. Durch gezielte Marketingmaßnahmen und Partnerschaften im Bereich Fashion, wird die Marke Hanwag weltweit bekannter werden. So ist, wie auch schon im Jahr 2023, eine Präsenz auf der Paris Fashion Week geplant.
Insgesamt schaut die Geschäftsführung also optimistisch in die Zukunft der Outdoorschuhbranche im Allgemeinen und für Hanwag im Speziellen.

3. Leistungsindikatoren
Zur Überwachung und Steuerung ist die Gesellschaft in das Berichtswesen des Fenix-Konzerns eingebunden. Den IST Werten der Berichterstattung werden monatlich Budget- und Vorjahresvergleichs­werte gegenübergestellt. Als wesentliche Finanzindikatoren gelten Rohergebnis-Marge und EBIT-Marge. Dabei wird das Rohergebnis als Summe der Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträge abzüglich des Materialaufwandes berechnet.

4. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Ertragslage
Bereits bei der Erstellung des Budgets für 2023 war vorauszusehen, dass das Rekordjahr von 2022 mit einer Verkaufsmenge von 517.000 Paar Schuhen nicht wiederholt werden kann. Ein Grund hierfür waren die Lieferschwierigkeiten von einigen Mitbewerbern in 2022, was ein großer Vorteil für den Absatz von Hanwag-Produkten bedeutete. Zusätzlich haben viele Kunden ihre Lager gefüllt, um nicht wie in 2022 den Endkunden keine Ware anbieten zu können. Dies führte in 2023 zu einem doppelten negativen Effekt. Zum einen lösten sich die Probleme der Lieferketten bei den Mitbewerbern auf, was zu erhöhten Auslieferungen im Markt führte. Zum Anderen waren die Lager vieler Kunden so gut gefüllt, dass zusammen mit den Mehrbeständen der Abverkauf länger als erwartet dauerte.
Trotzdem sieht die Geschäftsführung die Strategie "Made in Europe" als richtig und wichtig an. Nicht nur kann so ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit gewährleistet werden. Auch wird der Slogan "Made in Europe" als Qualitätsmerkmal gesehen und spielt für den Erfolg der Marke eine zentrale Rolle, weshalb er auch ein fester Bestandteil unserer Marken­kommunikation ist.
Die Hanwag GmbH erzielte insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 39.896 (Vorjahr: TEUR 49.193). Dies entspricht einem Rückgang von 19 %. Zwar wurden Preiserhöhungen durchgesetzt, diese konnten aber nicht den Rückgang der verkauften Schuhmenge kompensieren (2023: 385.000 Paar; 2022: 517.000 Paar). Wie dargestellt war ein Grund die generell hohen Lagerbestände bei vielen unserer Kunden. Und zusätzlich hatte Hanwag im Jahr 2022 aufgrund der europäischen Produktion weniger Liefer­schwierigkeiten als manche Mitbewerber. Da unsere Kunden auch in 2024 noch vorsichtig ordern, sehen wir dieses Jahr als Übergangsjahr und ein erneutes Wachstum erst wieder für 2025.
Da die Verkaufsmenge unter den Erwartungen blieb und ein Herunterfahren der Produktion nur mit zeitlichem Verzug möglich ist, stieg der Bestand an fertigen Schuhen zum Bilanzstichtag 2023 etwas stärker als im Budget geplant. Die notwendigen produktionsseitigen Gegenmaßnahmen wurden aber bereits im Laufe des Jahres 2023 eingeleitet. Somit rechnet die Geschäftsführung in 2024 mit einer leichten Reduktion des Bestands an Fertigwaren.
Der sonstige betriebliche Ertrag hat sich vor allem aufgrund niedrigerer Gewinne aus der Währungsumrechnung von TEUR 1.250 auf TEUR 776 reduziert.

Als Ergebnis der oben genannten Punkte hat sich der Rohertrag von TEUR 18.305 auf TEUR 14.557 (- 20 %) reduziert. Das Rohergebnis in Relation zum Umsatz fiel leicht um 0,7 % Punkte von 37,2 % auf 36,5 %. Trotz dieses Rückgangs wurden dennoch die Erwartungen zum Budget um 4,9 %-Punkte und zum letzten Forecast für 2023 um 2,0 %-Punkte übertroffen.
Einen zusätzlichen negativen Effekt hatten höhere Personalaufwendungen (TEUR 5.013, Vorjahr: TEUR 4.745) und höhere Abschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um TEUR 503 (TEUR 6.927, Vorjahr: TEUR 7.429). Dabei kommt die Hälfte der Differenz von im Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiven Währungseffekten. Der Rest teilt sich auf viele unter­schied­liche Posten innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf. Wobei niedrigere Marketingaus­gaben den größten positiven Effekt hatten.
Der dadurch im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigere EBIT von TEUR 1.851 (Vorjahr: TEUR 5.451) liegt im Rahmen des letzten Forecasts (TEUR 2.121). Der letzte Forecast für das Geschäftsjahr mit einer Vorgabe der EBIT-Marge von 5,0 %, wurde mit 4,6 % knapp verfehlt (Vorjahr: 11,1 %). Die Differenz konnte durch Erträge aus der Beteiligung an der Fenix Outdoor Austria Italy GmbH in Höhe von TEUR 1.000 und höheren Erträgen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH teilweise ausgeglichen werden. Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 3.298 (Vorjahr (TEUR 6.272) wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Fjällräven Sportartikel­handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Vierkirchen, abgeführt.

Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 35.167 um TEUR 3.348 auf TEUR 38.516 erhöht. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 12,1 % (Vorjahr: 14,8 %) und die Vorräte umfassen 71,5 % (Vorjahr: 64,0 %). Auf der Aktivseite stehen dem Anstieg der Vorräte um TEUR 5.049 vor allem Rückgänge der Sachanlagen um TEUR 545 sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 1.205 gegenüber.
Die Sachanlageinvestitionen betragen TEUR 237 (Vorjahr: TEUR 1.308). Die Investitionen verteilen sich auf alle Produktionsstätten. Diesen Investitionen stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 755 und keine wesentlichen Abgänge gegenüber. Das Unternehmen hat keine Investitions­verpflichtungen zum Bilanzstichtag.
Die Tochtergesellschaft Progressz Kft. fungiert als verlängerte Werkbank. Im Geschäftsjahr 2023 wird Progressz Kft. einen Gewinn erwirtschaften.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die unfertigen bzw. fertigen Erzeugnisse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 22,4 % (auf TEUR 27.554) erhöht. Wobei sich die Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der unfertigen Erzeugnisse verringert haben, was auf die Produktionsanpassung ab Mitte 2023 zurückzuführen ist. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass ein gewisser Bestand an fertigen Erzeugnissen entscheidend für die flexible Befriedigung der schwankenden Nachfrage ist. Deswegen wurde der Bestand an fertigen Erzeugnissen wie geplant auch in 2023 weiter erhöht. Die seit 2021 auf Bosnien und Herzegowina ausgeweitete Produktion unterstützt die Flexibilität der Produktion noch zusätzlich. Deswegen sind die Fertigerzeugnisse im Vergleich zum Vorjahr nochmals angestiegen (2023: TEUR 18.193 Vorjahr: TEUR 10.708). Für 2024 wird mit einer niedrigeren Produktion geplant, um den erreichten Lagerbestand auf einem stabilen Niveau zu halten bzw. leicht abzusenken.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betragen zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 6.209 (Vorjahr: TEUR 7.389). Darin enthalten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.407 (Vorjahr: TEUR 6.613), die überwiegend aus kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen diverse Konzernunternehmen (TEUR 2.228) und Forderungen gemäß dem Gewinnabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH (TEUR 1.514) resultieren.
Auf der Passivseite ist die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen im Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.127 begründet.
Mit 67,3 % (Vorjahr: 64,8 %) nehmen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen den größten Teil der Passivseite ein und beinhalten mit TEUR 25.924 vor allem die Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 22.343 (Vorjahr: TEUR 16.172).
Die Eigenkapitalquote beträgt zum Jahresende 26,0 % (Vorjahr: 28,5 %).

Die Liquiditätslage veränderte sich wie folgt in TEUR:


2023
2022
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
TEUR
TEUR
Periodenergebnis vor Steuern
3.305
6.280
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des


Anlagevermögens
765
680
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen
-95
199
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Vorräte, der Forderungen


  aus Lieferungen und Leistungen sowie  anderer Aktiva ohne
-696
-6.407
  Cashpooling und Beteiligungsgewinne


Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten


  aus Lieferungen und Leistungen sowie  anderer Passiva ohne
-2.727
4.184
  Cashpooling


Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-)
1.060
504
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
553
4.937



Die Hanwag GmbH ist in das Cash-Pool-System der Fenix-Gruppe eingebunden. Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen oder -vorhaben sind zum Bilanzstichtag nicht existent. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Finanzlage der Gesellschaft wird weiterhin als gut beurteilt.

Personal und Sozialbereich
Insgesamt waren durchschnittlich 65 Mitarbeiter (Vorjahr: 64) bei der Gesellschaft beschäftigt. Im Unternehmen werden keine Auszubildende beschäftigt.

Gesamtaussage zu Vermögens- und Finanzlage
Nach Einschätzung der Geschäftsführung verlief das Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der Marktsituation wie erwartet. In einem schwieriger werdenden Marktumfeld konnte sich Hanwag sehr gut behaupten und ist für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

5. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken
Risikobericht
Risikomanagementsystem
Zur Steuerung der Gesellschaft werden mögliche Chancen und Risiken qualitativ beurteilt, aber nicht quantifiziert. Durch Einbindung in die Fenix-Konzernstruktur ist die Gesellschaft aus Sicht der Geschäfts­führung derzeit keinen signifikanten (Einzel-)Risiken ausgesetzt.

Allgemeine Risiken
Die zukünftige Geschäftsentwicklung kann von einer Vielzahl von Risiken beeinflusst werden. Grund­sätzlich ist Hanwag von der Kundennachfrage abhängig. Diese Abhängigkeit wird begrenzt durch ständige Marktanalysen, Steigerung der Kundenzufriedenheit und intensiven Produktentwicklungen.
Hanwag versucht sicherzustellen, dass Risiken frühzeitig identifiziert und adäquat behandelt werden.
Direkte Auswirkungen von COVID-19 auf die Geschäftstätigkeit von Hanwag gibt es nicht mehr. Jedoch ist nach dem Rekordjahr 2022 eine Normalisierung bzw. ein leichter Rückgang der Nachfrage zu spüren. Aufgrund der anhaltenden Ukrainekrise und die damit einhergehende hohe Inflation verharren die Roh­materialpreise auf hohem Niveau. Schwer einzuschätzendes Käuferverhalten ist hier eine Folge.

Lieferantenrisiken
Der unvorhersehbare Ausfall eines Lieferanten kann kurzfristig einen negativen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben. Die Gesellschaft versucht, dieses Risiko durch sorgfältige Lieferantenauswahl und langfristige Partnerschaften in Europa zu minimieren. Dennoch hat COVID-19 gezeigt, dass durch dieses Vorgehen nicht alle Risiken ausgeschlossen werden können. So hatten unsere Lieferanten aufgrund der durch die Pandemie geschuldeten angespannten Logistiksituation teilweise Probleme mit der Beschaffung ihrer Rohstoffe. Auch war die Produktion bei unseren externen Produktionspartnern aufgrund von Krankheitsfällen teilweise eingeschränkt. Diesem Risiko haben wir bereits im Jahr 2021 Rechnung getragen und die Anzahl an Produktionsstätten weiter ausgebaut. Somit werden derartige Risiken auf mehrere Standorte verteilt.

Handelsrisiken
Ein Teil der Importe unterliegt Einfuhrbeschränkungen, Zöllen und Genehmigungsverfahren. Kurzfristige Änderungen solcher Handelsbeschränkungen können einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäfts­tätigkeit haben. Hanwag versucht diesen Risiken zu begegnen, indem es in keinen politisch instabilen Ländern produziert, frühzeitig auf Entwicklungen reagiert und die Produktion auf verschiedene Produktionsstandorte und Länder verteilt.

Währungsrisiken
Währungsrisiken können sich daraus ergeben, dass ein Teil des Warenein- und -verkaufs in Fremd­währung abgewickelt wird.
Kundenrisiken
Ausfallrisiken bei Debitoren werden durch ein enges Monitoring der Kunden und insbesondere ein striktes Forderungsmanagement begrenzt. Bilanziell wird dem Risiko durch eine konservative Forderungs­bewertung Rechnung getragen. Ein zusätzliches Ausfallrisiko ist als eher gering einzuschätzen. Hinzu kommt, dass es sich bei einem Großteil der Kunden um interne Kunden der Fenix Gruppe handelt und sie somit über den Konzern abgesichert sind.

Markenschutz
Auch die Hanwag GmbH sieht sich immer wieder Versuchen ausgesetzt, die Marke Hanwag zu imitieren. Durch umfassenden Markenschutz und frühzeitige juristische Bekämpfung wird dem begegnet. In Ländern, in denen Hanwag nicht vertreten ist, ist die Durchsetzung der Markenrechte deutlich schwieriger. Dies gilt auch, wenn dort Markenrechte angemeldet sind.
Risiken im Bereich Soziales und Umwelt
Die Hanwag GmbH ist sich seiner Verantwortung für Arbeitnehmer, Zulieferer und die Umwelt bewusst. Die Reputation und das Vertrauen in die Marke Hanwag ist bei den Kunden hoch. Missstände in diesen Bereichen würden das Ansehen der Marke schnell und stark beeinträchtigen. Um dieses Risiko zu minimieren, haben wir verbindliche Standards erstellt, deren Einhaltung regelmäßig durch Besuche und Kontrollen von Zulieferbetrieben und Produkten überprüft wird. Den Verhaltenskodex (Code of Conduct) müssen alle Lieferanten unterschreiben.
Der Sicherheit, Gesundheit, Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz kommt bei der Hanwag GmbH sowie innerhalb der gesamten Fenix-Gruppe eine besondere Bedeutung zu. Das wird durch einen eigenen CSO ('Chief Sustainability Officer') nachweislich unterstrichen, welcher, zusammen mit der Geschäfts­führung, an dauerhaften Verbesserungen der relevanten Themengebiete arbeitet.

Chancenbericht
In den letzten Jahren ist besonders die Zielgruppe der Wanderer stark gewachsen - auf nationaler wie internationaler Ebene. Es gab einen regelrechten Outdoor-Boom, der zu einer hohen Nachfrage an Hiking- und Trekking-Schuhen führte. Diese hohe Nachfrage unter den Verbrauchern hatte dazu geführt, dass die Händler außerordentlich hohe Mengen an Schuhen bestellt und eingekauft hatten, was Hanwag wiederum ein enormes Umsatzwachstum bescherte. Durch die schwierige wirtschaftliche und politische Lage in Europa, die sich seit 2022 entwickelte, sind die Lebenshaltungskosten für Verbraucher deutlich gestiegen. Die finanzielle Mehrbelastung macht sich nach und nach in einem zurückhaltendem Konsumverhalten der Verbraucher bemerkbar.
In einer Konsumkrise mit vermindertem Umsatz will Hanwag die Chance nutzen, um sich als Marke für qualitativ hochwertige und langlebige Outdoorprodukte zu positionieren. Aufgrund der aktuellen, nur bedingt vorhersehbaren, wirtschaftlichen Situation könnten Verbraucher zukünftig verstärkt auf nachhaltige und langlebige Produkte setzen, deren Investition sich langfristig auszahlt und lohnt. Die Nachfrage nach Qualität, Langlebigkeit sowie einer möglichst umweltbewussten Produktion in Europa könnte Hanwag zugutekommen.
Durch gezielte Marketingmaßnahmen, die die Langlebigkeit und Nachhaltigkeit der Produkte betonen, sowie durch eine verstärkte Online-Präsenz und den Ausbau des Direktvertriebs wird Hanwag versuchen auch in herausfordernden Zeiten erfolgreich sein. Es wird wichtig sein, flexibel zu bleiben und schnell auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Dieser Strategie folgt Hanwag bereits und hat beispielsweise die Produktionsmenge für 2024 auf die im Vergleich zu 2023 geringere Vor-Order-Menge angepasst.
Die Chance, eine neue Zielgruppe zu erreichen bzw. auszubauen, bietet sich für Hanwag auch 2024 mit einigen neuen Modellen und der Erweiterung der sogenannten "Exclusives" Kollektion. Die Neuauflage eines Low Cuts, der bereits einmal sehr erfolgreich in der Kollektion war und eine farbenfrohere Version unseres Klassikers Alaska GTX ist, soll zu einer hohen Nachfrage führen. Im Fokus hierbei steht, die Markenbekanntheit bei einer jüngeren, modebewussten und kaufkräftigen Zielgruppe zu erhöhen. Hanwag wird zudem 2024 erneut im Rahmen der Fashion Week in Paris präsent sein. Im Jahr 2023 hatte sich auf der Fashion Week bereits gezeigt, dass auch andere Modelle wie z.B. unsere Zwiegenähten eine starke Nachfrage bei dieser neuen Zielgruppe generieren. Hier sieht Hanwag weiterhin viel Potenzial für Wachstum.

Gesamtaussage und Prognosebericht

Für das Jahr 2024 erstellte die Geschäftsführung ein Budget mit einem Umsatz in Höhe von EUR 37,1  Mio. Die Rohergebnis-Marge wurde mit 30,8 % und die EBIT-Marge in Höhe von rund 0,8 % budgetiert. Der Rückgang der EBIT-Marge resultiert vornehmlich aus einer niedrigeren Verkaufsmarge und einer geringeren Produktion. Da unsere Kunden auch in 2024 noch vorsichtig ordern, sehen wir dieses Jahr als Übergangsjahr und ein erneutes Wachstum erst wieder für 2025.
Wir gehen davon aus, dass das bislang vorgegebene Ziel für das laufende Geschäftsjahr erreicht wird.
Auch in Zukunft wird es das oberste Ziel sein, unseren Endkunden einen Mehrwert zu bieten, indem wir Hanwag Stories, unser "Digital Home of the Brand" und den Bereich Fashion mit sehr hochwertigen Produkten weiter ausbauen. Der Ausbau der Low Cut Schuhe Kollektion hat dabei obere Priorität. Diese Ausrichtung mit dem für den Markt angepassten Bedürfnissen soll für die Zukunft ein nachhaltiges Wachstum und einen Anstieg der Markenbekanntheit bewirken. Deshalb wird Hanwag diese Entwicklung weiter voran­treiben. Die 100 % Produktion in Europa mit den eigenen Produktionen in Ungarn und Deutschland ermöglicht es uns sehr schnell auf die vom Markt vorgegebenen Parameter einzugreifen und deren Bedürfnisse zu erfüllen.
Es sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die Finanzierung der Gesellschaft ist gesichert.
Abschließend möchten wir einen besonderen Dank an all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richten, welche mit ihrem Einsatz zur weiteren positiven Entwicklung des Unternehmens beigetragen haben.

Vierkirchen, den 23. Mai 2024
Alexander Koska Thomas Gröger Geschäftsführer Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.644.937,67 5.189.659,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.077,00 18.073,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.075,00 18.071,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
II. Sachanlagen 3.799.575,45 4.334.300,93
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.987.413,06 2.064.897,06
2. technische Anlagen und Maschinen 838.796,33 957.078,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 973.366,06 1.288.240,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   24.084,95
III. Finanzanlagen 837.285,22 837.285,22
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 837.285,22 837.285,22
B. Umlaufvermögen 33.764.094,37 29.909.168,86
I. Vorräte 27.553.694,34 22.505.061,05
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.029.021,44 7.725.925,91
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.332.061,66 4.071.273,10
3. fertige Erzeugnisse und Waren 18.192.611,24 10.707.862,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.209.286,79 7.388.530,97
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 155.430,33 102.554,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.407.334,23 6.612.658,99
3. sonstige Vermögensgegenstände 646.522,23 673.317,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.113,24 15.576,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 106.468,89 68.257,39
Aktiva 38.515.500,93 35.167.085,40

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.025.000,00 10.025.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 10.000.000,00
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 741.350,03 836.500,93
1. sonstige Rückstellungen 741.350,03 836.500,93
C. Verbindlichkeiten 27.749.150,90 24.305.584,47
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.688.621,64 1.383.035,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.924.277,74 22.797.232,01
3. sonstige Verbindlichkeiten 136.251,52 125.316,89
davon aus Steuern 81.858,63 79.150,84
Passiva 38.515.500,93 35.167.085,40

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 39.896.429,08 49.193.393,44
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.745.537,76 5.986.924,23
3. sonstige betriebliche Erträge 775.984,39 1.249.964,92
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 575.439,75 1.111.191,16
4. Materialaufwand 32.861.032,08 38.125.081,92
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 32.861.032,08 38.125.081,92
5. Personalaufwand 5.013.327,03 4.744.984,41
a) Löhne und Gehälter 4.314.881,63 4.095.320,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 698.445,40 649.663,48
davon für Altersversorgung 11.827,42 6.242,38
6. Abschreibungen 765.420,17 679.668,28
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 765.420,17 679.668,28
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.926.745,02 7.429.327,66
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 616.496,34 871.401,08
8. Erträge aus Beteiligungen 1.000.000,00  
davon aus verbundenen Unternehmen 1.000.000,00  
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 1.514.214,51 1.333.351,70
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 56.970,63 25.084,88
davon aus verbundenen Unternehmen 56.970,63 25.084,88
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.117.207,46 529.487,58
davon an verbundene Unternehmen 1.117.207,46 529.487,58
12. Ergebnis nach Steuern 3.305.404,61 6.280.169,32
13. sonstige Steuern 7.584,62 8.507,16
14. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3.297.819,99 6.271.662,16
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zur Offenlegung
Grundlage für die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Hanwag GmbH waren die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Be­stimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes.

Die Hanwag GmbH wird in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung betrieben und ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den §§ 264 ff. HGB in Euro aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Vierkirchen und ist eingetragen in das Handels­register beim Amtsgericht München (Reg.Nr. HRB 153419). Für die Offenlegung werden die größenab­hängigen Erleichterungen der §§ 288 und 327 HGB in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen.
Die Sondervorschriften der §§ 264 bis 277 HGB für Kapitalgesellschaften betreffend Gliederung, Ansatz und Bewertung wurden berücksichtigt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

AKTIVA Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten und, soweit sie der Abnutzung unterliegen, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Für den bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwert wurde auf Grund der darin enthaltenen Markenrechte eine betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren festgelegt. Die Nutzungsdauer basiert auf dem Umstand einer etablierten Marke mit über­durchschnittlich und kontinuierlichen Wertzuwächsen sowie sehr langen und ununterbrochenen Kunden­beziehungen. Diese repräsentieren insbesondere Markenrechte sowie das 'know-how' (Mitarbeiter und Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um plan­mäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden auf Basis der voraus­sichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände wie folgt linear vor­genommen:

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3 Jahre
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
10 - 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschine
3 - 14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
sofort - 13 Jahre



Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung höchstens bis zu den Anschaffungskosten.

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 auf die immateriellen Vermögensgegenstände betrugen TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10), die Abschreibungen auf Sachanlagen TEUR 755 (Vorjahr: TEUR 670). Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten unter EUR 800 werden als geringwertige Vermögensgegenstände sofort abgeschrieben. Es wurden keine Abschreibungen auf Finanz­anlagen vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Soweit erforderlich wurden in angemessenen Umfang, wegen geringerer Umschlaghäufigkeit einzelner Rohstoffe, Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Wertberichtigungen auf fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zum Bilanzstichtag vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen. Fremd­währungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsbestände wurden zum Devisenkassa­mittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

Die Abgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt und enthalten Ausgaben vor dem Abschluss­stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

PASSIVA Das Gezeichnete Kapital entspricht dem im Handelsregister als Stammkapital eingetragenen Nominal­betrag.

Bei der Bemessung der Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Bildung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung not­wendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlich­keiten werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Fremdwährungs­verbind­lichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz
Der Anlagenspiegel wird entsprechend § 284 Abs. 3 HGB dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.407 (Vorjahr: TEUR 6.613) bestehen überwiegend aus kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen Leistungen gegen diverse Konzernunternehmen (TEUR 2.228; Vorjahr: TEUR 4.272) und Forderungen gemäß dem Gewinnab­führungsvertrag mit der Tochtergesellschaft Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH (TEUR 1.514; Vorjahr: TEUR 1.333) sowie Forderungen gegen die Fenix Outdoor International AG, aus dem Cash-Pool-System der Gruppe (TEUR 1.399; Vorjahr: TEUR 702). Darin sind enthalten Forderungen gegen den Gesell­schafter in Höhe von TEUR 542 (Vorjahr: TEUR 320).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 837) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub sowie Gleitzeitguthaben und Bonuszahlungen an Angestellte in Höhe von insgesamt TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 450), Garantierückstellungen mit TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 232) sowie Jahresabschluss- und Archivierungskosten mit TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 107). Die Rückstellungen für Garantien wurden wie im Vorjahr in prozentualer Höhe vom Umsatz unter Berücksichtigung der Inanspruchnahme bemessen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 25.924 (Vorjahr: TEUR 22.797) beinhalten im Wesentlichen das konzernweite Cash-Pooling der Konzernmutter Fenix Outdoor AB, in welches die Gesellschaft eingebunden ist. Darüber hinaus die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.300 (Vorjahr: TEUR 6.275) aus der Ergebnisabführung und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Art der Verbindlichkeit
Gesamtbetrag
Vorjahr (VJ)
davon mit einer Restlaufzeit von

zum 31.12.2023


kleiner 1 J. (VJ)
1 bis 5 J. (VJ)
größer 5 J. (VJ)

TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen
1.689
1.383
1.689 (1.383)
0 (0)
0 (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen
25.924

22.797t

25.924 (22.797)

0 (0)

0 (0)
sonstige Verbindlichkeiten
136
125
136 (125)
0 (0)
0 (0)

27.749
24.305
27.749 (24.305)
0 (0)
0 (0)



Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte mit 87 % (Vorjahr: 82 %) im Inland und in EU-Länder. Der Rest wird in Drittländer exportiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 575 (Vorjahr: TEUR 1.111) und periodenfremde Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 7).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 616 (Vorjahr: TEUR 871).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind wie im Vorjahr keine außerordentlichen Aufwendungen oder Erträge zu verzeichnen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Miet- und Leasingverträge führten im Berichtsjahr zu Ausgaben von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 171). Die zukünftigen Leasingverpflichtungen werden sich in vergleichbarer Höhe entwickeln wie im Jahr 2023. Die Miet- und Leasingverträge können, unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfristen, innerhalb von maximal drei Jahren beendet werden.

Anteilsbesitz:
Hanwag ist 100 %ige Anteilseignerin der Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH sowie der Progressz Kft. und hält Anteile von 33,33 % an der Fenix Austria Italy GmbH.



Beteiligungs-
Eigen-
Jahresergebnis
Name
Sitz
quote
Kapital
2023



31.12.2023

Hanwag Deutschland
Vertriebs GmbH
Vierkirchen
100 %
TEUR 25
TEUR 0*
Progressz Kft
Hajduboszormeny, Ungarn
100 %
THUF 69.014**
THUF 62.047**
Fenix Austria Italy GmbH
Innsbruck,
Österreich
33,33 %
TEUR 4.875**
TEUR 957**


*   nach Ergebnisabführung ** Werte aus dem Jahresabschluss 2022, da der Jahresabschluss 2023 noch nicht vorliegt
Ergebnisverwendung:
Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.298 (Vorjahr: TEUR 6.272) wird gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Fjällräven Sportartikelhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Vierkirchen-Pasenbach abgeführt.

Geschäftsleitung:
Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben gemäß der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

Geschäftsführung:  
Alexander Albert Koska, Kaufmann, München, President Fenix Outdoor Global Sales Thomas Josef Gröger, Kaufmann, Neubiberg
Mitarbeiter:

Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
65 (VJ: 64)
davon leitende Angestellte

1
davon Angestellte:

44
davon gewerbliche Angestellte:

20



Konzernverhältnisse:
Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Fjällräven Sportartikelhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Vierkirchen. Diese ist ein Konzernunternehmen der Fenix Outdoor International AG, Zug, Schweiz, die einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen aufstellt. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen zur Fenix Outdoor International AG und ihren Tochtergesellschaften. Der Konzernabschluss der Fenix Outdoor International AG, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt ist, sowie der Konzernlagebericht, der nach der Richtlinie 2013/34/EU aufgestellt ist, haben gem. § 292 HGB eine befreiende Wirkung für die Hanwag GmbH. Sie werden im elektronischen Unternehmensregister als befreiend für die Fjällräven Sportartikel- handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung offengelegt.

Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Vierkirchen, den 23. Mai 2024
Alexander Koska   Thomas Gröger Geschäftsführer   Geschäftsführer
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS


Anschaffungs- oder Herstellungskosten

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

142.593
0
0
0
142.593
2.Geschäfts- oder Firmenwert
5.325.000
0
0
0
5.325.000

5.467.593
0
0
0
5.467.593
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

3.572.178
0
0
0
3.572.178
2. Technische Anlagen und Maschinen
2.301.583
29.273
37.831
106.408
2.399.433
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.949.072
85.299
1.013
40.416
4.073.773
4. Geleistete Anzahlungen
24.085
273.077
150.339
-146.824
0

9.846.917
387.650
189.182
0
10.045.384
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen
1.476.150
0
0
0
1.476.150

1.476.150
0
0
0
1.476.150

16.790.660
387.650
189.182
0
16.989.127

Kumulierte Abschreibungen

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

124.522
9.996
0
134.518
2.Geschäfts- oder Firmenwert
5.324.998
0
0
5.324.998

5.449.520
9.996
0
5.459.516
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

1.507.280
77.484
0
1.584.764
2. Technische Anlagen und Maschinen
1.344.504
237.922
21.789
1.560.637
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.660.831
440.018
442
3.100.407
4. Geleistete Anzahlungen
0
0
0
0

5.512.616
755.424
22.231
6.245.809
III. Finanzanlagen




Anteile an verbundenen Unternehmen
638.865
0
0
638.865

638.865
0
0
638.865

11.601.000
765.420
22.231
12.344.189

Buchwerte

31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

8.075
18.071
2.Geschäfts- oder Firmenwert
2
2

8.077
18.073
II. Sachanlagen


1. Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

1.987.413
2.064.897
2. Technische Anlagen und Maschinen
838.796
957.079
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
973.366
1.288.240
4. Geleistete Anzahlungen
0
24.085

3.799.575
4.334.301
III. Finanzanlagen


Anteile an verbundenen Unternehmen
837.285
837.285

837.285
837.285

4.644.938
5.189.659

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 14.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hanwag GmbH
PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Hanwag GmbH, Vierkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hanwag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Ein­wendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lage­berichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Über­einstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres­ab­schlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be­schrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahres­abschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrecht­lichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahres­abschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver­mögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetz­lichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Überein­stimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als not­wendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens­tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilan­zieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lage­berichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Überein­stimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu er­möglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lage­bericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres­abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahres­abschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts­prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschluss­prüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resul­tieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahres­abschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvoll­ständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft ab­zugeben;
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern ange­wandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen­hängenden Angaben;
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetz­lichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fort­führung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungs­nachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähig­keit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahres­abschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbe­sondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen An­nahmen. Ein eigen­ständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten An­gaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. ·
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfest­stellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

München, den 23. Mai 2024 
EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Bostedt, Wirtschaftsprüfer                   Schaffhauser, Wirtschaftsprüfer

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