Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 9491
Eingetragen
28.4.1994
Branche
Stationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung, SuchtbekämpfungSonstiges Gesundheitswesen a. n. g.Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist es, das Fachkrankenhaus Coswig sowie ggfs. weitere Gesundheits- und Sozialeinrichtungen im Landkreis Meißen zu betreiben.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Torsten Bochannek
seit 2.1.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
511.292 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fachkrankenhaus Coswig GmbH

Coswig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Fachkrankenhaus Coswig GmbH (FKC) ist im Krankenhausplan des Freistaates Sachsen als Fachkrankenhaus mit 165 Betten aufgenommen und betreibt in den ausgewiesenen somatischen Fachgebieten eine Hauptabteilung für Chirurgie sowie eine Hauptabteilung der Inneren Medizin und Allgemeinmedizin. Darüber hinaus sind 6 onkologische tagesklinische Plätze im Fachbereich der Inneren Medizin und Allgemeinmedizin separat im Krankenhausplan ausgewiesen. Das FKC wird als einziges Lungenzentrum in Sachsen geführt.

Das FKC erbringt hochspezialisierte Leistungen in der konservativen und operativen Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Lunge. Wesentliche Schwerpunkte der Diagnostik und Therapie in der Pneumologie, als Teilbereich der Inneren Medizin, bilden die Pneumo-Onkologie, die chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen mit Beatmungsmedizin und Beatmungsentwöhnungen (Weaning), die Infektiologie sowie allergische Lungenerkrankungen. In der Thoraxchirurgie liegen die Schwerpunkte in komplexer, minimalinvasiver operativer Therapie des Lungenkarzinoms, in der Lasermetastasenektomie sowie den diagnostisch-operativen und überwiegend minimalinvasiven Eingriffen zur Abklärung unklarer Rundherde bzw. von Pleuraergüssen. Zusätzlich werden im Bereich der Intensivmedizin und Anästhesie alle lebenserhaltenden Verfahren abgebildet und weitere besondere Verfahren wie der Gasaustausch (ECMO) oder Blutreinigungsverfahren (Dialyse) begleitend durchgeführt. Das angeschlossene Angebot der akutstationären Frührehabilitation unterstützt alle anderen Fachbereiche als Querschnittsabteilung und konnte insbesondere bei der Behandlung von Post-Covid-Patienten eine herausgehobene Stellung einnehmen.

Als Spezialversorger kooperiert das FKC mit anderen Leistungserbringern hauptsächlich im Freistaat Sachsen und im Bundesland Brandenburg, um eine optimale Patientenversorgung sicherzustellen und die kollegiale Vernetzung zu fördern. Während der deutschlandweiten Pandemie stellte das Fachkrankenhaus die Versorgung im Rahmen des Clusters Ostsachsen mit den anderen Kooperationspartnern sicher.

Mithilfe des Ostdeutschen Lungenzentrums, in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Dresden, wird sich postpandemisch wieder auf die Schaffung von Voraussetzungen für strategische Zukunftsprojekte im Bereich der ambulanten und stationären Versorgung fokussiert.

Der bestehende Verein "Kompetenznetzwerk Lungenerkrankungen e.V." (KoLE e.V.), welcher interessierten Kliniken, niedergelassenen Ärzten und anderen Anbietern von Gesundheitsleistungen im Freistaat Sachsen dienen soll, unterstützt das Leistungsportfolio des FKC.

1.2 Forschung und Entwicklung

Teil der Unternehmensphilosophie ist die ständige Weiterentwicklung der Leistungen, um stets den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gerecht zu werden und die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität kontinuierlich zu verbessern. Wirtschaftlichkeit sowie die Mitarbeiter- und Patientenzufriedenheit sind dabei die Kernziele der Bemühungen. Mit Hilfe von zahlreichen einrichtungsinternen und -übergreifenden fachspezifischen Projekten konnten die seit 2013 erreichten Zertifizierungen zum Thoraxzentrum, zum Lungenkrebszentrum und zum Weaningzentrum mit sehr guten Ergebnissen durch externe Audits fortlaufend rezertifiziert werden. Im Berichtsjahr fanden zu allen zertifizierten Zentren die entsprechenden Datenübermittlungen statt (Datenbank Thoraxzentrum, Lungenkrebszentrum und Wean-Net). Die Rezertifizierung des Weaningzentrums fand am 19.02.2024 statt. Die ISO-Zertifizierung wurde in zwei Teilaudits ebenfalls erfolgreich bestätigt.

Die Teilnahme und Durchführung von fachspezifischen klinischen Studien ist für das FKC seit vielen Jahren selbstverständlich. Regelmäßige nationale und internationale Publikationen, wissenschaftliche Tagungen, Symposien sowie Vorträge vor nationalem und internationalem Fachpublikum der Ärztinnen und Ärzten des FKC werden gewünscht und gefördert und zeugen von der hohen Expertise der Mitarbeitenden im FKC.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands preisbereinigt um 0,3 % (2022: +1,8 %), was auf die Folgen globaler Krisen, schlechte politische Rahmenbedingungen und eine insgesamt stockende Wirtschaftsentwicklung zurückzuführen ist. Die Konjunktur wurde durch hohe Preise, steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage sowohl aus dem Inland als auch dem Ausland gedämpft. Während das produzierende Gewerbe Rückgänge verzeichnete, trugen die meisten Dienstleistungsbereiche zur Stützung der Wirtschaft bei. Private und staatliche Konsumausgaben sanken, jedoch gab es positive Signale bei den Ausrüstungsinvestitionen. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen zeigte sich der Arbeitsmarkt robust. 1 Es wird eine kurzfristige Steigerung der Arbeitslosenquote erwartet, die bis 2025 wieder leicht zurückgehen soll. Die Beschäftigung wird trotz Erholung nicht steigen, beeinflusst durch den demografischen Wandel und ein sinkendes Produktionspotenzialwachstum. 2

Laut ifo Institut wird die Inflationsrate von 6,0 % (Statistisches Bundesamt 5,9 %) im Jahr 2023 auf 2,6 % im Jahr 2024 und weiter auf 1,9 % im Jahr 2025 sinken. Die Preise für Gas und Strom werden für Verbraucher günstiger und sollen Anfang 2024 unter die von der Bundesregierung festgelegten Preisdeckel fallen, was den Preisanstieg bei Energie reduziert. Die Kerninflation, die Energiekosten ausschließt, wird langsamer sinken und mit 3,1 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025 über der Gesamtinflationsrate liegen, bedingt durch steigende Lohnkosten bei arbeitsintensiven Dienstleistungen. 3 Die Nahrungsmittelpreise stiegen 2023 um 12,4 % gegenüber dem Vorjahr, nachdem sie bereits 2022 mit +13,4 % erheblich zugenommen hatten. Betroffen waren fast alle Nahrungsmittelgruppen. 4

1 (Statistisches Bundesamt, 2023); Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024; Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken
2 (ifo Institut); ifo Konjunkturprognose Herbst 2023; Konjunktur in Deutschland kühlt weiter ab
3 (ifo Institut); ifo Konjunkturprognose Herbst 2023; Konjunktur in Deutschland kühlt weiter ab
4 (Statistisches Bundesamt, 2023); Presse Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 %; Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 %

2.1.2 Gesundheitswirtschaftliche Rahmenbedingungen

Beim Finanzierungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gab es seitens des Gesetzgebers für 2023 keine Änderung des allgemeinen Beitragssatzes. Dieser blieb konstant bei 14,6 %, wobei Arbeitnehmer und Arbeitgeber paritätisch je 7,3 % des allgemeinen Beitragssatzes trugen. Die einkommensabhängigen und kassenindividuellen Zusatzbeiträge wurden ebenfalls zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gezahlt. 5 Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz wurde für 2023 auf 1,6 % (2022: 1,3 %) festgesetzt. 6

Für 2023 werden die Einnahmen des Gesundheitsfonds auf 278 Mrd. Euro geschätzt, inklusive regulärem und ergänzendem Bundeszuschuss sowie Mitteln für Kinderkrankengeld. Ein überjähriges Bundesdarlehen von 1 Mrd. Euro und Zuführungen aus der Liquiditätsreserve sowie Finanzreserven der Krankenkassen ergänzen die Einnahmen. Die Ausgaben der Krankenkassen werden auf 297 Mrd. Euro prognostiziert, bei unveränderten Zuweisungen aus dem Fonds von 273,7 Mrd. Euro. 7

Der Gesundheitsfonds verzeichnete bis zum 16. Januar 2023 eine Liquiditätsreserve von 12,0 Mrd. Euro, musste jedoch im Laufe der ersten drei Quartale des Jahres ein Defizit von 6,9 Mrd. Euro hinnehmen. Ein großer Teil dieses Defizits ist auf saisonale Schwankungen zurückzuführen, da die Ausgaben des Fonds in Form monatlicher Zuweisungen an die Krankenkassen fließen, während die Einnahmen über das Jahr variieren und vor allem im vierten Quartal durch die Verbeitragung von Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld zunehmen. Ein weiterer Grund für das Defizit ist die Absenkung der Obergrenze der Liquiditätsreserve durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, was zu einer zusätzlichen Ausschüttung an die Krankenkassen führte, um die Zusatzbeitragssätze zu stabilisieren. 8

Die durch den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in 2022 eingesetzte Experten-Kommission hat in 2023 weiter an der Krankenhausreform gearbeitet, mit der drei zentrale Ziele verfolgt werden: die Entökonomisierung, die Sicherung und Steigerung der Behandlungsqualität sowie die Entbürokratisierung des Systems. Bund und Länder haben sich am 10. Juli 2023 auf die Eckpunkte für die Reform geeinigt. Gegen Ende des Jahres kam die Reform allerdings zunehmend in Stocken, da die Bundesländer und das Bundesgesundheitsministerium in einen Dissens über wesentliche Punkte gerieten. Außerdem ist die Umsetzung des Transparenzgesetz vor der eigentlichen Reform weiterhin strittig.

Im Jahr 2022 verzeichneten mehr als die Hälfte der deutschen Allgemeinkrankenhäuser ab 100 Betten (54 %) Verluste, während 35 % einen Jahresüberschuss und 11 % ein ausgeglichenes Jahresergebnis erzielten. Dies stellt eine signifikante Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr dar, in dem 43 % der Krankenhäuser einen Jahresfehlbetrag und 44 % einen Jahresüberschuss auswiesen. Insbesondere kleine Krankenhäuser bis 299 Betten waren häufiger von negativen Jahresergebnissen betroffen. Die Situation hat sich in allen Bettengrößenklassen verschlechtert, wobei mittelgroße Krankenhäuser einen besonders starken Rückgang der Jahresüberschüsse von 54 % im Jahr 2021 auf 39 % im Jahr 2022 verzeichneten. 9

Das Jahresergebnis sank 2022 im Vergleich zu 2021 in 56 % der Krankenhäuser, während es in 22 % der Krankenhäuser stieg. Die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich überproportional in Krankenhäusern mit 300 bis 599 Betten. 10 Für 2023 erwarten die Krankenhäuser eine weitere Verschlechterung, mit 78 % der Häuser, die ein negatives Jahresergebnis antizipieren, gegenüber nur 7 %, die einen Jahresüberschuss erwarten. 11

Zum Erhebungszeitpunkt im Frühjahr 2023 stuften 78 % der Krankenhäuser ihre wirtschaftliche Lage als unbefriedigend ein, eine Zunahme der kritischen Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Fast drei Viertel der Krankenhäuser (71 %) erwarten für 2024 eine weitere Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation. Zudem beeinflussen aufgrund der nachgelagerten Finanzierungslogik Preissteigerungen, insbesondere in den Bereichen Energie, medizinischer Bedarf und Löhne, die Liquidität der Krankenhäuser besonders stark, mit 93 % der Einrichtungen, die hiervon betroffen sind. Politische Hilfsmaßnahmen werden nur von 16 % der Krankenhäuser als zufriedenstellend bewertet, wobei kleinere und mittlere Häuser diese Maßnahmen weniger positiv einschätzen als größere Einrichtungen. 12

Der für die Krankenhausfinanzierung maßgebende Landesbasisfallwert wurde 2023 für Sachsen mit € 3.992,34 (+4,37 % im Vergleich zum Vorjahr) vereinbart. 13

5 (Bundesgesundheitsministerium, 2023); Beiträge und Tarife; https://www.bundesgesundheitsministerium.de/beitraege-und-tarife.html
6 (GKV, 2023); Finanzierung, Zusatzbeitrag; https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/kv_grundprinzipien/finanzierung/zusatzbeitrags-satz/zusatzbeitragssatz.jsp
7 (Bundesamt für Soziale Sicherung, 2023); Pressemitteilung vom 12.10.2023; GKV-Schätzerkreis schätzt die finanziellen Rahmenbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung für die Jahre 2023 und 2024
8 (Bundesgesundheitsministerium, 2023); Pressemitteilung vom 08.12.2023; Finanzentwicklung der GKV im 1. bis 3. Quartal 2023 (bundesgesundheitsministerium.de)
9 (Deutsches Krankenhausgesellschaft, 2023); Krankenhaus-Barometer 2023; Krankenhaus-Barometer 2023.pdf (dkgev.de), S. 7
10 (Deutsches Krankenhausgesellschaft, 2023); Krankenhaus-Barometer 2023; Krankenhaus-Barometer 2023.pdf (dkgev.de), S. 8
11 (Deutsches Krankenhausgesellschaft, 2023); Krankenhaus-Barometer 2023; Krankenhaus-Barometer 2023.pdf (dkgev.de), S. 9

12 (Deutsches Krankenhausgesellschaft, 2023); Krankenhaus-Barometer 2023; Krankenhaus-Barometer 2023.pdf (dkgev.de), S. 10 ff.
13 (vdek, Verband der Ersatzkassen, 2023); Landesbasisfallwerte 2023; LBFW 2023.pdf (vdek.com)

2.2 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der Fachkrankenhaus Coswig GmbH ist in 2023 geprägt von einer stabilen Fallzahl und Sondereffekten, die aber zum Teil nicht nur für das Fachkrankenhaus Coswig gelten, sondern auch für alle übrigen Krankenhäuser in Deutschland. Besonders im Bereich der Energiekostenhilfe wirkt sich dies ergebniswirksam aus, gleicht aber letztendlich nur die real gestiegenen Kosten im Energiebereich aus, die durch die Fallpauschalen nicht annähernd gedeckt waren. Des Weiteren konnten in der Budget- und Entgeltverhandlung 2023 positive Effekte gehoben werden. Beide Effekte kompensieren eine gegenüber dem Plan verminderte Belegung, die jedoch merklich über dem Jahr 2022 liegt. Gegenüber dem Bezugszeitraum 2022 konnten die Fallzahlen um rd. 7% und der Casemix um rd. 5% gesteigert werden. Der CMI liegt insgesamt auf dem Vorjahresniveau. Dennoch ist in einzelnen Bereichen eine deutliche Tendenz zur CMI-Steigerung ersichtlich.

Im Rahmen der Planung wurde nicht mehr von erheblichen Einflüssen aufgrund des pandemischen Geschehens ausgegangen. Trotzdem wurde eine defensive Planung im Vergleich zu den Vorjahren aufgestellt.

Krankheitsbedingte Ausfälle des Personals konnten wegen des guten Personalstandes zu großen Teilen gut kompensiert werden. Nach einem sehr guten Leistungsgeschehen im ersten Quartal des Jahres, konnten die geplanten Fallzahlen über den Sommer nicht erreicht werden. Ab Spätherbst stabilisierten sich die Fallzahlen. Der Chefarztwechsel in der Thoraxchirurgie im Vorjahr brachte 2023 den gewünschten Effekt sowohl bei der Fallzahl als auch beim CMI. Dank des hervorragend aufgestellten Leitungsbereiches der Klinik, kam es zu einer schnellen Integration des neuen Geschäftsführers zum 01.01.2023 und zu keinem negativen Einfluss auf das Leistungsgeschehen.

Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß aufgrund der Tarifverhandlungen mit dem Marburger Bund und ver.di. Die personelle Besetzung im ärztlichen Dienst war im Geschäftsjahr einer normalen Fluktuation ausgesetzt. Offene Stellen konnten mit Zeitverzug besetzt werden. Personalbesetzungen im Pflegedienst gestalteten sich im Vergleich zu den Vorjahren auf hohem Niveau gleichbleibend schwierig. In erster Linie fehlten auf dem Arbeitsmarkt qualifizierte Fachkräfte für die Funktionsdienste und für die Intensivstationen. Mit der Einführung der Pflegepersonaluntergrenzenverordnung (PpUGV) wurden Verhältniszahlen von Patienten zu Pflegekräften mit entsprechenden Qualifikationen etabliert, welche den Wettbewerb um Fachkräfte weiter verschärften. Trotzdem gelang es dem FKC, ab dem zweiten Halbjahr alle Bereiche ohne Leasingkräfte zu betreiben.

Mit Stichtag 01.07.2023 erfolgte die Umsetzung der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) für Lungentumore, sodass die bisher als teilstationär erbrachten tagesonkologischen Fälle mit Chemo- oder Immuntherapie in den ambulanten Bereich überführt werden konnten. Damit wurde dem Druck des Medizinischen Dienstes auf Prüfung der teilstationären Behandlungsnotwendigkeit nachgegeben und das Verlustrisiko für nicht übernommene Behandlungskosten deutlich reduziert.

2.3 Lage

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr wird vorab anhand folgender Kennzahlen tabellarisch dargestellt:

2023 2022 Veränderung
Eigenkapitalrentabilität % 8,2% 1,8% 6,4%
Gesamtkapitalrentabilität % 3,0% 0,8% 2,2%
Eigenkapitalquote % 35,6% 35,1% 0,5%
Fremdkapitalquote (inkl. Sonderposten) % 64,4% 64,9% -0,5%
Anlagevermögensintensität % 62,1% 65,8% -3,7%
Intensität des Umlaufvermögens % 34,9% 31,5% 3,4%
Jahresüberschuss EUR 905.907,78 183.650,31 722.257,47
Eigenkapital EUR 11.113.414,76 10.207.506,98 905.907,78
Sonderposten EUR 14.108.410,45 12.927.351,34 1.181.059,11
Fremdkapital (inkl. Sonderposten) EUR 20.138.395,17 18.893.119,89 1.245.275,28
Fremdkapitalzinsen EUR 17.630,24 36.000,90 -18.370,66
Bilanzsumme EUR 31.251.809,93 29.100.626,87 2.151.183,06
Anlagevermögen EUR 19.407.119,78 19.146.422,23 260.697,55
Umlaufvermögen EUR 10.911.822,43 9.161.833,98 1.749.988,45
Rechnungsabgrenzungsposten EUR 932.867,72 792.370,66 140.497,06

2.3.1 Ertragslage

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 905,9.

Das Betriebsergebnis (EBIT = Ergebnis vor Steuern und Zinsen) beläuft sich auf T€ 1.057,4 (Vj.: T€ 215,8) und ist um T€ 841,6 höher als im Vergleich zum Vorjahr.

Der Personalaufwand ist mit T€ 20.182,4 höher als im Vorjahr (T€ 18.118,0) ausgefallen. Hauptursache für die Kostensteigerungen sind tarifvereinbarte Anhebungen mit dem Marburger Bund für den ärztlichen Dienst und ver.di für alle Beschäftigten des nichtärztlichen Dienstes sowie Steigerungen der Vollkräfte, vor allem im Bereich des Pflegedienstes.

Die Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 % (T€ +905,8). Die wesentlichen Einflussfaktoren bestehen aus der Abbildung der Umlagebeträge für den Ausbildungsfonds, welche verpflichtend im Rahmen der Neuordnung der Ausbildung zu Pflegefachkräften umzusetzen und im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind (T€ +347,3), Projektkosten im Rahmen der Digitalisierung sowie Einmaleffekte aufgrund von hohen Mietkosten für einen Leih-Trailer während des CT-Austausches (T€ +53,0) und Aufwendungen für den neuen Markenauftritt (Homepage/ Corporate Identity - T€ +127,3), welcher in 2024 finalisiert werden soll.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind aufgrund des besseren Ergebnisses mit T€ 176,7 höher ausgefallen als im Vorjahr (T€ 17,7).

Die Ertragslage kann für das Geschäftsjahr als gut beschrieben werden.

2.3.2 Finanzlage

Im Geschäftsjahr lag die Reichweite der liquiden Mittel abzüglich vertraglich gebundener Mittel (T€ 405,3) für zahlungsbegleitete Aufwendungen (Material- und Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen, Zinsen und ähnliche Aufwendungen, Steuern) bei 1,1 Monaten und damit auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (Vj.: 1,1 Monaten).

Die Finanzlage insgesamt kann als zufriedenstellend beschrieben werden.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Fachkrankenhaus Coswig GmbH stieg im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 31.251,8 (Vj.: T€ 29.100,6). Wesentlicher Faktor ist die Erhöhung des Umlaufvermögens infolge hoher Forderungen nach Krankenhausfinanzierungsrecht und der damit abgebildeten ausstehenden Refinanzierung des Pflegebudgets auf die Ist-Kosten 2023 und Vorjahre (T€ +3.802,4). Ergänzend dazu stiegen die Ausleihungen an verbundene Unternehmen (hier: Pflegeschule, T€ 450,0) für den Kauf von drei Schulen der Weiterbildungsakademie Dresden (kurz: WAD).

Die Vorräte sanken im Bereich der RHB moderat, da sich die Bestände des medizinischen Bedarfs verringerten (T€ -8,6), deutlicher reduzierten sich die zu bewertenden Überlieger im Vergleich zum Vorjahr (T€ -38,9).

Die sonstigen Rückstellungen stiegen im Geschäftsjahr um T€ 972,3 auf insgesamt T€ 3.063,0. Wesentlicher Einflussfaktor sind die Rückstellungen für MD-Verfahren (T€ +220,5) und der Einmaleffekt der Rückstellung für eine mögliche Rückzahlung von erhaltenen Energiehilfen (T€ 403,0). Die Veränderungen bei den personalbezogenen Rückstellungen und den Rechts- und Beratungskosten gleichen sich im Saldo in etwa aus.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich insgesamt um T€ 1.037,5. Zum einen konnten die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung durch regelmäßige Zahlungsflüsse im laufenden Geschäftsjahr reduziert werden (T€ - 555,1), zum anderen sanken die Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht durch die Inanspruchnahme der pauschalen Fördermittel (T€ -627,4), welche im Vorjahr u.a. für die geplante Großinvestition "Computertomograph 2023" angespart wurden. Die Fremdkapitalquote (Bilanzsumme abzgl. Eigenkapital) sank im Berichtsjahr um 0,5 % auf 64,4 % (inkl. Sonderposten).

Die Kapitalstruktur entwickelte sich positiv. Aufgrund des Gewinnvortrags aus 2022 und dem Jahresergebnis 2023 stieg das Eigenkapital im Jahresvergleich um 8,87%, wohingegen sich das Fremdkapital nur um 6,59% erhöhte. Die Eigenkapitalquote liegt bei 35,6% (+0,5%).

2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden insbesondere EBT, EAT, EK-Quote, Cashflow und frei verfügbare Liquidität sowie krankenhausspezifische Kennzahlen (z.B. CM, CMI, BT) herangezogen. In 2016 entstand durch die Konzerngeschäftsführung ein Katalog von internen Financial Covenants, der für die Tochterunternehmen im Recura-Verbund als interne Rahmenvorgabe betrachtet wird. Die wirtschaftlichen Ziele der Gesellschaft werden durch diese Covenants determiniert.

Der Unternehmenserfolg des FKC wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen vor allem die Beziehungen des Unternehmens zu den Kunden (Patienten) und den Mitarbeitern. In Summe lassen die Angaben Rückschlüsse darauf zu, inwieweit es dem FKC gelingt, als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich zu binden, um damit eine hohe Patientenzufriedenheit zu erreichen. Diese Aspekte sind nach Überzeugung des FKC wesentliche Bausteine einer guten Positionierung im Wettbewerb.

Patienten:

Das Fachkrankenhaus gewinnt Erkenntnisse über die Patientenzufriedenheit mit etablierten Befragungsmodellen und -prozessen und wertet diese regelmäßig qualitativ und quantitativ aus. Die sehr zufriedenstellenden Ergebnisse werden dennoch kritisch hinterfragt, um dauerhaft auch zukünftig ein sehr hohes Serviceniveau in allen Bereichen sicherzustellen.

Mitarbeiter:

Der Erfolg des FKC beruht maßgeblich auch auf den Fähigkeiten sowie der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter. Die Personalstrategie der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, die konzeptionelle Weiterentwicklung und das angestrebte organische Wachstum bestmöglich zu unterstützen. Das FKC will auf allen Ebenen stets und jederzeit eine hinreichende Anzahl qualifizierter und engagierter Mitarbeiter beschäftigen und ihnen im herausfordernden Umfeld der Gesundheitswirtschaft, trotz aller Schwierigkeiten attraktive Arbeitsbedingungen, Perspektiven und Visionen bieten. Um auch zukünftig ausreichend qualifiziertes Personal vorhalten zu können, wurden 2023 erste ausländische Pflegefachkräfte (Iran, Philippinen) in die Klinik integriert. Sie erhalten eine schulische und praktische Anpassungsqualifikation.

Das FKC engagiert sich auch weiter stark in den Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung. So konnten neben den klassischen Aufgaben im Arbeitsschutz mit dem Betriebsrat entsprechende Strukturen und Ansprechpartner für das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) definiert werden, die sich im Geschäftsjahr in konkreten Maßnahmen für die Mitarbeiter umsetzen ließen.

2.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes

Die finanzwirtschaftliche Situation des FKC kann im Geschäftsjahr als gesichert bezeichnet werden. Die operativen Erlöse konnten gesteigert werden. Gesetzlich geregelte Energiepauschalen und gute Budgetverhandlungen haben auch dazu beigetragen. Die kostenseitigen Entwicklungen im Bereich der Energie- und Personalaufwendungen sowie der allgemeinen Sachkosten stehen auch weiterhin im Fokus.

3. Prognosebericht - Erläuterung und Beurteilung der voraussichtlichen Entwicklung

Unsere zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf unseren hier mitgeteilten Erwartungen. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von unseren Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Auch das Jahr 2024 wird durch mehrere gegenläufige Tendenzen geprägt sein. Generell gilt es, die erbrachten Leistungen des Krankenhauses weiter zu steigern. Als limitierender Faktor für die Leistungssteigerung kann die personelle Ausstattung, insbesondere in der Pflege, gesehen werden, so dass ein Schwerpunkt auf Personalbindung und Akquise liegen wird. Wie im Vorjahr wird der Druck der Kostenträger, die selbst unter schwindenden finanziellen Ressourcen leiden, in Bezug auf die Erbringung von Leistung in ambulantem Setting sehr hoch bleiben. Negativ auf das EBIT wird sich die weiterhin hohe Inflation und die damit verbundenen Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln auswirken. Staatliche Unterstützungsleistungen sind derzeit nicht zu sehen.

Größter Unsicherheitsfaktor wird die noch nicht umgesetzte Krankenhausreform sein. Welche Leistungen zukünftig ambulant oder als Hybrid DRG erbracht werden müssen und wie der Gesetzgeber die finanzielle Vergütung dieser Leistungen plant, ist noch offen. Das Pflegebudget wird perspektivisch durch Vorhaltepauschalen ergänzt werden. In der Reform sowie in weiteren gesetzlichen Änderungen liegen für das FKC aber auch Chancen. Hier kann das FKC seine besonderen Stärken als Spezialversorger und Fachkrankenhaus ausspielen. Die Themen Mindestmengen in der Thoraxchirurgie, das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) und das Lungenkrebsscreening werden andere Häuser zu Kooperationen bzw. zur Aufgabe der entsprechenden Leistung zwingen, wovon das FKC fall- und erlösseitig und ggf. auch personell profitieren wird. Preisbedingte Effekte durch die Anhebung des Landesbasisfallwertes werden zu einem weiteren leichten Umsatzwachstum führen. Eine gesetzliche Abkehr vom DRG-System wird auch in 2024 noch nicht erwartet.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass die zu erwartenden Fallzahl- und Erlössteigerungen die absoluten Veränderungen auf der Kostenseite annähernd kompensieren werden. Verlässliche Aussagen zur Ergebnis- und Finanzlage sowie zur Entwicklung des Cashflows lassen sich, auf Grund der dargestellten Unsicherheiten, schwer prognostizieren. Wir erwarten dennoch ein etwa gleichbleibendes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr. Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 sieht ein positives Ergebnis in Höhe von ca. T€ 1.165,2 (EBT) vor.

4 Chancen- und Risikobericht

Ein ausgebautes Risikomanagement ist Bestandteil der Unternehmensführung und Qualitätspolitik des Mutterunternehmens, der Recura Kliniken SE und ihrer Tochtergesellschaften. Die Einrichtungen betreffende Risikofelder (Politik, Markt, Personalressourcen, Kernprozesse etc.) sind benannt.

Im Rahmen unseres Qualitätsmanagements erfolgen jährlich Überprüfungen der Aufbau- und Ablauforganisation sowie einzelner Abteilungen durch externe Auditoren. Das FKC wurde bereits 2007 hinsichtlich seiner Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nach DIN ISO 9001:2008 zertifiziert. Auf der Grundlage von jährlich vorab festgelegten Auditplänen werden die einzelnen Fachbereiche durch interne Auditoren geprüft und notwendige Korrekturen vorgenommen. Die externe Rezertifizierung bestätigte auch 2023 das Qualitätsmanagement.

Im medizinischen Beirat der Recura Kliniken SE, in dem alle Chefärzte des Verbundes vertreten sind, werden einrichtungsübergreifende medizinische Themen beraten. Die Einführung des klinikübergreifenden Critical Incident Reporting Systems (CIRS) konnte in 2014 abgeschlossen werden. Das CIRS-System mit der Analyse von Fehlern und Beinahe-Fehlern wurde seitdem in den Klinikalltag integriert.

Die nachfolgende Risikoberichterstattung bezieht sich auf die Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts.

4.1 Risikobericht

4.1.1 Rechtliche Risiken

Der Gesetzgeber greift mit den Regelungen zur Pflegepersonaluntergrenzenverordnung (PpUGV) direkt in die Personalplanung der Krankenhäuser ein. Die Weiterentwicklung der Pflegepersonalregelung PPR 2.0 als neu diskutierte Personalbemessungsgrundlage wird jedoch auch zukünftig sanktionsbehaftete Risiken mit sich führen, welche neben den finanziellen Risiken auch Risiken in der Außenwahrnehmung und zur Arbeitsplatzattraktivität erwarten lassen. Dieser PPR 2.0 stehen wir mit unserer derzeitigen Personalentwicklung offen gegenüber und gehen davon aus, dass sie durch uns erfüllt werden kann.

Das Krankenhausgesetz in Sachsen enthält vor allem Regelungen zur Krankenhausplanung und -finanzierung 2024ff. Das FKC wurde als einziges Lungenzentrum Sachsens ausgewiesen. Die stationäre Bettenzahl konnte gehalten werden. Inwiefern sich die Krankenhausplanung Sachsens in die angestrebte Krankenhausreform des Bundesministeriums für Gesundheit integriert und ob Leistungsgruppen und Leveleinteilungen wie derzeit bekannt und mit den sich daraus ergebenden rechtlichen Risiken eintreten, ist ungewiss.

Weitere rechtliche Risiken waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nicht bekannt oder erkennbar.

4.1.2 Umfeld- und Branchenrisiken

Nach den Regelungen zur stationären Notfallversorgung in einem gestuften System durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), wurde durch das sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in 2019 eine Konkretisierung durchgeführt. Dabei wurde das FKC als Bestandteil der Notfallversorgung anerkannt und die Zu- und Abschlagsfreiheit beschieden, welche auch im Geschäftsjahr 2023 nicht in Frage gestellt wurde.

Die vermutlich größte Herausforderung der kommenden Jahre wird der Fachkräftemangel bleiben. Verknappung des Angebotes an jungen Fachärzten wird zunehmend festgestellt. Bei zu besetzenden Stellen in Pflege- und Funktionsbereichen wird der geeignete Bewerberpool immer geringer, bei gleichzeitigem Anstieg der finanziellen Forderungen. Dies spiegelt sich mittlerweile auch im Verwaltungsbereich wider. Mit der Realisation der Zulassung des strategischen Projektes zum Betrieb einer pflegerischen Ausbildungsstätte auf dem Campus des Fachkrankenhauses wurde eine wesentliche Grundlage geschaffen, um auch zukünftig der pflegepersonellen Herausforderung standzuhalten. Darüber hinaus wurden Projekte zur Gewinnung von Fachkräften aus dem asiatischen Raum abgeschlossen, um die entstehende Personallücke mittelfristig zu schließen.

Noch ist unklar, wie die Krankenhausstrukturreform ausgestaltet sein wird. Sie wird jedoch radikaler als in der Vergangenheit ausfallen, so dass es zu einer einschneidenden Veränderung in den Fachbereichen der Krankenhäuser kommen wird. Das Konzept des Fachkrankenhauses Coswig kommt dem Willen der Politik entgegen, Leistungen und Mindestmengen, fachlich konzentriert und mit hoher Qualität zu bündeln. Ggf. besteht dadurch die Möglichkeit, der weiteren großen Herausforderung, dem Fachkräftemangel, entgegenzuwirken. Durch die Planungssicherheit am Standort kann es gelingen, Personal hierher zu leiten.

4.1.3 Leistungsbezogene Risiken

Die Konkurrenzsituation hat sich leicht verändert. Mit der Einführung der Mindestfallzahlen im Bereich der Thoraxchirurgie ist das Risiko der Etablierung neuer thoraxchirurgischer Einheiten stark gesunken. Durch neue Kooperationen muss dies gewinnbringend für das FKC genutzt werden. Die zunehmenden Spezialisierungstendenzen - insbesondere von großen Grund- und Regelversorgern, aber auch Schwerpunktversorgern und Maximalversorgern - bleiben als verstärkende Faktoren für die Konkurrenzsituation des Fachkrankenhauses bestehen.

Dem zunehmenden Ambulantisierungsdruck wurde mit Einführung der prästationären Aufnahmestation und der erfolgten Überführung der Onkologischen Tagesklinik in den ASV-Bereich nachgegeben. Trotzdem bleibt abzuwarten, wie die Ausgestaltung der Ambulantisierung vom Gesetzgeber erfolgt, insbesondere, wie diese Leistungen im Krankenhaus vergütet werden. Bereits jetzt werden Leistungen zunehmend von den Kostenträgern als primäre Fehlbelegung inklusive Strafzahlung herausgeprüft. Der Umbau der Stationen und des Belegungsmanagements muss dem Rechnung tragen.

Aufgrund des generellen Fachkräftemangels ist mit höheren Aufwendungen je Vollkraft zu rechnen. Risiken im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlungs- und Betreuungsqualität wird durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden begegnet.

4.1.4 Risikobericht des Finanzmanagements

Die Europäische Zentralbank hat ihren jahrelangen Kurs der Niedrigzinspolitik im Juli 2022 verlassen und setzt zur Bekämpfung der massiven Inflation weiterhin auf eine aggressive Zinspolitik. Nach bereits 7 Zinsschritten im Jahr 2022, hat die EZB auch im Jahr 2023 mit 4 weiteren Zinsschritten den Zinssatz von 2,50% auf 4,50% erhöht. Der Leitzins ist damit so hoch wie zu Beginn der 2000er Jahre. Während der Hauptrefinanzierungssatz (oberster Kreditzins) bei 4,50% liegt, wird der Einlagenzins mit 4,00% geführt. Damit bleibt auch weiterhin der Einlagenzins unter dem Kreditzinssatz bestehen.

Diese Zinsanpassungen sorgen folglich für eine deutliche Verteuerung von Kreditzinsen und Prolongationsangeboten bestehender Darlehen. Die Investitionsbereitschaft ist somit deutlich gehemmter. Zudem sehen wir eine weiter zunehmende Zurückhaltung der Kreditinstitute bei der Bereitstellung von Finanzierungen, aufgrund der insgesamt angespannten Lage im Branchensektor. Folge ist eine deutlich intensivere Bonitätsprüfung, welche jedoch trotz des Marktumfeldes zu positiven Ergebnissen geführt hat. Ein erweiterter Eigenkapitalaufbau durch geeignete Geldmarktinstrumente wird angestrebt. Durch die stark verzögerte Weitergabe der Guthabenverzinsung durch die Banken, wurde eine Geldmarktpolitik erst zum Ende 2023 attraktiv. Der Aufbau einer kurzfristigen und verfügbaren Anlagestruktur, auch zur Sicherung der Eigenkapitalstruktur, wird für 2024 deutlich verfolgt.

Ziele unseres Finanzmanagements sind grundsätzlich die Erhaltung einer ausreichenden Liquidität, die Sicherung notwendiger Investitionen, die Generierung/Einbringung unserer Forderungen und die Beantragung öffentlicher Zuschüsse und Fördermittel und ergänzend der Aufbau von Eigenkapitalpositionen zur Sicherung möglicher Darlehensaufnahmen. Im Mittelpunkt der Erhaltung der Liquidität steht die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen jederzeit uneingeschränkt und insbesondere fristgerecht nachkommen zu können. Zu den bestehenden Finanzinstrumenten des FKC zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. In den Kostenträgern sehen wir solvente Kunden und jederzeit verlässliche Partner; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten zahlen wir innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind klassische Annuitätendarlehen. Aktive und passive Finanzierungsderivate befinden sich derzeit weder im Portfolio noch in Planung. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik.

4.2 Chancenbericht

Der krankenhausplanerische Ausweis als Zentrum ermöglicht einen erheblichen Reputationsbeitrag, welcher sich durch die Ausgestaltung der Zentrumsaktivitäten auch in einen Gewinnbeitrag wandeln kann. Dazu kann die gesonderte Vergütung der Zentrumsleistungen einen Mehrwert darstellen.

Die bestehenden Qualitätsvorsprünge, welche in der Kombination der Fachgesellschaftszertifizierungen als Weaningzentrum, als Kompetenzzentrum für Thoraxchirurgie und als Lungenkrebszentrum Ausdruck finden, können weiter ausgebaut werden. Im Zusammenwirken mit den Mindestmengenregelungen können dann neue Patientenströme und damit zusätzliche Einnahmequellen generiert werden.

Durch die Definition von bundeseinheitlichen Kriterien zum Ausweis von Lungenzentren durch den gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) kann das Fachkrankenhaus bei Erfüllung der Kriterien einen strategischen Vorteil in der Außenwahrnehmung generieren und seine Einzigartigkeit in Sachsen bzw. innerhalb des südöstlichen Raums der neuen Bundesländer weiter herausstellen.

Der hohe Anspruch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihre Professionalisierung zum Wohle der Patienten spiegelt sich unter anderem in ihrem Engagement für wissenschaftliche Projekte und Studien, in Vorträgen auf Kongressen und Tagungen und in der Mitarbeit in speziellen Arbeitsgruppen und Fachverbänden wider.

4.3 Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin im Fachkräftemangel und im Ambulantisierungsdruck. Die bestehende Wettbewerbssituation bei Schlüsselqualifikationen, wie dem Intensivpflegedienst, kann durch attraktive Arbeitsbedingungen, stringente Akquise und Integration ausländischer Fachkräfte am Standort Coswig begegnet werden. Durch die erfolgreiche Unterstützung beim Aufbau einer eigenen sächsischen Bildungseinrichtung im Verbund der Recura Kliniken sowie durch den Kauf der Bildungseinrichtung WAD Dresden wurde ein wichtiger, zukunftsträchtiger Zugang zum Arbeitsmarkt für Pflegepersonal und Fachpersonal als weitere Säule für das FKC geschaffen, um langfristig die Wettbewerbssituation zu entschärfen und qualifiziertes Pflegepersonal an das FKC zu binden.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der Investitionen in Personal und Medizintechnik sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Mit der Entwicklung gezielter Konzepte zur Lösung auftretender Probleme und mit der stetigen Anpassung unseres umfassenden Leistungsspektrums an die sich wandelnden Erfordernisse und Möglichkeiten des Gesundheitsmarktes entgegnen wir möglichen Risiken der Gesellschaft.

 

Coswig, den 20.02.2024

gez. Geschäftsführung

2023 2022
Anlage zum Lagebericht -Kapitalflussrechnung T€ T€
1. + Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten 906 184
2. + Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.959 1.796
3. +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 972 -332
4. - sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1.713 -1.293
= cash flow 2.124 355
5. - Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -35 -143
6. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.476 1.772
7. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -770 -1.360
8. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge -27 15
9. + Ertragsteueraufwand / -ertrag 171 14
10. - Ertragsteuerzahlungen -1 -267
11. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe der Zeilen 1. bis 10.) -2.014 386
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -23 -7
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 42 0
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.723 -1.088
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 195 -8
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -550 0
17. + Erhaltene Zinsen 37 0
18. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe der Zeilen 12. bis 17.) -2.022 -1.103
19. - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter 0 -750
20. + Ein- und Auszahlung Fördermittel 2.495 684
21. +/- Einzahlung / Auszahlung aus der Aufnahme / Tilgung von (Finanz-) Krediten -150 696
22. - Gezahlte Zinsen -10 -35
23. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe der Zeilen 19. bis 22.) 2.335 595
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Zeilen 11., 18. und 23.) -1.701 -122
25. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.958 4.080
26. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.257 3.958

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Fachkrankenhaus Coswig GmbH, Coswig

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.046,00 112.696,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 13.255.118,85 13.638.607,85
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschließlich der Wohnbauten auf fremden Grundstücken 188.387,00 199.880,00
3. Technische Anlagen 296.516,00 294.062,00
4. Einrichtungen und Ausstattungen 4.313.879,00 3.741.638,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.964,60 277.922,32
18.072.865,45 18.152.110,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.001,00 25.001,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.211.207,33 856.615,06
1.236.208,33 881.616,06
19.407.119,78 19.146.422,23
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 205.491,10 214.320,82
2. Unfertige Leistungen 573.400,00 612.300,00
778.891,10 826.620,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.329.233,37 3.638.913,71
2. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 4.207.614,67 359.233,45
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 230.857,15 153.355,55
4. Sonstige Vermögensgegenstände 107.758,64 226.134,99
7.875.463,83 4.377.637,70
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.257.467,50 3.957.575,46
10.911.822,43 9.161.833,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 932.867,72 792.370,66
31.251.809,93 29.100.626,87

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Kapitalrücklagen 78.307,15 78.307,15
III. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.617.907,95 9.434.257,64
IV. Jahresüberschuss 905.907,78 183.650,31
11.113.414,76 10.207.506,98
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens
1. Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG 14.102.117,45 12.919.321,84
2. Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand 3.727,00 3.924,00
3. Sonderposten aus Zuwendungen Dritter 2.566,00 4.105,50
14.108.410,45 12.927.351,34
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 16.701,75 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.063.035,04 2.090.689,42
3.079.736,79 2.090.689,42
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.227.352,33 1.377.302,75
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 880.646,93 1.435.801,17
3. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 392.708,55 704.421,97
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.118,67 71.124,85
5. Sonstige Verbindlichkeiten 319.336,47 285.060,01
2.836.162,95 3.873.710,75
E. Rechnungsabgrenzungsposten 114.084,98 1.368,38
31.251.809,93 29.100.626,87

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

Fachkrankenhaus Coswig GmbH, Coswig

2023 2022
1. Erlöse aus Krankenhausleistungen 37.451.141,96 35.093.398,47
2. Erlöse aus Wahlleistungen 36.751,40 24.999,14
3. Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses 96.449,62 42.142,86
4. Nutzungsentgelte der Ärzte 338.556,16 351.430,74
5. Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs, soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten 571.660,21 771.024,78
6. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Leistungen -38.900,00 40.100,00
7. Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand, soweit nicht unter Nr. 13 24.181,59 23.259,44
8. Gesamtleistung 38.479.840,94 36.346.355,43
9. Sonstige betriebliche Erträge
a) Zuschreibung Anlagevermögen 2.758,76 551,80
b) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 42.338,09 1.000,00
c) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 195.996,24 494.970,43
d) Übrige sonstige betriebliche Erträge 497.922,31 529.308,27
739.015,40 1.025.830,50
10. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.106.290,85 -15.472.158,80
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.076.078,78 -2.645.877,18
-20.182.369,63 -18.118.035,98
11. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -6.049.437,23 -7.792.465,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.672.488,79 -3.690.175,03
-9.721.926,02 -11.482.640,61
12. Zwischenergebnis 9.314.560,69 7.771.509,34
13. Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 2.492.388,41 643.214,35
14. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten / Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 1.713.108,03 1.293.119,59
15. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten / Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens -2.583.094,85 -683.659,37
16. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.961.739,20 -1.796.330,28
17. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.917.830,61 -7.012.059,02
18. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.808,63 21.557,79
19. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -17.630,24 -36.000,90
20. Finanzergebnis 25.178,39 -14.443,11
21. Steuern -176.663,08 -17.701,19
22. Jahresüberschuss 905.907,78 183.650,31

Anhang 2023

1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Fachkrankenhaus Coswig GmbH hat ihren Sitz in Coswig. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Dresden unter der Nummer HRB 9491 eingetragen.

2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Für krankenhausspezifische Sachverhalte wurden die Postenbezeichnungen der KHBV gewählt.

3 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss ist vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt (§ 268 Abs. 1 HGB, § 46 Nr. 1 GmbHG).

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Jahresabschlussstichtag entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB einzeln bewertet worden. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, sind ebenfalls berücksichtigt worden.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger linearer Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB); sie liegt bei den immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 3 und 5 Jahren und bei den Sachanlagen zwischen 1 und 94 Jahren.

Die geringwertigen Anlagegüter mit Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.

Soweit den Finanzanlagen ein geringerer Wert als die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beizulegen war, wurde die betreffende Finanzanlage mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Der Bestand des Zentrallagers an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist zum Niederstwert bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auf den Stationen erfolgte eine körperliche Bestandsaufnahme.

Falls die Herstellkosten nicht die Erlöse übersteigen sind die unfertigen Leistungen mit den Herstellungskosten, die direkt zurechenbare Einzelkosten sowie notwendige und angemessene Anteile der Gemeinkosten umfassen, bewertet. Da die Kosten die Erlöse überschritten, sind die nicht abgerechneten DRG-Leistungen anhand der ermittelten Erlöse (DRG/TGE + Pflegeerlöse) bewertet worden. Die in diesen beiden Verfahren ermittelten Erlöse wurden jeweils mit dem tatsächlichen Gewicht jeder unfertigen DRG abgeglichen und unter weitestgehender Berücksichtigung des Zeitpunktes der Erlösentstehung periodengerecht aufgeteilt.

Die Posten "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände", "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" sowie das "Eigenkapital" sind zum Nennwert angesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird den Ausfallrisiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Im Hinblick auf eine periodengerechte Abgrenzung wurden gemäß § 250 HGB entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens wurden auf der Basis der Anschaffungs- und Herstellungskosten der geförderten Anlagegüter gebildet bzw. entsprechend den planmäßigen Abschreibungen wieder aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Bei ihrer Bewertung werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit einem Satz von 3,01 % berücksichtigt. Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen, Erträge und Aufwendungen aufgrund von Änderungen des Rechnungszinses werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Personalaufwand oder in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (§ 277 Abs. 5 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4 Angaben zur Bilanz

Die Bilanz ist gemäß § 284 Abs. 1 HGB von Vermerken entlastet worden; diese Angaben wurden in den Anhang übernommen.

4.1 Aktivseite

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im anliegenden Anlagenspiegel dargestellt (§ 284 Abs. 3 HGB).

Zum Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind alle notwendigen Angaben aus dem beiliegenden Forderungsspiegel ersichtlich.

Die antizipativen Forderungen ergeben sich aus Körperschaftsteuer-Erstattungsansprüchen aus Vorjahren.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aufgrund der unterschiedlichen Bewertung in der Handels- und Steuerbilanz ergeben sich bei den Rückstellungen Differenzen, die zu einer aktiven latenten Steuer führen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

4.2 Passivseite

Bezüglich der Aufgliederung und der Entwicklung der sonstigen Rückstellungen wird auf den beigefügten Rückstellungsspiegel verwiesen.

5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert; die Vorjahreswerte sind jeweils angegeben (§ 265 Abs. 2 HGB); erforderliche Vermerke wurden in den Anhang übernommen (§ 284 Abs. 1 HGB).

5.2 Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung

In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 2.005,53 (Vj.: € 2.347,74) enthalten. Im Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 1.953,54 (Vj.: € 817,42) enthalten.

5.3 Periodenfremde Erträge / periodenfremde Aufwendungen, § 285 Nr. 32 HGB i.V.m. § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB

Die periodenfremden Umsatzerlöse setzten sich aus Ausgleichsbeträgen nach KHEntgG, periodenfremden Patientenabrechnungen und periodenfremden Erlösen aus Krankenhausleistungen in Höhe von € 3.682.470,31 sowie aus MD-Rückstellungen in Höhe von € 64.342,73 zusammen.In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 217.855,50 enthalten. Diese resultieren überwiegend aus Quarantäneentschädigungen in Höhe von € 86.104,61, Zahlungseingängen aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von € 24.758,67 und aus übrigen periodenfremden Sachverhalten.

In den Materialaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von € 23.590,95 (VJ € 18.799,36) enthalten. Die periodenfremden bezogenen Leistungen betragen € 19.060,77 (VJ € 13.715,92), davon sind € 7.424,10 periodenfremde bezogene Leistungen von Verbundunternehmen.

Im Personalaufwand sind periodenfremde periodenfremde Aufwendungen von € 11.865,49 (VJ € 21.965,10) enthalten. Diese resultieren aus der Nachzahlung von SV-Beiträgen aus der DRV-Prüfung in Höhe von € 3.908,05 und aus Korrekturbescheiden der Berufsgenossenschaft in Höhe von € 4.584,44.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 230.245,74 enthalten. Diese resultieren aus der Rückzahlung zu viel berechneter Coronazuschläge in Höhe von € 17.770,50, aus der Abschreibung auf Forderungen in Höhe von € 75.446,16 und aus übrigen periodenfremden Sachverhalten.

6 Sonstige Pflichtangaben nach § 285 HGB

6.1 Haftungsverhältnisse (§§ 251, 285 Nr. 27 HGB)

Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB bestehen in der Form von Bürgschaften in Höhe von € 11.445.881,22 (Vj.: € 9.345.881,22).

Die Gesellschaft übernahm Bürgschaften gegenüber der Deutschen Kreditbank AG, Potsdam, hinsichtlich von Darlehensrückzahlungsverpflichtungen der Recura Kliniken SE in Höhe von € 4.345.880,22. Die gesicherten Verbindlichkeiten valutieren in Höhe von € 2.293.992,44. Die Bürgschaft für die Darlehensrückzahlungsverpflichtung belastet die Gesellschaft nicht, da der Hauptschuldner seiner Verpflichtung nachkommen kann.

Am 26.07.2016 wurde mit der Hausbank für die Region Sachsen eine Konzernkreditrahmenlinie über € 5 Mio. aufgenommen und am 11.01.2022 auf € 7 Mio. erhöht. Als Sicherheit wurde eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i.H.v. € 7 Mio. der Fachkrankenhaus Coswig GmbH gestellt. Die Kreditlinie wurde mit € 2.301.829,96 in Anspruch genommen.

Bürgschaften gemäß § 95 Abs. 2 SGB V sind insgesamt als Merkposten mit € 1,00 erfasst. Eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird als unwahrscheinlich angesehen, da Ansprüche der kassen- ärztlichen Vereinigung und der Krankenkassen nicht bestehen.

Mit dem Merkposten von einem Euro wurde folgender Sachverhalt berücksichtigt:

Für die von der Gesundheitszentrum Recura GmbH betriebenen Medizinischen Versorgungszentren hat die Fachkrankenhaus Coswig GmbH unbeschränkt selbstschuldnerische Bürgschaftserklärungen abgegeben. Die Bürgschaften umfassen Forderungen von kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen gegen die Medizinischen Versorgungszentren aus deren vertragsärztlichen Tätigkeiten.

Die Gesellschaft übernahm eine Bürgschaft gegenüber der Bank für Sozialwirtschaft AG, Köln, hinsichtlich einer Kreditlinie der RECURA Schule für Gesundheitsberufe Sachsen gGmbH in Höhe von € 100.000,00. Die gesicherten Verbindlichkeiten valutieren in Höhe von € 55.000,00. Die Bürgschaft für die Darlehensrückzahlungsverpflichtung belastet die Gesellschaft nicht, da der Hauptschuldner seiner Verpflichtung nachkommen kann.

6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen, § 285 Nr. 3a HGB

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen € 43.554.948,13 (Vj.: € 43.127.709,61); davon haben € 5.394.619,80 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, € 1.073.924,39 eine Restlaufzeit von zwei bis zu fünf Jahren und € 37.086.403,94 von mehr als fünf Jahren.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von € 43.554.948,13 (Vj.: € 43.127.709,61) gegenüber verbundenen Unternehmen; davon haben € 5.394.619,80 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, € 1.073.924,39 eine Restlaufzeit von zwei bis zu fünf Jahren und € 37.086.403,94 von mehr als fünf Jahren.

6.3 Anzahl der Arbeitnehmer, § 285 Nr. 7 HGB

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 319,50 (Vj.: 302,00) Arbeitnehmer beschäftigt (§ 267 Abs. 5 HGB).

Die Aufteilung auf die einzelnen Dienstarten geht aus der folgenden Aufstellung hervor:

Dienstart Durchschnitt Geschäftsjahr Durchschnitt Vorjahr
Ärztlicher Dienst 46,75 45,00
Pflegedienst 169,56 144,29
Medizinisch-technischer Dienst 55,17 61,50
Funktionsdienst 27,27 29,21
Wirtschafts-und Versorgungsdienst 1,00 1,00
Verwaltungsdienst 18,75 20,00
Sonderdienst 1,00 1,00
Summe 319,50 302,00

6.4 Bezüge der Geschäftsführer, § 285 Nr. 9a HGB

Laufende Bezüge der Geschäftsführer fielen nicht an, da die Geschäftsführer beim Mutterunternehmen, der Recura Kliniken SE, Beelitz, angestellt sind.

6.5 Mitglieder der Geschäftsführung, § 285 Nr. 10 HGB

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch folgende Personen wahrgenommen:

Herr Dr. med. Matthias Hagen Lakotta, Geschäftsführer

Herr Torsten Bochannek, Geschäftsführer

Herr Viktor Helmers, Geschäftsführer (ausgeschieden per 02.01.2023)

6.6 Anteilsbesitz, § 285 Nr. 11 HGB

Die Gesellschaft hält alle Anteile an der Gesundheitszentrum Recura GmbH mit Sitz in Coswig (100% Beteiligung am Stammkapital). Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgebraucht. In dem zuletzt vorliegenden Jahresabschluss zum 31.12.2022 weist die Gesellschaft eine nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von € 313.740,02 und einen Jahresüberschuss von € 124.115,43 aus.

Die Gesellschaft hält alle Anteile an der Recura Schule für Gesundheitsberufe Sachsen gGmbH mit Sitz in Coswig (100% Beteiligung am Stammkapital). Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgebraucht. In dem zuletzt vorliegenden Jahresabschluss zum 31.12.2022 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von € 299.972,22 und einen Jahresfehlbetrag von € 29.521,01 aus.

6.7 Angaben zum Mutterunternehmen, § 285 Nr. 14 HGB

Als Mutterunternehmen nach § 285 Satz 1 Nr. 14 HGB ist die Recura Kliniken SE, Beelitz, zu verzeichnen. Deren Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

6.8 Angabe des für das Geschäftsjahr von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar (inklusive Auslagenersatz, ohne Umsatzsteuer), § 285 Nr. 17 HGB

Das vom Abschlussprüfer des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen € 29.750, für andere Bestätigungsleistungen € 10.823,05 und für sonstige Leistungen € 629,21.

6.9 Ergebnisverwendungsvorschlag, § 285 Nr. 34 HGB

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, das Ergebnis (Gewinnvortrag zuzüglich Jahresüberschuss) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Coswig, den 20.02.2024

gez. Dr. Matthias Hagen Lakotta, Geschäftsführer

gez. Torsten Bochannek, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Fachkrankenhaus Coswig GmbH, Coswig

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 576.111,71 22.845,20 2.852,44 0,00 601.809,35
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 26.600.505,11 98.400,01 255.445,29 0,00 26.954.350,41
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschließlich der Wohnbauten auf fremden Grundstücken 495.588,08 0,00 0,00 0,00 495.588,08
Technische Anlagen 1.750.054,63 42.835,55 0,00 0,00 1.792.890,18
Einrichtungen und Ausstattungen 10.567.749,38 918.493,04 791.081,56 849.686,13 11.427.637,85
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 277.922,32 790.421,57 -1.049.379,29 0,00 18.964,60
39.691.819,52 1.850.150,17 -2.852,44 849.686,13 40.689.431,12
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 52.733,16 0,00 0,00 0,00 52.733,16
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.821.613,06 550.000,00 0,00 195.407,73 2.176.205,33
1.874.346,22 550.000,00 0,00 195.407,73 2.228.938,49
42.142.277,45 2.422.995,37 0,00 1.045.093,86 43.520.178,96
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 463.415,71 40.347,64 0,00
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 12.961.897,26 737.334,30 0,00
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschließlich der Wohnbauten auf fremden Grundstücken 295.708,08 11.493,00 0,00
Technische Anlagen 1.455.992,63 40.381,55 0,00
Einrichtungen und Ausstattungen 6.826.111,38 1.132.182,71 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
21.539.709,35 1.921.391,56 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.732,16 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 964.998,00 0,00 0,00
992.730,16 0,00 0,00
22.995.855,22 1.961.739,20 0,00
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Zuschreibungen Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 503.763,35
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 13.699.231,56
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschließlich der Wohnbauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 307.201,08
Technische Anlagen 0,00 0,00 1.496.374,18
Einrichtungen und Ausstattungen 2.758,76 841.776,48 7.113.758,85
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
2.758,76 841.776,48 22.616.565,67
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 27.732,16
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 964.998,00
0,00 0,00 992.730,16
2.758,76 841.776,48 24.113.059,18
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.046,00 112.696,00
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 13.255.118,85 13.638.607,85
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschließlich der Wohnbauten auf fremden Grundstücken 188.387,00 199.880,00
Technische Anlagen 296.516,00 294.062,00
Einrichtungen und Ausstattungen 4.313.879,00 3.741.638,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.964,60 277.922,32
18.072.865,45 18.152.110,17
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.001,00 25.001,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.211.207,33 856.615,06
1.236.208,33 881.616,06
19.407.119,78 19.146.422,23

Forderungsspiegel 2023

im Geschäftsjahr
Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.329.233,37 2.204.260,60 1.124.972,77
nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 4.207.614,67 4.207.614,67 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 230.857,15 230.857,15 0,00
- davon aus Lieferungen und Leistungen 14.684,80 14.684,80 0,00
- davon gegen Gesellschafter 136.609,43 136.609,43 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 107.758,64 107.758,64 0,00
- davon antizipative Forderungen 1.110,48 1.110,48 0,00
Summe 7.875.463,83 6.750.491,06 1.124.972,77
im Vorjahr
Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.638.913,71 2.182.342,57 1.456.571,14
nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 359.233,45 359.233,45 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 153.355,55 153.355,55 0,00
- davon aus Lieferungen und Leistungen 4.150,23 4.150,23 0,00
- davon gegen Gesellschafter 135.289,73 135.289,73 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 226.134,99 226.134,99 0,00
- davon antizipative Forderungen 137.920,72 137.920,72 0,00
Summe 4.377.637,70 2.921.066,56 1.456.571,14

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen 2023

Rückstellungen für Stand 01.01.2023 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung
- Archivierung 188.915,53 -91.425,21 0,00 93.680,15
- Erlöskorrekturen 853.064,89 -310.148,65 -122.446,73 651.061,17
- Jahresabschluss- und Beratungskosten 126.160,70 -82.242,00 -19.317,10 82.058,70
- Personalkosten 691.768,25 -616.638,58 -49,67 674.539,45
- übrige 230.780,05 -151.687,53 -54.182,74 919.092,37
2.090.689,42 -1.252.141,97 -195.996,24 2.420.431,84
Abzinsung
Rückstellungen für Aufwand Ertrag Stand 31.12.2023 davon bis ein Jahr davon ein bis fünf Jahre davon größer fünf Jahre
- Archivierung 0,00 -1.953,54 189.216,93 70.870,73 73.527,16 44.819,04
- Erlöskorrekturen 2.005,53 0,00 1.073.536,21 495.382,26 578.153,95
- Jahresabschluss- und Beratungskosten 0,00 0,00 106.660,30 106.660,30
- Personalkosten 0,00 0,00 749.619,45 672.299,45 77.320,00
- übrige 0,00 0,00 944.002,15 944.002,15
2.005,53 -1.953,54 3.063.035,04 2.289.214,89 729.001,11 44.819,04

Verbindlichkeitenspiegel 2023

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Lieferungen und Leistungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht
im Geschäftsjahr
Gesamtbetrag 1.227.352,33 880.646,93 392.708,55
RLZ
bis zu einem Jahr 151.109,57 691.242,24 392.708,55
von mehr als einem Jahr 1.076.242,76 189.404,69 0,00
> 1 Jahr bis zu fünf Jahren 760.580,03 189.404,69 0,00
von mehr als fünf Jahren 315.662,73 0,00
davon
gegenüber Gesellschaftern
nach dem KHEntgG
aus Lieferungen und Leistungen
gefördert nach dem KHG 392.708,55
aus Steuern
aus sozialer Sicherheit
Sicherungen
Art a) Verpfändung
b) Buchgrundschuld Buchgrundschuld
c) Abtretung Mieten
Höhe a) 0,00
b) 0,00 100,00
c) 0,00
im Vorjahr
Gesamtbetrag 1.377.302,75 1.435.801,17 704.421,97
RLZ
bis zu einem Jahr 149.950,13 1.280.517,31 704.421,97
von mehr als einem Jahr 1.227.352,62 155.283,86 0,00
> 1 Jahr bis zu fünf Jahren 767.326,64 155.283,86 0,00
von mehr als fünf Jahren 460.025,98 0,00
davon
gegenüber Gesellschaftern
nach dem KHEntgG
aus Lieferungen und Leistungen
gefördert nach dem KHG 704.421,97
aus Steuern
aus sozialer Sicherheit
Sicherungen
Art a) Verpfändung
b) Buchgrundschuld Buchgrundschuld
c) Abtretung Mieten
Höhe a) 0,00
b) 0,00 100,00
c) 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sonstige Verbindlichkeiten Summe
im Geschäftsjahr
Gesamtbetrag 16.118,67 319.336,47 2.836.162,95
RLZ
bis zu einem Jahr 16.118,67 319.336,47 1.570.515,50
von mehr als einem Jahr 1.265.647,45
> 1 Jahr bis zu fünf Jahren 949.984,72
von mehr als fünf Jahren 315.662,73
davon
gegenüber Gesellschaftern 7.782,68 7.782,68
nach dem KHEntgG 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 8.335,99 8.335,99
gefördert nach dem KHG 392.708,55
aus Steuern 253.538,85 253.538,85
aus sozialer Sicherheit 7.148,62 7.148,62
Sicherungen
Art
Höhe 0,00
100,00
0,00
im Vorjahr
Gesamtbetrag 71.124,85 285.060,01 3.873.710,75
RLZ
bis zu einem Jahr 71.124,85 285.060,01 2.491.074,27
von mehr als einem Jahr 1.382.636,48
> 1 Jahr bis zu fünf Jahren 922.610,50
von mehr als fünf Jahren 460.025,98
davon
gegenüber Gesellschaftern 61.778,06 61.778,06
nach dem KHEntgG 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 9.346,79 9.346,79
gefördert nach dem KHG 704.421,97
aus Steuern 238.341,41 238.341,41
aus sozialer Sicherheit 0,00 0,00
Sicherungen
Art
Höhe 0,00
100,00
0,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fachkrankenhaus Coswig GmbH, Coswig:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fachkrankenhaus Coswig GmbH, Coswig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fachkrankenhaus Coswig GmbH, Coswig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, geprüft. Die als Anlage zum Lagebericht beigefügte Kapitalflussrechnung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die als Anlage zum Lagebericht beigefügte Kapitalflussrechnung.

Gemäß § 322 Abs. 3 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannte Kapitalflussrechnung als Anlage zum Lagebericht sowie die Gewinn- und Verlustrechnung nach Teilbereichen.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburger Treuhand Gesellschaft
Schomerus & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Berlin

gez. Schwunk, Wirtschaftsprüferin

gez. Lehmann, Wirtschaftsprüfer

Feststellungs- und Ergebnisverwendungsbeschluss

Am 12.07.2024 hat die Gesellschafterin den Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, das Ergebnis (Gewinnvortrag zuzüglich Jahresüberschuss) auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.